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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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pflegt. Nur wenn die Frauen überall, wo Geſetze gemacht werden, mit zur Stelle ſein dürfen, wird das Gewiſſen des Mannes auch ihnen gegenüber wach genug bleiben, um Frauenwünſche neben Männerwünſchen zu berückſichtigen und Wohl und Wehe von Mann und von Frau gerecht ab⸗ zuwägen..

Wir müſſen, wenn wir von Gegnern des Frauenſtimmrechtes ſprechen, eigentlich von ſolchen abſehen, die nur aus tak⸗ tiſchen Gründen Gegner ſind. Zu dieſen gehören Männer, die das Frauenſtimmrecht nur fürchten, weil ſie die Frauen der oberen Klaſſen, auch die Frauen der bürgerlichen Frauen⸗ bewegung für viel zu bequem und uninterreſſiert und eng⸗ denkend halten, als daß ſie ein ihnen verliehenes Wahlrecht ausüben könnten. Sie fürchten deswegen, daß nur die Sozial⸗ demokratie Vorteil von dem Frauenſtimmrecht haben könnten, vielleicht auch das Zentrum, dem die Frauen von Geiſtlichen ſicher geführt Stimmenzuwachs bringen würde. Nicht aus Prinzip, ſondern um ſolcher Nebengründe willen verwerfen ſie z. 5. das Frauenſtimmrecht.

In gleicher Weiſe fürchten auf dem Gebiete des kirch⸗ lichen Wahlrechtes Poſitive die Stärkung der Liberalen, Liberale das Verſtärken konſervativ⸗orthodoxer Strömungen durch mitwählende Frauen. Könnten ſie Stärkung der eigenen Anſichten erwarten, ſo würden ſie das Stimmrecht nicht be⸗ kämpfen.

Kuch unter Frauen, ja ſelbſt unter Frauenrechtlerinnen, werden ſolche politiſche oder auch kirchlich⸗religiöſe Beden⸗ ken laut.

Die ſo ſprechen, ſind alſo, wenn auch ſchwere Hemmniſſe jeglichen Fortſchritts, doch eigentlich nicht Gegner des Frauen⸗ ſtimmrechtes, für das ſie vielmehr, wenn ſie wie z. B.