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Unterrichtsweſen u. a. m.— wiſſen, was treues Suſammen⸗ ſtehen von Mann und Weib in Staat und Nirche, in haus und Familie, aber auch im öffentlichen Leben bedeutet. Sie alle heißen die Frau als Mitarbeiterin gern willkommen.
Uns Frauen aber, die wir mit den Beſten, den Führen⸗ den unter den Männern, auf großen Verſammlungen zuſam⸗ menarbeiten dürfen, berührt es ganz eigen, berührt es traurig oder auch wohl humoriſtiſch, je nach Knlage, wenn wir ſehen, wie wenig der Durchſchnittsmann mit ſeiner Zeit vorzuſchreiten verſteht, wie unfähig er iſt, ſich in neue Verhältniſſe zu fin⸗ den, einzuſehen, daß Gemeinſchaftsarbeit von Mann und Weib immer dringenderes Bedürfnis wird. Es berührt uns traurig, in Einzelvereinen, hie Männer hie Frauen, die Trennung der Geſchlechter, die vorübergehend notwendig ſein mochte, krampf⸗ haft aufrecht erhalten zu ſehen. Daß angeſichts ſolcher noch weit verbreiteter Trennung das Frauenſtimmrecht wenig Freunde hat, liegt auf der hand.
Der Mann ſtellt aber auch die Behauptung auf, Frauen⸗ ſtimmrecht ſei unmöglich, weil der Wahlkampf alles„echt Weibliche“ ertöten, die Zartheit der Frau verletzen, ſie zum Mannweibe machen würde.
Eine eigentümliche Erſcheinung: vor dem gleich harten, rückſichtsloſen Konkurrenzkampf ſchützt niemand die Frauen. ls wenn es leichter für ſie wäre, Schulter an Schulter mit dem Manne in der Berufsarbeit zu ſtehen, als einen ettel zur Wahlurne zu tragen!
Und fühlt denn der Mann, der ſolches behauptet, nicht, wie niedrig er ſich ſelber wertet, wenn er meint, Frauen könnten unmöglich am Wahlgange teilnehmen? So behauptete er auch einſt, Frauen könnten unmöglich zwiſchen unſeren ſich viel zu frei und burſchikos benehmenden Studenten ſitzen. Die


