Druckschrift 
Topographia Hassiae, Et Regionum Vicinarum, Das ist: Beschreibung vnnd eygentliche Abbildung der vornehmsten Stätte vnd Plätze in Hessen, vnnd denen benachbarten Landschafften, als Buchen, Wetteraw, Westerwaldt, Löhngaw, Nassaw, Solms, Hanaw, Witgenstein, vnd andern / M. Z. [Ill.: Matthäus Merian]
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2 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort

nigſtein, Solms, Naſſau Witgenſtein unter dem Vorwand/ daßdie Wetterau in Heſ ſen/ weder dem Lager/ noch der Herrſchafft nach/ gelegen/ und die Wetterauiſche Grafen/ oder Staͤdte, das Faͤrſtenthum Heſſen anderſt nicht, als was etwan Lehenſchafft, Schutz/ Geleyt oder dergleichen ſonderbare Beding, particulariter mitbringen, re- cognoſciren; ſondern eine gar abgeſonderte Landſchafft, ſowol als der Hundsruck, Weſterich, und andere/ jederzeit geweſen, und noch. Was aber die Graffſchaff. Naſſau⸗ Dillenberg belange/ iſt dieſelbe nicht allein nicht unter Heſſen gelegen/ ſondern auch nicht in dem Creyſe, darein Heſſen gehoͤrig ſondern in dem Weſtphaͤliſchen Creyſe; wie auch Seyn, Virneburg, und andere anſehnliche Graff⸗ und Herrſchafften mehr, begriffen. Alſo ziehet beſagter Autor das Stifft Herßfeld, und andere Orthe, zu Nieder⸗Heſſen. Es iſt aber darbey zu mercken, daß er einen Unterſchied zwiſchen Nieder⸗Heſſen, und dem niedern Fuͤrſtenthum Heſſen machet, und zu dieſen letztern weder beſagte S ist, noch auch die Graffſchafft Ziegenhain, die ſonſten Heßiſch iſt, ziehen thut: Als wie er auch Ober⸗Heſſen, darzu er obbeſagte anderer Herren Land und Staͤdte rechnet/ viel groͤſſer/ als das Ober⸗Fuͤrſtenthum Heſſen machet. Nieder⸗Hſſen liegt eigentlich zwi⸗ ſchen dem Werra⸗und Diemelſtrom, zur S. uen/ gege Mitternachtwerts, hab es das Hertzogthum Braunſchweig: gegen Auf ang das Eißſeld, und Thuͤringen; gegen Mittag das Franckenland und einen Theil der Wetterau; gegen Abend Ober Heſ⸗ ſen; die Graffſchafft Waldeck und das Stifft Paderborn. Petrus Berrius haͤlts auch mit dem Dilichio, was die obverſtandene frembde Herrſchaſſten belangt; und ſagt de⸗ her er Dilichius, daß des Heſſen⸗Lan des Laͤnge ſich von Mittagwerts jenſeit des Mayns, gegen der Pfaltz, anhebe/ und ende ſich an der Weſer, an den Braunſchweigiſch und Paderborniſchen Grentzen gegen Mitternacht: Auf der rechten Seuen, nacher Auf⸗ gang der Sonnen, legt das Thuͤringer Land, ſamt den angrentzenden Francken; und zur Lincken, oder gegen Abe d, der Rhetn, das Trieriſche, Coͤllniſche, Bergiſche Gebiete, und endlich auch ein Antheil von Weſtphalen. Maginus begreifft die Gren⸗ tzenin wenig Worten, und ſagt, Heſſen⸗Land habe von Morgen Thuͤringen, und von Mittag das Franckenland, von Abend Weſtphalen, und von Mitternacht das Hertzogthum Braunſchwelg/ das Bißthum Minden, und andere Orthe. Ober Heß⸗ ſen grentzet mit Francken, der Pfaltz/ Maͤyntz, Teter, und Coͤlln: Und das Nieder⸗ Heſſen mit Buchen, Thuͤringen, dem Eyßfelde, Braunſchweig/ P derborn und Weſtphalen; welches untere Furſtenthum ſonſte zwiſchen Thuͤringen, den A bteyen, Fulda und Herßfeld, dem Bißthum Paderborn/ dem Hertzogthum Braunſchweig, und dem Eißfeld gelegen iſt. Esiſt Heſſen ein Berg⸗und Waldreich Land. Der Berge erſtlich zu gedencken, ſo ſe⸗ tzen wir fornan den beruͤhmten Griechiſchen Geographum Ptolomæum, der lib. 2. cap. II. Geogr. zweyerley Heßtſcher Gebirge gedencket, als der Montium Melibocorum. Dahero kommt das Wort Catzenelenbogen, aus dem Cattimelibocenſes, nemlich die Catti vom Gebirge Meliboco, wie Rhenanus r. rerum German. pag. 56. gedencket, und ſich ruͤhmet, daß er der erſte ſeye, ſo dieſen Urſprung erwieſen. Das andere Heßiſche Gebirg nennet gedachter Scribent Montes Abuobios. Von dieſen Gebtr⸗ gen wo ſie gelegen, befinden ſich unterſchiedliche Meynungen, darvon an ſeinem Orth ſoll gedacht werden. Unter den Gebirgen des Lands, deren Namen noch jetzo im Brauch, iſt der Vogelsberg/ wegen ſeiner Laͤnge und Groͤſſt der bekannteſt/ und liegen auff demſelben viel feiner Orth, als Ulrichſtein, Stormfels, Schotten. Was ſonſten vor Berge und Waͤlder in beyden Fuͤrſtenthumben, unter welchen das Nieder⸗Fuͤrſtenthum ein recht Wald⸗Land iſt, ſeyen, kan man beſehen in der Coſmo. graphia Johann Rauen, cap. XIV. vom Heſſen⸗Land pag. 408. 409. 410. In dieſen Bergen giebt es allerley Metall, inſonderheit von Silber, Kupffer, Bley und Eiſen: Es giebt auch gute Steinbruͤche, ſchönen weiſſen Alabaſter, auch Schifferſtein, Tuffſtein/ Gibs, Kalckſtein, und Stein⸗Kohlen: Und in den vielen Waͤldern ſtattliche Jagten und Maſt. Der Reinhards⸗Wald unter Caſſel, nacher dem Braunſchwei⸗ ger⸗Land gelegen, faͤhet bey Immenhauſen an, und hat in der Laͤnge und Breite bey

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