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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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man uns, zu zeigen, daß Frauen, ohne Revolutionen hervor⸗ zurufen, ihren Platz einnehmen können im hörſaal, daß ſie Schritt halten können mit ihren männlichen Genoſſen, auch wenn unter weiblichen Studenten ſo ſelten wie unter ihren männlichen Gefährten Ueberflügler zu finden ſein werden?

In ſolche Sätze laſſen ſich die Gründe zuſammenfaſſen, die die Frauen in den Rampf um die Eröffnung der Uni⸗ verſitäten hineinführten. Damit wurde der Kampf ich wiederhole das noch einmal zu einem Ringen um Anerken⸗ nung der Gleichwertigkeit von Mann und Weib, zu einem Kampfe um Recht und Gerechtigkeit. Und weil er dazu wurde, war ihm der Sieg gewiß.

Denn gar mancher, der in der Eröffnung des Studiums und ſämtlicher akademiſcher Berufsarten an ſich durchaus kein hHeil für die Frauen erblickte, gar manche Frau, die nie daran gedacht hätte, ſich ſelbſt durch ein Gymnaſium hindurchzuar⸗ beiten, ihr Abiturium zu machen und dann zu ſtudieren, trat trotzdem mit voller Ueberzeugung für die Forderung des Frauen⸗ ſtudiums ein. Ganz einfach weil es ihnen gerecht ſchien, den Frauen volle Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, weil ſie überzeugt waren, daß freie Entfaltung der in der Frau ruhenden Rräfte, daß auch Befriedigung in einem anderen, nicht akademiſchen Berufe, nur mög⸗ lich ſein könne, wenn Freiheit in der Kusbildung, Freiheit der Berufswahl gewährt würde. Ueberzeugt waren ſie dabei, daß Zulaſſung der Frauen zum Studium durchaus nicht Ueber⸗ ſchwemmung der Univerſitäten mit Studentinnen zur Folge haben würde, ſondern daß die Natur ſchon ſelbſt Sorge tragen würde, den Frauen andere Arbeitsgebiete annehmbar zu machen.

Eröffnung der Univerſitäten ohne jede beſchränkende Klauſel jedoch unter der Vorausſetzung, daß die Vorbil⸗