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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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tauglich zu erklären, iſt ein geradezu kindliches Beginnen. Und doch erlebt man das oft.

Die Frauen leider muß man immer noch ſolch ſelbſtver⸗ ſtändliche Weisheiten wiederholen ſind mannigfaltig begabt, wie die Männer. Vom energiſchen Mannweib bis zum angſtvoll ſchutzſuchenden Weibchen, von der reinſten, edelſten Frau bis zur gemeinſten Dirne variiert die Frauennatur in unzähligen For⸗ men, wie wir ja auch unter den Männern robuſten Kraft⸗ naturen und ängſtlichen Mutterſöhnchen, Kriegshelden und Pantoffelhelden, hochſtrebenden, reinen Geiſtern und zum Tier herabgeſunkenen rohen Gewaltmenſchen begegnen. Normen laſſen ſich, allgemein gültig, nicht aufſtellen. Freiheit der Berufswahl ich wiederhole das immer aufs Neue iſt das einzige Mittel, Vergewaltigungen dieſer oder jener Be⸗ anlagung zu vermeiden, die Natur und nicht männliche Will⸗ kür entſcheiden zu laſſen.

Dahin aber können wir trotzdem wirken und wir müſſen es tun, daß die Frau nicht ſelbſt ihre Natur ver⸗ gewaltigt, daß ſie nicht von falſchem Ehrgeiz getrieben Bah⸗ nen einſchlägt, die ihr keine Befriedigung geben.

Michts ſcheint mir geeigneter, ſie von ſolchem abzuhalten, als der Ausbau aller Berufsarten, die der Frauenart beſonders gemäß iſt. Daran fehlte es bisher, fehlte es, weil der Mann dieſe Berufswege nicht ein⸗ ſchlug, weil ihn Nur⸗SFrauenberufe weniger intereſſierten. Trotzdem er ſie links liegen ließ, ſuchte er den von Frauen geübten Berufen doch ſeinen Stempel aufzudrücken, das Schaf⸗ fen der Frau in ihm genehme Formen hineinzupreſſen. Sicherlich wohlmeinend. Aber er ließ der Frau nirgends freie hand. Sich ihr gemäße Berufe ſelbſt auszubauen, vermochte ſie nicht. Vom Mann aber wurden die nur für Frauenart paſſenden