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Topographia Franconiae, Das ist, Beschreibung, Vnd Eygentliche Contrafactur der Vornembsten Stätte, Vnd Plätze des Franckenlandes, vnd Deren, die Zu Dem Hochlöblichen Fränkischen Craiße gezogen werden / [Martin Zeiller.] An tag gegeben vnd Verlegt Durch Matth: Merian In Franckfurt
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deß Franckenlands/ ꝛc. 13 ſeye ungewiß. Das aber wiſſe man/ daß bey ſitzet jetzt⸗hochgedachter Herr Marggraff/

ſeinem Geſchlecht/ oder Nachkommen/ der Koͤnigliche Nam geblieben; welche der Fran⸗ cken Koͤnigreich nicht nur jenſeit Rheins/ und der Maasz ſondern weit durch Galliam fort⸗ gepflantzet haben. Und zwarhaͤtten die Fran⸗ cken allbereit/ vor dem gemeldten Koͤnig Fa⸗ ramond/ nicht allein im Teutſchland; ſon⸗ dern auch zwiſchen der Schelde/ und der Maags ſ in dein Niederlande/ gewohnet; wie auß dem obernanten Marcellino erſcheine; ſo der Francken gedencke/ und die Trans-Khe- nanos Anſfivarios, die Cis-Rhenanos Sa- lios, nennet: und Agachias, ein Griechiſcher Scribent/ thue außdrucklich bekennen/ daß die Francken von den Teutſchen entſprun⸗ gen ſeyen. Auff gemeldten Paramundum hat ſein Sohn Clodius, zugenant Cappilla- tus, der ander Fraͤnckiſche Koͤnig diſſ⸗ und jenſeit Rheins/ gefolgt; welcher im Jahr 436. Tornick/ und hernach Camerach/ bekommen/ und ſein Reich/ innerhalb deß Rheins/ und der Schelde/ biß an die Somme/ ecweitert hat. Theils ſchreiben/ daß er uͤber dieſe Graͤn⸗ tze kommen ſeye. Ihme hat Meroveus ſucce- dirt, nach welchem die folgende Koͤnig/ die Merovingi ſeyn genannt worden; der entwe⸗ der ein Vetter/ oder ein Schwager/ und nicht

ein Sohn/ deß vorigen Koͤnigs Clodii ge⸗

weſen. Ein altes Concilien, und Capitul⸗ Buch/ ſagt er/ wolle/ daß dieſer Meroveus eines andern Merovei Sohn war/ und daß ſolcher/ nach dem er der Francken Reich in Gallien vermehret/ deß Roͤmiſchen Hertzo⸗ gen Ktio, wider den Atrilam, ſo das Roͤmi⸗ ſche Reich außzurotten ſich unterſtanden/ Huͤlff gethan habeꝛc. Weiter vermeynt die⸗ ſer beſagte Rivius, daß die Salii von dein Fluß Salia, der von dem See Lindrio entſpringet/ und unterhalb der Stadt Metz ſich mit der Moſel vermiſchet/ den Namen gehabt/ und daß bey dieſen Saliis das beruͤhmte Saliſche Geſatz ffaſt zu anfang deß Koͤnigs Faramun- di Regierung/ſeye gemacht worden; und daß die Teutſchen Ort/ deren Sigebertus zum Jahr 422. gedencke/ die Doͤrffer Selheun/ Bodersheim/ und Winderhoven/ in Cam. pania Brabantica geweſen. Im uͤbrigen han⸗ delt er mehrertheils von Franckreich: wiewol er auch andere feine Sachen mic einbringet.

Aber von dieſen beyden Scribenten naher zu unſerm Vorhaben zugelangen /ſo ſeyn der Zeit deß Hochloͤbl. Fraͤuckiſchen Craißes Außſchreibende Fuͤrſten, der Herr Biſchoff zu Bamberg/ und Herr Chriſtian Marg⸗ graff zu Brandeburg/ Culmbach ꝛc. Und

Burggraff zu Nuͤruberg/ auff der Weltli⸗ chen Banck oben an/ und/ nach ihme/ der Herr Marggraff Albrecht zu Onoltzbach. Lind wird/ bey den Craißtaͤgen/ von dem Herrn Biſchoff zu Bamberg/ erſtlich der Biſchoff zu Wuͤrtzburg. 2. der Marggraff von Bran⸗ deburg/ Culmbach. 3. Der Biſchoff von Eichſtatt. 4. der Marggraff von Ohuſpach.

5. die Teutſche Meiſter. 6. die Hertzogen zu Sachſen wegender Stuͤck/ ſo ihnen in der Gefuͤrſten Graffſchafft Henneberg gehoͤren.

7. der Land Graffen in Heſſen/ auch wegen

Henueberg. 8. Coburg/ oder Roͤmnhild/ deß⸗ gleichen wegen Henneberg. 9. der Graff von [Hohenlohe/ zu Neuenſtein. r0. der Graff von Hohenlohe zu Waldenburg. 11. der Graffzu Caſtell. 12. der Graff von Wertheim. 13 der Graff von Reineck/ jetzt Chur⸗Maͤyntz/ 14. der Graff von Erbach. 15. der Herr von Limpurg/ zu Speckfeld. 16. der Herr von Limpurg zu Gaildorff. 17. der Graff von Schwartzenberg. 18. der Frey⸗Herr von Seinßheim. 19. die Stadt Nuͤrnberg. 20. Rotenburg. 21. Windsheim. 22. Schwein⸗ furt. 23. Weiſſenburg/ befragt: und thut zu letzt Hochgedachter Herr Biſchoff von Bamberg/ ſo das Directorium fuͤhret/ ſein Votum, und Meynung auch darzu: wie Herr Limnæus, in Addit. ad lib. 9. de J. publ. p. 429. erinnert. Im Reichs⸗Abſchied de Anno 1654. ſtehet/ bey den Fraͤuckiſchen Graven/ und Herrn, auch Herr Johann Heinrich Nothafft/ Graff/ und Herr von Wernberg/ ꝛc. Reichs⸗Hoff⸗Rath.

Die Herren Marggraffen von Branden⸗ burg zu Culmbach/ und Onoltzbach/ werden gemeinlich/ wegen deß Bursgraffthunſbs Nuͤrnberg/ zuſammen geſetzt. Es gidt aber jeder theil den halben Reichs Anſchlagſnam⸗ lich Monatlich einfach Einer 17. zu Roß und 78. zu Fuß/ oder an Gelo. 16. fl. und zu Unterhaltung deß Kaͤyſerlichen Cammierge⸗

richts/ Jaͤhrlich insgeſampt/ ordinariè 250. fl. cum augmento aber: wie ich geleſen. 416. fl. 42. kr. 3. heller/ den Tha er zu 69. kr.

gerechnet/ Herr D. Wurffdain in ſeinen Re⸗ larionibus, berichtet/ daß Auno 1415. Sie die

Herrſchafft Zollern: Anno 1249. an dem Meraniſchen Hertzogthumb/ Bareut/ Ca⸗ dolsburg/ Langenzenn/ Creuſſen/ Virns⸗ berg/ Munchberg/ Steinach/ und andere in dem Voigtland geiegene Aempter: dann/ Anno 1273. das Burggraffthumbzu Nuͤrn⸗ berg: und Anno 1373. Blaſſenburg/ Ber⸗ neck/ ꝛcc. bekommen hauren

Wegen