5. Der Erndtekranz. Der letzte Erndtewagen fährt herein, Die Felder ſind nun leer;
Wer wollte da nicht froh und freudig ſeyn, Zu Gottes Ruhm und Ehr?—
Seht wie der Schnitter jauchzt und ſpringt, Und luſtig Hut und Senſe ſchwingt;
Und wie er ſtolz und hochbeglückt
Der Schnitterin die Hände drückt,
Die ſich und ihn ſo ſchön geſchmückt;
Seht, wie der bunte Erndtekranz
Den hohen Wagen ziert;
Juchhei! nun geht's zum Erndtetanz,
Wo alles jubilirt!
Denn nach der Arbeit folgt der Lohn,— Das wußten auch die Knaben ſchon;
Sie haben Aehren aufgeleſen,
Und ſind recht fleißig heut geweſen. Vortrefflich! brav! wir loben euch!
Und wie belohnen wir's denn gleich?— Ihr ſollt dafür ihr fleiß'gen Knaben
Acht Tage länger Ferien haben.
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