— * —* 2——— 9 5— ä(—(———ů————*— — 2 0 1 * ö 0 N 1 U f . ö 5 4 14 1 . N N 0 1 . ö ö N N f 1 N N f f ö ö ö f 1 2 1 15 2 1 —— g ————— * 9———— 5 Liber Biblioth. Gleſſenæ novæ Repoſit. Num. 2255 1 * S Ex CRU Ae BIE CTO CE 5 — EN N 5 955 5 EAN t. = r — * .* * * ** 4„ 8 8 1 * 5— 4 0 3 1 * . N 4 5 0 1* 5. 0 * 0 0 * 1 — 1—** 1 N 2* * 75* * 0* 5 1 * * 45 * 8„ 1 * 3. 3 *. *** * i 2 K U* 1* 5 1 * 8 1 a 5 5* 2 *— *.— „ 3 5 7 — n a 5: 2 2 5* 5 g 2 1 0 f 8— 2 5 5 5 1 4 3 5 2* 1 1 8** 7 ...* 1 3 t 5 8 f 5 8 2 *. 8 5 a 3 3 5 3* 80 5 5— 1 F 2—— 8. 5. 22. 1 e 8 N. 2 8 2.. 2 8 —.. ˙ ee 8 — Vr Philipps von Hotts gena⸗ den Canegraue zu Geſſen/ Graue zu Catzeneln⸗ pogen/ zu Ziegenhain zu Sietz/ vnd zu Nidda. Thun hiemit allen vñ peden Bawmeiſtern/ Purſtendern der ge⸗ meinen bew/ caſten oder kirchen/ ynn iglicher Stad/ Plec⸗ ken oder Dorff vnſers urſtenchums vñ Graueſchafften zu wiſſen. Nach dem wir bedacht/ das zu einer eden Pfar⸗ kirchen/ da das volck zuſamen komet/ ein New Teſtament hilt grober litter zu ſein faſt noch/ nuͤtzlich vnd gut ſein ſolt. Damit ein eder Pfarher daraus zu ſingen vñ leſen. Des gleichen ein iglicher armer/ der vnn ſonderheit fuͤr ſich ſelbſt einis zu keuffen nicht geſchickt/ yhe zu zeiten des wo.: Gottes ſelbſt/ ſo es von noͤtten were/ zuberichten hat/ ſolichs bey der handt haben moͤcht: So haben pir bey vnſerm Drucker zu Marpurg verfuͤgec/ das er ſolich New Teſtament vnn gutter grober litter gancz rein/ on allen zuſatz drucken/ yt zymlichen wert/ wie es darin caxiert worden iſt/ geben ſolt. Vnd befelben euch demnach allen ſamptlich vnd ſonde:lich/ das yhr mit vleys vnd ernſt daran ſeit/ vnd yñ iglicher Kir⸗ che eins keuffet/ binden loſſet/ vñ darynn verwerlichen/ doch das es yderman zu leſen gemein ſein moͤge/ behaltet. Daran geſchicht vnſer ſonderliche ernſtliche meynung. nn vrlunde vnter vnſern hierauffgedruͤckten Se⸗ cret Vnnſigill. Gegeben zu Caſſel/ am ſiebenzehendẽ tage Map. Mm Fare Tauſent/ unff⸗= Hhunderc/ Ache vnd E. Zwentzig. 8* E die Büther des newen e Teſtaments. J Muangelion Sanict Matches. ij Kuangelion Sanct Darcus. j Guangelion Sanct ucas. tj Guangelion Sanct Joannis. — v Der Apoſtel geſchichte/ beſchrieben von S. Cucas. 5 ä j Kpiſtel Sanct Paulus zu den Noͤmern. vij Die erſte Epiſtel S. Paulus zu den Corinchern. viij Di ander epiſtel ſanct Paulus zu den Corinchern. ir Die epiſtel ſanct Paulus zu den Galatern. x Die epiſtel ſanct Paulus zn den Gpheſern. i Die epiſtel ſanct Paulus zu den Philippern. rij Die epiſtel ſanct Paulus zu den Coloſſern. rij Die erſte epiſtel S. Paulus zu den Theſſalonicern xitij Die ander epiſt. S. Paulus zu den Theſſalonicern xv Die erſte epiſtel ſanet Waulus an Cimocheonn. xoj Die ander epiſtel ſancet Paulus an Cimocheon rvij& piſtel ſanet Paulus an Titon. rotij& piſtel ſanct Paulus an Philemon. ix Die erſte epiſtel ſanet Peters. rr Die ander epiſtel ſanct Peterg. rj Dieerſte epiſtel ſancc Joannis. xxij Die ander epiſtel ſancc 80 rruj Die dricce epiſtel ſanct Joannis. Die Epiſtel zu den Ebreern. Die epiſtel Jacobi. Sie Epiſtel Judas. Die offenbarung Joannis. 0 5—————— 5 1 l. g +—— 5 2 D 7* e— , V S„ 2 20 18 DN% P N N 2 c* 2.* 10 e. 2 2 N e 7 V 8 eee 2 e e Nen. 0 8 4 a 5 90 as N 5.*— 4. N N N N 8 e 0 7 Noboam deugete Abia. 5 2 Aba ö der ge⸗ — e ids/ des ſoris Abꝛaham. „ Abꝛaham zeugete Iſaac. „ JIgſaac zeugete Jacob. Jacob zeugete Juda vnd ſeine bꝛuͤder. 5 e Juda zeugete bares bñ Saram vo der Thamar. Phbares deugete Heron. ——— — — * 9 ron zeugete Bam. am deugete Aminadab. Aminadab zeugete Nahaſſon. Nahaſſon zeugece Salma. Salma zeugete Boas von der Rahab. Boas zeugete Obed von der Bhuch. 1 — Gbed deugete Jeſſe. Feſſe deugete den beoͤnig Dauid. a Der Koͤnig Daun zeugete Salomon von dem weibe des Vrie. e 5 Salomon zeugete Noboa. 1 2 0 475 J das buch Luce. 3. a — 5 5 Eſore ⁊. 1 Regũ. 25. 9 Euangelion 0 Abia zeugete Aſſa. f J fue Aſſa zeuigete Joſaphat. t. Doſaphat zeugete Noram. Je ig Voram zeugete Gſta. 9 Jem Oſia zeugete Jocham. vn vn. Jocham deugete Achas. 1 00 Ichas zeugete Wzechta. b nch Gdechias deugete(anaſſe. 1455 Manaſſe zeugete Amon. em Amon deugete Nahe„ 00 Joſia zeugete Jechonta vnd ſeine bruder/ vmb die zeit der N. Babiloniſchen gefengnis. 1 4 Sa 55 Babiloniſchen gefengnis zeugete Zechonia 1 10 ealchiel. bee Sealchiel zeugete Jorobabel. b de. Jorobabel zeugete Abiud. r Abiud zeugete Eliachim. Da Eliachun deugete Aſor. H Aſor zeugete Jadoch. at Jadoch deugete Alchin. b fen Achin zeugete Kliud. Kliud deugete Gleaſar. Eleaſar deugete NMachan l f 9 Mathan zeugete Jacob. 2 4 Jacob zeugete Joſept den man Marie/ von wilcher iſt 1 10 gepoꝛm Veſus der da heiſt Chriſtus. ibn. Alle gelied von Abrahã biſ auff Sauid ſind vierzehẽ e gelied Von Dauld biß auff die Babilonuſche gefencktus 1 bn. ſind vierzehen gelied Von der Babiloniſchen gefencknis T9 bis auff Chriſtum ſind vierzehen gelied. 5. g Diege⸗ I der zu baußz ſaſſen/ erfand ſichs das ſie ſchwanger war/ von S ae Die gepurt Chriſtt war aber alſo gethan/ Als Maria 0 ſeitie mutter dem Joſeph vertrawet war/ ehe ſie mit einan⸗ 15 A L Sl. 1 *.„V.. dem heiligen Geiſt. Joſeph aber vhr man war frum/ vnd woll ſie nicht rügen/ gedacht aber ſie heymlich zuuerlaſſen. Nnn dem er aber ſo gedacht/ the/ da erſchyn vhm ein G nu⸗ gel des Herrn ym craum/ vnd ſprach. Joſeph du ſon Da⸗ ud/ furcht dich nicht/ Hari dein gemahlu dir zu nemẽ/ denn das ynn yhr gepoꝛn iſt/ das iſt von dem heiligen geiſt/ ynd ſie wird eiten ſon geperen/ des namen ſoltu Jeſus het⸗ ſſen/ deſi er wird ſein volck ſelig machen/ von ihren ſunden. Das iſt aber alles geſchehen/ auff das erfuͤllet wuͤrde das der Herr durch den Propheten geſagt hat/ der do ſpꝛicht/ Sihe leine nungfraw wurd ſchwanger ſein/ vnd einen ſon der geperen/ vnd ſie werden ſeinen namen Emanuel heyſſen/ das iſt verdolmecſchet/ Goct mit vns. Da nu Joſeph vom ſchlaff erwachte/ chet er/ wie vhm 17 des Herrn Engel befolhen hatte/ vñ nam ſein weib zu ſich/ e. vnd erkennec 5 nicht/ bis ſie yhren erſten ſon gepar/ nd hieß ſeinen namen Jeſitg. Das ander Capitel. 4 775 G Feſus gepoꝛn rar zu Bethlehem vm Juͤdiſ⸗ N chen lande zur zeit des Koͤnigs Gerodis ſche/ da kamen die Deyſen vom morgenland gen Jeruſalem vnd ſpꝛachert · Wo iſt der new gepomekoͤnig der Juden: Wir haben ſeinen ſternen geſehen ym moꝛgenlande/ vnd ſind ko. men vhn anzu betten. Do das der koͤnig Herodes hörte/ erſchrack er/ vnd mic vhm das gantze Jeruſalem/ vnd lieſz verſamlen alle hohe⸗ A ij poꝛieeſter/ 31. 0 Euangelion pPzeſter/ vnd fo cler dem volck/ vnd erfoꝛſche te von yhnen wo C hriſtus ſolt gepom werde. Vnd ſie ſag⸗ mch, Cel pom zu Bechlehem vm iůdiſchen lande/ Denn alſo ſte⸗ Joanms/ het geſchrieben durch den P e ee, du Bechlehem ym ü diſchẽ lande/ biſt mut nichte die kleiniſt vnter den fur⸗ ſten Juda/ deñ auſz dir ſol mir komen/ der hertzog der vb⸗ er mein volck Iſrael ein herr ſeov. Da berieff Herodes die Weyſen heymlich/ vnd erlernet mit vleiſßz von yhnen/ wenn der 12 erſchienen were/ vnd weyſet ſie gen Bechlehem/ vnd ſprach. Zihec hrn/ vnd for⸗ ſchet vleiſſig nach dem kindlin/ vnd wenn phrs findet/ ſagc Mir widder/ das ich auch kome vnd es anbete. Alls ſie nu den König gehört hatten/ zogen ſie hyn/ vnd ſihe der ſtern/ den ſie ym moꝛgenland geſehen hatten/ gieng für hn hyn/ bis das er kam/ vñ ſtund oben vber/ da das kin delin war. Da ſie den ſtern ſahen/ wurden ſie hoch erfraw⸗ et/ vnd giengen vnn das hauß/ vnd funden das kindlin/ mit Maria ſeiner mutter/ vnd fielen nidder/ vnd betten es an/ vnd chetten vhre ſchetze auf/ vnd ſchenckten hm/ golt/ wey rach vnd myrrhen. Vñ Gott befalh pon vm traum/ das ſie ſich nicht ſolten wider zu Heꝛodes lencken/ vnd zogen durch einen andern weg widder vnn uhr landt. Daſie aber hynweg gezogen waren/ ſthe da erſchein der Engel des OGerrn dem Joſeph vm trawm/ vnd] 5 Scand auff/ vnd nym das kindlem vnd ſein mutter zu dir⸗ vnd fleuch vnn Egipten land/ vnd bleib alda/ biſß ich dir ſa⸗ ge/ denn es iſt fuͤrhanden/ das Herodes das kindlein ſüche daſſelb vñzubungen. Vnd er ſtund auf/ vñ nam das kind lin vndſeine mutter zu ſich/ bey der nacht/ vnd encweych yñ Egipten land/ vnd bleib alda bis nach dem tod Herodes auff das S 22 2 5 N WWK„ ——— —— N G. Vatthes. g auff das erfuͤllet wurde/ das der Herr durch den prophetett See do ſpucht/ Aus Egppten hab ich meinen ſon oer e geruffen. b 5 Numer. Da Herodes nu ſahe/ das er von den Weyſen betrogen war/ ward er ſeer zoꝛnig/ vñ ſchickt aus/ vnd lieſz alle kinder zu Bechlehem coͤdten/ vnd an yhr gantzen grentze/ die da zwey ierig vnd drunder waren/ nach der zeit/ die er mit fleiß von den Weyſen erlernet hatte. 1 Da iſterfuͤllet/ das geſagt iſt von dem pꝛeopheten Jere Jeanie z. mia der do ſpucht. Auff dem gepirge hac man ein geſchrey gehort/ viel klagens/ wennens vnd heulens/ Bahel bewey⸗ net vhre kinder/ vnd wolt ſich nicht croͤſten laſſen/ denn es war außz nit phnen. Da aber Herodes geſtoꝛben war/ ſihe/ da erſchein der Engel des Herrn Joſeph vm traum/ ynn Ggipten land/ vnd ſprach/ Stehe 17 nym das kindlein vnd ſeine mutter zu dir/ vnd zeuch hyn/ vnn das land Iſtael/ ſie ſind geſtoꝛben die dem kind nach dem leben ſtundẽ. Vñ er ſtund auff vnd nam das kindlin vnd ſeine mutter zuſich vñkam vñ das land Iſrgel. Da er aber hoͤꝛete/ das Archelaus ym Jaden. Juͤdiſchẽ lande koͤnig war/ an ſtat ſeines vaters Herodes/ fürcht er ſich dahyn zu komen/ vnd ym trawm empfieng er befehl von Gott/ vnd zog vnn die oͤrter des Galileiſchen lands/ vnd kam/ vnd wonet ynn der ſtad die da heiſt/ Na⸗ zarech/ auff das erfuͤllet wuͤrde/ das geſagt iſt durch die pꝛo⸗ pheten/ Er ſol Nazarenus heiſſen. Das dritte Capitel. Ver beit kam Idannes der ceuffer/ vnd pꝛediget. 5 ynn der wuͤſten des Juͤdiſchen dands vnd ſprach/ Jom. e A j. Chuc Eüuvangelion Thur buſſe/ das himelreich iſt nahe herbeykomen/ Vnd er dan 4 iſt der/ von dem der Prophet Jeſalas geſage hat/ vndge⸗- mee g ſpꝛochen/ Es iſt ein ruffende ſtumme vnn der cyuͤſten/ Be⸗ x, = reicet dem Herrn den weg/ vnd macht richeig ſeitte ſtige. Pr aber Joannes hatte ein kleid von kameel haren/ vñ deinen leddern guͤrtel vmb ſeime lenden/ ſeine ſpeiſe war hew ſchrecken/ vnd wild honig. Da gieng zu yhm hynauſß die ſtad Jeruſalem/ vnd das gantz ilidiſche land/ vnd alle len⸗ der ali dem ſoꝛdan/ vnd lieſſen ſich teuffen von yhm/ ym ioꝛ dan/ vnd bekandten phre ſunde. Alls er nu viel Phariſeer vnd Saduceer ſahe zu ſeiner 9 cauff komen/ ſpꝛach er zu yznen/ yr octer geüichte/ wer hat ſgereben denn euch ſo gewiſz 0/ das yhr dem zukuͤnfftigen don ge entrynnen werdet: Sehet zu/ chut recheſchaffne frucht der er bus, denckt nur nicht/ das 0 beyeuch wolt ſagen/ wir ha⸗ ben Abraham zum vater/ ich age euch Gott vermag dem ; Abraham auſz dieſen ſteinen kinder erwecken/ Es iſt ſchon die art den bewmen ani die wuͤrtzel gelegt/ daruͤmb wilcher au baum nicht gutte frucht bringt/ wird abgehawen/ vnd yns fewer gewoꝛffen. N 55 Ich ceuf euch mit waſſer zur buſſe/ der aber nach mir lomßt it ſtercker deñ ich/ dem ich auch nicht gnugſam bin/ ſelne ſchuch zu tragen/ der wird euch init dem heiligen geiſt vnd mic fewr teuffen/ vnd er hat eite worffſchauffel vn der hand/ er wird ſeine tenne fegen/ vnd den weitzen vnn ſeine ſchewren ſamlen/ aber die ſprew wird er verprennen mit e⸗ wigem fe. 5 Ju der zeit kam Iheſus von Galilea an den iordan zu Voanne das er ſich von ihm teuffen lieſſe/ Aber Joanne Weret vhm/ vnd ſprach/ ich bedarff wol/ das ich von daa . taufft Fr v3 92 —— — 22 ˙— 2 A 6„ ben/ Er wird ſeinen Engeln vber dir befelh chim/ vnd ſie S. Vatthes. caufft werde/ vnd du komeſt zu mir? Iheſus aber antwort vnd ſpꝛach laß itgealſo ſem/ alſo 2 es vns alle gerech⸗ eickeit zu erfüllen. Dalließ ers hm zu. Vnd do Jheſlis ge Johannis. caufft war/ ſteig er bald herauff auß dem waſſer vnd ſihe/ Wehe gde da wuͤrden v die hunel auffgechan/ vnd Joannes eee, ſahe den geiſt Gottes gleich als eine caube erab faͤren/ vnd vber vhm komen/ vnd ſihe eine ſtimme vom hymmel herab aba iſt meu lieber ſon/ an wilchem ich wolgefal⸗ en habe. 5 DOas vierde Capitel. A ward Iheſus vom geiſt vnn die wuͤſten gefuͤrt/ De N Ie N uff das er von dem teuffel verſucht wurde. Vñ da ex vierzigtag vnd vierzig nacht gefaſtet hatte/ hungert yhn Luer. Vnd der verſucher crat zu yhm/ vnd ſprach. Biſtu Gottes ſon/ ſo ſprich daͤs dieſe ſteine brod werden. Vnd er antwo: let vnd ſpꝛach. Es ſtehet geſchrieben/ Der menſch wird cht ernehret vom brod alleine/ ſondern von einem iglichen daurrro.s wort/ das durch den mund Gottes gehen. Da fuͤrt vhn der keuffel mit ſich nn die heilige ſtad/ vn ſtellet yhn auff die zunnen des tempels/ vnd ſpꝛach zu yhm/ — Biſtu Gottes ſon/ ſo laß dich hynab/ deñ es ſtehet geſchꝛte⸗ Pano. yo. werden dich auff den henden tragen/ auff das du deinẽ fueſz nicht an einen ſteyn ſtoſſeſt/ Da ſprach Iheſus zu vhm/ Wideruͤmb ſtehet auch geſchrieben. Du ſolt Gott deinen Herrn nicht verſuͤchen. Widderuͤmb fuͤrt vhn der teuffel mic ſich/ auff einen ſeer ee hohen berg/ vnd zeigt yhm alle reich der welt vnd yhre herr⸗ lockei/ vnd ſprach zu hm/ Das alles wil ich dir geben ſo . A iij vhm. . Euuangelion auch du nider felliſt/ vnd mich anbettiſt. Da 95 Iheſus zu 4 deutero. 6. Ihm. 1 7 denn es ſtehet geſ bean, anbeten Goct deinen Herrn vnd vhm alla dienen. VDaverlieſ vhn der teuffel/ vnd ſihe/ da traten die En⸗ gel zu yhm/ vnd dieneten yhm. 2 Da nu Iheſus lyrete das Joannes vberantwoꝛt war/ kam vnd wonete zu Caperna/ die da ligt am meer an der grentze Zabulon vñ Nepchalim/ auff das erfuͤllet wuͤrde/ das do geſagt iſt durch den Propheten Deſalã/ der do ſpꝛi⸗ eat:. cht/ Das land Zabulon vnd das land Nepthalun/ am wege des meeres/ ienſid dem ioꝛdan vnd die heidmiſch Ga⸗ lea/ das volck das ym finſternis ſaſz/ hat ein groſſes lieche aqgeſehen/ vnd die do ſaſſen yñ dem ore vnd ſchacten des tods/ den iſt ein liecht auffgangen.. 5 Don der beit an feng Iheſus an zu pꝛedigen vñ ſagen. . 7 buſſe/ das hymelreich iſt nahe erbey komen. ls nu Jheſus an dem Galileiſchen meer gieng/ ſahe er zween brůdere/ Simon der do heiſt Petrus/ vnd Andꝛe a s ſeinen bruder/ die wurffen vhre netze vns meer/ denn ſie waren fiſcher/ vnd er ſprach zu ban Hal et mir nach/ ich wi-il euch zu menſchen ſiſcher machen/ Vald lieſſen ſie yhre fa netze/ vnd volgeten yhm Vnd do er von dannen furbas gieng ſahe er zween ande⸗ rebruͤdere/ Jacob den ſon Jebedei/ vnd Johanem ſeinen bruder/ ym ſchiff mit 5 vater Jebedeo/ das ſie phre netze i flickten/ vnd er rieff yhn. Bald lieſſen ſie das ſchiff vnd yh⸗ ren vater/ vnd folgeten yhm nach. Vnd Iheſus gieng vmbher ym gautzen Galileiſchett lande/ leret yñ phren ſchůlen/ vnd pꝛediget das unten i 45 von dem nchen Du ſolt a Aus zog er yñ das Galileiſche land vñ ließ die ſtad Nazarech/ ae ne. da 6e«„ rn 1 2. S. Vatthes. von dem reich/ vnd heylet allerley ſeuche vnd kranckheit ume volck/ vnd ſeim gerücht erſchal ynn das gantz S land. 5 Vnd ſie brachten zu yhm gllerley krancken/ mit mancher⸗ ley ſeuchen vnd qual behafft/ die eſeſſenen/ die monſuchti⸗ gen vnd gichtpruͤchtigen/ vnd er macht ſie alle geſund. Vñ es folgete ihm nach viel volcks/ von Galilea/ von den zehen ſtedten/ von Jeruſalem/ vom iuͤdiſchen lande/ vñ von ihen⸗ ſyd des Joꝛdans. 8 Das fünfft Capitel. 1 Aer aber das volck ſahe/ gieng er auff einen berg/ vnd ſatzet ſich/ vnd ſeime nunger cracten zu yhm/ vñ er chat ſeinen mund auff/ eret ſie vnd ſprach. Selig ſind/ die da geiſtlich arm ſind/ deñ das hymelreich iſt vhr. Selig, ſind die da leide tragen/ deñ ſie ſollen getroͤſtet werde. Se⸗ lig ſind die ſenffcmuͤcigen/ denn ſie werden das erdreich be⸗ ſitzen. Selig ſind die da hungert vñ durſtet nach der gerech lickeit/ deñ ſie ſollen ſat werden. Selig ſind die barmhertni⸗ gen/ denn ſie werden barmhertzickeit erlangen. Selig ſind die von hertzen rein ſind/ denn ſie werden Gott ſchawen. Selig ſind die fridfertigen/ denn ſie werden Gottes kinder heiſſen. Selig ſind die pmb ggerechtickeit willen verfolget werden/ denn das hymelreich iſt phre. Selig ſeid phr/ weft euch die menſchen vmb meinen willen ſchmehen vnd verfol= gen/ vũ reden allerley vhels wider euch/ ſo ſie daran liegen/ Seid froöͤlich vnd getroſt/ es wird euch ym hymel wol belo⸗ net werden/ denn alſo haben ſie verfolget die Propheten/ die fuͤr euch geweſen ſind. 1 8 Vhr ſeit das ſaltz der erden wo tun das ſaltz chum wird // was kan man danmt ſaltzen: Es iſt zu nicht hnfurc F 257 V. af. 0 ———— Euangelion denn das mannes hinaußß ſchůͤcte/ vnd laßz die leute zurtret⸗ einem berge ligt/ nicht verpoꝛgen ſein/ Man zündet auch nicht ein liecht an/ vnd ſetzt es vnter einen ſcheffel/ ſondern — auff eltzen leuchter/ ſo leuchtet es denm allen/ die vm hauſe ſind. Alſo laſt ewer liecht leuchten für den leuten/ das ſie ew⸗ re gutte werck ſehen/ vnd ewren vater vm himel preiſen. Mhr ſolt nicht wehnen das ich komen bin das geſetz oder die Propheten auff zul lösen/ Ich bin nicht komen auff zu⸗ loͤſen/ ſondern zu erfuͤllen. Denn ich ſage euch wa rlich/bißß das hunel vnd erden zurgehe/ wird icht zurgehen der klei⸗ niſt buchſtab/ noch eim titel vom geſetz/ biſz das es alles ge⸗ ſchehe. 10 5. Mer nu eins von dieſen kleiniſten gepoten auffl oſet/ vñ leret die leuce alſo/ der wird der kleituſt heiſſen vm hymel⸗ phymelreich. 1 33 Denn ich ſage euch/ es ſev denn eror gerechtigkeit beſſer/ denn der Schrifftgelercen vnd Pharfſeer/ ſo werdet phr . nicht vnn das hymelreich komen. ur a. hr habe gehöꝛt das zu den alcen geſagt iſt/ Du ſolt ni⸗ chteodcẽ/ Wer aber to dtet/ der ſol des gerichts ſchuldig ſein. Ich aber ſage euch/ wer mit ſeinem bruder zoͤrnet/ der iſt des gerichts ſchuldig Per aber zu ſeinemm bruder ſagt Na⸗ it des helliſchen fewers ſchuldig. Darumb wenn du deme gabe auff den altar opfferſt/ vñ wirſtalda eindencken/ das dein bruder etwas widder dich 3 5 laß alda für dem altar deine gabe/ vnd gehe zuuor pn/ vnd verſůne dich mit demnem brüder/ vnd als denn kom vnd opffer deine gabe Sen wil⸗ ten. Mhr ſeid das liecht der welt/ Es mag die ſtad die auff reich/ Wer es aber thut vnd leret/ der wird groſzheiſſen ym gage cha/ der iſt des rads ſchuldig/ Wer aber ſagt/ Dutiarr/ der ——— 9 2— —— — — ö 2—— 8— 2 S. Vatthes. Sey wilfertig deinem widderſacher bald/ die weil du noch mit yhm auff dem wege biſt/ auff das dich der widerſa⸗ cher nicht der mal eins vberantwoꝛte dem richter/ vnd der richcer vberantwoꝛte dich dem diener/ vnd werdiſt ynn den kercker gewoꝛffen/ Ich ſage dir warlich/ du wirſt nicht von dannen eraus komen/ bis du auch den letzten heller bezaleſt Mhr habt gehoͤrt das zu den alten geſagt iſt/ Du ſolt ni⸗ Ero o. cht ehebrechẽ. Ich aber ſage euch/ wer ein weib anſihet/ yhr zu begeren/ der hat ſchon mit yhr die ehe gebꝛochen ynn ſei⸗ nem hertzen. Ergerc dich aber dein rechtes auge/ ſo reyßz es auß vnd wirffs võ dir. Es iſt dir beſſer/ das eins deiner glied verder be/ vnd nicht der gantze leib vnn die helle geworffen werde. Ergert dich deine rechte hand/ ſo haw ſie abe vnd wirff ſie von dir/ Es iſt der beſſer das eins deiner glied verderbe/ vßn nicht der gantze leib vnn die helle gewoꝛffen werde.. Es iſt wol geſagt/ wer ſich võ ſeinem weibe ſcheidet/ de ſol yhr geben einẽ ſcheidebrieff. Ich aber ſage euch wer ſich mara von ſeinem weibe ſcherdetles ſet denn vmb ehebruch der ma⸗ Niahe cht/ das ſie die ehe bricht/ Vnd wer ein abgeſcheidete freyet/ der bucht die ehe.. hr habt weiter gehört/ das zu den alten geſage iſt/ D ur. ſolt kein falſch erd chun/ vnd ſolt Gott deinen eyd halten. ma. Ich aber ſage euch/ das phr aller dung niche ſchweren ole/ Leech, wider bey dem himel/ denn er iſt Gottes ſtuel/ nach bey der erden/ denn ſie iſt ſeiner fuͤſſe ſchemel/ nach bey m ea, denn ſie iſt eines groſſen Koͤnigs ſtad/ Auch ſolcu nicht bey demem heubt ſchweren/ denn du vermagſt nicht ein euugs har weyſz oder ſchwartz zu machen/ Ewer rede aber ſey la la/ nein/ nein/ was daruͤber iſt/ das iſt vom vbel. 995 r vmb daan. Ich aber ſagẽ euch/ das yhr nicht widderſtreben Bent ral; ſolt dem vbel/ ſondern ſo dir yemand einen ſtreich gibt auff Heutero. io Luce v deinen rechten backen/ dem biete den andern auch dar. Vñ 1 1 1. 7 43 8 gibſt/ ſo laß deurelincke hand nicht wiſſen/ was die rechte . chut/ auff K SS n. e de aan Iſcechen gabe auf dar. Y. men de ane mai iccet/ ynd 8 Nehiſteh lebet ey chen die erfolge Denner die gu⸗ c. Deſ hoben. (uch nur derlich hr volko⸗ ut. cht gche ret! h S. Vatthes. s chut/ auff das dein almoſen verpoꝛgen ſey/ vnd dein vater der ynn das verpoꝛgen ſihet/ wird dirs vergelten offentlich. Vnd weñ du beteſt/ ſoltu nicht ſein wie die heuchler/ die da gerne ſtehen vnd beten yñ den ſchuͤlen/ vnd an den eelen auff der gaſſen/ auff das ſie von den leuten geſehen werden/ Warlich ich ſage euch/ ſie haben yhren lohn dahyn. Wenn aber du betiſt/ ſo gehe ynn dein kemerlin/ vñ ſchleus die chuͤn zu/ vnd bete zu deinem vater berpoꝛgen/ vnd dem vater der vnn das verpoꝛgen ſihet/ wird dirs vergelten offenclich. Vnd weñ yhr bettet ſolt yhr nicht viel plappern/ wie die heyden/ denn ſie meinen/ ſie werden erhöͤret/ wenn ſie viel wort machen/ druͤmb ſolt yhr euch vhn nicht gleichen/ ew⸗ er vater weiß was yhr beduͤrfft/ ehe denn phr yhn bittet/ daruͤmb ſolt yhr alſo betten. Dein reich kome. Dein wille geſchehe auff erden wie ym hymel. Vnſer teglich brod gib vns heute/ Vnd vergib vns vnſer ſchulde/ wie wir vnſern ſchuldigern vergeben. Vñ fu re vns nicht vnn verſůchung/ ſondern erloͤſe vns von dem vbel. Denn dem iſrdas reich vnd die krafft/ vnd de herlig⸗ keit vnn ewigkeit Amen. Denn ſo yhr den menſchen vhre Vnſer vater nn dem hymel. Dein name ſep heplig. Le n „, feyle vergebe ſo wird euch ewöer hymeliſcher vater auch ber⸗ a 72 geben. Wo yhr aber den menſchen uhre feple nicht vergeht na ern ſo wird euch ewer vater ewre feyle auch nicht vergeben. Wenn yhr faster ſolt vhr nicht ſaer ſehen wie die heuch⸗ ler/ denn ſie verſtellen vhr angeſicht/ auff das ſie für den leit⸗ ten ſcheinen mit phrem faſten/ Warlich ich ſage euch ſie ha⸗ ben yhren lohn dahyn. Wenn du aber faſtiſt/ ſo ſalbe dein heubt/ vñ wa ſche deim angeſicht/ auff das du nicht ſcheiniſt fuͤr den leuten mit deinem faſten/ ſondern fuͤr deinem vater B wllcher Euangelion wilcher verporgen iſt/ vnd dein vater/ der ynn das berpor⸗ epeallſg gen ſthet/ wirdt dirs oſſentlich vergelten. luce Mhr ſolt euch nicht ſchetze ſamlen auff erden/ da ſie der roſt vñ die motten freſſen/ vñ da die diebe nach graben vnd ſtelen. Samet euch aber ſchetʒe vm himel/ da ſie wider roſt g noch motten freſſen/ vñ da die diebe nicht nach graben noch ſtelen/ denn wo ewer ſchatz iſt/ da iſt auch ewer hertz. Das auge iſt des leibs liecht/ Wenn dein auge einfeltig luce i. iſt/ ſo wird dein gantzer leib liecht ſein/ Wenn aber dein au⸗ ge ein ſchalck iſt/ ſo wird dein gantzer leib finſter ſein/ Weñ aber das liecht das ynn dir iſt/ finſternis iſt/ wie groß wurd denn die finſternis ſelber ſein⸗ luce co. Niemand kan zweyen herrn dienen/ entwedder er wird einen haſſen/ vnd den andern lieben/ oder wird einẽ anhan⸗ ag gen vñ den andern verachten. Pyr kund nicht Gott dienen vnd dem Mammon. Daruͤm̃d ſage ich euch/ ſorget nicht fur ewer leben/ was yhr eſſen vnd trincken werdet/ auch ni⸗ cht fur ewern leib was jhr anzihen werdet. Iſt nicht das le⸗ ben mehr denn die ſpeiſe? vñ der leib mehr deñ die kleidnug: Sehe die vogel vnter dem himel an/ ſte ſeen nicht/ ſie ernd⸗ ten nicht/ ſie ſamlen nicht vn die ſchewrẽ/ vñ ewer himeliſch er vater neerẽt ſie doch/ Seid jhr deñ nicht viel mehꝛ deñ ſie⸗ Mer iſt vnter euch/ der ſeiner lenge eine elle zuſetzen muͤ⸗ ge/ ob er gleich daruͤmb ſorget: waruͤmb ſoꝛget phr denn ſur diekleidug: Schawet die lilien auff dem felde/ wie ſie wach⸗ chr. ſen/ ſie erbelcen nicht/ auch ſpinnen ſie nicht/ Ich ſage euch das auch Salomon ynn aller ſeimer herrlickelt nicht beklei⸗ det geweſen iſt/ als der ſelbigen eing. So deñ Got das gras * auff dem felde alſo kleydet/ das doch heute ſtehet/ vnd morge pPnn den offen geworffen wurd/ ſollt er das nicht viel mehr 5 eeich chun F neee n 1 nhan⸗ dienen nicht ich ni⸗ das le⸗ O. atthes. euch chunt/ o yhr klein gleubigen⸗ 1 Daruͤmbſolt vhr nicht ſorgeti vnd ſagen/ was werden wir eſſen! was werden wir trincken: wo mit werdẽ wir vns kleiden: Nach ſolchem allem trachten die heiden. Deñ ewr himeliſcher vater weys das yhr des alles bedürffet/ Trach⸗ tet am erſten nach dem reich goctes/ vnd nach ſeiner gerech⸗ cickeit/ ſo wird euch ſolchs alle zufallen. Daruͤmb ſorgee tucht fuͤr den andern morgen denn der moꝛgen tag wirde fur das ſenme ſorgen. Eo iſt genug das ein iglich cag ſein ey⸗ ee gen vbel habe. ber i Oias ſiebend Capitel. e Ichtet niche/ vff das hr nicht gerichtet werdet /deñ mit wilcherley gericht hr richtet/ wird euch gerich⸗⸗ er, tet werden/ vnd mit wilcherley maß vhr meſſet/ wirdt eue h gemeſſen werden. Was ſtheſtu aber den ſplitcer vnn demmes bꝛuders auge/ vnd wirſt nicht gewar des balcken ynn demm 6 auger oder wie charſtu ſagen zu deinem bꝛuder/ halt ich wil ve ler& dir den ſplicter aus dem auge zihen/ vñ ſthe/ ein halcke iſt t deeinem auge: Du heuchler/ euch am erſten dẽ balcken auß deinem auge/ darnach beſthe/ wie du den ſplieter auß deines bruders auge zeheſt. 5 Mhr ſolc das heiltgchum nicht den hunden gehen/ vñ eww⸗ re perlen ſolt vhr nicht fur die ſew werffen/ auff das ſie die ſelbigen nicht zutretten mit yhren fuͤſſen/ vnd ſich wenden ⸗ vnd euch zureiſſen. 5 5 Bittet ſo wird euch gegeben/ ſucht ſo werdet vhr fundẽ/ Jon klopffet an/ ſo wird euch auffgechan/ Denn wer da hie der Dauer.. empfehet/ vnd wer da ſůcht/ der findet/ vñ wer da anklopfft dem wird auffgechan. Welcher iſt vnter euch tnenſchen ſo r, ee 5 5* 4 0 4 7 U ** 7 ä Euangelion vhn ſein ſon bietet vmbs brot/ der yhm einen ſtein bieter od⸗ der ſo er yhn bittet bmb einen fiſch/ der hm eme ſchlangen ume biete: So denn ihr/ die yhr doch arg ſeit/ kund dennoch ew⸗ 4 2 ern kindern gute gabe geben/ we viel mehr wird ewer vater vm himel gutes geben/ denen die vhn bieten: auer s Alles nu das phr wollet das euch die leutte chun ſollen/ dlaachut vhr yhn/ das iſt das geſetz vnd die Propheten. due, Geher eim durch die enge pforte/ denn die pfoꝛte iſt weie vnd der weg iſt breit/ der zur verdanis abfuͤret/ vñ yhr ſind el die drauff wandeln Vñ die pfoꝛte iſt enge/ vñ der weg iſt ſchmal/ der zum lebẽ füͤret/ vñ wenig iſt ihr die ihn finde. male. Schet euch für für den falſchen propheten/ die yñ ſcha⸗ Luce. ffokleidern zu euch komen/ ynwendig aber ſind ſie reiſſende wolffe. An yhren fruchten ſolt yhr ſie erkennen/ Kan man auch drauben leſen von den dornen: oder figen von den diſt⸗ eln: Alſo ein iglicher guter baum bringt gute fruͤchte/ aber einfauler baum bringt arge früchte/ Eyn guter baum kan nicht arge fruͤchte bringen/ vnd ein fauler baum kan nicht Allee frucht bringen/ Ein iglicher baum der nicht gute fru⸗ ul cht bꝛingt/ wird abgehawen/ vñ ynsfewr geworffen. Dar⸗ uͤmb an yhren fruͤchten ſolt yhr ſie erkennen. Os werden nicht alle die zu mur ſagen/ Herr ger/ ynn das himelreich komẽ/ ſon dn die den willen chun meines va⸗ ters vm himel/ Es werden viel zu mir ſagen an thenem ca⸗ 90 pat herr/ haben wir nicht ynn deinẽ namen geweiſſa⸗ Hel haben wir nucht ynn demẽ namen ceuffel auſzericben: 150 wir tucht vnn deinem namen viel chacten echan⸗ pfelmo s. Dann werde ich yhn bekennen/ ich habe euch 100 nie er⸗ kand weicher alle von mur ph: bbelchccer. Daruuͤnb wer dieſſe meine rede höret/ vnnd chut ſie/ 8 den ver⸗ — 8—— echn finde f C yn ſch⸗ eraſſenſ Kan man n den dͤſt chte abe daum kan kan nich gute f/ en. Day err nn deines vo nem a gewelſſa⸗ Feen; gethan c nea⸗ cut ſe den ba⸗ S. Matthes. den 1 ichemem klugen man/ der ſein hauſz auff e nen felſen bawet/ da nu ein platz regen fiel vñ ein geweſſer kam/ vnd weheren die winde/ vnd ſtieſſen an das haus fal 21 1 co doch ncht/ denn es war auff einen felſen gegruͤndt. Vnd wer diſe meine rede höꝛet/ vñ chut ſie nicht/ der iſt einẽ coꝛich cen mã gleich der ſein hauſz auff den ſand bawet/ da nu ein platzregen fiel/ vnd kam ein geweſſer/ vnd webeten die win r de vñi tie ſen an dag haußz/ da fiel es vñ ſein fal war 955. 0 Vnd es begab ſich/ da Jeſüs dieſe rede vollendet hacce/ entſatzee ſich das volck vber ſeiner lere/ denn er predigec ge⸗ Luce Waleiglich/ vnd nicht wie die ſchriffegelerten. 5 . Das acht Capitel. A er aber vom berge erab gieng/ folgete phm viel volcks nach/ Vnd ſihe/ ein auſſetziger kam vnd bet⸗ 8 e 18 N tet yhn an/ vnd ſprach. Herr ſo du wilt kanſtu mich reynt⸗ reren gen/ Vnd Jeſlis ſtreckt ſeine hand auß/ ruͤrt yhn an/ vnd ſpꝛach/ Ich wils chun/ ſey gereiniget. Vnd als bald waren von ſeinem auſſacz rem. Vnd Deſus ſpꝛach zu vhm/ ſihe zu ſagts niemant/ ſondern gehe hyn vnd zeige dich dem pue⸗. ſter/ vnd opffere die gabe die Moſes befolhen hat/ zu einem zeugnis vber ſie. 5 Da aber Jeſus eigieng zu Capernal/ erat ein heube⸗ man zu vhm/ der hac yhn vnd ſprach/ Herr mein knecht lige zu hauſſe vnd iſt gichtpruͤchtig/ vnd hat groſſe qual/ Jesus ſprach zu phm/ ich wil komen vñ vhn geſund machen. Der aue, heubtman antwort vnd ſprach. Herr ich bin nicht werd das du vnter mein dach gehiſt/ ſondern ſprich nur ein worc/ſo wird mein knecht geſundt. Denn ich bin em menſch dardu der oͤberkeit vnterchan/ vnd habe vnter mir kriegs knechte 0 Bü noch Luce. + Au... * 5 Ceuit. 4. 5 a Euangelion noch wenn ich ſage zu einem/ gehe hyn/ ſo gehet er/ vñ dum andern/ kom her/ ſo kompt er/ vñ zu meinem knecht/ chu das 0 chut ers. Da das Jeſus hörete/ verwundert er ſich/ vnd prach zu denen die yhm nachfolgetẽ/ Warlich ich ſage euch ſolchen glauben hab ich ynn Iſrael nicht funden. Aber ich ſage euch/ viel werden komen vom moꝛgen vnd vom abentc⸗ vñ mit Abraham vnd Iſaac vnd Jacob ym hymelreych die euſſerſten finſternis/ da wird ſein weinen vnd zeen kla⸗ pern. Vnd Jeſus ſprach zu dem heubtman, Gehe hun dir zee wie du gegleubt haſt. Vñ ſem knecht ward geſtund u der ſelbigen ſtunde.. Vnd Deſus kam vnn Peters haußß/ vnd ſahe das ſeitte Lung. ſchwiger lag vnd hatte das fiber/ da greiff er rhre hand an/ vnd das fiber verlieſßz ſie/ vnd ſie ſtund auff/ vñ dienete hn. eren. Am abent aber brachten ſie vil beſeſſener zu ihm/ vnd er kkreib die geiſter auſz mit woꝛten/ vnd machte allerley kran⸗ cken geſund/ auff das erfuͤllet wuͤrde/ das geſagt iſt durch dẽ Propheten Iſata/ der do ſpꝛicht/ Er hat vnſer ſchwacheic 0 J fair. gg. aliff ſich genomen/ vnd vnſer ſeuche hat er getragen. aue,„ Dlilda Jeſus viel boleks vmb ſich ſahe/ hieſz er manſolt e hinuber ihenſpd des meeres faren. Vnd es trat zu vhm eyn ſehrifftgelerter/ der ſpꝛach zu yhm/ Meiſter ich wil dir fol gen wo du hyn geheſt. Jeſus ſagt zu yhm/ Die fuͤchſe habẽ gruben/ vnd die vogel vncer dem hymel haben neſter/ aber des menſchen ſon hat nicht da er ſein heubt hynlege. Vnd ein ander vnter ſeinen iuͤngern ſpꝛach zu phm/ Herr erleu⸗ be mir das ich bach vnd züuor meinen vater begrabe. Aber Jeſus ſpꝛach zu phm. Polge du mu/ vnd laſz die tod⸗ ten yhre todten begraben. N Vnd ſitzen/ Aber die kinder des reichs werden auß geſtoſſen von a, e das ſeil hand an enete vn. m. vnder lepkrar⸗ c durch de chwachel cm. wan ſol u rhmen Wil dir fl füͤchhe hale neſter ale lege. Y Ser alt er bent last Atos 00 9 S Vatthes. 5 NVnd er trat ynn dasſchiff/ vñ ſeine iunger folgetẽ yhm. Luce. Vnd ſihe/ da erhub ſich ein groſz vngeſtum ym meer/ alſo das auch das ſchifflin mit wellen bedeckt ward/ vnd er ſch⸗ lieff/ vnd die iuͤnger traten zu yhm/ vnd weckten vhn auff/ vnd ſpꝛachen. Herr hilff vns wir verterben. Da ſagt er u yhn/ yhr klein gleubigẽ/ waruͤmb ſeit yhr ſo foꝛchtſann: Vũðůz ſtund auff vnd bedrawete den wind vnd das meer/ da ward es gantz ſtill. Die menſchen aber verwunderten ſich/ vnd ſ— 7 iſt das fuͤr ein man/ das vhm wind vñ meer gehoꝛſam iſt: Vnd er kam ihenſpd des meere ynn die gegend der Oer⸗ geſener/ da lieffen vhm entgegen zween beſeſſene/die kamen Auer. auß den todcen grebern/ vnd waren ſeer grimmig/ alſo dass niemand die ſelbigen ſtraſſen wandeln kund. Vn ſihe/ ſie. e, ſchreyhẽ vnd ſprachen. Ach Jeſu du ſon Gottes/ was habe wir mit dir zuthun: biſtu herkomen vns zu quelen/ ehe denn es deit iſt: Es war aber ferne von ihn ein groſſe herdſe wan der weide/ da haten ihn die teuffel/ vnd ſpꝛachen. Wiltu vns 5 außztreiben/ ſo erleube vns vnn die herd ſew zu faren. Vnd er ſprach/ faret hin. Da furen ſie auß/ vñ furen yñ die herd ſew. Vnd ſihe/ die gantze herd ſew ſtortzten ſich mit einem ſturm vns meer/ vnd erſoffen ym waſſer. Vñ die hirten flo⸗ hen vnd giengen hyn ynn die ſtad/ vnd ſagten das alles/ vñ wie es mit den beſeſſenen ergangen war. Vñ ſihe/ da gieng die gantze ſtad erauſz Jeſu enegegen/ vnd da ſie yhn ſahen/ /· baten ſie yhn/ das er von yhrer grentze weichen wolce. f Das neunde Capitel. Ma. GO erat er vnn das ſchiff/ vnd fur wider heruber vññ Lure. F. lam ynn ſeine ſtad/ vnd ſihe/ da bꝛachten ſie u yhm 55 Bj einen — l 4 14. 7 a Euangelion gichtpruͤchtigen der lag auff einem bete. Da nu Jeſus yh⸗ ren glauben ſahe/ ſprach er zu dem gichtpruͤchtigen/ ſeyge⸗ troſt mein ſon/ deine ſünde ſind dir vergeben. Vnd ſihe/ e⸗ lich vnter den ſchrifftgelerten ſprachen bey ſich ſelbs/ dieſer leſtert Gott. Da aber Jeſus phre gedancken ſahe/ ſprach er/ waruͤmib denckt phr ſo arges ynn ewern hetzen: wilchs iſt leichter zu ſagen: dir ſind deine ſuͤnde vergeben: odder zu ſagen/ ſtehe auff vñ wandele: Nuff das yhr aber wiſſet/ das des menſchen ſon macht habe auff erden die ſunde zu verge⸗ ben/ ſpꝛach er zu dem gichtpruͤchtigen. Sehe auff/ heh auff e dein bette vnd gehe heim. Vnd er ſtund auff vñ gieng heim. Da das volck das ſahe/ verwundert es ſich vnd preiſete Goedder ſolche macht den mertſchen gegeben hate. aua. Dnd da Jeſus von dannẽ gieng/ ſahe er einen menſchẽ am doll ſitzen/ der hieſz ¶Dactheus/ vñ ſprach zu vhm/ Rol⸗ ge mir vnd er ſtund auff vnd folgete vhm. Vnd es begab ſich da er zu tiſch ſaſ vm hauſſe/ ſihe/ da kamen viel zoͤllner vnd ſuͤnder vnd ſaſſen zu tiſch mit Jeſu vnd ſeinen iuͤnge⸗ rn. Da das die Phariſcer ſahen ſprachen ſie zu ſeinen tuͤn gern/ Waruͤmb iſſet ewer Meiſter mit den zoͤlnern vñ ſun⸗ dern! Da das Jeſus hoͤret ſprach er zu vhn/ Die ſtarcken durfen des artzes nicht/ ſondern die krancken/ Gehet aber * . bee. hin vnd lernet was das ſey Ich habe en wolgefallen an barmhertzickeit/ vnd nicht am opffer) Ich bin komen den e ſuͤndern zur buſſe zu ruffen/ vnd nicht den frumen. duengr NVnn des kamen die iuͤnger Johaͤnis zu vhm/ vnd ſpra⸗ Luce. 2 8 6 c chen. Waruͤmb faſten wir vnd die phariſeer ſo viel/ vñ dei⸗ — Klelülgrrefaſtentuche Jeſusſprach uu pon Wiekonnen. ge, des breutg ams kinder leide tragen/ ſo lange der breutgam bey hn iſt; Es wd aber die deit komen/ das der breuegam 5 von vhn genſchẽ Pol⸗ begab zollner lunge⸗ ien tun vñ fun tarcken et aber len an en dn dſpra⸗ yñ del⸗ fönnen, Acgall gal on ch a S. Vatthes. volt ohn genomen wird als dann werden ſie faſten. Nie⸗ mant flckt ein alt kleid mit einem lappen 50 3 dean er reiſſet doch den lappen/ widder pom kleid/ ynd der e riß wird erger. Man faſſet auch niche moſt ynn alte ſchle n fe aldders die ſchleuche zu reiſſen/ vnd der moſt wird ver ſchuc ſondern man faſſet moſt vnn neweſchleuche ſo wer⸗⸗ den ſte beide mit einander behalten. Da er ſolchs mic yhn redet/ ſihe/ da kam der oberſten et⸗ Y tier vnd fiel fur vhm nidder vnd ſprach/ Gerr/ meine coch⸗ Menge ter iſt itzt geshen Aber kum vnd le 4— hand auff t 2 ſo wird ſie lebendig. Jeſits ſtund auff/ vñ folget yhm nach ᷣi vñ ſeine ungern. Vn ſihe/ ein weib das zwelff iar den blut gang gehabe erat von hinden zu vhm/ vnd ruret ſeines klei⸗ des ſaum an/ denn ſie ſpꝛach bey jhr ſelbs/ möcht ich nur ſein kleid anruͤren/ ſo wurde ich geſund. Da wendet ſich Jeſits vmb vnd ſahe ſie vnd ſpꝛach/ Sey getroſt mein cochter/ dein glaub hat dir geholffen. Vnd das weib ward geſund zu der ſelbigen ſtunde. Vnd als er vnn des obirſten hauß kam/ vnd ſahe die pfet⸗ ffer vnd das getuͤmele des volcks/ ſprach er zu vhn/ Weicht/ denn das meidlim iſt nicht todt/ſondern es ſchlefft. Vnd ſie 5 verlachtẽ yhn. Als aber das volck ausgetrieben waͤr/gieng er hinein vñ ergreiff ſie bey der hand/ da ſtund das meidlin auff Vnd dis geruͤcht erſchal ynn daſſelbige gantze larddt. Vnd da er von dannen furbas gieng/ folgetẽ ihm zween blinden nach/ die ſchryen vnd ſpꝛachen/ Ach du ſon Dalnd erbarm dich vnſer. Vnd da er henn kam/ cracten die binden 5 zu yhm/ Vnd eus ſpꝛach zu ihn/ gleube yhr das ichſolchs. chun kan: Da ſprachen ſie zu yhm/ Herr/ ia/ Da ruͤrete er 9 yhr augen an vnd ſpꝛach/ Euch geſchehe nach 9 5 elt. Euangelion ben. Dudihre augen wurden geöffner. Vñ Tcſus bedrat⸗ miei. et ſie vnd ſprach/ Sihet zu/ das es memand erfare. Aber ſie d giengen aus vnd machten hn ruͤchtpar in dem ſelben gar . tzen lande. f Da nu dieſe waren hynauſz komen/ ſihe/ da brachten ſie zu vhm einen menſchen/ der war ſtum vnd beſeſſen/ vnd da der teufſel war auſzgetrieben/ redet der ſſumme. Vnd das volck verwundert ſich/ vnd ſpꝛach/ Solchs iſt noch nie yntt Iſrael erſehen worden. Aber die Pha riſeer ſprachen/ Er creibt die ceufſel aus durch der teuffel oberſten. e Vun Jeſtis gieng vmbher vnn alle ſtedte vnd merckte/ 4 leret ynn phren ſchulen/ vnd predigt das Ruangelton von dem reich/ vnd hevlete allerley ſeuche vñ allerley kranckheyt vm volcke. Vnd da er das volck ſahe/ ameret yhn deſſel bi⸗ deu e gen/ denn ſie waren verſchmacht vnd zerſtrawet wie die ſch⸗ aff die keinen hirten haben/ Da ſprach er zu ſetnen iuͤngern Die erndte iſt groß/ aber wenig ſind der erbeiter/ daruͤmb Nucl. bittet den herrn der erndte/ das er erbeyter ynn ſeine erndee ſende. Das dehend Capitel. „ Ddoer rieff ſeine zwelff fuͤngere zu ſich/ vnd gab vn macht vber die vnſaubern geiſter/ das ſie die ſelbige quſzcrieben/ vnd heileten allerley ſeuche vnd allerleykranck⸗ heit. Auer is. ö Die naͤmen aber der zwelff Apoſteln ſind dieſe/ der erſt/ Simon genant Petrus vnd Andreas ſein bruder Ja⸗ cobus Jebedei ſon/ vnd Johannes ſein bruder/ Philp⸗ pus vnd Barcholomeus/ Thomas vnd Machens der zoͤl⸗ ner/ Jacobus Illphei ſon/ Eebbeus mit dem zunamẽ Cha a deus/ rath⸗ berſſe U Jan en ſie yd dg d das ue ynn m Ex gerckte/ on von ickheye eſſelhi⸗ die ſch⸗ ungern aruͤmb ende N 120 N KHAN ll lonſt gebet es auch. Habt nicht golt noch ſilber noch ertz yñ N 404 S gab hl ſelba okranck der elſl⸗ *r Do Pbilp⸗ 6 er 0. 40 11 Che dal ewern gurceln/ au deus/ Simon von Cana/ vnd Judas Iſcari 10 vhn verriech. Judas Iſcarioch/ wilche: Dueſe zwelffe ſandte Jeſus/ gepot yhn vnd ſprach/ Ge⸗ het nicht auff der heiden ſtraſſe/ vnd zihet nicht yñ der Za⸗ mariter ſtedte/ Sondern gehet hyn zu den verlorn ſchaffen auß dem hauſe Iſrael/ Gehet aber vnd pꝛedigt/ vnd ſpre⸗ che/ Das himelreich iſt nahe erbey komẽ/ macht die ſchwa⸗ chen geſund /reiniget die auſſetzigen/ weckt die todten auff/ treibt die ceuffel aus Vmb ſonſt hat yhrs empfangen/ vmb — zween rocke/ keinen ſchuch/ auch keinen ſtecken/ Deñ ein er⸗ beyter iſt ſeiner ſpeiſe werd.. Wo yhr aber vnn eme ſtadt oder marckt gehet/ da erküͤn⸗ — 2 7 . * . ch keim caſche zur weglart/ auch nicht Luce. lo. diget euch/ ob iemand darinnen ſey/ der es werd iſt/ vnd bey„ dem ſelben bleibe/ biſz vhr von dannen zihet. Woyhr aber vnn ein gauß gehet ſo grüſſet das ſilbige/ vnd ſo es daſſelbige haußz werd iſt/ wird ewer friede auff ſie komen/ iſt es aber nicht werd/ ſo wird ſich ewer friede wider zu euch wenden. N Vnd wo euch iemand nicht annehmen wird/ noch ewer rede hören ſo gehet erauſßʒ von dem ſelben hauſe oder ſtadt/ vnd ſchuͤctelt den ſtaub von ewern fuͤſſen. Warlich ich ſage euch/ dem lande der Sodomer vñ Gomorrer wird es ereg licher ergehen am iungſten gericht/ denn ſolcher ſtadt. Sihe ich ſende euch/ wie die ſchaff mitten vnter die wol⸗ ffe/ daruͤmb ſeid klug wie die ſehlangen/ vñ on falſch wie die tauben. Huͤtet euch aber fur den meniſchen/ denn ſie werden eiſſeln ynn hren ſchuͤlen/ vnd man wurd euch fuͤr furſten 3. 5 vndlkoͤni⸗ euch vberaneworten für yhre radheuſſer/ vnd werden euch Euangkelion vnd koͤnige fuͤren vmb meinen willen/ zum zeugnis vber ſie vnd vber die heiden. Gef ſie euch nu vberantworten werden/ ſo ſoꝛget nicht/ wie oder was yhr reden ſolt/ denn es ſol euch zu der ſtunde gegeben werden/ was yhr reden ſolt/ denn yhr ſeid es niche die da reden/ ſondern ewers vaters geiſt iſt es/ der duꝛch euch redet. Es wird aber ein bruder den andern zum tod vberant⸗ woꝛten/ vnd der vater den ſon/ vñ die kinder werden ſich em⸗ poren widder die eltern/ vnd yhn zum tod helffen/ Vñ muͤ⸗ ſſet gehaſſet werden von yderman/ vm̃ meines namẽs wil⸗ len Wer aber bis an das en de beharret/ der wird ſelig. Menn ſie euch aber vñ einer ſtadt verfolgen/ ſo ſihee vñ ein andere. Varlich ich ſage euch phr werdet die ſtedte Iſ⸗ rael nicht ausrichten/ bis des menſchen ſon komet. Der Uln⸗ ger iſt nicht vber den meiſter/ noch der knecht vber den her⸗ le xn/ Es iſt dem iuͤnger gnug das er ſey wie ſein meiſter/ vnd der knecht wie ſein herr. Gaben ſie den hauſzuater Beelze⸗ bub geheiſſen/ wie viel mehr werden ſie ſeine hauſzgenoſſen alſo heiſſen: daruͤmb forcht euch nicht für yhn. Es iſt nichts verporgen/ das nicht offinbar werde/ vnd iſt niches heymlich/ das man nicht wiſſen werde. Was ich euch ſage ym finſternis/ das redet vm liecht/ vñ was yhr hö⸗ ret ynn das ore/ das prediget auff den dechern. PVnd ſorcht euch nicht fuͤr denen die den leib tödten/ vnd die ſeele nicht mogen tödcen/ Porcht euch aber vil mehr für dem der leib vñ ſeel verderben mag ynn die helle. Kaufft mã nicht zween ſperling vmb einen pfennigꝛ noch felt der ſelbt⸗ Den keiner vff die erden on ewern vacer. Nuaber ſind auch ere hare auff dem heubt alle gezelet/ Daruͤmb forcht 0 N 85 nicht/ — * 8 1 m nn„ n: 1r—5r-ſò.ñ————— gn bhegſt S. Vatthes. 1 nicht/ ahr ſeit beſſer denn viel ſperlinge. eng Daruͤmb wer mich bekennt ur den menſchen den aul zu derſun ich bekenne fur meinem vater vm himel wer mich aber ver⸗ rere r aden leug et fur den menſchen/ den wil ich auch verleugnen fun rduchg meinem vater vm himel. ee * yr ſolt nicht wehnen das ich komen ſey friede zu ſenden tod bherch auff erden/ Ich bin nicht komen friede zu ſenden/ ſondern. das ſchwerd/ Denn ich bin komen den menſchen zu erregen erden ſichgh. 8 0 widder ſeinen vater/ vnd die tochter widder ihre mutter/ vñ 2 10 10 die ſchnur widder yhre ſchwiger/ vnd des menſchen feynde 15 sch werden ſeime eigen hauſzgenoſſen ein.. n Ver vater vd mutter mehr liebet deñ mich der iſt meim: Joluche! tucht werd Vñ wer ſon oder tochter mehr liebet den mich, e fed der iſt mein micht werd Vnd wer nucht ſein creutz auff ſich . Der un mumpt/ vnd folget mir nach/ der iſt mein nicht werd. Wer ber den her⸗ ſeit leben findet/ der wiꝛds verlieren/ vnd wer ſein leben ver⸗ master vnd euret vmb meinen willen/ der wirds finden. e aer Beelh⸗ Mer euch aufftumpt/ der mmpt mich auff/ vñ wer mich Lues. außgenoſſ aufftumpt/ der uimpt den auff der mich geſand hac. Wer . werde u der wird eins Pꝛophecẽ lohn encpfahen. Wer einẽ gerechce de. Wash auffnumpt/ vnn eines gerechten namnẽ/ der wind eins gerec⸗ was hr een lohn entpfahen. Bnd wer dieſer geringsten eiten nur 0 do dten b namen/ warlich ich ſage euch/ es wird yhm nicht vnbelonet rulmhrfl bleiben. d es begab ſich da Jeſus ſolch gepott zu eiten= e z elff nüngern vollendet hatte/ gleng er võ dannen Luce.. f mala. 3 Ence. is Ellangelion furbas/ zu leren vñ zu predigen ynn vhren ſtedten. Da aber Johannes ym gefencknus die werck Chriſtt hoͤrete/ ſandte er ſeiner luͤnger zween/ vnd lieſz yhm ſe agen/ Biſtu der do komen ſol /oder ſollen wir eines an dn wartẽ? SFJeſuũs antwoꝛt vñ ſpꝛac zu yhn/ Gehet him/ vnd ſage Jo⸗ hann wider/ was vhr ſehet vnd höret/ die blinden ſehen/ vñ die amen gehen/ die auſſetzigen werden rein/ vñ die tauben hören/ die todcen ſtehen auff/ vñ den armen wirt das Eu geliot: gepredtget/ Vñ ſelig iſt/ der ſich nicht an mir ergert. Da die hin giengen fietig Jeſus an zu reden zu dẽ volck von Johanne Was ſerd jh hinauſz gangen ynn die wi ſten zu ſehen: woltet jhr ein rhor ſehen/ das der wilt hin vñ her webd: Odder waß ſeid ihr hinaußz gangen zu ſehen? woltet vhr einen menſchen yn weichen kleidern ſehen? Si⸗ he/ die da weiche kleider tragen/ ſind ynn der koͤnige heuſer. Mer was ſerd ihr hinaus gangen zu ſehen wolet hr eitien Propheten ſehen: Ja ich ſage euch/ der auch mehr iſt deñ ein Pꝛophec/ Deñ dieſer iſts/ von dem geſchrieben ſtehet/ Sihe/ ichſende meinen Engelfuͤr dir her/ der deinen weg fuͤr dir bereiten ſol. SM ocarlich ich ſage euch/ vnter allen die ö weiben geporn ſind/ iſt nicht auffkomen/ der groſſer ſey deñ Johannes der teuffer. Der aber der klemeſt iſt ym bac groſſer dermt er. Aber von den cagen Johannis des teuffers bis hie her leidet dus himelreich 1 die gewalc chun/ die reiſſen es zu ſich/ Denn a e Propheten vnd das geſetz ha⸗ Aeg. ben geweiſſaget bis auff Johannem/ Vnd ſo ſhrs wolt an Mala. 4. Luce. nehmen/ er iſt Elias/ der do ſol zukunfftig ſein. Wer oren hat zu hoͤren der bre. Wem ſol ich aber disgeſchlecht vergleichen: Ee 1 3 a indlin n 1 5 nen os —— 82 die wi en: gi eheuſer. hr einen it den i ſteha en weg Heborh nes der groſſc bis hie Il dle ſcchz ha⸗ volt an x oren it den lin 75 ore S. Watthes. kindlin gleich/ die an dem marckt ſitzen/ vnd ruͤffen gegen jhre geſellen/ vnd ſprechen/ wir haben euch gepfiſſen vñ ihr Woltet nicht tantzen/ wir haben euch geklaget/ vnd vhr wol⸗ tet nicht weinen. Johannes iſt komen/ aßz nicht vnderanck nicht/ ſo ſagen ſie/ er hat den teufel. Des tnenſchẽ ſon iſt ko⸗ men/ iſſec vn trincket/ ſo ſagen ſie/ Sihe/ wie iſt der menſch ein freſſer vñ ein weinſeuffer/ der zͤlner vñ der ſünder geſel⸗ 1 19 weiſßheit mus ſich rechtfertigen laſſen von yhren indern. Da fieng er an die ſtedte zu ſchelten/ vñ wilchen am mei⸗ ſten ſeine chatten geſchehen waren/ vnd hatten ſich doch ni⸗ Luce. cht gebeſſert. Weh dir Chorazin/ weh dir Bechſaida/ weren ſolche t harten zu Cyro vñ Sidon geſchehen/ als bey euch geſchehẽ ſind ſie heccen voꝛzeiten jm ſack vñ vn der ach en büſſe gechan/ Doch ich ſage euch/ es werd Tyro vñ St⸗ don creglicher ergehen am wa gericht/ deñ euch. Vnd du Caßernaũ die du biſt erhabẽ bis an den himel du wirſt bis ynn die helle hinunter geſtoſſen werdẽ/ Deñ ſo zu So⸗ do ma die chatcẽ geſchehen weren/ die bei dir geſchehen ſind⸗ ſie ſtunde noch heutiges tags/ doch ich ſag euch es wird der Sodomer lande creglicher ergehen am nuͤngſten gericht/ denn dir. Ju der ſelbigen zeit ant woꝛt Jeſiis vũſprach/ Ich pe ⸗ ſe dich vater vnd herre himels vnd der erden/ das du ſolchs den welſen vnd veꝛſtendigẽ verpoꝛgen haſt vrd haſt es den vnmuͤndigen offinbart/ Ja vater/ denn es iſt alſo wolgeſel⸗ Johan lig geweſen für dir. Alle ding ſind mir vbergeben von mei⸗ nem vater/ vnd niemand kennet den ſon/ denn nur der va⸗ ter/ vnd niemand kennet den vater/ denn nur der ſon/ vnd wem es der ſon wil offenbaren. 1 15 5 Cij Kompe Euangelion Kotmpt her zu mir/ alle die yhr muͤheſelig vnd beladen ſeid/ ich wil euch erquicken/ nempt auff euch mein ioch/ vnd lernet von mir/ denn ich bin ſenfftmuͤtig vñ von hertzen de⸗ Aeg, muͤtig/ ſo werdet yhr ruge finden/ fur ewre ſecle/ denn mein aa, loch iſt ſenfft/ vnd meine laſt iſt leicht. Oas rij Capitel. V der zeit gieng Jeſus durch die ſaat am Sab⸗ bath/ vnd ſeine lnger waren hungerig/ fingen an ehern auß zu reuffen vnd aſſen. Da das die Phariſcer ſa⸗ hen/ ſprachen ſie zu yhm/ Sihe/ deine tuͤngere chun das ſich licht zimpt am Sabbath zu thun. Er aber ſprach zu yhn/ Auen. habt yhr nicht geleſen/ was Saul d chet/ da jhn vnd die mit Beg. a. hm waren hungerte: wie er yñ das Gottes hauſz gieng/ vnd aß die ſchawbrod/ die yhm doch nicht zimpten zů eſſen/ noch denen die mit vhm warẽ/ ſondern allein den prieſtern. Oder habt yhr nicht geleſen ym geſetz/ wie die prieſter am Sabbach vm tempel den Sabbach brechen/ vnd ſind doch on ſchuld: Ich ſage aber euch/ das hie der iſt/ der auch groſ⸗ Heid ageg, ſer/ denti der tempel iſt. Wenn vhr aber wuͤſtet/ was das ſey % Soſee. G.( Ich hab ein wolgefallen an der barmhertzickeic/ vñ nicht * am opffer) hettet ihr die vnſchuldigen nicht verdampt. Des menſchen ſon iſt ein herr/ auch vber den Sabbach. Vnd er gieng von dannen furbas/ vñ kam yn yhre ſchů⸗ lers le. Vñ ſihe da war ein menſch d hacce ein verduͤrkete hand * ne bñ ie fragetcẽ ihn vñ ſpꝛachẽ/ Thar mã auch am Sabbath e. e heilen: auff das ſte eine ſache zu jhm hettẽ. Aber er ſprach zu hu/ Wilcher iſt vnter euch/ ſo er ein ſchaff hat/ das hm am Sabbath vnn eine gruben fellet/ der es nicht ergreiffe vnd auffhebe: Wie viel beſſer iſt nu ein menſch denn 5 1 10 5 8 arkimb —————— S. Vatthes. daruͤm̃ mag mã wol am Sabbach guts chũ/ Da ſprach er zu dem menſchẽ/ Serecke deme hand auſß⸗ Mer ſtreckt ſie auß vñ ſie ward yhm wider geſündt gleich wie die andere. Da giengen die Phariſeer hynauſz/ vnd hielten einen agen, kad bber yhn wie ſie yhn vmbrechten. Aber da Jeſlis das erfur/ weich er von dannẽ/ vñ vhm folgete viel vofckt nach /. vnd er heylet ſie alle/ vnd bedrawete ſie/das ſie vn nicht meldeten/ Auff das erfüllet würde/ das geſagt iſt/ durch dẽ Propheten Iſatã der do ſpricht. She das iſt mem kne⸗ Jet 4 cht/ den ich erwelet habe/ vñ mein liebſter/ an dem meine ſe⸗ le einen wolgefallen hat/ ich wil meinen geiſt auff jhn legẽ // vnder ſol den heiden das gericht verkůndigen/ Er wirdm⸗ ade cht dancken noch ſchreyen/ vnd man wirdt vhn nicht hoͤren. auff den gaſſen ſchreyen/ Das zuſtoſſen rhor wird er nicht 1 Teouhrechen/ vnd das gluͤmende tocht wird er nicht auſßleſch⸗⸗ en/ biz das er auſßfüre das gericht zu dem ſieg/ vnd die Gey⸗ den werden auff ſeinen namen hoffen. Da ward ein beſeſſener zu vhm bꝛacht/ der war blind vñ ſtum/ vnd er heylet vhn/ alſo/ das der blinde vñ ſtumme bel⸗ de redet vnd ſahe/ vnd alles volck encſatzte ſich/ vnd ſprach. Iſt dieſer nicht Daus ſon: Aber die Phariſeer da ſie cg * g i 8 Marc. 3 höͤreten/ ſpꝛachen ſie/ Er treibt die teuffel nicht anders auſß Lea denn durch Beelzebub der teurffel obirſten. Jeſus aber vernam yhre gedancken/ vñ ſprach zu hn. Em iglich reich ſo es mit vhm ſelbs vneins wird/ das wird. wuͤſt/ Vnd ein igliche ſtad odder hauißz/ ſoes mit yhm ſelbs vneins wird/ mags nicht beſtehen. So denn ein Satan dẽ andern außzcreibe/ ſo mus er mie yhm ſelbs vneins ſein wie mag denn ſein reich beſichen · So aber ich die ceuffel durch- Beelzebuh auß treibe/ durch wen creibẽ ſie ewre kinde aus Cu] DSaruͤm̃ 1. 95 5 0 3 Euangelion Daruͤmb werden ſie ewre richter ſein. So ich aber dei teu. * Gottes vber euch komen. Odder wie kan yemand vnn eines ſtarcken hauß gehen/ Fi yhm ſeinẽ hauſzrad rauben/ es ſey denn das er zuuor den ſtarcken binde/ vnd als denn vhm ſein haußz beraube: Ger nicht mit mir iſt/ der iſt widder mich/ Vnd wer nicht mit de vnd leſterung wird den menſchẽ vergeben/ aber die leſte⸗ rung widder den geiſt/ wird den menſchen nicht vergeben/ mareis. nd wer etwas redet widder des menſchen ſon/ dem wirdt es vergeben/ aber wer etwas redet wider den heiligen geiſt/ dem 2 1 nicht vergeben/ widder ynn dieſer noch ynn the⸗ ner welt. Scczet entweder einen guten banm/ ſo wird die frucht gut/ odder ſetzt einen faulen baum/ ſo wird die frucht faul/ 1 ander frucht erkent man den baum. Nhr octem ge⸗ e zichte/ wie kůnd vhr guts reden/ dieweil yhr boͤſſe ſeid? Wes das hertz vol iſt des gehet der mundt vber. Ein gut menſch ee bruriget guts erfuͤr/ aus ſeinem guten ſchatz des hertzen vñ ein boͤſe menſch bringet böͤſes erfur/ aus ſeinem boͤſen ſchatz. Ich ſage euch aber/ das die menſchen muͤſſen rechenſchafft geben am tuͤngſten geꝛicht/ võ einẽ iglichen vntuuͤtzen woꝛt/ das ſie geredt haben. Aus deinen worten wirſtu gerechtfer⸗ ä ach werden/ vnd auſz deinen worten wirſtu verdampc erden. Da atttwoꝛcen etliche vnter den ſchufftgelertẽ vñ phari⸗ Snare ſeer vñ ſpꝛachen. Deiſter wir wolten ger ie eim deichen von dir ſehen. Vñ er antwortet vñ ſprach zu yhn. Dieſe boͤſe vñ ehebrecheriſche art ſucht ein 2 5 7 es wird 4 zey⸗ g zen ge⸗ ffel durch den geiſt Goctes auſztreibe/ ſo iſt he das reic mir ſamlet der verſtrawet. Darum ſage ich euch alle ſem⸗⸗ „9555 nel en ſch z. ſch a W. weſter vnd mutter. G. Vatihes. chen gegeben werden/ deñ das zeichen des Propheten Jo⸗ nas/ Denn gleich wie Jonas war drey tag vnd dreyna⸗ Jene cht vnn des walfiſches bauch/ Alſo wird des menſchen ſon drey tag vnd drey nacht micten ynn der erden ſein. Die leu⸗ te von Niniue werden aufftretten am iuͤngſten geucht mit dieſern geſchlecht/ vnd werden es verdãnen/ Denn ſie chet⸗ cen buſſe nach der predigt Jonas/ Vnd ſihe/ hie iſt mehr„. denn Jonas Die königin vö nuctag wird aufftrecten an iuͤngſten gericht mit dieſem geſchlecht/ vñ wird es verdam⸗ nen/ Denn ſie kam vom ende der erden Salomonis weiſz⸗ heit zu hören/ Vnd ſihe/ hie iſt mehr denn Salomon. Wenn der vnſauber geiſt von dem menſchen auſdgefarẽ iſt/ ſo durchwandelt er duͤrre ſtedte/ ſucht ruge vnd find ſie er nicht/ da ſpꝛicht er denn/ Ich wil wider vm̃keren ynn mein haus/ daraus ich gegangen bin/ vnd wenn er kompt/ ſo find eee ers muͤſſig/ gekeret vnd geſchmuͤckt/ So gehet er hon vnd nimpt zu ſich ſieben ander geiſter/ die eꝛger ſind deñ er ſelbs/ vnd wenn ſie hinein komen/ wonen ſie aldo/ Vnd wird mic dem ſelben menſchen hernach erger/ denn es vorhyn war. Alſo wird es auch dieſem argen geſchlecht gehen. Da er noch alſo zu dem volck redet/ ſihe/ da ſtunden ſei⸗ ne mütter vñ ſeime brüder drauſſen/ die wolten mit phm re⸗ den. Da ſprach einer zu vhm/ Sihe deine mutter vnd dei. a ne bruder ſtehen drauſſen/ vnd wollen mit dir reden. Er antwort aber vnd ſprach zu dem/ der es yhm anſaget Were iſt mein mutter: vñ wer ſind meine bruder: Vnd recket die hand aus vber ſeine iünger/ vñſprach. Sihe da das it me: ne mutter vnd meine bruͤder/ Deñ wer da chut den willen n meines vaters yh hpmel/ der ſabige iſt mem bruder ſeh⸗ 8 E u. Das Euangelion 5 Das xiij. Capitel. gs fiel auff ein gut land/ vnd trug frucht/ etlichs hundertfel Euch iſts e vhr das geheimnis des hymelreichs vernemet/ dieſen aber iſts nicht gegeben. Denn wer do hat/ math aß cht hat von dem wird auch genomen das er hat. Daruͤmb rede ich zu yhn durch gleichtuſſe/ denn mit ſehenden augen ſehen ſie nicht/ vnd mit hörenden oren hören ſie nicht/ denn ſie verſtehen es nicht/ Vnd vber yhn wird die weyſſagung Jſede o. Iſgaie erfüllet/ die do ſagt/ Dit den oren werdet phr höre ⸗ Zohan vnd werdet es nicht verſtehen Vnd mit ſehenden augen werd yhr ſehen/ vnd werdet es nicht vernemen/ Denn die⸗ g ſes volchs hertz iſt verſtockt/ vnd yhre oren ſind dick woꝛden N zu hoͤren/ 4 6 K K 5727 One 105 nation dem wird gegeben/ das er volle genuͤge habe/ Wer aber ui⸗ S, Vatthes: ait hoͤren/ vnd phre augen ſind yhn ſchlefferig worden/ auff das ſie nicht der mal eins/ mit den augen ſehen/ vñ mit den oren hören/ vnd mit den hertzen verſtehen/ vnd ſich bekeren das ich yhnen huͤlffe. 8 Aber ſelig ſind ewer augen/ das ſie ſehen/ vnd ewer oren das ſie hoͤren/ Warlich ich ſage euch/ viel Propheten vnd gerechten haben begert zu ſehen das yhr ſehet/ vnd habens nicht geſchen zuhören das yhr oͤret vnd habens m ch 5 ge⸗'I, eughoͤret. So hoͤret nu yhr dieſe gleichniſſe von dem Seemã. Menn iemand das wort von dem reich höret/ vñ nicht ver⸗ ſtehet/ ſo kompt der arge vnd reiſt es hin/ was do geſeet 1 vnn ſein hertz/ Vnd der iſts/ der an dem wege geſeet iſt. Der aber auff das ſteinichte geſeet iſt/ der iſts/ wen iemant das wort höret/ vnd daſſelb bald auffnimpt mit freuden /a⸗ ber er hat nicht würtzeln ynn vhm/ ſondern er iſt wetter⸗ vacger Wendiſch/ wenn ſich truͤbſal vnd verfolgung erhebt/ vmb des worts willen/ ſo ergert er ſich balde. Der aber vnter die dornen geſeet iſt/ der iſts/ Benn iemand das wort hoͤret/ vnd die ſorge dieſer welt/ vnd becrug des reichtumbo/ erſtic⸗ ket das wort/ vnd wird vnfruchtbar. Der aber yñ das gun⸗ tſte land geſeet iſt/ der iſts/ Wenn iemand das wort höͤret/ vnd verſtehet es/ vnd den auch frucht bringet/ vnd eclicher D tregt hundercfeltig/ etlicher aber ſechtzigfeltig/ etlicher crege dreiſſigfeltig. Er leget vhn ein ander gleichnis fur/ vnd ſprach. Das. himelreich iſt gleich einem menſchen/ der guten ſamen auff ſeinen acker ſeet/ da aber die leute ſchlieffen/ kam ſein feynd/ vnd ſeete vnkraut zwiſchen den weitzen/ vnd gieng dauon. Da nu das kraut wuchs vñ frucht bꝛacht/ da fand ſich auch das vnk rau. Da traten die knechte zu dem baußſeea vnd f praͤchen/ 0 N— 1 2 3 Euangelion ſprachen/ err haſtu nicht guten ſamen auff deinẽ acker ge⸗ feet? woher hat er deñ das vnkraut? Er aber ſprach zu vhn/ das hat der feind gethan/ Da ſprachen die knechte/ Wiltu denn das wir hingehen/ vñ es auſꝛgetten! Er ſpꝛach/ Nein auff das yhr nicht zu gleich den weitzen mit auſzreuffet/ ſo vhr das vnkraut auſdcgettet/ laſſets beide mit einander wach ſen/ bis zu der erndte/ vnd vmb der erndte zeit wil ich zu den Mar. 4. ſchnittern ſagen/ Samlet zuuoꝛ das vnk raut/ vnd bindet es vnn buͤndlin/ das man es verprenne/ aber den weiten ſam⸗ let mir ynn meine ſchewren. Ein ander gleichnis leget er vhn fuͤr/ vnd ſprach. Das himelreich iſt gleich einem ſenffkorn/ das ein menſch nam vnd ſeet auff ſeinen acker/ wilchs das kleiniſt iſt vncer allem ſamen/ wenin es aber er wechſt/ ſo iſt es das groſſiſt vnter dẽ kol/ vnd wird ein baum/ das die vogel vnter dem hymel ko⸗ men/ vnd wonen vnter ſeinen zweigen. Ein ander gleichnis redet er zu yhn/ Das himelreich iſt einem ſawerteig gleich/ den ein weib nam/ vnd vermengec erte. 3 drey ſchepffel mehls/ bis das es durch vnd durch Solchs alles redte Jeſus durch gleichniſſe zu dẽ volck/ vnd on gleichniſſe redet er nicht zů vhn auff das erfuͤle wuͤrde das da geſagt iſt duꝛch den Pꝛophece/ der do ſpucht/ Ich wil meinen mund auffchun vnn gleichniſſen/ vnd wil auſßzſprechen die heimlickeit vom anfang der welt. Da lieſz Jeſus das volck von ſich/ vnd kam heim/ Vnd ſeine nůͤngere tracten zu vhm vnd ſprachen/ Sage vns die gleichruſſe vom vnkraut auff dem acker. Jeſus antwort vn ſprach zu yhn/ Des menſchen ſon iſts/ der da gutten ſamen ſeet/ Der gcker iſt die welt/ Der gucte ſame ſind die kinder * des reiche 0 2 * ö N e Werffen ſie hin/ Alſo wird es auch S. Vatthes. des reichs/ Das vnlraut ſind die linder der boßheit/ Der feind der ſie ſeet/ iſt der ceuffel/ Die ernd iſt das ende der welt/ Die ſchuicter ſind die Engel/ Gleich wie mã nu dag vnkraut auſdgeccet vnd mit fewer verprenc/ ſo wirds auch am ende dieſer welt gehen/ Des menſchen ſon wird ſeine Engel ſenden/ vnd ſie werden ſamlen aus ſeinem reich alle ergerniſſe/ vnd die da vnrecht chun/ werdẽ ſie ynn den fewr d offen werffen/ da wird ſein heulen vnd deenklappen Denn werden die gerechten leuchten wie die ſonne/ ynn vhres va⸗ ters reich. Wer oren hat zu hören/ der hoͤre. Aber mal iſt gleich das himelreich einem verborgẽ ſchatz pmacker/ wilchen ein menſch fand/ vnd verba rg vhn/ vnd gieng hin fuͤr freuden vber dem ſelbigen/ vnd verka uffte al⸗ les was er hatte/ vnd kauffte den acker. Abermal iſt gleich das himelreich einem kauffman/ der kauffte die ſelbigen. Abermal iſt gleich das himelreich einem netz/ das vns meer geworfen iſt/ damit mã allerley gactung fehet/ Weñ vnd leſen die gucten vnn ein gefeſz zuſamen/ aber die faulen die Engel werden außgehen/ vnd die böſen von den gerech⸗ ten ſcheiden/ vnd werden ſie ynn den fewerofen wer en/ da wird ſein heulen vnd zeenklappen. Vnd Jeſus ſprach zu yhn/ Habt hr das alles verſtan⸗ den! Ole ſprachen/ Ja Herr. Da ſprach er/ Daruͤnb ein iglicher ſchriffegelerter zum himelreich gelert/ it gleich einem hauſzuacter/ der aus ſeinem ſchac neweg vnd ales erfuͤr tregt. Vndes auen gutte perlen ſuchte/ Vnd da er eine koͤſtliche perlen funden halte gieng er hin/ vnd verkauffte alles was er hatte/ vnd 1 et es aber vol iſt worden/ ſo ihen ſie es eraus an das bfer/ ſitzẽ am ende der welt gehen/ 6 4 4 G.. J. 5* e, l 5 1 5 9. 2 · 49 5. 2 Luce. 9. Eugngelion Vnd es begab ſich/ da Jeſus dieſe gleichniſſe vollendet hatte/ gieng er von dannen/ vnd kam pnn ſein vaterland/ vnd leret ſie ynn ihren ſchůͤlen/ alſo auch/ das ſie ſich encſatz⸗ ten/ vnd ſprachen. Woher kompt dieſem ſolche baue vñ machtꝛeiſt er nicht eins Z immermans ſon: heiſt ni mutter Maria: Vnd ſeine bruͤdere Jacob/ vnd Joſes mus. b Simon/ vñ Judas/ Vñ ſeine ſchdweſtern ſind ſie niche alle bey vns?: Woher kompt yhm deñ das alles!: Vnd erger⸗ ten ſich an hm. Jeſus aber ſprach zu hn/ Ein Prophet bens willen. 8 85 b Das xütj. Capitel. Dder zeickam das geruͤchee von Jeſufüͤr den bier⸗ furſten Herodes/ Vnd er ſprach zu ſeimen knechtẽ/ Ma r. C. Luce. 3 Dieſer iſt Johannes der ceuffer er iſt von den codcen auff⸗ age, erſtanden daruͤmb iſt ſein chun ſo gewaltig. Denn Gero⸗ des hatte Johannem gegriffen gebunden/ vñ yns gefenck⸗ nis 5 wegen der her odias ſeines bruders Philip⸗ pus weib Denn Johannes hacte zu vhm geſagt/ Es iſt tucht recht/ das du ſie habeſt/ Vnd er hette vhn gerne getod⸗ tet/ furcht ſich aber fur dem volck/ Denn ſie hielten yhn fuͤr einen Propheten. Daaͤber Herodes ſeinen tars tag begieng da tantzete die tochter der Herodias fur vhnẽ/ das gefiel Herodes wol Daruͤmb verhieſz er yht mit einem ede/ er wolt yhr geben was ſie foddern wunde. Vnd als ſie zuuor von vhrer mur ⸗ — cot zugerichtet war/ ſpꝛach ſie. Gib mir her auff alte ſchüſ⸗ ſel das heubt Johannis des euffers. Vnd der Koͤnig war Traurig/ c ſeine , gild irgend weriulger denn da heime⸗ vnd bey den ſeimen. VDud er chat daſelbſt nicht viel zeichen/ vmb yhres vnglau⸗ * 8 N N.. 292 ö S. Vatthes. achat e vmb des eides willen/ vnd dere die mit yhm t eiſch ſaſſen/ befalh ers hr zu geben/ Vñ ſchicket hin/ vñ ent heubtet Johannes ym gefenckrus/ vñ ſein heubt ward her⸗ getragen yñ einer ſchuͤſſeln/ vnd dem meidlin gegeben/ Vñ ſie brachtes yhrer mutter. Da kamen ſeine iuͤnger/ vnd na⸗ men ſeinen leib/ vnd begruben yhn/ vnd kamen vnd verkuͤn⸗ digeten das Jeſi. Da das Jeſus hoͤrete/ weich er von dannen auff einem ſchif/ ynn eine wuͤſte alleme/ Vnd da das volck das hoͤrete/ folgete es yhm nach zu fuſz aus den ſtedten. Vnd Jeſus gieng erfuͤr/ vnd ſahe das groſſe volck/ vnd es iamerte yhn der ſelbigen/ vnd heilete yhre krancken. Am abent aber cra⸗ ten ſeine luͤnger zu yhm vnd ſprachen/ Dis iſt eine wuͤſte/ vnd die nacht fellet daher/ laß das volck von dir/ das ſie hin vnn die merckte gehen/ vnd yhnen ſpeiſe keuffen. Aber Je⸗ Luer ſus ſprach zu yhn/ Es iſt nicht not das ſie hyngehen/ gibt Jan yhr vhn zu eſſen. Sie ſprachen/ Wir haben hie nichts denn ä funff brod vnd zween fiſche. Vnd er ſprach/ Bringet mir ſie hieher/ Vnd er hieſz das volck ſich loͤgern auff das gras // vnd nam die fuͤnff brod vnd die zween fiſch/ ahe auff gen hymel/ vnd dancket/ vnd brach die brod vñ gab ſie den un⸗ gern/ vnd die luͤnger gaben ſie dem volck. Vnd ſie aſſen alle vnd wurden ſat/ Vnd huben auff was vbꝛig bleib von bꝛoc⸗ ken zwelff korbe vol. Die aber geſſen hatten/ der waren bey funff tauſent man/ on weiber vnd kinder. Vnd als bald treib Jeſus ſeine tuͤnger/ das ſie vnn das ſchiff ratten vnd fuͤr vhm widder heruder furen/ bis er das volck von ſich lieſſe. Vnd da er das volck von ſich gelaſſen hatte/ ſteig er auff einen berg alleine/ das er bettet. Vnd am abend war er allein daſelbs/ vnd das ſchiff war a 5 56 auff dem * * Euangelion „auff dem meer/ vnd leid not von den wellett/ deni der wind Mar. 6 war yhn wider. Aber vñ der vierden nachtwache kam Je⸗ ſus zu yhn/ vnd gieng auff dem meer/ Vnd da yhn die muͤn⸗ ger ſahen auff dem meer gehen/ erſchracken ſie vnd ſprachẽ. Jobens. Ms iſt ein geſpenſt/ vnd ſchryten fur furcht/ Aber als balde . Sine redte Jeſüs mie vhn vnd ſprach/ Seid getroſt/ ich bins furcht euch nicht. Petrus aber antwort vhm vnd ſprach/ 51 5 biſtu es /ſo heis mich zu dir komen auff dem waſſer. nder ſprach⸗ Kom her. Vnd Petrus crat aus dem ſchif/ vñ gieng auff dẽ waſſer/ das er zu Jeſu keme. Er ſahe aber einen ſtarcken wind/ da erſchrack er/ vñ hub an zu ſicken/ ſchrey vñ ſpꝛach err hilff mir. Jeſus aber recket bald eie hand aus/ vñ er⸗ Wiſcht yhn/ vnd ſprach zu yhm/ Gdu klein gleubiger/ war⸗ umb zweiffelſtu: Vnd cratten vñ das ſchiff/ vñ der wind le⸗ get ſich. Die aber ym ſchiff waren/ kamen vñ fielen fur hn uder/ vñ ſprachen/ Du biſt warlich Gottes ſon/ vñ ſchiff⸗ ten hinuͤber/ vnd kamen ynn das land Genezareth. Vñ da die leute am ſelben ort ſein gewar wuͤrden/ ſchickten ſie auß vnn das gantze land vmbher/ vñ brachten allerley vngeſun⸗ den zu yhm/ vnd batten yhn/ das ſie nur ſeines kleides ſawm anruͤreten/ vnd alle die da anruͤreten wurden geſund. Das xv. Capitel. 1 Akamen zu vhm die ſchrifftgelercen vñ Phariſeer von Iheruſalem vñ ſprachen/ Warumb vbereret⸗ ten deine iuͤnger der Eltiſten auffſetzer ſie bbezer hen⸗ 1 G. Vatthes. f n F. Mer aber vater vnd mutter flucht/ der ſol des tods ſterben. rod.. e e Aber yhr ſprecht/ Ein iglicher ſolle ſagen zum vater odden . zur mutter/ Es iſt Gott geben/ das dir ſolt von mir u y nutz komen. Damit geſchicht es/ das niemand hinfurt ſei⸗ 005 nen vater odder ſeine mutter ehret/ vnd habt alſo Cottes gepot auffgehaben vmb ewer auffſetze willen: hr heuch⸗ 1 W ler/ es hat wol Iſaias von euch geweiſſaget/ vnd geſpro⸗ Jae. 9 chen/ Dis volck nahet ſich zu mir mit ſeinem munde/ vnd p50 e 4 Nai ehret mich mit ſeinen lippen/ aber vhr hertz iſt fern võ mir/ 11 e. Aber vergiblich dienen ſie mir/ dieweil ſie leren ſolche lere/ 1000 die tucht deñ menſchen gepot ſind. Ae. 89 Vnd er rieff das volck zu ſich vnd ſprach zu hm/ Hoͤret — zu vñ vernempts Was zum mund eingehet/ das verunrey⸗ 5 ige den menſchen nicht/ ondern was zum munde außge⸗ 1 l het das verunreintget den menſchen. f Da tratten ſeme iuͤnger zu vhm vnd ſprachen/ Weiſtu * 7 auch das ſich die Phariſeer ergerten/ da ſie das wort höre⸗ 455 ten: Aber er antwort vnd ſprach/ Alle pflantzen die meint „ i e humeluſcher vater nicht gepflaͤtzet hat/ die werdẽ ausgereut. Luce s. S Eaſt ſie faren/ ſie ſind der blinden blindeletter/ Benn aber 6 Con ein blinder den ande: leitet/ ſo fallen ſie beide yvñ die grubẽ. ö. Da antwort Pecrus vñ ſpꝛach zu ſhim/ Deute vns die⸗ i ſe gleichms. Vnd Jeſus ſpꝛach zu iht/ Seid ſhr denn auch noch vnuerſtendig? Nerckt vhr noch nicht: das/ alles was U Jet zum mund eingehet/ das gehet vñ den bauch/ vñ wird durch b den natuͤrlichẽ gang augeworffen Was aber zum mund 0 a eraus gehet/ das komet aus dem hertzen vñ das verunratu⸗ 1 get den menſchẽ. Deñ aus dem hertzen komẽ arge gedanckẽ n f. mord /ehebruch/ huxerey dieberer/ falſche gezeugtnas/ leſter⸗ n ung. Das ſind die ſtuͤck die den menſchen r 90 e 9 N 1 ber Euangelion Auer mit vngewaſchen henden eſſen/ verunreyniget den menſchen nicht. 8 „ VPVnnd Deſüs gieng auß von dannen/ vnd entweich ynn mai. die gegend Tyro vnd Sidon. Vnd ſihe/ ein Cananeiſch OWeibgieng aus der ſelbigen grentze/ vñ ſchrey vm nach vnd ſrprach Ach Herr du ſon Dauid erbarm dich mein/ Mei⸗ Hue K ne tochter hat einen boͤſen teufel. Vnd er antwortet yhr kein wort. Da tratten zu yhm ſeine iuͤnger/ baten vhn vñ ſpra⸗ chen/ Cas ſie doch von dir/ deñ ſie ſchreiet vns nach. Er ant wortec aber vnd ſprach/ Ich bin nicht geſand/ denn nur zu 3 den verlorn ſchaffen von dem hauſe Iii Sie kam aber „ vrd fiel fuͤr phn tudder/ vnd ſprach, Herr hilff mir. Aber er antwoꝛtet vnd ſpꝛach/ Es iſt nicht fein/ das man den kin⸗ dern jhr brod neme/ vñ werffe es fuͤr die hunde. Sie ſpꝛach/ n Va Herr/ aber doch eſſen die huͤndlin von den broſamlen/ g= die da vnter yhrer Herrn ciſchefallen. Da antwortet Je⸗ ſus vnd ſprach zu yhr/ Gweib/ dein glaube iſt groß/ dir ge⸗ ſchehe wie du wilt. Vnd yhr tochter ward geſüͤnd zu der ſel⸗ bigen ſtunde. . Vnd Deſüts gieng von dannen furbas/ vnd kam an das 1 Galleaſche meer/ vnd ſteig auff einen berg/ vnd ſatzt ſich alda/ vnd kam zu vhm viel volcks/ die hatten mit ſich/ lamẽ/ , blinden/ ſtummen/ kruͤpfler/ vnd viel andere/ vñ worffen ſie FSeſu fur die fuͤſſe/ Vnd er heilet ſie/ das ſich das volck ver⸗ 4 Wunderte/ da ſie ſahen das die ſtummen redten/ die kruͤpler ö geſumd waren/ die lamen giengen/ die blinden ſahen/ vnd preiſeten den Gott von Iſracl. mens. V Veſiis rieff ſeine lunger zu ſich vñ ſpꝛach/ Es iameꝛt mich des volcks/ deñ ſie nu wol drey tage bey mir beharren/ vnd haben niches zu eſſen/ vnd ich wil ſie nicht vngeſſen 5 5 von * L S. Watthes. von mir laſſen/ auff das ſie nicht verſchmachten auff dem wege. Da ſprachen zu vhm ſeine uunger/ Woher muͤgen wir ſo viel brods nemen vnn der wuͤſten/ das wir ſo viel volcks ſettigen! Vnd Jeſus ſprach zu yhn/ Wie viel brod habt yhr:! Sie ſprachen/ ſieben/ vnd ein wenig fiſchlin. Vñ er hieſz das volck ſich lagern auff die 5—— 19 5 ben brod vnd die fiſche/ dancket/ brach ſie/ vnd gab ſie ſeinen nüngern/ vnd die nuͤnger gaben ſie dem volck/ Dnd ſie aſſen alle/ vnd worden ſat. Vnd huben auff was vber bleib vorn brocken/ ſieben korbe voll. Vñ die da geſſen hatten/ der na vier cauſent man/ auſzgenomen weiber vnd kinder. Vnd da er das volck hatte von ſich gelaſſen/ trat er ynn ein ſchiff/ vnd kam vnn die grentze Magdala. Das xvj. Capitel. A cratten die Phariſeer vnd Saduceer zu yhm/ die verſuchten vhn/ vnd fodderten/ das er ſie ein zei⸗ Mars. chen vom himel ſehen lieſſe. Aber er antwortet vnd ſprach/ des abents ſprecht ihr/ es wird ein ſchoͤner tag werden/ denn der himel iſt rod/ Vñ des morgens ſprecht yhr/ es wird heu⸗⸗ te vngewitter ſein/ denn der himel iſt rod vnd truͤbe. hr . heuchler/ des himels geſtalt kůͤlud vhr vrteilen kund yht de nicht auch die zeichen dieſer zeit vrteiln· Dieſe boͤſe vnd che⸗ hrecherſche art ſucht ein zeichen/ vnd ſol yhr kein zeichen ge⸗ Luce. geben werden/ denn das zeichen des Propheten Jonas. Vnd er lieſz ſie vnd gieng daruon. Vnd da ſeine iuͤnger waren hinuber gefaren/ hatten ſie vergeſſen brod mit ſich zunemen. Jeſus aber ſpꝛach zu ihn/ Schet zu/ vnd huͤtet euch fuͤr dem ſawrteig der Phareſeer vnd Saduceer. Da dachten ſie bei ſich ſelbs/ vnd ſpꝛachen. Dj Das Mars. 1 , Euangelion Das wirds ſeit/ das wir nicht haben brod mit vns genen men. Da das Deſiis vernam/ ſprach er zu yhn/ Vhr klein⸗ gleubigen/ was bekuͤmert yhr euch doch/ das yhr nicht habe brod mit euch genomen: vernemet yhr noch nichtes:geden- x ckt yhr aber nichtan die fuͤnff brod vnter die funff tauſent/ vnd wie viel koͤrbe hubt vhr da auff Auch nicht an die ſie⸗ ben brod vnter die vier cauſent/ vnd wie viel koͤrbe hubt vhr nellen da auff: Wie verſtehet hr denn nicht/ das ich euch nicht ſa⸗ ge vombhrod/ wenn ich ſage/ Guͤtet euch fur dem ſawerteig der Phariſeer vnd Sa duccer:! Da verſtunden ſte/ das er nicht geſagt hatte/ das ſie ſich huͤten ſolten ſur dem ſawrteig. des brods/ ſondern fuͤr der lere der Nhariſeer vnd Sadu * 1— 2 cer. der Da lam Jeſus nn die gegend der ſtad Ceſarea Phi⸗ ppi/ vnd fraget ſeine iuͤnger vnd ſprach/ Wer ſagen die leut/ das des menſchen ſon ſey: Sie ſprachen/ Etliche ſa⸗ gen/ du ſeiſt Johannes der ceuffer/ Die andern du ſeiſt E⸗ las/ Ecliche du ſeiſt Jeremias/ oder der Pꝛopheten eimer. Er ſprach zu hn/ Wer ſagt denn vhr das ich ſey: Da ant⸗ 5 VWort Simon Petrus/ vnd ſprach. Du biſt Chriſtus des 1 lebendigen Gottes ſon. Jeſus antworet vñ ſpꝛach zu hin/ Selig biſtu Simon Jonas ſon/ fleiſch vnd blut hat dir das nicht offen bart/ ſondern mein vater ym himel/ Vñ ich gſage auch dir/ dit biſt Petrus/ vnd auff dieſen felſz wil ich 1 bawen meine gemeyne/ vnd die pforcen der hellen ſollen ſiee nicht vberweldigen/ Vnd will dir des hymelreichs ſchluͤſſen geben/ Alles was du auff erden binden wirſt/ ſol auch vm hymel gebunden ſein/ vnd alles was du auff erden loͤſſen wirſt/ ſol auch vm hymel loſz ſeinn. DODaverpot er ſeinen iuͤngern/ das ſie niemand ſagen ee i ten/ das 8 e W G. Watlhes. ban, gang. 6 3 e. Von der deit an mers. a, een dase 955— er muste gen Ihe. zue? 19 enen 3 ben den Eltiſten e„ e ruſalem gehen/ vn ödtet/ vnd am dritten K N 1 ten/ vnd getoͤde ch/ . Jen Nestern vnd ſch uffegeler am yhn du ſi an elfe gene 7—.— che d widder⸗ 5 dur far dir nur nicht. Aber er wat du biſt mur ergerlich/ det 5 an von mir/ du biſt menſchlich iſt. on Keſt cro/ Heb dich Satan vol ſondern was men 0 Lag du meineſt nicht einen iungern/ Wil mir, ſie Sag 1 andere ſelbs/ vñ neme 15 1 q reg nachſo r. Denn wer ſein leben erha 1 (u- ſich ondfolge mur. 3 ſein leben verleuret vmb 19 6 wirds verlieren/ 115 Was huͤlffs den menschen ſo reg S 2 9 nemedoch ſchaden 5 25 i 34* die gancze we g F ch eben/ damit er eilte e a e Odder was kan der menſchg des menſchen ſon ch 5 2 Denn 5 15 ee 5 En eln/ dust“ 6 der herlickeit ſeines vatters n chen nach ſeinen a ome vnn der h f einem iglichen nac 5 00 5 vnd ale dan Wird er Jag Gs ſt 900 etliche hie/ die ni⸗ 1 rcken. Warlich ich ſag euch/ das ſie des menſchen ſon 50 en den tod/ bis da fre cht ſchmecken werden rech 1 a komen ſehen ynn— rvij E apitel. 8 e. 7 g 5 d. alta Jie zuſco Pen. Sli öꝛsdnach ſechs cag ſeinen bruder/ vn Luce. ſelh. 8 5 f vn Johannem fur ue ee i end Jacchum hohen berg bud palleretſch ur 80081 1 ſiebeſerts auff enen l ö 1 b che gelentzete wie die ſonne/ vnd ſee⸗ vnd ſein argeſichegclenſ Dud 2 erſchie⸗ e e della wurden weiſz als ein liecht. it phm. Petrus nen phn Moſes vnd Ella D fi a Euangelion aber antwort vnd ſprach zu Jeſit Herr es iſt guet das wirr hie ſind/ wilt du/ ſo wollen wir drey hůͤcten machen/ dir ei⸗ ne/ Moſi eine/ vnd Elias eine. Do er noch alſo redte/ ſihe/ da vberſchactet ſie eine lichte wolcken/ Vnd ſihe/ ein ſtün⸗ me aus der wolcken ſprach. Dis iſt mein lieber ſon/ an wil⸗ chem ich ein wolgefallen hab/ gehorchet yhm. Da das die iuͤnger hoͤreten/ fielen ſie auff yhr angeſichte/ vñ erſchrocken 4 5 e a 2 2 5 gel, ſelſcer. Jeſus aber trat zu yhnen/ ruͤret ſie an/ vñ ſprach/ Ste⸗ het auff/ vnd furchtet euch nicht. Da ſie aber vhre augen auffhuben/ ſahen ſie niemand/ denn Jeſum alleine. Vnd da ſie vom berge mdder giengen/ gepot yßn Jeſtis vnd ſprach/ hr ſolt dis geſicht niemand ſagen/ bis des mẽ⸗ Mar. 9. nee. 9. 4 ſchen ſon von den todten aufferſtanden iſt. Vnd ſeine un⸗ ger fragten yhn vnd ſprachen/ Was ſagen denn die ſchrifft⸗ gelerten/ Elias muſſe zuuor komen! Jeſus antwortet vnd ſprach zu vhn/ Ellas ſol ia zuuor komen/ vnd alles zu recht bꝛingen/ Doch ich ſage euch/ es iſt Elias ſchon komen/ vnd ſie haben yhn nicht erkand/ ſondern haben an yhm gechant/ was ſie wolten/ Alſo wird auch des menſchen ſon leidẽ mů⸗ en von ſhnen. Da verſtunden die iuͤnger/ das er von Jo⸗ anne dem ceuffer zu vhn geredt hatte. Vnd da ſie zu dem volck kamen/ trat zu yhm ein menſch/ vnd beuget die ktue gegen vhm vnd ſprach/ Herr erbarm a dich vber meinen ſon/ denn er iſt monſucheig/ vnd hat ein ſchweres leiden/ Er fellet offt yns fewr/ vñ offt yns waſſer/ vnd ich habyhn zu deinen ungern gebracht/ vnd ſie kund⸗ ten hm nicht helffen. Jeſus aber antwortet vnd ſorach/ G du vngleubige vñ verkerete art/ wie lange ſol ich beyeuch ſein: wie lange ſol ich euch dulden bringet mir yhn hicher. Vnd Jeſus bedrawet yhn/ vnd der eiffel fur aus 0 1705 ld S. Vatthes. Vnd der knabe ward geſund zi der ſelbigen ſtunde. Da cracten zu jhm ſeine iuͤnger beſonders/ vnd ſprachẽ/ Waruͤmbkundten wir yhn nicht auſztreiben: Jeſuis aber — beten vnd faſten. Daſtie aber vhr weſen hacten vnn Galilea/ſprach Je⸗ mrs. ſits zu yhn. Es iſt zul unfftig das des menſchen ſon vberant= wortet werde yum der menſchen hende/ vnd ſie werden yhn tödten/ vnd am dritten cage wird er aufferſtehen. Vnd ſie vnmüglich ſein. Aber dieſe art feret nicht auſz/ denn durch wuͤrden ſeer betrüͤbet. Da ſie nu gen Capernaum kamen/ giengen zu Petro die den ziuß groſſchen einnamen/ vnd ſprachen. Pfleget ewer meiſter nicht den zinß groſſchen zu geben? Ex ſprach/ ia. Vnd als er heim kam/ lam jhm Jeſus zuuor/ vñ ſpꝛach. Was duͤnckt dich Simon: von wem nemen die Könige auff erden den zoll oder zinſe? von yhren kindern oder von den frembden! Da ſprach zu yhm Pecrus/ von den fremtb den. Jeſits ſprach zu yhm/ So ſind die kinder frey. Auff das aber wir ſie nicht ergern/ ſo 105 hin an das meer/ vnd wirff den angel/ vñ den erſten fiſch der auffer feret den mim/ vnd wenn dü ſamen mund auffchueſe wirſtuemen algen 5 5 gulden finden/ den ſelbigen nym/ vnd gib yhnen für mich vnd dich. Das xpiſf Capitel. Zu der Mar. 9. Luce. 9. Eu ce. l. 3 Euangelion 8 Vder ſelbigen ſtunde tratten die iuͤngern zu Jeſu vnd ſprachen/ Wer iſt doch der gröͤſſiſt ym hymel⸗ reich: Jeſus rieff ein kind zu ſich/ vnd ſtellec das mitten vn⸗ ter ſte/ vnd ſprach. Warlich ich ſage euch/ Es ſey denn/ das yhr euch vmbkeret/ vnd werdet wie die kinder/ ſo werdet yhꝛ nicht ins himelreich komen/ Wer nu ſich ſelbs nidriget/ wie dis kind/ der iſt der groͤſſiſt vm himelreich/ Vñ wer ein ſol⸗ chs kind auffnimpt vnn meinem namen/ der mimpt mich auff. Wer aber ergert dieſer geringſten einen/ die an mich gleuben/ dem were beſſer/ das ein nnülſtein an ſeinẽ halo ge⸗ fen 2 5 er erſeufft wuͤrde vm meer/ da es am tief fiſten iſt. 2055 Wehe der welt der ergernis halben. Es muß ia ergernis komen doch wehe dem menſchẽ/ durch wilchen ergernis ko⸗ mpt. So aber deine hand oder dein ſues dich ergeꝛt/ ſo haw yhn abe/ vñ wirff yhn von dir/ Es iſt dir beſſer/ das du zum leben/ lam oder ein kroͤpel eingeheſt/ denn das du zwo hende oder zween fuͤſſe habiſt/ vnd werdiſt ynn das ewige fewr ge⸗ worffen. Vnd ſo dich dein auge ergert/ reiß es aus/ vnd wirffs von dir/ Es iſt dir beſſer das du eineugig zum leben eingeheſt/ denn das du zwey augen habiſt/ vnd werdeſt yñ 5 das helliſche fewr geworffen. Scehec du/ das yhr nicht yemand von dieſen kleinen ver⸗ achtet/ denn ich ſage euch/ yhre engele ſehen alzeit das ange⸗ ſichte meitꝛes vaters vm himel/ Denn des menſchen ſon iſt komen ſeligzu machẽ das do verlorn iſt. Was duͤnckt euch: rue · wenn yrgent ein menſch hundert ſchaff hette/ vnd eins vn⸗ 1 ter den ſelbigen ſich verirzet/ leſſit er nicht die neun vñ neun tzig auff den bergen gehet hin/ vnd ſucht das verirrete: Vn ſo ſichs begibt/ das ers findet/ Warlich ſage ich euch/ er 155 et ſich —— fe ba ct 0 mc I 1d; 80 Ae S. Vatthes. et ſich daruͤber/ mehr denn vber die neun vnd neunzig die nicht veryrret ſind. Alſo auch iſtsfuͤr ewrem vater ym hy⸗ 2 der wille/ das iemand von dieſen kleinen verloꝛen werde. 1 Suͤndiget aber dein bruder an dir/ ſo gehe hin vnd ſtra⸗ ffe yhn zwiſchen dir vnd yhm alleine/ höret er dich/ ſo haſtu deinen bruder gewunnen/ Goͤret er dich nicht/ ſo nom noch einen oder zween zu dir/ auff das alle ſache beſtehe auff zwey oder dreyer zeugen munde. Höret er dich nicht/ ſo ſag es der gemeine/ Hoͤret er die gemeine nicht/ ſo halt jhn als ein hei⸗ den vnd zoͤllner. Marlich ich ſage euch/ was hr auff erden binden werdet/ ſol auch vm himel gebunden ſein/ Vnd was vhr auff erden loͤſſen werdet/ ſol auch vm hymel loſßz ſein. Weiter ſage ich euch wo zween vnter euch eins werden auff erden/ waruͤmb es iſt/ das ſie bitten wollen/ das ſol yhn wi⸗ derfaren von meinem vater vm himel/ Den wo zween od⸗ der drey verſamlet ſind vnn meinem namen/ da bin ich mie ten vnter phn. Da trat Petrus zu yhm/ vñ ſpꝛach Herr wie offt mus Deute. 9. Surge.* 1 ich denn meinem bruder der an mir ſuͤndigt vergeben: iſts gnug ſieben mal: Jeſus ſprach zu hm/ Ich ſage dir niche ſieben mal/ ſondern ſiebentzig mal ſieben mal. Daruͤmb iſt das himelreich gleich einem Könige der mit ſeinen knech⸗ ten rechen wolt/ Vnd als er anfieng du rechen/ kam vhm ei ner fur/ der war yhm zehen tauſent pfund ſchuldic/ Da ers nu nicht hatte zu bezalen/ hieſz der herr verkeuffen/ vhn vnd ſein weib vnd ſeine kindere vndalles was er hacte/ vnd beza⸗ len. Da fiel der knecht nidder/ vnd bettet yhn an/ vñ ſprach. Gerr habe gedult mie nur/ ich wil dirs alles bezalen. Da jamert den herrn des ſelben knechts/ vnd ließ pyn 5 90 „ R 5 ſchu Euangelion ſchuld erließ er yhm auch. Da gieng der ſelbige knecht hinaus/ vnd fand einen ſei⸗ ner micknechte/ der war yhm hundert groſſchen ſchuldig/ Vnd er greif hn an/ vnd wurget hn vnd ſprach⸗Bezale mir was du mir ſchuldig biſt. Da fiel ſem micknecht tuder/ vnd bat ihn/ vnd ſprach/ Hab gedult mit mir/ ich will dirs alles bezalen. Er wolte aber nicht/ ſonderngieng hyn/ vnd warff vhn yns gefenckmis/ bis das er bezalet was er ſchuldig war. Da aber ſeine micknechte ſolchs ſahen/ worden ſie ſeer becruͤbet/ vnd kamen vnd brachten fuͤr jhren her m alles das ſich begebẽ hacte. Da foddert yhn ſein herr für ſich/ vñ ſpr⸗ ich dir erlaſſen/ dieweil du mich bateſt/ ſolteſtu deñ dich ni⸗ cht auch erbarmẽ vber deinen micknecht/ wie ich mich vber dich erbarmet habe: Vnd ſein herr ward zornig/ vnd vber⸗ antwortet jhn den peinigern/ bis das er bezalet alles was er Mir. EE 2. ll e tze des . 8 7 vhm ſchuldig war. Alſo wird euch mein himeliſcher vater —alch chun/ ſo yhr nieht vergebet von hertzen/ ein iglicher ſel⸗ nem bruder ſeine feyle. Das xix. Capitel. Wd es begab ſich/ da Jeſus dieſe rede vollendet hac⸗ ee erhub er ſich aus Galilea/ vnd kam yñ die gren⸗ DJuͤdiſchen landes/ lhenſpd des Jordans/ vnd ſolge⸗ te yhm viel volcks nach/ vnd er heylet ſie daſelbiſt. Da craten zu vhm die Phariſeer/ verſuchten yhn vnd ſprachen zu vhm/ Iſt es auch recht/ das ſich ein man ſchel⸗ de von ſeinem webe/ vmb yrgend einer vrſache: Er ant⸗ wortet aber vnd ſprach zu vhn/ Habt phr nicht geleſen/ das * 8 N 8 2 82 der pm anfang den menſchen gemacht hat/ der machet das ein mant ach zu vhm/ Du ſchalckhafftiger knecht/ alle diſe ſchuld hab el te S. Natthes. ein man vnd weib ſein ſolt/ vnd ſpraͤch/ Darumb wird ein menſch vater vnd mutter laſſen vnd an ſeinem weibe han⸗ gen/ vnd werden die zwey ein fleiſch ſein · So ſind ſie nu tucht z wen/ ſondern ein fleiſch/ Was nu Gott zu ſamen ge⸗ füͤget hat/ das ſol der menſch nicht ſcheiden. Da ſprachen ſie/ Warumb hac denn Moſes gepotten/ Date ng einen ſcheldebrieff zu geben/ vnd ſich von yhr zu ſcheiden:? Er ſprach zu vhn/ Moſes hat euch erleubet zu ſchet den von ewern welbern/ von ewers hertzen hartickeyt wegen/ Von anbegin aber iſts nicht alſo geweſen. Ich ſage aber euch/ Ver ſich von ſeinem weibe ſcheidet les ſey denn vmb der hu⸗ rerey willen vnd freyet ein andere/ der bricht die ehe/ Vnd wer die abgeſcheidete freyet/ der bricht auch die ehe. Da ſprachen die nunger zu vhm/ Seehet die ſache eines mannes mit ſeinen weibe alſo ſo iſts nicht gut ehelich wer⸗ den. Er ſprach aber zu yhn/ Das wort ſaſſcruch ydermã ſondern denen es gegeben iſt. Denn es ſind etliche veꝛſchnit ten/ dieſind aus mutter leibe alſo geporn/ Vnd ſind etliche verſchnitcen/ die von menſchen verſchnitten ſind/ Vnd ſind etliche virſchnitten/ die ſich ſelbs verſchnitten haben/ vmb des hymelreichs willen. Wer es faſſen mag/ der faſſe es. Da worden kindlin zu vhm bracht/ das er die hende auff Luer. Luce. is. e leget/ vnd bettet! Die tunger aber ſchnaubeten ſie an., Aber 1115 fach eee die kindlin/ vnd weret ihn nicht zu mir zu komen/ denn ſolcher iſt das hymilreich/ vnd lege! die hende auff ſie/ vnd zoch von dannen. Vnd ſihe/ einer trat zu vhm vnd ſpꝛach/ Guter meiſter/ wwie mus ich wol chun/ dag ich das ewige leben muͤge haben Le. Eraber ſprach zu jhm/ Was heiſſeſtu mich gut Niemand 1 eſt gut/ deñ nur der einige Got/ Wiltu aber zũ 25 15 1 176 5 hen/ Euangelion 7 chen/ Du ſolt nicht ſtelen/ Du ſolt nicht falſch gezeugt 5 geben/ Ehre vate: vnd mutte:/ Vnd du ſolt deinen nehiſten 12 lieben als dich ſelbs. Da ſprach der iungling zu vhm/ Das N hab ich alles gehalten von meineꝛ iugent auff/ was feilet mi; N noch: Iheſus ſprach zu vhm/ wiltu volkomen ſein/ ſo gehe 5 hin/ verkeuffe was du haſt/ vnd gibs den armen/ ſo wirſtu 1 einen ſchatʒ vm hymel haben/ vnd lum/ vnd folge miꝛ nach. 7 Da der iuͤngling das wort höͤret/ gieng er betruͤbet von 1 vhm denn er hacte viel guͤter. FDeſus aber ſprach zuſeinen lungern/ Warlich ich ſage* euch/ Ein reicher wird ſchwerlich yns hymelreich komen. 1 Vñ weiter ſage ich euch/ Es iſt leichte/ das ein kam el durch bn ein nadel oͤre gehe/ denn das ein reicheꝛ yns reich Gottes lo⸗ 5 me. Da das ſeine junger hoͤreten/ eneſatz een ſie ſich ſeer/ vñ 15 ſprachen/ Mhe wer kan denn ſelig werden: Teſiis aber ſahe 1 ſte an/ vnd ſprach zu vhn/ Bey den menſchen iſts vnmuͤg⸗ 90 lich aber hev Gott ſind alle ding muͤglich. 9 maro. Da antwort Pecrus vnd ſprach zu yhm/ Sihe/ wir 10 aceus. haben alles verlaſſen/ vnd ſind dir nach gefolget/ was wird 5 vns da fur! Zeſus abe: ſprach zu yhn/ Warlich ich ſage euch f das ſhꝛ die mir ſeid nachgefolget/ yñ de: widergepurt/ da des r menſchen ſon wird ſitten auff dem ſtuel ſeineꝛ herlickeit/ wer 0 ee yhr auch ſitzen auff zwelff ſtuelen/ vnd richten die zwelff ic geſlechte von Iſrael. Ynd ein iglicher der da verleſſet/heu⸗ 8 ſer oder bruͤder/ odeꝛ ſchweſtern/ oder vater/ oder mutteꝛ/ o⸗ fe der ecker/ vmb meines namen willen/ der wirds hundercfel⸗ ö. Sucelg,( Gdtemen vnd das ewige leben ererben. Aber biel/ die do e ſind die erſten/ werden die leczeen/ vnd die letzeẽ/ werden die dn erſten ſeen. Das 8 al nah bug ih nt Du ſeinẽ ſchaffneꝛ/ Buffe den erbeitem/ vnd gib vhn den lohn vmb die eilffcen ſtunde gedinget waren/ vnd enepfieng ein Al, e hon ich woll aber dichem letzten geben/ gleich wie dir/ der Das kr. Caßpüel. ſtunde/ aber gieng er aus/ vnd fand andere muͤſſig ſten/ vñ. ſprach zu yhn/ Was ſtehet yhr hie den gantzen cag muͤſſig⸗ e enen zu yhm/ Es hac vns niemand gedinget. Er zu yhn/ Gehec hr auch hin ynn den weinberg/ vnd was recht ſein wurd/ ſol euch werden. Da es tut abend wa rd/ ſprach der herr des weinberges vnd heh an/ an den letzten/ bis zu dem eꝛſten. Da kamen die iglicher ſeinen groſchen/ Da aber die erſten kamen/ meine⸗ een ſie/ ſie wurden mehr empfangen vñ ſieem fiengen auch ein iglicher ſeinen groſchen/ Vnd da ſie 5 755 mur⸗ reten ſie widder den haußzuater/ vnd ſprachen/ Steſe letzcen haben nuz eine ſtunde geerbeitet/ vñ du haſt ſie vng gleich ge⸗ macht/ die wir des tages laſt vndhitze getragen haben. Er antwortet aber vnd ſaget zu einen vncer hn/ Adein freund/ ich chu dir nicht vnrecht/ biſtu nicht mit mir ein worden vmb einen groſchen: Nym was delt iſt/ vnd gehe f kabe ich nicht macht zuchun was ich wil nue dem meinen: Siheſtu darũb ſcheel/ das ich ſo gůtig 1 die . 5 ij leczeen 2 * N Euangelion letzten die erſten/ vnd die erſten die letzten ſein. Denn viel ſind berufen/ aber wenig ſind aus erwelet. ere, nd er doch hinauff gen Jeruſalem/ vnd nã zu ſich die Aces, dwelff ungern beſonders auff dem wege/ vñ ſprach zu yhn/ Sihe/ wir zihen hinauff gen Jeruſalem/ vñ des menſchen ſon wird den hohen prieſtern vnd ſchriffegelerten vberanc⸗ wortet werden/ vnd ſie werdẽ hn verdãmen zum tode/ vnd werden hn vberantwortẽ den heidẽ/ zu verſpotten/ vñ get⸗ 5 105 10 creutzigen/ vnd am dritten tage wird er widder aufferſtehen. f Da trat zu yhm die mutter der kinder Jebedei mit yhrẽ onen fiel ſur yhm midder vnd bat etwas von yhn Vnd er ſprach zu vhr/ Was wileu: Sie ſprach zu vhm Sas dieſe meine zween ſoͤne ſitzen ynn deinem reich emen zu deiner rechten/ vñ den andern zu deiner lincken/ Aber Jeſiis are⸗ w worfet vñ ſprach/ Vh wiſſet nicht was hꝛ bittet/ urid rh den kilch trincken/ den ich trincken werde/ vnd euch ceuffen laſſen mit der tauffe/ da ich mit getaufft werde? Sie ſpra⸗ chẽ zu vhm/ Ja wol. Vnd er ſprach zu yhn Meinen kilch ſolt yhr zwar crincken/ vñ mit der cauffe/ da ich mic getaufft ala, Werde ſolt phr getaufft werden Aber das ſitzen zu meiner Auer, fechcẽ vnd lincken/ iſt nicht meiner macht zugeben/ ſondern fe denen es bereit iſt von meinem vacer. ALun Da das die zehen hö reten/ wurden ſie vnwillig vber die zweẽ bruder. Aber Jeſus rieff phn zu ſich vnd ſprachPhꝛ wiſſet/ das die weltlichen furſten hirſchen/ vñ die vberherrn 5. laren uc gewalt o ſoles niche ſeim nter euch ondem o e yemand wil vnter euch gewaltig ſein geachtet der ſey ewer diener/ Vñ wer do wil der furniemeſt ſein/ der e ewꝛknecht Gleich wie des menſchen ſon iſt ſucht komen/ das 1 vhm 3 dienten laſſe/ ſondern das er diene/ vnd gebe ſein leben zu ei⸗ Tuer re. ner e fur 2 5 nd da ſie von Jericho auszogen folgete yhm viel vol⸗ cke nach/ Vnd ſthe/ zween blinden aN 3 da ſic hö reren/ das Jeſus fur vber gieng/ ſchryen ſie vnd ſpra⸗ chen. Ach Herr du ſon Dauid/ erdarm dich vnſer. Aber das volck bedrawet ſie/ das ſie ſchweigen ſolten. Aber ſie ſch⸗ rpen viel mehr vnd ſprachen. Ach Herr du ſon Daind er⸗ barm dich vnſer. Jeſus ſtund ſtille/ vnd rieff ihn vñ ſpꝛach/ Mas wolt ihr das ich euch chun ſole Sie ſprachen zu jm/ Herr das vnſer augen auffgechan werden. Vnd es iamer⸗ te Jeſum/ vnd ruͤret vhr augen an/ Vnd als bald wurden hr augen widder ſehend/ vnd ſie folgeten him nach. . Das rrj. Capitel. A ſie nu nahe bey Jeruſalemkamẽ gen Bechpha- gean den dleberg/ ſandte Jeſus ſeiner nuͤnger zween 1 vnd ſprach zu yhn/ Gehet hyn ynn den flecken der fuͤr euch Jeb ligt/ vnd balde werdet hr eine eſelin fuiden angebunden/ vnd ein fuͤllen bey hr/ loſet ſie auff/ vñ füͤret ſie zu mir/ Vñ ſo euch iemand etwas ſagen wird/ ſo ſprechet/ der Herr bee darff hr ſo bald wird er ſie euch laſſen. Das geſchach aber alles/ auff das erfuͤllet wuͤrde/ das geſagt iſt durch den Pꝛo 1 pheten/ der do ſpricht Saget der dochter Jion Sie dein ehe- Konig kumpt du dir fenfftmuͤtig/ vnd reitet auff einem fuͤl len der laſtharen eſelin. Die iuͤnger giengen hin/ vnd che⸗ ten wie vhn Jeſus befolhen hatte/ vnd brachten die eſelngn vnd das fuͤllen/ vnd legten yhre kleider drauff/ vnd ſatzten 0 vhn drauff. Aber viel volcks breitet die kleider auff dẽ weg/ 1 Die andern hywben zweige von den hewmen vnd ſtrete. Eu enn ſie 1 1 0 0 0 0 8 2 ee e l 5 6 . Euangelion een ſie auff den weg. Das volck aber das vorgteng vñ nach⸗ folget/ ſchrey vnd ſprach/ Hoſtanna dem ſon Daud/ gebe⸗ nedeyet ſey der do kompt ynn dem namen des Herrn/ Ho⸗ ſianna ynn der hohe, Vnd als er zu Iheruſalem einzog/ erreget ſich die gantze ſtadt/ vnd ſprach/ Wer iſt der? Das volck a⸗ ber ſprach/ Das iſt der Jeſus/ der Prophet von Na⸗ zarech auf; Galilea. Vnd Jeſus gieng zum Tempel Gottes hinein/ vnd treib eraus alle verkeüffer vnd keuffer vm Tempel/ vnd ſties vmb der wecheler tiſche/ vnd die ſtůl der tauben kremer/ vnd ſprach zu yhn/ Es ſtehet geſchriebẽ/ Jſeie. gc. Nein haus ſol ein bethaus heiſſen/ yhr aber habt eine moͤr⸗ pſalm 4 0 9 der gruben draus gemacht. Vnd es giengen zu jhm blinden vnd lamen ym Tempel/ vnd er heilet ſte. Da aber die hohenprieſter vnd ſchꝛifftgelerten ſaheni die wunder die er chet/ vnd die kinder ym tempel ſchreyen vñ ſa⸗ en/ Goſianna dem ſon Sauid/ wuͤrden ſie entruͤſtet/ vnd prachen zu vhm/ ¶öͤreſtu auch was dieſe ſagen! Jeſus ſp⸗ krach zu yhn! Ja habe vhr nicht geleſen/ Außz dem munde der vnmuͤndigen vnd ſeuglingen haſtu lob zugericht: Vnd er lieſz ſie da/ vnd gieng zur ſtadt hynauß gen Bethanien/ vnd bleib da vberniacht. N e Als er aber morgens wider vnn die ſtad gieng/ huͤnger⸗ te yhn. Vnd er ſahe einen feygenbawm an dem wege/ vnd man gielig hinzu/ vnd fand nichts dran denn alleine bletter/ vnd ſprach zu yhm/ Nu wachſe auff dir hynfurt nimmer mehr keine frucht/ Vnd der feigenbaum verduͤrꝛete als balde. Vñ da das die tuͤnger ſahen/ verwunderten ſie ſich/ vnd ſpꝛachẽ. Wie iſt der feigenbaum ſo balde verduͤrzet: Jeſus aber ane⸗ wortet vnd ſprach zu yhn/ So yhr · glauben hat vnd nicht 5 a m weiffelt/ —ͤ——————— 70 G. NVatthes. zwelffelt/ ſo werdet hr nicht allein ſolchs mit dem feygen⸗ bawm chun ſondern ſo yhr werdet ſagen zu dieſem berge/ heb dich auff/ vnd wirff dich vns meer/ ſo wirds geſchehen/ Vnd alles was yhr bittet ym gebet/ gleubt hr/ ſo werdet eee yhrs empfahen. Vnd als er yñ den tempel kam/ traten zu jhm/ da er leret diehohenprieſter vnd die Eleiſten ym volck/ vnd ſprachen. Aus waſer macht ehuſtu das · vnd wer hat dir die macht gz ben: Jeſiis aber antwoꝛtet vñ ſprach zu hn/ Ich wil cich auch ein wort fragen/ ſo yhr mir das ſaget/ wi ich euch ſa⸗ gen/ aus waſer macht ich das chu. Woher war die Cauffe Sohannis: war ſie vom himel/ odder von den menſchen: Da gedachten ſie bey ſich ſelbs/ vnd ſprachen. Sagen wir * 1 2923 Mar. u. Luce 20. ſte ſey vom himel geweſen. ſo wird er zu vns ſagen/ waruͤttn n gleubet yhr denn yhm nicht: ſagen wir aber/ ſie ſey von den * ae menſchen geiweſen /o furchten wir vns füͤr dem volck Denn pyederman hielt Johannes fuͤr einen Propheten. Vnd ſie antworten Jeſit vnd ſprachen. Wir wiſſens nicht. Da ſ? cht ich das chu. 15 Gas duͤnckt euch aber? Es hat ein man zween ſoͤne/ vnd rach er zu yhn/ So ſage ich euch auch nicht/ aus waſer ma⸗ giene zu dem er ſten ⸗ vnd ſprach. A Dein ſon gehe hin yñ er⸗ 5 5 beite heute yñ meinẽ weinberge. Er antwortet aber vñ ſpr⸗ ach/ Ich wils nicht chun/ Darnach rewet es jhn vñ gieng hin. Vnd er gieng zum andern vnd ſprach gleich alſo/ Er antwortet aber vnd ſprach. Herr ia/ vnd gieng nicht hyn/ Wilcher vnter den zween hat des vaters willen gechan: Sie ſprachen zu yhm/ Der erſte. Jeſus ſprach zu yhn/ 0 Warlich ich ſage euch/ die zoͤllner vnd hurn werden ehe yns?̃ himelreich komen/ denn phr. Johannes kam zu euch vnd E ij lerec euch . 2* 0 Mar. 2. Luce. 20 · Euangelion leret euch den rechten weg/ vnd yhr glewbet hm nicht/ aber die dͤllner vnd hurn gleubten 17 7 ob yhrs wol ſahec chatten yhr dennoch nicht buſſe/ das jhr jhm darnach auch gegleubet hettet. oöret ein ander gleichnis/ Es war ein haußzvater/ der pflantzet einen weinberg/ vnd fuͤret einen zaun druͤmb/ vnd grub eim kelter drinnen/ vnd bawet einen turn/ chet vhn den weingartnern auſßz/ vnd zog vber lande/ Da nu erbey kam die zeit der fruͤchte/ ſandte er ſeine knechte zu den wein⸗ garcnern/ das ſie ſeine fruͤxchte empfiengen. Da namen die weingartner ſeine knechte/ einen ſtewpten ſie/ den andern toͤdten ſie/ den dritten ſteinigeten ſie. Abermal ſandte er an⸗ der knechte/ mehr denn der erſten waren/ vnd ſie chetten yhn gleich alſo. Darnach ſandte er ſeinen ſon zu ihn/ vñ ſpꝛach. Sie werden ſich fuͤr meinem ſon ſchewen. Da aber die weingarener den ſon ſahen/ ſprachen ſie vnteremander/ Das iſt der erbe/ kompt laſt vns yhn coͤdten/ vnd ſein erb⸗ gut an vns bringen. Vid ſie namen yhn vnd ſtieſſen yhn zum weinberge hyn auſß/ vnd coͤdten vhn. Weñ nu der herr des welnberges komen wird/ was wird er dieſen weingare⸗ nern chun: Sie ſprachen zu yhm/ Er wird die boͤſz wicht vbel vmbringen/ vnd ſeinen weinberg andern weingartne⸗ vn auſßchun/ die vhm die fruͤchte zu rechter zett geben. Jeſus ſprach zu 16 yhr nicht geleſen ynn der ſch⸗ rein as ift? Der ſtein den die bawjleut verworfen haben/ der iſt zum eckſtein worden/ Von dem herrn iſt es geſchehen/ vnd es iſt wunderbarlich fuͤr vnſern augen. Daruͤmb ſage ich euch/ das reich Gottes wird von euch genomen/ vnd den heiden gegeben werden/ die ſeine fruͤchte bringen. Vnd wer auff dieſen ſtein felt/ der wird: zu ſchellen/ Auff wilchen aber er pe ah ba Sucht 0 the S. Natthes. aber er felle/ den wird er umalmen. Vnd da die hohenpie⸗ ſter vnd Phariſeer ſeine gleichniſſen hörecẽ/ vernamen ſie das er von yhnen redet/ Vnd ſie trachten darnach/ wie ſie yhn griffen/ aber ſie furchten ſich fur dẽ volck/ denn es hielt yhn fur einen Propheten. Das xxij. Capitel. N e Nd Jeſus antwortet/ vnd redet abermal durch 25 gleichniſſe zu yhn vnd ſprach/ Das hymelreich iſt gleich einẽ koͤnige/ der ſeinẽ ſon hochzeit machte/ vnd ſandte N Luce. 4. ſeine knechte aus/ das ſie den geſten zur hochzeit rufftẽ/ Vnd ſie wolten nicht komen. Abermal ſandte er andere knechte aus vñ ſpꝛach/ Saget den geſten/ Sihe/ meine malzeit hab ich bereitet/ meine ochſen vñ mein maſtviech iſt geſchlachtec vnd alles bereit/ kompt zur hochzeit. Aber ſie verachcen das vnd giengen hin/ Giner auff ſeinẽ acker/ Der ander zu ſei⸗ ner hantierung/ Ecliche aber griffen ſeine knechte/ hoͤneten vnd codten ſie. Da das der koͤnig höͤret/ ward er zornig/ vnd ſchicket ſeine here aus/ vnd brachte dieſe moͤrder vmb/ vnd zundet phre ſtad an. Da ſpꝛacherzu ſeinen kiicheẽ die hochzeit iſt war bereit a. aber die geſte warens nicht werd. Darumb gehec hin auff die ſtraſſen/ vnd ladet zur hochzeit wen yhr findet. Vnd die knechte giengen aus auff die ſtraſſen/ vnd brachten zu ſamẽ wen ſie funden/ boöͤſe vnd gute/ vnd die tiſche wordẽ alle vol. Dagieng der könig hinein/ die geſte zu beſehen/ yñ ſahe al⸗ da einen menſchen/ der hatte kein hochzeitlich kleyd an/ Vñ Luce. 20. ſprach zu e ec wie biſtu hierein komen/ vnd haſt ic doch kein hochde ich kleyd an: Er aber verſtummet. Do ſprach der könig zu ſeinen dienern/ Bindet vhm hende vnd fuſſe * 2 = 2 8 Euangelion fuſſe/ vnd werffet vhn vnn das euſſerſte finſternis/ da wird ſein heulen vnd zeen klappen. Denn viel ſind beruffen/ abeꝛ wenig ſind aus erwelet. Das giengen die Phariſeer hyn/ vnd hielten einen rad/ woe ſie yhn beſtrickten ynn ſeiner rede/ vnd ſandten zu yhm phre iunger/ ſampt Herodis diener/ vnd ſprachen/ Meiſteꝛ wir wiſſen das du warhafftig biſt/ vñ lereſt den weg Gol⸗ ces recht vñ du fragiſt nach niemand/ denn du achteſt micht das anſehen der menſchen/ Darumb ſage vns/ was dunckt dich iſts recht/ das man dem keiſez zinſe gebe ode nicht Da nu Deſus merkete phre ſchalck heit/ ſprach er/ Vhr heuchle: was ver ſucht vhr mich: Neiſet mir die zinſemuͤntze. Vnd . „ ſie reichten yhm einen pfentug dar /Vnd er ſprach zu vhn/ wes iſt das bilde/ vnd die vberſchriffte Sie ſprachen zu vm Des keiſers. Da ſprach er zu yhu/ Sogebe demkeiſer/ Was des keiſers iſt/ Vnd Gote was Gottes iſt. Da ſie das hoͤrc⸗ ten nam ſie es wunder/ vnd giengen daruond Mar. 12. bruder einen ſamen erwecken. Nu ſind bey vns geweſen ſie⸗ ben brüder/ Der erſte freyet/ vnd ſtarb/ Vnd die weil er lucht ſamen hatte/ ltes er ſein weib ſeinem bruder/ Des ſel⸗ ben gleichen der ander vnd dritte/ his an den ſiehenden/ Ju letzt nach allen ſtarb auch das weib. Nu ynn der auffer⸗ ſtehung/ wilches weib wird ſie ſeyn vnter den ſieben⸗ Sie baben ſie ia alle gehabt: Jeſus aber antwortet vñ ſprach zu n phn Mhr yrret/ vnd verſtehet die ſchrifft nicht/ noch die 1 raff Gottes/ Inn der aufferſthung werdẽ ſie widder fre ⸗ en/ noch An dem felbigen tage cracen zu vhm die Saduceer die Nyse. 20. da halten/ e ſey kein auffer ſtehen/ vnd fr agten vn/ vñ ſtea⸗ Dauscar chen Heiter, N Joſes hat geſage/ ſo eier ſtirbt/ vrid hat ache kinder/ ſo ſol der bruder ſeinn weib freyen/ vnd ſennem S. Watthes. en/ noch ſich freyẽ laſſen/ ſondern ſie ſind gleich wie die n⸗ gel Gottes ym hymel. abt hr aber nicht geleſen von den nufferſtehung/ das euch geſagt iſt võ Goc/ da er ſpricht/ ich bin der Got Abra⸗ Krob. ham/ vnd der Got Iſaac/ vnd der Got Jacob: Got abe: iſt nicht ein Got der todten/ ſondern der lebendigen. Vnd da ſolchs das volck hoͤret/ encſaczten ſie ſich vber ſeiner lere. Da aber die Phariſeer horeten/ das er den Saduccern das maul geſtopfft hatte/ verſamletẽ ſie ſich/ Vñ einer vnter n eim ſchufftgelerte: verſuchtjhn/ vñ ſpꝛach/ meiſte: wilchs iſt das furneniſt gepott ym geſetz: Deſits aber ſprach zu yhm/ Du ſolc lieben Got deine Herrn von gantzẽ hertzen dane von gantzer ſeelen von gantzem gemütce/ Dis iſt das fur⸗ nemiſt vnd das groͤſte gepot. Das ander aber iſt dẽ gleich/ Du ſolt deinen nehiſten lieben als dich ſelbſt/ Inn dieſen zweien gepottẽ hanget das gantz geſetz vnd die 95 rophecen Da ni die Phariſcer bey emander waren fraget ſie DJeſus vnd ſprach/ Wie duuckt euch vmb Chriſto: wes ſon iſt er! Sie ſprachen/ Daunde/ Er ſprach zu vhn/ ie nen Leuit. 19. r net yhn denn Daund pm geit einen herrn: da er ſagt/ Got Pele. hat geſagc zu meinem Gerrn/ ſetze dich zu memer rechten/ bis das ich lege deine feinide zum ſchemel deine füſſe/ Sonu Dauid 75 einen heren nennet/ wie iſt eꝛ denn ſein ſon Vñ nieman niemand von dem cage an hinfurc ihn fragen. HOSas xxiij.Capitel. Ar cdte Jeſus zu dem volck vnd zu ſeinen iungerr: vnd ſprach/ Auff Moſes ſtuel ſitzen die ſchrifftge⸗ lercen vnd Phariſeer/ Alles nu was ſie euch N 20—— kund hm ein wort antwoꝛten/ vnd churffte auch * * * 4 mg. Eunngelion halten ſollet/ das haltet/ vnd chuets/ Aber nach hren were⸗ ken ſolt vhr nicht thun/ Die ſagens wol/ vnd chuns nicht/ Sie binden aber ſchwere vnd vutregliche burden/ vnd le⸗ Suse. gett ſie den menſchen auff den hals/ abeꝛſie wollen die een Deurro la. nicht mit einem finger regen Alle jhre weꝛck aber chun ſie/ das ſie von den leuten geſehen werden/ Sie machen breite 8e denckzedel/ vnd groſſe ſewme an phrenkleidern/ Sie ſiten gerne oben an vber eiſch/ vnd ynn den ſchulen/ vnd habens „Al. v. gerne/ das ſie gegruͤſſet werden auff dem marckt vnd von den menſchen Nabi genau werden.. Aber vhr ſolt euch nicht Nabt nennen laſſen. Denn er⸗ ner iſt ewer meiſter Chriſtus/ yhr aber ſeid alle bruder Vnd ſolc niemand vater fal auff erden/ denn eimer iſt ewer vater/ der phmhymel iſt. Vñ yhr ſolt euch nicht laſſen meiſter nennen/ denn einer iſt ewer meiſter Chriſtus. Der groͤſſ iſt vnter euch/ ſol ewer diener ſeyn/ Denn wer ſich ſelbs erhoͤhet/ der wirt ernydriget/ Vnd wer ſich ſelbs erri⸗ driget/ der wird erhoͤhet. Weh euch ſchrifftgelerten vnd Phariſcer/ yhr heu chler/ die yhr das hymelreich zuſchlieſſet fur den menſchen/ yhr kompt nicht hinein/ vnd die hinein wollen/ laſt yhr nicht hinein gehen. Weh euch ſchrifftgelerten vnd Phariſeer/ yhr heuchler/ die yhr der widwen heuſer freſſet/ vnd wendet lange gebet fur/ darumb werdet vhr deſte mehr verdamnis empfangen. Weh euch ſchrifftgelerten vnd Phariſeer/ yhr heuchler/ die hr land vnd waſſer vmbzihet/ das yhr einen Judegnoſ⸗ ſen machet/ vnd wenn ers worden iſt/ machet yhr aus yhm ein kind der hellen/ zwyfaltig mehr denn yhr ſeid. Meß euch verblente leiter/ die jhr ſaget/ Wer do udn ü N 9 5 eydem d„ 5 — 8 2 7 das opffer heiliget! Daruͤmb/ wer da ſchweret bey dẽ altar/ e yhr verzehendet die myntz/ anps vnd kymel/ vñ laſſet dahm⸗ die yhr reiniget das auß wendige am becher vnd ſchuͤſſe yhr fuͤr den menſchen from/ aber ynwendig ſeid hr voller S. Vatthes. bey dem tempel das iſt nichts/ Wer aber ſchweret bey dem golde am tempel/ der iſt ſchuldig. Vbr narrẽ vñ blinde/ was iſt gröͤſſer: das golt oder der tempel /der das golt heiliget⸗ Ger do ſchweret bey dem altar/ das iſt nichts/ Wer aber ſch weret bey dem opffer/ das dꝛobẽ iſt/ der iſt ſchuldig. Nhꝛnar ren vñ blinden/ was iſt gröͤſſer das opffer oder der altar/ de: der ſchweret beh dem ſelben/ vñ hei allem das dꝛoben iſt. Vñ wer do ſchweret bey dem tempel/ der ſchweret bey dem ſelbẽ/ vñ bey dem der drinnen wonet. Vnd wer do ſchweret bey dẽ hymel/ der ſchweret bey dem ſtuel Gottes/ vnd bey dem der drauff ſitzet. Veh euch ſchrifftgelerten vñ phariſeer/ phr heuchler/ die . gehn, Luce. ns den das ſchwereſt ym geſetz/ nemlich/ das gerichte/ die barm herczigkeit/ vnd den ee ſolt man chun/ vñ ihenis nicht nachlaſſen. Mhr verblente lepter/ die pr muͤkken ſen⸗⸗ get/ vnd kameel ver ſchluckt. 1 Weh euch ſchrifftgelerten vnd P acer d o— Ine, wendig aber ſeit yhr vol raubes vnd vnſauberkeit. Du blin SS. der p hariſeer/ reinige zum erſten das ynwendige am becher Seo das auch das auß wendige rein werde. eh euch ſchrifftgelerten vnd Phariſeer/ yhr heuchler/ die phr gleich ſeid/ wie die vbertũchte greber/ wilche auſzwen dig huͤbſeh ſeheinen/ aber ynwendig ſeind ſie voller todten bein/ vnd alles vnflats. Alſo auch yhr/ von auſſen ſcheinec heucheley vnd vntugent. Weheuch ſchufftgelerden vnd Phanſer gebe . die hr eres 8 — . 0 2 72 CU. oi 6 1— . e ee, 9 Nad 3 A K. V. Marci. 13 Luce. 21. . . a Euangelion le hr der Propheten greber bawet/ vnd ſchnuckt der ge⸗ rechten greber/ vnd ſprecht/ Weren wir zu vnſer—— geweſen/ ſo wolcen wir niche ceilhafftig ſein mit yhn an der Propheten blue/ So gebe yhr zwar vber euch ſelbs zeug⸗ mo das yhr kinder ſeid dere/ die die Propheten getoͤdcet ha⸗ ben-Wolan erfullet auch vhr das mas ewer beter. Vhrſch⸗ langen/ vhr ortern gezichte/ wie wolte vhr der helliſchen ver⸗ 19 85 180 e f ae arlumb/ ſihe ich ſende zu euch Propheten vnd weiſen vnd ſchriffegelercen/ vndder bbc wage yhr etliche tödtẽ vnd cruͤtzigen/ vnd etliche werdet hr geyſſeln ynn ewren ſchulen/ vnd werdet ſie verfolgen von einer ſtad zur andern/ auff das auff euch kome alle das gerechte blut/ das vergoſſen e Ale iſt auff erden/ von dem blut an? mee auffs blut Zacharias des ſons Barachle/ wil hr getöͤdcet (aich dem Tempel vnd dem alcar. Warich ich ſage euch das ſolchs alles wird aiif dis geſchlecht komẽ. Je⸗ ruſalem Jeruſalem die du codeſt die Propheten/ vnd ſdei⸗ nugeſt die zu dir geſand ſindt/ wie offt habe ich deine linder verſamlen wolle/ wie eine henne verſamlet hre keuchlin vn E ſ cer yhre flügel/ vnd yhr habt lucht gewolc? Sihe ewer haus folk euch wuͤſte gelaſſen werden/ Denn ich ſage euch— werdet mich von nu an nicht ſehen/ bis vhr ſprecht/gebene⸗ depet ſep/ der do lompt ym namen des Herrn. Ons. xxiiij. Capitel. d Jeſus gieng hinweg von dem tempel/ vnd ſei ne ſunger traten zu vhm/ das ſie vhm zeygeten des 3 gepew. Jeſus aber ſpꝛach zu hn/ Seher ihr nicht das alles: Warlich ich ſage euch/ Es wud hie nucht ein ſtein auff dem 1 S. Vatthes. dem andern bleiben/ der nicht zubrochen werde. Vnd als er auff dẽ öleberge ſas/ cratten zu vhm ſeinie lũger beſonders/ vnd ſprachen/ Sage vns/ wenn wird das alles geſchehen! vnd wilchs wird das zeichen ſein deiner zukunfft vnd der welt ende: Jeſus aber ant woꝛtet vnd ſpꝛach zu yhn Seher du/ das euch kuicht yemand verfuͤre/ Deñ es werden viel komen vnter meinem namen/ vnd ſagen/ ich bin Chrt⸗ ſtus/ vnd werden viel verfuͤren. Vr werdet hören kriege vnd geſchrev võ kriegen/ ſehet s vnd erſchreckt nicht/ das mus zum erſten geſchehen/ aber es iſt noch nicht das ende da. Denn eo wird ſich emporen ein volck vber das ander/ vnd ein löͤnigreich vber das ander/ vnd weꝛden ſein peſtilentʒ vnd chewre zeit/ vnd eꝛdbeben hin vnd widder/ da wird ſich aller erſt die not anheben. Als dañ weꝛden ſie euch vbedantwoꝛten ynn crubſal/ vnd werden euch coͤdten/ Vnd yhr muͤſſet gehaſſet werden vmb meines namẽs willen von allen volckeꝛn. Señ werden ſich viel ergern/ vnd werden ſich vntemander verrhatẽ/ vñ wer den ſich vnteꝛnander haſſen. Vnd es werdẽ ſich viel falſche: Propheten erheben/ vñ werden viel verfuͤren/ Vñ die weill die vngerechtickeit wird vberhand nemen/ wird die liebe yñ 4 hmelen erkalten. Wer aber beharret bis ans ende/ der wurd ſe e. lig. Vnd es wirdt gepꝛedigt werden das Euangellon vm reich vun der gantzen welt/ zu einem zeugnis vberalle völc⸗ ker/ vñ denn wird das ende komen. ü Mef yhr nu ſehẽ werdet den grewel der verwuͤſtũge dauõ dan geſagt iſt duꝛch den Pꝛophecẽ Daniel/ das er ſtehet an der heiligen ſtet/ Wer das lieſet der mercke drauff/ Als da flie he auff die berge wer ym Judiſchẽ lande iſt/ Vnd wer auff dem dach iſt/ der ſteige nicht eꝛnidder etwas auts ſeinẽ hauſe 2 ij du holen. Euangelion zu holen/ Vñ wer auff dem felde iſt der lere tucht vmb ſeine kleider zu holen. Weh aber den ſchwangern vnd ſeugern zu der deit. Bittet aber das ewre flucht nicht geſchehe vm win⸗ e ter odder am Sabbach/ Denn es wird denn ein gros trub 1 4 1 7 ll ſein/ als nicht geweſen iſt võ anfang der welt bis her/ vñ als auch nicht weꝛden wird/ Vnd wo dieſe tag nicht wuꝛdẽ verkurtze/ ſo wurde kein menſch ſelig/ aber vmb der außer⸗ welten willen werden die tag verkurtzt. 1 4 Sodel pemand du euch wird ſagẽ/ Sthe/ hie iſt Chri⸗ aral ſtits oder da/ ſo ſolt yhrs nicht glewden/ Deñ es werdẽ fal⸗ ſche Chriſti/ vnd falſche propheten auffſtehen/ vñ gꝛoſſe zei⸗ 7 chen vnd wunder chun/ das verſuret werden yñ den irehuſt woes muͤglich were auch die auserweleten. Sihe ich habs euch zuuor geſagt. Dauunb/ wenn ſie zu euch ſagen werden Sihe. Er iſt vnn der wuſten/ ſo gehet nicht hinaus/ Sihe , Er it ynn der kamer ſo glewbt nicht/ Denn gleich wie der n ph;flitz ausgehet vom anfang vnd ſcheinet bis zum mdergang 3 ber ein aſs iſt/ do ſamlen ſich die Adeler. Bald aber nach dem cꝛuͤbſal de; ſelbigẽ zeit weden Son aue. a. lid ¶olid den ſchein verlieꝛen vnd die ſteme werden vom Werers hymel fallen/ vnd die kreffte der hymel werden ſich bewegẽ. mee Vnd denn wird erſcheinen das zeichen des menſchen ſolns vm hymet/ vnd denn werden heulen alle geſchlechte auff er⸗ den/ vñ werden ſehen komen des menſchen ſon ynn den wol⸗ ckendes hymels/ mit groſſer krafft vnd herlickeit/ Vnd er wird ſenden ſeine Engel mit hellen poſaunen/ vnd ſie wer den ſamlen ſeine außze:weleten von den vier winden/ von ei nem ende des hymels zu dem andern. An dem feygen bawm lernet ein gleichnis/* ſein a a weig 8* * e N e alſo wird auch ſein/ die zulunfft des menſchen ſons/ Wo a⸗ —————— ea—ỹ —.ꝛxx—.