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Hessische Chronica / anfenglich beschrieben durch Wilhelm Dilich ...
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346 Heſſiſche

ſche/ Weſtphaͤliſche und Niderſaͤchſiſche zu Coblentz V treyer

verſamblet/ beſchloſſen denen betrangten vermoͤge V 18 jul

des Reichs Executionordnung mit wircklicher huͤl⸗ darnc

fe beyzuſpringen/ haben L. Moritz und der Hertzog V Rhei

zu Brunſchwig/ welche auch ohne das zu ihrer lande gens

defenſion ein zimlich anzahl kriegsvolck in bereit⸗ volck

ſchafft gehabt/ ſich weiter geruͤſt ond gefaſt gemacht/ beſetz

und der Landgraff in der wochen vor Oſtern ſein die ſte

volck auf der Melderiſchen heide oder Elbiſchen hoͤl⸗ uichd

tzern bey Gutenſperg muſtern laſſen/ und ſich weiln gern

ein ſchoͤner fruͤer Lentz/ gleich anfangs Maji in das b volnz

ſtifft Padeborn bey Herſtel ingelagert/ die Ober⸗ geleg

ſachſiſche 1000 man/ ſo ihm wegen der Erbverbru⸗ zogen

derung zu gezogen/ abgedancket/ und ſich darnach V ſchla⸗

dem Rhein immer neher gewendet. Alls aber ein fehnl

mißverſtandt mit einfiel und daruͤber etliche Kreiſe V unbe

mit ihrer angebuͤrniß und huͤlffe zu ruͤck hielten/ iſt V benb

daß kriegsvolck zu groſſer beſchwer der unterthlannen laſſe

in Weſtphalen auch liegen blieben/ und nichts auff ſchich

einen oder andern weg ausgerichtet. General Felt⸗ und

hauptman wahr Graf Simon von der Lippe: uͤber man

3 die Heſſiſche 1000 reuter/ unter welchen 400 Ca⸗ ſchleꝛ

rapiner/ und 600 Curaſſirers/ war Obriſter Her⸗ ruhr

tzog Chriſtoph zu Luͤneburg uͤber die 3 Regiment dard

knechte Obriſter Monſieor Landi, und uͤber ein re⸗ wide

giment und die Arckolei Obriſter Hans Henrich jahr

4 von Siegerodt. Sonſt waren auch unter dieſen der 7. g. treyer