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92 Beſchreibung der vornembſten Orth
Homberg, oder Homburg, einkomnen,
gebrant worden. Das hieher gehoͤrige
die alſo lautet: Homberg/ in Nider⸗Heſ⸗ Ampt iſt, naͤchſt Caſſel, eines, vnnd ſchier
ſen, Schloß, Statt, vnd Annpt, iſt auß den
das groͤſſeſte, oder ſtaͤrckeſte, an Dorff⸗
vornehmbſten Oertern Einer. Das Schloß V ſchafften, deren es vber die 50. hat. Ligt belangend, ligt es auff einem hohen freyen rings vind auff Heſſtſchem Boden, nam⸗
Berg, vnd iſt, neben dem Hauſe Boyne⸗ lich auf dem, ſo dem Fuͤrſten aigenthum⸗ burg/ das aͤltiſte Schloß un gautzen Fuͤr« lich zuſlehet, biß auff ein geringes, ſo an
vmbfangenes gußſehen; davon man vber hundert Doͤrffer, Staͤtte, vnnd Haͤufer,
ſtenthumb Heſſen, von Landgraff Herman, die Edelleuth von Wallenſtein graͤntzet.
welcher auch Biſchoff zu Coͤlln geweſen, Darinnen hat es, ver der allgemeine Lands
anfaͤnglich erbawet. Hat ein herrlich weit
verheerung, auff den Doͤrffern in einein vber 100. oder 150. Bawren, vnnd Ein⸗ wohner, gehabt; dahero die Mannſchafft
in der naͤhe zehlen kan. Iſt, vor dieſem, dteſes Ampts etlich tauſendt ſtarck gewe⸗
ziemblich erbawt, nd mit feinen hohen Ge maͤchern verſehen geweſen. So hat Lano⸗ graff Moritz, auff dieſem Hauſe, einen vberauß tieffen Brunnen, durch den Fel⸗ ſen, hawen, vnnd, von Grund auff, vber die 80. Klaffter, mit Quaderſtucken auß⸗ mawren laſſen, da man gleichwol oben, bey hellem Wetter, auffs Waſſer, vnd daſſelbe gar wol glintzern ſehen kan. Vnd helt man darfuͤr, dieſer Brunne ſeye tieffer, als der Berg an ſich ſelbſt. Anno 1636. haben die Keyſeriſchen das Schloß belagert, vnnd, nach dem Ste, im Sturm, off die 500. Mann verlohren, daſſelbe endlich mit Ac⸗ cord erobert. Als Sie es aber hernach wite⸗ der verlaſſen, ſo iſt es eingeaͤſchert worden, alſo, daß das bloſſe Gemaͤwer, welches ſehr hoch, vnd dick, noch vbrig, vnd zu verwunde⸗ ren geweſen, wie es, well der Berg ſehr gaͤh, vnd gantz frey, ſo gewaltig hat beſchoſſen, vnnd geſtürmet werden koͤnnen. Es hat gleichwol Anno 1647. der Keyſeriſch Ge⸗ neral, Graff Holtz Apffel, dieſes Schloß⸗ Gemaͤuer wider beſetzt; iſt aber hernach, im Jenner, deß folgenden 48. Jahrs, von dem Heſſiſchen General Wachtmeiſter Ra⸗ benhaupte, durch ein ernſthaffte, vnd kunſt⸗ reiche Belagerung, mit beding, wider ero⸗ bert, vnd darauff folgents zerſtoͤret worden. Die Statt ligt naͤchſt vnden am Berge thalhaͤngig, gegen dem Waſſer, die Efze genannt. Iſt eine der Haupt⸗Staͤtte im Heſſenland, hat ſchöͤne Mawren, auch ei⸗ ne ſehr ſchoͤne, wolerbawte, vnd mit Mahl⸗ werck gezierte Kirche, vnnd Thurn, mit z. Vmbgaͤngen; iſt aber theils Anno 1636. nach der Belagerung, theils hernach deß Jahrs 40. von den Keyſeriſchen, neben dem meiſten theil der Statt elendiglich ab⸗
ſen. Vnd iſtes ein ſehr luſtiges, herrliches,
vnnd nuͤtzliches Ampt, der vielen ſchonen,
weiten, groſſen Felder, vnnd vberauß koͤſt⸗ lichen Fruchtwachs halben, ſo alles an ein⸗ ander, an ſanfften, vnnd brauten Huͤgein, oder in ſchoͤnen wetten Ebenen Feideru, ge⸗ gen dem Eberſtrohmb zu, vnnd an der Schwalm, ligend: gegen der Wallenſiet⸗ ner Gräntze aber, vnnd gegen Rotenberg warts, faſt abgeſondert, hat es ziemblich Gebuͤrge, Gehoͤltz, vnd Wuldbahnen auch ſtattliche Fiſchwaſſer, onderlich die Efzez welches im ermelten Gebünge entſpringet, ond mitten durchs Ampt, neben der Statt her, vnnd vollends, gegen dem Dorff Wa⸗ bern, in die Schwalm fleuſt. Zwiſchen dem Schwalm: vnnd Ederſtrohm, iſt eie ſehr anmüthige Ebene, dartnnen vnderſchtede liche kleine Eichwaͤlde ligen, in welchen die Reiger niſten, vnnd kan man daher ſtattlt⸗ che Luſt mut beitzen, vnnd anderm kieinen Watdwerck, an dieſem Orth,haben. Vn⸗ der dem hohen kahlen Moſenberge, ligt das wolerbaute luſtige Schloß, vnnd Vorwerck Falkenberg/ dabevor denen vom Adel dieſes Nahmens zuſtaͤndig, in maſſen naͤchſt daran, auff einem runden er⸗ habenen Felſen, das Gemäwr, welches noch ziemblich im Stande, von jhrem Stammhauß, auch Falckenberg genant, zu ſehen; allda ein ſehr tieffer durch den Stem gehawener Brunne geweſen, ſo aber mit der Zeit, als die Edelleuth jhren Sitz herab ins Dorff Falckenberg verruckt, verfal⸗ len. Dieſes jetzige newe Hauß hat gegen Guden, vnnd Weſten, ein vberauß herr⸗ liches Außſehen, in welchem man den meh⸗ rertheils deſſen, ſo man auff dem Schloß Homberg ſihet, auch wahrnehmen kan; in⸗
ſondere
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