24 ne— 2 galle/ gleich auch die liebte iſt wie Paulus beſchreibt/ vnd daruͤmb ſeynd die Veneri auch zu geweihet/ wie vorgeſagtiſt/ Vnnd die ſerpenten ſeynd fuͤr ſichtig/ vnnd Palladi zugeweihet. MaL. Das iſt ein alter oder antickiſch waſſe ergeſchirꝛ/ mit ei⸗ ner enger keelen: Das ander iſt ein klewen garenß vmbein ſpille gewunden/ Vnnd das ander iſt ein antickiſcher pott. Do Durch die enge keele des waſſergeſchirres/ muͤß das waſſer langſam mit der zeit außlauffen/ vnd mit dem garen kan man ein dinck recht leiten. Der antickiſcher Pott/ nennen die alten Aninum: Was iſt das andere MAl. Ein ang/ ein ſchuͤlap da vnden mit einer oliuen/ vnd ein Dattel/ oder almen riet PO. Das aug/ bezeichent Gott/ der alles durch ſicht/ vnd erm fuͤß iſt vnderthaͤnigkeit: Der Oline/ iſt ein zeichen des fridens/ der Dattel iſt einzeichen der Victorien. MalL. Das iſt ein ancker mit dreyen zacken/ vnd eine Ganß daran gebunden. DO. Der drey zackich ancker/ bedeut feſtigkeit/ Ein Ganß helt ein gůte wachte. MAL. Das iſt ein alt frẽckiſcher Sturmhuͤt: Dz iſt ein altfrenckiſch rhůder. Dz iſt ein altfrẽckiſche Lampeẽ/ von einer handt gehaltẽ Po. Zer Sturmhuůt iſt ein ſchirm vñ ſe chutz: Mit dem rhuͤder/ regieret man das ſchiff: Solche Lampen pflegt man bey groſſe Herꝛnin dz grab zu ſetzen/ vñ hattẽ etlich oͤl/ der ſolche krafft hatt/ das derſelbig wol hundert jar/ ja allezeit(wie man ſagt) die Lampen bleibt brin⸗ nen/ ſo langk das grab gantz vnd geſchloſſen hielten/ wie man noch kartz in Jealien alſolchen Lampen zum zeichen in einem grab hatt funden brennend/ vnd das durch naturliche Krafft vnd arth alſolcher olie/ welches wir dißmal willen laſſen verplei⸗ ben/ biß auff ein ander zeit/ vnnd derwegen nennen ſie ſolche Lampen Vita, das iſt/ Leben:die handt die Lampen helt,/ bedeutet/ ewers oder deines MAL. Vnd das ſeind zwey flabiß oder mommenangeſicht/ darnach folget noch ein Lampen/ vnnd dar⸗ nach wider ein ringk. DO. Die Mommenangeſicht/ iſt nit mehr dann einſ chadow des lebens/ das iſt/ der Todt: nach dem Todt/ widerumb das leben:der Rinck/ iſt widerumb ewig. Wol wie ſoll man das nhun zuſammen bey einander fuͤgen/ auff das man es recht leſen moͤge. MAL. Ich glaub das ichs bey mir in ſchrifften hab/ wie mir es der Herꝛ von der Noot ſelber geben hatt/ Es iſt aber Lateiniſch/ ich verſtehe es nit DO. Gebent mirs/ ich will es euch wol abzellen.
Semper feſtinans tarde, Temperanſque te tempori, Labore& Induſtria, Amore& pruden- tia, paulatim deduc animum Deo ſubiectum, qui per ſuam beneuolentiam& omnipoten⸗ tiam erit Firma cuſtodia, protexio,& gubernatio Vite tue, dabitque poſt Mortem Vitam
cternam.
Hab ich es euch nit wol geſagt? Sehend vnd merckend jrs nit/ das es alles iſt vmb zu lehrnen/ ſich zu vben/ iſt alles himliſch vnd vnſterblich alles was von vn- ſerm Pokten kompt Billich ſeind die gůte Pokten/ von Philone vnnd anderen gu⸗ ten mennern kinder Gottes genennet/ dann jhr himliſche kunſt vnd jr Goͤttlicher Geiſt/ ſeynd oben herab von Gott kommen/ vnd ſollen nach dem Todt widerumb auff ziehen/ daher ſiekommen ſeindt/ da ſie ſollen durch Jeſum Chriſtum ewig in freuden ſein. Vnnd mitler weil werden jhre ſchoͤne werck/ vnd dero guͤter nam/ bey den guͤten leuthen zur ſtifftung/ vbung/ vnd lehrnung in wuͤrden ſeyn. IA. Lie⸗ ber ſagt vnß das in Teutſch/ damit wir es auch verſtehen moͤgen. DO. In Teutſch iſt es ſo viel geſagt. Allezeit zu eilen mit ſtetigkeit/ vnnd ſich nach der zeit fuͤgen mit arbeit vnnd vernnnfft/ mit liebde vndfuͤrſichtigkeit/ leitet vnnd bringt dein gemuͤt
mit der zeit in die vnderthaͤnigkeit Gottes/ welcher durch ſein barm hereig ei 934 allmech⸗
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