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erziehen, ſich ihnen durch gewiſſenhafte Stellenvermittlung hilfreich erweiſen, billige Erholungsgelegenheiten für ſie ausfindig machen u. dgl. mehr.
Dieſen drei punkten verſucht die unter Leitung von Schweſter Agnes Karll in Berlin ins Leben gerufene Be⸗ rufsorganiſation für die Rrankenpfleger⸗ innen Deutſchlands zu entſprechen. Nicht eine Organi⸗ ſation wie zahlreiche andere freie Schweſternverbände iſt es, eine Gruppe von Schweſtern, die von einer Oberin zu⸗ fällig zuſammengebracht wurde, in der die Schweſtern mehr oder weniger abhängig ſind von dieſer Oberin.
Sondern eine regelrechte Berufsgenoſſenſchaft. Die Mitglieder wählen den Vorſtand, dieſer hat Rechenſchaft ab⸗ zulegen, handelt lediglich als Vertretung und im Kuftrage der Mitglieder. Alle Einnahmen fließen den Schweſtern, die natür⸗ lich zu regelmäßigem Jahresbeitrag verpflichtet ſind, ungekürzt zu. Jede Schweſter iſt ſtatutengemäß verpflichtet, ſofern nicht anderweitig für ihr Alter geſorgt iſt, ſich in eine Klters⸗ und Invaliditätsverſicherung einzukaufen. Jahresbeiträge— auch von inaktiven, ſtiftenden Mitgliedern— werden zur Deckung der Bureaukoſten und weiterhin zur Schaffung einer Schweſtern⸗ Penſionskaſſe verwandt, die beſonders ſolchen Schweſtern zu gute kommen ſoll, die— obwohl noch durchaus arbeitsfähig — wegen irgendwelcher Geſundheitsfehler von einer Ver⸗ ſicherungsgeſellſchaft nicht aufgenommen werden.
Daß ſolch eine Organiſation ſich nur langſam entwickeln kann,— ſtrengſte, gewiſſenhafteſte Prüfung bei der Aufnahme von Mitgliedern iſt für ſie Lebensbedingung— iſt ſelbſtver⸗ ſtändlich. Nicht die pekuniären Vorteile dürfen für ſie maß⸗ gebend ſein, ſondern Gemeinſamkeit der Standes⸗ und Berufs⸗ intereſſen. Die Berliner Zentrale verfügt über reichliches


