in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 109
groſſe weit vmbfangene Cloſter Breyde⸗ altes Stammhauß der Grafen von Min⸗ nau, vnnd gegen vber auch ander Fulda, tzenberg, welcher Stamm mit Vlrico im das Dorff Gurhain. Dieſes Cloſter hat Jahr 1250. abgangen, onnd haben nach in ſeinem Vmbfang zehen gewohaliche röͤdlichem Hintritt dleſes letzteren Herren⸗ Maͤßgaͤrten weniger, oder mehr, als die Hanaw, Falckenſtein, Weinsberg, Pap⸗ Statt Milſungen, wtewol dleſelbe auch penheim, Schonburg, als an ſolche dle der gar kleineſten Staͤttlein keine iſt. In Toͤchter kommen, ſich aller Muͤntzenber⸗ dieſem Kloſter hat es eine alte vberauß do⸗ giſchen Landſchafft, als Erben angemaſ⸗ he von Quaderſtucken auffgefuͤhrte Kire ſet. Die Herrn von Falckenſtein haben das che, ſo nunmehr, weil Ste etwas baufel⸗ Schloß in Beſitz genommen. Hat jetzt lig, mtt etlichen Boden, vnd vielen Saͤu fuͤnff Herren; dann es 1. Mayntziſch, oder jen, durchbauet iſt, darauff die daſelbſt Koͤnigſteiniſch; 2. Hanautſch; 3. Solms⸗ fallende ſtareke Fruchteinkunfften geſchüͤt⸗ Laubaͤchiſch; 4. Lichiſch; vnd 5. Gretffen⸗ tet werden, an deren ſtatt, gegen vber, ſteiniſch iſt. Von dieſem Ort, ſeyn die doch in der Ringmauern, eine andere Graven von Hanau bey Franckfurt,
neue, der Gemeind genugſame Kirche, er⸗ bauet iſt, in welcher Ringmauern nicht allein ein altes, wiewol hoͤltzernes, doch mit Gemaͤchern ziemblich verſehenes Fuͤrſtliches Hauß, wte auch noch viel an⸗ dere Gebaͤu geſtanden, ſo aber An. 1640. in abermahliger feindlicher Verheerung, abgebrant worden, vnnd wenig mehr, als die beyden Kirchen, vnd das Pfarrhauß, ſtehen blieben. Bmb das Cloſter, doch in⸗ nerhalb der Ringmauren, hat es einen ſchoͤnen Weingarten, darauß bey guten
zum Vnderſcheid deren bey Straßburg, die Graven von Hanau, Mintzenberg, ge⸗ nannt worden; wiewol Ste einerley Ge⸗ ſchlechts geweſen; vnnd dieſe zu Mintzen⸗ berg, als Ste, vor wenig Jahren abgeſtor⸗ ben, die bey Straßburg geerbet haben.
Naſſaw.
SAvon oben im Eingang geſagt wor⸗ den iſt. Vnd heiſt ſo viel als ein Naſſe
Aw, Land oder Bezirck: Wiewol theils vermeinen, daß Naſua, deß Cimberũ
Jahren etzliche Fuder Weins, vnnd zwar Bruder, deſſen Julius Cæſar gedencket, ziemblichen Geſchmacks, erzogen werden V allbereit von den Naſſauern den Nahmen können. Das Cloſter hat ſonſt etn ſchoͤnes gehabt habe: Welches man aber auff ſich Außſehen auff einer Seyten auf dte Ful⸗ beruhenlaͤſt. Es ligt Naſſau von Haͤger da, auff der andern in eine ſchone ebene ſechs, vnd von Dietz 2. Meylen. Vnd der Ederwarts, vnd Jenſelt derſelben an Nord⸗Oſten an der rechten Hand, oder ein anmuthiges in die Ferne ſich jmmer ere Seiten, der Loͤhn, vnd wird mit einer von hoͤhendes Gebuͤrg. Nicht gar ein halb zehen Bogen gewoͤlbter ſchoͤnen Bruͤcken, viertheil Wegs vnter der Breydenau flieſ⸗ an den hohen Berg, darauff das vhralte ſen dann die Eder vnd Fulda, zuſammen, weitberüͤhmte Stammhauß vnd Schloß allda man wegen deß vielen Schielffs, mit Naſſaw gelegen, gefuͤget. Was die Statt Aenten ſchieſſen, ſtattliche Luſt haben kan. anlangt, iſt dieſelbe in etwas mit Naſſau⸗ Oberhalb Breydenau macht die Fulda, Weilburg; aber das Schloß mit dem Naſ⸗ zwiſchen den Bergen, zwey wunderſeltza⸗ ſaͤu Vrantſchen, ꝛc. vnd dann auch mit dem ine groſſe Krummen, welchcs auch wun⸗ Naſſaw Weilburgiſchenꝛc Stamm, in derbarlich anzuſehen iſt. gaͤntzlicher Gemeinſchafft. Mitten andem Mi„ Berg ligt das Adeliche Hauß Stein, den
1 intzenberg. Junckern deſſelben alten Geſchlechts zu⸗ EIn Staͤttlein nahend Butzbach, in der ſtaͤndig. Vnd von dieſer Statt, vnnd Wetterau, an dem Gebuͤrge, die Hd⸗ Schloß, hat die vhralte Graffſchafft he genannt, welches vorweilen ein beſon; Naſſaw den Namen. Siehe Joan. Iexto- dere Herrſchafft, vnd vortrefflich Hauß; rem in der Naſſauiſchen Chronic. Es haben oder ein ſchoͤne Burg darbey geweſen; von die Herren Fuͤrſten, vnd Grafen von Naſ⸗ welchem Schloß noch zween Thuͤrn, aber ſau wegẽ jhrer vnderſchiedlichẽ Linten, auch verſtoͤrt vnnd verwuͤſtet, vbrig ſeyn. Ein vnderſchiedliche Reichs⸗Anſchlaͤge zum O iij Roͤmere


