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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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verteilen. Die Vermögensſteuer war der erſte Schritt nach dieſer Richtung, die Erbſchaftsſteuer, auch unter direkten Erbbe⸗ rechtigten, würde mit der Höhe der Erbmaſſe ſteigend weiter⸗ hin Ausgleichung bringen. Die rbeiterſchutzgeſetzgebung be⸗ deutet viel in dieſer hHinſicht. Zur Alters⸗ und Invaliditäts⸗ verſicherung, zu der Rrankenkaſſen⸗Geſetzgebung müßte Witwen⸗ und Waiſenverſorgung und Schutz gegen unverſchuldete Krbeits⸗ loſigkeit hinzukommen. Die Krbeitszeit der verheirateten Fabrik⸗ arbeiterin müßte beſchränkt werden. hand in hand aber mit ſolchem materiellen Sorgen müßte Veredlung der Volkser⸗ holung, Hebung der Volksbildung gehen. Da können wie⸗ derum Frauen viel helfen. Und wie die Frau mit gutem Er⸗ folg eingeſtellt worden iſt in die Fab rikinſpektion, ſofern gut ausgebildete Frauen als Gewerbebeamtinnen ge⸗ wählt wurden, ſo könnten bei Einführung der Wohnungsin⸗ ſpektion, die die Kontrolle auch über die heimarbeit ermög⸗ lichen würde, wiederum Frauen verwandt werden. Wie der weib⸗ liche Krankenkaſſenkontrolleur wäre auch der weibliche Wohnungsinſpizient neben männlichen Beamten am Platze.

Sunächſt aber gilt des, die berufstätigen Frauen aller Kreiſe zur Selbſthil fe anzuregen. die bürgerlichen Frauen durch die 1889 Dr Julius Mener und Minna Cauer erfolgte Gründung des erſten kaufmänni⸗ ſchen hilfsvereins für weibliche Angeſtellte zu Berlin, der ſchon 1901 über 11 000 Mitglieder zählte und für eine ganze Reihe ähnlicher Neugründungen in anderen Städten vorbildlich ge⸗ wirkt. Die Mehrzahl dieſer Vereine für kaufmänniſche weib⸗ liche Kngeſtellte iſt ſeit 1901 zu einem Geſamtverbande zuſam⸗ mengeſchloſſen, der alljährliche Verſammlungen hat. Es gehören zu dem Bunde: Berlin, Breslau, Bromberg, Caſſel, Danzig,