—„—-— ff a NI A 800 S. Batthes. zweig ict ſaffeig wird/ vnd bletter gewinner/ o wiſſet yhr/ das der ſommer nahe iſt. Alſo auch wef yhr das alles ſehet/ ſo wiſſet/ das es nahe fur der chür iſt/ Warlich ich ſage euch diſs geſchlecht wird nicht abgehen/ bis das alles geſchicht Himel vnd erden werden zurgehen/ aber meine woꝛt werde nicht vergehen Von dem cage aber vnd võ der ſtunde weis niemandt/ auch die Engel niche vm hymel/ ſondern allein mein vater.. Gleich aber wie es zu der zeit Noe war/ alſo wird auch ſein die zukunfft des menſchen ſons/ Deñ gleich wie ſie wa⸗ ren yñ den tagen fur der ſindflut/ ſie aſſen/ ſie cꝛuncken/ fꝛey⸗ eten vnd lieſſen ſich freyen/ bis an den tag/ da Noe zur ar⸗ Luce.?. vnd nam ſie alle dahin. Alſo wid auch ſein die zukunfft des menſchen ſons/ Denn weꝛden zween auff dem felde ſeyn ei⸗ ner wird angenomen/ vtid der ander wird verlaſſen werdẽ. Zwo werden malen auff der muͤle/ eine wird angenomen/ vnd die ander wird verlaſſen werden. Darumb wachet/ denn vhr wiſſet nicht/ wilche ſtunde ewer her komen wird. Das ſolt yhr aber wiſſen/ wenn ein haus vater wuͤſte/ wilche ſtunde der dieb komẽ wolt/ ſo wur 1 - 2 0 a baachen eingieng/ vnd ſie wuſtens nicht/ bis die ſindflut kam · deer la wachen vnd ſem haus ncht durchgraben daf. Darumb ſeid vhr auch bereit/ denn des menſchen ſon wird mac komen du einer ſtunde da yhr nicht meine. Wilcher iſt abe:* nu ein trewer vñ kluger knecht/ den ſein her; geſeczt hat vber ſein geſinde/ das er yhn zu rechter zeit ſpeiſe gebee Seltgiſt hut/ Warlich ich ſage euch er wird hn vber alle ſeine gu ⸗ ter ſetzen. So aber der boſe kniecht wird yun ſemem hertzen ſagen/ mein herr kompt noch lange nicht/ vnd fehet an zu 25 ij ſchlagen * 2 ——— e der knecht/ wenn ſeln herr komp/ vnd findet phn das er al. *— A 1 2 Euange lion ſchlagen ſeine micknecht/ iſſet vnd trincket mit den truncke⸗ 27 wird der herr deſſelben kneches komen/ an dem tage das er ſich nicht verſihet/ vnd zu der ſtund die er tucht weis/ vnd wird yhn zuſcheittern/ vnd wird yhm ſeim lohn geben mie den heuchlern/ da wird ſein heulen vnd zeenklappen. Das. xxv. Capitel An wird das himelreich gleich ſein zehen iungfra⸗ wen/ die ihꝛe lampen namen vnd giengen aus dem breutgam entgegen. Aber funff vnter vbn waren coͤricht/ vnd funff waren klug/ Die coͤrichten namen yhre lampen aber ſie namen nicht oͤle mit ſich/ Die klugen aber na⸗ men ole ynn yhren gefeſſen ſampt yhren lampen. Da nu der breutgam verzog/ worden ſie alle ſchlefferig vnd entſch⸗ lieffen. Zur mitternacht aber ward ein geſchrey/ Sihe/ der breutgam ee ee phm entgegen. Da ſtundẽ die⸗ ſe iutigfrawen alle auff vnd ſchmuͤckten yhre lampen/ Die toͤrichten aber ſprachen zu den klugen/ Gebt vns von ewrẽ ole/ denn vnſere lampen verleſchen. Da antworten die klu⸗ gen vnd ſprachen/ Nicht alſo/ auff das nicht vns vnd euch gebreche/ gehet aber hin zu den kremern vnd keuffet fur euch ſelbs. Vnd da ſie hingiengen zu keuffen kam der breutgam/ vnd wilche bereyt waren giengen mit yhm hinein zur hoch⸗ zett/ Vnd die chuͤr ward verſchloſſen. Ju letzt kamen auch die andern iungfrawen vnd ſprachen/ Herr/ herr/ ehu vns auff. Er antwortet aber vnd ſprach. Warlich ich ſage euch ich kenne ewer nicht. Daruͤmb wachet denn yhr wiſſet wid der den tag noch die ſtunde/ ynn wilcher des menſchen ſon komen wird. g Gleich wie ein menſch der vber landt zog ruffte ſeinen knechten/ —— S. Vatthes. knechtẽ v chet hn ſeine guͤcer ein/ Vnd einem gaber ſunff cenener/ dem an dn zween/ dem dꝛiccẽ einẽ/ einẽ ydern nach ſeinem venmuͤgen/ Vnd zog balt hinweg. Da ging der hin der funff cenener empfangen hatte/ vnd handelte mit den ſel aeg en, ö ben vñ gewan andere funff cenener/ Des gleichen auch der zween cenener empfangen hatte/ gewan auch zween ande⸗ re. Der aber einen empfangen hatte gieng hin/ vnd mache teeine grube ynn die erden/ vnd buten ſelnes herrn gell n Vber ein lange zeickam der zer dieſer knechte/ vnd hꝛelc re chenſchafft mie hn. Da cat erzu der funff centner einpfan⸗ gen hacte/ vñ legce andere funffcentner dar/ vñ ſpꝛach/ Herr du haſt mir funff centneꝛ eingechan/ ſthe da/ ich habeda mit andere funff cẽcner gewonnen. Da ſprach ſem herr zu rm Eydu frumer pee knecht/ du biſt vber wenigem getrewgeweſen/ ich wil dich vber viel ſetzen/ gehe ein zů dei⸗ nes herrn frewde. Do trat auch er zu der zween cẽtner emo fangen hatte/ vnd ſprach/ Herr du haſt mur zween cenener eingechan/ ſihe da/ ich hab mie den ſelben/ zween ander ge⸗ wonnen. Sein herr ſprach zu vhm/ Ev du frumer vud ge⸗ trewer knecht/ du biſt vber wenigem getrew gewweſen/ ich wil dich vber viel ſetzen/ gehe ein zu deines herrn frewode. Da erat auch er zu/ der einen centner empfangen hatte ⸗ vll ſprach Herr/ ich wuſte das du ein harter menſch biſt Du ſchneiceeſt wo dil tucht geſeet haſt/ vnd famleſt da du V nicht geſtrawet haſt vnd furchte mich/ gieng hin/ vnd ver? parg deinen cenener vn die erden/ ſihe/ da haſtu das deme. Sein herr aber antwortet vnd ſprach zu yhm, Du ſchalck vnd fauler knecht/ wuſteſtu das ich ſchneite/ da ich uicht ge ⸗ ſeet habe/ vnd ſamle do ich nicht geſtrawet hahe/ ſo ſolteſtu mein gelt zu den wechſtern gethan haben vnd wennich ko⸗ A inij men Math.. Marci. Luce. 8 2 4 7 O 1 5 Aff-f en, 0. 10 7 A 1.* 2. 37 . 7. 5. I- de . Euangelion men were/ hette ich das meine zu mir genomen mit wucher daruͤmb nemet von yhm den cencner/ vnd gebets dem der ze⸗ hen centner hat/ Denn wer do hat/ dem wird gegeben wer den/ vñ wird die fuͤlle haben/ Wer aber nicht hat/ von dem wird auch das er hat genomen werden/ Vnd den vnnuͤtzen knecht werft ynn die euſſerſten finſternus/ da wird ſein hen len vnd deenklappen. Wenn aber des menſchen ſon komen wird ynn ſeiner her lickeit/ vnd alle heilige Engel mit vhm/ denn wird er ſiczen auff dem ſtuel ſeiner herlickeit/ vnd werden fuͤr yhm alle vol cker verſamlet werden/ vnd er wird ſie von einander ſchet⸗ e. wie ein hirce die ſchaff von den böcken ſchetdet/ vñ wird die ſchaff zu ſeiner rechten ſtellen/ vnd die hock zur lin⸗ cken/ Da wird deñ der Roͤntg ſagen zu denen zu ſeiner rech⸗ ten. Kompt her yhr geſegneten meines vaters/ ererhet das reich/ das euch bereitet iſt von anbegin der welt/ Denn ich bin hungerig geweſen/ vnd yhr hat mich geſpeiſec/ Ieh bin durſtig geweſen/ vnd ihr haht mich getrenekt/ Ich bin ein gaſt geweſen vnd vhr habt mich beherberget/ Ich bin na⸗ cket geweſen/ vnd yhr hat mich beklepdet/ Ich bin kranck geweſen/ vnd yhr hat mich heſucht/ Ich bin gefangen ge⸗ weſen/ vnd yhr ſeid zu mir komen. Dann werden ihm die gerechten antworten/ vnd ſagen Herr/ wenn haben wir dich hungerig geſehen/ vnd haben dich geſpeiſet? odder durſtig vñ haben dich getrenckt · Weñ haben wir dich einen gaſt geſehen/ vnd beherberget: odder nacket/ vnd haben dich bek leydet? Wenn haben wir dich kranck odder gefangen geſehen/ vnd ſind zu dir komen: Vñ der Konig wird antworten vnd ſagen zu yhn/ Warlich ich ſage euch/ was yhr gethan habet einem vnter dieſen meinen geringſten — i᷑ 444% 4%ö?::;:' ⁰ 3 —— G. Natt 5 0 b. geriktaſten brůͤdern/ das habt phr mir gethan. Dari wird er ſagen zu denẽ zur lincken/ Gzehec hin von mir/ yhr vermaledeyten/ ynn das ewige fewr/ das bereitet iſ: dẽ teufel vñ ſeinen engelen/ Ich bin hungerig geweſen/ vñ vr habt mich nicht geſpeiſet/ Ich bin df geweſen/ vnd phr habt mich nicht getrẽcket/ Ich bin ein gaſt geweſen/ vñ phr habe mich nicht beherberget/ Ich bin nacket geweſen/ vnd vhr habt mich nicht bekleydet Ich binkranck vnd ge⸗ fangen geweſen/ vnd hr habt mich ncht beſuchht. Da werden ſie vhm auch ancworten vnd ſagen/ Herr wenn haben wir dich geſehen/ hungerich/ odder dur g/od⸗ der emen gaſt/ odder nacket/ oder kranck/ odder gefangen/ vnd haben dir nicht gedienete Daf wird er vhn antworten/ vñ ſagen/ Warlich ich ſage euch/ was vhr nicht gechan habt einem vnter dieſen geringſten/ das habt hr auch mir nicht gechan. Vnd ſie werden yun die ewige pein gehen/ aber die gerechten ynn das ewige leben. Das. xxvj. Capitel des begab ſich da Jeſiio glee dice ede volendet 1 nach zween tagen oſtern wird/ ynd des menſchen ſon wird vberantwortet werden/ das er gecruͤtziget werde. Da verſameleten ſich die hohen prieſter vnd ſchrifftgeler ten vnd die Eltiſten vom volck/ un den pallaſt des hohen prieſters/ der do hies Caiphas/ vñ hielten rad wieſte Jenin mit liſten griffen vnd tödten/ Sie ſprachen aber/ Ja lch auff das feſt/ auff das nicht ein auffrur werde ym volck. Da nu Jeſus war zu Bechanien ym hauſe Simonis des auſſetzigen/ trat zu vhm ein weib das hatce ein glas mit koſtlichẽ 4 5„ ee,,, . eee r,, 5 Mat. 13. e hatee/ ſprach er zu ſemmen de mach wiſſet das Jeha a⸗ „ mocht chewr a, mit mir ynn die ſchüͤſſel getauchet hat der wird mich verrha een koſtlichem waſſer/ vnd gos es auff ſein hewbt/ da er zu tiſch b ſab. Da das ſeine tuͤnger ſahen/ wurden ſie entruͤſtet vnd ſprachen/ Wo zu dienet dieſer vnradt: dieſes waſſer hette kaufft/ vñ den armen gegeben werden. Da das Jeſus merckte/ ſprach er zů phn/ Was bekummert vhr das weib: Sie hat ein gut werck an mir gechan/ Vhr habe alle zeit armen bey euch/ mich aber habt yhr nicht alle zeit/ Das ſie dis waſſer hat auff meinen leib gegoſſen /hat ſie dar umb gechan/ das man mich begraben ſol. Warlich ich ſage euch/ wo dis Euangelion geprediget wird ynn der ganczent welt/ da wird man auch ſagen zu vhrem gedechtnis/ Was ſie gethan hat. b ODa gieng hin der zwelffen einer mit namen Judas jſca⸗ rioch/ zu den hohen prieſtern/ vñ ſprach/ Was wolt yhr mur geben/ ich wil yhn euch verrachen! Vnd ſie boten vhm dreiſ⸗ ſig ſilbertinge. Vnd von dem an/ ſucht er gelegenheit/ das er yhn verrhiete. Aber am erſten tage der ſüͤſſen brod/ traten die tuͤnger zu Jeſu/ vnd ſprachen zu vßm/ Wo wiltu/ das wir dir bereiten das oſterlamb zu eſſen: Er ſprach zu hn/ Gehet hin vnn die ſtad/ zu einem/ vnd ſprecht zu yhm/ Der Meiſter leſt dir ſa gen/ meine deic iſt erben komen/ ich wil bei dir die oſtern hal⸗ cen/ mit meinen juͤngern: Vnd die iuͤnger chaten/ wie vhn Jeſuis befolhen hatte/ vnd bereiteten das oſterlamb. Vnd am abenc ſatzte er ſich zu eiſch mie den zwelffen. Vñ da ſie aſſen/ ſprach er/ Warlich/ ich ſage euch/ einer vnter euch wird mich verrhaten. Vnd ſie wurden ſeer betruͤbet/ vnd huben an/ ein iglicher vnter yhn/ vnd ſagten zu yhm/ Berr bin ichs: Er antwortet vnd ſprach/ der mit der hand len. S. Vatthes. Des menſchen ſon gehet zwar dahin/ wie pon vhm geſchrie ben ſtehet/ doch weh dem menſchen/ durch wilchen des men⸗ ſchen ſon verrhaten wird. Es were yhm beſſer/ das der ſelbi⸗ L menſch noch mie geporn were. Da allewortet Judas/ der phn verrhiet vnd ſprach. Bin ichs Rabbi: Kr ſprac fk e zu phin/ Du haſts geſagt. GOa ſie aber aſſen/ nam Jeſus das brot/ dancket/ vnd brachs/ vnd gabs den iuͤngern/ vnd rach. Nemec/ eſſet/ na das iſt mein leib. Vnd er nam den kilch/ vnd dancket/ gab Corn 7055 den/ vñ ſprach/ Trincket alle darauß/ Das iſt mein blut des newen teſtamencs/ wilchs vergoſſen wird fur viele/ zur bergebung der ſünden. Ich ſage euch/ ich werde von nu„„ an nicht mehr von des weuiſtocks gewechs trincken/ bis nn den tag/ da ichs newe crincken werde mit euch in meines vgs ters reich. Vnd da ſie den lobeſang geſprochen hatten/ gien⸗ gen ſie hinaus an den dleberg. a Da ſprach Jeſius zu vhn/ Nun dieſer nacht werdet vhr euch alle ergeren an mir/ Dem es ſtehet geſchrieben Ich% werde den hirten ſchlagen/ vnd die ſchaff der herd werde ſich: zuſtrewen. Benn ich aber aufferſtehe/ wil ich für euch hin⸗ ehen vnn Galileatt. Metrus aber ancwortet vnd ſprach u vhm/ Wenn ſie auch alle ſich an dir ergerten/ ſo wil ich doch mich nymermehr ergern. Iheſus ſprach zu vm/ War 1 lich ich ſage dir/ ynn dieſer na/ ehe der hane krehet/wirſtn meim dreymal verleugnen. Petrus ſprach qu yhm/ nd 4 wenn ich mic dir ſterhen muͤſte/ſo wil ich dicht nicht verleug 1 nen. Des gleichen ſagten alle luͤnger.„ Da kam Jeſus mit hn vnn ein feld/ das hieß Gethſe? mane/ vnd ſpꝛach zu ſeinen ungern/ Secze euch hie/ bis das 5 ich dort hingehe vnd bete/ Vnd nam zu ſich 1 vnd le zween he/ ich trincke 42 denn/ ſo geſchehe dein wille. Vnd er kam Sg len iungern vnd ſprach zu vhn Ta ſchlaffccnu und ruget⸗ Sie, die ſtunde iſt erbe komen/ das des menſchen ſon ynn 2 2 hen/ ſihe/ er iſt nach erbey der mich verreht. U gane Pydkuüſſee 0 n. Aeſus aber ſprach zu pym/ Lein freund ſtu komen: Da tracten ſie hinzu/ vnd legten die hende an Jeſum vnd grieffen phn. Puy ſihe/ einer aus denen die ene l 5 2 5 - ———————— *— N * S. Vatthes. hand aus/ vñ zog ſein ſchwerd aus/ vñ ſchlug des Hohen prie ſters knecht/ vnd hieh vhm ein or ab. Da ſprach Jeſus zu hn/ Scele ein dein ſchwerd an ſeinen ort/ Denn wer das ſchwerd nimpt/ der ſol durchs ſchwerdt vmbkomen/ Odder meineſtu/ das ich nicht kunde meinen vatter bieten/ das er — mir zuſchickte mehr denn zwelff legton Engel? Wie wurde aber die ſchrifft erfullet: Ns mus alſo Zu der ſtunde ſprach Jeſus zu darf ret ym tempel/ vnd yhr habt mich nicht gegriffen. Aber das iſt alles geſchehen/ auff das erfulſet worden die ſchrifft der aber Jeſum griffen hatten/ fureten yhn zu dem Hohen prie ae e verlieſſen yhn alle iunger vnd flohen. Die ſter Caiphas/ da hin die ſchrifftgelerten vnd Elaiſten ſich verſamelt hacten. Petrus aber—— vhm nach bon ferne/ bis ynn dẽ pallaſt des hohen prieſters/ vnd gieng hinein/ vñ ſatzte ſich bej die knechte/ auff das er ſehe/ wo es hiaus wolte. Die Hohen prieſter aher vnd Gleiſten vnd der gantze Nad fuchcẽ falſche zeugnis widder Jeſum/ auff das ſie m zum code huͤlffen/ vnd funden keins. Vnd wie wol viel fal. ſcher zeugen er dit craten/ funden ſie doch keins. Zu letzt tra⸗ ce erzu zween falſche zeugen/ vñ ſprachen/ Er hae geſagt/ ich kan den tempel Gottes abbrechen/ vnd ynn drehen cagen den ſelben bawen. Vnd der Hoe prieſter ſtund auff/ vñ ſprach zu jhm/ Ant⸗ Jeſuts ſchweig ſtille. Vnd der Hohe prieſter antwortet vnd ſpr ach/ Ich beſchwere dich bey dem lebendige Got das dit vns ſageſt/ ob du ſieſt Chriſtus der ſonne N Jeſus. ſprach/ 1 4. 1 724 1 fer chene g Mar. 14. aren/ hr ſei d aus u, gangen als zu einem moͤrder/ mit ſchwerten vnd mit ſtan⸗⸗ gen/ mich zu fahen/ bin ich doch teglich geſeſſen vnd hab gelle V⸗Dortſtu nichts: was iſts/ das dieſe widder dich zeugẽ: Aber f ö 3— 82 Euangelion e ſprach/ du haſts geſagt. Doch ſage ich euch/ võ nu an wirds ec geſchehen/ das yhr ſehet des menſchen ſon ſitzen zur rechten der krafft/ vnd komen ynn den wolcken des hymels. Da zureps der Hobeprieſter ſeine kleider/ vñ ſprach/ Er hat Gott geleſtert. Was durffẽ wir weiter zeugnis? ſhe/ itzt habt yhr ſeine Gots leſterung gehöͤret. Was dunckt euch: Die antworteten vnd ſprachen/ Er iſt des todts ſchuldig. Da ſpeyeten ſie auß vnn ſein angeſicht/ vnd ſchlugen yhn mit feuſten Etliche aber ſchlugen yhn ynns angeſicht/ vñ ſprachen/ Beiſſage vns Chriſte/ wer iſts/ der dich ſchlug: Buer. Petrus aber ſaßz drauſſen ym pallaſt/ vnd es trat zu vhm Joan is. elie magd vñ ſprach/ Vñ du wareſt auch mit dem Jeſu võ Galla. Er leugnet aber ſur hn allen/ vnd ſprach. Ich t weis nicht was du ſageſt. Als er aber zu der thuͤr hinaus i⸗ eng/ ſahe yhn ein andere/ vnd ſprach zu denen die da waren/ Dieſer war auch mit dem Jeſu võ Nazarech. Vñ er leug⸗ net abermal/ vñ ſchwur da dit/ ich kene des menſchen nicht. Vñ vber eine kleine weile tracẽ hinzu/ die da ſtundẽ/ vñ ſpꝛa chen zu Petro/ Warlich du biſt auch einer vo denẽ/ deñ dei⸗ ne ſprache verrech dich. Da hub er an ſich zuuerfluchen vnd wen, ſchweren/ ich kenne des menſchen nicht. Vnd als baldekre⸗ ghet der hane. Da dachte Petrus an die woꝛt Teſu/ da er zu vhm ſagte/ Ehe der hane krehen wird/ wirſtu mich dreimal verleugnen. Vnd gieng eraußz/ vnd weinet bitterlich. Das. xxvij. Capitel. Es morgens aber hielten alle Hohepzieſter vnd die Elciſten des volcks einen rad vber Jeſunm/ das ſie „ emen en ond bunden pon fürn pin hun vberantworten yhn dem Candpfleger Pontio Pilaco. 5 8 Da das — S. Vatthes. Da das ſahe Judas ð vhn verrhatẽ hatte/ das er verdãpt berlinge dẽ Gohẽpueſtern vñ dẽ eltiſtẽ/ vñ ſpꝛach. Ich hab vel gechã/ das ich vnſchuldig blut verrhace habe. Die ſpra war zũ ee es yhn/ vnd bꝛacht erwi die dreiſſig ſih chẽ. Was gehet vns das an da ſihe du zu. Vñ er warff die ſil berlige yn den tẽpel/ hub ſich dauõ ſtbal hin/ vñ erwurget ilberli Aber die Gohẽprieſter namẽ die nge/ ſſich ſelbs. vñ ſpꝛachen. Es talg nicht/ das wir ſie yñ den gottes elt lege/ den es iſt ein blutgelt. Sie hieltẽ aber einẽ rad/ vñ kauff tẽ einẽ toͤpffers acker darum/ zum begrebnis d pilgern. Dea her iſt der ſelbig acker genennet/ der blutacker/ bis auff den 1 5 heutigen tag. Da iſt erfuͤllet das geſagt iſt durch den Pro⸗ pheten Jeremias/ do er ſpricht/ Sie habẽ genomẽ dreiſſig J ſülberlinge/ damit bezalet ward d verkauffte/ wilchẽ ſie kauff ten võ den kindern von Iſrael/ vnd haben ſie gegeben vm einen coͤpffers acker/ als mir der Herr befolhen hat. Jeſus aber ſtund fur dem ¶ andpfleger/ vnd der Hand pfleger fragte jn vnd ſprach/ Biſtu ein kong der Juden! rer. Welcher ſprach zu yhm/ Du ſagiſts. Vñ da er verklaget Joannis Ward von den Hohenprieſtern vnd Eltiſten/ auewortet er michts. Da ſprach Pilatus zu ihm/ Hoͤꝛeſtu nicht/ wie hart ſie dich verklagen? Vnd er antwortet yhm nicht auff ein wort/ alſo das ſich auch der Oandpfleger ſeer verwunderte. tus zu ybnen. Wilchen wolt yhr das ich euch loſz gebe Bar G ij Vt da e Auff das feſt aber hatte der Oandpfleger gewonet/ denn volck einen gefãgen loß zu geben/ wilchẽ ſie wolken. Ex ha 8 te aber zu der zeic einen gefangen/ der hies Barrabas/ deœD?)? , War faſt ruchtig. Vnd da ſie verſamlet waren/ ſpꝛach Wila 7 4 rabam oder Jeſum/ den man Chriſtum nennet/ denn ee: wuſte wol/ dab ſie vn aus neid vberantworcet hatten. ö ö N 1 8 hn/ Was ſol uch denn machen mit Jeſu/ den man Chri⸗ 7 25 0 4 * S. Matthes. ele, Pndda er auff dem gericht ſtuel ſas/ ſchickte ſein weib zit ſhm/ vnd lies hm ſagen/ Gab du niches zu ſchaffen nut dieſẽ gerechcẽ/ ich hab heute viel erlitẽ im crawm/ von ſeinet wegẽ. Aber die Gohenprieſter vnd die Eltiſten vberredten dat volck/ das ſie vmb Barrabas bitten ſolcen/ vnd Jeſum vm⸗ brechten. Da anwortet nu der[Sandpfleger vnd ſprach zu vhn/ Wilchen wolt vhr vnter dieſen zwehen/ den ich euch ſol los geben? Sie ſprachen/ Barrabas. Pilatus ſprach zu ſtus nennet: Sie ſprachen alle/ Gas vhn creutzigen. Der Eandpfleger ſagt/ Was hat er denn bels gethan: Ste ſchryen aber noch mehr/ vnd ſprachen/ Cas yhn creutzigen. OSaaber Pilatus ſahe/ das er nihts ſchaffet/ ſondern das viel ein groͤſſer getuͤmel ward/ nam er wafſer/ vñ wuſch die hende fur dem volck/ vnd ſprach/ Ich bin vnſch uldich an dem blüt dieſes gerechtẽ/ ſehet yhr zu. Da antwortet das Fgalitze volck vnd ſprach/ Sein blut kome vber vns vñ vnſe⸗ 7 rekinder. Da gab er hn Baxrabã los/ aber Jeſum lies er geiſſeln/ vñ vber antwortet yhn/ das er gecreutziget trurde. nan g. Da namen die kriegs knechce des Gandpflegers Jeſum Luce. 23. Joh. c. zu ſich ynn das richthaus/ vnd ſameleten vber öhn die gan⸗ tze ſchar/ vnd zogen vhn aus/ vnd legten yhm einen purpur maficel an/ vnd flochten eine dorne krone/ vnd ſatzten ſie auff ſein hewbt/ vnd ein rhor vnn ſeine rechte hand/ vñ bew⸗ geten die krũe fur vhm vnd ſpocten vhn/ vũ ſprachen, Gott an/ vnd namen das rhor/ vnd ſchlugen damit ſein hewbt. Vnd da ſie yhn verſpottet hatten/ zogen ſie yhm den mã⸗ cel aus/ vnd zogen vhm deine kleider an vnd ſureten xn hin/ das ſie n cruͤtzigeten. Vñ inn dẽ ſie hinaus giengen/ ſundẽ — ſie einen S. Vatthes. N 1% ſie einen menſchen von Eyrine mit namen Simon/ dun 1 zwungen ſie/ das er yhm ſeim creutz trug. Vnd da ſte an die . ſter kamen mie namen Golgacha/ das iſt vordeurſcht /ſched, 0 delſtet/ gaben ſie yhm eſſig zů trincken/ mit gallen vermiſc z a. et. Vnd da ers ſchmecket/ wolt er nicht trincken. e Da ſie hn aber gecrutziget hacten/ eileten ſie ſeine kley 93 0 der/ vñ worffen das loß daruͤm̃/ auff das erfuͤllet wuͤrde das * geſagt iſt durch den Prophecẽ/ Die habẽ meine kleider vn g cer ſich geteilet/ vñ vber mein gewaͤd habẽ ſie das loſ gewor⸗ pſam n n Sa ffen. Vnd ſie ſaſſen alda/ vñ huͤteten ſeim/ Vñ oben zur ſeinẽ AE heubcen heften ſie die vrſach ſeines codes/ beſchriebẽ/ nelich/ it rh. Dis iſt der koͤnig der Juden. Vñ da wurdẽ zween moͤrder e, on mit vhm gecruͤtziget/ einer zur rechten/ vñ einer zur lincken. fl daf Die aber fuͤr pbergiengen/ leſterten hn/ vnd ſchuttelcen 1 Glu phre koͤpffe/ vnd ſprachen/ Der du den tempel Gottes zur: Vet brichſt vnd baweſt yhn vnn dreyen tagen/ hilff dir ſelber/— eit Biſtu Gottes ſon/ ſo ſteyg erab vom ereutz. Deſzgleichen il da auch die eee ſpocteten ſein/ ſampt den ſchrifftge⸗ N lerten vnd eluſten/ vnd ſprachen Andern hat er geholffen/ n vnd kan yhm ſelber nicht helffen/ Iſt er der koͤnig von I/ 1 rael/ ſo ſteig er nu vom ereutz/ ſo wollen wir vhm gleuben/ 1 Er hat Gott verera wet/ der erlöſe phn nut luſtets hn/ den . er hat geſagt ich bin Gottes ſon. Daſſelbe ruͤckten vm auch die moͤrder auff/ die mit yhm geereutziget waren.. 1 9755 Vnd võ der ſechſten ſtunde an/ ward ein finſternis vber n Die das gancze land/ bis zu der neunden ſtüde. Vñ vm̃ die neun⸗ 0 rt de ſtunde ſchrey Jeſus laut vñ ſprach/ E/ Eli/ lama aſab⸗ . chant das iſt/ Dem Got/ mein Got/ waruͤmb haſtu mich am ß ne verlaſſen: Ecliche aber die do ſtůdẽ/ do ſie das hörcẽ ſprachẽ L ſie/ Der ruffet dẽ Elias. Vñ bald lieff einer vnter ihn/ nam 4 5 G üj. einen f Euangelion 4 8 3 3 4 fl einen ſchwam/ vnd fullet vhn mit eſſig/ vnd ſtecket yhn auff 7 dein rhor/ vñ crencket phn. Die andern aber ſprachen/ Galt/ A las ſchen/ ob Elias kome vnd yhm helffe. Aber Jeſus ſchrey tte abermal kaut/ vnd verſchied. e Nuno ſthe da/ der vorhang vm tempel zureys ynn zwey be ſtuck/ von oben an bis vnden aus/ Vnd die erden erbebete⸗ 1 Vnd die felſen zuriſſen/ Vnd die greber chetten ſich auff/ vñ de ſtunden auff viel leibe der heiligen/ die da ſchlieffen/ vnd giẽ⸗. gen aus den grebern nach ſemer aufferſtehung/ vnd kamen e ynn die heilige ſtad/ vnd erſcheimen vielen. f Aber der heuptman/ vnd die bey yhm waren vnd bewa⸗ reten Jeſum/ da ſie ſahen das erdbeben/ vnd was da ge⸗ ſchach/ erſchracken ſie ſeer/ vnd ſprachen/ Warlich/ dieſer iſt Gottes ſon geweſen. Vnd es waren viel weiber da/ die von bee fernis zuſahen/ die da Jeſu waren nachgefolget von Gali⸗ Alla/ vnd hacten vhm gedienet/ Vnter wilchen war Maria Mag dalena vnd Maria die mutter Jacobi vnd Joſes/ vnd die mucter der kinder Jebedei. fl Alcea. Alm abent aber kam ein reicher man von Arimachta/ der i Jobs. hies Joſeph/ wilcher auch ein iunger Jeſit war/ der erat zu e Pllaco/ vñ bat vhn vmb den leib Jeſil. Do hies Pilatus/ 1 man ſolt yhm yhn geben. Vnd Joſeph nam den leih/ vnd 4 3 wickelet hn ynn ein rein linwad/ vnd legete yhn vnn ſein eigen new grab/ wilches er hatte laſſen ynn einẽ fels hawen/ vnd weltzer eimen groſſen ſtein fur die chůr des grabes/ vd gieng dauon. Es war aber alda Maria Magdalena/ vnd 0 die ander Maria/ die ſatzten ſich gegen das grab.* Des anderen tags/ der da folget nach dem ruſttage/ la⸗ men die hohen prieſter vnd Phariſeer ſemptlich zu Pila⸗ 1 to/ vnd ſprachen/ Herr/ wir haben gedacht/ das dieſer ver⸗ 05 0 furer ſprach G. Vatthes. furer ſprach/ da er noch lebet/ Ich wil nach dreyen tagen auff erſtehen. Darurnb befilhe/ das man das grab vertbare bis an den dritten tag/ auff das nicht ſeine iunger komen/ vñ ſtelen yhn/ vnd ſagen zum volck/ er iſt aufferſtanden von dẽ codten/ vnd werde der letzte betrug erger denn der erſte. P. latus ſprach zu yhn/ Da habt yhr die huͤtter/ gehet hin/ vnd verwarer wie phr wiſſet. Sie glengen hin vnd verwarcten das grab mit huͤtern/ vnd verſigeleten den ſteim. Das. xxviij. Capitel. Aber der Engel antwortet vnd ſprach zu den weibern/ furchtet euch nicht/ ich weys das yhr Jeſum den gecreutzi⸗ geten ſuchet/ Er iſt nicht hie. Ex iſt aufferſtanden/ wie er deen hat/ kompt her vnd ſehet die ſtet/da der Herr hin ge⸗ gt war/ vnd gehet ſchnelle hin/ vnd ſaget es ſeitien uügern/ das er aufferſtanden ſey von den todten/ Vnd ſihe/ er wird fur euch hin gehen ynn Galilea/ da werdet yhr vhn ſeben/ Sihe/ ich habs euch geſagt. Vnd ſie giengen ſchnelle zum grabe hinaus mit furcht vnd groſſer frewde/ vnd lieffen/ das ſie es ſeinẽ tungern ver⸗ c G wnij luͤndige⸗ 7 5 9 2 0 8 4 2 Euangelion kundigeten. Vnd da ſie giengen ſeinen iuͤngern zu verkun⸗ digen/ Sihe/ da begegnec yhn Jeſus vnd ſprach/ Goct end gruͤſſe euch/ Vnd ſie traten zu yhm vñ griffen an ſeine füͤſſe/ 25 „ Hun 5 5,—„ E rte, ee. u 0 e A 1 ..us vnd fielen fur yhm nider. Da ſpꝛach Jeſus zu yhn/ Purcht euch nicht gehet hin/ vnd verkuͤndiget es meinen bruͤdern/ das ſie gehen ynn Galilea/ da ſelbs werden ſie mich ſehen. Da ſie aber hin giengen/ ſihe/ da kamen etliche von den huͤtern ynn die ſtad/ vnd verkuͤndigeten den Hohenprie⸗ ſtern/ alles was geſchehen war. Vnd ſie kamen zůſa men mit den Eltiſten/ vnd hielten einen rad/ vnd gaben den kriegs knechten geles genug/ vnd ſprachen/ Saget/ eine iuͤnger ka men des nachts/ vnd ſtolen yhn/ die weil wir ſchlieffen/ Vñ wo es wird auskomen bey dem Eandpfleger/ wollen wir yhn ſtillen/ vnd ſchaffen das phr ſicher ſeid. Vnd ſie namen eee. chetcen wie ſie gelert waren. Solche rede iſt chebar worden/ bey den Juden/ bis auff den heutigẽ tag. Aber die eilff uͤnger giengen vnn Galilea/ auff einen berg/ dahin Jeſus vhn beſcheiden hatte/ Vnd da ſie yhn ſa⸗ hen/ fielen ſie fur yhm nidder.& cliche aber zweiffelten/ vnd Jeſus trat zu yhn/ redet mit yhn vnd ſprach/ Mir iſt gege⸗ ben aller gewalt vnn hymel vnd erden/ Darumb gehec hin vnd leret alle voͤlcker/ vnd ceuffet ſie vnn dem na⸗ men des vaters vnd des ſons vnd des heiligen gei⸗ ſtes/ vnd leret ſie halten/ alles was ich eu befolhen habe. Vnd ſiehe/ ich bin bey euch alle tage bis ans en⸗ „ lab Ar.. 2 de der wellc. e Ende des Euangelijs.⸗ 5 Sant. Matthes. 155 Euangelunm Sanct 8 Das erſte C 5 8 N W— r 0 5 fen n 3 N* 2280 8 * 2 e 7 05 25 N. IN 8 W — E . 2 S — N D 2 2 5 — . N S y 2 7 5 N N 1 „NBAher vnn den Propheren/ mauchie 1 8 N b D N 7 5 N n e 8 2 8 0 n n 8—— 2 8 N n 8— 2 N SSS DNN e e W. N N N D ä— 9 N— 8 8 1 . e. ö Es itt eine ruͤffende ſtm 8 1 00 Frag.. N 88 1 8 9 1 be U ie 1 me vnn der wuͤſten/ berei⸗ b c(eec den weg des Gerrn/ maachet ſeine ſteige rich⸗ L tig. Ic Joannes der war vlin der wuͤſten/ ceuffet vnd predige cha von der tauffe der bu zur vergebung der ſuͤnden. Vnd es L gieng zu jhm hinaus das gancze Judiſche land vnd die von 05 Deruͤſalem/ vnd lieſſen ſich alle von yhm teuffen yun dem f Dordan/ vnd bekenneten vhre ſunde. 5 f Joannes aber war bekleidet mit kameel haren/ vnd mit f einem leddern goͤrtel vmb ſeine lenden/ vnd aſs hewſchreckenn vnd wild hotug/ vnd prediget vnd ſprach/ Es kompt einer nach mir/ der iſt ſtercker denn ich/ dem ich nicht gnugſam f bin/ das ich mich fur yhm buͤcke/ vnd die rymen ſeiner ſchuch auffloſe/ Ich ceuffe euch mit waſſer/ aber er wird euch mic e— 2 ——— —— dem 0 2 Euangelion dem heiligen geiſtteuffen. Math. 9005 es beach ich f der ſelbigẽ zeit/ das Jeſus aus Ga⸗ Joan.. ſilea von Nazareth kam/ vnd lies ſich teuffen von Joanne ym Jordan/ Vnd als balde ſteig er aus dem waſſer/ vnd ſeahe das ſich die hymcl auffchatten/ vnd den geiſt gleich wie eine taube erab ide da geſchach eine ſtym⸗ 8 Di me von hymel/ Du biſt mei lieber ſon/ ynn dem ich ein wolgefallen habe. g math. Vnd bald treib vhn der geiſt vnn die wuͤſten/ vnd war e alda jnn der wuͤſten biertzig cage/ Vnd ward verſucht von dem teüffel/ vnd war bey den chieren/ vnd die Engelt diene⸗ ten yhm. Nach dem aber Joannes gefangen ward/ lam Jeſus ynn Galilea/ vñ prediget das Ruangelion vom reich Got⸗ tes vnd ſprach/ Die zeit iſt erfullet/ vnd das reich Gottes iſt erbey komen/ chut buſſe/ vñ glewbet an das Euangelton. math.. Da er aber an dem Gallleiſchen meer gieng/ ſahe er Luce, Simon vnd Andreas ſeinen bruder/ das ſie phre netz yns meer worffen/ denn ſie waren fiſcher. Vnd Jeſüts ſprach zn .. de dee mir nach ich wil euch zu menſchen fiſcher ma⸗ 100 ls balde verlieſſen ſie yhre netze/ vnd folgeten vhm nach. i 5 Vnd da er von dannen ein wenig furbas gieng/ ſahe er Jacoben den ſon Zebedet vñ Joannem ſeinen bruder/ das . aui ſie hre netze vm ſchiff zu ſamen legten/ vnd bald rieff er ihn. Vnd ſie lieſſen yhren vater Jebedeon jm ſchiff mic den tag⸗ loͤnern/ vnd folgeten yhm nach. a6„ Vnud ſie glengen gen Capernaũ/ vnd bald an den Sab⸗ bathen/ gieng er ynn die ſchulen/ vnd lerete. Vnd ſie encſatz⸗ ten ſich vber ſeiner lere/ denn er lerete gewaltiglich/ vñ nicht wie 5 —— ꝛͤ—ę᷑m—¼¼ʃbʃ S. Vartus. wie die ſchrifftgelerten. Vnd es war ynn yhrer ſchulen ein menſch beſeſſen mit ei Luce nem vnſauberen geiſt/ der ſchrey vnd ſprach/ Halt/ was ha⸗ ben wir mie dir zu ſchaffen Jeſu von Nazareth: du biſt ko⸗ men vns zu verderben/ ich weis/ das du der heilige Gottes biſt. Vnd Jeſus bedrawete yhn vnd ſprach/ Verſtumme/ vnd fare aus von phm. Vnd der vnſauber geiſt reys phn/ vnd ſchrey laut/ vnd fur aus von yhm. Vnd ſie erzicterten al⸗ le/ alſo/ das ſie vntereinãder ſich befragtẽ vñ ſprachen/ Was iſt das: was iſt das fur eine newe lere: er gepeut mit gewalt den vnſaubern geiſtern/ vnd ſie gehorchen yhm. Vnd ſeinn geruͤchte erſchall bal vmbher vnn die grentze Galilte. machs Vnd ſie giengen bald aus der ſchulen/ vñ kamen vnn das. baus Simonis vnd Andres mit Jacoben vnd Joannen. Vnd die ſchwiger Simonis lag vñ hatte das fieber/ vñ als bald sagen ſie bon von pr Vndercraczu phr vndricheſe auff/ vnd hielt ſie bey der hand/ vñ das fieber berlies ſie bald/ vnd ſie dienet yhn. Am abent aber/ da die ſonne vntergangen war/ brachcẽ ſie zu vhm allerley krancketi vnd beſeſſene/ vñ tank fad rancken die verſamelete ſich für der chuͤr/ vnd er halff vielen kran mit mancherley ſeuchen beladen waren/ vnd creib viel teufel aus/ vnd lies die ceuffel nicht reden/ denn ſie kenneten hn. Vnd des morgens fur tage ſtund er auff/ vnd gieng hin 1 aus/ vnd Jeſus gieng yñ eine wuͤſte ſtete vnd bettet da ſelbs Vnd Petrus mit denen/ die mit phm waren/ eileten hm nach/ Vnd da ſie yhn funden/ ſprachen ſie zu jm Nderman N ſuchet dich. Vnd er ſprach zu yhn/ Eaſt vns ynn die nehiſt ſtedte gehen/ das ich daſelbs auch predige/ denn da zu bin ic komen. Vnd er predegete ynn phren ſchulen/ ynn gantd Ca lilea . 2. Gu„ 1. Au. ii, A 2 7. 1 Euangelion lea/ vnd treib die teufel aus. ee mab e PYnd es kam zu yhm ein auſſetziger/ der bat yhn/ kniet fur Luang. yhm/ vnd ſprach zu hhm/ Wiltu/ ſo kanſtu mich wol reini⸗ gen. Vnd es ſamerte Jeſum/ vnd er recket die hand aus/ ruret phn an/ vnd ſprach/ Ich wils chun/ ſey gereiniget. Vnd als er ſo ſprach/ gleng der auſſatz als balde von yhm/ vnd er ward rein. Vnd Teſiis bedra wet vhn/ vnd treib phn als balde von ſich/ vnd ſprach zu yhm/ Sihe zu/ das du nie⸗ mand nichts ſageſt/ ſondern gehe hin/ vñ zeige dich dẽ Prie e anlg. ſter/ vnd opfere fur deine 1 was NMoſes gepotten hac zum zeugnis vber ſie. Er aber/ da er hinaus kam/ hub er e an aus zu bringen vnd ruchtbar machen die geſchicht/ alſo⸗ das er hinfürt nicht mehr kund offentlich vnn die ſtad gehẽ/ ſondern er war hauſſen ynn den wuͤſten oͤrtern/ vnd ſie ka⸗ men zu yhm von allen enden. N Das ander Capitel. Do vber etliche tage gieng er widderumbgen Ca⸗ vpernaum/ vnd es ward ruchtbar/ das er ym hauſe war/ Vnd als bald verſamleten ſich viel/ alſo/ das ſie nicht phauſßzen rawm hatten/ auch fur der chuͤr. Vnd er ſagt yhn das Wort. Vnd es kamen ecliche zu yhm die brachten einen e vieren getragen/ Vnd da ſie nicht Ekluudten bey yhn komẽ fur dem volck/ decktẽ ſie das dach auff da er war/ vnd grubens auff/ vnd lieſſen das bett ernidder/ da der gichtbruͤchtige vnnen lag. Da aber Jeſus phren glawben ſahe/ ſprach er zu dem gichebruͤchtigẽ/ Mein ſon/ deine ſunde ſind dir vergehen. Es waren aber etliche ſchrifftgelerten/ die ſaſſen alda/ vñ gedachten ynn phrem hertzen/ Wie redet dieſer ſolche ae „ tes leſte ger Gott: Vnd Jeſüs erkennet balt vnn ſeinem geiſt/ das edencke yhr ſolchs ynn ewren hertzen? Wülche iſt leichter u dem gichchruͤchergen zu ſagen/ dir ſind deine funde verge⸗ ben? oder ſtehe auff/ nym dein bette vnd wandelee luff das phr aber wiſſet/ das des menſchen ſon macht hat zu vergeben ie alſo Haufen bey ſich ſelbs/ vnd ſprach zu pynen. Was 0 die ſunde auff erden/ ſprach er zu dem gichchruͤcheigen. Ich ſage dir/ ſtehe auff/ nom dein bette/ vnd gehe ynn dein haus. Vnd als bale ſtund er auff/ nam ein bette/ vnd gleng hin aus fur Ihn allen alſo das ie ſichalleencſatzen vn pꝛepſeteft Gott/ vnd ſprachen. Wir haben ſolchs noch nie geſehen. Vnder gieng widderumb hynaus an das meer/ vñ alles bolck kam zu phm/ vnd er lerer ſie. Vnd da Jeſus ſur bber hieng/ ſahe er Eeu den ſon Alphel am zol ſitzen/ vñ ſprach uyhm. olge mir nach. Vnd er ſtund auff/ vñ folgete vom nach. Vnd es begab ſich/ da er zu eiſch ſaſo ynn ſeinem hauſe ſaczten ſich viel zo ner nd ſündere zu tiſch mit Jeſtt vñ ſei⸗ Math. 1 nen iuͤngern/ Denn yhrer war viel/ die yhm nachfolgeten. Vnd dieſchrifftgelerten vnd Phariſeer/ da ſie ſahen das er mit den zolnern vnd ſuͤndern aſz/ ſprachen ſie zu ſeinen iuͤn⸗ gern/ Warumb iſſet vnd trincket er mit den zolnern vñ ſůn⸗ dern: Da das Jeſus hoͤret/ ſprach er zu yhnen. Die ſtarc⸗ ken durffen keines artztes/ ſondern die krancken/ Ich binko Vnd die junger Johannis vnd der Phariſeer faſteten met zu ruffen den ſuͤndern zur puſſe/ vñ nicht den gerechten viel/ vnd es kamen etliche die ſprachen zu hm/ Warumb faſten die luͤnger Johannis vnd der Phariſeer/ vnd deine lüngerfaſten nuch: Vnd Jeſus ſprach zuphn/ Wiek nn nen der hockdeic kinder faſten/ die weil der breuegam bey ppn iſt: C. v l 1 0 6 0 tes leſterung. Wer kan ſunde pergehen/ denn nur der eymm · Cuangelion yhn iſt e Alſo lange der breutigam bey yhn iſt/ kunnen ſte nicht faſten. Es wird aber die zelt komen/ das der bꝛeuctgamn von yhn genomen wud/ denn werden ſie faſten. Niemant flickt einen lappen von newem euch an ein alt leid/ denn er reiſſet doch den newen lappen vom alten/ vnd der ryſs wird erger. Vnd memand faſſet moſt pnn alte ſchleuche/ anders zureiſſet der moſt die ſchleuche vñ der wein wird verſchuctet/ vnd die ſchleuche komen vmb/ ſondern ma ſol moſt ynn newe ſchleuche faſſen. Vnd es begab ſich/ da er wandelte am Sabbath durch die ge Aber ſaht/ vnd ſeine iuͤnger fiengen an einen weg erdurch zu ma⸗ chen/ vnd rauffcen eheren auſz. Vnd die Phariſeer ſprachẽ du ihm/ Sihe zu/ was thun deme iuͤnger das nicht taug am Sabboach/ Vnd er ſprach zu yhn/ Habe yhr nicht geleſen/ was Dautd chet/ da es vhm not war/ vñ hn hügerte ſarnpt Regal denen die bey vhm waren/ wie er gieng vnn das haus Goc⸗ tes/ zur zeit Abiachar des Hohenprieſters/ vnd aß die ſchaw e brod die niemand churſte eſſen denn die prieſter/ Vnd er gab ſie vhm vnd denen die bey vhm waren! Vnd er ſprach zu yhn/ Der Sabbach iſt vmb des menſchen willen gema⸗ cht/ vnd nicht der menſch vmb des Sabbachs willen. So iſt des menſchen ſon ein Herr/ auch des Sabbachs. Das dritte Capitel. Luer. e d er gieng vnn die ſchůle vnd es war da ein meſch der hatte eine verdorrete hand/ Vnd ſie hielten auff 0 9 ſie hn beſchuldigen möchten. Vnd er ſprach zu dem men⸗ ſchen mit der verdorreten hand/ Tric erſur. Vnd er ſprach zu phnen/ ag man am Sabbach gutes chutt/ odder mag man ober auch am Sabbach phn hepflen wurde auff das mag man boͤſes chun · das leben erhalten odder todten Sie„5 aber ſchwiegen ſtille. Vnd er ſahe ſie vmb her an mit zorn/ vnd war betruͤhet vber yhrem verſtarretẽ hertzen/ vñ ſpꝛach 5 5 zu dem menſchen/ Srecke deine hand aus. Vnd er ſtrackte— ſie aus/ vnd die hand ward yhm geſund wie die andere. Vnd die Pharſcer gingen hinaus ond hielcen alsbald einen rad mit erodis diener vber vhn/ wie ſie vhn vmb⸗ 1 brechten. Aber Jeſus entweich mic ſemen tuͤngern an das meer/ vnd viel volckz folgete yhm nach aus Gaſilea/ vnd vo Judea/ vnd von Jeruſalem/ vnd auß; Hdumea/ vnd vonn ſhenſid des Jordans vnd die nb Tyr vnd Siden wo nen/ die ſeine chatten höreten 0. Vnd erſprach zu fenen lüngern das ſieſhm ein ſchiffin hielten/ vmb des volcks willen/ das ſie yhn nicht drungen been, denn er heilete vhrer viel/ alſo das ſie yhn vberfielen ale die geplaget waren/ auff das ſie yhn anruͤreten. Vnd weñ yhn die vnſaubern geiſter ſahen/ fielen ſie fur vhm nidder/ ſchrey en vnd ſprachen/ Du biſt Goctes ſon. Vnd er bedrawet ſie hart/ das ſie yhn nicht offenbar machten. Vnd er ſteig auff einen berg/ vnd rieff zu ſich wilcheer wol Math. io Luce. 6. ce/ vnd die giengen hin zu vhm/ vnd er ordnete die zwelffe/ Luce. 9. das ſie bey pom ſein ſolten/ vnd das er ſie auſzſendte zu predi⸗ gen vnd das ſie macht hetten/ die ſeuche zu heylen/ vnd die teuffel auszutreiben/ Vnd gab Simon den namẽ Petrus/ vnd Jacoben den ſon Zebedei/ vnd Joatmnem den bruder Jacobi/ vnd gab vhn den namen Bnehargem das iſt ge⸗ ſagt/ donners kinder/ Vnd Andream/ vnd Philippon vñ Barpcholomeon/ vnd Macheon/ vnd Thoman/ vnd Ja⸗ cobon Alpheus ſon/ vnd Chadeon/ vnd Simon von Ca- na/ vnd Judas Iſchartoch/ der yhn verrbiet. Gi Pnd ſie Euangelion 1 wen. Vrd ſie kamen zu hauſe/ vnd da kam abermal das volck du ſamen/ alſo das ſie nicht raum hatten zu eſſen. Vnd da es höreten die vmb yhn waren/ giengen ſie hinaus vnd wolten — pyhn halten/ deñ ſie ſpꝛachen/ Er wird ne ſchrifft cgelerten aber die von Jeruſalem abher komen waren/ ſpra⸗ chen/ Er hat den Becldebub/ vnd durch den oberſten teufel reibt er die teuffel aus. Vnd er rieff ſie zuſamen/ vnd ſprach zu yhnen vnn gleichniſſen. 1 5 Wee lan ein ceuffel den andern außtreiben: Vnd wenn bab ein Reich vnternander vneims wird/ mag es nicht beſtehen. ee Vnd wenn ein haußz ſelbs vnternander vneins wird/ mag s nicht beſtehen. Setzt ſich nu der teuffel widder ſich ſelbs/ vnd iſt mit yhm ſelbs vneins/ ſo kan er nicht beſtehen/ ſonde⸗ rn es iſt aus mit yhm. Es kan niemand einem ſtarcken ynn ſein haus fallen/ vnd ſeinen haußßrad rauben/ es ſey deñ das er zuuor den ſtarcken binde/ vnd als denn ſein haus beraube. dab. Warlich ich ſage euch/ alle ſunde werden vergehen den me⸗ Luer f. ſchen kindern/ auchdie gottes leſterung/ damie ſie Got leſte xn/ Wer aber den Geiligen geiſt leſtert/ der hat keine verge⸗ fung ewiglich/ ſondern iſt ſchuldig des ewigen gerichces/ Diäenn ſie ſagten/ Er hat einen vnſaubern geiſt. Vnd es kam ſeine mutter vnd ſeine bruͤder/ vnd ſtunden Math. 12 6 Ale. s. hallſſen, ſchickten zu yhm/ vnd lieſſen vhm ruffen. Vnd das pbHholck ſaß vmb yhn/ vnd ſie packen zu yhm. Siehe/ deine f mutter vnd deine bruder drauſſen fragen nach dir. Vnd er antwortet yhn vnd ſprach/ Wer iſt mein mutter vnd mei⸗ ne bruͤder? Vnd er ſahe rings vmb ſich auff die luͤnger/ die vmb yhn ym kreiſſe ſaſſen/ vnd ſprach/ Siehe/ das iſt mei⸗ ne mutter vñ meinebruͤdere/ Deñ wer Gottes willen ehue/ der iſt mein bꝛuder vnd mein ſchweſter vnd mein mutter. 1 n Das vierde N 2 N INN 1 58 r e —— 11 *— 2 8 8 N 5 NN* 8 N e 5 n 2 e* volck ſtund auff dem lande am meer/ vñ er 1 7 phn lan⸗ ge durch gleichniſſe/ Vñ ym lerẽ ſprach er nichte/ da es nicht viel erden hatte/ vnd gieng bald auff/ dar ul das es nicht tieffe erdẽ hacte/ Da nu die ſonne auffgieng verwelcket es/ vñ dieweil es nicht wurtzel hatte/ verdorret ss. Vnd ellichs fiel vnter die dornẽ/ vñ die dornẽ ſtiegẽ empor vñ erſticktens/ vñ es gab keine frucht. Vñ etlichs fiel 5 2.4 2 1 u hn. Hoͤrec zu/ Machs Sige/ es gieng ein ſeeman aus zu ſeen/ Vnd es begab ſich/ was pr dem er ſeet/ fiel eclichs an den weg/ da kamen die vogel vnter dem himel/ vnd fraſſens auff/ Eclichs fiel ynn das ſten 1 gut land/ vñ gab frucht die da zunam vñ wuchs/ Vñ eclichs crüg dreiſſigfeleig/ vñ etlichs ſechtzigfeltig/ vñ etlichs hůdert⸗ feltig. Vnd er ſprach zu vhn/ Wer oren hat zů hö ꝛẽ der hoe. nd es begab ſich da er alleine war/ fragten vhn vmb dieſe gleichniſſe die vmb yhn warẽ/ ſampt den zwelffen. Vñ er ſprach zu yhnen/ Euch iſts gegeben das geheymnis des reichs Gottes zu wiſſen/ denen aber drauſſen widderferet es alles durch gleichniſſe auff das ſie es mit ſehenden augen ſe⸗ hen/ vnd doch nicht erkennen/ vnd mit hoͤrenden oren hoͤren vnd doch nicht verſtehen/ auff das ſie ſich nicht der mal eins bekeren/ vnd yhre ſunde yhn vergeben werdẽ. Vnd er ſpracgh;h zu yhnen/ Verſtehet vhr dieſe gleichniſſe nicht? wie wole v denn die andern alle verſtehen. Der ſeeman ſeet das wort. Dieſe ſinds aber die an dem wege ſind/ Wo das wort geſeet wird vnd ſie es gehort haben bee G j ſokompc 1 1 ö 1 170 1 g Euangelion ſeokompt als bald der Sachan vnd mmpt weg das wort⸗ das ynn yhr hertz geſeet war/ Alſo/ die ſinds die aufs ſteinichte geſeet ſind/ wenn ſie das wort gehoͤret haben/ ne⸗ men ſie es bald mit freuden auff/ vnd haben keine wurtzel yñ yhn/ ſondern ſind wetter wendiſch/ wenn ſich truͤbſal odder c verfolgung vmbs worts willen erhebt/ ſo ergern ſie ſich als v bald/ Vn dieſe ſinds die vnter die doͤrne geſeet ſind/ Die das wort hoͤren/ vnd die ſorge dieſer welt/ vnd der betriegliche reichtumb/ vnd viel andere luͤſte gehen hinein vnd erſticken das wort/ vnd bleibt on fruchte. Vnd dieſe ſinds/ die auff ein gut land geſeet ſind/ Die das wort hoͤren vnd nemens an/ vnd bringen frucht/ etlicher dreiſſigfeltig/ vnd etlicher ſecht⸗ digfeleig/ vnd etlicher hundertfeltig. a Vnd er ſprach zu yhn/ Zundec man auch ein liecht an/ math das mans vniter einen ſcheffel/ odder vnter einem tiſch ſetze: es. mit nichte/ ſondern mans auff einen leuchter ſetze: Denn es iſt nichts verborgen/ das nicht offenhar werde/ vñ iſt nichts heimlichs/ das nicht erfuͤr kome. Wer oren hat zu hoͤren/ der hoͤre. Vnd er ſprach zu vhnen/ Sehet zu/ was hr hoͤret/ Mit wilcherley maſz hr meſſet/ wird man euch wider meſ ſen/ vnd man wird noch zu gehen/ euch/ die yhr diſz höͤret/ Likes Denn wer da hat/ dem wird gegeben/ vnd wer nicht hat/ von dem wird man nemen/ auch das er hat. eth Pnder ſprach/ Das reich Gottes hat ſich alſo/ als weñ ein menſch ſamen auff ſein land wirfft/ vnd ſchlefft/ vnd ſte⸗ bpbhecauff nacht vnd tag/ vnd der ſame gehet auff vnd gruͤleet/ das ers nicht weis/ denn die erde bringt von vhr ſelbs zum er ſten das gras/ darnach die ehern/ darnach den vollen weitzẽ ynn den ehern/ Wenn ſie aber die frucht bracht hat/ ſo ſchie⸗ (leer balde die ſicheln hin/ denn die erndce iſtda. Wi Vn ——³3Hůů——— Vnd er ſprach/ Wem wollen wir das reich Gottes ver⸗ Luce gleichen: vnd durch wilch gleichnis wollen wir es furbildẽ? rh! Gleich wie ein ſenffkorn/ wenn das geſeet wird auffs land/ ſo iſts das klemeſt vnter allen ſamen auff erden/ vnd wenn es geſeet iſt/ ſo nimpt es zu/ vnd wird groͤſſer denn alle kol kreuter/ vnd gewinne groſſe zweige/ alſo/ das die vögel vn⸗ ter dem hymel vnter ſeinem ſchatten wonen kunden. Vnd durch viele ſolche gleichniſſe ſaget er yhn das wort/ nach dem ſie es hoͤren kunden/ vñ on gleichnis redet er nichts zu yhn/ Aber vñ ſonderheit legt ers ſeinẽ iutgern alles aus. Vl an dem ſelbigen tage des abents ſprach er zu vn/ Taſt vns hin vber faren. Vnd ſie liſſen das volek gehen/ vnd na⸗ 155 5 0 5 er ſchon da war ym ſchiff/ vnd waren mer chiff bey yhm. 108% 4 ff 2 Vnd es erhub ſich ein groſſer windwurbel/ vnd warff die mae wellen vnn das ſchiff/ alſo/ das das ſchiff vol ward/ Vnd en. war hinden auff dem ſchiff vnd ſchlieff auff einem kuͤſſen/ vnn ſie weckten yhn auff/ vnd ſprachen zu yhm/ Meiſter/ frage⸗ ſtu nichts darnach/ das wir verderben! Vnd er ſtund auff/ vnd bedrawete den wind/ vñ ſprach zu dem meer/ Schweig ſtille vnd verſtumme. Vnd der wind leget ſich vnd ward ei⸗ ne groſſe ſtille. Vnd er ſprach zu vhn/ Wie ſeid yhr ſo furchc⸗ ſam: Mie das ihr keinen glawöẽ habt!: Vnd ſie furchten ſich ſeer vnd ſprachen vntereinander/ Wer iſt der? denn wund vnd meer iſt yhm gehorſam. fe, Das funfft Capitel. 7 N 2 5* 25 2 5 — 5* als bald entgegen aus den grebern/ ein beſeſſen menſch von „ Euangelion einem vnſaubern geiſt/ der ſeine wonung ynn den grebern hatte/ Vnd memand kund jhn binden/ auch nicht mit kettẽ/ denn er war offt mit feſſeln vnd mit ketten gebunden gewe⸗ ſen/ vnd hatte die ketten zugeriſſen/ vnd die feffel zu rieben/ vnd memand kund jhn zemen/ vnd er war allezeit/ beide tag vnd nacht auff den bergen vnd vnn den grebern/ ſchrey vnd ſchlug ſich mit ſteinen/ Da er aber Jeſum ſahe von fernes/ lieff er zu/ vnd fiel fur yhn nidder/ ſchrey laut/ vnd ſprach/ Was 177 ich mit dir zu chun: G Jeſu du ſohn des Al⸗ lerhöͤchſten/ ich beſchwere dich bey Gott/ das du mich nicht queleſt. Er aber ſprach zu yhm/ Rare aus du vnſau⸗ ber geiſt von dem menſchen. Vnd er fragte yhn/ Wie heiſſe⸗ ſtu: Vnd er antwortet vnd ſprach/ Eegion heiſſe ich/ denn vnſer iſt viel. Vnd er bat yhn ſeer/ das er ſie nicht aus der ſel⸗ ben gegend triebe. .PVhudes war daſelbs an den bergen eine groſſe herd ſewe an der werde/ vnd die teuffel baten phn alle vñ ſpꝛachen/ as vns vnn die ſewe faren. Vnd als bald erleubet yhn Jeſus. Da furen die vnſaubern geiſte aus/ vnd furen jnn die ſewe. Pnd die herd ſturtzte ſich mit einem ſturm yns meer/ vh⸗ rer war aber bey zwey tauſent/ vnd erſoffen vm meer. Vnd die ſewe hirten flohen vnd verkundigeten das vnn der ſtad vnd auff dem lande. Vnd ſie giengen hinaus/ zu ſehen Was do geſchehen war/ vnd kamen zu eſu/ vnd ſahen den beſeſſenen/ der die Segion gehabt hatt/ das er ſaſz vnd war bekleidet/ vnd vernunfftig/ vnd furchten ſich. Vnd die es ge⸗ ſehen hacten/ ſagten hn/ was dem beſeſſenen widderfaren war/ vnd von den ſewen. Vnd ſie fingen an vnd baten vhn/ das er aus yhrer gegend zöge. Vnd da er ynn das ſchiff trat/ bat yhn der beſeſſene/ das er mochte bey yhm ſein. 25 185 3 us lies S. Warcus. ſus lies es hm nicht zu/ ſondern ſprach zu vhm/ Gehe hin vnn dein haus/ vnd zu den deinen/ vnd verkundige yhn/ wie groſſe wolchat dir der Herr gechan vnd ſich dein erbarmet hac. Vnd er gieng hin/ vnd fieng an auszuruffen vnn den zehen ſtedten/ wie groſſe wolchat yhm Jeſus gechan hatte/ vnd yderman verwunderte ſich. 1 1 Vnd da Jeſus widder hin vber fur ym ſchiff/ verſamlet„, ſich viel volcks zu vhm/ vñ war an dem meer. Vnd ſihe/ da dcs. kam der oberſten einer von der ſchuͤle/ mit namen Jayrus/ vnd da er yhn ſahe/ fiel er yhm zu fuſſen/ vnd bat yhn ſeer/ vnd ſprach/ meine tochter iſt vnn den leczten zuͤgen/ du wol⸗ tiſt komen/ vnd deyne hand auff ſie legen das ſie geſund wer⸗ de vnd lebe. Vnd er Glan hyn mit yhm/ vnd es folget vhm viel volcks nach/ vnd ſie drungeu yhn. Vnd da war ein weyb/ das hatte den bluegang zwelff tar gehabt/ vnd viel erlietten von vielen arczten/ vnd hacte alle phr gut drob verzeret/ vnd halff ſie nichts/ ſondern viel mehr ward es erger mit yhr/ da die von Jeſu höͤrete/ kam ſie ym volck von hynden zu/ vnd ruͤrete ſein kleyd an/ deñ ſie ſpꝛach/ weñ ich uiůͤr ſeyn kleyd möcht anruͤren/ ſo wuͤrd ich geſundt/ vnd als bald vertrucket der brun yhres blucs/ vnd ſie fuͤlet am leybe/ das ſie von vhrer plage war geſund worden. Vnd Deſus fuͤlet als bald an vhm ſelbs die krafft die von vhm auſgangen war/ vnd wand ſich vmb vnter dem volck /d vnd ſprach/ wer hat meyne kleyder angeruerc/ vnd die uͤn⸗ ger ſprachen zu yhm/ du ſiheſt das dich das volck dringet/ vñ ſprichſt/ wer hat mich angeruͤrt? vnd er ſahe ſich vmb nach der/ die das gethan hatte/ Das weib aber furcht ſich vnd e ⸗ tert/ denn ſie wuſte was an vhr geſchehen war/ kam vnd feen fur vhm npdder/ vñ ſaget phm die gantze nne, . aber zu Euangelion ber zu phr/ meyn tochter/ dern glawb hat dich geſunt ge⸗ fache geh 4 mit friden/ vñ— von deyner plage. Do er noch alſo redet/ kamen ecliche von den obirſten der ſchůle vnd ſprachen/ dein cochter iſt geſtorben was muͤheſtut weycter den meiſter 115 aber hoͤret balde die rede die da geſagt ward vñ ſprach zu dem obirſten der ſchůͤle/ furcht dich niche/ gleube nuͤr/ vnd lies niemand yhm nach folgen/ denn . Petern vnd Jacoben vnd Joannen ſeynen bruder/ vnd N 8 er kam vñ das haus des obirſten der ſchůle/ vnd ſahe das ge⸗ cummel/ vnd die da ſeer weyneten vñ heuleten/ vnd er gieng hynepn/ vnd ſpꝛach zu jhnen/ was tummelt vnd weynet jhr/ das kind iſt nicht geſtorben/ ſondern es ſchlefft/ vnd ſie verla⸗ chten yhn/ vnd er creyb ſie alle aus vnd nam mit ſich den va⸗ cer des kinds vnd die mucter/ vnd die bey yhm waren/ vnd e 255 hyneyn/ da das kind lag/ vnd ergreyff das lind bey deꝛ hand pn ſpꝛach zu vhr/ Tabea kumi/ das iſt verdolmetſcht/ 1 eypdlin/ ich ſage dir/ ſtehe auff/ vnd bald ſtund das meyd⸗ n auff/ vnd wandelte/ Es war aber zwelff iar alt/ vnd ſie encſaczten ſich vber die mas/ vnd er verpot yhn hart/ das es niemand wiſſen ſolte/ vñ ſaget/ ſie ſolten phr zu eſſen gebẽ. . Ons ſechſte Capitel. der gieng aus von dannen/ vnd kam yn ſeyn va⸗ 1 ee,* E eerland vnd ſeyne tunger folgeten phm nach/ vnd da viel die es hoͤrecen/ verwunderten ſich ſeyner lere vnd ſpra⸗ chen/ Wo her kompt dem ſolchs: vnd was weyſbeyt iſts/ die ahm geben iſt/ vnd ſolche chatten die durch ſemie hende ge⸗ ſchehen? iſt er nicht der yymerman Marien ſone/ vnd der bruder Jacobi vñ Joſes vnd Jude vnd Simons 115 180 niche der Sabbach kam/ hub er an zu leren vn yhrer ſchůle/ vnd 10 S. Marcus. N nicht auch ſeine ſchweſtern alhie bey vns vñ ſie ergerten ſich N an yhm/ Jeſus aber ſprach zu phn/ Eyn Prophet gilt ny 1 e gend weniger/ denn daheim am vaterlande/ vnd bei den ſen/ꝛ⸗/ N nen/ vnd er kund alda nicht eyn eynige chat thun/ denn we⸗ . 0 nig ſiechen legt er die hende auff vnd heylet ſie vñ er verwun⸗ 180 derte ſich pbres vnglawbens. Vnder gieng vmbher vnn die ſtedte ym kreys vnd lere⸗ 0 c b 0 5 te/ vnd er berief die zwelffe/ vnd hub an vnd ſand ſie phe ea zween vnd zween/ vnd gab phn macht vber die vnſawhern„, N 800 geyſter/ vnd gepot phn/ das ſie nichts bey ſich trugen denn Lucy. Ute eynẽ ſtab/ keyn brod/ keyn gelt jm guͤreel/ſondern geſchucht/ 92 0 vnd das ſie nicht zween röͤcke an zogen/ vnd ſprach zu phn e/ n ber wo yhr ynn eyn haus gehen werdet/ da bleybt ynnen/ bis yhr 10 von dannen zihet/ vñ wilche euch nicht auffnemen/ noch ho⸗ rain ren/ da gehet von dannen eraus/ vnd ſchuttelt den ſtaub abe A von ewꝛen fuſſen/ zu einem gezeugnis vber ſie. Ich ſage eue a0 ad warlich/ es wird Sodomen vnd Gomorren am iungſten oft gerichte treglicher ergehen/ denn ſolcher ſtad. 2 1 Ste Vnd ſie giengen aus vñ predigeten/ man ſole buſſe chun/ a ch vnd crieben viel teuffel aus/ vnd ſalbeten viel ſiechen mie le/ vnd machten ſie geſund. 3 Vnd es kam fur den konig Herodes denn ſeyn name wa Leg. (e nu bekand vnd er ſprach/ Joannes der teuffer iſt von den N todten aufferſtanden/ darümb iſt ſeyn chun ſo gewaltig/ 4 115 lich aber ſprachen/ er iſt Elias/ Gtlich aber/ er iſt eyn e Prophet/ odder eyner von den Propheten/ da es aber Ge 10880 rodes hoͤret/ ſprach er/ Es iſt Joannes den ich enehewb⸗ rg tet habe/ der iſt von den todten aufferſtanden. der Er aber Herodes hatte aus geſand/ vnd Joannem ge⸗ 1 850 gryffen/ vnd yns gefengnis gelegt/ vmb Herodias 10 1 ——— W—— 5 3 ſepnes bruders 12275 weyb/ denn er hatte ſie gefreyet/ Joannes aber ſprach zu Gerode/ Es iſt nicht recht das du deynes bruders weyb habiſt. Heꝛodias abeꝛ ſtellet ſÿm nach/ vnd wolt yhn tödten/ vnd kund nicht/ Herodes aber furchte Voannem/ denn er wuſte/ das er eyn frumer vnd heyliger „man war/ vnd behielt yhn/ vnd gehorchet phm nn viel ſa⸗ 75 e 6 2 A chen/ vnd hoͤret yhn gern. Vnd es kam eyn gelegner tag/ das Herodes auff ſeynen iar cag/ eyn abent mal gab/ den oberſten vnd hewbtleutten , vñ furnemiſten vn Galilea/ da trat hyneyn die tochter der age cantzete/ vnd gefiel dem Herode vnd denen die am tiſch ſaſſen wol. Da ſprach der koͤrug zum meidlemn. Bit von mir was du wilt/ ich wil dirs geben/ vnd ſchwur yhr eynen eyd/ was du wirſt von mir bitcen/ wil ich dir geben/ bis an die helffte meines koͤntgreichs. Sie gieng hinaus/ vnd ſprach zu ſhrer mutter/ Was ſol ich bitten? Die ſprach/ das heubt Joannis des teuffers. Vnd ſie gieng bald hinein mit eyle zum konige/ bat vnd ſpꝛach/ Ich wil/ das du mir gebeſt/ itzt ſo bald/ auff eyne ſchuͤſſel das heubt Joati⸗ nis des Ceuffers. Der koͤnig ward hecruͤhet/ doch vmh des epydes willen/ vnd dere/ die am tiſche ſaſſen/ wolt er ſie nicht e laſſen ein fell bitte chun. Vnd bald ſchickete hin der könig dẽ hencker/ vñ lies ſein hewht her bringen. Der gieng hin/ vnd encheubte yhn ym gefengmis/ vnd erug her ſeim heubt auff eyner ſchoͤſſeln/ vnd gabs dem meydlein/ vnd das meydleint gabs jhrer mutter. Vnd da das F höͤreten/ lamen ſie/ vnd namen ſeynen leyb/ vnd legten yhn vnn ſeyn grab. ud die Apoſecl kamen zu ſamen zu Jeſu/ vnd verkun⸗ digeten phm das alles/ vnd was ſie gethan vnd geleret hat⸗ ten. Vnd er ſprach zu ponen/ Caſt vns beſondere 3 5 wuͤſten N S. Varcus. wuͤſten gehen/ vnd ruget ein wenig/ Denn phrer war viel die abe vnd zu giengen/ vnd hatten nicht zeit genug zu eſſen. Vnd er fuer dar ynn einem ſchꝛff zu einer wuͤſte beſonders/ tz. vnd das volck ſahe ſie wegfaren/ vnd viel kandten yhn/ vnd lieffen daſelbs hin mit einander zu fuſſe aus allen ſtedten/ vñ kamen yhm zuuor/ vnd kamen zu yhm. Vnd Jeſus gieng eraus/ vnd ſahe das groſſe volck/ vnd es iamerte yhn der ſel⸗ ben/ denn ſie waren wie die ſchaff/ die keinen hircen haben/ vnd fieng an eine lange predigt. Da mu der tag faſt dahin war/ tratten ſeyne luͤnger zt phm vnd ſprachen/ Es iſt wuͤſte hie/ vnnd der tag iſt nu da⸗. hin/ las ſie von dir/ das ſie hin gehen vmbher vnn die doͤrffe Jens vnd merckte/ vnnd keuffen vhn brod/ denn ſie haben nicht u eſſen. Jeſus aber antwortet/ vnd ſprach zu vßnen/ Gebt ph vhn zů eſſen/ Vnd ſie ſprachen zu vhm/ Sollen wyr denn hin gehen/ vnnd zwey hundert pfennig werd brod keuffen/ vnd yhn zu eſſen geben? Er aber ſprach zu yhnen/ Bie viel brod habt yhr! gehet hin vnd ſehet. Vnnd da ſie es e rundet hatten/ ſprachen ſie fuͤnffe/ vnd zween fiſch. Vnd er gepocc hn/ das ſie ſich alle lagerten bey tiſch vollen auff das gruͤne gras. Vnd ſie ſatzten ſich nach ſchichten/ vhe hundert vnnd pundert/ funfftzig vnd funfftzig. Vnd er nam die funff brod vnd zwen fiſch vnd ſahe auff gen hymel/ vnd dancket/ vnd brach die brod/ vnd gab ſie den naͤngern/ das ſie yhn fuͤrlee⸗ ten/ vnd die zween fiſch teyflet er vnter ſie alle. Vnd ſie aſſen alle vnd wurden ſat. Vnd ſie huben auff die brocken/ zwelff koͤrbe vol/ vnd von den fiſchen. Vnnd die da geſſen hatten/ der war funff tauſent man. e Vnd als bald eretb er ſetne tuͤnger/ das beat das ſchiff traten/ vnnd fur hm hin vber furen gen a Ibis 105 as er mar. q. ren. Y Cuange das er das volck von ſich lieſſe. Vnd da er ſie von ſich geſcha⸗ ffet hatte gieng er hin auff eynen berg/ zu beten. Vnd am abente/ war das ſchiff mitten auff dem meer/ vnd er auff dem lande alleyne. Vnd er ſahe/ das ſie nott litten ym rudern/ denn der wind war yhn enegegen. Vnd vmb die vierde wa⸗ che der nacht/ kam er zu yhn vnd wandelte auff dem meer/ mache vnd er wolce fur yhn vber gehen. Vnd da ſie yhn ſahen auff dem meer wandeln/ meineten ſie/ es were ein Aber, vnd ſchrien/ deñ ſie ſahen jon alle/ vnd erſchracken Aber als bald redet er nut phn/ vnd ſprach zu yhn/ Serd gerroöſt/ ich bins/ — flüͤrcht euch nicht/ Vnd crat zu yhn vns ſchiff/ Vnd der wi⸗ nd leget ſich/ vnd ſie entſatzten vnd verwunderte ſich vber die mas denn ſie waren nichts verſtendiger worden vber den brodten/ vnd yhr hertz war verſtarret. Vnd da ſie hin vber gefaren waren/ kamen ſie yn das land Geneſarech/ vnd ſuren an. Vnd da ſie aus dem ſchiff traten/ als bald kandten ſie yhn/ vnd lieffen yn die vmblige⸗ de lender/ vnd huben an/ die krancken vmbher zufuͤren auff becten/ wo ſie hoͤreten das er war. Vnd wo er vnn die merckte odder ſtedte oder döͤrffe ein gieng/ da legten ſie die krancken auff den marckt/ vnd baten yhn/ das ſie nuͤr den ſawm feines kleides anruͤren mochten/ Vnd alle die phn an ruͤreten/ worden geſund. Das ſiebend Capitel. e Ndes lamen zu jm die Phariſeer vnd etliche bon deen ſchrifftgelerten/ die von Jeruſalem komen wa⸗ en. Vnd da ſie ſahen etliche eine: nuͤnger mit gemeinen/ das iſt/ mit vtgewaſchen henden das brod eſſen/ verſprachen ſie es. Deñ die Phariſcer vñ alle Juͤden eſſen nicht/ ſie wa 5 N 11 S. Partus. derm die hende matuchmal/ halten alſo die auffſetze der elei⸗ ſten. Vnd weñ ſie vom marcke komen/ eſſen ſie nicht/ ſie wa⸗ ſchen ſich denn. Vnd des dings iſt viel/ das ſie zu halten ha⸗ hen angenomen/ von crinckgefeſſen vnd kruͤgen/ vnd eernen gefeſſen/ vnd tiſchen zu waſchen. Da fragten yhn nu die Phariſeer vnd ſchrifftgelerten/ warumb wandeln deme iuͤnger nicht nach den aufſetzen der eltiſten/ ſondern eſſen das brod mit vngeweſchenen henden: Er aber antwortet vnd ſprach zu yhn/ Wolfein hat võ euch heuchlern Iſatas geweyſſaget/ wie geſchrieben ſtehet/ Dis — volck ehret mich mit den lippen/ aber phr hertz iſt ferne bon Jara mir/ vergiblich aber iſts/ das ſie mir dienen dieweyl ſie leren ſolche lere/ die nicht iſt denn menſchen gepoc. hr verlaſſer Gottes gepot/ vnd haltet der menſchen auff ſecze/ von kruͤgẽ vnd erinckgefeſſen zu waſchen/ vñ des gleichen chut hr viel.. Vnd er ſpꝛach zu yhn/ wolfein habt yhꝛ gottes gepot auff aas. . das vhr ewer auffſetze haltet/ Denn Moſes at geſagt/ Du ſalt vater vnd mucter ehren/ vnd wer vater ee vnd mutter fluchc/ der ſol des tods ſterben/ yhr aber ſaget/ Ein menſch ſol ſagen zu vater odder mutter/ Corban/ dass iſt/ Es iſt Gott gegeben das dir ſolt von mir zu nutz kom. Vnd ſo laſt phr hinfurt phn nichts chun ſeimem vater oddern ſeiner mute:/ vñ hebt auff Goctes woꝛt durch ewer aufſetze/ der vhr auffgeſetzet habt/ vnd des gleichen chut vr viel. Vnder rieff zu yhm das gantze volck/ vnd ſprach zu yhn/ Sun mir alle zu/ vnd vernemet mich Es iſt nichts auſſer e dem menſchen/ das hn kunde gemein machen/ ſoes eyn ge ⸗ bet/ ſondern das von hm auſzgehet/ das iſt/ das den menſchẽ gemein macht. Sat yemand oren zu hörẽ der höre. Vnd da er von dem volck yns haus kam/ fragten jhn ſeine nuͤnger vn ij dieſe Euangelion 8 5 5 f dieſe gleichnis. Vnd er ſprach zu yhn/ Seid yhr denn auch 1 . no vnerſtendig: vernemet yhr noch nicht das alles: was au⸗ 10 ſex iſt/ vnd vnn den menſchen gehet/ das kan yhn nicht ge⸗ 5 meyn machen Denn es gehet nicht ynn ſein hertze/ ſonde⸗ 8 rn ynn den bauch/ vnd gehet aus durch den natuͤrliche gang 09 der alle ſpeiſe auſzfeget⸗ 0 g mach. Vnd er ſprach/ was auß dem menſchen gehet/ das macht 1 den menſchen gemein/ Den von vnnen aus dem hertzen der ach menſchen gehen eraußz böͤſe gedancken/ ehebruch/ hurerey/ bg 4 f J word, debereh getz cache ift enlhede ſcacte auge U Gottes leſterung/ hoffart/ corheit. Alle dieſe boſe ſtuͤck gehẽ ur von vnnen eraus/ vnd machen den menſchen gemein. Vnd er ſtund auff vnd gieng von dannen yñ die grencze Tyro vnd Sidon/ vnd gieng yn ein haus vnd wolt es nie⸗ mand wiſſen laſſen/ vnnd kundt doch nicht verborgen ſein/ Senn ein weib die hatte von vhm gehoͤret/ welcher tochter⸗ lem einen vnſaubern geiſt hatte/ vnd ſie kam vnd fiel nidder zu ſeinen fuͤſſen/ vnd es war ein Heriechiſch weib von Syro⸗ phenice/ vnd ſie bat yhn/ das er den teuffel von phrer tochter auſßzeriebe. Jeſus aber ſprach zu yhr/ Eaß zuuor die kinder ſat werden/ Es iſt nicht fein das man der kinder bꝛod neme/ vnd werffs fuͤr die hunde. Sie antwortet aber vnd ſprach zu yhm/ Ja Herr/ aber doch eſſen die huͤndlein vnter dem tiſch/ von den broſamen der kinder. Vnd er ſprach zu yhr. Vmb des worts willen/ ſo gebe hyn/ der teuffel iſt von dei⸗ ner tochter 3 ſie gieng hyn ynn vhr hauſz/ vnd fand das der teuffel war außgefaren/ vñ die tochter auff dem bette ligend. Vñ da er wider auſßgieng von den grẽtzen Cyro vñ Si⸗ don/ kam er an das Galileiſche meer/ mittẽ vnter* 7— er zehen der zehen ſtedte/ vnd ſie bꝛachten zu ihm einen tauben/ der re det ſchwerlich/ vñ ſie baten yhn/ das er die hand auff hn leg ce. Vnd er nam ihn von dem volck beſonders/ vnd legte ihm die finger yn die oren/ vnd ſpützet vñ ruͤret ſeine zunge/ vñ ſa iſt/ chu dich auff. Vnd als bald chacẽ ſich ſeine oren auff/ vñ das band ſeiner zungen ward los/ vnd redet recht. Vñ er ver bot phnen/ ſie ſoltens niemand ſagen. Mhe mehr er aber ver bot/ yhe mehr ſie es außbreicen/ vnd verwun derten ſich vber die maß/ vnd ſprachen. Er hats alles nnen die ,. tauben hac er hoͤend gemacht vndddeſprachloen rcdend. Oas acht Capitel. D der deit da viel volcks da war/ vnd hatten niche zu eſſen rief Jeſus ſenne lünger zu ich vnd ſprach zu yhnen/ Hich ſammert des volcks/ denn ſie haben nu drey tage bey mir heharret/ vnd haben nichts zu eſſen/ vnd wenn ich ſie vngeeſſen von mir heim lieſſe gehen/ wuͤrden ſie auff dem wege verſchmachten Denn etliche waren von ferne ko. men. Seine luͤnger antworcẽ yhm/ woher nemen wir brod Luer hie ynn der wuͤſten · das wir ſie ſectigen? Vnd er fragte ſie/ 2 2 he auff gen himel/ ufftzet vñ ſpꝛach zu vhm/ Hephechah/ das wie viel haht yhr brods! Sie ſprachen. Sieben. Vnd er ge pot dem volck/ das ſie ſich auff die erden legerten/ Vnd er nã die ſieben brod vnd dancket/ vnd bꝛach ſie/ vnd gab ſie ſeinen nungern das ſie dem volck furlegten/ vñ ſie legten dem volck eee da, und er ſegenet ſie/ nnd hies das ſie die auch fur cruͤgen. Sie aſſen aber vnd wurden ſat/ vnd huben die vbrigen brocken auff/ ſieben korbe. Vnd fur. Vnd hatten ein wenig fiſ yhrer war bey vier dane die do geſſen hacten/ vnd er ließz ſie von ſich. 8 J j Vndals n Euangelion Vnd als bald trat er vnn ein ſchiff mit einen tuͤngern/ vnd kam yn die gegend Dalmanucha/ vnd die Phariſeer giengen eraus/ vnd fiengen an/ ſich mit hm zu befragen/ ber ſuchten yhn/ vnd begerten an vhm ein zeichen vom hymel. Vnd er exſeufftzet vnn ſeynem mag ſprach/ was ſüͤcht doch dis geſchlecht zeichen Warlich ich ſage euch/ Es wird dieſem geſchlecht kein zeichen gegeben. Vnd er lies ſie/ vnd trat widderumb vnn das ſchiff/ vnd fuer heruͤber. Puyd ſie bergaſſen brod init ſich zu nemen vnd hatten nicht mehr mit ſich vm ſchiff denn ein brod. Vnd er gepoc yhn vnd ſprach/ Schawet zi/ vnd ſehet euch fuͤr/ fur dem ſawerteig der Phariſeer/ vnd fuͤr dem ſawerteig Herodis. Vnd ſie gedachten hin vnd wider vnd ſprachen vntereinan der/ Das iſts/ das wir nicht brod haben. Vnd Jeſus ver⸗ nam das vnd ſprach zu vhnen/ Was bekuͤmmert vhr euch doch/ das yhr nicht brod habt! vernemet yhr noch nichts vnd ſeid yhr noch nicht verſtendig? habt hr noch ein verſtarret hertz yn euch: habt augen vnd ſehet nicht/ vnd habt oren vnd höͤret nicht/ vnd dencket nicht dran/ da ich funff brod brach vnter funff tauſent/ wie viel korbe vol brocken hubt yhr da auff: Sie ſprachen/ zwelffe. Da ich aber die ſieben brach vnter die vier tauſent/ wie viel korbe vol brocken hubt yhr da auff: Sie ſprachen/ ſieben. Vnd er ſprach zu yhn/ wie ver⸗ nemet yhr denn nicht: 5 Vnd er kam gen Bechſaida/ vnd brachten zu vhm eynen blinden/ vnd baten yhn/ das er vhn anruͤret. Vnd er nam den blinden bey der hand/ vnd fuͤret yhn hinaus für den flec⸗ een/ vnd ſpuͤtzet yhn ſeine augen vnd legte ſeitie hand auff 5 phhn/ vnd fraget phn/ ober nicht ſehe/ Vnd er ſahe auff vnd 1 ſprach Ich ſche die lute da her gehen/ als ob ich bewomeſe⸗ he. Da⸗ he. Darnach legte er abermal die hende auff ſeine augen/ vñ machet yhn ſehend. Vnd er ward widder zu rechcbracht vũ 0 4 ſahe ſcharff allerley. Vnd er ſchicket ph hein vñ ſprach. Ge 0 nicht hinein vnn den flecken/ vnd ſage es auch niemand drinnen. Vnd Deſus gieng aus vnd ſeine jünger vnn die merckte mare der ſtad 5 ne lnger vnd ſprach zu yhn/ Wer ſagen die leute das ich ſei: Sie antworten/ Sie ſagen/ du ſepſt Joharmes der Ten⸗ ffer/ etliche ſagen/ du ſeyſt Elias/ ecliche/ du ſeyeſt der Pro⸗ pheten einer. Vnd er ſprach zu yhn/ hr aber wer ſagc ohr das ich ſey: Da antwortet Petrus vnd ſprach zu yhm⸗ Dit biſt Chriſtus. Vnd er bedrawdet ſie/ das ſie niemands von vhm ſagen ſolten/ vnd hub an ſie zu leren/ des menſchen ſon mus viel leiden vnd verworffen werden von den Eltiſtett vnd Hohenprieſtern vnd Schriffcgelerten/ vnd getödtet werden/ vnd vber drey tage aufferſtehen/ Vnd er redet das eſaree Philippi/ vnd auff dem wege fragte er ſel⸗ Lee wort offenbar. Vnd Petrus nam yhn zu ſich/ feng an vm zu weeren. Er aber wand ſich vmb/ vñ ſahe ſeine tuͤnger an/ vnd bedrawet Peron vñ ſpꝛach/ gehe binder mich du Sa tan/ denn du meyneſt nicht das Goͤclich/ ſondern das men⸗ ſchelich iſt. i Math. Vnd er rieff zu ſich dem volck ſampt ſeinen luͤngern/ vnd Lueg. ſprach zu yhn/ wer mur wil nachfolgen/ der verleugne ſich ſelbs/ vñ neme ſein creutz auff ſich/ vnd folge mir nach Den wer ſeit leben wil behalten/ der wirds verlteren⸗ Vnd wer ſein leben verleuret vnnb meinen vid des Euangeliz willen/ der Wirds behalten. Was huͤlffs den menſchen wenn er die gantze welt gewunne/ vnd neme an ſeiner ſeelen ſchaden? Odder was kan der menſch geben/ damit er ſemeſele kde J unj Wer Euangelion Wer ſich aber mein vnd memer wort ſchemet vnter diesem ehebrecheriſchen vnd ſüͤndigen geſchlecht des wird ſich auch det menſchen ſon ſchemen/ wenn er komen wird vn der her⸗ narbee, lickeit eines vaters mit den heiligen Engeln. Vnd er ſpeach er zu vhnen/ warlich ich ſage euch/ Es ſtehen etlich hie/ die wer⸗ den den codt nicht ſchmecken bis das ſieſehen das reich Got⸗ tes mickrafft komen. Has neunde Capitel. d nach ſechs cagen nam Jeſüs zu ſich Perron/ . E Jacobon vnd Ihoannem/ vnd fuͤret ſie auff einen bhohen berg beſonders alleine/ vnd verkleret ſich für ihn/ vnd ſeine kleider wurden helle vnd ſeer weyßz wie der ſchnee/ das es kein ferber auff erden kan ſo weis machen. Vñ es erſchein yhn Elias mit Moſe/ vnd hatten eine rede mit Jeſu. Vnd Petrus antwortet vnd ſprach zu Jeſu/ ¶ Neiſter hie iſt gut ſein/ wir wollen drey huͤtten machen dir eine/ Moſi eine/ vnd Elias eine Denn er wuͤſte nicht was er redet/ vnd ſie Haren ſeer furcheig. Vnd es kam eine wolcken/ die vberſchat cet ſte/ vnd eine ſtimme fiel aus der wolcken vñ ſprach. Das a iſt mein lieber ſon/ gehorchet vhm. Vnd bald darnach ſahen 10 12 ſich/ vnd ſahen niemand mehr denn alleine Jeſum ey yhn. Da ſie aber vom berge erab gingen/ verpot yhn Jeſus/ das ſie niemand ſagen ſolcen/ was ſie geſehen hacten bis des menſchen ſon aufferſtuͤnde von den todten. Vnd ſie behiel⸗ cen das wort bey ſich/ vñ befragten ſich vnteremander/ Was iſt doch das aufferſtehen von den todten? Vnd ſie fragten vhn vnd ſpꝛachen/ Sagen doch die ſchriffcgelerten/ das Eli as mus vor komen? Er antwortet aber vnd ſprach zu vhn/ Elias S. Varcus. Glas fol ia durch ſeine zukumnfft alles kurdder zu recht bn ⸗ gen/ Dazu des menſchen ſon ſol viel leiden vnd verachtet werden/ wie denn geſchrieben ſtehet/ Aber ich ſage euch/ Eli as iſt komen/ vnd ſie haben an vhm gechan/ was ſie wolten/ nach dem von 170 geſchrieben ſtehet. nd er kam zu ſchnen iungern/ vnd ſahe viel volcks vmb ſie vnd ſchrifftgelerten/ die ſich mit yhn befragten. Vnd als Mat. i Luce. 9. bald da das volck yhn ſahe/ entſatzten ſie ſich/ liefen zu vnd gruͤſſeten vhn. Vnd er fragete die ſchrfftgelerten/ Was be⸗ fraget yhr euch mit phnen? Einer aber aus dem volck ant⸗ wortet vnd ſprach/ Meyſter ich habe meinen ſon her bracht zu dir/ der hat einen ſprachloſen geiſt/ vnd wo er yhn erwwi⸗ ſie yhn außßtrieben/ vnd ſie könnens nicht. ſcht/ ſo reyſſet er yhn/ vnd ſchewmet vnd knirſſet mit den ze⸗ nen/ vnd verdorret/ ich hab mit demen luͤngern gerede/ das Erantwortet yhm aber vnd ſprach/ G du vngleubige„ geſchlecht/ wie large ſol ich bey euch ſeyn · wie lange 0 ich mich mit euch leiden! bringet phn her zu mir. Vnd die brach⸗ ten yhn her zu yhm: Vnd als bald da vhn der geyſt ſahe reis er yhn/ vnd fiel auff die erden/ vnd waltzet ſich vnd ſchew⸗ met. Ex fraget ſeynen vater/ wie lange iſts das jhm das wid derfaren iſt? Er ſprach/ Von kind auff/ vnd offt hat er yhn yns feur vnd waſſer geworfen/ das er vhn vmbbrechce/kan⸗ ſtu aber was/ ſo erbarme dich vnſer/ vnd hilff vnc. Jeſus aber ſprach zu yhm/ Wenn du kuͤndteſt glew§ben/ Alle ding ſind muͤglich dem der da gleubt. Vñ als bald ſchre j des kinds vater mit chrenen vnd ſprach/ Ich gleube lieber Herr/ hilf meinem vnglauben. Dann Jeſus ſahe/ das das volck zu lieff bedrewet er den vnſaubern geyſt/ vnd ſprach zu hm/ Du ſprachloſer 27 5 tauber Euangelion tauber geyſt/ ich gebiete dir/ das du von yhm ausfareſt/ vtid fareſt hynfurt nicht vnn yhn. Da ſchrey er/ vnd reis yhn ſeer/ vnd fur aus/ vnd er war als were er tod/ das auch viel ſagten/ er iſt tod. Jeſus aber ergreyff yhn bey der hand/ vnd lichtet yhn auff vnd er ſtund auff. Vnd da er heym kam/ ſra⸗ „„ vn ſeyne tůnger beſonders/ Warumb luͤnden wir vhn N ucht austreiben Vnder ſprach/ Dieſe arc kan mit nichte guiofaren/ denn durch beten vnd faſten. e ede Pnd ſie giengen hinweg/ vñ wandelten durch Galilea/ vnd er wuͤlte tucht das es yemand wiſſen ſolte. Er leret aber ſeyne ruͤnger vnd ſprach zu phnen/ Des menſchen ſon wird vberantwortet werden yn der menſchen hende/ vnd ſie wer⸗ den yhn coͤdten/ vnd wenn er getöͤdtet iſt/ ſo wird er am drie⸗ ten tage aufferſtehen. Sie aber vernamen das wort nicht: 5 vnd furchten ſich yhn zu fragen. l 5 machs Vnd er kam gen Capernaum/ vnd da er heym war/ fra⸗ Luce. 9. get er ſie/ was handelt yhr miteinander auff dem wege: Sie aber ſchwiegen ſtille/ denn ſie hatten miteinander auff dem wege gehandelt/ welcher der groͤſſeſt were. Vñ er ſaczte ſich/ vnd rieff den zwelffen/ vnd ſprach zu yhnen/ So yemand wil der erſt ſein/ der ſol der letzte ſeyn fuͤr allen/ Vnd aller knechet. Vnd er nam eyn kindleim/ vnd ſtellet es mitten vn⸗ (er ſie/ vnd vmbfieng das ſelbige/ vnd ſprach zu yhnen/ Wer ö ein ſolchs kindleim jn meynem namen auffmimpt/ de: nimpt mich auff/ Vnd wer mich auffnimpt/ der mimpt nicht mich auff/ ſondern den/ der mich geſand hat. Auer. Joanines aber anewortet vnd ſprach/ Meiſter/ Wir ſa⸗ hen eynen/ der treih teuffel vnn deynem namen aus/ welcher vns nucht naehfolget/ vnd wir verpotens vhm/ darumb das er vns nicht nachfolget. Jeſus aber ſprach/ hr ſolts 152 e nic 0 Nocm ich I ald Ale AE S. Varcus. nicht verpieten/ denn es iſt niemand der eyne chat chue ynn meynẽ namen/ vñ muͤge bald vbel võ mir reden. Wer nicht wider euch iſt/ der iſt für euch/ Wer aber euch crenckt mit ei⸗ nem becher waſſers vn meinem namen dauumb das jr Eri ſtum angehoͤret/ Warlich ich ſage euch/ es wird vhm nicht vnuergolten bleyben. 1 Vnd wer der klemnen eynen ergert die an mich gleuben/ 1 1 8 dem were ea beſſer/ das yhm em mulſteyn an ſeinen hals ge⸗ henckt wuͤrde/ vñ yns meer geworffen wurde. So dich aber deine hand ergerc/ ſo hawe ſte abe/ Es iſt dyr beſſer/ daz du ein kruͤpel zum leben eingeſt/ denn das du zwo hende habeſt/ vnd fareſt vn die helle vn das ewige fewr/ da phꝛ wurm nicht ſtirbt/ vnd yhr fewr nicht verlich. Eger dich dein ſuesſo, hawe yhn abe/ Es iſt dyr beſſer/ das dy lam zum leben ein⸗ geheſt/ denn das du zween ſueſſe habeſt/ vnd e die helle geworffen yn dag ewige feror/ da yhr wurm nicht ſtr⸗ bet/ vnd vhr fewer nicht verlyſſchet. Ergert dich dein auge/ ſo wurffs von dir/ Es iſt dir beſſer/ das du eineuget vnn das reich Gocdes geheſt/ denn das du zwey augen habeſt/ vnd werdeſt yn das helliſche fewer geworffen/ da yr wurm nich ſtirbet/ vnd yhr fewer nicht verliſchet. 1 85 Es mus alles mit fewer geſaltzen werden/ vnd alles opff; Luer. er woird mit ſaltz geſaltzt werden. Das ſaltz iſt gut/ ſo aber das ſalcz chum wird/ wo mit wird man wuͤrtzen: Habt ſalcz bey euch/ vnd habt fride vntereinander. Das zehend Capitel. 5. Nder macht ſich auff/ vnd kam von daumen yn die A vrter des Juͤdiſchen landes/ ienſeit des Jordans/ wen Vnd das volck gieng abe:mal mit hauffen zu vhm/ vnd wie ſepne Euangeltoff ſeyne gewonheit war/ leret er ſie abermal. Vnd die Phari⸗ ſeer cratten zu yhm/ vnd fragten yhn/ ob ein man ſich ſchei⸗ den muͤge von ſeinem weibe/ vnd verſuchten vßn damit. Er antwortet aber vrnd ſprach/ was hat euch Moſes gepocten: Sie ſprachen/ Doſes hat zugelaſſen enen ſcheide brieff zu ſchreiben/ vnd ſich zu ſcheiden. Jeſus antwortet vnd ſpꝛa⸗ chu ohn/ Vmb ewers hertzen hertigkeit willen hat er euch ſolch gepot geſchrieben. Aber von anfang der creacur hat ſie Gott geſchaffen eyn menlein vnd frewlein/ Dauunb wird der menſch ſeinen vater vnd mutter laſſen vrnd wirt ſemmem weibe anhangen/ vnd werden ſein die zwer ind ſie nu nicht zwey/ ſondern eyn fleyſch⸗ zu ſamen gefüͤget hat/ ſol der menſch nicht ſcheiden. Vnd da heim fragten yhn abe:mal ſeytie lnger vmb das ſelbige. Vnd er ſprach zu vhn/ Wer ſich ſcherdel von ſeynem weybe/ vnd freyet eine andere der bricht die ehe an uhr. Vñ ſo ſich ein weib ſcheydet von yhrem manne/ vnd freyet eine ach, andern/ die bricht vhre ehe. dus. Dnd ſie brachten kindlein zu vhm/ das er ſie anruͤrcte/ Die iuͤnger aber furen die an/ die ſie eg, Da es aber Jeſus ſahe/ ward er vnwillig vnd ſprach zu phnen/ Caſſet die kindlein zu nur komen/ vnd were vhn nicht/ denn ſoͤlcheꝛ iſe das reich Gocteg. Warlich ich ſage euch/ wer das rench Gores niche empfehet/ als eyn kindleln/ der wird nicht hin ein komen. Vnd er vmbfieng ſie/ vnd leget die hend auff ſie/ vnd ſegnet ſie. Auer„ Vud da er hinaus gangen war auff den weg/ lief eper roa. forne fur /kinet fuͤr phn/ vnd fraget yhn/ Guͤter meyſter/ wiuaas ſol ich chu/ das ich das lebẽ ererbeꝛ Aber Jeſus ſpꝛach zu hn/ Was heiſſeſtu mich gut: Niemand iſt gur derte 1 5 eine 82 fleiſch/ So as denn Goct S. Varcus. leine der einige Cott/ Du weiſſiſt yhe die gepot wol. Du ſolt ncht ehebrechen/ Du ſolt nicht toͤdten. Du ſolc nicht ſte chen. Ehre deinen vater vñ mutter. Er antwortet aber vñ ſprach zu yhm Neiſter das hab ich alles gehalten von mei⸗ ner iugent auff/ Vnd Deſus ſahe vhn an/ vnd liebet ihn/ vñ ſpꝛach zu ihm/ Eines fehlet dir/ gehe hin/ verkeuffe alles was du haſt/ vnd gibs den armen/ ſo wirſtu emen ſchatz vm hy⸗ mel haben/ vnd kom vnd folge mur nach/ vnd nem das creurz 5 20. 2⁰⁰ len. Du ſolt nicht falſch zeugnis reden. Du ſolt uemãd ceu · auff dich. Vnd er ward vnmucs vber die rede/ bñ gieng crauu rig dauon/ dann er hacce viel guͤter. Vnd Deſus ſahe vmb ſich/ vñ ſprach zu ſeinẽ nuͤngern/ wie wer.. ſchwerlich werde die reiche vnn das reich goces komen. Dee tünger aber encſatzten ſich ber ſeiner rede. Aber Jeſus ant⸗ wortet widerum vnd ſprach zu yhn/ Oieben kinder/ wie ſch⸗ werlich iſts/ das die ſo hr vererawẽ auff reichtum̃ ſetzẽ/ yns reich Gottes komen. Es iſt leichter das ein kameel durch ein nadel ore gehe/ denn das ein reicher yns reich Gottes kome. Sie eneſatzten ſich aher noch viel mehr/ vñ ſprachen vnter⸗ einãder/ Wer kan deñ ſelig werden: Jeſus aber ſahe ſie an/ vnd ſprach. Bey den menſchen iſts vnmuͤglich/ aber nicht bey Gott/ denn alle ding ſind muͤglich bey Gott. Da ſaget Pecrus zu vym/ Sihe/ wir haben alles verlas Warlich ich ſage euch/ Eo iſt ſiemand ſo er verleſſet haußz/ oder bruͤder/ oder ſchweſter/ oder vater/ odder mutter/ oder weib/ oder kinder/ oder ecker/ vmb meinen willen/ vnd vmb des Euangeli willen/ der nicht hunderfeltig empfahe/ itzt vnn dieſer zeit/ heuſer vnd bruͤder/ vnd ſchweſter vñ mutter/ vndlinder/ vnd ecker/ mit verfolgungen/ vnd yñ der zukunff⸗ K tigen welc ſen vnd ſind dix nachgefolget. Jeſiis anewortet vnd ſpꝛach. Luer at. 2 e. 18. 5 Euangelion tigen welt das ewige leben. Vꝛel aber werden die letzten ſein die dꝛe erſten ſind/ vñ die erſten ſemm/ die die letzten ſind. Sie waren aber auff dem wege/ vnd giengen hinauff gen Jeru ſalem/ vnd Jeſis gieng fur phnen/ vnd ſie eneſatzten ſich/ folgeten vhm nach/ vnd furchten ſic kt. Vnd Jeſus nam aber mal zu ſich die zwelffe/ bnd ſaget mass vhn was vhm widderfaren wuͤrde Sehe/ wir gehen hir⸗ U ce Mat 18. auff gen Jeruſalem/ vnd des menſchen ſohn wird vberant⸗ wortet den hohenprieſtern vnd ſchrifftgelerten/ vnd ſie wer⸗ den ybn verdammen zum tode vnd vberantworten den hey⸗ den/ vnd die werden yhn verſpotten/ vnd geiſſeln/ vtid ver⸗ ſpeyen/ vnd coͤdten/ vnd am dritten tage wird er aufferſtehẽ. Dagiengen zu vhm Jacobus vnd Johannes die ſoͤne gebedet/ vnd ſprachen/ Meiſter wir wollen das du vns chu eſt/ was wir dich bitten werdẽ. Gr ſprach zu yhn/ was wolt vhr das ich euch chue! Sie ſprachen zu yhm/ Gib vns das wir ſitzen/ einer zu deiner rechten/ vñ eimer zu deiner lincken vnn deiner herligkeit. Jeſus aber ſprach zu hn/ Vhr wiſſet nicht was yhr bictet/ kuͤnd vhꝛ den kelch trincken den ich trin cke/ vnd euch teuffen laſſen mit der tauffe/ da ich mit getaufft werde:? Sie ſprachen zu vhm/ Ja/ wir konnen es wol. Je⸗ ſus aber ſprach zu yhn/ Zwar hr werdet den kelch erincken den ich crincke/ vñ geraufft werden mit der tauffe/ da ich mit getaufft werde/ Ju ſitzen aber zu meiner rechten vnd zu mei⸗ Her linicken/ iſt nicht memer macht euch zu geben/ ſondern welchen es bereitet iſt. Vn da das die zehen hoͤreten/ wurden ſie vnwillig vber Jacoben vnd Joannen. Aber Jeſus rieff vhn vnd ſprach zu yhnen/ Vhr wiſſet das vnter den heiden/ dieſo fur herrn geh alten ſein wollen/ die herſchen/ vnd die mechtigen vnter ö phn faren S. Varcus. yhn faren mit gewalt/ Aber alſo ſol es vnter euch nicht ſein/ ſondern welcher wil gros werden vnter euch/ der ſoll ewer diener ſein/ vnd welcher vnter euch wil der fuͤrnemeſt wer⸗ den/ der ſol aller knecht ſein/ Denn auch des menſchen ſon iſt nicht komen/ das er hm dienen laſſe/ ſondern das er die⸗ ne/ bnd gebe ſein leben zur bezalung fur viele. Vnd ſie kamen gen Jericho/ vnd da er von Jericho gi⸗ enger vnd ſeine tuͤnger vnd ein gros volck/ da ſaſz ein blin⸗ der Barchumeus Cimei ſon/ am wege vnd bettelt/ vnd da er höret/ das es Jeſus von Nazarech war/ fieng er an zu ſch reyen vnd ſagen/ Jeſu du ſon Dauid erbarme dich mein. Vnd viel bedraweten yhn/ er ſolt ſtille ſchweigen/ Er aber ſchrey viel mehr/ Du ſon Dauid erbarme dich mein. Vñ F ſtund ſtille/ vñ lies jhm ruffen. Vnd ſie riefen dẽ blin den/ vnd ſprachen zu yhm/ Sey gecroſt/ ſtehe auff/ er ruffet dir. Vnd er warff ſein kleid von ſich/ ſtund auff/ vnd kam zu Jeſu. Vnd Jeſus antwortet vnd ſprach zu yym. Was wil tu das ich dir chun ſol? Der blinde ſprach zu yßm/ ¶Deiſter das ich ſehend werde. Jeſus aber ſprach zu yhm/ Gehe hin/ dein glaube hat dir geholfen. Vnd als bald war er ſehend/ vnd folgete yhm nach auff dem wege. Das. Capttel. Euangelion Fer Herr darff ſeir/ ſo wird ers bald her ſenden. Sie gien⸗ 3 gen hin vnd funden das fuͤllen gepunden an det 1055 auſſen auff dẽ wegſcherd/ vnd loſetens auff. Vnd etliche die da ſtun den/ ſpꝛachẽ zu yhn/ was machet ſhꝛ/ das ſhꝛ das füllen auff l ſe Sieſe ten aber zu bee hn ee e vnd die lieſſens zu/ vnd ſie fuͤrecen das fůllen zu Jeſu/ vnd legten hre kleder drauff/ vnd er ſatzte ſich drau Viel abe: breyteten yhre kleider auff den weg/ Ecliche hieben mepen von den bewmen/ vnd ſtreweten ſie auff den weg. Vnd die foꝛne fuͤr giengen/ vnd die hernach folgeten/ ſchreyen vñ ſpꝛa ee Mat. 21, chen/ Hoſianna/ gebenedyet ſey der do kompt vn dem tame des Herrn gebenedepet ſey das reich vnſers vatere Da⸗ uud/ das do kompt ynn dem namen des Herrn/ Hoſianna ynn der höhe. d a Vn der err zoch ein zu Jeruſalẽ/ vnd gleng vun den tempel/ vnd er beſahe alles. Vnd am abend gieng er hinaus gen Bechatuẽ mit den zwelffen. Vnd des andern tages/ da er von Bechanien gieng hungerte vhn/ vnd ſahe emen fep⸗ gen baum von ferne/ der bletter hacte/ da trat er hinzu/ ob er etwas drauff funde/ vnd da er hinzu kam/ fand er nichts 8 denn nuͤr blecter/ denn es war noch nicht vmb die zeit das Mar. 21. Luc. iq. feygen ſein ſolten. Vnd Jeſus antwortet vñ ſpꝛach zu yhm/ Nu eſſe von dir niemand keine frucht ewiglich. Vnd die tuͤnger hoͤreten das. nö ſie kamen gen Jeruſalem/ vnd Jeſus gieng vnn den tempel/ fieng an/ vñ ereyb aus die verkeuffer vnd keuffer vnn dem tempel/ vnd die ciſche der wechſzler/ vnd die ſtuͤle der tauben kremer ſties er vmb/ vnd lies nicht zit/ das pe⸗ mand ein gezeug durch den tempel truͤge/ vnd er leret vnd ſprach zu vhnen/ Stehet nicht geſchrieben? Meyn haus ſol hei ſol heiſſen ein bethaus allen voͤlckern/ hr aber habt eyn möͤꝛ der gruben draus gemacht. 5 Vd es kam fuͤr die ſchrifftgelerten vnd hohen prieſter/ den du verflucht haſt/ iſt verdorret. Jeſus antwortet vnd ſprach zu phnen/ Habe glawben an Gott/ Warlich ich ſa⸗ det/ ſo wirds euch werden. Vnd wenn vhr ſtehet vnd betet/ dẽ tempel gieng/ kamen zu hm die hohen prieſter vñ ſchrifft macht chuſtu das: vnd wer hat dir die mache gegeben/ das du . vnnd ſie trachten/ wie ſie yhn vmbbrechten/ ſie furchten ſich aber fuͤr vhm/ denn alles volck verwunderte ſich ſeyner lere. Vnd des abents gieng er hinaus fuͤr die ſtad. Vnd am moꝛ gen giengen ſie für vber/ vnd ſahen den fegen bawm/ daser verdorret war bis auff die wurtzel. Vnd Petrus gedachte dran/ vnd ſprach zu hm/ Meiſter ſihe/ der fengenbawm⸗ ge euch/ wer zu dieſem berge ſpreche/ heb dich vnd wirff dich pns meer/ vnd zweyfelte nicht ynn ſeynem hertzen/ ſondern glewbte/ das es geſchehen wuͤrde/ was er ſagt/ ſo wirds vm geſchehen was er ſagt. Darumb ſage ich euch/ alles was yhr bietet vn ewrem gebet/ gleubet nuͤr/ das phrs empfahen wer⸗ ſo vergebet/ wo yhr etwas woldder yemand habt/ auff das auch ewer vater ym hymel euch vergebe ewer Kehler Bnd ſie kamen abermal gen Jeruſalem/ vnd da er ynn gelerten vnd die Eltiſten/ vnd ſprachen u vhm/ Aus waſer ſolchschuſt? Iheſus aber antwortet vnd ſprach zu vhnen ⸗ Ich wil euch auch ein wort fragen antwortet mur/ ſo wil ich euch ſagen/ aus waſer macht ich das chue/ Die cauffe Joannis/ war ſie vom hymel oder von menſchen: Anc⸗ dar en K üj menſchen ortet mir. Vnd ſie gedachten bey ſich ſelbs/ ſagen wir // ene ſie war vom hymel/ ſo wird er ſagen/ warumb habt hr denn vhm nicht geglewöet? ſagen wpr aber ſie war von 0 1 1 1 1 6 1 1 15 Euangelion menſchen/ ſo ſurchten wir vns fur dem volck/ Denn ſie 125 een alle/ das Joannes ein rechter Prophet were. Vnd ſie Mat. 2. Luce. 20 N antworten vnd ſprachen zu Jeſit/ wir wiſſens nicht. Vnd Jeſus antwoꝛtet vñ ſpꝛach zu yhn/ ſo ſag ich euch auch nicht aus waſer macht ich ſolchs chue. SOSas xi Capitel. der fieng an zu yhn durch gleychniſſe zu reden/ Ein menſch pflantzet einen weinberg/ vnd fuͤret ei⸗ nen zaun drumb/ vñ grub eine kelter/ vnd bawet eynen turn vnd chet yhn aus den weyngarenern/ vnnd zoch vber land/ vnd ſandte einen knecht/ zur deyt/ zu den weyngartnern/ das er von den weingarenern neme von der fruͤcht des weynber⸗ 9— namen yhn aber vnd ſteupten vhn vnd lieſſen yhn er von ſich. Abermal ſandte er zu phnen eynen andern u knecht/ den ſelben ſtevnigeten ſie auch/ vnd zu bleweten phm denkopff/ vnnd lieſſen hn geſchmecht von ſich Abermal ſandte er eynen aridern/ den ſelbigen codten ſie/ vnd viel an⸗ dere/ etliche ſteupten ſie/ etliche toͤdten ſie. Da hatte er noch eynen eynigen ſon/ der war vhm lieh/ den ſander er auch zuphnen zun letzten/ vnd ſprach/ ſie wer⸗ den ſich fuͤr meinem ſon ſchewen. Aber die ſelben weyngar⸗ 5 ner ſprachen vntereinander/ Dis iſt der erbe/ kompt/ laſt vns yhn coͤdten/ ſo wird das erbe vnſer ſein/ Vnd ſie namen phn vnd todten yhn/ vnd wurffen yhn eraus fuͤr den weyn⸗ berg/ Was wird nu der heꝛr des weynberges chun! Er wiꝛd komen vnd die weyngarener vmbbringen/ vnd den weyti⸗ berg andern geben/ Habt yhr auch nicht geleſen die ſchrifft/ Den ſtein den die bawleut verworffen haben/ der iſt ein eck ſtein worden/ Von dem Her: iſts geſchehen/ vñ es iſt wun derlich yn S. Vartus. derlich yn vnſern augen: Vnd ſie trachten darnach wie ſie vhn griffen/ vnd furchten ſich doch für dem volck/ denn ſie vernamen/ das er auff ſie dieſe gleichniſſe gered hatte/ vnd ſie lieſſen yhn/ vnd giengen dauon. 8 Vnd ſie ſandten zu yhm etliche von den Phariſeern vnd Gerodis diene:/ das ſie yhn fiengen ynn worten/ Vnd ſie ka⸗ men vnd ſprachen zu yhm/ Meiſter wir wiſſen/ das du war hafftig biſt/ vnd du frageſt nach niemand/ denn du achteſt nucht das anſehen der menſchen/ ſondern du lereſt den weg Gottes recht Iſts recht/ das man dem Keiſer zinſe gebe o ⸗ der nicht: ſollen wir vhn geben odder nicht geben? Er aber mercket hre heuchelen/ vnd ſprach zu phnen Was verſüchet yhr mich bringet mir 2 3 ich vhn ſehe/ Vnd a ſie brachten yhm. Da ſprach er wes iſt das bilde/ Vnd die vherſchrifft? Sie fra wortet Jeſus vnd 172— zu yhnen/ So gebet dem Keyſer/ was des Keyſers iſt/ vnd Gotte was Gere iſt/ Vnd ſie verwundeten ſich ſein. 8915 Da traten die Saduceer zu yhm/ die da halten/ es ſey key ne/ aufferſtehung/ die fragten vn/ vnd ſprachen/ Meyſter/ Moſes hat vns geſchrieben/ Wenn jemands bruder ſterbet/ vnd leſſet ein weib/ vnd leſſet keine kinder ſo ſol ſein bruder des ſelbigen weib nemen/ vnd ſeinem bruder ſamen erwec⸗ ken/ Nu ſind ſieben bruͤdere/ geweſen/ der erſte nam ein we⸗ ib/ der ſtarh/ vnd lies keinen ſamen/ vnd der ander nam ſie/ vnd ſtarb/ vñ lies auch nicht ſamen/ der dritte des ſelben glei ⸗ chen/ vnd namen ſie alle ſieben/ vnd lieſſen nicht ſamen/ zu letzt nach allen ſtarb das weib auch/ Nu ynn der 1005 ſte⸗ hung/ wenn ſie aufferſtehen/ welches weyb wird ſie ſein vn⸗ ter yhnen/ denn ſieben haben ſie zum weib gehabt! Da ant⸗ 8 A ij wortet n zu vhm/ Deo Keiſers/ Da ant⸗ Euangelion wortet Jeſus vnd ſprach zu yhnen/ Iſts nicht alſoꝛybr vr⸗ Exodi. z. 5 8 1 1 0 5 4 1 5 N 8 — 2 1 8 1 5 0 1 4 4 1 Mat. 22 Deut. C. Leutci. 9 ret/ darumb/ das vhr nichts wiſſet von der ſchrifft noch von der krafft Gottes. We ſte von den todten aufferſtehen wer⸗ den/ ſo werden ſie nicht freiẽ/ noch ſich freyen laſſen/ ſondeꝛn ſie ſind/ wie die Engel vm hymel. Aber von den todten/ das ſie aufferſtehen werden/ habt 15 nicht geleſen vm buch o ſi/ bey dem puſch/ wie Gott zu vhm ſaget vnd ſprach/ Ich bin der Gott Abraham/ vñ der Gott Iſaac vnd der Got Jacob: Es iſt keyn Gott der todeẽ/ ſondern es iſt ein Gott der lebendigen/ darumb yrret yhr ſeer. Vnd es trat zu vhm der ſchrifftgelerten einer/ der yhnen zu gehö ret hatte/ wie ſie ſich miteinander befragten/ vnd ſa⸗ he/ das er yhnen feyn geantwortet hacte/ vnd fraget yhn/ WGelchs iſt das fuͤrnemeſt gepott fuͤr allen! Jeſus aber ant wortet vhm/ Das fuͤrnemeſt gepott fuͤr allen gepotten iſt das/ Hoͤre Iſrael/ Gott vnſer Herr iſt ein Herr/ vnd du ſolt Gott deinen Serrn lieben/ von gantzem hertzen von garter ſeele/ von gantzem gemuͤte/ vnd von allen krefften/ das iſt das fuͤrnemeſt gepott. Vñ das ander iſt yhm gleich/ Du ſolt deinen nehiſten lieben als dich ſelbs. Es iſt kein an⸗ der groͤſſer gepot denn dieſe. Vun der ſchrifftgelerter ſpꝛach zu vhm/ Meiſter/ du baſt warlich recht gered/ denn es iſt ein Gott/ vnd iſt kein ande⸗ Leer auſſer vhm/ vnd den ſelben lieben von gantzem bertzen⸗ von gantzem gemuͤte/ von gantzer ſeele/ vnd von allen kreff⸗ ten/ vnd liehen ſeinen nehiſten als ſich ſelbs/ das iſt mehr del bꝛandopffer vnd alle opffer. Da Jeſus aber ſahe/ das er ver nunfftiglich antwortet/ ſprach er zu yům/ Du biſt nicht fer⸗ ne von dem reich Gottes. Vnd es churſte yhn niematid wey er fragen. Vnd —.—ñ—6ã—— 2 5———— brochen werde. S. Vartus. Vnd Jeſus antwortet vnd ſprach/ da er leret m tem⸗ war as pel/ Wie ſagen die ſchriffegelerten/ Chriſtus ſey Sauuds pia e ſon? Ex aber Dauid ſpriche durch den heiligen geiſt/ Der Herr hat geſagt zu meinem hern/ ſetze dich zu meiner rech⸗ ce/ bis das ich lege deine feinde zum ſchemel deiner fuͤſſe. Da heiſſet yhn ia Sauid ſeinen Gerrn/ Woher iſt er denn ſein 2 ſon: Vnd viel volckt hoͤret yhn gerne. 1 Buder lererſie vnd ſprach zu phnen/ habt acht auff de zur. Luce. 22 ſchrifftgelerten/ die gehen gerne ynn lange kleidern/ vnd la⸗ ſen ſich gerne auff dem marckte gruͤſſen/ vnd ſitzen gernenn , ee, N den ſchulen oben an vnd ber tiſch/ſie freſſen der widwen hen ſer/ vnd wenden langes gebet fuͤr/ die ſelbigen werden deſte mehr verdamnis empfahen.. Vnd Deſus ſetzt ſich gegen den Gottes laſten/ vnd ſcha⸗ wet/ wie das volck gelt einlegt yn den Gottes kaſten/ vñ viel a reichen legten viel ein. Vnd es kam eine aꝛme widwe vnd leg te zwey ſcherfflein ein/ die machen einen heller. Vnd er rieff ſeine iuͤnger zu ſich/ vnd ſprach zu phnen/ Warlich ich ſage euch/ dieſe arme widwe hat mehr ynn den Gottes kaſten ge⸗ legt/ denn alle die eingelegt haben/ deñ ſie haben alle von yh⸗ rem vbrigen eingelegt/ dieſe aber hat von yhrer darbe alles was ſie hat/ yhre gantze narung eingelegt. Das xiij Capitel. Nd da er aus dem tempel gieng/ ſprach zu vhm ſel: mara ner uuͤnger einer/ Meiſter/ ſihe welche ſteyne/ vnd a welch ein ba iſt das? Vnd Jeſus antwortet vnd ſprach zu yhm/ Sißeſtu wol alle dieſen groſſen baw: nicht em ſtein wird auff dem andern gelaſſen werden/ der nicht u f Vnd 8 . teen yhn beſonders/ Petrus vnd Jacobus vnd Joannes Schec aber phr auff euch ſelbs/ denn ſie werden euch vber Euangeltion Vnd da er auff dem dleberg ſaſs gegen dem tempel/ frag⸗ vnd Andreas/ Sage vns/ wenn wird das alles geſchehen: vnd was wird das zeichen ſein/ wenn das alles ſol vollendet werden: Jeſits antwortet vhnen/ vñ fieng an zu ſagen/ Se⸗ het zu/ das euch nicht yemand verfuͤre/ denn es werden viel ko men vnter meinem namen/ vnd ſagen/ ichbin Chriſtus/ vnd werden viel verfuͤren. Menn vhr aber hoͤren werdet von kriegen vnd krieges ge⸗ ſchrey/ ſo fuͤrchtet euch nicht/ deñ es mus alſo geſchehen/ aber das ende iſt noch nicht da. Es wird ſich ein volck vber das ander empoͤren/ vnd ein koͤnigreich vber das ander/ vñ wer⸗ den geſchehen erdbeben hin vnd wider/ vnd wird ſeim theure zeyt vnd ſchrecken/ Das iſt der nodt anfang. antworten fuͤr die radheuſeꝛ vnd ſchulen/ vnd yhr muͤſtet ge ſtteupet werden/ vnd für furſten vnd koͤnige muͤſſet br gef ret werden vmb meines namen willen/ zu einem zeugnis vher ſie/ Vnd das Ruangelion mus zuuor geprediget wer⸗ den vnter alte voͤlcker. ſorget ni uor/ ſondern was euch zu der ſelbigen ſtunde gegeben wird/ das redet/ denn vhr ſeids nicht die da reden/ ſondern der hei⸗ ige geiſt. Es wird aber vberantworten eyn bruder den an⸗ dern zum code/ vnd der vater den ſon/ vnd die kinder werden ſich empören wider die eltern/ vnd werden vhn zum code hel ffen/ vnd werdet Ge ſeyn von yederman/ vmb meynes namen willen/ Wer aber beharret bis an das ende/ der wird ſelng. 5 Wenn — euch nu fuͤren vnd vberantworten werden/ ſo c/ was yhr reden ſolt/ vnd bedencket auch nicht zu ⸗ S. Vartus. Wenn yhr aber ſehen werdet den wuͤſten grewel/ von a 4 dem der Prophet Daniel geſagt hat/ das er ſtehet/ da er ni⸗ deni. cht ſol Wer es liſet/ der verneme es) Als dann wer vnn Ju dea iſt/ der flihe auff die berge. Vnd wer auff dem dach it/ der ſteige nicht ernider vns haus/ vnd kome nicht drein/ et⸗ was zu holen aus dem hauſe/ Vnd wer auff dem felde iſt/ deꝛ wende ſich nicht vmb/ ſeyne kleyder zu holen. Weh aber den ſchwangern vnd ſeugern zu der zeit/ bictet aber/ das ewre e a den ſoͤlche truͤbſal ſein/ als ſie nie geweſen ſind vom anfang der ereaturn/ die Gott geſchaffen hat his her/ vnd als auch nicht werden wird/ vnd ſo der Herr diſe tage nicht verkuͤr⸗ tzet hette/ wuͤrde kein menſch ſelig/ aber vmb der auſzerwele⸗ ten willen/ dieer außer welet hat hat er dieſe tage verkuͤrtzet. Genn nu vemand zu der zeyt wird zu euch ſagen/ ſihe/ hie iſt Chriſtus/ ſthe/ da iſt er/ ſo gleubet nucht/ Denn es wer⸗ den ſich erheben falſche Chriſti vnd falſche Propheten/ die us. zeichen vnd wunder chun/ das ſie auch die außzerwelecen ver⸗ fuͤren/ ſo es muͤgelich were/ Dehet hꝛ aber zu/ ſehet/ ich habs flucht nicht geſchehe pin winter. Denn pn dieſen tagen wer⸗ euch alles zuuor geſagt. Auer zu der zeyt/ nach dieſem truͤbſal/ werden ſonne vnd mond yhren ſchein verlieren/ vnd die ſterne werden vom hy⸗ mel fallen/ vnd die kreffte der hymel werden ſich bewegen. Vnd denn werden ſie ſehen des menſchen ſohn komen vnn den wolcken mit gröͤſſer krafft vnd herlickeyt/ vnd den wird er feine Engel ſenden/ vnd wird verſamlen ſeine außerwele ten von den vier winden/ von dem ende der erden bis zum ende der hymel. An den feygenbaum lernet ein gleichnis/ wenn itzt ſeite ar zweige ſafftig werden/ vnd bletter gewinnet/ ſo wiſſet vhr/ er das der g 3 Euangelion das der ſomer nahe iſt. Alſo auch wenn vhr ſehet das ſoͤlſcho geſcchiche/ ſo wiſſet das es nahe fur der thuͤr iſt/ Warlich ich ſage euch/ dis geſchlecht wird nicht vergehen/ bis dis alles ge ſchehe/ Hymel vnd erden werden vergehen/ meine wort aber werden nich vergeben. Von dem tage aber vnd der ſtunde weis niemãd/ auch die Engel nicht ym hymel/ auch der ſon nicht/ ſondern allein der vater. Sehec zu/ wachet vnd betet/ denn vhr wiſſet nicht weñ es eit iſt. Gleich als ein meniſch deꝛ vber land zoch vnd lies ſein hauß/ vñ gab ſeinen knechten macht /einẽ iglichen ſein werk vnd gepot dem chuͤrhůtter/ er ſolt wachen. Do wachet nu/ denn yr wiſſet nicht wenn der herr des hauſes koͤmpt/ ob er koͤmpt am abent/ oder zu mitternacht/ oder vmb den hanen⸗ ſchrey/ oder des morgens auff das er nicht ſchnelle kome/ vñ finde euch ſchlaffend. Was ich aber euch ſage/ das ſage ich al⸗ len/ Wachet. 18 5 Das xiiij. Capitel. Dan Vn da er zu Berhanien war ynn Simonis des auſſet⸗ ona zigen hauſe/ vnd ſaſßz zu eich/ Da kam em weib die hatte ein glas mie vngefelſchtem vnd koͤſtlichen narden waſſer/ vñ ſie zubrach das glas/ vnd gos es auff ſein heubt. Da waren ell che die wurden entruüͤtet/ vnd ſprachen. Was ſol doch dieſer I vnrad man künd das waſſer mehr denn vmb drey hundert plenruge verkaufft haben/ vnd daſſelb den armen geben/ vñ murreten ——— GS. Vartus. mur reten vber ſie. Deſüs aber ſprach/ laſſet ſie mit friden/ was bekuͤmmert yhr ſie: Sie hat ein gut werck an mir gechan/ vhr habt alle delt armen bei euch/ vnd wenn yhr wolt/ lundt vhr vhn guts chun/ mich aber habt yhr nicht alle zeit. Sie hat gechan was ſie kund/ ſie iſt zuuor kommen/ meinen leichnam zu ſalben zu⸗ meinem begrehnis/ Warlich ich ſage euch/ Wo dis Kuange lion geprediget wird vnn aller welt/ da wird man auch ſa⸗ gen du ybrem gedechenis/ das ſie itzt gechan hat. Vnd Judas Iſcarioch/ epner von den zwelffen/ gieng wraras hin zu den Sohenbrieſtern/ das er phn verrhiete. Da ſie das hoͤreten/ würden ſie fro/ vnd verhieſſen vhm das gelt zu ge⸗ ben/ Vnd er ſuchte/ wie er yhn fuͤglich verrhiete. Vñ am erſten tag der ſüͤſſen brod/ da man das oſterlamb mare opfferte/ prachen ſeine iunger zu hm/ Wo wilcu/ das wir. hin gehen vnd bereiten/ das du das oſterlamb eſſeſt: Vnd er ſandte ſeiner ruͤnger zwren vnd ſprach zu phnen/ Gehet hin vn die ſtad/ vnd es wird euch ein menſch begegen/ der cregg einen krug mit waſſer/ folget vßm nach/ vnd wo er eingehet da ſprecht zu dẽ hauswurte/ der Meiſter leſſet dir ſagen/ wo⸗ iſt das gaſthaus/ dar inne ich das oſterlamb eſſe mit meinen iungern: Vnder wird euch einen groſſen ſaal zeigen/ der ge⸗ pflaſtert vñ bereittet iſt/ da ſelbs richcet fur vns zu. Vnd die uͤnger giengen aus/ vnd kamen ynn die ſtad/ vnd fundens wie er yhn geſagt hacte/ vnd bereiteten das oſterlamb. Am abent aber kam er mit den zwelffen/ vnd als ſie zu ti⸗ ſche ſaſſen vnd aſſen/ ſprach Jeſus/ Warlich ich ſage euch ei ner vniter euch der mit mir iſſec/ wird rich verrhacen. Vnd ſte wurden traurig vnd ſagten zu yhm/ einer nach dem an⸗ dern/ Bin ichs: vnd der ander/ bin ichs! Er antwoʒtet vnd * E ßßrrach ſprach zu phnen/ Gyner aus den zwelffen/ der mit mir vnn die ſchüͤſſel cauchet. Zwar des menſchen ſon gehet hin/ wie vndbrachs/ vnd gabs hn/ vnd prach/ Nemec/ eſſet das iſt meim leib/ Vnd nam den kelch/ vnd dancket/ vnd gab ihn den/ vnd ſie truncken alle draus. Vnd er ſprach zu yhnen/ Das iſt mein blut des newen ceſtamenes das fuͤr viele ver⸗ goſſen wird. Marlich ich ſage euch/ das ich hinfurt nicht „L trlucken werde von dẽ gewechſe des weinſtocks/ bis auff den abu den lobgeſang geſpꝛochen hacten/ giengẽ ſie an den oͤleberg, Vnd Weſus ſprach zu phnen Phr werdet euch vn dieſer nacht ale an mir ergern/ Denn es ſtehet geſchrieben/ Ich werde den hircen ſchlagen/ vñ die ſchaffe werden ſich zu ſtre⸗ Socha wen/ Aber nach dem ich aufferſtehe/ wil ich für euch hin ge⸗ hen vn Czalilean. Petrus aber ſaget zu vm/ Vnd wenn ſie ſich alle ergerten/ ſo wolte doch ich mich nicht ergern. Vnd Deſiis ſprach du yhm/ warlich ich ſage dir ⸗ heute/ vnn dieſer Racht/ ehe denn der han zwey mal krehet/ wirſtu mich drey mal verleugnen. Ex aber rede noch water Ja wenn ich mic dir auch ſterben muͤſte/ wol ich dich nicht verleugnen. Des ſelbigen gleichen ſagten ſie alle. Vnd ſie kamen vnn das felt/ mit namen/ Gechſemane. Vñ er ſpꝛach zu ſeinen ungern/ Setze euch hie/ bis ich hyn gehe vnd bete. Vnd nam zů ſich Petron vnd Jacoben vñ Joannem/ vñ fieng an zuerzittern vnd zu engſten/ vn ſpra⸗ ch du jhnen/ Meine ſeele iſt betꝛuͤbet bis an den cod/ enchaltet euch hie S. Parcus. euch hie vnd wachet. Vnd gieng ein wenig fuͤrbas/ fiel auff die erden vnd bettet/ das/ ſo es muͤglich were/ die ſtunde fur vber gieng/ vnd ſprach. Abba mein vacter/ es iſt dir alles muͤglich vberhebe mich dieſes kelchs/ doch nicht was ich wil/ ſondern was du wilt. Vnd kam vnd fand ſie ſchlaffend/ vnd ſprach zu Petro/ Simon ſchleffeſtu: ver moͤchteſtu nicht eine ſtunde zu wa⸗ chen/ wachet vnd betet/ das phr nicht vnn verſuchung falle Der geiſt iſt willig/ aber das fleiſch iſt ſchwach. Vnd gieng widder hyn vnd bettet/ vnd ſprach die ſelbige wort/ vnd kam widder/ vnd fand ſie abermal ſchlaffend/ Denn yhre au⸗ gen waren vol ſchlaffs/ vnd wuſten nicht was ſie vhm ant⸗ worten. Vnd er kam zum dritten mal/ vnd ſpꝛach zu vhnẽ/ Ja ſchlaffet nu vnd rugec/ Es iſt genug/ die ſtunde iſt ko⸗ men/ Sehet des menſchen ſon wird vberantwortet vnn der ſuͤnder hende/ ſtehet auff/ laſt vns gehen/ ſehet der mich ver S rhet iſt nahe. Vnd als bald da er noch redet/ kam erzu Judas einer võ e den zwelffen/ vnd eine groſſe ſchar mit phm/ mie ſchwerten/ Joe. vnd mit ſtangen/ von den Hohenprieſtern vnd ſchrifftgeler ten vnd Eltiſten. Vnd der verrheter hatte yhnen eim zeichẽ gegeben vnd geſagt/ Welchen ich kuͤſſen werde der iſts/ den greiffet/ vnd fuͤret bn gewiſz. Vnd da er kam/ trat er bald u yhm/ vnd ſprach zu hm/ Eieber meiſter/ lieber meiſter/ vnd kuͤſſet vhn. Die aber legten hre hende an yhn vñ grie ffen yhn. Einer aber von denen die da bey ſtunden/ zoch ſein ſchwerd aus/ vnd ſchlug des Hohen prieſters knecht/ vñ hieb yhm ein ohr abe. 2 Vnd Jeſus antwortet vñ ſprach zu yhnen/ vhr ſeid auß gegangen als zu einem moͤrder/ mit ſchwerten vnd mit ſtan f Eni gen/ mich Euangelion gen/ mich zu fahen/ ich bitt teglich bey euch ym tempel gewe⸗ 2 vnd hab geleret/ vnd phr habt mich nicht gegriffen/ A⸗ ber auff das die ſchrifft erfuͤllet werde. Vnd die nungern ver lieſſen yhn alle vñ flohen. Vnd es war ein uͤngeling der fol gete hm nach der war mit leinwad bekleidet auff der bloſ⸗ ſen haut/ vnd die iuͤngelinge griffen yhn. Er aber lies den leinwad faren/ vnd floch blos von 2 a Vnd ſie fuͤreten Jeſum zu dem Gohenprieſter/ dahyn zu ſamen komen waren alle Hoheprieſter vnd Elciſten/ vnd ſchrifftgelerten. Petrus aber folgete yhm nach von fernen/ biſz hinein ynn des eee pallaſt/ vnd er war da vnd ſaßʒ bey den knechten/ vnd wermece ſich. A oer die Qohenpneſter vnd der gantze Bad/ ſuchcen zeu⸗ nis widder Jeſum/ auff das ſie yhn zum tode brechten vnd 0 8 nichts/ Viel gaben falſch gezeugtus widder hn/ abe: yhr zeugnis ſtimmete nicht vberein. Vnd etliche ſiunden auff/ vnd gaben falſch zeugnis widder vhn/ vnd ſprachen/ Orr haben gehoͤret/ das er ſagte/ Ich wil den tempel/ der mit henden gemacht iſt/ abbrechen/ vnd yn dreyen tagen ei⸗ nen andern bawen/ der nicht mit henden gemacht ſep/ Aber yhr zeugnis ſtimpte noch nicht vber ein. 15 0 masse nd der Soheprieſter ſtund auff vnter ſie/ vnd fragete usea Jeſum/ vnd ſprach/ Antworteſtu nichts? was zeugen dieſe ae. Widder dich: Er aber ſchweig ſtille vnd antwortet nichts. Dafragete yhn der Goheprieſter abermal/ vnd ſprach zu 85 hm/ Biſtu Chriſtus der ſon des gebenedeyetẽ: Jeſus aber ſprach/ Ich bins/ vnd yhr werdet ſehen des menſchen ſon ſitzen zur rechten hand der krafft/ vnd komen nut des hymels wolcken. Da zureys der Hoheprieſter ſeinen rock vnd ſpra⸗ ch/ Was durffen wir weiter zeugen: yhr habet Schöne le die Gottes leſterung/ was duͤnclet euch: Sie aber berdam⸗ pten vhn alle/ das er des tods ſchuldig were. Da fiengen an etliche hn zu verſpeyen/ vnd verdecken ſein angeſicht/ vnd mit feuſten ſchlagẽ/ vnd ſagen zu jhm/ Eieber weiſſage vns. Vnd dieknechte chlugen ußn vns angeſicht Vnd Petrus war danpden ym pallaſt/ da kam des Ho⸗ henprieſters megde eine/ vnd da ſie ſahe Petron ſich wermẽ ſchawet ſie yhn an/ vnd ſpꝛach. Vnd du wareſt auch mit Je ſu von Nazareth. Er leugnet aber vñ ſpꝛach/ Ich kenne jn nicht/ wers auch nicht was du ſageſt. Vnder gieng hynaußz vnn den vorhoff/ vnd der han krehet. Vñ die magd ſahe vn vnd hub abermal an zu ſagen denen die da bey ſtundẽ/ Die⸗ ſer iſt der einer. Vnd er leugnet abermal. Vñ nach einer klet ne welle ſprachen abermal zu vhm die da bey ſtunden/ War⸗ lich du biſt der einer/ denn du biſt ein Galileer/ vñ deine ſpꝛa che lautet gleich alſo. Er aber fieng an ſich zu verfluchen vñ ſchweren/ Ich kenne des menſchen nicht/ von dem vhr ſa⸗ get. Vnd der han krehet zum andernmal. Da gedachte Pe crus an das wort/ das Jeſus zu yhm ſaget/ Ehe der han z weymal krehet/ wirſtu mich dreymal verleugnen. Vnder hub an zu weinen. Das xv. Capitel. Do als bald am morgen hielten die Hohenprieſter einen rad mie den Eltiſten vnd ſchriffegelerten/ da zue s. zu der gantze Radt/ vnd bunden Jeſum/ vnd fuͤreten vn V? hin/ vnd vberantwoꝛten vhn Pilaco. Vnd Pilatus fragec vhn/ Biſtu ein koͤnig der Juden? Er antwortet aber vnd ſprach zu vhm/ Du ſageſts. Vñ die hohenprieſter beſchuldi getẽ jhn hart. Pilatus aber fragete yhn abermal vñ ſpꝛach. j Antwor⸗ Euangelion Ant worteſtu nichts Sihe/ wie hart ſie dich verklagen. Je ſus aber antwortet nichts mehr/ alſo das ſich auch Pilacus verwunderte. 101 N Err pflegte aber yhnen auff das oſterfeſt einen gefangen los zu geben/ welchen ſie hegerten/ Es war aber einer/ genac Barrabas/ gefangen mit den auffrhuͤriſchen/ die ym auff⸗ rhur einen moꝛd begangen hatten. Vnd das volck gieng hin auff/ vñ bat/ das er chet wie er pfleget. Pilatus aber anewor tet yhn/ Wolt vhr das ich euch den Kong der Juden los ge be? Denn er wuſte/ das yhn die hohenprieſter aus neid vber antwortet hatten. Aber die hohenpꝛieſter reitʒten das volck/ das er yhn viel lieber den Barraban los gebe. Pllatus aber antwortet widerumb/ vnd ſprach zu yhnẽ/ Was wolt phr denn das ich chue/ dem/ den yhr ſchuldiger/ er ſey ein Konig der Juden: Sie ſchreyen abermal/ Creutzi⸗ ge jhn. Pilatus aber ſpꝛach zu vhn/ Was hat er vbels gethã· Aber ſie ſchreyen noch viel mehr/ Creutzige vn. Pilatus aber gedachte dem volcke genug zu thun/ vnd gab yhn Bar⸗ raban los/ vnd geiſſelte Jeſum/ vñ vberantwortet yhn/ das er gecreutziget wuͤrde. 1777 Die kriegeknechte aber fuͤreten yhn hitiein yntt das rich⸗ terhaus/ vnd rieffen zit ſamen die gantze rotte/ vñ zogen ſm eine purpur an/ vnd flochten eine dorne krone/ vnd ſetzten ſie vhm auff d fiengen an yhn zugruͤſſen/ Gott gruͤſſe dich/ llicder kotug der Jüden. Vnd ſchlugen vhm das heubt mit dem rhor/ vnd verſpeyeten yhn/ vnd fielen auff die ktue/ vnd betten vhn an. e Vnd da ſie yhn verſpottet hatten/ zogen ſie vhm die pur⸗ pur auß/ vnd zogen vhm ſeine eigene kleider an/ vnd fuͤreten phn aus/ das ſie yhn creutzigeten/ Vñ zwungen einẽ der fuͤr ä„ bypybuer gieng S. Vartus. vber gieng/ mit namen Simon von feyrene/ der vom felde lam der ein vater war Alexandri vñ Nuffi/ das er ſym das creutze truͤge. Vnd ſie brachcẽ 25 an die ſtet Golgata/ das iſt verdolmerſcht/ ſcheddelſted. Vñ ſie gaben yhn vermyrrhe ten wein zu crincken/ vnd er nams nicht zu ſich. Vnd da ſie yhn gerreutziget hatten/ eerleten ſie ſeine klep⸗ der/ vnd worffen das loſz daruͤmb/ welcher was vberkeme/ Vnd es war vmb die dritte ſtunde/ vnd ſte creutzigeten vhn. Vnd es war die vberſchrifft ſeiner vrſach oben vber yhn ge⸗ ſchrieben/ nemlich/ Ein koͤnig der Juden. Vnd ſie creutzi⸗ geten mit vhm zween moͤꝛder/ einen zit ſeiner rechten/ vnd ei⸗ nen zur lincken. Vnd die ſchrifft iſt erfuͤllet die da ſaget/ Ex iſt vnter die vbelcheter gerechnet. e Vnd ſie giengen fur vher vnd leſterten vhn/ vnd ſchuͤttel⸗ ten yhre heubte/ vnd ſprachen/ Pfu dich/ wie fein zubriche⸗ ſtu den tempel/ vnd baweſt yhn ynn dreyen cagen/ hulff dir nu ſelber/ vnd ſteig erab võ creucze. Deſſelbigen gleichen die Hohen prieſter verſpocteten yhn vntereinander/ ſampt den ſchrifftgelerten/ vnd ſprachen. Er hat andern geholffen/ vñ Iſaie. 53 Mat. 27, Luce. 22:2 pPſal. ai. kan yhm ſelber nicht helffen. Ach des Chriſtus vnd des kon ges von Iſrael/ Er ſteige nu von dem creutze/ das wir ſehẽ 551 8 die mit vhm gecreutziget waren/ ſchulten n auch. 3 6 l Vnd da es vmb die ſechſte ſtunde kam/ ward ein finſter⸗ nis vber das gantze land/ bis vmb die neunde ſtunde. Vnd vmb die neunde ſtunde rieff Jeſus laut/ vñ ſpꝛach/ Eli/ Eli lamma aſabtham/ das iſt verdolmetſcht/ Mein Got/ mein Gott/ warumb haſtu mich verlaſſen! Vnd etliche die da bei ſtunden/ da ſie das höreten/ ſpꝛachen ſie. Sihe/ er ruffet dem Ellas. Da lieff einer vnd fuͤllet einen ſchwam mit eſſig/ vñ b E mij ſteckee Euangelion ſtecket yhn auff ein rhoꝛ/ vnd cerencket yhn vnd ſpꝛach. Halt/ laſt ſchen/ ob Elias lome/ vnd yhn erab nene. l ner Aber Jeſus ſchꝛey laut/ vnd verſchied. Vnd der fuͤrhang Luce. 22 Joaoag vn tempel zureiſz vñ zwey ſtuͤck/ von oben an bis vndẽ auſz. Der heubeman aber der da bey ſtund gegen vom vber/ vnd ſahe das er mit ſolchem geſchrey verſchied/ ſprach er. War⸗ lich dieſer menſch iſt Goctes ſohn geweſen. Vnd es waren auch weiber da/ die von ferne ſolches ſchaweten/ vnter wel⸗ chen war Maria Ma gdalena/ vnd Maria des klein Ja cobs vnd Joſes mutter/ vnd Salome/ die yhm auch nach⸗ gefolget hatten/ da er ynn Galilea war/ vnd gedienet/ vnd viel andere/ die mit yhm hanauff gen Jeruſalem gegangen baren. 5 Vnd am abent/ diew eil es der ruͤſtag war/ welcher iſt der vorſabbach/ kam Joſeph von Arimachia/ ein erbarer Na⸗ e deherr/ welcher auch auff das reich gottes wartet/ der gieng thuͤrſtig hinein zu Pilato/ vnd bat vmb den leichnam Je⸗ ſu. Pilatus aber verwu nderte ſich/ das er ſchon tod war/ vñ rieff dem haubtman/ vnd fraget yhn/ ob er langeſt geſtor⸗ ben were. Vnd als ers erkundet von dem heubeman gab er Voſepßh den leichnam. Vnd er kauffte eine lemmwad/ vn nam yhn abe/ vnd wickelt yhn ynn die lein wad/ yñ legte yhn vnn ein grab. das war ynn emen felſz gehawen/ vnd weltzet einẽ ſtein fur des grabes chuͤr. Aber Maria Magdalena vnd Maria Joſes ſchaweten zu/ wo er hin gelegt ward. Das vj. Capitel. Nd da der Tabbach vergangẽ war/ kaufften Ma ria Magdalena vnd Harig Jacobi vnd Dalo⸗ me ſpecerep⸗ ——— r — nge— S„. me ſpecerey/ auff das ſie kemen/ vnd ſalbeten yhn. Vnd ſie kamen zum grabe an einem Sabbacher ſeer frue/ das die ſonne auffgleng. Vnd ſie ſprachen vnteremander/ Wer waltzet vns den ſtein von des grabes chuͤr: Vnd ſie ſahen da⸗ hin/ vnd wurden gewar/ das der ſteyn abgeweltzet war/ deñ er war ſeer gros. Vnd ſie gtengen hinem yn das grab/ vnd ſahen einen iuͤngling zur rechten hand ſitzen/ der hatte ein lang weis kleyd an/ vnd ſie entſatzten ſich. 1 Er aber ſprach zu yhnen/ Encſetzet euch nicht/ yhr ſuͤchet Deſum von Nazarech den gecreutzigten/ Er iſt auff erſtã⸗ den/ vnd iſt nicht hie/ Sihe da die ſtete/ da ſie yhn hin leg⸗ ten/ gehet aber hin/ vnd ſaget es ſeynen tuͤngern vñ Petro/ das er fuͤr euch hin gehen wird ynn Galilea/ da werdet phr yhn ſehen/ wie er euch geſagt hat. Vnd ſie giengen ſchnelle eraus/ vnd flohen von dem grahe/ denn es war ſe zittern vñ eneſetzen an komen/ vnd ſagten niemande nichts/ denn ſie waren furchtig. 3 Veſus aber/ da er aufferſtanden war frue am erſten tage der Sabbather/ erſcheyn er am erſten der Marta Magda⸗ lene/ von welcher er ſtehen teuffel auß getrieben hatte. Vnd ſie gieng hin/ vnd verkuͤndigets denen/ die mit vhm geweſen waren/ die da leide trugen vnd weineten/ vnd die ſelbigen/ da ſie höreten/ das er lebet vnd were yhr erſchienen/ gleubten ſie nicht. Darnach/ da zween aus vhnen wandelten/ offen⸗ bart er ſich vnter einer andern geſtalt/ da ſie auffs feld gien⸗ gen/ Vnd die ſelbigen giengen auch hin/ vnd veꝛkuͤndigeten das den andern/ den 177 ſie auch nicht. u letzt da eylffe zu tiſche ſaſſen/ offenhart er ſich/ vnd ſchalt hren vnglauben/ vnd vhrs herczen hereigkeit/ das ſte nicht gegleubt hatten/ denen/ die vhn geſehen hatten 5— 8 anden f 444 9 Euangelion ſtanden/ Vnd ſprach zu phnen/ Gehet hin yn alle welt/ vnd prediget das Eirangelion aller Creacurn/ Wer da gleubt vnd getaufft wird/ der wird ſaͤlich werden/ wer aber nicht gleubt/ der wird verdampt werden. Die zeichen aber/ die da folgen werden/ denen die da glewben/ ſind die/ Vn meynem namen werden ſie ceuffel auſßztreiben/ it newen. reden/ Schlangen vercrei⸗ ben/ Vnd ſo ſie ecwas coͤdliches erincken/ wirds yhn nicht ſchaden/ Auff die krancken werden ſie die hende legen/ ſo wi⸗ rds beſſer mit yhn werden.. Vnd der Herr/ nach dem er mit yhn gered 5 ward er aufgehaben gen hymel/ vnd ſiczt zur rechten handt Gottes. Sie aber gien⸗ gen aus/ vnd predigeten an allen orten/ vnd der Herr wirckle mit yhn/ vnd bekrefftigec das wort/ durch mitfolgende zeichen. nde des Euangelis. Sanct Parcus. 