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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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Aber angeſichts der Tatſache, daß, wie ich vorhin anführte, immer noch drei Viertel aller Frauen heiraten, dieſe alle alſo, wenn auch nur vorübergehend, in haus und Familie tätig ſind, muß es als ungenügend bezeichnet werden, wenn den Mädchen ausſchließlich Berufsbildung zu teil wird. Mit Recht wird von den verſchiedenſten Seiten hervorgehoben, daß die Frau, unwiſſend in häuslichen Dingen, dem hausfrauen⸗ beruf nicht voll genügen kann. Daß ſie, wenn ſie keinerlei An⸗ leitung dazu empfängt, das ihrer Verwaltung anvertraute Geld nicht in einer für Geſundheit und Wohl der Familie zweck⸗ mäßigen Weiſe zu verwerten verſteht. Daß ſie, als vermögende Frau, in der haushaltsführung abhängig wird von ihren Un⸗ tergebenen, während man doch ſonſt danach ſtrebt, die Unſelb⸗ ſtändigkeit und Abhängigkeit der Frau möglichſt zu beſeitigen.

Darum müſſen wir, wenn wir die Frau fürs Leben richtig ausſtatten wollen, auf doppelte Ausbildung bedacht ſein: für die Ehe, den Hausfrauen⸗ und Mutterberuf muß ſie tauglich gemacht werden, muß aber zugleich Wiſſen auf einem Spezial⸗ gebiete erwerben, das ihr die Möglichkeit gibt, in die Reihe der Berufsarbeiter einzutreten.

Wenn man in früheren 5eiten den Ueberſchuß an Frauen weniger drückend empfand, wenn die Frauen ſelbſt ſich nicht ſo eingeengt, ſo benachteiligt fühlten, wie das heutigentages der Fall iſt, ſo lag das daran, ich wiederhole damit ſchon oft Geſagtes daß das haus, in dem nicht nur konſumiert, ſondern auch produziert wurde, eine viel größere Zahl weib⸗ licher hände beſchäftigte, es lag daran, daß die Erziehung der Töchter, für die erſt allmählich Schule und wenn möglich anſchließendes Penſionsjahr Sitte wurde, in weit ausgedehn⸗ terem Maße der Mutter reſp. im hauſe helfenden weiblichen Kräften zufiel. Die Maſchine löſte die Handarbeit, fabriks⸗