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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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Stoecker Stärkung der eigenen Anſichten, des Partei⸗ ſtandpunkts dadurch erwarten, warm eintreten.

Kber neben ihnen gibt es eine Menge von Männern und Frauen, die nicht durch Parteiangſt und Parteiintereſſen beſtimmt, ſondern aus allen möglichen anderen Gründen Frauen⸗ ſtimmrecht für unannehmbar erklären.

Ich möchte die Einwendungen, die man dagegen erhebt, einmal kurz, nebeneinander aufgereiht, wiedergeben:

Die Frauen, ſo heißt es, ſind unfähig, Bürgerrechte aus⸗ zuüben. Sie ſind zu kleinlich, zu wenig ſachlich denkend, zu wenig intereſſiert für öffentliche Angelegenheiten. Wieviele Frauen intereſſieren ſich denn für Politik? Wieviele leſen z. B. politiſche Heitungen? Nehmen ſie eine ſolche zur hand, ſo tun ſie es des Feuilletons, des Lokalen, des Vermiſchten, wohl auch der Familiennachrichten wegen. Politik aber kümmert ſie nicht.

Die Frauen, ſo ſagen andere, ſind zwar nicht weniger urteils⸗ und bildungsfähig als ein Mann. Kber es fehlt ihnen die Schulung, die allein ein Miteintreten ins Staatsleben möglich und nutzbringend macht. Ohne Schulung aber taugen ſie nicht fürs öffentliche Leben. Sie ſollen langſam reifen, dann erſt läßt ſich die Frage des Frauenwahlrechts ernſthaft diskutieren.

Die Frauen, ſo äußert ſich ein dritter, ſind viel zu zart beſaitet, als daß ſie in die Oeffentlichkeit hinaustreten, an einem Wahlkampf teilnehmen könnten. Sie würden ihre echt frauenhafte kirt verlieren, wenn ſie mit dem Manne und neben dem Manne zur Wahlurne ſchritten. Vor Roheiten, wie unſere Wahlkämpfe ſie mit ſich bringen, müſſen Frauen unbedingt beſchützt bleiben.