25 7 f ö b las. 8 N 8 8 ſehen vñ diener des worts geweſen ſindt/ Hab ichs ff 7 auch fur gut angeſehen/ nach dem ichs alles von , ſormean/ mie vleis erfol⸗ e, KLͤeccbabe dao ichs du dir/ 8 1 157)“eiꝛe mapn cler Obespellee e oerdenlichen schriebe auff ˖ ˖ 0 5 5 9 2 N 8. N N 2 5— e 7 8 „ 9 r 7 N 2 11 6 1 8 ö . das dll diche 12 eines gewiſſen grundes der wort welcher du vnternichtet biſt. Das Erſte Capitel. e De Bdepe erodes des koͤniges Ju⸗ dee/ war ein Pzieſter von der 1 Ab peu. Nia, mie namen Jachartas/ vñ ſein wel von N e den coͤchtern Aaron/ vnd vhr name Ela ⸗ 1 bech Sie waren aber alle beide frum fuͤr Gott/ vnd glengen vnn allen gepotten vnd ſatzungen des ern vntaddelich/ vnd ſie hatten kein kind/ Denn Eliſa⸗ bech war vnfruchcbar/ vnd waren beide wol betaget.. Vndes begab ſich da er prieſter ampte pfleget fur Got/ zur eit ſeiner ordnung/ na h gewoheit des prieſterchumbs/ SCuangelloft war es an yhm das er reuchern ſolt/ Vnd gieng yn den tem pel des Herrn/ Vnd die gantze menge des polcks war hauſ⸗ ſen ym gebec/ vnter der ſtunde des reuchens. Es erſchein vhm aber der Engel des Herrn/ vnd ſtund zur rechten am reuch altar. Vnd als Zacharias yhn ſahe/ erſchrack er/ vnd es kam yhn eine furcht an. Aber der Engel ſprach zu yhm/ Purcht dich nicht Ja⸗ charia/ denn deyn gebet iſt erhoͤret/ vnd dein weib 1 wird dir einen ſon geperen/ des namen ſol lu Joarmes heyſ⸗ ſen/ vnd du wirſt ſein freude vñ wonne haben/ vnd viel wer⸗ den ſich ſener gepurt frewen/ Denn er wird gros ſein fur dem Herrn/ Wein vnd ſtarck getrenck wird er nicht trinc⸗ ken/ vnd wird noch vnn mutter leybe erfuͤllet werden mit dẽ heiligen geiſt/ vnd er wrde der kinder von Ifrael viel zu mala hi Gott vhrem Herrn beleren/ vnd er wird fuͤrſeinem ange⸗ ſichte her gehen ym geyſt vnd krafft Elias/ zu bekeren die herczen der veter zu den kindern/ vnd die vngleubigen zu der 1 N der gerechten/ zu bereiten dem Herrn eim geruͤſtet volck. Vnd Jacharias ſpꝛach zu dem Engel/ wo bey ſol ich das erkennen: denn ich bit alt/ vnd mein werb iſt betaget. Der Engel antwortet vnd ſpꝛach zu vhm/ Ich bin Gabriel/ deꝛ fur Gott ſtehet/ vnd bin geſand mit dir zu reden/ das ich dir ſolchs vert ündigte. Vnd ſihe/ du wirſt erſtummen/ vnd ni⸗ chereden koͤnnen/ bis auff den cag/ da dit geſchehen wird darumb/ das du meinen worten nicht gegeleubet haſt/ wel⸗ che ſoͤllen erfůltet werden zu vhrer zeic. Vnd das volck wartet auff Zacharias/ vnd verwunderte ſich/ das er ſo lange ym tempel verzog. Vnd da er auſſer gte⸗ ng/ kundte er niche mit vn reden. Vnd ſie merckten/ das er 88 ein ge „ a aer ug UD du yhr hinein vnd ſpra S. CEutas. Ein geſeche geſchen hace pm eempel. Vnder wincket yhn vnd bleib ſtumme. Vud es begab ſich/ da die deic ſeines ampts aus war/ gi⸗ ing er heym ynn ſein haus. Vnd nach den tagen ward ſeint werb Ellabech ſchwanger/ vnd verbarg ſichſunffmonde/ vnd ſprach/ Alſo hat mir der Herr gethan/ vn den tagen/ da er mich angeſehen hat/ das er meine ſchmach vnter den menſchen von mir neme.: Vnd pm ſechſten mond/ ware der Engel Czabriel 95 ſand von Gott yn eine ſtad ynn Galilea/ die heiſſet Nada⸗ rech zu einer lungfratwen/ die pertrawet ware einem man ne/ mie namen Joſeph von dem hauſe Dauid/ vnd der iungfrawen namen ee Vnd der Engel kam „Gegruͤſſet ſepſtu holdſelige/ der Herr iſt mit dir/ du gebenedeite vnter den weybbern. Da ſie aber yhn ſahe erſchrack ſie vber ſeiner rede/ vnd gedachte/ welch ein grus iſt das. Vnd der Engel ſprach zu phr Nuͤrchte dich nicht Maria/ du bal gnade bey Gote furden. Sihe/ du wirſt ſchwanger werden ym lepbe/ vnd einen ſon geperen/ des namen ſolcu Jeſus heiſſen/ der wird gros vnd ein ſon des hoͤhiſten genennet werden vnd Gote der Herr wird vhm den ſtucl ſeines vaters Daund geben/ vnd er wird eyn konig ſeyn vber das haus Jacob ewiglich/ * vnd ſeins vonigreichs wird kein ende ſein. Da ſprach ¶aria zu dem Engel/ Wie ſol das zu ge⸗ hen ſincemal ich von keinem manme weio. Der Engel ane wortet vnd ſprach zul yhr/ Der heilige geiſt wird vher dich komen/ vnd die krafft det höͤhiſten wird dich vherſchatten/ darumb auch das heilige/ das geporen wird/ wird Gottes ſon genen net werden. Vñ ſihe/ Eliſabech deine gefreundee⸗ iſtauch Euangelion. iſt auch ſchwanger mit einem ſon ynn yhꝛem alter/ vñ gehet 55 vm ene ym geſchrey iſt/ das ſie vnfrucht⸗ bar ſep/ denn bey Gott iſt kein ding vnmuͤglich. Maria aber ſprach/ Sihe/ hie bin ich die magd des Herrn/ mir ge⸗ ſchehe wie du geſagt haſt. Vnd der Engel gieng von yhr. Maria aber ſtund auff ynn den tagen/ vnd gieng auff das ba mit zuͤchten/ zu der ſtad Jude/ vnd kam ynn das haus Zacharias/ vnd gruͤſſet Eliſabech. Vnd es begab ſich/ als Gliſabech den grus Marie horet/ huͤpffet das kind vn yhrem leibe. Vnd Eliſabech warde des heiligen geyſtes vol/ vnd rieff laut vnd ſprach/ Gebenedeyec ſeyſtu vnter dẽ weibern/ vnd gebenedeyet ſe die frucht deines leibes/ Vnd wo her kompt mir das/ das die mutter meines hern zu mir kompt: Sihe/ da ich die ſtimme deines gruſſens hoͤrete/ hüͤp ffet mit freuden das kind yn meynem leibe. Vnd o ſelig/ die da gegleubet hat/ denn es wird volendet werden/ was zu yhꝛ geſageiſt von dem Gerrn. Vnd Maria ſprach. dein ſeele erhebt den Herrn. 10 Vnd mein geiſt frewet ſich Gottes meines heilanden. Denn er hat die nidrickeit ſeiner magd angeſehen/ ſihe/ von nu an werden mich ſelig preyſen alle kinds kind. Denn er hat groſſe ding an mur gechan/ der da mecheig iſt/ vnd des namen heilig iſt. ae e Vnd ſeine barmhertzickeit weret jmmer fuͤr vnd fuͤr/ bey denen die yhn fuͤrchten. e 3 Er vbet gewalt mit ſeinem arm/ vnd zurſtrawet die hof⸗ fertig ſind ynn yhres hertzen ſynn. Er ſtöͤſſet die gewaltigen von dem ſtuel/ vid erhebe die nidrigen. 2 798 Die hungerichen fuͤllet er mit guͤtern/ vnd leſſet die rei chen leer. Er denckt ——— 7——— ——— 9 S. Eutas. * 185 der barmhertzigkeit/ vnd hilfft ſeinem diener Iſrael. 7 7 Wie er geredt hat vnſern vettern/ Abraham vnd ſemnem ſamen ewiglich. Vnd ¶ Haria bleib bey vhr bey dreyen mon den/ darnach keret ſie widderumb hen. 5 Vnd Eliſabech kam yhre zeyt/ das ſie geperen ſolt/ Vnd ſie gepar einen ſon. Vnd yhre nachparn vñ gefreundten boͤ reten/ das der Herr gros barmhertzigkeyt an vhr gethan hatte/ vnd freweten ſich mit phr. Vnd es begab ſich/ am achten cage kamẽ ſie zu beſchnei⸗ den das kindleim/ vnd hieſſen vhn nach ſeinem vater/ Jacha⸗ rias. Aber ſeine mutter antwortet/ vnd ſprach/ it tich⸗ ten/ ſondern er ſol Joannes heiſſen. Vnd ſte ſprachen zu yhr/ Iſt doch niemand yn deiner freundſchafft der alſo hei⸗ ſſe. Vnd ſie wincketen ſeinem vater/ wie er yhn wolt heiſſen laſſen. Vnd er fodderte ein teffeleim/ ſchrenb vnd ſprach/ Er heiſt Joannes. Vnd ſie verwunderten ſich alle. Vnd als bald warde ſein mund vnd ſeine zunge auffgechan/ vñ rede vnd gebenedepet Got. Vñ es kam eine forchte ver alle nach parn. Vnd dis geſchicht wardt alles ruͤchthar auff dem gan tzen Juͤdiſchen gepirge/ vnd alle die es hoͤreten namens zu hertzen vnd ſprachen/ Was meinſtu/ wil aus dem kindlen werden? Denn die hand Gottes war mit yhm. 55 Vnd ſein vatcer Zacharias ward des heiligen geiſte vol/ weiſſaget vnd ſprach. 23 Gebenedeyet ſey Gott der Herr von Iſrael/ denn er hac beſucht vnd erlöſet ſein volck. Vnd hat auffgericht ein horn der ſeligkeit ynn dem hau⸗ ſe ſeines dieners Dalnd. Alls er vor zeiten geredt hat durch den mund ſeyner heili⸗ 5 i gen Cusngeloß In Propheten Das er vns er rettet von vnſern feinden/ vnd von der had alter die vnn Faſſert an n hee Vnddte barmhertzigkeic erzeigete vnſern vetern/ vnd ge decht an ſeinen heiligen bund. Das iſt/ an den ed/ den er geſchworen hat vnſerm vater Abraham/ vns zu gebetr. B — Das wir erlöͤſet auß der hand vnſer feinde/ yhm diene⸗ ten on forcht vnſer leben lang/ ynn heyligleit vnd gerechtig⸗ keit/ die vhm gefellig iſtt.„ PVnd du kindlein wirſt ein Prophet des hoͤhiſten heiſſen 5 fuͤr dem Herrn her gehen/ das du ſeinen weg berep⸗ Pnderkentnis der ſeligkeit gebeſt ſeinem volck/ die da iſe vnn vergebung yhrer ſuͤnde nnn. Durch die herczliche barmhertzigkept vnſers Gottes/ durch welche vns beſucht hat der Auffgang auß der hoͤße. Auf das er erſcheine/ denen die da ſitzen vm finſternto/ vnd ſchatten des codes/ vnd richte vnſer fuͤſſe auff den weg des friedes. 5 Vnd das kindlein wuchs vnd ward ſtarck vm geiſt/ vnd war ynn der wuͤſten/ bis das er ſolc herfuͤr tretten/ fuͤr das volck Iſrael. i Oas ander Capitel. 8 5 9 2 Keiſer e außzgieng/ das alle welt geſchatzt wuͤrde. Vnd die ſchatzung war die aller erſte/ vnd geſchach zur zeit/ da eyrentos Eandpfleger yñ Syrien war/ vñ yed mã gieng das er ſich ſchatzen lesen iglicher yñ 25 ſtad. g 5 ma⸗ 8. Sbegab ſich aber zu der zeit/ das ein gepot võ dem —— S. Lutas. 5 Da machet ſich auff auch Joſeph võ Galilea/ aus der ſtad Nazarech vnn das Juͤdiſche land zur ſtad Dauid/ die da heiſt Bechlehem/ darumb das er von dẽ hauſe vnd geſchlech te Dauid war/ auff das er ſich ſchatzen lieſe mit Maria ſey nem vercraweten wepbe/ die gieng ſchwanger. Vnd es begab ſich/ yn dem ſie daſelbſt wazen/ lam die zeit das ſie geperen ſolte/ vnd ſie gepar hren erſten ſon/ vnd wi⸗ ckelt yhn yn windel/ vnd lege yhn vnn eine krippen/ denn ſie hatten ſonſt kennen rawm vnn der herberge. Vnd es wa zen hircen vn der ſelbigen gegend auff dem fel de bey den huͤten/ die huͤreten des nacht phꝛer herde. Vnd ſibe/ der Engel des Herrn trat zu phnen/ vñ die klarheit des Herrn leuchtet vmb ſie/ vnd ſie forchten ſich ſeer/ Vnd der Engel ſpꝛachzu vonen/ uͤrchtet euch nicht/ ſehet/ ich ver⸗ kundige euch groſſe freude/ die allem bolck widerfarẽ wird/ Deli euch iſt heute der heiland geporn/ welcher iſt Chꝛſtus der Herr/ vn der ſtad Dauid/ Dn das habt zum zeichen/ yhr werdet finden das kind vnn windel gewickelt/ vnd vn einer krippen liegen. Vñ als bald war ba bei dẽ Engel die menge der hymeliſchen heerſcharen/ die lobten Czott vnd ſprachen/ Preys ſey Goce yn der hoͤhe/ vnd fried auff erden/ vnd den menſchen ein wolgefallen. Vnd es begab ſich/ da die Engel von vhn gen hymel fu⸗ ren/ ſprachen die hirten vnterenmander/ Oaſt vns nu gehen gen Bechlehem/ vnd die geſchicht ſehen/ die da geſchehen iſt/ die vns der Herr kund gethan hac. Vnd ſie kamen eplend/ vnd funden beyde Mariam vnd Joſeph vnd das kind vnn der krippen liegen. Da ſie es aber geſehen hatten/ breitetẽ ſie das woꝛt aus/ welchs zu jhn von dieſem kind geredt war. Vñ alte/ fur die es kam/ wunderten ſich der rede/ die yhn die hirtẽ 88 5 Omi geſage Mathe. CEuangelion geſagt hatten. Maria aber behielt alle dieſe wort/ vnd bewy get ſie ynn yhrem hertzen. Vnd die hirten kereten widerum/ preyſeten vnd lobten Gott vmb alles/ das ſie gehoͤret vnd ge ſehen hatten/ wie denn zu yhn geſagt war. Pydda acht tage vmb waren/ das das kind beſchtuitten wurde/ da ward ſein name genennet Teſuis/ welcher genen net war von dem Engel/ ehe denn er nn mutter leybe emp⸗ fangen ward. BVnd da die cage vhrer reinigung nach dem geſetz Moſi — 1 kamen/ bꝛachten ſie yhn gen Jeruſalem/ auff das ſie wn dar aua, ſtelleten dem Herrn wie denn geſchrieben ſtehet vn dem ge⸗ ſetze des Herrn/ Allerleh menleit/ das zum erſten die muc⸗ ter bricht/ ſol dem Herrn geheiliget heiſſen/ Vnd das ſie ge⸗ ben das opffeꝛ/ nach dem geſagt iſt ym geſetze des Herrn/ ein par dortel tawoben/ odder zwo zunge cauben. Vnd ſihe/ ein menſch war zu Jeruſalem/ mit namen Simeon/ vnd der ſelbe menſch war rum vnd Gottfuͤrch⸗ tig/ vnd wartet auff den troſt Iſrael vnd der heyltge gepſt war yn yhm/ vnd vhm war ein antwort worden von dem heiligen geiſt/ er ſolt den tod nicht ſchen er hette den zuuor den Chriſt des Herrn geſehen/ Vnd kam aus anregen des geiſts ynn den tempel. Vnd da die Eltern das kind Jeſum yn den tempel bra⸗ chten/ das ſie fur yhn chetten/ wie man pflegt nach dem ge⸗ ſetz/ Da nam er hn auff ſeyne arm/ vnd benedeyet Gott vnd ſprach.. i a 1575 5 leſſeſtu deinen diener ym fride faren/ wie du geſagt haſt. 5 8 Denn meine augen haben deinen heiland geſehen Welchen du bereitet haſt fuͤr allen voͤlckern. Das ————— „ ane Das liecht zu erleuchtung der heiden/ vnd zum preis dei⸗ nes volcks Iſrael. 10 Vnd ſein vater vnd mutter wunderten ſich des/ das von vhm geredt ward. Vnd Suncon ſegenet ſie/ vnd ſprach zu Maria ſeiner mutter/ Sihe/ dieſer wurd geſetzt zu einẽ fall vnd aufferſtehen vieler ynn Iſrael/ vnd zu einem zeichen/ dem widerſprochen wird/ vnd es wird ein ſchwerd durch dei ne 5 dringen/ auff das vieler hertzen gedancken offenbar werden. Vnd es war ein Prophetin Ganna/ eine tochter Nha⸗ nuel vom geſchlecht Aſſer/ die war wol betaget/ vñ hatte ge⸗ lebt ſieben iar mit phrem manne von vhrer unafrauſchafft an/ vnd war nu eine widwe bey vier vnd achtzig iaren/ die kam nymmer vom tempel/ dienet Gott mit faſten vnd hetẽ tag vnd nacht/ die ſelbige trat auch hinzu/ zu der ſelbigen ſtũ de/ vnd preiſete den Herrn/ vnd redte von vhm zu allen die da auff die erloͤſung Iſrael warteten. Vnd da ſie es alles vollendet hatten nach dem geſetz des Herrn/ kereten ſie ſich widder pun Galileam zu yhrer ſtade Nazarech. Aber das kind wuchs/ vnd ward ſtarck ym geiſt/ voller weiſzheit/ vnd Gottes gnade war bey vhm. Vñ ſeitie eleern giengen alle iar gen Jeruſalem auff das Gſterfeſt. Vnd da er zwelff iar alt war giengen ſie hnauff gen Jeruſalem/ nach gewonheit des feſtes. Vnd da die cage vollendet waren/ vnd ſie giengen widder zu hause/ bleih das kind Jeſus zu Jeruſalem/ vnd ſeine eltern wuſtens nicht/ ſie meyneten aber/ er were vnter den geſerten/ vnd kamen ei⸗ ne tagreiſe/ vnd ſuchten hn vnter den gefreundten/ vnd be⸗ kandten. Vnd da ſie phn nicht funden/ giengen ſie wideruͤm gen Jeruſalem/ vnd ſuchten yhn. Vnd es begab ſich nach ej drepen ner ant wort. Vnd da ſie yhn ſahen/ entſatzten ſie ſich/ vnd ſeine mutter ſprach zu jhm/ ein ſon/ warum̃ haſtu vns das gechã: Si he/ dein vater vñ ich haben dich mit ſchmertzen geſucht. Vñ er ſprach zu yhnen/ Was iſts/ das jhr mich geſucht habt: wiſ ſet yhr nicht/ das ich ſein mus/ ynn dẽ das meines vaters iſt: Vnd ſie vorſtunden das wort nicht/ das er mit yhn redet. Vnd er gieng mit yhnen hinab/ vnd kam gen Nazarech/ vnd war yhn vnterchan. Vnd ſeine mucter behielt alle dieſe wort yn yhꝛem hertzen. Vnd Deſus hieb fort/ an weiß heit/ alter/ vnd gnade/ bey Gott vnd den menſchen. DOSas dritte. Capitel. N dem funfftzehenden iar des Keyſers Tiberiſ/ da Poncius Pilatus Candpfleger ynn Judea war/ vñ Herodes ein vierfuͤrſt vn Galilea/ vnd ſein bruder Phi⸗ lippus ein vierfuͤrſt vn Itcurea vñ vn der geged Crachoni⸗ tis/ vnd Eiſatias ein vierfuͤrſt zu Abilene/ da annas vnd Capphas Hohepꝛieſter waren/ da geſchach der befelh Goc⸗ ma ces zu Joannes Jacharias ſon/ ynn der wuͤſten. Vnd er Mares kam yn alle gegend vmb den Jordan/ vnd pꝛediget die cauf⸗ fe der buſſe zur vergebung der ſuͤnde/ wie geſchriehẽ ſtehet vn Jſate 4 dem buch der rede Iſalas des Propheten/ der da ſaget/ Es iſt eine ruffende ſtymme ynn der wuͤſten/ Bereitet den weg des Herrn/ vñ machet ſeine ſteige richtig/ Alle tal ſoͤllen vol werden/ vnd alle berge vnd huͤgel ſollen ernidriget werden/ vnd was krum iſt ſol richeig werden/ vnd was vneben iſt ſol A ſchlechter ———— S. Eucas. ſchlechter weg werden vnd allesflaiſch wird den Hepland Gottes ſehen.* kern. Da ſprach er nu zu dem volck das hynauſz gieng/ das co ſich von yhm teuffen lieſſe/ Vhr ottern geichte/ wer hat deñ euch ſo gewis gemacht/ das hr dem kukumffage zorn entrin nen werdet! Sehet zu/ chut recheſchaffne frucht der bus/ vnd nempf euch nicht für zu ſagen/ wir haben Abraham zum va ter/ Denn ich 1 euch/ Gott kan Abraham aus dieſen ſtet nen kinder erwecken/ Es iſt ſchon die art den bewmẽ an die wurtzel gelegt/ welcher baum nicht gute frucht bringt/ wirt abgehawen/ vnd vns fewer geworffer nt. Vnud das volck fraget yhn/ Was ſollen wir deñ chun ger ane wortet vnd ſprach zu phnen/ Wer zweẽ röcke hat/ der ge⸗ be dem/ der keinen hat/ Vnd wer ſpeiſe hat/ chue auch alſo. Es kamen au die zoͤlner/ das ſte ſich teuffen lieſſen/ vnd ſprachen zu vhm/ eiſter/ was ſollen deñ wir chun: Er ſp⸗ rach zu jhnen. Vberſercz dꝛe leute nieht mit ewer hancnung. Da fragten yhn auch die kriegſdleut/ vñ ſprachen/ Was ſollen deũ iir chun! Vnd er ſprach zu yhnẽ/ Thut memãd gewald oder vnirecht/ vñ laſſc euch benuͤgẽ mit ewrem ſolde. Als aber das volck yhm wahn war/ vnd dachten alle yñ annes vnd ſprach zu allen Ich ceuffe euch mit waſſer/ es ko an mpt aber ein ſtarcker nach mir/ dem ich nicht gnugſam bin Vue das ich die riemen eimer ſchuch aufft oſe/ der wird euch mit dem heiligen geiſt vnd mit fewer ceuffen/ un deſſelben hand iſt die wurffſchauffel/ vñ er wird ſeine tenen fegen/ vñ wird den weiten ynn ſeine ſchewren ſamlen/ vnd die ſprew wird er mit ewigem fewr verprennen. Vnd vtel anders mehr ver manet/ vnd verkuͤndiget er dem volek ka 1 Herodes yhren hertzẽ/ ob er villeicht Chriſtus were. Antwortet Jo ne t. 4 9 lac. G. Math. Varci.]. Joan. j. er Ward gehalten für einen ſon Joſeph welcher war ein ſon Euangelion Serodes aber der vierſurſt/ da er võ yhm geſtraffet ward vnnb(Serodias willen ſeines bruder weib vnd vnd alles vbels willen/ das Herodes chet/ vber das alles legt er Joan nes gefangen. N Vnd es begab ſich/ da ſich alles volck teuffen lies/ vnd Je ſus auch getaüfft war/ vnd betet/ das ſich der himel auffthet/ vnd ſteig ernidder der heplige geyſt/ vnn leiplicher geſtalc auff hn/ wie eyti tawbe/ vnd eine ſtimme kam aus dem hy mel/ die ſprach/ Du biſt mein lieber ſon/ an dem ich wolge⸗ fallen habe. 5 Vnd Jeſus war bey dreyſſig taren/ da er anfieng/ Vnd Eli. Der war ein ſon Mathaath. Der war ein ſon Ceui. Der war ein ſon Melcht. Der war ein ſon Janna. Der war ein ſon Voſeph. Der war ein ſon Mathachias. Der war ein ſon Amos. Der war ein ſon Nahum Der war ein ſon Eßli. Der war ein ſon Nange. Der war ein ſon Maach. Der war ein ſon ¶Jachachias. Der war ein ſon Semei. Der war ein ſon Joſep. Der war ein ſon Juda. Der war ein ſon Joanna Der war ein ſon Beſia. 2 20 2 0 8 , e. S. Der war ein ſon Zorobabel. Der war ein ſon Salachiel. Der war ein ſon Neri. Der war ein ſon Melchi. Der war ein ſon Addi. Der war ein ſon Noſam. Der waꝛ ein ſon Rlmadam. Der war ein ſon 840 Der war ein ſon Jeſo. Der war ein ſon Eliezer. Dir war ein ſon Joram. Der war ein ſon Naccha. Der war ein ſon eui. Der war ein ſon Simeon. Der war ein ſon Juda. Der war ein ſon Joſeph. Der war ein ſon Jonam. Der war ein ſon Rliakim. Der war ein ſon elea. Der war ein ſon Nenam. Der war ein ſon Mathathã Der war ein ſon Nachan. Der war ein ſon Dauid. Der war ein ſon Jeſſe. Der war ein ſon Gbed. Der war ein ſon Boos. Der war ein ſon Salmon. Der war ein ſon Nahaſſon. Der waꝛ ein ſon Aminadab Der warein ſon Aram. Euangelion Der war ein ſon Kſ rum. Der war ein ſon Phares 9 Der war ein ſon Juda. Der war ein ſon Ja cob. Der war ein ſon Iſaac. Der war ein ſon Abrahã Der war ein ſon Thara. Der war ein ſon Nachor. Der war ein ſon Saruch. Der war ein ſon Nagahu Der war ein ſon Phaleck. Der war ein ſon Gber. Der war ein ſon Sala. Der war ein ſon Cainan. Der war ein ſon Arphachſad Der waꝛ ein ſon Sem. Der war ein ſon Noe. Der war ein ſon Eamech. Der waz ein ſon Machuſala Der war ei ſon Enoch. Der war ein ſon 5 Der war ein ſon! Der war ein ſon Cainan. Der war ein ſon noc. Der war ein ſon Sech. Der war ein ſon Adam. Der war Gottes. Haleleel. Das vierde. Capitel. ** ** J. 88 8 N— Deſus r» NN. Sp S S g G. Lucas. 5 Eſus aber vol heiliges geiſtes kam widder von dem Jordan/ vnd ward vom geiſt vnn die wuͤſten ge⸗ mar. 4. füret vnd ward viertzig tage lang von dem ceuffel perſu⸗ cher. Vnd er aß niches ynn den ſelbigen tagen. Vnd da die elbigen ein ende hacten/ hungerte jhn darnach. Der teuffel aber ſprach zu yhm/ Biſtu Goctes ſon/ ſo ſpꝛich zu dẽ ſtein das er brod werde. Vñ Jeſüts antwortet vñ ſprach zu phm/ Es ſtehet geſchrieben/ Der menſch wird nicht allein vom ders. brod ernehret/ ſondern von einem iglichen woꝛt Gottes. Vnd der teuffel fuͤret hn auff einen hoben berg/ vñ wel⸗ ſet phm alle reich der gantzen welt vnn einẽ augenblick/ vnd ſprach zu yhm/ Dieſe macht wil ich dir alle geben vnd yhre herligkeit denn ſie iſt mir vbergeben/ vnd ich gche ſie welchẽ ich wil/ So du nu mich wilt anbecẽ/ ſo ſol es alles dem ſein. DJeſus antwortet vhm vnd ſprach/ Geb dich von mir di teu ffel/ Ez ſtehet geſchrieben/ Du ſole Gott deinen Hern an deres beten/ vnd vhm alleine dienen. Vnd er fuͤret phn gen Jeruſalem/ vñ ſtellet yhn auff des tempels zinnen/ vñ ſpꝛach zu vßm/ Biſtu Gottes ſon/ ſo las dich von hinnen hyn vndern/ Denn es ſtehet geſchrieben/ Er wird befelhen ſeinen Engeln von dir/ das ſie dich bewa ren vñ auff den henden tragen/ auff das du nicht ecwa deinẽ fus an einiẽ ſtein ſtöſſeſt. Jeſiis antwoꝛtet vñ ſpꝛach zu jhm/ Es iſt geſagt/ Du ſolt Gott dernen Hern nicht verſuchen. n Vnd da der ceuffel alle verſuchung volendet hatte/ weich er von vhm eine zeit lang. Vnd Heſus kam widder vnn des geiſtes krafft vnn Ga⸗ pſal. 90. lilean/ vnd das geruͤchte erſchal von vhm durch alle vmbli⸗ gende ort/ Vnd er leret ynn vhren ſchulen/ vnd ward von pederman gepreiſec. 0 7 N PVnuder Iſaie. Gi. elo ton den armen/ hat er mich geſand/ u heplen die zumalme⸗ b. Joan. 2 —— ſo hie ynn deinem vaterlande. Er ſprach aber/ Warlich ich 1. R eg. war drey iar vñ ſechs eee tewrutig 1 Elias geſand/ dei Euangelioſt nder lam gen Nazareth/ da er erzogen war/ vñgieng yn die ſchůle nach ſeiner gewonheit am Sabbath/ vñ ſtund auff vnd wolt leſen. Da wart yhm das buch des Prophetẽ Iſaias gereichet/ Vnd da er das buch rumb warff/ fand er den ort/ da geſchrieben ſtehet/ Der geiſt des Hern auff nur der halben er mich geſalbet hat/ zu verkuͤndigen das Euãge⸗ ten hertzen/ zu pꝛedigen den gefangen die erledigung/ vnd dẽ blinden das geſicht/ los zu geben die zurſchlagene ynn die er⸗ ledigung/ zu predigen das angeneme iar des Herrn. Vnd als er das buch zu chet/ gab ers dem diener/ vnd ſatz te ſich/ vnd aller augen die yn der ſchuͤlen waren/ ſahen auff vhn/ Vnd er fieng an zu ſagen zu jhn/ Geute iſt dieſe ſchrifft erfuͤllet vnn ewern oren. Vnd ſie gaben alle zeugnts võ vhm vnd wunderten ſich der holdſeligen wort/ die aus ſeinẽ mun de gienhen/ vnd ſprachen/ Iſt das nicht Joſephs ſon: Vnd er ſprach zu yhn/ Yhr werdet freylich zu mir ſagett dis ſprichwort/ Artzt hilff du ſelber/ Denn wie gros ding haben wir geh ret zu Capernaum geſchehen · hu auch al ſage euch/ kein Prophet iſt angeneme vn ſeinẽ vatterlande. Aoͤ'er ynn der warheit ſage icheuch/ Es waren viel wid⸗ wen ynn Iſrael zu Elias zeiten/ da der hymel verſchlofſen vm gantzẽ lande/ vnd zu der keiner war allein 5 Sarepheha der Sidoner zu einer wide. Vnd viel auſſetzige waren ynn Iſrael zu Eliſeus zeiten/ vnd de: Ben keiner Ward gereiniget/ denn alleine Naaman võ Sirten. Vnd ie wurden vol zorns alle die vnn der ſchulen wa⸗ ren da ſie das höreten/ vnd ſtundẽ auff/ vnd ſtieſſen vhn ur ſtad hpn⸗ 4 2 t en 0 0 du d NMI te. Vnddas volck ſuchte ahn/ vnd G. Eutas. & ſtad hinaus/ vñ fuͤreten yhn auff emen hüͤgel des berges/ dar⸗ auff phre ſtad gehawet war/ das ſie yhn hynab ſtuͤrtzeten. Aber er gieng mitten durch ſie hin/ vnd kam gen Caperna⸗ um vn die ſtad Galilea/ vnd leret ſie an den Sabbachen. 20005 verwunderten ſich ſemer lere/ denn ſeine rede war gewalug. 5 Vnd es war ein menſch vn der ſchule/ beſeſſen mit eynem vnreinen ceuffel/ vnd der ſchrey laut vñ ſpꝛach/ Halt was ha⸗ bẽ wir mir dir zuſchaffen Jeſu von Nazarech! du biſt komẽ vns zu berderben/ Ich weis weꝛ du biſt/ nemlich/ der heilige Gocſtes. Vnd Jeſus bedꝛawet yhn vñ ſprach/ Verſtumme vnd fare aus von yhm. Vnd der ceuffcl warff phn mitten vn ee ſie/ vnd fur von vhm aus/ vnd chet vhm keinen ſchaden. Vnd es kam eine forcht vber ſie alle/ vnd redeten mit einan⸗ der vñ ſpꝛachen/ Vas iſt das für ein dinger gepeut mit ma⸗ che vñ gewalt den vnreinen geiſtern/ vnd ſie faren aus/ Vnd es erſchal ſeyn geſchrey vn alte örter des vfnligenden landes. Vnder ſtund auff aus der ſchulen/ vnd kampnn Suno⸗ ber behafft. Vnd ſie baten pon für ſie. Vñ er erat zu phr/ vñ gepot dem feber/ vnd es verlies ſie/ vnd bald ſtund ſie auff/ vnd dienete yhnen. ö Vnd da die ſonne vntergangen war/ alle die da man⸗ cherlep krancken hatten/ brachten ſie zu vhm. Vnd er leget auff einen iglichen die hende vnd machet ſie geſund. Es fu⸗ ren auch die tcuffel aus bon pielen/ ſchreyen vnd ſprachen/ Du biſt C hriſtus der ſon Gotes. Vnder bedrawet ſie/ vñ lies ſie nicht reden/ denn ſie wuſten/ das er E hriſtus war. ODa es aber tag ward/ gieng er 3 an eine wuͤſte ſte amen zu phm/ vñ hielten Nij pyhn auff Nee b fis haus vnd Simonis ſchwiger war mit einem harten fi- Mae. —— i Euangelloni phn auff/ das er nicht von phn gienge. Er ſprach aber zu ph nen/ Ich mus auch andern ſtedcen das Euangelton predt⸗ * gen vom reich Gottes/ denn dazu bin ich geſand/ Vñ er pre diget ynn den ſchulen Galilea. . Sbegab ſich aber/ dayhn das volck vber fiel zubo⸗ Geltedaret vnd ſahe zwey ſchiff am ſee ſtehen die fiſcher abe: waren auſßßgetreten/ vnd wuſchen phre netze/ Trat er vnn der ſchiff eitis/ welchs Simotus war/ vnd bat ph/ das ers ein wenig vom lande fuͤret. Vnd er ſatzee ſich/ vnd leret das volck aus dem ſcheff. Vnd als er hatte auffgehörec zu reden/ ſprach erzu Pe⸗ e auff die höhe/ vnd werffet ewre netze aus/ das yhr einen zug chut. Vnd Pecrus antwortet vnd ſpꝛach zu vhm/ Deiſter/ wir haben die gantze nacht geerbeytet/ vnd niche gefangen aber auff dein wort wil ich das necze auſzwer⸗ ffen. Vnd da ſie das cheten/ beſchloſſen ſie epne groſſe men⸗ ge fiſche/ vnd yhr netze zureiſz/ vnd ſie wincketen vbren ge⸗ ſellen die yöm andern ſchiff waꝛen das ſie kemen/ vñ huͤlffen vn zihen/ vnd ſie kamen vnd fuͤlleten beide ſchiff vol/ alſo das ſie ſüncket. en te e e e Da das Simon Pecrus ſahe/ fiel er Jeſi zu den kupen vnd ſprach/ Herr gehe von mir hinaus/ ich bin ein ſündiger menſch. Denn es war ſie ein ſchrecken ankomen/ vñ alle die mit vhm waren/ vber dieſem fiſch zugt den ſie mit einander gethan hatten/ deſſelbigen gleichen auch Jacobon vnd do Pannen die ſoͤne Zebedei Simotus geſellen. Vnd Jeſüls ſprachzu Simon/ Poꝛcht dich nicht/ deñ von nu an Wirſtu e e menſchen Das funffte Cautel. ren das wort Gottes/ Vnd er ſtund am ſee der ſtad — —— — — S. Lutas. menſchen fahen. Vnd ſie fuͤreten die ſchiff zu lande/ vnd ver⸗ Wia lieſſen alles/ vnd folgeten vhm nach. Vnd es begab ſch da er yn einer ſtad war/ ſhe/ da war ein man vol auſſatzs/ da der Jeſum ſahe/ fiel er auff ſein an geſichte/ vnd bat bn vnd ſpꝛach/ Herr/ willu ſo kanſtu mich reinigen. Vnd er ſtrecket ſeine hand aus/ vnd ruͤret yhn an vnd ſprach Ach wils chun/ ſey gereiniget. Vnd alſo bald gieng der auſſatz von vhm. Vnd er gepot phm/ das ers me⸗ mand ſagen ſolt/ ſondern gehe hin vnd zevge dich dem Pꝛie ſter/ vñ opffer fuͤr deine reinigung/ wie Moſes gepocten hat eue zum zeugnis vber ſie. 5 Es lam aber yhe weiter aus/ vnd kam viel volcks zu ſa⸗ men/ das ſie vhn hoͤreten vnd durch yhn geſund wurden von vhren kranekbeiten. Er aber weich vnd enchielt ſich vnn den wuͤſten ſtedten/ vnd bettet. Vnd es begab ſich auff einen tag/ das er lerete/ vnd ſaſſen arb da die Phariſeer vnd ſchrifftgelerten/ die da komen waren aus allen merckten vnn Galilea vnd Judea vnd von Je⸗ ruſalem/ Vnd die krafft des Hern gieng von vhm vnd halff yederman. Vnd ſihe/ etliche menner brachten eynen men⸗ ſchen auff einem bette der war gichcbruͤchtig/ vñ ſie ſuchten/ wie ſie yhn hinein brechten/ vnd fuͤr yhn legten/ Vnd da ſie ö 1 1 9 1 1 1 * 1 1 1 * 0 0 0 1 1 1 1 1 1 * 1 00 1 1 1 5 1 0 1 0 * ö 1 1 9 6 fuͤr dem volck nicht kunden/ an welchen ort ſie vhn hinein brechten/ ſtiegẽ ſie auff das dach/ vnd lieſſen yhn durchs pfla ſter ernidder mit dem betlein/ mitten vnter ſie/ fuͤr Jeſum. Vnd da er vhren glauben ſahe/ ſprach er zu vhm/ Menſch/ deine ſuͤnde ſind dir vergeben. Vnd die ſchriffcgelerten vnd Pbariſeer fiengen an zu dencken/ vñ ſprachen/ Wer iſt der das er Gottes leſterung redet: Wer kan ſünde vergeben deñ alleime Gott. Ni Da Mat Mar. „ 2 —. 9. Da aber Jeſus yhre gedancken merckte/ antwortet er/ vnd ſprach zu yhn/ Was dencket yhr/ vnn ewren hertzen: Iſts leichter zu ſagen/ Dir ſind deine ſuͤnde vergeben/ od⸗ der zu ſagen/ Seehe auff vnd wandele? Auff das phr aber wiſſet/ das des menſchen ſon macht hat auff erden/ ſuͤnde zu vergeben/ ſprach er zu dem gichchruͤchtigen/ Ich ſage dir/ ſtehe auff/ vnd hebe dein becleim auff/ vnd gehe heym. Vnd als bald ſtund er auff fur yhren augen/ vnd hub das beclein auff dar auff er gelegen war/ vnd gieng heim/ vnd preyſet Gott. Vnd ſie encſatzten ſich alle/ vnd preyſeten Gott/ vñ wurden vol forchte/ vnd ſpꝛachen/ Wir haben heute ſeltzam ding geſehen. Vnd darnach gieng er aus/ vnd ſahe einen zoͤlner/ mit tamen Eeuis am zol ſiczen/ vnd ſpꝛach zu vßm/ Polge mir nach. Vnd er verlies alles/ ſtund auff vnd folge pom nach. Vnd er ¶euis richtet vhm ein gros mal zu ynn ſeinem hau ſe. Vnd vil dolner vnd andere ſaſſen mit yhm zu tiſch/ Vnd die ſchrifftgeleren vnd Phariſcer murreten widder ſeine lnger/ vnd ſprachen/ Warum eſſet yñ trincket yhr mie den zͤlnern vnd ſuͤndern? Vnd Jeſlis antwortet vnd ſprach zu yhnen/ Die geſunden duͤr fen des artztes nicht/ ſondern die krancken/ ich bin kommen zu ruffen den ſuͤndern zur buſ⸗ ſe/ vnd nicht den gerechten. Sie aber ſprachen zu yym/ Warumb faſten Doanines lnger ſo offt/ vñ beten ſo piel/deſſelbigen gleichen der Pha riſeer nůͤnger/ aber deine nuͤnger eſſen v crincken. ger ſpꝛach aber zu pon/ Ihr muͤget der hochzeic kinder nicht zu faſten creiben/ ſo lange der breuegam bey yhn iſt/ Es wird aber die zeit komen/ das der breutgam von yhn genomen wird/ denn werden ſie faſten. 1 5 Vnd VDnd er ſaget zu yhn eyn gleichnis/ Niemand fickt ei⸗ nen luppen vom neten kleid auff ein alc kleid/ Wo anders/ a ſe zlrreiſſet er auch das newe/ vnd der lappe vom newen rei⸗ Ala mer lich nicht auff das alte. Vnd memand faſſet moſt vn al⸗ teſchleuche/ Wo anders/ ſo zureiſſet der moſt die ſchleuche vnd wird verſchut/ vnd die ſchleuche komen vmb/ Sonde⸗ in den moſt ſol man yn newe ſchleuche faſſen/ ſo werden ſie beides behalten. Vnd niemand iſt/ der vom alten trincket/ vñ wolle bald des newen/ denn er ſpricht/ der alce iſt milder. Das. vj. Capitel. Nd es begab ſich auff anen affter Sabbach das er durch gecretde gieng/ vnd ſeine füngern raufften eh a i vnd aſſen/ vnd rieben ſie mit den hendẽ. Etliche a⸗ ber der Phariſeer ſprachen zu phtten/ Warũb chut phr/ das ſich nicht zimpt zu chun auff die Sabbacher? Vnd Jeſus anewortet vñ ſprach zu phn/ Habt yhr niche das geleſen/ das eg. Dauud chet da ren hungerte/ vnd die mit yhm waren/ wie er zum hauſſe Goctes eingieng/ vnd nam ſcha wbꝛod vñ aſt/ vnd gab auch denen die mit pom waren/ die doch miemandt churſte eſſen/ on die prieſter alleine. Vnd er ſ prach zu yhn/ Det menſchen ſon iſt ein Herr/ auch des Sabbachs. Es geſchach aber auff emen andern Sabbach/ das er gl⸗ war e, eng vnn die ſchuͤle vnd lerece. Vnd da war ein menſch/ des ares rechte hand war verdorret/ Aber die ſchrifftgelercẽ vñ Pha riſeer hielcẽ auff vhn/ ob er auch heilen wuͤrde auff den Sab bach/ auff das ſie eine ſache zu yhm fuͤnden. Er aber merckte hre gebancken/ vnd ſpꝛach zu dem menſchen mit der duͤrren hand/ Seche auff vnd crit erfůr. Vnd er ſtund auff vñ crat dahin. Da ſpꝛach Jeſutg zu jhn/ Ich frage euch/ was zunpt 5 N u. ſich zu 0 Euangelion. ſich zu chun auff den Sabbath: gutes odder boͤſes? das leben erhalten odder verderben: Vnd er ſahe ſie alle vmbher an vnd ſprach zu dem menſchen/ Strecke aus deine hand. Vnd er chets. Da ward phm feine hand widder zu rechte bracht/ geſund wie die ander. Die aber wurden vol vnſinnickeit/ vnd beredten ſich mit einander/ was ſie phm ehun wolcen. . EEo begab ſich aber zu der zeit das er gierig auff einen mars berg du beten/ vnd er bleib vber nacht yn deim gebet zu Got/ Vnd da es tag ward/ rieff er ſeinen ungern/ vnd erwelet vhrer zwelffe/ welcher er auch Apoſtel nennet⸗ Simon wel chen er Petron nennet/ vnd Andrean ſeinẽ bruder/ Jaco⸗ ben vnd Joannen/ Philippon vñ Barptolomcon M ac⸗ cheon vnd Thoman/ Jacoben Alpheus ſon/ Simon ge⸗ nant Seloces/ Judan Jacobs ſon/ vnd Judas Iſchario⸗ chen/ den verrecher. P nder ſteig ernider mit vhnen/ vnd tradt auff epnett platz ym felde/ ynd der hauff ſeiner nunger/ vnd eine groſſe menge des volcks von allem Juͤdiſchen lande vnd Jeruſa⸗ lem/ vnd Tyro vnd Spdon am meer gelegen/ die da komẽ waren/ vhn zu hören/ vnd geheilet wurden von vhren ſeu⸗ chen/ vñ die von vnſaubern geiſten. wurden/ die wurden geſundt. Vnd alles volck ſuchte/ das ſie hn an⸗ 115 möchten/ denn es giengkrafft von yhm/ vnd heilet ſie Alle. 7 Pnd er hub ſeine augen auff vber ſeine iünger vnd ſpra⸗ mat. ch/ Selig ſeid vhr armen/ denn das reich Gottes iſt ewer/ Selig ſeid vhꝛ die hr bie bungert/ denn yhr ſole ſat werden. Selig ſeid 1525 hie weinet/ denn vhr werdet lachen. Se ligſeld vhr/ ſo euch die menſchen haſſen/ vñ euch abſondern⸗ vnd ſchelten euch/ vnd verwerfen ewren namen/ als eynen * boſßbaffte boſßhafftigen/ vm des menſchen ſons willen/ frewet euch als denn vnd hupffet/ denn ſehec/ ewer lohn iſt gros vm hymel. Des gleichen chetten yhre veter den Propheten auch. Aoer da 5 weh euch reichen/ denn phr habt ewren maß troſt dahin.& 1 phr vol ſeid/ denn euch wird hun ̃ gern. Weh euch die vhr hie lachet/ denn phr wer det weinen vnd heulen. Weh euch wenn euch vederman wol redet. Des gleichen checten vhre veter den falſchen Propheten auch. Alber ich ſage euch die vr zuhöret/ Eiebet ewre feinde/ Thut denen wol die euch haſſen/ Segenet die euch verfu chen/ Bictet fur die euch beleidigen. Vnd wer dich ſchlehet/ auff einen backen/ dem biete den andern auch dar. Vnd wer dir den mantel tumpt/ dem were nicht auch den rock. Wer dich bit/ dem gib. Vnd wer dir nunpt das deine/ da foddere eo nicht widder. Vnd wie hr wolt/ das euch die leute thut ſollen/ alſo chut yhn gleich auch v re. PVnd ſo yhr liebet die euch lieben/ was habt yhr dauon: denn die ſuͤnder lieben auch phre liebhaber. Vnd wenn yhr twren wolchettern wol chut/ was dancks habt phr daun: denn die ſuͤnder chun daſſelbe auch. Vnd wenn yhr leihet/ von denen yhr hoffet zu nemen/ was dancks habt yhr dauon⸗ denn die ſüͤnder leihen den ſuͤndern auch/ auff das ſie gleichs widder nemen. Doch aber/ lichet ewre feinde chut wol/ vnd leihet das phr nichtes da füͤr hoffet/ ſo wird ewer lohn gros ſein/ vnd werdet kinder des aller hoͤbiſten ſein/ Denn er iſt guͤtig vber die vndanckbarn vnd boßßhafftgen. 7 SDalrumb ſeid barmhertzig/ wie ewer vater auch barm⸗ mah bertzig iſt. Bichtet niche/ ſo werdet vhr auch nicht gericht. 1 Verdampe nicht/ ſo werdet vhr nicht verdampt. Vergebet/ ſo wird euch vergeben. Gibt ſo wirt euch gegebẽ. Ein vol 0 e VVV Euangelion getruͤckt/ geröctelt vñ vber flůſſig mas wird man vnn ewren ſchos geben. Denn eben mit dem mas/ da vhr mit meſſet/ wird man euch widder meſſen. 1 55 math. Vn er ſagt yhn ein gleichnis/ Mag auch ein blinder ei⸗ nen blinden den wegk weiſen: werden ſie nicht alle beide vnn die gruben falten · Der iünger iſt nicht vber den meiſter/ welcher aber volkomen wird/ der wird wie ſeyn meiſter ſem. Mags ſiheſtu einen ſplitter ynn deines bruders auge/ vnd des balcken vn demnem auge wirſtu nicht gewar: Oder wie kan⸗ ſtu ſagen zu demẽ bꝛuder/ Galt ſtille bruder ich wil den ſplit⸗ cer aus demem auge zihen/ vnd du ſiheſt ſelb nicht den balc⸗ ken yn deinem auge: Du heuchler/ zeuch zuuor den balcken aus deinem auge/ vnd beſihe denne/ das du den ſplitter aus dienes bruders auge ziheſt. Denn cg iſc kein gurer bawm der faulefrücht trage/ vnd mmer. a. keltt fauler batvm der gute frucht trage. Ein iglicher bawm wird an ſetner eigen frucht erkant/ Denn man lieſet nicht feygen von den dornen/ auch lieſet man nicht drabvben bon der hecken. Ein guter menſch bringt gutes erfůr aus dem gu cen ſchatz ſeines hertzen/ Vnd ein boſthafft ger menſch brr⸗ ngt boͤſes erfůr aus dem boͤſen ſchatz ſeines hertzen. Denn wes das hertz vol iſt/ des gehet der mund vher. 5 Mas heiſſet yhr mich aber/ err/ Herr/ vnd thut niche mah Was ich euch ſage? Wer zu mir kompt vnd höret meine rede vnd chut ſie/ den wil ich euch malen/ wem er gleich iſt/ Er iſt gleich einem menſchen/ der ein haus bawete/ vnd grub tieff/ vnd legte den grund auff den fels. Da aber geweſſeꝛkam/ da reys der ſtrom zu dem hauſe zu/ vnd mochts nicht bewegen denn es war auff den fels gegründet. Wer aber hoͤret vnd ni cht chut/ der iſt gleich emem menſchen/ der ein haus badete auff die S. Lucas. auff die erden on grundt/ vnd der ſtrom reps zu hm zu/ vnd es fiel bald/ vnd das haus gewan einen groſſen rp. Das. ij. Capitel. Ack dem er aber für dem volck auſsgerede hatte g⸗ webs eng er gen Capernaum/ vnd eines haubemans klie⸗ tod kralick/ der war yhm terwer/ Da er aber von Je ſu hoͤret/ ſandte er die Eleiſten der Juden zu yhm/ vnd bac vhn/ das er keme/ vnd ſeinen kneche geſund machet. Da ſie aber zu eee vhn mit vleis/ vnd ſprachen/ Er iſt ſein werd/ das du vhm das erzeigeſt/ denn er hat vn⸗ ſer volck lieb/ vnd hat vns die ſchůle erbawet. Jeſus aber gr⸗ eng mit yhn hin. e Da ſie aber nu nicht ferne von dem hauſe waren /ſandiee der hewbt man freunde zu 8 lieſſe yhm ſagen/ Ach Herr/ bemuͤhe dich nicht/ ich bin nicht qut gnug/ das du vn⸗ cer mein dach geheſt/ darumb ich auch mich ſelbs nicht wir⸗ dig geachtet habe/ das ich zu dit leme/ ſondn ſpꝛich ein woꝛt/ ſo wirt mein knabe geſund. Deñ auch ich bin ein menſch der oberkeit vnterchan/ vnd habe kriegs knechte vnter mir/ vnd ſpreche zu einem/ gehe hin/ ſo gehet er hin/ nd zum andern/ kom her/ ſo kompt er/ vñ zu meinem knechte/ chu das/ ſo chu ers. Da aber Jeſus das höͤret/ verwundert er ſich ſem/ vnd wandte ſich vmb/ vnd ſprach zu dem volck das vhm nachfol⸗ gete/ Ich ſage euch/ ſolchen glauben hab ich pun Iſrael ni⸗ cht funden. Vñ da die geſandten widderumb zu hauſe kamẽ/ funden ſie den krancken geſundte. 98 Vnd es begab ſich darnach/ das er yn eine ſtad/ mit na⸗ men Nam gieng/ vñ ſeyner iuͤnger giengen viel mit vhm/ vnd viel volckt. Als er aber nahe an das ſtad chor 3 1 /d Euangelion he/ da crug man einen todten eraus/ der eyn einiger ſon war ſeiner mucter/ vnd ſie ware eine widwe/ vnd viel volcks aus der ſtad gieng mit yhr. Vnd da ſie der Herz ſahe/ lamerte es vhn/ vnd ſprach zu vhr weine nicht. Vnd trat hm/ vnd ru ret den ſarck an/ vnd die treger ſtunden. Vnd er ſpꝛach/ uͤn⸗ gling/ ich ſage dir/ ſtehe auff/ Vñ der todte richtet ſich auff/ vnd fieng an zu reden. Vnd er gab yhn ſeiner mutter/ vnd kam ſie alle em forcht an/ vnd preiſeten Czoct/ Vnd ſpra⸗ chen/ Es iſt ein groſſer Prophet vnter vns auffgeſtanden/ vnd Gott hat ſein volk heungeſucht. Vnd dieſe rede von phm erſchal yn das gantze Juͤdiſche land/ vnd pn alle vm⸗ ligende lender. Vndes verkündigeten Joannt ſeme iuͤnger das alles/ weh Ynd er rieff zu ſich ſeyner lunge zween/ vnd ſandee ſie zu Js. Veſit/ vnd lies phm ſagen/ Biſtu der da komen ſol? odder ſollen wir eines andern warten? Da aber die menner zu ſollen wir eins ande m warcẽ: Ju der ſelben ſtunde aber ma⸗ chee er viele geſund von ſeuchen/ vnd plagen vnd boͤſen gei⸗ ſten/ vñ vielen blinden ſchencket er das geſichte. Vnd Jeſus antwortet vnd ſprach zu yhn/ Gehec hin vnd verkuͤndiget Joan/ was hr geſehen vnd gehöͤret habt/ die blinden ſe⸗ hen/ die lamen gehe/ die auſſetzigen werden rein/ die tawben hören/ die codcen ſtehen auff/ den armen wird das Euatige⸗ lion geprediget/ Vnd ſelig iſt der ſich nicht ergert an mir. i Da aber die boten Joantus hin giengen/ feng Jeſus eh an zu reden zu dem volck von chen Das ſeid phr hin⸗ auß gegangen yn die wuͤſten zu ſehen: Wolter vhr ein rhor ſehen/ das vom winde beweget wird: Odder was 00 uhr 5 N g iatts vhm kamen/ ſpꝛachen ſie/ Joannes der teuffer hat vns zu dir geſand/ vnd leſſet dir ſagen/ Biſtu der da komen ſol? odder DS D r ——— 2 S. Cutas. hpnaus gegangen zu ſehen/ woltet hr einen menſchen ſchen mit weichen kleidern · Sehet die ynn herlichen kleidern vnd luſten leben/ die ſind ynn den koͤniglichen hoffen. Gder was ſeid hr hinaus gegangen zu ſehen? woltet phr einen Pro⸗ pheten ſeßen· Ja ich ſage euch/ der da mehr iſt denn ein pro phet. Er iſts vo dem geſchrieben ſtehet. Sihe/ ich ſende mei⸗ nen Engel fuͤr deinem angeſichte/ der da bereiten ſol deinen weg fuͤr dir. Denn ich 175 euch/ das vnter denen/ die von weibern geporn ſind/ iſt kein groſſer Prophet/ denn Jo⸗ annes der ceuffer/ Der aber kleiner iſt ym reich Gottes/ deꝛ iſt groſſer denn er.. 5 Vnd alles volck das vn höͤret/ vñ die zoͤcner/ gaben Got recht/ vnd ljeſſen ſich teuffen mit der tauffe Joannis. Aber die chor vñ ſchuffcgelerten verachten Gottes rad wid⸗ der ſich ſelbs/ vnd lieſſen ſich nicht von yhm teuffen. AJoͤoer der Herr ſprach/ em ſol ich die menſchen die⸗ ſes geſchlechtes vergleichen!? Vnd wem ſildd ſie gleich! Sie ſind gleich den kindern die auff dem marckte ſiczen/ vnd ruf⸗ fen gegen einander vnd ſprechen/ Wir haben euch gepfif⸗ fen/ vnd phr habt nicht getantzet/ wir haben euch gek laget/ vnd hr habt nicht geweinet. Denn Joannes der teuffer iſt komen/ vnd aſz nicht brod/ vnd cranck keinen wein/ ſo ſa⸗ get yhr/ er hat den teuffel. Des menſchen ſon iſt komen/ iſſet vnd trincket/ ſo ſage yhr/ ſihe/ der menſch iſt ein freſſer vnd wein ſeuffer/ der zoͤlner vnd der ſuͤnder freund. Vnd weiſzheit mus ſich rechtfertigen laſſen von allen hren kindern. 1 9 Es bac yhn aber der Phariſeer einer/ das er mit vhm eſ⸗ ſe. Vnd er gieng hinem ynn des Phariſeers haus/ vnc ſetzet ſich zu tiſch. Vñ ſihe/ ein weib war ynn der ſtad/ die war ein 1 G ſuͤnderin Mala. Euangelion ſuͤnderitt/ da die bernam/ das er zu tiſche ſaſz pt des Pha; riſeers hauſe/ bꝛachte ſie ein glas mit ſalben/ vnd erat hinden zu ſeitien fuͤſſen/ vnd weinet/ vnd fing an ſeine fuͤßſe zu neczen mit crenen/ vnd mit den haren phres heubtes zu cruͤcken/ vñ kuͤſſet ſene fuͤſſe/ vnd ſalbet ſie mit ſalben. Da aber das der Phariſeer ſahe/ der yhn geladen hatte ſprach er bey ſich ſelbs/ vnd ſaget/ Wenn dieſer ein Prophet were/ ſo wuͤſte er/ wer vnd welch ein weib das iſt/ die jn an⸗ ruͤret/ denn ſie iſt eine ſuͤnderin. Jeſus antwortet vñ ſprach zu vhm/ Simon ich habe dir etwas zu ſagen. Er aber ſpra⸗ ch/ Meiſter/ ſage an. Es hatte ein lehen herr zween ſchuͤld⸗ ger/ Einer war ſchuͤldig funff hundert pfennige/ der ander funfftzig. Da ſie aber nicht hatten zu bezalen/ ſchencket ers beiden/ Sage an/ welcher vnter denen wird vhn am meiſtẽ lieben: Simon antwortet vnd ſprach/ Ich achte/ dem der am meiſten geſchenckt hat. Er aber ſpꝛach zu phm/ Du baſt recht gerichtet. nder wandete ſich zu dem weibe/ vnd ſprach zu Si⸗ mon/ Siheſtit dis weib · Ich bin komen vnn dein haus/ du haſt mir nicht waſſer gegeben zu meinen fuͤſſen/ dieſe aber hat meine füſſe mit chrenen generzt/ vnd mit den haren vh⸗ res hewbes getruͤcknet. Du haſt mir keynen kuſz gegeben/ dieſe aber nach demſie herein komen iſt/ hat ſie nicht abge⸗ laſſen meine füſſezuküſſen. Du haſt mein hewbe nicht mit ole geſalbet/ ſie aber hat meme fuͤſſe mit ſalben geſalbet. Der halben ſage ich dir/ Vhr ſind viel ſuͤnde vergeben/ denn ſie 3 hat viel geliebet. Welchem aber wenig vergeben wirt/ der lie bet auch wenig. Vnder ſprach zu vhr/ Dir ſind deine ſuͤnde vergebẽ. Da fiengen an die mit zu ciſch ſaſſen/ vnd ſprachen bepſcchſe . e er mig ä 7 Ger iſt dieſer/ der auch die ſüͤnde vergibt? Er aber ſprach zu dem weibe/ Dein glaube hat dir geholff en/ gehe hin mie fre den. e „ Oas piij. Capitel. Ndes begab ſich darnach/ das er reiſete durch ſted⸗ ee vnd merckte/ vnd prediget vnd verkundiget das Euangelſon von dem reich Gottes/ vñ die zwelffe mit hm/ dazu etliche weiber/ die er geſund hatte gemacht von den bö⸗ 1 ſen geiſten vnd kranckheiten/ nemlich ¶ Daria die da Mag⸗ 1 dalena heiſſet/ von welcher waren ſieben teuffel aus gefaꝛen/ vnd Joanna das weib Cuſa des pflegers Herodis/ vñ Su ſanna/ vnd viel andere/ die phnen handreichung chetten von yhrer habe. Da nu viel volcks bey einander war/ vñ aus den ſtedten ane, zu vhm eileten/ ſprach er durch eine gleychniſſe. Es gieng ein ſeeman aus zu ſehen ſenen ſamen/ vnd ynn dem er ſect/ fiel etlichs an den weg/ vnd ward vertreten/ vnd die vogel vti⸗ ter dem hymel fraſſens auff. Vnd ellichs fiel auff den felſt ö vnd da es auff gieng/ verdorret es/ da· umb/ das es nicht ſafft 1 hecte. Vnd etlichs flel mitten vnter die dornen/ vnd die dor⸗ nen giengen mit auff/ vnd erſticktens. Vnd etlichs fiel auff ein gut land/ vñ es gieng auff/ vñ trug bundercfeltige fruͤcht. Da er das ſaget /rieff er/ Wer oren hat zu hören/ der hoͤꝛe. Po fragten yhn aber ſeine ruͤnger/ vnd ſprachen/ was die⸗ ſegleichniſſe were/ Er aber ſpꝛach/ Euch iſts gegeben zu if ſen das geheymmis des reichs Gottes/ den andern aber vnn 1 gleichniſſen/ das ſie eo nicht ſehen/ ob ſi es ſchon ſehen/ vnd nicht verſtehen/ ob ſie es ſchon hören. Das iſt aber die gleichnis/ Der ſame iſt das wort gottes/ ij Die 1 = 8 8 Je 22 1 N 8 NN 8 i Y 8 —— Euangelion Die aber an dem wege ſind/ das ſind die es hören/ darnach kompt der ceuffel vñ mimpt das wort võ yhrem hertzen/ au das ſie nicht gleuben/ vnd ſelig werden. Die aber auff dem felß/ ſind die/ weñ ſie es hoͤren/ nemen ſie das wort mit freu⸗ den an/ vnd die haben nicht wuͤrtzel eine zeit lang gleuben ſie/ vñ zu der zeit der anfechtung fallen ſie abe. Das aber vn⸗ ter die dornen fiel/ ſind die/ ſo es hören/ vnd gehen hyn vnter den ſorgen/ reichtumb vnd wolluſt dieſes lebens/ vnd erſtic⸗ ken vñ brungen keine frucht. Das aber auff dem guten land ⸗ ſind die das wort hören vnd behalten ynn einem feinen gutẽ hertzen/ vnd bringen frucht vnn gedult. mar. g. Niemand aber zuͤndet ein liecht an/ vnd bedeckts mit ei⸗ nia t. nem gefeß/ oder ſetzts vnter eine banck/ ſondern er ſetz eo auff eine leuchter/ auff das wer hinein gehet/ das liecht ſehe. Def es iſt niches verporgen das nicht offenbar werde/ auch ni⸗ eas ches heymlichs das nicht kund werde vnd an tag kome. So ſehet nu darauff/ wue hr zuhoͤret. Denn wer da hatt/ dem wird geben/ Wer aber nicht hat/ von dem wird genomen auch das er meynet zu haben. mas. Es giengen aber hirrzu/ ſeine mutter vñ bruͤdere/ vñ kund mar g. ten fuͤr dem volck nicht zu yhm komen. Vnd es ward vhm angeſagt/ Deine mutter vnd deine brüdere ſtehen drauſſen vnd wollen dich ſehen. Er aber antwortet vñ ſprach zu yhn Meine mutter vnd meine bruͤdere ſind dieſe/ die Gottes wort hoͤren vnd thuns. mar. Vnd es begab ſich auff der tage einen/ das er pñ ein ſchiff trat/ vnd ſeine iüͤnger nit yhm/ vnd er ſprach zu yhn/ Caſt vns vber den ſee faren. Sie ſtieſſen von lande/ Vnd da ſie ſchiffeten/ eneſchlieff er/ Vnd es kam eyn windwuͤrbel auff den ſee/ vnd die wellen vberftelen ſie/ vnd ſtunde. 5 groſſer getens ynn der ſtad vnd ynn den doͤrffen. S. Lucas. groſſer fahꝛ. Da traten ſie zu hm/ vnd weckten phn auff vñ ſprachen/ eiſter/ wir verderben. Da ſtund er auff vnd bedrawete den wund vnd die woge des waſſers/ Vnd es lies ab/ vnd ward ein ſtille. ger ſprach aber zu yhn/ Wo iſt ewer glaube: Sie forchten ſich aber/ vnd verwunderten ſich/ vnd prachen vncereinander/ Wer iſt dieſeredenn er gepeuc dem wunde vnd dem waſſer/ vnd ſie ſind vbm gehorſam. Vnd ſie ſchifferen fort/ ynn die gegend der Gadarener/ welche iſt ge⸗ gen Galilean vber. Vnd als er aus erat auff das land/ begegnete vhm ein man aus der ſtad/ der hace ceuffele von langer zept her/ vnd chet keine kleider an/ vnd bleib ynn keinem hauſe/ ſondern vñ den grebern. Da er aber Jeſum ſahe/ ſchrey er/ vnd fiel fuͤ vhm mdder/ vnd rieff laue/ Vas hab ich mit dir zu ſchaffen Deſu du ſon des aller höͤhiſten: Ich bitte dich/ du wolteſt mich nicht quelen. Denn er gepot dem vnſaubern geiſt/ das er von dem meniſchen aus fre/ Denn er hatte phn lan⸗ ge zeit geplaget/ Vnd er war mit ketten gebunden vnd mie feſſeln gefangen/ vnd zu reis die bande/ vnd ward getrieben von dem ceuffel vnn die wuͤſten. Vnd Jeſus fraget vhn vnd ſprach/ wie heiſſeſtu? Er ſprach/ Eegion/ denn es waren biel teuffel yñ yhn efaren. Vnd ſie baten yhn/ das er ſie nicht hieſſe ynn die deſeſaren Es war aber daſelbſt eine groſſe herd ſew an der weide auff dem berge/ vnd ſie baten yhn/ das er vhn erleubet vnn die ſel⸗ bige zu faren. Vnd er erleubt yhn. Da furen die teuffel aus von dem menſchen vnd furen vnn die ſew/ vnd die herd ſtuͤr⸗ tzet ſich mit einem ſturm vnn den ſee/ vñ erſoffen. Da aber die hirten ſahen/ was da geſchach/ flohen ſie vnd verküͤndi⸗ G] Sa gien Mat. 8. Marci. Math. o org. von niemand geheilet werden/ die crat hinzu von hynden/ 1 Euangelioll Da giengen ſie hinaus zu ſehen/ was da geſchehen war vñ kamen zu Jeſũ/ vnd funden den menſchen/ von welchem die teuffel auß gefaren waren/ ſitzend du den fuͤſſen Jeſu/ beklei⸗ det vnd vernuͤnfftig/ vnd erſchrocken. Vnd die es geſehen hatten/ verkündigetens vhn/ wie der beſeſſene war geſund worden. Vnd es bac yhn die gantze menge deꝛ vmbligenden lender der Czadarener/ das er von vhn gienge/ denn es war ſie eme gꝛoſſe forcht ankomen. Vnd er trat yn das ſchiff vnd wandte widerumb. Es bat yhn aber der man/ von wilchem die ceuffel auſzgefaren waren/ das er bey yhm mochte ſein. Aber Deſus lies phn von ſich vñ ſpꝛacß Gehe widder heim/ vnd ſage/ was dir Gott gechan hat. Vnd er gieng hin vnd 550 durch die gantze ſtad/ was yhm Jeſus gechan gate. Vnd es begab ſich/ da Jeſus widerkam/ nam yhn das mana polck auff/ denn ſie warteten alfeauf phn. Vnd ſihe/ da kam ein man mit namẽ Jairus/ der ein öberſter der ſchulen war vñ fiel Jeſu zu den ſüͤſſen/ vnd bat jhn/ das er wolt ynn ſeim haus komen/ deñ er hatte ein eituge tochter bepzwelff iaren/ die lag ynn den letzten zuͤgen. Vnd da er hyn gieng/ drang vhn das volck. 15 55 Pnd ein weib hatte den blutgang z welff iar gehabt/ die hatte alle yhre narung an die Ertzte gewandt/ vnd kunde vnd ruͤret ſeines kleides ſawm an/ Vnd alſo bald beſtund vhr der blutgang. Vnd Jeſus ſprach/ Wer hat mich ange⸗ ruͤret? Da ſie aber alle leugneten/ ſprach Petrus vnd die mit yhm waren/ Meiſter/ das volck dringet vnd druͤcket di⸗ ch/ vñ du ſpuchſt/ wer hat mich angeruͤret: Jeſus aber ſpꝛa⸗ ch/ Es hat mich yemand angeruͤret/ denn ich fuͤle/ das eite krafft krafft von mir gegangen iſt. Da er aber das weib ſahe/ daz nicht verborgen war/ kam ſie mit zittern vnd fiel für yhn/ vñ verkuͤndiget fur allem volck/ aus was vꝛſach ſie jhn hatte an⸗ geruͤret/ vnd wie ſie were als bald geund worden. Er aher ſprach zu yhr/ Sey getroſt meine cochter/ dem glaube hat dir geholffen/ gehe hin mit friden. Da er noch redet/ lam einer vom geſinde des oͤberſten der ſchule/ vnd ſprach zu yhm/ Deme tochter iſt geſtorben be⸗ muͤhe den Meiſter nicht. Da aber Je us das hoͤrete/ ant⸗ wortet er yhm vnd ſprach/ oͤrchte dich nicht/ gleube nuͤr/ ſo wird ſie geſund. Da er aber yñ das haus kam/ lyes er nie⸗ mand hinein gehen/ denn Petron vnd Jacoben vnd Jo⸗ annen/ vnd des kindes vater vnd mutter. Die weineten aber alle vnd klageten ſie. Er aber ſprach/ weinet nicht/ ſie iſt ni⸗ cht geſtorben/ ſondern ſie ſchlefft. Vnd ſie verlachten vhn/ wuſten wol/ das ſie geſtorben war. Er aber treib ſie alle hynaus/ greyff yhre hand an vnd rieff vnd ſprach/ lind/ ſte⸗ he auff. Vnd yhr geiſt kam widder/ vnd ſie ſtund alſo lalde auff. Vnd er befalh/ man ſolt hr zu eſſen geben/ Vnd vhre eltern entſatzten ſich. Er aber gepot vhn/ das ſie memand ſagten/ was geſchehen war. 1 Das. jr. apitel. B õoddert aber die zwelffͥe u ſamett vñ gab yhn ge⸗ Gotdes/ vnd heilen die krancken. Vnd ſprach zu yhn/ hr ſolt nichtes mit euch nemen auff den weg/ wider ſtab/ noch taſchen/ noch brod/ noch geld/ ſolt auch tucht auff ein mal z ween röcke haben. Vnd wo hr ynn ein hauñs gehet/ da blei⸗ G iij bee/ wald vnd macht vber alle ceuffel/ vnd das ſie heilen ehe, kunden allerlei ſeuche/ vñ ſandte ſie aus zu pꝛedigen das reich Mara. Euangelion bet/ bis phr von dannen ziehet. Vnd welche euch tucht auff⸗ nemen:/ da gehet aus von der ſelbigen ſtad/ vnd ſchuͤctelt ab den ſtawb von ewren fuͤſſen zu einem zeugnis vber ſie. Vnd kamen hinaus vnd durch zogen die merckte/ predigeten das Euangelion/ vnd machten geſund an allen enden. rat. Es kam aber fuͤr Herodes den vierfuͤrſtẽ alles was durch Marais yhn geſchach/ vnd er beſorget ſich/ die weil von etlichen ge⸗ ſagt ward/ Joannes iſt von den todten aufferſtanden. Võ etlichen aber/ Elias iſt erſchinen. Von etlichen aber/ Es iſc der alten Propheten einer aufferſtanden. Vnd Herodes ſprach/ Joannen den hab ich encheubet/ wer iſt aber dieſer/ von dem ich ſoͤlchs höre? Vnd begeret hn zu ſehen. Vnd die Apoſteln kamen widder/ vñ erzeleten vhm/ was ſie gechan hatten. Vnd er nam ſie zu ſich/ vnd ent weich be⸗ ſonders vnn eyne wuͤſten bei der ſtad/ die da heiſſet Bechſai⸗ da. Da des das volck vnnen ward/ zoch es vhm nach. Vnd er nam ſie auff/ vnd ſaget vhn von dem reich Gottes/ vnd machte geſund die es bedurfftẽ. Aber der cag fieng an ſich zu neigen/ Da tratten zu vhm die zwelffe vñ ſprachen zu vbm/ rer.. Cas das volck von dir/ das ſie hyn gehen ynn die merckte Joan s. vmbher/ vnd vnn die dorfer/ das ſie herberge vnd ſpeiſe fiu⸗ den/ denn wir ſind hie ynn der wuͤſten. Er aber ſprach zit yhn/ Gebt vbr vhn zu eſſen/ Sie ſpꝛachen/ Wir haben niche mehr denn funff brod/ vñ zween fiſch/ Es ſey denn/ das wir hin gehen ſoͤllen/ vnd ſpeyſe keuffen fur ſo gros volck denn es waren bey funff tauſent man) Er ſprach aber zu ſeinen iungern/ Eagert ſie bey ſchichten/ yhe funfftzig vnd funff⸗ tzig Vnd ſie cheten alſo/ vnd lagerten ſie alle. Da nam er die funff brod vnd zween fiſch/ vnd ſahe auff gen hymel/ vnd dancket druͤber/ brach ſie/ vnd gab ſie den juͤngern/ das a. 2 volc ab in nit am S. Eutas. volck füͤrlegten. Vnd ſie aſſen vñ ſie wurden alle ſat/ vñ wul⸗ den auff gehaben/ das jhn vber bleib võ brocken/ zwelff koͤrbe. Vnd es begab ſich/ da er ym gchet vnd alleine war/ da waren etliche ſeiner iuͤnger mit yhm/ vnd er fragec ſie/ vnd. ſprach/ Ver ſagen die leu/ das ich ſey: Sie antworten vnd rs. ſprachen Sie ſagen/ du ſeiſt Joannes der ceuffer/ etliche aber/ du ſeiſt Elias/ etliche aber/ es ſep der alten Nrophten einer aufferſtanden. Er aber ſprach zu phn/ Wer ſagt phr aber das ich ſey· Da antwortet Peerus vnd ſprach/ dl hiſt der Chriſt Gottes. Vnd er bedrawet ſie vnd gepot/ das ſie das niemand ſagcen/ vnd ſprach/ Denn des menſchen ſon mus noch viel leiden/ vnd verworffen werden/ von den El⸗ ciſten vnd Hohenprieſtern vnd ſchufftgelerten/ vnd ertödtet werden/ vnd am dritten tage auffer weckt werden. Da prach er zu vhn allen/ Wer mir folgen wil/ der ver⸗ 7 leugne ſich ſelb vnd neme ſein creutz auff ſich ceglich/ vñ fol- Was. ge mir nach/ Denn wer ſein leben erhalten wil/ der wird eh verlieren/ wer aber ſein leben verleuret vmb meinen willen der wirds erhalten. Vnd was nutz hecte der menſch/ ob er die gantze welt gewuͤnne/ vnd verluͤe ſich ſelbs/ oder beſche⸗ diget ſich ſelbs/ Wer ſich aber mein vñ meiner rede ſchemet/ des wirt ſich des menſchen ſon auch ſchemen weñ er komen wird ynn ſeiner herrlickeit vnd ſeines vatters vnd der hey⸗ ligen Engel. Ich ſage euch aber warlich/ das etliche ſind von denen/ die hie ſtehen/ die den cod nicht ſchmecken wer⸗ den/ bis das ſie das reich Gottes ſehen. Vnd es begab ſich nach diſen reden bey acht tagen/ das er zu ſich nam/ Perron/ Joannen vnd Jacoben/ vnd ſteyg Hen. auff einen berg zu beten/ vnd da er betet/ ward die geſtalt ſe di nes angeſichtes anders/ vnd ſein kleid weis/ vñ 5 ihe/ Euangelion ſihe/ zween menner redten mit yhm/ welche waren Moſes vnd Glias/ die erſchinen ynn klarheit/ vnd redten vondem auſzgang/ welchen er ſolt erfüͤlten zu Jeruſalem. Petrus aber vnd die mit yhm waren/ waren vol ſchlaffs/ Da ſie aber auff wachten/ ſahen ſie ſeine klarheit/ vñ die zween men⸗ ner bey phm ſtehen. Vnd es begab ſich/ da die von yhm wichen /ſprach Pe⸗ aus zu Jeſu/ Neiſter/ hie iſt gut ſein/ wir wöͤllen drey huͤc⸗ ten machen/ Der eine/ Moſt eine/ vñ Elias eine/ vnd wuͤ⸗ ſte nicht/ was er redet. Da er aber ſölchs redet/ kam erne wolcke vnd vberſchattet ſie/ Vnd ſie erſchracken/ da ſie die wolcke vberzog. Vnd es fiel eine ſtymme aus der wolcken⸗ die ſprach/ Dieſer iſt mein lieber ſon/ dem gehorchet. Vnd vnn dem ſolche ſtimme geſchach/ funden ſie Jeſum alleme. Vnd ſie verſchwigen vñ veꝛkuͤndtgeten niemand niches vnn den ſelben tagen/ was ſie geſehen hatten. Es begab ſich aber den tag hernach/ da ſie von dem berge kamen/ kam vhn entgegen viel volcks. Vnd ſihe/ eyn man mers. Vnter dem volck rieff vnd ſprach/ Neiſter/ ich bit dich beſihe rnlarcig doch meinen ſon/ denn er iſt mein einiger ſon/ ſihe/ der geiſt ergriffet yhn/ ſo ſchreiet er als bald vñ retſſet jn das er ſchew met/ vnd mit not weichet er von yhm/ wenn er phn geriſſen hat/ vnd ich hab deine iuͤnger gebeten/ das ſie ihn außeriebẽ⸗ vnd ſie kundten nicht. Da antwortet Jeſus vnd ſprach /G du vngleubige vnd verkerete art/ wie kange ſol ich bey cuch ſein/ nd euch dulden Bringe deinen ſon her. Vnd da er zu vhm kam reyßz vhn der ceuffel/ vnd derret vhn/ Jeſits aber bedrawet den vnſaubern geiſt/ vnd machet den knaben ge⸗ ſund/ vnd gab vhn ſeinem vatter widder/ Vnd ſie entſatz ten ſich alle vber der herligkeit Gottes. Da ſie fen c n Mo ent. enn eben K ieh Scl 1— I lbe e S. Eutas. Da ſie ſich aber aller verwunderten/ vber allem das er chec/ ſprach er zu ſeinen iuͤngern/ Paſſet yhr zu ewren oren dieſe rede/ denn des menſchen ſon mus vberantwortet wer⸗ den nn der menſchen hende. Aber das wort vernamen ſie nicht/ vñ es war fuͤr yhn verboꝛgen/ das ſie es nicht begriffen Vnd ſie forchten ſich hn zu fragen vmb das ſelbige wort. Es lam auch ein gedancken vnter ſie/ wer vnter yhn der mars groͤſſiſte were. Da aber Jeſus den gedancken phres hertzen ſahe/ erwiſchet er ein kind/ vñ ſtellet es neben ſich/ vnd ſpꝛach zu hn/ Wer das kindt auff nimpt vnn meynem namen/ der nimpt mich auff/ Vnd wer mich auffnimpt/ der umpt den auff/ der mich geſand hat. Welcher aber der klemeſt iſt vnter cuch allen/ der wird gros ſeiin. 5 Da antwortet Joannes vnd ſprach/ Meiſter/ wir ſa⸗ er. hen einen/ der creib die teuffel aus vnn deinem namen/ vnd wir wereten phm/ denn er folget dir nicht mit vns. Vnd Je ſus ſprach zu vhm/ Weret yhm nicht/ denn wer nicht widder euch iſt/ der iſt fuͤr euch. 5 Sb begab ſich aber/ das die zeit erfuͤllet war das er ſeolt von hynnen genomen werden/ wendet er ſein angeſicht ſtracks gen Jeruſalem zu wandelen/ Vnd er ſan⸗ te botten fur a ane giengen hyn/ vnd kamen pn ei⸗ nen marckt der Samariter/ das ſie phm herberge beſtelle⸗ ten. Vnd ſie namen yhn nicht an/ darumb das er ſeyn ange⸗ ſichte gerichtet hatte zu wandel gen Jeruſalem. Da aber das ſeine juͤnger Jacobus vnd Joannes ſahen/ ſprachett ſie/ Herr/ wiltu/ ſo wollen wir ſagen/ das fewr vom hymel falle/ vñ verzere ſie/ wie Elias chet: Jeſus aber wandte ſich vnd bedrawet ſie/ vñ ſprach/ Wiſſit ſhr ene 5 indeß Euangelion kinder hr ſeid · Des menſchen ſon iſt nicht komen/ der men⸗ ſchen ſeelen zu verderben/ ſondern zu erhalten. Vnd ſie gien⸗ 5 gen vnn einen andern marckt. mus. Esbegabſſch aher da ſteauff dem wege waren ſprachei ner zu yhm/ Ich wil dir folgen wo du hingeheſt. Vnd Je⸗ ſus ſpꝛach zu yhm/ Die fache haben gruben/ vnd die voͤgel vnter dem hymel haben neſter/ aber des menſchen ſon hat ni cht/ da er ſein heubt hin lege. 1 50 g Vn er ſprach zu einem andern/ Polge mir nach. Der ſprach aber/ Herr erleube mir/ das ich zuuor hyngehe/ vnd meinen pater begrabe. Aber Jeſus ſprach zu yhm/ Oaſz die todten vhre todten begraben/ gehe du aber hin/ vnd verkuͤn⸗ dige das reich Gottes. Vnd em ander ſprach Herr ich wil dir nachfolgen/ aber erleube mir zuuor/ das ich einen abſcheid mache mit denen/ die vnn meinem hauſe ſind. Jeſus ſprach zu vhm/ Wer ſei⸗ ſchickt zum reich Cotces. 1 Das x. Capitel. Irrnach ſondert er andere ſiebentzig aus/ vnd ſandte ſie/ he zween vnd zween/ fur yhm her/ yrin alle ſted⸗ rt/ da er wolt hin komen/ vnd ſprach zu phnen/ Die ernd iſt gros/ der arbeiter aber iſt wenig. Bittet den herrn der erndten/ das er erbeiter aus ſende vñ ſeine erndte. Gehet hin/ ſehet/ ich ſende euch als die lemmer mitten vnter die wol ſſe/ Traget keinen belttel/ noch caſchen/ noch ſchuch/ vnd dae memand auff der ſtraſſen. Wo yhr vnn ein haus kompt/ da ſprecht zu erſt/ Pride ſey ynn dieſem hauſe. Vnd ſo da ſelbſt wird eyn kind des frides ſein/ ſo wuͤrd ewer fride ne hand an den pflug leget/ vnd ſihet zu ruͤck/ der iſt nicht ge auff ——— u———.——— r — ge Aber t den Ne ſtratg vn iche ne 0 G. Eile. auff oom bauen ogg uc ſowurdewerſeceſch widder zu euch lenicken. 00 dem eelbigen hauſe aber bleibet f eſſee bnd cricket/ was ſie haben/ Senn em erbeiter iſtſe⸗ nes lohns Wer d. hr ſolt nicht von einem bauſe zum andern gehen. Vnd wma wo yhr vnn eine ſtad kompt/ vnd ſte euch auffnemen/ da eſ⸗ ſet/ was euch wird fuͤr getragen/ vñ heilet die krancken die da ſelbs ſind vnd ſaget ſhn/ Das reich Gottes iſt nahe zu euch komen. Wo yhr aber vnn eine ſtad komet/ da ſie euch nicht auffnemen da gehet heraus auff yhre gaſſen/ vnd ſprecht/ Auch den ſtaub der ſich an vns gehenget hat von ewer ſtad/ ſchlagen wir abe auff euch/ Doch ſolt yhr wiſſen/ das euch das reich Gottes nahe geweſen iſt. Ich ſage euch/ Es wund die chaten zu Cyro vnd Sidon geſchehen/ die bey euch ge⸗ ſchehen ſitid/ ie hetten vor zeiten ym ſack vnd ynn der aſchen geſeſſen vnd bus gechan. Doch es wird Tyro vnd Sidon creglicher ergehen am gericht/ denn cuch. Vnd du Caper⸗ naum/ die du bis an den hymmel erhaben biſt/ du wirſt bis ynn die helle hin vnter geſtoſſen werden. Wer euch hoͤret/ der höret mich/ Vnd wer euch verachtet/ der verachtet ni⸗ 4— aber mich verachtet/ der verachtet den/ der mich ge⸗ and hatt. 3.. Die ſiebentz ig aber kamen widder mit freudent vnd ſpꝛa chen/ Herr/ es ſind vns auch die ceuffel vnterthan/ ynn dev ⸗ . ö Sodoma creglicher ergehẽ an ihetiẽ cage/ deñ ſolcher ſtad. Weh dir Chorazim/ Weh dir Bechſaida/ denn weren nem namen. Er ſpꝛach aber zu pin/ Ich ſahe wol den Sa- tattas vom hymel fallen/ als einẽ blicz/ Sehet/ ich habe euch macht gegeben/ zu treten auff ſchlangen vñ ſcorpion vñ vber allen gewalt des feinds/ vnd nichts wird euch beſehedigen. We P Doch Mat.. Joan. 8. Mat. 13. Elangelion Doch dar yn frewwet euch nicht/ das euch die geiſter vnter⸗ chan ſind ftewet euch aber/ das ewre namen ym hymel ge⸗ ſchrieben ſind. en Ju der ſtunde frewet ſich Jeſus ym geiſt/ vñ ſprach/ Ich preyſe dich vater vnd Herr hymmels vnd der erden/ das du ſolchs verporgen haſt den weiſen vnd verſtendigen/ vñ haſts offenbare den vnmuͤndigen/ Ja vater/ alſo war es wolge⸗ fellig fur dir. Es iſt mi alles vdergeben von meinem pacer/ Vn niemand weis/ wer der ſon ſeß/ deñ nür der vater/ noch wer der vater ſey/ denn nuͤr der ſon/ vnd welchem es der ſon wil offenbaren. 6 n Vnd er wandte ſich zu ſeinen nuͤngern/ vnd ſprach ynn ſonderheit/ Selich ſind die augen/ die da ſehen/ das yhr ſe⸗ het/ den ich ſage eu ch/ viel Propheten vnd köͤnige woltcen ſe⸗ hen das vhr ſehet/ vnd habens nicht geſehen/ vnd hoͤren das phr horet/ vnd anden ö Vnd ſihe da ſtund eyn ſchůfftgelerter auff/ verſitchte phtt vnd ſprach/ Meiſter/ was mus ich chun das ich das ewige leben ererbe; Er aber ſprach zu vhm/ Wie ſtehet ym geſckz geſchrieben: wie lieſeſtu? Er antwortet vnd prach, Du ſolt Bott deinen hern lieben von ganczem hertzen/ von gantzer ſeele/ von allen krefften/ vnd van gantzem gemuͤte/ vnd dei⸗ nen nehiſten als dich ſelbs. Er aber ſpꝛach zu yhm/ Da baſt 5 chue das/ ſo wirſtu leben. Er aber wolt ſich ſelhs rechtfercigen/ vnd ſprach zu Jeſu/ Wer iſt denn mein nehiſter:? 3 mans. Da antwortet Jeſus vnd ſprach/ Es war ein menſch/ der gieng von Jeniſalem hinab gen Jericho/ vnd fiel vnceꝛ de morder/ die zogen vhn aus vnd ſchlugen hn/ vnd glerigẽ dauon/ vnd lieſſen vhn halb cod liegen. Es begab 4 1 8 on gefer —— ——— ————— N— B —— 2 S 2 A. 2 2 S 2 S. CEucus. on gefer/ das ein prieſter die ſelbige ſtraſſe hinab zoch/ Vnd da Gan ſahe/ gieng er fur vber. Des ſelbigen gleichen auch ein Eeuit/ da er kam bey die ſtet vnd ſaͤhe hn/ gieng er fuͤr vber. Ein Samariter aber reiſet vnd kam bey die ſtet/ Vñ da er jn ſahe/ iamerte hn ſein/ gieng zu yhm/ verpand jhm eine wunden/ vnd gos drem öle vnd wein/ vñ hub vhn auff ſein chier/ vnd fuͤret yhn vnn die herberge/ vnd pfleget ſein. Des andern ages reiſet er/ vnd zoch eraus zween groſchen/ vnd gab ſie dem wirte/ vnd ſprach zu phm/ Pflege ſein/ vnd ſo du was mehr wirſt dar chun/ wil ich dirs bezalen/ weñ ich widder kome. Welcher duͤncket dich/ der vnter dieſen dreyen der nehiſt ſe geweſen/ dem/ der vnter die moͤrder gefallen war: Er ſprach/ der die barmhertzileit an vhm chat. Da ſprach Jeſus zu yhm/ So gehe hin/ vnd chu des gleichen. Es begab ſich aber/ da ſic wandelten/ gieng er vnn einen marckt/ da war ein weib mit namen Marcha die nam vhn auff vnn yhr haus. Vnd ſie hatte eytie ſchweſter/ die hies Maria/ die ſatz ee ſich zu ſeynen fuͤſſen/ vnd höret ſetner rede du. Marcha aber machte yhr viel zu ſchaffen yhm zu dienen/ Vnd ſie erat hinzu vnd ſprach/ Herr/ frageſtu nicht dar⸗ nach/ das mich meine ſchweſter leſſet alleyne dienen? Sa⸗ ge yhr/ das ſie es doch auch angreiffe. Jeſus aber antwoꝛtec vnd ſprach zu vhr/ Marcha/ Marcha/ du ſorgeſt vñ bekuͤm merſt dich mit viel dingen/ nur eins iſt not/ Maria hat ein gut teil erwelec/ das ſol nicht von vhr genomen werden. Das xi Capitel. 5 F 1 n 255 N Vnud da er auffgehoͤret hatte/ ſpꝛach ſeiner tuͤnger ei — ner zu jhm/ Herꝛ/ lere vns becẽ/ wie auch Joantꝛes ſeine tun Pi ger lere 5„„————.—————————— Nd es begab ſich/ das er war an einem ort vñ betet. e Euangelton mee. ger lerete. Er aber ſprach/ Wenn yhr bettet/ ſoſprech/ Vn⸗ Har. 5. Joan. 6 ſer vater ym hymel/ Dein name ſet heilig/ Dein reich ko me/ Dein wille geſchehe auff erden wie ym himel/ Gib tis vmmer dar vnſer teglich brodt/ Vnd vergib vns vnſere fun. de/ denn auch wur vergeben allen die vns ſchuldig ſinid/ Vñ 0 nicht vnn verſuchung/ Sondern erloͤſe vns von dem vbel. Ae ine e Vnd er ſprach zu vhn/ welcher eſt vnter euch/ der eynen freund hat/ vnd gienge zu yhm zu mitcernacht/ vnd ſpꝛech zu vhm/ Sieber freund/ leihe mir drey brodt/ denn es iſt mein freund zu mir komen von der ſtraſſen/ vñ ich habe nicht/ das ich yhm fuͤrlege/ vnd er dritmen wuͤrde ſprechen/ mache mir keine vnruge/ die chuͤr iſt ſchon zu geſchloſſen/ vñ meine kind lein ſind bey mir ynn der kamer/ ich kan nicht auffftehen/ vñ dir geben: Ich ſage euch/ vñ ob er nicht auffſtehet vnd gibe vhm/ darulnb/ das er ſein frundt iſt/ ſo wird er doch vmb ſel⸗ nes vnuerſchampten geplens willen auffſtehen/ vnd yhm geben/ wie viel er bedarf. 8 Vnd ich ſage euch auch/ Bittet/ ſo wird euch gegeben/ Suͤchet/ ſo werdet yhr finden/ Klopffet an/ ſo wird euch auffgechan. Denn wer da bittet/ der nimpt/ vnd wer da ſu⸗ chet/ der findet/ vñ wer da anklopffet/ dem wird auffgethan. Wo bittet vnter euch ein ſon den vater vmbs brod/ der vhm Mat. 10 Marci.3 einen ſtein da fur biete? Vnd ſo er vmb einen fiſch bittet/ der vhm eine ſchlangen fuͤr den fiſch biete! odder ſo er vmb ein ey ictet/ der ſhm enen ſcorpion da fuͤr biete: So deñ ſhꝛ die jhr ang ſeid/ kund ewzẽ kindn gute gabe gebẽ/ wie viel mehr wirt ð vater jm hymel den heilqẽ geiſt geben/ denen/ die jhn bitt: PVnd er treib einẽ teufel aus/ der waꝛ ſtum/ vñ e da der teuffel aus fur/ da rede der ſtumme/ vnd 3 verwun 6 volck fd xc III ty hn dich getragen hat/ vñ die brüͤſte die du geſogen baſt. Ex aber S. Eutas. verwunderte ſich. Etliche aber vnter phnen ſprachen/ Pt creibet die teuffel aus/ durch Beelzehub den oberſten der teu⸗ ffel. Die andern aber verſuchten vhn vnd be erte ein zei⸗ chen von yhm vom hymcl. Er aber vernam phre meinũge/ vnd ſprach zu yhnen/ Bin iglich reych/ ſo es mit vhm ſelbs Joan, 25 vneitis wird/ das verwuͤſtet/ vnd ein haus felt vber das an⸗ der. 0 denn der Satanas auch mit ihm ſelbs vneins/ wie wil ſein reich beſtehen die well hr ſaget/ ich treibe die ceuffel aus durch Bel zebub. So aber ich die teuffel durch Beelze⸗ bub außtreibe/ durch wehn creiben ſie ewer kinder aus: Dar umb werden ſie ewre richter ſein. So ich aber durch den fin ——— die ceuffel aus treibe/ o kompt jhe das reich Czoc⸗ Venn ein ſtarcker gewapneter ſein hauts bewaret/ ſo blei⸗ bet das ſeine mie frvden. Wenn aber ein ſtercker vber hn kompt/ vnd vberwindet hn/ ſo nimpt er vhm ſeitten har⸗ niſch darauff er ſich verlies/ vnd teilec den raub aus. Wer nicht mit mir iſt/ der iſt widder mich/ Vnd wer nicht mic mir amlet/ der zurſtrawet. 5 Henn der vnſauber geiſt von dem menſchen auſzferet/ ſo durch wandelt er duͤrre ſtete/ ſuchet ruge vnd findet yhr nicht/ ſo ſprichter/ Ich wil widder vmbleren vnn mehn haus/ daraus ich gegangen bin. Vnd wenn er kompt/ ſoffin⸗ dec ers mic beſemen geleet vnd geſchmüͤckt. Denn gehet er hin/ vnd tumpt ſieben geiſter zu ſich/ die erger ſind denn er ſelbs/ Vnd wenn ſie hinein komen/ wonen ſie da/ vnd wird hernach mit dem ſelbigen menſchen erger denn vorhin. Vnd es begab ſic da er ſolchs redet/ erhub ein werb ym volck die ſtimme/ vnd ſprach zu yhm/ Selig iſt der leib der P' uj ſprach Mat. lz 3. Reg. i⸗ 47 Euangelton ſprach/ Ja/ ſelig ſind die das wort Gottes hoͤren vnd be⸗ Waren. 0 5 Das volck aber drang hinzu/ da fing er an vnd ſaget Dis iſt eine arge arc/ ie begert ein zeichen/ vnd es wird yhr kein zeichen gegeben/ denn nuͤr das zeichen des Propheten Jonas. Den die Jonas ein zeichen war den Nimuieen/ alſo wird des menſchen ſon ſein dieſem geſchlecht. Die koͤni⸗ gin võ mittag wird aufftrectẽ fuͤr dem gerichte mit den leutẽ dieſes geſchlechtes/ vnd wird ſie verdammen/ Denn ſie kam von der welt ende/ zu hören die weiß heit Salomonis. Vnd ſihe/ hie iſt mehr denn Salomon. Die leute von Nimue werden aufftretten fuͤr dem gerichte mit dieſem geſchlechte/ vnd werdens verdammen/ denn ſie cheten buſſe nach der pre⸗ diget Jonas. Vnd ſihe/ hie iſt mehr denn Jonas. Niemand zuͤndet ein liecht an/ vnd ſeczt es an einen heim⸗ Math e. ſichen ort/ auch nicht vnter einen ſcheffel/ ſondern auff den leuchter/ auff das/ wer hinein gehe/ das licht ſehe. Das auge iſt des leibes liecht/ Wenn nu dein auge emfeltig ſein wurd/ ſo iſt dem gantzer leib liechte/ So aber dein auge eim ſchalck ſein wirt/ ſo iſt auch deim leib finſter. So ſchawe drauff/ das nicht das liecht vñ dyr finſternis ſey. Den nu dein leib gantz liechte iſt/ das er kein ſtück võ finſternis hat/ ſo wird er gantz liechte ſein/ vnd wird dich erleuchten/ wie ein heller blitz. Da er aber yñ der rede war/ bat vhn ein Phariſeer/ das er mie vhm das mittags mal eſſe. Vnd er gieng hinein vnd ſatzte ſich zu tiſche. Da das der Phariſeer ſahe/ verwun⸗ derte er ſich/ das er ſich nicht fur dem eſſen wuſch. Der err aber ſprach zu yhm/ Ihr Phariſeer reintget das auß wen⸗ dige am becher vnd der ſchuüͤſſeln/ aber ewer ynwendiges iſt vol raubs vnd hoß heit. Vhr thozen/ hat mans do mic yliwẽ⸗ dig ge⸗ S. ENS Z dig gefertiget/ das mans auß wendig gefertiget hat? Doch gebe almoſen von dem das da iſt/ ſehet/ ſo iſts euch alles rein. Aber weh euch Phariſcer/ das phr verzehendet die myn⸗ tze vnd rautten/ vnd allerlep kol/ vnd gehet fuͤr dem gerichte ber/ vnd fuͤr der liebe Gottes/ Dio ſolt man chun/ vnd he nes nicht laſſen. Weh euch Phariſeer/ das phr gerne oben an ſitzet vnn den ſchulen/ vnd wolt gegriſſet ſen auff dem marckte. Weh euch ſchriffegelerten vnd Phariſeer/ yhꝛ heuchler/ das ihr ſeit wie verdeckte todten greber/ daruber die leute lau ffen vnd kennen ſie nicht. 8 3 Da antwortet einer von den ſchrifftgelerten vnd H zu phm/ Neiſter mit den worten ſchmeheſtu vns auch. Er aber ſprach/ Vnd weh euch auch ſchriffegelerten/ denn phr beladet die menſchen mit vntreglichen laſten/ vnd pr ruͤret ſie niche mit einem finger an. Geh euch/ denn vhr barwet der Propheten greber/ ewer veter aber haben ſie gecodtet/ ſo bezeuget yhr zwar/ vñ bewil⸗ liget die werck ewer veter/ Denn ſie doͤdten ſie/ ſo bawet phr phre greber. DSarumb ſpꝛach die weiſſheit Gottes/ Ich wil Pꝛophe mene ten vnd Apoſtel zu yhn ſenden/ vnd der ſelbigen werden ſie etliche codten vnd verfolgen/ auff das gefordert werde võ die ſem geſchlechte aller Propheten blut/ das vergoſſen iſt/ int der welt grund gelegt iſt/ võ Abels bluc an/ bis auff das blut bean Jacharie/ der vmblam zwiſchen dem altar vnd dem tempel l 101. euch/ es wird gefoddert werden von dieſem ge⸗ chlechte. e 10 euch ſchriffgelercen/ delin vhr habt den ſchlüͤſſel des erkenttus empfangen/ yhr ſeld nicht hinein komen/ b habt 99 P ui geweree Euangelion geweret denen die hinem wolten. Da er aber ſolchs zu yhn ſaget/ engen an die ſchrifftge⸗ lerten vnd Phariſeer hart auff vhn zu dringen/ vñ yhm mit mancherley fragen den mund ſtopffen/ vnd laureten auff yhn/ vnd ſuchcen/ ob ſie etwas ertagen kunden auß ſeinem munde/ das ſie eine ſache zu yhm hetten. Ons. rij. Capitel. G hate ſich kiel volcts geſarte/ alſo/ das ſie ſich Mdarns. Ee vntereinanider traten/ da ftenger an vñ ſaget zu ſei⸗ nen tuͤngern/ um d ch euch fůr dem ſawrteige der Mar. io nen eucheley/ Es iſt aber nichts ver⸗ Phartlſeer/ welchs iſt die porgen/ das nicht offenbar werde/ noch heymlich/ das man nicht wiſſen werde. Darumb was yhr vm finſternis geſagt habt das wird man ym liecht hoͤren/ Was phr habt gerede 0 ohr ynn der kamer/ das wird man auff den dechern pre⸗ igen. 3 1 mah Ich ſage euch aber meinen freunden/ fürchtet euch niche für denen die den leib todten/ vnd darnach niche haben das ſie mehr chu. Ich wil euch aber zeigen/ fuͤr welchẽ yhr euch fuͤrchten ſolt/ urchtet euch fur dem/ der nach dem er gecöd⸗ tet hat auch macht hat zu werffen vnn die helle/ aa/ ich ſage ruch⸗ fuͤr dem fuͤrchtec E uch. Keuffec man nicht funff ſp erlin⸗ eg. bin waen pfenumge noch iſt fur Gott der ſelbigen mi⸗ qt ines vergeſſen. Auch ſind die hare auff ewrem heubc al⸗ legezelet/darumb fürchtet euch nicht/ denn yhr ſeic beſſer den wiel ſperlinge. 1 5 Ich age cuch aber/ Wer mich belennet für den menſchẽ den word auch des menſchen ſon bekennen fuͤr den Engeln Gottes. Wer mann aber verleugnet für den menſchen/ 0 . wir 1 8———— „— ̃—— 72—— — 2————— S. Eucns. wird verleugnet werden fuͤr den Engeln Gottes. Vnd we da redet ein wort widder des menſchen ſon/ dem ſol es verge⸗ war a ben werden/ Wer aber leſtert den heyligen geiſt/ dem ſol es nicht vergeben werden. eee a Wenn ſie euch aber fuͤren werden ynn yhre ſchulen/ nd für die oherkeic/ vnd fuͤr die gewelttgen/ ſo ſorget nicht/ wie mar a odder was vhr antworten/ oder was yhr ſagen ſolt/ denn der heilige geiſt wird euch zu der ſelbtgen ſtunde leren/ was phrſachennſotee er e e eee ee: Es ſprach aber einer aus dem volck zu yhm/ Meiſter /a mae ge meynem bruder/ das er mit mir das erbe teile. Er aber ſprach zu vhm/ Meniſch/ Wer hat mich zum richter oder erbſchꝛchter vber euch geſeczt:· Vñ ſprach zu vhn/ Sehet zu/ vnd huͤttet euch fur dem geitz/ denn niemand lebet doͤnan das er volle genuͤge hatt ynn ſeynen guͤtern. Vnd er ſaget vhn ein gleichnuis vnd ſprac z. Es war ein reicher menſch/ des feld ſtund wol/ vnd er ge⸗ dachte bey yhm ſelbs vnd ſprach/ Was ſol ich chunꝛ ich habe micht da ich meine frůchte hin ſamle/ vñ ſprach/ das wil ich thun/ ich wil meine ſchewren abbrechen/ vñ groſſere bawen/ vnd wil dꝛemm ſamlen/ alles was mir gewachſen iſt/ vnd mei ne guͤter/ vnd wil ſagen zu meiner ſeelen/ Oiebe ſeele/ du haſt einen groſſen vorradt auff viel iaꝛ/ habe nu ruge/ iz/ crinck/ vnd ſey frolich. Aber Gott ſprach zu yhm/ Du narr/ dieſe nacht wird man deine ſeele von dir foddern/ vnd wes wirds ſein/ das du bereitet haſt: Alſo gehet es/ wer vhm ſchetz ſam⸗ let/ vnd iſt nicht reich vnn Gore. Er ſpꝛach aber zu ſeinen iuͤngern/ Daum ſa ge ich euch/ ſorget nicht fuͤr ewer lebẽ/ was bhꝛ eſſen ſollet/ alich nicht fuͤr ewrẽ leib/ was jh: anchun ſollet. Das leben iſt meh 1 4 5 peiſe Mat. 6 Euangelion ſpeiſe/ vnd der leyb mehr deñ die kleidung. Nempt war der raben/ die ſeen nicht/ ſie erndeẽ auch nicht/ ſie haben auch kei⸗ nen keller noch ſchewꝛen/ vnd Gott nehꝛet ſie doch/ Wie viel aber ſeit yhr beſſer denn die vogel. Welcher 4 vnter euch/ ob er ſchon darumb ſoꝛget/ der da kuͤnde eine elle lang ſeiner gröͤſſe zu ſetzen/ So phꝛ denn das geringſte nicht vermoͤget/ warumb ſorget yhr fuͤr das an⸗ der? Nempt war der lilien auff dem felde/ wie ſie wachſen/ ſie erbeiten nicht/ ſo ſpinnen ſie nicht/ Ich ſage euch aber/ das auch Salomon ynn aller ſeiner herlickeit micht iſt be⸗ kleidet geweſen/ als der eines. So denn das gras/ das heute auff dem felde ſtehet/ vnd morgen vnn den ofen geworffen wird/ Gott 5 kleidet/ wie viel mehr wird er euch kleiden/ yhr kleinglewbigen? Darumb auch yhr fraget nicht darnach/ was vhr eſſen od⸗ der was yhr trincken ſolt/ vnd faret nicht hoch her/ Nach ſoͤlchem allen crachten die heiden vnn der welt. Aber ewer vater wets wol/ das yhr des beduͤrffet. Doch trachtet nach dem reich Gottes/ ſo wird euch das alles zu fallen. uͤrchte dich nicht/ du kleine herd/ denn es iſt ewers va⸗ ters wolgefallen/ euch das reich zu geben/ Verkeufft was jhꝛ habe/ vnd gebt almoſen. Dachet euch ſeckel die nicht veral⸗ ten/ einen ſchatz der nimmer abnimpt vm hymmel/ da kein dieb zu kompc/ vnd den keine motten freſſen/ Denn wo ewer n wird auch ewer hertz ſein. a Seaſſet vmbquͤrtet ſein ewre lenden/ vnd brennen ewre liechter/ vñ ſeit gleich den menſchen/ die da waꝛten auff jhꝛen hern/ wennn er aufbrechen wird von der hochzeit/ auff das/ wenn er kompt vnd anklopffet/ ſie yhm bald auffthun. Se⸗ lig ſind die knechte/ die der herꝛ/ oer n er * arlich —̃ä———— S. CEütas. Warlich ich ſage euch er wid ſich auffſchuͤrtzen/ vnd wird ſie zu tiſch ſetzen/ vnd fuͤr phn gehen vnd yhn dienen. Vn er kompt vnn der andern wache vnd vnn der drittẽ mara wache/ vñ wirds alſo finden/ Selig ſind dieſe knechte. Das ſolt yhr aber 3 ein hauſzherr wuͤſte/ zu welcher ſtunde der dich keme/ ſo wachet er/ vnd lieſz nicht vnn ſein haus brechen. Darumb ſeid yhr auch bereit/ denn des men⸗ ſchen ſon wird komen zu der ſtunde/ da phr nicht meynet. Petrus aber ſprach zu yhm/ Herr/ 1257 dis gleich zu vns oder auch zu allen! Der Herr aber ſprach/ Wie ein 1 0 dung iſts vmb einen trewen vñ klugen haußßhalter/ wel chẽ ſein herr ſetzec vber ſein geſinde/ das er yhn zu rechter zept yhr gepuͤr geb: Selig iſt der knecht/ welchen ſein herr findet alſo chun/ wef er kompt/ Warlich ich ſage euch/ er wird yhn vber alle ſeine guͤter ſetzen. So aber der ſelbige knecht vnn ſeinem hertzen ſagen wird/ ein herr berdclcht bnd t ec an zu ſchlahen die knecht vnd die magde/ auch zu eſſen vnd zit trincken vnd ſich vol zu ſauffen/ So wird der herr des ſelbi⸗ gen knechtes komen an dem cage/ da er ſichs nicht verſihet/ vnd du der ſtunde/ die er nicht Weis/ vñ wird ihn zu ſcheitern/ vnd wird phm ſein lohn geben mit den vngleubigen. Der knecht aber/ der ſeines hern willen weis/ vñ hat ſich niche bereitet/ auch nicht nach ſeinem willen gethan /d wird viel ſchlege leiden muͤſſen/ Der es aber nicht weis/ hat doch gethan das der ſchlege werd iſt/ wird wenig ſchlege leiden. Denn welchem viel gegeben iſt/ bey dem wird mau fiel ſu⸗ 28 welchem viel befolheñ iſt/ von dem wird man viel oddern. e ee, Ich bin komẽ/ das ich ein fewer anzuͤnde auff erden/ was wolc ich lieber/ deñ es were ſchon angcbůͤndet: Aber 4 3 mich Mat.:6. Math. heſt ſochu vleis auff dem wege/ das du ſein los werdeſt/ auff Euangelion mich zuuor teuffen laſſen mit einer tauffe/ vnd wie iſt mir ſo bange/ bis ſie vollendet werde. N einet yhr/ das ich her ko⸗ men bin/ fride zugeben: da ſage ich nein zu/ ſondern zwytra⸗ cht/ Denn von nu an/ werden funff ynn eynem hauſe ſpen⸗ nig ſeyn/ dꝛey widder zwey/ vnd zwey widder dꝛey/ Es wird ſich der vater ſetzen widder den ſon/ vnd der ſon widder den vater/ Die mutter widder die tochter/ vñ die tochter widder die mutter/ Die ſchwiger widder die ſchnur/ vnd die ſchnur widder die ſchwiger. 5 8 e Er ſprach aber zu dem volcl/ Wenn yhr eine wolcken ſe⸗ het aufgeben vom abent/ ſo ſprecht vhr bald/ es kompt ein regen/ vnd es geſchicht alſo. Vnd wenn yhr ſehet den Sud⸗ wind weben/ ſo ſprecht hr/ es wird heis werden/ vnd es ge⸗ ſchicht alſo/ Vhr heuchler/ die geſtalt der erden vnd des hy⸗ mels kund jhꝛ pruͤfen/ wie pꝛüͤfẽt jßꝛ aber dieſe zeit nichte Na: umb richtet yhꝛ aber nicht auch vber euch was recht iſt: So dit aber mic deinem widder ſacher fuͤr den fuͤrſten ge⸗ das er nicht etwa dich für den richter ziehe/ vnd der richcer vherantwoꝛte dich dem ſtockmeiſter/ vñ d ſtockmeiſter werf⸗ fe dich yns gefencknts/ Ich ſage dir/ du wirſt von dannen nicht eraus komen/ bis du den aller letzten ſcherff bezaleſt. 1 Das. xilj. Capitel. 8 beſſert/ 0 Ar N 710 en U 1 1 Ne DON g 50 Sent N kg sten Nn N vn sig nd dh uch 280 50 3 t F ng r a 5ſt che deaf Feel N e G. Lutas beſſert/ werdet vhr alle auch alſo vmbtomen. Oder meter vhr/ das die achtzehen/ auff welche der thurn Siloa fiel vñ erſchluch ſie/ ſepen ſchuldig geweſen fur allen menſchẽ die zu Deruſalem wonen: J 5 nein dazu/ ſondern ſo pht eu⸗ chlicht beſſert/ werdet phr alle auch alſo vmblomen Erſagee phn aber dieſe gleichnis/ Es hate einer einen feigenbawm der war gepflantzet yn ſeinem weinberge /vñ kam bnd ſuchee fruͤche darauf/ vnd fand ſie nicht. Da ſpra⸗ cher zu dem weingarener/ Sihe/ ich byn nim drey lar lang alle iar komen/ vnd hab fruͤcht geſucht auff dieſem feigenba wm/ vnd finde ſie nicht/ hawe yhn abe/ was hindert er das land: Er aber aneworcet vñ ſprach/ Herr las hn noch dis ar/ bis das ich vmb vgn grabe vnd betünge phn/ ober wol⸗ te frucht bringen/ Wo nicht/ o hawe ihn darnach abe. V nud er lerete ynn einer ſchule am Sabbach/ nd ſihe/ ein weib waꝛ da/ das hacte einen geyſt der franckeit achtzehẽ lar/ vnd ſie war krumb/ vnd kunde nicht wol auffſchen. Da ſie aber Jeſus ſahe/ ruffet er ſie zu ſich/ vnd ſprach zu phr/ Weib/ ſey los von deiner kranckheit/ vñ leget die hende auff ſie. Vnd alſo bald ward ſie aufftichtig/ vnd prepſete Gott. Da anitwoꝛeet der öberſte der ſchule vnd war vnwillig/ das er auff den Sabbach heilete/ vñ ſprach zu dẽ volck/ Es ſind ſechs cage/ darinnen man erbeiten ſol/ ynm den ſelbigen ko⸗ 3 mpt vnd laſt euch heilen/ vnd nicht am Sabbach. Da ancwortet phm der Herr vnd ſprach/ Du heuchler [det nicht ein iglicher vuter euch ſeinen ochſen oder eſel von der krippen am Sabbach/ vnd füret pyn dur erencke: Sole aber nicht geloͤſet werden am dieſe Sabbath/ Die do⸗ ch Abrahams cochter iſt/ von dieſem bande/ welche Sa⸗ canas gepunden hatte nu wol achtzehen iar? Vnd als er ſolchs Euangelion We ſich ſchemen alle die ihm wider geweſen waren. Vnd alles volck frewet ſich vber allen herlichen cha⸗ ten/ die von yhm geſchahen. 1 m Erſprach aber Wem iſt das reich Gottes gleich? vnd Ware,, Wem ſol ichs vergleichen? Es iſt einem ſenff korn gleich/ welchs ein menſch nam vnd warffs ynn ſeinen garten/ vnd es wuchs/ vnd ward ein gꝛoſſer bawm/ vnd die vogel des hy⸗ mels woneten vnter ſeinen zweigen. man. nd abermal ſprach er/ Wem ſol ich das reich Gottes Geis pergleichen! Es iſt einem ſawerteige gleich/ welche ein weib nam vnd verbarg vhn vnter drey ſcheffel melhe bis das es gantz durchſawret/ Vnd er gieng duꝛch ſtedte vnd merckte/ vnd lerete/ vnd nam ſeinen weg gen Jeruſalem. Eos ſprach aber einer zu vhm/ Gerꝛ/ meineſtu/ das wenig ſelig werden: Er aber ſprach zu yhn/ Ninget darnach/ das yhr durch die enge pfoꝛten ein gehet/ Denn viel werden das ſage ich euch darnach trachten/ wie ſie hinein komen/ vnd werdens nicht chun kuͤnden. Von dem an/ wenn der haußz⸗ wirt auff geſtanden iſt/ vñ die chuͤr verſchoſſen/ da werdet j deñ anfahen drauſſen zu ſteben vnd an die chuͤr klopffen vnd ſagen/ Herr/ Herr/ chu vns auff. Vnd er wird antworten vnd ſagen/ ich weis nicht/ wo vhr her ſeyt. 5 So werdet phr denn anfahen zu ſagen Wir haben fuͤr h dir geſſen vnd getruncken/ vnd auff den gaſſen haſtu vns ge⸗ leret. Vnd er wird ſagen/ ich ſageeuch/ ich weis nicht/ wo jhꝛ her ſeyt/ weichet alle von mir jh vbelcheter/ da wird ſein heu⸗ len vñ zeenklappen/ wenn yhr ſehen werdet/ Abraham vnd ſaac vnd Jacob vnd alle Propheten ym reich Gottes/ euch aber hinaits geſtoſſen/ Vnd wenn komen werden vom morgen vñ vom abend/ vñ micternacht vñ von mittage/ die zu eiſche Math. S. Cucus: zu eiſche fitzen werdẽ vm reich Gottes. Vnd ſihe/ Es ſind letzen, ple werden die erſten ſan/ vnd ſind erſten/ die wer⸗ den die letzten ſein. 17 en. 2355 ſprachen Sch dich hinaus vnd gehe bon hinnen/ denn Gde. mers rodes wil dich coͤdcen. Vnd er ſprach zu 25 in vnd ſaget dem fuchs/ ſihe/ ich treibe teuffel aus vnd heile die leute/ heut vnd morgen/ vnd am driccen tage werde ich eil endenemen/ Doch mus ich heute vnd morgen bnd am cage dar nach kürfftig/ wandel/ denn eo chucs nicht/ das ein Prophet vmbkome auſzſer Jeruſalem. Veruſalem/ Jeruſalem/ die du coͤdteſt Propheten/ vnd ſteinigeſt die zu dir bene werden/ wie offt hab ich woͤllen deine kinder verſamlen/ wie epne henne vhr neſt vnter yhr flügel/ ynd jhr habt uche gewolc· Sehet/ ewer haus ſol euch wuͤſte gelaſſen werden/ denn ich ſage euch/ yhr werdet mich nicht ſchen/ bis das es kome/ wenn phr ſagen werdet/ Gebe⸗ nedepet iſt der da kompt pu dem namen des Hern. „ Oas(xtitj. Capitel. Nds geſchach das er lam pũ ein haus eines oͤber⸗ ten der Phariſeer/ auff einen Sabbach das brod zu eſſen/ Vñ ſie hielten auff ibn. Vn ſihe/ da war ein menſch fur ph/ der war waſſerſüchtig. Vñ Jeſus antwoꝛtet vnd ſaget zu den ſchrifftgelerten vñ N haꝛiſeer/vñ ſi ach/ Zumpe ſichs auch auff den Dabbach heile Sie aber ſhwige ſtille. Vñ er nam jhn zu ſich/ vñ heilet vhn/ vñ lies jhn gehen. Vnd ancrwo nec yñ ſpꝛach zu ſhnẽ/ Helcher iſt vnteꝛ euch/ dem ſem 7 ochſe oder eſel yñ den bꝛun felfet/ p er nicht als balde jh er⸗ aus zeucht am Sabbath! Vnd ſie kunden hm darauff nicht wider antwort geben. Gj Erſa Euangelion Er ſaget aber ein gleichnis zu den geſten/ da er mercket wie ſie er weleten oben an zuſitzen/ vñ ſpꝛach zu yhnen Wel du von pemand geladen wirſt zur hochziet/ ſo ſetze dich nicht oben an/ das nicht etwa ein eherlicher denn du von yhm ge⸗ laden ſey/ vnd ſo denn kompt der dich vnd yhn geladen hat/ ſpꝛeche zu dir/ weiche dieſem/ vnd du muͤſſeſt denn mit ſcham vnden an ſitzen. Sondern wenn du geladen wirſt/ ſo gehe hin/ vnd ſetze dich vnden an/ auff das/ wenn da kompe der dich geladen hatt/ ſpreche zu dir/ freund rucke hinauff/ denn wirſtu ehre haben fuͤr denen/ die zu eiſche ſitzen/ Dem wer ſich ſelbs erhöͤhet/ der ſol ernidriget werden vnd wer ſich ſelbs ernidriget/ der ſol erhoͤhet werden. 5 Er ſprach auch zu dem der yhn geladen hatte/ Wenn du ein mittags odder abent mal macheſt/ ſo lade nicht deyne freunde/ noch deine bꝛuͤder/ noch dein gefreundtẽ/ noch deine nachparn die da reich ſind/ auff das ſie dich nicht etwa wid⸗ der laden/ vñ dir vergeltung geſchehe/ Sondern weñ du ein mal ce lade die armen/ die kroͤppel/ die lamen/ die blinden/ ſo biſtu ſelig/ denn ſie habens dir nicht zuuergelten/ Es wird dir aber vergolten werden vnn der aufferſtehung der gerechten r t 0 3 Daaber ſolchs hoͤret einer der mit zu eiche ſas/ſprach er zu yhin/ Selig iſt/ der das brod eſſet ym reych Cotes. Er aher ſprach zu ſhm/ Es war ein menſch/ der machte ein gꝛos ahentmal/ vnd lud viele dazu/ Vnd ſandte ſeinen knecht aus zůr ſtutide des abentmals/ zu ſagen den geladenen/ kompt/ deũ es iſt alles bereit. Vnd ſie fiengen an alle nacheinander c ſich zu eneſchuldigen. Der erſte ſprach zu vhm Ich h ab ei⸗ nen acker gekaufft/ vnd iſt mir not/ das ich hinalls gehe vnd 5 beſehe hn/ ch bitte dich/ entſchüldige nuch. Vud der an⸗ der ſprach S. Lucas. der ſprach/ Ich hab fuͤnff ioch ochſen gekaufft/ vnd ich gehe itzt hin ſie zu beſehen/ ich bitte dich/ eneſchuͤldige mich. Vnd der dritte ſprach/ Ich habe ein weib genomen/ drumb kan ich nicht komen. Vnd der kuecht kam vnd ſaget das alles ſei⸗ nem herrn widder. 5 Da ward der hauſdher zornig/ vnd ſprach zu ſeinem kne⸗ chte/ Gehe aug bald auff die ſtraſſen vnd gaſſen der ſtad/ vnd füre die armen vnd kruͤppel vnd lamen vnd blinden her⸗ ein. Vnd der kuecht ſprach/ Herr/ es iſt geſchehen was du be⸗ folhen haft/ Es iſt aber noch ram da. Vnd der herꝛ ſprach ul dem kitechte/ Gehe aus auff die landſtra ſſen vnd an die eue/ vnd noͤtige ſie herein zu komen/ auff das mein haus vol werde. Ich ſage cuch aber/das der menner keiner/ die ge laden ſind/ mein abentmal ſchmecken wurd. Es gieng aber viel volcks mit vhm/ Vnd er wandte ſich e vnd ſprach zu yhn/ So yemand zu mir kompt/ vnd haſſet nicht ſeinen vater/ mutter weib/ kind/ brüder/ ſchweſter/ anch da zit ſein egen leben/ der kan nicht mein lünger ſein/ Vnd weer nicht ſein creucz eregt vnd mi nachfolget/ der kan nicht meitt iuͤnger ſein. Mer iſt aber vnter euch/ der einen churn bawen wil/ vnd ſitzt nicht zuuor/ vnd vberſchlecht die koſt/ ob ers habe hin⸗ aus zu füͤren/ auff das niche/ woer den grund gelegt hatt/ vnd kans nicht hinaus fuͤrent/ alle die et ſehen/ fahen an ſeint zu ſpotten vnd ſagen/ Dieſer menſch hu an zu bawen/ vnd kans nicht hinaus fuͤren? Gdder welcher koͤnig wil ſich be⸗ geben vnn einen ſtreꝛe widder einen andern könig/ vnd ſiche iche zuuor vnd racſchlaget/ ober kuͤnde mmi zehen cauſent begegen dem/ der ber yhn kompt mit zwentzig tauſent⸗ Mo ficht/ ſo ſchicket er bocſchafft/ Wenn vhener noch 2 Gui fene Math. Marci, Eukangelion fertze iſt/ vnd bittet vmb fride/ Alſo auch eyn iglicher nter 54 55 nicht abſaget allem das er hat/ kan nicht mein iuͤn⸗ ger ſein.. Das ſaltz iſt ein gut ding/ wo aber das ſaltz chum wird/ iwo mit wird man wuͤrtzẽ: Es iſt wider auff das landt noch vnn den miſt nuͤtze/ ſondern man wirds weg werffen. Wer oren hatt zu hoͤren/ der hoͤre. Das. xv. Capitel. S nahece aber zu yhm allerley zolner vnd ſünder/ das ſie yhn boͤreten/ Vnd die Phariſeer vñ ſchrifft⸗ gelerten murreten vnd ſprachen/ Dieſer nimpt die ſunder an vnd iſſet mit yhn/ Er ſaget aber zu yhn dis gleichnis/ vñ ſprach/ welch menſch iſt vnter euch/ der hundert ſchaffe hatt/ vñ ſo er eines verleuꝛet/ der nicht laſſe die neun vnd neunzig vnn der wuͤſten/ vnd hin gehe nach dem verlornen/ bis das ers finde?! Vnd wenn ers funden hatt/ ſo leget ers auff ſeine achſein mit freuden vnd weñ er heim kompt/ ruffet er ſeinen freunden vnd nachparn/ vnd ſpucht zu phnen/ Frewet euch mit mir/ deñ ich habe mein ſchaff funden/ das verloren war. Ich ſage euch/ al wird auch freude vm hymmel ſein vber einen ſuͤnder der buſſe chut/ fuͤr neun vñ neuntzig gerechten/ die der buſſe nicht bedurffen. Odder welch weib de zehelt groſchen hatt/ ſo ſie der einen verleuret/ die nicht ein liecht anzuͤnde vnd kere das haus vnd ſuͤche mit vleis/ bis das ſie yhn finde? Vnd wenn ſie vhn funden hatt/ ruffet ſie phren freundintten vnd nachparinnen vnd ſpricht/ Prewet euch nut mir/ denn ich habe meinen groſchen funden den ich ver⸗ loren hatte. Alſo auch/ ſage ich euch/ wird freude ſein fuͤr den Engel Gocres vber einen ſünder/ der buſſe chun. Mad ä PP ———— — — — 2 S. Cutas. Vnd er ſorach Ein menſch hatte zween ſone/ vnd der nuͤngſte vnter phn ſprach zu dem vater. Gih mir vater das teil der guͤter/ das mir gehöret. Vnd er teilet yhm das gut. Vnd nicht lang darnach/ ſamler der iuͤngſte ſon alles zu ſa⸗ men/ vnd zoch ferne ver land/ vñ daſelbs brachte er ſem gut vmb mit braſſen. Da er mit aſte das ſeine verzeret hatte/ wardt ein groſſe cheurunge durch das ſelbige gantze land/ vnd er fieng an iu darben/ vnd gieng hin/ vnd benget ſich an einen burger des ſelbigen landes/ der ſchicket yhn auff ſemen acker der ſew zu huͤten/ vnd er begerte ſeinen bauch zu fuͤllen mit creſtern/ die die ſew aſſen/ vnd niemand gab ſie vhm. Da ſchlug er vnn ſich/ vnd ſpꝛach/ Wie viel 8 hat mein vater/ die brod die fuͤlle haben/ vñ ich verderbe pm hun ger/ ich wil mich auff machen/ vnd zu meinem vater gehen/ vnd zu vhm ſagen/ vater/ ich habe geſuͤndiget vnn den hym⸗ mel vnd fuͤr dir/ vnd bin foꝛt nicht mehr werd/ das ich dein ſon heiſſe/ mache mich als einen deiner tageloͤner. Vnd er machet ſich auff vnd kam zu ſeinem vater. Da er aber noch ferne von dannen war/ ſahe phn ſein vater/ vñ iamerce yhn/ lieff/ vnd fiel vhm vmb ſeinen hals/ vnd kuͤſſet yhn. Der ſon aber ſpr..? zu phm /Vater/ pch habe geſuͤndiget ynn den hy⸗ mel vnd fuͤr dir/ ich bin fort nicht mehr werd/ das ich dein ſon heiſſe. Aber der vater ſprach zu ſeineu knechten/ Brin⸗ get das beſte kleid her/ vnd chut yhn an/ vnd gebt vhm einen funger reiff an ſeine hand/ vnd ſchuch an ſeine fuͤſſe/ vnd bin et eyn gemeſtet kalb her/ vnd ſchlachetes/ laſſet vns eſſen vñ col ſeyn/ denn dieſer mein ſon war tod/ vnd iſt widder le⸗ bendig worden/ er war verloren/ vnd iſt funden worden/ vñ fienggen an fro lich zu ſen. 0 Auer der eltiſte ſon war auff dem felde/ vnd als er kam vñ 5 1 nach Euangeliolt nah bey dem hauſe war/ hoͤdet er das geſenge vnd den reihen/ vnd rieff zu ſich der knechte einen vnd fraget/ was das were. Der aber ſaget vhm/ dein bruder iſtkomen/ vnd dein vater hat ein gemeſt kalb geſchlachtet/ das er jn geſund wider hat. Da ward er zornig vñ wolte nicht hinein gehen. Da gteng ſein vater eraus vnd bat hn. Er antwoꝛtet aber vnd ſprach zu ſeinem vater/ Sihe/ ſo viel iar diene ichdir/ vñ habe dein gepot noch nie vbertreten/ vnd du haſt mir ne einen bock ge geben/ das ich mit meynen freunden frolich were. Nu aber dieſer dein ſon komen iſt/ der ſein gut mit huren verſchlun⸗ gen hat/ haſtu yhm ein gemeſtet kalb geſchlachtet. Er aber ſprach zu vhm/ Mein ſon/ dit biſt alle zeit bey mir/ vnd alles was mein iſt das iſt dein/ du ſolteſt aber frölich vnd gutes muts ſein/ denn dieſer dein bruder war tod vnd iſt wider le⸗ bendig worden/ er war verloren/ vnd iſt wider funden. n cher man/ der hatte einen hauſßßhalter der ward fuͤr vhm beruͤchtiget/ als hecce er ybm ſeine guter vmhracht. Vñ er foddert yhn/ vnd ſprach zu jhm/ Wie höre ich das von due chu reichnung von deinem hauſzhalten/ denn du kanſt hyn⸗ furt nicht haußzhalter ſein. Der hauſdhalter ſprach bey ſich ſelbs/ Was ſol ich thun? mein herr nympt das ampt von mir graben mag ich nicht/ ſo ſcheme ich mich zu betteln/ Ich weis wol was ich chun wil/ Wenn ich u von dem ampt ge etzt werde/ das ſie mich vnn yhre heuſer nemen. Vnder rieff zu ich alle ſchuldener ſeines hern vnd ſpꝛach zu dem erſten/ Wie iel biſtu mepnem hern buht, 80 e 9 prac BRſprach aber zu ſeinen tungern/ Es war ein rei⸗ ———————ͤ S2 Das alles hoͤreten die Phariſcer/ die waren geitzig/ vñ S. Eitas. ſprach Hundert tunnen öles. Vnd er ſprach/ Nym deinen brieff/ ſetze dich vñ ſchreib fluchs funffczig. Darnach ſprach er zu dem andern/ Du aber wie viel biſtu ſchuldig: Er ſpr⸗ ach/ Hunder malder weiten. Vnd er ſprach zu ym/ Nym deinen brieff/ vñ ſchreib achtzig. Vnd der herr lobete den vn⸗ gerechten haußhalter/ das er kluͤglich gethan hatte. Deñ die kinder dieſer welt ſind kluͤger denn die kinder des liechtes vñ yhrem geſchlechte. Vnd ich ſage euch auch/ Dachet euch fre unde mit dem vngerechten Mammon/ auff das/ wenn phr nu darbet/ ſie euch auffnemen vnn die ewige huͤtten. Wer ym geringſten crew iſt/ der iſt auch vm gꝛoſſen tzew Vnd wer vm geringſten vnrecht iſt/ der iſt auch vm groſſen vnrecht. So vor nu vnn dem vnrechten Mammon nicht trew ſeit geweſen/ wer wil euch das warhafftige crawẽ: Vñ ſo yhr ynn dem frembden nicht crew geweſen ſeit/ wer will euch geben das ihenige das ewer iſt? Kein hauſzknecht kan mar s. zweyen herrn dienen/ entweder er wird einen haſſen/ vñ den andern lieben/ Oder wird einem anhangen/ vnd den ande⸗ n verachten. Nhr kundt nicht Gott ſampt den Mammon 1 er ſprach zu en d ſeids/ die jhr euch elbs rechtfertiget fur den menſchen/ Aber Gott kennet ewꝛe hertzen/ Denn was hoch iſt vnter den menſchen/ das iſt ein grewel fur Gott. get Das geſetz vnd die Propheten weiſſagen bis auff Jo⸗ mann, annies/ vnd von der zeit an/ wird das reich Gottes durchs Guangelion geprediget/ vnd pderman dringet mit gewalc hinein. Es iſt aber leichter das hymel vnd erden vergehen/ nein 2 denn das ein alrel am geſetze alle er ſichſchadet von ſei⸗ wa bs * Euangellon nem weibe/ vnd freiet eine ander/ der bricht die ehe. Vnd wer 05 abgeſcheidene von dem manne freiet/ der bricht auch die ehe. l Es war aber ein reicher man/ der kleidet ſich mit purpur vnd koͤſtlichem leinwad/ vnd lebet alle tage herlich wol. Es war aber ein armer mit namen Eazarus/ der lag für ſeiner chůͤr/voller ſchweren/ vñ begeret ſich zu ſetigen von den bro⸗ ſamen/ die von des rcechen ciſche fielen/ Doch kamen die hunde/ vnd leckten vhm ſeine ſchweren. Eo begab ſich aber/ das der arme ſtarb/ vñ ward getragen von den Engeln nn Abrahams ſchos. Der reich aber ſtarb auch/ vnd ward ynn die helle begraben. Als er nu vnn der gual war/ hub er ſeine augen auff vnd ſahe Abraham von fernen vnd Eazarum pñ ſeinem ſchos/ rieff vnd ſprach/ Vater Abraham/ erbarme dich mein/ vnd ſende Saza zum/ das er das euſſerſte ſeines fingers ins waſſer tauche vnd kuͤle meyne zunge/ denn ich leide grofſe pein vnn dieſer flammen. Abraham aber ſprach/ Gedenck ſon/ das du gutes empfangen haſt vnn deynem leben/ vnd azarus da gegen hatt boͤſes. aber wirt er gecröͤſtet/ vnd du wirſt gepeiniget. Bnd vber das alles/ iſt zwiſchen vns vnd auch eine groſſe klufft befeſtige/ das die da wolten von hinnen hin ab ſteigen zu euch/ kunden niche/ vnd auch nicht von dannen zu vns her vber faren. Da ſprach er/ ſo bit ich dich/ Vater/ das du phn ſendeſt vnn meines vaters haus/ denn ich hab noch funff bꝛuͤder/ das er yhn bezeuge/ auff das ſie nicht auch komen an dieſen ore der qual. Abraham ſprach zu yhm/ Sie haben Moſen vnd die Pꝛophetẽ/ las ſie die ſelben hoͤꝛen. E aber ſpꝛach/ Nein/ Vater Abraham/ ſondern wenn einer von den todten— hn .— ———f—-—— S. LCutas. ohn gienge/ ſo wuͤrden ſie buſſe thun. Er ſprach zu jhm/ Hoͤ⸗ ren ſie Moſen vnd die Propheten nicht/ ſo werden ſie 5 nicht glewben/ ob pemand von den todten auffſtuͤnde. Das. xpij. Capitel. 7 1 1 3 Böppaach zu ſeinen iuͤngem/ Es iſt vnmuͤglich/ das mar. nacht ergerniſſe komen/ Weh aber dem/ durch wel⸗ Mar Welcher iſt vnter euch der einen knecht hat/ der yhm pflů get/ oder das vie weldet/ wenn er beym kompt võ felde/ das er vhm ſage/ gehe bald hin vnd ſecze dich zu tiſche: Iſts tuch alſo/ das er zů yhm ſaget/ richte zu/ das ich zu abend eſſe/ ſch⸗ uͤrtze dich/ vnd diene mir bis ich eſſe vnd crincke darnach ſol tu auch eſſen vñ crincken/ dancket er auch dem ſelbigen knech ce/ das er gethan hat/ was vhm befolhen war · Ich meyn es nicht. Alſo auch vhr/ wenn pbr alles gechan habt/ was euch befolhen iſt/ ſo ſprecht/ wir ſind vnnuͤtze knechte/ wir haben gethan das wir zu chun ſchuldig waren. c Pnd es begab ſich/ da er reßſete gen Jeruſalem/ zog er micten Euangeltoſi mitten dunch Samar ien vnd Galiloan. Vnd als er ynn ei⸗ nen marcke kam/ begegneten phm z chen auſſetzige menner/ die ſtunden von fernen/ vñ erhuben phue ſtimme/ vnd ſpra⸗ abe lieber meiſter erbarme dich vnſer. Vnd da er ſie ſahe/ ſpꝛach er zu jhn/ Gehec hin vñ zeiget cuch den pueſtern. Vndes gecach da ſie bin giengen/ wurden ſie reyn. Eineꝛ aber vnter yhnen/ da er ſahe/ das er geſund worden war/ kle⸗ ret er vmb/ vnd 25 Gott mit lauter ſtymme/ vñ fiel auff ſeinen fuſſen/ vnd dancket vhm/ Vnd das ſein angeſichte/ zu war ein Samariter. Deſus aber antwortet vnd ſprach/ Sind yßhr nicht zehen rein worden: wo ſind aber die neune: 808 ſich ſonſt keiner funden/ der widderumbkeret/ vnd ge⸗ Goc die ehre denn nur dieſer frembdlinger! Vnd er — vhm/ Seehe auff/ gehe hyn/ dein glaube hatt dir at. 2 Jebo.. 2 . Daer aber gefraget ward von den Phariſeern/ Denn kompt das reich Goctes/ antwortet er vhnen vnd ſprach/ Das reich Gottes kompe nicht mit euſſerlichen geperden/ man wird auch nicht ſagen ſihe/ hie oder da iſt es. Denn ſchet das reich Goctes iſt vnwendig ynn cu. Vnd er ſprach aber zu den iuͤngern/ Es wird die zeit ko⸗ men/ das phr werdet begeren zu ſehen einen tag des men⸗ ſchen ſons/ vnd ſie werden zu euch ſagen/ Sihe hie/ ſihe da/ Gehet niche hin/ vñ folget auch nicht /deñ wie der blitz aben vom himel blitzet/ vñ leuchcet ber alles das vnter dem bimel iſt/ alſo wird des menſchen ſon an ſeinẽ tage ſein/ zuuoꝛ aber mus er viel leidẽ vñ veꝛwoꝛffen weꝛdẽ von dieſem geſchlechte. Ynd wie es geſchach zun zeiten Noe/ ſo wirds auch ge⸗ ſchehen vnn den cagen des menſchen ſons/ Sie aſſen /ſie cuncken/ ſiefreieten/ ſi lieſſen ſich freien/ bis auff den 1 5 ——„—-———-—ᷣ¼——- ————— m— 2 2— 8 2882————— Noe pn die arche gieng/ vñ kam die ſindflut/ vnd brachte ſie alle vnd. Deſſelbigen gleichen/ wie es geſchach zun zeyten Eot/ Sie aſſen/ ſie truncken/ ſie kaufften/ ſie verkaufften/ ie ine pflantzecen/ ſte baweten/ An dem tage aber da[Dot aus So⸗ doma gien da regenet es few vñ ſcheuffel/ vñ bꝛachte ſie alle vmb. Auff die weiſe wirds auch gehen an dem tage/ wenn des menſchen ſon ſol offenbar werden. 4 eld Ni Andem ſelbigen tage/ wer auff dem tache iſt/ vnd ſein hauſß rad pri dem hauſe/ der ſteige nicht ernidder/ daſſelbi⸗ ge zu holen. Deſſelbigen gleichen wer auff dem felde iſt/ der wende nicht vmb/ nach dem das hinder vhm iſt. Czedenckec an das weib ot. Wer da ſuͤchet ſeine ſeel zuerhalten/ der wird ſie verlieren/ Vnd wer ſie verlieren wirdt/ der wirde ſie zum leben geperen. eee ee Ich ſage euch/ an dem tage weꝛden zween auff einem bet⸗ te ligen/ einer wirdt angenomen/ der ander wirdt verlaſſen werden. Zwo werden malen miteinander/ eptie wiꝛdt ange⸗ nomen/ die atder wiꝛdt verlaſſen werden. Vnd ſie antwor⸗ ten vnd ſorachen zu yhm/ Gerr/ wo da? Er aber ſprach zu yhnen/ Wo das ass iſt/ da werden auch die I deler zu fallen: r n 0 8 Nlaaget phn aber ein gleichnis da von/ das man al⸗ 1 Ile ade vnd auch laß werden ſolt/ vnd ſprach/ g war ein richter ynn eyner ſtad/ der furchte ſich nicht für Gott/ vnd ſchewwer ſich nicht fur keinem menschen. Es 9 war aber eine wid we vnn der ſelbigen ſtad/ die kam zu vym 11 vnd ſprach/ Rette mich von meinem wodderſacher/ vnd er 9 wolte lage nicht. Da mach aber dachte er bey ſich ſelbs/ Ob ö ich mich ſchon für Gott niche fürchte/ noch für kemem men- 5 B ſchen Mat. 4 Euangellon ſchen ſchewe die weil aber mir dteſe widwe ſo viel muͤhe ma bre wl ie ane auffdesſtenchelulczekeme/ vnd beteube mich. ſage euch/ er wird ſie retten yrin einer kuͤrcz. Doch wenn des menſchen ſon komen wund/ meineſeu das er auch werde glau Da ſpricht der err/ Horet hie was der vnrechte richter ſagec/ ſolt aber Gott nicht auch recten ſeme auserweleten/ die zu phm cag vñ nacht ruffen/ ob ers gleich verzeucht! Ich ben finden auff erden? Es ſaget aber zu etlichen die ſich ſelbs ver maſſen/ das ſie frum weren/ vnd verachten die andern/ ein ſoͤlch gleichnis. Es giengen zween menſchen hinauff ynn den tempel zu be⸗ ten/ einer ein Phariſeer/ der ander ein zoͤlner. Der Phari ſeer ſtund/ vnd betet bey ich ſelbs alſo/ Ich da icke dir Goc das ich nicht byn wie ander leute/ rewher/ vngerechte/ ehe⸗ brecher/ odder auch wie dieſer zoͤlner/ Ich faſte zwier yñ der wochen/ vnd gebe den zehenden von allẽ das ich habe. Vnd der zͤlner ſtund võ ferne/ wolte auch ſeine au en nicht auff heben gen himel/ ſondern ſchlug an ſerne bruſt/ vnd ſprach⸗ Gott ſey mur ſunder gnedig. Ich ſage euch/ diſer gꝛeng hin Mat.. q. Marc. 10 ab gerechcfereiget vnn ſein hauts fir ſhnem. Denn wer ſich ſelbs erhoͤhet/ der wud ernidriget werden/ vnd wer ſich ſelbs ernidrigec/ der wird erhöhet werden. DSiebrachcen auch unge kindlein zu vbm dab er ſieſolt anruͤren. Da es aber die iunger ſahen/ bedraweten ſie die. Aber Jelus rieff ſie zu ſich/ vnd ſprach/ Oaſſet die kindlein zu mir komen/ vnd weret yhn nicht /den ſolcher iſt das reich Gottes/ Ich ſage euch/ wer nicht das reich Gottes nimpt 1 5 als ein kind/ der wird nicht hinein komen. ma Vnd eofraget vhn ein oberſter vnd ſprach/ Guter mei⸗ ſter/ was —————— S. Eutas. ſter was mus ich chunt das ich da ewige leben ererbe? Ie⸗ g 40 N Mar. 0. ſus aber ſprach zu yhm/ Was heiſſeſtu mich guc/ Niemand iſt gut/ denn alleine der einige Gott/ Du Weiſſeſt die gepot 5 55 wol/ du ſolt nicht ehebrechen/ du ſolt nicht toͤdten/ du ſolc ni⸗ cht ſtelen/ du ſolt nicht falſch gezeugtus reden/ du ſolt deynen vater vñ deyne mutter ehren. Ex aber ſprach/ Das hab ich alles gehalten von meiner iugent auff. Da Jeſüts das hoͤret ſpꝛach er zu yhm/ Es fehlet dir noch eins/ verkeuffe alles was du haſt vñ gibs den armen/ ſo wirſtu eynen ſchatz vm hymel haben/ vnd kum/ folge myr nach. Da er das hoͤret/ ward er trawrig/ denn er war ſeer reich. e Da aber Jeſüs ſahe/ das er traurig war worden/ ſprach er/ Bie ſchwerlich werden die reichen vnn das reich Goctes komen/ Es iſt leichter/ das ein lameel gehe durch eyn nadel ore/ deñ das ein reicher vnn das reich Gotes kome. Da ſpra hen die das hoͤreten/ Wer kan denn ſelig werden: Er aber ſprach/ Was bey den menſchen vnmuͤglich iſt/ das iſt bey Gott muͤglich. Daſprach Parus, Site dor haben alltoggerlaſen vñ gr ſinnd dir tiachgefolget. Ex aber ſprach zu phnẽ/ Ich ſage eu⸗ ch/ Es iſt niemand/ der ein haus verlaſſet/ ode eltern/ oder bruder/ oder weib/ oder kind/ vmb des reich Gottes willen/ der es nicht vielfeltig wider empfahe vnn dieſer zeit/ vnd ynn der zukuͤnfftigen welt das ewige leben. Er namaber zu ſich die zweelffe vnd ſprach zu yhn/ Se⸗ hats. het/ wir gehen hinauff gen Jeruſalem/ vñ es wird alles vol⸗ endet/ das geſchrieben iſt durch die Propheten von des men ſchen ſon/ denn er wird vber antwortet werden den heiden/ vnd er wird verſpottet vnd geſchmecht vnd verſpeiet werden vnd ſie werden yhn geyſſeln vnd toͤdten vñ am dritten tage Bij wird er Mar. io. wird er widder aufferſtehen. Sie aber vernatmen derkeinv Euangellonn vnd die rede war hn verboꝛgen/ vnd wuͤſten nicht/ was das Mat. 0. derdund berker kerccteer dene orecr oe Noer zog hinein vnd gieng durch Jericho/ vñ ſthe da war ein man genant Jacheus/ der war ein ober iner/ vnd war reich/ vñ hegeꝛte Jeſum zu ſehen/ wer er were/ vnd kunde nicht fuͤr dem volck/ denn er war klein von perſon. Vnd er lieff für hin/ vid ſteig auff einen maulber⸗ bam auff das er ihn ſehe/ den alda ſolt er durch komẽ. Vñ als Jeſus kam an die ſelbige ſtete/ ſahe er auff/ vñ ward ſein gewar/ vñ ſprach zu phm/ Jachee/ ſteig elend emider/ denn ich mus heute zu deinem hauſe einkeren. Vnd er ſteig eilend ernider/ vnd nam yhn auff mit freuden. Da ſie das ſahen/ murreten ſie alle/ das er bey einem ſuͤnder einkeret. Jacheus eus voi Nazareth gieng für vber. Vñ h e A dag ac 0 In⸗ o Ni 0 S. ar n 0 ö Faß ic da ge der en 5 a rock S. Eutas. Jacheus aber trat dar/ vnd ſprach zu dem Serrl/ Sihe herr die helffte meiner gůter gebe ich den armen/ Vnd ſo ich habe pemand betꝛogen/ das gebe ich vieꝛfeltig widder. Jeſus aber ſprach zu hm/ Heute iſt dieſem hauſe heil widerfaren/ ſincemal er auch Abrahams ſon iſt/ Den des menſchen ſon iſt komen zu ſuͤchen vnd ſelig zu machen/ das verloren iſt. Da ſie nu zu hoͤreten/ ſaget er weiter ein gleichnis dar⸗ umb das er nahe bey Jeruſalem war/ vnd ſie meineten das reich Gottes ſolt alſo bald offenbart werden/ vñ ſpꝛach. Ein Edeler zog vnn ein ferne land/ das er ein reich einmeme/ vñ daſi widderkeme/ dieſer foddert zehen ſeiner knechte/ vnd gaobb vhn deten pfund/ vnd ſpꝛach zu vhtt/ Handelt/ bis ich widder kome. Deine buͤrger aber waren yhm̃ feind/ vnd ſchickten ei nen boͤtſchafft nach vhm vnd lieſſen jhm ſagen/ Wir wollen nicht das dieſer vber vns herſchhe. 7 Vnd es begab ſich/ da er widder kam/ nach dem er das ꝛei⸗ ch eingenomen hatte/ hies er die knechte foddern/ welchen er ſein geld gegeben hatte/ das er wuͤſte/ was ein iglicher gehan delt hette. Da trat erzu der erſte/ vñ ſpꝛach/ Herr dein pfund hat ehen pfund erworben. Vnd er ſpꝛach zů hm/ Ey du fro mer knecht/ die weil du biſt vm geringſten trew geweſen/ ſol⸗ ſtu macht haben vber zehen ſtedte. Der ander kam auch vnd ſprach/ Herr dein pfund hat funff pfund getragen. Ju dem ſprach er auch /Vnd du ſolt ſein vber funff ſtedee. Vnd der dritte kam vnd ſprach/ Ger/ ſthe da/ hie ſt dein pfund/ welchs ich habe vm ſchweiſßz uch behalten/ ich for chte michfuͤr dir/ denn du biſt ein harter man/ du nimpſt da du nicht hingeleget haſt/ vnd enidteſt/ da du niche geſeet haſt Er pprach/ Aus deinem munde richte ich dich/ Du ſchalck Wuſteſtu das ich ein harter man bin/ neme da ich nicht ge⸗ 1 0 1 Buß legt ha ich vber ſie herſchen ſolte/ bringet her/ vnd verwuͤrget ſie fuͤr mix. Ynd als er ſolchs ſaget/ zog er fort vnd gieng hinauff gen Jerusalem, 8 Vnd es begab ſich/ als er nahet gen Bechphage vnd Be rllar. u. chatuen an den oleberg/ ſandte er ſeiner iuͤnger zween/ vnd ſprach/ Gehet hin ynn den marckt der gegen euch ligt/ vnd u eppenn yhr hinein kompt/ werdet phr ein fuͤllen angepunden finden/ auff welchem noch mie kein menſch geſeſſen iſt /loſee es ab/ vnd bringets/ vñ ſo euch yjemand fraget/ warumb jbꝛs abloͤſet/ ſo ſagt alſo zu yhm/ der Herr darff ſeiinn. Vnd die geſandcen giengen hin vnd funden/ wie er vn geſaget hatte. Da ſie aber das fuͤllen ablöſeten/ ſprachen ſei⸗ ne herren zu jhn/ Warumb löͤſet yhꝛ das fuͤtlen ab: Sie aber ſprachen/ der herr bedarff ſein. Vnd ſie brachtens zu VJeſu vnd worffen vhre kleider auff das fuͤllen/ vnd ſacsten Je⸗ 5 drauff. Da er nu hin zog/ breitten ſie vhre kleider auff en weg. e ee 1 0 Vnd da er zog den oͤleberg erab/ fieng an der gantze hau⸗ ffe ſeiner uͤnger/ mit freuden Got zu loben/ mit laucer ſtim⸗ me/ ber allen chaten/ die ſie geſehen hatten/ vnd ſprachen/ Gobenedeiet ſey der da kompt ynn dem namen des 1275. . frid ſep Es 1 J 9 a 31 UE 80 Au 10 oi Jag 9 Vir 1 n N en igt 0 rt en it I. un ed ſried ſen um hymel vnd ehre vnn der hohe. Vndetliche der umb/ das du nicht erlennet haſt die zept/ da rynne du heim 1 9 Vnd er gieng vnn den tempel vnd fieng an aut zu trey⸗ Jr ben die drumen verkaufften vnd laufften/ vnd ſprach zu yhn 9e. Ez ſtehet geſchrieben/ Meyn haus iſt ein bet haus/ yhr aber habes gemache zur morder gruben. Vnd leret ceglich vmck⸗ pel. Aber die Hohen pueſter vnd ſchrifftgelerten vnd die fur nemiſten ym volck/ crachten vm nach/ das ſie yhn vmbbrech ten/ vnd funden nicht wie ſie vhm chun ſe olcen/ deñ das volck 5 hieng yhm an/ vnd hoͤret vhn. dcs begab ſich der tage einen/ da er das volcklezet traten zu yhm die Hohen prieſter vnd ſchriffegelerten mit den UAltiſten/ vñ ſagten zu hm vñ ſprachẽ. Sage vns/ Aus waſer macht chuſtu das! oder wer hat dir die macht gegebẽ⸗ Er aber antwort vnd ſprach zu vhn/ Ich wil euch auch ein 21 87 B ui wort vm tempel vnd prediget das uangelion/ Da . Daa r capucl. 