19. Das Taubenhaus.
Seht doch einmal das Taubenhaus! Es ruht auf einem Pfahle;
Die Täubchen fliegen all' heraus Zum frohen Gerſtenmahle;
Sie ſahen kaum das gute Kind, Den lieben, ſanften Knaben,
Da flattern alle ganz geſchwind, Und wollen Futter haben;
Sie ſetzen ſich ihm auf das Knie, Und freſſen aus der Hand; Das kleine, muntre Federvieh Thut wirklich recht bekannt. Die Täubchen merken's wohl recht gut, Wer ihnen nichts zu leide thut,
Und wer ſie pflegt und leiden kann, Dem ſind ſie wieder zugethan; Doch wer nach ihnen wirft und ſchlägt, Und ſie im Korb zum Markte trägt, Den fliehen ſie voll Angſt und Scheu; Fluch aller Taubenquälerei!


