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Topographia Hassiae, Et Regionum Vicinarum, Das ist: Beschreibung vnnd eygentliche Abbildung der vornehmsten Stätte vnd Plätze in Hessen, vnnd denen benachbarten Landschafften, als Buchen, Wetteraw, Westerwaldt, Löhngaw, Nassaw, Solms, Hanaw, Witgenstein, vnd andern / M. Z. [Ill.: Matthäus Merian]
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in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 93 ſonderheit gegen Fritzlar, Waldeck, vnnd numenta, ſo in Vor⸗Jaͤhren dleſes Oeths dein Stifft Coͤlln, in ſelbiges; wie auch das zu Amptmaͤnnern verordnet geweſenzderen Waldeckiſche Gebuͤrge. Das Hauß an ſich der eine Caſpar von Berlepſch, ſo dieſes ſelbſt iſt mit vielen feinen Gemaͤchern, von Ampt Pfandsweiß eingehabt, im Jahr Saͤlen, Mahierey, ond andern, geziret; hat 1539. den z. Julij von einem Bawren von ein langẽ raumlichen Hof,ſo theuls zur Wo⸗ V Eringshauſen erſchlagen worden; der an⸗

nung, thells zur Viehezucht, ſo an dieſem Orrt ſehr ſtattlich, getheilt iſt; wiewol ſolche Gebaͤwe, wie auch das Dorff, vom Brande An. 1640. ziemlich Schaden gelitten. Zu naͤchſt an dem Hauſe, wie auch hin vnd wi⸗ der ain Holtze, hat es ſehr ſchoöne, vnd viel nutzbahre Tetche; daher es ein ſehr luſttges Oertlein, vnnd zum kleinen Waldwerck vberauß bequenzzumalen hinder dem dare zu gehoͤrigen Gehoͤltze, an dem hohen Mo⸗ ſenberge hinauß, em ſehr weites gleiches hohes Feld(deſſen, auſſer dein Altenfeld beym Hauß Boyneburg keines dergleichen im Lande auff der Hoͤhe ligend ſeyn ſolle) auff welchem eine ſehr luſtige Hatze, als auch faſt mitten im Lande, vnnd hat ſchier

der aber Ludwig von Botneburg genandt den 26. Februarij 1568. zu Harhauſen wo⸗ hin er mit den ſeintgen geflehet geweſen, an der Peſtgeſtorben, wie jenes Grabſchrifft in Choro templi, vnd dieſes Epitaphium bey der hindern Kirchthuͤr, allda er in etnem gantzen Kuͤriß, beneben ſeinem offenen Wapenhelm außgehawen, darzelgt. Das Schloß ligt luſtig obig vund an der Statt in ſeiner eygnen Ringmawer, doch daß die Stattmawer ſich zu beyden Seiten daran ſchleußt. Der Thurn ſelbigen Hauſes, weil er einen breiten Vibgang vndzimblichen ferrnen Proſpect hat, wird zum Wachen anjetzo gebraucht. Die Wohnbehauſung, welche die Amptleuthe vnnd Renntmeiſter

das gantze Außſehen vber die Fulda, beſitzen, iſt, wie auß alten Documentis er⸗ Schwalm, Eder, vnd theils Diemelſtrom. ſcheinet, in Vorjahren em Geiſtlich Or⸗ Dieſe hoͤhe, oder Gefilde, wird mit einem denshauß geweſen, worinnen Tempel Her⸗ eigenen Nahmen die Wolffsplatte ge⸗ ren gewohnet haben; welcher Orden, wie

nennet.

Homberg an der Ohm.

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t ein Staͤttlein im Ober⸗Fükſtens

Ithumb Heſſen, ein Meyl wegs von vnd

gegen der Chur Mayntziſchen Statt vnnd Schloß Amoͤneburg, diſſeits deß Waſſers der Ohm gelegen, woher es auch den Bey⸗ namen vnd Vnderſchied vor andern Hom⸗ bergen(deren eins vor der Hoͤhe, das ander in Nider Heſſen gelegen) vberkommen hat. Wie oder wann dieſes Staͤttlein erbawet worden, hat man keine gewiſſe Nachrich⸗ tung. In der Ktrchen alldar findet ſich in et⸗ nem ernt drigten ſteinern Bogen, ſo ſich nach dem Chor zeucht, die Jahrzahl M. CCC. LXIV. Aber obig der kleinen Thüͤr gegen der Vndergaſſen das Jar 1491. Da⸗ hero zu muthmaſſen, daß das mittelſte Theil der Kirchen zwiſchen dem Thurn vund Chor ſelbiger Zeit auffgebawet wor⸗ denzaber nicht das Chor. In dieſer Kirchen haben die Adeliche von Weiters, welche ſonſten auff deine zu nechſt gelegenen Hauß

bekand, wegenjhres vbermätßigen Prachts vnd Hochmuths, auch erwachſenden groſ⸗ ſen Reichthumbs vmbs Jahr 1311. außge⸗ tilget worden. Das Rathhauß iſt im Jahr 1539 auff dem Marckt erbawet worden, auf deme bey der Vhr vor dieſen verſchte⸗ dene Kunſtſtuͤck zu ſehen geweſen, als ein Mann obig bey dem Vhrzeiger, welcher, ſo offt es geſchlagen, gepfiffen, beneben ei⸗ nem Haan,/ſo gekraͤet, welche aber im Jahr 1612, abkommen. Im Jahr 1554. haben Landgraff Philipſen Fuͤrſtl. Gn. durch et⸗ ne Fuͤrſtliche Subſcription vnd Sigtll dte⸗ ſes Staͤttlein mit 2. freyen Jahr⸗Maͤick⸗ tenprivilegtrt, zu deſſen Haͤg und Anzei⸗ gung auff die hterzu beſtimptege woͤhnliche Zeit, ein fliegende Fahn wie ſolches auch

zu Marpurg, vnnd bey andern Staͤdten brauchith iſt, vomm Rathhauß außgeſtecket wird.

Dteſe Statt hat auch eine Vorſtatt, die Newſtatt genandt, in deren zwo ver fal⸗

lene Pforten, deren die eine die Tranck⸗ pforth, die ander die Georgenpfort heiſſet,

von Weltershauſen wonhafft, jir Be⸗ ſtehen. Bor dieſer Vorſtatt haben die Ju⸗ graͤbnuß von Alters hergebracht. Auch be⸗ den ein Begraͤbnuß, worvon ſie Jaͤhrlichen findet ſich darinnen zweyer vom Adel Mo- ſetwas Zinß, ſo dann von jedem Verſtorbe⸗

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