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Topographia Hassiae, Et Regionum Vicinarum, Das ist: Beschreibung vnnd eygentliche Abbildung der vornehmsten Stätte vnd Plätze in Hessen, vnnd denen benachbarten Landschafften, als Buchen, Wetteraw, Westerwaldt, Löhngaw, Nassaw, Solms, Hanaw, Witgenstein, vnd andern / M. Z. [Ill.: Matthäus Merian]
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gen zum Diemeiſtrohm billich gerechnet wird: Und iſt allda vor Zeiten ein herrlich

146 Beſchreibung der gemelten Witmarshofe auch lige das Hauß Niedeck, denen von Veldtheim zuſtaͤn⸗ dig, und foͤrters, die Gartte hinab, zwi⸗ ſchen der Statt Goͤttingen, ſeye auff ei⸗ nem wunderbaren außgehoͤleten Felſen, das Braunſchweigiſche reiche Cloſter Rein⸗

hauſen. Wolffhagen.

= Tatt und Ampt in dem Niedern Fuͤr⸗

ſtenthum Heſſen, nahend Landau, Burckhaſungen, und Freyenhagen, auff der Seiten der Statt Caſſel, aber noch ziemlich weit von ſolcher, an einem Waſ⸗ er gelegen, welches fuͤrters, nach dem Coͤl⸗ niſchen Staͤttlein Volkmarſchen laufft/ und endlich oberhalb Warburg, im Pa⸗ derborniſchen, in der Diemal ſich ver⸗ leuert; daher Statt, und Ampt Wolffha⸗

vornembſten Orth

1420. erbauet worden. Anno 1376. iſt dieſe Statt, ſampt ihrem Rathhauß, faſt gar verbrunnen, und An. 1487. wieder auffge⸗ bauet worden. Sie hat in Vor⸗Jahren et⸗ ne freye Muͤntz gehabt, alſo daß ſie Dreyer, und Heller, ſo man zu derſelben Zeit ſchwe⸗ re Pfenninge, anjetzo ader Teichthoͤrer nen⸗ net, gemuͤntzet hat. vid. Dilich, pag. 167. bear Je G iann do. Haſſ.

Die Statt iſt auff einem ziemli Hügel erbauet, mit vielen Wurnen ichun hohen Mauren, verſehen; an ſich ſelbſt auch von feinen Gebaͤuen, und Gaſſen, ſonder⸗ lich einen ſchoͤnen, ſtarcken, Kirchenthurn. Kriegsweſen/ deß Brants halber, ungluͤck⸗ lich geweſen, in dem faſt kein 6 da⸗ hin kommen, daß ſie nicht ſolte angezun⸗ det worden ſeyn. Man hat zwar, zu unter⸗ ſchiedenen malen, wider angefangen zu bau⸗ en; aber es iſt alles auffs neu angeſteckt

Gebaͤu geweſen; daſelbſt auch die alte Ge⸗worden: daher dieſe Statt, gleich aadern,

maͤuer der Weidelburg/ eines auß der maſſen weyland hohen Berghauſes zu ſe⸗ hen. Es haben vor alten Zeiten in der Wolffhagiſchen Feldmarck ſieben Doͤrff lein geiegen, welche ſich vereinbaret, eine Statt zu bauen. In dem ſie nun ohngefehr ums Jahr 1200. die Wildnuß/ und Ha⸗ gen, den ſie zu ſolchem Bau erleſen außzu⸗ rotten angefangen, ſollen ſie daſelbſten ei⸗ nen Wolff angetroffen, und derowegen ih⸗ rer Neuen Statt den Namen Wolffha

gen geben, aber doch mit dieſem ihrem Bau ehe ſie die Statt gaͤntzlich befeſtigen koͤnnen/ 70. Jahr zugebracht/ und folgends ihre Nahrung inſonderheit mit dem Hopffenbau geſucht haben. Das Schloß hatte ſeine beſon⸗ dere Veſtung, und Bezirck, wohnten in demſelben, weiln es ein Gräntz⸗Hauß nem⸗ lich in der Freyheit, etliche Einſpaͤnninger, die man Burgenſes geheiſſen. Wann aben dieſelbige den Burgern in der Statt in viel Weg uͤberlaͤſtig ſo hat ihnen den Burgern endlich Otho Landgraff zu Heſſen Anno 1305. zu ihrer Befriedigung, ein Mauer und Thor, als ſtarck ſie dieſelbe immerhalb 4. Wochen zurichten koͤnnen, zu bauen Er⸗ laubnuß geben. Der Pfarrkirchen allhie Thurn hat, Anno 1303. biß ans unterſte Gewöͤlbe, eine Witfrau, auß ihrem Ver⸗ moͤgen aufgefuͤhrt; das Chor aber iſt An.

ſehr verwuͤſtet gelegen, und ums J 1647. neben der Kirchen, nicht viel dahe uͤbrigs gehabt. Es hat Herr Land Graff Morttz an dieſer Stait einen auſehenlichen Schloßbau angefangen; iſt aber, wegen deß eingefalnen Kriegsweſens/ veibiieben auch theils auffgeführtes wider zerſtört, und mehr nicht, als die Gruudveſte, und etwas deß euſſerſten Gemaͤuers, uͤbrig blie⸗ ben. Es iſt ſonſt um Wolſſhagen her ein ztemlicher feiner, und nottuͤrfftiger Frucht⸗ wachs; und ſcheinet, vor dieſem, weit Bolckreicher, und beſſer erbauet geweſen zu en uuna man voch der Orthen viel Merckzeichen von zerſtoͤrt Boggen bua 2 en Kirchen, und Das Ampt Wolffhagen iſt ketner ſon⸗ derlichen Groͤſſe, doch ziemlichen Arerſon. nens: hat ungefehr zehen oder zwöͤlff Doͤrf⸗ er/ und graͤntzet mehrentheils an die Graf⸗ ſchafft Waldeck, das Coͤllniſche/ oder Volk⸗ marſche Gebiet; wie auch an die von der Malſpurg; welche ſonderlich unfern von der Statt Wolffhagen einen ſchoͤnen Ade⸗ lichen Sitz von Steinen erbauet/ Elmers⸗ hauſen/ genant, haben. Das Lager dieſes Ampts, iſt nicht uͤbermaͤßig Bergicht, o⸗ der voller Gehoͤltz; daher gar wenig, oder kleine Wildbahne dieſes Orts iſt; hat aber feine Teiche/ und Forellen Baͤche. In dieſem

Ampt/

Sie iſt aber, vor andern, in dem naͤchſten

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