in Heſſen vnd andern benachbarten Landen.
Ruͤſſelsheim.
Rüſſelsheimn„ein Fuͤrſtlich Darmbſtat⸗ N tiſch Schloß vnd Veſtung mit Waͤl len, Graben vnd vier Rundeln, ſtarck ver⸗ ſehen. Ligt am Bfer deß Mayns, ein Meyl wegs oberhalb Maͤyntz, an einem ſehr lu⸗ ſtigen fruchtbaren Orth. Im Jahr 1521. wurde Landgraff Philipps zu Heſſen vom Kaͤyſer Carolo V. belehnet, mit dem Bur⸗ gerlichen Baw, vnnd dem Statt⸗Gericht allhier. Item mit der Freyheit, daß er vnnd ſeine Erben eygen Gewaͤchs, auch was ſie zu jhrem Baw bedoͤrfften, den Rhein auff vnnd ab Zollfrey fuͤhren moͤchten, beyPoen zwey hundert Marck Goldes, denen vn⸗ ſaumlich zuerlegen, ſo jhnen deßwegen ein⸗ trag thun wolten. Im Jahr 1560. iſt dteſe Veſtung beſſer fortificirt, die Mawer auf⸗ gefuͤhrt, die Schor darumb her erhoͤhet, vnd Wall vnd Graben renovirt: Auch Anno 1645. viel daran verbeſſert worden.
Salmuͤnſter. L3gt am Fluß Kintz, das gedachter Brou- verus z. Antiquitat. Fuldenſ. 1 1. pag. 147. Kincigam nennet: Von welchem Orth er
ſchreibet, daß er vor Zeiten Salchemuͤn⸗ ſter vnnd S. Petri in Salis Monaſterium, in
einem luſtigen Thal, auß den vhraͤltiſten
. Stit lda ſprungen,. Guͤtern deß Stiffts Fu entſprunge po Moguntiacenſis Eccleſiæ, XII. Kal. Oct. in
gelegen, genannt worden, Aber zu ſeiner Zett vmbs Jahr 1612.kaum zween Prieſter habe erhalten koͤnnen. Vnnd im 4. Buch am 323. Blat, ſchreibet er, daß Abbt Hen- ricus VI. zu Fuld, der Anno 1353. geſtor⸗ ben, dteſes Salis Monaſterium, oder Sal⸗ Münſter, mit Thoren, Mawren, vnd dem Stattrecht, begabet habe. Daß ſolcher Fle⸗ cken von Henrico von Hohenburg, ſonſt Fingerhut genandt, ſeye zu einem Staͤtt⸗ lein gemacht, bezeugt auch Val. Muntzer in ſeiner Chronic fol. 150. b.
Deß Jahrs 1647. wurden die Heſſiſch⸗ Darmſtaͤttiſche, allhte, durch den Schwe⸗ diſchen General von Koͤnigsmarck, vber⸗ fallen, vnd Graff Sigfrid von Hohenlohe, ſampt dem gantzen Graͤflich Naſſawiſchen Regiments Stab, gefangen.
Senſenſtein.
DIß Hauß ein Meyl wegs von Caſſel, iſt Anno 1374. von Land⸗Graff Her⸗
119 man wider Hertzog Otten von Braun⸗ ſchweig, erbawet worden. Dieſer Hertzog Otto, der Malus, richtet ein Geſellſchafft auff, die Sterner Geſellſchafft genannt, die hatten alle Stern an jhren Röcken die thaͤ⸗ ten Land Graff Hermann groſſen Scha⸗ den, vnnd baweten zu Trotz ein Schloß, den Sichelſtein genannt, ſagten, ſie wolten drauff einſchneiden, was Landgraff Hen⸗ rich vnd Landgraff Ludwig ausgeſeet het⸗ ten. Dargegen von dem Landgraffen Her⸗ mann der Senſenſtein gebawet, welches anjetzo denen von Weihen zuſtaͤndig iſt. Iſt verfallen, vnnd nur ein Meyerhoff
alldar. Schlitz,
O De Slitz, Slitiſſa, ein Staͤttlein in
dem Rachen der Gebuͤrg, nicht weit vom Fluß Fulda, gelegen, deſſen Herren, gleiches Nahmens, das Lehen von dem Stifft Fulda tragen: wiewol ſie nicht deß Abbts Religion ſeynd, ſondern als Nobiles immediati deß Reichs, vermoͤg deß Reli⸗ glon⸗Friedens, das Fxercitium Religionis frey haben. Die Kirch allhie iſt in der Ehr S. Margarethæ eingeweyhet worden, wie beym Brouvero 2z. Antiquitat. Fuld. 12. pag. 151. ſtehet: Anno DCCCXII. dedicata eſt Eccleſia in Slitiſſe, rogatu Baugolphi(Ab- batis) à Richolpho venerabili Archiepiſco-
honorem S. Margarethæ Virginis.
Schluͤchter.
EIn Staͤttlein vnnd vornehmes Cloſter, ſo Solitarienſe Cœnobium genannt wird, gleich an den Fuldiſchen Grentzen, aber in der Herrn Graffen von Hanaw Ge⸗ biet, vnnd Würtzburgtſchen Dicœceſi, gee legen; In Vorzeiten iſt ſolch Cloſter in ei⸗ ne Schul verwandelt, vnnd der Reformir⸗ ten Religton geweſen; vnnd gleichwol hat der Vorſteher deſſelben den Nahmen eines Abbts, vnnd wann er geſtorben, ſeine Be⸗ graͤbnuß in der Cloſters Kirchen, vnder den andern Aebbten gehabt; welches aber dem Jeſuiten Chriſtophoro Brouvero lib. 2. Antiquitat. Fuldenſ. cap. 10. pag. 145. gar nicht gefallen thut: Daſelbſt er auch wider Thuanum ſchreibet, welcher ſage, daß Petrus Lotichius zu Schluͤchter, einem Staͤttlein am Druſenberg ge cpn, (b0⸗°


