Druckschrift 
Topographia Hassiae, Et Regionum Vicinarum, Das ist: Beschreibung vnnd eygentliche Abbildung der vornehmsten Stätte vnd Plätze in Hessen, vnnd denen benachbarten Landschafften, als Buchen, Wetteraw, Westerwaldt, Löhngaw, Nassaw, Solms, Hanaw, Witgenstein, vnd andern / M. Z. [Ill.: Matthäus Merian]
Einzelbild herunterladen

78 Beſchreibung der Quadrans; qui totã ſui ſuperficie, è cen- tro ad circumferentiam, ò ſolido Orl- chalco conſtat, peculiares diſtributio- nes habens. Semicirculus, cujus diame- ter 9. ferè pedum eſt in longitudine, per- pendiculum habens,& regulam, in Dia- metri cxtremitate, ad circumferentiæ ini- tium applicatam, diviſusque undique in 90. gradus. Orichalco eſt obductus inſi- ſtens Horizonti Azimuthali è ſolido ferro conſtanti, quem 6. Columnæ, cum ſuis coch- lsis ferreis(quas perennes vocant,) quibus pretiofiſſimum hoc Inſtrumentum totum in Horizontis æquilibrium dirigitur, ſuſti nent. Quadrans alius, cum ſuo Hori- zonte, regults, cochleis, qui disjungi, conjungique viciſſim poteſt, atque trans- ferri, quocunque libeat, quæ omnia ex ſolido facta ſunt Orichalco. Regulæ Ptolemaicæ omnibus ſuis partibus Ori- chalco optimè veſtitæ. Sextans bifurca- tus arcum habens chalibeum. Armillæ Zodiacales, quarum circuli ex ſolido ære fuſi tornatique ſunt. Et hæc quidem In- ſtrumenta majora nimium ſe ſuo ponde- re aggravant. Die kleinere Inſtrumenta; weil es dem Autori zu lang zu ſeyn be⸗ dunckt hat, werden nicht vermeldet. Und dieſe Inſtrumenta befinden ſich in dem Col.

vornembſten Orty

deantemeen ⸗dieſents ceede iſt dieſe alte faſt unleſerli

Schrifft zu ſehen geweſen: Felige

Fabricat in fronte vinum ſumtum ſine

fonte,

Ergo bibe fontem, ſi non vis lædere fron-

Tem.

Im Jahr 1646. im Junio begaben ſi die Nieder⸗Heßiſche Voͤlcker darfuͤr, ich ſchoſſen es ſtarck, und nachdem ſie ſolches einbekommen, haben ſie es verodet unnd durch Feuer verwuͤſtet.

Gnadenthal.

E5n Adelich Jungfrauen Cloſter in der =Graffſchafft Naſſau, darin nicht gar laͤngſten Magdalena von Irmtraut, als Abbtißin, und Beatrix von Schelen, Cal⸗ viniſche Jungfrauen, wie der Jeſuit, P. Johannes Cruſius, wider den Romanum Hayum, tract. 4. p. 106. ſchreibet, gelebt

haben. Grebenau.

EIn Ober⸗Heßiſches Staͤbtlein, ligt zu nechſt an der Grentze des Nieder⸗Juͤr⸗ ſtenthumbs Heſſen, bey dem Adelichen feſten Schloß Hertzberg. Dieſer Orth

legio Philoſophico, daraus man ſie auff iſt vormahls ein Dorff geweſen, aber in

die Altan, ſo mit Fleiß darzu erbauet, oder wohin man will, bringen, und die Obſetvationes anſtellen kan.

Gleiberg.

Anno 1605. von Herrn Landgraff Ludwi⸗ gen dem juͤngern zu Heſſen(hochſeeligen Andenckens)mit Stadt⸗Freyheit begnadi⸗ get, und nach Anleitung deſſen Nahmens ein Wappen, worinnen ein Grebe in einer gruͤnen Awe ſtehet, mitgetheilet worden.

Eßn Gräͤfflich Naſſauiſch Schloß, ein In ſolchem Staͤdtlein und deſſen Bezirck halb Meyl von der Heßiſchen Veſtung ligt jenſeit ein altes Steinerne, aber nun⸗ Gieſſen, jenſeit der Loͤhn, ligt auff einem mehr faſt verfallene Gebaͤu, welches vor⸗ Berg. Dieſes Hauß iſt erbauet worden hin, wie die veſtigia darzeigen, mit einem von den Graffen von Merenberg, deren Waſſergraben umbgeben geweſen, alſo Wohnung geweſen, ein gute Meyl wegs daß man biß noch uͤber ein hoͤltzerne Bruͤ⸗ von Weilburg auff dem Schloß Meren⸗ cken hinein gehen muß: welche Zeit oder berg, welches annoch bewohnet wird von Jahr aber ſelbiges auffkommen und erba⸗ den Graffen von Naſſau⸗Weilburg, an wet worden, iſt keine beſtaͤndige Nachricht

welche die H

erꝛſchafft Merenberg, und vorhanden. An einem nunmehr meiſten⸗

zugleich die Herꝛſchafft Gleiberg durch ei⸗ theils nieder geſunckenen ſteinenen Pforten nen Heurath ums Jahr 1328. kommen iſt, Gewoͤlb ſtracks im erſten Eingang des

nemblich durch Gertrud, des letzten Graf⸗ Vorhoffs eingehauen

ſtehet: Bruder

fen von Merenberg Tochter, verehlicht Churt Schaufus(welcher ſonder Zweif⸗ an Graff Johann von Naſſau den Erſten fel ein Mit⸗Ordens⸗Herr daſelbſten, ſon⸗

dieſes Nahmens, im Jahr 1336. welcher unter Carolo IV. mit hohen P legl angewandten Burgmaͤnner zu Alsfeld

ſten aber einer von Adel, unnd deſſen

gelve⸗

8

wwwagdh

ügſihee

pii

777, 7