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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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Die Frauen verlangen auch ſelbſt nicht danach, wählen zu dürfen, ſo ſagt wieder ein anderer. Wenn man ſie der Reihe nach fragt, wird man faſt durchgehend abweiſende Ant⸗ worten erhalten. Sie ſind eben froh, wenn ſie Ruhe haben, ſind 3. C. zu paſſiv veranlagt, um aus dem Hauſe hinaus zu begehren, 3. C. fühlen ſie ſich und mit Recht in ſorg⸗ loſem Luxusdaſein äußerſt behaglich.

Die Frauen können auch keinerlei Anſpruch erheben, mitzu⸗ ſtimmen, ſo hören wir weiter. Denn wer erhält die Familie? Doch einzig der Mann. Wer ſchützt das Vaterland vor dem Feinde, leiſtet der Dienſtpflicht Genüge? Wiederum nur der Mann. Darum iſt er allein zur Kusgeſtaltung des Staates berufen.

Von all ſolchen Gründen abgeſehen ſo reſumieren ſchließ⸗ lich andere iſt das Stimmrecht der Frau ein für allemal eine durch weltliche und kirchliche Gebote Gott ſei Dank! unmöglich gemachte Einrichtung. Das Weib ſei dem Manne untertan. Die Frau ſchweige in der Gemeinde. Des Mannes Wille ſei der allein Ausſchlag⸗Gebende. So beſtimmt Bibel und Geſetz. Der Mann will ganz einfach das Stimmrecht der Frau nicht. Das genügt. Es lohnt nicht, über ſolche törichte Dinge ernſthaft zu ſprechen.

Aber die Frauen ſprechen doch davon und, ſo wunder⸗ lich das vielen Männern erſcheinen mag, auch Männer gibt es, die davon zu ſprechen nicht aufhören.

Hervorragende Politiker haben von den Frauen und ihrem Einfluß auf die Politik niemals ſo gering gedacht, wie der Durchſchnittsphiliſter.

halten die Frauen feſt zur Politik, ſo halte ich die Politik für geſichert, nicht nur für den Kugenblick, ſondern