1 1 ö 1 1 1 Mat. 21. Marc. 2 Euangelion woꝛt fragen/ ſaget mirs/ Die taufe Joantis/ war ſie vom hymel oder von den menſchen?: Sie aber gedachten bey ſich ſelbs/ vnd ſprachen/ Sagen wyr/ vom hymel/ ſo wird er ſa⸗ gen/ warumb habt phr denn hm nicht geg leubet? Sagen wir aber/ von den menſchen/ ſo wird vns alles volck ſteini⸗ gen/ denn ſie ſtehen drauff/ das Joannes ein Prophet iſt. Vnd ſie antworten/ ſie wuſtens licht/ wo er her were. Vnd Veſts ſprach zu yhn/ So ſage ich euch auch nicht/ aus wa⸗ er macht ich das thu.* 1 Er fieng aber an zu ſagen dem volck dieſe gleichnis/ Ein menſch pflantzet einen weinberg/ vnd chet vñ den weingaꝛt⸗ nern aus/ vnd zoch vber land eine gute deit. Vñ zu ſeiner zeic ſandte er einen knecht zu den weingartnern/ das ſie vhm ge⸗ ben von der frucht des weinberges/ Aber die weingartner ſteupten hn/ vñ lieſſen jhn leer von ſich/ Vnd vber das ſand⸗ er noch einen andern knecht/ Sie aber ſteupten den ſelbigẽ pſal. nꝰ. auch vnd höneten jhn/ vñ lieſſen jhn leer von ſich. Vnd vber das ſandte er den dritten/ Sie aber verwundeten den auch vñ ſtieſſen phn hinaus. Da ſpꝛach der herr des weinberges/ Was ſol ich chun! Ich wil meinen liebten ſon ſenden/ vil⸗ leicht/ wenn ſie den ſehen/ werden ſie ſich ſchewen. Da aber die weingarener den ſon ſahen/ dachten ſie bey ſich ſelbs/ vnd ſprachen/ Das iſt der erbe/ kompt/ laſſet vns jhn coͤdten/ das das erbe vnſer ſey. Vñ ſie ſtieſſen jhn hinaus fuͤr den weinberg/ vnd toͤdten jhn. Was wird nu der herꝛ des weinberges den ſelbigen chun? Er wirdkomen/ vnd vmb⸗ bringen dieſe weingarener vñ ſeinen weinberg andern aus thun. Da ſie das hoͤreten/ ſprachen ſie/ das ſey ferne. Er aber ſahe ſie an vnd ſpꝛach/ Gas iſt denn das/ das ge⸗ ſchrieben ſtehet/ Der ſtein den die dautene awer, en 15 e 5 ben /! * 3— 8— —..———y—y— rt man nd big Ahe n 5 5 wel gt al S n. 4 ele M if— 1 He 100 En 006 u 18 Late N The 0 len ſolten/ als weren ſie frum/ auff das ſie vhu ynn der rede tes iſt. Vnd ſie kunden 8 volck/ vnd ver wunderten ſich ſeiner antwort/ vnd ſchwigen S. CEucas. ben/ it worden ein eekſteim: elcher auff dieſen ſteyn fellet der wird zur ſchellen/ auff welchen aber er fellet/ den wird er zu malmen. Vnd die Hohen prieſter vnd ſchrifftgelerten trachten darnach/ wie ſie die zende an hu legten zi der ſelbi⸗ gen ſtunde/ vnd furchten ſich fuͤr dem volck/ denn ſie verna⸗ men/ das er auff ſie dieſe gleichnis geſagt hatte. NV ſie hielcẽ auff jhn/ vnd ſandten laurer aus, die ſich tel 2 75 5 fiengen/ da mit ſie phn vberantworten kuͤnden der oͤberkeic vnd gewalt des Eandpftegers. Vñ ſie fragten yhn vnd ſpꝛa⸗ chen/ Meiſter/ wir wiſſen/ das du aufrichtig redeſt vnd le⸗ reſt/ vnd achteſt keines menſchen anſehen/ ſondern du lereſt dent weg Gottes recht/ iſts recht das wir dem Keyser den . oder nicht? Er aber merckte phre boͤſe cuͤck/ vnd ſprach zu yhn/ Was verſuchet yhꝛ mich zeiget mir den pfen⸗ nig/ wes bilde vnd vberſchrifft hatt er? Sie antworten vnd ſprachen/ Des Heepſers. Er aber ſprach zu vhn/ So geht dem Keyſer/ was des Reyſers iſt/ vnd Gotte was Got⸗ fan worc nicht chaddeln fuͤr dem Da raten zu vhm etliche der Saduceer/ welche da hal⸗ ara en/ ef ſep kein aufferſtehen/ vnd fragten vhn vnd ſprachen/ Meiſter/ Moſes hat vns geſchriben/ So yemandts bru⸗ der ſtirbet der ein weib haet/ vnd ſtirbet erblos ſo ſol ſein bꝛut der das weib nemen/ vnd ſeinem bruder einen ſa men erwec⸗ ken. Nu waren ſieben bruder/ der erſte nam ein weib vnd ſtarb erblos/ Vnd der ander nam das weih vnd ſtarh auch erblos/ Vnd/ der dritte nam ſie/ Des ſelbigen gleychen alle ſiehen/ vñ lieſſen keine kinder/ Zu letzt nach allen ſtarb auch das weib. Exo.3. Mat. 22 7 72 Pſal. iog. Mat. 3. Euangelion das weib. Nu vnn der aufferſtehung/ welches weib wird ſie ſein vnter denen! deñ ſieben haben ſie alle zum weibe gehabe. Vnd Jeſus antwortet vnd ſprach zu vhm/ Diekinder dieſer welt freien vnd laſſen ſich freien/ welche aber wirdig ſein werden thene welt zu erlangen vnd die aufferſtehulig von den todten/ die werden widder freien noch ſich freien laß ſent/ denn ſie kunden hinfurt nicht ſterben/ denn ſie ſind den Engeln gleich vñ Gottes kinder/ die weil ſie kinder ſind de: allfferſtehũg. Das aber die töͤdten aufferſtehẽ hat auch Mo ſes gedeutet bey dem puſch/ da er den hern heiſſet/ Gott Abꝛa ham vnd Gott Iſaac/ vnd Gott Jacob. Gott aber iſt nicht der todten/ ſondern der lebendigen Gott/ denn ſie le⸗ ben jhm alle. Da antworten etliche der ſchrifftgelerten vnd ſprachen/ Meiſter/ du haſt recht geſagt. Vnd ſte turſten hn fuͤrder nichts mehr fragen. ee Er ſprach aber zu u wee ſagen ſie/ Chriſtus ſey Za⸗ iuids ſon! vnd er ſelbs Dauid ſpricht vm pfalm buch/ Der err hatt geſagt zu meinem hern/ ſetze dich zu meiner rech⸗ ten/ bis das ich lege deine feinde zũ ſchemel deiner fuͤſſe. Da⸗ mid nennet vhn einen hern/ wie iſt er nu ſein ſon: Da aber alles volck zu höͤret/ ſprach er zu ſeinen iuͤn⸗ gern/ Huͤtet euch fuͤr den ſchriffegelerten/ die da wollen ein⸗ ber treten ynn langen kleidern/ und laſſen ſich gerne gruͤſſen auff dem marckte/ vñ ſitzen gerne oben an/ vnn den ſchulen/ vnd vber tiſch/ ſie freſſen der widwen heuſer/ vnd wenden lange gebet fuͤr/ die werden deſte ſchwerer verdamnis ene⸗ pfahen. 88 585 Das. xxj. Capitel. Er „6% ͤ0⅜ S p——————— aus phrer darbe alle yhre narung/ die ſie hatt/ eingelegt. e Bud da etliche ſagten von dem tempel/ das gecheckt iat az * were von feinen ſteinen vñkleinoten/ ſpꝛach er/ Es wird die zeit komen/ yñ welcher/ das alles das yhꝛ ſchet/ nicht ein ſtein auff dem andern gelaſſen wird/ der nicht zu brochen werde. Sie fragten pn aber vnd ſpꝛachen/ Meiſter/ wenn ſol das werden vñ welchs iſt das zeichen/ weñ das geſchehen wird Er aber ſprach/ Sehe zu/ laſſet euch nicht verfuͤren/ deñ viel werden komen ynn meinem namen/ vnd ſagen/ ich ſey es/ vnd die zept iſt erbey komen/ folget yhn nicht nach. Wenn Mar. 3. vhr aber hören werdet von kriegen vnd empoͤrungen/ ſo ene⸗ ſetzt euch nicht/ deñ ſoͤlchs mus zuuor geſchehen/ aber das en⸗ de iſt noch nicht ſo bald da. Da ach er zu yhn/ Eyn volck wird ſich erheben vber das ander/ vnd eyn reich vber das an⸗ der/ vnd werden geſchehen groſſe erdbebung hin vnd wider/ 7 peſtilentz vnd cheurung/ auch werden ſchrechius von hymel vnd groſſe zeichen geſchehen. Aouber für dieſem allen/ werden ſie die hende an euch legen vnd verfolgen/ vnd werden euch vberaneworten vnn hren ſchulen vñ gefenckniſſen/ vnd fuͤr koͤnige vnd fuͤrſten ziehen/ vmb meines namen willen/ das wird euch aber widerfaren zu einem zeugnis. So nempt nu zu hertzen/ das jhꝛ nicht ſoꝛ⸗ get/ wie jhr euch verantworten ſolt/ denn ich wil. mund vnd weißzheit geben/ welcher nicht ſoͤllen wider ſpꝛechen muͤ⸗ gen/ noch Nat. 4. Marci. 3 Mat. 4. Marc. 3 Euangelion gen/ noch widderſtehen/ alle ewꝛe widderwertigẽ. Vhr wer⸗ det aber vberantwortet werden von den eltern/ bruͤdern/ ge⸗ freunden/ vnd ſie werden ewer etlichen zum tode helffen/ vnd yhr werdet gehaſſet ſein von yderman vmb meines namen willen/ Vnd ein har von ewrem heubt ſol nicht vmbkomen. Paſſet ewer ſeele mit gedult. er Wenn yhr aber ſehen werdet Jeruſalem beleget mit ei⸗ nem heer/ ſo mercket/ das erbey komen iſt jhre verwuͤſtunge/ Als denn/ wer ynn Judea iſt/ der flihe auff das gepirge/ vñ wer mitten drinnen iſt/ der weiche eraus/ vnd wer auff dem lande iſt/ der kome nicht hinein. Denn das ſindt die tage der rache/ das erfuͤllet werde alles was geſchrieben iſt. Weh abe den ſchwangern vnd ſeugerm vnn den ſelbigen cagen/ denn eo wird groſſe not auff erden ſein/ vnd ein zoꝛn vber dis volck/ vnd ſie werden fallen durch des ſchwerds ſcherffe/ vnd gefatigẽ gefuͤrt vnter alle voͤlcker/ Vñ Jeruſalẽ wird zu tre ten werdẽ von den heiden/ bis das d heiden zeit erfuͤllet wird. Vnd es werden zeichen geſchehen an der Sonnen vnd mond vnd ſternen/ vñ auff erden wird den leutẽ bange ſein/ das ſie nicht wiſſen wo hinaus/ vnd das meer vnd die waſſer wogen werden bꝛauſen/ vnd die menſchen werden verſmach ten fuͤr forchte vnd warten der dinge/ die komen ſoͤllen vber den gantzen erden kreis/ Denn auch der hymmel kreffte werden ſich bewegen/ Vnd als dann werden ſie ſehen des menſchen ſon komen vnn der wolcken/ mit krafft vnd gꝛoſſer her ickeit. Wenn aber dieſes anfehet zu geſchehen/ ſo ſehet 2 loͤſung nahet. auff/ vnd hebet ewer hewöbter auf/ darumb/ das ſich ewer er⸗ bawm pñ alle bewme/ wenn ſie itzt auß ſchlagen/ Meinen Vnd er ſaget yhn ein gleichnis/ Sehet an die feigen — 1— 8 8 e Sek/ ne de ber Fytd wa& tte. lh 2, um fte Euangelion hn vnd mercket/ das itzt der ſommer nahe iſt. Alſo auch vhr/ wenn yhr dis 3 geſchehen/ ſo wiſſet/ das das reich Gottes nahe iſt/ Warlich ich ſage euch dis geſchlechc wird nicht vergehen/ bis das es alles geſchehe/ ymel vnd er den vergehen/ aber meine wort werden nicht vergehen. Aber huͤtet euch/ das erwre hertzen nicht beſchwweret wer⸗ ae, den mit freſſen vnd ſauffen/ vnd mit ſorgen der narunge⸗ vnd kome dieſer cag ſchnelle vber euch.— wie ein fall ſtrick wird er komen vber alle die auff erden wonen. So ſeit nu wacker alle zeit/ vnd betet/ das hr wirdig werden mů⸗ get zu enepftihen dieſem allem/ das geſchehen ſol/ vnd zuſte⸗ hen fuͤr des menſchen ſon. 5 1 2 Vnder leret des tages vm tempel/ des nachtes aber gieng er hinaus/ vñ bleib vber nacht am öleberge/ Vnd alles volck war frue auff zu yhm ym tempel/ vhn zu hoͤren. Das. xrij.Capitel. SG oar aber nahe das feſt der 1 brod/ das ol ⸗ eern heiſſet/ vnd die Hohen prieſter vnd ſchrifftge⸗ 1 lercen ctachten/ wie ſie yhn todten/ vnd furchten ſich für dem Joan.. volck. Es war aber der Satanas geſaren pñ den Judas ge nant Iſcharioch/ der da war aus de zal der zwelffen/ Vñ er ging hin vñ redet mit den Hohen prieſtern vñ mit der ober⸗ keit // wie er vhn wolte jhnen vberantworten. Vñ ſie wurden fro/ vnd gelobten vhm gelt zu geben. Vnd er verſprach ſich vnd ſuchte gelegenheit/ das er ſon vberantwortet on lermen. Es kam nu der tag der ſüͤſſen brod/ auff welche man muͤ⸗ 5 ſte opfern das oſterlamb. Vnd er ſandte Perron vnd Jo⸗ mant annen/ vnd ſprach/ Gehet hin/ bereitet vns das oſterlamb⸗/ auff das wir eſſen. Sie aber ſprachen zu jhn Wo en Euangelton wirs bereiten? Er ſprach zu hn! Sehet/ wenn yhr hin⸗ ein kompt vnn die 1 wird euch ein menſch begegen/ der tregt einen waſſerkrug/ folget yhm nach vnn das haus daer hinein gehet/ vnd ſaget zu dem hauſhhern/ Der meiſter leſſet dir ſagen/ wo iſt der ſaal/ dauinne ich das— eſſen muͤ ge mit memen lůngern! Vnd er wird euch einen groſſen ge. pflaſterten—— ſelbs bereitet es. Sie giengen hin vñ funden/ wie er jon geſagt hatte/ vñ bereitẽ das oſterlamb. Vnd da die ſtunde kam/ ſatzte er ſich nide:/ vnd die zwelff Apoſtel mit phm. Vnd er ſpꝛach zu phnen/ ¶ dich hat hertz lich verlanget dis oſterlamb mit euch zu eſſen/ ehe denn ich leide/ deni ich ſage euch/ das ich hinfurt nicht mehr da von eſſen werde/ bis das erfüllet weꝛde vm reich Gottes. Vnd er nam den kelch/ dancket vnd ſprach/ Nemet den ſelbigen vnd teile yhn vnter euch/ Denn ich ſage euch/ ich werde nicht trincken võ dem gewechſe des weinſtocks/ bis das reich Got⸗ tes kome. mas Vnd er nam das brod/ dancket vnd brachs/ vñ gabs jhn/ mara ynd ſprach/ Das iſt mein leib/ der fuͤr cuch gegeben wird⸗ Das chut zu meinem gedechenis. Deſſelbigen gleichẽ auch den kelch/ nach dem ſie zu abend geſſen hatten/ vnd ſprach⸗ Das iſt der kelch/ das newe teſtament yñ meynem blut/ das fuͤr euch vergoſſen wird. Doch ſehet/ die hand meines verrheters/ iſt mit mir vber tiſche/ Vnd zwar dꝛs menſchen ſon gehet hin/ wie es beſchlo⸗ ſett iſt/ Doch weh dem ſelbigen menſchen/ durch welchen er verrhaten wird. Vñ ſie fiengẽ an zu fragen vnter ſich ſelbs/ bieleher es doch were vnter yhn/ der das thun wuͤrde. e„Eserhub ſich auch ein zalick vncer hnen/ welcher vnter yhn gehalten wuͤrde/ das er der groͤſſeſte ſeim an 0 1 5 pra 5— S S A 222— — — big Ful Nu dicht dat) Hoe ag Sl, ch 5d Ae Sau ſprach zu phnen/ Die weltlichen koͤnige herſchen vnd die ge waleigen heiſſet man gnedige hern/ yhr aber nicht alſo/ſoi⸗ dern ð groͤſſeſt vnter euch /ſol ſein wie der nungſte/ vñ der fuͤr nemeſte wie der diener. Denn welcher iſt der groͤſſeſtꝛ der zu tiſche ſitzt/ oder der da dieneteiſts nicht alſo/ das der zu tiſche ſitzt: Ich aber bin mitten vnter euch/ wie ein dienender/ uhr aber ſeids/ die yhꝛ beharret habt bey mir/ ynn meynen anſech tungen/ vnd ich wil euch das reich beſcheiden/ wie mir mein vacter beſcheiden hat/ das yhꝛ eſſen vñ trincken ſolt vber mei⸗ nem tiſche vnn meinem reich/ vnd ſitzen auff ſtulen vnd rich ten die zwelff geſchlechte von Iſrael. Der herr aber ſprach. Simon/ Simon/ ſthe/der Sata marac. nas hat ewer begerc/ das er euch möcht ſieben wie den weitzẽ ware ich aber hab fuͤr dich gebeten/ das dein glaube nicht auff hoͤre 5 vnd wenn du dermal eins dich bekereſt/ ſo ſtercke deine bruͤ⸗ der. Er ſprach aber zu vhm/ herr ich bin bereit mit dir yns gefencknis vnd ynn den tod zu gehen. Er aber ſpꝛach. Petre ich ſage dir/ der han wird heute nicht krehen/ ehe deñ du drey mal verleucket haſt/ das du mich ken— 215 b Vnd er ſprach zu nen/ ſo offt ich euch geſandt habe on.. beutel/ on caſchen/ vnd on ſchuch/ habt pr auch he mangel dann gehabt/ Sie ſprachen/ Nie keinen/ Da ſprach er zu vynen Vas. aber nu/ wer einen beucel hac/ der neme vhn/ deſſelbtgen glei chen auch die taſchen. Wer aber nicht hat /veꝛkeuffe ſein kleid vnd keuffe ein ſchweꝛd. Deñ ich ſage euch/ Es mus noch das auch vollendet werden an mir/ das geſchneben ſtehet/ Er iſt vnter die vbelcheter gerechnet/ Denn was volt mir geſchrie ben iſt/ das hat ein ende. Sie ſprachen aber/ Herr/ ſthe/ hie ſein zwey ſchwerd. Er aber ſprach zu yhnen/ Es iſt gnug. Vnder gieng hinaus nach ſeiner gewotiheit an den oͤle⸗ N S ij berg. Iſa. vs. — Mat. 26 Mar. 4 Joan. is Cauuangellon ort. Vñ als er da hin kam/ ſprach er zu phn/ Beet/ auff das vhr nicht vn anfechcung fallet. Vnd er reys ſich von vhnen berg. Es folgeten vhm— ſeine* nach an den ſelbigẽ du bey einen ſteynworff/ vñ kniet nidder/ bettet vnd ſprach/ Va ter wilt/ ſo nvm dieſen kelch von mir/ doch nicht mein/ ſon⸗ dern dein wille geſchehe. Es erſchein yhm aber ein Engel vom hymmel/ vnd ſtercket phn. Vnd es kam/ das er mit dem tode rang/ vnd bettet heftiger. Es ward aber ſein ſchweis wie bluts tropffen die fielen auff die erden. Vñ er ſtund auff von dem gebet/ vñ kam zu ſemen nungen vñ fand ſie ſchlaffẽ für traurickeit/ vnd ſprach zu yhn/ Was ſchlaffet yhr: ſtehec guff vnd betet/ auff das vhr nicht vnn anfecheung fallet. Da er aber noch redet/ ſihe/ die ſchar vnd eyner von den zwelffen genant Juda/ gieng fur hn herr/ vñ nahet ſich zu FJeſu/ yhn zu kuͤſſen. Jeſus aber ſprach zu vhm/ Juda/ ver heeeſtu des menſchen ſon mit einem kus! Da abe? ſahen/ die vmb yhn waren was da werden wolte/ ſprachen ſie zu yhm/ Herr/ ſoͤllen wir mit dem ſchwerd drein ſchlahen!? Vnd ei⸗ ner aut jhnen ſchlug des Hohen prieſters knecht vñ hieh ihm ien recht ohr ab. Jeſus aber antwortet vñ ſprach/ Eaſſet ſie dioch ſo ferne machen. Vñ er ruͤret ſein ohr an/ vñ heilet yyn. FHeſus aber ſprach zu den Hohen prieſtern vnd oberſten des tempels vnd der Eltiſten die zu jhm komen waren/ Ihr ſeyt als zu ernem möͤrder mit ſchwerten vñ mit ſtangen aus gegangen/ ich bin teglich bey euch ym tempel geweſen/ vnd hr habt keine hand an mich gelegt/ Aber dis iſt ewer ſtun⸗ de/ vnd die macht der finſternis. Sie griffen vhn aber/ vnd fuͤreten vhn/ vñ brachten jhn vnn des ohen prieſters haus Mat. 16 Mar. 4. — Petrus aber folgete von ferne. Da dundten ſie ein fewer an mitten jm pallaſt/ vñ 0 7 ich zu r ———— T—— —— 2 5 ä—— 1— ——.———ꝓ—————2— ———— ie Ahn m Ode 5 S II f 900 5 hl, S. Cutas. 3 ſich zu ſamen/ vnd Petrus ſatzte ſich vnter ſie/ Da ſahe jhn eine magd ſitzen bey dem liecht/ vnd ſahe ehen auff yhn/ vnd ſprach zuyhm. Dieſer war auch mit yhm. Er aber verleug⸗ net hn vnd ſprach/ Weib ich kenne ſem nicht. Vnd vber ein kleine weile ſahe yhn ein ander/ vnd ſprach/ Du biſt auch der einer. Mecrus aber ſprach/ ¶ Denſch ich bins nicht. Vnd vber eine weile bey einer ſtunde/ bekrefftigets ein ander vnd ſprach/ Warlich/ dieſer war auch mit vhm/ denn er iſt ein Galileer. Petrus aber ſprach/ ¶ Denſch ich weis nicht was du ſageſt. Vnd als bald/ da er noch redet/ krehet der han. Vñ der Herr wandte ſich/ vnd ſahe Petern an. Vnd Petrus gedachte an des Hern wort/ als er zu yhm geſagt hatte/ ehe denn der han krehet/ wirſtu mich drey mal verleugnen. Vñ Petrus gieng hinaus/ vnd weinet bitterlich. N Die menner aber/ die Jeſum hielten/ verſpotteten jhn vñ ſchlugen vhn/ verdeckten yhn/ vñ ſchlugen jhn yns angeſich⸗ de/ vñ fragten jhn vnd ſprachen/ Weiſſage/ wer iſts/ der dich ſchlug? Vnd viel andere leſterungen ſagten ſie zu phm. V sed als es cag ward/ ſamleten ſich die Eltiſten des vol⸗ cks/ die Hohen prieſter vnd ſchriffegelercen/ vnd fuͤreten yhn hinauff fur yhren rad vnd ſprachen/ Biſtu Chriſtus? ſage es vns. Er ſprach aber zu yhn/ Sage ichs euch/ ſo gleubet yhr nicht/ frage ich aber/ ſo antwortet yhr nicht vnd laſſec mich den noch nicht los/ Daunnb von nu an wird des men⸗ ſchen ſon ſitzen zur rechten hand derkrafft Goctes. Da ſpꝛa chen ſie alle/ Biſtu deñ Gottes ſon· Er ſpꝛach zu jhn/ Ihr ſagets/ denn ich bins. Sie aber ſprachen/ Was duͤrffen wir weiter zeugnis! wir habens ſelbs gehöͤret aus ſeinem munde⸗ Das. xi. Capitel. S ü Vnd 1 * 1 N * 1 * 3 0 1 1 1 * 1 1 4 1 9 N 1 1 1 Euangelion et 7 5 Nd der gantze hauffe ſtund auff/ vtid fuͤr eten yhtt Ten für Pilato/ vñ ſiengen an jn ziuerklagen/ vñ ſpꝛa chen/ Dieſen finden wir/ das er das volck abwendet/ vñ ver⸗ peut den ſchos dem Reiſer zu geben/ vnd ſpricht/ er ſen Chu⸗ ſtus ein koͤnig. Pilatus aber fraget yhn vnd ſprach/ Biſtu ein koͤtug der Juden? Er antwort vhm vnd ſprach/ Du ſageſts. Pilatus ſprach zu den Hohen prieſtern vnd zum volck/ Ich finde keine vrſach an dieſem menſchen. Sie aber hielten an/ vnd ſprachen/ Er hat das volck erreget/ damit/ das er geleret hat hin vñ her vm ganczen Judiſchen lande/ vnd hat yen Galilea angefangen/ bis hieher. Da aber Pilatus Galilean hoͤret/ fraget er/ ob er aus Galllea were/ vnd als er vernam das er vnter ¶Heꝛodes ober keit war/ vberſandte er phu zu Herodes/ welcher vnn den ſel 8 bigen tagen auch zu Jeruſalem war. Da aber Qerodes Je fim ſahe/ ward er ſeer fro/ denn er hette yhn langeſt gerne ge ſehen/ denn er hatte viel von jhm gehoͤret/ vnd hoffet/ er wuͤr dein zeichen von vhm ſehen/ vnd er fraget vhn mancherley. Er antwortet vhm aber nichts. Die Heben prieſter aber vnd ſchrifftgelerten ſtunden vnd verklagten vhn hart. Aber Herodes mit ſeinem hoffgeſinde veꝛachtet vñ berſpoctet yhn leget vhm ein weiſſes kleid an/ vnd ſandte yhn wider zu Pi⸗ lato. Auff den cag wurden Pilatus vnd Herodesfreunden miteittander/ denn zuuor waren ſie einander feind. Plullacus aber rieff die Hohen prieſter/ vnd die öberſten/ vnd das volck zu ſamen/ vnd ſprach zu vhnen/ Ihr habt die ſen menſchen zit mir bracht/ als der das volek abwende/ vnd ſchet/ ich hab vhn für euch verhoöret/ vnd finde an dẽ menſchẽ der ſachẽ keine/ der vhr yhn beſchuldiget/ Herodes auch niche denn ich habe euch zu yhm geſand/ vnd ſehet/ man hat nichts 0 auff * 5 —— *—————ͤ— ——— ͤ..——— 1 S. Eutas. fest auff yhn bracht/ das des todes werd ſey/ darumb wil ich vn 0 70 zuͤchtigen vnd los la ſſen. Denn er muſte phn einen nach 3 er I 0 wonheit des feſtes los geben. N 0 A O ſchrey der gantze hauffe rend an die⸗ pra 28 ſem/ vñ gib vns Baraban los wel r war vmb emer auff 1 0 chur die pu der ſtad geſchach vnd vmb eines mord wil⸗ Aer d 10— len ins gefencknnis geworfen. Da rieff Pilaeus abermal zu. * 5 2 vnd wolte Jeſum los laſſen. Sie rieffen aber vnd ſpra 10* chen/ e vhn. Er aber ſprach zum drie⸗ 1 ten mal zu vhtt/ Was hat denn dieſer vbels gethan Ich fin de keine vrſach deg todes an phm/ darumb wil ich yhit zuch⸗ e igen vnd los laſſen. Aber ſie lagen yhman mit groſſen ge⸗ 00 Sehn ſchrep/ vnd fodderten/ das er gecreutziget wuͤrdde/ Vnd yhr in en vnd der Hohen prieſter geſchrey nam vberhand. n N Pllacus aber vrteilet/ das yhr bicte geſchehe/ vñ lies dem sti mug los/ der vnbs auffrhurs vnd mords wiflen war ns gefeng⸗ fe a wil mis geworffett/ vm̃ welchen ſie baten/ aber Jeſum vber ga mal Kt er phrem willen. Vnd als ſie phn hinfüreten/ ergriffen ſie e. nde dle nen/ Symon von Cyrenen/ der kam vom ſelde vnd legten EE das creutz auff vhn/ das 5 nacheruͤge. n FEofolgete jhm aber nach ein gꝛoſſeꝛ hauffe polcks vñ wer dab ber/ die klageten vñ bewweineten phn. Jeſuts aber wandte ſich often. e de vmb zu yhn/ vñ ſpꝛach /h: tochter von Jeruſalem weinet 4 nicht pber nuch Doch vber euch ſelbs müget yhr wol weinẽ 01 110 vnd vber ewre kinder. Deñ ſehet/ Es wind die zeit komen/ yñ * 0 welcher man ſagen wird/ ſelig ſind die vnfruchtharn/ vñ die 4 15 leibe die nicht geporn haben/ vnd bruͤſte die nicht geſeugec 4 5 22 werden ſie anfahen zu ſagen zu den bergen/ fal⸗ let vher vns/ vnd zu den huͤgelen/ decket vns/ Denn ſo man daß thut am gruͤnen holtz/ was wil am duͤrren werden W S j Ks Euangelion Ar. Ho wurden aber auch hungefint zwanandervoclcheeer⸗ Joan.ip dab ſie mit vhm abgecha an wuͤrden. Vnd als ſie kamen an die ſtecte/ die da heiſſet Scheddelſtet/ creutzigeten ſie uhn da⸗ ſelbs/ vnd die zween vbelcheter nit vhm/ epnen zur rechten/ vnd einen zur lincken hand. Jeſus aber ſprach. Vater ver⸗ gib yhnen/ denn ſie wiſſen nicht was ſie chun. Vnd ſie teile⸗ een ſeinekleider/ vnd wurffen das los drumb vnd das volck ſtunde vnd ſahe vun. Bnd die Hohen prieſter ſampt yhnen/ runtzeten die na⸗ ſen vnd ſprachen/ Er hat andern geholffen/ er helff vhm nu ſelber/ iſt er Chriſt/ der auſderwelete Gottes. Es verſpotte⸗ ten yhn auch die kriegs knechte/ craten zu yhm/ vrid brachten vhm eſſig/ vnd ſprachen/ Biſtu der Juden koͤnig ſo hilff dir ſelber. Es war auch oben vber vhm geſchrieben die vber⸗ ſchrifft mit kriechiſchen/ vnd lateituſchen vnd Ebreiſchen buchſtaben/ Dis iſt der Juden koͤnig. Auer der vbelcheter eimer die da gchenckt waren/ leſterte vhn vnd ſprach/ Biſtu Chriſtus/ ſo hilff dir ſelbs vnd vns. Da antwortet der ander/ ſtraffet yhn vnd ſprach/ Vnd du foͤrchteſt dich auch nicht fuͤr Gott/ der du doch ynn gleicher verdamnis biſt/ Vnd zwar vir ind billich drynnen/ denn wir empfahen was vnſer chaten werd ſind/ dieſer aber hat nach pngeſcickrs gehandelt und ſprach zu det Her gedencke an mich/ wenn du yrin deyn reich komeſt. Vnd Je ſus ſprach zu yhm/ Warlich ich ſage dir/ heute wirſtu mit mir vm paradis ſein. m Vnd es war vmb die ſechſte ſtunde. Vnd es ward ein fin Ma y ſternis vber das gantze land/ bis an die neunde ſtunde. Vnd die Sonne verlor yhren ſchein· Vnd der vorhang des tem⸗ pels zureis mitten entzwey. Vnd Iehus rieff laut vñ—— 5 Vater/ ö ͤ’K——ů S. Cutas. Vater/ ich befehl meinen geiſt prm deine hende /Vnd als en das geſaget gab er den geiſt auff. Da aber der haubeman ſa he/ was da geſchach/ preſſete er Gott vnd ſprach/ ura: dieſer iſt ein fromer menſch geweſen. Vnd alles voſck das zu dem ſchawwerck komen war/ da ſie ſahen/ was do geſchach/ ſchlugen ſich an hre bruſt/ vnd wandten widderuͤmb. Es ſtundẽ aber alle ſeine verwandten von fernen/ vñ die weiber die hm aus Galilea warẽ nachgefolget/ vñ ſahen das alles. VPVnd ſehet/ Gin man mic namen Joſeph/ eyn radher/ na- der war ein guter fromer man/ der hacke nicht bewilliget vñ en hren rad vnd handel/ der war von Arimachia der ſtad der Juden/ der auch das reich Gottes waꝛtet/ der gieng zu Mi lato vnd bat vmb den leib Jeſüt/ vnd nam vhn ab/ wickelt phn vnn leinwad/ vnd leget vhn ynn ein gehawen grab/ daz⸗ vnn niemand yhe gelegen war. Vnd es war der ruͤſtag/ vnd der Sabbach brach an. Es folgeten aber die werber nach/ die mit yhm komen waren aus Galilean/ vnd beſcha weten das grab/ vnd wie ſein leib geleget ward. Sie kereten aber vmb vnd bereiteten die ſpecerey vnd ſalben/ vnd den Sab⸗ bach vber waren ſie füllt nach dem getz. * 2 3 605 24 ee 0 5 Das. xxiiij. Capitel. Ber an der Sabbacher einem vor tags kamen ſie geweltzet von dem grabe/ vnd giengen hinein/ vnd funden den leih des Hern Deſit nicht Vnd es begab ſich/ da ſie dar⸗ umb bekuͤmmert ware/ ſihe/ da eratten bey ſie zween menner 5 mit glentzendenkleidern/ vnd ſie erſchracken/ vnd ſchuugen hre angeſichte midder zu der erden. Da ſprachen die 1 5 Mat. 28 e mgrabe und augen die ſpecerey deſie berelet Bere hatten/ vnd etliche mit ſhnen. Sie funden aber den ſtein ab Vana N— 85 Euangellon Mas ſuͤchet yhr den lebendigen bey den todten: Er iſt niche hie/ er iſt aufferſtanden/ Gedenckt dran/ wie er euch ſaget/ da er noch yñ Galilea war/ vnd ſprach/ Des menſchen ſon mus vberantwortet werden yñ die hende der ſuͤnder vnd ge⸗ creutziget werden/ vnd am dritten cage aufferſtehen. Vnd ſie gedachten an ſeine wort. 61 Vnd giengen vom arabe/ vnd verkuͤndigeten das den elffen vnd den andern allen. Es war aber Maria Magda⸗ lena vnd Johanna/ vnd Maria Jacobi/ vnd andere mit N 9 1 5 yhnen/ die ſolchs den Apoſteln ſageten. Vnd es dauchte ſie vhre wort eben als werens merlein/ vnd gleubten vhn nicht. Petrus aber ſtund auff/ vnd lieff zum grabe/ vnd buͤcket ſich hinem/ vñ ſahe die leinen tuͤcher alleine ligen/ vnd gieng da⸗ uon/ vnd es nam vhn wunder.. Vnd ſehet/ zween aus yhnen giengen an dem ſelbigen ta⸗ ge vnn einen marckt/ der war von Jeruſalem ſechtzig ſeld wegetz weit/ des namen heiſt Emmahus/ vnd ſie ſchwatzten miteinandeꝛ von allen dieſen geſchichten. Vnd es geſchach⸗ da ſie ſo ſchwatzten vnd befragten ſich miteinander/ nahet Deſus zu yhn/ vnd wandelte mit yhn/ aber yhre augen wuͤr⸗ den gehalten/ das ſie yhn nicht kandten. Er ſprach aber zu yhn/ Was ſind das fuͤr rede/ die yhr zwiſſchen euch handelt vnter wegen/ vnd ſeyt traurig! Da antwortet einer mit na men Cleophas vnd ſprach zu vhm/ Biſtu allein vnter den frembdlingen zu Jeruſalem/ der nicht wiſſe/ was yñ dieſent tagen drynnen geſchehen iſt: Vnd er ſprach zu hn/ welchs:? Sie aber ſpꝛachen zu jhm/ das von Jeſu von Nazarech welcher war ein Pꝛophet/ mechtig von chatten vnd worten fuͤr Gott vñ allem volck/ wie jhn vnſer Hohen prieſter vnd oberſten vberantwortet haben zum verdamnis des todes vñ e gecreuczi 3————́——àꝛ;ʒ; p— p .—.- ˙. S. Eutas. gecreutziget. Wir aber hofften/ er ſolce Iſrael erloͤſen/ Vñ vber das alles iſt heute der dricte tag/ das ſolchs geſchehen 7 haben vns erſchrecke etliche weyber der vnſern/ die ind frue bey dem eee ſeinen leib niche fun den/ komen vnd ſagen/ ſie haben ein geſichte der Engel ge⸗ ſehen/ welche ſagen/ er lebe/ Vnd etliche vnter vns giengen hin zum grabe/ vñ fundens alſo/ wie die weiber ſagten/ aber vhn funden ſie nicht. Vl er ſprach zu yhnen/ G yhr choern vnd ttegs hertzen/ zu gleuben alledem/ das die Propheten gerede haben/ Mu⸗ ſte nicht Chriſtus ſoͤlches leiden vnd zu ſeiner herligkeit ein⸗ gehen. Vnd 102 an von Moſe vnd allen Propheten/ vnd leget phn alle ſchrifft aus/ die von yhm geſagt waren. Vnd ſie kamen nahe zum marckte da ſie hin qiengen/ vnd er ſtel⸗ let ſich/ als wolt er fuͤrder gehen/ vnd ſie noͤtigeten vhn vnd ſpꝛachen/ Bleib bey vns/ denn es wil abent werden/ vnd der tag hat ſich geneiget. Vnd er gieng hinein bey yhn zu bleibẽ. Vnd es geſchach/ da er mit yhn zu ciſche ſaſs/ nam er das brod/ dancket/ brachs/ vnd gabs yhn. Da wurden vhre au⸗ gen geöffnet/ vnd erkenneten phn. Vnd er verſchwand fuͤr vhn. Vnd ſie ſpꝛachen vnteremander/ Vrandte nicht vnſer hertz vnn vns/ da er mit vns redec auff dem wege/ als er vns die ſchꝛufft öffnet: Vñ ſie ſtunden auff zit der ſelbigen ſtunde/ kereten wider gen Jeruſalem/ vnd funden die elffe verſam⸗ let vnd die bey yhn waren/ welche ſprachen/ Der Herr iſt warhafftig aufferſtanden/ vnd Simoni erſchienen/ Vnd ſie erzeleten vhn/ was auff dem wege geſchehen war/ vñ wie er von yhnen erkand were/ an dem da er das brod brach. Da ſie aber dauon redten/ erat er ſelbs Ieſus mieten vn⸗ ter ſie/ vñ ſprach/ ride ſey mit euch/ ſie erſchracken 1 vñ „ ten furchcen lich meinten ſie ſehen einen geiſt. Vnd er ſprach zu vhn/ Bas ſept ihr ſo erſchꝛocken: vnd warumb ſteigen ſoͤl che gedancken auff pun ewer hertz: Sehet meine hende vnd meinefuͤſſe/ ich bins ſelber/ fuͤlet mich vnd ſehet/ deñ ein geiſt hat nicht fleiſch noch beine/ wie phr ſehet das ich habe. Vnd da er das ſaget/ zeiget er jbn hende vñ fuͤſſe. Da ſie aber noch nicht gleubcen fuͤr freuden/ vnd ſich verwunderten /f pꝛach er zu hn/ Habt phr hie was zu eſſen: Vnd ſie legten vhm ein bee gebraten fiſch vnd honig ſems. Vnd er na ms vñ aſs fuͤr hn. e Er ſprach aber zu vhn/ Das ſind die rede/ die ch zu euch ſaget/ da ich noch bepeuch war/ Denn es mus alles erfuͤllet werden/ was von mir geſchrieben iſt ym geſetz Moyſt/ nn den Propheten/ vnd pin Palmen. Sa offnet er vhn das verſtenenis das ſie die ſchrifft verſtunden vñ ſpꝛach zu yyn/ Alſo iſts geſchrieben/ vnd alſo muſte Chriſtus leyden vnd aufferſtehen von den cödten am dritten tage/ vnd predigen laſſen ynn ſeinem namen/ buſſe/ vnd vergebung der ſunde/ vneer allen voͤlckern/ vnd anheben zu Jerusalem. hr aber ſeye des alles zeugen. Vnd ſehet/ ich wil auff euch fenden die verheiſſung meytꝛes vaters/ yhr aber ſolt pri der ſtad Jerit 5 5 das phr angechan werdet nut krafft aus er höhe. Erfuͤrec ſie aber hinaus bis gen Bechania/ vnd hub die bende auff vnd ſegtiet ie. Vndes geſchach/ da er ſieſegnet/ trater von vhn/ vnd fuͤr auff gen himel.· Sie aber becten n an/ vnd kereten widder gen Jeruſalem mit groſſer freude vnd waren alwege ym tempel/ lobeten vñ benedeyten Gott. Ende des Euangelj Sancc Sucas. liecht ſcheinet Euangel on Santt a Doannes. e tel. Ca .——— —— n le B 58 N—% D 8. ,,,, NV das vor 8 1. 5 0 1 Vnd das wort wa: bey Gott/ vnd Gott war das wort/ daſſelbige war dym anfang bey Gott dea] Alle ding ſind durch daſ⸗ en selbige gemacht vnd on e daſſelbige iſt nichts gema A chet/ was gemachet iſt/ Nnn yhm waꝛ das leben/ Vid das leben war enn lie⸗ cheder menſchen/ vnd das ternis/ vnd die finſterms habens E ͤwmw FEET .. ͤ——.. 2 2 2 .— nicht begriffen. Es ward ein menſch von Gott geſand/ der hies Joan⸗ mass nes/ der ſelbige kam zum zeugnis/ das er von dem liecht zel; ua get/ auff das ſie alle durch yhn gleubcen/ Er war nicht das ſiecht/ ſondern das er zeugete von dem liecht/ Das war eit warhafftiges liecht/ welches alle menſchen erleuchtet/ durch ſemne zukunfft ynn dieſe welt/ Es war ynn der welt/ vnd die wel iſt durch daſſelbige gemacht/ vñ die welt kadce es ncht. ger kam ynn ſein eygechum/ vnd die ſeinen namen vhn nicht auff/ Wie viel yhn aber auffnamen/ denen gab er ma⸗ cht/ Gottes kinder zu werden/ die da an ſeinen namen gleu⸗ Van SSK e fan Wa: Gene.. 5 12 9575 X 8 N. 5 ben/ 6 Mat.. Luce. 2. Mat 3. Mar.]. Luce. 3. Iſa. 40. „ Eeuuangelion ben/ welche nicht von dem 8 von dem willen des fleiſches/ noch von dem wilken eines mannes/ ſondern von Gott geporen ſind. 8 2 Vnd das woꝛt ward fleiſch/ vnd wonete vnter vns vñ wir ſahen ſeine herlickeit/ eine herlickeit als des eingepornen ſons vom acer/ voller gnade vnd warheſrtf. Joannes zeugec von vhm/ ſchreiet vnd ſpricht/ Dieſer war es/ von dem ich geſagt hab/ Nach mir wird komen/ der fur mir geweſen iſt/ den er war ehe denn ich/ vñ von ſeiner fuͤl le haben wyr alle genomen/ gnade vmb gnade/ Denn das geſetz iſt durch Moſen gegeben/ die gnade vnd warheit iſt durch Jeſum Chriſt worden. Niemandt hat Gott yhe geſchen/ der eingepor ne ſon/ der ynn des vaters ſchos iſt/ der hat es vns verkuͤndiget. Pnd dis iſt das deugnis Joannis/ da die Juden ſand⸗ ten von Jeruſalem Prieſter vñ(Seuten/ das ſie phn frag⸗ ten/ wer biſt du?: Vnd er bekante vnd leugnet nicht/ vñ er be⸗ kante/ ich bin nicht. fragten jhn/ was deñ⸗ Viſtu Elias: Er ſprach/ Ich bins nicht. Biſtu ein Pro⸗ phet: Vnd er ancwortet/ Nein. Da ſprachen ſie zu yhm/ Was biſtudenm/ das wir ant woꝛt geben denenn die vns ge/ ſand haben: Nas ſageſtu bon dir ſelboꝛ er ſprach Ich bin eine ruffende ſtunme vnn der wüͤſten/ Nichtet den weg des Gern/ wie der phophet Iſalas geſagt hat. Vnd die geſand waren/ die waren von den Phariſeern/ vnd fragten vhn vnd ſprachen zu vhm/ Warumb euffeſtu denn/ O du nicht Chriſtus biſt/ noch Elias/ noch ein Pro⸗ phet: Joannes antwortet yhn vnd ſprach/ Ich teuffe mic waſſer/ aber er iſt mictẽ vnter euch getreten/ den jh: nicht ken het/ d iſts/ ð nach mir komẽ wird/ welcher vor mir geweſen iſt/ des n ſto de uc Oro e hm, die vez ge sb den Da dei tada/ bel bet IJo⸗ Gal mt 1 Sckch E veel de S. Joannes. ſt/ des ich nicht werde byn/ das ich ſeplie ſchuchrymen auff loſc. Dis geſchach zu Bechabara enſeid des Jordans/ da Joannes ceuffet. in 15 Des andern cages ſihet Joannes Jeſum zu hm ko⸗ men/ vnd ſpriche/ Sihe/ das iſt Gottes lamb/ welches der wele ſüͤnde auff ſich umpt/ dieſer iſts/ von dem ich euch ge⸗ ſagt hab/ nach mir kompt eyn man/ welcher vor mir gewe⸗ ſen iſt denn er war ehe denn ich/ vnd ich kandte yhn nicht/ ſonidern auff das er offenbar wuͤrde yñ Iſrael/ darumb bin ich komen zu teuffen mit waſſer. eee Vnd Joannes zeugete vñ ſprach/ Ich ſahe das der geiſt ernidder ſteig/ wie eine taube/ vom himel/ vñ bleib auff hm/ vnd ich kandte yhn nicht aber der mich ſandte zu teuffen mic waſſer/ der ſelbige ſprach zu mir/ Auff welchen du ſehen wirſt den geiſt nidder ſteigen vnd bleiben/ der ſelbige iſts/ der mit dem heiligen geiſt teuffet/ vnd ich ſahe es/ vnd zeuge⸗ te/ das dieſer iſt Gottes ſon. M N Des andern cages ſtund abermal Joannes vnd zween ſeiner iuͤnger/ Vnd als er ſahe Jeſum wandeln/ ſprach er/ Sihe/ das iſt Gottes lamb. Vnd zween ſeiner luͤngern hoͤ reten yhn reden/ vnd folgeten Jeſu nach. Jeſus aber wand⸗ te ſich vmb vnd f ſie nachfolgen/ vnd ſpꝛach zu vhn/ Was ſuͤchet phr? Sie aber ſprachen zu yhm/ Babbi/ das iſt ver⸗ dolmetſchet/ Meyſter/ wo biſtu zur herberge! Er ſprach zu bn/ Höpt vnd ſehets. Sie kamen vnd ſahens vnd bliben den ſelbigen tag bey ſhn. Es war aber vmb die zehende ſtunde. Einer aus den zween/ die von Joanne höͤreten vnd Je⸗ ſu nachfolgeten/ war Andꝛeas der bruder Simonis Peer/ Der ſelbige findet am erſten ſeyten bruder Simon/ vnd ſpricht zu hhm/ Wir haben den Meſſias funden/ welchs iſt 22— Ti verdol Euangelion ver dolmerſcht/ der geſalbete/ vnd füret yhti zu Jeſtu. Da jhn ah ſahe/ prach er/ Du biſt Simon Jonas ſon/ du ſole 6 Lephas ae do wird verdolmeeſcht/ ein fels. 1 es andern cages wolte Jeſus widder vnm Galileaaann 0 zihen/ vnd findet Philippon/ vnd 125 zu yhm/ Yolge 0 myꝛ nach. Philippus aber waꝛ von Bethſalda aus de: ſtad b Aurea vnd Pecrus. dene findet Nathanael/ vnd 1 ſpricßt zu yhm/ wir haben den funden/ von welchem Mo⸗ ſes yhm geſetz vnd die Propheten geſchrieben haben Je⸗ 1 ſum Joſephs ſon von Nazarech. Vnd Nachanael ſprackßh du phm Was kan von Nazarech guceo komen: Philppu s ſtricht zu yhm/ Rom vnd ſihe es. 4 FDeſus ſahe Nachanael zu yhm komen/ vnd ſpricht von 9 vhm/ Sihe ein rechter Iſtacliter/ vnn welchem keyn be- aug iſt⸗ Nathanael ſpꝛicht zu pom/ Wo her kenneſtu niche 4 Feſuss antwortet vnd ſpꝛach zu vhm/ Ehe denn dir Philip 1 pus rief/ da du vnter dem feygenbawm wa reſt/ ſahe ich dich Nachanael antwortet vnd ſprach zu yhm/ Rabbi/ du biſt ö one ac Gockes ſon du biſt der koͤnng von Iſrael. Jeſus anewor⸗ ber b prach zu ohm Du gleubeſt/ well ich dir geſage habe/ das ich dich geſehen habe vnter dem feygebawm/ du wirſt 64 noch groͤſſers denn das ſehen. Vnd ſprach zu yhn/ Warlich 1 wazlich ſage ich euch/ von nu an werdet vhr den himel offen 8 ſehen vnd die Engel Goctes auff vnd nidder faren auff des 1 menſchen ſon.. 4 Oas ander. Capitel. 5 n K. 75 3 4 88 15 Ndam dritten tage ward eine hochzeit zu Cana 9 4 7 e 8 1 a ynn Galilea/ vnd die mucter Jeſu war da. Jeſus f aber vnd ſeine iuͤnger wurden auch auff der hochzeit gela⸗ 1 „„ den. 0 unc wn ndr Thili sch dc Bab n U cus rte, EE om lui n Ainle M arg v fe den. Vnd dare un wein gehrach/ ſpricht die mutter Jiſu zuhhm/ Sie haben keinen wein. Jeſus ſeuche e 255 Weib was habe ich mit dir zu ſchaffen? eine ſtunde iſt noch niche komen. Seyne mutter ſpricht zu den dienern/ Was er euch ſaget das chuec/ Es waren aber alda ſechs ſteinern waſſer kruͤge geſetzet/ nach die weyſe der Jůͤdi⸗ — n— vnn he einen/ zwey odder Heſus ſpriche zu vhn/ Nuͤllet die waſſer kruͤge mit waſ⸗ ſer. Vnd ſie fuͤlletett ſie bis ohen an. Vnd er ſpr icht zu ph⸗ nen/ Schepffet mu vnd bringes dem ſpeiſe meiſter. Vnd ſie hruchtens. Als aber der ſpeiſe meiſter koſtet den weyn/ der waſſer geweſen war/ vnd wuſte nicht von wannen er kam/ die diener aber wuſteno/ die das waſſer geſchepffet hatten/ Buffet der ſpeiſe meiſter dem breuegam/ vñ ſpricht u yhm/ —— zum erſten guten wein/ vnd wenn ſie trune⸗ ken worden ſind/ als denn den geringern/ du haſt den guten wem biſzher behalten. Das iſt das erſte zeichen das Jeſite chet/ geſchehen zu Cana ynn Galilea/ vnd offenbarte ſeine herlickeit. Vnd ſei nei uͤnger gleubten an ihn. Darnach zoch er hinah gen Ca⸗ pernaũm/ Er/ ſeine mutter/ ſeine bruͤder vnd ſeine luͤnger/ vnd bleib nicht lange daſelbs. 7 9 5 Vnd der Juden oſtern war nahe/ vnd Jeſus zog hiu⸗ auff gen Jeruſalem/ vnd fand ym cempel ſiczen die da och⸗ en/ ſchaffe vnd cauben feil hatten/ vnd die wechſzler. Vnd er machte eine geiſſel aus ſtricken/ vñ treib ſie alle zum tem⸗ pel hinaus/ ſampt den ſchaffen vnd ochſſen/ vnd verſchucce den wechſßzlern das geld/ vnd ſties die eiſche vmb/ vnd ſprach du denen/ die da tauben feil haccẽ/ Tꝛaget das von dannen/ 2 üüj vnd pfal. 6s. enen vnd machet nicht meines vaters haus zum kauff hauſc. Sei⸗ * ne lnger aber gedachten dran das geſchriehen ſtehet/ Der eyffer deines hauſes hat mich freſſenm. Da antworten nu die Juden vñ ſprachen/ Was fuͤr ein zeichen zeigeſtu vns/ das du ſ oͤlches chun muͤgeſt! Jeſus ant wortet vñ ſpꝛach zu yhn/ Brechet dleſen tempel/ vñ am drit ten tage wil ich yhn auffrichten. Da ſprachen die Juden/ Dieſer tempel iſt ynn ſechs vnd viertʒig iaren erbawet/ vñ du wilt jhn vnti dreien tagen auffrichten: Er aber redet von dẽ tempel ſeines leibes. Da er nu aufferſtandẽ war von den todten/ gedachten ſeine iuͤnger dran/ das er dis geſagt hac⸗ 95 gleubten der ſchrifft/ vnd der rede/ die Jeſus geſagt Alls er aber zu Jeruſalem war ynn den oſtern auff dem feſt/ gleubten viel an yhn/ da ſie die zeichen ſahen/ die er het. Aber Jeſus perera wet ſich yhnen nicht/ denn er kandte ſie alle/ vnd bedurffte nicht/ das pemand zeugnis gebe von ei⸗ nem menſchen/ deñ er wuſte wol/ was ym menſchen war. Das dritte. Capitel. d r I S' ar aber ein menſch vnter den Phauſcern mic namen icodemus/ ein öberſter vnte: den Juden/ der kam in de bey der nacht/ vñ ſprach zu vhm/ Meiſter/ wir wiſſen/ das du biſt ein lerer von Gott komen/ denn nie⸗ mand kan die zeichen chun/ die du chuſt/ es ſey denn Gotc mit hm. Hege antwortet vnd ſprach zu yhm/ Warlich warlich/ ich ſage dir/ Es ſey denn das yemand von newen geporn werde/ kan er das reich Goctes nicht ſehen. Nicode⸗ mus ſpricht zu yhm/ Wie kan ein menſch geporn werden/ wenn er alt iſt? kan er auch von newen pñ ſemer mutter leib gehen/ ——— ů———— —— Jam gehen/ vnd geporen werden: Je warlich 110 kompt/ vnd wo hin er feret. Alſo iſt ein geiſt geporn iſt. e bel nn Nicodemus antwortet vnd ſprach zu yhm/ Wie mag ſolchs zu gehen · Jeſits antwortet vnd ſpꝛach zu jm /Biſtu ein meiſter yñ Israel/ vñ weiſſeſt das tucht: Warlich war⸗ lich/ ich ſage dir/ wir reden das wir wiſſen/ vnd zeugen das wir geſehen haben/ vnd vhr nempt vnſer zeugnis niche an/ Gleubt vhr nicht/ wenn ich euch von yrdiſchen dingen ſa⸗ ge/ wie wurdet yhr gleuben/ wenn ich euch von hymeliſehen dingen ſagen wuͤrde. 95 glicher der aus dem Dnd niemand feret gen hymmel/ denn der von hymmel vun ertidder komen iſt/ nemlich des menſchen ſon/ der vm hum⸗ mel iſt. Vnd wie Moſes vnn der wuͤſten eine ſchlangen er⸗ hoͤhet hat/ alſo mus des menſchen ſon erhoͤhet werden/ auff das alle die an hn gleuben/ nicht verloren werden/ ſondern das ewige leben haben. ur Alſo hat Got die welt geliebet/ das er ſeinen einigen ſolt gab/ auff das alle die an pon gleuben/ nicht verloren werden ſondern das ewige leben haben/ Denn Gott hat ſeinen ſon nicht geſant vnn die welt/ das er die welt richte/ ſondern das die welt durch jhn ſelig werde. Wer an ſbn gleubet/ der wird tucht gerichtet/ wer aber rucht gleubet/ der iſt ſchon gerich⸗ — kt/ denfi er gleubet nicht un den namen det eungepornen ſo⸗ ne Gottes. Das iſt aber das gerichte/ das das liocht vnn die welt komen iſt/ vñ die menſchen lieheten die finſterms mehr denn das liecht/ denn jhꝛe werck waren boͤſe. Mer arges thut/ der haſſet das liecht/ vnd kompt tucht an das liocht/ auff das ſeine werck nicht geſtraffet werden. Wer aber die warhert chut/ der kompt an das liecht/ das ſeine werek offenbar wer⸗ den/ denn ſie ſind vnn Gott gethan. Diarnach kam Jesus vnd ſeine fuͤnger vnn das Ju⸗ diſche land/ vnd hace daſelbſt ſein weſen mit yhn vnd cauf⸗ fet. Joannes aber tauffet auch noch zu g don nahe bel Sa⸗ lum/ denn es war viel waſſers da ſelbs/ vnd ſie kamen dahin vnd lieſſen ſich teuffen/ denn Joannes war noch nicht yns gefetieknis geleget. a e Da erhuͤb ſich eine frage vnter den iuͤngern Joannts ſampt den Juden/ vber der reinigung/ vnd kanſen zu Jo⸗ annen vnd ſprachen zu vhm/ Meiſter/ der bey dir war ihen⸗ ſeid dem Jordan/ von dem du zeugeteſt/ ſhe/ der teuffer/ vñ pheder man komp zu vhm. Joannes antwortet vnd ſprach/ Nein menſch kan nichts nemen/ es werde yhm dein gegeben vom hymmel/ yhr ſelbs ſeyt meine zeugen/ das ich geſagt habe/ Ich ſey nicht Chriſtus/ ſondern fuͤr vhm her grſand. Wer die braut hat/ der iſt der breutgam/ der freund aber des breutgams ſtehet/ vnd hoͤret yhm zu/ vnd frewet ſich hoch vber des breuegams ſtimme/ die ſelhige meine frede iſt nu er⸗ fuͤllet/ Er mus wachſen/ ich aber mus abnemen. Der von oben her kompt/ it vber alle/ Wer von der er⸗ den iſt/ der iſt von der erden/ vnd redet von der erden. Der vom Hymcl kompt/ der iſt vber alle vnd zeuget was er geſe⸗ hen vnd gehoͤret hat/ vnd ſein zeugnis ne,, f 5 8 er r ———.— S. Jonmnes. Wer es aber auffnimpt/ der verſigeles/ das Got warhafftich ſey Denn welchen Gott geſandt hat/ der redet Gottes wort/ denn Got gibet den geyſt nich nach dem maſs. Der pater hae den ſon lieb/ vnd hat vhm alles vnn ſeine hand ge⸗ geben. Wer an den ſon glewbet/ der hat das ewige dhe We den ſon nicht glewhet/ der wird das leben nicht ſehen/ ſon⸗ dern der zorn Gottes bleibet vber yhm. Das. verde. Capitel. 125 5 Anu Jeſus ynnen ward/ das fuͤr die Phariſcer omen war/ wie Jeſus mehr iuͤnger machet vnd cteuffet denn Joannes(wie wol Jeſus ſelber nicht teuffet/ ſondern ſeine ſuͤnger) verlies er das land Judea/ vnd zog widder ynn Galilean/ Er muſte aber durch Samaria rei⸗ ſen/ da kam er vnn ein ſtad Samarie/ die heiſſet Sichar/ 2 aber daſelbs Jacobs brun. Da nu Deſuis muͤde war von der reiſe/ ſatzte er ſich alſo auff den brun/ Vnd es war vmb die ſechſte ſtunde. e e Da kompt ern weyb von Samarta/ waſſer zu ſchop⸗ fen/ Jeſus ſpricht zu yhr/ Gib mir drincken/ Denn ſeine nunger waren hingegangen vnn die ſtade/ daszſie ſpeiſe keuff ten. Spricht nu das Samaritiſch weib zu vhm? Wie bic⸗ teſtu von mir trincken/ ſo du ein Jude biſt/ vñ ich ein Sa⸗ mariciſch weib! Deñ die Juden haben keyn gemeinſchafft mit den Samaritern. Jeſus antwortet dudſprach li hr/ Wenn du erkenteſt die gabe Gocces/ vnd wer der iſt/ der zu dir ſagec/ gib mur crincken/ du beteſt yhn/ vnd er gebe dir le⸗ bendiges waſſer. Van zu yhm das weyb/ err/ ha⸗ ſtu doch nichts/ damit du ſchepffeſt/ Vnd der 97 G N kleff/ nahe dem felde/ das Jacob ſeinem ſon Joſepß gab/ Es wa: tieff/ wo her haſtu g waſſer? Biſtu mchr denn vnſer vater Jacob/ der vn dieſen brun gegeben hat/ vnd er hat draus gecruncken/ vnd ſeine kinder vnd ſein welde viech⸗ Jeſus antwortet vnd ſprach zu yhr/ Wer des waſſers trincket den wird wider duͤꝛſten/ Wer aber des waſſers erinc ken wird/ das ich ihm gebe/ den wird ewiglich nicht dlůꝛſten/ ſondern das waſſer/ das ich jhm geben werde/ das wird ynn vhm ein brun des waſſers werden das vnn das ewige leben qiullet. Spꝛicht das weib zu yhm/ Gerr/ gib mir das ſelbige waſſer/ auff das mich nicht duͤrſte/ das ich nicht her komen muͤſſe zu ſchepffen. Jeſus ſpricht zu yhr/ Gehe hin/ ruffe dei⸗ nem manne/ vnd kom her. Das weib anewortet vnd ſpꝛa⸗ ch/ Ich habe keinen man. Jeſus ſpricht zu vhr/ Du haſt recht geſagt/ ich habe keinen man/ funff menner haſtu ge⸗ habt/ vnd den du nu haſt/ der iſt nicht dein man/ da haſtu recht geſage. a Das weib ſpucht zu vhm/ Ser/ ich ſehe das du eyn Pꝛo phec biſt/ Vnſer veter habẽ auff dieſem berge angebeteet/ vñ vhr ſagee/ zu Jeruſalem ſey die ſtete/ do man anbeten ſoͤlle. Jeſus ſpricht zu yhr/ Weib gleube mir/ Es kompt die deit/ das yhr wider auff diſem berge/ noch zu Jeruſalem werdet den vacer anbeten/ yhr wiſſet nicht was jh anbetet/ wir wiſ⸗ ſen aber was wir anbeten/ Denn das heyl kompt von den Juden. Aber es kompt die zeit/ vnd iſt ſchoͤn itzt/ das die Warhafftigen anbeter werden den vater anbecen ym geiſt/ vnd ynn der warheyt/ Denn der vater wil auch haben/ die vhn alſo anheten. Gott iſt ein geiſt/ vñ die phn anbeten/ die muͤſſen vhn vm geiſt vnd vnn der warheit anbeten. Spricht das weibzu yhm/ Ich weis/ das Meſſias kompt/ der da Chuſtus heiſt/ wenn der ſelbige* 10 3 8 o wir ————— ͤ S. Joanſes. ſo wizd ers vns alles verkündigen. Jeſus ſpricht zu hr. Ich bitts/ der mit dir redet. Vnd vber dem kamen ſeine iunger/ bnd co nam ſie wunder/ das er mit einem weibe reder doch ſprach niemand/ was fra eſtu/ odder was redeſtu mit yhr. Da lies das weib phren rug ſtehen/ vnd gieng hin ynn die ſcad/ vnd ſpriche zu den leuten/ Fomet ſehet einen men⸗ ſchen/ der mur geſaget hat/ alles was ich gechan habe/ ober 38 Chriſtus ſey. Ta giengen ſie aus der ſtad/ vnd kamen zu yhm. 0 In des aber er maneten hn die iuͤnger/ vnd ſprachen/ MDeiſter/ is. Er aber ſprach zu vhn/ Ich habe eine ſpeiſe zu eſſen/ da wiſſet jhr niche pon. Da ſprachen die ruͤnger vnter einander/ Hatt yhm yemand zu eſſen gebracht: Jeſus ſpri⸗ cher hn/ Deime ſpetſe iſt die/ das ich chu den willen des der mich geſandt hat/ vnd vollende ſein werck. Sage yhr nichc ſelber/ Es ſindt noch vier monde/ ſo kompt die erndce; Sthe ich ſage euch/ hebet ewer augen auff/ vnd ſehet vnn das feld/ Denn es iſt ſchon weis zur erndte⸗ Vnd wer do ſchneit/ der empfehet lohn/ vñ ſamlet fruͤcht zum ewigen leben/ auff das ſich mitemander frewen der da ſeet vñ der da ſchneit. Denn hie iſt der ſpruch war/ Diſer ſeet/ ein and ſchneit. Ich hab euch geſand zu ſchneiden/ das hr nicht hahe geerbeicec/An⸗ der haben geerbeitet/ vnd yhr ſelt ynn yhre erbeic komen. Es gleuhten aber an pn viel der Samarꝛneer au der ſel⸗ bigen ſtad vmb des weibs rede willen welchs da zeugece Er hat mir geſagt alles was ich gechan habe. Als nu die Samariter zu yhm kamen/ VBaten ſie yhn/ das er bey yhn bleibe. Vnd er bleib zween lage da/ vnd viel mehr glewbeten vmnb ſeines wores willen/ vnd ſprachen zum weibe Wir glewben nu fort nicht vmb deiner rede willen/ wir haben ſelber Euangelionn ſelber gehöret vnd erkennet/ das dieſer iſt warlich Chriſtus der welt heiland. mee g., Aber nach zweien tagen zog er aus vnd dog ynn Gali⸗ Ther, lean/ Denn erſelber Jeſus deugete/ das ein Prophet da⸗ ber. heim nichts gilt. Da er nu ynn Galilean kam/ namen hn die Galileer auff die geſehen hatten alles was er zu Jeru⸗* ſalem auffs feſt gechan hatte/ denn ſie waren auch zum feſt 5 komen. Vnd Deſus kam abermal gen Cana vnn Gali⸗⸗ lean/ da er das waſſer hatte zu wein gemacht. Ynd es war ein koͤnigiſcher/ des ſon lag kranck zu Ca. pernaumn/ dieſer höret/ das Jeſus kam von Judea vñ Ga- lilean/ vnd qieng hin zu vhm vnd bat phn das er hinab ke⸗ me/ vnd huͤlffe ſemnem ſone/ denn er lag code kranck. Vnd Deſus ſprach zu hm/ Wenn yhr niche zeichen vnd wunder ſchet/ ſo glewöbet phr nicht. Ser k onigiſche ſpꝛach zu vhm ⸗ . hinab/ ehe denn mein kind ſtirbec. Jeſus ſpricht 1 uyhm/ Gehe hin/ dein ſon lebet. Der menſch gleubet denn 0 wort/ das Jeſüs zu yhm ſaget/ vnd gieng hin ⸗ vñ ynn dem 00 er hinab gieng/ begegneten vhm ſeinte knechte/ verkuͤndiget vnd ſprachen/ Dein linde lebet. Da forſchet er von dhn die ſtunde/ nn welcher es beſſer mit vhm worden war. Vñ ſieſprachen zu yhm/ Geſtern vmb die ſiebende ſtunde ver⸗ lies yn das fieber. Da mercket der vater/ das vmb die ſtun de were ynn welcher Jeſus zu vhm geſaget hatte/ dein ſon lebet. Vnd er gleubet mit ſeinem gantzen hauſe. Das iſt das ander zeichen/ das Jeſus chet/ da er aus Judea vnn Galilean kam. Darnach = S A and O und ande uch Un I bench LI m pie ver f . N x ſi /e me II I. Sas Ie l 6 gie 2 2 ſpricht er zu phm/ Wileu geſund werden: Der krancke ant⸗ wortet yhm/ Herr/ ich habe keinen menſchen/ weñ das waſ⸗ ſer ſich beweget/ der mich nn den teich laſſe/ vnd wenn ich kome/ ſo ſteiget ein ander für mir hinein. Deſus ſpricht zu yhm/ Stehe auff/ nim dein bette vnd ge he hon. nd alſo bald ward der menſch geſund/ vnd nat ſein becte/ vñ gieng hin. Es war aber des ſelbigen tages der Sabbath. Da ſpꝛachen die Juden zu dem/ der geſunnd war worden/ Es iſt heut Sabbaͤch/ es zunpt dir nicht das becte zu tragen. Er antwortet vhn/ Der mich geſund macher/ der ſprach/ nim dein bette vnd gehe hin. Da 1 ſie jhn/ Mer iſt der menſch/ der zu dir geſagt hac/ nym dein bette vñ gehe hin? Der aber geſund war worden/ wuſte nicht wer er war/ denn Jeſüis war gewichen/ darumb das viel volcks da wa. it! tscled d0 e Darrnach fand yhn Deut vm tempel/ vñ ſprach zu jhrn Size zu/ du biſt geſund worden/ ſundige fort nichemehr⸗ das dir nicht etwas ergers widerfare. Ser meſch gieng hit vnd verküͤndigets den Juden/ s ſey Seen pon geſund gemacht Mar. iq. Cuangelon gemacht habe. Dauumb/ verfolgeten die Juden Jeſum/ vñ crachteten jhm nach/ das ſie vhn cödten/ das er ſoͤlchs gethan hatte auff den Sabbach. Jeſus aber antwortet jhn/ Mein vater wirckec bis her/ vnd ich wirke auch. Darumb trachten yhm die Juden nu viel mehr nach das ſie yhn coͤdten/ das er nicht allein den Sabbach brach ſondern ſaget auch/ Gott ſey ſein vater/ vnd machet ſich ſelbs Gott gleic. Da antwortet Jeſus vnd ſprach zu yhn/ Warlich war⸗ lich/ ich ſage euch. Der ſon kan nichts vom jhm ſelber chun/ denn was er ſihet den vater thun/ deñ was der ſelbige thut/ das chut gleich auch der ſon. Der vater aber hact den ſon lieb/ vnd deiget yhm alles was er chut/ vnd wird yhm noch groͤſſer werck zeigen/ das vhꝛ euch verwundern werdet. Den wie der vater die codten auffweckt vnd machet ſie lebendig/ alſoauch der ſon machet lebendig welche er wil/ Denn der vater richtet niemand/ ſondern alles gerichte hat er dem ſon gegeben auff das ſie alle den ſon ehren/ wie ſie den vater ehren. Wer den ſon nicht ehret/ der ehret den vater nicht der yhn geſandt hatt. Warlich warlich ſage ich euch/ wer mein wort hoͤret/ vnd glewbet dem/ der mich geſandt hat/ der hat das ewige leben/ vnd kompt nicht ynn das gerichte/ ſondern er iſt vom tod zum leben hin durch gedrungen. GHarlich warlich ſage ich euch/ Es kompt die ſtunde/ vñ iſt ſchoöͤn itze/ das die codten werdẽ die ſtimme des ſons Got. les hoͤren/ vnd die ſie hören werden/ die werden lehen/ Den wie der vater das leben hac vnn yhm ſelber/ alſo hat er dem ſon gegeben das leben zu haben ynn vhm ſelber/ vnd hac hin macht gegeben/ auch das gerichte zu halten/ darumb das er des meliſchen ſon iſt. Verwundert euch des nicht/ Denn es erdett kompt die ſtunde/ hin welcher/ alle die pũ den grehern ſind/ * er on ſed gan Aeg ch, cha 2 0 a0* 0 05! 550 A waage cso 0. Emanderiſto, der von nur argen undi 3 n S. Jonnnes. werden ſeine ſtymme hoͤren vnd werden erfuͤr gehen/ dir da gucs gechan haben/ zur aufferſtehung des lebens/ Die aber vbels gechan haben/ zur aufferſtehung des gerichtes. Ich lan nichts von mir ſelber chun/ wie ich hoͤre ſo richte ich/ vnd mein gericht iſt gerecht/ Denn ich ſuͤche nicht mei⸗ nen willen/ ſondern des vaters willen der mich geſandc hat. So ich von mir ſelbs zeuge/ ſo iſt mein zeugnis nicht war/ 10 weis/ das ſein deugnis war iſt/ das er von mir deuget. Muhr ſchicktet zu Joannen/ vnd er zeugete von der war⸗ heic. Ich aber neme nicht zeugnis von menſchen/ ſondern ſoͤlchs ſage ich/ auff das vhr ſelig werdet. Er war ein bren⸗ nend vnd ſcheinend liecht/ yhr aber woltet ein kleine weile frölich ſein von ſeinem liechte ich aber hab ein gröͤſſer zeug⸗ nis/ denn Joannes zeugnis/ denn die werck die mir der va⸗ ter gegeben hat/ das ich ſie vollende/ die ſelbigen werck/ die ich thu/ zeugen von mu/ das mich der vater geſandt habe/ vñ der vater der mich geſand hat/ der ſelbige hat von mir gezeu⸗ get. Yhꝛ habt nie/ wider ſeitie ſtumme gehöret/ noch ſeine ge. ſtalt geſehen vnd ſein wort habt vhr nicht vñ ench wonend/ denn hr gleubet dem nicht/ den er geſandt hat. Suchet nn der ſchrifft/ denn hr meinet/ yhr habt das leben drynnen/ vnd ſie iſts/ die von mir zeuget/ vñ ph: wolt nicht zu mir komen/ das yhr das leben haben mochtet. Ich neme nicht ehre von den menſchen/ Aber ich kenne euch/ das vhr nicht Gottes liehe ynn euch habt. Ich byn komen ynn meines vaters namen/ vnd yhr nemet mich nicht an/ So ein ander wirdt vnn ſeinem eigen namen komen/ den wer⸗ det vhr anne men. Wie kund vhr gleuben/ die vhr ehre von emander nemet/ vnd die ehre/ die von Gott F. a Euangelioſi e Muhr ſolt nicht meinen/ das ich euch ſuͤr dem vater verkla⸗ gen werde. Es iſt einer/ der euch verklaget/ der Moſes auff welchen hr hoffet. Wenn phr Moſi glewbtet/ ſo gleubtet Mar.. 1 Mar. 5. Luce. 9. phr auch mir/ denn er hat von mir geſchrieben/ ſo phr aber ſeinen ſchrifften nicht glewbet/ wie werdet phr meynen woꝛ⸗ ten glewwen· NöAd Arnach fuer Jeſus vber das meer an der ſtad Ty⸗ eerias yñ Galilea/ vñ es zoch vhm viel volcks nach/ darumo das ſie die zeichen ſahen/ die er an den krancken chet. Deſüs aher gieng hinauff/ auff eynen berg/ vnd ſatzte ſich daſelbs mit ſeinen nungern. Es ware aber nahe die oſtern e der Juden feſt. Da hub Jeſus ſeyne augen auff/ vnd ſi⸗ het/ das viel volcks zu yhm kompt/ vnd ſpricht zu Philip⸗ po/ Von wannen keuffen wir brod/ das dieſe eſſen? Das ſa⸗ get er aber yhn zu verſuchen/ deñ er wuſte wol/ was er chun Wollte. Philippus antwortet vhm/ zwey hundert pffennige werd brods iſt nicht gnug/ das eyn iglicher eyn wenig ne⸗ me. Spricht zu yhm einer ſeiner iuͤnger Andreas der bru⸗ der Sunonis Petri/ Es iſt eyn knabe hie/ der hat funff 90 ſten brod/ vnd zween fiſche/ aber was iſt das vnter ſo viele; Jeſus aber ſprach/ Schaffet/ das ſich das volck lager. Es War aber viel gras an dem ort. Da lagerten ſich bey funff cauſent man. Jeſus aber nam die brod/ dancket/ vnd gab ſie den tůngern/ die nuͤnger aber denen die ſich gelagert hat⸗ 1 Deſſelbigen gleichen auch von den fiſchen/ wie viel er Da ſie —— ͤↄꝓA4Ü.——— —————— ꝗ-A D ů . 2 f 1* 4 a 1 4 2 7 4— 93 S AK. 1 e 4 7 1 5* en* Da ſie aber ſat waren/ ſprach er zu ſeinen zungern/ Saimlec die vbrigen brocken/ das nichts vmbkome. Da ſamleten ſie/ vnd flͤlleten zwelff koͤrbe mit brocken/ von den funff gerſten brod vnd zween fiſchen/ die ber bliben de⸗ lien die geſpeiſet wurden. Da nu die menſchen das zeichen ſahen das Deſus chat/ ſprachen ſie/ Das iſt warlich der Prophet/ der ynn die welt komen ſol. Da Jeſus nu mere ket/ das ſie komen wuͤrden/ vñ hn haſſchen/ das ſie phn zum k. 1 machten/ ene weich er gbermal auff den berg/ ex ſelbs o ne E Am obent aber/ giengen die luͤnger hinab an das meer vñ traten ynn das ſchiff/ vnd kamen ihenſeit des meers gen Ca pernaum/ vnd es war ſchon finſter worden/ vnd Jeſus war nicht zu phn komen/ vñ das meer erhub ſich von einem groſ⸗ 4 ſen winde. Da ſie nu gerudert hatten bei funff vnd zwen⸗ tzig odder dreiſſig feld wege/ ſahen ſie Jeſum auff dem mee: da her gehen/ yrid nahe bel das ſchiff kommen/ vnd ſie fuͤrchtent ſich. Er ſprach aber zu yhn/ Ich bins/ fuͤrchtet euch nicht. Da woleen ſie phn vnn das ſchiff nemen/ vnd alſo bald wa das ſchiff am lande/ da ſie hin fuͤnren. Des andern ages/ ſahe das volck das ihenſeid des meers ſtund/ das kein ander ſchiff daſelhs war denn das einige⸗ darinme ſeinie luͤnger getreten waren/ vnd das Jeſus niche mit ſeinen iuͤngern vun das ſchiff getreten war/ ſondern al⸗ leine ſeinſe uunger waren weg gefaren/ Es kamen aber an⸗ der ſchiſſe von(iber as nahe zu der ſtete/ da ſie das btod eſſen bund der Herr gedancket hacce. Da nu das volck ſa⸗ . 5 / das Teſus nücht da war/ noch ſeinie zuͤnger/ tracten ſie 2 guuch eit die ſchiff/ vnd kanen gen Capernaum vnd ſuch⸗ ten Jeſum. e 8 Yi Pud Enangelton Vnd da ſie phn funden ihertſeld des meers/ ſprachen ſie di vhm/ Teiſter/ wenn biſtu her komen? Testi antwortet phn ee Marlich warlich ich ſage euch/ yhr ſüchet mich nicht daruſſ/ das j: zeichen geſehen habt/ ſondern das yhr von dem brod geſſen habt/ vrid ſen ſat worden/ Wirclet ſpeiſe/ nicht die da verdirbt/ ſondern die da bleihet ynn das ewige leben/ welche euch des menſchen ſon geben wirdt/ deñ den ſelbigen hat Goct der vater verſigelt. 7 Da ſprachen ſie zu vhm/ was ſoͤllen wir thun/ das wir Soctes werck wircken: Jeſus antwortet vñ ſprach zu jhn/ Das iſt Goctes werck/ das vhr an den gleubet/ den er ge⸗ ſand hat. Da ſprachen ſie zu yhm/ Was chuſtu denn fuͤr em zeichen/ auff das wir ſehen vnd gleuben dir was wirckeſtu⸗ Vnſer veter haben hymelbrod geſſen ynn der wuͤſten/ wie Pfir dd. geſchriehen ſtehet/ Er gab ihn brod pom himel zu eſſen. Da 1 Jeſus zu phn/ Warlich warlich/ ich ſage euch/ HJo⸗ ſes hat euch nicht bꝛod vom himel gegeben/ ſondern mein ba⸗ Gottes das vom hymel kompe/ vnd gibe der welt das leben. Daſpaachen ſie zu zin/ Herr gib vns al wege ſolch brod Jeſus aber ſprach zu yhn/ Ich bin das brod des lebens/ wer zu mizkompt/ den wird nicht hungern/ vñ wer an mich gleubet/ den wurd nummer meh duͤrſten Aber ich habs euch eſage/ das phr mich geſehen habe vnd gleubet doch nicht. fes pas mir mein vater gibt/ das kompt zu myꝛ/ vnd wel . zun mor kompt/ den werde ich icht hinaus ſtoſſen/ denn ich bin bom hymmel fomen/ nicht das ich meinen wilten chu/ ſondern des/ der mich geſand hac. Das iſt aber der wille des vaters der mich geſand hat/ das ich nichts verlieꝛe on allem 7 * luͤngſtett ter gibe euch das rechte brod vom hymel/ deñ dis iſt das brod das er mir gegcben hat/ ſondern das ichs aufferwecke am ä————ů— ů ů ů ů—— 2 ——ů— Nd Schl gest Oi 7 f 171= C. Joannes. ſüͤligſten cage. Das iſt aber der wille des/ der mich geſande hace/ Das/ wer den ſon ſihet vnd glewbec an vhn/ habe datetwige lehen/ vnd ich werde phn auffer wecken am luͤng⸗ ſten tage. 20. Da murreten die Juden dauuber/ das er ſa te/ Ich bin chen, Iſt die⸗ das brode das hom hymel komen iſt/ vnd ſpra 6 ſer tucht 7 Joſephs ſon/ des bacer vnd mutter wir ken⸗ nen · wie ſpricht er denn/ ich bin vom hymel komen: Deſus alicwortec vnd ſprach zu yhn/ Murrret nicht vncerefiand/ Es kan niemand zu nur komen/ es ſey denn/ das jhn zihe der Vater der mich geſand hat/ vnd ich werde yhn auff erwecken am inüngſten cage. Ee ſtehet geſchriehen pri den Prophe⸗ ai e ten/ Sie werden alle von Goc geleret ſein. Wer es hut hoͤ⸗ ret von meine in vater vnd lernets/ der kompt zu mir Nicht das vemand den vater habe geſehen/ on der vom pater iſt/ Parlich warlich ich 111 euch/ wer an mich gleubet/ der itt das brod det lehens. E wre ve⸗ 8 85 cer haben himnel brod geſſen yñ der wuͤſten/ vnd ſind geſtor⸗ hen. Dis iſt das brod/ das vom hymel kompt/ auff das/ wer da pon iſſet/ nicht ſterbe. Ich bin das lebendige brod/ vom hymel komen/ wer von dieſem brod eſſen wird/ der wird le⸗ ben vnn ewickeit⸗Vnd das brod/ das ich geben werde/ iſt mein fleiſch/ welches ich geben werde für das leben der wel. Da zanckten die Juden Vntereittanider vñ ſpꝛachen/ wie kan dieſer vns ſeyn fteſſch zu eſſen gebẽ: Jeſus ſpꝛach zu yhn/ Warlich warlich ſage ich euch wer dec phr nicht eſſen vom fle⸗ ich des men chen ſons/ vñ crencken on ſeinem blut/ ſo habe bein leben yñ euch. er hon meinem fleiſch iſſet/ vñ trinc ket von meinem blut/der hac das ewige leben/ ynd ich werde 8 1 NV ij pl am cane 5 e 2 7 vhn am nungſten cage auffertwecken/ Denn mei fleiſch iſt die rechte ſpeiſe/ vd mei blut iſt der rechte tranck/ wer von meinem ſteiſch iſſet vnd trincket don meltem blut der blei⸗ bet ynn mir/ vnd ich ynn hm. Wie mich geſandt hat der le⸗ belidige vater/ vnd ich lebe vinb des vaters willen/ alſo/ der von mir iſſer/ der ſelbige wird auch lehen bib meitten wil⸗ len. Dis iſt das brod/ das vom hymel komen iſt: Nicht wie ewer beter haben hymelbrod geſſen/ vñ ſind geſtorben/ Wer von dieſem brod iſſet/ der wird leben vnn ewigkeit. Solchs ſaget er ynn der ſchule/ da er lerete zu Caperna⸗ 0 um. Diel nu ſeinere ruͤnger/ dle das hoͤrecen/ Pra chen/ Das iſt eme harte rede/ wer kan ſie hoͤren Da Deſus aber ber ſich ſelbs merckt/ das ſein tun ger daruͤber mur recen ſprach er zu yhn/ Ergert euch das: wie wenn yhr denn ſehen wer⸗ det des mennſchen ſon auff faren dahin/ da er vor war: Der geiſt iſts/ der da lebendig macht/ das fleiſch iſt keyn nutze. Die wort die ich rede/ die ſindd geiſt vnd ſind leben. Aber es ſind etliche vnter euch/ dle glewben lichc. Denn Jeſus wu⸗ ſte von anfang wol/ welche nicht gleubend waren vnd wel⸗ cher yhn verrhaten wuͤrde. Vnd er ſprach/ Darub habe ich elch geſaget/ Niemand kan zu nur komen es ſep pbm denn von meinem vater gegeben. 5 e Von dem an giengen ſeiner tuͤnger viel hilider ſich vnd wandelten fort nicht mehr mit yhm. Da ſprach Jeſus du den zebelffen/ wolt phꝛ auch weg gehen Da aucworter Si mon Petrus/ Herr/ wo hin ſoͤllen wir gehen du haſt wort des ewigen lebens/ vnd wir haben gegleubet vnd erkand das daebiſt Chriſtus der ſon des lebendigen Gottes. Teſus ani wortet vhn/ Gab ich nicht zwelffe erwelet/ vnd ewer einer tem caffe. Er redet aber von dem Juda Simon Bl⸗ ckanioth/ ———— ͥ ÿw—— en Atte. den. Nac dern als heimli S. Joannes. Kanoch der ſebige ven hre phn hemach/ n war derzwel ffen einer. A yrnach zoch Jeſus bmi vnn Czalilea/ def er wol es nicht vnn Judea vmb ziehen/ darumb/ das vhm Lauta de Juͤden nach dem ichen ſtelleten. Es war aber nahe der Juden feſt der lauberhuͤtten/ Da ſprachen ſeitte bruͤder zůt vhm macde dich auff von dannen/ vnd gehe ynn Judean/ auff das auch deine tuͤnger ſehen die werck/ die du uſt. Weꝛ frey auff dem plan ſeyn wil/ der handele nichts heimlichs/ wilcu ſolchs chun/ ſo offenbare dich für der welt. Den auch ſeine bruͤder glewbten nicht an yhn. Da ſpricht Jeſus zit vhn/ Meine zeit iſt noch nicht hie/ ewer zeyt aber iſt alwege/ Die welc kan euch nicht haſſen/ mich aber haſſet ſie/ denn ich zeuge von yhr/ das yhre werck hoe ſind/ Gehet hr hinauff auff das feſt/ ich wil noch nich hinauff gehen auff das feſt/ denn meine zeit iſt noch nicht erfülle. Da er aber das zu vhn geſaget/ bleib er vnn Ga⸗ lilea. Als aber ſeine bruͤder waren hinauff gangen/ Da gieng er auch hinauff zu dem feſt/ nicht cffabarlach er ch. Da ſuchten yhn die Juden am feſt vnd ſpꝛachẽ/ wo iſt der · Vñ es waꝛ ein gos gemummel von ihm vnter dem volk/ Etliche ſprachen/Er iſtfrum/ Die andi aber ſpꝛachen/ Nein/ ſon dn er verfüͤret das volck. Niemand aber redet frey võ vhm vmb d forchte willen fur dẽ Juden. Aber micten ym feſt/ gieng Jeſus hinauff vnn den tem⸗ pel vñ leret/ vnd die Juden verwunderten ſich vñſprachen/ wie kan dieſer dieſchiffft/ d er ſie doch nicht gelernet hat: Je ſus i cwortet jn vñ ſpꝛach meine lere iſt nich mei/ſon dn des der mich Hat euch ni Euangelioͤn der mich geſand hat. So pemand wil des willen chun/ der wird nnen werden/ ob dieſe lere von Gott ſep/ odder ob ich von mir ſelbs rede. Wer von vhm ſelbe redet/ der ſüchet ſeiti eigene ehre/ wer aber ſüͤchet die ehre 2 0 geſand hat/ der iſt warhafftig vnd iſt keine vngereche igkeit an vhm. DOac ca Moſes das geſecde gegeben/ vnd memand vnter euch helt das geſetze: Wa rumb ſüchet yhr mich zu tod ten? Das volck antwortet vnd ſprach/ Du haſt den teuffel/ wer ſüchet dich zu coͤdten: Jeſus antwortet vnd ſprach. Ein einiges werck habe ich gaͤhan vnd es wundert euch alle ⸗ Moſes hat euch darumb gegebẽ die beſchneidung/ nicht das ſie von Moſe kompt/ ſondern von den vetern/ noch beſchnei det yhr den menſchen am ſabbach. So ein menſch die beſch⸗ neidũg ann impt am ſabbach/ auff das nicht das geſetze No ſi gebrochen werde/ zoͤrnet yhr denn vber mich/ das ich den galitzen menſchen habe am ſabbach geſund gemacht: Nich⸗ tet nicht nach de anſehen/ ſondern richtet ein recht gerichce. Da ſprachen etliche võ Jeruſalem/ iſt das nicht der/ den ſie ſuchten zu cödten: vñ ſihe zit/ er redet frey/ vñ ſie agen vhm nichts/ kennen yhn vnſer öberſten nu recht/ das er der rechte Chriſtus ſey? doch wir wiſſen von wannen diſer iſt/ wenn aber Chriſtus kommen wird/ ſo wird niemand wiſſen/ von wannen er iſt. Da ſchrey Jeſus vm tempel/ leret vnd ſprach/ Ja yhr kennet mich/ vid wiſſet von warmen ich bin/ vnd von mir ſelbs bin ich nicht komen/ ſondern der mich geſand hat/ der ſſt der warhafftige/ welchen 5 nicht kennet/ ich kenne yhn aber/ den ich bin von yhm/ vnd er hat mich geſand. Da ſuch ten ſie yhn zu greiffen/ aber niemandt leget die hand an vhn⸗ den ſeine ſtutide war noch nicht komen. Aber viel 17 1 14 glewbtẽ ———Uͤ— —— 0 0* gleubten an pht/ vnd ſprachen/ Wenn Chriſelis komen alt el wird wird er auch mehr zeichen chun/ denn dieſer thut? ue f 0 8 8 nds kamfür die Phariſeer/ das das bolck ſölchs von Bet b vhm mummelte. Da andcen die Phariſcer vnd Hohen ind gan prieſter knechte aus/ das ſie yhn griffen. Da ſprach Deſus 10* 1 on e bin noch eine leine eit bey euch/ vnd denn gehe en ich hin zu dem/ der mich geſand hac/ hr werdet mich ſuchen 0 uf vnd tucht finden/ vnd da ich bin/ kund hr nicht hin komen. nne Daßſprachen die Juden vnteremnander/ Wo wil dieſer hin en wa gehen/ das wir jon nicht finden ſöͤllen! wil er vncer die Krie⸗ g ee chen gehen die hin vnd her zerſtrewer ligen vnd die Krie⸗ woc och chen leren: was iſt das für eine rede/ das er ſaget/ hr werdec ach me mich füchen vnd nichc finden/ vnd wo ich bin/ da kund phr ge licht hin komen 5 Ne Ailber am letzten dage des feſtes/ der ann herlechſten war 1 8 rad J ch trat Jeſuis auff ſchrep vnd ſprach wen da duͤrſtet der lome. ad he dmr vnd crincke Wer an mich gleubet/ wie die ſchrifft z ae Lager von des lebe werden flüſſedes lebendigẽ waſſero flieſ⸗ ME ſen. Das ſaget er aber von dem geiſt/ welchen empfahen ſol⸗ 60 Vc ten die an yhn gleubcen. Denn der heilige geiſt war noch um uche da dem Jeſus war noch nicht verkleret. Viel nu om uh BW bolck/ die diſe rede hoͤrecen/ ſprachen/ dieſer iſt ein rechter 0 Prophet, die andern ſprachen/ Er iſt Chriſtus/ Gclich eo, aber ſprachen Sol Chriſtus aus Galilean komen: Spri⸗ dan dene che ncche die ſchrifft/ von dem ſamen Dauld vnd von dem 18 marckce Bechlehem/ da Daund war ſolle Chriſtus ko⸗ an gl. 0 men · Alſo waꝛdt eyn zweyt rache vnter dem volck ber hm. c Es wolten aber etliche phn greifen aber memand leget die fun Hoden ej 5 ben a Die knechte kamen zu den Hohen prieſtern vnd Phari⸗ e. 5 ern/ * Cualhclon ſcern/ vñ ſie ſprachen zu yhn/ Warumb habe phr hn nicht gebracht: Die küechte aticworten Es hac niekein menſch alſogered/ wie diſer menſch. Da antworten die Phariſeer Seit phr auch verfuͤret? gleubet auch vrgend ein öͤberſter odder Phariſeer an yhn? ſondern das volck/ das nichts vom gesetz weis/ it verflucht. Spricht zu yhn Nicodemus der bey der nacht zu yhm kam/ welcher einer vnter hn war/ Richtet vnſer geſetz auch einen menſchen/ ehe man verhoͤ⸗ ret vnd erkenne was er chut:? Sie antworten vnd ſprachen zu vhm/ Biſtu auch ein Galileer? forſche vnd ſihe/ von Gallea ſtehet kein Prophet auff. Vnd eyn iglicher gieng e e Ogs. pilf.Capitel. Eſus aber gieng an den öleberg/ vnd fruͤe morgens lam eꝛ widder ynn den tempel/ vnd alles volck kam zu yhm/ vnd er ſatzt ſich vnd leret ſie. Aiͤber die eee vnd Phariſcer brachten eyn weib zu vhm/ ym ehebruch begriffen/ vnd ſtelleten ſie offent⸗ lich dar/ vnd ſpꝛachen zu yhm/ Meiſter/ dis weib iſt begrif⸗ fen auff friſcher chat ym ehebruch/ Moſes aber hat vns vm 155 gepocten/ ſoͤlche zu ſteuuigen/ Was ſageſtu: Das ſprachen ſie aber vhn zuuerſuchen/ auff das ſie eine ſache zu yhm hetten. Aber Jeſus bucket ſich nidder vnd ſchreib mie dem finger auff die erden. Als ſie nu an hielten hn zu fra⸗ gen/ richtet er ſich auff/ vnd ſprach zu phn Wer vnter euch on ſunde iſt/ der werffe den erſten ſteyn auff ſie/ vnd bucket ſich widder nidder vnd ſchreib auff die erden. Da ſie aber das höreten/ giengen ſie hinaus/ eyner nach dem andern/ von den Eltiſten an/ vnd lieſſen Jeſum alleine/ vnd 3 17 . em pont 1 S. Joannes. weib fuͤr 125 ſtehen. Jeſus aber richtet ſich auff/ vnd da er niemand ſahe denn das weib/ ſprach er zu yhr/ Weib/ wo ſind ſie/ deine verkleger:hat dich emand verdampt: Sie aber ſprach/ Herr/ memandt. Jeſus aber ſprach/ ſo ver⸗ 1 ich dich auch nicht/ gehe hin/ vnd ſuͤndige fort nicht mehr. Da redet Jeſus aber mal zu yhn vñ ſpꝛach/ Ich bin das liecht der welt/ wer mir nachfolget/ der wird niche wandeln vnn finſternis/ ſondern wirdt das liecht des lebens haben. Da ſprachen die Phariſeer zu vhm/ Du zeugeſt von dir ſelbs dein zeugnis iſt nicht war. Jeſus antwortet vñ ſprach zu yhn. So ich von mur ſelbs zeugen wuͤrde/ ſo iſt mein zeug nis war/ denn ich weis/ von wannen ich komen bin/ vnd wo ich hin gehe/ yhr aber wiſſet nicht/ von wannen ich kome/ vñ wo hin ich gehe. Vhr richtet nach dem fleiſch/ ich richte nie⸗ mands. So ich aber richte/ ſo iſt mein gerichte recht/ denn ich bin nicht alleine/ ſondern ich vnd der vater der mich ge⸗ deu,, ſandt hat. Nuch ſtehet vnn ewrem geſetze geſchrieben/ das zweier menſchen zeugnis war ſey. Ich bin/ der ich von mir ſelbs zeuge/ vñ der vacer der mich geſand hat deuget auch von mir. Da ſprachen ſie zu yhm/ Wo iſt dein vater: Jeſus antwortet/ jhr tennet widder mich/ noch memen vater/ wen yhr mich kennec/ ſo kennetet phr auch meinen vacer. Dieſe worc redet Jeſus an dem Gottes kaſten/ da er leret vñ tem⸗ pel. Vnd niemand greiff yhn/ denn ſeine ſtunde war noch nicht komen. Da ſprach abermal 55 zu yhn/ Ich gehe hin weg/ vnd vhr werdet mich ſuchen/ vnd ynn ewrer ſunde ſterben Wo ich hin gehe/ da kund yhr nicht hin komen. Da ſprachẽ die Juden/ Wil er ſich denn ſelbs koͤdten/ das er h 8 in Euangeltolt hin ich gehe/ da kůnd jhr nicht hyn komen Vnd er ſprach zu N ahn r ſeit von vnden her/ ich bin von oben herab. hr ſeit bon dieſeꝛ welt/ ich bin nicht von dieſe: welt. So hab ich euch geſagt/ das jhꝛ ſterben werdet vñ ewrẽ ſůndẽ/ den ſoyhr nicht gleubet das ichs ſey/ ſo werdet ph: ſtedbẽ yñ ewrẽ fundẽ. 15 ſprachen ſie zu vhm/ Wer biſtu denn: Vnd Jeſus ſpꝛach zu ſzn/ Eben das/ das ich mit euch ꝛede. Ich habe viel võ euch zu reden vñ zu richtẽ/ Aber d mich geſand hat iſt wa: hafftig/ vñ was ich von jm gehoͤꝛet habe/ das zede ich fůꝛ der welt. Die vemamẽ aber nicht/ das er jn von dẽ vater ſaget. Da ſprach Jeſus zu yhn/ Wenn yhr des menſchen ſon erhohen werdet/ denn werdet yhr erkennen/ das ichs ſen/ vnd nichts von mir ſelber chu/ ſondern wie mich mein vater ge⸗ leret hat/ ſo rede ich/ vnd der mich geſand hat/ iſt mit mur. Der vater leſſet mich nicht alleine/ deñ ich chu alle zeit was vhm gefellet. Da er ſoͤcchs redet/ glewbten viel an vn. Dia ſprach nu Deſus zu den Juden/ die an jhn gleubten So yhr bleiben werdet an meiner rede/ ſo ſept phr meine re⸗ cee iuͤnger/ vnd werdet die warheit erkennen/ vnd die war⸗ heit wird euch frey machen. Da antworten ſie vhm/ Wir ſind Abꝛahams ſamen/ ſind nie lein mal yemands knecht ge⸗ weſen/ wie ſprichſtu denn/ yhr ſolt frey werden?! FJeſils angwortet phn vnd ſprach/ Warlich warlich ich ſage euch/ Wer ſuͤnde chut/ d iſt ð ſuͤnden knecht/ der kneche aber bleibet nicht ewiglich vm hauſe/ d ſon bleibet ewiglich/ So euch nu der ſon frey machet/ ſo ſeyt vhr recht frep. Ich weis wol/ das hr Abrahams ſamen ſeyt/ aber yhr ſüchec mich zu toͤdten/ deñ meine rede fehet niches vnter euch/ Ich rede wat ich von meinem vater geſchen habe/ vnd yhr tur/ was yhr von ewrem vater geſehen habt. S r Die S. Joaniſes. Site anc worten vnd ſprachen zu hm/ Abraham iſt pn⸗ ker vater/ Spricht Jeſüs zu phn/ weſt yhr Abrahams kin⸗ der werec/ ſo chetet yhr Abrahams werck/ Nuaber ſüchec yhr mich zu codten/ inen ſoͤlchen menſchen/ der ich euch die warheic geſagt habe/ die ich von Gott gehoꝛet habe/ das hac Abraham nicht gethan/ yhr chut ewöers vaters werck/ Da ſprachen ſie/ Wir ſind nicht vnehelich geporn/ wir haben ei⸗ nen vater Gott. Jeſus ſprach zů yhn/ Bere Gott ewer va cer/ ſo liehet yhr mich/ denn ich bin aufgegangen bnd lome von Gott/ denn ich bin nicht von mir ſelber komen/ ſonden er hat mich geſand/ Varumb kennet phr denn meine ſpra⸗ che nicht denn yhr kund ia meine wort nicht hoͤren. Mur ſeyt von dem vater dem ceuffel/ vnd nach ewers va⸗ ters lüſt wolt yhr chun/ der ſelbtge iſt ein moͤrder von an⸗ fang/ vnd iſt nicht beſtanden ynn der warheit/ deñ die war⸗ heit iſt nicht yñ hm. Wenn er die lügen redet/ ſo redet er von ſemem eigen/ den er iſt ein logener/ vnd ein vater der ſelbigẽ. Ich aber weil ich die warhelc ſage/ ſo gleubet phr mir nicht. Melcher vnter euch kan mich einer ſuͤnde zeihen? ſo ich euch aber die warheic ſage/ warumb glewbet phr mir nicht: Mer von Gott iſt/ der hoͤret Gottes wort/ darumb hoͤret yhr nicht /denn yhr ſeyt nicht von Got. Da aneworien die Juden vnd ſprachen zu yhm/ Sa⸗ gen wir nicht recht/ das du ein Samar ter biſt vnd tzaſt den ceuffele Jeſuts antwortet/ Ich habe keinen ceuffel/ ſondern ich ehre meinen vacer/ vnd ſbꝛ vnehret mich. Ich ſüche nicht meine ehre/ es iſt aber einer/ der ſie ſuchet vnd richtet. VWoalrlich warlich ſage ich euch/ So yemand mein wort wird halten/ der wird den tod nicht ſehen ewiglich. Da ſpꝛa chen die Juden zu jhm/ Nu erkennen wir/ das du den teuf⸗ Eij felhaſt/ Cuangeltolt fel haſt/ Abraham iſt geſtorben vnd die Pdopheten/ vnd du ſprichſt/ ſo yemandt mein wort helt/ der wird den tode nicht chmecken ewiglich/ Biſtu mehr denn vnſer vater Abra⸗ ham/ welcher geſtorben iſt· vnd die Propheten ſind geſtor⸗ ben/ was machſtu aus dir ſelb· 2 Feſtts antwortet/ So ich mich ſelber 194 iſt mein ehre kuichts/ Es iſt aber mein vater/ der mich ehret/ welchen yhr ſprecht/ er ſey ewer Gott/ vnd kennet phn nicht/ ich aber kenne yhn/ Vnd ſoich wuͤrde ſagen ich kenne ſein nicht/ ſo wuͤrde ich ein lůgner/ gleich wie yhr ſeit/ Aber ich kenne yhn vnd halte ſein worc. Abraham ewer vater ward fro/ das er meynen tag ſe⸗ hett ſolt/ vnd er ſahe yhn vnd frewet ſich. Da ſprachen die Juden zu yhm/ du biſtnoch nicht funfftzig tar alt vnd taſt Abraham geſehen Jeſus ſprach zu yhn/ Warlich warlich ich ſage euch/ ehe denn Abraham ward/ bin ich. Da huben ſie ſteme auff/ das ſie auff jhn wuͤrffen. Aber Jeſus verhaꝛg ſich/ vnd gieng zum tempel hinaus. 7% 5 7 5 8 5 Das x. Capitel. Nd Jeſus gieng ſür vber/ vndſahe eynien blinden von ſeiner gepurt an/ Vñ ſeine iuͤnger fragten yhn vnd ſprachen/ eiſter/ wer hat geſͤndiget dieſer odder ſei⸗ ke eltern/ das er iſt blind geporn! Jeſus antwortet/ Es hac widder dieſer geſundiget/ noch ſeyne eltern/ ſondern das die werck Gottes offenbar wuͤrden an vm/ Ich mus wircken die werck/ des/ der mich geſand hat/ ſo lang es tag iſt/ Es kompt die nacht/ da nieman ds wircken kan/ die weil ich bin vnn der welt/ bin ich das liecht der weit. e Da er ſoͤlchs geſaget/ ſpuͤtzet er auff die erdẽ/ vñ machet 8 einen N öh At ug hoe 7 N 0— 70 h g fh et r 0 lc c che * a bt ö rice ant 1g aſpr Hand Fal Wb lch te d. Toe Ihe hend: Seme eltern antworten vñ ſprachẽ/ Wir wwiſſen/ das S. Joannes. anen kot aus dem ſpeichel/ vnd ſchmeret den kot auff des blin⸗ den augen/ vnd ſprach zu vhm/ Gehe hin zu dem ceich Si⸗ loha/ das iſt verdolmetſcht/ Geſand/ vnd waſche dich. Da gieng er hin vnd kam ſehend. Die nachbarn vnd Ade zur geſehen hatten das ein betteler war/ ſprachen/ Iſt die ſer nicht/ der da ſaſs vnd bettelt? Die andern ſprachen. Er iſts. Die andern aber/ Er iſt yhm ehnlich. Er ſelbs aber ſprach/ Ich bins. Da ſprachen ſie zu vhm/ Wie ſind deine augen auffgechan: r antwortet vnd ſpꝛach/ Der menſch/ der Jeſus heiſſet/ machet einen kot vnd e meine au⸗ . 905 vñ ſprach/ gehe hin zu dem teich Siloha vñ waſche dich Ich gieng hin vnd wuſch mich/ vnd ward ſehend. Da ſpꝛa⸗ chen ſie zu ſhm/ Wo iſt der ſelbige! Er ſpꝛach/ ich weis nicht. Da fureten ſie yhn zu den Phariſeern/ der weylandt blind war/ Es war aber Sabbach/ da Jeſus den kot ma⸗ chet/ vnd offnet ſeine augen. Da fragten ſie yhn abermal/ auch die Phariſeer/ wie er were ſehend worden. Er aber ſprach zu yhn/ kot leget er mir auff die augen/ vnd ich wuſch inich/ vnd bin nu ſehend. Da ſprachen ecliche der Phari⸗ ſeer/ Der menſch iſt nicht von Gott/ die weil er den Sab⸗ bach nicht helt. Die ander aber ſprachen/ Wie kan eyn ſim⸗ diger menſch ſoͤlche zeichen thun: Vnd es wardt eyne zwy⸗ tracht vnter vhn. Sie ſprachen widder zu dem blinden/ Mas ſageſtu von vhm hat er deme augen auffgechan!: Er aber ſpꝛach/ Er iſt eyn Prophet. Die Juden glewbten nicht von phm daz er bend gewe⸗ ſen vñ ſehend worden were/ bis das ſie riefen den eltern des/ der ſehend war worden/ vnd ſprachen/ Iſt das ewer ſon/ welchen vhr ſaget/ er ſey blind geporn: wie iſt er denn nu ſe⸗ ui dieſer „ inn Eualſgelion dieſer vnſer ſon iſt/ vnd das er blind geporen iſt/ wie er aber nu ſehend iſt/ wiſſen wir nicht/ odder wer 75 ſeine au⸗ ge auffgechan/ wiſſen wir auch niche/ Er iſt ſelber ale glug fraget vhn/ laſt yhn ſelbs fuͤr ſich reden. Soͤlchs ſagten eite eltern/ denn ſie furchten ſich fur den Juden/ deñ die Juden hacten ſich ſchon vereinet/ ſo pemand yhnfuͤr Chriſton be⸗ kennete/ das der ſelbige vnn bann gethan würde/ darumb ſprachen ſeine eltern/ er iſt alt genug/ fraget vn. Da riefen ſie zum andermal dem menſchen/ der blitid geweſen war/ vnd ſprachen/ gib Got die ehre/ wir wiſſen das dieſer menſch ein ſünder iſt. Er antwortet vnd ſprach/ Iſt er ein ſünder/ das weis ich nicht/ Eines weis ich wol/ das ich blind war/ vnd bin nu ſehend. Da ſpꝛachen ſie wider zu jhm/ Was chet er dir: wie chet er deyne augẽ auff Er ant⸗ wortet yhn/ Ich habs euch iczt geſagt/ vnd hr habes gehöͤ⸗ ret/ was woͤlt yhrs abermal hoͤren: woͤlt yhr auch ſeine tuͤn⸗ ger werden? Da fluchten ſie yhm vnd ſpꝛachen/ Du biſt ſein tünger/ wyr aber ſindt Moſes iuͤnger/ Wir wiſſen/ das Gott mit Moſe geredt hat/ dieſen aber wiſſen wir nicht ⸗ von wannen er iſt. 55 8 5 Der menſch antwortet vnd ſprach/ Das iſt ein wunder⸗ lich ding/ das vhꝛ nicht wiſſet/ von wannen er ſei/ vnd ex hac meine augẽ auffgechan: Wir wiſſẽ aber/ das Gott die ſuͤnd nicht höͤret/ ſondern ſo jemand gotfuͤrchtig iſt vñ chut ſeinen willen/ den hoͤret er. Von der welt an iſts nicht erhoͤret/ das yemand einem gepornen blinden die augen auffgechan ha⸗ be/ Were dieſer nicht von Gott/ er kuͤnde nichts thun! Sie antworten vnd ſpꝛachen zu vhm/ Du biſt gantz ynn ſuͤnden geporn vnd du lereſt vns: Vnd ſtieſſen vhn hinaus. Es kam fuͤr Zeſum/ das ſie yhn außzgeſtoſſen barten on . daer . 2 n b /w un Org wen l ce acher ff wide taff Nan br ha gh duch e m c Iwur% cn ch S. Joannes. da er yhn fand/ ſprach er zu phm/ Glewbeſtu an dem ſott Gottes: Ex ancwortet vnd ſprach Herr/ welcher iſts auff das ich an yhn glew¾be: Jeſus ſprach zu jhm/ du haſt yhn ge ſehen/ vnd der mit dir redet/ der iſts. Ex aber ſprach Sar, ich glewbe/ Vnd betet yhn an/ vnd Teſus ſprach/ Ich bin zum gerichte auff dieſe welt komen/ auff das die da nicht ſe⸗ hen/ ſchend werden/ vnd die da ſehen/ blird werden. Vnd ſoͤlches hoͤreten etliche der Mhariſeer/ die bey vhm waren vnd ſprachen zu yhm/ ſind wir deñ auch blind/ Jeſtis ſpꝛach zu yhn/ Beret yhr blund/ ſo hettet yhr keine ſund. Nu hr aber ſprecht/ wir ſind ſehend/ bleibet ewre ſuͤnde. 1 Arlich wafich ich ſage euch/ wer nicht zur chůͤr bin ein gehet pñ den ſchaffſtal/ ſonder ſteiget anders wo mem/ der iſt ein dieb vnd ein moͤrder. Der aber zur chuͤr hinem gehet/ der iſt ein hirte der ſchaffe/ dem ſelbigen chu der thuͤr hůͤter auff/ vnd die ſchaffe hoͤren ſeine ſtunme/ vnd er ruffet ſeinen ſchaffen mit namen/ vnd fuͤret ſte aus/ vnd wenüũ er ſeine ſchaffe hat außzgelaſſen/ gehet ehr für n hyti/ vnd die ſchaffe folgen yhm nach/ denn ſie kennen ſeptie ſtim⸗ me. Einem frembden aber folgen ſie nicht nach/ ſondern tie hen von yhm/ denn ſie kennen der frembden ſtimme nicht. Dieſen ſpruch ſaget Jeſus zu yhn. Sie vernamen aber ni⸗ cht was es war/ das er zu yhn ſaget. 2 Da ſprach Jeſus widder zu hn Warluch warlich/ ich ſage euch/ Ich bin die chůͤr zu den ſchaffen/ Alle die fuͤr nur komẽ ſind/ die ſind diebe on moͤrder geweſen/ Aber die ſchaf⸗ fe haben vn nicht zu gehoͤret. Ich bin die chüͤre ſo vemand durch mich eingchet/ der wird ſelig werden vnd wird ein „ E% vnd „ Eugen vnd aus gehen vnd weide finden. Vin dieb kompt nicht deñ das er ſtele/ wuͤrge/ vnd vmbbringe. Ich bin komen/ das ſie dat leben vnd volle genuͤge haben ſoͤllen. 298 Ich bin ein guter hirte/ Ein guter hirte leſſet ſein leben für die ſchaffe. Ein miedling aber der nicht hirte iſt/ des die ſchaffe nicht eigen ſind/ ſthec den wolff komen/ vnd verleſſet die ſchaffe vñ fach vnd d wolff erhaſchet vñ zurſtꝛawet die ſchaffe/ ð miedlung aber leucht/ deñ er iſt ein medluig/ vnd achtet d ſchaffe nicht. Ich bin ein guter hirte/ vñ erkenne die meinen/ vñ bin bekand den meinen. Wie mich mein vater kẽ⸗ net/ vñ ich kenne den vater/ vñ ich laſſe mein leben fuͤr meine ſchaffe. Vnd ich habe noch andere ſchaffe/ die ſind nicht aus diſem ſtalle/ vñ die ſelbige mus ich her fuͤren/ vnd ſie werden meine ſtimme hoͤꝛen/ vñ wiꝛd eine herd vnd eine hizte werdẽ. Darumb liebet mich mein vater/ das ich mein leben laſ⸗ ſe/ auff das ichs widder neme. Niemand nimpt es von mir/ ſondern ich ſelber laſſe es von mir ſelber/ Ich hab es macht zu laſſen vnd hab es macht widder zu nemen/ Soͤlch gepot hab ich empfangen von meinem vater. Da ward aber eine zwitracht vncer den Juden/ vber dieſen worten. liche ſprachen/ Er hat den ceuffel vnd iſt vnſinnig/ was hoͤret jhꝛ yhm zu:! Die andern ſprachen/ das ſind nicht wort eines be⸗ ſeſſentien/ kan der teuffel auch der blinden augen auffthun: Es ward aber kirchweihe zu Jeruſalem vnd war win⸗ ter/ Vnd Jeſus wandelte ym tempel vnn der halle Salo⸗ monie. Da vmbrimgecen hn die Juden vnd ſprachen zu vhm/ Sie lange helteſtu vnſer ſeelen auff. Biſtu Chuſt/ ſo ſage es vns fre eraus. Jeſus anewortet yhn/ Ich hab es euch geſagt/ vnd yhꝛglewbet nicht/ Die werck die ich chu yñ meines vaters namen/ die zeugen von mir/ Aber phꝛ gleubet nicht/ 1—* ——————— ⏑UW2—— lc gaſ⸗ gut/ babe Wicht e dd Dane n. Eiche sf e von Ssbe⸗ fal Al. dbl ale Salo, en Sanin 10 ff I abc 4 66 l Vn le IJſche G. Jhanies. nicht/ denn yhr ſeyt nicht von meinen ſchaffen/ als ich euch geſagt habe/ das meine ſchaffe hören mene ſtimme/ vnd ich enne ſie/ vnd ſie folgen mir/ vnd ich gebe yhn das ewige le⸗ ben/ vnd ſie werden nimmer mehꝛ vmb komen/ vñ niemand wird ſie mir aus meiner hand reiſſen. Der vater/ der mir ſie gegeben hat/ iſt groͤſſer denn alles/ vnd niemand kan ſie au meines vaters hand reiſſen. Ich vnd der vater ſind eins. Da huben die Judẽ abermal ſteine auff/ das ſte yhn ſter nigetẽ. Jeſus ant woꝛtet yhn/ Viel guter werck hab ich euch erdeyget von meinem vater/ vn welchs willen vnter den ſel bigen ſteiniget yhr mich: Die Juden antworten om/ vnd ſprachen/ Vmb des guten werckö willen ſteinngen wir dich nicht/ ſondern vmb der Gottes leſterung willen/ vnd daz du ein menſch biſt/ vnd macheſt dich ſelbs einen Gott. Je⸗ kan doch nicht gebrochen werden/ ſprecht yhr denn zu dem/ den der vater geheiliget/ vnd 15 die welt geſand hat/ du le⸗ ſterſt Gott/ darumb das ich age/ ich bin Gottes ſon: Thu ich nicht die werck meines vatert/ ſo gleubet mir nicht/ Thu ich ſie aber/ ſo glewbet doch den wercken/ woͤlt yhr mir nicht glewben/ auff das yhr erkennet vnd glewbet/ das der vater ynn mir iſt/ vnd ich ym vater. Sie ſuchten abermal yhn zu greiffen/ aber er enegieng yhn/ aus vhꝛen henden/ vñ jog hin widder ihenſeid des Jor dans/ an den ort/ da Joannes vorhin getaufft hatte/ vnd bleib alda. Vnd viel kamen zu ihm/ ſprachen/ Joannes thet kein zeichen/ abe; alles was Joannes von diſem geſagt hat/ das iſt war/ vnd glewbeen alda viel an von. 5 FR g 4 ſus ancwortet yhn/ Stehet nicht geſchrieben vun even ge⸗ ſetz/ Ich habe geſagt/ yhr ſeyt Goͤtter: So es die Goͤtter nennet/ zu welchen das woꝛt Gottes geſchach/ vñ die ſchufft 15 0. Euangelion S ag aber einer kranck/ mit namen azarus von Bechania yñ dem flecken Maria vnd yhrer ſchwe⸗ ſtern Marcha. Maria aber war/ die den Hern geſalbet hac⸗ te mit ſalben/ vnd ſeine fuͤſſe ee yhrem har/ der ſel bigen bruder Eazarus lagk kranck· Da ſandte ſeine ſchwe⸗ ſtern zu yhm vnd lieſſen yhm ſagen/ Herr/ ſihe/ den du lieh haſt/ der ligt kranck. Da Jeſus das hoͤret/ ſprach er/ Die kranckheit iſt nicht zum code/ ſondern zur ehre Gottes/ das der ſon Gottes da durch geehret werde. Jeſito aber hatte Marchã lieb vñ hre ſchweſter vñ Sazaro. Als er nu hörec das er kranck war/ bleib er zweẽ tage an dem oꝛt/ da er war. Dannach ſpricht er zu ſeinen iuͤngern Ea ſſet vns widd vnn Judean zihen. Seine uͤnger ſprachen zu yhm/ Mei⸗ ſter/ phenes mal wolcen die Juden dich ſteinigen/ vnd du wilt widder da hin: Jeſus ancwortet/ Sind nicht des ta⸗ ges z welff ſtunde: Ver des tages wandelt/ der ſtoſſet ſichnn⸗ cht/ denn er ſihet das liecht dieſer welt/ Wer aber des nachts wandelt/ der ſtöſſet ſich/ deñ es iſt kein liecht vnn yhm. Soͤl⸗ chs ſaget er/ vnd darnach ſpricht er zu yhn/ Cazarus vnſer freund iſteneſchlaffen/ aber ich gehe hin/ das ich pn auffwec⸗ ke. Da ſprachen ſeine tuͤnger/ Herr/ iſt er entſchlaffen/ ſo wirds beſſer mit yhnꝛ. Jeſus aber ſaget von ſeinem tode/ Sie meineten aber/ er redet vom lewplichen ſchlaff. Da ſa⸗ gets n Jeſits frey eraus/ Eazauts iſt geſtorben/ bñ ich bin fro vmbewren willen/ das ich nicht da geweſen bit/ das yhꝛ gleubet/ Aber laſſet vns zu yhm ziehen. Da ſprach Cho⸗ mas der genenneet iſt zwilling/ u den tuͤngern/ Gaſſet vn nit ziehen/ das wir mit hm ſteren. Dalkam Deſus/ vnd fand yhn/ das er ſchon vier tage— n;? biz chm F, 1 ö ahn N want en ng Nd ch n anch We ö F. S. 1 l n 8 ſen mein bruder were nicht geſtor S. Joannes. rabe gelegen war. Bechania aber war nahe bey Jeruſa⸗ len bepfünſßchen feld weges/ vnd viel Juden W Marchan vñ ¶ Jauan komen/ ſie zu troͤſten vber yhꝛen bru⸗ der. Als ¶ Narcha mit hoͤꝛet/ das Jeſuis konpt/ gehet ſie yhm 2 enegegen/ Daria aber bleib da heym ſitzen. Sa ſprach Marcha zu ce e eren hie gewe⸗ 0„Aber ich weis auch noch/ das/ was du bitteſt von Gott/ das wird dir Gott ge⸗ bẽ. Jeſus ſpricht zu jh:/ Dein bruder ſol aufferſtehen. Maꝛ cha ſpricht zu yhm/ Ich weis wol/ das er aufferſtehen wird vnn der aufferſtehung am iuͤngſten tage. Teſus ſprach zu yhꝛ/ Ich bin die aufferſtehung vnd das leben/ wer an mich glewbet/ d wird leben/ oh er————— wer da lebec vnd gleubet an mich/ der wird nimer mehr ſterben/ Gleuhe⸗ fu das: Sie ſpuche zu ſhm Herr/ a ich bee/ dag du biſt Chriſtus der ſon Gottes/ der vnn die welt komen iſt. Vn da ſie das geſagc hatte/ gieng ſie hin/ vnd rief phꝛer ſchweſter Maria heimelich/ vnd ſprach/ Der meiſter iſt da vnd ruffet dir. Die ſelbige/ als ſie das hoöͤret/ ſtund ſie elend auff vnd kam zu vhm/ denn Jeſus war noch nicht ynn den flecken komen/ ſondern war noch an dem ort/ da vym Mar cha war enegegen komen · Die Juden/ die bey yhr vm hauſe waren vnd troͤſten ſie/ da ſie ſahen Marian das ſie eylend auffſtund vnd hinaus gieng/ folgeten ſie yhr nach/ vnd ſprachen/ Sie gehet hin zum grabe/ das ſie daſelbs Weine. Als nu Maria kam da Jeſus war/ vñ ſahe yhr/ fiel ſie zu ſeinen fuſſen vnd ſprach zů yym/ Gerr/ wereſtu hie gewe⸗ ſen/ mein bruder were nicht geſtorben. Als Deſuüs ſie ſahe weinen vñ die Juden auch weinẽ die mic ſhꝛ kamen/ ergum⸗ mec er e Euaigelton met er yhm geiſt/ vnd ſchoͤctert ſich/ vnd ſprach/ Wo habt phꝛjhn hingelegt! Sie ſprachen/ Herr/ kom vñ ſihe es. Vnd Deſu giengen die augen vber. Da ſprachẽ die Juden/ Si⸗ he/ wie hat er yhn ſo lieb gehabt. Etliche aber vncer yhn ſpꝛa chen/ Hat er dem blinden die augen auffgechan/ kund er deñ nicht verſchaffen/ das auch dieſer nicht ſtuͤrbe! Jeſus aber ergrimmet abermal ynn vhm ſelbs vnd kam zum grabe. Es war aber eyne klufft/ vnd ein ſtein drauff gelegt. Jeſus ſprach/ hebt den ſtein ab. Spricht zu yhm Mar⸗ cha die ſchweſter des verſtorben/ Heer/ er ſtincket ſchoͤn/ deñ er iſt vier tage gelegen. Jeſus ſpricht zunhr/ Gab ich dir m⸗ cht geſagt/ ſo du gleubẽ wuͤrdeſt/ du ſolceſt die herlickeit Got tes ſehen; Da huben ſie den ſtein ab/ da der verſtorbene lag. Deſus aber hub ſeine augen empor/ vnd ſprach/ Vater ich dancke dir/ das du mich erhoͤꝛet haſt/ Doch ich weis/ das du mich a le zeit höͤreſt/ ſondn vmh des voleks willen/ das vmb⸗ 1 ſeche hab ichs geſagt/ das ſie gleuben/ du habeſt mich geſand. 105 N 2 Da er das geſagt hatte/ ſchrey er laut/ Paare kum er⸗ aus. Vñ der verſtorbene kam eraus/ gebunden mit grabtuͤ⸗ chern an fuͤſſen vnd henden/ vnd ſein geſichte verhuͤllet mit einem ſchweis cuch. Deſus ſpricht zu vhn/ Eöͤſet yhn auff/ vnd laſſet yhn gehen. Viel nu der Juden die zu Narta ko⸗ men waren/ vnd ſahen/ was 1555 chet/ gleubeten an yhn. Ecliche aber von yhn giengen hin zu den Pphariſeern/ vñ ſagten yhn/ was Jeſus gechan hatte. Da verſamleten die Hohen prieſter vnd die Phariſeer einen rad/ vnd ſprachen/ Was thun wyr! dieſer menſch thut viel zeichen/ laſſen wir yhn alſo/ ſo werden ſie alle an yhn gleuben/ ſo komen die Boͤmer vñ nemen vns land 1— 3 iner ———— Euangelion 0 ger einer/ Judas Simonis ſon Iſchauoches der vl aber nach verrhiet/ Warumb iſt dieſe ſalbe niche verkaufft vmb drey hundert pfennige/ vnd den armen gegeben: Das ſagee er aber/ nicht das er nach den armen fraget/ ſondern er war ein dieb/ vnd hacte den beutel/ vnd trug was gegeben ward. Daſprach Jeſus/ Las ſie mic friden/ ſoͤ tſte behal⸗ ten/ zum tage meiner begrebnis/ denn arme habt yhꝛ alle zeit bey euch/ mich aber habe hr nicht alle eye. Da erfur vꝛel volels der ae er daſelbs war vnd kamen nicht vmb 105 willen alleine/ ſondern das ſie auch Eazarum ſehen/ welchen er von den todten erwwecket hace. Aber die Hohen pueſter trachten darnach/ das ſie auch Ca⸗ zarum toͤdten/ denn vmb ſeinen willen giengen viel Juden hin vnd glewöten an Jeſum. e a Dies andern tages/ viel volcks das auffs feſt komen war hoͤret/ das Jeſus kompegen Jeruſalem/ vnd namen pal⸗ men zweige/ vnd giengen hinaus hm enegegen/ vnd ſchri⸗ en/ Hoſianna/ gebenedeyet iſt/ der da kompt vñ dem namen des Hern/ ein könig von Iſrael. Teſus aber vberkam elne age, eſelilt/ vnd reie draüff/ wie denn geſchrieben ſtehet/ Puͤrchte Alara dich nicht du tochter Zion/ ſihe/ dein koͤnig kompt reitende auff einem eſels fülleri. Soͤlchs aber verſtunden ſeime unge zuuor nicht/ ſondern da Jeſus verkleret ward/ da dachten ſie dran/ das ſolchs war von phm geſchricben/ vndſ oͤlche vhm gechan hatten. 1 Das volck aber das mit phm war/ da er Eadarum aus mar. dem grabe rieff/ vnd von den codcen aufferwecket ruͤmbte Pals die that/ darumb begegnee jhm auch das vock/ das ſie höꝛecẽ/ er hette ſolches zeichen gethan. Die Phanſeer aber ſpꝛachent vnteremnander/ hr ſchet/ das wir niches e 3 wele —.—— wͤ—äüäů— S. ff. 7 4 455 9— 11 5.—. S. 0 vnn E 7„ tl N 5 1 Welt leuffet vhm ua.. a Jh Ho wafen aber etliche Kriechen vnter denen die hin⸗ * a guffkomen waren/ das ſie anbetcen auff das feſt/ die craten EI. zu Philippo der von VBechſaida aus Galilea war baten Dq, 4575 75 chen/ Herr/ wir wolten Teſum gerte ſehen. faut Philppus kompe pid ſagets Andreatt/ vnd Philippus chu vnd Andreas ſagents werter o Deſus aber atiewortet yhn/ vnd ſprach/ Die zeit ift. omen/ das des menſchen ſon c verkleret werde. e ee 0„ Wal walich ageich cuch Eoſeß 5 aal, ien korn vnn die erden falle/ vnd erſterbe/ ſo bebetoa f i led hene/ wo es aber erſtirber/ ſo bringets viel fruͤchte. Wer 3 0 oil 0 ben lieb hat/ der wirds verlieren vnd wer ſein leben auff die⸗ i ſte wele haſſet/ der wirds erhalten zum ewigen leben. Wer 1 mtr dienen wil/ der folge mir nach/ vnd wo ich bin/ da ſol 10 111 dem diener auch ſem/ vnd wer mr dienen touird/ den wird n e mein vater ehren. FFF a cht 1 Iczeile meine ſeele erſchrocken/ vnd was ſol ich ſagen: en a baer hüff mir aus dieſer ſtunde/ doch darumb bin ich vnn ae i diese ſtunde komen/ Vacer ehre deinen namen. Da kamei⸗ 6. Sr neſcnmm bomhimel Ich habe vhn gechret ond wol phn at Kade aber mal ehe. Da ſpoacch das bolck das da bey ſtund vñ zubds eich u: kt Ess dennerce. Die andern ſpꝛachẽ Es redte ein N Sen int Jom. Jeſus antwortet vñ ſpꝛach/ Dieſe ſemmme 10 N Sa, vmb meſten willen geſchetzen/ ſondern vmb ewren willen. Itzegehet das gerichte pber die welt u wird der fürſte nat Fkeſek welt auſßgeſtoſſe werden vnd ich/ wenn ich erhoͤhec e perde erden ch ſie alle zu mir ziehen. Das „ ide werde von den erden/ ſo wil ich ſie alle zů mir„ eee b. e e 0 2 ontwortet yhm das volc 1 f m g. r Enaligelon das Chuſtus ewiglich bletbe/ vñ wie ſageſtu dent/ des men. Iſaie. gz ſchen ſon mus erhöͤhet werden wer iſt dieſer menſchen ſon⸗ Daſprach Jeſus du yhn/ Es iſt das liecht/ noch eine klein zac hel euch wandelt die weil phr das liecht habe das eiteß die finſternis nicht vb erfalten. Wer vm finfternis wandelt der wers nicht/ wo er hin gehe/ glewwhet an das liecht/ die weol yhrs habt/ auff das hr des ſiechtes kinder ſeyt. Sbdlehs redet Jeſurs und gieng weg vñ berbarg ſich fur phea. Dndober wol ſölche zeichen für vhn cher glewöcer ſie doch nicht an yhn/ auff das erfuͤllet wurde der ſpruch des Propheten Iſala /d eller ſaget/ Herr/ wer glewbet vnſerm predigen: vnd wemiſt der arm des Serrn offenbart: Dar⸗ umd kündten ſie nicht glewben/ den Iſaias ſaget abermal/ Er hat yhr augen verblendet ⸗ vnd Ihr hertz verſtocket/ das ſie mit den augen nicht ſehen noch mit dem hertzen verne⸗ Iq. nen/ vnd ſich bekeren/ vnd ich ſie ſeleg mechte. Sollchs ſagec Saas, da er ſeine herlickeic ſahe/ i rede ven vhm. Doch der dberſten glewhten viel an vhn/ aber vmb der Phariſeer willen bekandten ſie eo nicht/ das ſie nieht vnn den bann ge⸗ than wuͤrden/ denn ſie hatten lieber die ehre bep den men⸗ ſchen/ denn be Got (N De ſus aber ſehrey vnd ſprach/ Der an mich gletobet/ der glewoet nicht an mich ſondern an den/ der mict geſand has Vnd weer mich ſihet/ der ſihet den/ der mich geſand bar geh bin komen yñ die welt ein liecht/ auff das wer an mich glew⸗ bet/ niet ym finſternis bleibe. Vnd wer mein wort hoͤ⸗ ret/ vnd glewet nicht/ den werde ieh micht richten. Denn ich bin nicht komen/ das ich die welt richte ſondern das ich die welt ſelig mache. Wer mich verachtet vnd mimpt meine wort nicht auff/ der hat ſchon der yhn richtet. Das wort/ Welches ——— — ——— c S. Joan lies. g welches ich geredt habe/ das wird yhn richten am iuͤngſten cage/ Denn ich habe nicht von mir ſelber geredet/ ſondern der vater der mich geſandt hat/ der hat mir ein gepot gege⸗ ben was ich chun vnd reden ſol/ vnd ich weib/ das ſein gepot iſt das ewige leben/ darumb was ich rede/ das rede ich alſo/ wie mir der vacer geſagt haf. ODas. xi. Capttel. 7955 8 Vr dem feſt aber der oſtern/ da Jeſus erlennet/ N 5 Hs das ſeine dere komen war/ das er aus diſer welt zoge zum vater/ wie er hacte geliebet die ſeinen/ die ynn der welt waren/ ſo liebet er ſie ans ende/ vnd nach dem abenc eſſen/ da ſchön der ceuffel hatte dem Juda Simonis Iſcha⸗ noch yns hertz gegeben/ das er phn verrhiete/ wuſee Je⸗ ſus/ das yhm der vater hatte alles ynn ſeyne hende gegeben/ vnd das er von Gockomen war/ vnd dit Got gieng/ ſtund er vom abentmal auff/ leget ſeine kleyder ab/ vnd nam einen ſchurtz vnd vmbguͤrtet ſich/ darnach gos er waſſer ynn ein becken/ hub an den iuͤngern die fuͤſſe zu waſchen/ vnd cruͤckec ſie mit dem ſchurcze da mit er vmbgeguͤrtet war. Da kam er zu Simon Peeron/ vnd der ſelbige ſprach zu vhm/ Herr/ ſolteſtu mir meine fuͤſſe waſchen: Jeſus anc⸗ wortet vnd ſprach zu yhm/ Was ich ehu/ das weiſſeſtu itzt nicht/ du wirſts aber hernach erfaren. Da ſprach Pecrus zu yhm/ Nimmer mehr ſoltu mir die fuͤſſe waſchen. Jeſus antwortet yhm/ Verde ich dich nicht waſſchen/ ſo haſtu lein teil mit mir. Spricht zu vhm Simon Petrus/ Herr/ nicht die fuͤſſe alleine /ſondern auch die hende vnd das heubt. Soricht Jeſus zu yhm/ Wer gewaſchen iſt/ der darff nicht denn die füſſe waſchen/ ſondern er iſt gantz rein. Vnd Watts Nu yr ſepe Eugen yr ſcht enn/ aber nicht alt. Damm er wuſceſeinen verrhe⸗ ter wol/ darumb ſprach er phr ſeyt nicht alle ren. „Daer nuvhfüiſe getoaſſchen hatte vnd ſeneklepder ge nomen /ſatzte er ſich widder mider/ vnd ſprach abermal du ohn/ Wiſſet vhr/ was ich euch gethan habe · ohr heiſſet mich meiſter vnd herr/ vnd ſaget reche daran/ denn ich bins auch. Sonu ich ewer meiſter vnd herr euch die fuͤſſe gewaſſchen habe/ ſollet phr auch euch vntereinander die fü waſſchen. 5 Seim beyſpiel hab ich euch gegeben dag vhr chut wir ich euch gechã hab. Warlich ſage ich euch/ der knecht iſt nicht groͤſſer denn ſeim herr/ noch der Apoſtel gröͤſſer/ denn der vhn ge⸗ ſatid hakt. So hrſdölchs wiſſt cl igſeyt yhr/ ſo phrs chut/ Nicht ſage ich von euch allen/ ich weis welche ich erwelet habe/ ſon⸗ pſat. o · dern das die ſchrifft erfüllet werde/ Der mein brod iſſet/ der r Nat.! 0 · Luce.io/ Mat. 26 Mar. 13 Luce. 22. trit mich mit fuͤſen. Itze ſage ichs euch/ ehe denn es geſchi⸗ cht/ auff das wen eo geſchehen it das vhr gieubet cas ichs bin/ Warlich warlich ich ſage euch/ wer auff nimpt ſo ich ve mand ſendẽ werde/ der mmpt mich auff/ wer aber mich auff nimpt/ der nimpe den auff der mich geſand hart. Da ſolchs Deſus geſacht hacte/ e chuͤttert er ſich jm geiſt vnd deugete vnd ſprach/ Warlich warlich ſage ich euch/ ei⸗ ner vnter euch wird mich verrhaten. Da ſahen ſich die iuͤn⸗ ger vntereinander an/ vnd ward vhn bange/ von welchem er redet. Es war aber einer vnter ſeinen iuͤngern der zu tiſche ſas auff dem ſchos Deſu/ welchen Jeſits lieb hatte/ dẽ win⸗ cket Simon Petrus/ das er forſchen ſolte wer es were/ van dem er ſaget/ denn der ſelbige lag auff der bruſt Jeſit/ vnd ſprach du phm/ Herr/ wer iſtor? eſus antwortet/ Der iſts/ dem ich den biſſen eintauche vnd gebe. Vnd er n. fen S r r————— biſſet ein/ vnd gab yhn JInda Simonis Iſcharioch. Vñ nach dem biſſen/ fur der teuffel ynn von. Da ſprach Jeſus zu yhm/ Was du chuſt/ das chu balde. Das ſelbige aber wuſte niemand vber dem eiſche/ wo zu ers vhm ſagete. Ecliche meyneten/ die weil Judas den beutel hacte/ Jeſus ſpreche zu vhm/ leuffe was vns not iſt auffs feſt odder das er den armen etwas gebe. Da er den biſſen geno⸗ men hatte/ gieng er ſo balde hmaus/ vnd es war nacht. Da er aber hinaus gegangen war/ ſpricht Jeſus/ Nu iſt des mẽ ſchen ſon verkleret/ vnd Gott iſt verkleret ynn yhm/ Iſt Goet verkleret ynn vhm/ ſo wird yhn Gott auch verkleren vnn vhm ſelbs/ vnd wird vhn bald verkleren. 775 Lieben kindlein/ ich bin noch eine kleyne weyle bey euch/ vhr werdet mich ſuchen/ vnd wie ich zu den Juden ſaget/ wo ich hin gehe/ da kund yhr nicht hin komen. Vnd ſage euch nu/ Ein newe gepot gebe ich euch/ das vhr euch vnter⸗ einander liebet/ wie ich euch geliebet habe. Da bey wird ye⸗ derman erkennen/ das vhr meine uinger ſept/ ſo yhr liche vntereinander habt. Spricht Simon Petrus zu vhm/ Hermes antwortet phm/ Do ich hin gehe/ kanſtu mir dis mal nicht folgen/ aber du wirſt mir ber⸗ nach mals folgen. Netrus ſpricht zu yhm/ Herr/ warumb kan ich dir dis mal nicht folgen? ich wil mein leben bey dir laſſen· Jeſuts ancwortet phm/ Solteſtu dein lehen bey mir laſſen: Warlich warlich/ ich ſage dir/ Der han wirdt niche krehen/ bis du mich drep mal habeſt verleugnet. 5 DODas. xiiij. Capitel. dor ſprach zu ſeinen iuͤngern/ Ewer hertz er⸗ checke nicht/ gleubet phr an Gott/ ſo gleubet auch N Yu an mich/ ECuangelio al mich. un meines vaters hauſe ſind viel wonurgen/ wo aber das nicht were ſo wolte ich ſaget/ das ich hin gehe/ euch die ſtete zu bereiten/ vnd ob ich hin gehe euch die ſtete zu beret⸗ ten/ wil ich doch wider komen/ vnd euch zu nur nemen/ auff das vhr ſeye wo ich bin/ vnd wo ich hin gehe/ das wiſſet yhr/ vnd den weg wiſſet yhr auen. 0 Spricht zu pm Thomas/ Herr/ wir wiſſen niche wo du hin geheſt/ vnd wiekünden wir den weg wiſſen? Jeſus ſpricht zu yhm/ Ich bin der weg/ vnd die warheit vnd das leben · Niemand kompe zum vater/ de durch mich/ Wenn phr mich kennetet/ ſo kennetet yhr auch meinen vatter/ vnd bon nu an kennet pr vbn vnd habet vhn geſchen. Spricht zu m Philippus/ Herr/ zeige ns den vater/ ſo gnüͤget vns. Jeſus ſpriche iu rh/ So lange bin ich ben euch/ vnd du haſt mich nicht erkand: Philippe/ wer mech alen hat/ der hat den vater n wie ſprichſtu deñ eige vns den vater? glewbeſtu nicht/ das ich ym vatter/ vnd der vater ynn mir iſt? Die wort die ich zu euch rede/ die rede ich nicht von mir ſelbs/ der vatter aber der vnn mir wonet/ der ſelbige chut die werck. Glewbet mir/ das ich ym vater vnd der vater ynn mir iſt/ wo niche/ ſo gleubet mix do⸗ ch vmb der werck willen. N 8 WHarlich warlich ich ſage euch/ wer an mich gleubet/ der wird die werck auch chun die ich chue/ vnd wird groͤſſere den dieſe thun/ den ich gehe zum vater. Vnd ſo vhr etwas wer⸗ det den vater vnn meinem namen bitten/ das wil ich chun/ auff das der vater gechret werde ynn dem ſone. Do yhr et Was bittet vnn meinem namen/ das wil ich chunn. iebet yhr mich/ ſo haltet meine gepot/ vnd ich wil den vater bitten/ vñ er ſol euch einen anden 1 33 ei el —— n dg Ad e hep euch bleibe ewiglich/ den geiſt der warheit/ wilchen die welc nicht kan empfahen/ den ſie ſihet yhn niche/ vndkennet yhn nicht/ yhr aber kennet hn/ denn er bleybec bey euch/ Und wird vnn euch ſein. Ich wil euch niche waͤſen laſſen/ ich kome zu euch. e e 5 Es iſt noch vmb ein kleines/ ſo wird mich die welt niche mehr ſehen/ yhr aber ſolt mich ſehen/ denn ich lebe/ vnd yhr ſolt auch leben. An dem ſelbigen cage/ werdet hr erkennen/ das ich ym vater bin/ vnd yhr ynn mir/ vnd ich vnn euch. Wer meine gepot hat/ vnd helt ſie/ der iſts/ der michlie⸗ bet/ wer mich aber liebet/ der wird von meinem vacer gelie⸗ bet werden/ vnd ich werde vhn lieben/ vnd mich vhm offen⸗ are. Spricht zu phm Judas/ nicht eben e Herr/ was iſts denn/ das du vns wilt dich offenbaren/ vnd fücht der welc! Jeſus antwortet vnd ſprach zu yhm/ Wer mich liebet/ der wird meine wort halten/ vnd mein vater wird yhn lieben/ vnd wir werden zu vhm komen/ vnd wo⸗ nutig bey vhm machen. Oer aber mich nicht liebet/ der heit meine wort tcht. Vnd das wort/ das yhr hoͤret/ iſt nicht mein ſondern des vaters der mich geſand hat. 75 Solchs hab ich zu euch gered/ weil ich bey euch geweſen bin/ Aber der croͤſter/ der heilige geiſt/ welchen meyn vacer ſettden wird yũ meinem namen/ der ſelbige wirds euch alles eren/ bnd euch erynnern alles des/ das ich euch geſage habe. Dean fue laſſe ich euch/ meite fride gebe ich euch/ icht gebe ich euch wie die welt gibt. E wer hertz erſchrecke nichte vnd fuͤrchte ſich nicht/ hr habt gehöret/ dat ich eitch geſagt habe/ Ich gehe hin vnd kome widder zu euch/ Gectet yhr nich lich/ ſo wuͤrdet phr euch frewen/ das ich geſagc habe ⸗ Ich gehe zum vater/ denn der vater iſt groͤſſer 5 50 1 nd der da fruͤcht bringet/ wird er reirrigen/ das er mehr fruͤche bringe. Vhr ſert iet rein vmb des wores willen/ das ich zu elch geredt habe Bleibet ynm miꝛvnd ich nn euch. Gleich wie der rebe kan keine frucht bringen von yhm ſelber/ er blet⸗ be denn am weinſtock/ alſo auch phr nicht phr blelbet denn tr n f Ich bin der weinſtock/ hr ſeyt die reben/ Mer vnn mir bleidet/ vnd ich pri vhm/ der bringet viel fruͤcht/ denn on much f nd vhrs tucht chun. Ver nieht ynn mir bleibet/ der wid weg geworffen/ wie ein rebe/ vnd verdorret/ vnd man ſamlet ſie/ vnd wirfft ſie yns fewer/ vnd verbrenner ſie. So ohr vnn mir bleibet/ vnd mein wort bnkreuch bleiben wer⸗ , dec yhr bitten was yhr wolt/ vnd es wird euch kundderfaren. Dar ynnen wirdt meyn vater geehret/ das phr viel fruͤcht bringer/ vnd werdet meme uͤnger. Gleich wie mich mein vate: geliebet hat/ alſo hab jch euch auch geliebet/ Bleibet ynn meiner liebe. So ihr mein gepoc halte/ ſo bleibet r ynn meiner liebe/ gleich wie ich meines vacers che frucht bringet/ wird er abſchneiden/ vnd eynen iglichen meinen vater. erte ich nicht die werck gethan vnter ihn/ die vateꝛs gepot gehalten habe/ vnd bleibe ynn ſeinieꝛ liehe. Sol chs hab ich zu euch geredet/ auff das meme freude vnn euch bleibe/ vnd ewer freude volkomen werde. Das iſt mein ge⸗ pot/ das yhr euch vnteremnander liebet/ gleych wie ich euch 3 hat groͤſſer liebe deñ die/ das er ſein leben leſſec für ſeytie freundẽ Yhr ſeit meine freunde/ ſo vr chut/ was ich euch gepiete. Ich ſage hinfurt nicht/ das vor knechte ſeit/ denn ein knecht weis nicht was ſeyn herr thut. Guch aber hab ich geſagt/ das yhr freund ſevt/ Denn alles was ich habe von meinem vater gehoͤret/ habe ich euch kund gethan. 55. Mur habt mich nicht erwelet/ ſondern ich habe euch er⸗ welet/ vnd geſetzt/ das yhr hingehet vnd frucht brenget/ vnd ewre fruche bleibe/ auff das/ ſo yhr den vater bietet ynn mei⸗ nem namen/ das ers euch gebe. 121 Das gepiet ich euch/ das phr euch vntereimander lichet. nern So euch die welt haſſer/ ſo wiſſet/ das ſie mich fuͤr euch ge⸗ Luces. haſſet hat. Weret hr von der welt/ ſo hette die welt das ye lieb/ Die weil yhr aber nicht von der welt ſeyt/ ſondern ich habe cuch von der welt erwelet/ darumb haſſet euch die welt. Gedencket an meyne wort/ das ich euch geſaget habe/ de⸗ knecht iſt nicht groͤſſer denn ſeyn herr/ Haben ſie mich ver⸗ folget/ ſie werden euch auch verfolgen/ Haben ſie meim wort gehalten/ ſo werden ſie ewers auch halten. 5 Aber das alles weꝛden ſie euch thun vmb meines namens Willen/ denn ſie kennen den nicht/ der mich geſandt hact. Mef ich nicht komen were/ vñ hecte es yhn geſaget ſo hecten ſie keine ſuͤnde/ Nu aber konnen ſie niches furwenden yhre ſunde zu entſchuldigen. Wer mich haſſet/ der haſſet auch kein Eualigelion kein ander gethan hat /ſo ketten ſie keyne ſunnde. Nu aber ha⸗ ben ſie es geſehen/ vnd doch beide mich vnd meinen barer ge⸗ haſſet. Doch das erfuͤllet werde der ſpruch ynn yhrem ge⸗ pg. 35. ſetze geſchrieben. Sie haben mich on vrſache gehaſſet. Weñ aber der troͤſter komen wird/ welchen ich euch ſenden werde vom vater/ der geiſt der warheyt der vom vater auſſgehet der wird zeugen von mir/ vnd hr werdet auch deugen/ den phr ſeyt von anfang bei nur geweſen. ,, Sas cb apitel! Obcchs hab ich zu euch geredt/ das phr euch nicht er⸗ a cert/ Sie werden euch pñ den ban chun. Es kompe 2er. Aber dle heit/ das/ wer euch todter/ wird meinen er chu Gott einen dienſt dran/ Vnd ſoͤlchs werden ſie euch darum chnn/ das ſie wider meinen vater noch mich erkand haben. Aber ſboichs habe ich zu euch geredt/ auff das/ went die zeit komert wird/ das vhr dran gedencket/ das ichs euch geſagt habe⸗ Sdchs aber hab ich euch von anfang duch geſage/ den icß Warbeh eu. Nu aber gehe ich hin zu dem der mich geſande hat/ vnd niemant vnter euch fraget mich/ wo geheſt u hin! Sondern die weil ich ſölchs zu euch gered habe/ iſt ewer hertz traurens vol woꝛdẽ · Aber ich ſage euch die wanhett/ Es iſt euch beſſeꝛ⸗ das ich hin gehe/ Denn ſo ich nicht hin gehe ⸗ ſo kompt der troͤſter nicht zu euch/ So ich aber gehe/ wil ich pht zt euch ſenden/ Vñ wenn der ſelbige kompt/ der wird die welt ſtra⸗ ffen/ vmb die ſunde/ vnd vmb die gerechtickeit/ nd vmb das druch ae die ſünde/ das ſie nicht gleubẽ an mich. Vb die gerechtickeit aber/ das ich zum vater gehe/ vnd yhr mich fort nicht ſehet. Vmb das gerichte/ das Wee Ae e dig d rag, f 00 add Se, 0 7 * ach Ser K dym Ae dart tim S. Jonnnes. welt gerichtet iſt. 1 Ich habe euch noch viel zu ſagẽ/ aber jhꝛ kuͤndes itzt nicht tragen. Wenn aber ihener/ der geyſt der warheit komen wird/ der wird euch ynn alle warheyt leicten. Senn er wiꝛd nicht von yhm ſelber reden/ ſondern was er hören wird/ das wird er reden/ vnd was zukuͤnfftig iſt/ wird er euch verkuͤn⸗ digen. Der ſelbige wird mich ehren/ denn von dem meinen wird ers nehmen/ vnd euch verkuͤndigen. Alles was der va⸗ ter hat das iſt mein/ darumb hab ich geſagt/ er wirds von dem meinen nehmen/ vnd euch verkuͤndigen. Vber ein kleines/ ſo werdet yhr mich nicht ſehen/ vnd aber vber ein kleines/ ſo werdet vhr mich ſehen/ denn ich gehe zum vater. Da ſprachen etliche vnter ſeinen iuͤngern vnternan⸗ d/ Was iſt das/ das er ſaget zu vns/ vber ein kleines/ ſo wer⸗ det yhr mich nicht ſehen/ vnd aber vber ein kleines/ ſo werdet vhr mich ſehen/ vnd das ich zum vater gehe! Da ſprachen ſie/ Bas iſt das/ das er ſaget/ vber ein kleines! wiꝛ wiſſen ni⸗ cht/ was er redet. Da mercket Jeſüts das ſie jhn fragen wol⸗ ten/ vnd ſprach du yhn/ Dauon fraget yhr vnternander/ das ich geſagt habe/ ber ein kleines ſo werdet vhꝛ mich nicht ſehen/ vnd aber vber ein kleines/ werdet yhr mich ſehen/ Waꝛ lich warlich ich ſage euch/ vhr werdet weinen vnd heulen/ aber die welt wird ſich frewen/ yhꝛ aber werdet tra wu ſein/ doch ewer trawrigleit ſoll zur freude werden. Em weyb/ wenn ſie gepirt/ hat ſie trawrigkeit/ denn yhre 1 55 iſt komen/ Wenn ſte aber das kind geporn hat/ denckt ſie niche mehr an die angſt/ vm der freude willen/ das der menſch zur welt geporn iſt/ Vnd yhꝛ habt auch nu traw⸗ rigkeit/ aber ich wil euch widder ſehen/ vnd ewr hertz ſol ſich frewen/ vnd ewer freude ſol niemand von euch nehmen/ vnd an dem Eunugelion an dem ſelbigen tage werdet phr mich niche fragen. War⸗ lich warlich ich ſage euch/ ſo yhr den vater ecwas bieten wer⸗ det ynn meinem namen/ ſo wird ers euch geben/ Bißher habt ſhe nichts gebeten ynn meuiem namen/ Biteet/ ſo wer⸗ det yhr nemen/ das ewore frewde volkomen ſeo. Solchs hab ich zu euch durch ſprichwort gered/ Es klompt aber die zeit/ das ich nicht mehꝛ durch ſprich wort mic uch reden werde/ ſondern euch frey eraus verkündigen von meinem vater/ An dem ſelbigen tage werdet yhr bieten vnn meinem namen. Vnd ich ſage euch nicht/ das ich den vater fur euch bitten wil/ denn er ſelbs der vater hat euch lieb/ dar⸗ umb das vhr mich geliebet habt/ vnd geglewbet/ das ich vont Gott auſigegangen bin. Ich bin von Gott auß geganger vnd komen ynn die welt/ Widderumb verlaſſe ich die welt/ vnd gehe zum varerttt. BOShyrechen zu vhm ſeine iuͤnger/ ſihe/ nu redeſtu frey er⸗ aus vnd ſageſt kein ſprichwort/ Nu wiſſen wir/ das du alle ding weiſſeſt/ vnd bedarffeſt nicht/ das dich yemand frage/ dauumb gleuben wir/ das du von Gott auſ gegangen biſt. DFeſus antwortet yhn/ Itzt gleubet yhr/ ſehet/ es ompt die ſtunde/ vnd iſt ſchon komen/ das yhr zerftrewet werdet eint iglicher vnn das ſeine/ vnd mich alleine laſſet/ vnd ich bin nicht alleine/ denn der vater iſt bey mim. Solchs habe ich mit euch gered/ das yhr vnn mir fride habet/ vnn der wele habet yhꝛ angſt/ aber ſeid getroſt/ ich ha⸗ be die welt vber wunden. 