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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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Freilich ſind die Männer das Heilſchen und handeln im po⸗ litiſchen Leben arg gewöhnt worden.

Wie aber ſteht die bürgerliche Frau, von ſolch egoiſtiſchen Nebenempfindungen abgeſehen, zur Arbeiterinnenbewegung?

Daß ihre Sympathien überall da ſind, wo es Rechtloſe zu ſchützen gilt, ſagte ich ſchon. Aber über Einzelfälle im Klaſſenkampfe vom grünen Tiſch aus urteilen zu wollen, iſt eine gewagte Sache. Unſere wirtſchaftlichen Verhältniſſe ſind überaus kompliziert. Der einzelne Arbeitgeber iſt nicht un⸗ abhängig in ſeinen Entſchließungen. Gar mancher hat ſchwer zu ringen, um ſeinen Betrieb überhaupt aufrecht zu erhalten. Die Notwendigkeit, auf dem Weltmarkt zu beſtehen, die Kon⸗

Kurrenz mit Ländern aufzunehmen, die mit Minimallöhnen

arbeiten laſſen oder denen die Natur verſchwenderiſche Fülle auch bei geringerer Mühe und Arbeit, als wir ſie aufwenden müſſen, gibt— dieſe Notwendigkeit drückt ſchwer auf viele öweige unſeres Erwerbslebens. Internationale Verein⸗ barungen allein können demgegenüber wirkſame hilfe bringen.

Ein Land allein und noch weniger ein einzelner Arbeit⸗ geber, auch wenn es der Staat wäre, iſt den beſtehenden Kon⸗ junkturen gegenüber oft einfach machtlos. Das gilt es zu be⸗ denken und darum erſcheint mir nur ein Weg für die Frauen der bürgerlichen Klaſſen als Hilfsweg gegenüber den beſtehen⸗ den Mißſtänden gangbar:

Micht der Weg des Unzufriedenmachens, des Nufwiegelns oder der blinden Zuſtimmung zu allem, was der Arbeiter wünſcht und will.

Denn, wie geſagt, wir wiſſen nicht immer, ob inner⸗ halb der beſtehenden Verhältniſſe Abänderung möglich iſt.

Ein ſtillgelegter Betrieb trifft Arbeiter und Krbeiterinnen hart.

Die Möglichkeit, ein wenn auch beſcheidenes Brot zu gewinnen,