Stiftplätze, ſondern durch frei auszuzahlende Penſion? Sollten ſich nicht, wie für die Prachtbauten, die wir als Rranken⸗ häuſer wenigſtens hie und da ſchon zur Freude der leidenden Menſchheit beſitzen, ſo auch für die Schweſtern, deren Walten ſo weſentlich zum Wohlbefinden der Kranken beitragen, ausreichen⸗ de Mittel finden, um ihnen erleichterte Arbeitsverhältniſſe, ange⸗ nehmere Lebensbedingungen zubilligen zu können? um auch für Frauen, die— gleich Uerzten und Seelſorgern— irdiſchen neben himmliſchem Lohn anzunehmen nicht als Schande em⸗ pfinden, die als gereifte Menſchen unter Selbſtverantwort⸗ lichkeit leben können, den Beruf zu einem annehmbaren zu machen?
Dann würden wir nicht mehr ſo oft und ſo vergeblich nach tüchtigen, freudig arbeitenden Schweſtern verlangen hören. Der Schweſternberuf iſt ein echter Frauenberuf, die Frau als Pflegerin unerſetzlich. Aber Nonnentum iſt— wenn auch man⸗ chen Frauennaturen zuſagend— nicht unbedingte Vorausſetzung für treu zu leiſtende Pflegedienſte. Selbſt der feſte Verband iſt nicht überall nötig. Neben dieſen beiden bisher allein üb⸗ lichen Formen iſt die Form der Selbſtorganiſation für Kranken⸗ pflegerinnen genau ſo gut wie z. B. für Lehrerinnen am Platze.
Ich wiederhole noch einmal: nichts erſcheint mir ge⸗ eigneter, die Frau von dem Eindringen in für ſie un⸗ geeignete Berufe, in Berufe, die nicht ihrer ſondern der Art des Mannes entſprechen, abzuhalten, als— in peku⸗ niärer Beziehung und in Bezug auf Anſehen und geſellſchaft⸗ liche Kichtung— der Nusbau aller Berufsarten, die der Frauenart beſonders gemäß ſind.
Kuch der Lehrerinnenberuf, der für die Frau, die man ſo gern„die geborene Erzieherin“ nennt, hervorragend ge⸗ eignet ſcheint, von deſſen innerem Ausbau an anderer Stelle