8 55 Glchs redet Jeſus/ vnd hub ſeine augen auff gert A bimel vñ ſpꝛach/Vater/ die ſtunde iſt hie/ das du det e nen — 1 ne ſon verklereſt/ auff das dich dein ſon auch berklere, glei e wie du yhm macht haſt gegeben bber alle fleiſch/ auff das „ e eerdas ewige leben gebe allen die du 155 gegeben haſt. Das Ii g it aber das ewige leben/ das ſie dich/ das du alleine warer . Acc biſt vnd den du geſand haſt Jeſus Chriſt/ erkennen. gi Ich habe dich verk leret auff erden/ vñ vollendec das werck/ c e das du mir gegeben haſt/ das ich chun ſolt. Vnd nu verklere lun nt: mich du vater/ bey dir ſelhs/ mit der klarheit/ die ich ſur dir en hatce/ ehe die welt war. Ich habe denen namen— iche den menſchẽ/ die du mir bon der welt gegeben haſt/ Ste wa auc ren dein/ vnd du haft ſie nur gegeben/ v ſie haben dein woꝛ bn bchalten. Nu wiſſen ſte das alles was du mür gegeben hast eum ſeb von dir/ denn die wort die du mir gegeben haſt/ hab ich Nee Pn gegeben/ vnd ſie habens alngenomen vnd erkand war⸗ a hafftig/ das ich von dur aufgegangen bin/ vnd haben ge⸗ t AKledober das du mich geſand haſt. cg Ke Ich bitce ſur ſie/ vnd bitte iche fur die welt/ ſondern fur die du mir gegeben haſt/ deñ ſie ſind dein/ vñ altes was meint n n, t/ das iſt dein/ yñ was dein iſt das iſt mem/ vnd ich bin yñ e yyhn berkteret/ vnd ich bin nicht mehr prin der welt/ vnd ſie * ſind ynn de: welt/ vnd ich kome zu dir/ Heiliger vater/ erhalc ſie ynn deinem namen/ die du mir gegebẽ haſt/ das ſet einc 1 0 Sch ſeyen/ gleich wie wir. Die weil ich bey yhn war vnn ð welt/ erhiele ich ſie ynn deinem namen. Die du mur gegeben haſt/ nei die habe ich bewaret/ vnd iſt keiner von phtt verloren/ denn a fur das perlornie lind/ das die ſchrifft erfultet wuͤrde. 5 Nu aber kome ich zu dir/ vnd rede ſoͤlchs ynn der welt/ auff das ſie vnn vhn haben meme freude volkomen. Ich ha⸗ be ihn gegeben deyn wort/ vnd die welt haſſet ſie/ def ſie ſind oh uicht von der welt/ wie deñ auch ich nicht bon der welt bin. e 35 2 Ich 48 0 f Eualtgelion Ich bitte nicht/ das dll ſie von der welt nemeſt/ ſondern das du ſie bewareſt fur dem vbel/ Sie ſind nicht von der welt/ gleich wie ich auch nicht von der welt bin/ Geilige ſie vrt deiner warheit/ dein Worc iſt die warheit. Gleich wie du mi⸗ ch geſand haſt ynn die welt o habe ich ſie auch vñ die welt geſand/ ich heilige mich ſelbs fur ſie/ auff das auch ſie gehei⸗ liget ſeyen ynn der warheit. 55 Ich bitce aber nicht fin ſie alleine/ ſondern auch fur die/ ſo durch vhr wort an mich glewben werden/ auff das ſie alle eins ſeien/ gleich wie du vater vnn mi/ vnd ich vnn dir/ das auch ſie yum vns ſeyen auff das die welt glerwobe/ du habeſt mich geſand. Vnd ich habe yhn gegeben die klarheit/ die du ben haſt/ das ſie eins ſeyen/ gleich wie wir eins ſind mir gegeben h. e ich ynn yhnen/ vnd dul int. mir/ auff das ſie vollomen ſcyen ynn eines/ vnd die welt erkenne das du mich geſand haſt/ vñ lieheſt ſie/ gleich wie du mich liebeſt. 1 Vader ichwal das Woich bu auch dieſchen dier. mi gegeben haſt/ das ſie die klarheit ſehen die du mir gegeben haſt/ denn du haſt mich geliebet/ ehe denn die welt gegruͤn⸗ det ward. Gerechter vater die welt kennet dich nicht/ ich aber kenne dich/ vnd dieſe haben erkand/ das du mich geſand haſt/ vnd ich habe phn denen namen kund gethan/ vnd wil vhn kund chun/ auff das die liebe/ damit du mich liebeſt ſey vnn yhn/ vnd ich vnn vhn.„ Das. vii. Capitel. mess F Jeſus ſölchs gered hacce gienger hinaus e Mar. 14. Luce. 22 5 ſeinen ruͤngern vber den bach kidron da war ein garte/ darem gieng? ſeſus vnd ſeine tuͤnger. Judas aber der yhn verrhiet/ wuſte den ort quch/ denn Deſüs val 8 etſi S. Joan fies. let ſich offt daſelbs mit ſeinen juͤngern. Da nu Judas zit ſich hacce genomen die rote/ vnd der Hohenprieſter vnd Phauſeer diener/ lompt er dahin/ mie fackein/ lampen/ vnd mit waffen. Als nu Jeſits wuſte alles was ihm begegen ſol⸗ te/ gteng er hinaus vnd ſprach zu hn/ Wen ſucht phr: Ste Ach bun vhm/ Jeſum von Nazareth. Jeſüis ſpricht/ 2 0 s. les CCE n 1 Judas aber der vhn verrhiet/ ſtund auch bey phn/ Als ui Beſus zu hn ſprach/ ich bins/ wichen ſie zu rucke vñ fie⸗ len zů podẽ. Da fraget er ſie abermal/ Wen ſuchet vhꝛ: Sie aber ſprachen Jeſum von Nazarech. 8 Ich habs euch geſagt/ das ichs ſey/ ſucht ſoꝛdeñ nuch/ ſo laß fee dreſe gehen/ auff das das wort erfullet wurde/ welches er ſaget ich hab der keinen verloren/ die du mir gegeben haſt. Da hace Simon Petrus em ſchwerd/ vnd zoch es aus vnd ſchlug nach des Gohenprieſters knecht/ vnd hieb yhm Joan. ſein recht ore ab/ Vnd der fnecht hie Malchos. Da ſprach Dbeſus zu Petro/ Stecke dein ſchwerd ynn die ſcheyde/ ſol lch den kilch nicht trincken/ den mir mein vater gegebẽ hat: Die rotee aber vnd der vberheubtman vñ die diener der Ju den kamen Jeſum an vnd bunden vhn/ vnd fureten phtt auffs erſte zu Sannas/ der war Camphas ſchweher/ welcher des taꝛs Zoher prieſter waꝛ. Es waꝛ aber Calphas/ der den Vudden ted/ Es were gut das ein menſch wuͤrde vmbbra⸗ cht/ fur das volck... 41553 Simon Petrus aber folgete Jeſu nach/ vnd ein ander llͤtiger/ Der ſelbige iuͤnger waꝛ dem Hohenprieſter bead vnd gleng mit Jeſu hinein vnn des Bohenprieſters pal⸗ laſt. Petrus aber ſtund drauſſen fur der chuͤr. Da gieng ð and tunger/ der dem ohenprieſter bekan 5 10 1 5 0 ij rede Euaügelin redet mie der chuͤrhuterin/ vd.— hpnein. Da ſprach die chuͤrhuterin zu Peero Biſeu nicht auch dieſes menſchen uniger einer: Er ſprach/ Ich byns nicht. Es ſtũ⸗ den aber die küechte vnd diener/ vnd hacten ein kolfewer ge⸗ macht/ denn es war kalt/ vnd wermeten ſich. Petrus aber fund bey phn vnd wermerlich⸗ Aber der Hoheprieſter fraget Jeſum vmb ſeitie linger vnd vmb ſeine lere. Jeſlis ancwortet/ Ich habe frey offene⸗ lich gered fur der welt/ ch habe allezeit geleret vnn der ſchule vnd ynn dem tempel/ da alle Juden zu ſamen komen/ vnd habe nichts ym winckel gered/ was fragiſtu mich darumb⸗ frage die darumb/ die gehoret haben Was ich zu yhn gered habe/ Sihe/ die ſelbigett wiſſen/ was ich geſage habe. Als er aber ſölchs redet/ lug der deiner emer Jeſum yns ari⸗ geſichte vnd ſpꝛach/ Soltu dem Sohenpꝛeſter alſo anewoꝛ⸗ tene Jeſus antwoꝛtet/ Hab ich vbel gered/ ſo beweiſe es/ hab Mat. 2 Mar.. Auce. 24 ichaber recht gered/ was ſchlechſtu mich: Vnd Hannas ſandce yhn gebunden zu dem Hohen prieſter Camphas. Simon Perus aber ſtund vnd wermet ſich/ Da ſpra⸗ chen ſie zu vhm/ Biſtit nicht ſemer lůnger einer: Er verleu⸗ gnet vnd ſprach/ Ich bins nicht. Spricht des Hohenprie⸗ ſters knechte einer/ ein gefreundter des/ dem Peri das oh⸗ er abgehawen hatte/ ſahe ich dich nicht ym garten bey vhm: Da verleugnet Pecrus abermal/ vnd alſo bald krehet der ban. Da fureten ſie Jeſum von Caipha fur das richthaus vnd es war frue. Vnd ſie giengen nicht vnn das richthaus⸗ auff das ſie nicht vnreyn wuͤrden/ ſondern das oſterlamb eſſen moͤchten Da gieng Pilatus zu phn eraus vnd ſpe 0 0 Was bringet jr fur eine klage widder dieſen menſchẽ: Sie antwor — cc ralſe de cg be Or Sn Cue ch Eso d Jan anewenmend ſprachem Wercdecſr nigen ebe wir hetcen dir phn niche pberantwworcek. Da ſp rach! PVnd daer das 1 5 1 ein moͤrder. nd tödun Weff das cue werde dat bert Jeu wel heb er ſagec/ da er deutet/ welches todez er ſterben wurde. „ Sagieng Milacuts toidder hinein ps richchaus/ vnd neff Jeſit/ vnd ſprach zu hm/ Viſtu der Juden kong: Jeſus anewortet/ Bedeſeu das von dir ſelbs: odder haben dir andere von mir geſagt⸗ Pilatus aucwo ret/ Bin ich ein Jude: dein volck vnd die Hohenpueſter habẽ dich mit vber· antworeet/ was haſcu gechã: Jeſiis antwortet/ Mein reich it nicht von die er welt/ were meim reich von dieſer welt meine diener würden dꝛohkempffen das ich den Juden tir cht vberantwortet wuͤrde. Aber lt iſt mein reich nicht von daten. Da ſprach Pilatus zu yhm/ Ss biſtu dennoch ein k oͤnig: Jeſus antwortet/ Du ſageſts/ ich bin ia ein kö⸗ nig/ ich bin dazu geporn vñ auff die welt komen/ das ich die warhert zeugen ſol/ Wer aus der warheit iſt/ der hoͤret mei⸗ ne ſtimme. Spricht Pilacus zu vhm/ Was iſt warheit: 3 get/ gietig er widder hinaus zu den Duden/ vnd ſpricht zu hn 15 ch finde keine chuld an vbm⸗ Hrr habet aber eine gewon t/ das ich euch einen auff oſ⸗ ern los gebe/ wolt phr nu/ das ich euch der Juden könig los gebe? Da ſchrien ſie widder alleſampe/ vnd ſprachen/ dicht diefen/ lndern Barrabanm. Varrabas aber war Daz. xix. Capirel. Sf Da nam Mar. 134 Luce is.. Euiangellolf „A nam Pilacus Deſum vnd geiſſelte yhn/ vnd die r 3 55 rieges knechte flochten eine krone von dornen/ vnd ſetzten ſie auff ſein hewbe/ vnd legten phm em purpur kleid an/ vnd ſprachen/ Sey gegruͤſſet lieber Juden kong. Vñ ſchlugen hn yns angeſichee. Da gieng Pilatus widder er aus/ vnd ſprach zu vhn/ Sehet/ ich fure yhn eraus zu euch/ das vhr erkennet/ das ich keine ſchuld an phm finde. Alſo . aue Jeſus eraus/ vnd trug eine doͤrnen krone vnd pur⸗ put 18/ Vnder ſpriche u nn Seher welch ein menſch. 5 Da vhn die Hohenprieſter vnd die diener ſahen/ ſchrien ſie Nat. 27. Mar.. Knce. 23. vnd ſpꝛachen/ Creutzige/ creutzige. Pilatus ſpꝛicht zu yhn⸗ Nempt yhr vhn hin/ vnd creutzigec/ denn ich finde keine ſchuld an yhm. Die Juden antworten vhm/ Wu haben ein geſetze/ vnd nach dem geſetze ſol er ſterben/ deñ er hat ſich ſelbs zu Gottes ſon gemace. Da Pilatus das wort höret/ ſurchte er ſich noch mehr/ vnd gieng widder hinein ynn das richchaus/ vnd ſpricht zu Deſu/ Von wannen biſtu; Aber Jeſus gab jhm keiene ant⸗ wort. Da ſprach Nulacus zu phm ⸗Zedeſtu nicht mut mir: weiſtu nicht/ das ich macht habe dich zu ereutzigen/ vnd ma⸗ cht habe dich los zu geben! Jeſus antwortet/ Du hetteſt ket⸗ ne macht vber mich/ wenn ſie dir nicht were von oben erab gegeben/ Daruf/ der mich dir vber antwortet hat/ der hac groͤſſer ſunde. Von dem an erechtet Pilacus/ wie er vhn los lieſſe. Die Juden aber ſchrien vid ſprachen/ Eeſſeſtu die⸗ ſen los/ ſo biſtu des Geiſers freund niche/ denn wer ſich zum koͤnige macht/ der iſt widder den Keiſer. 0 n an Da Pilatus das worc hoͤret/ furet er Jeſum eraus/ vñ ſatze ſich auff den richtſtuel/ an der ſtete/ die da heiſt/ Pfta⸗ ſter/ auff Ebꝛeiſch aber Gabbacha. Es waz aber der ruͤſtag 8 der oſtern ed ch N. S. Joannes. der oſtert/ vinb die ſchſden ſtunde vnd ſpriche iu den Ja⸗ den/ Sehet/ ewer könig. Die ſchrien aber/ Weg/ weg mit dem/ creutzige vhn. Spricht ilacus zu vhn/ Sol ich ew⸗ ren koͤnig creutzigen?; Die Hobhenpneſter antworten/ Wir haben keinen Konig/ denn den Feyſer. Da vberancwortet er yhn/ das er gecreut:iget wurde. Sie namen aber Jeſinn an/ vnd fureten vhn hin/ Vid er trugſein creutz/ vnd gieng hinaus zur ſtecce die da heiſſet Scheddelſted/ welche heiſſet auff Ebreiſch Golgatha/ Al⸗ da creutzigeten ſie vhn/ vnd mit yhm zween ander auff bei⸗ den ſeiten/ TJeſum aber mitten enn. Pilatus aber ſchreib eine vberſchrifft/ vnd ſetzte ſie auff das creutze/ vnd war ge⸗ ſchrieben ee von Nazarech/ der Juden koͤnig. Dieſe vberſchrifft laſen viel Juden/ denn die ſtette war nahe bey der ſtad/ da Jeſus gecreutziget iſt/ Vnd es wa⸗ geſchrieben auff Ebreiſche/ Aiechiſche/ vnd Sacinſche ſprache. Da ſpꝛachen die Hohenpueſter der Juden zu Pilato/ Schꝛeib nicht/ der Juden könig/ ſondern das er geſagt habe/ ich bin der Juden könig. Pilatus antwortet/ Was ich geſchrie⸗ ben habe/ das bab ich geſchrieben. Die kriegeſiknechte/ da ſie Jeſum gecreutziget hatten/ namen ſie ſeine kleider/ vñ machcen vier cell einem iglichen kriegſznechte ein teil/ dazu auch den rock. Der rock aber war vngenehet von oben an gewircket durch vnd durch. Da ſpꝛachen ſie vntereimander/ Gaſſet pns den nicht zu tei⸗ len/ ſondern drumb loſſen/ wes er ſeit ſol⸗ Auff das erfullet wuͤrde die ſchrifft /die da ſaget/ Sie haben meitie kleider vn⸗ ter ſich geteilet/ vnd haben vber meitien rock das los gewor⸗ fen. Soͤlchs tehtten die kriegſknechte. 2 655 Ss ſtunden aber bey dem creutze Jeſu/ ſeme 1 vnd e ener Pfad. ⁊ Den Exo. 2 Sache a. das alich phr glewhet/ Denn ſolches iſt geſchehen/ das die Euaſigelion ſelner mutter ſchweſter ara Cleophas weib/ yñ Maria Magdalene. Da nu J cer/ Weib ſihe/ dat iſt dein ſon/ Danach ſpricht er zu dem tuͤnger/ Sihe/ das iſt deine mucter. Vnd von ſtund an nam ſie der zůnger zu ſich. Darnach als ane wuͤſte/ das ſchön alles volnbracht war/ das die ſchrifft erfullec wuͤrde/ ſpricht er/ Nich dur⸗ ſtet/ Da ſtund ein gefeſſe vol eſſiges. Sie aber ſulfeten ei⸗ nen ſchwam mit eſſig/ vnd legen vhn vmb einen Iſopen/ vnd hielten es vin dar zum munde. Da nu Jeſus den eſſig genomen hacte/ ſpꝛach er/ Es iſt volnbracht/ vñ neiget das hewbe vnd verſe 22 Die Juden aber/ die weil es der růſtag war/ das nicht die leichnam auff dem creutze blieben am Sabbach(denn des ſelbegen Sabbachs(ag war gros) baten ſte Pilatum⸗ das phre gebeine gebrochen vnd ahgenomen wuͤrden. Da kamen die kriegeſ knechte vnd brachen dem erſten die beine/ vnd dem andern der mit yhm gecreucziget war. Als ſie aber zu Jeſitkamen/ da ſie ſahen/ das er ſchoͤn geſtorben war/ brochen ſie yhm die heine nicht/ ſondern der kriegeßknechte einer offnet ſeine ſeice mit einem ſper/ vñ als bald gieng blut vnd waſſer eraus. 7 Vnd der das geſehen hat/ der hat es bezeuget/ vnd ſeint zeitgnis iſt war/ vnd der ſelbige weis/ das er war ſaget/auff ſchrifft erfullet wuͤrde/ Mhr ſolt vhm kein beim zubrechen. Vnd aber maleine ander ſchriffe/ Sie werden ſehen/ vnn welchen ſie geſtochen haben. Darnach bat Pilaton Joſeph pon A rimachia/ der ein 5 8 lnger Deſus ſeine mucter ſahe/ vnd den un⸗ ger da bey ſtehen/ den er lich hatte/ ſpricht er zu ſeiner muc⸗ Wr, 1— 3——ůůů K22üK.ů—T—„—[—** — 4 2 be 15 5 . S. Joannes. wa 550 lunge Jeſu war/ doch heimlich aus furchte fur den Jit⸗ irt 18 den/ das er mochte abnemen den leichnam Jeſu. Vnd Pi⸗ * 105 Alatus erlewbet es. Es kamaber auch Nicodemus/ der etwa e 1 bade komen war/ vnd brachte myꝛ rhen vñ 5 Aloen vniternander bey hundert pfunden. Da namen ſte * enn den leichnam Jeſu vnd bunden yhn mit leinen cuͤchern vñ . 1 mie den ſpecereben/ wie die Juͤden pflegen zu begꝛaben. Es n, vVaraber an der ſtete/ da er gecreutziget ward/ ein garte/ vñ A e pPrnm garten ein new grab/ vnn welches niemand phe gelegt i war/ da ſelbs hin legeten ſie Jeſum/ vmb des ruͤſtages wil⸗ Fu len der Juden/ die weil das grab nahe war. * 15 f 5 a 1 N. a e bee, Stb. Kr. Capitel. a E der Sabbacher einem kompt aria Mag da⸗ 16 Ban A lenafrue/ da es noch finſter war/ zu dem grahe vnd gg ſihet/ das der ſtein vom grabe hinweg war. Da leufft ſte vñ n e kompezu Simon Peeron vnd zu dem andern iünger/ wel Aire chen Deſus lieb hacte vnd ſpricht zu hn/ Sie haben den con t ngt Lech en aher die zipeen zu gleich/ vnd der ander tuͤnger lieff zuuor/ e küuckec hinein/ vnd ſihet die lemien geleget/ er gieng aber nicht I 0 hinem. Da kompt Simon Petrus vhm nach/ vnd gieng 0 hinein ynn das grab/ vnd ſihet die leinen geleget/ vnd das nn ſchweiſztuch/ das Jeſu vmb das hewbt gebunden wa/ tucht achten bey die leinen gelegec/ ſondern beſeitzs eingewickelt an einen ret am erſten zum grabe kam/ vnd ſahe/ vnd glewbets/ denn ſie l Euancelilon wuſten die ſchrifft noch nicht/ das er von den todten auffer⸗ ſtehen muͤſte. Da giengen die luͤnger widder zu ſamen. Maria aber ſtund fur dem grabe vnd weinet drauſſen. Als ſie nu weinet/ kulet ſie vnn das grab/ vnd ſihet zween Engel vnn wiſſen kleidern ſitzen/ einen zun hewbten/ vnd den andern zun fuſſen/ da ſie den leichnam Seſu hin gelegt hacten/ vnd die ſelbigen ſprachen zu yhr/ Weib/ was weme⸗ ſtu: Sie ſpricht zu vhn/ Sie haben memen Herr weg ge⸗ nomen/ vnd ich weis nicht/ wo ſie pn hin gelegt haben. Vf als ſic das ſaget/ wandte ſie ſich zu rucke/ vnd ſihet Jeſum ſtehen/ vnd weis nicht/ das es Jeſus iſt. Spricht Deſus zu vhr/ Weib/ was weineſtu: wen ſucheſtu: Sie meinet/ es ſey der garener vnd ſpricht zu phm/ Herr/ haſtu yhn hin getra⸗ gelt: ſo ſage mir/ wo haſtu vhn hin gelegec: ſo wil ich yhn ho⸗ ſen. Spricht Jeſüts zu vhr/ Daria. Da wandte ſie ſich vmb vnd ſpricht zu yhm/ Babunt/ das heiſſet/ Meiſter. Spricht Teſuts zu yhr/ Ruͤre mich nicht an/ denn ich bin noch nicht auffgefaren zu meinem vater/ gehe aber hin zit meinen bruͤdern/ vnd ſage jhn/ Ich fare auff zu meinem va⸗ ter vñ zu ewrem vateꝛ/ zu meinem Got/ vñ zu ewrem Gott. Maria Magdalena kommt vnd verkündiget den iuͤngern/ Ich habe den Herrn geſchẽ/ bñ ſolches hat er zu mir geſagt. Am abent aber des ſelbigen Sabbaches/ da die luͤnger verſamlet/ vnd die chuͤr verſchloſſen waren/ aus furchc fur den Juden/ lam Jeſus vnd trat mitten ein/ vnd ſpricht zu den eu, ſey mit euch. Vnd als er das ſaget/ zeiget er pn ie hende/ vñ ſeine ſeyte. Da wurden die iuͤnger fro/ das ſie den Herrn ſahen. Da ſprach Jeſits abermal zu phti/ Aeri⸗ de ſey mit euch/ gleich wie mich der vater geſand hac/ ſo ſende ich euch. Vnd da er das ſaget/ blies er ſie n „„ phn/ * Fü mar Ns h eus Ait Ene dan Keſch ph remet hin den heiligen geiſt/ welchen vhr die ſunde er⸗ laſſet den ſind ſie erlaſſen/ vnd welchen yhr ſie behaltet/ den ſind ſie behalten. ee, Thomas aber der zwelffen einer/ der da heiſſet/ zwilling war nicht bey jhn/ da Jeſus kam. Da ſagtẽ die andern iůn⸗ ger zu vhm/ Wir haben den Herrn geſehen. Er aber ſprach zu yhn/ Es ſey denn/ das ich nn ſeinen henden ſehe die negel mal/ vid lege meme finger ynn die negel mal/ vnd lege mei⸗ ne hand ynn ſeine ſeicen/ wil ichs niche glewben. Vnd vber acht dage waren aber mal ſeine tlͤtiger drin⸗ nen vnd Chomas mit yhn/ kompt Jeſus/ da die chuͤr ber⸗ ſchloſſen waren/ vnd erit mitten ein/ vid ſpricht/ ride ſey mit euch. Darnach ſpricht er zu Thoma/ Beiche deine fin⸗ ger her/ vnd ſthe meine hende/ vnd reiche deine hand her/ vñ lege ſie ynn meine ſeiten/ vnd ſey nicht vnglewbig/ ſondertt glewbig. Thomas antwortet vnd ſprach zu vhm/ Dein Herr vnd mein Gott. Spricht Jeſus zu yhm⸗Die weil du mich ge ehen haſt Choma/ haſtũ gegleubet/ Selig ſind/ die nicht ſehen ved doch glewhen. 80 Auch viel andere zeichen chet Jeſus fur ſeinen tuͤngem/ die nicht geſchꝛiebẽ ſind yñ dieſem buch/ Dieſe aber ſind geſchue ben/ das yhr glewbet/ Jeſus ſev Chriſt/ der ſon Gottes/ vñ das jh: durch den glewben das leben habet yñ ſeinem namen. — Dat. xxj. Capitel. Aonach offenbaꝛet ſich Jeſus abe; mal an dem meer Tiberias/ Er offenbaret ſich aber alſo/ Es war bey einander Simon Petrus vnd Thomas/ der da herſſec willing/ vnd Nachanael von Cana Galler vñ die ne Jebedei/ vñ andere zweẽ ſeine luͤnger. Spucht r 15 . ö 8 Euangello trus zu jm/ Ich wil hin ſiſchen gchẽ. Sie ſprechen zu jm/ So wollen wir mit dir gehen. Die gien gen hinaue vnd traten yns ſchiff alſo bald/ vñ vnn der ſelbigen nacht fienge ſie nichts. Da es aber itzt morgẽ was/ ſtund Deſus am vfer aber die nunger wuſtẽ nicht das es Jeſus war. Spuche Je ſus zu jhn/ Kinder/ habt yhꝛ nicht einen anbis: Sie antwoꝛ⸗ ten ihm/ Nein. Er ſprach aber zu vhn/ Oerffet das netz zur rechten des ſchiffs/ ſo werdet yhr finden. Da wurffen ſie/ vñ kundens nicht meh: zihẽ fur d menge der fiſche · Da ſpucht ð iünger/ welchen Jeſus lieb hatte/ zu Petro/ Es iſt ð Her. Da Sunon Wetrus höͤret/ das der Herr war/ wazff er einen mantel von ſich/ denn er war nacket vnd ſprang ns meer. Die andern nuͤnger aber kamen auff dem ſchiffe/ deñ ſie waren nicht ferne von dem lande ſondern hey zwey hun deꝛt ellen/ vñ zogen das netze mit den fiſchen. Als ſie mau tratten auffs land/ ſahen ſte kolen gelegt vnd fiſche drauff/ vnd brod. Spricht Jeſus zu yhm Bringec her von dent fiſchen die phr itzt gefangen habt. Simon Petrus ſteig hinein/ vnd zoch das netze auffs land/ vol gꝛoſſer fiſche/ lun⸗ dert vnd drey vnd funfftzig/ Vnd wie wol pr ſo viel warẽ/ zureis doch das netze nicht. Spricht Jeſus zu vhn/ Kompt vnd haltet das mal. Niemand aber vnter den ungern chuꝛ⸗ ſte yhn fragen/ wer biſtu/ deñ ſie wuſten/ das der Herr war. Da kompc Jeſus vnd nimpe das brod vnd gibts vhn/ deſ⸗ ſelbigen gleichen den fiſch. Das iſt nu das dritte mal das Jeſus offenbart iſt ſeinen iuͤngern nach dem er von den tod⸗ 2 ten aufferſtanden iſt. Da ie nn das mal gehalten hacten pricht Jeſus zu Simon Petro/ Dimon Joanna haſtu mich lieber denn mich dieſe habẽ: Eꝛſpucht zu hm/ Ja Herr/ du 1 8 n e g 1 2 5 — ——ñ—— pol Let Waal ch ralf ah Se Pen ich dich lieb babe. Spricht er zu pom/ Bede meine lammer. Spucht er aber zum andern mal zu hm/ Simon Joban⸗ Ende des Suangelj Euangelij Sancte Eucas vn 14 — f 4 de Apſel get.. DOas Erſte. C 4 „„ ,, 9 JJ!!! ophile/ n alle dem/ das 46 SSS J. 14 17 de 1113 8 e Jeſus anfieng/ beide zu 0 dun vnd zu leren bis ar 39 10 D. 8 e was nach dẽ er den Apo f . eu, welche er hatte er , diele durch den heiligen Neiſt befeß chat/ welchen er ſich nach ſeinem leiden .—cchedig erzeiget hacte/ dur ⸗ ch mancherley erweiſung/ vnd lies ich ſehen vierdig tage lang/ vnd redet mit vhn vom reich Gottes. Vnd als er ſie verſamlet hatte/ befalh er yhn/ das ſie niche von Jeruſalem wichen/ ſondern warteten auff die verheiſſung des vaters/ welche hr habe gehö rec ſprach er) von mir/ Deñ Joan⸗ nes hat mit waſſer getaufft/ yhr aber ſolt mit dem heiligen geiſt getaufft werden/ nicht lange nach dieſen tagen. Sa ſie nu zu ſamen komen waren/ fragten ſie vhn/ vnd ſprachen/ Herr/ wirſtit auff dieſe zeit widder alffrichten b das reich von Iſtael? Er ſprach aber zu yhn/ Es gebuͤre auch nicht zu wiſſen zeit odder ſtunde/ welche der ac* „ e mache Mal n„ rng Leid Uler bio 7* Ne n et e — . 5 ee — 5 7 5 f 8. 5 6 1 N 125 kachtfür behalten hac ſonderniphz werdet die kraft deo he⸗ ligen geiſtes empfahen/ welche auff euch komen wird vnd werdet meine zeugen ſein zu Jeruſalem vnd ynn gan Ju- dea vnd Samara/ vnd 19 das ende der 12 55 5 4 Vnd da er olchs geſaget/ ward eꝛauff gehahen zu ſehens/ vnd ein wolcke nam yhn auff von yhren augen/ vnd als ſie Vhm nach ſahen yñ den himel farend/ ſihe/ da traccen neben ſiezween menner pin weiſſenkleidern/ welche guuch ſagten/ Muhr mente von Galllea/ was ſtehet yhꝛ vñ ſehet yñ den hi⸗ mel: dieſer Jeſt eſus/ welcher von euch iſt auffgenomen gen he⸗ mel/ d wird komen/ wie yhr vhn geſehen hat gen himel ſarẽ. Sa wandeen ſie vmb gen Jeruſalem/ ron dem berge der da heiſſet der öleberg/ welcher iſt nahe bey Jeruſalenn/ vnd hat eine Sabbachs reiſe. Vnd als ſie hylſeim kamert/ ſteigen ſie auff den ſoller/ da denn ſich enchielcen Nerrus v Jacobus/ Joannes vnd ee e Tho mas Varcholomeus vñ NMactheus/ Jacobus Alphei o vnd Sunon Zelotes vnd Judas 10 Innen Jelocch Taccbiſan. Die. hielten an einm tig mit hetel vnd flehen/ ſampt den werben vnd Marta der mucter Jeſu vnd ſeinen bruͤdern. Veudd ynn den tagen erat auff Petrus mitten vnter die luͤnger/ vnd ſprach( Es war aber die ſchare der namen zn hauffe bey hundert vnd zwentzig) Vh: menner vnd bruͤder/ Es muſte dieſe ſchriſſc erfullet werden/ welche zuuor geſa ge hat der heilige geiſt/ durch den mund Dautd von Juda/ der ein furgenger war/ dere/ die Deſum fiengen/ denn er war mic vns gezelet/ vnd hatte vberkomen den anfal dieſes anipts. Dieſer hat zwar beſeſſen den acker vmb das lohn der pngerechtickeit/ vnd hat ſich erhenckt/ vnd iſt mitten RN Lltezweh geburſten/ vnd hat ſein eingerdeide auf geſchür/ a j vnd es HSeſchicht vnd es iſt kund worden allen/ die zu Jeruſalem wotien/ al⸗ ſo/ das der ſelbige acker genennet wird auff phre ſprache/ Gakaldama/ das iſt/ ein blud ackertr. pres. Dennes tehetgeſchriehen vm pfalmen buch/ Pbrebe⸗ hauſungen muſſe wuͤſte werden/ vnd ſey niemand der drin⸗ nen wone/ vnd ſein Biſtum emtpfahe ein ander. So mus nu vnter den mennern/ die mit vns verſamlet geweſen ſind/ die ganze zeit/ welche Jeſus vnter vns iſt aus vñ ein gegan⸗ gen/ anfenglich/ von der tauffe Joanne/ bis auff den cage werden mit vns/ einer aus dieſen. 1 nd ſie ſtelleten zween/ Joſeph genant Barſabas nut dem zunamen iuſt/ vnd Machian/ betten vnd ſprachen/ err/ aller hertzen kuͤndiger/ zeige an/ welchen du erwelec aſt vnter dieſen zween/ das einer empfahe den anfal diſes dienſtes vnd Apoſtel ampts/ dauon Judas abgetretett iſt/ da er von vns genomen iſt/ ein zeuge ſemer gufferſtehung das er hin galt ſeinen ort/ vñ ſie gaben das los vber ſie/ vnd das los fiel auff Machiam/ vnd er ward zu geordnet zu i Das ander. Capitel. Ndals der tag ð Pfingſten erfulſet waz/ wazen ſie alleenmuig zu hauffe. Vn es geſchach ſchnille ein ren 1 Es waren aber Juden zu Jeruſalem wonend 55 0 Wee Flo dau 10 EI geben wunder oben ym hymel/ vnd zeichen vnden auff er⸗ ren Gotefunchtige menner aus allerley polel das vnter dem hymel iſt. Da nu dieſe ſtimme geſchach/ kam die mengen ſamen vnd wurden verſtortzt/ denn es ho ꝛet ein i licher/ das ſie mie ſeitier ſprache redten. Sie entſaczten ſich aber alle/ verwunderten ſich vnd ſprachen vnteremander/ Sihe/ ſind nicht dieſe alle/ die da redẽ/ von Galilea: wie höꝛelt wir deñ/ ein iglicher ſeine ſpꝛache/ darynnen wir geporen ſind: Maꝛ⸗ ther vnd eder/ vnd Elamiter/ vnd die wir wonen vnn Meſopotamia/ vnd ynn Judea vnd Capadocla/ Ponto vnd ben de a vnd Pamphilia/ Egypten/ vndan den enden der Eybien bey Kyrenen/ vnd auſtlender von Bom/ Juden vnd Juden genoſſen/ Ereter vnd Araber/ wir hören ſie mit vnſern zungen die gꝛoſſe chaten Gottes re den · Sie entſatz en ſich alle/ vñ wurden vrre/ vnd ſprachen einer zu dem andern/ was wil das werdẽ: Die andern aber hattens yhren ſpot vnd ſprachen/ ſie ind vol ſuſſes weins. Da crat Petrus auff mit den eplffen/ hub auff ſeine ſti⸗ me/ vnd rede zu yhn/ Yhr Juden lieben menner/ vnd alle die yhr zu Jeruſalem wonet/ das ſey euch kund gethan/ vnd laſſet meine wort zu ewren oren eingehen/ denn dieſe ſind nicht truncken/ wie jh: wehnet/ſincemal es iſt die dricte ſtund am tage/ Sondern das iſts/ das durch den Pꝛopheten Jo⸗ el uuor geſage iſt/ Vnd es ſol geſchehen vnn den letzen ca⸗ Joel / Spricht Gott/ Ich wil auſzgieſſen von meinem geiſt auff alles fleiſch/ vñ ewre ſoͤne all tochter ſollen wei ſagen/ vnd ewre iuͤnglinge ſollen geſichte ſehen/ vnd ewre Elteſten ſollen crewme crewmen/ vnd auff meine knechte vnd auff meine megdte wil ich ynn den ſelbigen tagen von meinem geiſt auſßgieſſen/ vnd ſollen weiſſagen/ vnd ich will a ij den/ den/ blut vnd fewer/ vnd rauch dampff/ die ſontie ſol ſich ber⸗ keren ym finiſternis/ vnd der mond ynn biut/ ehe denn der groſſe vnd offenbarliche tag des Herrn kompt/ Vnd ſol ge⸗ ſchehen/ wer den namen des Serrn anruffen wird/ ſol ſeltg werden. en, e e e hr menner von Iſrael hoͤret meine wort/ Jeſum von Nazarech/ den man von Gott vnter euch mit chatten vnd wunder vnd zeichen beweiſet/ welche Gott durch yhn that mitten vnter euch/ wie denn auch yhr ſelbs wiſſet/ den ſelbꝛ⸗ gen/ nach dem er aus bedachtem rad vnd verſehung Got⸗ ces ergeben war/ habt yhr genomen durch die hende der vn⸗ gars n bnd enen ehefftet vñ abgechan/ Den hat Gote aufferweckt/ vnd auffgelöͤſet die ſchmertzen des todes/ nach dem es vnmuͤglich war/ das er ſolte von vhm gehalten wer⸗ den. Denn Dauid ſpricht von yhm/ Jet hab den Herrn alle zeit fur geſetzt ſuꝛ mem angeſichte/ denn er iſt an meiner Pßel. rechten/ auff das ich niche beweget werde/ darumb iſt mein hercy froͤlich/ vnd meine zunge frewet ſich/ denn auch mein fleiſch wird ruhen vnn der hoffnung/ denn du wirſt meine ſeele nicht ynn der helle laſſen/ auch nicht zugeben/ das dein heilige die verweſung ſehe/ du haſt mir kund gethan die we⸗ ge des lebens/ du wirſt mich erfulten nit freuden fu; deinem angeſichte. 8 Nga. Br menner/ lieben bruͤder/ laſſet mich frey reden zu euch von dem ertzvater Daud/ Er iſt geſtorben vnd begꝛa⸗ ben/ vnd ſein grab iſt bey vns bis auff dieſen tag/ Als er nu ein Prophet war/ vnd wuſte/ das yhm Gott verherſſert hatte mit einem elde/ das die frucht ſeiner lenden ſolt auff ſei⸗ nem ſtuel ſitzen/ hat ers zuuor geſehen vnd gerede von der aufferſtehung Chriſti/ das ſeme ele iſt nicht vnn der helle gelaſſen/ 1 cr tach, Ge bah Arth cn e NI 15 JV hel, 5d rt N e n e m + 55 ccch J delt ach Beth In Pall pſalu. 109, le/ nach dem yederman not war/ vnd ſie bleiben beſtendig teglich ym tempel einmůͤtig/ vnd brachen das brod hin vnd her ynn heuſern/ namen die ſpeiſe mit freuden vnd einfelti⸗ gem hertzen vnd lobten Gott/ vnd hacten gnade bey dem gantzen volck · Der err aber that hinzu teglich/ die da ſe⸗ lig wurden/ zu der gemeine. CCcus aber vnd Joannes giengen miteinander beten. Vnd es war ein man lahm von murter leibe/ der lies ſich tragen/ vnd ſie ſatzten yhn teglich fur des tempels chuͤr/ vnd Joatinen/ das ſie wolten zum tempel hinein gehen/ bac er/ das er ein almoſen empfienge. Petrus aber ſahe hn an mit Joanne/ vnd ſprach/ Sihe vns an/ Er aber hielt ſich gegel ſie/ wartet/ das er etwas von yhn empfienge/ Petrus aber ſprach/ Silber vnd golt habe ich nicht/ Was ich aber habe/ das gebe ich dir/ yn dem namen Deſu von Nadarec ſtehe auff vñ wandele/ Vnd greyff yhn bey der rechten hand vnd richtet vhn auff. Alſo balde wurden ſeine ſchenckel vnd knoͤchel feſte/ ſprang auff/ ſtund vnd wandelte/ vnd gieng 8 vhn vnn den tempel/ wandelte vnd ſprang/ vnd lobec ott. PVnd es ſahe yhn alles volck wandeln vnd Gott loben/ Sie kandten yhn auch/ das ers war/ der vmb das almoſen geſeſſen hatte fur der Schonen chuͤr des tempels/ Vnd ſie wurden vol wunders vñ encſetzens/ vber dem das yl mrwid⸗ derfaren war. Als aber dieſer lamer nu geſund/ ſich zu 155 tro vñ ßhinauff vnn den tempel vmb die neunde ſtundez u die da heiſſet/ die Schoͤne/ das er bettelte das almoſen von denen/ die ynn den tempel giengẽ. Da er nu ſahe Petron — r3—31. 3 E—ä—ü6P———* tal Ker Hehn Pics pelt y/ moſe Jon be T Bon ech wat ſche gen Der Apoſtel. tro vnd Joaunmen hielt/ leff alles volck zu ohn pũ die halle/ die do heiſſet Solomonis/ vnd wunderten ſich. 15 Als Petrus das ſahe/ anewortet er dem volck/ Vhr men⸗ ner von Iſrael/ was wundert vhr euch daruͤber: odder was ſehet vhr auff vns/ als hetten wir dieſen wandeln gemacht durch vnſer epgen krafft odder verdienſt Der Gott Abra⸗ ham vnd Iſaac vnd Jacob/ der Gott vnſer vecer hat ſein kund Jeſum verkleret/ welchen yhr vberantwortet vnd ber⸗ leugnet habt fur dem angeſichte Pilati/ da der ſelhige vrtet⸗ let yhn los zu laſſen/ Vhꝛ aber verleugnetet den heiligen vnd gerechten/ vnd batet vimb den möͤꝛder euch zu geben/ abeꝛ delt hertzogen des lebens habet phꝛ getödtet/ Den hat Gott auff erwecket von den todten/ des ſind wir zeugen/ vnd duꝛch denn glewben an ſeinen namen hat er an dieſem/ den phr ſehet vñ kennet/ befeſtiget ſeinen namen/ vnd der glawbe durch vhn/ hat dieſem gegeben diſe geſundheit fur ewren augen. Nu liehen bruͤder/ ich weis/ das phꝛs durch vnwiſſenheic gethan habt/ wie auch ewer oberſten. Gott aber der durch den mund aller ſeiner Propheten zuuor verfuͤndiget hat/ das ſein Chriſtus liden ſolt/ hacs alſo erſullec. So chut nu buſſe vñ bekeret euch/ das ewer ſunde vertiliget werden/ wenn die zett der erquickung komen wird von dem angeſichte des Herrn/ vnd er ſenden wird/ den der euch itzt dultor gepredi⸗ get wird/ Jeſum Chriſt/ welcher mus den hymel einnemẽ/ bis auff die deit/ da er widder bracht werde/ alles was Gott gered hat durch den mund aller ſeiner heiltgen Propheten/ von der welt an. d 1 Denn Moſes hat geſagt zu den vetern/ Einen Pꝛophe ten wird euch Gott ewer err erwecken aus ewren bru⸗ dern/ den ſolt yhr höꝛen gleich wie mich/ ynn allem das er zu Sone. in · Senne. a2. 8 10 M l 99 euch ſagen wird/ Vnd es wird geſchehen) wele Wh ſad der Prorhean vnd der eſomenta inder/ welchs Gott beſtellet hac zu ewren velern da er ſprach zu Abraham/ Durch demen ſamen ſollen geſegenet werden alle voͤlcker auff erden/ Euch zu fodderſt hat Got aufferwe⸗ — ckeſeinkind Jeſus vñ hat uhn zucuch geſand euch zit ſege⸗ den desen lch bekeretel ener bet. Das. Berde Cap cer/ die verdros/ das ſie das volck lereten/ vnd verkundige⸗ ten an Jeſu die aufferſtehung von den todten/ vnd legeten die hende anſie/ vnd ſetzcen ſie ein/ bis auff morgen/ denn es war itzt abent. Aber viel vnter denen/ die dem wort zu hoͤre⸗ 2 taquſent. ſten vnd Eleiſten vñ ſchꝛiffcgelerten gen Jerufalem Gan⸗ nas der Gg. ſchen/ ſelbigen Propheen nicht hören aurd die ſol pecalget wer dam. Vud alle Propheten von Samuel an vnd hernach wie viel phr gered haben/ die haben von dieſen cagen ver⸗ 7 85 Es ſte aber zum tolek redeten, traten zu hn die prieſter vnd furſteher des tempels Vnd die Sadu⸗ ten wu den gletwöbig/ vnd ward die zal der menner bey funff Alls rm kum auff den morgen/ berſamleten ich vhre öber⸗ as der Hohe prieſter vnd Caiphas vnd Joannes und Alexander/ vnd wie bel phr waren vom ohen pꝛieſter ge⸗ ſchlechte/ vnd ſtelleten ſie fur ſich/ vnd fragten ſte/ Aus wel⸗ cher gewalt odder yñ welchem namen habt vhr das gethan: Perrus vol des heiltgett geiſts ſprach zu yhn Mhr oͤber⸗ ſten des bolcks vnd ph: Eleiſten von Iſtael/ So dir heuce werden gerichtet vber dieſer wolthat/ an dem krancken mẽ⸗ Der Apoſtel. 48. 0a e ſchen/ durch welehe er Hehe worden/ ſo ſey euch vnd al⸗ Weng lem volck von Iſrael kund gechan/ das vnm dem namen Nacht, Jeſu Chrift von Nazareth/ welchẽ vhꝛ gecreutziget habe ⸗ ang Ser, fur euch geſund. Das iſt der ſtein/ von eu den Gott von den todtẽ auffer wecket hat 15 dieſer ale Das iſ von euch bawleuten ver⸗ worffen/ der zum eckſtein wo: den iſt/ vnd iſt ynn keinem an⸗ erf Ie a a 5 1 5 1— dern heil/ it auch kein ander namen den menſchen gegeben/ dan Sin. darpiitet wir ſolletſelig werden. W T 9% al er Sie ſahen aber an die freidickeit Peeri vnd Joantus/ 1 0 vnd verwunderten ſich/ denn ſie waren gewis/ das es vnge⸗ . * * Ne n de ddie Sid erte leute vnd leien waren/ vnd kandten ſie auch wol das ſie mit Jeſu geweſen waren/ ſie ſahen aber den menſchen⸗ der geſund war worden/ bey ſhn ſtehen/ vñ hacten tuchts da wid der zu reden. Da hieſſen ſie/ ſie hinaus gehen aus dem Nad vnd handelten miteinander/ vnd ſpꝛachen Was woͤllen wir bach age dieſen menſchen chun: denn das zeichen iſt kund/ durch ſie ge⸗ us am ſchehen/ offenbar allen die ju Jeruſalem wonen/ vnd wir e eng k uͤnnens nicht leucken. Aber auff das es nicht weiter einreiſ⸗ den dür ſe vnter das volck/ laſſet vns erniſtlich ſie bedrawen/ das ſie na ant hinlurc keinem menschen von dieſem namen ſagen.. J Vnd rieffen vhn vnd verkündigeten yhn/ das ſie ſich al⸗ i t, ler durge nicht hören lieſſen noch lereten yñ den namen Je⸗. „ e, i. Pecrus aber vnd Joannes antworten vnd ſprachen zu e bhn Bichcec hr ſelbs oboſur ert recht ſen/ das wir euch an mehr gehorchen denn Gott/ Wir kůndens ia nicht laſſen/ e das d nicht reden ſolten/ was bor geſehen vnd geköret ha⸗ Ae, ben. Alber ſte draweten vhn/ vnd lieſſen ſie gehen vñfunden 8 nicht/ wie ſie ſie peintgeten/ vinb des volcks willen/ denn ſie Nie boden alle Cock ber dem das geſchehen war denn der ze e menſch war vber viertzig ꝛar ale/ an wilchem dis zeichen der e ,,, 5 b geſund Falz. ren vnd widder ſeinen Chriſt. viel yhr waren/ dte da ecker odder heuſer hacten/ verkaufften 5 geſindheic geſchchen War. Vnd als man ſie hacte laſſen gehen/ kamen ſie u den yh⸗ ren/ vnd verkuͤndigeten yhn/ was die Hohen prieſter vnd Eleiſten zu yhn geſagt hatten. Da ſie das hoͤreren/ huben ſie phre ſtimme auff ein můtiglich zu Gott vnd ſprachen/ Herr/ der du biſt der Gott/ der hymmel vnd erden vnd das meer vnd alles was drinnen iſt/ gemacht hat/ der du durch den mund Dauid deines knechtes gh Warumb empoͤren ſich die heiden/ vnd die voͤlcker ſchlahen vnnutze ding fur! Diek oͤntge der erden ſind zuſamen getreten/ vnd die furſten haben ſich verſamlet zu hauffe widder den Her⸗ nn der warheic/ ſie haben ſich verſamlet vber dein kind Deſu/ wilchen du geſalbet haſt/ Herodes vnd Pontius Pilacus mit den heiden vñ volck von Iſtael/ zu thun/ was deine hand vnd dem rad zultor bedacht hat/ das geſchehen ſolt. Vnd nu Herr/ ſihe an jr drewen/ vñ gib denen knech⸗ cen mit aller fretdickeit zu reden dem wort/ ſo/ das du dene hand auſzſtreckeſt/ das geſuncheit vnd zeichen vñ wunder ge ſchehen durch den namen deines heiligen kindes Jeſu. Vnd da ſie gebetet hatten/ beweget ſich die ſtete da ſie verſamlet waren/ vnd wurden alle des heiligen geiſts vol/ ynd redten das wort Gottes mit fridickeit. 8 Der menge aber der glewjhigen war ein hertz vnd eyne ſeele/ Aluch keiner ſagece bon ſeinen gůtern/ das ſie ſein we⸗ ren/ ſondern es war yhn alles gemein. Vnd mit groſſer ge⸗ walt gaben die Apoſtel zeugnis von der aufferſtehung des Herrn Jeſu Chriſti/ vnd war groſſe gnade bey vhn allen. Es war auch keiner vnter yhtt/ der mangel hatte/ det wie * ſie es e m mung 1 Der Apoſtel.* ſtees vrid brachten das geld des berkaufften gutes/ vnd leg⸗ tens zu der Apoſtel fuͤſſen/ vñ man gab eynem iglichen was ee,„, FDoſes aber mit dem zunamen von den Apoſteln genannt Barnabas/ das heiſſet ein ſon des croſts/ ein eu atis Ci⸗ pꝛien von geſchiecht/ der hatte einen acker vñ verkaufte jhn/ vnd brachee das geld ond legecs zu der Apoſeclfüſſen. Das. Funffte. Capitel. e In man aber mit namen Alnantas ſarnpe ſeinent 5 N e weibe Sapphera/ verkaufte ſettee habe/ vnd ette⸗ walidce etwas vom gelde/ mit wiſſen ſeines webs/ vnd bꝛa⸗ chte eines teils/ vnd legets zu der Apoſtel füͤſſe. Netrus aber ſprach/ Anatua/ warumb hat der teufel dein hertz erfullen/ das du leugeſt dem heiligen geiſte/ vnd entwendeſt etwas vo gelde des ackers: wer er nicht dir blieben wie er war/ vnd ſein geld were auch ynn deiner macht geweſen: wa umb ha⸗ ſtu denn ſolchs ynn deinem hertzen fuͤrgenomen! Du hat nicht den menſchen/ ſondern Gott gelogen. Da Anantas aber dieſe wort hoͤret/ fiel er nidder vnd gab den geiſt auff. Vñ es kam eine furcht vber alle die dis hoͤreten. Es ſtundent aber die iuͤnglitge auff vnd checten vhn beſeit/ vnd crugett yhn hinaus vnd begruben ÿh mn. PVnd es begab ſich vher eine weile bey dreyen ſtundelt/ kam ſein weib erein/ vñ wuſte nicht/ was geſchehen war. A⸗ ber Petrus antwortet yhr/ Sage mix/ habt yhr dẽ acker ſo chewer gegeben! Ste ſprach/ Ja ſo thewer. Petrus aber ſprach zu yhr/ Was ſeid vhr detin eins worden zu verſuchen den geiſt des er n: Site/ die füͤſſe/ dere/ die deinen man be⸗ graben haben ſind fur der chuͤr/ vñ werdẽ dich hinaus tragẽ⸗ N 555 b 1 Andals⸗ Vnd als bald fiel ſie zu feinen fuſſen vnd gab den geiſt auff. Da kamen die iuͤngelinge vñ funden ſie cod/ crugen ſie 0 0 aus vnd begruben ſie bey bhren man. Vñ es kam eine groſſ furcht vber die gantze gememe vñ vber alle die ſolchs hoꝛecẽ. Ness geſchahen aber viel zeichen vnd wunder pm volck/ durch der Apoſtel hende/ vnd waren alle vnn der halle Sa⸗ lomonis einmuͤtiglig. Der andern aber thurſte ſich keiner zu vhn chun/ ſondern das volck hielt gros von phnen. Es worden aber phe mehr zu gethan/ die da glewbten an den Herrn/ eine menge der menner vnd weiber/ alſo/ das ſie die Franken auff die gaſſen eraus trugen vnd legten ſie auff bet⸗ ten vnd bazen/ auff das/ wenn Petrus keme/ das ſein ſchatte hhrer etliche vberſchactet. Es kamen auch erzu viel von den vmbligenden ſtecten gen Jeruſalem vnd bꝛachten die kranc⸗ ken vnd die von vnreinen geiſtern gepeiniget waren/ vnd wurden alle geſund. e e Es ſtund aber auff der Zohepꝛieſter vnd alle die mit jm waren/ welchs iſt die ſecte der Saduceer/ vnd wurden vol eyuers/ vnd legten die hende an die Apoſtel/ vnd wurffen ſie nn das gemeine gefeneknis auff/ Aber d Engel 2 15 chat ynn der nacht die chuͤr des gefencknis auff/ vnd füret ſie exaus vnd ſprach/ Gehet hin vnd trettet auff vnd redet ym rempel zum volck alle wort dieſes lebens. Da ſie das gehoͤ⸗ ret hacten/ giengen ſie frue 05 den tempel vnd lereten. SODer oͤberſte prieſter aber kam vnd die mit yhm waren vnd rieffen zu ſamen den Nad vnd alle Eliiſten der kinder von Iſrael/ vnd ſandten hin zum gefencknis/ ſie zu holen. Die diener aber kamen dar vñ funden ſie nicht ym gefenck⸗ nis/ kamen widder vñ verkuͤndigeten vñ ſpꝛachen/ Das ge⸗ fencknis ſundẽ wir verſchloſſen mit allem vleis/ vñ die hůcer geen W e/ ed r t ö want deu Eren d al E 1 2 5 3 1 4.— a 4 85 4 — e* 0 5 8 1* 7 8 5.* N 5. 8 n Der 5 12 K. e en 0 0 5 s 8 0 94 *.* 383— 7 1* hauſſen ſtehen fur der chuͤren/ aber da wir auff thaten/ un⸗ den wir niemand drinnen. Da dieſe rede höreten der Hohe ꝓrieſter vnd die furſteher des tempels vnd andere Hohe prie⸗ ee ſie vber yhm betreten/ was doch das werden Sa lam einer daꝛ/ der verkuͤndiget yhn/ Sehet die men⸗ ner/ die yhr vis gefencknis geworffen habe/ ſind ym tempel/ ſtehen vñ leren das volck. Da giengen hin die furſteher det tempels nut phꝛen dienern/ vnd holeten ſie nicht mit gewalt denin ſie furchten ſich fur dem volck/ das ſie nicht geſteunget würden. Vnd als ſie ſie brachten/ ſtelleten ſie ſie fur den Nad/ vnd der Hohe prieſter fraget ſie vnd ſprach Haben wir euch nicht mit ernſt gepocten/ das vhr nicht ſolcet leren eynn dieſem namen! Vnd ſehec/ hr habt Jeruſalem erful⸗ 8* e 1 let mit ewrer lere/ vnd wolt dieſes menſchen blue vber vns uren. 5 13 85 mn n Petrus aber antwortet vnd die Apoſtel/ vnd ſprachen/ Man mus Gott mehꝛ gehoꝛchen denn den menſchen/ Der Gott vnſer veter hat Jeſum auffer weckt/ welchen vhr er⸗ wuͤrget habt/ vnd an das holtz gehangen/ den hat Gottes rechte hand erhoͤhet zu einem Gertz ogen vnd heyland/ zu ge ben Iſrael die buſſe vnd ablas der ſunde/ vnd wir find ſene zeuge vber dieſe woꝛt/ vnd der heilige geiſt welchen Gott ge⸗ geben hat/ denen/ die yhm gehorchen. Da ſie das hoͤreten/ zurſchneid ſie es/ vnd dachten ſie zu toͤdten. Da ſtlund aber auff vm Bad ein Phariſeer mie namen Gamaliel, ein ſchrifftgelerter/ wol gehaltẽ fur allem volck/ yñ hies die Apoſtel ein wenig hinaus thun/ vñ ſpꝛach zu ſhn/ hr menner von Iſrael/ nempt ew er ſelbs war an dieſelt menſchen/ was h: chun ſollet/ Nur dieſen tagen ſtund auff 1 Theudas Geschicht. Theudas/ vnd gab fur/ er were etwas/ vnd hiengen an vhm eine zal mentter bey vier hundert/ der iſt erſchlagen/ vnd al⸗ ledie yhm zufielen ſind zurſtrawet vnd zu nicht worden. Darnach ſtund auff Judas von Galllea vnn den tagen der ſchetzung/ vnd machet viel volcks abfellig nach yhm/ vñ der iſt auch vmbkomen/ vnd alle die phm zu fielen/ ind zur⸗ ſtrewer. den cagen aber/ da ſich die iuͤnger mehreten/ er⸗ hub ſich ein murmel vnter den Kriechen widder die Ebreer/ darumb/ das phre widwen vberſehen wurden vnn ung. Da riefen die welffe die men⸗ n/ vnd ſprachen/ Es taug nicht/ das wir das wort Gottes vnterlaſſen/ vñ zu tiſche dienen/ Dar N umb/ yhr lieben bruͤder/ beſehet vnter euch ſieben menner die da beruͤmbt ſind/ das ſie vol heiliges geiſts yñ weiſtheit ſind/ welche wir beſtelfen muͤgen zu dieſer nocdurfft/ Wir 70 8 woͤllen —————ę—y—ä——P — * 4 N wollen anhalten am gebet vnd am ampt des woꝛcs Gottes. Vnd die rede gefiel der gantzen menge wol/ vnd er welten a Seephanon einen man vol glawbens vnd heiliges geiſts/ vñ Philippon vnd Prochoꝛon/ vñ Nicanor vnd Limon vnd Parmenas/ vñ Nicolaon den Juͤdgenoſſen von An⸗ dlochia/ Oleſe ſtelleten ſie fur die Apoſtel/ vnd becten vnd legten die hende auff ſſ ee. Vnd das wort Gottes wuchs/ vnd die zal der üͤnnger meherec ſich ſeer zu Jeruſalem. Es wurden auch viel prie⸗ ſter dem glawben gehorſam. Stephanus aber vol glawhes vnd krefften/ chat wunder vñ groſſe zeichen vnter dem volck. Da ſtunden etliche auff von der ſchule/ die da heiſſet der Et⸗ bereiner/ vnd der Cyꝛener/ vñ der Alexanderer/ vnd derer/ die von Cilicia vnd Aſia waren/ vnd befragten ſich mic Stephano/ vnd ſte vermochten nicht widder zu ſtehen der weiß heit vnd dem geiſte/ aus welchem er redet. Da richten ſie zu etliche menner die ſprachen/ Wir haben yhn gehoͤret leſterwort reden widder Moſen/ vnd widder Gott/ vnd bewegeten das volck vnd die Eleiſten vnd die ſchrifftgeler⸗ cen/ bnd traten erzu vnd rieſſen yhn hin/ vnd fureten jhn fur den Nad vf ſtelleten falſche zeugen dar/ die ſprachen/ Die⸗ ſer menſch höret nicht auff zu reden leſterwort widder dieſe heilige ſtete vnd das geſetz/ denn wir haben vhn hören ſa⸗ gen/ Jeſus von Nazarech wird dꝛeſe ſtete zuſtoren/ vnd en⸗ dern die ſicten/ die vns Joſes gegeben hat. Vnd ſie ſahen auff yhn alle die ym Rad ſaſſen/ vnd ſahen ſein angeſichte wie eines Engels angeſichte. 1 S bm Daſtrach Sei 2, 2 5 3— N 8 N 5 1 5 1 5 2 — 1 7 N* 1 2.* 1 1 . g 8 7 J 5 3 5 f a 0 CC 1925** 2 f„ 2 5 N— e** 0 e 13 e a* f 7——„ 7 7 a 45 i 1 N A ſprach der Hohe prieſter/ iſt dem alſo rater i prach/ Eieben bruder vnd veter/höret z n. „ Golc der herlickeit erſchein vnſerm vater Abraßam da er noch yvñ Meſopotamia war/ ehe er wonete ym land Ha⸗ bam d ſerac du rhm, Gchaundanem kandcend a deiner freutidſchafft/ vnd deuch vnn ein land/ das ich dir zei⸗ gen wil. Da gieng er aus dem lande der Chaldee/ vnd wo⸗ Segen 8 e net ynn Haram. Vnd von dannen/ da ſein vater geſtorben war/ brachte er yhm heruͤber ynn dis land/ da vhr nu ynne wonet/ vnd gab ſhn kein erbeil drinnen/ auch nicht ans fu⸗ ſſes breid/ vnd verhies yhm/ er wolte es geben 15 zübeſitzen vnd ſeinem ſamen nach yhm/ daer noch kein kind hace. Aber Gott ſprach alſo zu yhm/ Dein ſame wird eit frembling ſein vñ einem frembden lande/ vnd ſie weꝛden ſhn dienſtba: machen/ vnd vbel handeln vier hun dert iar. Vnd das volck/ dem ſie dienen werdẽ/ wil ich richtẽ/ ſpꝛach Gott/ vnd darnach werden ſie aus zihen vnd mir dienen an dieſer ſtete/ Vnd gab vhm den bund der beſchneidung/ Vnd er deugete Iſaac/ vnd beſchneid yhn am achten tage/ vñ Iſa⸗ ge den Jacob/ vnd Jacob die zwelff Ertzveter. VPVnd die Ertzveter eyfferten widder Joſeph vnd ver⸗ aufften yhn ynn Ggypten/ Aber Got war mit yhm/ vnd errectet yhn aus alle ſeinem truͤbſal/ vñ gab yhm gnade vnd wißzheic fur dem köͤnige Pharao zu E gypte/ der ſatzte yhn zum furſten vber E gypten vnd vber ſein gantzes haus. Fs kamaber eme cheure zeit vber das gantze land Eavr⸗ ten vnd Canaan/ vnd ein groſſer truͤbſal/ vnd vnſer veter funden nicht fuͤtterung. Jacob aber hoͤret/ das vnn Egyp⸗ ten getreide were/ vñ ſalldce vnſere veter aus auffs erſte mal vnd zum andern mal ward Joſeph erkennet von ſeinẽ bruͤ⸗ a 1 0 dern/ vnd . 9 10 Nag wa e le 10 ich ay, 0 e 190 800 uhr! II uch Vfl 1 P50 dba Y meu tt en 00 et a 00 ſdrac Y L g Tos Fe Der Apoſtel. dern vnd ward Phargo Joſephs geſchleche offenbar. Jo ſeßh aber ſatidce alls vnd lies holen erna a0 0 Ga c freundſchafft funff vnd ſiebenczig ſeelen⸗Vnd Jacob zo cer/ vnd ſind eruͤber bracht ynn kindern Semor zu Sichem. G. ne. 4 6, Gene · jo hinab ynn Ggipten vnd ſtarb/ er vnd vnſer be⸗ m Sichem/ vnd geleget vnn das grab/ das N gekaufft hace vmbs gelt von den DSDa nu ſich die zeit der aaa nahet/ die Cott Abꝛa ham geſchworen hacte/ wuchs das volek vnd mehret ſich yñ Egipten/ bis das ein ander Konig auff kam/ der niches wu⸗ ſte võ Joſeph. Dieſer treib hinderliſt mit vnſerm geſchlech ce/ vnd handelt vnſere veter vbel/ vnd ſchaffet das mã die iun gen kindlin hinwerffen muſte/ das ſie nicht lebettdig blieben. Ju der zeit ward Moſes geporn/ vnd war ein fein kind fuͤr Goet/ vnd ward drey monden erneeret yñ ſeines vaters hau ſe. Als er aber hingeworffen ward/ nam yhn die tochter „ 1 Exodl. e. Pharaonis auff/ vnd zoch yhn auff zu einem ſon/ vnd Mo ⸗ ſes ward geleret ynn aller weiſzheit der Egypter/ vnd ward mechtig vnn wercken vnd worten. N Sa er aber viertzig iar alt ward/ teig es vnn ſein hertz/ zu beſehen ſeine bruͤder die kinder von Israel/ vñ ſahe einen vnrecht leiden/ da vberhalff er vnd rechete den /denn leid ge⸗ ſchach/ vnd erſchlug den Egypter. Er mainet aber/ eine bruͤder ſoltens vernemen/ das Gott durch ſeine hand yhn heil gebe/ Aber ſie vernamens nicht. Vnd am andern tage erſchein er vhn/ da ſie ſich hadder⸗ ten/ vnd handelt mic yhn/ das ſie fride heccen/ vnd ſprach/ Eieben menner yhr ſeyd bruͤder/ wa:umb chu einer dem an⸗ dern vnreche: Der aber ſeinem nehiſten vnrecht chat/ ſties n von ſec vnd ſprach/ Ber hac dc ober ons geſezt dum pyherſten E rad. 7. Heſchicht. * bberſten bind richter wilcalmich auch cödten wir du geſtern den E gypter codteſt? Moſes aber floch vber dieſer rede/ vnd weard ein frembdling ym land Madtan/ daſelbs zeugete er e r VPnd vber viertzig iar/ erſchein vhm vnn der wuͤſten auff dem berge Sina/ der Engel des Herrn yñ eimer flammen des fewers ym puſch/ Da es aber Noſes ſahe/ wundert er ſch des gefichces. Als er aber hinzu gieng zu ſchawẽ /geſcha⸗ Exodi. 14. Deute, 18 · ch die ſtimme des(deren zu yhm Ich byn der Gott deiner veter/ der Gott Abraham/ vnd der Gott Iſaac/ vnd der Gott Jacob. Moſes abe: waꝛd zittern/ vñ chuꝛſte nicht an⸗ ſchaweẽ · Aber der Herr ſprach zu vhm/ Zeuch die ſchuch aus von deinen fuſſen/ den die ſtette/ da du ſteheſt/ ſſt ein heylig land/ Ich habe wol geſehẽ das vbel meines volcks yñ Egyp to/ vtid hab phr ſe ufftzen gehöͤret/ vnd bin erab geſtiegen ſie zu errecten/ vnd nu kom her/ ich wil dich yñ E gipeẽ ſenden. Dieſen Moſen/ welchen ſie verleuaneten vnd ſpyachen/ wer hat dich zũ vberſten vnd richter geſetzt! den ſandte Got zu einem vberſten/ vnd erloͤſer durch die hand des Engels/ der yhm erſchein ynn puſch. Dieſer fuͤret ſie aus vñ(het wñ der vnd zeichen ym Egypten/ ym roͤten meer/ vñ ynn d wuͤ⸗ ſten vtertzig iaz. Dis iſt Moſes der zu den kindern von Iiſ⸗ rael geſage hat/ Einen P e wird euch Gott ewer Herr erwecken aus ewren bruͤdern/ den ſolt phr hoͤren/ gler⸗ checkt... f ee ne Dieſer iſts/ der vnn der gemeine ynn der wuͤſten mit dẽ Engel war/ der mit yhm redet auff dem berge Sina/ vnd mit vnſern vetern. Dieſe: empfieng das lebendige woꝛt vns zu geben/ wilchem nicht wolten gehorſam werden ewre ve⸗ cer/ ſondern ſtieſſen vhn von ſich vnd wandten ſich vmb mit hren esch Nalt ſtat g dg gg est ust i Seh 158 ö bel, — yhr enher czen gen Egypten/ vnd ſpꝛachen zu Na oll/ Ma⸗ e vns götter/ die fur vns hin gehen/ den wur wiſſen nicht/ 5 was Moſt/ der vns aus dẽ lande Egypten gefuret hac/ wi⸗ derſaren iſt. Vnd machten ein kalb zu der zeit vnd opfferten dem goͤczen opffer/ vnd freweten ſich der werck yhrer hende. Aber Gott wand ſich/ vnd gab ſie dahin/ das ſie diene⸗ vod. 32. ten des hymels ricterſcha fften/ wie denn geſchrieben ſtehet ynn dem buch der Propheten/ Gabt vhr vom haͤuſe Iſta⸗ el die viertzig tar ynn der wuͤſten mir auch he opffer vnd viech geopfert: Vnd y: namet die hůtten ¶ poloch an/ vnd das geſenne ewres Gocces Bemphan/ die bilde/ die yhr ge⸗ macht hactet/ ſie an zu becken bnd ich wil euch 5 8 5 ihen ed Babilomen. 1 n Es hatten vnſer peter die huͤctet des zeugnis ynn der wu ſten/ wie er yhn das verordnet hatte/ da er zu Doſen rede/ das er ſie machẽ ſolt nach dem furbilde/ das er geſehen hacte/ welche vnſer veter auch annamen/ vnd brachten ſie mit Jo⸗ ſue un das land/ das die heiden vnne hatten welche Goct aus ſtles fur dem angeſichce vnſer beter bio zur zelt Dauid Der fand gnade bey Gott/ vnd bat/ das er eine huͤlten fin⸗ den 11 dem Goce Jacob/ Salomon aber babwet vhm ein haus. ee e e Aber der aller hoͤhiſte Wonet nicht vin tempeln die mit henden gemacht ſind/ als er ſpricht durch den Propheten/ Der hymel iſt mein ſtuel/ vnd die erde der ſchemel meiner fuͤſſe/ was woͤlt hr mir denn fur ein haus bawen! pꝛicht der 150 ce. Herr/ odder welchs iſt die ſtete meiner ruge: Qat nicht meꝛ⸗ hae. ve. ne hand das alles gemuchte Vhr halßſtarrigen vñ vnbehawen an hertzen vnd oren/ h widderſtrebet allezeit dem heiligen geit/ wie ewer beter/ alſo auch * Geſchicht. Ao auch yhr/ Wilchen Propheten haben ewre veter tuche verfolget? vnd ſie getödter/ die da zuuor verküͤndigeten die zukunfft des gerechen/ welches phr nu verrheter vñ moͤrder worden ſeit/ Vhr habt das geſetd empfangen durch der En⸗ gel geſcheffte/ bnd habts nicht gehalten.. DOa ſte ſolchs Gorcen, Auſchtedophn phr hertz/ vnd kyr⸗ reten mit zenen vber jhn. Als er aber vol heilig e ſahe er auff gen hymel/ vnd ſahe die herlickeit Goctes/ vnd DFJaeſirm ſtehen zůr rechten Gottes vnd ſprach⸗ Seher/ ich ſche den hymel offen/ vñ des menſchen ſon zur rechten Got⸗ tes ſtehen. Sie ſchrien aber laut vnd hielten yhre oren zu/ vnd ſtuͤrmeten einmuͤtiglig zu vhm ein/ ſtieſſen yhn zur ſtad hinaus/ vnd ſteinigeten yhn. Vnd die zeugen legeet ab phre leider zu den füſſen eines luͤngelungs/ der hies Saulus vnd ſteinigeten Seephanon/ der rieff vnd ſpꝛach Herr Je⸗ ſu/ nym meinen geiſt auff. Er kniet aber nidder vnd ſchrey laut Herr/ ruͤcke yhn dieſeſunde nicht auff/ denn ſie wiſſen. icht was ſiechun. Vnd aloer das geſager/ eneſchlieffer. Das. vii. Capicel. Aulus aber hatte wolgefallen an feinem todte. Es See die gemeine zu Jeruſalem/ vnd ſie zurſtraweten ſich alle vñ die lender Judea vnd Samaria/ on die Apoſtel. Eo be⸗ ſchicketen aber Stephanon Goccfurcheige menner/ vñ hiel⸗ ten ein groſſe klage vber yhn. Saulus aber zuſtoͤret die ge⸗ meine/ gieng hin vnd her yum die heuſer/ bnd zoch erfur matt vñ weiber/ vnd vberantwortet ſie yns gefencknis. Die nu zurſtrewet waren/ giengen vinb/ vnd predigetenn das Euangelion. Philippus aber kam hinab vnn eine ſtad 50 15 9 5 Samarta ward aber zu der zeit eine groſſe verfolgunge vber g Vi n Nur Christ/ lieſſen ſich ceuffen be an Nhiltppo/ Vnd als er ſahe marta das woꝛt b müden e Es war aber zuuor vnn der ſelbigen ſtad ein man mie namen Simon/ der crepb zeuberep vnd berqubete das Sa⸗ mariſche volck/ vnd gab fur/ er were etwas groſſes/ vnd ſie ſahen alle auff yhn von dem kleineſten an bis zum gꝛoſſeſtẽ/ vnd ſpꝛachen/ Der iſt diekrafft Gottes die da gros iſt. Sie ſahen aber darumb auff vhn/ das ex ſie lattge zeit mit ſeiner euberey beraubet hate. Da den pn wegen gleubcen von dem reich Gottes vnd bon dem namen Jeſit vde menner vnd waber. Da ward auch der Simon gleubig vnd lies ſich teuffen vñ hielc e die chaten vnd zeichen/ die da Sſchahen/ verwundert er ſictr. Daaber die Apoſeel hoͤrcten zu Jeruſalem/ das Za⸗ idtẽ ſie zit bn Pecron ond Joannen welche, da ſiehinab kamen bercc ſie pber ſie das ſie den heiligen geiſt empften gen. den er war noch vber kenten gefallen ſondern waren alfeitz gecaufft v dem namen Cheiſer Jeſu. Da legeren ſie die hende auff fe vnd ſieempfiengen den heuigen get. Da aber Simon ſahe/ das durchs aufftegen der Apo⸗ ſtel der heilige geiſt gegeben ward/ boc er vhn geld an/ vnd ſpzach Gebt nur auch die macht/ das/ ſo ich yemand die he⸗ dequff lege der klbige den heiligen geiſtempfahc. Petrus her ſprach zu yhm/ Das du verdampt werdeſt mit 2555 A ee, 0 ge/ Delle. 29, i Il: 73. Geſchicht. gelde/ das du meintest/ Gottes gahe werde duchs geld erlan· get/ du wirſt widder teil noch anfal haben an dieſem wort/ denn dein hertz iſt nicht aufrichtig fur Gott/ darumb chu buſſefur dieſe deine boſzheit/ vnd Bitte Gott/ ob dir verge. ben werden moͤchte der cuck deines hertzen/ deñ ich ſehe/ das du biſt volf bitter galle/ vñ verknuͤpfft mit vngerechtickerc. Da antwortet Simon vnd ſprach/ Vittet ſhr fur mich zu Gott/ das der keines vber mich kome/ dauon yhr geſage habt. Sie aber/ da ſie bezeuget vñ gered hatten das wort des Herrn/ wandten ſie widderumb gen Jeruſalem vnd predi⸗ geten das Euangelion vielen Samariſchen flecken. Aber der engel des Herrn redet zu Philippo/ vñ ſprach/ Stehe auff vnd gehe gegen mittag/ auff die ſtraſſe die von Jeruſalem gehet hinab zu Gaza/ die da wuͤſte iſt. Vnd er ſtund auff vnd gieng hin. Vnd ſihe ein man aus moren land ein Kemerer vnd gewaltiger der kömꝛgin Randakes vñ mo⸗ ren land/ welcher war vber alle jbre ſchatzkamer/ der waꝛ ko⸗ men gen Jeruſalem an zu beten/ vnd zoch widder heim/ vñ ſas auff ſeinem wagen/ vnd las den Propheten IAſatam. Der geiſt aber ſprach zu Philippo/ Gehe hinzu/ vnd mache dich bey dieſen wage. Da lieff Phili ppus hinzu/ vñ höͤret/ das er den propheten Iſalam las/ vnd ſprach/ Ver⸗ ſteheſtu auch was du lieſeſt? Er aber ſprach/ Wie kan ich/ ſo mich nicht yemand anleitete Vnd ermanet Philppon/ das er aufftrete vnd ſetzte ſich bey phn. Der ynhalt aber der ſchrifft/ die er las/ war dieſer/ Er iſt wie ein ſchaff zur ſchla⸗ chtung gefuret/ vnd wie ein lamb fur ſeinen ſcheꝛer ſtymlos/ alſo hat er nicht auffgechan ſeinen mund/ vnn der nidrickeie iſt ſein gerichte erhaben/ wer wird aber ſeine gepurt erzelen⸗ denn ſem leben iſt von der erden genomen. Da antwortet der Reme⸗ Der Apoſtel. berder kremerer vnd ſprach Ich itte dich von welchemre det der Prophet ſol anders 20. Philippus aber chat ſeinen mund auff/ vñ fieng von die⸗ ſer ſchrifftan vnd prediget vhm das Euangelton don Je⸗ ſuu. Vnd als ſie zogen der ſt ꝛaſſen nach /kamen ſie an ein wa⸗ Philippus aber ward ſunden zu Aſdod/ vnd wandelt vmb⸗ her vnd prediget allen ſtedten das Euangellon/ bis dag er 3 kamgen Ceſa ien. 0 Das. jr. Capitel. r N ae N 8 5 8 F 3 N. f* 27* Hohen pueſter vnd bat hn vmb brieffe gen Damaſcon an die ſchulen/ auff das/ o er etliche dieſes weges funde/ nenner vnd weiber/ er ſie gepunden furete gen Jeruſalem. Vnd v dẽer hin gieng/ geſchachs/ das er nahe bey Damaſcon kam vnd plötzlich vmbblicket vhn eim liecht vom himmel/ vnd fiel auff die erden/ vnd höͤret eine ſtimme/ die ſprach zu yhm/ Saul/ Saul was verfolgeſtu mich eee r aber ſprach/ Herr wer hit: Der Herr ſprach/ Ich bon J eſus/ dent 9 3 ci verfol⸗ Aulus aber ſchnaubete noch mit drewen vnd mor⸗ Ben widder die Tunger des Herrn/ vnd gieng zum Geſchicht. verfolgiſt/ Es wird dir ſchwer werden widder den ſtarhel lecken. Vnd er ſprach mit zictern vnd zagen/ Herr/ was wil⸗ cu das ich chun ſol: Sprach der Herr zu vhm/ Stehe auff/ ä bee gehe ynn die ſtad/ da wird man dir ſagen/ was du thun olt. 1 Die menner aber/ die ſeine geſerten waren/ ſtunden vnd . e ſie hodecen ſeine ſtimme vnd ſahen nie⸗ mands. Saulus aber richtet ſich auff von der erden/ vñ als er ſeine augen auffchet/ ahe er niemands. Sie namen phn aber bey der hand/ vnd fureten vhn gen Damaſcon/ vnd war drey tage lucht ſehend/ vnd as nicht vnd trank nicht. Es waꝛ aber ein lnger zu Damaſcon mie namẽ Ana⸗ nias/ zu dem ſprach der Herr ym geſichte/ Anania/ Vnd er ſprach/ Hie bin ich Herr. Der Herr ſprach zu y Stehe auff vnd gehe hin ynn die gaſſen/ die da heiſſtt/ die richeige⸗ vnd frage ynn dem hauſe Juda nach Saulo mit namen von Tarſen/ dent ſihe/ er bett/ Vnd hac geſchen ym geſich⸗ te einen man/ mit namen Ananas/ iu vhm hittein komett/ vnd die hand auff yhn legen/ das er widder feherid werde. Ananias aber antwortet/ Herr/ ich habe bon vielen ge⸗ höret von dieſem manne/ wie viel vbels er deinen heiligen ge than hat zu Jeruſalem/ Vnd er hat alhie macht von den Sat puieſtern/ zu binden alle die deinen namen anruffen. er Herr ſprach zu yhm/ Gehe hin/ denn dieſer iſt mir ein außer welet ruͤſtzeug/ das er meinen namẽ crage fur den hei⸗ den vnd fur den königen/ vnd fur den lindern von Aſrael/ Ich wil yhm detgen/ wie viel er le den mus vmb meines na⸗ mens willen. Vnd Anatas gieng hin lam yñ das haus vnd leger die hende auff phn/ vnd ſprach/ Eieber bruder Saul 5 der Jer ung An. nent 0 uh St * ht Wotan et ae Sd wen e. Der Apoſtel. Heir hac mich geſand/ der dir erſchꝛenen iſt auff dem twege⸗ da du her da duherkomeſt/ das du widder ſehend/ vnd mit dem heili⸗ gen geiſcerfulet werdeſt. Vnd alſobaldfiel es von ſeinen augen wie ſchupen/ vnd ward widder ſehend/ bñ ſtund auff lies ſich teuffen/ vnd nam ſpeiſe zu ſich/ vnd ſtercket ſich. Saulus aher war etliche cage hey den ingern zu Da⸗ maſco/ vnd als bald prediget er Thriſtum ynn den ſchulen/ das der ſelbige Gottes ſon ſey. Sie entſatzten ſich aber allt die es hö reten/ nd ſprachen/ Iſt das nucht der zu Jeruſa⸗ lem verſcöret alle die dieſen namen anrufften/ vnd hieher da zu komen/ das er ſie gebunden fure zu den Hohen prieſtern? Paulus aber ward phe mehr krefftiger/ vnd treib die Ju⸗ den eint die zu Damaſco woneten/ vnd bewerets das dleſer 7 Vnd nach viel ragen hielten die Juden einen rad zu ſa⸗ men das ſie yhn coͤdten. Aber es ward Saulo kund gechan das ſie phm nachſtelleten. Die hielcen aber tag vnd nachtan den pforten/ das ſie yhm codten. Da namen yhn die luͤn⸗ ger ben der nacht/ vnd checen vhn durch die maunen/ vnd lie⸗ ſſen yhn vnn einem korbe hinab. Da aber Saitlus gen Jeruſalem kam/ verſuchte er ſich bey die lnger zu machen/ ond ſie furchten ſich alle fur jhm⸗ glewbten nucht/ das er ein tuͤnger were. Barnabas aber nam yhn zu ſich/ vnd furec yhn zu den Apoſteln/ vnd erztlet vhn/ wie er auff der ſtraſſen den Herrn geſehen/ vnd er mit vhm gered/ vnd wie erzu Damaſcon freydig gehandelt hectte an dem namen Jeſu. Vnd er war bey jhn vnd gieng aus vnd ein zu Jeruſalem/ vnd handelt freydig an dem kamen des Herrn Jeſu. Er redet auch vñ befraget ſich mit den Kerlchen/ aber ſie ſtelleten yhm nach/ das ſie yhu todck. „„ i c ij Da das Heſchicht. Da das die bruder erſuren/ geleiten ſie hn gen Ceſaxien/ vnd lieſſen yhn gen Carſen gehen. So hatte nu die gemei⸗ ne fride durch gantz Judea vnd Galilea vnd Samaria/ vnd bawete ſich/ vnd wandelte ynn der furchte dee Herrn vnd ward erfullet mit troſt des heiligen geiſtes. Es geſchach aber/ da Petrus durch doch allent halben/ das er auch zu den heiligen kam/ die zu Eydda woneten/ da⸗ ſelbs fand er einen man/ mit namen Encas/ acht tar lang auff dem bete gelegẽ/ der war gichebruͤchtig. Vnd Petrus ſprach zu vhm Enea/ Jeſus Chriſtus mache dich geſund/ ſtehe auff/ vnd bette der ſelber. Vnd alſo bald ſtund er auff. Vnd es ſahen yhn alle die zu Eydda vnd zu Saꝛona wonc⸗ ten/ die bekereten ſich zu dem Herrn. u Voppe aber wa eine tuͤngerin/ mit namẽ Cabicha/ welchs veꝛdolmeeſcht beiſſet ein ꝛehe/ die waꝛ vol guter werck vñ almoſen die ſie chet. Es begab ſich aber zu der ſeibigẽ zeit das ſie kranck ward/ vnd ſtarb. Da wuſſchen ſie die ſelbigen vñ legten ſie auff den ſoͤller. Nu aber Eydda nahe bey Jop⸗ pen iſt/ da die ruͤnger hoꝛeten das Petrus daſelbs waꝛ/ ſand⸗ ten ſie zween menner zu vßm vñ ermaneren yhn/ das er ſichs nicht lieſſe verdrieſſen zu yhn du komen. Petrus aber ſtund auff vnd kam mit yhn/ vnd als er dar komen war/ fuͤreten ſie vhn hinauff auff den ſoͤller/ vnd tra⸗ ten vmb yhn allerley witwen/ weieten vñ zeigecen vhm die röͤcke vnd kleider/ welche ehe machte weil ſie bey yhn waꝛ. Vnd Petrus da er ſie alle hinaus getrieben hatte/ kniet er mdder/ bettet/ vnd wandte ſich zu dem leichnam vñ ſprach/ Tabitha/ ſtehe auff. Vñ ſie chat yhre augen auff/ vnd da ſie Petron ſahe/ ſatꝛt ſte ſich widder. Er aber gab yhꝛ die hand vnd richtet ſie auff/ vnd rieff den helligen vnd den widwwen/ 1— vnd ſtellet —„ KK— 1— „„ · ͤàe2nvb — ͤ———. — — dun fat NL dau ver e Kin iet Su be N. be! 00 d Ach vnd dl ond ſteller ſe lebendig dar. Vnd eg ward fund durch gore 7—.— gleubich an den Herrn. Vid es de ſchach/ das er lange zeit zu Joppe bleib/ bei einem Sims 2— eit zu Joppe bleib/ bei einem Sim „ ODas. x. Capitel S ar aber ein man zu Ceſarien mit namẽ Cer⸗ r ellus/ ein heubeman von der rotten/ dꝛe da heiſſet/ die welſche/ Goteſelig vnd Gotefurchtig/ ſampt ſeinẽ gan⸗ tzen hauſe/ vnd gab dem volck viel almoſen/ vnd bettet ymer zu Gott/ Der ſahe vnn einem geſichte offenberlich/ vmb die neunde ſtunde am cage/ einen Engel Gottes zu yhm ein⸗ gehen/ der ſprach zu yhm/ Corneli. Er aber ſahe yhn an/ er⸗ ſchrack vnd ſprach/ Herr was iſts: Er aber ſprach zu ehm/ Dein gebet vnd dein almoſen ſind hinauff komen vns gede⸗ chtrus fur Gott/ vnd nu ſende menner gen Joppen/ vn las foddern Simon mit dem zunamen Petrus/ welcher iſt zur herberge bey einem gerber Simon/ des haus am meer ligt/ der wird dir ſagen/ was du chun ſolt. Vnd da der Engel der mit Cornelto redet/ hinweg gegangen war/ rieff er zween ſeiner haußknechte vñ einem Gottfurchtigen kriegſiknech⸗ te von denen die auff yhn warten/ vñ erzelet es yhn alles/ vñ ſandte ſie gen Joppen. 5 Des andern cages/ da dieſe reiſeten vnd nahe zur ſtadka⸗ men/ ſteig Pecrus hinauff auff den ſoͤller zu betten/ vmb die ſechſte ſtunde/ vnd als er hungerig ward/ wolt er anbeiſſen. Da ſie hm aber zubereictẽ/ ward er entzuckt/ vnd ſahe den hymel auffgechan/ vñ ernidder faren zu vhm ein geſeſs/ wie ein gros leinen tuch an vier zipffel gebunden/ vnd ward mid⸗ der gelaſſen auff die erden/ darynnen waren allerley vierfüͤ⸗ c iij ſſige ſſige chier der erden/ vnd wilde cher/ vnd gewuͤrme/ vnd vo⸗ gel des hymels. Vnd geſchach eine ſtimme zu phm Scche auff Petre/ ſchlachee vnd iſs. Pecrus aber ſprach/ Air nicht Herr/ denn ich habe noch nie etwas gememes oder vnreines geſſen. Vnd die ſtimme ſprach zum andern mal zu jbm/ Was Gott geꝛeiniget hat/ das mache du nicht gemeit. Vnd das geſchach zu dreymalen/ vnd das gefeſſe ward wid⸗ der auffgenomen gen hymel. Alls er aber ſich ynn vhm ſelbo bekuͤmmert/ was das ge⸗ ſichte were/ das er geſehen hatte/ Sihe/ da fragten die men⸗ ner von Cornelto geſand nach dem hauſe Simonis/ vnd ſtunden an der thuͤr/ riefen vnd forſchecen/ oo Simon mic dem zunamen Petrus alda zur herberge were. Vnn dem aber Pecrus ſich beſinnet vber dem geſichte/ ſprach der geiſt zu yhm/ Sihe/ die menner ſuchen dich/ aber ſtehe auff/ teig hinab vnd zeuch mit yhn/ vnd zweiffel nichts/ denn ich habe ſie geſand. Da ſteig Petrus hinab zu den mennen/ die von Ke zu yhm geſand waren/ vnd ſprach/ Sehet/ ich bilis/ den yhr ſuchet/ was iſt die ſache/ darumb vhr hie ſed. Sie aber ſprachen/ Cornelius der hewbtman ein frumer vnd Gotefuꝛchelger man vnd gutes geruͤchtes bey dem gan ctzen volck der Juden/ hat ein Goͤtelich befelh empfangen vom heiligen Engel/ das er dich ſolte foddern laſſen yñ ſein haus/ vnd wort von dir hoͤren. Da rieff er vhn hinein vnd beherberger ſſf. 1 7 5 Des andern tages zoch Petrus aus mit yhn/ vnd etliche bruͤder von Joppen kamen mit nun vnd des andern cages kamen ſie ein gen Ceſarien. Corneliůs aber wartet auff fie/ vnd ueff zu ſamen ſeine verwandten vñ freunde. Vnd als es geſchach das Peerus hinem kam/ gieng vhm Cornelius . 5„„ L Ea. e 0 Sum wan Mh Der Apoſtel. entgegen vnd fiel zůt ſeinen fuſſen/ vnd er an. Petrus 1 aber richtet yhn auff/ vñ ſprach/ Stehe auff/ ich bin auch ein menſch. Vnd als er ſich mic yhm beſprochen hatte/ gieng er hinein/ vnd fand yhr viel die zu ſamen komen waren/ vnd er ſprach zu yhn. hr wiſſet/ wie es ein ne ding iſt/ ei⸗ nem Juͤdiſchen man/ ſich zu thun oder komen zu einẽ fremd lingen/ Aber Goet hat mir gezeiget/keinẽ menſchen gememm odder vnrein zu heiſſen/ darumb ben ich auch vngezweiffele komen/ als ich bin her gefoddert/ So frage ich euch nu/ war umb yhr mich habt laſſen foddern. Cornelius ſprach/ Es iſt iedt vier tage/ da faſtet ich/ vnd an der neunden ſtunde betet ich vñ meinem hauſe/ Vnd ſi 00 2 da trat ein man fur mir vnn einem hellen kleide vnd ſpra Corneli/ dein gebet iſt erhoͤret/ vnd deiner almoſen iſt geda⸗ cht worden fur Gott/ ſo ſende nu gen Joppen/ vnd las her ruffen einen S:mon/ mit dẽ zunamen Petrus/ welcher iſt zu herberg yñ dem hauſe des gerbers Simon/ an dem meer/ der wird dir/ weñ er kompt/ ſagen. Da ſandte ich von ſtund an zu dir/ vnd du haſt wolgethan/ das du dich her gemacht haſt. Nu ſind wir alle hie gegen wertig fur Gott/ zu hören alles was dir von Gott befolhen iſt. 15 Petrus aber chat ſeinen mund auff/ vnd ſprach/ Nu er⸗ fare ich mit der warheit/ das Gott die perſon nicht anſihet/ ſondern ynn allerley volck/ wer yhn furchtet vnd recht thut/ der iſt vym angeneme. 5 7 Myr wiſſet wol von der prediget/ die Goct zu denn kin⸗ dern Ifrael ge and hat vnd verkuͤndigen laſſen den fride/ durch Jeſum C hriſtum welcher iſt ein herr vber alles) die durch gantze Juͤdiſche land geſchehen iſt/ vnd angangen ynn Galilea nach der cauffe die Joannes e wie Zott Gott den ſelbigen Deſinn von Nazareth geſalbet hac nut dem heyligen geyſte vnd krafft/ der vmbher gezogen iſt/ vnd hat wol gechan vnd geſund gemacht alle die võ ceuffel bber⸗ e een Gott war mit yhm/ Vnd wir ſind deu gen al bung der ſunde empfahen ſollen. Da Petrus noch redet von ſolchen dingen/ fiel der hell ⸗ ge geiſt auff alte die dem wort zu hoͤreten/ Vnd die glewbi⸗ gen aus der beſchneidung die mit Petron komen warẽ/ en ſacz ten ſich/ das auch auff die heiden die gabe des heiligẽ gei⸗ ſta außgegoſſen ward/ denn ſie höreten/ das ſie mit zungen redeten/ vnd Gott gros machten. Da antwortet Petrus/ Mag auch ymand das waſſer weren/ das dieſe nicht getau⸗ fft werden/ die den hepligen geyſt empfangen haben/ gleich wie auch wir: Vnd befalh ſie zu teuffen ynn dem namen des Herrn. Da baten ſie yhn/ das er etliche tage da bliebe. Das. xj. Capitel. e, l 1 7* 8 bes wort auffgenomen. Vnd da Peuus hinauff kam gen Deruſalẽ Vu iſchen lande waꝛen/ das die heiden hartẽ Got en alles/ das er gethan hat vm Juͤdiſchen lande vñ zu Je⸗ ruſalem/ Den haben ſie getödtet/ vnd auff ein holtz gehan⸗ gen/ Den ſelbigen hat Gott auffer weckt am dritten cage/ vnd yhn laſſen offenbar werden/ nicht allem volck/ ſondern den vorerweleten zeugen von Gott/ vns/ die wir mit vhm geſſen vnd getruncken haben/ nach dem er aufferſtanden iſt von den todten/ vnd er hat vns gepoten/ zu pꝛedigen dẽ volck vnd zeugen/ das er iſt verordnet von Gott ein richter der le⸗ bendigen vnd der todten. Von dieſem zeugen alle Prophe⸗ ken/ das durch ſeinem namen alle die an yhn gleuben/ verge S kamoaber fur die Apoſtel vnd bruͤder die auff dẽ —— ——— .]˙‚. r Jeruſalem/ zanckten mit yhm die aus der beſchneidung wa⸗ ren/ vnd ſprachen/ Du biſt eingegangen zu den mennern/ die vorhaut haben/ vnd haſt mit yhn geſſen. Petrus aber hub an vnd legecs hn dar nach einander/ vnd ſprach/ Ich war ynn der ſtad Joppe ym gebete/ vnd ſahe ynn einer entzuckung ein geſichte/ ein gefeſſe ernidder faxen/ wie ein groß leinen tuch mit vier zipffeln/ vnd nidber gelaſſen võ hymel/ vnd kam bis zu mir/ darein ſahe ich/ vnd ward gewar/ vnd ſahe vierfuͤſſige chier der erden/ vnd wilde thier/ vnd gewuͤrm/ vnd vogel des himels/ ich höꝛet aber eine ſtumme die ſprach zu mir/ ſtehe auff Petre/ ſchlacht vnd iſs. Ich aber ſprach/ mir nicht Herr/ denn es iſt nie kein gemey⸗ nes noch vnreines vnn meinen mund gegangen. Aber die ſtimme antwortet mir zum andern mal von dem hymmel/ Gas Gott gereyniget hatt/ das mache du nicht gemeyn. Das geſchach aber dreymal/ vñ ward alles widder hinauff gen hymel gezogen. Vnd ſthe/ von ſtund an ſtunden drey menner fuͤr dẽ hau⸗ ſe darynnen ich war/ geſand võ Ceſarien zu mir. Der geiſt aber ſprach zu mir/ ich ſolt mit yhn gehen/ vnd nicht zweyffe⸗ in. Es kamen aber mit mir die ſechs bruͤder/ vnd giengen yñ das hauß des mannes/ vnd er verkuͤndiget vns/ wie er gee⸗ hen hecte einen Engel ynn ſeinem hauſe ſtehen/ der zu chm ſprach/ ſende menner gen Joppen/ vnd laß foddern den Sumon mit dem zunamen Petron/ der wird dir wort ſa⸗ gen/ daronnen du ſelig werdeſt/ vnd dein gantdes haus. Vn dem aber ich anfieng zu reden/ fiel der heilige Geiſt auff ſie/ gleich wie auff vns am erſten anfang. Da dachte ich an das wort des Herrn/ als er ſaget Joannes hat zwar mit waſſer getaufft/ vr aber ſoͤllet mit dem heyligen Geiſt maac 6 8 Werden. a 9. Geſchicht. werden. So nu Gott yhnen gleiche gabe gegeben hat/ wie auch vns/ die da gleuben an den Herrn Jeſum Chriſt/ wer war ich/ das ich kund Gotte weren: Da ſie das hoͤreten/ ſchwelgen ſie ſtille/ vnd lobeten Gott/ vnd ſprachen/ So hat Gott auch den heyden buſſe gegeben zum leben. Die aber zurſtrawet waren vncer dem truͤbſal/ der vber Stephans geſchach/ gingen vmbher/ bis gen Phenicen/ vnd heypern vnd Anchiochia/ vnd redeten das wort zu fe mand/ denn alleine zu den Juden. Es waren aber etliche vnicer vhn/ menner von Kppern vnd Cyrenen/ die kamen gen Anciochia/ vnd redeten auch zu den keriechen/ vnd pre⸗ digeten das Euangelion von Jeſu Chꝛiſto/ vnd die hand Gottes war mit yhn/ vnd eine groſſe zal ward gleubig vnd beleret ſich zu dem Herrn. Es lam aber dieſe rede von yhn fur die oren der gemeine zu Jeruſalem/ vnd ſie ſandcen Barnabam/ das er hin gien ge his gen Anctochia/ welcher da er hin komen war/ vñ ſahe die gnade Gottes/ ward er fro/ vnd ermanet ſie alle/ das ſte von herczen furſetzten an dem Herrn zu bleiben/ denn er wa: ein frumer man/ vol heyliges geyſts/ vnd glawbens/ vnd es ward ein gros volck dem errn zu gechan. Barnabas aber gieng aus gen Tarſen/ Saulum widder zu ſuchen/ vnd da er yhn fand/ furet er yyn gen Antiochta. Es geſchach aber/ das ſie ein gantz tar ynn der gememe ſich ſamleten vnd lere⸗ cent ein gros volck/ vnd das die nuͤnger zu Antiochia am er⸗ ſten Chriſten genennet wuͤrden. Nnn den ſelbigen cagen kamen Propheten von Jeru⸗ ſaleſ gen Antiochia/ vnd einer pnter yhn mit namen Aga⸗ bus ſtiind auff/ vñ deutet durch den geiſt eine gꝛoſſe cheurůg/ die da. omen ſolt vber den gantzen kries der erden/ welche geſchach N e de ag n ue Add Sa m d mah we Abt Bun woche Iſucd Ah 000 · g Nac N a Ge Hier Apostel. geſchach vnnter dem Keiſer Claudio. Aber vnter den luͤu⸗ gern beſchlos ein iglicher/ nach dem er vermochte/ zu ſennden eine handreichung den bruͤdern die ynn Judea wonecen/ wie ſie denn auch cheten/ vñ ſchicktens zu den Elaeiſten durch die hand Barnabe vnd Sault. 1 Sas. xij. apitel. 5 Poder ſelbigen zeit/ get Gerodes die hende an etli⸗ che von der gemeine zu peinigen. Er coͤdtet aber 155 Joannes bruder mit dem ſchwerd/ vnd da er ſa⸗ das den Judert gefiel/ machet ers mehꝛ/ auch Petron zu fahen. Es war aber eben oſtern/ da er yhn auch greiff/ legec er yhn yns gefencknis/ vnd vberantwortet hn vier geluer⸗ den kriegſe nechten/ yhn zu bewaren/ vnd gedacht yhn nach den oſtern dem volck fur zu furen. Vnd Petrus ward ym geſencknis gehalten/ Aber das gebet geſchach fur vhn zu Gott on vnterlas von der gemeine. Vnd da yhn Herodes Wolc ſur fitren/ ynn der ſelbigen nacht ſchlieff Pecruts zwi⸗ ſchen zween kriegß fechten/ gepunden mit zwo ketten/ vnd die hůͤcter fur der chor huͤtteten des gefenckus. Vnd ſihe/ der Engel des Herrn kam daher/ vñ ein liecht ſchein ynn dem gemach/ vnd ſchluch Pecron an die ſeicen vnd wecket yhn auff/ vnd ſprach/ Stehe behens auff. Vnd die kecen fielen yhm von ſemen henden. Vnd der Hengel ſprach zu vhm/ Guͤrte dich/ vnd thu deine ſchuch an. Vnd er chet alſo. Vnd er ſprach zu yhm/ Wirff deinen mantel vmb dich vnd folge mir nach. Vnd er gieng hinaus vnd folget yhm/ Vnd wuſte nicht/ das es waꝛpaffeig war/ das da geſchach durch den Engel/ Es dauchte yhn aber/ er ſehe ein geſichte. Sie giengen aber durch die erſte vnd ander hut/ vñ kamen Becht 2 kamen zu der eyſern chůͤr/ welche zur ſtad furet/ die that ſich vhn von yhr ſelber auff vnd traben hinaus/ vnd giengen hin eine gaſſen lang/ vnd alſo bald fam der Engel von yym. Dnd da Petrus zu pom ſelber kam/ ſprach er/ Nu weis ich warhafftig/ das der Herr ſeineti Engel geſand hat/ vnd mich errettet aus der hatid Herodis/ viid vol allem wartet des Jüͤdiſchen volekes. Vnd als er ſich beſinnet/ kam er fur das haus Marie der mutter Joannis der mit dem zuna⸗ men NM arcus hies/ da viel verſamlet waren vñ beteten. Als aber Peerus an die chůͤr klopffet des chores„race erfur eine magd zu horchen/ mic namẽ Bhode/ vñ als ſie Peters ſtim⸗ me erkandte/ chat ſie das chor nicht auff fur freude/ lieff aber hinein/ vnd verkuͤndigets n Pecrus ſtunde fur dem chor. Sie aber ſprachen zu phr/ Du hiſt vnſimug. Sie aber be⸗ ſtund drauf/ es were alf o. Sie ſpꝛachen/ Es iſt ſein Engel. Peczus aber klopffet mehr. Da ſie aber auffchaten/ ſahen ſie ohn/ vnd enchatzten ſich/ Er aber wincket yu une der hand zu ſchweigen/ vñ erzelet yhn/ wie hn der Herr hatte aus dem gefencknis gefuret/ vnd ſprach Verkuͤndiget dis Jacobo vnd den brůdern/ vnd gieng hinaus/ vnd wandelt an einen andern ort. Da es aber tag ward/ war nicht eine kleine bekuͤmmer⸗ nis vnter den kriegſzknechten/ was doch Petrus worden were. erodes aber da er yhn foddert vnd nicht fand/ lies er die huͤcer rechefertigen/ vnd hies ſie weg furen/ vnd joch von Judea hinab gen Teſarten vnd hielt alda ſein weſen. Gr Muntzet aber mit den von Tyro vñ Sidon. Sie aber ka⸗ men einmuͤtiglich zu phm dar/ vnd vberredten des koͤntges kemerer Blaſton/ vnd baten vmb fride/ darumb das yhre land ſchtrceren pon deok dungs and. Aber auff men be⸗ 88 2 m Fnſe ſtimpten tag/ thet Herodes an das k oͤnugliche kleid/ ſatzte ſich auff den richtſtuel/ vnd chat eine rede zu yhn. Das volck aber rieff zu/ Das iſt eine ſtimme Gottes vnd nicht eines menſchen. Als bald ſchlug hn der Engel des Herrn/ dar⸗ umb/ das er die ehre nicht Gotte gab/ vnd ward gefreſſen von den wuͤrmen vnd gab den geiſt auff. 5 Dass wort Gottes aber wuchs vnd mehꝛet ſich. Barna⸗ bat aber vnd Paulus kamen widder gen Jeruſalem vnd vberantworten die han dreichung/ vnd namen mit ſich Jo⸗ annen/ mit dem zunamen Marcus. Das. xilj.Capitel. Exod. 14. Geſchicht. wort Gottes zu hoͤren/ Da ſtund yhn doidder der zeuberer Elymas deñ alſo wird ſein name verdolmeeſchc) vnd trach⸗ tet/ das er den Sandvogt vom glawben wendec. Saulus aber/ der auch Paulus heiſſet/ vol heyliges geyſts/ ſahe yhn an/ vnd ſpꝛach. G du kind des ceuffels/ bol aller liſt vnd aller ſchalckeit/ vnd feynd aller gerechtickeit/ du hoͤreſt nicht auff abzuwenden die rechten wege des Herrn/ Vnd nu ſihe/ die hand des Herrn kompt vber dich/ vnd wirſt blind ſein/ vnd nicht ſehen die Sonne eine zeit lang. Vnn dem ſelbigen fiel auff yhn cunckel heit vnd finſternis/ vnd gieng vmbher vnd ſuchte handleiter. Als der Canduogt das geſichte ſahe/ gleu⸗ bet er/ vnd ver wunderte ſich der lere des Herrn. Da aber Paulus vnd die vmb vhn waren von Papho ſchifften/ kamen ſie gen Peꝛgen vm lande Pamphilta. Jo annes aber entwelch von yhn vnd zog widder gen Jeruſa⸗ lem. Sie aber zogen durch von Pergen vnd kamẽ gen An tiochia ym lande Piſidia/ vnd giengen ynn die ſchule am Sabbacher tage vnd ſatzten ſich. Nach der lection aber des geſetzes vnd der pꝛopheten/ ſandten die oͤberſten der ſchule zu phn/ vnd lieſſen yhn ſagen/ Eieben bruͤder/ habt vhr eine re⸗ de bey euch/ u ermanen das volck/ ſo ſaget an. 3 Da ſtund Paulus auff/ vnd wincket mit der hand vnd hoͤret zu/ Der Gott dieſes volcks hat erwelet vnſer veter/ vnd erhöͤhet das volck/ da ſie fremblinge waren ym lande Egypti/ vnd mit einem hohen arm furet er ſie aus dem ſel⸗ bigen/ vnd bey viertzig laren lang duldet er yhre weiſe vnn der wuͤſten/ vnd vercilget ſieben voͤlcker ynn dem lande Canaan/ vnd ceilet vnter ſie nach dem anfal/ yhener lande/ Darnach gab er yhn richter bey vierhundert vnd bare 1 1 jar ang 1 ſorach Pyr menner von Iftacl ond dieſhr Goccfurchccr r.—.,. ˙. —— ä— A Der Apoſtel. 802 lar lang bis auff den Propheten Samuel/ vnd von da an 0 240 baten ſie vmb einen koͤnig/ vnd Gote gab jn Saul den ſon , e Kis/ einen man aus dem geſchlechte Bemamin/ viertzig eie iarlang/ vnd da er den ſelbigen abletzet/ richtet er auff vber * e ſie Dauud zum koͤnige/ von welchem er zeugete/ Ich hab a. ae ma funden Daund den ſon Jeſſe/ nach meinem hertzen/ der ſol won ge chun allen meinen willen. d 1 Aus dieſes ſamen hacc Gotcc/ nach der verheiſſung/ auff esd zm Lerichcet dem volck Iſrael den helland Jeſum/ als denn m Fra Hanes zultor dem volck Iſtael gepredigec hat/ ſur dem e ag angeſichce ſeiner zukunfft/ die cauffe der buſſe. Als aber Jo⸗ ven 1 anties ſeinen laufft erfullet/ſprach er Ich bin niche der/ da ren Jh r yhr mi halcet/ Aber ſchet/ Er kompt mir nach/ des ich aum 15 nicht werd bin/ das ich vhm die ſchuch außzthe. 1 an Fü hör menner„lieben bruder/ yhr kinder des geſchlechto n Abraham/ vnd die vnter euch Goeefurckcen Euch iſt das e ore dirſes heile geſand/ denn diezu Jeruſalem wonen vñ 1 un hee berſten/ die weil n niche erlenneren/ noch die ſtim⸗ f% mender Prophecé welche auff alle Sabbacher geleſen wer⸗ de f 4 den haben ſie die mit yhrem vrtellen erſullec. Vnd wie wol n ge ſiekeine vrſache des todes an vhm funden/ baten ſie doch Pi lacum/ yhn zu coͤdten/ Vnd als ſte alles vollendet hacten/ I was von vhm geſchrieben iſt/ namen ſie yhn von dem holtz/ ee vndlegeen vhn pnnan grab. Aber(Sol hat hn auffer⸗ n Aelk weckt von den codcen/ am dricten lage/ vnd er iſt erſchienen t Hal viel tage lang/ denen/ die mit yhm hinauff von Galileg gen al ut Jauſalem gegangen waren welche ſind ſeine zeugen an e dag volck. 2077 27 eee eee 18 all Vnd wir auch berkuͤndigen euch dite verheiſſung/ die zn e vnſern vetern geſchehen iſt/ das die ſelbige Gott/ vg phꝛen ö uff e d fe kindern 9 A la fal. Iſaie. 55. Il. 1j. „ kinderen erfullet hat/ ynt dem er Deſül aufferwecket hat/ wie denn ym erſten pfalm geſchrieben ſtehet/ Du biſt meirt ſon/ heute hab ich dich gezeuget. Das er ven aber hat võ den todten auffer weckt/ das er fort nicht mehr ſol ver weſen/ ſpri⸗ cht er alſo/ Ich wil euch diegnade Daind verheiſſen/ crew lich halcen. Darumb ſpricht er auch am andern ort/ Du wirſt es nicht zugeben/ das dein heplige die verweſung ſehe. Den Daurd/ da er zu ſeiner zeit gedienet hatte dem willen Gottes/ iſt er eneſchlaffen/ vnd dul ſeinen vetern gethan vnd hatte die verweſung geſehen/ den aber Gott auffer weckt hat der hat die verweſütig nichtgeſehen. So ſet es nu euch kund lieben bruͤder das euch verkundi⸗ get wird vergebung der ſunde durch dieſen/ vnd von dem al⸗ ſem/ durch welches vr niche kündet vm geſetz Moſt rechtſer eig werden. Wer aber an dieſen glewbet der wird rechtfer⸗ tig/ Sehet nu zu/ das nicht vber euch kome/ das vnn den Propheten geſagt iſt/ Schet phr verachter vnd verwun⸗ dert euch/ vnd verderbet euch/ denn ich chue ein werck zu ew⸗ ren zeiten/ welchs phr nicht gletoben werdet/ ſo es euch ve⸗ mand erzelen wird. 1 Da aber die Juden aus der ſchule giengen/ baten die het⸗ den/ das ſie zwiſchem dem Sabbach phn die wort ſagetett. Vnd als die gememne der ſchule von emander giengẽ/ folge⸗ ten Paulo vnd Barnaba nach viel Juden vnd Judge⸗ noſſen die Gott dieneten. Die aber ſagten zu phtt vnd bere⸗ deten ſie/ das ſie bleiben ſolten ynn der gnade Gottes. Am folgenden Sabbach aber kam zu ſamen faſt die gantze ſtad das wort Gottes zu hoͤren. Da aber die Juden dae volck ſahen/ wurden ſie vol neides/ vnd widderſprachen dem das von Paulo geſagt ward/ widderſprachen vnd leſterten. Paulus SPS— 2———— P ——————— —.————— — ye m droh nch Hof win t dec WII n, Ta lll Ang Nc B den bewegeten die erbarn vnd andechtigen weiber/ vnd der g TT Maulus aber vnd Bamabas wurden freydig vnd ſpꝛachẽ/ Es war nott/ das euch zum erſten das wort Gottes geſage wurde/ Nu jhꝛ es aber von euch ſtoſſet/ vnd achtet euch ſelbs nicht werd des ewigen lebens/ Sihe/ ſo wenden wir vns zu den heiden/ denn alſo hat vns der Herr gepoten/ Ich habe dich den heiden zum liecht geſetzt/ das du das heil ſehſt bis an das ende der erden. a e 5 Die heiden aber höͤreten mit freuden zu/ vñ pꝛeyſeten das wort des Herrn/ vnd wurden glewbig/ wie viel yhrer zum ewig en leben verordnet waren. Vnd das wore des Gerrn Y 1 ward auſßßgebreitet durch die gancze gegend. Aber die Ju⸗ 0 1 vnd Barnaban/ vnd ſtieſſen ſie zu hren grentzen hinaus. Sie aber ſchůttelten den ſtaub von vhren füſſen vber ſie v kamen gen Jconion. Die Juͤnger aber wurden vol freu⸗ den vnd heiliges geiſts. Das. ru. Capitel. ſtad oͤberſten/ vñ erweckten eine verfolgunge vber Maulon unt den Apoſteln. 1 9 Da ſich aber ein ſurm erhub der Heiden vnd der Jude 2 d nij vnd yh⸗ 1 Beſchicht. vnd yhrer oberſten/ ſie zu ſchmehen vid ſteinigen/ wurden ſie des ynnen/ vnd eneftohen ynn die ſtedce des landes E yca⸗ onia/ gen Eyſtran vnd Serben/ vnd vnn die gegend vmb⸗ her/ waren alda vnd predigeten das Euangelion. Vnd es war ein man vnter den yſtranern der ſaſz vnuermuͤgens an ſeinen fuͤſſen/ vñ war lam vom mutter lebe/ der noch nie gewandele hatte/ der hoͤret Paulon reden/ Vnd als er pn anſahe vnd mercket/ das er einen glaubẽ hacte geſund zu wer dẽ/ ſpꝛach er mit lauter ſtimme/ Seehe auff/ richtig auff dei⸗ ne fuͤſẽ. Vnd er ſprang auff vnd wandelte. Da aber das volck ſahe/ was Paulus gethan hace huben ſte yhre ſtimme auff/ vnd ſprachen auff Oycaomiſch/ Die Goͤccer ſind den menſchen gleich worden vnd zu vns ernidder komen/ vnd nenneten Varnaban Jupiter/ vnd Paulon ercuri⸗ lis/ die well er das wort füret. Der Prieſter aber Jupiters der fur yhrer ſtad war/ brachte ochſen vnd krentze fur das chor vnd wolte opffern ſampt dem volck. Da das die Apoſtet Paulus vnd Barnabas höͤreten/ zu riſſen ſie phre kleider vnd ſprungen vnter das volck/ ſchu⸗ en vnd ſprachen/ Vhr menner/ was machet phꝛ da/ wir ſind auch menſchen/ ech gleichbereig/ vnd predigen euch das Euangelton/ zu bekeren von dieſen vnnuͤczen zu dem leben⸗ digen Gott welcher gemacht hac hymel vnd erden vnd das meer/ vnd alles was drinnen iſt/ der ynn vergangen zeiten hat laſſen alle heiden wandeln yhre eigen wege. Vnd zwar hat er ſich ſelbs nich vnbezeugec gelaſſen/ yñ dem das er wol Saen bend vns gegeben vom hymel regen vnd fruchc⸗ are zeiceung/ damit vnſer hertzen erfullet mit ſpeiſe vñ freu⸗ den. Vnd da ſie das ſagten/ ſtilketen ſie kaum das volck/ das ſie yhn nicht opfferten. 8 Es kamen —-—————...—— erf pin rng r ahnt Cn n h * rst zu den Apoſteln vnd Eltiſten/ vmb dieſer frage willen. Vñ ſie wurden von der gemeine geleitet/ vnd zogen durch Phe⸗ nicen vnd Samaria vnd erbeleten den wandel der heiden/ vnd machten ein groſſe freude allen bruͤdern. Da ſie aber dar kamen gen Jeruſalem/ wurden ſie empfangen von der gemetne vnd von den Apoſteln vnd von den Eleiſten/ vnd ſie verkuͤndigeten/ wie viel Gott mit yhn gechan hacce. Da traten auff etliche von der Phaꝛiſeer ſecten/ die gleubig wa⸗ ren worden vnd ſprachen/ an mus ſie beſchneiden vñ ge⸗ pieten zu halten das geſetze ¶Moſi. Aber die Apoſtel vñ die Eltiſten kamen zu ſamen/ dieſe rede zu beſehen. Da nu viel fragens ſich erhub/ ſtund Petrus auff vnd ſprach zu yhn/ Vhr menner lieben bruͤder/ vhr wiſſec/ das Gott ynn vorigen tagen/ vncer vns erwelet hat meinen mund/ durch welchen die heiden höreten das wort des Eu gelions vnd gleubten/ vnd der hertzkuͤndiger Gott zeugete vher ſie/ vñ gab vhn den heiligen geiſt/ gleich auch wie vns/ vnd vnterſcheid nichts zwiſchen vns vnd yhnen/ vnd reiti⸗ gete vhre hertzen durch den glauben. Was verſuchet vhr def iu Gott mit aufflegen des iochs auff der iuͤnger helſe wel⸗ chs widder vnſer vecer noch wir habẽ muͤgen tragen: Son⸗ dern wir gleuben durch die gnade des Herrn Jeſu Chriſti ſelig zu werden/ gleicher weiſe wie auch ſie. Da ſchweig die gantze menge ſtille/ vnd huͤreten zu Paulo vnd Barnaba/ die da erzeleten/ wie groſſe zeichen vnd wunder Gact durch ſie gethan hatte vnter den heiden. Darnach als ſie geſchwiegen waren/ antwoꝛt Jacobus vnd ſprach/ Vhr menner lieber bruͤder/ hoͤret mir zu/ Si⸗ mon hat erzelet/ wie auffs erſt/ Gott hat heimgeſucht/ an zu⸗ temen ein volck aus den Helden zu ſanem namen(vnd da ſtimmen —,———.— FE r rr e 7 ³˙0³ . ——— b bal Mang At dert Ni Ge Sun n nt a ral, am t 5 een Werk bi* Der Apoſtel. ſtimimen mit die rede der Propheten/ als geſchrichen ſtehet/ Darnach wil ich widder komen/ vnd wil widder bawen die huͤtte Daund/ die zurfallen iſt/ vnd vhre lucken wil ich widder bawen/ vnd wil ſie auffrichtẽ/ auff das/ was vbꝛg iſt von menſchen/ nach dem Herrn frage/ Dazu alle heiden/ vber welchen mein na me gen ennet iſt/ ſpꝛcht Gott/ der das alles chut. Gott ſind alle ſeine werck bewuſt von d welt her/ Dauumb beſchlieſſe ich/ das man denen ſo aus den heiden zu Gott ſich bekeren/ nicht vnruge mache/ ſondern ſchreihe jn das ſie ſich enchalten von vnſauberkeit der abgötter/ vñ von hurerey/ vd von erſticktem/ vnd vom blut. Dent Moſes hat von vorigen zeiten her vnn allen ſtedten die phn predi⸗ gen/ vnd wird alle Sabbather tag vnn den ſchulen geleſen. PVndes dauchte gut die Apoſtel vnd Eltiſten ſampt der gantzen gemeine/ aus yhn menner erwelen vnd ſenden gen Antiochtan mit Paulo vnd Barnaba/ nemlich/ Judan mit dem zunamen Barſabas/ vnd Silan/ welche menner ſurgenger waren vnter den bruͤdern/ vnd ſie gaben ſchriffe ynn yhre hand alſo. 0 l f 5 B25 Hir die Apoſtel vnd Eltiſten vnd bruͤder/ wuͤnſchen hei/ den brůdern aus den heiden die zu Antiochia vñ Sy⸗ ria vnd Cilicta ſind. Die weil wir gehöͤret haben/ das etli⸗ che von den vnſern ſitd auſtgegangen/ vnd haben euch mit worten yrre gemacht vnd ewre ſeelen beküſere/ vnd ſagen⸗ yhr ſolt euch beſchneiden laſſen vnd das geſetz halten/ wilch⸗ en wir nichts befolhen haben/ Hat es vns gut gedacht ein⸗ muͤtiglich verſamlet/ menner erwelen/ vnd zu euch ſenden⸗ mme bnſern liebſten Barnaba vnd Paulo, welche menſchẽ 2 vhre ſeelen dar gegeben haben fur eee ſu Chriſti. So habẽ wir geſand Judan vf Silan 0 5 eee, auch mie Becht duch init worten das ſelbege verküͤndigett werden/ Denn es gefelt dem heiligen geiſte vnd vns/ euch keine beſchwerung mehꝛ auff zulegen/ denn nuͤr dieſe nötige ſtuͤck/ Das ſz euch Tod. 4. enchalcet vom götzen opffer/ vnd vom blut/ vnd vom erſtiek⸗ ten/ vnd von hurerey/ von welchen/ ſo hr euch enchaltet/ thut yhr recht/ Gehabt euch wol. nl Da dieſe abgefertiget waren/ kamen ſie gen Antiochtatt vnd verſatnleten die menge vnd vberantworcen den brieff. Da ſie den laſen/ wur den ſie des croſtes fro. Judas aber vñ Silas/ die auch Propheten waren/ ermaneten die bruͤdere mit vielen reden vnd ſterckten ſie. Vnd da ſie verzogen eine deit lang/ wurden ſie von den bruͤdern mit friden abgefertt⸗ get zu den Apoſteln. Es dauchte aber Silan gut alda zit bleiben. Paulus aber vnd Barnabas hatten yhr weſen zut Antiochia/ lereten vnd predigeten das Euangeliſche wort des Herrn mit vielen andern.. Nach etlichen tagen aber ſprach Paulus zu Barna⸗ ban/ Sas vns widderuͤmb zihen vnd vnſere bruͤdere beſehen durch alle ſtedte/ ynn welchen wir das wort des Herrn ver⸗ kuͤndiget haben/ wie ſie ſich halten. Barnabas aber gab rad/ das ſie mie ſich nemen Joannen/ mit dem zunamett Marcus. Paulus aber achtes billig/ das ſie nicht mit ſich nemert einen ſolchen/ der abgetreten war von yhnen ynn Pamphilia/ vnd war nicht mit yhn gezogen zu dem werck. Vnd ſie kamen ſcharff an einander/ alſo/ das ſie von einan⸗ der zogen/ vnd Bamabas zu ſich nam Joannen/ vñ ſchiff⸗ te ynn Keypren/ Paulus aber welet Silan/ vnd zoch hi/ der gnade Gottes befolhen von den bruͤdern. Er zoch aber durch Syrian vnd Cilician/ vnd ſterckte die gemeinen. Das. To. Capitel. dd Sc amn erg da Wet en fan(e oh Pech nach te y A N landeg Na cedonta/ vnd eine freye ſtad. Der Apoſtel. 58 5 0 B kam aber gen Derben vnd Eyſtran/ Vnd ſi⸗ Paulus laſſen mit ſich zihen/ vnd nam vnd beſchnend vhn vmb der Juden willen die an dem ſelbigen oꝛt waren/ denn ſie wuſten alle/ das ſein vater war ein Kerieche geweſen. Alo ſie aber durch die ſtedte zogen/ vderantwoꝛten ſie yhn zu bal⸗ ten den ſatz/ welcher von den Apoſteln vñ Gleiſten zu Je⸗ ruſalem beſchloſſen war. Da wurdẽ die gemeinen pur glau⸗ ben befeſtiget/ vnd namen zu an der zal teglic h. 5 Da ſie aber durch Phrygian vnd das land Galacia zo⸗ gen/ ward uhn geweret von dem heiligen geiſte/ zu reden das wort ynn Aſta. Ale ſie aber kamen an yſtan/ verſuchten ſie nach Bichinian zu reiſen/ vnd der geiſt lies vhn nicht zu. Da ſie aber fur ¶Hyoſtan vberzogen/ kamen ſie hinab gen Troada/ vñ Maulo erſcheim ein geſichte bey der nacht/ das war ein man von Macedonia/ der ſtund vnd bat yhn vnd ſpꝛach/ bum ernidder gen Macedonian/ vnd hilff vns. Als er aber das geſichte geſehen hatte/ da trachten wir alſo bald zu reiſen gen ¶ Nacedonian/ gewis/ das vns der Herr dahin beruffen hecte/ yhnen das Euangelion zu predigen. Da brachen wir auff von Troada/ vnd ſtracks lauffs kamen wir gen Samothracian/ des ardern tages gen Neapolim/ vnd von dannẽ gen Philippis/ welche iſt die hewbeſtad des Wir hatten aber ynn dieſer ſtad vnſer weſen etliche ta⸗ ge/ Des tages der Sabbacher gꝛengen wir hinaus fur die ſtad an das waſſer/ da mã pfleget zu beten/ v ſaczeẽ 0 vf 0 5 erkedeten Beſchicht. redeten zu den welbeꝛn/ die da zu ſamen kamett. Vnd ein alt. dechtig weib mic namen ydia/ ein puzper kremerin aus de: ſtad der Thyacirer/ hoꝛete zu/ welcher that der Jer das her⸗ tze auff/ das ſie drauff acht hatte/ was von Paulo gered ward. Als ſie aber vnd vhr haus getauffet ward/ ermanet ſie vns vnd ſprach/ So yhr mich achtet/ das ich glewbig bin an den Herrn/ ſo kompt yñ mein haus vnd bleibet alda/ Vn ſie zwang vns. Ns geſchach abe da wir zu dem gebe gienge/ das eine magd vns begegnet/ die hatte einen warſager geiſt/ vñ trug phren herrn viel genies du mit warſagen/ die ſelbige folgete allenthalben Paulo vnd vns nach/ ſchrey vnd ſpꝛach/ Die⸗ ſe menſchen ſind knechte Gottes des aller hoͤheſten/ die eue den weg der ſelickeit verkuͤndigen. Solchs chat ſie mangen tag. Paulo aber chat das wehe/ vnd wandte ſich vmb/ vnd ſprach zudem geiſte/ Ich gepiete dir vun dem namen Je⸗ i Chriſt. dab du von phr auſzfareſt. Vnd er fur aus zu der ſelbigen ſtunde. 5 Da aber vhre herrn ſahen/ das die hoffnurg vh⸗ res genies war außßgefaren/ Namen ſie Paulum vnd Silan zogen ſie auff den marckt fur die oͤberſten/ Ynd fureten ſie zu dem amptleuten/ vnd ſprachen/ Dieſe men⸗ ſchen machen vnſere ſtad yrre/ vnd ſind Juden/ vnd ver⸗ kuͤndigen eine weiſe/ welche vns nicht zimpt anzunemen/ noch zu chun/ weil wir Boͤmiſch ſind. Vnd das volck fiel zu widder ſie/ vnd die amptleute zuriſſen yhre kleider/ vnd hie⸗ ſſen ſie ſteupen/ Vnd daſte ſie wol geſteupet hatten/ wor⸗ ffen ſie ſie yns gefencknis/ vnd gepoten dem kerclermeiſter/ das er ſie mit bleyſz hielte. Der nam ſolch gepoc an vnd warff ie pnn das gemem gefencknus vi lege phzefüſſepun den ſtock. cn Ma put lt cſten ec ſte aug sc i bi I 97 Di Der Apoſtel. den ſtock. DVmb die micternacht aber betteten Naulus vnd Silas nd lobecen Goct/ nd es hoͤreten die gefangene. Schnel⸗ e aber ward ein groſſes erdbeben lalſo/ das ſich bewegetẽ die grundfeſte des gefencknis/ vnd vnn dem ſelbigen wurden al⸗ le chuͤre auffgethan vnd aller band los. Als aber der kercke: meiſter aus dem ſchlaffe fur/ vnd ſahe die chuͤren des gefenck nis auffgethan/ zoch er das ſchwerd aus/ vnd wolce ſich ſelbs erwuͤrgen/ deñ er meinet/ die gefangenen weren entſtohen. Paullis aber rieff laut vnd ſprach/ Chu dir nichts vhels/ denn wir ſind alle hie. Errfoddereaher en liecht vnd ſprang hinein/ vnd ward zittern vnd fiel Paulo vnd Barnaba dun ſuſſen/ vnd furet ſie er aus vnd ſprach/ Eichen herrn/ was ſol ich chun/ das ich ſelig werde? Sie ſprachen/ Glewbe an den Herrn Je⸗ ſum/ ſo wirſt du vnd deim haus ſeltg. Vnd ſagten yhm das wort des n e die vnn ſeinem hauſe waren. Vñ er nam ſie zu ſich/ ynn der ſelbigen ſtunde der nacht/ vnd wu⸗ ſſch yhn die ſerymen ab. Vnd er lies ſich teuffen/ vnd alle die ſelnen alſo balde/ vnd furet ſie ynn ſein hals ynd ſetzet phn einen ciſch/ vñ frewet ſich mit ſeinem gantzen hauſe/ das er an Gott glewbig worden war. Nnd da es tag waꝛd/ ſandten die amptleute/ ſtad diene vnd ſprachen/ Eas dieſe menſchen gehen. Vnd der kercker⸗ meiſter verkuͤndiget dieſe rede Paulo/ Die amptleure ha⸗ ben her geſand/ das yhr los ſein ſolt/ Nu zihet aus vnd gehet mie friden. Paulus aber ſprach zu vhn/ Sie haben vns vn⸗ uerdampt/ öffentlich geſteupet/ die wir doch Nomiſch ſind/ vnd vnn das gefenck us gewoꝛffen/ vnd ſolten vns nu heim⸗ lich außſtoſſen nicht alſo ſondern laſſet ſie ſlbs komen vnd e ij vns hinaus Beſchicht. 2 vns hinaus furen. Die ſtad diener verkuͤndigeten dieſe wort den amptleuten. Vnd ſie furchten ſich/ da ſie hoͤreten/ das ſie Boͤmiſch weren/ vnd kamen vñ ermaneten ſie/ nd fureten ſie eraus/ vnd baten ſie/ das ſie auſdzoͤgen aus der ſtad. Da giengen ſie aus dem gefenicknis/ vnd giengen zu der 12 Vnd da ſie die bruder geſehen hatten vnd getroͤſtet⸗ A ſieaber durch Amphipolmm vnd Apolonta reiſe⸗ 7 8 e een/ kamen ſie gen Teſſalanonich/ da war ein Ju⸗ den ſchule. Nach dem nu Paulus gewonet waꝛgieng er zu vhn ein/ vñ ſaget jhn auff drey Sabbachen von der ſchufft/ thetſte yhn auff vnd legets yhn fur/ das Chriſtus mute lei⸗ den vnd aufferſtehen von den todten/ vnd das dieſer Jeſus/ den ich ſprach er euch verküͤndige/ iſt der Chriſt. Mud etli⸗ che vnter yhn fielens yhm zu/ vnd wurden zugeſellet Pau⸗ lo vnd Sila/ auch der andechtigẽ beriechen eine gꝛoſſemen⸗ ge/ dazu der furnemeſten weiber nicht wenig. Aber die halſtarrigen Juden eyfferten vnd namen in ſich etliche boſzhafftige menner puͤbel volcks/ vnd machten eine rotte/ vnd richten eite auffrhur vnn der ſtad an/ vnd traten fur das haus Jaſonis/ vnd ſuchten ſie zu furen vnter das gemein volck. Da ſie aber ſie nicht fundẽ/ ſchleiffeten ſie den ZJaſon vnd etliche bruͤder fur die öberſten der ſtad/Vnd ſchren/ Dieſe/ die den gantzen welckreis erregen/ ſind auch herkomen/ die hat Jaſon zu ſich genomen/ vnd dieſe alle thun zu widder den ſa tzungen des Keyſers/ ſagen von ane andern koͤnige Jeſu. Sie bewegeten aber das volck vnd die oͤberſten der ſtad/ die ſolcho hoͤreten. Vnd da ſte e e e ee ee ogen ſie aus. 9 Das. rvij. Capicel. dug o N tus teh Ad del ne. del e E 5 eln d dc l iche as U 1 I Der Apoſtel. 3 Jaſon vñ den andern empfatigen hat ten/ lieſſen ſie/ ſie los. Diete bruͤder aber fertigeten alſo bald ab 5 der nacht Paulum vñ Silan gen Berrean. Da ſie dar kamen gien gen ſie ynn die Juden ſchule/ denn ſie waren die edleſten vn⸗ cer den zu Cheffalonich/ die namẽ das wort auff gantz wil⸗ liglich/ vnd forſcheten teglich vie ſchrifft/ ob ſichs alſo hiel⸗ te. So glewoten nu viel aus yhnen vnd die Kriechiſchen er⸗ barn weiber vnd der menner nicht wenig. Als aber die Ju⸗ den von Theſſalonich erſuren/ das auch zu Verrean das wort Gottes von Paulo verkuͤndiget wurde/ kamen ſie vñ bewegten auch alda das volck. Aber da fertigeten die bruͤder Paullum alſo bald ab/ das er gieng bis an das meer/ Silas aber vnd Timotheus blieben da. Die aber Naulum gelei⸗ ten/ fureten vhn bis gen Athene/ Vñ als ſie einen befelh emp fiengen an den Silan vnd Timocheon/ das ſie auffs ſchier⸗ ſte zu vhm kemen zogen ſie hin. Da aber Paulus vhrer zu Achene wartet/ ergrimmec ſein geiſt ynn vhm/ da er ſahe die ſtad ſo gar abgöteiſ ch/ vnd er redet zwar zu den Juden vnd andechcigen vnn der ſchu⸗ le/ auch auff dem marckte alle tage/ u denen die ſich erzufun⸗ den. Eliche aber der E picurer vnd Stoiker Philoſophi/ zanckten ſich mit yhm/ Vnd ecliche ſprachen/ was wil dieſer lotterbube ſagen! Ecliche aber/ Es ſihet/ als wolte er ſeltza⸗ me götter verkuͤndigen/ das macht/ er hatte das Guangeli⸗ on von Jeſiu/ vnd von der aufferſtehung phn verlündiger. Sie nainen vßn aber vnd frreten vhn fur das radhaus/ vnd ſprachen/ Kuͤnden wir auch erfaren was das fur ein newe lere ſeh/ die du lereſt· Denn du bringeſt etwas ſeltzame fur ner oren/ ſo wollen boir vernehmen/ was das ſein bool. e ij Sie Heſchicht. Die Achener aber alle/ auch die auſzlender vñ geſte/ wazen gericht auff niches anders/ denn etwas newes zu ſagen od⸗ ff e Paulis aber erat micten auff den platz/ vnd ſprach/ Vr menner von Achene/ ich ſehe euch/ das yhr ynn allen ſttucken alzu abergleubig ſeid/ ich bin herdurch gegangen/ vnd habe geſehen ewre Gottes dienſte/ vñ fand einen altar/ darauff war geſchrieben/ Dem vnbekandeen Gott. Nit ver kuͤndige ich euch den ſelbigen/ dem yhr vnwiſſend Got⸗ ces dienſt chut. Gote der die welt gemacht hat/ vnd alles was Drynnẽ iſt/ ſincemal er ein her: iſt hymels vnd der erden/ wo⸗ net er nicht pun tempeln mit henden gemacht/ ſein wird au⸗ ch nicht von menſchen henden gepflegt/ als der vemands be⸗ duͤrffe/ ſo er ſelber yderman leben vnd adem altenchalben gibt/ vnd hat gemacht/ das von einem blut aller menſchen geſchlecht auff dem gantzen erdboden wonen/ vñ hat ziel ge⸗ letz von ewig verſehen/ wie lang vnd weit ſie wonen ſollen/ das ſie den Herrn ſuchen ſolten/ ob ſie doch hn fulen vñ fin⸗ den möchten. Vnd zwar er iſt nicht ferne von einem iglichett vnter vns/ Denn vnn vhm/ leben/ weben vnd ſind wir/ al auch etliche Poeten bey euch geſagt haben/ Wir ſind ſeiner art. So wir deñ Görtlicher art ſind/ ſollen wir nicht mei⸗ nen/ die Gotcheit ſey gleich dem golde oder dem ſilber od⸗ der dem bildwerck der menſchelichen kunſt vnd richtung. Vnd war Gott hac die zeit der vnwviſſenheit vberſe⸗ hen/ lu aber gepeut er allen menſchen an allen enden/ buſſe zu chun/ darumb/ das er einen tag geſeczt hat/ auff welchen ex richten wil/ der kreis des erdboden/ mic gerechtickeit/ dur⸗ cheinen man/ ynn welchem ers beſchloſſen hat/ vnd yder⸗ man furhelt den glauben/ nach dem er jhn hat/ von den tod⸗ 1 ten auff — F ö r rale Rule at dich öh tag ee bufah güft L 3 1 0 n 91 ab Ir f t teh aufferweckt. Det Apoſl. Daſie höreten die auffrſtchunng der todtet/ da hacken etliche phren ſpot/ elliche aber ſprachen/ wir woͤffen dich da⸗ uon welcer hoͤren. Alſo gieng Paul menner aber hingen yhm an/ vñ wurden gleubig/ vnter wel aulus von yhn. Etliche chen war Diondſius einer aus dem rad/ ynd ein weib mic namen/ Damaris/ vnd andere mit yhn. Oas. xvuij. Capitel. Arnach eneweich Naulus von Achene/ vnd kam gen Corinthon/ vnd fand einen Juden mit namẽ Aquila/ der gepurt aus Mono/ welcher war newlich aus welſchem lande komen/ vnd ſein weib Priſcilla/ darumb/ das der feiſer Claudus befolhen hacce allen Jude/ zu wei⸗ chen aus Nom. Ju den ſelbigen gieng er ein/ vnd die weil er gleichs handwerckz war /bleib er bey yhnen vnd erbeitet/ Sie waren aber des handwercks Tepichmacher/ vnd er re⸗ det drin der ſchule auff alle Sabbacher/ vnd bekedec Juden ne,, Da aber Silas vnd Thimotheos von Nacedonia la ⸗ men/ drang Paulon der geift zube zeugen den Jůden De⸗ ſum/ das er der Chriſt ſey. Da ſie aber widderſtrebeten f leſtercen ſchůctelt er ſenne kleider aus/ vnd ſprach zu yhn/ ver blut ſey vber ewer hetobt/ ich gehe von nu an rem zu den heiden. Vnd macht ſich von dannen/ vnd kam vnn ein haus eines mit namen Juſt/ der andecheig war/ vñ des ſel⸗ bigẽ haus war zit neheſt an die ſchule. Criſpus aber der oͤber⸗ ſte der ſchulen glewhte an den Herrn mie ſeinẽ gantzen hau⸗ ſe/ vnd viel Corincher/ die zu hoͤreten/ wurden gleubig/ vnd lieſſen ſich ceuffnnn.. i e nüt Es ſpra⸗ Nm 4 Es ſpꝛach aber der Herr durch ein geſichte ynn der nacht zu Paulo/ Püͤrchte dich nicht ſondern rede/ vnd ſchweig tuche/ Denn ich bin mie dir/ vnd memand ſol ſich vnterſte⸗ hen dir zu ſchaden/ denti ich habe ein gros volck ynn dieſer ſtad. Er ſas aber da ein iar vnd ſechs monden/ vnd leret ſie das wort Gottes. 51 5 Da aber Gallion Canduogt war vin Achaia/ empoͤ⸗ reten ſich die Juden einmuͤtiglich widder Paulum/ vnd fureten yhn fur den richtſtuel/ vnd f prachen/ Dieſe er menſch vberredet die leute Gott zu dienẽ dem geſetde zu widder. Da aber Paulus wolte den mund auffthült/ ſpꝛach Gallion zu den Juden/ Wei eg ein freuel odder ſchalckeit were/ lieben Juden/ ſo hö ret ich euch billich/ So es aber eine frage iſt von worten/ vnd von den namen vnd von dem geſecz vnter euch/ ſo ſehet hr ſelber zu/ ich gedencke daruber licht richter zu ſein/ vnd treib ſie von dem richſtuel. Da er griffen alle riechen Soſtenen den öberſten der ſchulen vnd ſchlugen yhn fur dem richeſtuel vnd Galion nam ſichs nicht an. Paulus aber nach dem er noch lange blieben war/ ma⸗ chet er ſeinen abſchied mit den bruͤdern Pnd ſchiffet vnn Syrian/ vnd mit vhm Priſcilla vnd Aquila. Vnd er be⸗ ſchor ſein heubt zu keenchcea dener hatte ein geleubde. Vñ kam hinab gen Epheſon/ vndlies ſie daſelhs/ Er aber gieng vnn der ſchule vnd befraget ſich mie den Juden. Sie ba⸗ ten yhn aber/ das er lenger deit bey vhn bliebe/ vnd er verwoil⸗ liget nicht/ ſondern machet ſeinen abſchied vnd ſpꝛach/ Ich melia alte: dinge das kuͤnfftige feſt zu Jeruſalem halten, Wwils Gote/ ſo wil ich widder z euch lencken. Vnd doch von Ayheſo/ vnd kam gen Ccſarien/ vnd gieng hinauff vnd gruͤſſec die gemeyne/ vnd zoch hin ab gen Anttochtan e n vnd ver⸗ ——ꝛ''x,— NN 0 bert Men ante Hei nach tem — Mane 1 ans e 7 175 Der Apoſtel. vnd verzog etlich zeit/ vnd reiſet aus/ vñ durchwandelte nach einander das Galatiſch land vnd Phrigian/ vnd ſterckte dinger. Es lam aber gen G pheſon ein man mit namen Apollo der gepure von Alexandria/ ein beredter man vnd mechieg vnn der ſchrifft/ dieſer war vnterweiſet den weg des Oerrn/ vnd redet bruͤnſtig vm geiſt/ vnd leret mit vleis von dẽ Her⸗ rn/ vnd wuſte allein von der cauff Joannis. Dieſer fieng an freydig zu handeln ynn der ſchuſe. Da vhn aber Aquila vnd Priſcilla höͤrecen/ namen ſie yhn zu ſich vnd legtẽ vhm den weg Gocces noch vleiſſiger aus. Da er aber wolte yun Achaian reiſen/ gaben vhm die bruder beſcherd/ vnd ſchriebẽ den itingern das ſie jhu auffnehmen. Vnd als er dar komen war/ halff er viel denen/ die gleubig waren worden/ denn er vberwand die 1— beſtendiglich/ vnd erweiſet oͤffenclich durch die ſchrifft/ das Jeſus der Chriſt ſeo. Oas. xix. Capitel Schach aber da Apolto zu Corinchern war/ das Paulus durchwäͤdelt die öbern lender/ vñkam gen Epheſo/ vnd fand etliche iuͤnger/ zu den ſpꝛach er/ Habe yhr den heiligen geiſt empfangen/ dieweil vhr gleubig gewe ſen ſeid: Sie ſprachen zu vhm/ Wir haben auch me gehoͤrec ob ein heiliger geiſt ſey. Vnd er ſprach/ Warauff ſeid phr denn getaufft: Sie ſprachen/ Auff Joannes cauffe. Pau⸗ lus aber ſprach/ Joannes hat getaufft mit der tauffe der bu ſſe/ vnd ſaget dẽ volck/ das ſie folten gleuben an den/ der nach vhm komen ſolte/ das iſt/ an Jeſum/ das der Chriſtus ſey. Da ſie das höͤreten/ leſſen ſie ſich teuffen auff den namẽ des Herrn Jeſu. Vnd da Paulus die hende auff ſie leget/ kam q der heilige Beſchicht. der heilige geiſt auff ſte vnd redeten nut zultgen vnd weiſſa⸗ geten. Vnd alle der menner war bey zwelffee r. Er gieng aber ynn die ſchule vnd handelte freydig drey monden lang/ leret vnd bezedet ſie von dem reich Gottes. Da aber etliche verſtockten vnd nicht gleubten/ vnd vbel re⸗ deten von dem wege fur der menge/ trat er von yhn/ vñ ſon⸗ dert abe die tuͤnger/ vnd redet teglich ynn der ſchulen eines/ der hies Cyrannucs/ vñ das ſelbige geſchach zwey iar lang/ alſo/ das alle die ynn Aſta woneten/ das wort des Herrn 7 0 höͤreten/ beide Juden vñ Kriechen. Vnd Gocc wirc⸗ t nicht geringe chaten durch die hende Pauli/ alſo/ das ſie auch von ſeiner haut die ſchweiſztuͤchlin vnd koller vber die krancken hielten/ vnd die ſeuche bon vhn wichen/ vnd dꝛe boͤ⸗ ſen geiſter aus furen. * Vs vnterwunden ſich aber etliche der vmblauffenden Juden/ die da beſchwerer waren/ den namẽ des Herrn Je⸗ ſu zu nennen vber die da boͤſe geiſter hacten/ vnd ſprachen/ 70 Paulae prediget. Es waren vhr aber ſieben ſoͤne eines Juden Skeua des Hohen prieſters/ die ſolchs cheten. Aber der boͤſe geiſt antwortet vñ ſprach/ Deſum kenne ich wol/ vnd Paulum weis ich wol/ wer ſetd aber yhr: Vnd der menſch/ vnn dem der boͤſe geiſt a ee ward yhr mechtig/ vnd warff ſie ſo/ das ſte nacket vnd verwundet aus dem ſelbi⸗ Wir beſchweren euch bet Jeſů/ den vnter ſich/ alſo das 6 gen hauſe eneflohen. Das ſelbige aber ward kund allen die zu Epheſo woneten/ beide Juden vnd Fer iechen/ vnd fiel eine furchte ber ſie alle/ vñ der name des Zern Jeſu ward gros gemachet. Es kamen auch viel der/ die glewbig waren worden/ vnd bekandten/ vñ verkundigeten hre wunderchaten. Wiel 9 15 f aber die wett Lö, 5 Der Apoſtel. aber die da fur witzige kuͤnſt getrieben hatten/ brachten dit buͤcher zuſamen/ vnd verbrandten ſie offentlich/ vñ vberre⸗ chneten vhre koſt/ vñ funden des geldes funfftzig tauſent pfẽ⸗ nige/ Alſo mechtiglich wuchs das wort des Herrn vnd nam vberhant. Da das auſz gerichtet war/ ſattte vym Paulus fur m geiſt/ durch Macedonian vnd Achaian zu reyſen vd gen Jeruſalem zu wandeln/ vnd ſprach/ Nach dem/ wenn ich daſelbs geweſen bin/ mus ich auch Nom ſehen/ vñ ſandte zween die vhm dieneten/ Timotheon vnd ¶raſton/ vnn Macedonian/ Er aber verzog die weil nn Aſta. Eos geſchach aber vmb die ſelbigen zeit/ nicht eine kleine bewegung vber dieſem wege/ Denn einer mit namen De⸗ metrius ein goldſchmit/ der machet der Diana ſilberne tem pel/ vnd wendet denen vom handwerck nicht geringe gewer⸗ be zu/ die ſelbigen ver ſamlet er vnd die bey erbeiter des ſelbigẽ handwercks/ vnd ſprach/ Eieben menner/ yhr wiſſet/ das wir vnſern zugang von dieſem gewerbe haben/ vñ vhr ſehet vnd hö ret/ das nicht allein zu Epheſo/ ſondem auch faſt ym gantzen Aſta dieſer Paulus viel volcks abfellig machet mit ſeinem vberreden/ vnd ſpricht/ Es ſind nicht götter welche von henden gemacht ſind. Aber es wil nicht allein vnſerm handel dahm geraten/ das er nichts gelte/ ſondern auch der tẽpel der groſſen Diana wird fur nichts geachtet/ vnd wird da zu yhre maieſtet vntergehen/ welche; doch gantz Aſia vñ der welt kreis Gottes dienſt erzeiget. ee Alls ſie das hoͤreten vnd vol zorns worden/ ſchrien ſie vñ ſprachen/ Gros iſt die Diana der Epheſer. Vnd die gantze ſtad ward vol getuͤmmels/ Sie ſchnurreten aber ein muͤtiglich auff den ſchawplatz/ vñ ergriffen Gaion vñ Ari⸗ ſtarchon von Macedoma Paulus gefertẽ. Da 1 15 de us Wolt Beſchicht. jus wolt vnter das volck gehen/ lieſſens yhm die iuͤuger ni⸗ cht zu. Auch etliche der öberſten ynn Aſta/ die Paulus gute freunde waren/ ſandten zu yhm/ vnd ermanieten ph/ das er ſich nicht gebe auff den ſchawplatz. Etliche ſchrien ſonſt/ ee liche ein anders/ vnd war die gemeine yrre/ vnd das mehrer teil wuſte nicht/ warumb ſie zu ſamen komen waren. Sgelliche aber vom volck zogen Alexandron erfuͤr/ da yhn die Juden erſur ſtieſſen. Alexander aber wincket mit der hand/ vnd wolt ſich fur dem volck verantworten. Da ſie aber ynnen wurden/ das er ein Jude war/ erhub ſich eine ſtimme von allen/ vnd ſchrien bey zwo ſtundẽ/ Gros iſt die Diana der Gpheſer. Daaber der Cantzler das volck geſtillet hatte ſprach 5 er/ Vhr menner von Gpheſo/ welcher menſch iſt/ der nicht wiſſe/ das die ſtad ¶pheſos ſey eine pflegermin der groſſen Goͤttin Diana vñ des hymliſchen bildes! Weil nu das vn⸗ widderſprechlich iſt/ ſo ſolt yhr ia ſtille ſein/ vñ nichts vnbe⸗ dechtiges handeln/ Ihr habt dieſe menſchen her geſuret/ die widder kirchen rewber noch leſterer ewer Goͤtein ſitid. Hate aber Demeerios vnd die mit yhm ſind vom hand werck du vemand einen anſpruch/ ſo helt man gemeinen rad/ vñ ſind Eanduögte da/ laſſet ſie ſich vneernander verklagen. Wolc vhr aber ecwas andeꝛs handeln/ ſo mag man es auch richte vin einer ordenlichen gemeine. Denn wir ſtehen vnn der far/ das wir vmb dieſe heutigen empoͤrung verklaget moch ten werden/ vnd doch niemand ſchuldig iſt/ von de wir kuͤn⸗ den rechenſchafft geben/ dieſer auffrhur. Vnd da er ſolchs geſaget/ ies er die gemeine gehen. 