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ſem Mangel abzuhelfen ſei und fährt dann fort:„Die bisher ungelöſte Kufgabe der Gymnaſialkurſe für Mädchen bleibt demnach: in organiſchem Fuſammenhange mit der nachgewie⸗ ſenen Vorbildung und in einer, dem Verſtändniſſe erwachſener Mädchen angemeſſenen Lehrform die Schülerinnen zu den Sielen des Gymnaſiums zu führen.“
Es liegt eine Beſprechung dieſes Erlaſſes aus der Feder helene Langes, der Leiterin der Berliner Gymnaſialkurſe, vor. Die von ihr eingerichteten Berliner Kurſe ſind vorbild⸗ lich geworden für alle ſpäter begründeten. uf ihre aller⸗ dings glänzenden Erfolge wird verwieſen, wenn jemand— wie der Kölner Verein das tut— Gymnaſialkurſe als unzuläng⸗ lich bezeichnet, wenn man an Stelle ihres nur 3⸗ bis 5jährigen Lehrganges einen 6⸗ bis gjährigen ſetzen will, wenn man die Mädchenſchule nicht als geeigneten Unterbau für gymnaſiale Weiterbildung anſieht, ſondern mit neunjährigen oder doch zwölfjährigen Mädchen den gymnaſialen Lehrgang beginnen will.
Da berührt es eigen, das vernichtende Urteil helene Langes über den von der Regierung ſo warm verteidigten Unterbau der höheren Cöchterſchule, zu leſen.„Das poſitive Wiſſen“(der die Mädchenſchule verlaſſenden Mädchen)— ſo ſchreibt ſie, der eine 24jährige Erfahrung als Leiterin eines Lehrerinnen⸗Seminars, dann als Leiterin der Real⸗ und Gym⸗ naſialkurſe zur Seite ſteht,—„war mit wenigen AKusnahmen dürftig und zuſammenhanglos.... Ein wahrhaft kompro⸗ mittierendes Zeugnis für die höhere Mädchenſchule ſind die deutſchen Aufſätze.... Ich habe längſt ſchon davon abge⸗ ſehen, die Aufnahme(in die Gymnaſialkurſe) von dem Beſtand des Wiſſens abhängig zu machen, ſondern meine Prüfung nur darauf gerichtet, mir ein Urteil über die Intelligenz der jungen Mädchen zu bilden.... Der Unterricht der höheren Mäd⸗
Krukenberg, Frauenbewegung. 6


