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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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dung die gleiche ſei wie beim Manne, das war die For⸗ derung, um die einmütig gekämpft wurde. Lange F5eit frei⸗ lich ſchien es unmöglich, alle hHinderniſſe und Vorurteile zu überwinden, um das Fiel zu erreichen.

Das Schickſal jener oben erwähnten Petitionen war zu⸗ nächſt wenig ermutigend, war in allen Bundesſtaaten das gleiche. Sie wurden abſchlägig beſchieden, durch Uebergang zur Tages⸗ ordnung erledigt, z. T. unter Hinweis darauf, daß die Rege⸗ lung der Uerztinnenfrage nicht der Kompetenz der Einzelſtaaten unterliege, ſondern von Reichswegen in Angriff zu nehmen ſei. Daher reichten die beiden Vereine ihre Petitionen dem Reichs⸗ tage ein, wo infolge deſſen am 11. März 1891 die Frage des Frauenſtudiums zum erſtenmal zur Beratung ſtand. Wiederum mit negativem Erfolg. Ernſte Befürworter fanden ſich wohl vereinzelt, die Mehrzahl der Volksvertreter aber ſtand den Forderungen der Frauen verſtändnislos, ja ſpottend, voller heiterkeit gegenüber.

Die Frauen aber ließen ſich nicht abſchrecken. Wieder und wieder wurden Eingaben ausgearbeitet, an Reichstag, an Miniſterien und Landtage verſchickt. Immer aufs neue und von einer immer größer werdenden Anhängerſchaft wurde die Zulaſſung der Frauen zu den Hochſchulen gefordert. An per⸗ ſönlich bekannte Profeſſoren, an die Fakultäten trat man mit Bitten heran. In geſchloſſenem Vorgehen der Vereine und vielleicht in noch wirkſamerer Weiſe durch Arbeit im ein⸗ zelnen ſuchte man die Ablehnenden, Sögernden zu gewinnen.

Baden war es zunächſt, das 1892 getreu ſeinen Grundſätzen, alle vorhandenen Bedürfniſſe gerecht und vorur⸗ teilsfrei, wahrhaft liberal zu prüfen, der Petition des Vereins Reform ernſtere Beachtung ſchenkte.

Die Petitionskommiſſion des badiſchen Landtages formu⸗