0 f 0 lh Das xx. Cpu. Da ilk 2 E — 3 — ür Sch etc n ad. Be auß Na GN Sin That Nit e mda% Cal 0h wind n n at 3 1 1 Kun!“ bent act 1 f 7 ra 1 * 7 117 8 —— 8 1 Je K ſcte F *— 8 1111 15 8 5 co U l Der Apoſtel. Au dic empoͤrunge auffhoͤret/ rieff Paulus die üünger zu ſich/ vnd geſegenet ſie vnd gieng aus zu vnn Macedonian. Vnd da er die ſelbigen lender dur⸗ ch doch/ vnd ſie ermanet hatte mit vielen woꝛten/ kam er ynn Kriechen land/ vnd verzoch alda drey monden. Da aber nian. Es zogen aber mit yhm bis ynn Ilſtan/ Sopater vñ Berrhoen/ Von Theſſalonica aber Jlriſtarchus vñ Se⸗ aundus/ vnd Calos bon Derben vnd Thimotheus/ Auſz Aſian aber Thichicos vnd Crophimos. Dieſe glengẽ voꝛ an/ vnd harreten vnſer zu Croada. Wir aber ſchiffeten na⸗ ch den Oſtertagen von Philppum/ bis ar den fuͤnfftẽ tag vndka nen zu yyn gen Troada/ vnd hacten da vnſer weſen ſieben tage. Auff einen Sabbach aber da die iuͤnger zu ſatnett kamẽ das brod zu brechen/ redet Maul us zu vhn/ vnd wolte des an dern tages außreiſſen/ vnd verzog das worcbis zur mitter⸗ nacht/ Dů es warẽ viel fackeln auff dem ſoͤller da ſie verſam let Wart. Es ſas aber ein iuͤngling mit namẽ Eutpchos/ vñ einem fenſter/ vñ ſanck vñ eine tieffen ſchlaff/ dieweil Pau⸗ lus redet vñ ward võ ſchlaff vberwogen/ vñſiel hin vnter võ dritten ſo ler/ vnd ward tod auffgehaben. Paulus aber gi⸗ eng hinab/ vñ fiel auff yn/ vmbfieng vhn vnd ſpꝛach/ Ma⸗ che kein getům mel/ deñ ſeine ſeele iſt yñ vhm. Da gieng er 4 hinauff vñ brach das brot vñ beig an/ vnd redet viel mit vhn bis das der tag anhrach/ vñ alſo zog er aus. Sie brachten a⸗ ber den knaben lebendig/ vnd wuͤrdẽ nicht wenig getröͤſtet. Dir aber zogen vo an auff dem ſchiff/ vnd uren gen Aſ⸗ ſon/ ynd wolten daſelbs Paulum e er hats alſo ge Geſchicht. 5 allo befolhen vnd er wolce zu fuſſen gehen. Als er nu zu vns ſchlug zu Aſſon/ namen wir vhn auff vnd tamen gen Mi⸗ cplenen/ vnd von dannen ſchifften wir/ vnd kamen des an⸗ dert tages hin gegẽ Chion/ Vñ des folgenden tags ſtieſſen wir an Samon/ vnd bleiben vnn Trogelion/ vnd des nehiſten cage kamen wir gen Mileton. Denn Paulus hace beſchloſſen/ ur Epßheſo vber zu ſchiffen/ das er niche müſte p Aſia zeit zu bringen/ deñ er eylet auff den Pfing⸗ ſtagzu Jeruſalem zu ſeim/ ſo es yhm muͤglich were. Alber von N ileto ſandte er gen pheſon/ vnd lies fod⸗ dern die Eltiſten von der gemeine. Als aher die zu yhm ka⸗ men/ ſprach er zu vhn/ Phr wiſſet von dem erſten tage an/ da ich hin ynn Aſtan getreten/ wie ich alte zeic bin bey euch geweſen vnd dem Herrn gedienet mit aller demut/ ond mit viel chrenen vnd anfechtungen/ die mir ſind widderfaren/ durch der Juden eüͤcke/ wie ich nichts verhalcen habe das da nützlich iſt/ das ich euch nicht verkůndiget hette/ vnd uch ge leret offenclich vnd ſonderlich/ vnd habe bezeuget beyde dent Juden vnd den Fertechen die buſſe zu Gott/ vnd den glau⸗ ben an den Herrn Jeſu Chriſto. Vnd nu ſehet/ ich vm geiſte gebunden fare hin gen Jeru⸗ ſalem weis nucht was mir daſelbs begegen wird/ on das der hellige geiſt/ ynn allen ſtedten bezeuget vnd ſpricht/ band vñ truͤbſal warcen mein daſelbs. Aber ich achte der keines/ ich halte meim leben auch ruche chewrer den mich ſelbo/ auff das ich volende meinen lauffe mit feuden/ vnd das ampt das ich empfangen habe von dem Herrn Jeſu Chriſt/ zu bezeugen das Euangelion von der gnade Gottes. K Vnd nu ſchet/ ich weis/ das yhr mein angeſichte niche mehr ſehen werdet/ alle die/ durch welche ich gedogen bin vñ 2700 gepredigec — — —— f(( Der Apoſtel. geprediget habe das reich Gottes/ darumb zeuge ich euch alt dieſem heutigen tage/ das ich rein bin von aller blut/ denn ich habe euch nichts veꝛhalten/ das ich nicht verkuͤndiget hec⸗ te/ alle den rad Gottes. So habt nu acht auff euch ſelbs/ vñ auff die gantzen herd/ vnter welche euch der heylige geyſt ge ſetzt hat zu Viſchoffen/ zu weiden die gemeine Gottes/ wel⸗ che er durch ſein eigen blut erworben hat. Deñ das weis ich das nach meinem abſcheid/ werden vnter euch komen ſchwe⸗ re woͤlffe/ die der herde nicht verſchonen werden. Auch aus euch ſelbs werden auffſtehen menner/ die da verkerete lere re⸗ den/ die iuͤnger nach ſich ſelbs zu ziehen. Darumb ſeid wac⸗ ker vñ dencket daran/ das ich einen iglichen/ drey iar/ cag vñ nacht mit threnen vermanet habe. Vnd nu lieben bruͤder/ ich befelh euch Gott vnd dem wort ſeiner gnaden/ der da mecheig iſt/ euch zu erbawen vñ zu geben das erbe vnter allen die geheiliget ſind. Ich habe ewer keines ſilber noch gold noch kleid begerd/ denn vhr wiſ⸗ ſet ſelber/ das mir dieſe hende zu meiner noctunfft/ vnd derer⸗ die mit mir geweſen ſind/ gedienet haben. Ich habs euch al⸗ les gezeiget/ das man alſo mit erbeiten muͤſſe die ſchwachen auff nehmen/ vnd gedencken an das wort des Herrn Jeſu/ das er geſagt hat/ Geben iſt ſeliger denn emen. Vnd als er ſolchs geſaget/ kniet er nudder/ vnd beccet mit yhn allen. Es ward aber viel weinens vnter ohr al⸗ len/ vnd fielen Paulo vmb den hals/ vnd kuͤſſeten vhn/ am allermeiſt beſchmertzt vber dem woꝛt das er ſagete/ ſie wuͤr⸗ den ſein angeſichte nicht mehr ſehen/ vnd geleyten yhn alt das ſchiff.. DODas. xxi. Capitel f ij Alem a * J V * 2 Ke. 1 BGeſchicht. s nut geſchach/ das wir von yhn gewand/ dahin fu ren/ kamen wir ſtracks lauffs gen Co/ vnd am ſol⸗ genden tage gen Bodis/ vnd von dannen gen Patara/ Vnd als wir ein ſchiff funden/ das vnn Phenicen fure/ cra⸗ ten wir drein vnd furen. Als wir aber Kypeꝛn yns geſichte kamen/ lieſſen wir ſie zur lincken hand/ vñ ſchifften vn Sy⸗ rian vnd furen gen Cyron/ denn daſelbs ſolt das ſchiff die War nidder legen. Vnd als wir iuͤnger funden/ blieben wi? daſelbs ſieben tage/ die ſagten Paulo durch den geiſt/ er ſol⸗ te nicht hinauff gen Jeruſalem zihen. Vnd geſchach/ da wiꝛ die tage zu bracht hacten/ zogen wir aus/ vnd wandelten/ ß ſie geleiten vns alle/ mit weib vnd kinden/ bis hinaus fur die ſtad/ vnd knieten nidder/ vnd beteten am meer. Vnd als wir einander geſegneten/ cratten wir yns ſchiff/ yhene aber wan⸗ ten ſich widder zu dem hren. 135 Mir aber volzogen die ſchiffart von Cyro/ vndkamen gen Pcolemaida/ vnd gruͤſſeten die brüder/ vnd blieben ei⸗ nen tag bey vhn. Des andern tages zogen aus/ die vm Paulo waren/ vnd kamen gen Ceſarien/ vnd giengen vnn das haus Philippi des Euangeliſten/ der einer von den ſte⸗ ben war/ vnd blieben bey vhm/ der ſelbige hatte vier tochter/ die waren iungfrawen vnd weiſſageten. Vnd als wir mehtn tage da bliebẽ/ reiſet erab ein Prophet von Judea/ mit na ⸗ men Agabos/ vnd kam zu vns/ der nam den guͤcel Maul/ vnd band ſeine hende vñ fuͤes/ vnd ſpꝛach/ Das ſaget der hei⸗ lige geiſt/ den man/ des der guͤrcel iſt/ werden die Juden al⸗ 0 Jeruſalem/ vnd vberantworten ynn der hei⸗ en hende. 18573 7 Alls wir aber ſolchs höreten/ baten wir yhn vnd die des ſelbigen ores waren/ das er nicht hinauff gen Wann Göoͤge. —— Der Apoſtel. z8ge. Paulus aber antworcet/ Was machet hr/ das vr wanet vnd brechet nur mein hertz denn ich bin bereit/ nicht allein mich zu binden laſſen/ ſondern auch zu ſterben zu Je⸗ ruſalem/ vmb des namen willen des Herrn Jeſu. Da er aber ſich nicht vberreden lies/ ſchwiegen wir vnd ſprachen/ der wille des Herrn geſchehe. Vnd nach den ſelbigen cagen/ wunden voir bereit/ ynd zogen hinauff gen Jeruſalem. Es kamen aber mit vns auch etliche nunger von Ceſarien/ vnd brachten einen von Heppern/ mit namen NMnaſon/ einen al⸗ f cen iuger/ der vns herbergen ſolte. Da wir nugen Jeru⸗ ſalem kamen/ namen vns die bruͤder gerne auff. Des an⸗ dern tages aber gieng Paulus ein zu Jacobo vnd kamen die Eliiſten alle dar/ Vnd als er ſie gegrüͤſſet hatte/ erzelet er eines nach dem andern/ was Gote gethan hatte vnter de heiden durch ſein ampt. On ſie aber das hoͤreten/ obeten ſie den Herrn/ vnd ſpꝛao⸗ chen zu yhm. Bruder/ du ſiheſt wie viel tauſent Judẽ ſind/ die glewbig worden ſind/ vnd ſind alle eyfferer ber dem ge⸗ ſetz/ ſie ſind aber bericht worden widd dich/ das du ein aberẽ⸗ nen lereſt von ¶oſe/ alle Judẽ die vnter den Heiden ſind⸗ vnd ſageſt/ ſie ſollen hre kinder nicht beſchneiden/ auch nicht 3 wandeln. Was iſts denn nu alle: din ge die menge mus zu ſamen komen/ deñ es wird fur ſie komen das du komen biſt/ ſo chu nu das/ das wir dir ſmagen. Wir haben vier menner/ die haben ein gelübd auff ſich/ die ſelbigen ttym zu dir/ vnd las dich reinigen mit yhn/ vnd wage die koſt an ſie/ das ſie ihr hewöt beſcheren/ vnd alle ver⸗ nemen/ das nicht ſey/ wes ſie widder dich berichtet ſind/ ſon⸗ dern das dit auch eier geheſt vnd halceſt das geſetz. Denn den gleubigen aus den Heiden/ haben N fij vndbe Name-o. ond beccloſſen ac ſe der fanechaleen ellen dennürſich bewwaren/ fur dem götzen opffer/ ur blut ſur erſticktem/ vnd fur hurerep. Da nia Paulus die menner zu ſich villes ſich des anderncages ſampt hn reitugen/ vnd gieng vn dence⸗ pel/ vnd verkündiget die erfullütig der cage der reinigung bis das fur einen iglichẽ aus yhn das opffer geopffert ward. Als aber die ſieben tage ſoleen polendet werden/ ſahen vn die Juden von Alſta ym tempel/ vnd erregeten das gantze volck/ legten die hende an ſön vñ ſchryen/ Hhꝛ menner von Iſrael/ helfft/ dis iſt der menſch der alle menſchen an allen erden leret zit widder vnſerm volk/ geſetz/ vnd dieſer ſtedte/ Auch dazu hat er die Kriechen ynn den tempel gefuret/ vnd ha fürct. Vnd die gancze hewbemã vnd die kriegeſzknechte ſahẽ/ horetẽ ſie auff MWau⸗ lon zu ſchlahẽ. Alls aber der heubt mã nahe erzu kam/ nam er ihn an/ vñ hies ihn bindẽ mic zwo ketten/ vñ fraget wer er we re/ vñ was er gechan hette. Einer aber rieff dis der and das vm volck. Da er aber niches gewis erfaren kund/ vm des ge⸗ cuͤmmels willen hies er phn ynn das heerlaͤger fuͤren. Vnd als er ſuͤr der ſtuffen war/ begab es ſich/ das ihn diekriegslne chte tragen mnůſten für gewalt des volcks/ dees folgete viel volcks nach vnd ſchrep/ Sin weg nit ym. Al at dieſe heilige ſtedce gemein gemacht Den ſie hatten mic vhin vnn der ſtad Tropßimon den Gpheſer geſehett/ delt ſelbigen meineten 175 aulus hette yhn vnn den tempel ge⸗ tad ward beweget/ vnd waꝛd ein zu⸗ laufft des volcks. Sie namen aber Paulum vnd dogen n zum tẽpel hinaus/ vñ als bald wunden die chr zu geſchloſſen. Da ſie yen aber ſuchten du coödten/ lam das geſchrey bitt auff fur den oberſten heubem ant/ wie das gantze Jeruſalem fellet yũ einander/ Dez nam von ſtund an die kriegeſeknecht yñ hewbcleute zu ſich vnd lleff hin vnter ſie. Da ſie aber den — — — 1 Der Apoſtel. Als aber Paulus itzt um heerlaͤger eittgefůüret ward ⸗ ſpꝛacher zu dem heubeman/ Thar ich mie dir rede: Er aber ſpꝛach/ Kanſtu feriechiſch: Biſtu nicht der Egipter der fü: diesen tagẽ ein auffrhur gemacht haſt/ vñ fuzeteſt yñ die wir⸗ ſten hinaus vier tauſent meuchel moͤrder: Paulus aber ſpra ch/ Ich bin ein fed len võ Carſen/ ein burger einer namhafftigen ſtad yñ Cilicia/ ich bitte dich/ erleube mir zt rede zu dẽ volck. Als er aber yhm erleubet rat Paulus auff die ſtuffen/ vñ wincket dẽ volck mit de: hãd. Da nu eine gro ſſe ſtille ward/ redet er zu jhn auff Ebreiſch ſprach vñ ſaget. 1 8 n 7 r Gr mẽner/ liebẽ bruͤder vñ veter/ horet mein verane⸗ worten an euch. Da ſie aher höꝛetẽ/ das er auff ebre⸗ ſch zu ihn redet/ wurden ſie noch ſtiller. Vnd er ſpꝛach/ Ich bin ein Juͤdiſcher mã/ geporn zu Tarſen vñ Cilicla/ vier zogen vn dieſer ſtad zu den fuſſen Gamaltels/ geleret mit al lẽ vleis das veterlich geſetz/ vñ war ein eyfferer gottes/ gleich wie ihr alle ſeid heutigs tags/ vñ hab dieſen weg verfolget bis at den tod/ ich band ſie/ vñ vberanewoꝛtet ſie puis gefencknis beide mã vnd weib/ wie mir auch der hoheprieſter/ vñ der gã tze hauffe der Eltiſten zeugnis gibt/ võ welche ich briefe nã an die bruͤd/ vnd reiſet gen Damaſcs/ daz ich die daſeſbs wa e/ gebũdẽ furete gen Jerufalem. das ſie gepeiriget wurdẽ. Eo geſchach aber/ da ich hin zoch/ vnd nahe bey Da⸗ maſeon kam/ vmb den mittag vmbblicket nuch ſchnelle ein gros liecht vom hymmel/ vnd ich fit zum erdboden/ vnd 90 ret einen ſtimme/ die ſprach zu mu/ Saul/ Saul/ was ver⸗ folgeſtu mich: Ich antwortet aber ⸗Herr/ wer biſtu: Vier ſprach zu mir/ Ich bin Jeſus von Nazareth den du verfol geſt. Die aber mit mir waz/ ſahẽ das liecht/ vñ erſchracken Beſchicht. die ſtimme aber/ des/ der mit mir redet/ hoͤreten ſie nicht(/ Ich ſprach aber/ Herr/ was ſol ich thun: Der Herr aber ſprach zu mir/ Stehe auff vnd gehe vnn Damaſcon/ da wird man dir ſagen võ allem das dir zu thun verordnet iſt. Als ich aber fur klarheit dieſes liechtes nichts ſahe/ ward ich bey der hand geleitet von den die mit mir waꝛẽ/ vnd kam gen Damaſcon. Es war aber ein andechtiger man Ananas/ nach dem geſetz/ der ein gut geruͤchte hatte bey allen Juden/ die da⸗ ſchoe woneten/ der kam zu miꝛ/ vnd trat bey mich/ vnd ſpꝛach zu mir/ Saul/ lieber bruder ſihe auff. Vnd ich ſahe vhn an zu der ſelbigen ſtunde. Er aber ſprach/ Gott vnſer veter hat dich verordnet/ das du ſeinẽ willen erkennen ſolteſt/ vnd ſehẽ das rechte/ vñ hoͤren die ſtimme aus ſeinem munde/ denn du wirſt ſein zeuge zu allen menſchen ſein/ der dinge die du geſe⸗ hen vnd gehoͤret haſt/ Vnd nu was verzeuchſtu: ſtehe auff vnd las dich teuffen vñ abwaſchen deine ſunde/ vnd ruffe an den namen des Herrn. 5 0 Es geſchach aber/ da ich widder gen Jeruſalem kam vñ betet ym tempel/ das ich entzucket ward vnd ſahe yhn. Da ſprach er zu mir/ Kyle vnd mache dich behende von Jeru⸗ ſalem hinaus/ denn ſie werden nicht auffnehmen dein zeug⸗ nis von mir/ Vnd ich ſprach/ Herr/ ſie wiſſen ſelbs/ das ich gefangen leget vnd ſtreich die an dich glewbten/ yñ den ſchu⸗ len hin vnd widder/ Vnd da das blut Stephan deines deu⸗ gen vergoſſen ward ſtund ich auch daneben/ vnd hatte wol⸗ gefallen an ſeinem code/ vnd ver waꝛet die kleider dere /die jn toͤdten. Vnd er ſprach zu mir/ Gehe hin den ich wil dich fer ne vnter die Heiden ſenden. * phre Sie höͤreeen aber phm zu bis auff dis wort vnd huben Net ge nale in Der Apoſtel. phre ſtunme auff vnd ſprachen/ Hinweg mit ſolchem võ der erden/ denn es iſt nicht billich das er leben ſol. Da ſie aber ſchrven vnd yhrekleyder abworffen/ vnd den ſtaub vnn die lufft worffen/ hies phn der heubeman vnn das heerlaͤger fuͤ⸗ ren/ vnd ſaget das man ihn ſteupen vnd erſuchen ſolt/ das er erkennece/ vmb welcher vrſache willen ſie alſo vber yhn rief⸗ fen. Als er yhn mie rimen anband/ ſprach Paulus zu dem vnterheubeman/ der da bey ſtund/ Iſts auch recht/ einẽ No miſchen menſchen vnd vnuerdampeen geiſſeln? Da das der vnterheubtman höͤret/ gieng er zu dem oͤberheubtman/ vnd verkündiget vhm/ vnd ſprach. Was wiltu machen: Dieſer menſch iſt Roͤmiſch. Ne e Da kam zu vhm der oͤberheubeman vnd ſprach zu vhm/ Sage mir/ biſtu Noͤmiſch? Er aber ſprach/ Ja. Vnd der oͤberheubtman antwortet/ Ich habe dis Burgerrecht mic groſſer ſumma zu wegen gebracht. Maulus aber ſprach⸗ Ich aber bin auch Noͤmiſch geporn. Da craten alſo bald von yhm ab/ die phn erſuchen ſolcen. Vnd der öberſte heube⸗ man furchte ſich/ da er vernam/ das er Boͤmiſch war/ vnd er yhn gebunden hatte. Das andern cages wolt er gewis erkunden/ warumb er verklaget wurde von den Jude/ vnd löſet yhn von den ban⸗ 4 den/ vnd hies die Hohenprieſter vnd vhꝛen gantzen Badko⸗ men/ vnd furet Naulum erfur/ vnd ſtellet yhn vnter ſie. Das. xxiij. Capitel. BTO. 22. Geſchicht. ſie phn auffs maulſchluͤgen. Daſprach Paulus zu yhm/ Gott wird dich ſchlahen/ du gecüchte wand ſitzeſtu vnd richteſt mich nach dem geſetze/ ondleſſeſt mich ſchlahen wid⸗ der das geſetze; Die aber vmbher ſtuliden/ ſpꝛachen/ Schil⸗ teſtu den Sohenprieſter Gottes Vnd Paulus ſprach/ leben bruder/ ic wuſtes nicht/ das er der Joheprieſter iſt Denn es ſtehet geſchueben/ Dem oͤberſten deines volcks ſol tu nicht fluchen. Alls aber Paulus wuſte/ das ein cel Saduceer war/ vnd das ander teil Phariſeer/ ſchrey er vm Bad/ Mhꝛ men⸗ ner/ lieben brüder/ ich bin ein Phariſeer/ vnd eim ſon der Phariſeer/ ich werde gerichtet vmb der hoffnung vnd auff⸗ erſtehung willen der todcen. Da er aber das ſaget/ waꝛd eint auffrhur vnter den Phariſeern vnd Saduceern/ vnd die menge zurſpalc t ſich. Denn die Saduceer ſagen es ſeh kei⸗ ne aüfferſtehung/ noch engel/ noch geiſt/ Die P hariſeer aber bekennens beides. Es war aber ein gros geſchrey/ vnd die ſchrifftgelerten der Phariſeer teil ſtunden auff /ſtritten vnd ſprachen/ Bir finden niches arges an dieſem menſchen hat aber ein geiſt odder Engel mie yhm gerede/ ſo woͤllen wir nicht mit Gott ſtreicen. Da aber der auffrhuͤr gros ward/ ward dẽ oberſtẽ heubt man leyde/ das Paulus von yhn zuriſſen wuͤrde/ vnd hieſz das kriegſßuolck hinab gehen/ vnd yhn von yhn reiſſen/ vnd vnn das heerlaͤger fuͤren. Des andern cages aber vñ der na⸗ cht/ ſtund der Herr bey yhm vnd ſprach. Sey getroſt Pau le/ denn wie du von mir zu Jeruſalem gedeuget haſt/ alſo muſtu auch zu Rom zeugen. Dacs aber kag ward/ ſchlugen ſich etliche Jüͤden zu ſa⸗ men/ vnd verbannten ſich widder zu eſſen noch zu 8 8 is das EI g. nuf ct den n, Add ne Mei Pace eſc᷑ a N Der Apoſtel. bis das ſie Paulon gerodet hetten. Mr aber waren mehr denn viertzig/ die ſolchen bund machten/ die traten zu den Hohenprieſtern vnd Elaiſten/ vnd ſprachen/ Wir haben vns haꝛc verhannet/ nichts anzubeiſſen bis wu Paulon ge⸗ cödtet haben/ ſo thut nu kund dem oͤberhewbeman vñ Bad/ das er yhn morgens zu euch fure/ als woͤlcet ph yhn bas ver⸗ ee ſind bereic/ yhn zu loͤdcen/ ehe denn er zu eu⸗ nahet. 5 1 Dꝛaber Paulus ſchweſter ſon den anſchlag höret/ kam er daꝛ/ vnd gteng vnn das heerlager/ vñ verkůndigets Pau⸗ lo. Paulus aber rieff zu ſich einen von den vnterhewhtleu⸗ ten/ vñ ſprach/ Dieſen tuͤngling fure hin zu dem oͤberheube⸗ man/ denn er hat yhm etwas zu ſagen. Der nam yhn an vñ furet yhn zum oͤherheubeman vnd ſprach/ Der gebunden Paulus reff mir zu ſich/ vnd bat mich/ dieſen ingling zu dir dit furen/ der dir etwas zu ſagen habe. ö Da nam yhn der oͤberheubeman beyder hand/ vñ weich an eiten ſondern ort/ vnd frage yhn/ Was iſts/ das du mir zu ſagen haſt! Er aber ſprach/ Die Juden ſind eins wor⸗ dẽ/ dich zu bicten/ das du moꝛgen Paulũ fur den Nad hrin⸗ gen laſſeſt/ als wolten ſie yhn bas verhoͤꝛen/ Du aber trawe yhn nicht/ denn es halten auff yhn mehr denn viertzig men⸗ lier vncer yhn/ die habẽ ſich verbannet/ widder zu eſſen noch zu crincken/ bis ſie Paulon lödten/ vnd ſind itzt bereit vnd wartelt auff deine verheiſſung. 8 Da lies der oͤherheubeman den üüngling von ſich/ vnd gepot yhm/ das er memand ſagete/ das er phm ſolchs eroͤff⸗ nec hecte/ vnd rieff zu ſich zween vnteꝛheubtleuten vñ ſpꝛach/ — Bereitet zwey hundert kriegßknechte/ das ſie gen Ceſarien kichen/ vnd ſiebentzig reuter/ vnd zwep hundert ſchüͤtzẽ auff die dritte Geſchicht. die dritte ſtunde der nacht/ Vnd die chiere richtet zu/ das ſie Paulon drauff ſetzen vnd bungen jhn bewart zu Relix dem Sanddpfleger. Vnd ſchreib einen brieff der hielt dis vñ ſich. Claudius Opſtas/ dem chewwre Candpfleger felix/ ſreu⸗ de zuuor/ Dieſen man hatten die Juden gegriffen/ vi wol⸗ ten yhn getödtet haben/ da kam ich mit dem krieges volck da⸗ zu/ vnd ries vhn aus phren henden vnd erfur/ das er o⸗ miſch iſt. Da ich aber mich wolte erkündigen der vrſache/ darumb ſie vhn beſchuldigeten furet ich vhn ynn vhren Nad/ da befand ich/ das er eſchuldiget ward von den fragẽ yhres geſetzes aber keine anklage hatte/ des codes odder der band werd. Vnd dafur mich kam das etliche Juden auff vhn hielten/ ſandte ich vhn von ſtund an zu dir/ vnd encpot den klegern auch/ das ſie fur dir ſageten/ was ſie widder yhn hetten. Zehab dich wol. 251 e Diekriegeſßenechte/ wie jbn befolhen war/ namen Pau⸗ lum vnd fureten yhn bey der nacht gen Antcipatriden. Des andern tages aber lieſſen ſie die reutern mit phm ziehen/ vrid wandten widderumb gen Jeruſalem. Da die gen Ceſari⸗ en kamen/ vberantworten ſie den brieff dem Sandpfleger/ vnd ſtelleten vhm Paulon auch dar. Da der Sandpfleger den brieff las/ fraget er aus welchem lande er were/ Vn da er erkundet/ das er aus Cilicia weꝛe/ ſpꝛach er/ Ich wil dich verhoöͤren/ wenn deinekleger auch da ſind/ Vnd hies ihn ver⸗ waren ynn dem richthauſe Serodis. 07 SOas. Ax ij. Capicel. Ser fünf age doch hinab der Hohe priester dne. mas mie den Gleiſten vnd unt dem 0 755 aulon allo die rſchienen fur dem Eandpfleger widder Da er ——— —————y—— 3 a. .— 22—— S 2 1 010 eee N10 lach . 4 80h, 0 50 es da 8 We der cht I een sig Kr de Na v Abet rh a . 15 Eu g ca e eg 00 de ee Der Apostel Da er aber beruffen ward/ feng an Octrullus zu verklagẽ vnd ſprach/ Das wir vnn groſſem friede leben vnter dir/ vnd viel redlicher chachen dieſem volcl widderfaren/ durch deine furſichtickeit/ aller chewreſter cee nemen wir an/ alle wege vnd allenchalben mit aller danckbazkeit. uff das aber ich dich nicht weiter auff halce/ ermane ich dich/ du woldeſt vns kuͤrtzlich hören nach deiner gelindickeit. Wir haben dieſen man funden/ ſchedlich/ vnd der auff⸗ rhur erregec allen Juden auff dem gantzen eroboden/ vnd einen furnemeſten der ſecten der Nadarener/ der auch ver⸗ ſucht hat den tempel zu encweihẽ/ welchen wir auchgriffen/ vnd wolcen vhn gerichtet haben nach vnſerm geſecz. Aber Pyſias der vnterhewbeman vnterkam das/ vnd furec vhn mit groſſer gewalt aus vnſern henden/ vnd hies ſeine verkle⸗ ger zu dir komen /von welchem du kanſt/ ſo du es erforſchen wilt/ dich des aller erkoͤndigen/ vmb was wir jhn verklagen. — 805 aber ſagten auch dazu/ vnd ſprachen/ Es hiel⸗ te ſich alſo. 386 Paulus aber da vhm der and pfleger wincket zu reden/ ancworcer. Die weil ich weis/ das du vnn dieſem volck nu piel iar ein richter biſt/ wil ich gutes muts mich ſelbs berant⸗ worten/ Sincemal du erkennen kanſt/ das nicht mehr denn zwelff tage ſind/ das ich bin hinauff gen Jeruſalem komen an zu beten. Auch habẽ ſie mich nicht funden ym tempel mic yemand reden/ odder eine auffrhur machen ym volck/ noch ynn den ſchulen/ noch yñ ſtedten/ ſie künden mir auch nicht bey bringen/ des ſie mich verklagen. Das bekenne ich aber dir/ das ich nach dieſem wege/ den ſie eine ſecten heiſſen/ diene ich alſo dem Gott meiner veter/ das ich glewbe allem/ was geſchrieben ſtehet ym geſetze vnd g ynn den „. Hieſchicht. vnn den Propheten/ vnd habe die hoffnung zu Gott/ auff welche auch ſie ſelbs warten/ nemlich/ das zuküͤnfftig ſey die aufferſtehung der todten/ beide ber gerechten vnd vngerech⸗ ten/ Iñ dem ſelbigen aber be ich nuch zu haben ein vnan⸗ ſtoſſig gewiſſen alle zeit gegen Gott vñ den menſchen. Aber nach vielen vergangen taren/ brachte ich eine al⸗ moſen meinem volck vnd opffer/ daruͤher funden ſie mich/ das ich mich reitugen lies ym tempel on alle rhumor vnd getuͤmmels. Da waren aber etliche Juden aus Aſia/ wel⸗ che ſolten hie ſein fur dir/ vnd mich verklagen/ ſo ſie etwas zit mir hettet/ odder las dieſe ſelbs ſagen/ ob ſie etwas vnrechts an mir funden haben/ die weil ich hie ſtehe fur dem Bad/ ont vmb der ſtimme willen/ da ich vnter hn ſtund vnd ſchrey⸗ — der aufferſtehung der todten werde ich von euch heute Geri Het. 5 Da aber Peli ſolchs höret och er ſie auff/ dent er wu⸗ ſtefaſt wol pmb dieſen weg/ vnd ſprach Wenn Eyſtas der vnterherobeman erab kompc/ ſo wil ich mich ewres dinges erkundigen. Er befalh aber dem vnterhewbeman P aulon zubehalten/ vñ laſſen ruge haben/ vnd memand von den ſei⸗ nen weren/ vhm zu dienen odder zu jhm zu komen. Nach etlichen cagen aber lam Nelix mit ſeinem weibe Druſilla/ die eine Juͤdin war vnd fodderten Paulon/ vñ horeten vhn von dem glawoen an Chriſto. Da aber Pau⸗ lus redet von der gerechtickeit/ vñ von der keuſcheit/ vnd von dem zukünffeigen gerichte/ erſchrack elix/ vid antwortet/ Es bleibe alſo dis mal/ gehe hin/ wenn ich gelegen zeit habe/ wil ich dir her laſſen rufen. Er hoffet aber danebẽ/ das pm von Paulo ſolte gelt gegeben werden/ das er hn los gebe ⸗ darumb er hn auch offc fodan lies vñ beſpꝛach ſich mie pm. e e Da aber a 0 00 ang h an u 00 ic enl⸗ dg Ae Ind Mac dec ain I Ane d Fey cut et n Abl Craidet vrt Zia ie one Der Apoſtel. Da aber zwey iar vmb waren/ lam Portius Iheſtus att Selix ſtad. Pelix aber wolte den Juden eine wolthat er⸗ zeigen/ vnd lies Paulon hinder ſich gebunden. 6 Das. xxv. Capitel. Al nu eſtus vns land komẽ war/ doch er vber drey age hinauff von Ceſarea gen Jeruſalem. Da er⸗ ſchienen ſur vhm die ohen prieſter vnd die furnemeſten der Juden widder Paulon/ vnd ermaneten ihn vnd baten vmb gunſt widder yhn/ das er vhn foddern lieſſegen Jeru⸗ ſalem/ vnd ſtelleten yhm nach/ das ſie yhn vnterwegen vmb⸗ brechten. Da antwortet IPeſtus/ Paulus wuͤrde ia behal⸗ ten zu Ceſarea/ aber er wuͤrde yñkurtz widder dahin ziehen/ welche nu vnter euch( ſprach er uͤnden/ die laſſet mit hinab ziehen/ vnd den man verklagen/ ſo etwas an vhm iſt. Da er aber vnter yhn mehr denn zehen tage ſein weſen gehabt hatte/ zoch er hinab gen Ceſarian/ Vnd des andern tages ſatʒte er ſich auff den richtſtuel/ vnd hies Paulon ho⸗ len. Da der ſelbige aber dar kam/ cracten vmbher die Ju⸗ den die von Jeruſalem herab komen waren/ vnd brachten auff viel vnd ſchwere vrſache/ weiche ſie nicht mochten be⸗ aiſen/ die weil er ſich verantwortet/ ich habe widder an dẽ geſetze der Juden/ noch an dem tempel/ noch am Keyſer mich verſundiget. 1 1 6 b Aheſtus aber wolte den Juden eine wolchat erzeigen/ vñ autwortet Paulo vnd ſprach/ Wiltu hinauff gen Aer ſalem/ vnd da ſelbs vber dieſem dich fur mir richten laſſen⸗ Paulus aber ſprach/ Ich ſtehe fur des Keyſers gericht/ da ſol ich mich laſſen richtẽ/ den Judẽ habe ich kein leid gechan wie auch du auffs beſte weiſſeſt. Gab ich abe: vemãd leide ge⸗ gij chan/ Geſchicht. chan/ vnd des todes werd gehandelt/ ſo wegere ich mich ſi⸗ cht zu ſterben. Iſt aber der keines nicht/ des ſie mich verkla⸗ gen/ ſo kan mich yhn niemand ergeben/ Ich beruffe mich auff den Keyſer. Da beſprach ſich eſtus mit dem Nad/ vnd antwortet. Auff den Reyſer haſtu dich berufen/ um Heyſer ſolu ziehen. A uber nach etlichen tagen/ lamen der koͤnig Agrippas/ vnd Bernice gen Ceſarean/ Feſtum zu empfahen. Diid da ſie viel tage daſelbs vhr weſen hatten/ leget Peſtus dẽ koͤ⸗ nige den handel von Paulo fur/ vñ ſprach/ Es iſt ein man von Yelix hinder gelaſſen gebunden/ vmb welches willen die Hohenprieſter vñ Eltiſten ð Juden fur mir erſchtenen da ich zu Jeruſalem war/ vñ baten widder yhn vmb ein vr⸗ teil/ Welchen ich antwortet/ Es iſt der Romer weiſe nicht/ das ein menſch ergeben werde vmb zu bringen ehe denn der verklagete habe ſeine veꝛkleger gegen wertig/ vñ rawm emp⸗ fahe/ ſich der anklage zu verantworten. Da ſte aber her zit ſamen kamen/ machet ich keinen auff ſchub/ vnd ſas des an⸗ dern cages gerichte/ vnd hies den man fur bringen/ von wel⸗ chẽ da die verkleger auftraten brachten ſie der vrſachẽ keine auff/ der ich mich verſahe/ ſie hatten aber etliche fragen wid⸗ der yhn/ von vhrem aberglawben/ vnd von einem verſtor⸗ benen Jeſu/ welchen Paulus ſagete/ er lebete. Da ich aber mich der frage nicht verſtund/ Pprach ich/ ober wolte gen Veruſalem reiſen/ vnd daſelbs ich dar vberlaſſen richten. Da aber Paulus ſich berief das er auffs Reyſers erkene⸗ nis behalten wuͤrde/ hies ich yhn behalten/ bis das ich vhn zum Keyſer ſende. Agrippas aber ſprach zu Peſto/ Ich wolt den menſchẽ. auch gerne ho ren. Ex aber ſprach/ Morgẽ ſoltu yhn— 1 DYnd n eie ra Geng vn Ging we Juch he g em ed erh I en wicht 1 Han fa Der Apostel Vnd am andern tage/ da Aguppas vnd Bernice kam mit groſſem geprenge/ vnd giengen vnn das richthaus mit den oberhewbcleucen vnd furnehmeſten mennern der ſtad/ Vñ da es Reſtus hies/ ward Paulus bracht/ vnd Neſtus ſpra⸗ ch Agrippa lieber koͤnig/ vnd alle yhre menner/ die yhꝛ mit vns hie ſeid da ſehet yhr den/ vmb welchen mich die gancze menge der Juden angelanget hat/ beide zu Jeruſalem vnd auch hie/ vnd ſchreien/ Er ſolte nicht lenger leben. Ich aber da ich vernam/ das er nichts gechã hatte/ das des todes werd ſen/ vnd er auch ſelber ſich auff den Keyſer berieff/ hab ich be⸗ ſchloſſen yhn zu ſenden/ von welchem ich niches gewiſſes ha⸗ be/ das ich dem herrn ſchriebe/ Darumb hab ich vhn laſſen erfur bringẽ fur euch/ aller meiſt aber fur dich koͤnig Agrip⸗ pa/ auff das/ nach geſchehener erforſchung ich haben můͤge/ was ich ſchreibe/ de es duncket mich vngeſchicket ding ſein/ einen gebunden zu ſenden/ vnd nicht anzuzeigen die vrſach widder vhn. e e e Das. xxvj. Capiteln Grippas aber ſprach zu Paulo/ Es iſt dir erlew⸗ bet fur dich zu redẽ. Da verantwortet ſich Paulus vnd recket die hand aus/ Ich achte mich/ lieber Agrippa/ ſelig/ ſo ich mich heute fur dir ver antworten ſol/ alles des ich von den Juden beſchuldiget werde/ allermeiſt/ weil du 5 kuͤndig biſt/ Aller ſitten vnd fragen/ ſo bey den Juden gen⸗ gig ſind/ darumb bicte ich dich/ woͤlteſt mich gedultiglich hoͤzen. 8 1 8 Zwar mein leben von iugent auff/ wie das von 9 vnter dieſem volck zu Jeruſalem ergangen iſt/ wiſſen alle Duden/ die mich von erſt an zunor erkennet haben/ wenn 77038. g. ſie woltcent 5 Ach. Bechicht. ſte wolten bezeugen/ denn nach der aller ſtrengeſten ſecten vnſers Judenchums/ hab ich gelebet ein Phar iſeer/ Vnd nuſtehe ich/ vñ werde gertchtet vber der hoffnung an die ver⸗ heiſſünige/ ſ geſchehen iſt von Gott zu vnſern vetern/ zu welcher hoffen zu komen die zwelff geſchlecht der vnſern/ mit Gottes dienſt tag vnd nacht emſiglich. Dieſer hoffnung halben werde ich/ lieber könig Agrippa/ von den Juden be⸗ ſchuldiget. Warumb wird das fur vnglewblich beß euch ge⸗ richtet/ das Gott todten aufferweckt⸗ J war ich memmece auch bey mir ſelbs/ ich müſte iel du widder chun dem namen Jeſu von Mazaꝛech/ wie ich denn auch zu Jerusalem gechar habe/ da ich viel hepligen vnn das gefencknis verſchlos/ daruber ich macht von den Ho⸗ hen prieſtern empfieng/ vnd weñ ſie erwuͤrget wurden/ bra⸗ chee ich das vrteil/ vnd durch alle ſchulen peintget ich ſte off⸗ te/ vnd zwang ſie zu leſtern/ vnd war vberaus vnſinnig auff ſie/ verfolget ſie auch bis vnn die frembden ſtedte/ Vber wel⸗ chem/ da ich auch gen Damaſcon reiſet/ mit macht vnd lawbe von den Gohenprieſtern/ mitten am tage/ lieher k ö⸗ nig/ ſahe ich auff dem wege/ das ein liecht vom himel/ heller denn der ſonnen glantz/ mich vnd die mit mir reiſeten/ vmb⸗ leuchtet. Da wir aber alle zur erden nidder fielen/ hoͤret ich ei⸗ ne ſtimmen reden zu mir/ die ſprach auff Ebreiſch/ Saul/ Saul/ was verfolgeſtu nuch: Es wird dir ſchrwer ſein void⸗ der den ſtachel zu lecken. Ich aber ſprach/ Herr wer biſtu⸗ Er ſprach/ Ich bin Jeſus den du verfolgeſt/ aber ſtehe auff bnd erit auff deine füſſe/ den dazu bin ich dir erſchtenen/ das ich dich beſtelle einen diener vnd zeugen/ des/ das du ge⸗ ſchen haſt/ vnd das ich dir noch wil erſcheinen laſſen/ vnd wil dich 2————————* ec N au E erh tt „ oitrlö Der Apoſtel. wil dich er rettet von dem volck vnd von den heiden/ vnter welche ich dich itzt ſende/ auff zu thun hre augen/ das ſie ſich bekeren von der finſternis zu dem liecht/ vnd von der gewalt des teuffels zu Gott/ zu empfahen vergebung der ſunde vnd das erbe/ ſampt denen/ die geheiliget werde/ durch den glau⸗ ben an mich. Da her/ lieber koͤnig Agrippa/ war ich der hymliſchen erſcheinung nicht vngleubig/ ſondern verkuͤndiget/ zuerſt/ denen zu Damaſco/ vnd zu Jeruſalem/ vnd vun alle ge⸗ gend Juͤdiſchis landes/ auch den Geiden/ das ſie buſſe e cen/ bind ſich bekereten zu Gott/ vnd thetten recheſchaffene werck der buſſe. Vmb des willen haben mich die Juden vm tempel griffen/ vnd vnterſtunden much zu tödten/ aber durch huͤlffe(Jottes mir gelungen /ſtehe ich bis auff die⸗ ſen tag/ vnd zeuge bepde dem kleineſten vnd dem gröͤſſeſ⸗ ten/ vnd ſage niches auſſer dem/ das die Propheten geſaget 2 — haben/ das es geſchehen ſolt/ vnd Moſes/ das Chriſtus ſolt leiden/ vnd der erſte ſein aus der aufferſtehung von den todten/ vnd verkuͤndigen ein liecht dem volck vnd den eiden. 5 Da er aber ſolchs zur veranewortutig gab/ prach e⸗ ſtus mit lauter ſtumme/ Paule du raſeſt/ die groſſe kunt machet dich raſende. Er aber ſprach/ ¶ Dein chewꝛer Peſte⸗ ich raſe nicht/ ſondern ich rede waꝛ/ vnd nuͤchtern wort/ deſi der koͤnig weis ſolchs wol/ zu welchen ich frevdig rede/ Def ich achte/ yhm ſey der leines niche 757 0 denn ſolchs iſt nicht vm e e oͤnig Agrippa den Prophelẽ: Ich weis/ das du gleubeſt/ Agrippas aber ſprach zu Maulo/ Esſfeile iche viel/ du vberredeſt mich/ das ich ein C huſten würde. Paulus abe ſpꝛach/ ich wuͤnd⸗ 1085 g u ſchec fur Geſchicht. ſchet fur Gott/ es ferlet an viel odder an wenig/ das nicht al⸗ leine du/ ſondern alle/ die mich heute hoͤren/ ſolche wuͤrden/ wie ich bin/ auſgenomen dieſe band. Vnd da er das geſa⸗ get/ ſtund der koͤtug auff vnd der Eandpfleger/ vnd Berni⸗ ce/ vnd die mit hn ſaſſen/ vnd encwichen beſeits/ redten mic⸗ einander vnd ſprachen/ Dieſer menſch hat nichts gechan/ das des todes oder der band werd ſey. Agryppas aber ſpꝛach zu Neſto/ Dieſer men ſch hette kunden los gegeben werden/ wenn er ſich nicht auff den Heyſer beruffen hette. Das. xxvij. Capitel cchifſen ſoleen/ vbergaben ſie Paulon vñ etliche an⸗ 2 man ron Cheſſalonich/ vnd kamẽ des andern tages hinab gen Sidon. Vnd Julios hielt ſich freundlich gegen Pau lon/ erlewbet ihm zů ſeinen guten freunden zu gehen/ vnd ſer ner pflegen. Vnd von dannen ſtiſſen wir ab vnd ſchifften vnter Aypern hit/ darumb das vns die winde enegegen wa⸗ ren/ vnd vbeꝛſchifften das meer an Cilicia vnd P amphilia hin vid kamen gen Oyra vnn[ycig. 7255 Pn daſelbs fand der vnter andria das ſchiffet ynn welſchland/ vñ lud vns drauff. Da wir aber langſam ſchifften vnd vnn viel tagen kaum gegen Gnpdon kamen(denn der wind werete bns ſchifften wir ruter Candia bin nach der ſtad Salome/ vñ zogen kaum fur ver/ dakamen wir an eine ſtete/ die heiſſet Gutfint/ hewbeman ein ſchuff von Aler⸗ ———— N da bey war nahe die ſcad Caſata. Da nit viel zeit veꝛgan⸗ e Heli war vñ nu mehr ferlich war zu ſcheffen/ darumb das au⸗ 0 San die faſten ſchon fur ber war/ vermanet ſie Paulus vnd d m ſprach zu vhn/ Eieben menner/ ich ſche/ das die ſchiffart wil 0 an nucheleidigung vñ groſſem ſchadenergehen/ nicht allem de: a de laſt vñ des ſcht es /ſondern au vnſers lebens. Aber der vn⸗ n 0 cerhewbeman glerwbet dem ſchi herrn vnd dem ſchifftmat: gen Phenicen zu wilicern/ welches iſt eine anfurt an Can⸗ dd Hatt dia gegẽ dem wind Sud weſt vnd Nord weſt. Da aber der ie ee Sud wind webd/ vñ ſie meinecẽ ſie hecten nu phrſt urnehmẽ/ u Flo erhuben ſie ſich gen Aſſon/ vnd furen an Candia hin. Am- Nicht lange aber darnach/ erhub ſich widder yhr furne⸗ 0 get men eine winds braut/ dte man lienttec/Nordoſt/ vñ da das G ch ſchiff ergriffen war/ yñ kund ſich nicht widder den wind ri⸗ ac ilch chten/ gaben wirs dahin/ vnd ſchwebeten alſo. Mirkamen 10 Val aber an eine Inſulen/ die heiſſet Clauden/ da kunden wir 01 Jö kaum eimen kahrt ergreifen/ den huben wir auff/ vnd bꝛar⸗ 8 Efe chten der hülffe vnd gurccken phn vnten ate das ſchiff/ denn 0 S1 wir furchten/ es mochte ynn die Syrten fallen/ vnd lieſfen 0 A das gefeſſe hin vnter/ vnd i itren alſo. Vnd da wir groſſe pn⸗ geſtuͤmickeic erliccen hatten/ da cheten ſte des neheſten cages 0 dale einen außßwurff/ Vnd am dritten cage wurffen wir mic 1 721 vnſern henden aus die barſchafft ym ſchiffe. Da aber yñ vie⸗ 0 s len cagen widder Sonne noch geſtnne erſchem vnd nicht aul aan eine flame btigeſtlirnuckeit vns auff dem halſe lag/ war alle ae, hoffnung vnſero lchene dahet e e t u Vnd da man lange niche geeſſen hatte/ trat Naulus (al/ Nr“ ge pus mic⸗ 4 8 4 2 8 Beſchicht: vn mictel vnd ſpꝛach/ Sieben menner/ mat ſolt mir gehos⸗ chet/ vnd micht von Candia auffgebrochen haben vnd bns dieſes leides vnd ſchadens erſparet haben/ Vñ tu ermane ich euch/ das yhr guts muts ſeid deln keines leben wird aus bins vmblomen/ on das ſchiff/ Der dieſe nacht iſt bey mir ge⸗ ſtanden der Engel Goctes des ich bin/ vnd dem ich diene vnd ſprach/ Puͤrchte dich nicht Paule/ du muſt fur dẽ Kei. ſer geſtellet werden vnd ſihe⸗ Gott hat dir geſchencket alle die ac dirſchiffen⸗Daumb⸗ leben mentter a ge mute denn ich glewbe memem Gott/ e wird alſo geſchehen/ wie mir geſagt iſt. Wir muͤſſen aber anfaren an eine Inſulen. aber die vier ehende nacht kam/ vnd wir pn Adria furen vmb die mitternacht/ wehneten die ſchiffleute/ es keme eine gegend erfur/ vnd ſie ſencketen den bleywurff ein/ vnd funden zwentzig klaffter tieff. Vnd vbe; ein wenig vol dan⸗ nen/ ſenckten ſie abermal/ vnd funden funfftzehen klaffter. Dafurchten ſie ſich/ ſe wurden an harte orter anſtoſſen/ vnd worffen vom hinderſchiffe vier aucker/ vnd wuͤndſchtẽ das tage wuͤrde. Da aber die ſchiffleulte die flucht ſuchten/ vnd den kahn nidder lieſſen piu das meer/ vnd gaben fur/ ſie Holte ancker aus dẽ hinderſchiffe auſiſtrecken/ ſprach Pau⸗ us zu dem vntehewöbeman vñ zu denkriege Anechten/ Weff dieſe nicht ym ſchiffe bleiben ſo kund vhr m t behalten wer⸗ den. Da hieben die kriegeſzknechte die ſtricke ab ron dẽ kahn vnd lieſſen yhn enefallen. Bndd daes anfieng liecht zu werden ermanet ſie Pau⸗ lus alle/ das ſie ſpeiſe nenen/ vñ ſpꝛach/ Es iſt heute der vier⸗ zehende tag/ das phr wartet vnd vngeeſſen blieben ſeid/ vnd habe niches zu euch genomẽ/ darumb ermatie ich euch/ ſpeiſe zu nemen/ deñ das geſchicht vns zu vnſerm heil/ deñ co— vnſer 7— Der Apoſtel. vnſer keinem ein har von dem hewbt entfallen. Vnd da er das geſaget/ nam er das brod/ dankt Gott fur phn allen/ vnd brachs/ vnd fieng an zu eſſen. Da wurden ſie ale guts mucs vñ namen auch ſpeiſe. Vnſer waꝛzen aber alle zuſamen vm ſchiff zwey hundert vnd ſechs vnd ſiebentzig ſeelen. Vnd da wir ſat worden/ erleichterten wur das ſchiff/ vnd worffen den weitzen ynn das mer. Da es aber tag ward/ kandten ſie das land nicht/ Gines anfurts aber wurden ſie gewar/ der hatte ein vfer/ da hinan wolcen ſie das ſchiff treiben/ wo es muͤglich were. Vnd da ſie die ancker auffgehuben/ lieſſen ſie ſich dem meer/ vnd lö⸗ ſeten die ruder band auff/ vnd huben auff den ſigelbawm/ gegen dem winde/ vnd trachten nach dem vfer. Vnd da wir furen an einen ort/ der auff beidẽ ſeiten meer hacte/ ſties ſich das ſchiff an/ vnd das fodder teil bleib feſte ſtehen vnbe⸗ weglich/ aber das hinder teil zu brach von der gewalt der wellen. Die kriegeßknechte aber hacten einen rad/ die gefange⸗ nen zu codcen/ das nicht pemand/ ſo er außſchwume/ eneflö⸗ he/ Aber der vncerhewheman wolte Paulon erhalcen/ vnd weret yhrem rad/ vnd hies die da ſchwimmen kundten/ ſich zu erſte ynn das meer laſſen vnd entgehen an das land/ die andern aber etliche auff den bretern/ etliche auff dem/ das vom ſchiffe war. Vnd alſo geſchach es/ das alle ſeclen erhal⸗ ten zu lande kamen. „Oc. xrviij. Capitel. . Nd da wir enckamen/ erſuren wir/ das die Inſu⸗ len elite hieg. Die leuckin aber erzetgeten vns nicht geringe freundſchaffe/ zůndeten ein fewer an/ vnd 19 9 5 namen 1255 Geschicht. namen vns alle auff/ vmb des regens/ der vber vns komen war vn vmb der kelte willen. Da aber Maulus einen hau⸗ ffen reyſſer zu ſamen raffelt/ vnd legt es auff fewr/ kam ein otter von der hitze/ vnd ſur aulo an ſeite hand. Da aber die leutlin ſahen das chier an ſeiner hand hangen/ ſprachen ſie vnternander/ Dieſer menſch mus ein moͤrder ſein/ wel⸗ chen die rache nicht leben leſſet/ ob er gleich dem meer enega⸗ gen iſt. Er aber ſchlenckert das chier yns fewer/ vñ 2 wid⸗ derfur nichts vbels. Sie aber warteten/ wenn er chwellen wurde odder tod mdderfallen. Da ſie aber lange warteten/ vñ ſahen das vhm nichts vngehewres widderfur/ berwand⸗ ten ſie ſich vnd ſprachen/ Er were ein Gott. An den ſelbigen örtern aber hatte der oberſte ynn der Inſulen/ mit namen Publtos/ ein furwerck/ der nam vns auff vnd herberget vns drep tage freutdlich. Es geſchach aber/ das der Vater Publij amfiber vnd an der rhure lag/ zu dem gieng Paulus hinein vnd bettet/ vnd leget die hand auff von/ vnd machet hn geſund. Da das geſchach/ klamen auch die andern ynn der Inſulcn erzu/ die kranckheit hae⸗ ten/ vñ lieſſen ſich geſund machen. Vnd ſie chetẽ vns groſſe ehre/ vnd da wir aus zogen/ luden ſie auff was vns not war. Nach dreyen monden aber ſchifften wir aus vnt einem ſchiffe von Alexandria/ welchs ynn der Inſulen gewirttert hatte/ vnd hatte ein panir der zwilling. Vnd da wir gen Syracuſa kamen/ blieben wir drey tage da/ vnd wir vmb⸗ ſchiffeten/ kamen wir gen Begion/ vnd nach einem cage ⸗ da der Sudwind ſich erhub/ kamen wir des andern tages gen Muteolon/ da funden wir bruͤdere/ vñ wurden von ſhti gebeten/ das wir ſieben tage da blieben. Vnd alſo kamẽ wir gen Nom. Vñ von danne/ da die bruͤder von vns höreten/ giengent Der Apoſtel. gieltgelt ſie aus vns entgegen bis gen Appifer vnd Treta⸗ bern. Da die Paulus ſahe/ dancket er Gott/ vnd gewan ei⸗ ne zuuerſicht. Da wir aber gen Nom kamen bberantwor⸗ cec der vnterhewbeman die gefangenen dem oͤberſten hewbt⸗ man. Aber Paulo ward erlewbet fur ſich ſelber zu bleiben/ mit einem kriegeßknechte/ der ſein hůůͤttet. Es geſchach aber nach dreyen ca gelt/ das Paulus zu⸗ ſamen rieff die ur nehmeſten der Juden/ da die ſelbigen zu ſamen kamen/ ſprach er zu vhn/ Mr menner lieben brüder/ ich habe tuches gethan widder vn er volck/ noch widder ve⸗ lerliche ſieten/ vnd bin doch gehunden aus Veruſalem vber⸗ geben yñ der Römer tende/ welche/ da ſte mich verhöꝛet hat⸗ cen/ woltẽ ſie mich los geben/ die weil keine vrſache des todes an mur war. Da aber die Juden da widder redten/ wart ich gend eigec/ mich auff den epeer zu beruffen/ nicht als hette ich mein volck etwas zuuerklagẽ/ Vmb der vrſe ache willen/ hab ich euch gebeten zu ſehen vnd an zu ſprechen/ denn bin der hoffnung willen Iſtaelis bin ich mit dꝛeſer ketten vmo⸗ eben. f Sie aber ſprachen zu yhm/ Wir haben widder ſchriffc empfangẽ von Judea deiner halben/ noch kein hꝛuder iſt ko⸗ men/ der von dir etwas arges verkuͤndiget oder geſaget ha⸗ be/ doch duncket es vns der rede werd/ das wir von dir hörẽ/ was du dauon helteſt/ deñ von dieſer ſecten iſt vns kund/ das yhr wird an allen enden widderſprochen. Vnd da ſte yhm einen tag beſtumpten/ kamen viel zit vhm ynn die herberge/ alchen er außleget vñ bezeugete das reich Gottes/ vñ vber⸗ redet ſie von Jeſti/ aus dem geſetz Moſi/ vnd ausden Pro pheten/ von frue morgen an bis an den abend/ Vnd etliche fielen zu dem das er ſaget/ etliche aber glewoten nicht. Da ſie Geſchicht. Duſie aber vnteretnander mißhellig warẽ/ giengelt ſie weg/ als Paulus ein wor redet/ das wol der heilige geiſtge⸗ ſaget hat durch den Propheten Iſatam zu vnſern vetern vnd geſprochen/ Gehe hin zu dieſem volck/ vnd ſprich/ Mie den oren werdet ſꝛs hören vnd nuch verſtehen/ vnd mit den augen werdet yhr ſehen vnd nicht erkennen/ Deñ das hertz dieſes volcks iſt verſtocket/ vñ ſie hören ſchwerlich mit phꝛett oren/ vnd yhre augen haben ſie zu gechan/ auff das ſie nicht der mal eins ſehen mic phren augen/ vnd hoͤren mit yhren oren/ vnd verſtendig werden vnn em hertzen/ vnd ſich be⸗ keꝛen/ das ich ſie geſund mechce. So ſey es euch kund gethan/ das den Heiden geſand iſt dis heil Gottes/ vnd ſie werdens hören. Vnd da es die Juden hoͤreten/ vnd er ſolchs redet/ giengen ſie hin/ vnd haccen ein groſſe frage vnter vhn ſelbo. Paulus aber bleib zwey iar vnn ſeittemr eigen gedinge/ vnd nam auff alle die zu yhm einkamen/ predi⸗ get das reich Gottes vnd lerete von dem Herrn Jeſu mit aller freydic eit vnuer⸗ poten. S e ende der Alpoſtel Seses ſthichte. An die Xoͤmer. ſcheffung der welt an/ Alſo/ das ſie keine eneſchuldigung ha⸗ ben die weil ſie erkandten/ das ein Gott iſt/ nd haben yhn nicht gepreiſet als einen Gott/ noch gedancket/ ſondern ſind vnn jhrem cichten eytel worden/ vñ yhꝛ vnuerſtendiges hertz iſt verfinſtert/ da ſie ſich fur weiſe hielcen/ ſind ſie zu narren worden/ vnd habẽ verwandelt die herligkeit des vnuergenck⸗ lichen Gottes/ ynn ein bilde gleich dem veꝛgencklichen men ſchen/ vnd der voͤgel/ vnd der verfuͤſſigen vnd der kriechen⸗ den chiere. hem Darumb hat ſie auch Gott dahin gegeben/ ynn vhrer herzen gelůſte/ nn vnreinigkelt /zu ſchenden yhre eygen let⸗ be durch ſich ſelbs/ die Gottes wa rheit haben verwandelt vñ die luͤgen/ vnd haben geehret vnd gedienet dem geſchoͤpffe mehr denn dem ſchoͤpffer/ der da ift gebenedeiet ynn ewig⸗ keit/ Amen. Darumb hac ſie Gott auch dahin gegeben yñ ſchendlich luͤſte/ Denn yhre weiber haben verwandelt den naturlichen brauch vñ den vnnatuͤrlichẽ/ Degſe elbigẽ glei⸗ chen auch die man/ habẽ verlaſſen den natuͤrlichẽ brauch des weibes/ vñ ſind aneinander erhitzet nn yhꝛen luͤſten/ vñ ha⸗ ben man mit man ſchande gewircket/ vnd den lohn vhꝛes yr⸗ chumbs! wie es deñ ſeyn ſolte) durch ſich ſelbe empfangen. PVnd gleich wie ſie nicht geacht haben/ das ſte Gottes ein wiſſen truͤgen/ hat ſie Goct auch dahyn gegeben ynn verle⸗ reten ſynn/ zuchun/ das vngeſchickt iſt/ vol alles vnrechten/ hurerey arges/ gitzes boſzheit/ vol haſſes/ morda/ hadders/ liſts/ Gf orenbleſer/ verleumbder/ den Gott feind iſt/ freueler/ hoffertig/ ſtoltz/ finantzer/ den eltern vngehoꝛſam/ vnuerſtendig/ crewloſe/ vnfreunclich ſtoͤrrig/ vnbarmher⸗ tzig/ die Goctes gerechtickeyt wiſſen das die ſolchs chun/ des codes wirdig ſind) chun ſie es nicht allein/ ſondern habẽ Aa auch auch luſt an denen die es chu. Sas ander Capitel. VAfrumb/ o menſch/ kanſtu dich nicht entſchuldigett ver du biſt/ der da richtet/ denn woryntie du einen andern richteſt/ verdamptſtu dich ſelbo/ ſintemal du ebẽ daſ⸗ ſelbige chuſt/ das du richteſt Denn bor wiſſen⸗ Gottes vr⸗ teil iſt recht/ vber die ſo ſoͤlches thun. Denckeſtu aber/ o menſch/ der du richteſt/ die ſo ſoͤlches thun/ vnd chuſt auch das ſelbige/ das du dem vrteil gottes eutrynnen werdeſtꝛ od⸗ der verachteſtu den reichthum ſeyner guͤcickeit/ gedult vnd langmuͤtickeyer Weiſtu nicht/ das dich Gottes guͤte zur buſſe leitet? 2 Du aber nach deinem verſtockten vnd vnpußßfertigem hertzen/ ſamleſt dir ſelbſt einen ſchatz des dorns auff den tag des dorns vnd der offenbarung des gerechten gerichtes Got⸗ tes/ welcher geben wird einem iglichen nach ſeinen wercken nemlich/ preis vnd ehre vnd das vnuergengliche weſen de⸗ nen/ die mit gedult ynn guten wercken trachten nach dem ewigen leben. Aber denen/ die da zencliſch ſind vñ nicht ge⸗ horchen der warheit/ gehorchen aber dem vnrechten/ vnge⸗ nade vnd zorn/ truͤbſal vnd aligſt/ vber alle ſeelen der men⸗ ſchen/ die da böͤſes thun/ fuͤrnemelich der Juͤden vnd auch ð Kriechen/ Preys aber ehꝛe vnd fride/ allen denen/ die da gu⸗ tes thun/ fuͤrnemlich den Juͤden vnd auch den Kriechen. Dienn es iſt kem anſehen der perſon fur Gote/ Welche on geſetz geſundiget haben/ die werden auch on geſetz verlo⸗ ren werden/ Vnd welche am geſetz geſuͤndiget haben/ die werden durchs geſetz verurteilet werdẽ/ ſintemalfuͤr Gote uche/ die das geſetz hoͤren/ gerecht ſind/ ſondern die 5 07 2 geſecz ä———„ r —— ↄ —— 3 2 An die Toͤmer. geſetz chun/ werden rechfertig ſein. Denn o die Geiden die das geſetz ncht haben/ vnd doch von natur chun des geſetzes ynhale/ die ſelbigen/ die weil ſie das geſetz ncht haben/ ſind ſie vhn ſelbs ein geſecz/ da mit/ das ſie beweiſen/ des geſetzes werck ſey beſchrieben vñ phrem hertzen/ ſintemal vhr gewiſ⸗ ſen ſie ee auch die gedancken/ die ſich vncerein⸗ ander verkla gen odder eneſchuldigen auff den cag/ da Goct das verporgen der menſchen/ durch Jeſum Chriſt richten wird/ lauts meines Guangelion. Sie aber zu/ du bfg ein Juͤde vnd verleſſeſt dich auffs geſetz/ vnd rhuͤmeſt dich Gottes/ vnd weyſſeſt ſeinen wellen/ vnd weyl du aus dem geſetz vncerrichtec biſt/ pruͤfe⸗ ſtu was recht vnd nicht recht iſt/ vnd vermiſſeſt dich zu ſein ein leiter der blinden/ ein liecht dere/ die vnn finſtermis ſind/ ein zuͤchtiger der thöͤrichten/ ein lerer der einfeltigen/ haſt die forme was zu wiſſen vnd recht iſt jhm geſetz/Nu lereſcu an⸗ dere/ vnd lereſt dich ſelber nicht/ Du predigeſt man ſolle ni⸗ cht ſtelen/ vnd du ſteleſt/ Du ſprichſt man ſoͤlle micht ehebre⸗ chen/ vnd du brichſt die ehe/ Dir grewelc für den Abgöͤc⸗ tern/ vnd raubeſt Gott was ſeim iſt/ Du rhuͤmeſt dich des Iſaie, 12, Ezechiss. geſetzes/ vnd ſchendeſt Gott duꝛch vbertretung des geſetzes/ Denn ewrenchalben wird gocces name verleſtert vnter den Heyden/ als geſchrieben ſtehet. 5 Die beſchneictung iſt wol nuͤtz/ weñ du das geſetz hel⸗ teſt/ helteſtu aber das geſetz niche/ ſo iſt deine beſchneictung ſehon eyne vorhaud worden/ So nu die vorhaud des geſe⸗ czes recht helt/ meyneſtu nicht/ das ſenne vorhaud werde fuͤr eyne beſchneitung gerechnet werden Pnd wird alſo/ das von natur eyne vorhaud iſt/ vnd das geſetz volendet/ dich richten/ der du vnter dem buchſtaben vnd beſchnei⸗ 15 f Aa j ung das aung das geſetz vbertritteſt. Denn das iſt nicht ein Jůde/ der auß wendig ein Tuͤde iſt/ Auch iſt das nicht eyne be⸗ ſchneitung/ die aufwendig vm fleiſch geſchicht/ Sondern das iſt eyn Jude/ der vnwendig verporgen iſt/ vnd die be⸗ ſchnenung des hertzen iſt eine heſchneicung/ die ym geyſt vñ nicht vm buchſtaben geſchicht/ welches lob iſt nieht aus den menſchen/ ſondern aus Gott. 1 0 Oas dritte Capitel. Aas haben deni nu die Juͤden vorteyloꝛ odder was a nuͤtzec die beſehnemtung? Zwar vaſt viel/ um er⸗ ſten/ hn iſt vertrawet was Gott gered hat. Das aber etli⸗ che nicht gleuben an das ſelbige/ was ligt daran: Solte yh⸗ rer vnglaube Gottes glauben auff heben: das ſep ferne. Es bleibe viel weger alſo/ das Gott ſei waꝛhafftig/ vñ alle men⸗ ſchen luͤgenhafftig/ wie geſchrieben ſtehet/ Auff das du re⸗ chefertig ſeieſt vnn deinen worten/ vnd vberwindeſt weñ du gerichtet wirdeſt. ct! Iſts aber alſo/ das vnſer vngerechtickeit Gottes gere⸗ chtickeit preiſet/ was wollen wiꝛ ſagen · Iſt denn Gott auch vngerecht/ das er dar vber zoͤrtet( Ich rede alſo auff meu⸗ ſchen weiſe Das ſey ferne. Wie kuͤnde denn Gott die welt richtet Denn ſo die war heyt Gottes durch meine luͤgett herlicher wird zu ſeinem preis/ warumb ſolte ich denn noch als eyn ſunder gerichtet werden? vnd nicht viel mehr alſo chun(wie wir geleſtert werden/ vnd wie etliche ſprechen/ das wir ſagen ſ ölen) Eaſſet vns vbel chun/ auff das gutes dar⸗ * aus kome: welcher verdamnis iſt gantʒ recht. Was ſagen wir denn nu? haben wir eyn vorteile gar lepnen/ denn wir haben droben vrkundt gegeben/ das bey⸗ 4 n e de Juden a Ne Andie Xömer. de Juden vnd feriechen alle vncer der ſünde ſind/ wie denn geſchriebẽ ſtehet/ Da iſt nicht der rechcfertig ſey/ auch uicht ellier/ Da iſt nicht der verſtendtg ſey/ Da iſttucht der nach Gocc frage/ Die ſind alle abgewichen/ vnd alle ſampt vn⸗ llicheig worden/ Da iſt nicht der gutes chue/ auch nicht ei⸗ ner. Yhr ſchlund iſt ein offen grab/ mie yhren zungen han⸗ 1. deln ſiecruͤglig/ Gttern giffe iſt vnter yhren lippen/ yhren mund iſt vol fluchens vnd bicterkeit/ Mhre fuͤſſe ſind elend blud zu vergieſſen/ yñ phren wegen iſt zůſtoͤrung vnd zubre⸗ chung/ vnd den weg des frides wiſſen ſie nicht/ Es iſt leyne furchte Goctes fuͤr hren augen. 1 5 Weir wiſſen aber/ das/ was das Gau ſaget/ das ſag⸗ et es denen/ die vnter dem geſetz ſind/ Auff das aller mund verſtopffet werde vnd alle welt ſey Gott ſchuldig/ Dar⸗ umb/ das kein fleyſch durch des geſetzes werck für yhm recht⸗ ferti z ſein mag/ Deñ durch das geſetz kompe nur erkenente der ſiind e. 5 Nun aber iſt on zuchun des geſerzeb/ dſe gerechticleit die fuͤr Gott gilt/ offenbaret/ bezeuget durch das geſetz vnd die Prophecẽ. Ich ſage aber võ ſoͤlcher gerechtickeic fuͤr Gott/ die da kompe durch den glauben an Jeſum Chriſt/ u allen vnd auff alle/ die da gleuben. 5 Denn es iſt hie kein onterſcheid/ ſie ſind alle zumal ſun⸗ der/ vnd mangeln des rhumes/ den ſie vnn Gott haben ſol⸗ cen/ vñ werdet on verdienſt gerechtfertiget/ aus ſeiner gna⸗ de/ durch die erloſung/ ſo durch Chriſto geſchehen iſt/ wel⸗ chen Gott hat fuͤrgeſtellet zu einem gnaden ſtuel/ durch det glawben ynn ſeinem blut/ damit er die gerechtickeit/ diefuͤr vhm gilt/ beweiſe ynn dem/ das er vergibt die ſunde/ die duuor ſund geſchehen vnter göttlicher gedule die er erug/ das Aa nüij er iu Gene. 7. Pal. 31. er zu dieſen zeiten beweiſete die gerechtigkeit/ die ſur vom gilt/ Auff das er alleine gerecht ſey/ vnd rechtfertige den/ der da iſt des glawẽöens an Deſit. f Wo itt deñ nu dei rhum: Er iſt auſſgeſchloſſen/ durch welch geſetz· duꝛch der werck geſetz: Nicht alſo/ ſondern dur⸗ ch des glawbens geſetz. en So halten wi es nu/ das der menſch gerechtfertiget wer⸗ de/ on zuthun der werck des geſetzes/ allem durch den glaw⸗ ben. Odder iſt Gott allein der Juͤden Gott: iſt er nicht auch der Heyden gott? Ja freylich auch der Heyden gott/ ſintemal es iſt ein Gott deꝛ da rechefertiget die beſchneicung aus dem glawben/ vñ die voꝛhaud dunchden glawben. Wie: heben wir denn das geſetz auff durch den glawben! Das ſey ferne von vns/ ſondern wir richten das geſetz auff. GOas vierde Capitel. Ao ſagen wir denn von vnſerm vacer Abrahatn/ das er funden habe nach dem fleiſch: Das ſagen Wir/ iſt Abraham durch die werck gerechtfertiget/ ſo hat er wol rhum/ aber nicht füͤr gott/ Was ſaget aber die ſchriffte r Albꝛaham hat Cote geglewöbet/ vnd das iſt yhm zur gerech⸗ cickeit gerechnet. Dem aber/ der mie werken vmbgehet/ wird nicht das lohn. zugerechnet/ ſondenn aus pffi cht. Dem aber/ der nicht mit wercken vm̃gehet/ gleubt aber anden/ der die gotloſen rechefertiget/ dem wird ſein glawbe gerechnet dur gerechtickeyt. Nach welcher weiſe auch Da⸗ und ſaget/ das die ſeligkeit ſey allein des menſchen/ welchem gott zurechnet die gerechtickeit/ on zuthun der werck/ da er ſpricht/ Selig ſind die/ welehen yhre vngerechtickeit verge⸗ ben ſind/ vñ welehen phre ſuͤnde bedecket ſind/ Selyg iſt der man/ S SS S S rr — — * 2 — — An die Loͤmer. man welchem Gott keyne ſunde zurechnetr. Nu diſeſeligkeic gehet ſte vber die beſchneitung odder vber die vorhaud Wir muͤſſen he ſagen/ das Abraham ſey ſeim glawbe zur gerechtickeit gerechnet. Wie iſt er yhm denn zugerechnetꝛ vnn der beſchneitung: oder ynn der voꝛ⸗ haud: Onzweyffel nicht vnn der beſchnieitung/ ſondern vf der vorhaud. Das zeichen aber der beſ chnenung empfin er zum ſiegel der gerechtigkeit des glauben/ welchen er noch yñ der vorhaud hatte/ auff das er wuͤrde ein vater /aller/ die da gleubert yñ der vorhaud/ das den ſelbigen ſolches auch ge⸗ rec net werde zur gerechticket/ vñ wuͤrde auch ein vater der beſchneicung/ nicht allein dere/ die von der beſchneitung ſind ſon dn auch dere/ die einher wandeln yñ den fufſſtappen des glaubs/ welche; waꝛ yñ der voꝛhaud vnſers haters Abꝛahã. Denn die verheiſſurng/ das er ſolte ſein der welt ein er⸗ be/ iſt nicht geſchehen Abraham oddeꝛ ſeinem ſamen durchs geſecze/ ſondern durch die gerecheuglelt des glaubens/ Denn wo die vom geſetz erben ſind/ ſo iſt der glaube aus/ vnd hoͤret die berheiſſung auff/ ſintemal das geſetz richtet nuͤr zom an/ Denn wo das geſecz nicht iſt/ da iſt auch kene vbertretung Derhalben iſt die verheiſſung geſchehen durch den glaw⸗ ben/ auff das es gienge nach der gnade/ damtt die verheiſ⸗ ſung feſte beſtuͤnde allem ſamen/ nicht dem alleine der vom geſetz iſt/ ſondern auch dem/ der des glaubens Abraham iſt/ welcher iſt vnſer aller vater/ wie geſchuchen ſtehet/ Ich ha⸗ be dich geſetzet zum vater vieler Heyden/ fur Goc/ dem dit geglaubet haſt/ der da lebendig machet die todten/ vñ ruͤffet dem das nicht iſt/ das es ſey. ee eee Vnd er hac geglewbet auff hoffnung/ da nichts zu hoffen war/ auff das er würde epn vater vieler h eee. eee= Die epſſel. denn zu yzim geſaget iſt/ Alſo ſol dein ſame ſein. Vnd er ward nicht ſchwach ym glawben/ nam auch nicht gewar ſei nes epgen leibes/ welcher ſchon erſtorben war/ weil er vaſt hundercierig war/ auch niche des erſtorben leibes der Saꝛa. Denn er zweyffelt nicht an der verheiſſung Gottes durch vnglauben/ ſondern ward ſtarck ym glauben/ vñ gab Goct die ehre/ vnd wuſte auffo aller gewiſſeſt/ das/ was Gott ve⸗ heiſſet/ das kan er auch chun. Sarumb iſts vhm auch zur ge⸗ rechtigkeit gerechnet. Das iſt aber nicht geſchrieben/ allein vmb ſeinem wil⸗ len/ das yhm zugerechnet iſt/ ſondern auch vmb vnſern wil⸗ len/ welchen es ſol gerechnet werden/ ſo wir gleuben an den/ der vnſern Herrn Jeſum Chriſt aufferwecket hat von den todten. Welcher iſt vmb vnſer ſuͤnde willen dahin gegeben/ vnd vmb vnſer gerechtigkeit willen aufferweckt. Das. p. Capitel. Jenn ym glauben zu dieſer gnade/ darvnnen wir ſtehen/ vnd rhuͤ⸗ men vns der hoffnutig der kunfftigen herlickeyt/ die Gott geben ſol. Nicht allein aber das/ ſondern wir rhuͤmen vns guch der cruͤbſalen/ die weil wir wiſſen/ das truͤbſal gedult bringet/ Gedult aber bringet erfarung/ Grfarung aber bringet hoffnung Hoffnung aber leſſet nicht zu ſehanden werden. Das alles darumb/ das die liebe Gottes iſt auß⸗ gegoſſen ynn vnſer hertz/ durch den heiligen geyſt/ welcher vns gegeben iſt. 9 a Den auch Chriſtus/ da wyr noch ſchwach ware 5 1 er zeit/ Voor denn ſind rechtfereig woꝛden durch den glau ben/ ſo haben wir fride mit Got/ durch vnſern hern Chriſt/ durch welchen wir auch einen zugang haben . N n Andie Nomer. der zeit/ itt fuͤr vns Gotloſen geſtorben. Nu ſtirbet kaume yematid vm̃ des rechtes willen vmb des gutes willen cuͤrſte villeicht yemand ſterben. Darumb preiſet Gott ſeine liebe gegen vns/ das Chriſtus fuͤr vns geſtorben iſt/ da wir noch ſuͤnder waren. So werden wir yhe viel mehr durch vhn be⸗ halcen werden fuͤr dem zorn/ nach dem wir durch ſein blut gerechtf ertigetſind. 7 Denn ſo wir Gotte verſoͤnet ſind durch den tod ſeinnes ſottes/ da wir noch feinde waren/ viel mehr werden wir ſelig werden durch ſein leben/ ſo wir nu verſoͤnet ſind: Nicht al⸗ leine aber das/ ſondern wir rhuͤmen vns auch Gottes/ durch vnſern Herrn Jeſum Chu/ durch welchen wir nu die ve:⸗ ſoͤnung empfangen haben. 1 ö Derhalben/ wie durch einen menſchen die ſunde iſt lo⸗ men vnn die welt/ vnd der tod durch die ſunde/ vnd iſt alſo der cod vher alle menſchen durchgangen/ die weil ſie alle ge⸗ ſundiget hatten. Denn die ſunde war ynn der welt bie auff das geſetz/ Aber wo kein geſetz iſt/ do achtet man der ſuͤnde nicht/ ſondern der todt herſchete võ Adam an bis auff Mo⸗ ſen/ auch vber die/ die nicht geſundiget hatten mit gleicher fieser wie Adam/ welcher iſt ein bilde des der zukuͤn⸗ tig war. 5 5 Aber nicht helt ſichs mit der gabe wie mit der ſuͤnde/ Denn ſo an eines ſunde viel geſtorben ſind/ ſo iſt viel mene Gottes gnade/ vnd gabe vielen reichlich widderfaren/ durch die gnade/ die einem menſchen Jeſu Chriſto wid⸗ derfaren iſt. 25 5 Vnd nicht iſt die gabe allein vber eine ſunde/ wie durch des eynigen ſunders eynige ſunde alles verderben. Denn das vrteil iſt kommen auß einer ſunde zur verdamnis/ 6„„„„5WFVh) die gabe Die Epiſtel. die gabe aber alts vielen ſunden zur rechtfertickeit. Denn ſo vmb des einigen ſunde willen der tod geherſchec hat durch den einen/ viel mehr werden die/ ſo da empfangen haben die fuͤlle der gnade vnd der gaben zur gerechtickeic/ herſchen vm leben durch einen Jeſu Chriſt. M e, Wie nu durch eines ſuͤnde die verdamnis vber alle men⸗ ſchen komen iſt/ alſo iſt auch duꝛch eines rechtfertickeit die re⸗ chefertigung des lebens vber alle menſchen komen. Denn gleich wie durch eines menſchẽ vngehoꝛſam viel ſuͤnder woꝛ⸗ f 5 ſind/ alſo auch durch eines gehor ſam werden viel gere⸗ ell.. ä eee e Sas geſetz aber iſt neben ein komen/ auff das die ſunde vberhand neme/ Wo aber die ſunde vberhand genomen hac da hat auch die gnade noch mehr vberhand genomen/ auff das/ gleich wie die ſunde geherſchet hat zu dem code/ alſo au herſchet die gna de durch die gerechcickeit zum ewigen leben duꝛch Jeſum Cbriſt. 5a Oas. pf. Capitel Ao wollen wir hie zu ſagen: ſollen wir deñ pnn der quͤnde beharren/ auff das die gnade vberhand neme⸗ das ſey ferne von vns. Wie ſolten wir ynn ſunden wollen le⸗ ben/ der wir abgeſtorben ſindꝛ Wiſſet yhr nicht/ das alle die wir ynn Sal Chriſt getaufft ſind/ die ſind yñ ſeinen tod getauff: Do ſinid wyr yhe mit yhm begraben durch die tau⸗ ffe ynn den codt/ auff das/ gleich wie Chriſtus iſt auffer⸗ weclet von todten/ durch die herlickeit des vaters/ alſo ſoͤllen auch wir ynn eynem newen leben wandeln. So wir aber ſind ſampt yhm gepflantzet woꝛden zu gleychem tod/ ſo wer den wir auch der aufferſtehung gleich ſein/ Die 145 55 99 wiſſen/ 31„%%%„n——— 50 Aude 0 Nhat m Nauf Huch a0 chen gerechtickeit. • E. An die Toͤmer. wiſſen/ das vnſer alter menſch mit phm gecreutziget iſt/ auff das da auffhöre der ſüͤndliche leib/ das wir fort mehꝛ der ſutt⸗ de nicht dienen/ Denn wer geſtoꝛben iſt/ der iſt gerechtferti⸗ get von den ſunden. Sind wir aber mit Chriſto geſtorben/ ſo glewhen wir/ das wir auch mit yhm leben werden/ vnd wiſſen das Chri⸗ ſtus von den todcẽ erweckt/ hinfurc nicht ſtirbet/ d cod wird hinfurt vber pn nicht herſchen/ Denn das er geſtorben iſt/ das iſt er der ſuͤnde geſtorben zu e nem mal das er aber ie⸗ bet/ das lebet er Gotte. Alſo auch ph/ halcet euch da fuͤr/ das ph der ſünde geſtoꝛben ſeyd/ vnd(occe lebet/ durch Jefim Chriſt vnſern Herrn. So laſſet nu die ſünde nicht herſchen vnn ewrem ſterbli⸗ chen leibe/ gehorſam zu leiſten ſemnen luͤſten. Auch begebet nicht der ſůndẽ ewre gelieder zu wa ffen der vngerechtickeit/ ſondern begebet euch ſelbs Gotte/ als die da aus den todten lebendig ſind/ vñ ewre gelteder Gotte zu wa ffen der gerech⸗ ugẽcit. Denn die ſüͤnde wird nicht herſchen künden ver euch/ ſintemal yhr nicht vnter dem geſecz ſeyd/ ſondern vnter der gnade. Wie denn: ſoͤllen wir ſündigen/ die weyl wyr nicht vn⸗ ter dem geſerz ſondern vnter der gnade ſind: Das ſeyferne von vns/ Wiſſet hr niche/ welchem vhr euch begebet zu che⸗ chten/ ynn gehoꝛſam/ des knechte ſeid yhꝛ/ dem yhr gehoꝛſam ſeidꝛes ſey der ſuͤnde zum tode/ odder dem gehoꝛſam zur recht⸗ fertigkeit. Gott ſey aber gedancket/ das vhr knechte der ſuͤn⸗ de geweſen ſeid/ aber nu gehorſam worden von herczen dem furbilde der lere/ welchem yhr ergeben ſend. Denn nit vhr frey worden ſeid von der ſünde/ ſeid yhr knechte worden der Bb Ich wil Die Epiſtel. Ich wil menſchlich dauon reden/ vmb der ſchwacheit willen ewresfeiſches/ Gleich wie phr ewre gelieder bege⸗ ben habt zu dienſte der vnreinickeit/ vnd von einer vngerech⸗ lickeit zu der andern/ alſo begebet auch nu erwre gelleder zu. dienſte der gerechtickeit/ das ſie heplig werden. Denn da phr der ſüͤnde knechte waret/ da waret vhr frey von der gerechtie⸗ keit/ Was hattet hr nu zu der zeit für einen frumen/ wel⸗ cho phr euch lege ſchemet? Denn das ende ſölcher ding/ iſt de: todt. Nu vhꝛ aber ſeyd von den ſuͤndett frey/ vnd der gerech⸗ tickeic knechte worden/ habe yhr ewre frucht/ das yhr heplig werdet/ das ende aber/ das ewige leben. Denn der cod iſt der ſünden ſold/ aber die gabe Goctes iſt das ewige leben pin Chriſto Jeſu vnſerm Herrn. a ee Das vi Capit FIſſer phr nicht lieben brüder dent ich rede mit de⸗ ne/ die das geſetz wiſſen das/ das geſetz herſchet vber nſchen/ ſo lange er lebet· Denn ein weyb das vnter den me dem manne iſt/ die weyl der man lebe/ iſt ſie verbunden an das geſetz/ ſo aber der man ſtirbet/ ſo iſt ſie los vom geſetz/ das den man betrifft. Wo ſie nu bey eynemandern man⸗ ne iſt/ weyl der man lebet/ wird ſie eine ehebrecherin geheyhl⸗ ſen/ So aber der man ſtirbet/ iſt ſie frey vom geſetz/ das ſie nicht eme ehebrecheryn iſt/ wo ſie bey einem andern manne „ iſt Alſo auch vhr meine bruͤder/ ſeid getoͤdtet dem geſetz/ du⸗ rch den leib Chriſti/ das vhr bey einem andern ſeit nemlich bey dem/ der von den todten aufferwecket iſt/ auff das wir Gotte frucht bringen. Denn da wir ym fleiſch waren/ a waxen die ſündlichen lüſte welche durchs geſecz ſich erreg⸗ Ce 1 e N. — 3 S—— N— 2 22——ñ—[— — — — P — —— — — An die Toͤmer. celt) geweleig vnn vnſern gelidern dem tode frucht zu brin⸗ gen. Nu aber ſind wir vom geſetz los/ vnd vhm abgeſtor⸗ ben/ das vns gefangen hielt/ alſo/ das wir dienen ſoͤllen ym 3 weſen des geyſts/ vnd nicht ym alten weſen des buch⸗ taben. Was wöllen wir denn nu ſagen e Iſt das geſetz ſundee das ſey ferne. Aber die ſunde erkante ich nicht/ on durchs ge⸗ o ſetz. Denn ich wuſte niches von der luſt/ wo das geſetz niche hetce geſaget/ Cas dich nicht geluͤſten. Da nam aber die ſunde eine vrſache am gepot/ vnd exreget ynn mir allerley luſt. Denn on das geſecz war die ſüͤnde tod/ Ich aber lehe⸗ Ceectwan on gesetze. Da aber das gepot kam/ ward die uͤn⸗ de widder lebend/ Ich aber ſtarb/ vt es befand ſich/ das das gepot mir zum code reichet/ das mir doch zum leben gegeben war. Denn die ſunde nam eine vrſache am gepot/ vnd be⸗ trog mich/ vñ tödcet mich durch das ſelbige gepot. Das ge⸗ ſetz iſt phe heilich/ vnd das gepot heilich/ recht vnd gut. Alt denn das da gut ift/ mir eyfrtod worden? das ſey ferne. Aber die ſuͤnde/ auff das ſie erſcheyne/ wie die ſunde iſt/ hat ſie mir durch das gute/ den tod gewicket/ auff das die ſtinde wurde vheraus ſündig durchs gepot/ Denn wir wiſ⸗ ſen/ das das geſetz geyſtlich iſt/ ich bin aber fteiſchlich/ vnter die ſuͤnde verkaufft/ denn ich weis nicht/ was ich chue/ Den ich chu nicht das ich wil/ ondern das ich ha ſſe/ das chu ch. So ich aber das chu/ das ich nicht wil/ ſo willige ich/ das das geſetz gut ſey/ So chu nu ich daſſelbige tucht/ ſondern die ſuͤnde/ die yun mir wonec/ denn ich wels das ynn mir/ das iſt/ vun meynem fleyſch wonct nichto guccs. Wol⸗ len hab ich wol/ aber volbringen das gute finde ich nicht/ Denn das guce das ich wil/ chu ich eee boſe/ 0 W Bb zj das Die Epiſtel. das ich nicht will das chtt ich. So ich aber chu das ich niche wil/ ſo chu ich daſſelbige nicht/ ſondern die ſunde die ynn mir wont. ee e e 55 So finde ich mi nil ein geſecz/ der ich wi das gute chun/ das mir das böſe anhanget/ deñ ich habe luſt an Gottes ge⸗ ſetz/ nach dem ynn wendige menſchẽ ich ſehe aber ein ander geſetz ynn meynen gelidern/ das widderſtreitet dem geſetz ynn meynem gemuͤte/ vnd mich gefangen mimpe yñ der füin⸗ den geſetz/ welchs iſt nn meynen geltdern. Ich elender meriſch/ wer wird mich erlöſen von dem leibe dieſes todes Ich däcke Gott/ durch Jeſum Chriſt vnſern Heri. So diene ich nu mit dem gemote dem geſetʒ Goctes/ aber nut dẽ fleiſch dem geſetz der funden. e ee DODias aviij Capitel e Giſt nu niches verdamlich an denen/ die vñ Chri⸗ to Jeſu ſind die nicht nach dem fleiſch wandeln/ ſondern nach dem geyſt. Denn das geſetz des geiſts/ der da lebendig machet vnn Chriſto Jeſit/ hat mich frey gemacht von dem geſetz der unde vnd des todes/ Denn das dem ge⸗ ſetz vumuüͤglich war der halben es auch durch das fleiſch ge⸗ ſchwecht ward) das chat Gote/ vnd ſandte ſeinen ſon vum der geſtalt des fuͤndlichen fleiſches/ vnd verdampt die ſuͤnde ym fleiſch durch ſunde auff das die gerechtickeit vom geſetz erfoddert/ yñ vns erfüllet wuͤrde/ die wir nu nicht nach dem fleiſch wandeln/ ſondern nach dem geiſt.„ Dieenn die da fleiſchlich ſind/ die ſind fleiſchlich geſynnet/ die aber geyſtlich ſind/ die ſind geyſtlich geſonnet. Aber fley⸗ ſchelich geſpnnec ſeitt/ iſt leben vnd fride/ Denn fleiſchlich geſynnet ſein iſt eine feindſchafft widder Gott/ ſintemal es ————— —— 1— 1 1 —— 22— ˙ 2 R 2 2 8 An die Toͤner. dem geſetz Goctes nicht vnterchan iſt/ denn es vermag es 105 nicht. Die aber fteiſchlich ſind/ moͤgen Gotte nicht ge⸗ 155 aber ſeid nicht fleiſchlich/ ſondern geyſtlich/ ſo an⸗ ders Gottes geiſt ynn euch wonet. Mer aber Chriſtus eiſt nicht hat/ der iſt nicht ſein. So aber Chriſeus vnn euch iſt/ ſo iſt der leib zwar codt vm̃ der ſůnde willen/ Der geiſt aber iſt das leben/ vmb der gerechtickeic willen. So nu der geiſt/ des/ der Jeſum von den todten aufferwecker hac/ ynn euch woner/ ſo wird auch der ſelbige/ d Chriſtum bon den coden aufferwecket hat/ ewre ſterbliche leybe lebendig machen/ vm des willen/ das ſeyn geiſt ynn euch wonet. So ſind wir nii/ lieben brüder ſchuldener/ nicht dem fleiſch das wir nach dem fleiſch leben/ Denn wo yhr nach dem fleiſch lebet/ ſo werdet yhꝛ ſterben muͤſſen/ Wo yhr aber durch den geiſt des fleiſches geſchefft codtet/ ſo werdet yhr le⸗ ben. Denn die der geiſt Gottes treibec/ die ſind goctes kin der. Denn yhr habt nicht einen knechelichen geiſt empfan⸗ gen/ das vh: euch abermal fuͤrchten muͤſtet/ ſondern v habt . einen kindlichen geiſt empfangen durch welchen wir ſchrei⸗ en/ Abba/ lieber vater/ Der ſelbige geiſt verſtehert vnſern geiſt/ des/ das wir Gottes kinder ſind/ Sind wir denn kin⸗ der/ ſo ſind wir auch erben/ nemlich⸗Cottes erben/ vnd mic⸗ erben Chriſtt/ ſo wir anders mitleiden/ auff das wir auch mit zur herlickeit erhaben werden. N Denn ich halte es da fuͤr/ das dieſer zeyt leyden der her⸗ * ackeit nicht werd ſey/ die an vns ſol offenbazet werden. Deñ das endliche harren der creatur wartet auff die offenbarung der kinder Gottes/ ſintemal die creatur vnterwoꝛffen iſt der eytelkeic/ on yhzen willen/ ſondern vmb des willen der ſie vn⸗ 80 f Bb 1j eerworffen De Spiel. ierworfſen hae aẽff hefſnung denn auchdlecreacur rep werden wird/ von dem dien ſt des vergenglichen weſenns zu der herlichen frepheit der kinder Gottes/ Deli wir wiſſen das alle creatur ſehnet ſich ſemptlich/ vnd engſtet ſich noch Nicht alleine aber ſie/ ſondern auch wir ſelbs/ die wi ha⸗ ben des geiſts erſtling/ ſchnen vns auch bey vnts ſelbs nach der kindſchafft/ vnd waꝛten auff vnſers leibes erloͤſurig/ Def wir ſind wol ſelig worden/ doch yñ der hoffnung/ Die hoff⸗ nung aber die man ſihet/ itt nickt hoffnung/ Denn wie kan wir nicht ſehen ſo wartten wir ſein durch gedulte. Diess ſelbigen gleichen auch der geiſt hilfft vnſer ſchwac⸗ heit auff/ Derin wir wiſſen nicht/ Was woiz beten ſ oͤlten/ wie ſche gehe ſondemn der gerſe bernd mecbagich⸗ mit vnaußzſprechlichem ſůfftzen. Der aber die hertzen for⸗ ſchet/ der weis/ was des geiſts mut ſep/ denn er vererit die heiligen/ nach dem das Gott gefellet. Wir wiſſen aber/ das denen/ die Gott liebẽ/ alle ding zum beſten dienen/ die naeh dem fuͤrſatz beruͤffen ſind. Senn welche er zuuor verſehen hat/ die hat er auch verordnet/ das ſie gleychwereig ſein ſol⸗ ken/ dem ehen bilde ſeyties ſones/ auff das der ſelbige der erſt geborne ſey vnter vielen bruͤdern/ Welche er aber verordnet Hat er auch gerechefereiget/ welche er aber rechefereiget hat/ die hat er aueh herließ gemacht. Was wollen wir nu hie zu ſagen: Iſt Gott fur vns/ wer mag widder vns ſein? welcher auch ſeynem eigen ſont nhaiche hat verſchonet/ ſondern hat phn für vis alle dahin ge⸗ geben/ wie ſolt er vns mit yhm nicht alles ann nan des hoffen/ das mati ſihet? So wir aber des hoffen/ das 455 hat er auch beruffen/ welehe er aber berufen hat/ die keit Amen. die Toͤmer. wil die quſzerweleten gottes beſchůldigen e Gott iſt hie/ der da rechefertiget. Wer wil verdamn en: C daſtanithede geſtorben iſt/ ia viel mehr der auch aufferwecket iſt/ welcher iſt zur rechten gottes vnd vererit bus. Mer wil vns ſcheiden von der liebe Gottes: truͤbſal? odder angſte odder verfolgung: odder hunger odder blö⸗ ſſe: odder ferlickeit? odder ſchwerde wie geſchrieben ſtehet Vmb demen willen werden wir gecodtet den gantzen cag/ an wyr ſind gerechnet fuͤr ſchlacheſchaffeAbeꝛ nn dem allem vberwinden wir weyc/ vmb des willen/ der vns geliebet hac. Denn ich bin es gewis/ das widder tod noch leben/ widder Engel noch furſtenchum/ noch gewalt/ widder gegentoerti⸗ ges noch zukuͤnfftiges/ widder hohes noch cieffes/ noch keine ander creacur mag vns ſcheiden von der liebe gottes/ die yñ Curiſeo desu iſt/ vnſerm Herrn. Das ix Capitel. „ Chlage die warhalt vnn Chnſto vnd liege nicht/ E des mit zeugmno gibt mein gerniſſen pun dem helige geiſt/ das ich groſſe traurigkeic vnd ſchmertzen on vnterlaſz dein meinem hertzen habe. Ich habe gewuͤnſchet verbannet zu ſem von Chriſto ur meine bruder/ die meine gefreund⸗ ten ſind nach dem fleiſch/ die da ſind von Iſtael/ welcher iſt doekindſchafft ond die herligkele ond diekeſcament pn dat geſetz vnd der Gottes dienſt/ vnd die verheiſſung/ welcher auch ſind die vecer/ aus welchem ¶ hriſtus herkompt/ nach dem ffeiſch/ der da iſt Gott vber alles/ gebenedeyet ynn ebbig Alber niche ſage ich ſolch das gottes wort darumb guſßz. ſey/ denn eo ſind nicht alle Iſraeliter die pon Iſrael ſind⸗ 988911 1775 Gene. 18. Cene.. Mala 1. Exodi.33. Exodi.-· Die Epiſtel. auch nicht alle die Abrahams ſamen ſind/ ſind darumb au⸗ ch kinder/ Sondern ynn Iſaac ſol dir der ſame genennet ſein/ das iſt/ Nicht ſind das Gottes kinder/ die nachdem fleyſch kinder ſind/ ſondern die kinder der verheiſſung wer⸗ den fuͤr ſamen gerechnet/ Denn dis iſt eyn wort der ver⸗ heiſſung/ da er ſpricht/ Vmb dieſe zeyt wil ich komen/ vnd Sara ſol einen ſon haben. Nicht alleine aber iſts mit dem alſo/ ſondern auch da Bebecca von einẽ ſchwanger war/ nemlich von Iſaac vn⸗ ſerm vacer/ ehe die kinder geporn waren/ vnd widder gutes noch böſes gechan hatten/ auff das der fuͤrſatz Gottes beſtun de nach der wale/ ward zu yhr geſagt/ nicht aus verdienſt der werck/ ſondern aus gnade des beruffers/ alſo/ Der groͤ⸗ ſſer ſol dienſtbar werden dem kleinern/ wie denn geſchꝛichen ſtehet/ Jacob hab ich geliebet/ aber& ſau hab ich gehaſſet. Was woͤllen 9 hie ſagen: Iſt denn Gar—.— recht! Das ſey ferne/ Denn er ſpricht zu Moſe/ Welchem ich gnedig bin/ dem bin ich gnedig/ vnd welchs ich mich er⸗ barme/ des erbarme ich mich. 8s ligt es nu/ nicht an ve⸗ mandes woͤllen odder laufen/ ſondern an Gottes erhaꝛmẽ. Denn die ſchrifft ſaget zum Phaꝛao/ Eben darum̃ hab ich dich erwecket/ das ich an dir meine macht erzeyge/ auff das mein name verkundiget werde yñ allen landen/ Soerbar⸗ met er ſich nu/ welches er wil/ vnd verſtocket/ welehẽ er wil. So ſageſtu zu mir/ was ſchuͤldiget er denn vns? wer kan ehren/ vnd das ander zu vnehren: Derhalben da Gote ſeinem willen widderſtehen? Ja lleber menſch/ wer biſtu de/ das du mit Gott rechten wilt: Spucht auch ein werck zu ſeinem meiſter/ warumb macheſeu mich alſo⸗ Hat nicht ein coͤpffer macht/ auſz einem klumpen zu machen/ ein ſas zun wolte N N em ſil leich A Hos An die Toͤmer. wolte zortt erzeigen/ vñ kund chun ſein vermögen/ hat er mie groſſer gedult erfůr bracht die gefeſſe des zorns/ die da zuge⸗ richtet ſind zur verdamnis/ auff das er kund chete den reich⸗ hum ſetner herlickeit vber die gefeſſe der barmhertzickeit/ die er bereicet hat zur herlickeit/ welche er heruffen hat/ nicht al⸗ leue aus den Juden/ ſondern auch aus den Heyden/ wie er denn auch durch Oſee pricht/ Ich wl das mein volck heiſ⸗ ſen/ das nicht mein volck iſt/ vnd meine liebeſte/ die nicht dle liebeſte iſt/ vnd ſol geſchehen an dem ort/ da zu yhn geſagt ward/ vhr ſeid nicht mem volck/ ſoͤllen ſie kinder des lebendi⸗ gen Gottes genenttet werden. 8 O ſee · a. 8 Watas aber ſchretec fuͤr Aſfrael wenn die zal der kinder von Iſrael wuͤrde ſein wie der and am meer/ ſo wirt doch nür das vbrige ſelig werden. Denn da iſt das wort/ das da volendet vnd abküͤrcdet ynn der gerechtickeit/ denn em ver⸗ kůrtzet wort wird ate machen auff erden. Vnd wie Ila⸗ las dauor ſaget/ Wenn vns nicht der Jerr Jabaoth hette laſſen ſamen vberbleiben/ ſo weren wir wie Sodoma wor⸗ den/ vnd gleich wie Gomorra. Mag wollen wir nur hie agen Das wollen wir ſagen/ Die Heyden die nicht haben nach der gerechtickeit geſtan⸗ den/ haben die gerechtickeit erlanget. Ich ſage aber von der gerechtickeit/ die aus dem glauben konnt. Iſrael aber hat dem geſetz der gerechtickeit nach geſtanden/ vnd iſt u dem geſecz der gerechtickeht yhnen nicht fur komen. Warumb das? darumb/ das ſie es nicht aus dem glawben/ ſondern als aus dem verdienſt der werck ſuͤchen. Denn ſte haben ſich geſtoſſen an den ſteyn des anlauffetis/ wie geſchrieben ſtehet/ Sihe da/ ich lege vnn Jion eynen ſteyn des au⸗ Iſaie · g. lauffens/ vnd eynen fels des ergernis/ vnd wer an yhn glewbec Letz iti. 28. Desce. 30 Hal. 28. Die Epiſtel. glebobet/ der ſol nicht ju ſchanden werdet. Das. x. Capitel munde vnd ynn deinem hertzen. Dies iſt das wort vom glawben/ das wir predigen. Den ſo du mit deinem munde bekenneſt Jeſum/ das er der Herr ſey/ vnd glewbeſt yñ deinem hertzen/ das yyn Gott von den todten aufferwecket hat/ ſo wirſtu ſelig/ Denn ſo man von hertzen glewbet/ ſo wird man rechefereig vnd ſo man mie dẽ munde bekennet/ ſo wird man ſelig. Deñ die ſchufft ſpꝛicht/ Mer an yhn glewbet/ wird nicht zu ſchanden werden. Es iſt hie kein vnterſcheid/ eines Juden vnd eines Krie⸗ chen/ Es iſt allerzumal ein Herr/ reich vber alle/ die von anruffen. Denn wer den namen des Hern wird amuffen/ ſol ſelig An die Voͤmer. ſol ſelig werden. Wie ſoͤllen ſie aber anruffen/ an den ſie nicht glewen/ Wie ſollen ſie aber glewben/ vom dem ſie nichts gehoͤret haben? Wie ſoͤllen ſie aber hoͤren on predi⸗ Ke ger! Mie ſoͤllen ſie aber predigen/ wo ſie nicht geſand wer⸗ den: wie denn geſchrichen ſtehet/ Wie lieblich ſind die füſfe* dere/ die den fride verkuͤndigen/ die das gute verkuͤndigen. Aber ſie ſind nicht alle dem Euangelto gehorſam/ Denn Iſaias ſpricht/ Herr/ Wer glewber vnſerm predigẽ: So 255 kompt der glawbe aus der predigec/ Das predigen aber durch das wort Gocceg. Ich ſage aber/ habẽ ſie es nicht ge⸗ 1. hüͤret. S war es iſt yhe ynn alle land außzgegangen yhrer ſchall/ vnd ynn alle welt yhre wort. Ich ſage aber/ hat es Iſrael nicht erland⸗ Auffs erſte 1 ſpricht ¶ oſeg/ Ich wil euch epffern machen vber dem das nicht mein volck iſt/ vnd vber einem vnuerſtendigen volck wil ich euch erzoͤrnen. Iſatas aber iſt chuͤrſtig vnd ſpricht/ Deh bin erfunden von denen/ die mich nieht geſucht haben vñ bin erſehienen denen/ die niche nach mir gefraget haben. 25 ſtael aber ſpricht er. Den ganczen cag hab ich meme en de außgeſtrecket zů dem volck/ das yhm nicht ſagen leſſet vnd widderſpricht mir. f Das. 1j. Capitel. 5 175 55 Gſage ich nu/ Hat denn Gott ſein volck von ſich geſtoſſen: Das ſep ferne. Deñ ich bin auch ein If. raelicer von dem ſamen Abꝛaham aus dem geſchlechte Be. eien. mann/ Gott hat ſein volek nicht von ſich geſtoſſen/ wel⸗ ches er zuuor verſehen hat. Gdder wiſſec vhr nicht was/ die ſchrifft ſaget von Elia: wie er crit fuͤr Gott widder Iſra⸗. e l/ vnd ſpricht/ Herr/ ſie haben deine Porpheten getodtet/ a 1 vnd haben 35. Sie Epiſtel t. md haben deine altar aucsgegraben ondichbenalcel ober blieben/ vnd ſie ſehen mir flach meinem leben Aber was a ge vhm das görcliche ancwwort: Ich habe mir laſſen vber⸗ bleiben ſichen cauſcne man, dle uche haben phrekuve geheu⸗ get fuͤr dem Baal. Allſo iſt es auch init dieſen vberbliebe⸗ ken nach der wal der gnaden/ itzt zu dieſer zeie ergangen. Iſts aber aus gnaden geſchehen/ ſo iſt das verdienſt nichts/ ſonſt würde gnade küche grade ſein, Ie aber aus ver⸗ diet ſo se diegnade niches Pnſt wee perdlenſt ficht de ie denn kus das Airgel geſücht hac das hat er nich len erlaliget/ Die wal aber hals erlanget/ Die andern ſind verſtockec wie geschrieben gehe Ooet hat ohn gegeben el ite. nien ſtachlichen geiſt/ augen das ſie nicht ſehen vnd oren das ſeenicht hören bie auf den heleigen cas Dud aud ſpur 0 51 1 phren eiſch zu ame ene eue K. ruͤckung/ vñ zum ergernie/ pn on zur ee e hre augẽ das ſie nicht ſehen/ vñ beuge phren ruͤcken alle zetc. So ſageich nit/ haben ſie darumb angelaufen/ das ſie fallen ſolten: das ſey ferne/ ſondern aus vhrẽ fal iſt den hei⸗ den das heyl widderfaren/ auff das ſie an den ſelbtgen ſich 115 5 ſolten/ Denn ſo phrer fal der welt reichtum iſt/ vñ 3 2 e* 15 3 7 . e e 2 bhr abnemen iſt der Heiden reichtumb/ wie viel mehr were chalſo wenn phrefütle da were: it euch Hepden rede lc Den die weil ich der Heyden Apoſtel byn/ wil ich mein Alnpt pꝛeiſen/ ob ich möchte die ſo meim fleiſch ſind/ zit eiffern reitzen/ vnd yhrer etliche ſelig machen. Denn ſo vhrer ver⸗ luſeder welt verſoͤnuuig were was were das anderg denn als wenn man das leben von den codten her neme: Iſt der anibruch heilig/ ſo iſt auch der gantze teig heyug/ vnd a e 7 wurczel ——— 0 5 dl 18 wuͤrtzel heilig iſt/ ſo ſind auch 0 00 Obaber nu ecliche von den zwey eg, du/ da du ein wilder oͤbawm wa: Fc ec/ vnd teilhafftig worden der wurtzel vnd l u bum bawmes/ So rhuͤme dich nicht widder die zweige/ Bhů⸗ ch meſtu dich aber widder ſie/ ſo tregeſtu yhe die wurtzel nicht/ n ie net/ das er villeicht dein auch nicht verſchone. 3 5 10 Darumb ſchaw die gůte vnd den ernſt gottes/ den ernſt „ nde an denen/ die gefallen ſind/ die gute aber an dir/ ſo ferne du 8 Ond phen V fbch en de„werden ce ſic eingepfropffet werdẽ/ Gott kan ſie wol widder eimpfrop⸗ fa. fen. Denn ſo du aus dem naturlichen wilden oͤlbawme biſt ß se auſdgehawen/ vnd widder die nacur vnn den guten oͤlbawm Une gepfropffet wie viel mehr werden die nacuͤrlichen eingepfro⸗ Ane pffet yun vhren eigen dleba wm: 1 1ſt h Fc wil euch niche verhalten/ lieben brüder/ dieſes ge⸗ en pheymmis auff das yhr nicht bey euch ſelbs klug ſeid. Blind⸗ 1 Art heit iſt Ifrael eines teyl widderfaren/ ſo lange bis die fuͤlle 1 5 vnd dis iſt mein teſtament zu yhn/ wenn ich yhre ſunde wer⸗ W de weg nemen. Nach dem Euangelion halte ich ſie für fien 1 5005 de vmb ewren willen/ aber nach der wal hab ich ſie lieb vmb i e Leder ve⸗ der veter willen. e Gottes gaben vnd heruffung mogen yhn nicht gerewen. Def gleicher weiſe wie auch yhr weiland nicht habt geglen⸗ bet an gott/ nu aber habt yhr barmhertzickeit vberkomen v⸗ ber vhrem vnglauben/ alſo auch phene haben itzt nicht wole gleuben an die barmhertzickelt/ die euch widde faren iſt/ auff das ſie auch barmhertzickeit vberkomen/ Denn Gocc hacs alles beſchſoſſen vnter dem vnglauben/ auf das er ſich aller erbarme. e 8 SG elch eine tieffe des reichehtumbo/ beide de: weisheit vñ erkentnis Gottes/ wie gar vnbegreifflich ſind ſeitte gerich⸗ te/ vnd vnerforſchlich ſeine wege Den n wer hat des Herrn ſyñ erkandꝛ odder wer iſt ſein radgeber geweſen? odder wer hat yhm was zuuorn gegeben/ das yhm werde widder ver⸗ golten: Denn von phm/ vnd durch vhn vnd zu vhm ſind al⸗ ie ding/ ahm ſey ehre ynn ewickeit/ Amen. Das xij. Capitel Ch ermane cuch/ lieben bruͤder/ duꝛch die barmher⸗ r ftzickeit gottes/ das phr ewre leibe begebet zum opf⸗ fer/ das dalch nee helg wage wege gie iſt ewer vernuͤnfftiger gotts dienſt/ vñ ſtellet euch nicht dieſer welt gleich/ ſon dn laſſet euch verendern durch vernewerung ewres ſynnes/ auff das ꝛhꝛ pruͤfen möͤget/ welches da ſey d gu⸗ te/ der wolgefellige/ vñ der volkomene gottes wille. Def ich ſage durch die gnade/ die mir gegeben iſt/ ydennã vnter euch das niemand weyter von yhm halte/ deñ ſichs geburt zuhal⸗ ten/ ſondern das er von vhm meſſiglich halte/ ein iglicher nach dem gott auſdgeteylet hat das mas des glawbens. 2 Denn gleicher weiſe/ als wir ynn einem leibe viel gelider haben An die omer. haben/ aber aller gelider nicht einerley geſcheffte habet /al⸗ ſoſitid wir viele eit leib nn Chriſto/ ader vncereimãder iſt Litter des andern gelied/ vnd haben mancherley gaben/ nach w der gnade/ die vn gegeben iſt. Hat yemand weiſſagung/ ſo ſeb ſte dem glawhen ehnlich Hat yemand eyn ampc/ ſo wa: ke er des amptes. Geret pemand/ o warce er der lere. Er⸗ maiet pemand/ ſo warte er des ermanens. Gibe yemand/ o gebe er einfeltiglich. Begiret yemand/ ſo ſeh er ſorgfeltig. Vbet vemand barmhertzikeit/ ſo chu ers mit last% Die liebe ſey vngeferbet. Gaſſec das arge. Hanget dem guten an. Seid mit bruͤderlicher liehe vncernander freund⸗ lich. Einer kome dem andern mit ehrbictung zuuor. Seid licht crege ynn ewrem fuͤrnemen. Derd brůͤnſtig ym geiſt. Schicket euch ynn die zept. Serd frölich ynn hoffnung /ge düleig vnn erübſal. Saltet an am gehet. Nremet euch der hei⸗ ligen notdurfft an. Strehet darnach das yhr gerne herber⸗ get. Segenet die euch gangen Sideman vnd flircht nicht. SFrewet euch mit den fröͤli gen. Vnd weynet mit den weh⸗ nenden. Habt eynerley muc vnd ſyn vntereinander. Achtet nicht was hoch iſt/ Sondern machet euch eben dem nydri⸗ gen. Haltet euch nicht ſelbs für klug. Vergelcet niemand hö ſes mit boͤſem. Vleiſſet euch der erbarkeit gegen yederman. ft aueh, ſo viel an euch iſt/ ſo habe mit alfen men⸗ Hen fride. 5 e e e e eee ee 0 echtet euch ſelber nicht meine ltebſten ſondern gebe ratom dem zorn gottes/ Denn cs ſtehet geſchreiben/ Die rache iſt mein/ ich wil bergeleen/ pricht der Herr. e So ni deinen feindt hungert/ ſo ſpeyſe yhn/ Duͤrſtet are vhn/ ſo crencke hn/ Wenn du das chuſt/ ſo wirſt du fewrige kolen auff ſenn hewbe ſamlen/ Las dich nicht das böſepber⸗ Ce winden SBSicEpiſtel. winden/ ſondern vberwinde das boͤſe mit gutem. Das. xiij. Capitel. Derman ſey vnterthan der oͤberkeie vnd gewalt/ denn es iſt keine gewalt/ on von Gott/ Die ge⸗ Wale aber die allenchalbẽ iſt/ ſt von Gott verordnet alſo das wer ſich wider die gewalt ſeczet/ der widerſtzꝛebet Gottes ordnung/ Die aber widderſtreben/ werden vber ſich ein vr⸗ teile mpfahen/ Denn die geweltigen ſind nicht den guten wercken/ ſondern den boͤſen zu f oͤrchten. Wiltu dich aber nicht foͤrchten für der gewalt/ ſo chu gutes/ ſo wirſtu lob von der ſelbtgen haben/ denn ſie iſt Goctes diener/ dir zugut. Chuſtu aber böͤſes/ ſo foͤrchte dich/ Denn ſie ereget das ſchwerd nicht vergeblich/ Sie iſt Gottes diener eine ra⸗ cheryn zur ſtraffe vber den/ der boͤſes chut. So ſeyd nu aus not vnterchan/ nicht alleine vmb der ſtraffe willen ſondern auch vmb des gewiſſens willen. Derhalben muͤſſet jhꝛ auch ſchos geben/ Denn ſie ſinde Gottes diener/ die ſolche ſchutz ſoͤllen hand haben. 5 Sogebt nu vederman/ was phr ſchuldich ſeid/ ſchos/ dem der ſchos gebuͤrt/ zol/ dem der zol gebuͤrt/ forcht ⸗ dem die forcht gebuͤrt/ ehre/ dem die ehre/ gebuͤrt. Seydt nie⸗ mand nicho ſchuldich/ denn das vhr euch vntereinander lie⸗ bet/ Denn wer den ander liebet/ der hat das geſetz erfüͤllet. Def das da geſaget iſt/ Du ſolt nicht ehebrechen Duſole nicht toͤdten/ Du ſolt nicht ſtelẽ/ Du ſolt nicht falſch gezeu⸗ ants geben/ Dich ſol nichts geluſten/ Vnd ſo ein anders ge⸗ bot mehr iſt/ das wird vñ dieſem wort verfaſſet. Du ſolt dei⸗ nen nchiſten lieben als dich ſelbs. Die liebe chut dem neheſtẽ niehcs boſeb. So iſt nu die liebe des geſetzes erfuͤllung. e Vnd weil . M ——UUũ— IUꝶꝶ PP] NN D St⸗ c, Do 0 Nee 90 Au, gm her Atkon . Hob (Hra⸗ 0 e 8 An die Toͤmer. Vnd weil wur ſ öͤlches wiſſen/ nemlich die zeit/ das de ſtunde da iſt/auffzuſtehen vom ſchlaff/ ſintemal vnſer hey itzt neher iſt/ denn da wirs gleubcen/ die nacht iſt vergangen der cag aber iſt erbey komen/ So laſſet vns able en die wer⸗ ck der finſternis/ vnd anlegen die waffen des lchtes affe vns erbarlich wandeln/ als am cage/ nicht yñ ſreſſen vñ ſau⸗ ffen/ nicht ynn kamern vñ geilheit/ nicht ynn hadder vnd ey⸗ ffern/ ſondern zihet an den Herrn Jeſu Chriſt/ vñ chut ni⸗ cht nach des fleiſches klughelt/ eine luft zn buͤſſen. Ons xuij Capitel. NV,auB En ſchwachen vm glauben nemet auff/ vñ verwir⸗ ret die gewiſſen nichc. Einer gleubet er moͤge aller⸗ ley eſſen/ welcher aber ſchwach iſt/ der iſſet kraut. Welcher iſſet/ der verachte den niche/ der da nicht iſſet/ Vnd welcher nicht iſſet/ der richte den nicht/ der da iſſet/ denn(GJott hat vhn auffgenomen. Wer biſtu/ das du einen frembden kne⸗ cht richteſt! Er ſtehet odder fellet ſeinem herrn/ Er mag aber wol auff gerichtet werden/ Denn Gott kan hn wol auffrichten.. Eyner helt auff einen cag fuͤr den andern/ der ander aber helt alle cage gleich. Gin yglicher ſey ſeines ſinnes ge⸗ wis. Melcher auff die tage hele/ der chues dem Herrn/ vnd welcher niches drauff hele/ der chuts auch dem Herrn. Wel⸗ cher iſſet/ der iſſet dem Herrn/ denn er dancket Gott/ Wel⸗ cher nicht iſſet/ der iſſect dem Zerrn nicht/ vñ dancket Gott. Denn vnſer keyner lebet vhm ſelber/ vnd keyner ſtirbet yhm ſelber. Geben wir/ ſo leben wir dem Herrn/ Sterben wir/ ſo ſterben wir dem Herrn. Darumb/ wir leben odder ſter⸗ ben/ ſo ſind wir des Herrn. Deñ dazu iſt Chriſtus auch ge⸗ N Cc ij ſtorben Die Epiſtel. ſtorben vnd aufferſtarꝛden/ vñ widder lebendig worden/ das er vber todten vnd lebendige Gerr ſey. Qu aber was richteſtu deinen bruder? odder du ander/ was verachteſtu deinen bruder? Wyr werden alle ſur dem gericheſtuel Chriſtt dar geſtellet werden/ nach dẽ es geſchrie ben ſtehet/ So war als ich lebe/ ſpricht der Herr/ mir ſoͤllen alle kuye gebeugec werden/ vnd alle zungen ſoͤllen Gott bekennen So wird nu ein face fuͤr ſich ſelbs Gocte re⸗ chen ſchafft geben/ Saꝛumb laſſet vns nicht mehr emer den andern richten. ä Sondern das richtet viel mehr/ das niemand ſeinem bru der eynen anſtos odder ergernis dar ſtelle. Ich weys vnd bins gewis/ ynn dem Gerrn Jeſu/ das nichts gemeyn iſt an yhm ſelbs/ on der es rechnet fuͤr gemein/ dem ſelbigen iſts ge⸗ mein/ So aber dein bruder vber deiner ſpeiſe betruͤhet wird/ ſowandelſtu ſchon nicht nach der liebe. Eieber verterbe den nicht mit dener ſpeyſe/ vmb welches willen Chriſtus ge⸗ ſtorben iſt/ Darumb ſchaffet/ das vnſer ſchatz nicht verle⸗ ſtert werde. Denn das reich Gottes iſt nicht eſſen vnd trin⸗ cken/ ſondern gerechcickeit vnd fride vnd freude un dem hei⸗ ligen geiſt/ Wer darpnnen Chriſto dienet/ der iſt Gott ge⸗ fellig/ vnd den menſchen beweret. Darumb laſſet vns dem nach ſtrehen/ das zum fride die⸗ net/ vnd was zur beſſerutig vnteremander dienet. Eieber/ verſtöre nicht vmb der ſpeiſe willen Gottes werek. Goiſt zwar alles rein/ aber es iſt nicht gut dem/ der es iſſet mit ei⸗ nemanſtos ſeines gewiſſens. E iſt viel beſſer/ du eſſeſt kept leiſch/ vnd trinckeſt keynen wein/ odder das/ daratt ſich denn bruder ſtoſſet oder ergert oder ſchwach wird. Gaſtu den Llanben:ſo hab hn bey dir ſelbsſur cee ase Andie Tomer. ſelbs kein gewiſſen machec/ ynn dem das er antumpt. Wer aber daruber wancket/ ſo ers iſſen wuͤrde/ der iſt verdampt/ Denn es gehet nicht aus dem glauben/ Was aber micht aus dem glauben gehet/ das iſt funde. 2* 140 f DODas. xv. Capitel. Fr aber/ die wir ſtaꝛck ſind/ ollen cragẽ der ſchwa⸗ e chen gebrechlickeit/ vñ nicht eyn gefallen an vno ſel⸗ ber er ſeinem 8 zum gut zur beſſerung. Dent haben. Es telle ſich aber ein iglicher vnter vno alſo/ dag alleß Chriſtus nicht an vhm ſelber gefallen hatte/ ſonder t wie geſchrieben ſtehet Die ſchmache dere/ die dich ſehmech⸗ cen/ ſind vber much gefallen. Was aber vns fuͤrgeſchrꝛehen iſt/ das iſt vns zur lere geſchrieben/ auff das wir dich gedult vnd croſt der ſchrifft hoffnung haben/ Gott aber der gedulc vlnd des croſtes/ gebe euch das hr einerley geſinnet ſeyde P alto. 68. vntereinander/ nach Jeſu Chriſt/ auff das yhr einmuͤ⸗ tiglich/ mie einem munde lobet Gott den vacter vnſers Herrn Jeſit Chriſti/ Darumb nemet euch vntereinan⸗ arch Alech wie euch Chꝛiſtus hat auff genomen zu Got tes lob. SBch ſage abeꝛ/ das Jeſus e diener gewe. ſen der beſchnlan vmb der warheyt willen Gottes/ zu be⸗ feſtigen die verhei deen den vecern geſchehen/ Das die Heiden aber Gott loben vmb der barmbertzickeit wille/ wie geſchrreben ſtehet/ Darumb wil ich dich loben vnter den Herden/ vnd deinem namen ſingen/ Vnd abermal ſpꝛi⸗ cht er/ Erewet euch jhr Heiden mit ſeinem volck/ Vid aber⸗ mal Sobet Gott alle Heiden/ vnd erhoͤhet yhn alle volc⸗ ker. Vnd abermal ſpꝛucht Iſalas/ Es wird ſein die wurtzel n Ce ij Jeſſe/ Iſcic. is. Deute. 31, 3 Pla mo. ad. Iſcaie. ga. Die Epiſtel. Jeſſe/ vnd der aufferſtehen wird zu herſchen vber die Hei⸗ 0 krafft des heiligen geiſts. Ich weis aber faſt wol von euch/ lieben bruͤder/ das yhr ſelber vol guͤtickeit ſeid/ erfullet mit aller erkenenis/ das yhr euch vnter einander kund ermanen. Ich habe aber euch ein wenig chuͤrſtig geſchrieben/ lieben bruͤder/ euch zu erynnern vmb der gnade willen! die mir von Gott gegeben iſt das ich ſol ſein ein diener Chriſti vnter die Heiden/ zu opffern das Euangelion Gottes/ auff das die Heidẽ ein opffer wer⸗ den Gott angeneme/ geheiliget durch den heiligen geiſt. Darumb kan ich mich rhuͤmen/ durch Jeſu Chriſt/ das ich mic Goͤtclichen ſachen vmbgehe. Denn ich chuͤꝛſte niche etwas reden/ wo daſſelbige Chriſtus nicht durch mich wirc⸗ fete/ die Heiden gehoꝛſam zu machen/ durch wort vnd werck durch krafft der zeiehẽ vñ wunderẽ/ vnd durch krafft des gei⸗ ſtes Gottes/ alſo/ das ich von Jeruſalem an vnd vmbher 5 11 Illiricon/ alles mit dem Euangelion C huſti erfuͤl et habe. Alſo ehꝛgeytʒ ig aber bin ich geweſen/ das Euangelion zu predigen/ nicht wo Chuſtus name bekand waꝛ/ auff das ich nicht auff einen frembden grund bawete/ ſondern wie ge⸗ ſchrieben ſtehet/ Welchen nieht iſt von yhm verkuͤndiget/ die ſoͤllens ſehen/ vnd welche nicht gehöret haben/ ſoͤllens ver⸗ ſtehen. Das iſt auch die ſache/ darumb ich vielmal verhin⸗ dert bin zu euch zu komen. Nu ich aber nicht mehr rawm habe ynn dieſen lendern/ habe aber ein verlangen zu euch zu komen von melen taren her/ wenn ich reyſen werde vnn .. Hiſpaman/ den/ auff den werden die erden hoffen. Gott aber der ho⸗ ffnung/ erfuͤlle euch mic aller freuden vnd fride/ ym glaw⸗ ben auff das hr die fülle habe durch die hoffnung/ pn der f Pr e N gt. 1 ſt ncht Mer 8 An die Toͤmer. Siſpantan/ wil ich zu euch komen. Denn ich hoffe/ das ich da durch reyſen vnd euch ſehen werde · vnd von euch dortehm geleptet werden muͤge/ ſo doch/ das ich zuuoꝛ mich ein wenig mit euch ergetzte. n e 24 Nu aber fare ich hin gen Jeruſalem/ meinen dienſt dar⸗ zu ſtellen den heiligen/ Derin die von Macedonia vnd Achaia haben will glich eine gemeyne ſtewre zubereit/ den armen heiligen zu Jeruſalem/ Si habens williglich gechã vnd ſind auch yhre ſchuͤldener/ Denn ſo die heiden ſind yh⸗ rer geyſtlichen guͤter teilhafftig worden/ iſts billich/ das ſel vhn auchynn leiblichen guͤtern dienſt beweyſen/ Wenn ich nu ſoͤlchs auſdgerichtet/ vnd yhn dieſe frucht verſiegelt ha⸗ be/ wil ich durch euch gen Hiſpamian zihen. Ich wels aber/ weñ ich lome/ das ich mit bollem ſegen des Euangeli Chu⸗ ſti komen werde.„ Ichermane euch aber/ lieben bruder/ durch vnſern Her⸗ rn Deu Chriſt/ vnd durch die liebe des geiſtes/ das vhr mir helffet kempffen/ mit beten fuͤr mich zu Gott/ auff das ich er⸗ rettet werde von den vngleubigen vnn Judea/ vnd das mein dienſt/ den ich gen Jeruſalem chue/ angeneme werde den heiligen/ auff das ich mit freuden zu euch kome/ durch den willen Gottes/ vnd mich mit euch erquicke. Der Gott aber des frides ſey mit euch allen Amen. N Das xvj apitel. Ch beſelh euch vnſer ſchweſter Phebe/ welcheiſt am dienſte der gemeine zu Kenchrea/ das vhr ſie auff nempt ynn dem Herrn/ wie ſichs zompt den hepligen/ vnd chut yhr beyſtand yñ allem geſcheffte/ darynnen ſie ewer be⸗ darff/ deñ ſie hat auch vielen beiſtand gethan/ auch 12 1000 Die Epiſtel. Gruͤſſie die Priſcan vnd den Aquilan meine gehuͤlffen un Chriſto Jeſu/ welche haben füͤr mein leben phre helſe dar 9—.— nicht allein ich dancke/ ſondern alle ge meinen vnter den Heiden. Auch gruͤſſet die gemeine vñ yh⸗ rem hauſe. Gruͤſſet Epeneton meinen liebſten/ welcher iſt der erſtling vnter den von Achala vnn Chriſto. Gruͤſſec Mariam/ welche viel an euch geerbeitet hat. Gruͤſſet dent Andronicon vnd den. gefreundcẽ vnd meine micgefangene welche ſind beruͤmpte Apoſtel/ vnd fur myr eweſen ynn Chriſto. Gruͤſſet Amplian meinen lieben yñ em Herrn. Gruͤſſet Vrban vnſern gehülffen vnn C huſto vnd Stachin meinen lieben. Gruͤſſet Apellen den bewer⸗ ten ynn E hriſto. Gruͤſſet die da ſind von Ariſtobulos ge⸗ ſinde. Gruͤſſet Herodionẽ meinen gefreundten. Gruͤſſec die da ſind von Narciſſits geſinde ynn dem Herm. Gruͤſſet die DTriphena vnd die Triphoſa welche ynn dem Herrn geer⸗ beicet haben. Gruͤſſet die Nerſida meine liehe/ welche vun dem Herꝛn viel grerbeitet hac. Gruͤſſet Nuffum den außder⸗ welcen ynn dem Hern/ vnd ſeine vnd meine mutter. Gruͤſ⸗ ſet Aſpncriton/ Phlegonten/ Herman Paeroban/ Ger⸗ men/ vnd die hrůͤder bey vhn. Gruͤſſet Nhtlol ogon vñ Ju⸗ lian/ Nereon vnd ſeine chweſter/ vnd Glympan vnd allen heiligen bey yhn. Gruͤſſet euch vntereinatider mit dem hei⸗ ligen kus Eo gruͤſſen euch die gemeinen Chriſtt Ich ermane aber euch lieben bruder/ das yhr auffſehet auff die da zurtrennung vnd ergernio anrichten/ neben der lere die phr gelernet habe vñ weichet von den ſelbigen. Den ſolche dienen nicht dem Herrn Jeſu Chuſto/ ſondern yhrẽ bauche/ vnd durch ſüſſeprediget bnd prachtige wort/ verfuͤ⸗ ret ſie die vnſchuldigen herzen/ Denn ewer gehoꝛſam iſt e under Andie Toͤmer. vnter hderman auß komen/ Derhalben frew ich mich vber euch. Ich wil aber das vhr wepſe epd auffs gute/ vnd ein⸗ feltig auffs böͤſe. Aber der goct des frtedes zůcrete den teu⸗ ffel bncer ewre füſſe pnn kurzen/ Die gnade vnſers Herrn Jeſu Chrtſti ſey ic eu. 5 Co gruͤſſen euch Timocheos mein gehuͤlffe/ vnd uci⸗ os vnd Jaſon vnd Soſipater/ meyne gefreundcen. Ich Tertius gruͤſſe euch/ der ich dieſen bneff geſchrieben hab/ vnn dem Herrn. Es gꝛuͤſſet euch Gaios mein vnd der gan⸗ tzen gemeine wirt. Es gꝛuͤſſet euch Eraſtus der ſtad Rend⸗ meiſter/ vnd Quartus der bruder. Die gnade vnſers Her rn Jeſu Chriſti ſey mit euch alleen. Dem aber/ der euch ſtercken kan laucs mepnes Euange⸗ lion vnd prediget von Jeſu Chriſt/ welches iſt gepredigec auff die art der entdeckunge des geheymnis/ welches von al⸗ ler welt zeyten her verſchwigen geweſen iſt/ Nu aber offen⸗ bart/ auch kundt gemachc durch der Norpheten ſchrifft/ auß befelh des ewigen Gottes den gehorſam des gawbens auff zurichten vnter allen Sei⸗ den dem ſelbigen Gott der al⸗ leyne weyſẽ iſt/ ſey preys durch Jeſu Chyiſt vnn ewickeit/ 8 Amen. „ e eee, GSGeſand von CTorincho durch Phehen/ dieam Deaiexnſt war der gemeinen zu Kenchrea. Paultan die Cormntßer⸗ 85. 0 1 92 5 8 5 178 N 55 1 7 4 n 1 10 63 belag l Ehn ti/ 8 fou den Willen Gottes/ vnd bruͤder Soſthenes. Der gemeine Goctes u ͤCorinchen den gehei⸗ ligeten vnn C hriſto Je⸗ ſu/ Den beruffenen heilt⸗ den/ ſampt allen denen/ n die anruffen den namen rere Han e 3 ſti/ an allen h en vnd vl —— en ortern. Ghade 89 unt euch vnd fride/ von Geert lid dem Herrn Jeſu Chriſto. a Aceh meinem Gott alle zeit cher halben/ fur die made/ die euch coe vnti Chriſto Vet, dan ohr ſad Auch pht att allen ſtuͤcken reich gemacht/ an allerleß wort vnd an allerley erkentnis/ wie denn die prediget von Chri⸗ ſto ynn euch krefftig worden iſt/ alſo das phr keinen maꝛi⸗ gel habt an yrgent einer gaben/ vnd wartet nuͤr auff die of⸗ fenbarung vnſers Herrn Jeſü C hriſti welcher auch wird euch befeſtigen ans ende/ dag ph: vnſtreflich 15 auff den 90 aha an W e. Damm Goc ſtcredd dur welchen eee n e 1 N bah haufen ur genen ſchaff fnne ohen d. ſu Chriſtt bnſers Herrn. Werden Ich ermani „Ich bin Chriſeiſch. Sve! del Paulus fuͤr euch cer eüch getaufft ha nicht vemand ſagen Weiſen/ vnd den ver erffen. Wo ſind die wei nis aber die wir heit der ver wel . heit gemacht? e„ N 8 Ick Leuch aber lieben bruͤder/ durch den namen vue Herrn Jeſu Chase das phralkumal emertey gehn net ſeld/ vñ laſſer nicht zw onder ph ſeid voll omen ynn eine Denn mir iſt fuͤkkomen /d euch/ das zaniek vnter cuch m ſon vnd yñ einerleymeynung/ urch die aus Cloes geſinde/ von 00 crcuch ſep ich ſage aber dauon das vn. Ler euch einer ſpricht Ich byn J qquliſch/ der ander/ Ich bin Appolliſch der dritte/ J bill Kephiſch/ der vierde/ t Chriſttis nut zurcrentiece Iſt kreuch gecreurz get! odder ſend ph pñ Pau⸗ lus namẽ gecaufft: Ich dancke Gott/ das ich niemand vn⸗ e denn nür Criſpon vnd Gaton/ das 8 agen moͤge ich hecte pnn memnem namen ge⸗ caufft Ich habe aber auch getaufft des S ſinde/ da mach weis ich nicht/ ob ich ecliehe Deli Chriſtus hac mieh nicht gefandz das Ruangelion zu predigen/ nicht mit telt/ auff das nicht auff tephana hauſzge⸗ and getaufft habe u cauffen/ ſondern weiß heit pnn wor⸗ gehaben werde das creucz Chriſti. Denn das woꝛt von creitz iſt ein toꝛheit benen die verloren ſelig werden/ iſts eine Gottes kra⸗ chen Ich wil vmbꝛngen die weiß ſtatid der verſtendigen wil ich rwerffen. Wo velſen! Wo ſind die ſchriffegelert Wo ſind die erfoꝛſcher dieſer welt: Nat nicht Goce dle weißz⸗ heit dieſer welt zur cor e ee Denn die weyl die welt 55 phre weiſcheie Gott ynn Leiner weiſzheic ficht erkandce geſtel es Goct wol Uchte prediget ſelig zu machẽ die ſo daran glewben elertẽ: eſiel es Goct wol/ durch to⸗ Sm⸗ temal kracht vnter euch ſein/ ſonder das 8 weg hacfrage, Ser aber predigen den gecreutzigcẽ Christ den Juden ein ergernis/ vnd den beriechen ein toꝛheit/ De⸗ lone. gerechtigkeit/ vñ zuꝛ heiligung/ vñ zur dame dael wie ä ich des OHerzn DOas ander Capitel. 2 N* N 50 43929 e 4 18 5 chzu verkundigen die prediget von Chriſto/ D gab mich nicht aus vnter euch/ das ich etwas wuſte/ on al/ lein Jeſum Chriſtum den gecreutzigten. Vnd ich war bei euch mit ſchwacheit/ vnd mit forchte/ vnd mit groſſem dit⸗ tern/ vnd mein wort vnd meine predigt war nicht ynn huͤb⸗ ſchen worten menſchlicher weißzheit/ ſondern ynn bewey⸗ ſung des geiſts vnd derkrafft/ auff das ewer glaube beſtehe⸗ nicht auff — . Nd ich/ lieben bruͤder/ da ich zu euch kam/ kam ich nicht mit hohen worten odder hoher weiſzheit/ eu⸗ * An die Corinther. 00 tuchcauff menſchen welſtheit/ ndern auff Gocceskraff. a% Da wir aber von reden/ das iſt ein weiſdhett/ die den vol⸗ 9 5 komenen eigenlec/ vnd nicht eine weiſzheit dieſer welt/ auch N 1 niche der oͤberſten dieſer welt welche zu letztauff hören müſ⸗ 0 55 ſen/ ſondern wir reden von der Goͤttlichen weiſzheit/dieym 15 gehenmnis iſt/ vnd verborgen ligt/ welche Gott verordenet 60 N. hac für der welt/ zu vnſer herlickeit welche keiner von den en oberſten dieſer welt erkand hat/ Denn wo ſte die erkand hec⸗ e ten/ hetcẽ ſie den Herrn der herlickeit nicht gecreucziget/ ſon⸗ e dern wie ge chrieben ſtehet⸗ das kein auge geſehen hat/ vnd la Aus kein ore gehoͤret hat/ vnd ynn keines menſchen hertz geſtie⸗ at ag gen iſt/ das Gott bereitet hac denen/ die yhn lieben. d det Vns aber hac es Gott offenbaret durch ſeinen geiſt/ 16 Doah Denn der geiſt erforſchet alle ding/ auch die lieffe der Got⸗ an ch heit/ Denn welcher menſch weils/ was ym menſchen iſt/ on un de der geiſt des menſchen der ynn vhm iſt? alſo auch memand 1 t an weis/ was ynn Gott iſt/ on der geiſt Gottes. Wir aber ha⸗ 1 A ben nicht empfangen den geiſt von dieſer welt/ ſondern den 0 geiſt auß Gott/ das wiꝛ wiſſen kunden/ was vn von Gocc gegeben iſt welchs dur auch reden/ nicht mic klugen wozten menſcherlicher weiſßheic/ ſon dn mic klugen worcẽ des heiligẽ 50 geiſts bnd richten geiſtliche ſachen geiſtlich. Der nacizliche 1 00 menſch aber vernempe richte vom geiſt Gockes/ Ea iſtſhm 120 eine torheit/ vnd kan es nicht erkennen/ denn es mus geiſtli⸗ 2 1 cher weiſe gerichtet ſein/ Der geiſtliche aber richtet es alles/ 1 d dl vñ er wird von memand gerichtet. Deñ wer hact des Bern 00 ſynn erkandꝛ oder wer wil yhn vnterweiſen: Wir aber ha⸗. oſb⸗ſ ben Chriſtuo ſon. 8 Mi r 1 175 Dag dricte Capitel. 0 Ff 5 Die eErſte Epiſtel! Nd ich lieben bruder/ kund nicht mit euch reden als mit lungen mdern ynn Chuſto/ milch hab ich euch zu rin cken gegeben/ vnd nicht ſpeiſe/ denn yhr kuͤndtet noch nicht/ auch kund yhr noch yczt nicht/ die weil yhr noch fleiſchlich ſeid. Denn ſintemal eyffer vnd zanck vnd zwytracht vnter euch ſind/ ſeid yhr denn nicht fleiſchliche/ vnd wandelt nach menſchlicher weiſe: Denn ſo einer ſagt/ ich bin PNauliſch/ der ander aber ich bin Apolliſch/ ſeyd vhr denn nicht fleiſch⸗ lich: Wer iſt nu Paulus/ wer iſt Apollo: diener ſind ſie/ durch welche vhr ſeid gleubig worden/ vnd daſſelbige/ wie der Heꝛr einem iglichen gegeben hat. Ich habe gepflantzet/ Apollo hat begoſſen/ aber Gott hat das gedeyen gegeben. So iſt nu widder der do pflantzet/ noch der do begeuſſet et⸗ Was/ ſonder Goct der das gedeyen gie. Der aber pflantzet vnd der da begeuſſet/ iſt einer wie der ander. Ein iglicher aber wird ſeinen lohn empfahen nach einer erbeit. Deñ wir ſind Gottes gehuͤlffen/ yhr ſeid Cot⸗ tes aekerwerck/ vnd Gottes gebew. Ich von Gottes gna⸗ den/ die mir gegeben iſt/ hab den grund geleget/ als ein wey⸗ ſer bawmeiſter/ Ein ander hawet drauff. Ein iglicher aber ſehe zu/ wie er drauff bawe. E men andern grundt kan zwar niemand lege/ auſſer dem/ der geleget iſt/ Welcher iſt Jeſus Chriſt. So aber yemand auff dieſen grund bawet/ gold/ ſilber/ edle ſteine/ holtz/ hew/ ſtopeln/ ſo wird eines igſichett werck offenbar werden. Der tag des Herrn wirds klar ma⸗ chen/ welcher wird mic fewer eröffnet werden/ vñ welcheꝛley eines igliehẽ werck ſei/ wird das fewer bewerẽ. Wird hema des weꝛck hlethẽ/ das er dꝛauff gebawet hat/ ſo wind er dẽ lohn empfaßẽ. Wind aber yemãds weꝛck verbrãnẽ/ ſo wind 99110 „ 1 en lei mit geyſtlichen/ ſondern als mit fleiſchlichen/ wie Nee An die Coruſther. 1 2 leidet/ er ſelbs aber wird ſelig werden/ ſo doch als durch Mr.. 5 1 Wiſſet hr nicht/ das vhr Gottes tempel ſeid/ vnd das der geiſt Gottes ynn euch wonete So vemand den tempel goctes ſchendet/ den wird Gott ſchenden/ Denn der tempel gottes iſt heilig/ der ſeid ohr. Niemand becriege ſich ſelb/ Welcher ſich vnter euch duͤncket weiſe ſein/ d werde ein narr auff dieſer welt/ das er moͤge wepſeſein. Denn dieſer welc weiſzheit iſt torhemt bey Gott/ Denn es ſtehet geſchrieben/ Die weiſen erhaſchet er pin yhrer ceuſcherey/ Vnd aber⸗ mal/ Der. err weis d weiſen gedancken/ das ſie eytel ſind. Darumb rhuͤme ſich memand eines menſchen. Gs iſt al⸗ les ewre/ es ſey Paulus odder Apollo /c ſey Kephas odder die welt/ es ſey das lebẽ odder der tod/ ea ſey das gegẽwertige oder das zukünfftige/ alles iſts ewer/ yhꝛ aber ſeid Chriſti/ Chriſtus aber iſt Goctes. Das vierde Capitel. Afuͤr halte vns yderman/ nemlich für Chriſtus diener/ vñ hauß halter vber Gottes geheimnio. Nu ſuͤxchet man nicht mehr an den hauſſhalcern/ denn das ſie crew erfunden werden. Dir aber iſts ein geringes/ das ich von euch gerichtet werde/ odder von einem menſchlichem ca⸗ ge/ Auch richte ich mich ſelbs niche/ Ich bin wol nichts mir bewuſt/ aber darinne bin ich nicht gerecheſereiget, Der Herr iſts aber der mich richtet. Darumb richtet nichts fur der zett/ bis der Herr kome welche auch wird ans lieche brin- gen was ym finiſtern verborgen iſt/ vnd den rad der her⸗ czen offenbaꝛen/ als denn wird emem iglichen von Gott loh Dd ij Solchs S 12 e 4 N e N n . e Oi Erſte Epiſte! Solchs aber/ lieben bruder/ hab ich auff mich vnd Apol⸗ lo gedeutet/ b ewren willen das uhr an vnslerlictdas niemand höher von ſich halte/ denn ide geſchrichen iſt/ auff das ſich nicht einer widder den andern vmb veman des wil⸗ len auff blaſe. Denn wer hat dich fuͤrgezogen! Was haſtu aber das du nicht empfangen haſt! So du es aber empfan⸗ gen haſt/ was rhinneſtu dich denn/ als der es nicht empfan⸗ gen hette: hr ſevd ſchon ſat wor den phr ſeid ſchon reich worden/ yhr herſchet on vns/ Ynd wolte Gott/ hz herſche⸗ tet/ auff dag auch woir mit euch herſchen mochten. ich duͤncket aber/ Gott habe vns Apoſtel fuͤr die aller geringſten dar gegeben/ als die dem code zu geeigend ſind. Denn wir ſind ein ſchawſpiel wordẽ der welt/ vnd den En⸗ geln vnd den menſchen. Wir ſind naꝛren vmb Chꝛiſtus wil⸗ ſent/ yhr aber ſeid klug vnn Chriſto/ wir ſchwach hr abe ſtarck/ ahr herrlich/ wir aber verachtet/ Bis auff dieſe ſtun⸗ de ſind wir hungerig vnd dur tig vnd nacket/ vnd werden mit feuſten geſcklagen/ vnd haben keyne gewiſſe ſtete/ vnd erbeiten vnd wircken mit vnſern eigen henden. Man ſchilc vns/ ſo ſegenen wir/ man verfolget vns/ ſo duden wirs/ mã leſtert vns/ o ftehen wir. Wir ſind als eit keerich der welt vnd eines ydermans ſchahab wordet t Nicht ſchreibe ich ſoͤlchs/ das ich euch beſcheme/ ſondern ich vermane euch/ als meine lieben kinder/ Denn ob hr gleich zehen tauſent zuchemeiſter hettet v Chriſto/ ſo habt yhr doch nicht viel beter/ Denn ich habe elleh gedeuget pri Chriſto Jeſu/ durch das Euanigeliö/ Darum ermane ich euch/ ſeid meine nachfolger. Aus der ſelbigen vꝛſache kab teh DTimotheon zu euch geſand/ welehe iſt mein lieber ſon vũ ge trewer yñ dẽ Herrn/ das er euch erinnere meiner wege die da — vnn Chriſto An Hie Corimther. e ee bnſtogchen glach wieichanaſken end ſuſalfe 17 5 e 7 irde ich n da gemeinten lere. k ablehen ſich. ee 6 Ne zucuc komen Ich wil aher ga vort der auffgeblaſene⸗ Fer err wil vñ erlernen/ nicht die eſehekkliche pn wor An ſeusendrskraft. Den dao rar 1 mee der kuren zu q gu ten/ ſondn yñ krafft. Was wole pre ſolu agetſt: d, euch ko mer/ odder mit liebe vnd ſenffcnüige 5 „„ DODias funffte Capitel. 