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auch allhie in den Badhaͤuſern viel veraͤn⸗ dert; aber man hat, nach Muͤglichkeit, ſeyd⸗ hero alles zu verbeſſern ihme angelegen ſeyn laſſen. Es fuͤhret das Wißbad vierer⸗ ley Mineralten, nemblich, Schweffel, Saltz) Alaun, und Salpeter, und zwar
vornembſten Orth
Hoͤrnigk, Koͤyſ. Mayeſt. und Fuͤrſtl. Pel⸗ dentziſchen Raths, Comitis Palatini Cæſ. und Med. D. Ordinarii zu Franckfurt am Mayn, daſelbſten des Jahrs 1638. in 8. ausgangene Wißbades Beſchreibung; Item Heren O. Philips Weber ſeel. ge⸗
fuͤhret es der Schweffels am meiſten, und weſenen Graͤflichen Naſſauiſchen Hof⸗
des Salpeters am wenlgſten. Wer ihre Vermiſchung recht conſideriret, der wird fuͤr genehm gehalten, daß etliche dieſes Bad fir das hitzigſte, oder doch eins von den 3. hitzigſten(als Carlsbad, Baden am
Medici zu Saarbruͤcken, Thermarum Wisbadenſium deſcriptionem, zu Op⸗ penheim Anno 1617. in 4. Lateiniſch ge⸗ druckt, welcher letzte unter anderm ſagt, daß auf dieſem ſchonen und luſtigen Bo⸗
Schwartzwald, und Wißbaden) gehalten. den auf welchem Wißbaden lieget, Kaͤy⸗ Und thun die Baͤder allhie zu Wißbaden, ſer Adolphus ein Gebaͤu aufgefuͤhrt, ſo nach anzeig ihrer Mineralien, waͤrmen, Graf Ludwig von Naſſau zu einem Spi⸗
trucknen, zertheylen, erweichen, aus⸗und
von oben herab ziehen, kochen, duͤnn ma⸗ chen, zuruͤck treiben, zuſammen ziehen, und ſetzen, reinigen, heylen, purgieren; und ſeynd wider alle von kalter intemperie, o⸗ der Entrichtung, und übriger Feuchtig⸗ keit, entſprungene Schwachheiten, als Fluͤß, Schnupffen, Schwindel, ſchwere Noth, Schlag, Gicht, Laͤhmung, Krampf, Contractur, Podagra, Chiragra, Huͤfft⸗ wehe, Zittern der Glieder, klingen, ſauſen, und ſchmertzen der Ohren, ſchwer Gehoͤr, und Taubheit, ſchweren Athem, Keichen, Huſten, Schwind« und Lungenſucht, Blutſpeyen, Hertzklopffen, Ohnmacht, Blehung, Widerwillen, Trucken, Schmer⸗ tzen, und Mattigkeit des Magens, Eckel fuͤr der Speiſe, verlohrnen Appetit, Darm⸗ wehe, Grimmen, Durchlauff, Ausgang des Affters, Waſſerſucht, Leberſucht, Geſchwulſt, und Wehe des Minttzes, Steinſchwaͤren der Nleren, Blutharnen, kalte Piß, und beſchwerliches Harnen, Samenfluß, verlohrne Mannheit, der Mutter⸗Schmertzen, Auffblaͤhen, und vorſchieſſen, den weiſſen, troͤpfflenden, un⸗ natuͤrlichen, hinderbliebenen, und allzu⸗ ſtarcken Monatlichen Fluß, unzeitige Ge⸗ burt, unfruchtbarkeit, Grind, Jucken, und Schwaͤhren der Haut, ꝛc. ein heylſames Mittel. Und empfinden daſſelbe ſonder⸗ lich die Phlegmatiſche, und Melancholi⸗ ſche, und die von 15. bis 5⁰. Jahr alt ſeyn, mit ſonderlichem Nutzen. Und iſt allda durch den gantzen Fruͤhling, Sommer, und Herbſt, gut baden; wann es nur nicht gar zu kalt, oder zu gar hitzig iſt. Wer ein vollſtaͤndigen Bericht von Wißbaden zu
tal verwend et habe, darinn taͤglich uͤber die zweyhundert Arme, mit ſchonen Woh⸗ nungen verſehen, und zu ſeiner, des Au⸗ toris Zeiten, geſpeiſt und getraͤncket wor den ſeyen; ſo die Einwohner Clarenthal, oder S. Claræ vallem nennen. Es hat zr Wißbaden einen Ambtmann und Schult⸗ heiſſen. Anno 1635. überfie! der Obriſt Hohendorff, Schwediſcher Commen⸗ dant in Maͤyntz, den 1 April, die Boͤning⸗ hauſiſche allhte, hernach kam der Herr General von Piccolommi, und nahm ſein Haupt⸗Quartier allda. In dem 5 Theil des Theatri Europæi wird lol. 604. b des erſten Drucks, folgendes kerichtet: Anno 1644. h„ven ſich, weiß nicht was Urſachen) des Obriſt Wolffen und Spor⸗ cken Regimenter, nach Wißdaden gewen⸗ det, ſelbtges Stäͤdtlein unverſchens uͤber⸗ ſtiegen, viel Burger niedergemacht, alles cein ausgeplundert, mit Weibern und Minderjaͤhrigen Toͤchtern, unerhoͤrte Schand getrichen, und alſo gehauſet, daß es nicht zu beſchreiben. Als nun die Muͤhl, und andere Gebaͤu, angeſteckt und ver⸗ brandt, ſeyn ſie mit dem Ranb der Armee uͤber den Rhein gefolget. Bis hieher be⸗ ſagte Kelauon. Es gehoͤlt jetzt dieſer Ort wieder den Herrn Grafen von Naſſau⸗ Weilburg, ſo der Augſpurgiſchen Con⸗ feßion ſeyn, zu.
Es ſchreibet Romanus Hay, in Aula Eccleſ.& Horto Cruſiano, p. 353. daß zu Clarenthal/ obgedacht ein Meil Wegs von Mayntz, auf der Seiten, und nicht gar eine Stunde von gedachtem Wißbaden, auf des Grafen von Noſſau, ſo zu Id⸗ ſtein Hof halte, Grund und Boden, ein
haben begehrt, der leſe Herꝛn Ludwigs von
Cloſter St. Claræ Oedens, und daſelbſt ein
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