in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 99
Lohn gelegen. An welchem Orth geweſen Meyl wol zu ſehen das ſchoͤne vnnd reiche
D. Paulus Crocius, Ludovici vnnd Joannis Cloſter Arnſpurg 7 welches bey dieſen
Crociorum Parens, welcher zu Langen⸗ Kriegs⸗Vuruhen gantz polurt, die Or⸗
Schwalbach geſtorben, vnnd deſſen Epira- geln darauß genomnien, vnd die Biblio⸗
phium allda zu ſehen iſt. thec diſtrabirt worden. Nicht weit von
dannen iſt Hungen/ ein Graͤflich Sol⸗ Laubach.
miſch Staͤktlein vuo Schloß. ☛△St ein Solmiſch Staͤttlein, vnd ſchoͤ⸗ L nes Schloß, in einem Thal, vnd gehs⸗ Lichtenaw. ret dazu das Hauß oder Schloß Ruͤdde⸗ eſes Staͤttlein ligt in dem Nidern lem(al. Roͤdelhelm) bey Franckfurt am= Fürſtenthumb Heſſen, nach Caſſel Fluß Nidda, vund ſonſten andere ſchoͤne gehoͤrig, in dem Thal, vnter dem alten, Flecken, vnd Haͤuſer mehr. Ligt ein halbe vnnd nunmehr verwuͤſteten Schloß Ret⸗ Meyl von Grunberg in Heſſen. Nicht ſchenbach, iſt vmbs Jahr 1352. allbereit weit davon, wie auch an andern Orthen geſtauden, vund von Henrico dem Eyſer⸗ Heſſenlands, wird die koͤſtliche Terra sigil- uen vnd ſeinem Sohn, Landgraf Otten,
lata gefunden, vnd vff ein halbe Stund ein Glaßhuͤtte. Liebenaw.
Der Liebenawe, wie dieſes kleines Ni⸗ derheſſiſches Stättlein in der Rotene burgiſchen Saals Verzeichnuß genannt wird. Ligt an der Paderborniſchen Gren⸗ te, vnderhalb Warburg, vnd die Dymel vinbſlieſſet daſſelbe, vnd iſt ſoiches Anno z. in der Fehde zwiſchen Landgraf Lud⸗ wigen dem Vterdten, vnnd dem Biſchoff zu Paderborn, gar ausgebrannt worden⸗ Die Warne kompt da in die Dymel.
Libenſchied. Jat ein Meyl wegs von Haͤger, auff dem Weſterwald. Das Staͤttlein iſt mit einem Wall, vnnd das Schloß auch mit Waſſer vmbgeben. Vnd hat auff dem Schloß etliche Jahr lang der letzten Gra⸗ fen von Beylſtein, ꝛc. einer ſeine Reſidentz, und Sitz/ gehabt. Iſt jetzt Graͤflich Naſ⸗ Licha. .᷑.‿St ein luſtiges Graͤflich Solmiſches 9 Staͤttlein, in der Wetteraw, an der Wetter, gar ſchoͤn gelegen, ſo nicht viel vber drey hundert Jahr alt, und anfaͤng⸗ lich von etlichen Dorffen in dieſem Be⸗ zirck zuſammen gezwungen worden, wie Dilichius pag. 68. redet. Hat einen Thumb, vnd iſt das Schloß, darinn theils Grafen von Solms Hof halten; wie auch auſſer dem Staͤttlein nicht gar ein halbe
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befreyhet worden. Die Pfarrkirch hat man Anno 1415. gebawet, vnd ſtehet auſſerhaub vber dein Staͤttlein ein ſehr alte Capell, die Creutzkirch; vnd dann vnter dem Staͤttlein eine Kirch, zu S. Kyillan ge⸗ nandt. Es iſt aber Liechtenaw, zuſampt dem Rathhauß, vmbs Jahr 1520. inner⸗ halb drey Jahren, zwey mal durch Brand verderbt worden. Der Orth, und die Re⸗ fier, liget auff einer weiten hoͤhe, zwiſchen dem Berg Meißner, vnd Riedtforſt; da⸗ her man auß mangel eines flieſſenden Waſſers, viel Brunnenquellen in beſonde⸗ re ſteinerne Behalter, vnd Kuͤmpe, vnd ſonſten etliche Teiche geleytet, vnnd auff⸗ gefangen, auß welchen ſamptlich die Loſſa entſtehet, ſo nachmahln jhren Außlauff vnter Caſſel in die Fulda hat. Dieſes Staͤttlein iſt Anno 1637. ſampt der Kir⸗ chen, mehrentheils eingeaͤſchert worden. Eine halbe Meyl davon, an einer Ecken deß gedachten Rtedforſts, wie geſagt, ligt das vhralte, nunmehr verwuͤſtete Hauß Reichenbach, auff einem ſehr hohen Berge, daran noch ein ſehr hoher Thurn, welcher in: vnd außwendig, mit groſſen Quaderſtuͤcken außgemauert iſt. Es hat vorhin eigene Graven von Reichenbach gehabt, denen das Ampt Liechtenau, iu 12². Dorfſchafften vornemblich beſtehend„ gehoͤrt hat. Gegen Reichenbach aber, doch in ziemblicher ferne,ligt das alte feſte Hauß Boyneburgk/ an der Loſſa, ſo hart am Staͤttlein Liechtenau entſpringt. Der Wald Rohrberg, iſt die Wuldban dieſes Ampts. N ij
Ludwig⸗


