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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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A

früh bis ſpät, alljährlich ein Uusſpannen zu ermöglichen, ihr Sonntagsruhe, Feierabend nach arbeitsreichen Wochen und Tagen zu verſchaffen. Der Mann nimmt der Frauen Wirken meiſt als etwas Selbſtverſtändliches hin, er vergißt, von welch hoher Bedeutung auch in volkswirtſchaftlicher Beziehung die rbeitsleiſtung der hausfrau auch heute noch iſt. Er glaubt, der alleinige Erhalter und Ernährer der Familie zu ſein, denkt nicht daran, daß auch die Arbeit der Frau Werte ſchafft, die er ohne ſie ſoweit dieſe Werte überhaupt käuf⸗ lich ſind mit Geld aufwiegen müßte.

Mindergeachtet, mindergelohnt iſt die Arbeit der Frau auch in Berufen außer dem hauſe.

Gerecht könnte das allenfalls ſcheinen, wenn man unter Männern und Frauen Derheiratete von Unverheirateten ſon⸗ dern, dem Familienvater, der kinderreichen Witwe, die durch ihre Krbeit noch andere mit ernähren, größere Einnahmen zubilligen wollte, als den alleinſtehenden Männern und Frauen. Weshalb aberrangiert der Junggeſelle mit dem Familienvater, die Frau aber auch wenn ſie einen hilfloſen Mann oder eigene Rinder zu erhalten hat weit unter den beiden? Obwohl ſie durch Hausfrauenpflichten doppelt belaſtet iſt, doppelt der Er⸗ holung bedürftee? Warum wird der Frau ein für allemal niedrigeres Gehalt ausgeſetzt?

Weil ſie minderwertig arbeitet, ſagen manche. So lange ihr nur minderwertige Uusbildung zuteil wird, iſt das wielleicht richtig. Sonſt aber ſind Frauen tüchtig und pflichtgetreu in ihrem Beruf, wie CTauſende berufstätiger Frauen beweiſen.

Weil ſie weniger Bedürfniſſe hat als der Mann, behaup⸗ ten dann andere. Kber erſtens iſt ihre Bedürfnisloſigkeit oft eine erzwungene, iſt Folge, nicht Urſache ſchlechter