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Hessische Chronica / anfenglich beschrieben durch Wilhelm Dilich ...
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1797

1598

344 Heſſiſche

In demſelben jahr ward Landgraff Moritzen geboren Fraͤwlein Eliſabetha/ die Fuͤrſtlich kind⸗ tauff in beyſein Koͤnigin Eliſabethen in Engellandt/ als gevatterin/ geſandten celebriret und volnzogen/ und darauff herrliche ritterſpiel gehalten. Dañ am 25 tag Auguſti iſt im ſchloßplatz zu fueß thurniret worden. Den 27 hat man aufm Altenbaumgarten in acht unterſchiedenen auffzuͤgen und inventionen zum ringel in maſchkerade gerennet. Endlich ward auch den 28 tag des Augſtmonats ein ů beraus herr⸗ licher thurnier zu roß und fueß/ ſampt einem auser⸗ leſenen feurwerck angeſtellet. Wann aber der leſer etwa weitleufftigern bericht aller dieſer Inventionen begehren wuͤrde/ wil ich ihn in das buch/ welchs ich von dieſen und nachfolgenden ritterſpielen geſchrie⸗ ben und publicirt/ gewieſen haben.

Es fing ſich aber auch in dieſem jahre an in See⸗ ſtaͤdten und ſonſt am Rheinſtrom ein geſchwindes peſtilentz ſterben/ und an etlichen orten dieſes landes die Roteruhr/ welches darnach im folgendem jahr in Heſſen viel tauſent menſchen hingeriſſen/ ab dem brodt gerichtet: auch war zugleich nicht ein geringe thewrung im lande/ die das volck nicht wenig ange⸗ fochten/ alſo daß auch die Fuͤrſten ihre kornhaͤuſer und vorraht eroͤffnen muͤſſen.

Nach dieſem in an. 98 hielt mit Fraͤwlein Chri⸗ ſtinen/ Landgraͤfin zu Heſſen/ in beyweſen Le H. bru⸗

H. br des E Aptes Herre tzog zu julioſ juͤnge. dalen Die! Fuͤrſt gen/ f geſund guet/

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