4 8 ch it/ vnd eitte ſolche hure 6 0 4 1 le L chiſt/ vnd elle Joe en zaters weyb habe/ KEC Are ond yhr ſend auffgeblaſen/ vnd habt nicht viel mehr leide g * 0 ff dan, der da werck gechan har von euch gechan e m ee als der ich mit dem leihe nieht da belt/ do⸗ i „ee ge gegenuber dee n beſchloſſen/ ober den der 117 0. e e ide ers Herrn Jesu Chriſti vnn e er verſamtuig 1 0 men vnſers Herrn Jeſt Chriſtt v derrn Jeſu 1 t meinem geiſt/ vnd mit der krafft vnſers G f A mic meiden gen n dem ceuffel/ zum verderben des e hrlſti ohn zu vbergeben dem teu des err Ae, 118 25 auff das der geiſt lig werde am tag des Herrn Te 6a ſu Chriſt. e e e 5 ä fit& wer rhum iſt tucht fein 115 5 ee— 1. Side nig ſawrig teig den gantzen tei newer ceigſe Ne Medea 8 ö 19/gle⸗ „ 0 arſawrceig aus auff das pr eon newer teig ſerd, 0 den alten ſawrieig N ch ein oſter⸗ e ſchwepr d been für dusgropfſen. Daub dae e lamb das iſt C=hriſſus für eis geopffere Gai 6 77 r icht ym alten ſawvrceig/ auch niche yn eie vns oſtertt halten/ nicht ym dern hein dein ſuͤßteig 1 chr(alwfteig der bol heit bnd argher/ ſondern put dein fußt l der lauterkelt vnd der warheit. Do üß Ich Die Erſte Epiſtel. Ich hab euch geſchrieben ynn dem brieue/ das hr nichts 5 ſolc zuſchaffen haben mit den bulern/ das meine ich gar nicht von den bulern vnn dieſer welt/ odder von den geitzigen/ od⸗ der von dẽ reubern/ odder von den abgoͤteiſchen/ yhr muͤſtet anders aus der welt gehen. Nun aber hab ich euch geſchrie⸗ ben/ yhr ſolt nichts mit vhn zuſchaffen haben/ nemlich ſo e⸗ mand iſt/ der ſich leſſec einen bruder nennen/ vnd iſt ein bu⸗ ler/ odder ein geitziger/ odd ein abgöͤttiſcher/ odder ein ſchel⸗ ter/ odder ein trunckenbold/ odder ein reuber/ mit dem ſelbt⸗ gen ſolt jhr auch nicht eſſen. Deñ was gehen mich die drau⸗ ſſen an/ das ich ſie ſolt richten: Nichtet yhr nicht die da hin⸗ nen ſind: Gott aber wird die drauſſen ſind/ richten/ Thut von euch ſelbes hinaus/ wer da boͤſe iſe. 7 Oias vj. Capitel Jechar yemand vnter euch/ ſo er eltien handel hat mic einem andern/ ſich richeen laſſen/ für den vn⸗ rechten/ vnd nicht fuͤr den heiligen: Wiſſet ſhꝛ nicht/ das die heiligen die welt richten werden: So denn nu die welt ſol von euch gerichtet werden/ ſeid vhr denn meht gut gnug ge⸗ ringer ſachen zu richten: Wiſſet yhr nicht/ das wir vber die Engel richten werden: wie viel mehr vber die zeiclichena⸗ rung: Weñ yhr nu gerichtes hendel habet von der narung/ ſo nemet die veꝛachteſten vnn der gemeine/ die ſelbigen ſetdet zu richter. Euch zur ſchãde ſage ich das. Iſt ſo gaꝛ kein wei⸗ ſer vnter euch? odder doch nicht einer/ der da kunde richten tzwiſchen hruder vnd bruder: ſondern ein bruder mit dem andern leſſet ſich richten/ dazu fuͤr den vnglewbigen. Es iſt ſchon ein ſelh ynter euch/ das jhꝛ mit einander rich⸗ tet/ Warumb laſſet yhr euch nicht viel lieber vnreche chun: Warumb ———————— RNS — 4e SP S. W———— An die Corinther. Warlunb laſſer vhꝛ euch nicht viel lieber verforteilenſonzn yhr chuc vnrecht/ vnd verforteilet/ vnd ſoͤlches an den hruͤ⸗ dern. Viſſet yhꝛ nicht/ das die vngerechcen werden das reich Gottes nicht ererben?(Oda ſſet euch nicht verfüren widder die buleꝛ/ noch die ahgöͤcciſchen/ noch die ehebrecher/ noch die chlingen/ noch die kiabenſchender/ noch die diebe/ noch die geicztgen/ noch die crunckenen/ noch die ſe chelcer/ noch die reuber/ werden das reich Gocteg ererhen. Vnd ſoͤlche ſeid yhr etliche geweſen/ aber yhr ſeid abgewaſchen/ yhr ſeid ge⸗ heiligec/ jh: ſeid gerechcfertiget/ durch den namen des Herrn ch den geiſt önſers Gottes. wecken/ durch ſeine krafft. Wiſſet yhr micht/ das etbre leibe ſind Chiti glieder? Solt ich tu die gelteder Chꝛiſt nemẽ vnd huꝛen gelieder draus machen: Gdderwiſſet vhr nicht/ das/ wer an der hurẽ hanget/ der iſt a. ein leib/ Denn ſte werden ſpricht er zwey vnn einem flei⸗ ſche ſeyn. Wer aber dem Gerrn anhanget/ der iſt ein geiſt. Mꝛulichet die hurerey/ Alle ſlnde die der mẽſch chut/ ſind auſſer ſemem lebe Wer aber huret/ derſ. undiget an ſeinem Das 1 Die erſte Epiſtel. 8 as. pij. Capitel. pvr dem yhr aber mir geſchriehen habe/ antworte ich. Es iſt dem menſchen gut das er kein weib be⸗ rüͤre/ Aber vinb der hurerey willen/ habe ein iglicher ſeit ei⸗ gen weib/ vnd eine igliche habe phren man. Der man leiſte dem weybe die ſchůͤldige wilfart/ des ſelbigen gleychen das weib dem mann. Das weyb iſt vhres leibes nicht mechtig/ ſondern der man/ Deſſelbigen gleychen/ der man iſt ſemnes leibs nicht mechtig/ ſondem das weib. Verküͤrtzet euch nicht vntereinander/ es ſey den beider bewilligung/ eine zeit lang/ das hr euch zum faſten vnd beten muͤſſiget/ vnd kompt wid⸗ derumb zuſame/ auff das euch der teuffel nicht verſuche/ vmb ewer vnkeuſcheit willen. 00155 Solches ſage ich aber aus vergunſt/ vnd nicht aus ge⸗ pot. Ich wolte aber lieber/ alle menſchen weren wie ich bytt. Aber eim iglicher hat ſeine eigene gabe võ Gott/ einer ſonſt/ der an der ſo. Ich ſage zwar den widwehern vñ widwinnen Es iſt yhn güt/ das ſie auch bleiben wie ich/ So ſie aber ſich nicht enchaltẽ/ ſo las ſie freyẽ. Es iſt beſſer freyen deñ brennẽ. Dien ehelich en aber gepiete/ nicht ich/ ſondern de: Oeꝛr/ das/ das weyb ſich nicht ſcheiden laſſe von dem manne/ ſo ſie ſich aber ſeheiden leſſet/ das ſie on ehe bleibe/ odder ſich mit dem manne verſoͤne vnd das der man das weib nicht von ſi⸗ Glaſſe. a Def andern aber/ ſage ich/ nicht der Herr/ So ein bru⸗ der ein vngleubig weib hat/ vnd die ſelbige leſſet es phr gefal⸗ len/ bey yhm zu wonen/ der ſchei de ſich nicht von vhr. Vnd ſo ein weib ein vngleubtgen man hat/ vnder leſſet es vhm ge⸗ fallen bey yh zu wonen/ die ſchelde ſich nicht von Nie A1 e 5 er vn⸗ 0 t 4, 06 J ast 0 V 00 t NI el e ni le watt Lc h uu Syn ſuc og EE LE u kane 0 f Ou 0 N n er n 67 0 An die Coriſither. 5 der bngleubige man iſt geheiliget durchs weib/ vnd das vn⸗ gleubige weib iſt gehelliget durch den man/ ſonſt weren ew⸗ relinder vnrein/ nu aber ſind ſte heilig. So aber der vngleu bige ſich ſcheidet/ ſo las ſich phti ſcheldẽ. s iſt der bruder od⸗ der die ſchweſter tucht gefangen yñ ſoͤlchen fellen/ Vm fride aber hat vns Gocc beruffen. Mas weiſtu aber/ du weib/ ob du den man ſelig werdeſt machen? oder du man/ was wer⸗ tut ob du das welb werdeſt ſelig ma chen? on wie einem igli⸗ chen Goct hat außgereilect.. e Ein iglicher/ wie vhn der Herr beruffen hat/ ſo wandel er/ vnd alſo ordene ichs yñ allen gemeinen. Iſt yemand be⸗ ſchmicten beruffen/ der zeuge keme vorhaut/ Iſt yemand be⸗ ruffen vnn der vorhaut/ der laſſe ſich nicht beſchneicen. Die beſchneiccung iſt niches/ vnd die vorhaut iſt nichts/ ondern die erfuͤllung der gepot Gotces. Ein iglicher bleibe yñ dem ruff/ darinnen er beruffen iſt. Biſtu ein knecht berufen/ ſor⸗ ge dir nicht/ doch/ kanſtu frey werden/ ſo brauche des iel lie⸗ ber. Denn wer ein knecht berufen iſt yñ dem Herrn/ der iſt ein freyer des Herrn ⸗ Des ſelbigen gleychen/ wer ein freyer beruffen iſt/ der iſt ein knecht Chriſti. Mor ſen chewer erkau * fft/ werdet nicht der menſchen knechte. EE in iglicher liehen bruͤder/ worynnẽ er berufen iſt/ da rynnẽ bleibe er bei Gott. Von den iungfrawen aber hab ich kein gebot des Herrn ich ſage aber mein qutduͤncken als ich ba rmherczickeic erlan get habe von dem Herrn/ crew zu en. So meine ich nu/ ſoͤlches ſey gut/ vmb der gegen wertigen lot willen/ das es dem menſchen gut ſey/ alſo zue. Viſtu an ein weib gebun den: ſo ſüche nicht los zu werden/ Biſtu aber los vom wey⸗ be: ſo ſüche kein web. So du aber freyeſt/ haſtu nicht geſüͤn⸗ dige/ Vnd ſo eine jungfraw freyet/ hat ſie ncht 1 Die Erſte Epiſtel. Doch werden ſoͤlche trübſal durchs fleiſch haben/ Ich ver⸗ ſchonet aber ewer gerne. 5 1919 Das ſage ich aber/ leben brüder/ die zeit iſt kürtz/ wepter iſt das die meinung/ die da weiber habẽ/ das ſie ſepen als het⸗ ten ſie keine/ Vnd die da wepnen/ als weineten ſie nicht/ vnd die 4 frewen/ als freweten ſie ſich nicht/ vnd die da keuffen/ als behielten ſie es nicht/ Vnd die dieſer welt brauchen/ als e ſie phr nicht. Deñ das weſen auff dieſer welt ver⸗ Ge ec. a g Ich wil aber das yhr on ſorge ſed. Wer on ehe iſt/ der ſorget was den Herrn angehoͤret/ wie er dem er m gefalle. Mer aber freyet/ der ſorget was die welt angehoͤret/ wie er dem weibe gefalle/ vnd iſt zurteilec. Ein weib vnd ein iung fraw/ die on ehe iſt/ die ſorget was den Herrn angehoꝛet/das ſie heilig ſey beide am leibẽ vñ auch am geiſt· Die aber frenet die ſorcket was die welt angehöͤret/ wie ſie dem man gefalle. Suͤlchs aber ſage ich zu ewrem nutz/ nicht das ich euch einẽ ſtrick an den hals werffe/ ſondern dazu/ das euch wol anſte⸗ het/ vnd vmb den Gerrn ſtecig ſein leſſet vnuerhinderlich. So aber pemald ſich leſſet düncken es ſtehe yhm vbel an mit ſeiner iungfrawen/ ſo ſie vber die zeit gegangen iſt/ vnd mus alſo geſchehe/ ſo chu er was er wil/ er ſuͤndiget nicht/ laſ⸗ ſe ſie hepraten. Wer aber ynn ſemem hertzen fe t fuͤrſeczet/ vñ iſt niche bendeiget/ ſonde m hat macht ſeines willens vnd be⸗ ſchleuſt ſülchs un ſeinem herczen/ ſeitie iungfraww zu behal⸗ tẽ/ der chut wol. Endlich/ welcher verheiratet/ der chut wol/ welcher aber nicht verheiratet/ der chut beſſer. Ein weib iſt gebunden an das geſecz/ ſo lange yhr man lebet/ ſo aber vhr man eneſchlefft/ iſt ſie frey ſich zuuerheiratẽ welchem ſie wil/ allein das es ynn dem Herrn geſchehe. Seliger iſt 1955 n wo ſie daf wall ich Hen 5e Ju „Andlecorthet. wo ſiealſo blaiber/ nach memner meinung/ Ich l alte aber/ ich hab auch dengeiſt Gottes. 10 S7 10 e e Olctz. piiſ. Capitel On dangegzenopffer aber wiſſen wiralſe was wur ae woſſenkölken. Aber das wiſſen bleſc auff vnd die liehe beſſert. So aber ſich yemand duͤnck en leſſet/ er wiſſe celbas der welo noch nicht wie man wiſſen ſolle. So aber pemmaltd Gott liebet/ der ſelbige iſt von yhm erkant. So wien wir nu von derſpeſſe des göczen opfftro das eilt göͤtz nichts ynn der wele ſey/ vñ das lein ande Gott ſey/ on der einige. Vnd wie wol es ſind/ die göͤecern genenttet werden/ es ſey vm hymel odder auff erden( ſintemal es ſind viel götter vñ viel Jerzy ſo haben wir doch nůr einen Goc den vater/ von welchem alle ding ſind/ vnd wn vnn yhm vñ denen errn Jeſt Chriſt/ durch welchen alle ding ſind⸗ vnd wir durch hn.„ Ho hac aber tucht pederman das wiſſen/ Denn etliche machẽ jhn noch ein gewiſſen vber dem goͤtzen/ vnd iſſetts fuͤr goczen opfer da mit wird hr getwiſſen/ well en ſo ſchwach iſt/ befterket. Aber die ſpepſefurdert yo fur Gott nicht/ Eſ⸗ ſent bor/ ſo werden wir darumb nicht beſſer ſein/ Eſſen wir nicht ſo werden wir darumb nichts weniger ſeen. Schet aber zu/ das dieſe ewre freyheit nicht gerate zu el⸗ lem anſtos der ſch wachen. Denn ſo dich der du das erkenc⸗ nis haſt hemand ſehe zu ttſche ſicʒen ym göͤtzen hauſe/ wird nicht ſein gewiſſen/ die weil es ſchwach iſt/ berurſachet das Jotzen opffer zu eſſen⸗ vnd wird alſo vber deinem erkenenis der ſchwache bruder vmbkomen/ vmb welches willen Chri⸗ tus geſtorben iſt Wen yhr aber alſo ſůndigec an den bruͤ⸗ a Ee dern/ Deuted. 16. Die Erſte Epiſtel. dern/ vnd ſchlaget yhr ſchwaches gewiſſen/ ſo ſuͤndiget phr an Chriſton. Darumb/ ſo die ſpepſe meinen bruder ergert/ wolte ich nicht fleiſch eſſen ewiglich/ auff das ich meinẽ bru⸗ der nicht ergere. f. Das ix Capitel. In ich nicht ein Apoſtel bin ich niche frey: Hab ich nicht vnſern herrn Jeſum Chuſt geſehẽ: Seid nicht vhr mein werck vñ dem Herrn: Bi ich andern nicht ein Apoſtel/ ſo bin ich doch ewer Apoſtel/ Denn das ſiegel meines Apoſ tel ampts ſeid hr vnn dem Hern. Wenn man mich fraget/ ſo antworte ich alſo. Haben wir nicht macht zu eſſen vñ zu crincken/ Gaben wir nicht auch macht eine ſchwe ſter zum weibe mit vmbher zu furẽ/ wie die andern Apoſtel/ vnd des Herrn brüder vnd heephas? oder haben allein ich vñ Barnabas nicht macht das zu thun! Welcheꝛ reiſet phemals auff ſeinen eigen ſold: Welcher pflantzet einẽ weinberg/ vnd iſſet nicht von ſeiner frucht: Oder welcher weidet eine herd/ vnd iſſet nicht von der milch der herden. Bede ich aber ſoͤlches auff menſchen weiſe: ſaget nicht ſoͤlches das geſetz auch · Deñ ym geſetz oſi ſtehet geſchrie⸗ ben/ Du ſolt dem ochſen nicht das maul verbinden/ der da driſchet. Sorget Gott fuͤr die ochſen? odder ſaget ers nicht aller dinge vmb vnſer willetn? Def es iſt ia vm̃ vnſer willen geſchriebẽ: Deñ der da pflligec/ ſol auff hoffnung pfluͤgen/ vnd der da driſchet/ ſol auff hoffnung driſchen/ das er yhenes hoffnũg teilhafftig werde. So wiꝛ euch das geiſtliche haben geſeet/ iſts eyn gros ding/ ob wir ewer fleiſchliches erndten: So aber andere dieſer macht an euch ceilhafftig ſind/ war⸗ umb nicht viel mehr wir: Aber An die Corinther. Auer wir haben ſolcher macht nicht gebrauchet/ ſon dern wir vertragen allerley/ das wir nicht dem Euatigelio von Chriſto em hindernis machen. Wiſſet yhr nicht/ das Die pm cempelſchaffen die neren ſich des tempels/ vñ die des Ildars pflegen/ genueſſen des altars. Alſo hat der Herr be⸗ folben/ das die das Euangelion verkuͤndigen/ ſollen ſich au. chvom Kuangelio neren. Ich aber habe der keyns ge⸗ uhrauche.,„„ 25 Ich ſchreibe auch niche darumb dauon/ das mit mir al jo ſolce gehalten werden. Es were mir lieber/ ich ſturbe/ denn das mur vemand meinen rhum ſolte zu nichte machen. Denn das ich das Euangelion pꝛedige/ daꝛff ich mich nicht rhuͤmen/ deñ ich mus es chun/ Vnd 1555 mir/ wenn ich das Euangelton nicht predigete. Thu ichs gerne/ ſo wird mir gelohnet/ Thu ichs aber vngerne/ ſo iſt mir das ampt doch befolhen. Warumb wird nur denn nu gelohnet: Nemlich da rumb/ das ich predige das Euangelion/ vnd chu das ſelbi⸗ ge frey vmb ſoniſt/ auff das ich niht memer freyheit mißz⸗ brauche ym predig ampt. Dein wie wol ich frey bin von yderman/ hab ich doch mich gelbs yderman zum knechte gemacht/ auff das ich vhr⸗ er viel gewinne. Den Juden bin ich worden als ein Ju⸗ de/ auff das ich die Juden gewinne. Denen die vnter dem geſetz ſind/ bin ich worden als vnter dem geſetz/ auff das ich die/ ſo vnter dem geſetz ſind/ gewinne. Denen/ die on geſecz ſind/ bin ich als on geſecz worden ſo ich doch nicht on gottes geſetze bin/ ſondern bin ynn dem geſetz Chriſti) auff das ich Die/ ſo on geſetz ſind/ gewinne. Sen ſchwachen bin ich wor⸗ den als eyn ſehwacher/ auff das ich die ſchwachen gewin⸗ ne. Ich bin pderman allerley worden/ auff das ich aller Ee jj dinge ——— 8 — D—— 8 ——. — ——————. Ne 140 b Exodi.32 Die Erſte Epiſtel dinge ia etliche ſelig mache. Soͤlches aber chu ich vmb des ee willen/ auff das ich ſeiner gemein ſchafft teilha⸗ tig werde. Wiſſet yhr nicht/ das die/ ſo ynn den ſchrancken lauffen/ die lauffen alle/ aber einter erlanget das kleynot. Cauffet rut alſo/ das yhr es ergreiffet. Ein iglicher aber der da kempffet enchelt ſich alles dinges/ Ihene alſo/ das ſie eine vergenckli⸗ che krone empfahen/ wir aber eine biuagenclliche ch lau ffe aber alſo/ nieht als auffs vngewis. Ich fechte alfo/ nicht als der ynn die lufft ſtreichet/ ſondern leß zeme meinen lepb/ vnd beteube phn/ das ich nicht den andern predige/ vnd ſelbs verwerfflich werde. e ODas. x. Capitel. Ch wil euch aber/ lieben bruͤder/ niche verhalten/ das vnſer veter ſind alle vnter der wolcken geweſen/ ſind alle durchs meer gegangen/ vñ ſind alle vnter Mo⸗ ſen getaufft mit der wolcken vnd mit dem meer/ vnd haben alle einerley geiſtliche ſpeiſe geeſſen/ vnd haben alle einerley geiſtlichen tranck gecruncken/ Sie truncken aber von dem geiſtlichen fels/ der hernach kam/ welcher fels war Chriſtus Aber an yhr vielen hatte Got kein wolgefallen/ deñ ſie ſind nidder geſchlagen un der wuͤſten. Das iſt aber vnſer fuͤrbilde worden/ das wir nicht vnss geluͤſten laſſen des böſen/ gleich wie hene geluſt hat. Wer⸗ det auch nicht abgoͤttiſche/ gleich wie yhener etliche worden als geſchrieben ſtehet/ Das volck ſaczte ſich nidder zi eſſen vnddu crincken/ vnd ſtund auff zu ſpielen. Auch laſſet vns nicht hurerey treiben/ wie etliche vnter yhenen hurerey erie⸗ ben/ vnd fielen auff einen tag drey vnd zwentzig 5 Eaſſee NL LI re m st An die Corinther. Eaſſet pus aber auch Chriſtum nicht verſuchen/ wie etliche von phenen vhn verſuchten/ vnd wurden von den ſchlangen vmnbracht. ¶Zuzret auch nicht/ gleich wie phener etliche mu: retelt vnd wurden vm̃bracht durch den vercerber. Soͤlchs alles widderfur yhenen zum fuͤrbülde. Es iſt abe; geſchricben zu vnſer vermanung/ auff welche das ende der welt komen iſt/ alſo das wer ſich lefſet duͤncken/ er ſtehe/ mag wol zuſehen/ das er nicht falle. Es hat euch noch keyne den menſchliche verſuchung betreten/ die weil Gott getrew iſt/ der euch nicht leſſet verſuchen/ vber ewer vermoͤgen/ ſondern machet neben der verſuchung ein auſkomẽ/ das yhr es kund vbertcragen. Darum meine liebſten/ ftiehet von dem goͤ⸗ tzen dienſt.. Als mit dẽ klugen rede ich/ richtet vhr was ich ſage. Der kelch der benedeyung/ welchen wir benedeyẽ/ iſt der nicht die gemeinſchafft des bluts C hriſti· Das brod das wir brechen iſt das nicht die gemeinſchafft des ſeibes Chriſti: Den wyr viel ſind ein brod vnd ein leib/ die wen wyr alle eines brods teilhafftig ſinid. Sehet an den Iſrael nach dẽ fleiſch/ welche die offer eſſen/ ſind die nicht yñ der gemeiſchafft des altars? Mas ſol ich denn nu ſagen: ſol ich ſagen das der goͤtze et⸗ was ſey r odder das das götzen opffer ec was ſey: Aber ich ſa⸗ ge/ das die herden was ſie opffem/ das opffe m ſie den teuffeln vnd niche Gott. Pu wil ich nicht/ das vhr yñ der teuffel ge⸗ meinſchafft ſein ſolt. Vhr kuͤnd micht zit gleich trinicken des Herrn kelch vnd der teuffel keleß. hr lůnd nicht zu gleich teilhafftig ſein des Gerrn tiſches/ vñ des teuffels tiſches. Od der woe wir den Herrn crotzẽ: Sind wir ſtercker deñ er: Ich hab es zwar alles macht/ aber es iſt nicht alles nuͤtzlich. Ich hab es alles macht/ aber es beſſert nicht alles. Niemãd Ee j fſuͤche Die Erſte Epiſtel. ſůche was ſein iſt/ ſondern ein iglicher was eines andern iſt. Alles was feil iſt auff dem fleiſchmarckt/ das eſſet/ vnd ſorſchet nichts/ auff das yhr der gewiſſen verſchonet. Denn die erden iſt des Herrn/ vnd was darynnen iſt/ So aber pe⸗ mand von den vngleubigen euch ladet/ vnd yhr wolt hin ge⸗ hen/ ſo eſſet alles was euch furgetragen wird/ vnd forſchet nichts/ auff das yhr der gewiſſen verſchonet. Wo aber ye⸗ mand wuͤrde zu euch ſagẽ/ dis iſt goͤtzen opffer/ ſo eſſet nicht/ vmb des willen ð es anzeiget/ auff das yhr des gewiſſens ver⸗ ſchottet(Die erde iſt des Ham vnd was darimnen iſt) Ich ſage aber võ gewiſſen/ nicht dein ſelbs/ ndern des andern. Denn warumb ſolte ich meine freyheit laſſen vrteilen von eines andern e Denn ſo ichs mit danckſagung ge⸗ 1 5 ſolte ich denn verleſtert werden vber dem/ da fuͤr ich danke. 0 hr eſſet nu odder trincket odder was yhr chut/ ſo thut es alles zu Gottes lob. Seid vn anſtoͤſſig beide den Kriechen vnd den Juden/ vnd ð gemeine Gottes/ gleich wie ich auch veder man ynn allerley mich gefellig mache/ vnd ſuͤche nicht was mir/ ſondern was vielen zutꝛeglich iſt/ das ſie ſelig wer⸗ den. Seid meine nachfolger/ gleich wie ich Chriſti. Oas. xj. Capitel. Ch lobe euch liebe brüder/ das yhꝛan mich gedene⸗ E kec vnn allen ſtuͤcken/ vñ haltet die ſatzungen gleich wie ich euch gegeben habe. Ich laſſe euch aber wiſſen/ das Chuſtus iſt eines iglichen mannes hewbt/ des weibes hewbe aber iſt der man. Chriſtus hewbt aber iſt Gott. Gyn iglicher man/ der da betet odder weiſſaget/ vnd hat was auff dem hewbt/ der ſehendet ſein hewbe/ Eyn weib aher l U das da — ——*— . 7 2 ale gon a Nhe 10 ür „ NI l c ich Acht ab fl. Andie Corinther. das da betet oder weiſſaget mit vnbedecktem heubt die ſchen⸗ det yhr heubt/ Denn es iſt eben ſo viel als were ſie beſchoꝛen. Wil ſie ſich nicht bedecken/ ſo ſchneide man yhr auch das haz abe. Nun es aber vbel ſtehet/ das ein weib verſchnitten har habe oder beſchoren ſey/ ſo laſſet ſie das heubt bedecken. Der ma aber ſol das heubt nicht bedecken/ ſintemal er iſt gottes bilde vñ herlickeit/ das weib aber iſt eine ehre des man nes. Deñ der man iſt nicht von dẽ weibe/ ſondern das weib iſt von dem manne/ Vnd der man iſt nicht geſchaffen vmb des weibes willen/ ſondern das weib vmb des mãnes willen. Darumb ſol das weib eine macht auff dem heubt haben/ vm der Engel willen. Doch iſt widder der man on das weib/ noch das weib on dem man ynn dem Herrn. Denn als das weib võ dem manne/ alſo kompt auch der man durchs weib/ aber alles von Gott. e Richtet bey euch ſelbs/ obs wol ſtehe/ das ein weib vnbe⸗ deckt fuͤr Gott bete/ Odder leret euch nicht auch die natur/ das einẽ man eine vnehꝛe iſt/ ſo er lange har zeuget/ vnd dem weibe eine ehre/ ſo ſie lange har zeuget!? Das har iſt vhr zur decke gegeben. Iſt aber yemand vnter euch/ der luſt zu zan⸗ cken hat/ der wiſſe/ das wir die weiſe nicht haben/ die gemey⸗ ne gottes auch nicht. Auff das ich aber mein gepot chue/ ſo lobe ich nicht/ das vhr nicht auff beſſer weyſe/ ſondern auff die ergeſte weiſe zu ſamen komet. Zum erſten/ wenn phr zu ſamen kompt un der gemeine/ höre ich/ es ſeyen ſpalcung vnter euch/ vnd zum teil gleube ichs/ Denn es muͤſſen ſpaltung vnter euch ſein/ auff das die/ ſo beweret ſind/ offenbar vnter euch werden. Wenn yhr nun zu ſamen kompt miteinander/ ſo hellt matt da nicht des Herrn abentmal/ Denn ein iglicher uimpt eite 1 Ce u duuor Die Erſte Epiſtel. zuuor ſein eigen abenemal vnter dem eſſen/ Vnd einer iſt hungerig/ der ander iſt truncken. Gabt jhr aber nicht heuſer da yhr eſſen vnd trincken moͤget: oder verachtet yhr die ge⸗ meine Goctes/ vnd beſchemet die/ ſo da nichts haben: Was ſol ich euch ſagẽ: ſol ich euch lobẽ: hirynnẽ lobe ich euch nicht. Ich hab es von dem Herrn empfangen/ das ich euch ge⸗ geben habe/ Denn der Herꝛ Jeſus ynn der nacht da er ver⸗ rhaten ward/ nam er das brod/ dancket/ vñ brachs vnd ſpꝛa⸗ ch/ Nemec/ eſſec/ das iſt mein leib/ der fur euch gebrochen werde/ Solches chut ju meinem gedechtnis. Deſſelbigen gleichen auch den kelch/ nach dem abentmal/ vñ ſprach/ Die ſer kelch iſt ein newe teſtament vnn meynem blut/ ſolchs thut ſo offt yhr trincket/ zu meinem gedechenis. Denn ſo offt yhr von dieſem brod eſſet/ vnd von dieſem lelch crincket/ ſolt yhr des Herrn cod verkündigen/ bis das er kompt. Welcher nu vnwirdig von dieſem brod iſſet/ odder von dem kelch des Herrn crincket/ der iſt ſchůͤldig an dem let⸗ be vnd blut des Hexen/ Der menſch pruͤffe aber ſich ſelbs/ vñ alſo eſſe er von dem brod vnd trincke von dem kelch. Denn welcher vnwerdig iſſet vnd crincket/ der iſſet vnd crinckec vhm ſelber das geuchte/ da mit das er nicht vnterſcheidet den leib des Herrn.. Darumb ſind auch alſo viel krancken vnd vngeſundelt vnter euch/ vnd ein gut teil ſehlaffen/ Denn ſo wir vns ſel⸗ ber richteten/ ſo wurden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden/ ſo werden wir von dem Herrn gezuͤchti⸗ get/ auff das wir nicht ſampt der welt verdampt werden. Dnumb meine liehen bruͤder/ wenn vhr zul ſamen kompe zu eſſen/ ſo harre einer des andern. Qurigert aber emand⸗ „der eſſe do heymen auff das phr nicht zum gerichte zu ſame e e. komec⸗ le t ſe af g ul zu u ——EUꝑñäõ v0 en b A ser M der 10 krcket 0 NU de Nee Andie Cokinther. komet. Das ander wil ich ordenen/ wenn ich kome. Oaßs rij. Capitel. En den geiſtlichen gaben aber/ wil ich euch lieben ruͤder/ nichts verhalten. Vhr wiſſet das yhr Hei⸗ den ſeid geweſen vnd hin gegangen/ zu den ſtummen goͤ⸗ czen/ wie ph: gefüret wurdec/ Daruf chu ich euch kind ⸗ das niemand Jeſum verffuchet/ der durch den geiſt Coctes redet. Vnd niemand kan Jeſum einen Herrn heiſſen/ on durch den heiligen geiſt. CEs ſind mancherley gaben/ aber es iſt ein geiſt. Vnd es ſind mantcherley empter/ aber es iſt evn Herr. Vnd es ſind mancherley krefften/ aber es iſt ein Gott der da wircket al⸗ lerley ynn hederman. nn einem iglichen erzeigen ſich die gaben des geiſts/ zum gemeinen nutz. Eynen wird gegeben durch den geiſt zu redẽ von der weſzheit. Dem andern wird gegeben zu reden von der erkenenis/ nach dem ſelbigen geiſt. Emem andern der glaube ynn dem ſelbigen getſt. Einem andern die gabe geſundt zu machen/ vnn dem ſelbigen geiſt. Einem andern wunder zu chun. Einem andn weiſſagung. Rinem andern geiſter zu vncerſcheiden. Einem an dn man⸗ cherley zungen. Binem andern zungen auſzzulegen. Dis aber alles Wircket der ſelbige epnige geiſt/ vnd teylet einem iglichen ſeines zu/ nach dem er wil. Denn gleich wie ein leib iſt/ vnd hat doch viel gelieder/ alle gelieder aber eines leibes/ wie wol phr viel ſind/ ſind ſie doch ein leib. Alſo auch Chriſtus/ denn wir ſind un einem geiſt alle zu einem leibe getaufft wir ſeyen Juden odd Ferie chen/ knechte odder freyen/ vñ ſind alle mic einẽ geiſt getꝛenc⸗ let. Denn auch der leib iſt nicht ein gelied/ ſondn viele. So aber der Die Erſte Epiſtel aber der fuſs ſpreche/ ich bin keyne hand/ darumb bin ich ti⸗ cht ein gelied des leibes/ ſolt es vm̃ des willen nucht ein gelied does leibes ſein: Vnd ſo das ore ſpreche/ ich bin nicht das auge darumb bin ich nicht ein gelied des letbes/ ſolt es vmb des wil en nicht ein gelied des leibes ſein Wenn der gantde leib das auge were/ wo bliebe das gehöre So er gantz das gehöre bVere/ wo bliebe der geruch⸗ f. Nuaber hat Got die gelieder geſetzt/ ein igliches ſonder⸗ lich am leibe/ wie er gewoͤllet hat. So aber alle gelieder ein gelted weren/ wo bliebe der leib: Nu aber ſind der glieder Diel/ aber der leib iſt einer. Es kan das auge nicht ſagen zu der hand/ ich darff dein nicht/ odder widerumb das heubce zu denfuͤſſen/ ich darff ewer nicht/ ſondern viel mehr/ die gelie⸗ der des leibes/ die vns duͤncken die ſchwechſten ſein/ ſind die oͤtigeſten/ vnd die vns duͤncken die vnehrlichſten ſein/ den ſelbigen legen wyr am meyſten ehre an/ vnd die vns vbel ant⸗ ſtehen/ die ſchmuͤcket man am meyſten/ Denn die vne wol anſtehen/ die beduͤrffen nichtes/ Aber Gott hat den leibe al⸗ ſo vermenget/ vnd dem duͤrfftigen gelied am meiſten ehre ge⸗ gebe/ auff das nicht eine ſpaltung ym leibe ſei/ ſondern die ge ieder fur einander gleich ſorgen/ vñ ſo ein gelied leidet/ ſo lei⸗ den alle gelieder mie/ vnd ſo ein gelied wird herlich gehalten ſo frewen ſich alle geliedeꝛ mit. Vrr ſeid aber der leib Chriſti vnd gelieder vntereiman⸗ der/ vnd Gott hat geſetzet vnn der gemeyne/ auffs erſts die Apoſtel/auffs ander die Propheten/ auffs dritte die lerer/ darnch die wundercheter/ darnach die gaben geſund zu ma⸗ chen/ Helffer/ regirer/ mancherley zungen. Sind ſie alle A⸗ poſtel⸗ ſind ſie alle Propheten: ſind ſie alle lerer: ſind ſie alle Wunderchecer: haben ſie alle gaben geſund zu 3 „ ſie alle d le ic Bm dus Abtei r, Madl an N de n at ndi Saee N beck aſt Phntg An die Corinther. ſiealle mit zungen: koͤnnen ſte alle außlegen: E yffert aber nach den beſten gaben/ vnd ich zeige euch noch— loͤſtli⸗ chern weg. i Das. xiij.Capitel Enn ich mit menſchen vnd mit Engel zungen re⸗ dc/ vnd hecte der liebe nicht/ ſo were ich ein donend ercz/ odder 8 ſchelle. Vnd wenn ich weiſſagen kuͤnde/ vnd wuͤſte alle geheymnis/ vnd alle erkenenis/ vñ hac te allen glauben/ alſo das ich berge verſetzete/ vñ hette der lie⸗ be nicht/ ſo were ich nichts. Vnd wenn ich alle meine habe den aꝛmen gebe/ vnd lieſſe meinen leib brennen/ vnd hette der lieb nicht/ ſo were mirs nicht nuͤtze. 5 Die liebe iſt langmuͤtig vnd freundlich/ die liebe eyffert nicht/ die liehe ſchalcket nicht/ ſie blehet ſich nicht/ ſie ſtellet ſi⸗ ch nicht höniſch ſie ſů hzet nicht das yhre/ ſie leſſet ſich niche erbittern/ ſie gedencket nicht arges/ ſte frewec ſich nicht vber der vngerechtickeit/ ſie frewet ſich aber mit der warheit/ ſie vertregt alles ſie gleubt alles/ ſie hofft alles/ ſie duldet alles/ die liebe verfelletnomer mehr/ ſo doch die weiſſagung auff⸗ hören werden/ vnd die zungen auff hören werden/ vñ das er⸗ kencnis auffhoͤren wird. Denn vnſer wiſſen iſt ſtuͤckwerck/ vnd vnſer weiſſagen iſt ſtuckwerck/ Wenn aber komen wird das vollkommen/ ſo wird das ſtuͤckwerck auffhoͤren. Da ich ein lind war/ da re⸗ det ich wie ein kind/ vnd richtet wie ein kind/ vnd hatte kindi ſche anſchlege. Da ich aber ein man ward/ chat ich abe was kindiſch war. Wir ſehen itzt durch einen ſpiegel vnn ei⸗ nem tunckeln woꝛc/ deñ aber von angeſich zu angeſich. Itze erkenne ichs ſtuͤck ſzweiſe/ denn aber werde ichs erlennien/ gleich Die Erſte Epiſtel. gloych wie icheilenntehyt. Nuaber blaberglülobe/ hoff nung/ liebe/ dieſe drei/ aber die liebe iſt die gꝛoͤſſeſt vnter ohn Das. xiiij. C apitel. Trcbet nach der liebe/ Eyffere nach den geiſtlichen gaben/ am meiſten aber/ das phr weiſſagen moͤger. Denn der mit der zungen redet/ der redet nicht den menſehẽ ſondern Gotte/ deñ yhm hoͤret niemand dit/ Dit dem geyſt aber redet er die geheimnis. Wer aber weyſſaget/ der redet den menſchen zur beſſerung/ vñ zur ermanung vnd dur cro⸗ ſtung. Wer mit der zuttigen redet/ der beſſert ſich ſelbs/ Wer aber weiſſaget/ der beſſert die gemeine. Ich wolt das vhr al⸗ le mit zungen redetet/ aber viel mehr das hr weiſſagetet/ Denn der do weiſſagec/ iſt groͤſſer deñ der mit dungen redet es ſey deñ/ das ers auch auſlege/ das die gemeine dauon ge⸗ beſſert werde. Nun aber lieben bruͤder/ wenn ich zu euch ke⸗ me/ vnd redec mit zungen/ was were ich euch nuͤtze:ſo ich tu⸗ cht mit euch redet/ entweder durch offenbarung/ odder durch erkentnis/ odder duꝛch weiſſagung/ odder durch lere. Hat ſichs doch auch alſo hun den dingen/ die da lautett vnd doch nicht lebẽ/ es ſey eine pfeiffe odder eine haꝛpffe/ wen ſie nicht vnterſcheidlichen hall von ſich geben/ wie kan man wiſſen/ was gepfiffen odder gehaꝛpffet iſt: Vñ ſo die poſaw⸗ tie einen vndeuclichen hall gibt/ wer wil ſich zũ ſtreit ruͤſten: Alſo auch yhr/ wenn yhr mit zungen redet/ ſo yhr nieht eine deutliche rede gebe/ wie kan mã wiſſen/ was gered iſt Deñ yhr werdet ynn den wind reden. ee Allſo mancherley art der ſtimmen iſt vnn der welt/ vnd der ſelbigen iſt keine vndeutlieh. So ich nu nicht weis der ſtimmen deutung/ werde ich vndeutſch ſein dem 5 170 n 1 8„ e/ vn II. 1 7 0 An die Corinther. det/ bũ der da redet wird mir vndeueſch ſein/ Alſo auch vhr/ ſintemal phr epfferet nach den geiſtlichen gabẽ/ trachtet dar nach das yhr volle genuͤge habt/ zu beſſerung der gemeine. Darumb welcher mie der zungen redet/ der bete alſo/ das ers auch außlege. So ich aber mit der zungen bete/ ſo betet mein geiſt/ aber mein ſynn bringet niemand frucht. Wie ſol es aber denn ſein: nemlich alſe o/ Ich wil beten mit dem geiſt vnd wil beten auch mit dem ſpnn/ Ich wil ſingen mit dem geiſt vnd wil auch ſingen mit dem ſynn. Wef du aber Aan mit dem geiſt/ wie ſol der ſo an ſtat des leyen ſtehet/ Amen ſagen/ auff deine danck ſagung/ ſince mal er nicht weis/ was du ſageſt? Du ſageſt wol fein danck/ aber der ander wird nicht dauon gebeſſert/ Ich dancke mei. nem Gott/ das ich mit mehr zungen rede denn phꝛ. Aber ich wil pnn der gemeync lieber funff wort reden/ durch meinen ſyni/ auff das ich auch andere vnter weiſe/ denn ſonſt zehen tauſent wort mit der zungen. Eieben bruder/ werdet nicht kinder am verſtentnis/ ſon⸗ dern an der boͤßßheit ſeid kinder/ an dem verſtenenis aber ſeld volkomen. Nun dem geſetz ſtehet geſchrieben/ Ich will mic Jleas andern zurigen vñ mit andern lippen reden zu dieſem volck/ vnd ſie werden mich auch alſo nicht hoͤren/ ſpricht der herr/ Dauunb ſind die zungen zum zeichen/ nicht den gleubigen/ ſondern den vngleubigen/ Die weiſſagung aber nicht den vngleubigen/ ſondern den gleubigen. Wenn nu die gantze gemeyne zu ſamen keme an ein ort/ vnd redeten alle mit zungẽ/ Es kemen aber hynem leyen od⸗ der vngleubige wuͤrden ſte nicht ſagen/ hꝛ weret vnſynnig So ſie aber alle weiſſageten/ vnd leme deñ ein vngleubiger oder leye hpnein/ der wurde von den ſelbigẽ allen geſtraffet/ 2 Af vnd von Gene..„ Die Erſte Epiſtel pid von alten gerichtet/ vnd alſo wuͤrde das verborgen ſei⸗ nes hertzen offenbar/ vnd er wuͤrde alſo fallen auff ſein arge; ſichte/ Gott anbeten/ vnd bekennen/ das Gott warhaffelg pnn euch ſey. Na 5 Wide iſt vm denn mu/ lieben bruͤder: wenn uhr zuſamett komet/ ſo bat ein iglicher pfalmen/ er hac lere/ er hat zut gen/ er hat offenbarung/ er hat auſtlegung Eaſſet es alles ge⸗ ſchehen dur beſſerung. So pemand nut der zungen redet/ das chu er ſelbander/ odder auffs meiſte ſelbdritte/ vnd ener vmb den andern/ vnd einer lege es aus. It er aber niche ein auſzleger/ ſo ſchweige er vnter der gemeyne/ rede aber yhm ſelber vnd Gott..„„ Die weiſſa ger aber laſſet reden ſelbander/ oder ſelbdut⸗ te/ vnd die andern laſſet richten. So aber eine offenbarung eſchicht einem andn/ der da ſitzt/ ſo ſchweige der erſte hr und wol alle weifſagen/ einer nach dem andern/ auff das ſte alle lernen/ vnd all ermatꝛet werden. Vnd die geiſter de Propheten/ ſind den Propheten vnterehan. Denn Got iſt nicht ein Gott der zwuitracht/ ſondern des frides wie ynn allen gemeinen der heiligen. ne ene Ewwre weyber laſſet ſchweigen vnter —— der gemeyne/ Deñ es ſol yhn nicht zugelaſten werden/ das ſie reden ſondern vn⸗ tezchan ſein/ wie auch das geſetz ſaget/ Wollen ſie aber et⸗ was lernen/ ſo laſſet ſie da heimen vhre menner fragen. Es ſtehet den weibern vbel an/ vnter der gemeine reden/ Odder iſt das woꝛt Gottes von euch auß komen: odder iſts allein zu euch komen So ſich yemand leſſet duncken/ er ſep ein Pro⸗ phet/ odder geiſtlich/ der erkenne was ich euch ſchretbe denn es ſind des Herrn gepoct. Iſt aber yemand vnwiſſendt der ſey vnwwiſſendt. Darum lieben brüder eyfferc nach e weiſſagen r An die Corinther. veiſſagen/ vnd weret nicht mit zungen reden/ Eaſt es alles erbarlich vnd ordenlich zugeben. n OSus. xb. Capite!l! Cb chu euch aber kundt/ lieben brüder /das Euan⸗ gelion/ das ich euch verküͤndigec habe/ welches yhr auch angenomen habe/ vnn welchem phr auch ſtehet/ durch welches phr auch ſelig werdet welcher geſtalt ich es euch ver⸗ kuͤndiget habe/ ſo phr es behalten habe/ es were denn/ das hr vmb ſonſt gegleubet hecce. ae Denn ich habe euch zu fodderſt gegeben/ welches yhr au⸗ habt angenomen das C hriſtus geſtorben ſep fur vnſer ſuͤnde/ nach der ſchrifft/ vnd das er begraben ſey/ vnd das er aufferſtanden ſep/ am dritten tage(nach der ſch rifft/ vnd das er geſehen wordẽ iſt von Heephas/ darnach von den zwelffen darnach iſt er geſehen worden von mehr denn funffhunderc bruͤdn auff ein mal/ der noch viel leben/ etliche aber ſind ent⸗ ſchlaffen/ darnach iſt er geſehen worden von Jacobo ſdar⸗ nach von allen Apoſtelnn. 78 Amleczten nach allen/ iſt er auch von mir /als der vnzei⸗ tigen gepurt/ geſehen worden/ Denn ich bin der geringſte vnter den Apoſteln/ als der ich nicht werd byn/ das ich ein A poſtel heiſſe/darumb das ich die gemeyne Gotces perfol⸗ get habe. Aber von Gottes gnaden byn ich das ich byn/ vnd ſeine gnade an mir/ iſt nicht vergeblich geweſen/ ſondern ich habe diel mehr geerbeitet deñ ſie alle/ nicht aber ieh /ſondern Gottes gnade die vnn mir iſt. Es ſey nu ich odder vhene/ al ſo haben wir geprediget/ vnd alſo habt phr gegleubet. Sober Chriſtus geprediget wird/ das er ſeyvõ den od en gufferſtandẽ/ wie ſagen de eellche vnter guaß die auffer⸗ pf ü ſtehung Pſabw. s. ſtebung der todten ſey be aber die aufferſtehung der riſtu todten nichte/ ſo iſt auch Chriſtus nicht aufferſtanden/ Iſt aber Chriſtuos nicht aufferſtanden/ ſo iſt vnſer prediget ver⸗ geblich/ ſo iſt auch ewer glaube vergeblich. Wir werden auch erfunden falſch zeugen Goctes/ das wir widder Gote gebeu⸗ get haben er habe Chriſtum auffer wecker/ den er nicht auff⸗ erwecket hat/ ſincemal die codten nicht aufferſtehen/ Denn ſo die todtẽ nicht aufferſtehen/ ſo iſt auch Chriſtus tucht au fferſtanden/ Iſt Chriſtus aber nicht aufferſtanden/ ſo iſt ewer glaube eptel ſo ſeid yhr noch ynn ewren ſunden/ ſo ſind anch die ſo ynn Chriſto entſchlaffen ſind/ verloren. offen wir allein ynn dieſem leben auff Chriſtum/ ſo ſind wir die elendeſten vnter allen menſchen. nen Nuaber iſt Chriſtus aufferſtanden von den todten/ vnd der erſtling worden vnter denen/ die da ſchlaffen/ ſintemal durch einen menſchen der tod/ vnd durch einen men ſchen die aufferſtehung der todcen kompt. Denn gleych wie ſie vnn Adam alle ſterben/ alſo werden ſie ynn C hriſto alle leben⸗ dig gemacht werden/ Ein iglicher aber vnn ſeiner ordnung. Der 0 Chriſtus/ darnach die Chriſtum angehoren welche ſein werden zu ſemer zukunfft/ Dar nach das ende/ wenn er das reich Gott vñ dem vater vberantworten wird wenn er auff heben wird alle herſchafft/ vnd alle öberkeit vñ gewalt. Er mus aber herſchen/ bis das er alle ſeine fiende vn: Ff hs füge... n Der letzte fiend der auffgehaben wird/ iſt der tod. Denn er hat yhm alles vnter ſeine fuͤſſe gechan. Wenn er aber ſa⸗ get/ das es alles vnterthan ſey/ iſts offenbar/ das auſigetto⸗ men iſt/ der yhm alles vnterthan hat/ Wenn aber alles vhm vnterthan ſein wurd/ als denn wird auch der ſon ſelbs vnter⸗ chan ſein An die Corinther. chan ſeiſt/ dem der yhm alles vnterchan hat/ auff dag Cott ſey alles ynn allen. 15 Was machen ſonſt die ſich ccuffen laſſen bbeꝛ den todten/ ſo aller dinge die todten niche aufferſtehen? Mao laſſen ſie ſich ceuffer vber den codten: vnd was ſtehen wir alle ſtunde hun der fahr? Dey vnſerm rhum/ den ich hab un Chriſto 855 vnſerm Gerrn/ ich ſterbe alle tage. Gab ich menſchli⸗ r weiſe zu Epheſo mit den wilden chieren gefochten/ was hilfft michs: ſo die codeẽ nicht aufferſtehen: Cafſet ons eſſen vnd crincken/dentt morgen werden wir ſterben. Saſſet euch nicht verfüͤren/ Boͤſe geſchwetze verderben guce ſiccen. Wa⸗ chet recht auff vnd ſuͤndigec niche/ erm etliche wiſſen nichts von Gott. Das ſage ich euch zur ſchammee. Mochte aber yemand ſagen/ wie werden die todten auff⸗ erſtehen? vnd mit welcherley leihe werden ſie komen? Du narr/ das du ſeeſt/ wizd niche lebendig gemacht/ eo ſterbe deli Vnd welches ſceſtu nicht den leib ſeeftit/der werden ſol/ on dern eyn blos kom/ nemlich weitzen odder der andern eines. Gott aber gibt yhm einen leib/ wie er wil/ vnd eynem igli⸗ chen von den ſamen ſeynen eigen leib. un Nicht iſt alles fleiſch einerley fleiſch/ ſondern ein ander fleiſch iſt der menſchen/ ein anders des viechs/ ein andeꝛs der fiſche/ ein anders der vogel/ Vnd es ſind hymeltſche coͤrper vnd yrdiſche corper/ aher ein ander herlickeit haben die hy⸗ i meliſchen/ vñ eine ander die yrdiſchen. Eine andere klarheit hat dis ſonne/ eine andere klarheit hac der mond/ eine ande⸗ re klarheit haben die ſterne/ denn ein ſtern vbertrifft den an⸗ dern nach der klaꝛheit/ alſo auch die aufferſtehung der todcẽ. Es wird geſeet ver weſelich/ vnd wiꝛd aufferſtehen vnnterwe⸗ ſelich/ Es wird geſeet vnn der vnehꝛe/ vnd wird guſſerſtehen f ij pn der Iſai. 22. Die Erſte Epiſtel yl der herlickett/ Es wird geſect pnn der ſchwachelt/ nd wurd aufferſtehen ynn der krafft/ Es wird geſeet ein natür⸗ licher letb/ vnd wird aufſerſtehen ein geiſtlicher leib. Heat man einen natuͤrlichen leib/ ſo hat man auch einen geiſtlichen leib. Alſo iſto auch geſchueben De erſte menſch Smeg. Adam iſt gemacht vns nactnliche leben/ vñ der letzte Adam * yng geiſtliche leben. Aber der geiſtliche leib iſt niche der er⸗ ſte/ ſondern der naturliche/ darnach der geiſtliche. Der er⸗ ſte menſch iſt ven erden vnd yrdiſch/ der ander menſch iſt vom hymel vnd hymeliſch. Welcherley der yrdiſche iſt/ ſoͤl⸗ cherley ſind auch die yrdiſchen/ Vnd welcherlep der hyme⸗ luſche iſt/ ſolcherley ſind auch die hymeliſchen. Vnd wie wur getragen haben das bilde des yrdiſchen/ alſo werdẽ wir auch tragen das bilde des hymeliſc hen. Daluon ſage ich aber lieben bruͤder/ das fleiſch vnd blut nicht koͤnnen das reich Gottes ererben/ auch wird das ver⸗ weſeliche nicht erben das nuerweſeliche. Sihe ich ſage euch ein geheymnis. Wir werdẽ nicht alle eneſchlaffen/ wir wer⸗ den aber alle verwandelt werden/ vnd das plotzlich vñ ynn einem augenblick/ zur zept der letzten poſaunen. Denn es wird die poſaune ſchallen/ vnd die todten werden aufferſte⸗ hen vnuer weſelich/ vnd wir werden verwandelt werden/ Denn dis ver weſeliche mus anzihen das vnuerweſeliche/ vnd dis ſterbliche wird anziben die vnſterblickeit. Wenn aber dis ver weſeliche wird anzthen das vnuer⸗ weſeliche/ vnd dis ſterbliche wird anzihen die vnſterblickeit/ denne wird erfuͤllet werden das wort/ das geſchriehen ſte⸗ Ofen. het/ Der codt iſt verſchlungen vnn dem ſieg Tod wo iſt denne ſtachel: Gele/ wo iſt dein ſieg: Aber der ſtachel des todtes iſt die ſuͤnde/ die krafft aber der ſuͤnde iſt das—— 8 85 ot „„ 1 2 155 ich den gemeynen vnn Galatia befolhen habe/ alſo thut auch yhꝛ. Ruff ia der Sabbacher einẽ/ lege bet ſich ſelbs ei all ſamlen ſey. Wenn ich aber dar komen hin/ welche yhr durch An die Corinther. Goc aber ſep danck/ der vns den ſieg gegeben hat durch vn⸗ ben derm Jeſun orſtum Saru manchen hui der/ ſedd feſte onbeweglich/ vnd reich yñ dem werck des Ger⸗ rn pmerdar/ die weil yhr wiſſet/ das ewer erbeit nicht verge⸗ blich iſt vnn dem Gerrn. Das xyj. Capie cn der ſtewre aber/ die den heiligen geſchicht/ wie ein iglicher vnter euch/ vnd ſamle/ was jhm wol zu chun iſt/ fedaen iche/ went ich lome/ denn aller erſt die ſtewre zu brieue dafuͤr anſehet/ die wil ich ſenden/ das ſie hyn bringen ewre wolchat gen Jeruſalem/ So es aber werd iſt/ das ich auch hinreiſe/ ollen ſie mit mir reiſen. Ich wil aber in euch komen/ wenn ich duꝛch ¶acedonta zihe/ Denn duꝛch Ma⸗ cedonia werde ich wandeln/ bep euch abe: werde ich villeicht bleiben/ odder auch wintern/ auff das yhr mich geleitet/ wo ich hin reiſfe. Ich wil euch itzt nicht ſchen vnn der vberfart/ denn ich hoffe/ ich wolle ecliche zeit bey euch bleiben/ ſo es der Herr zuleſſet. Ich werde aber zu E pheſo bleiben bis auff Pfing⸗ ſten/ denn mir iſt eine gꝛoſſe vnd 89256 chuͤr auffgechan/ vnd ſind viel widder wertiger da. Zo Shimotheos kompt/ ſo ſchet zu/ das er on forchce bey euch ſey/ denn er treibe auch das werck des Seren wie ich/ Das jhn nu met yemand veꝛ⸗ achte/ geleicet yhn aber ym friede das er zu mir kome/ denn ich warte ſein mit den bruͤdern. Von Apollo aber( wiſſet) das ich yhn ſeer viel ermatiet Af 110 habe habe/ das er zu euch keme mie delt bruͤdn/ vñ es war aller din⸗ ge ſein wille nicht/ das er ict keme/ er wird aber komen/ weft es vhm gelegẽ ſein bird. Wachet/ ſtehet ym glaube fare ne lich/ vñſterclet euch alle ewer ding laſſet yñ deꝛliebe gehen. Ich ermane euch aber lieben bruͤder/ y kennet das haus Stephan/ das ſie ſind die erſtunge vnn Alchaia vn haben ſich ſelbs verordenet zum dienſt den hepligen auff das aucß uhr ſölchen vnterchan ſchet bnd alten die mie wäcken vnd erbeten. Ich frewwe mich vber der zukunfft Stephane pid Sortunaci vnd Achaici. Dent ewrert feyl haben ſie erfuͤl⸗ ſet/ e haben erquicket meinen vnd wren geiſt. Erkennet die ſolches ſind. e Ks gruͤſſen euch die gemeinen yrin Alſia. Es gzuͤſſet euch ſeer dn dem Herrn Aqutlas vnd Priſilſa ſampe der gemey⸗ neynm phrein hauſe. Eo grüſſen euch alle bruͤder. Grüͤſſet euch vncernander mit dem heiligen kuß. Der grus mit mei⸗ ner hand Maui. So pemand den Her u Deſit Chu. ſti nicht lich hae der iſt Anachema Maßadanm mo: tha. Die gnade des Serrn Jeſu Chri⸗ ſti ſeß mit euch. Deine liebe ſey mit euch allen v Cpriſto Jeſu 25 Dicerſte Epiſtel zu den Corinchern. Geſand aus Aſſa durch Stephanen ond Portuna⸗ ten/ vnd Achaicon/ vnd Tunochee n. Die ander 5 2 42 r 5 N N 2 8 ö 2 7 N N N— 1 N 5 G„ 8 f 1 5 0 0 1 8 5— 2.2 willen Gottes/ vnd bru⸗ e der Tinocheos. a rinchen ſampt allen heili⸗ gen vnn ganz Achata. Gnade ſey mit euch vñ fride von Got vnſerm va er/ vnd vnſerm Herrn Gocbenedeyet ſey Cote 1—— HOSie ander Spiſtel des troſtes teilhafftig ſen n. 4 Denn wir woͤllen euch nicht verhalten/ lieben bruder/ ynſern truͤbſal/ der vns yñ Aſia widerfaren iſt/ da wir vber die maſſebeſchwweret waren/ vnd vber macht alſo das bor vns des lebens er weget/ vnd beſchloſſen hatten/ wir muͤſten ſterben. Dae geſchach aber darumb/ das wir vnſer vertra⸗ wen nicht auff vns ſelbo ſtellen/ ſondern auff Gott/ der die todten auffer wecket/ welcher vns von ſoͤlchem tode erlöͤſec hat vnd noch teglich erloͤſet/ vnd hoffen/ er werde vns auch hynfurt erlöſen durch huͤlffe ewer ſurbitfuͤr vns/ auff das vber vns für die gabe die vns gegeben iſt/ durch viel perſen viel dancks geſehe. J Oienn vnſſer rhum/ iſt das zeugnis bnſers gewiſſens das wir vnn einfeltickeit vnd goͤttlicher lauterkeit/ nicht ynn flet⸗ ſcheltcher welſaheit/ ſondern ynn der gnade Gottes auff der welt gewandelt haben/ allermeiſt aber bey euch. Denn wir ſchretben euch nichts anders/ denn das phr leſet vnd vorhin wiſſet/ Ich hoffe aber/ yhr werdet vne auch bis ans ende al ſo befinden/ gleich wie y vlis zum teil beſunden habt. Dent wir ſind ewer rhum/ gleich wie auch hr vnſer rhum ſeid⸗ auff des Herrn tag. Vnd auff ſolch vercrawen gedachte ich ihenes mal zu 5 zu komen/ auff das ich euch aber mal eine Wolchat er deigete/ vnd durch eueß gen acedolia reiſete/ vnd widderurnb von ¶Nacedonian zu euch keme/ vnd von euch geleitet wuͤrde vnn Judenam.. 4 Hab ich aber eitier leichcfertickeit gebꝛauchet da ich ſoͤl⸗ chs gedachte! odd ſind meine anſchlege fleiſcklich!; Nicht al⸗ ſo/ ſondern bey mir iſt ta/ ia/ vnd nein/ iſt nein. Aber /o ein tretber Gott/ das vnſer woꝛt an eueh nieht ia vſ nein gewe⸗ ſen iſt· Denn deꝛ ſon gottes Jeſus Chuſtus/ der ynter euch durch vns r 1 . 883200* 3—* An dic Corinther. durch vns geprediget iſt/ duch mich vñ Siluanon vñ Ohi⸗ motheon/ der war nicht ia vnd neyn/ ſondern es war ia yun vhm. Def alle Goctes verheiſſungen die ſind ia vñ vhm /vñ ſind Amẽ vñ yhm/ Gotte zum lobe durch vns. Gott iſt aber der vns befeſtiget ſampt euch/ vñ vns geſalbet vnd verſiegelt/ vnd ynn vnſer herczen das pfand des geiſts gegeben hat. Cuff aber Got an zum zeuge auff mine ſcle 3 das ich ewer verſchonet/ nicht widder gen Corin⸗ cho komen bin. Nicht das dor herrn ſeien vber ewrem glatv⸗ ben/ ſondern wir ſind gehuͤlffen ewrer freuden/ den gh ſtebet 0 Ich beſchlos aber ſoͤlches bey mir ſelbs/ das ich lich b rike tzaurig mache/ wer iſt der mich froͤlich mache/ on der da von mir betruͤbet wirt? Vnd das ſelbige hab ich euch geſchrie⸗ ben/ das ich nicht wenn ich keme/ eine traurickeit vber die an⸗ der hette/ vher welchen ich mich ſolte frewen/ ſintemal ich mich des vertrawe/ das meine freude/ ewer aller ey. Denn tabermal ynn traurickeit zu euch keme/ Def ſo ich euch ich ſchreib euch ynn groſſer crubſal vnd angſt des hertz nut vielen chrenen/ nucht das vhr ſoltet betruͤbet werden/ ſondern f 90 das hr die liebe erkendet/ welche ich habe ſonderlich zu So aber yemand ein betruͤbnis hat angerichcet/ der hac nicht mich becruͤbet/ denn nur ein wenig/ auff das ich nicht euch alle beſchwere. Es iſt gnug das der ſelbige von der ge⸗ meyne alſo geſtraffet iſt/ das vhr nu fort hm deſte mehr ver⸗ gebec vnd ctroͤſtet/ auff das er tucht vñ alzugroſſer trauriebcic erſauffe. Darumb ermane ich euch/ das yhr die liebe an yhm den vorgang haben laſſet/ Denn darum b habe ich euch Die ander Epiſtel auch geſchrieben/ das ich erlennete/ ob jhr bewert ſett/ gebor⸗ ſam zu ſein ynn allen ſtucken. Welchem aber yhr etwas ver⸗ gehet/ dem vergebe ich auch/ Den auch ich, ſoichcewas ber⸗ gebe yemandes/ das vergebe ich vmb ewren willen an Chri⸗ ſtus ſtad/ auff das wir nicht vberforteilet werden von dem ceuffel/ denn vins iſt nicht vnbewuſt/ was er ym ſynn hat. Da ich aber gen Troada kam zu predigen das Euange⸗ lion Chriſti/ vnd mir eine chuͤr auffgethan war ynn dem Germ/ hatte ich keine ruge vnn meinem geiſt/ das ich Citon den bruder nicht fand/ ſonde:n ich machet meinem abſcheid/ vnd fur aus gen ¶ Nacedonia. Aber Gott ſey gedancket/ der vns allen zept das feld behalten hilft vnn Chriſto/ vnd of⸗ fenbaret den geruch ſeiner erkentnis/ durch vns/ an allen or⸗ ten/ Denn wir ſind Gotte ein guter geruch Chriſti/ beyde vnter denen/ die ſelig werden/ vnd vnter denen/ die verloren werden/ Dieſen ein geruch des todtes zum todt/ vbenen abe: ein geruch des lebens zum leben. Vnd wer caug dazu: Deñ wir ſind nicht /wie etlicher viel/ die mit dẽ wort Gottes kretz ſchmerey triben/ ſondern als aus lauterkeit vñ als aus Gott/ — flir Gott reden wir pn Chriſto. Dass dritte Capitel geben wir denn abermal an/ vns ſelbs zu prepſen: NVwwotder beduͤrffen wir/ wie etliche der lobe brieue an buchſtaben/ ſondern des geyſts/ Denn der buchſtabe coͤdtet/ 9 An die Corinther. caffeln des herzen. Gin ſoͤlch vertrawen aber haben wyr durch Chriſtũ zu Gott/ nicht das wir tuchtig ſind von vns ſelber/ etwas zu dencken/ als von vns ſelber/ ſondern das wir etwas cuͤgen/ iſt von Gott/ welcher auch vns tuͤchtig gema⸗ cht hat/ das ampt zu fuͤren des newen teſtamentes/ nicht des aber der geyſt machet lebendig. c d Soober das ampt das durch die buchſtaben coͤdtet/ vnd pnm die ſteine iſt gebildet/ klarheit hatte/ alſo das die kinder võ 11 55 nicht kundten anſehen das angeſichte Moſi/ vm̃ woll der klarheit willen ſeines angeſichte/ die doch auff hoͤrec/ wie ſolte nicht viel mehr das ampt das den geiſt gibt/ klarheit ha⸗ ben? Denn ſo das ampt das die verdamnis prediget/ klar⸗ heit hat/ viel mehꝛ iſt das ampt das die gerechtickeit prediget vber aus yñ der klarheit. Deñ auch phenes teil das verkleret war/ iſt nicht verkleret/ gegen dieſer vbermeſſigen klarheit. Del ſo das klarheit hacte/ das da auff hoͤret/ viel mehr wird das klarheit haben das da bleibet. 7 00 Die weil wir nu ſoͤlche hoffnung haben/ brauchen wir groſſer freydickeit/ vnd chun nicht wie Joſes/ der eine decke fuͤr ſein angeſichte hieng/ das die kinder von Iſrael nicht auff ſehen kundten auff das ende des das auff hoͤret/ ſonder yh⸗ reſynne ſind verſtocket. Denn bis auff den heutigen eag blet bet die ſelbige decke vnauffgedecket vbe: dem alten ceſtament/ wenn ſie es leſen/ welche vnn Chriſto auff hoͤret. Aber bis auff den heutigen tag/ wenn Moſes geleſen wird/ iſt die dec⸗ ke fuͤr phr hertz gehenget. Wenn es aber ſich bekerete zu dem Gerrn/ ſo wuͤrde die decke abgechan/ Denn der err iſt der geiſt/ Wo aber der geiſt des Herrn iſt/ da iſt freyheit. Nu aber ſpiegelt ſich ynñ vns allen des Herrn klarheit von auff N e Gg gedeckee Cone. Die ander Epiſtel gedecktem angeſichte/ vnd wir werden verkleret ynn daſſel⸗ dige bilde von einer klarheit zu der andern/ als von dem her⸗ rn/ der da der geiſt iſt. Das vierde Capitel. Arumb/ dieweil wir ein ſolch ampt haben/ nach dem vns barmhertzigkeit widderfaren iſt/ ſo werden wir nicht laſs/ ſondern weyſen von vns ynnerliche ſchande/ vñ wandeln nicht yñ blaſztuͤckerey/ felſchen auch nicht Goc⸗ tes wort/ ſondern offenbaren die warheit/ vnd bewepſen vns wol gegen aller menſchen gewiſſen fuͤr Gott. 10 nu vnſer Kuangelion verdeckt/ ſo iſts ynn denen/ die verloren werden verdeckt/ vnter welchen der Gott die⸗ ſer welt der vnglaubigen ſynn verblendet hac/ das yhn nicht ſcheinet die erleuchtung des Ruangelion von der klarheit Chriſtt/ welcher iſt das ebenbilde Gottes. Denn wir predi⸗ gen nicht vns ſelbs/ ſondern Jeſiun Chriſt/ das der ſey der Her:/ wir aber ewre knechte vmb Jeſus willen. Deñ Goce der da hies das liecht aus der finſternis erfuͤr leuchten/ der hat einen hellen ſchein ynn vnſer hertzen gegeben/ das durch vns entſtuͤnde die erleuchtung von der erkencnis der klarheie Gottes/ ynn dem angeſichte Jeſu Chriſti. Wir haben aber ſoͤlchen ſchatz ynn yrdiſchen gefeſſen/ auff das die krafft/ ſo obligt/ ſey Gottes vnd nicht von vns. Wir haben allenchalben truͤbſal/ aber wir engſten vns ni⸗ cht/ Wir werden gedrenget/ aber wir verzagen nicht/ Wir eiden verfolgung/ aber wir werden nicht verlaſſen/ Wir werden vntergedruckt/ aber wir komen nicht vmb/ Vnd tragen vmb alle zeit das ſterben des Herrn Jeſu an vn⸗ ſam leibe/ auff das auch das leben des Herrn Ane 8 vnſerm 1—————— F—————— vun Ne/ G v aon much der What m vl sd dg Diba lad t 0 Auch ct The An die Corinther. vnſerm leibe offenbar werde. Denn wir/ die wir leben/ werden ymerdar ynn den tod gegeben vmb Jeſus willen/ auff das auch das leben Jeſu offenbar werde an vnſerm ſterblichen fleiſch. Darumb ſo iſt nu der tod mechtig ynn vns/ aber das leben yñ euch. Die weil wir aber den ſelbigen geyſt des glawbens haben(nach dem geſchriehen ſtehet/ Ich hab gleubt/ darumb rede ich) ſo gleuben wir auch/ darumb ſo reden wir auch/ vñ wiſſen/ das der/ ſo den Herrn Jeſum hat auffer weckt/ wird vns auch auffer wecken/ durch Jeſum/ vñ wird vns darſtellen ſampc euch. Denin es iſt mir alles vmb euch zu chun/ auff das die vberſchwengliche gnade/ durch vieler danckſagung/ Gott reichlichen preiſe. Darumb werden wir nicht laſs/ ſondern ob vnſer euſſer⸗ licher menſch verweſet/ ſo wird doch der ynnerliche von tage zu tage vernewert/ Denn vnſer truͤbſal/ die zeytlich vnd lie chte iſt/ ſchaffet eine ewige vnd vber alle mas wichtige herlic⸗ keit/ vns die wir nicht auffſehen auff das ſichthare/ ſondern auff das vnſichebare. Deñ was ſichchar iſt/ das iſt zeiclich/ was aber vnſichcbar iſt/ das iſt ewig. Das funfft Capitel. Fr wiſſen aber/ ſo vnſer yrdiſch haus dieſer huͤtten du bꝛochen wird/ das wir einen ba w habẽ von Gott erbawet/ eyn haus nicht mit henden gemachc/ das ewig iſt ym hymel. Vnd vber dem ſelbigen ſehnen wir vns auch/ nach vnſer behauſung die vom hymel iſt/ vnd verlangen/ das wir damit vberkleidet werden/ ſo doch/ wo wir bekleidet vnd nicht blos erfunden werden/ Denn die weyl wir ynn der huͤcten ſind/ ſehnen wir vns/ vnd ſind beſchweret /ſin⸗ 05 Ggeij temal wir p ſalmo. 115. Die ander Epiſtel temal wir wolten lieber nicht enckleidet/ ſondern vberkleidet werden/ auff das/ das ſterbliche wuͤrde verſchlungẽ von dem leben. Der vns aber zu dem ſelbigen bereitet/ das iſt Gott/ der vns das pfand/ den geiſt gegeben hat. 5 Mir ſind aber getroſt alle zeit vnd wiſſen/ das die weyl wir da heymen ſind ynn dem letbe/ ſo wallen wir ym abwe⸗ ſen von dem err/ denn wir wandeln vm glauben/ vnd ſe⸗ hen vhn nicht. Wir ſind aber getroſt vnd haben vt el mehr luſt auſſer dem leibe zu wallen/ vñ da heymen zu ſein bei dem Herrn. Darumb vleiſſigen wir vns auch/ wir ſind daher m odder wallen/ das wir ybm wolgefallen. Denn wir muͤſſen alle offenbart werden fuͤr dem richtſtuel Chriſtt/ auff das ein iglicher empfahe/ an ſeinem leibe/ nach dem er gehandelt bat/ es ſen gut odder böͤſe. Die weil wir denn wiſſen/ das der Herr zit fürchten iſt/ faren wyr ſchon mit den leuten/ aber Gott ſind wir offenbar/ ich hoffe aber das wir auch vñ ew⸗ ren gewiſſen offenbar ſind. Wir loben vns aber nicht abermal/ ſondern geben euch eine vr ſache zu rhůͤmẽ von vns/ auff das hr habet zu rhuͤmen widder die/ ſo ſich nach dem anſehen rhuͤmen/ vnd nicht na⸗ ch dem hertzen. Denn chun wir ſo viel/ ſo thun wirs Gott/ Siiid wir meſſig/ ſo ſind wir euch meſſig. Denn die liebe Chriſtt dringet vns alſo/ ſintemal wir achten/ das/ ſo eyner fuͤr alle geſtorben iſt/ ſo ſind ſie alle geſtorben/ Vñ er iſt dar⸗ umb fuͤr alle geſtorbẽ auff das die/ ſo da leben/ nicht yhn ſelbs leben/ ſon dn dem der fuͤr ſie geſtorben vnd aufferſtanden iſt. Darumb von nu an/ kennen wyr nyemand nach dem fleiſch/ vnd oh wyr auch Chriſtum gekand haben nach dem fleiſch/ ſo kennẽ wyr phn doch itzt nich mehr. Darum̃ iſt et⸗ wa eine newe creacur vñ Chriſto/ ſo iſt das alte* 25 2— ihe/ es —— 00— 22 14 gd Wöch en der uc ber 7 duc Kew⸗ 4 1 65 cla An die Corinther. ſihe/ s iſt alles new worden. Aber das alles von Cott/ der vns mit yhm ſelbſt verſoͤnet hat durch Jeſum Chriſt/ vnd vns das ampt gegeben/ das die verſoͤnung prediget. Denn Gott war yñ Chriſto/ vnd verſ oͤnet die welt mit vom ſelbe: vnd rechnet yhn vhre ſunde nicht zu/ vnd hat vnter vns auff⸗ gerichtet das wort von der verſoͤnung. So ſind wir nu boſchafften an Thriſtus ſtac/ als ver⸗ manete Gott durch vns. So bitten wir nun an Chriſtus ſcat/ laſſet euch verſ onen mit Gott/ deñ er hat denen/ der võ keiner funde wuͤſte /fuͤr vns zur ſuͤnde gemacht/ auff das wir wuͤrden ynn yhm die gerechtickeit die fuͤr Gott gilt. Das. vj. Capitel Irermanen aber euch als michelffe/ das hr nicht 1 Vergeblich die gnade Gottes empfahet/ Denn er ſpricht/ Ich hab dich ynn der genehmen deit erhöret/ vnd hab dir am tage der ſelickeit geholfen. Sehet/ itzt iſt die an⸗ genehme deit/ itzt iſt der tag der ſeligkeit/ Gaſſet vns aber nie mandc yrgent ein ergernis geben/ auff das vnſer ampt ni⸗ cht verleſtert werde/ ſondern vnn allen dingen laſſet vns be⸗ weiſen als die diener Gottes. Mit groſſer gedult/ mit truͤbſaln/ mit nöten/ mit engſten mit ſchlegen/ mit gefengtuſſen/ mit auffrurẽ/ mit erbeit/ mic wachen/ nut faſten/ mit keuſcheit/ mit erkenenis/ mit lang⸗ mut/ mit freuntlickeit/ mit dem heyligen geyſt/ mit vngefer⸗ beter liebe/ mit dem wort der warheit/ mit der krafft Gottes durch waffen der gerechtickeit zur rechten vnd zur lincken/ durch ehre vnd ſchande/ durch böſe gerüchte vnd gut geruch⸗ te/ als die verfuͤrer/ vnd doch warhafftig/ als die vnbekancẽ/ vnd doch bekand/ als die ſterbenden/ vnd ſihe wir leben/ als Gg j die getzuͤ Iſae. 45. Leniti. 28. Iſaic.. 5a Die ander Epiſtel die gezůchtigeten/ vñ doch nicht ertödtec/als die traurigen/ aber alle zeit froͤlich/ als die armen/ aber die doch viel reich machen/ als die nichts haben/ vnd doch alles ynn haben. O jbꝛ Counther/ vnfer mund hat ſich zu euch auffgechã/ ynſer hertz hat ſich ausgebꝛeitet/ Vnſerchalbẽ duͤrffet vhꝛeu⸗ ch richt engſten/ das vhr euch aber engſtet/ das thut yhr aus hertzlicher meinung. Ich rede mit euch als mit kindern/ die gleichẽ lobn mit vns habẽ. Daruſm̃ bꝛeitet jh euch auch aus. Zihet nicht am frembden ioch mit den vngleubige. Deñ was hat die gerechtickeit fuͤr gentes mit der vngerechtickeit: was hat das liecht füͤr gemeinſchafft mit dem finſternis: wie ſtumpt Chriſtus mit Belial? oder was fuͤr ein teil hat der gleubige mit dem vngleubigen: was hat der tempel Gottes fůr ein gleiche mit den goͤtzen: Phr aber ſeit der tempel des lebendigen Gottes wie denn Goet ſpricht/ Ich wil vnn yhnen wonen/ vnd ynn yhn wandeln/ vnd wil phrer Gott ſein/ vnd ſie ſoͤllen mein volck ſein. Darumb gehet aus mit⸗ ten von yhn/ vnd ſondert euch abe/ ſpriche der Herr/ vnd ruͤ⸗ ret keyn vnreynes an/ ſo wil ich euch annehmen/ vnd ewer vater ſein/ vnd yhr ſolt meine ſoͤne vnd coͤchter ſein/ ſpricht der almechtige err. Das. pij. Capitel. Je weil wir nu ſoͤlche verheiſſung haben/ meine liebeſten/ ſo laſſet vns von aller befleckung des flei⸗ ſches vnd des geiſtes vns reinigen vnd fort faren mit der hi⸗ ligung vñ der furchte gottes. aſſet vns/ wir habẽ niemandt leide gethan/ wir haben niemand geteuſchet/ wir haben nie⸗ mand verforteilet. Nicht ſage ich ſolchs euch zuuerdammẽ/ Del ich habe dꝛobẽ zuuoꝛ geſagt das vhꝛ vñ* eid/ mic S S W 2 en Ude cdu knn ehre J ct AI r run WI an/ Tic An die Corinther. ſeld mit zu ſterben vñ mit zu leben. Ich bin ſeer freydig gegẽ euch/ ich rhuͤme viel von euch/ ich bin erfuͤllet mit croſt/ ich bin vberſchwencklich ynn freuden/ vnn allem vnſerm cruͤb⸗ ſal. Del da wir vnn ¶ Dacedonta kamen/ hatte vnſer fleiſch keine ruge/ ſondern allenchalbẽ waren wir vm cruͤbſal/ auß wendig ſtreit/ ynwendig forcht. Aber Gott der die gerin⸗ gen croͤſtet/ der tröͤſtet vns durch die zukunft Citi. Nicht alleine aber durch ſeine zukunfft/ ſondn auch durch den troſt/ damit er getroͤſtet war an euch/ vnd verkundigec vnc ewer verlangen/ ewer weynen/ ewern eyffer vmb mich ⸗ alſo das ich mich noch mehr frewete. Deñ das ich euch durch den brief habe crawrig gemacht/ rewet mich nicht. Vñ ob michs rewete/ ſo ich aber ſehe/ das der brieff villeicht auch ei⸗ ne ſtunde lang euch betruͤbet hat/ ſo frewe ich mich doch nu/ nicht dauon/ das yhr ſeit betruͤbet worden/ ſondern das vhr betruͤbet ſeit worden zur rewe/ Denn yhr ſeit Goͤttlich be⸗ truͤbet worden/ das vhr von vns ia keynen ſchaden yrgend ynne nemet. Denn die Goͤctliche crawrigkeit wir cket zur ſeligkeit erne rewe/ die memand gerewet/ Die trawrigkeic aber der welt wircket den cod. Sihe/ das vhr Goͤtlich ſeit betruͤbet worden/ welchen vleis hat es yñ euch gewircket/ da zu verantwortung/ vnwil⸗ len/ forchte/ verlangen/ epffer/ rache/ Vhr habt euch bewei⸗ ſet nn allen ſtüͤcken/ das vhr rein ſeit ar der chat/ Darumb ob ich euch geſehrieben habe/ ſo iſts doch nicht geſcheben vmb des willen der beleidiget hat/ auch nicht vm des willen der be leidiget iſt/ ſondern vmb des willen das vnſer vleis offenbar wuͤrde bey euch/ den wir haben vber euch/ fuͤr Gott. Derhalben ſind wir getroͤſtet worden/ das yhr gecroͤſtet ſeyt/ vber ſchwencklicher aber haben wyr vns noch mehr ge⸗ Gg nij frewee — ä(— Die ander Epiſtel frewet/ vber der frewde itt. Denn ſein geiſt iſt erquieket an euch allen. Deñ was ich für yhm von euch gerhůmet ha⸗ be/ bin ich nicht zu ſchanden worden/ ſondern gleich wie al⸗ les war iſt/ das ich zu euch gered habe/ alſo iſt auch vnſer rhů fuͤr Tito war woꝛden/ Vnd er iſt vber aus hertzlich wol an euch/ wenn er gedencket an ewer aller gehorſam wie vhr vhn mit forchte vnd zittern haht auffgenomen/ Ich frewe . mich/ das ich vnter euch vnn allen ſtůcken char kuͤne ſein. Ch chue euch kund lieben bruͤder/ die gnade Got⸗ 8 ces/ die vnn den gemeinen zu Macedonia gegeben iſt/ Denn vhr frewde war am vberſchwengliſten/ da ſie durch viel truͤbſal beweret wuͤrden. Vnd yhr armuc/ obs wol tieff iſt/ hat ſichs doch vherſchwencket als ein reichtum vnn aller einfelttgkeit/ Denn nach allem vermuͤgẽ das zeu⸗ ge ich vnd vber vermuͤgen waren ſie ſelbs willig/ vnd flehe⸗ ten vns mit vielem ermanen/ das wir auffnemẽ die wolthac vnd gemeinſchafft der hantreichung/ die da geſchicht den hei ligen/ vnd nicht wie wir hoffeten/ ſondern ergaben ſich ſelbs zu erſt dem Herꝛn/ vnd darnach vns/ durch den willen Got⸗ tes das wir muͤſten Citon ermanen/ auff das er/ wie er zu⸗ uor hatte angefangen/ alſo auch vnter euch ſoͤlche wolthat auſßrichtet. Aber gleich wie yhr vnn allen ſtuͤcken reich ſeit/ ym glau⸗ ben vnd vm wort/ vnd ynn der erkenenis/ vnd vnn allerley fuͤrnemen/ vnd vnn ewre liebe zu vns/ alſo ſchaffet/ das yhr auch ynn dieſer wolchat reich ſeyt. Nicht ſage ich/ das ich et⸗ was gepie tte/ ſondern die weil andere ſo vleiſſig ſind/ verſit⸗ che ich auch ewre liebe/ ob ſie rechter aꝛt ſey. Derin yhꝛ wiſſet die gnade — wu. ue en een 5ſt um Jobe mite Hum t f 1 bt* che de dd 0 ich 3 0 n Kat An die Corinther. die gtade vnſers Herr Jeſu Chuſti/ das/ oh er wol reich iſt ward er doch arm vmb eweret willen/ auff das yhr durch ſein armut reich wurdet. Vnd mein wolmeinen hyrinnen gebe ich/ denn ſoͤlches iſt euch nuͤtzlig/ die yhr angefangen habt für dem iare her/ nicht alleme das chun/ ſondern auch das wollen. Nu aber volbringet auch das chun auff das/ gleich wie da iſt ein ge⸗ neiget gemuͤet zu woͤlfen/ ſo ſey auch da ein geneiget gemuͤte zu chun von dem das yhr habt. Denn ſo der geneigete mut da iſt/ o iſt einer angenem/ nach dem er hat/ nicht nach dem er nicht hat. Nicht geſchicht das der meinung/ das die andern ruge haben vnd ph: cruͤhſal/ ſondern das es gleich ſey/ ſo diene ew⸗ er bberflits yhrem mangel/ dieſer theuren zeit lang auff das auch hrer vberſchwang hernach diene ewrem mangel/ vnd eſchehe das gleich iſt/ wie geſchr eben ſtehet/ Der viel ſam⸗. et/ hacte nicht vberftus/ vnd der wenig ſamlet/ hatte niche fehl. Gott ſey aber danck der ſolchen vleis an euch gegeben hat pnn das hertz Tie/ Denn er nam zwar die ermanung an/ aber die weyl er ſo ſeer vleiſſig war/ iſt er von yhm ſelber du euch gereiſet. Wir haben aber einen bruder mit vhm geſand/ der das lob hat am Euangelio/ durch alle gemeinen. Nicht alleyn aber das/ ſondern er iſt auch veroꝛdnet von den gemeinen zu vnſerm walgeferten vnn der gnade/ die nter euch gepredi⸗ get wird zum preis des ern/ vnd ewer geneiget gemuͤte zu reitzen/ vnd verhuͤten das/ das vns nicht hemand dieſer fuͤlle halben verleſtere/ die durch vnſer ampt außß gerichtet wird/ vnd ſehen drauff/ das es redlich zugehe/ nicht alleine fuͤr dem Berrn ſondern auch fur den menſchen. Auch 0 5 1 Die ander Epiſtel Auch haben wir mit yhn geſand vnſern bruder den wir offt geſpuͤret haben vnn vielen ſtuͤcken/ das er vleyſſig ſen/ nu aber viel vleiſſiger/ Vnd das haben wir gechan ynn gro ⸗ ſſer iurerſicht zu euch/ es ſey Citus halben welcher mein ge⸗ ſelle vnd gehuͤlffe vnter euch iſt) odder vnſer bruͤder halben (welche Apoſtel ſind der gememen/ vnd ein preis Chriſti) Erdeyget nu die heweiſung ewer liebe vnd vnſers rhumes von euch/ an dteſet/ auch offentlich fuͤr den gememmen. Das. ir. Capitel. Ber von der handreichung an die heiligen/ iſt mir nicht not euch zu ſchreiben/ Denn ich weis ewer ge neiget gemüͤte/ dauon ich rhuͤme/ bey den von Macedonia/ vnd ſage/ Achata iſt fuͤr dem tar geruͤſtet geweſen vnd ewer eyffer hat viele gereitzet. Vir haben aber die bruder darumb geſand/ das vnſer rhum von euch nicht zu nichte wuüͤrde put dieſer ſachen/ vnd das yhr bereit ſett/ gleich wie wir von euch geſagt haben/ auff das nicht/ ſo die von ¶ Jacedonta mit mi: emen/ vnd euch vnbereitet funden/ wir zu ſehanden wuͤrden wil nicht ſagen/ yhꝛ an ſoͤlcher vermeſſenheit des rhumes. Ich hab es aber fur noͤtig angeſchen/ die bruder zu erma⸗ nen/ das ſie zuuor an zogen zu euch/ zuuerfertigen dieſe zuuoꝛ verheiſſene benedeyung/ das ſie beretcet ſey/ alſo/ das es ſey ei⸗ . A — 15 8 2 b ——————— A— ne benedeyung vnd nicht ein geitʒ. Ich meine aber das/ wer ö da kercklich ſeet/ der wird auch kercklich erndten/ vnd wer da ſeet ynn benedeyungen/ der wird auch erndten ynn benedey⸗ 0 ungen. Emiglächer nach demer pn ſaltem hertzen zur f erwelet hat/ nicht aus traurickeit/ odder aus not/ Denn ei⸗ 19 nem froͤlichen geber hat Gott lieb. 0 Gott aber kan machen/ das alleꝛle gnade ynn euch vber⸗ 1 b 5 reichlich 0 An die Corimther. reichlich ſey/ das yhr ynn allen dingen allerley gnuͤge für euch habt vnd reich ſeit zu allerley guten wercken/— ge⸗ ſchrichen ſtehet/ Er hat auſßgeſtrawet/ vnd gegeben den ar⸗ ven met ſeine gerechtickeit bleibet ynn ewickeit Der aber ſamẽ reichet dem ſeeman/ der wird yhe auch das brod reichen zur e wird vermehren ewren ſamen/ vnd wachſen laſ⸗ en das gewechſe ewer gerechtigkeit/ das pr reich ſeid ynn al⸗ len dingen/ zu aller einfelcickeyc/ welche wircket durch vns danckſagung Goct. Dem die handreichung dieſer ſtewre/ rfüllet nicht allein den mangel der 1 iſt auch vberſchwencklich darynne/ das viele Gott dancken/ durch dieſen bewereten dienſt/ vnd preyſen Gott vber ewrem vnterchenigẽ bekent⸗ nis des Euangelion Chriſtt/ vnd vber ewer anfclagen ge⸗ meinſchafft mie yhn vnd mit allen/ vnd vber yhrem gebe fuͤr euch/ welche verlanget nach euch/ vmb der vberſchweng⸗ lichen gnade Goctes willen ynn euch/ Gott aber ſei danck/ fuͤr ſeine vnauſſprechliche gabe. 8 Das. x. Capitel. Ch aber Paulus/ ermane euch/ durch die ſanffemuͤ ackeit vñ lindickeit Chriſti/ der ich gegenwertig vn ter euch geringe bin/ m abweſen aber bin ich thoͤrſtig gegẽ euch. Ich bitte aber das mir nicht not ſey/ durch das vercra⸗ wen/ durch welchs ich chuͤꝛſtig geſchatzet werde/ kuͤne zu ſein vber etliche/ die vns ſchatzen/ als wandelten wir nach dẽ flei⸗ ſch. Deñ ob wir wol ym fleiſch wandeln/ ſo ſtreitẽ wir doch nicht nach fleiſchlieher weiſe/ Denn die waffen vnſer ritter⸗ ſchafft ſitndt niche fleiſehlich/ ondern mechtig fur Gott /u⸗ uerſtoͤren die befeſtungẽ/ damit wir verſtoͤren die 1 1 880 nd alle Die ander Epiſtel vnd alle höhe die ſich erhebet widder die erkentnis Gottes/ vñ nemen gefangen alle vernüfft/ vnter den gehoꝛſam Ch ſti/ vnd ſind bereit zu rechen allen vngehorſam/ wenn ewer gehorſam erfüͤllet iſt/ Bichtet yhr nach dem anſehen⸗ Verleſſet ſich yemand dar auff das er Chriſtus ſey/ der dencke ſoͤlches auch widderumb bey yhm/ das gleych wie er Chriſtus iſt/ alſo ſind wir auch Chriſtus/ Vnd ſo ich auch etwas weiter mich rhuͤmete von der gewalt/ welche vns der Herr gegeben hat/ zu beſſern vnd nicht zu verderben/ wolte ich niche zu ſchanden werden. Das ſage ich/ das hr nicht euch duͤncken laſſet/ als hette ich euh wolt ſchrecken mic brie⸗ uen/ Denn die brieue ſprechen ſie/ ind ſhwere vnd ſtarck/ aber die gegen wertickeit des leibes iſt ſehwach/ vnd die rede verachtlich. Wer ein ſoͤlcher iſt/ der dencke/ das/ wie wir ſind mit worten ynn den brieuen ym abweſen/ ſo ſind wir auch mit der chat gegen wertig. 5 1 Denn wir rhuͤmen vns nicht ſelbs an maſſen/ vnd rich⸗ ten nach etlichen/ die ſich ſelbs loben/ Aber die weil ſie ſich nach ſich ſelbs meſſen/ vnd richten ſich nach ſich ſelbs/ ver⸗ ſtehen ſie nichts. Wir aber rhuͤmen vns nicht vber das diel/ ſondern nuͤr nach dem ziel der regel/ damit vns Gott abge⸗ meſſen hat das ziel/ zu langen auch bis an euch. Denn wir faren nicht zu weit/ als hetten wir nicht gelanget an euch/ Denn wir ſind phe bis auch an euch lomen mit dem Euan⸗ gelio Chriſti/ vnd rhuͤmen vns nicht vbers ziel yum fremb⸗ der erbeit/ vnd haben hoffnung/ wenn nu ewer glawobe vnn euch gewechſet/ das wir vnſer regel nach/ wöllen weiter ko⸗ men/ vnd das Euangelion auch predigẽ/ denen die yhenſeid eueh wonen/ vnd vns nicht rhuͤmen yñ dem/ das mit fremb⸗ der regel bereitet iſt. e ee e en . Sas pi An die Corinther. Das. xj. Capitel. Er ſech aber rhuͤmet/ der rhuͤme ſich des Herrn/ deñ der iſt nicht bewerd der ſich ſelbs lobet/ ſondern den Herr lobet. Wolte Gott yhr hieltet nur ein wentg cor⸗ heit zu guc/ doch vhr haltet mir zu gut/ Denn ich eyffer vber euch mic goͤtlichem eyffer/ Denn ich habe euch vertrawet ei⸗ nem manne/ das ich einer eine ungfraw Chriſto zubrechte. Ich furchte aber/dasricht/ wie die ſchlange Oeua verfüͤrece mit phrer teuſcherey/ alſo auch ewre ſynne verruͤcket werden von der einfeltigkeyt ynn Chriſto/ Denn ſo der da zu euch kompt/ einen andern Jeſum predigete/ den wir nicht gepre diget haben/ oder yhr einẽ andern geiſt empfienget/ den yhr nicht empfangen habt/ oder ein ander E uangelion/ das yhr nicht angenomen habt/ ſo vercruͤget yhr ſie billich. Denn ich achte/ iehſey niche weniger denn die hohen Apoſtel ſind/ vnd ob ich alber bin mit reden/ ſo bin ich doch nicht alber ynn dem erkenents. Doch ich hin bey euch allen halben wol bekand. Odder hab ich geſuͤndiget/ das ich mich ernydriget habe/ auff das yhr erhoͤhet wuͤrdet: Denn ich ha be euch das Euangelion vmb ſonſt verkündiget/ vñ habe an dere gemeine beraubet/ vnd ſold von hn. genomen/ das ich euch predigete. Vnd da ich bey euch war gegenwertig/ vnd mangel hatte/ war ich memand beſchwerlich/ Denn meinẽ mangel erſtacten die bruder die von Dacedotia kamen/ vñ habe mich vnn allen ſtuͤcken euch vnbeſchwerlich behalten/ vnd wil auch noch mich alſo behalten. So gewis die warheit C briſti ynn mir iſt/ ſo ſol mir die ſer rhum vnn den lendern Achaia nicht vnternomen wer⸗ dẽ/ Warumb das: das ich euch nicht ſolte lieb haben: Gott a Weis es⸗ Gene. 3. Die ander Epiſtel weis es. Was ich aber che vñ chun wil/ das chit ich darumb⸗ das ich die vrſache abhade/ denen/ die vrſache ſuchen dag ſie rhuͤmen möchten/ ſie ſepen wie wir. Deli oͤlche falſche Apo ſtel vnd truͤgliche erbeiter/ verſtellen ſich zu Chriſtus Apo⸗ ſtel. Vnd das iſt auch kein wunder/ Denn er ſelbs der teuffel verſtellet ſich um Engel des liechtes. Darumb iſt es nicht ein groſſes/ ob ſich auch ſeone diener verſtellen/ zu diener de: prediget von der gerechtickeic/ welcher ende ſein wird nach hren wercken. Ich ſage abermal/ das tucht pemand wehne/ ich ſey toͤ⸗ richt/ Wo aber nicht/ ſo nemet mich an als einen toͤrichten/ das ich mich auch ein wenig rhuͤme. Was ich itzt rede/ das rede ich nicht dem Herrn nach ſondern ale vnn der corheit⸗ die weil wir ynn das rhuͤmen komen ſind ſintemal viel ſich rhuͤmen nach dem fleiſch/ wil ich mich auch rhuͤmen. Denn yhr vertraget gerne die narren/ die weil yhr klug ſeit/ Ihr vertraget ſo euch pemand zu knechten macher ſo euch yemãd ſchindet/ ſo euch yemand mimpt/ ſo ſich yemand vber euch he⸗ bet/ ſo euch yemand vñ das angeſichte ſtreicht. Das ſage ich nach der vnehre als weren wir ſehwach worden. Worauff nu vemand kuͤne iſt lich rede yñ torheie darauff bin ich auch kuͤne. Sie ſind Rbreer ich auch/ Sie ſind If raeliter/ ich aueh. Sie ſind Abrahãs ſamen/ ich auch. Ste ſind diener Chriſti/ ich auch. Ich rede torlich/ ich bin wol mehr vn erbeytẽ vberftüſſiger/ hn ſchlegen vberſchwenglich⸗ er/ hñ gefencknniſſen vberflüſſiger/ vn ſterben öffter. Võ den Juͤden hab ich funffmal empfangẽ viertzig ſtreich/ weniger eines/ Ich bin dreimal geſteupet/ ein mal geſteintget/ drey⸗ mal ſchiff bruch erlitten/ Tag vñ nacht hab ich zubracht yn der tieffe des meeres/ Ich hab offt gereyſet/ Ich bin nn fer lickeic te Vat Nr Wet a ſch en. Tenn dg t at E fd bh da An die Corinther. ligkeit geweſen/ zu waſſer/ vnter den mör dn/ vnter den Ju⸗ den/ vnter den Heiden/ ynn ſtedten/ ynn den wuͤſten/ auff dem meer/ vnd vnter den falſchen bruͤdn/ ynn muͤhe vnd er⸗ beit/ ynn wachen/ ynn hunger vnd durſt/ ynn viel faſten/ vnn froſt vnd bloͤſſe. 6 Gn was das auß wendigen iſt/ nemlich/ mein teglich an haltẽ/ Meine ſorge fuͤr alle gemeinen. Wer iſt ſchwach/ vñ ich werde nicht ſchwach: Wer wirt geergert/ vnd ich bren⸗ ne nicht? So ich mich vhe rhuͤmen ſol/ wil ich mich meiner ſchwacheit rhuͤmen. Gott vñ der vater vnſers herrn Jeſu Chriſt/ welcher iſt der gebenedeiece yñ ewickeit/ weis/ das ich nicht liege/ zu Da maſco der Candpfleger des koͤniges Arecha/ verwarete die ſtad der Damaſcer/ vnd wolte mich greiffen/ vnd ich ward vnn epnem korbe zum fenſter aus durch die maure nidder ge⸗ laſſen/ vnd encran aus ſeinen henden. 5 SQias. xij. Capitel. S itt mir ia das rhuͤmen kein nutz/ doch wil ich ko⸗ men auff die geſichte vnd offenbarunge des Qerrn. Ich kenne einẽ menſchen vor vierzehen iaren/ iſt er yñ dem ſabe geweſen/ ſo weis ichs nicht/ odder iſt er auſſer dẽ lebe ge⸗ weſen ſo weis ichs auch nicht/ Gott weis es/ der ſelbige war enczuͤckt/ bis vñ den dricten hymel/ vnd ich kenne den ſelbigen menſchen/ ob er yñ dem leibe oder auſſer dem leibegeweſen ſey/ weis ich nicht/ Gott weis es/ Er ward enczůckt hun das paradis/ vnd hoͤret vnauſſprechliche wort/ welche kein men⸗ ſch ſagen kan/ Dauon wil ich mich rhuͤmen von mir ſelbs aber wil ich mich nichts rhuͤmẽ/ on meiner ſehwacheit/ Vñ ſo ich mich rhuͤmẽ wölee/ het ich nicht choͤꝛlich/ deñ ich woͤlce Oh ei die war⸗ Die under Epiſtel die warheit ſagẽ. Ach enchalte mich aber des/ auff das nicht ꝛemãd mich hoͤher achte/ den er an mir ſihet odd võ mur höͤꝛet. Vnd auff das ich mich nicht der hohen offenbarung vbe: hebe/ iſt mir gegeben ein pfal vns fleiſch/ des Satanas En⸗ gel/ der mich mut feuſten ſchlahe/ auff das ich mich nicht vhe: hebe/ da fuͤr ich drey mal den Seren geflehet habe/ das er von mir trete/ vnd er hat zu mir geſage/ Sas dir an meiner gna⸗ de genuͤgen/ Denn krafft wird durch ſchwacheit ſtercker. Darumb wilich mich am aller lieheſten rhuͤmen meyner ſchwacheit/ auff das die krafft Chuſti ynn mir wonc. Dar⸗ um̃ duͤncke ich mich gut/ ynn ſchwacheiten/ vnn ſchmachen/ vnn noͤten/ vnn verfolgungen/ vnn engſten vmb Christus willen. Denn wenn ich ſchwach bin/ ſo bin ich ſtarck. Sch bin ein narr worden vber dem rhuͤmen/ da zu habt vhr mich gezwungen/ Denn ich ſolte von euch gelobet wer⸗ den/ ſtutemal ich niches weniger byn/ deñ die hohen Apoſtel ſinid/ Wie wol ich nichts bin/ ſo ſind doch eines A poſtels dei⸗ chen vnter euch geſchehen/ mit aller gedult/ mit zeichen vnd mit wunder/ vnd nut chaten. Welchs iſts darynne phꝛ geri ger ſeyt deñ die andern geme men: on das ich ſelbs euch nicht habe beſchweret/ Vergebet mir die ſuͤnde/ Sihe/ ich bin be⸗ rei zum dritten mal zu euch zu komen/ vnd wil euch nicht he ſchweren/ Deñ ich ſuͤche nicht das ewre/ ſondern euch/ Deñ es ſoͤllen nicht die kinder den Eltern ſchetz ſamlen/ ſondern die Eltern den kindern. 11215 Ich aber wil faſt gerne dar legen/ vnd dar geleget wer⸗ den fuͤr ewre ſeele/ wie wol ich euch faſt ſeer liehe/ vnd doch weniger gellebet werde. Aber las alſo ſein/ das ich euch ni⸗ che hahe beſehweret/ on dn die weil ieh ein teuſcher war hab ich euch mit hinderliſt gefangen. Jab ich aber auch pemand vberfortei⸗ An die Corinther. vberforteilet/ durch der eclichen/ die ich zu euch geſand habe? Ich habe Citon ermanet/ vnd mit yhm geſand einen bru⸗ der/ hat euch auch Tics vberforteilet: haben wir nicht vñ einem geiſt gewandelt? haben wir nicht ynn einerley fuſtap⸗ ffen gegangen: Eaſſer ohr euch abermal duͤncken/ wir ver⸗ antworten vns: Wir reden vnn Chriſto fuͤr Gott. Aber das alles geſchicht/ meine liebeſten/ euch zur beſſe⸗ rung/ Denn ich fuͤrchte/ wenn ich kome/ das ich euch nicht finde/ wie ich wil/ Vnd yhr mich auch nicht findet/ wie yhr wolt/ das nicht/ hadder/ eyffer/ zorn/ zanck/ affterreden/ oren⸗ blaſen/ auff blaſen/ auffrhur da ſeien/ das ich nicht abermal kome/ vnd mieß Gott demuͤtige bey euch/ vnd muͤſſe leid tragen vber viel/ die zuuor geſuͤndiget/ vñ nicht buſſe gethan haben/ fur die vnreinigkeit vnd hurerey vnd geilheit/ die ſie gehandelc haben. Das. rij. Capitel. Cb kome nu zum dritten mal zu euch/ vñ zweier od⸗ der dreyer mund ſol beſtehẽ allerley ſache. Ich habs 21 euch zuuor geſagt/ vnd ſag es euch zuuor/ als gegenwertig/ zum andern mal/ vnd ſchreibe es nu vm abeſen/ denen die zuuor geſundiget haben/ vnd den andern allen. Wenn ich abeꝛmal kome/ wil ich nicht ſchonen/ ſintemal yhr ſuchet/ das yhr ein mal gewar werdet/ des/ der vnn mir det Chriſtus/ welcher vnter euch nieht ſchwach iſt/ ſon dn iſt mechtig vnter euch. Vnd ob er wol gecreutziget iſt vnn der ſchwgcheit/ ſo lebet er doch vnn der krafft Goctes/ Vnd ob wir auch ſchwach ſind yñ vhm/ ſo leben wir doch mit ihn vnn der krafft Gottes/ vnter euch. Verſuchet euch ſelbs/ ob phr ym glaubẽ ſeht/ pruͤffet euch Di ee 5 Hh ij ſelbs/ Die ander Epiſtel ſelbs/ odder erkennet yhr euch ſelbs nicht das Jeſus Chri⸗ ſtus ynneuch iſtꝛ es ſey denn das pr berworffen ſept. Ich derben gegeben hat. 4 Ju letzt/ leben brüder/ frewet euch ſeit volkomen/ troͤſtet euch/ habt einerley mut vnd ſynn/ ſeit fridſam/ ſo wird Got der liebe vnd des frides mit euch ſein. Gruͤſſet euch vnterein ander mit dem heiligen kus. Es gruͤſſen euch alle heili⸗ gen. Die gnade vnſers Herrn Jeſu Chriſt/ vnd die liebe gottes vñ die gemeinſchafft des heiligen geiſts ſey mit euch allen. Amen Die ander zu den Corinthern. Geſandt von Philippen vun Macedonia durch Titon vnd LEucas. hoffe aber hr erkennet/ das wir nicht verworffen ſind Ich wuͤnſche aber fuͤr Got/ das yhꝛ nichts vbels chuet/ nicht auff das wir bewerd erſcheinen/ ſondern auff das yhr das gucte chuet/ vnd wir wie dle ver worffen ſeyen. Deni wir kunden nichts widder die warheit/ ondern fuͤr die warheit. Wir fre⸗ wen vns aber/ wenn wir ſchwach ſindt/ vnd hr mecheig ſeit vñ das ſelbige wuͤnſchen wir auch/ nemlich/ ewre volkomen⸗ heit. Derhalben ich auch ſoͤlchs ſchreibe/ auff das ich ni⸗ cht/ wenn ichgegenwertig bin/ ſcherffe brauchen muͤſſe/ na⸗ ch der macht/ welche mir der Herr zu beſſern/ vñ nicht zu ve: —— Srctpſt —— — 8— —* 7 D in die—.— Das 88 Ewu. 08 e 6 15 0 05 50. W e. N N ee— WN punch o ernen 1 9 5 . 8 durch Jeſum CLhuſt vnd Goc den va⸗ er/ der phn aufferwecket bat von den codten/ vnd „Jalle bruͤder, die bey mir ind. Den gemeinen vnn VVV GSGallacta/ Gnade ſey 8 mit euch vnd fryde von —— vater rund 12 Herrn Jeſu Ch hriſt/ der ſich 0 vnſer ſünde gegeben hat/ das er vns errectet von dieſer gegenwerteigen argen welt/ nach dem willen Gottes vn⸗ ſers vaters/ welchem ſey preis von ewickeit zu ewickeit Amẽ. Dich wundert/ das yhr euch ſo bald abwenden laſſet/ von dem der euch 270 hac durch die gnade Chriſti/ auff ein ander uanigeliõ/ ſo doch kein anders iſt/ on das etliche ſind/ die euch verwirren/ vñ wollen das Euangelion Chri⸗ ſti verkeren. Aber ſo auch wi/ odder ein Engel vom hymel/ euch wuͤrde predigen/ anders denn das wir euch geprediget haben/ das ſey verftucht/ wie wir itzt geſagt haben/ ſo ſagen cee Sopenand euch pꝛediget/ anders denn h ij das vhr 5 2, e, das yhr empfangen habt/ das ſey verflucht. Predige ich deñ itzt menſchen odder Gott zu dienſt? odder gedenck ich den meꝛiſchen gefellig zu ſein! Wenn ich den menſchen noch ge⸗ fellig were/ ſo were ich Chriſtuskneche nicht.. IJch chu euch aber kund/ lieben bruͤder/ das/ das Euange⸗ lion/ das von mir geprediget iſt/ nicht menſchlich iſt/ Dent ich babes nicht von einem menſchen 9 geler⸗ net/ ſondern durch die offenbarung Jeſu Chriſti. Denn vhr habt yhe wol gehoͤret meinen wandel weiland vm Juͤ⸗ denchum/ wie ich vber die maſſe die gemeine Gottes verfol⸗ gete/ vnd verſtörete ſie/ vnd nam zu/ vm Juͤdenchum vber viel meines gleichen/ vnter meiner Nation/ vñ epfferet meh denn alle ander vmb der veter geſetz. Da es aber Gott wolgefiel/ der mich von meiner muc⸗ ter leibe hat aus geſondert/ vnd beruffen durch ſemne gnade/ das er ſeinen ſon offenbaret yñ mir/ das ich jhn durchs Euã⸗ gelion verkuͤndigen ſolte viiter den Seiden/ alſo bald fur ich du/ vñ beſprach mich nicht daruber mit fleiſch vnd blut/ kam auch nicht gen Jeruſalem/ zu denen/ die fuͤr mir Apoſtel waren/ ſondern doch hin vnn Arabiam/ vnd kam widder⸗ umb gen Damaſcon. Darnach vber drep iar kam ich gen Feruſalem/ Petrõ zu ſchawen vnd bleyb funffdehẽ tage ber yym/ der andern Apoſtel aber ſahe ich keinen/ en Jacobon des Herrn bruder. Was ich euch aber ſchreibe/ Gott weis/ ich liege nicht. e 5 Diarnach kam ich ynn die lender Syria vnd Cilicia/ ich war aber vnbekant von angeſichte/ den chriſtlichen ge⸗ a ö meinen vñ Judea. Sie hatten aber allein gehöͤꝛet/ das/ der vns weiland verfolgete/ der prediget itzt den glawoben/ wel⸗ chen er weiland verſtörete vnd preyſeten Gott vber mir. Das —— ä At An die Galater. Das ander Capitel. Arnach vber vierzehen tar/ zoch ich abermal hin⸗ auff gen Jerusalem mit Baꝛnabas vnd nam C⸗ con auch mit mir. Ich zog aber himauff/ aus einer offenba⸗ kung/ bnd beſprach mich mit yhn vher dem Euangelio/ das ich predige vnter den heiden/ beſonders aher mit denen/ die das anſehen hatten/ auff das ich niche vergeblich lieffe odder gelauffen hette. Aber es ward auch Titus nicht gezwungẽ ſich zubeſchneiden/ der mit mir war oh er wol ein rieche war/ Vnd das/ vmb etlicher neben eingefuͤrter falſcher bru⸗ der willen/ die neben einko men waren/ zu berkundſchaffen vnſer freiheit die wir haben vnn Chriſto Jeſu/ das ſie vng gefangen nemen/ welchen wir auch dazumal nicht wichen/ vuterthan zu ſeyn/ auff das die waꝛheyt des Euangelton bey euch beſtuͤnde. 919 Von denen aber/ die das anſehen hatten/ welcherley ſie weiland geweſen ſind/ da ligt mir nichts an/ deñ Gott ach⸗ cet das anſehen der menſchen nicht. ¶ ich aber haben/ die ſo das anſehen hatten/ nichts anders geleret/ ſondern widder⸗ umb/ da ſie ſahen/ das mir vertrauet war das Euangelton an die vorhaut/ gleich wie Petro das Euangelion an die beſchneidung( Deñ der mie Pero krefftig iſt geweſen zum Apoſtel ampt vnter die beſchneicung/ der iſt mit mir auch kreſtig geweſen vnder die heiden vnd ſic erkandten die gna⸗ de/ die mir gegeben waꝛ/ Jacobus vnd Kephas vnd Joan⸗ nes/ die fr Seulen angeſehẽ waꝛen/ gabẽ ſte mir vñ Bar⸗ naba die hand/ vnd vereimeten ſich mit vns das wir vncer die heiden/ ſie aber vncer die beſe chneicung predigeten/ al⸗ lein das wir der armen gedechten welches ieh auch vleiſſig dune bin gewe⸗ Die Epiſtel bin geweſen zu chun. GEN Da aber Petrus gen Antiochakam/ widderſtundich vhm vnter augen/ denn es war klage vber vhn komen/ Def zuuor ehe etliche von Jacobo kamen aſs er nut den heiden. Da ſie aber kamẽ/ nntdoch er ſich vñ ſondere ich dazulm das er die von der beſchneitung fürchte/ vnd heuchelten mie vhm die andn Jude alleſampe/ also das auch Barnabas verſ. ret waꝛd durch vhr heucheln. Aber da ich ſahe/ das ſie nicht richtig wãdeltẽ/ nach der waꝛheyt des Euangeli/ ſprach ich zu Petzo offentlich/ So du/ der du ein Dude biſt/ heidniſch lebeſt vnd mht Juͤdiſch/ warumb zwingeſtu denn die hei⸗ den Juͤdiſch zu leben? Wie wol wir von nacur Juden/ vnd nicht ſünder aus den heiden ſind/ doch weil wir wiſſen/ das der menſch durch die werck des geſeczes nicht rechtfertig wird ſondern durch den glawjen an Jeſu Chriſt/ ſo haben wir auch an Jeſum Chriſt geglewobet/ auff das wir gerechtfer⸗ tiget werden/ dureh den glawben an Veſu Chriſt/ vñ nicht durch die werck des geſetzes. Diarumb wird durch die werck des geſetzes kein fleiſch gerechfertiget. Solten wir aber die da ſuchen durch Chri⸗ ſtum rechefertig zu werden/ auch noch ſelbs ſunder erfunden werden/ ſo hetten wir von Chriſto nicht mehr denn ſuͤnde/ Das ſey aber ferne. Wenn ich aber das ſo ich zubꝛochen ha⸗ be/ widderumb bawe/ ſo mache ich mich ſelbs zu einem vber⸗ treter. Ich bin aber durchs geſetz dem geſetz geſtorben/ auff das ich Gotte lebe/ Ich bin mit Chriſto gecreuczigec⸗ ich lebe aber/ doch nu nicht ich/ ſondern Chriſtus lebet yñ mir. Denn was ich lebe ymfteiſch/ das lebe ich ynn dem glaw⸗ ben des ſones Czoctes/ der mich geliebet hat vñ ſich fuͤr mich dargegchen. Ieh werffe nicht weg die gnade Gotees Dent „„ ſo durch S———— 4 1 W ert hab wor An die Galater. ſo durch d ß di itiabeic k t Chriſtug 22500 02— 1 gerechtigkeit kompt/ ſo iſt Chriſtus Ous dritte. Capitel. br vnuerſtendigen Galater/ wer hat euch bezau⸗ bert/ das vhr der warheit nicht gehorchet: welchen Chriftus Jeſus fuͤr die augen gezeigec iſt/ das er vnter uch gecreutziget ſey. Das wil ich alleine von euch lernen/ Gabe por den geiſt empfangen/ durch des geſetzes werck/ oder durch die prediget vom glawhen: ſeyt yhr ſo vnuerſtendig: Ym geiſt habt vhr angefangen/ wolt jhr denn nu ymfleiſch fort faren? habt yhr denn ſo viel vmb ſonſt erlicten · iſts att⸗ ders bmb ſonſt. Der euch nu den geiſt reichet/ vnd chuc ſoͤl⸗ che thaten vnter euch/ chut ers durch des geſetzes werck; oder durch die prediget vom glatoben: Gleich/ wie Abraham hat Gotte geglewbet/ vnd es iſt jm gerechnec für gerechtie⸗ keit. So erkennet yhꝛ phe nu/ das die des glawöens ſind/ das ſind Abrahams kinder. Die ſchrifft aber hat es zuuor erſehen/ das Gott die hei⸗ den durch den glatohen rechtfereiget/ Dꝛaumb verkündiget ſie dem Abraham nn deinem ſamen ſoͤlfen alle heiden ge⸗ ſegenet werden. Alſo werden nu die des glawhens ſind/ geſe⸗ genet mit dem glewhigen Abraham. Denn alle die nut des geſetzes wercken vmbgehen/ die ſinde vnter der vermaledey⸗ ung. Denn es ſtehet geſchrieben/ Verffieche ſep yderman/ dar der nicht bleibet yñ alle dem/ das geſchrieben ſtehet vnn die⸗ ſem buch des geſetzes/ das ers chue. Die weil denn durchs ge⸗ ſetz niemandt gerechtfertiget wird fuͤr Gott/ ſo iſts offen⸗ bar/ das der gerechte wird ſeines glawbens leben. Das geſetz aber iſt nicht des glewhens/ ſondern der menſch 0 0 5 eo chut Leuiti. Deut 21 Die Epiſtel es chut/ wird da durch leben. Chriſtus aber hat vns erlöſet von dem ſtuch des geſetzes/ da er ward ein fluch fuͤr vns( deñ es ſtehet geſchrieben/ Verftucht iſt yderman der am holtz henget) auff das der ſegen Abrahe vnter die heiden keme/yñ Chriſto Jeſu/ vnd wir alſo den verheiſſen geyſt empfin⸗ gen/ durch den glawben.. Oeieben bruͤder/ ich wil nach menſchlicher weyſe reden/ verachtet man doch eines menſchen teſtament nicht( wenn es beſteriget iſt vnd chut auch nichts dazu. Nun iſt he die verheiſſunge Abrahe vnd ſeynem ſamen zugeſaget. Er ſpꝛi⸗ cht nicht/ durch die ſamen/ als durch viele/ ſondern als durch einem/ Durch deinen ſamẽ/ welcher iſt Chriſtus. Ich ſage aber dauon/ das teſtament das von Gott beſtetiget iſt auff Chriſtum/ wird nicht auffgehaben/ das die verheiſſunge ſolte durchs geſetz auff hören/ welches gegeben iſt/ vber vier⸗ hundert vnd dreyſſig tar hernach/ Denn ſo das erbe durch das geſetz erworben wuͤrde/ ſo wuͤrde es nicht durch verhei⸗ ſſunge gegeben. Gott aber has Abꝛaham durch verheiſſun⸗ ge frey geſchencket. 8 Mas ol deñ das geſetz: Es iſt hinzu gechan/ das des ber. treccẽ mehr wuͤrde/ bis der ſamen keme/ dem die verheiſſunge geſchehen iſt/ vnd iſt vberreichet von den Engeln durch die hand des mittelers/ Ein mitteler aber iſt nicht eines eynigen micteler/ Gott aber iſt eynig. Wieꝛiſt denn das geſetzʒ wid⸗ der Gottes verheiſſen!: Das ſey ferne. Wenn aber ein geſetz gegeben were/ das da kuͤnde lebendig machen/ ſo keme die ge. recheigleit warhafftig von dem geſetz Aber die ſchrifft hac es alles beſchloſſen vnter die ſunde/ auff das die verheiſſung keme durch den glawben an Jeſum Chriſtum/ gegeben denen die da glewben. Ehe denn aber der glawbe kam/ wuͤn⸗ den wir An die Salater. den wir vnter dem geſetz verwaret vñ verſchloſſen/ auff den glawben/ der da ſolce offenbaret werden. Alſo iſt das geſetz vnſer zuchtmeiſter geweſen auff Chri⸗ ſtum/ das wir durch den glauben rechcfercig wurden/ Nu aber der glaube komen iſt/ ſind wir nicht mehr vnter dem zu⸗ chemeiſter/ Denn yhr ſeyt alle Gottes kinder/ durch den glauben an Chriſto Jeſu. Denn wie viel ewer getaufft ſind die haben Chriſtum angezogen. ie iſt kern Jude noch berieche/ ie iſt keyn knecht noch freyer/ Ge iſckenn mam noch weib/ Denn yhr ſeit alumal eyner vun Chriſto Jeſiu. Seyt yhr aber Chriſtt/ o ſeit yhr ia Abrahams ſa⸗ men/ vnd nach der verheiſſung erben. Das. pier de. Capitel. 2 Chſage aber/ ſo lange der erb ein kind iſt/ o iſt vn⸗ A eer yhm vñ einem knechte keim vnterſcheid/ ob er wol ein Herr iſt aller guter/ ſondern er iſt vnter den furmuͤnden vnd pflegern/ bis auff die beſtimpte zeit vom vater. Allſo au⸗ ch wir da wir kinder waren/ waren wir gefangen vnter den euſſerlichen ſatzungen. Da aber die zeit erfuͤllet ward/ ſand⸗ te Gott ſeinen ſon/ der da geporn iſt von einem weibe/ vnd vnter das geſetz gethan/ auff das er die/ ſo vnter dem geſetz waren/ erlöſet/ das wir die kindſchafft empfingen. Weil yhr deñ kinder ſeit/ hat Gott geſand ſeinen geiſt yn ewore hertzen der ſchreiet/ Abba lieber vater. Alſo iſt nu hie kein knecht mehr/ ſondern eitel kinder/ Sinds aber kinder/ ſo ſinds au⸗ ch erben Gottes/ durch Chriſtott. 5 Aber zu der zeit/ da vhr Gott nicht erkandtec/ dienet hr denẽ/ die võ natur nicht goͤcter ſind/ nu ihr aber Gott erkand habet(ia viel mehr von Gott erkand ſeit ue wendet auc 9 Ji euch — ene i. 21 ene. v1. Die Epiſtel euch denn vmb/ widder zu den ſchwachen vnd durffeigen ſa⸗ f tzungen/ welchen vhr von newes an dienen wolt: Ihr hal⸗ tet tage vnd monden vnd feſte vnd tarzelt/ ich fuͤrchce ewer⸗ das ich nicht villeicht vm̃ ſonſt habe an euch geeꝛbeitet. Sei doch wie ich/ denn ich bin wie phr. Eieben bruͤder(ich bitte cuch) yhr habt mir kein leid ge⸗ chan/ Denn yhr wiſſet/ das ich euch vnn ſchwacheit nach dem fleiſch/ das Euangeltõ geprediget habe/ zum erſtenmal/ vnd meine anfechtungen/ die ich leid nach dem fleiſch/ habt yhr niht verachtet noch verſchmecht/ ſon dn als einen En⸗ gel Gottes namet vhr mich auff/ a als Jeſum Chriſton. Mie waret vhr dazumal ſo ſelig: Ich bim ewer zeuge/ das/ wenn es moͤgelich geweſen were/ yhr heccet ewer augen außz⸗ geriſſen vnd mir gegeben/ Bin ich def alſo ewer feind wor⸗ den/ das ich euch die warheit fuͤrhalte: Sie eyffern vmb euch tucht fein/ aber ſie wollen euch von mir abfellig machen/ das phr vmb ſie ſolt epffern. Kyffern iſt gut/ wens ymer dar geſchicht vmb das gute/ vnd nicht al⸗ lein wenn ich gegenwertig bey euch bin. Meine lieben kinder/ welche ich abermal mit engſten ge⸗ pere/ bis das Chriſtus vnn euch eine geſtalt gewinne/ Ich woͤlt aber/ das ich itzt bey euch were/ vnd meine ſtimme wan⸗ deln kuͤnde/ Denn ich bin vrre an euch. Saget mir/ die yhr vnter dem geſetz ſein wolt/ habt yhꝛ das geſetz nicht gehöͤret: Denn es ſtehet geſchrieben/ das Abraham zwene ſoͤne hatte/ einen von der magd/ den an⸗ dern von der freyen/ Aber der von der maad war/ iſt nach dem fleiſch geporn/ der aber von der freyen/ iſt durch die ver heiſſung geporn/ Die wort bedeutk etwas. Deñ diſe weiber ſind die zwei ceſtament/ Eins von dem berge 8 5 f neche⸗ ———————— . ˙ —— ⏑ ο⏑ r SS S 2 e —— — 1 46 0 Au 0 S000 0% .(fen An die Galater. knechtſchafft gepirt/ welches iſt die Agar/ Denn Agar hei⸗ ſſet vñ Arabia der berg Sima vnd langec bis gen Jeruſa⸗ lem/ das zu dieſer zeit iſt/ vñ iſt nicht frey mit ſeinen kindern. 5 Aber das Veruſalem/ das droben iſt das iſt die freye die iſt vnſer aller mutter. Denn cs ſtehet geſchrieben/ Sey froͤ⸗ le lich die du nicht gepireſt/ vnd brich erflür die du nicht ſchwan ger biſt/ denn die einſame hae viel mehr kinder/ denn die den man hat. Wir aber/ leben brüder/ ſiid Iſaae nach der ver⸗ heiſſunge kinder. Aber gleych wie zu der zeit der nach dem fleiſch geporn war/ verfolgete denen/ der nach dem geiſt geporn war⸗ alſo gehet es itzt auch. Aber was ſpricht die ſchrifft? Scos die magd hinaus mie phrem ſone/ Denn der magd ſon ſol nicht 8 erben mit dem ſon der freyẽ. So ſird wu nu/ leben brůder⸗ nicht der magd kinder ſonder der frepen. Ons funfft Capitel. G beſtehet nu vnn der freiheit/ damit vns Chriſtus befreiet hat/ vnd laſſet euch nicht widde umb yñ das knechtiſchen toch verknuͤpffen. Sehet/ ich Paulus ſage euch wo yhr euch beſchneiden laſſet/ o iſt euch Chriſtus kein nuͤctz Ich deuge abermal einem pedeꝛman der ſich beſchneiden leſ⸗ ſet/ das er noch des gantzen geſetzes ſchuldig iſt/ Ihr ſeit abe von Chriſto/ wenn yhr durch das geſetz rechtfertig werden wolt/ vñ habt der gnade gefehlet. Wir aber warten ym geiſt der hoffnung/ das wir durch den glawben rechtfertig ſind. Denn ynn Chriſto Jeſu gilt widder beſchneicutig noch vorhaut ecwas/ ſondern der glaube der durch die liebe che⸗ tig iſt. Ihr lieffet fein/ wer hat euch auffgehalten/ der war⸗ heit nicht zu gehorchen: Solch vberreden iſt nicht von dem Iiſij dereuch Die Epiſtel der euch berufen hat. Ein wenig ſawerteig verſawret den gantzen ceig. Ich verſche mich zu euch vnn dem Herrn/ yhr werde tuches anders geſinnet ſein/ wer euch aber yrre machet/ der wird ſein vrteil eragen/ er ſep wer er woͤlle. Ych aber/ lieben bruͤder/ ſo ich die beſchneſtung noch predige/ warumb leide ich deñ verfolgung: ſo hette die erger mis des creutzes auffge⸗ hoͤret. Molt Gott/ das ſie auch auſzgerottet wuͤrden/ die eu⸗ ch verſtoͤren. Ihr aber/ lieben bruͤder/ ſeit zur fretheit beruff⸗ en allein ſehet zu das vhr die freiheit nicht laſſec dem fleiſch ein raum werden/ ſon dn durch die liebe dienet einer dem an⸗ dern. Delit alle geſetz werden vnn einem woꝛt erfuͤllet/ vnn dem/ Eiebe deinen nehrſten als dich ſelbs. o yhr euch aber vntcereinattder beiſſet vñ freſſer/ ſo ſehet zu/ das yhr nicht vn⸗ tereiander verzehret werdet. Ich ſage aber dauon/ wandelt ym geiſt/ ſo werdet phꝛ die lͤſte des flaches nieht volbringen/ Denn das fleiſch geluͤſ⸗ ce widder den geiſt/ vnd den geiſt gelüͤſtet wider das fteiſch. Die ſelbtgen ſind widderemander/ das phr nicht thut/ was vhr woͤllet/ garet vhr aber ym geiſt/ ſo ſeyt yhr nicht vnter dem geſetz. offenbar ſind aber die werck des fleiſches/ als da ſind ebebruch hureren vnrennckeit geilbeit/ abgöccerey/ zel⸗ bered/ feindſchafft/ hadder/ eyffer/ oi/ zanck/ wiracht/ rot⸗ ten haßs moꝛd freſſen/ auffen/ vnd der gleichen/ von welch⸗ en ich euch hab zuuoꝛ geſagt/ vnd ſage noch zuuoꝛ/ das die ſoͤl⸗ ches chun/ werden das reich(Zottes nicht erben. Die frucht aber des geiſtes iſt/ lee/ frewde/ frtede/ langmut/ freundt⸗ ligkeyt/guͤttigkeit/glaube /ſanffemule keuſcheyt/ welche ſolche lind/ widder die iſt das Geſetze nicht⸗ Melche aber Chniſtus ſind/ die haben vhr fleyſch gecreutziget ſampt den luͤſten ech ft Sg affe icke/ le u Vontet An die Galater. den lůͤſten vnd begirden. Das. vj. Capitel G wir ym geyſt leben/ ſo laſſet vns auch ym geyſt einher creten/ laſſet vns tnucht eiceler ehre geitzig ſein vncereinander zuentruͤſten vnd zu haſſen. Sieben bruͤder/ ſo ein menſch etwa von einem fehl vbereylet wuͤrde/ ſo vnter⸗ weifet yhn mit ſanfftmuͤtigẽ geiſt/ die yhr geiſtlich ſeit. Vnd ſihe auff dich ſelbs/ das du nicht auch verſuchet werdeſt/ Ei⸗ ner trag des andern laſt/ ſo werdet yhr das geſetz Chriſtt er⸗ fuͤllen/ So aber ſich yemand leſſet duͤncken/ er ſey etwas/ ſo er doch nichts iſt/ der betreuget ſich ſelbs. Gin iglicher aber pruͤffe ſein ſelbos werck/ vnd als denn wird er an yhm ſelber rhum haben/ vnd nicht an einem andern/ Denn ein iglicher wird ſeine laſt tragen. Der aber vnterrichtet wird mit dem wort/ der teyle mit allerley guces/ dem/ der yhn vnterrichtet. Irret euch nicht/ Gott leſt ſich nicht effen. Denn was der menſche ſeet/ das wird er erndten/ Wer auff das fleiſch ſeet/ der wiꝛd von dem fleiſch das verderben erndeen/ Wer aber auff den geiſt ſeet/ der wird von dem geiſt das ewige leben erndren. Oaſſet vns aber gutes chun on verdries/ Denn zu ſeiner zeit werden wiꝛ auch erndten on auffhoͤren. Ale wir denn nu zeit haben/ ſo laſſet vns gutes chun an yderman/ allermeiſt aber an des glaubens genoſſen. Sehet/ mit wie vielen worten hab ich euch geſchrieben mit eigener hand. Die da wollen wol geperden vm fleiſch ⸗ die tzwingen euch zu beſchneiden altem das ſie nicht mit dem creutz Chriſti verfolget werden/ Deñ auch ſie ſelbs die ſich beſchneiden laſſen/ halcen das geſetz ae ſie wöllen⸗ Ji enj das —. ———— ———— E—õ.——-— 3 Die Epiſtel das vbr euch beſchneiden laſſet/ auff das ſie ich von ewrem fleisch rhüͤmen mögen. Es ſey aber ferne von mir/ rhuͤmen/ denn nuͤr von dem ereutz vnſers herrn Jeſu Chriſti durch welchen mir die welt gecreutziget iſt vn ich der welt. Denn pnn Chriſto Jeſu gild widder beſchneitung noch vorhaut etwas/ ſondern eine newe creatur/ Vnd wie viel nach dieſer regel einher tretten/ vber die ſey friede vnd barmhertzigkeyt vnd vber den Iſtael Goctes. Sinfurt mache mir nie mand weiber muͤhe/ denn ich trage die malzeich⸗ en des Herrn Deſit an meimem leibe. Die gnade vnſers Herrn Jeſu Chri⸗ ſu ſey mit ewrem̃ geiſt/ Eieben bruͤder. Amen. Zu den Galatern. Geſand von Vom. ze Die Epiſtel Santt Pauli s. An die Epheſer. I%..— 5 DD 1, F — A 50 1 e 5 ,, 2 e 6 8 Dan hepligen zu E⸗ r pheſo/ vnd glewbigen an Cb Jaun. N 8. Gnade ſey mit euch nd ſryde von Goc vn⸗ Weite ſerm vater vñ dem Herrn Jeſu Chriſto. „FùXUV.n; Gelobet ſey Gott vnd “dex vater Teſu Chriſti/ der vns geſegenet hat mit allerley geyſtlichem ſegen/ vm hy⸗ meliſchen weſen durch Chriſtum/ wie er vns denn erwelet hat durch den ſelbigen/ che der welt grund geleget war das wir ſolcen ſein heilig vnd vnſtrefflich fuͤr vhm vnn der liebe⸗ vñ hat vns verordnet zur kindſchafft gegen yhm ſelbs durch Jeſum Chuſt/ nach dem wolgefallen ſeines willens/ zu lob ſeiner herlichen gnade/ durch welche er vns hat angeneme gemacht vnn dem geliebten. An welchem wir haben die erlöſung durch ſein blut/ nern lich die vergebung der ſünde/ nach dem reichtum ſeiner gna⸗ de/ welcher vberſchuͤttet hat auff vns/ durch allerley weiſz⸗ heit vnd klughei/ vnd hat vns wiſſen laſſen das geheime . Di ej ſeines .— 2 e., Die Epiſtel 25 ſeines willens nach ſeinem wolgefallen/ vnd hat das ſelbige erfuoͤr gethan durch yhn/ das es geprediget wuͤrde/ da die zeit erfuͤllet war/ auff das alle ding zu ſamen verfaſſet wuͤrden/ durch Chriſton/ beide das ym hymel vñ auch auff erden iſt/ vnd ſhm vnterthan wuͤrde/ duꝛch welchen wir auch zum erb⸗ teil komen ſind/ die wir zuuor verordent ſind/ nach dem fuͤr⸗ ſatz des/ der alle ding wircket/ nach dem rad ſeines willens/ auff das wir ein weſen erlangen zu lobe ſeiner herlickeit/ die wir zuuor auff Chriſto hoffen. Des ſeit auch yhr/ da yhr gehöret habt das wort der wa: heit/ nemlich/ das Ruangelion von ewer ſelickeit an welchs da yhr auch geglewbet habt/ ſeyt yhr verſtegelt worden mit dem geiſt der verheiſſung/ das iſt mit dem heiligẽ geiſt/ wel cher iſt das pfand vnſers erbes/ zu vnſer erloͤſung/ die wi ſein eigenchum ſind zu lobe ſeiner herlickeit. Darumb auch ich/ nach dem ich gehoͤret habe von dem glawben bey euch an dem e e von ewer lie⸗ be zu allen heiltgen/ Hoͤre ich nicht auff zu dancken fuͤr euch/ vnd gedencke ewer ynn meinem gebet/ das der Gott vnſero Gerrn Jeſu Chriſti der vater der herlickeit/ gebe euch den geiſt der weiſßheit vnd der offenbarung zu ſeines ſelbs erkent nis/ vnd erleuchtete augen ewers verſtentnis/ das phr erken⸗ nen moͤget/ welch da ſey die hoffnung ewres beruffs/ vñ wel⸗ cher ſey der reichtum des herlichen erbes an ſeinen heiligen/ vñ welche da ſey die vberſchwenckliche gröͤſſe ſeiner krafft an vns/ die wir geglewbet habẽ/ nach der wirckung ſeiner mech⸗ tigen ſtercke/ welch er gewircket hat ynn Choiſto/ da er yhn von den todten aufferwecket hat/ vnd geſetzt zu ſeiner rechtẽ/ ym hymeliſchen weſen, vber alle fuͤrſtenthum/ gewalt/ ma⸗ ec/ herſchafft/ vnd alles was genant mag werden/ 125 al⸗ — ein yñ 1 An die Epheſet 0 lein ynn diſer welt/ onde nt auch ynn der zukunftigen/ Vñ W hat alle ding vnter ſemne füͤſſe gechan/ vnd hat vhn geſetzt fur N En allen dingen zum heube der gememnen/ welche da iſt ſein leib uc Ag vnd die fülle/ des der alles ynn allen erfülfec. ach Dich, ä f n Os ander Capitel. Nd auch euch/ da yhr tod waret durch geprechen nd ſuͤnde/ vnn welchen vhr weiland gewandelt ben c 0 habe hach de lauff diefer welc vf nach dem fuͤrſten der oͤber⸗ 1d a keit dre yñ der lufft regrec nemlich nach dem geiſt/ der da ſeꝛ 1. werck hat yñ den kindern des vnglaubens/ vncer welche wir g put auch alle weilad vnſern wãdel gehabe habẽ/ mit luͤſtẽ vriſers an e fleiſches/ yñ chaten den willẽ des fleiſchs vñ der vernüfft/ vnd 11 waren auch kin des zoꝛis von natur/ gleich wie die andern. 1 Aber Goct/ der da reich iſt von barmhertzigkeyc/ durch „ 0 ſeltte groſſe liehe/ damit er vns geliehet hat/ da wir cod ware al Sal pf den ſünden/ hat er vng ſampt Chriſto lebendig gemacht car Lach Denn aus gnade ſeyt yhr ſelig worden vnd hat vns ſampt Ge ſhm auffer wecker/ vñ ſampe ihm yñ das hymeltſche weſen ge⸗ ch rden ſetzt durch Jeſum Chriſt/ auff das er erzetgete vnn den zu⸗ d at kuͤnffttgẽ zeyeẽ den vberſchwencklichẽ reichchum ſeiner gna⸗ . rale de/ mit feiner freundlickeit vber vno durch Veſum Chriſt/ Mi Deli aus gna de ſeyt ih ſelig wordẽ/ duch den glauben/ vnd am wd/ da ſſelbige tuch aus euch Gortes gabe iſt es/ licht aus den 10 fte werckẽ/ auff das ſich nicht yemãdt rhüme. Deñ vhꝛ ſeyt ſein S lech werek/ geſchaſſen duꝛch Jeſiumm chꝛiſt zu gute werckẽ zu wel⸗ o ch chẽ got vns zuuoꝛ bereitet hat/ das w dryñen wandeln ſolle. n cl Darumb gedencket dran/ das yhr/ die yhr wetlandoach mo⸗ dem fleiſch heiden geweſen ſeyt/ vnd die vorhaud genenmnec 1.. 45 f A rachtch wu det/ yon denen die genennet ſind beſchneicung 8 900 *„ N 5 6 5 4. 3 1 Die Epiſtel fleiſch/ die mit der hand geſchicht/ das phꝛzu der ſelbigen zent waret on Chriſto/ darümb jr frembde gehalten waret von der burgerſchafft Iſrael/ vñ waret geſte ynn den teſtamen⸗ ten der berheiſſung/ daher hr keine hoffnung hallet⸗ vnd waret on Gott hein der welt. Nu aber/ yhr die phr pit Chriſto ſeit/ vnd weiland ferne geweſen/ ſeyt nu nahe wor⸗ den durch das blut Chriſtt. N Denn er iſt vnſer fride/ der aus beiden eilte hat gemacht/ vnd hat abgebrochen die mittelwand/ die der zawn wa: zwi⸗ ſchen vns/ nemlich die feindſchafft/ da mit/ das er hat durch ſemn fleiſch auffgebaben das geſetz der gepot/ ſo ſchufftlich ver⸗ faſſet waren auff das er aus zween einen newen menſchen ſchaffte/ yñ phm fride zu machen/ vnd das er beide verſoͤnete mit Gott vnn einem leibe duch das creutz/ vnd hat die fe⸗ indſchafft getödtet durch ſich ſelbs/ vnd iſt komen/ hat ver⸗ kuͤndiget ym Rua ngelio den fride euch die yhr ferne waret/ vnd denen die nahe waren. Denn durch yhn haben wir den zugang alle beide ynn einem geiſt/ zum vater. So ſeht hr nu nucht mehr geſte vnd frembdlinge ſurder buͤrger mit den heiligen vnd Gottes hauegenoſſen/ erbawec auff den grund der Apoſtel vnd der Propheten ⸗ da Jeſus Chriſtus der eckſtemm iſt/ auff welchen/ welcherley baw vnn einander gefuͤget wird/ der wechſt zu einem heiligen tempel vnn dem eren/ auff welchen auch jhꝛ mic erbawet werdet/ zu einer behauſung Gottes ym geiſt. GODas dritte. Capitel Erhalben ich Paulus der gefangener vmb Je⸗ Aus Thuiſtus willen/ fuͤr euch heiden N ach dem ſhꝛ ehoͤꝛet habet von dẽ amp der gnade/ die mir an euch gegebẽ ä A— E 6g x Andie Epheſer. iſt Deñ mir iſt kund worden dieſes geheimnis/ durch offen⸗ barung) wie ich droben auffs kuͤrtzeſt geſchrieben habe/ dar⸗ an yhr/ ſo yhrs leſet/ mercken kuͤnd meinen verſtand an dem geheime Criſti/ welches nicht kund gechan iſt yñ den vo⸗ digen zeiten den menſchen kindern/ als es nu offenbart iſt ſei nen heiligen Apoſteln vnd Prophetẽ durch den geiſt/ Das die heiden miterben ſeyen vnd mitleybig vñ mitgenoſſen ſei⸗ ner verheiſſung vnn Chriſto/ durch das Euangelion/ des ich ein diener wordẽ bin/ nach der gabe aus der gnade Goc⸗ tes/ die mir nach der wirckung ſeiner krafft gegeben iſt. Mir/ dem aller ger ingſten vnter allen heiligen/ iſt gege⸗ ben diſe gnade/ vnter die heiden zuuerkuͤndigen den vnauß⸗ forſchlichen reichtum Chriſti/ vnd zuerleuchten yderman/ welche da ſey die gemeinſchafft des geheimnis/ das von der welt her vnn Gott verborgen geweſen iſt/ der alle ding ge⸗ ſchaffen hat durch Jeſum Chuſt/ auff das itzt kund wuͤrde/ den fuͤrſtenthumen vnd oͤberkeiten vnn dem hymel an der ge⸗ meine/ die manchfeltige weißheit die Gott gibt/ nach dẽ fuͤr⸗ ſatz von der welt her/ welche er beweyſet hat vñ Chriſto Je ſu vnſerm Herrn/ durch welchen wir haben freydigkeic vnd zugang vnn der zuuerſicht durch den glawhen an jhn. Daꝛ⸗ umb bitte ich das yhꝛ nicht laſs werdet/ vmb meiner truͤbſaln willen/ die ich fuͤr euch leide/ welche euch ein preys ſind. Derdhalben beuge ich meine lnye gegen dem vater vnſezs Gerrn Jeſu Chriſt/ der/ der rechte vater iſt vber alles was vater heiſt vnn hymel vnd erden/ das er euch gebe nach dem reichthum ſeiner herligkeit/ mic krafft ſtarck zu werden duch ſeinen geiſt/ an dem ynwendigen menſchen/ vnd Chuſtum zu wonen durch den glawben ynn ewren hertzen/ vnd dur⸗ ch die liebe eyngewurczelt vnd gegruͤndet werden/ auff das e vhꝛ begrei⸗ Pfalno. or: Die Epiſtel phꝛ begriffen möͤget mit allen heiligen/ welche da ſey die brei damie die heilige alle u ſamen gefuͤget wurde durch gemer⸗ . hen dienſt ———.—— — q—————— —————— F ˙ E 1 n Wöc tun hh ren eu nf dam wide geist ch chr Wie Ee d. N ne. Wi a C alf n NN Das che An die Epheſer. nen dienſt/ zu beſſern den leib Chriſti/ bis das wir alle /einer dem andern die hand reichẽ/ zu einerlep glauben vnd erkent⸗ nis des ſones Gottes/ ein volkomen man werden/ der da ſey vnn der maſſe des volkomen alters Chriſti/ auff das wir ni⸗ cht mehr kinder ſeien/ vnd vns wehen vnd wigen laſſen von allerley wind der leren/ durch ſchalckeit der menſchen vñ ceu⸗ ſcherey/ damit ſie vns erſchleichen zu verfuͤren. Eaſſet vns aber recheſchaffen ſein yñ der liebe/ vnd wach⸗ ſen vnn allen ſtuͤcken/ an den/ der das heubt iſt Chriſtus/ aus welchem der gantze leib zuſamen gefuͤget/ vnd ein gelted am andern hanget/ durch alle gelericke/ da durch eins dem andern handreichung chut nach dem werck eines iglichẽ ge⸗ liedes/ ynn ſeiner maße b mache/ das der leib wechſt zu ſein ſelbs beſſerung/ vnd das alles ynn der liebe. So ſage ich nu vnd deuge ynn dem Herrn/ das yhr nicht mehr wandelt wie die andern—.— wandeln ynti der ey⸗ telkeit yhres ſynnes/ die verfinſtert ſind yñ yhrer vernunfft/ vnd ſind entfremdet von dem leben das aus Gott iſt/ durch die vnwiſſenheit/ ſo vnn yhnen iſt durch die blindheit yhres hertzen/ die ſintemal ſie verruͤckt ſind/ haben ſie ſich ſelbs der geilheit ergeben/ das allerley vnreinigkeit vbre werbung yñ phn hat ſampt dem geitz · Vhr aber habt Chriſtũ nicht alſo geleꝛnet/ ſo yhr anders von yhm gehöͤret habt/ vnd ynn yhm geleret ſeit/ wie ynn Jeſu ein rechtſchaffen weſen iſt. Solegt nu von euch ab/ nach dem vorigen wandel/ den alten menſchen/ der durch luͤſte des yꝛchumbs verdirbet. Er⸗ newert euch aber ym geiſt ewers gemuͤtes/ vnd ziehet den ue⸗ wen menſchen an/ der nach Gott gat ehen iſt/ ynn recht⸗ ſchaffener gerechtickeit vnd heylickeit. Darumb leget die luͤ gen ab/ vñ redet die wa rheit ein iglicher mit ſeinem nehiſten/ U Kt ſintemal pf W. Die Epiſtel ſitttemal wir vntereinander gelieder ſind. Zuͤrnet vnd ſun⸗ digec nicht/ Caſſet die ſonne nicht vber ewrem zorn vnter⸗ gehen. Gebet auch nicht rawm dem leſterer. Wer geſtolen hat/ der ſtele nicht mehr/ ſondn er erbeite vnd ſchaffe mit den hendẽ etwas redlichs/ auff das er habe zu geben dẽ duͤrfftigen FCEeoaſſet kein faul geſchwetz aus ewrem munde gehen/ ſon⸗ dern was nuͤtzlich zur beſſerung iſt/ das es not chu/ das es holdſelig ſey zu hören. Vnd betrůbet nicht den heiligen ger ſt Gottes/ damit yhr verſigelt ſeit auff den tag der erloͤung. Alle bitterkeit vnd grym/ vnd zorn/ vnd geſchrey/ vnd leſte⸗ rung ſey ferne von euch ſampt aller boſtheit. Seid aber vn⸗ teremander freundlich/ hertzlich/ vñ vergebet einer dem an⸗ dern/ gleich wie Gott euch vergeben hac vnn Chriſto. Das funfft Capitel. 