maliſchen Duͤngungsmittel nicht wohl moͤglich iſt, und daß in dieſer Beziehung erſt Erfahrungen ab⸗ gewartet werden muͤſſen; allein es iſt trotz dem doch ſchon jetzt moͤglich, die Wirkſamkeit der neuen Duͤngmittel a priori zu berechnen. Wenn naͤmlich als bekannt vorausgeſetzt werden darf(und es iſt dieß wiſſenſchaftlich und durch die Erfahrung bewieſen), daß jedwede Duͤngung um deßhalb nothwendig iſt, damit dem Boden dasjenige wie⸗ dergegeben werde, was ihm bei der Ernte, wir wollen beiſpielsweiſe ſagen, bei einer guten Wei⸗ zenernte entnommen iſt, ſo liegt es auf der Hand, daß man durch Waͤgung des geſammten geern⸗ teten Weizenſtrohes und der Koͤrner, und durch zweckmaͤßige Einaͤſcherung eines ebenfalls beſtimm⸗ ten Theiles der geernteten Pflanzen, ſo wie durch Gewichtsbeſtimmung der ſo erhaltenen Aſchen mit Sicherheit erfahren kann, wie viel eines paſſenden Duͤngers dem Boden wieder zugefuͤhrt werden muß, damit er wieder in den Zuſtand verſetzt werde, daß man ſchon im naͤchſten Jahre dieſelbe Pflanze abermals bauen kann. Bleiben wir nun bei dem Beiſpiele des Weizens ſtehen, ſo kann man wohl ohne großen Fehler annehmen, daß durchſchnittlich bei uns auf einem ſaͤchſiſchen Acker 2000 Pfund Koͤrner und 6000 Pfund Stroh ge⸗ erntet werden, und da nun die angegebene Menge Weizenkoͤrner ungefaͤhr 40 Pfund, das Stroh aber 300 Pfund Aſche bei ſeiner Einaͤſcherung geben wuͤrde, Beides zuſammen alſo 340 Pfund, ſo haͤtten wir auf dieſe Weiſe die Gewichtsmenge der dem
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Der neu erfundene Patent-Dünger des Prof. Dr. Justus Liebig in Gießen / Justus Liebig ; aus dem Englischen übersetzt und mit erläuternden Zusätzen begleitet von Dr. A. Petzholdt
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52
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