22. Die Weinleſe.
Wenn der Saft die Beeren ſchwellt, Fährt der Wind durch's Stoppelfeld, Giebts ein luſtig Leben; Jung und Alt, und Groß und Klein Ziehen in die Berge ein;z Segne Gott die Reben.
Lieben Kinder ſeyd nicht faul,
Leſ't nicht aus der Hand ins Maul, Naſcht mir keine Trauben.
Eine einz'ge dann und wann, Kömmt euch juſt das Naſchen an, Will ich euch erlauben.
Und nun, wenn ich rathen ſoll, Macht die Butten alle voll, Schüttet's in den Kübel;
Keltert dann den ſüßen Saft;
Wein erfreut, giebt Muth und Kraft,
Und erlöſt vom Uebel.


