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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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Und doch könnte die Sterblichkeit überall herabgeſetzt werden, doch könnte der hebammenberuf zu einem noch Tau⸗ ſende von Frauen voll beſchäftigenden, einem unſerm ganzen Volke Segen bringenden geſtaltet werden, einem Berufe, den auch gebildete Frauen die als Kerztinnen doch ebenfalls Geburtshilfe treiben wohl erwählen. Daß das Gebiet nur beſchränkt iſt, daß in ſchwierigeren Fällen der Urzt hinzuzuziehen iſt, braucht auch die gebildete Frau nicht, zu ſtören. Iſt dafür doch auch die Kusbildungszeit kürzer, weniger koſtſpielig und ſcheut ſich doch auch der Krzt nicht, einen Spezialiſten hinzuzuziehen, wo ſeine Kunſt eben nicht reicht. Nur müßte bei der Ausbildung Rückſicht auf gebildete Frauen genommen, die hebammen⸗Lehranſtalten müſſen entſprechend umgeſtaltet, die Beſoldungsverhältniſſe müßten gebeſſert und die mutigen Frauen, die dieſen ſo lange verpönten Beruf er⸗ greifen, müßten auch vom Publikum mehr unterſtützt wer⸗ den. Schwer genug bleibt trotzdem die Stellung der gebildeten hebamme, zwiſchen dem ſie als Konkurrentin bekämpfenden Krzt und der hebamme alten Schlages. Unzähligen Frauen aber würden, bei einer größeren Zahl tüchtiger hebammen, Krankheit und Siechtum erſpart. Volkshygieniſch wäre die usgeſtaltung des Berufs von höchſter Bedeutung. Eine Hn⸗ zahl von Frauen würden von anderen Berufen abgelenkt, zu denen ſie ſich vielleicht weniger eignen, in denen ſie dem Mann unerwünſchteſte Konkurrenz machen.

Ein glänzend uniformiertes Heer von Vaterlandsvertei⸗ digern ſtellen wir mit unſäglichen Geldopfern. Den Frauen aber, die dieſen Vaterlandsverteidigern das Leben gaben, bieten wir in ſchwerſter Stunde helferinnen, die, wie von ſach⸗ verſtändiger Seite wiederholt hervorgehoben worden iſt, in⸗ folge ihrer mangelnden Faſſungskraft und gänzlichen Un⸗

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