8 G ſeit nu Gottes nachfolger als die lieben kinder/ vnd wandelt vnn der liebe/ gleich wie Chriſtus vns hac geliebet/ vnd ſich ſelbs dar gegeben fuͤr vns zu einem op⸗ ffer vnd gabe/ Gott zu einem ſuͤſſen geruch. Surerey aber vnd alle vnreinickeit oder geitz laſſet nicht von euch geſagec werden/ wie den heiligen zuſtehet/ Auch ſchancpare wort vnd naꝛren tepding/ vnd ſchertz/ vnd was ſich nicht zur ſache reimet/ ſondern viel mehr danckſagung. Denn des ſolt hr wiſſen haben/ das kein buler/ odder vnreiner/ odder geitz iger (welcher iſt ein götzen diener) erbe hat ynn dem reich Chri⸗ ſti vnd Gottes. Eaſſet euch niemand verfuͤren mit ver gebli⸗ chen worten/ Deñ vmb dieſer willen kompt der zorn Got⸗ tes vber die kinder des vnglaubens/ Darumb ſeyt nicht vhre mitgenoſſen/ Denn vhr waret weiland finſternis/ Nu aber ſeyt phr ein liecht vnn dem Herrn ee, 5 Mandelt acht Ing Tü bun ELI C de nen Fa and it bel ch 1 fach nd Sch doe zige a1. Cl m al C 6 E G0 t 0 1e Ou a0 adde An die Epheſer. Handelt wie die kinder des liechtes. Die fruͤchte des gemeinſchafft mit den vnfruchtharn wercken der finſternis ſtraffet ſte aber viel mehr/ Denn was heunlich von yhn ge⸗ ſchicht/ das iſt auch ſchendlich zu ſagen/ Alles aber was vom liecht geſtraffet wird/ das wird offenbar/ Alles aber was of⸗ fenbar wird/ das iſt liecht/ Darumb ſpricht er/ Wache auff der du ſchleffeſt/ vnd ſtehe auff von den todten/ ſo wird dich Chriſtus erleuchten. So ſchee nuzuů/ wie ph vorſicheiglich wandelt nicht als die vnweiſen/ ſondern als die weiſen/ vnd loͤſet die zeit/ denn es iſt boͤſe zeit. Daꝛumb werdet nicht vnuerſtendig/ ſondern verſtendig/ was da ſey des Herrn wille/ vnd ſauffet euch ni⸗ cht vol weyns/ daraus ein vnordig weſen folget/ ſondn wer⸗ det vol geiſtes/ vnd redet vntereinander von pſalmen vñ lob⸗ ſengen vnd geiſtliche lieden/ ſinget vnd ſpielet dem Herrn vnn ewren hertzen/ vnd ſaget danck alle zeit fuͤr yderman/ Gott dem vater yñ dem namen vnſers Herrn 980 Chuſt vnd ſeyt vntereinander vnterchan ynn der forchte Gottes. Die weiber ſeyen vnterchan vhren mennern/ als dem Herrn/ Denn der man iſt des weibes hewbt/ gleych wie au⸗ ch Chriſtus das hewbt iſt der gemeine/ vnd er iſt ſeines ley⸗ bes heyland/ Aber wie nu die gemeyne iſt Chriſto vnter⸗ chan/ alſo auch die weiber phren mennern yñ allen dingen/ Mh: menner liebet ewre weiber/ gleich wie Chuſtus geltebec hat die gemeine/ vnd hat ſich ſeſbs für ſie gegeben/ auff das er ſie heilige/ vnd hat ſie gereiniget durch das waſſerbadc ym wort/ auff das er yhm dar ſtellet eine herliche gemeime/ die nicht habe eine flecken odder runczel/ odder des ecwas/ Ak ij ſondern geiſts iſt allerley guͤtickeit vnd gerechtigkeit vnd warheit/ vnd pruͤfet was da ſey wolgefellig fuͤr Gott/ vnd habt nicht l le. e 0 Lene. Exodi · ꝛc Die Epiſtel ſondern das ſie heilig ſey vnd vnſtrefflich. Allso ſöllen auch die inentner hre wepber lieben/ als hre * eygene leibe. Wer ſein weyb liebet/ der liebet ſich ſelbs/ Denn niemand hat vhe mal ſein eygen fleiſch gehaſſet/ ſondern er⸗ neeret es vnd pfleget ſein/ gleich wie auch der Herr die gemel⸗ ne/ Denn wir ſind gelder ſeines leibes von ſepnem fleiſch vnd von ſeynem gebeime/ Vmb des willen wird ein menſch verlaſſen vater vnd mutter/ vnd ſeitem weibe anhangen vñ werden zwey ein fleiſch ſein. Das geheimnis iſt gros, Ich ſage aber von Chriſto vnd der gemeyne/ doch auch vhr/ ein iglicher hab lieb ſein weib als ſich ſelbs/ das weib aber fuͤrch⸗ C Das. vj. Capitel i grkender ſeit gehorſam ewern elcern vnn dẽ Herrn der zucht vnd vermanung anden Herrn. Ihr knechte ſeyt gehorſam ewern leiblichen Herrn/ mit furchte vnd zietern/ pñ einfeleigkeit ewres hertzen/ als Chriſto nicht mic dienſt allein für augen/ als den menſchen zu gefallen/ ſondern als die knechte Chriſti/ das phr ſolchen willen Gottes chut von hertzen mit wilfertigleit. Oaſſet euch duͤncken/ das vhr dem Herrn dienet vnd nicht den menſchen/ vnd wiſſet/ was ein iglicher gutes thun wird das wird er von dem Herrn emp⸗ fangen 7 er ſey ein knecht odder ein freyer. Vnd vhr Herrn chut auch das ſelbige gegen vhn/ vnd erlaſſet das drewen vñ wiſſe/ das auch erder Herr pm himel iſt/ vit ur Gotkem anſehen denn das iſt billich. Ehre deinen vater vnd deine miicter/ Das iſt das erſte gepot/ das verheiſſung hat/ Auff das dirs wol gehe/ vnd lange lebeſt auff erden. Vnd yhr ve⸗ ter reitzet ewer kinder nicht zu zorn/ ſondern zihet ſie auff yñ — 2 6600 5 An die Epheſer. unſehen der perſon. Bu letzt/ meine bruͤder/ bekrefftiget euch ynn dem Ger m/ vnd ynn der macht ſeiner ſterke/ zihet an den harniſch Got⸗ tes/ das phr beſtehen kuͤnd gegẽ den liſtigen anlaufft des teu⸗ ffels. Senn wir haben nicht mit fleiſch vnd blut zu kempff⸗ en/ ſondern mit fuͤrſten vid geweltigen/ mit den welt regen⸗ ten der finſternis ynn dieſer welt/ mit den geiſtern der boßz⸗ heit vnter dem hymel. Vmb des willen ſo ergreiffet den har⸗ niſch Gottes/ auff das yhr widderſtehen kuͤnd an denrboͤſen tage/ vnd vnn allen dingen geruͤſtet ſeyt. 3 So ſtehet nit/ vmbguͤrtet ewre lenden mit der waꝛheit/ vnd angezogen mit dem krebs der gerechtigleit/ vnd geſchu⸗ het an ewren fuͤſſen mit ruͤſtung des E uangelion von dem fride. Inn allen dingen aber ergreifft den ſchild des glau⸗ bene/ mit welchem yhr auſzleſchen kuͤnd alle fewrige pfeilen des boͤſewichtes/ vnd den helm des heyls nempt an euch/ vnd das ſchwerd des geiſtes/ welches iſt das wort Gottes/ Vnd betet ſtets vñ allem anligen mit bitten vnd flehen/ vm geiſt/ vnd wachet dazu mit allem anhalten vnd fleben fuͤr alle hei⸗ ligen vnd fuͤr mich/ auff das mir gegeben werde das wort/ mit freydigem auffchun meines mundes/ das ich möge kund machen das geheunn is des Guangelion/ vber welchem ich die botſchafft fuͤre/ ynn der keten/ auff das ich darynnen frey⸗ dig handeln moͤge/ vnd reden wie ſichs gebuͤrt. Auff das aber yhr auch wiſſet/ wie es vmb mich ſtehet/ vnd was ich ſchaffe/ wirds euch alles kund chun Tychicos/ mein lieber bruder vnd gecrewer diener vun dem Herrn/ welchen ich geſand habe zu euch vmb deſſelbigen willen/ das yhr erfaret/ wie es vmb mich ſtehet/ vnd das er ewre hertzen tröſte. Pride ſep den bruͤdn vñ liebe mit glauben von Gott 8 Kk nj dem va⸗ Die Epiſtel dem vater vnd dem Herrn Jeſiu Chriſto. Gnade ſet mit allen die da lieb haben vnſern Herrn Jeſum Chriſt vn⸗ uerruͤglich/ Amen.„ 5 Geſchrieben von Bom zu den Epheſern durch Cychicon. 2 Die Epiſtel Santt auli 2 5 Die Euſtel Hen. Das Erſte Capitel U „„ e Cbriſtt. „ en heiligen vnn Cbhriſto Jeſu zu Phi⸗ lippen/ ſampe den Biſ⸗ cchoffen vnd dienern. Gnade ſey mit euch „ ondffidevon Gott vn⸗ erm vater vñ dem Hern 4 — N N Ich dancke meinem „Got/ ſo offte ich ewer An die Ohilüpper. meynſchafft am Euangelio vom erſten tage an bis her/ vnd bin deſſelbigen ynn guter zuuerſicht/ das/ der vnn euch ange⸗ fangen hat das gute werck/ der wirds auch volfuͤren bis an den tag Jeſu Chriſti/ wie es denn mir billich iſt/ das ich der maſſen von euch allen halte/ darumb/ das ich euch alle vnn meinem herczen habe/ als die mit mir teilhafftig ſind der gnade ynn meinen banden/ verantwortung vnd befeſti⸗ gung des Guangelion. Denn Gott iſt mein zeuge/ wie mich nach euch allen verlanget von hertzen grund vnn Jeſu Chriſto/ vnd da ſelbs vmb bete ich/ das ewer liebe phe mehr vnd mehr reich werde/ vnn allerley erkenenis vnd vnn allerlei erfarung/ das yhr pruͤren moͤget/ was das beſte ſey/ auff das vhr ſeyt lauter vnd vnanſtoͤſſig auff den tag Chriſti/ erfuͤllet mit fruͤchcen der gerechtigkeit/ die da komen durch Jeſum Chriſt/ zum preis vnd lob Gottes. 5 Ich laſſe euch aber wiſſen/ lieben bruͤder/ das/ wie es vmb mich ſtehet/ das iſt nuͤr mehr zur forderung des Euan⸗ geli geraten/ Alſo/ das meine band ruchtbar worden ſind vnn Chriſto ynn dem gãtzen richchauſe vnd bey yderman/ vnd viel bruͤder aus memen banden zuuerſicht an den Her⸗ rn gewonnen/ deſte duͤrſtiger worden ſind/ das wort zu re⸗ den on ſchew. Etliche zwar predigen Chriſtum auch vmb has vnd hadders willen/ Ecliche aber aus guter meinung/ Jhenẽ verkundigen Chriſtum aus zanck vnd nicht lauter⸗ denn ſie meinen/ ſie wollen eyn cruͤbſal zu wenden meinen banden/ Dieſe aber aus liebe/ denn ſie wiſſen/ das ich zur verantwortung des uangeli hie liege. N Mas iſt vhm aber denn: das nuͤr Chriſtus verkuͤndiget werde allerleh weoſe/ es geſchehe rechter weiſe odder zufalles Kk ij ſo frewe PP ſo frewe ich mich doch darynne/ vnd wil mich auch frewen Denn ich weis/ das mir das ſelbige gelinget zur ſelickeit/ durch ewer gebet/ vnd durch handreichung deo geiſtes Je⸗ ſu Chriſti/ wie ich endlich warte vnd hoffe/ das ich ynn key⸗ nerley ſtuͤck zu ſchanden werde/ ſondern das mit aller frey⸗ digkeit/ gleich wie ſonſt alle zeit/ alſo auch itzt/ Chriſtuts gros gemacht werde an meinem leibe/ es ſey durch leben od⸗ der durch tod/ Denn Chriſtus iſt mein leben/ vnd ſterben mein gewyn. 5 Sintemal aber vm fleiſch leben/ mir fruchtbar iſt zu den wercken/ iſt mir nicht kundt/ welches ich erwelen ſol/ Denn ich werde mit zweyerley gedrungen. Ich habe luſt ab czuſcheiden vnd bey Chriſto tzu ſein/ welches auch viel beſſer were/ Aber es iſt noͤtlicher ym fleiſch bleiben vmb ewern willen. Vnd ynn guter zuuerſicht weis ich/ das ich bleiben vnd bey euch allen ſein werds/ zur fodderung vnd zur frewde des glawhens/ auff das ewer rhum reich werde vnn Chriſto Jeſu/ an mir/ durch meyne zulunfft wid⸗ der zu euch. auff das/ ich kome vnd ſehe euch/ odder hoͤre von euch ynn meinem abweſen/ das yhr gleich wol ſtehet vnn einem geiſt vnd einer ſeele/ vnd ſampt vns kempffet vber dem glawben des Euangelt/ vnd euch vñ keinen weg erſchrecken laſſet von den widderſachern/ welchs iſt ein anzeigen yhnen der ver⸗ damnis/ euch aber der ſeligkeit/ vnd das ſelbige von Gott/ Denn euch iſts gegeben zu chun/ das vhr nicht allein an Chriſto glewbet/ ſondern auch vmb ſeyn willen leidet/ vnd habt den ſelbigen kampff/ welchen phr an mir geſehen habt/ vnd nu von mir hoͤret. B Das Gandelt nuͤr wirdiglich dem Guangelio Chriſti nach —————— An die Philpper. Oasander Capitel. Se nu vnter euch yrgent eine ermanung vñ Chri⸗ N to/ iſt yrgent ein troſt der liebe/ iſt yr gent eine ge⸗ meinſchafft des geiſtes/ iſt yrgent eine hertzliche liebe vnd barmhertzigkeic/ ſo erfüllet meine frewde/ das phr eins mues vnd ſynnes ſeyt/ gleiche liehe habet/ niehts thut durch zanck odder eitel ehre/ ſondern durch die demut achtet euch vnter⸗ cynander ſelbs einer des andern oͤberſter vñ ein iglicher ſehe nicht auff das ſeine/ ſondern auff das des andern iſt. Ein iglicher ſey geſynnet/ wie Jeſus Chuſtus auch waꝛ welchen ob er wol ynn Goͤttlicher geſtalt war/ hat ers nicht einen raub geachtet/ Gotte gleich ſein/ ſondern hat ſich ſelbs geeuſſert/ vnd die geſtalt eines knechtes angenomen/ iſt woꝛ. den gleich wie ein ander menſch/ vnd an geberden als ein menſch erfunden/ hat ſich ſelb ernidriget/ vnd iſt gehorſam worden bis zum tode/ a zum code am creucz/ Darumb hat vhn auch Gott erhoͤhet/ vñ hat yhm einen namen gegeben/ der vber alle namen iſt/ das ynn dem namen Jeſu ſich beu⸗ gen ſöͤllen alle der knie/ die vm homel vnd auff erden vñ vn⸗ ter der erden ſind/ vnd alle zungen bekennen ſoͤllen/ das Je⸗ ſus Chriſtus der Gerr ſey/ zum preys Gottes des vaters. Alſo meine liebſten/ wie yhr allezeit ſent gehorſam gewe⸗ ſen/ nicht allein vnn meiner gegenwertigkeit/ ſondern auch nu viel mehr ynn meinem abweſen/ volſtrecket ewre ſelickeit mit furcht vnd zittern/ Denn Gott iſts/ der vnn euch wirc⸗ ket/ beide das wöllen vnd das thun/ darumb/ das er ein wol⸗ gefallen an euch hat. e Thut alles on murmelung vnd verwirrung auff das yhr ſeßt on taddel vnd lauter/ vnd Gottes kind vnſtrefflich⸗ mictett ——ñ— ö 5 1 9 1 ö 1 0 ————ů—j—f— 1 1 N ——— ———— Sie Epiſtet mitten vnter dem vnſchlachtigem vnd verkeretem geſchlecht vnter welchem vhr ſcheinet als ein lichtſtar ynn der welt/ da⸗ mit das vhr haltet ob dem wort des leben/ mir zu einem rh⸗ um an dem cage Chriſti/ als der ich nicht vergeblich gelau⸗ ffen noch vergeblich geerbeitet habe. Vnd ob ich geopfert werde/ auff das opffer vnd Gottes dienſt eweres glaubens/ ſofrewe ich mich/ vnd frewe mich mit euch allen/ deſſelbigen frewet euch auch yhr/ vnd frewet euch mit mir. 9 Jch hoffe aber ynn dem Gerrn Jeſu/ das ich Timoche⸗ on balde werde zu euch ſenden/ das ich auch gutes mutes ey/ wenn ich erfare/ wie es vmb euch ſtehet/ Denn ich habe kei⸗ nen/ der ſo gar meines ſynnes ſey/ der ſo von art fuͤr euch ſoꝛ⸗ get. Denn ſie ſüchen alle das yhre/ niche das Jeſu Chriſti iſt. Vhr aber wiſſet/ das er bewerd iſt. Denn wie ein kindt dem vater/ hat er mit mir gedienet am Euangelio/ Den ſel⸗ higen hoffe ich/ werde ich ſennden von ſtund an/ wenn ich er⸗ faren habe/ wie es vmb mich ſtehet/ Ich vertraw aber vnn dem Gerrn/ das ich auch ſelbs ſchier komen werde. Ich habs aber fuͤr noͤtig angeſehẽ/ den bruder R paphro⸗ diton zu euch zu ſenden/ der mein gehuͤlffe vnd mitſtreiter/ vñ ewer Apoſtel vnd meiner notdurfft diener iſt. Sintemal er nach euch allen verlangen hatte/ vnd war hoch bekuͤmmert/ darumb das yhr gehoͤret hattet /das er krank war geweſen/ Vnder war zwar tod kranck/ Aber Gott hat ſich vber yhn erbarmet/ nicht allein aber vber ihn/ ſondn auch vber mich/ auff das ieh nicht eine trauriekeit vber die ander hecte. FS ch habe yhn aber deſte eilender geſandt/ auff das yhr vhn ſehet/ vnd widder froͤlich werdet/ vnd ich auch der trau⸗ rickeit weniger habe/ So nemet yhn nu auff yn dem Gern/ mit allen frewden/ vnd habt ſoͤlchen ynn ehren. Denn vmb e me des wercks fir Nc u Ju de t ing 0 nc 0 he tu E ht 1 eo st r St wle dee wu Andie Philipper. des wereks Chriſti willen iſt er dem tode ſo nahe komen/ da er ſeim leben geringe hedachte/ auff das er ewren mangel an meynem dienft erfuͤllet. c DODacs dritte. Capitel. FJufurt/ leben brüder/ rerwet euch yñ dem Herrn ⸗ N . Das ich euch mer einer ley ſchꝛeibe/ verdꝛeuſt mich nicht/ vnd macht euch deſte gewiſſer. Sehet auff die hunde/ ſehet auff die böͤſen erbeiter/ ſehet auff die zurſchneicung/ Denn wir ſind die beſchteitung die wir Gott vm geiſt die⸗ ken/ vnd rhuͤmen vns von Chriſto Deſu/ vnd vereroͤſten vlts nicht des fleiſches/ wie wol ich auch habe/ das ich mich des fleiſches vercroͤſten möchte/ ſo ein ander ſich duncken leſ⸗ ſet/ er habe das er ſich des fleiſches vertroͤſte/ ich viel mehr/ der ich am achten cage beſchnicten bin/ einer aus dem volck von Iſrael/ des geſchlechtes Benta min/ eyn Gbreer aus den Ebreern/ vnd nach dem geſetz ein Phauſeer/ nach dem eyffer ein verfolger der gemeine/ nach der gerechtigkeit vm geſetz geweſen vnſtrefftich. 711755 Auber was mir gewin war/ das habe ich vmb Chriſtus willen fur ſchaden geachtet. Denn ich achte/ es ſei alles ſcha⸗ den/ vmb des vberſchwanges willen der erkenenio Jeſtt Chuſti meines Herrn/ vmb welchs willen ich alles habe fuͤr ſchaden gerechnet/ vnd acht es fuͤr dreck/ auff das ich Chri⸗ ſtum gewintie/ vnd ynn yhm erfunden werde/ vnd nicht ha⸗ be die gerechcickeit/ die aus dem geſecz/ ſondern die durch den glawben Chriſti kompt/ nemlich die gerechtickeit/ die von Gott ym glawben kompt/ zu erkennen vhn vnd die krafft ſei⸗ ner aufferſtehung/ vñ die gemeinſchafft ſeiner lerden/ das ich ſeinem tode ehnlich werde/ oh ich auch der uta 99 von den Die Epiſtel von den todten begegen moͤchte. Nicht das ichs ſchon empfangen habe/ odder ſchon vol⸗ komen ſey/ ich iage vhm aber nach/ ob ich auch daſſelbige er⸗ greyffen möchte/ darinnen ich von ſcbelo c ergriffen bin. ¶ eine bꝛuͤdeꝛ/ ich ſchatze mich ſelbs noch nicht/ das ichs ergriffen habe. E ines aber ſage ich/ Ich vergeſſe was da hinden iſt/ vnd ſtrecke mich zu dem/ das da fornen iſt/ vnd iage nach dem furgeſteckten dil/ nach dem kleinod/ welches fuͤrhelt die beruffung Gottes von oben her yñ Chriſto Ze⸗ ſu. Wie viel nu vnſer vol komen ſind/ die laſſet vns alſo ge⸗ ſynnet ſeyn/ Vnd ſolt yhr etwas weyters geſynnet ſern/ das laſſet euch Gott offenbaꝛen. Doch dab in wir biſſher komen ſind/ ſo laſſet vns nach einer regel einher creten/ vnd gleich geſynnet ſein. olgec mtr/ lieben bruͤder/ vnd ſehet auff die/ die alſo wandeln wie yhr habt vns zum foͤrbilde/ Denn viel wan⸗ deln/ von welchen ich euch offt geſagt habe/ nu aber ſage ich auch mit weinen/ die feinde des ereutzes C hꝛiſti/ welcher en⸗ de iſt das verdamnis/ vnd denen/ der bauch ein Gott iſt/ vñ yhre ehre zuſchanden wird/ dere/ die auff yrdiſch geſynnet ſind. Vnſer burgerſchafft aber iſt ym hymel/ von dannen wir auch warten des heylandes Jeſu Chriſti des Herrn/ welcher den leib vnſer nichtickeit verkleren wird/ das er ehn⸗ lich werde dem letbe ſeiner klarheit/ nach der wirckunge/ da er mic kan auch alle ding phm vntetthun. 5 5 F 8 2 1 1 h 7 3 A frewde vnd meyne kron/ beſtehet alſo ynn dem Her⸗ rn/ Die Euodian ermane ich/ vnd die Syneichen 10 000 Eco/ meine lieben vnd gewuͤnſchte brüder/ meyne FF ö——— Andie Bhillpper. ich/ das ſie eines ſynnes ſeyen/ Ja ich bitte auch dich/ mein areiger geferte/ nym ſie zu dir/ die ſampt mir vber dem Euã⸗ gelio gekempffet haben/ mit Clemen vnd den andern met⸗ nen gehuͤlffen/ welcher name ſind ynn dem buch des lebens. Arewet euch vnn dem Herrn allewege vnd abermal ſage ich/ frewet euch. E wre lindickeit laſſet kund ſein allen men⸗ ſchen/ der Herr iſt nahe/ ſorget nichts ſondern ynn allen dingen laſſet ewre bitte ym gebet vnd flehen/ mic danck ſa⸗ guuig fur otckundt werden. Vnd der fride Gottes/ wel⸗ cher allen ſynnen vberſchwebet/ beware erore hertzen/ vnd ſpnne ynn Chriſto Den. 15 Heiter/ lieben bruͤder/ was warhafftig iſt/ was redlich/ was gerecht/ was keuſch/ was lieblich/ was wol laucet/ Iſt etwa eine tugentt/ iſt etwa ein lob/ dem dencket nach/ welchs vhr auch gelernet vnd empfangen vnd gehöͤret vnd geſehen habt an mir/ das chut/ ſo wird der Herr des frides mit euch ſein. Ich bin aber hoͤchlich erfretbet ynn dem Herrn/ das vhr der mal eins widder ergruͤnet ſeyt von mir zu halten ⸗ wie yhr zuuor von mir gehalten habt/ denn vhr waret vber⸗ eylet/ Nicht ſage ich das des mangels halben/ denn ich hahe gelernet/ vnter welchen ich bin/ mir genuͤgen laſſen. Ich weis nicheig zu ſein/ vnd weis auch hoch her zu fa⸗ ren. Ich bin allenthalben vnd ynn allen dingen geſchickt/ beyde ſat ſein vnd hungern beyde vberig haben vnd mali gel leiden. Ich vermag alles/ durch den/ der mich mech tig macht Chriſtus. Doch ohr habt wolgechan/ das hr eu⸗ ch meines cruͤbſals angenomen habe. FShr aber von Philippen woiſſet/ das von arfang des gugel/ da ich außog võ ¶ Nacedonia/ keine gemeite mit mir geteilet hat/ nach der rechnũg der eimam br en Die epſſe f denn phr alleine. Denn gen Cheſſalonich ſandtet hr 1 meiner nocdurfft ein mal vnd darnach aber ein mal. Nicht das ich das geſchencke ſuche/ ſon dn ich ſuche die früchte/ das ſie vberflliſſig vnn ewer rechnung ſey/ Denn ich habe alles vnd habe vberflůſſig/ ich bin erfuͤlet/ da ich empfleng durch * Epaphroditon das von euch kam/ ein ruch der ſüſſigkeit/ ein opffer/ Gotte angenem vnd gefellig. Mein Gott aber er⸗ fuͤlle alle ewre notdurfft nach ſeinem reichchumb/ ynn der klarheit vnn Chriſto Jeſ n. Dem Gott aber vnd vnſerm vater ſey preys von e⸗ wigkeit zu ewigkeit/ Amen. Gruͤſſet alle heilgen pnn Chriſto Deſii. Es gruͤſſen euch die bruͤ⸗ der die bey mir ſind. Es gruͤſſen euch al⸗ le hepligen/ ſonderlich aber die von des Reiſers hauſe. Die gna de baten ch ſu Chriſti ſey mit euch al⸗ len Amẽ. Geſchrichen bon Nomdurch 5 Epaphrodicon. — 8 8 bud vnſero Herrn Jeſu C bij uc ha⸗ Die Fpiſtel ret haben/ hoͤren wir nicht auff/ für euch zu beten/ vnd bitten das vhr erfüllet werdet mit erkenents ſeines willens/ vnn al⸗ lerley geiſtlicher weiſzheit vñ verſtand/ das ph: wandelt wu⸗ diglich dem Gerrn/ zu allem gefallen/ vnd fruchebar ſeyt vñ allem gutem werck/ vnd wachſet ynn der erkent eis Gottes/ vnd geſtercket werdet mit aller krafft/ nach ſeimer herlickeie macht/ ynn aller gedult vnd langmuͤtickeit mit freuden/ vnd danckſaget dem vater/ der vns tüchtig gemacht hat/ zu dem erbteyl der heiligen ym liecht. Welcher vns erretcet hat von der oberkeit der finſternis/ vnd hat vns geſetzt vſt das reich des ſones ſeiner liebe/ an wel⸗ chẽ wir haben die erloͤſung durch ſein blut/ nemlich/ die ver⸗ gebung der ſunde/ welcher iſt das ebenbilde des vnſichcbarn Gottes/ der erſtgeborne fuͤr allen creaturen/ Det durch yhn iſt alles geſchaffen/ das ym hymel vnd auff erden iſt/ das ſichtbare vnd das vnſichtbare/ es ſeien die chronen odder her⸗ ſchafften/ odder furſtenthümen/ odder oͤberkeiten/ Es iſt al⸗ les durch yhn vnd du yhm geſchaffen/ vnd er iſt fur allen/ vñ eos beſtehet alles vun vhm. Vnd er iſt das heubt des leibes/ nemlich der gemeine/ wel⸗ cher iſt der aufang vñ der erſtgeborner von den todten/ auff das er vnn allen dingen den fuͤrgang habe. Denn es iſt das wolgefallen geweſen/ das ynn yhm alle fuͤlle wonen ſolte/ vñ alles durch yhn verſoͤnet wurde zu vhm ſelbs/ es ſei auff erden odder ym hymel/ daumtt/ das er fride machet durch das blut an ſeinem creutt/ durch ſich ſelbos.. PVnd euch/ die yhr weyland encfrembdet vnd fiende wa⸗ ret/ durch die vernunft ynn boͤſen wercken/ Nu aber hat er euch verſoͤnet mit dem leibe ſeines fleiſches durch den tod/ auff das er euch darſtellet heylig vnd vnſtrefflich vñ on caddel Na Sich en J ch ol Kai EL An die Coloſſer. taddel fuͤr vhm ſelbs/ ſo yhr anders bleybet vm glawben ge⸗ gruͤndet vnd feſte vnbeweglich von der hoffnung des Euan⸗ geliz/ welches vhr gehöret habt/ welches geprediget iſt vnter alle ereatur die vnter dem himel iſt/ welches ich Paulus die⸗ ner worden bin. Nu frewe ich mich ynn meinen leiden/ die ich füͤr euch lei⸗ de/ vnd erſtate den feyl der cruͤbſaln Chriſti an meinem leibe fuͤr ſeinen leib/ welcher iſt die gemeine/ welcher ich ein diener worden bin/ nach dem predig ampt/ das mir gegebett iſt vn⸗ ter euch/ mit der fuͤlle aus zu predigen das wort Gottes/ nẽ⸗ lich/ das geheimnis/ das verborgen geweſen iſt von der welt her/ vnd von den zeicten her /nu aber offenbart iſt ſeinẽ heili⸗ gen/ den Gott gewolt hac kund chun/ welcher da ſei der her⸗ liche reichtum diſes geheimnis vnter den Oeꝛden( welches iſt Chriſtus vnn euch) der do iſt die hoffnung der herlickeit/ den wir verkuͤndigen/ vnd vermanen alle menſchen/ vnd le⸗ ren allen menſchen mit aller weiſßcheic/ auff das wyr dar ſtellen einen iglichen menſchen volkomen ynn Chriſto Je⸗ ſu/ daran ich erbeite vnd ringe nach der wirckung des/ der vnn mir miekrafft wircket. Ons. ander. Capitel. Cblaſſe euch aber wiſſen/ welch emen kampff ich babe vmb euch vnd vmb die zu Saodicea/ vnd alle die meyne perſon ym fleiſch nicht geſehen haben/ auff das vhre hertzen ermanet werden/ die zu amen gefaſſet ſind vnn der liebe/ zu allem reichtum des volligen verſtandes/ der du iſt ynn dem erkenctis des geheimnis Gottes des vaters vnd Chriſti/ ynn welchem verboꝛgen ligen alle ſchetze der weiſz⸗ heit vnd des erken ens. 50% El j. Ich ſage Die Spiſtel Ich ſage aber dauon/ das euch niemand betriege mit ver⸗ nuniftigen worten. Denn ob ich wol nach dem fleiſch niche da bin/ ſo bin ich aber ym geiſt mit euch/ frewe mich vnd ſehe ewre ordnung vnd die feſtung ewres glaubens an 8 Wie yhr nu angenomen habt den Herrn Jeſum Chriſton ſo wandelt yr vhm/ vnd ſeyt gewurtzelt vnd erbawet vnn yhm/ vnd ſeit feſte ym glauben/ wie vhr geleret ſeyt/ vnd ſeyt ynn dem ſelbigen vberffůſſig mit danckſagung. Scehet zu/ das euch nicht widderfare ein rewber durch die Philoſophia vnd loſe verfuͤrung/ nach der menſchen ſa⸗ tzungen/ vnd nach der welt ſatzungen/ vnd nicht nach Chꝛi⸗ ſton. Denn vnn yhm wonet die gantze fuͤlle der Goccheit leiblich/ vnd yhr ſeit des ſelbigen vol/ welcher iſt das heubt al⸗ ler fuͤrſtenchum vnd oͤberkeit/ yñ welchem vhr auch beſchmie⸗ ten ſeit/ mit der beſchneidung on hende/ durch ablegung des ſuͤndlichen leibes ym fleiſch/ nemlich/ mit der beſchneiccung Chriſtt/ ynn dem/ das yhr mit vhm begraben ſeit durch die tauffe/ ynn welchem yhr auch ſeyt aufferſtanden/ durch den glawben/ den Gott wircket/ welcher vhn aufferwecket hat von den todten. N 72 5 12 Vnd hat euch auch mit hm lebendig gemacht/ da hr todt waret ynn den ſuͤnden/ vnd ynn der vorhaud ewers flei⸗ ſches/ vnd hat vns geſchencker alle ſuͤnde/ vnd ausgetilget die handſchrifft wider vns/ durch ſchrifftliche ſatzung erweiſet/ wilche vns entgegen war/ vnd hat ſie aus dem mittel gechatt vnd an das creutz geheftet/ Vnd hat auß gezogen die fuͤrſtẽ⸗ chum/ vnd die geweltigen/ dnd die ſchawgecragen mit frey⸗ . ein heer prangen auß vhn gemacht durch ſich ebe So laſſet nu niemand euch gewiſſen machen/ vber 905 ass „——— 2 3 A—— 5 5—— —2— 2 uA das! Huch cb n Wien de h Gut Ia K m rie a Ot An die Coloſſer. odder vber tranck/ oder vber eines teils tagen/ nemlich/ dent feyertagen odder newmonden odder ſabbacher/ welches iſt der ſchacten von dem das zukunfftig war/ aber ð coͤrper ſelbs iſt ynn Chriſto. Gaſſet euch niemandt das zell verruͤcken der nach eigener wal einher gehet/ vnn demut/ vnd geiſtlie⸗ keit der Engel/ des er nie keines geſehen hat/ vnd iſt on ſache quffgeblaſen vnn ſeinem fleiſchlichen ſyñ/ vnd helt ſich nicht an dem hewbt/ aus welchem der gantze leib durch gelenck vñ fugen handreichung empfehet/ vnd an einander ſich enc⸗ helt/ vnd alſo wechſt zur groͤſſe/ dee Gote gibt. So vhr deñ nu geſtorben ſeit mit Chriſto von den welt⸗ lichen ſatzungen/ Was laſſet yhr euch den fangen mit ſatzun⸗ gen als weret yhr lebendig? Die da ſagen du ſolt das nicht anruͤren/ du ſolt das nicht eſſen noch trincken/ du ſolt das ni⸗ cht anlegen/ welches ſich doch alles vnter handen verzehrec/ vnd iſt nach gepoten vnd leren der menſchen/ welche habet wol einen ſchein der weiſßheit/ durch ſelb erwelete geiſtlickeic vnd demut/ vnd durch das ſie des leibes nicht verſchonen/ vñ an das fleiſch keine koſt wenden zu ſeiner nodurffe. „ Ous. dritte. Capitel. ckit vhr nu mit Chriſto aufferſtatiden/ ſo ſuchet aas droben iſt/ da Chriſtus iſt/ ſitende zu der rech⸗ ten Gottes/ ſeyt des geſynnet/ was droben iſt/ nicht des das auff erden iſt/ Denn yhr ſeyt geſtorben/ vnd ewer leben iſt verborgen mit Chriſto/ ynt Gott. Wenn aber Chri⸗ ſtus ewer leben ſich offenbaren wird/ denn werdet vhr auch auffenbar werden mit vhm ynn der herlickeit. So coͤdtet nu ewer gelieder die auff erden ſirrd/hurerep/ vrrrepmickeit⸗ lͤſte/ böse begirde/ vnkeußheit 87 den geitz(welches iſt ü ahbgoͤcterey) Die Epiſtel abgsͤtterey mb welcher willen kompt der zoꝛn Gottes vbeꝛ die kinder des vnglawbens/ ynn welchen auch yhr weiland gewandelt habt/ da yhr drinnen lehetet. Nu aber leget alles võ euch/ den zorn/ grym/ boßßheit/ leſte⸗ rung/ ſchandpare wort aus ewꝛem munde lieget nicht vnd. emander/ ziehet den alten menſchen mit ſeynen werclen aus vnd ziehec den newen an/ der da vernewert wirdt zu der er⸗ kenenis Gottes/ nach dem ebenbilde des/ der vhn geſchaffen hat/ da nicht iſt/ rieche Jude/ Beſchneicũg/ Vorhaud/ Vnkrieche Schyra/ Knecht/ reyer/ ſondern alles vnd ynn allen Chriſtus. 405 So zthet nu an als die außerwelten Gottes heiligen vñ geliebten/ hertzlichs erbarmen/ freundlickeit/demut/ ſanfft⸗ mut/ langmuc/ vnd halcet emer dem andern zu gute/ vñ ver⸗ gebet euch vnceremander/ ſo yemand eyne klage hat widder den andern/ gleich wie Chriſtus euch vergeben hat/ alſo au⸗ chyhr. Vber das alles aber ziehet an die liebe/ die da iſt das band der voll omenheit. Vnd der friede Gottes behalte die vberhand ynn ewrem hertzen/ zu welchem yhr auch beruffen ſeht vnn eytiem leibe/ Vnd ſeit danckbar. Eaſſet das wort Gottes vnn euch reichlich wonen/ ynn aller weiſßhete/ leret vnd vermanet euch ſelbo/ mie Pſal⸗ men vnd lobſengen vnd geiſtlichen liedern ynn der gnade/ vnd ſinget dem Herrn vnn ewren hertzen/ Vnd alles was vhr thut mit worten odder mit wercken/ das chut alles vnn dem namen des Herrrn Jeſi/ vnd dancket Gott dem vater durch vhn. NMuyr weyber ſeyt vnterthan ewern mennern/ wie ſichs gebuͤre ynn dem Herrn. Vhr menner liebet ewer weber/ vnd ſeyt nicht bitcer gegen ſie. Vbr kinder ſert ache (155 en El⸗ chat oer W de da bc KCl auch fen wen Fl I e ſcl⸗ nder ade a Ses An die Coloſſer. den Eltern yr allen dingen/ denn das iſt dem Herrn ge⸗ fellig. Vhr veter zanckt euch niche mit ewren kindern/ auff das ſie nicht kleinmuͤtig werden. Mhr knechte ſeyt gehorſam vnn alten dingen ewꝛen leiblichen herrn/ nicht mit dienſt fuͤr augen/ als den menſchen zu gefallen/ ſondern mit einfel⸗ tickeit des hertzen vnd mit Gottes furchte/ Alles was yhr thuc/ das chuc von hertzen/ als dem Herrn vnd nicht den menſchen/ vnd wiſſet/ das yhr von dem Gerrn empfahet werdet die vergeltung des erbes/ Denn yhr dienet dem Herrn Chriſto/ Wer aber vnrecht chut/ der wirdt emp⸗ fahen was er vnrecht gechan hat/ Vnd gilt kein anſchen der perſon. hr Herrn was recht vnd gleich iſt/ das bewei⸗ ſet den knechten/ vnd wiſſet/ das yhr auch einen Serrn vm hymel habt. i e ee Datz vierde Capitel. Alltet an/ an dem gebet vnd wachet ynn dem ſelbi⸗ gen mit danckſagung/ vnd betet zu gleich auch fur vis auff das Gott vns die chuͤr des worts auffehue/ zu rede das geheymms Chriſui darumbich auch gebundẽ bin/ auff das ich daſſelbige offenbaꝛe wie ich ſol reden. Wandelt weis lich gegen die drauſſen ſind/ vnd loͤſet die zeit. E wer rede ſey allezeit yum der gnade mit ſaltz gewuͤrtzet/ das yhr wiſſet/ wie vhr einem iglichen antworten ſoͤllet. Wie es vmb mich ſtehet/ wird euch kund thun Tychi⸗ cos der liebe bruder vnd gecrewer diener vnd mie knecht vnn dem Gerrn/ welchen ich habe zu euch geſand vmb daſſel⸗ bige/ das ich erfare/ wie es ſich mit euch helt/ vnd das er ewre hertzen ermane/ ſampt Oneſimo dem getrewen vnd liehen bruder/ welcher von den ewren iſt/ glles wie es 0 i 985 tehet/ diecpſiel 28 ſtehet/ werden ſie euch kund chun. Es gruͤſſeceuch Ariſtarchus mein mitgefangener/ vnd Marcus der neff Varnabe/ von welchem hr habt gepot empfangen/ So er zu euch kompt/ nemet yhn auff. Vnd Jeſus der da heyſt Juſt/ die aus der beſchneidung ſindt. Dieſe ſind allein meine gehuͤlffen am reich Gottes/ die mir ein croſt wordẽ ſind. Es gruͤſſet euch E paphras/ der võ den ewren iſt/ ein knecht Chriſti/ vñ alle zeit ringet für euch mit gebetẽ/ auff das yhr beſtehet volkomen vñ erfuͤllet mit allem willen Gottes. Ich gebe yhm zeugnis/ das er groſſen eyffer — hac vmb euch/ vñid vmb die zu Eaodicea vnd zu Gierapolt. Es gruͤſſet euch Eucas der artzt der geliebte/ vnd Demas. Gruͤſſet die brüder zu Eaodiceg/ vnd den Nymphen/ vnd die gememe vnn ſemem hauſe. Vnd wenn die Epiſtel bey tuch geleſen iſt/ ſo ſchaffec/ das ſie auch ynn der gemeine zu Eaodicea geleſen werd/ vnd das yhꝛ die von Caodiceg leſet/ vnd ſaget dem Archippo/ Sihe auff das ampt/ das du empfangen haſt ynn dem Gerꝛn/ das du daſſelbige auſzrichteſt. eim grus mit meiner Pau⸗ lus hand. Gedencket mei⸗ ner bande. Die gna⸗ de ſei mit euch ᷣ/ Geſchrieben von Nom durch Op- chicon vnd Gneſimon. Die 8 20 An die Theſſalonicher. ce, Dic erſte Epiſtel S. Vault. DOas Erſte C apitel. V D N e N — JD e„ 1 S iluanus zu Theſſalonich vnn Gore dem vater vnd dem Herrn Jeſu Chri⸗ 5 Gnade ſey mit euch . vnd friede von Gott vn⸗ . 2 N 2 8 N 3 ö ſerm vater vnd dem Ser⸗ . rn Jeſus Chriſto. 5 „ Wir dancken Gott alle e ,, iet fur duch alle/ vnd ge dencken ewer ynn vnſerm gebet on vnterlas/ ſo wir einge⸗ Zgia.ieerſte epiſtetet bilde allen gleubigen vnn Macedonia vnd Achala. Denn von euch iſt aus erſchollen das wort des Herrn/ nicht allein vnn Macedonia vnd Achala/ ſondern an allen orten iſt auch ewre glawbe an Gott auſzgebrochen/ alſo/ das nicht not iſt euch etwas zu ſagen/ Del ſie ſelbs verkuͤndigen von euch/ was fur eiten ein gang wir zu euch gehabt haben vnd wie phr bekeret ſeid zu Gott von den al goͤttern/ zu dienen dem lebendigen vnd waꝛen Gott/ vnd zu waꝛten ſeines ſotis vom hymel/ welchen er auffer weckt hat von den codten/ Te⸗ ſum/ der vns von dem zukünffttgen zorn erlöſet hac. Das. ander. Capitel. eingang zu euch das er nicht vergeblich geweſen iſt ſondern als wir zuuor gelitten hatten vnd geſmecht geweſen waren zu Philippen( wie yhr wiſſet) waren wir dennoch freydig/ euch zu ſagen das Euangelton Gottes mit gꝛoſſem kempffen. Denn vnſer ermanunge iſt nicht geweſen zu vr⸗ tchum/ noch zu vnreinickeit/ noch mie liſt/ ſondern wie wir von Gott bewerd ſind/ das vns das Euangellon vertrawec iſt zu pred:gẽ/ alſo reden wir/ nicht als wolten wir den men⸗ ſchen gefallen/ ſondern Gocte/ der vnſer hertz pruͤfet. Denn wir nie mit ſchmeichelworten ſind vmbgegan⸗ gen wie yhꝛ wiſſec) noch dem geicz geſtellet/ Gott iſt des zeu⸗ ge/ Gaben auch nicht ehre geſucht von leuten/ widder von euch noch võ andern/ betten euch auch mögen ſchweher ſein/ als Chriſti Apoſtel/ ſondern wir ſind muͤcterlich geweſen mitten vnter euch/ gleich wie eine amme yhrer kinder pfle⸗ get/ alſo haben wir hertzen luſt an euch gehabt/ euch mit zii teilen/ nicht allen das Euangelion Gottes/ ſondern auch ee e Vvrſer leben/ . Penn auch yhr viſſet/ lieben brüder/ von vnſerm r/ en ech 9e n dt ot bur dne e Andie Theſſaonicher vnſer leben/ daꝛumb das wir euch haben lieb gewonnen. Mhr ſeid wol eindechtig/ lieben bruͤder/ vnſer erbeit vnd vnſey muͤhe/ Denn tag vnd nacht erbeicen wir/ das wir mie mand vnter euch beſchwerlich weren/ vnd predigeten vnter euch das Euangelion Gottes. Gott iſt der zeuge vnd vhr/ wie heilig vnd gerecht vnd vnſtrefflich wir bey euch(die yhr * glewbig waret) geweſen ſind/ wie vhr denn wiſſec/ das wir/ Wie ein vater ſeinekirnder/ einen iglichen vnter euch ermanec vnd getroͤſtet/ vnd bezeuget haben dae phr wandeln ſoltet Wudiglich fur Gott/ der euch beruffen hat zu ſeinem reich vñ ſeiner herlickeit. n Daruumb auch wir on vnterlas gotte dancken/ das yhr/ da yhr empfienget von vns das wort goͤtlicher predigt/ namet yrs auff/ nicht als menſchen wort/ ſondern wie es den war hafftig iſt) als Gottes wort/ welcher auch wircket ynn euch die yhr gleubet. Denn yhr ſeid nachfolger worden/ lichen bruͤder/ der gemeinen Gottes vnn Judea yñ Chriſto Ze⸗ ſu/ das phr eben da ſſelbige erlitten habt von ewren blutfreun den/ das hene von den Juden erlitten haben/ welche auch den Herrn Jeſum getöͤdtet haben vnd ſeine Propheten/ vñ haben vns verfolget/ vnd gefallen Gocte nicht/ vnd ſirnd al⸗ len menſchen widder/ weren vns zu ſagen den heiden/ damit ſelig wuͤrden/ auff das ſie yhre ſunde erfullen allewege/ Deñ der zorn iſt ſchon endlich vber ſie komen. Wirraber/ lieben bruͤder/ nach dem wir ewer eitie wei⸗ le beraubet geweſen ſind/ nach dem angeſichte/ nicht na⸗ ch dem hertzen/ haben wyr deſte mehr geevlet/ ere ange⸗ ſichte zu ſehen mit groſſem verlangen. Darumb haben wir wollen zu euch komen( ich Paulus zwey mal/ vñ Satanas hat vns verhindert. Deñ wer iſt vnſer hoffnung odd freude/ Mm odder rn Jeſu Chriſto zu ſeiner zukünfft: yhr ſeld ia vnſer preys vnd freude. 0 N . 2 755 12* 8 8 5 9 5 8 3 — leicht verſucht hette der verſucher/ vnd vnſer erbeic vergeblich wuͤrde. Nu aber ſo Timocheos zu vns võ euch komen iſt vñ vns verkündiget hat ewören glauben vnd liebe/ vnd das yhr vnſer gedencket allezeit zum beſten vnd verlat get nach vue zu ſe⸗ hen/ wie denn auch vns nach euch/ Da ſind woir/ lieben bzu⸗ der/ getroͤſtet worden an euch ynn allem vnſerm truͤbſal vñ not/ durch ewren glauben. Denn nu ſind wr lebendig/ die weil vhr ſtehet vnn dem Herrn/ Denn was fur einen danck kuͤnden wir Gotte vergelten vmb euch/ für alle dieſefreude/ die wir haben von euch fur vnſerm Gott: Wir bitten cag vnd nacht/ das wir ſehen moͤgen ewer angeſichte/ vnd erfuͤ⸗ len/ ſo etwas mangelt an ewrem glauben. Er aber Gott vnſer vater vnd vnſer See 5 Christus 6 5. l 0 1 a 8 N e 4 r 0 0 r 5 1 2 5 2 5 8 Ne 5 N 8 e* 5 8 34 5.. 9.. 9 0 odder kron des rhume: Seld nicht auch phro fir dem Her ⸗ Ons dritte Capitel. Arumb haben wirs nicht weyter wollen vertragett vnd haben vns laſſen wolgefallen/ das wir zu Ache nealleine gelaſſen wurden/ vnd haben Timocheon geſandt vnſern brüder vnd diener Gottes vnd vnſern gehuͤlffen vm Guangelio Chriſti/ euch zu ſtercken vnd zu ermanen/ vmb ewren glauben/ das nicht vemand weich wuͤrde vun dieſen trübſalen welchen yhr wiſſet das wir begeben ſind. Vnd da wir bey euch waren/ ſagten wirs euch zuuor/ wir wurdẽ truͤ. bſal haben muͤſſen/ wie denn auch geſchehen iſt/ vnd yhr wiſ⸗ ſet. Darumb ichs auch nicht lenger vertragen/ hab ich auſz⸗ geſand/ das ich erfuͤre ewren glauben/ auff das nicht euch vil⸗ 0 f. 1 50 da 1 0 N f 6 0 D 1 — 2 Sr An die Theſſalonicher. Cheiſtuos,ſchicke vnſern weg zu euch. Euch aber vamchte der Serr/ vñ laſſe die liebe völlig werden vntereinander/ v gegen pderman(wie denn auch wir ſind gegen euch das ew⸗ re hertzen geſtercket vnd vnſtrefflich ſeyen nn der herlickeit ſur Goc bnerm vater vnd auff die zukunft bnſers Herrn Seſu Chriſti/ ſampt allen ſeinen heiligeer. Das. pierde. Capitel DPrder/ lieben bruͤder/ bitten wir euch vnd ermanen A vnn dem Gerrn Jeſu/ nach dem yhr von vns emp⸗ fangen habet/ wie hr ſolcet wandeln vnd Goche gefallen/ das vhr pmer voͤlliger werdec. Denn yhr wiſſec/ welche ge⸗ pot wir euch gegeben haben durch den Hern Jeſum/ Den das iſt der wille Gottes/ ewer heyligung/ das hr meidet die hurereh/ das ein iglicher wiſſe ſein fas zubehalcen ynn hepli⸗ gung vnd chren/ nicht ynn der luſt ſeuche/ wie die Geiden/ die von Gott nichts wiſſen/ Vñ das niemand zu weit grei⸗ ffe noch verforteile ſeinen bruder ym handel. Denn der Herr iſt der rechter vber das alles/ wie wir euch zuuor ge. ſagt vnd bezeuget haben. Deñ Goet hat vns nicht beruffen zur vnreinickeit/ ſondern zur heyligung. Wer nu verachtet/ der verachtet nicht einen menſchen/ ſondern Gott/ der ſeinẽ hepligen geiſt gegeben hat ynn vns. t Von der bruͤder liebe aber war vns nicht not zu ſchrei⸗ ben/ denn vhr ſeid ſelbo von Gott geleret/ euch vntereinan⸗ der zu lieben/ vnd das chtit hr auch an allen bruͤdern/ die vñ gantz N acedonia ſind. Wir ermanen euch aber/ lieben bruͤ der/ das yhr noch voͤlliger werdet/ vnd ringet darnach/ das yhr ſtille ſeid/ vid das ewre ſchaffet/ vnd erbeitec mit ew⸗ ren eigen henden/ wie wir euch gepotten haben/ auff das phr Dieerſte Spſſtel ae wandelt gegen die/ die drauſſet ſind/ vnd tuches beduͤrffet. 10 Wi, woͤllen euch aber/ lieben brüder/ nicht verhalten/ von denen die da ſchlaffen auff das vhr nicht trawrig ſeid wie die andern/ die keine hoffnung haben. Denn ſo wir gleu⸗ ben/ das Jeſus geſtorben vñ aufferſtanden iſt/ ſo wid Goc auch/ die da eneſchlaffen ſind durch Deſum/ mit yhm furen. Denn das ſagen wir euch als ein wort des Gerrn/ das wir/ die wir leben vnd vberbleiben vnn der zukunft des Herrn/ werden denen nicht fur komen die da ſchlaffen/ denn er ſelbs der Herr wird mit einem feldgeſchrey vnd ſtimme des Er⸗ tzengels vnd mit der poſawnen Gottes ernidder komen vom hymel/ vnd die todten ynn Chriſto werden aufferſtehen zu erſt/ darnach wir/ die wir leben vnd vberbleiben/ werden zu gleich mit den ſelbigen hingezuͤckt werden vnn den wolcken/ dem Herrn entgegen vnn der luft vnd werden alſo bey dem Herrn ſein alle zeit. So croͤſtet euch nu nut dieſen worten pncereinander. 55 1 Dias ſunffte Capitel. On den zeiten aber vnd ſtunden lieben bruder /iſt nicht not zu ſchreiben/ Selm yhr ſelbs wiſſet ge⸗ wis/ das der tag des Herm wird komen/ wie ein dieb tin de: nacht/ Dent wenn ſie werden ſagen/ es iſt fride es hac kei⸗ ne fahr/ ſo wird ſie das verterben ſchnelle vber fallen/ gleych wie der ſchmert eins ſchrwangern weibeg/ vnd werden niche eneftiehen. Phr aber/ lieben bruder/ ſeid nicht ynn der fin⸗ ſternis/ das lich der tag wie ein dieb ergreife hr ſeid alzu⸗ mal kinder des liechtes bnd kinder des tages/ Wir ſind nicht von der nacht noch von der finſterns. 8 „„ 0 ———— N S S — — 01 1 1 0 e 17 cht f 1 ett Ach 1 . bon Ven i 1 Ack den bel die ſelickert ziterwerben durch vnſern geren Jeſuum Chriſt/ der fur vng geſtorben iſt/ auff das wir wachen odder ſchia⸗ ffent/ zu gleich mit yhml Naritnb ermatſet eu⸗ 4 bittere: nander/ vnd haſpet einer den andern wie yhr deli chuct. 307 8 f Vir betcen abe elch/ liehen bruder/ das hr erkennet die att euch erheiten/ vnd euch furſtehen ynn dem Herrn/ vnd vermatten euch/ haltet ſte deſte inehr ynn der liebe/ vmb yh⸗ res wercks wiltert/ vnd ſeid fridſam mit yhnen. Wir erma⸗ nen aber euch/ ieben bruder/ hermanet die veugezogen /troͤ⸗ ſtet die klemnmitigen vertrage die ſehwachen /ſeld latigmuͤ⸗ eig gegen vderman/ ſchet zu das nemattd boͤſes mic boͤſem vemand vergelce/ ſondern alle zeit taget dem guten nach/ vn⸗ kereinander vnd gegen yderman/ Serd alte zeit frölich/he⸗ let on nterlas/ end danckhar allenchalben. Def dag iſt der wille Gottes ynn Chriſto Jeſit an euch. 1 Deen geiſt leſchet nicht aus. Die welſſagterig verach⸗ tet tucht. P ruͤfet aber alles/ vnd das gute behaltet. Nel⸗ det allen boͤſen ſchein. Gr aber der Gott des frides heilige euch durch vnd durch/ vnd ewer gatiezer geiſt vnd ſeele vnd leib muͤſſe behalten werden binſcrefftich auff die zulunfft vn⸗ ſers Herrn Jeſu Chriſti. Gecrew iſt der euch ruffet/ wel⸗ er wirdes auch chuen. Steben bruͤder bettet fuͤr nie. 5 Mm i Gruͤſſe 8 DOieeander Epiſtel A Gru ider mit dem heiligen kus. Ich beſchwere 1 2 vhr dieſe E piſtel leſen laſſet allen heiligen bruͤdern. Die gnad vnſers Hern veſu Chriſũ ſey mit euch/ Amen. 1 5 u den Teſſalonichern die erſte/ 5 e von Athene. „Ole ander Cfd Dauli e. n die Cheſſalonicher. Das Erſte Capitel. ee e Aulus vnd Siuanus v Timo⸗ e end dem Herrn Iheſü Gnade ſey mit euch S Vond friede von Gotc vn⸗ rn Deſi: Chriſto. GꝰWour ollen gott dauc⸗ alſo/ das erm vater vnd dem Ger⸗ ben brüder/ wie es billig iſt/ Deñ ewer glawbe wechſec ſeer/ pf die liebe eines glichen vnter euch nimpe zu vnternander/ An die Theſſalonicher alſo/ das wir vns ewer rhuͤmen vnter den gemeinen Gottes von ewer gedulc vnd glauben/ ynn allen ewren verfolgun⸗ gen vnd truͤbſaln/ die yhr vertraget/ zum anzeigen des gere⸗ chten gerichtes Gottes/ auff das yhr wirdig werdet zum rei⸗ ch Gottes/ vber welchem yhr auch leidet/ ſo es anders recht iſt bey Gott/ zuuergelten truͤbſal/ denen/ die euch truͤbſal an⸗ legen/ euch aber die yhr tzuͤbſal leidet/ ruge mit vns/ wenn nu der Herr Jeſus wird offenbart werden vom hymel/ ſampc den Engeln ſeiner krafft/ vnd mit ftammendem fewr/ rach zu geben vber die/ ſo Gott nicht erkennen/ vnd vber die/ ſo nicht gehorſam ſind dem Guangelio vnſers Herrn Jeſit Chriſm/ welche werden pein leiden/ das ewige verderben võ dem angeſichte des Herrn/ vnd von der herlickeit ſeiner ſter⸗ cke/ wenn er komen wird ſich zuuerkleren yñ ſeinen heiligen/ vnd wunderſam zu werden vnn allen gleubigen. Denn vn⸗ ſer zeugnis an euch jit diefer zeit habt yhr gegleubet/ Vnd da⸗ zu beten wir auch alle zeit fur euch/ das vnſer Goct euch wir⸗ dig mache des beruffs/ vnd erfulte alles wolgefallen der gu⸗ tickeit/ vñ das werck des glauben vnn der krafft/ auff das an euch gepreiſet werde der name vnſers Herrn Jeſu Chriſti/ vnd vhr an vhm/ nach der gnade vnſers gottes vnd des HZer⸗ rn Jeſu Chriſti.„„ 235 N Er aber Andie Theſſalonicher Er aber bnſer err Jeſus Chriſtus vnd Gott der vater der vns hat geliebet vnd gegeben einen ewigen troſt/ vnd el ne gute hoffnung durch gnade/ der ermane ewre hertzen vnd ſtercke euch vnn allerley lere vnd gutem werckk. Das dritte. Captel Order/ lieben bruͤder/ betet fur vns/ das/ das wort argen. Wir vercrawen aber auff euch vnn dem Herrn/ das yhr chut vnd chun werdet was wir euch gepieten/ Der herr aber richte ewer hertzen zu der liebe Gottes/ vnd zu der ge⸗ dult Chriſti. 1 5 Mor gepieten euch aber/ lieben bruͤder/ hin dem namen vnſeto Herrn Jeſu Chriſtt/ das vhr euch enczthet von al⸗ lem bruder/ der da vnordig wandelt vnd nicht nach der ſacz⸗ ung/ die er von vns empfaligen hat/ Denn yhr wiſſet/ wie yhr vns ſolt nachfolgen/ Denn wir ſind nicht vnordig vn⸗ ter euch geweſen/ haben auch nicht vmbſ onſt das brod geno⸗ men von yemand/ ſondern mit erbeit vnd muͤße tag vnd na. cht haben wir gewircket/ das wir nicht yematid vncer euch beſchwerlich weren. Nicht darumb/ das wir des nicht ma⸗ cht haben/ ſondern das wir vns ſelbs zum furbilde euch ge⸗ ben/ vns nach zu folgen. Vnd da wir bey euch waren/ gepo⸗ ten Wir euch ſolchs/ das/ ſo hemand nicht wil erbeicen/ der ſol auch nicht eſſen. Dienn wir höͤꝛen/ das etliche vnnter euch wan deln vnoͤr⸗ dig/ vnd erbeiten nichts/ ſondern creiben furwittz. Solchen 00 aber gepie Die ander Epiſtll * aber gepieten wiy vñ ermanen ſie/ durch vnſern Se 8 9 ſum Chriſt/ das ſie mit ſtillem weſen erbeiten bnd yhr ci⸗ gen brod eſſen. Phr aber lieben bruder/ werdet niche vber droſſen wol zu chün. So aber pemand nicht gehorſam iſt vnſerm wort/ den zeichet an durch einen brieff/ vnd habe ni⸗ chts mit yhm zu ſchaffen/ auff das er ſchamrod werde/ Doch haltet yhn nicht als einen feind onder vermatet vhn ale einen bruder. Exaber/ der Herr des frides gebe euch fride alinthal bent 2 auff allerley weiſe. Der Ger: ſei mit eue allen. Der gr 0 uus mt meiner hand Pauli/ deal das zeichen ynn allen brieuen/ al⸗ Pr ich/ Die gnade 11 Herrn Jeſu Chriſtiſeß mie euch allen/ 1 5 Amen. a 1 * 3 4 2 1. Geſchrieben von Achene. . ä SSS— 4 * 1 TP————— 1 2 ——— D 2 8 Jul 5 0 * apaſtel Je , u Chrise nach de be⸗ „ ſelh Got⸗ ,(tees v lands/ vnd des Hern Jeſu Chꝛiſti/ der vner hoffungiſt. . Tiumocheo meinem ſon von ardt durch den glawben. * 7 72 Gnade/ barmher⸗ tzickeit/ fride/ von Gott Dieerſte Epiſtel ſetz gegeben iſt/ ſondern den vngehorſamen/ den gottloſen vnd ſuͤndern/ den vnheiligen vnd vnremen/ den vater moͤr⸗ dern vñ mutter moͤrdern/ den todſchlegern/ den bulern/ den knabenſchendern/ den menſchen dieben/ den luͤgenern/ den meinepdigen/ vnd ſo etwas anders der heilſamen lere wider iſt/ nach dem Euangelio der herrlickeit des ſelbigen Got⸗ tes/ welchs mir vercrawet iſt. 5 N Vnd ich dancke dem/ der mich bekrefftiget hat vun Chri ſto Jeſu vnſerm Herrn/ das er mich fur trewe geachtet hat/ vnd geſetzt ynn das ampt/ der ich zuuor war ein leſterer vnd ein verfolger vnd ein ſchmeher/ aber mir iſt barmhertzie⸗ keit widderfaren/ denn ich habs vnwiſſen gethan ym vn⸗ glawben. Es iſt aber deſte reicher geweſen die gnade vn⸗ ſers Herrn Jeſu Chriſti/ durch den glawben vnd die liebe vnn Chriſto Deſü. Denn das iſt phe gewißzlich war/ vnd ein chewer werdes wort/ das Chriſtus Jeſus komen iſt vnn die welt/ die ſun⸗ der ſelig du machen/ vnter welchen ich der ſurnehmeſt bin. Aber darumb iſt mir barmhertzickeit widderfaren/ auff das an mir furnemlich Jeſus Chriſtus erzeigete alle langmu⸗ tickeit/ um exempel denen/ die an vhn glawben ſolten zum ewigen leben. Aber Gott dem k oͤnige der ewickeit dem vn⸗ uergencklichen vnd vnſichcbaren vnd allein weiſen/ ſe ehre vnd preys von ewickeit zu ewickeit/ Amen.. Dis gepot befelh ich dir/ mein ſon Cunothee nach den vorigen weiſſagungen vber dir/ das du yñ den ſelbigen eine te ricterſchafft vbeſt durch den glaw¾ben vnd gut gewiſſen/ welch etliche von ſich geſtoſſen/ vnd am glauben ſchiff bruch erlitten haben/ Vnter welchen iſt Hymeneos vnd Alexan⸗ der/ welche ich habe dem teuffel gegeben/ das ſie gezuͤchaiget werden/ 0 0 wm]7˙ÜiÜ———— . — 1 tſ 1 off 1 n nb, cht vnn der heyligung ſampt der zucht. An Timotheon. werden/ nicht mehr zu leſtern. Das ander. Capitel O ermaneich nu/ das man fur allen dingen zu erſt chue bicte /gebet/ furbit vnd danckſagung fur allen menſchen/ fur die kötugen vnd fur alle öͤberkeit/ auff das wir ein gerůglich vnd ſtilles leben furen mogen/ ynn aller Got⸗ ſelickeit vnd redlickeit. Denn ſolches iſt gut/ dazu auch an⸗ genehm fur Gott vnſerm heiland/ welcher wil/ das alle mẽ⸗ ſchen geneſen vnd dur erkenenis der warheit komen. Denn es iſt ein Gott/ vnd ein mitler zwiſchen Gott vnd den men⸗ ſchen/ nemlich/ der menſch Jeſus Chriſtus/ der ſich ſelbs ge⸗ geben hat fur yederman/ dur erloͤſung/ das ſolches zu ſeiner eit geprediget wurde/ dazu ich geſetze bin ein prediger vnd Apoſtel(Ich ſage die warheit ynn Chriſto/ vnd liege ni⸗ cht) ein lerer der Heiden ym glauben vnd ynn der warheic. So wil ich nu/ das die menner beten an allen orten/ vnd auff heben heilige hende on zorn vnd widderwillen. Seſſel⸗ bigen gleichen die weiber/ das ſie vnn dierlichem klepde/ mit ſcham vñ zucht ſich ſchmuͤcken/ nicht mit zoͤpffen odder gold odder perlen/ oder k oͤſtlichem gewand/ ſondern das wol an ſtehet den weibern/ die da Gocſelickeit beweiſen durch gute werck. Ein weib lerne ynn der ſtille mit aller vnterthentc⸗ keit. Einem weibe aber geſtate ich nicht das ſie lere/ auch ni⸗ cht das ſie des mannes herr ſey/ ſondern ſtille ſey. Denn A⸗ dam iſt am erſten gemacht/ darnach Heua/ vñ Adam ward nicht verfuͤret/ das weib aber ward verfuͤret/ vñ hat die vber tretung eingefuͤret/ Sie wird aber ſelig werden durch kin der gepern/ ſo ſie leben ym glauben vnd ynn der liebe/ vnd Nn Das Dieerſte Epiſtel Das dritte Capitel. f 5 5 8 As iſt yhe gewiſßzlich war/ ſo pemand ein Biſchoffs ampf begerd/ den geluͤſtet eines guten wercko. Es ol aber ein Biſchoff vnſtꝛeff lich ſein/ nuͤr eins weibes man/ nuͤchtern/ zuͤcheig/ ſittig/ gaſtfrey/ leerhafftig/ nicht wein ſu⸗ chtig/ nicht beiſſig/ nicht ſchendlicher gewins gyrig/ ſondern gelinde/ nicht hadderig/ nicht geitzig/ der ſeinem eigen hauſe wol furſtehe/ der gehorſame kinder habe mit aller redlickeic (So aber hemand ſeinem eigen hauſe nicht weis fur zu ſte⸗ hen/ wie wird er die gemeyne Gottes verſorgen:) micht ein newling auff das er ſich nicht auffblaſe/ vñ dem leſterer yns vrteil falle. Ex mus aber auch ein gut gezeugnis haben von denen die drauſſen ſind/ auff das er nicht falle dem leſterer vñ die ſchmach vnd ſtrick. DSeſſelbigen gleichen die diener ſollen redlich ſenn/ nicht zweyzuͤngig/ nicht weinſuchtig/ nicht ſchendliches gewyns gyrig/ die das geheimnis des glaubens ynn reinem gewiſſen haben/ Vñ die ſelbigen laſſe man zuuor verſuchen/ darnach laſſe matt ſie dienen/ wenn ſie vnſtrefflich ſind. Deſſelbigen gleichen hre weiber ſollen redlich ſein/ ni⸗ che leſterinne/ nuͤchtern/ crew vnn allen dingen. Die diener las einen iglichen ſein eines weibes man/ die yhren kindern wol furſtehen vnd yhren eigen heuſern. Welche aber wol die⸗ nen/ die erwerben yhn ſelbs eine gute ſtuffen/ vnd eine groſſe freydickeit ym glauben/ vnn Chriſto Jeſt v. Solches ſchreibe ich dir/ vnd hoffe auffz ſchierſt zu dir zukomen/ So ich aber verzoͤge/ das du wiſſeſt/ wie du wan⸗ deln ſolt ynn dem hauſe Gottes/ welches ſt die gemeyne des lebendigen Gottes /ein pfeiler vnd grundfeſte der 3 1 nd einger. An Timotheon. Vnd kuͤndlich gros iſt das Goctſelige geheimnis/ welchs da iſt offenbaret ym fleiſch/ gerechtfereiget ym geyſt erſchtenen den Engeln/ geprediget den heiden gegleubet von der welt auff genomen vnn die herlickeit. Dias vierde Capitel. Er geit aber ſaget deutlich/ das ynn den letzten dei⸗ een/ werden etliche von dem glawben abcrecen/ vnd anhangen den yrrigen geyſtern vnd leren der teuffel/ durch die/ ſo hun gleyſnerey lügen reder ſind/ vnd brandmal vnn yhrem gewiſſen haben/ vñ verpieten ehelich zu werden vnd zu meiden die ſpeiſe/ die Gott geſchaffen hac/ zunemen mit danckſagung/ den glewblgen vnd denen die die warhelt er⸗ kennet haben. Denn alle creacur Gottes iſt gut/ vnd ni⸗ chts verwerfflich/ das mit danckſagung empfangen wird ⸗ denn es wird geheyliget durch das wort Goctes vnd ge⸗ bet. Wenn du den bruͤdern ſolchs furhelteſt/ ſo wirſtu ein ö guter diener Jeſu Chriſti ſeim/ aufferzogen vnn den wor⸗ deen des glawbens vnd der gucen lere/ der du bis her nach⸗ komen biſt. Der vngeiſtlichen aber vnd alcvettelſchen fa⸗ beln eneſchlahe dich. Pä.oᷣbedich ſelbs aber an der goteſelickeit/ denn die lebhl.⸗ che vbung iſt wenig nuͤtz/ aber die goteſelickeit iſt zu allem 3 ding nuͤtz/ vnd hat die verheiſſürig/ dieſes vnd des zukuͤnff⸗ tigen lebens/ Das iſt phe gewiſzlich war/ vnd ein che⸗ wer werdes wort. Denn dahin erbeiten wir auch/ vnd wer⸗ den geſchmecht/ das wir auff den lebendigen Gott gehoffet haben/ welcher iſt der heyland aller menſchen/ ſonderlich aber der glewoigen. Solchs gepeut vnd lere. Niemand verachte deme iugent/ ſondern ſey ein furbulde den gleubigen eee e ee e e e =, Die erſte Epiſtel ym wort/ vm wandel/ yr der liebe/ ym geyſt/ ym glawben/ vnn der keuſcheie. ee Halt an mic leſen mitermanen mit leren/ bis ich kome. Oas nicht aus der acht die gabe/ die dir gegeben iſt/ durch die weiſſagung/ mit auffiegung der hand der Eltiſten. Solchs warte/ damit gehe vmb/ auff das dein zunehmen fur ydermã offenbar ſey. Habt acht auff dich ſelbs/ vnd auff die lere/ be⸗ harre vnn dieſen ſtucken/ Denn wo du ſolchs chuſt/ wirſtu dich ſelbs ſelig machen vnd die dich hren. Das funffte Capitel. a 2 2 2 einen vater. Die mungen als die bruͤdere. Die al⸗ ten wehber als die muͤttere. Die iunger als die ſchweſtern⸗ mit aller keuſcheit. Ehre die widwen/ welcher rechte wid⸗ wen ſind. So aber ein widwe kinder odder neffen hat/ ſol⸗ che las zuuor lernen/ das phre eigen heuſer gottſelig ſein/ vnd gleychs vergelten den voreltern/ Denn das iſt wol gechan vlld angenehm fur Gott. Welche aber eine rechte widwe iſt/ die niemand zuuerſorgen hat/ vnd einſam iſt/ die hat yh⸗ re hoffnurng auff Gott geſtellet/ vñ bleibet am gebet vnd fle⸗ hen tag vnd nacht. Welche aber vnn wolluͤſten lebet/ die iſe lebendig cod. Dolches gepeut/ auff das ſie vnuerdadelich ſepen. So aber pemand die ſeinen/ ſonderlich ſeine haußge⸗ noſſen/ nicht verſorget/ der hat den glauben verleugnet/ vnd iſt erger den ein vngleubiger. Cas keine widwe erwelet werden vnter ſechtzig ia ren/ vnd die da geweſen ſey eines mannes weyb/ vnd die ein zeug⸗ nis habe der guten wercken/ ſo ſie kinder aufgezogen hat/ ſo ſie gaſtfrelgeweſen it/ ſo ie der heiligen fůſſe gewaſchen hat ſo ſie En Eltiſten ſchelte nicht/ ſondern ermane yhn als 5 An Timotheon. ſo ſie den eruͤbſeligen handreichung gethan hat/ ſo ſie allem gutem werck nachkomen iſt. Der lungen wid wen aber ent⸗ ſchlahe dich. Denn wenn ſie geil worden ſind widder Chn⸗ ſton/ ſo wollen ſie freyen/ vnd haben yhr vrteil/ das ſie den erſten glawẽöen verbrochen haben/ Daneben ſind ſie faul vnd lernen vmblauffen durch die heuſer/ Nicht alſein aber ſtnid ſie faul/ ſondern auch ſchwetzig vnd furbitzig/ vnd reden das iche ſein uu So wil ich/ das die iutigen widwen freyen/ linder tra⸗ gen/ hauſzhalten/ dem widderſacher keine vrſache geben zu ſchelcen. Derm es ſind ſchon etliche vmb gewand/ den Sa⸗ tatia nach. So aber ein glewbiger odder glewbiginne wid⸗ wen hat/ der verſorge die ſelbigen/ vnd laſſe die gemeyne ni⸗ moͤgen gnug haben. cher ehren werd/ ſonderlich die da erbeiten ym wort vnd yñ der lere. Denn es ſpricht die ſchrifft/ Du ſolt nicht dem och⸗ ſen das maul verbinden/ der da dreſchet/ Vnd ein erbeiter iſt ſeines lonhs werd. Widder einen Eltiſten nym leine klage auff/ auſſer zweyen odder dreyen zeugen. Die da ſundigen⸗ die ſtraffe fur allen/ auff das auch die andern furchcte haben. Ich bedeuge fur Goct vnd dem Herrn 12 Chriſto/ vnd den außer welten Engeln/ das du ſolchs halteſt on nach teil/ vnd nichts chueſt zur ſeicen aus. Die hende lege niemad bald auff. Mache dich auch nicht teilhafftig frembder ſun⸗ den. Halt dich ſelber keuſch. Trinck nicht mehr waſſer/ ſon⸗ dern brauche des weins ein wenig vmb deines magens wil⸗ len/ vnd das du offt kꝛanck biſt. e Ellicher menſchen ſunde ſind zuuor offenbar/ vnd gehen ee Nu ij fur hin chebeſchweret werden/ auff dab die/ ſo rechte ud wen ſind Die Eleiſten die wol furſtehen/ die halte man zwepfa⸗ Dieetſte Epſſtel fur hin zun gerichte/ etlicher aber folgen hinnach. Deſſelbi: gen gleichen auch die guten werck ſind zuuor offenbar/ vnd die ſich anders haben/ kuͤnden ſich nicht bergen. Dis. vj. Capitel. JJeknechte/ ſo vnter dem ioch ſind/ die halten phre Derrn aller ehren werd/ auff das nicht der name Gottes bind die lere verleſtert werde. Welche aber glewbi⸗ ge Serrn haben/ die verachten ſie nicht/ die weyl ſie bruͤder ſind/ ondern ſeyen viel mehr dien ſtbar/ die weyl ſie glewbig vnd geliebt/ vnd der wolchat ceilhafftig ſind. Solchs lere vnd ermane. So yemand anders leret/ vnd nicht zufelt den heilſamen worten vnſers Herrn Jeſu Chri⸗ ſti vnd der lere von der gotſelickeit/ der iſt auffgeblaſen/ vnd weis nichts/ ſondern iſt ſeuchtig vnn fragen vñ worckriegen aus welchen entſpringet has/ hadder/ leſterung/ boͤſer arg⸗ wohn/ ſchul gezencke/ ſolcher menſchen/ die zuruͤctten ſyn ha⸗ hen/ vnd der warheit beraubet ſind/ die da meinen gotſelickeic ſey vmb genies willen/ Chu dich von ſolehen. Es iſt aber ein groſſer genes/ wer gotſelig iſt vnd leſſet vhm genuͤgen. Denn wir haben nichts vnn die welt bracht/ darumb offen⸗ bar iſt/ wir werden auch nichts hinaus bringen. Wenn wir aber fucter vnd decke haben/ ſo laſſet vns be⸗ nuͤgen. Denn die da reich werden wollen/ die fallen vnn verſuchung vnd ſtricke/ vnd viel cörichter vnd ſchedlicher luͤ⸗ ſte/ welche verſencken die menſchen yns verderben/ vnd ver⸗ damtis. Denn geytz iſt eine wurtzel alles vbels/ welcher hat etliche gelüſtet/ vnd ſind vom glawben yrre gegangen/ vñ haben ſich ſelbs gemenget vnter viel ſchmertzen. Aber du mẽſche gottes fleuch ſolchs/ lage aber nach der gerechtickeit/ 1 10 dem glau⸗ Je „ An Timdtheon: dem glauben/ der liebe/ der gedult/ der ſanffemut/ kempffe el⸗ nen guten kampff des glaubens/ ergreiffe das ewige leben/ dazu du auch beruffen biſt vnd bekand haſt eim gut bekencnis fur fielen zeugen. ch gepiete dir fur Gott/ der alle dilig lebendig machet/ vnd für Chuſto Jeſu der vnter Pontio Mllaco bezeuget hat ein gut bekenents das du halteſt das gepot oti flecken/ vn⸗ Uercaddelich/ bis auff die erſcheinung vnſers Herrn Jeſut Chriſti/ welchen wird zeigen zu ſeiner eit/ der ſelige vnd al⸗ lein geweleiger/ der könig aller konige vnd herr aller herm/ der allem viiſterblickeit hat/ der da wonet vnn einem liecht da memandd zurkomen kan/ welchen kein menſch geſehen hat noch ſchen kan dem ſey ehre vnd ewiges reich/ Amen. Den reichen von dieſer welt gepeut/ das ſie tucht nach hohem ding erachten/ auch nicht hoffen auff den vngewiſſen reichchum/ ſondern auff den lebendigen Goct/ der vns dar gibt reichlich allerley zu cl enge ſie guts chuen/ reich v. en/ gerne gebẽ/ leucſelig ſein/ ſchacz ſamlen vhr ſelbs einen gucen grund auffs zukünftige/ das werden von guten were ſie ergreifen das ewige leben. 2 O Timochee beware die beplage/ vnd meide die vngeiſt⸗ lichen vergebliche wort/ vnd das gezenck der falſchberuͤmp⸗ ten erkenenis/ welche etlich haben furgeben/ vnd haben des glawbens gefeplec. Die gnade ſey mit dir/ Amen. Geſchrieben von aodlcea/ die da iſt ein hewbeſtad des landes Phꝛy⸗ gia Pacatlana. Wee Nun i Seeande⸗ 8 N der Kyſſel s.. ger, 2 Timoch eon. e Wee Kanu 5 1 0 2 2 5 11 to 2 U 2 7 28 e 2 1 9— 2 2 3 . 9 0 . imocheo 7 S N 8* 0 8 N N czickel/ riede/ von Gott Herrn Jeſu C hriſto. dem ich diene vont manen vorclcern her/ ynn reinem gewiſ⸗ ſen/ das ich on vnterlas dein gedencke vnn meinem gedet tag vnd nacht/ vnd mich verlanget dich zu ſehen( wenti ich denc⸗ ke an deine chrenen) auff das ich met frewden erfuͤllet wuͤr⸗ de/ vnd erynnere mich des vngeferbeten glawbens vnn dyr/ welcher zunor gewonet hat vnn deiner groß mutter Soide/ vnd ynn deiner mucter Kune/ bin aber ewig/ das auch 2 vnn dir. der ſurcht ö e der krafft vnd der liebe vnd der zůcht. Darumb 8 2 5 5 5* 5 pelt a 2 3 ſu C tzaſti/ durch den 5 1 ces 2 predigen die ver beiſſung des lebens vnn Mainem lieben ſon 82 9 Gnade/ barmher⸗. dem vatter vnd vnſerm Ich dancke Goct Vmb welcher ſache willen ich dich erpnnere, das duer⸗ weckeſt die gabe Goctes/ die ynn dir iſt durch; die aufftegůüg meiner hende Denn Gott hat vns nicht gegeben dent geit An Timocheon. Darumb ſo ſcheme dich nicht deo zeugnis vnſers Herrn/ noch meiner/ der ich ſein gebundener bin/ ſondern lelde dich mit dem Euangelio/ wie ich nach deꝛkrafft Gottes/ der vns hat ſelig gemacht/ vnd beruffen mit einem heiligen ruff/ ni⸗ cht nach vnſern wercken/ ſondern nach einem furſatz vnd gnade/ die vns gegeben iſt yun Chuſto Deſu fur der zeit der welc ict aber offenbart durch die erſcheinung vnſers hellan⸗ des Jeſu Chriſtt/ der dem tode die macht hac genomen/ vññ das leben vnd eyn vnuergenglich weſen aus liecht bracht/ durch das Euangelion/ zu welchem ich geſetzt bin ein predi⸗ ger bnd Apoſtel vnd lerer der Geiden/ vmb welcher ſache willen ich ſolchs leide/ aber ich werde nicht ſchamrod/ Den ich weis/ an welchen ich geglewbet habe/ vnd er kan mir mei⸗ ne beylage bewaren bis an yhenen cag. 5 Galt dich nach dem furbilde der heilſamen wort/ die du von mur gehöͤret haſt/ vom glauben vnd von der liebe yntt Chriſto Jeſu/ Dieſen guten beylag beware durch den hei⸗ ligen geiſt/ der ynn vns wonet. Das wetrſtu/ das ſich von mir gewand haben alle die ynn Aſia ſind/ vnter welchen iſt Phigelus vnd Hermogenes. Der Herr gehe barmhertuic⸗ keit dem hauſe Gneſiphori/ denn er hat mich offt erjicket/ vnd hat ſich memer keten niche geſchemec/ ſondern da er gen Vom kam/ ſiichte er mich auffs vletſſigſt/ vnd fand mich. Der Serr gebe vhm/ das er finde baꝛmhertziekeit bey dem Herrn an phenem tage/ Vnd wie viel er mir zu Epheſo ge⸗ dienet hat/ weiſſeſtu am beſten. Sas ander Capitel. O ſtercke du dich nu/ mein ſon/ dureh die gnade yñ Ehrſto Deſu/ vnd was du von mr gehöret haſt/ 3 durch viel Die ander Epiſtel durch viel zeugen/ das befilh crewen menſchen/ die da tuͤchtig ſind auch andere zu leren. Beide dich als ein guter ſtreiter Jeſu Chriſti. Niemand ſtreitet vnd flicht ſich vnn der na⸗ rung geſchefft/ auff das er gefalle dem/ der phn zum ſtreiter auffgenomen hat. Vnd ſo hemand auch kempffet⸗ wird er doch nicht gekroͤnet/ er kempffe denn redlich. Es ſol aber de: ackerman der den acker bawet/ der fruͤchte am erſten genieſ⸗ ſen/ Merck/ was ich ſage/ Der Herr aber wird dir ynn al⸗ len dingen verſtand geben.. Galt vnn gedechetus Jeſum Chriſtum/ der aufferſtan⸗ den iſt von den todten/ als dem ſamen Dauid/ nach meinẽ Guangelton/ ynn welchem ich mich leide bis an die bande/ als ein vbelcheter/ aber gottes woꝛt iſt nicht gebunden. Dan umb dulde ichs alles vmb der außzerweleten willen/ auff das auch ſie die ſelickeit erlangen ynn Chriſto Jeſu/ mit ewi⸗ ger herrlickeit. e e Das iſt vhe gewiolich war/ Sind wir mit geſtorben/ ſo werden wor mit leben. Dulden wir/ ſo werden wir mie her⸗ ſchen/ Verleugnẽ wir/ ſo wird phener vn auch verleugnẽ/ Cleuben wir nicht ſo bleibet er rewe/ er kan ſich ſelbs niche leucken. Solchs erynnere ſie vnd bezeuge fur dem Gerrn/ das ſie nicht vmb wort zancken/ welchs nichts nuͤtz it/ denn abzuwenden die da zuhoͤren. N 85 Bauleiſſ ge dich Gotte zuerzeigen einen bewereten vnd vnlertadlichen erbeiter/ der da recht ſchnelde das wort der Warheit. Des vngeiſtlichen loſen geſchwetzs eneſchlahe dich denn es foddert viel an dem vngoͤttlichen weſen/ vnd vhr wort das friſſet vmb ſich wie der krebs/ Vnter welchen iſt Gymeneos vnd Philetus welche der warheit gefeilet ha⸗ ben/ vnd ſagen/ die aufferſtehung ſey ſchon Wa e g haben Mae ne and L c ufd et, Sb 1 e 1 An Timotheon. habett etlicher glauben verkeret. Aber der fete grund(Joctes beſtehet/ vnd hat dieſen ſie⸗ gel! Der Herr kennecdie ſeinen/ vnd es crete ab pon vnge⸗ rechtickeit/ wer den namen Chuſtt anruffec. Pñ einem gro⸗ ſſen hauſe aber ſind nicht alleine güldene vnd fülberne gefeſ⸗ ſe/ ſondern auch huͤltzerne vnd coͤpfferne/ vñ ecliche zu chꝛen/ etliche aber zu pnehren. So nu pemand ſich reiniget von ſol⸗ chen leuten/ der wiꝛd ein geheiliget fas ſein zu den ehꝛen/ dem hauſzherrn brauchlich/ vnd zu allem guten werck bereit. Nleuch die luͤſte der lllgent/ lage aber nach der gerechtie⸗ keit/ dem glawben/ der liehe/ dem friede mit allen/ die den Gerrn anruffen von reinem hertzen. Aber die törichten vnd loſen fragen eneſchlahe dich. Def diu weiſt/ das ſte nu: zanck eperen/ Ein knecht aber des herrn ſol nicht zenckiſch ſein/ ondern veterlich gegen pederman/ leerhaffeig/ der die boͤſen cragen kan/ der mit ſanfftmut ſtraffe die widderſpenſtigen/ ob yhn Gott der mal ein buſſe gebe/ die warheit zu erken⸗ nen/ vnd widder nuͤchtern zu werden von des ceuffels ſtrick/ die von yhm gefangen ſind nach ſeinem wilfenn. debe enn cl As ſoltu aber wiſſen/ das zu den letzten tagen wer⸗ den grewliche zeiccung eintreten/ Denn es werden menſchen ſeir die von ſich ſelbo halten /geitzeg⸗ ſtoltz/ hoffer⸗ tig leſterer/ den Eltern vngeborſam/ vndanckbar/ vngeit⸗ lich/ vnfreundlich/ ſtoͤrrig/ ſchender/ vnleuſch/ vnguͤtig/ wilde/ verrheter /freueler/ auffgeblaſen/ die mehr liehen die wolfuſt denn Gott/ die da haben das geperde eines gottſe⸗ ligen wandels/ aber ſeine kraffe verleucken ſie/ vnd von ſol⸗ chen wende dich. Aus den ſelbigen ſind/die die* 055 f guffen/ 8 Die ander Epiſtel lauffen/ vnd furen die weblin gefangen/ die mit ſunden be⸗ laden ſind vnd ſaren mit mancherley luͤſten lernen ymer⸗ dar/ vnd können nymer zur erkentnis der warheit komen. Gleicher weiſe aber/ wie Jannes vnd Jambres Moſi widderſtunden/ alſo widderſtehen auch dieſe der waheit/ es ſind men ſchen von zurruͤtten ſpnnen/ vntuͤchtig zum glaw⸗ ben/ aber ſie werdens nicht außfuren. Denn yhre torheit wird offenbar werdẽ yederman/ gleich wie auch vhner war. Du aber haſt erfolget meine lere/ meine weiſe/ meinen fur⸗ ſatz/ meinen gla oben/ meine langmut/ meine liebe/ meine gedult/ neinẽ verfolgung/ meine leiden/ welcherley mir ge⸗ ſchehen ſind zu Antiochia zu Iconton/ zu Eyſtran/ welche verfolgung ich da ertrug/ vnd aus allen hat mich der Herr erloͤſet/ Vnd alle die gottſelig leben wuͤllin ynn Chriſto Je lu müͤſſen verfolgung leiden/ die boͤſen menſchen abe: vñ verfuriſche faren fort zu dem ergiſten/ verfuren vnd laſſen ſich verfuren. Qu aber bleibe ynn dem das du gelernet haſt vnd erfa⸗ ren/ Sintemal du weiſſeſt/ von wem du gelernet habſt/ Vnd weil du von kindheit auff heilige ſchrifft weiſſeſt/ kan dich die ſelbige weis machen zur ſelickeit durch den glawbeu an Chuſto Jeſu. Denn alle ſchufft von Gott eingegeben/ iſt nutz zur lere/ zur ſtraffe/ zur beſſerung/ zur zuchtigung vnn gerechtickeit/ das ein menſch Gottes ſey on wandel /zu allem guten werck geſchickt. Das. vierde Capitel. G bezeuge ich nu fur Gott vnd dem Gerrn Jeſtt E 2 2 5 N i 885 Christo/ der da zukuͤnffeig iſt iu richcen die lebendi⸗ gen vnd die todten/ bey ſeiner erſcheinung vnd ſeinem reich/ Predig⸗ 11 he aft 10 fh. Van Ace 1 E 60 6 ut h N uch Jog An Timotheon. Predige das wort halt an/ e ſep zur zeit oder vnzelt tra⸗ Wborawe ename mucalkerkep angmiackacpnd ler Del es wird eine zeit ſein/ da ſie die heiſſame lere nicht wer⸗ den vertragen/ ſondern nach vhren eigen luͤſten werden ſte yhn ſelbs lerer auffladen/ nach dem yhn die oren iucken/ vnd werden die oren von der warheit wenden/ vnd ſich zu den fabeln keren. Du aber ſey nuͤchtern allenchalben/ leide dich/ chu das werck eines Euangeliſchen predigers/ richte dein ampt redlich aus. 77 55 DSDenn ich werde ſchon geopffert/ vnd die zeit meines verſcheidens iſt fur handen. Ich hab einen guten kampff gekempffet/ Ich hab den laufft vollendet/ ich hab glaboben gehalten. Ginfurt iſt mir beygeleget die kron der gerechtic⸗ keit/ welche mir der Herr an phenem tage/ der gerechte rich⸗ ter geben wird/ Nicht mir aber allein/ ſondern auch allen die ſeine erſcheinung lieb haben. Vleiſſige dich/ das du bald zu mir komeſt. N Denn Demas hat mich verlaſſen vnd dieſe welt lich gewonnen/ vnd iſt gen Theſſalonich gezogen/ Creſeens vñ Galaciam/ Tuus gen Dalmacten/ Gucas iſt alleine mit mir/ Marcon nymzů dir vnd bringe yhn mit dir/ denn er iſt mir nuͤczlich zum dienſt/ Tychicon hab ichgen Epheſon geſand/ Den mantel/ den ich zu Troade lies hey Carpo/ bringe mie/ wenn du lomeſt/ vnd die buͤcher/ onderlich abe: das pergamen. Alexander der kupfferſchnnd hat mir viel böͤ⸗ ſes bewerſet/ der Herr bezale yhm nach ſeinen wercken/ fur welchem huͤce dich auch/ Deñ er hat vnſer worten ſeer wid⸗ derſtanden. Nnn meiner erſten ve:antwoꝛtung ſtund niemand bey mir/ ſondern ſie vellieſſen mich alle/ Es ſey yhn nicht zu⸗ Go gerechnet Die under Spiſtet gerechnet/ der Herr aber ſtund mir bey vnd ſterckec mich⸗ auff das durch mich die prediget deſte weiter außkeme/ vnd alle Heiden hoͤreten. Vnd ich bin erlöͤſet von des lawens ra⸗ chen/ Der Herr aber wird mich erloſen von allem boͤſem werck/ vñ ſelig machen zu ſeinem hymliſchen reich/ welchem ſe preis bon ewickeit zu ewickeic Amen.. Gruͤſſe Priſcan vnd Aquilan vnd das haus Gneſi⸗ phori. Eraſtus bleib zu Corinchen/ Trophymon aber lies ich zu Nileto kranck/ chu vleis das du fur de winter komeſt. Pocnuͤſſet dich Kubulos vnd Pudens/ vid Ei⸗ mn/ Claudia/ vnd alle bruͤder. Der Herr Jeſus Chriſtus ſey mit deinem geiſt. Die gna: de ſey mit eu Amen. Geſchrieben aus Bom die Ander Epiſtel an Ti mocheon/ da Paulus zum andern mal fur den Heyſer Nero ward dar geſtellet. Deep Ort Cuil Sant all iton Ons Erſte Capitel. De 8 0 0 2 8 f 1 775.— N 5 Aulus e 828 1 „ 8 „ coyn kueche Gottes/ a⸗ 2 3(0 15 I. 5 8 0 5 5 nung des erwigen lebens/ ee e e uur den zeiten der welc/ hat aber offenbaret zu ſeitier zeic/ ſein wort durch die predi⸗ 0 Tito meinem ſon von ardt nach dem gemeinen glaw⸗ en. Gnade/ ba mhertzickeit/friede/ von Gott dem vate: vnd dem Herrn Jeſu Chriſto vnſerm heiland. 5 Derhalben lies ich dich zu Crete/ das du ſolceſt volſend anrichten/ da ichs gelaſſen habe/ vnd beſetzen die ſtete hin vnd her mit eſten/ wie ich dich verordnet habe/ Wo el⸗ ner eſt vncaddelich/ eines welbes man/ der glewhige kinder habe/ nicht berücheiget mit ſchwelgercy oder vngchorſam. Gij Denn 5 Die Epiſtn Denn ein Biſchoff ſol vntaddelich ſeitt/ als ein hauſdhalte Gottes/ nicht hoch von yhm ſelbs halten/ nicht zornig/ ni⸗ cht weinſüͤchtig/ nicht beiſſig nicht ſchendliches gewyns gy⸗ rig/ ſondern gaſtfrep/ gůͤtig/ zůchtig/ gerecht heylig keuſch/ vnd halte ob dem gewiſſen wort der lere/ auff das er mechtig ſey/ zu ermanen durch die heylſame lere vnd du ſtraffen die wid derſprecher. Denn es ſind viel widderſpenſtige vnd vntuͤtze ſchwe⸗ tzer vnd verfurer/ ſonderlich die aus der beſchneidung/ wel⸗ chen man mus das maul ſtopffen/ die da gantze heuſer verke⸗ ren/ vnd leren/ das nicht taug/ vmb ſchendliches gewins wil⸗ len. Es hat einer aus vhnen geſagt/ hrer eigen Prophete⸗ Die Creter ſind he luͤgener geweſen/ bo ſe viech/ vnd faule beuche. Dis zeugnis iſt war. Vmb der ſache willen ſtraffe ſie ſcharff/ auff dae ſte geſund ſein vm glauben/ vñ nicht ach⸗ ten auff die Juͤdiſchen fabeln vnd menſchen gepot/ welche die warhett abwenden. Den reynen iſts alles rein/ den vn⸗ reinen aber vnd vngleubigen iſt nichts rein/ ſondern vnrein iſt beide ybr ſynn vnd getwiſſen. Sie ſagen/ ſie erkennẽ gote/ aber mit den wercken verleucken ſie es/ ſintemal ſie ſind/ an welchen Gott grewel hat/ vnd gehorchen nicht/ vnd ſind zu allem gutem werck vntuͤchtig. Das ander Capitel. VV aber rede/ was der heylſamen lere wol anſtehet Dan alten/ das ſie nuͤchtern ſeyen/ redlich/ zuchtig/ geuund pm glauben/ ynn der liebe/ yn der gedult. Den alten Weibern deſſelbigen gleichen/ das ſie geperden wie den hep⸗ ligen zimpt/ nicht leſteryn ſeyen/ nicht we nſuͤcheig/ gutte le reryn/ das ſie die jungen weiber zucht leren/ vhre menner lieben/ ——— 5 1—— — ͤ——2— 3 aue — 1 Faff ach An Titon. lieben/ kinder lieben/ zůchtig ſeyen/ keuſch/ heußzlich/ gütig/ vnterchan hren mennern /auff das nicht das wort Gottes verleſtert werde. Des ſelbigen gleichen die iungen menner ermane/ das ſie zuͤchtig ſeyren. 7 1 Allenchalben aber ſtelle dich ſelbs zum furbilde guter werck/ vã halte dich vnn der lere vnſchedlich vnd redlich/ vnd das wort heilſam vnd vntaddelich/ auff das der widderwer⸗ lige ſich ſcheme/ vnd nichts habe/ das er von vns moͤge böſes ſagen. Den knechten/ das ſie yhren her n vnterchentg ſeyen/ ynin allen dingen gefellig/ nicht widderbellen/ micht enewen den/ ſondn alle gute trewerzeigen/ auff das ſie die lere Got⸗ tes vnſers herlatides deren ynm allen ſtuͤcken. Denn es iſt erſchtenen die heilwertige gnade Gottes al⸗ len menſchen/ vnd zůchtiget vns/ das wir ſollen verleugnen das vngottliche weſen vnd die weltlichen lüften/ vnd zuͤcheig gerecht/ vnd gottſelig leben ynn dieſer welt/ vnd warcen auff die ſelige hoffnung vnd erscheinung der herrlickeit des groſ⸗ ſen Gottes vnd vnſers hetlands Deſit Chriſti/ der ſich ſelbs fur vns gegeben hat/ auff das er vns erloſet von aller vnge⸗ rechtickeit/ vnd reiniget ph ſelbs ein volck zum eigenehum/ das eyfferig were zu guten wercken. Solches rede vnd erma⸗ / vñ ſtraffe mit aller macht. Eas dich niemand verachten. Das dritte Capitel. BFonnere ſie/ das ſie den ſurſtenchůmen vnd getwel⸗ digen vnterchan ſeen/ der oberkeit gehorchen/ zu al⸗ lem guten werck bereit ſepen/ niemand leſtern⸗ nicht had⸗ dern/ gelinde ſein/ alle ſanfftmuͤtickeie beweiſen/ gegen allen menſchen. Deñ wir waren auch weiland vnweiſe/ vngehor⸗ ſam/ vrrige/ dienend den lüͤſten vnd mancherley wolluͤſten/ f Go ij vnd wan⸗ QSie Epiſtel vnd wandelten yñ boſzheit vnd neid/ waren heßlich vnd he ſig vnternander.. n 185125 Sa aber erſchein die freundlickeit vnd leucſeliekeit Got⸗ tes vnſers heilandes/ nicht vmb der werck willen der gerech⸗ tickeit/ die wir gethan hatten/ ſondern nach ſeiner harm her⸗ tzickeit/ machte er vns ſelig/ durch das bad der widdergeburt vnd ernewerung des heiligen geiſtes/ welchen er auß gegoſ⸗ ſen hat vber vns reichlich/ durch Jeſum Chriſt vnſern hey⸗ land/ auff das wir durch deſſelbigen gnade gerechtferciget/ erben ſeyen des ewigen lebens/ nach der hoffnung/ das iſt yhe gewiſßzlich war. 5 Solchs wil ich das du treibeſt/ auff das die /ſo an Gott gleubig ſind worden/ ſich vleiſſigen/ ynn guten wercken fur⸗ trefflich zu ſein/ Solchs iſt gut vñ nuͤtz den menſchen. Der törichten fragen aber/ der geſchlecht regiſter/ des zancks vnd ſtrettes vber dem geſecz/ eneſchlahe dich/ denn ſie ſind vnn; vnd eytel. Einen abtruͤnnigen menſchen meide /wenn er ein mal vñ abermal vermanet iſt/ vñ wiſſe/ das ein ſolcher verle⸗ ret iſt/ vñ ſundiget/ als der ſich ſelbs verurteilet hat. Wefñ ich zu dir ſenden werde Arteman odde: ychteon/ ſo kom eilend zu mir gen Nicopolin/ deñ da ſelbs hah ich be⸗ ſchloſſen das winterlager zu haben. Jenan den ſchrifftgeler⸗ ten vnd Apollon fertige ab mit vleis/ auff das vhn nichcs ge⸗ breche. Sas aber auch die vnſern lernen vnn guten wercken furcrefflich ſein/ wo es die notdurfft erfoddert/ auff das ſie ni⸗ che vnfruchtbar ſein. Eso gruͤſſen dich alle die mit mir ſind. Gruͤſſe alle die vns lieben ym glauben. Die gnade ſen mic euch allen. Geſchrieben aus Nicopoli ynn Macedonia. 801 e Die Eoſteh Saut Daull 555 Selſtecaptel. 0 e 9 en, 7 5 R 8 eee 1 8 8 N 8 W. N 3 1 Use der N. N NN 7 8 8 52 N . 3 8 N Uliden e geß 1 1 8 8 N N 6 21 f 1 Ne 2 660 e Veſu chri 161 1. ö 5 5 10 0 N 5 2 8 5 38 5 ö 7 . 5 8 N feder ö Phülemon dem lie⸗ ben vnd vnſerm gehuͤlf⸗ fen/ vnd Arb der lie⸗ ben/ vnd Archippo vn⸗ . 1 em ſerulgenofſen bnd der gemeine vnn ſehnem 5 bau. a„ SGunade eſen m mit euch ond frtede vo n Gott vn⸗ e den Herrn e eit Chriſto. 5 Schranke menen Ger ac gedenke dein alte zeic ylm meinem gebec nach dem ich höre bon der 1 5 vnd dem N glatoben welche du haſt gegen den Zern Jeſum Chriſt 4 vnd alle heiligen/ das vnſer gemeinier k glaubeß un dir ſcheff⸗ 9 durch erkenenms alle des guten das yrin euch iſt an Chriſto Jeſtt. Ich hab aber einc groſſe freude vnd eroſt an 5 lter lebe/ Denn die heiligen ſind hertzlich erquickt durch dich/ lieber bruder. 1 Darumb wie wol ich habe ynn Thuſto⸗ in groſſe frei⸗ 0 dickelt/ dir zu gepieten/ was dir gepuͤrt/ aber vmb der liebe 11 2 ermane ich dich viel weger/ der ich ein ſolcher bin 1 o ij Kaul 0 Die Epiſtel nemlich eitt alter Paulus tut aber auch ein gebůdener Je⸗ ſu Cbuſti. So ermatie ich dich vm̃ meins ſone willen One⸗ ſimon/ den ich gedeuget habe ynn meinen banden ⸗ welcher wellannd dir vnnuͤtze/ nu aber dir vnd wir wol nůtze itt den habe ich widder geſand/ nu aber nym yhn das iſt mein her⸗ ce/ auff. Denn ich wolte yhn bey mir behalten/ das er mir an deiner ſtat dienet/ ynn den banden des Ruangelä⸗ aber on deinen willen wolc ich nichts thun auff das dein guees tucht were gendeiget ſondern ſelbwillig Villeicht aber iſt er darumb eine deit lang entwichen/ das du yhn eroig widder nemeſt/ nu nicht mehr als einen knecht/ ſondern mehr del einen knecht/ einen lieben bruder⸗ ſonderlich mir wie viel mehr aber dir/ beide nach dem fteiſch vnd nach dem Herrn · So du mich helteſt ſur deinen genoſ⸗ ſen/ ſo nym vhn auff als mich ſelb. So er aber dir etwas ſchadẽ gechan hat odder ſchuldig iſt/ das rechne nur zu/ Ich Paulus habe es geſchrieben mit meiner hand/ ich wils beza⸗ len/ ich ſchweige/ das du dich ſelbs mir ſchuldich biſt. Ja lie⸗ ber bruder/ las das ich mich ar dir ergetze ynn dem Herrn/ erqiucke mem hercz vnn dem Herrn. Veh hab aus zuuerſiche deines gehorſams geſchriebet/ deni ich weis/ du wirſt vber das chun/ das ich ſage. Dane ben bereice mir die herberge/ denn ich hoffe/ das ich dunch ew⸗ er gebet euch geſchenckt werde. Es gruͤſſet dich E pa⸗ phras mein micgefangener vnn Chriſto Jeſu/ Marcus/ Alriſtarchus/ Demas/ Eucas/ meine gehlͤffen. Die gnade vnſers Gerrn Jeſu Chriſti ſey mit ewrem geiſt/ Amen. Die erſte Die Erſte Eitel Santt. PEOCBN. N eyn Apo⸗ fiel ben e Chnſti. 7 rwelecen fremb⸗ lingen hin vnd her vnn Ponto Galacta/ Cap⸗ I badocta/ Alſia vnd Bi⸗ chynia/ nach der verſehũg . Gottes des vaters/ ynn der heiltgung des geiſtes/ zum gehoꝛſam vnd dur be⸗ —— * 8 3 ſprengunig des blutes Je⸗ — Gnade vnd friede me⸗ . — — ſc Dic erſte Epiſtet — 1 liche gold/ das durchs feloer beweret wird zu lobe/ preys⸗ vnd ehren/ wennn un offen barec wird Deſus Chriſtus/ Wel⸗ chen hr nicht geſehen vñ doch deb habt alt welchen yhr au⸗ ch gleubec/ vnd doch nicht ſehet/ Vmb des glarobens willen aber/ werdet yhr euch frewen mit vnauſzſſ prechlicher vñ her⸗ liber freuden/ vnd das ende ewers glaubens dauon bringen nemlich der ſeelen ſelickeit. Nach welcher ſelickeit haben geſucht vnd geforſchet die Propheten/ die vor der zukünfftigẽ gnade auff euch gewey⸗ ſaget haben/ vnd haben geforſchet/ auff welche vnd welcher⸗ leh zeit deutet der geiſt Chriſti/ der vn vhn war/ vnd zuuor bezeuget hat die leiden die ynn Chriſto ſind/ vnd die herrlic⸗ keit darnach/ welchen es offenbart iſt. Denn ſie habens ni⸗ cht yhn ſelbs/ ſondn vns dar gethan welchs euch nu verkuͤn⸗ diget iſt/ durch die/ ſo eue das Euangelton verküͤndigec ha⸗ 4 ben/ durch den heiligen geiſt vom hymel geſand/ welches au⸗ ch die Engel geluͤſtet zu ſchawen. Darumb ſo beguͤrtet die lenden ewers gemuͤtes/ eld nuͤ⸗ chtern/ vnd ſetzt mt gantzem erwegen ewer hoffnung auff die gnade/ die euch angepoten wird/ durch die oſſenbarung Jeſu Christi als kinder des gehorſams/ nicht gleichbercig den vorigen luͤften ewer vnwiſſenheit/ ſondern nach dem ⸗ der euch beruffen hat vnd heilig iſt/ ſeid auch vhr hetlig vnn lata, allein ewrem wandel/ nach dem es geſchrieben ſtehet/ Yhr ſolt heilig ſein/ denn ich bin heilig Vnd ſintemal vhr den zum vater anruffet/ der on an⸗ ſehen der perſon richtet/ nach eines iglichen werck/ ſo furet ewren wandel die zeit ewer pilgerfart mit furchten/ v nd wiſ⸗ ſet/ das yhr nicht mit vergencklichem ſilber odder gold erlöͤ⸗ ſerſeid/ bon ewrem eytel wandel pun den veccerlichen ſatz⸗ ungen Santt Beters. ungen/ ondern mit dem chewren blut Chriſti/ als eines vti⸗ ſchuldigen vnd vnbefleckten lammes/ der zwar zuuor verſe⸗ hen iſt fur der welt anfang/ aber offenbaret zu den letzten zei⸗ ten vmb ewer willen/ die yhr durch vhn gleubet an Gott de: yhn auffer weckt hat von den todten/ vnd vhm die herlickeic Miche. f das yhr glauben vnd hoffnung zu Gott haben moͤchtet. R Vnd machet keuſch ewre ſeelen durch den gehorſam der warheit ym geiſt zu vngeferbeter bruder liebe/ vnd habt euch vnternander bruͤnſtig lieb aus reinem hertzẽ/ als die da wid⸗ derumb geporn ſind/ nicht aus vergencklichem/ ſondern aus vnuergencklichem ſamen/ nemlich/ aus dem lebendigẽ wort Gottes/ das da ewialich bleibet. Nach dem alles fleiſch iſt wie ein gras/ vnd alle herlickeit des menſchen wie eine blume des graſes/ Das gras iſt verdorret/ vnd die blume abgefal⸗ len/ aber des Jerrn wort bleibet ynn ewickeit. Das iſt aber das wort/ welchs vnter euch verkuͤndiget iſt. Das ander Capitel. Oleget nu ab alle boſßhett vnd allen liſt/ bnd heu⸗ deley vnd bas/ vnd alles affterreden/ vnd ſeid gyrig nach der vernuͤnfftigen vnuerfelſchten milch/ als die itzt ge⸗ pornen kindlin/ auff das hr durch die ſelbige erwachſet/ ſo yhr anders geſchmackt habt/ dae der Herꝛ freundlich iſt. Zu welchem jhr komen ſeid/ als zu dem lebendigen ſtein/ der von den menſchen verworffen/ aberfur Gott erwelet vnd koͤſt⸗ lich iſt/ Vnd auch yhr/ als dielebendigen ſteine/ bawet euch zum geyſtlichen hauſe/ vnd zum geyſtlichen prieſterchum/ zu opfferen geyſtliche opfer/ die Goct angenehm ſind/ durch Jeſum Chriſtum. 80 Bei s Darumb 10 aig. 40. Die erſte Epiſtel Da rumb iſt vnn der ſchrifft verfaſſet/ Sihe da/ ich lo lane. Ne einen außzerweleten koͤſtliehen eckſtein vnn Jion/ vñ wer an vhn gleuber/ der ſol tucht zu ſchanden werden. Guch nu geen, die yhr gleubet it er köſtlich den vnglawöbigen aber(iſt der e ſtein/ den die bawleut verwoꝛffen haben/ zum eckſtem wor⸗ den/ vnd zum ſtein des anſtoſſens/ vñ zum fels des ergernis/ die ſich ſtoſſen an dem wort/ vnd glewben nicht daran/ dar⸗ ae, auff ſie geſetzt ſind. Mhr aber ſeid das auſzerwelete geſchle⸗ brad. cht/ das konigliche prieſterchum/ das heylige volck/ das volck des eigenthumbs/ das vhr verkuͤndigen ſolt die tugent des/ der euch beruffen hat von der finſternis zu ſeinem wunder⸗ barn liecht/ die yhr weyland nicht ein volck waret/ nu aber oe. Gottes volck ſeid/ vnd der ſich Gott nicht erbarmet/ nu er⸗ bharmet hat. Peeben bruͤder/ ich ermane euch als die frembdlingen vnd pilgerin/ enchaltet euch von fleiſchlichen luͤſten/ welche wid⸗ der die ſeele ſtreiten/ vnd furet einen guten wandel vnter den erden/ auff das die/ ſo von euch affterreden/ als von vbel⸗ chetern/ ewre gute werck ſehen/ vnd Gott preyſen/ wens nu an den tag komen wird. 1 5 5 5 Seid vnterchan aller menſchlicher ordnung/ vmb des Gern willen/ es ſen dem k oͤnige als dem oͤberſten/ odder den pflegern als den geſandcẽ von yhm/ zur rache der vbelcheter/ vnd du lobe der wolcheter. Deñ das iſt der wille Gottes/ das yhr mit wolehun verſtopffet die vnwiſſenheit der coͤrichten menſchen. Als die freyen/ vnd nicht als hectet yhr die freyheit zum deckel der boßdheit/ ſondn als die knechte Gottes. Serd ehrbietig gegen vedermã/ Habt lieb die bruͤderſchafft/ uͤr⸗ chtet Gott/ Ehret den k ö lig. 1 Pyr haußeknechte/ lid vnterchan mit aller* den 1 errn Saͤnct Beters. Herzett nicht allein den gütigen vnd gelinden/ ſondem alich den vnſchlachtigen. Deñ das iſt gnade/ ſo jemand vmb des gewiſſens wilfen zu Goct/ craurickeit pertreget pñ leidet mie vnrecht. Denn was iſt das fur ein preie/ ſo hr vmb miſſe⸗ that willen ſtreiche leidet? aber wenn yhr vmb wolchat wil⸗ len leidet vnd erduldet/ das iſt gnade bey Gott. * „Dann dazu ſeid hr beruffef/ ſineemal auch Chriſtus ge⸗ liden hat fur vns/ vnd vns ein furbilde gelaſſen/ das yhr ſolt nachfolgen ſeinen fußſtappẽ/ welcher keine ſunde gechan hac iſt auch kein erug ynn ſeinem munde erfunden/ welcher nicht widderſchalt da er geſcholten ward/ nicht drewet da er leid/ Erſtellet es aber dem heim/ der da recht richtet/ welcher vn⸗ ſer ſunde ſelbs geopffert hat/ an ſeinem leibe auff dem holtz/ auff das wir der ſunden on ſein/ vnd der gerechtickeit leben/ durch welches ſtrymen yhr ſeid geſund worden. Denn yhr waret/ wie die yrrende ſchaff/ aber yhr ſeid nu bekeret zu dem hirten vnd Biſchoff ewer ſeclen. Ons. dritte. Capitel. Ebſſelbigen gleichen die weyber ſehen 3 yh⸗ ren mennern/ Auff das/ dao auch die/ ſo nt ht glew⸗ ben an das wort/ durch der weiber wandel/ on wort gewon⸗ nen werden/ wenn ſie anſehen ewren keuſchen wandel/ ynn der furcht/ welcher geſchmuͤckt ſey nicht aufwendig vm har⸗ flechten vnd vmbhang des goldes/ oder anlegung der klei⸗ der/ ſondern der verborgen menſch des hertzen ynn der vn⸗ Uerruͤcklickeic eines ſaufften vnd ſtllen geyſtes/ welcher fur Gott prechtlich iſt. Denn alſo haben ſich auch vorzeiten die heiligen weiber geſchmuͤcket/ die yhr hoffnung auff Gott ſatzten/ vñ phren mennern vnterchan waren/ wie die Sara Pp Abraham Dreaander epſſck Abrahem gehorsam war, ond hich hn Ser Wcgcher do. cher ihr worden ſeid/ ſ yhr wolchut vnd euch nicht furchtet fur einigem ſchewſal. e Deſſelbigern gleichen vhr menner/ Woliet hey yhn mie vernunft/ vnd gebt dem weibiſchen/ als dem ſchwechſten work ieug/ ſane ehre/ als auch nuterbẽ der gnade deo lebens . P ſalmo· 33. Iſaic. s. auff das ewre gebet nicht verhindert werden. 8 endlich aber/ ſeid alleſampt gleich geſynnet/ micleidig bruͤderlich/ hertzlich freundlich/ Vergeltet nicht boͤſes mic boͤſen/ nicht ſchel wort mit ſchellw ort ſondern da gegen be⸗ nedeyet/ vñ wiſſet/das vhr dazu berufen ſeid/ das hr die be⸗ nedeyung beerbet. Denn wer da wil das leben lieb haben vñ gute tagen ſehen/ der ſchweige ſeine zungen das ſie nicht boͤ⸗ ſes rede/ vnd ſeine lippen/ das ſie nicht triegen/ Er wende ſich vom böͤſen vnd ehue gutes/ Er ſuche friede vnd ſage pym nach/ Senn die augen des Herrn ſehen auff die gerechten/ vnd ſeine oren auff vor gebet/ Das angeſichte aber des Her⸗ n ſihet auff die da böſes chun.„ Pnd wer iſt/ der euch ſchaden kuͤnde/ ſo phr dem guten nachkompt e Selig ſeid yhr/ ſo phr auch leidet vmb gerech⸗ tickeit willen/ Nuͤrcht euch aber fur yhrem trotzen nicht/ ko⸗ cherſchreckt tuche/ heyliget aber Got den Herrn vnn ew⸗ ern hertzen. Seid aber alle zeit vrbůtig zur verancworcurig yederman/ der grund foddert der hoffnung/ die vnn euch iſt/ vnd das mit ſanffemutickeit vnd furcht/ vnd habt ein gut ge⸗ wiſſen/ auff das die ſo von euch affterreden/ als von vbelche⸗ tern/ zu ſchanden werden/ das ſie verhoͤnet haben ewern gu⸗ ten wandel vnn Chriſt o. Denn es iſt beſſer/ ſo es der Gottes wille iſt/ das yhr von wolchat wegen leidet/ deñ von vbelchat wegen/ Siite⸗ mal auch — — —V— — ————— S ———————— 8 ————— P r — — —— —— — —— — — 10 Santt Veters. 15 mal auch Chriſtus ein mal fur vnſer ſunde geliden hac der ö u gerechte fur die vngerechten/ auff das er vis Gotte opfferte/ 14 vnd iſt getödtet nach dem fleiſch/ aber lebendig gemachte na⸗ Im ch demgeyſt. 95 5 9 0 th Nun dem ſelbigen iſt er auch hingegangen vnd hat ge⸗ predigec den geiſtern ym gefenck nis/ die vorzeicen ongleubig. daren da man ein mal gewartet der Goͤcclichen langmuͤ⸗ g dcckeit/ u den zeiten Noe/ da man die Archa zuruſtet put it Em welcher weinig/ das iſt/ acht ſeelen behalten wurden durchs U Waſſer/ Welche nu auch euch ſelig macht vun der tauffe/ die 10 yl durch yhenes bedeutet iſt/ Nicht das abthun des vnflats am u feiſcz on dn der bund eines gucẽ gevwviffens mit Gott/ durch Ante die aufferſtehung Jeſu Chriſti/ welcher iſt zur rechte Got⸗ E fend tes ynn den hymel gefaren/ vnd ſind vhm vnterchan die En⸗ — 4— „ein gend diegewalelgen vnd diekreſfen. %% DOas. vierde. Capitel. f 1 8 gil nu Chriſtus vm fleiſch fur vns geliden hat ſo „ bu wapent euch auch mit dem ſelbigen ſpun. Denn 18405 Wer ain ſteiſch leidet/ der hoͤret auff an funden das er hiu⸗ l 5 10 furt/ was noch hinderſtelliger deit ym fleiſch iſt/ nicht der mẽ⸗ 1* ſchen luͤſten/ ſondern dem willen Gottes lebe. Denn es iſt 1* gaug/ das wir die vergangen beit des lebens zubracht haben n nach heidniſchem willen /da wir wandelten pri geylheit/ Nail. lůſten/ crunckenheit/ freſſerey/ ſeufferey vnd grewlichen ab⸗ E 2 1e Vnd es befrembdet ſie/ das yhr nicht mie vhn lauffet yñ EIL. das ſelbige gemenge des vnoͤrdigen weſens/ vnd leſteren eu⸗ ch/ welche Werden rechenſchafft geben dem der bereit iſt zu ehe richten die lebendigen vnd die todren. Den dazu iſt auch dert 1 Pp coden Kere. Die erſte Epiſtel todten das Ruangelion verkuͤndiget/ auff das ſie gerichtet werden nach dem menſchen am fleiſch/ aber ym geiſt Gotte leben/ Es iſt aber nahe komen das ende aller dinge. So ſeid nu zůchtig vnd nuͤchtern zum gebet/ fur allen dingen aber habt vnternander eme bruͤnſtige liebe. Del die liebe deckt auch der ſunden menge. Seid gaſtfrey bncernan⸗ der on müͤr meln/ vnd dienet aneinander/ eim iglicher mit der gabe die er empfangen hat/ als die gucẽ hauſthalter der man · cherley gnaden Gottes. So yemand kedet/ das ers rede als Gottes wort. So yemand ein ampt hac/ das ers thue als aus dem vermoͤgen/ das Gott dar reichet/ auff das yhr vñal⸗ len dingen Gott preyſet/ durch Jeſum Chriſt/ welchem ſey preys vnd gewalt von ewickeit zu ewickeit/ Amen. Hyur lieben/ laſſet euch die hitze vnter euch niche befremb⸗ den die euch widderferet das yhr verſuchet werdet) als wid⸗ derfure euch etwas ſelt ams/ ſondern ſeid teylhafftig der lei⸗ Ieremlg ac. ruhet auff eu den Chriſti. i Seid froͤlich/ auff das yhr auch zur zeit der offenbarung ſeitter herlickeit freude vnd wonne haben moͤget/ Selig ſeid yhr/ wein yhr geſchmecht werdet vber dem namen Chriſtt/ Denn der 5 geiſt der herlickeit vnd Gottes iſt/ gepreiſetr. Ntemand aber vnter euch leide als ein moͤrder odd dieh/ odder vbelcheter/ odder frembdes gutes ſuchtig/ Oeidet er a⸗ ber als ein Chriſten/ ſo ſcheme er ſich nicht/ er preyſe aber Gott ynn der ſache. Denn es iſt zeit/ das anfahe das geri⸗ chte an dem hauſe Gottes/ So aber zu erſt an vns/ was ah ppyls fur ein ende werden mit denen/ die dem Euange⸗ Prolter. 11. 5 —— io Gottes nicht glewben: Vnndd ſo der gerechte kaume F erhalten /bet yhn iſt er verleſtert/ aber bey euch iſt er N g eg Vu 1— keit zu ewickeit/ men. Sant Deters. erhalten wird/ wo wil der gottloſe vñ der ſunder erſcheinen⸗ Darumb wilche da leiden nach Gottes willen/ die befelhen yhre ſeele/ als dem erewen ſchepffer mit guten wercken. Das funfft Capitel. elciſten vnd zeuge der leiden die vun Chriſto ſind vñ mitgenoſſen der herlickeit/ die offenbaret werden ſol. Wei⸗ det die herd Chriſti die vnter euch iſt/ vnd verſehet ſie/ nicht gendriget/ ſondn ſelbwwillig/ nicht aus ſchendliches gewinſt ſlucht/ ſondern aus geneigtem gemuͤte/ nicht als die herſcher vber ein erbe/ ſondern werdet furbild der herde/ ſo werdet y: (wel erſchemen wird der ertzhirte) die vnuerwelckliche kro⸗ ne emopfahen. 4 85 Deſſelbtgen gleichen jhre iungere ſeid vnterthan den El⸗ tiſten/ Alleſampt ſeid vnternander vnterchan vnd beweiſec darynne die demut/ Denn Gott widderſtehet den hoffertt⸗ gen/ aber den nydrigen gibt er gnade. So updriget euch nu Inter die geweltige hand Gottes/ das er euch erhöhe zu ſeine: zeit. Alle ewꝛe ſorge werffet auff yhn/ denn er ſorget fur euch. ſeid nuͤchtern vnd wachet/ denn ewer widderſacher der teuffel gehet vmbher/ wie ein bruͤllender lewe vnd ſuchet wel⸗ chen er verſchlinde/ dem widderſtehet feſte ym glauben/ vñ wiſſet/ das vhr volfuret das ſelbige leiden/ das yhꝛſampt ew⸗ er bruderſchafft ynn der welt habt. 17 Der Got aber aller gnade/ der euch berufen hat zu ſet⸗ ner ewigen herrlickeit vnn Chriſto Jeſu/ der ſelbige wird euch/ die yhr eine kleine zeit leidet/ volbereiten/ ſtercken/ kreff· tigen/ gründen/ Dem ſelbigen ſey pꝛeis vñ mache von ewie⸗ Pu Durch Je geleiſten die vnter euch ſind/ ermane ich der mi ⸗ Die erſte Epiſtel D.urch ewern trewen bruder Siluanon(als ich achte) hab ich euch ein weinig geſchrieben/ zu ermanen vnd zube⸗ zeugen/ das/ das die rechte gnade Gottes iſt/ darynnen vhr ſtehec. Es gruͤſſet euch die gemeine die verſamlet iſt u Ba⸗ bylonia/ vnd mein ſon N arcus. Gruͤſſet euch vnternander nit dem kus der liebe. Eriede ſep mit allen die ynn Chriſto Deſu ſind/ Amen. 0 Ole Ander Sue Sanct ee us Ee wiel n Ne E 0 U 1 7 N 2 N 0 1 N 1 8 e. 5 — I 8 e r„8 r d Apoſtel ** Deſu Chriſti. 25 2 21 Denien/ die mic vne A 8 8..— mehre ſich bey euch durch das erkenenis Gottes vnd Jeſu Chriſti vnſers Herrn. Nach Sa. e g be q en Santt Deters Nach dem allerley ſeiner Goͤttlichen krafft(was zum leben vnd Goͤttlichem wandel dient vn gegeben iſt/ durch die erkenenis des/ der vns beruffen hat durch ſeine herlickeit vnd cugent durch welcheg vns die chewre vnd aller groͤſſe⸗ ſten verheiſſung gegeben ſind/ nemlich/ das vhz durch da ſel⸗ bige mit genoſſig werdet der Goͤctlichen natur/ ſo yhꝛ fliehet die vergengliche luſt der welt. e So wendet allen ewren vleis daran/ vnd reichet dar nn ewrem glawben eugent/ vnd ynn der tugent beſchei⸗ denheit/ vnd pũ beſcheidenheit meſſickeit/ vnd vnn der meſſic⸗ keit gedult/ vnd vnn der gedult Goteſelickeit/ vnd vnn der gocſelickeit brůderliche liebe/ vnd ynn der bruͤderliche liebe/ gemeime liebe. Denn wo ſolches reichlich bey euch iſt/ wirds euch nicht faul noch vnfruchchar hein laſſen yntt der erkent⸗ tua unſers Herrn Jeſu Chriſti. Belchen aber ſolchs nicht Bit der bereicſchaffc it/ de: iſt blind vñ cappet mit der hand/ vnd vergiſſit der reinigung ſeiner vorigen ſunden. Darumb lieben bruͤder/ chut deſte mehr vleis/ ewren be⸗ ruff vnd erwelung feſt zu machen/ denn wo yhr ſolchs chuc/ werdet phr nicht fallen/ vnd alſo wird euch reichlich dar ge⸗ reichet weden der eingang zu dem ewigen reich vnſers er⸗ rn vnd heilandes Jeſu Chriſtn. 1 Daramb wil ichs nicht aus der acht laſſen/ euch alle zeit ſolchs zu erynnern/ wie wol yhrs wiſſet vnd geſterclet ſeid ynn der gegenwertigen warheit/ Denn ich achte es billich ſeim/ ſo lange ich ynn dieſer huͤten bin/ euch zu er wecken vnd erynnern. Denn ich weis/ das ich meine huͤten bald ablegen mus/ wie mir denn auch der Herr Jeſus Chriſtus eroͤffnet hat/ Ich wil aber vleis chun/ das he allenchalben habt nach meinem auſzgang/ ſolches m gedechttus zu halten. 1 Pp inj Denn Die under E piſtel Denn wir haben nicht den klugen fabeln gefolget/ da wir elch kund gechan haben diekrafft vnd zukünfft vnſere Herrn Jeſi Chriſtt/ ſondern wir ſind anſchawer gepweſen ſainer maꝛeſdet/ da er empfieng von Gott. dem vater ehre vnd preis/ durch eine ſtunme/ die zu vhm geſchach von der groſzprechtigen herlickeit der maſſen/ Dia iſt mei lieber ſon/ ynn dem ich wolgefallen habe/ Vnd dieſe ſtimme haben wir gehöret vom hymel bracht/ da wir mit yhm waren auff dem heiligen berge.. e Hir haben ein feſtes prophetiſch wort/ vnd v chut wol/ das vhꝛdrauff achtet/ als auff ein liecht das da ſcheinet vnn einem tunckeln ort/ bis der tag anbreche/ vnd der morgen⸗ ſtern auffgehe vnn ewren hertzen. Vnd das ſolt vhr fur das erſt wiſſen/ das keine weiſſagung vnn ð ſchufft geſchicht aus eigener außtlegung. Denn es ſtnoch nie keine weiſſagung aus menſchlichem willen erfur bracht/ ſondern die heili⸗ gen menſchen Gottes haben gered/ gerieben von dem her⸗ ligen geiſt.. 5 Das ander Capitel. . S waren aber auch falſche Propheten vnter dem 3 volck wie auch vnter euch ſem werden falſche lerer/ die neben einfuren werden verderbliche ſecten/ vñ verleucken den Herrn der ſte erkaufft hat/ vnd werden vber ſich ſelbs fu⸗ ren ein ſchnel verdamnis/ vnd viele werden nachfolgen yh⸗ rein verderben/ durch welche wird der weg der warheit ver⸗ leſtert werden/ vnd durch geitz mit ertichten woꝛten werden ſie vmb euch hantieren/ vber welche das vrteil von langes her nicht ſeumig iſt/ vnd yhr verdamnis ſchlefft nicht. Denn ſo Gott der Engel/ die geſundigt haben niche , verſchonet — 8 2 vnd furete die ſindflut vber die welt der gottloſen. Vnd hat die ſtedce Sodoma vnd Gomoꝛra zu aſchen gemacht/ vmb⸗ — vnd verdampt/ da mit ein exempel geſecze denen/ die zu⸗ An 1 Woteet das ers ſehen vnd hoͤren muſte/ queletett ſie die ge⸗ rechte ſeele von tage zu tage mie yhren vnnrechten wercken. Der Herr weis die goteſeligen aus der verſuchung zu erloͤ⸗ ſen/die vngerechten aber behalten zum tage des gerichtes zu peinigen. he Allermeiſt aber die ſo da wandeln nach dem fleiſch lin der luft der vnſawberkelc/ vnd die herſchafften verachten/ chuͤrſtig/ hoch voi ſich halten/ nicht erzittern die maieſteten üb leſtern/ ſo doch die Engel die doch der ſtercke vnd kreffte gröſſer ſind/ nicht ertragen das leſterliche gerichte widder ſich vom Herrn Aber ſie ſid wie die vnuernuͤnffeigen chi⸗ er die nacurl* lch Au fahen Modu wurgeln geporn ind/ I leſtern das ſie nicht erkennen/ vnd yhm yphꝛem wuͤrgen enſte erwuͤnget werden/ vnd den lohn der vngerechtickeit dauon bringen. en 7 5 5 Sie achtens fur wolſuſt/ das etliche wol leben/ Sie ſind flecken vnd vnflacen/ ſie furen ein zertlich leben von ew⸗ er liehe/ eeren wol von dem ewern/ haben augen volehe⸗ bulchs/ ſhꝛer ſuunde iſt nicht zu weren/ loclen an ſich die leicht⸗ fertigen ſeelen/ haben ein hertz durcherieben mit enn 5 Le er male⸗ Dieie anderepiſtel der maledeyung/ haben verlaſſen de richtigen weg/ vnd dur ſilld yrregegangen/ vñ haben nachgefolget dem wege Ba⸗ laam/ des ſons Boſor/ welchem eſiebte der lohn der vnge⸗ rechtickeit/ hatte aber eie ſtraffe re pbertretung/ pas ſtũ⸗ me laſtbar chier redet mit menſchen ſtimme/ vnd weret des Propheten corheit. a 18 Das ſind brunnen on waſſer/ vnd wolcken volt wind⸗ werbel vmb getrieben/ welchen behalten iſt ein cunckel fin⸗ ſternis ynn ewickeit/ Denn ſie lauten von ſchwuͤlſtigen worten da nichts hinder iſt/ vnd reiten durch geilbeit zur ul des fleiſches/ pie phenigen/ die recht entrunnen waren/ vnd nu ymyrthum wandeln/ vnd verheiſſen yhn freyheit/ ſo ſie ſelbs knechte des verderben ſind. Denn von welchem vemand vberwunden iſt/ des kuecht iſt er worden/ Denn ſo ſie eneflohen ſind der vnſauberkeit der welt/ durch die erkenc⸗ mis des Herrn vnd heilandes Jeſu Chriſei⸗ werden aber widderumb ynn die ſelbigen geflochten vnd vberwunden/ iſt ahn das letzte erger worden denn das erſt. Dent es were yhn beſſer/ das ſie den weg der gerechtickeit nicht erkennet hetten denn das ſie hn erkennen vnd ſich keren von dem heiligen gepott das vhn gegeben iſt. Es iſt hn widderfa⸗ ren das ware ſprichwort/ Der hund friſſet widder was er eſpeyet hat/ vñ die ſaw waltzet ſich nach der ſchwemme wi⸗ er ym dreck. 1 72 Das dritte Capitel. Prouerb. a6. g d 12 5. Js iſt die ander Epiſtel/ die ich euch ſchriebe/ hr eeben/ vnn welchem ich erwecke vnd erynnere ew⸗ Ne die wir ern lautern ſyñ/ das phr gedenckt an die wort die euch zuuor geſagt ſind von den heiligen propheten/ vnd an vnſer gepot xechtickei wonet. Gantt Peters. die wir ſind Apoſteln des Herrn vnd Hellandes. Vnd twiſſet das auff erſt/ das an den letzten tagen ko⸗ men werden verſpotcer/ die nach yhren eigen luͤten wan⸗ deln vnd ſagen/ wo iſt die verheiſſung ſeiner zukunft Den nach dem die veter entſchlaffen ſind/ bleibet es alles wie e von anfang der creatuꝛn geweſen iſt. Aber mutwillens woͤ⸗ len ſie nicht wiſſen/ das der hymel vorzeiten auch war/ dazu die erde aus waſſer vnd ym waſſer beſtanden durch Gottes wort/ dennoch ward zu der zeit die welt durch die ſelbgen mit der ſindflut verderbet. Der hymel aber der noch iſt vnd e die erde/ ſind durch ſein wort erhalten/ das ſie auffs fewer be ⸗ halten werden am cage des gerichtes vñ verdammis der gott ⸗ loſen menſchen. ee Elles aber ſen euch vnuerhalten/ phr lieben/ das ein tag fur dem Herrn iſt wie tauſent tar/ vnd tauſent iar/ wie ey tag. Der Herr verzeuget nicht die verheiſſung/ als etliche den verzog achten/ ſondern er iſt langmuͤtig auff euch/ vnd wil nicht/ das yemand verloren werde/ ſondern das ſich ye ⸗ derman zur buͤſſe gebe. Es wird aber des Herrn tag ko⸗ men als ein dieb ynn der nacht /ynn welchem die bymel zer⸗ gehen werden mit groſſem krachen/ die element aber werden fur hitz ſchmeltzen/ vnd die erde vnd die werck die drynnen ſind werden verbrennen. 0 e So mu das alles ſol zur gehen/ wie ſolt phꝛ denn geſchielt ſeim mit belegen wandel vnd gottſeligem weſen/ das yhr wartet vnd eilet zu der zukunfft des tages des Herrn/ ynn welchem die hymel von fewor zingehen/ vnd die clement fur hitze zurſchmeltzen werdẽ. Newe hymel aber vñ eine newe erden nach ſemmier verheiſſung warten wir/ nn welchem ge⸗ Darum Dieander Epſte tk Darumb/ meine lieben/ die weil phr darauff wartet/ ſo 3 chut pleie/ das vhr fur yhm vnbefleckt vnd vnſtrefflich vm friede erfunden werdet. Vnd die langmuͤcickeit vnſers Her⸗ rn Seſu Chriſt achtet fur ewer ſelickeit/ als auch vnſer lie⸗ ber bruder Paulus nach der weiſzheit/ die yhm gegeben iſt/ geſchrieben hac wie er auch vnn allen brieuen dauon redet/ ynn welchen ſind etliche ding ſchweer zuuerſtehen/ weleh verwirren die vngelerigen vnd leichefertigen wie auch die andern ſehrifften/ zu yhrem eigen verdammte. Hur aber/ meine lieben/ well yhr das zuuor wiſſet/ waret euch/ das yhr nicht durch yrchum der grebblichen/ ampt ohn verfurec werder vnd empfallet as ewer el⸗ gen feſtung. Wachſet aber ynn der gnade vnd erkencnis vnſers Herrn vnd Seilandes aud hd Dam hs W gen ſey preys nu vnd ni * vs anfang war/ das das wir beſchawet habẽ vnd vnſer hende betaſtet ö geſehen vnd zeugen vnd . 2 2 f— verkuͤndigẽ euch das lebẽ 36 das ewig iſt/ welchs war ſt vns erſchtenen. Was wir geſehen vnd gehoͤret haben/ das verkuͤndigen wir euch/ auff das auch yr mit vns gemeinſchafft habet/ vnd vnſer gemeinſchafft ſey mit dem vater vnd mit ſeinem ſon Jeſu Chriſto/ Vnd ſolchs ſchrethen wir euch auff das yhꝛ euch frewet/ vnd ewer frewde vollig ſen. 0 95 55 Vn das iſt die verkuͤndigung/ die wir von yhm gehö⸗ ret haben vnd euch verkuͤndigen/ das Gott ein liecht iſt/ vnd ynn vhm iſt kein finſternis. So wir ſagen/ das wir gemem⸗ ſchafft mit yhm haben/ vnd wandeln ym finſternis/ ſo lie⸗ gen wir vnd chun nicht die warheit. So wir aber ym liecht 1 wãdeln/ wie er ym liecht iſt/ ſo habẽ wiꝛgemeinſchafft vnteꝛ⸗ 44 Aq nander/ bey dem bater/ vnd iſt Roms.: Dicerſte Epiſtel nander/ vnd das blue Zdeſu Chrifti machet vns rein vonal⸗ ler ſunde. 855 wir ſagen/ wir haben keine ſunde/ ſo verfuren wir vns ſelbs/ vnd die warheit iſt nicht ynn vns/ So wir aber vnſere ſunde bekennen/ ſo iſt er trew vnd gerecht/ das er vn die ſunde erleſſet/ vnd reiniget vns von aller vntugent/ So wir ſagen/ wir haben nicht geſundiget/ ſo machen wir vhn zum luͤgener/ vnd ſein wort iſt nicht ynn vns. Das ander Capitel. bruder liebet/ der bleubec ym liecht/ vnd iſt kein 4 N e. Wp 1 0 Inf f m Fa Santt Jognnis. vhm. Wer aber ſeinen bru haſſet/ der iſt ym finſternis/ vnd wandelt ym finſternis/ vnd weis nicht wo er hin gehet/ den die finſternis haben ſeine augen verblendee. Kindlin ich ſchreibe euch das euch die ſunde erlaſſen wer⸗ den durch ſemnen namen. Ich ſchreibe euch vecern/ denn yhr habt erlennet denen der von anfang iſt. Ich ſchreibe auc iuͤngelingen/ denn jh: habe den böͤſewicht vberwunden. Ich ſchreibe euch kindern/ denn yhr habt den vater erkennet. Ich hab euch vetern geſchrieben/ das yhr denen erkennet habt/ der von anfang iſt. Ich hab euch iungelingen geſchrieben/ das yhr ſtarck ſeid/ vnd das wor: Gottes bey euch bleibet/ vnd den boͤſewicht vberwunden habt. 1 Sabt nicht lieb die welt/ noch was vnn der welt iſt. So pemand die welt lieb hat/ ynn dem iſt nicht die liebe des va⸗ ters/ Denn alles was ynn der welt iſt( nemlich die luſt des fleiſches/ vnd luſt der augen/ vnd hohemut der guter) iſt ni⸗ cht vom vater/ ſondern von der welt/ vnd die welt vergehet mit yhrer luſt/ Wer aber den willen Gottes chut/ der bleibec vnn ewickeit be 55 Kinder/ es iſt die letzte ſtunde/ vnd wie yhr gehoͤret habt/ das der Widderchriſt kompt/ vnd nu ſind viel Widderchri⸗ ſter wordẽ/ daher erkennen wir/ das die letzte ſtunde iſt. Sie ſind von vns ausgegangen/ aber ſie waren nicht von vns/ denn wo ſie von vnns geweſen weren/ ſo weren ſie ia bey vns geblieben/ aber auff das ſie offenbar wuͤrden/ das ſie nicht al⸗ ſe von vns ſind. 79957 nd vhr habt die ſalbung von dem der heilig iſt/ vñ wiſ⸗ ſet allerley. Ich habe euch nicht geſchriehen/ als wuͤſtet yhr die warheit nicht/ ſondern vhr wiſſec ſie/ vnd voiſſet/ das ket⸗ ne lůgen aus der warheit komet. Wer iſt ein lugener/ on der e 1 Gqij daleugnet ga leugnet/ das Jeſus der Chriſt ſep: Das iſt der Widder/ chriſt/ der den vacer vnd den ſon leugnet. Wer den ſon leug⸗ net/ der hat auch den vater nicht. Was yhr nu gehoͤret habe von anfang/ das bleibe bey euch/ So bey euch bleibet was vhr gehoͤret habt/ ſo werdet yhr auch bey dem ſon vnd vater bleiben/ Vnd das iſt die verheiſſung/ die er vns verheiſſen hat/ das ewige leben. Solchs hab ich euch geſchrieden von denen die euch ber⸗ furen. Vnd die ſalbung die vr von ahm empfangen habt/ bleibet hey euch/ vnd duͤrffet nicht das euch yemand lere/ ſon⸗ dern wie euch die ſalbung allerley leret/ ſo iſts war/ vnd iſt keine lügen/ vnd wie ſie euch geleret hat/ ſo bleibet bet dem ſel⸗ bigen. Vnd nu kind lin/ bleibet hey vhm/ auff das/ wenn er offenbaret wird/ das wir freidickeit haben vñ nicht zu ſchan den werden fur yhm vnn ſeiner zufunfft. So yhr wiſſer/ das er gerecht iſt/ ſo erkennet auch/ das wer recht chut/ der iſt von vhm geporn. e 8 e Oas dritte Capitel. 44 WS 0 n E N H e. 1 8 3 E 5 . Vi wiſſer/ das er iſt erſchienẽ/ auff das er vnſere ſůde hin nemme/ vñ die ſunde iſt nicht von jm. Wer an hm bleibet der ſundiget Ehet welch eine liehe hat vns der vater gegeben/ das wir Gottes kinder ſollen heiſſen/ darum̃ kennet vns die welt nicht/ denn ſie kennet yhn nicht. eine lieben wir ſind nu Gottes kinder/ vnd iſt noch nicht erſcheinen das wir ſein werden/ Mir wiſſen aber/ wenn es erſcheinen wird/ das wir yhm gleych ſein werden/ Denn wir wer⸗ den yhn ſehen wie er iſt/ Vnd ein yglicher der ſolche hoff nuttig hac/ der reintget ſich/ gleich wie auch er rein iſt. Wer ſunde thut/ der chut auch vnrecht/ vnd die ſunde iſt vnrecht. bey vhm bleibend. Santt Joannis. ſundiget nicht/ wer da ſundiget/ der hat yhn nicht geſehen noch erkannte. N Vunder.laſſet euch niemand verſuren/ Wer recht thut/ der iſt gerecht/ gleich wie er gerecht iſt/ Wer ſunde chut/ der iſt von dem ceuffel/ deñ der teuffel ſundiget von anfang. Da⸗ zu iſt erſchemen der ſon Gottes/ das er die werck des teuffele auffloſe. Wer aus Gott geporn iſt/ der chut nicht ſunde/ denn ſein ſame bleibe bey yhrn/ vnd kan nicht ſundtgen/ deñ er iſt von Gott geporen. Daran erkennet man/ welche die kinder Gottes/ vnd die kinder des ceuffelo ſind. Wer ni⸗ t recht chut/ der iſt micht von Gott/ vnd wer nicht lieb hat ſeinen bruder. 2 Denn das iſt die botſchafft/ die yhr gehoͤret habt von an⸗ falig/ das yhr euch vntereinander lieben ſolt/ nicht wie Ca⸗ yn/ der von dem argen war/ vnd erwuͤrgec ſeinen bruder. Vnd warumb erwuͤrget er yhn:? das ſeine werck boͤſe wa⸗ reti/ vnd ſeines bruders gerecht. Verwundert euch nicht/ meine bruͤder/ ob euch die welt haſſet/ Wir wiſſen/ das wir von dem tode hindurch komen ſind ynn das leben/ Denn wir lieben die bruder. Wer den bruder nicht liebec/ der bler⸗ bet ym code/ Wer ſeinen bruder haſſet/ der iſt ein todſchleger vnd yhr wiſſet/ das ein codſchleger hat nicht das ewige leben Daran haben wir erkand die liehe/ das er ſein leben fur vns gelaſſen hat/ vnd wir ſollen auch das leben fur die bruͤ. der laſſen/ Wenn aber yemand dieſer welt guter hat/ vnd ſi⸗ het ſeinen bruder darben/ vnd ſchleuſt ſein hertz fur yhm zu/ wie bleibet die liebe gottes bey vhm Meine kinder/ laſt vns nicht lieben mit worten/ noch mit der zungen/ ſon dn mit der chat vnd mit der warheit. e e Aq j Daran Die erſt Epiſtel Daran erkennen wir/ das wir aus der warheit ſind/ vnd bereden vnſer hertz fur jhm/ das/ ſo vns vnſer hertz verdãpt/ das Gott groͤſſer iſt denn vnſer hertz/ vñ erkennet alle ding. Mhr lieben/ ſo vns vnſer hertz nicht verdampe⸗ ſo haben wir eine freydickeit zu Gott/ Vnd ſo wir bieten/ werdẽ wir von yhm nemen/ Denn wir halten ſeine gepot/ vnd chun was fur vhm gefellig iſt. 9985 Vnd das iſt ſein gepot/ das wir glewben an den namelt ſeines ſons Teſu Chriſti/ vnd lieben vns vnternander/ wie er vns ein gepot gegeben hat/ Vnd wer ſeine gepot helt/ der bleibet vnn vhm vnd er ynn yhm. Vnd daran erkennen wir/ das er vnn vns bleibet/ an dem geiſt den er ns gege⸗ ben hat. da ant Das vierde Capitel. r lieben/ gleubet nicht einem iglichen geiſt/ ſondn d e/ de Urte; L e N face Suantt Ioannis. der ho ret vns nicht it/ daran erkennẽ wir den geiſt der war⸗ heit/ vnd den geiſt des rchuns. Muhr lieben/ laſt vns vntereinander lieb haben/ dent die liebe iſt von Gott/ vnd wer lieh hat/ der iſt von Gott gepo⸗ ren vnd kennet Gott/ Ver nicht lieb hac/ der kennet Goc nicht/ denn Goct iſt die liebe. Daran iſt erſchienen die liebe . Gottes/ das Gott ſeinen eingepornen ſon geſand hat ynn die welc/ das wir durch yhn leben ſollen/ Darynne ſtehet die liebe/ nicht das wur Gott geliebet haben/ ſondern das er vns geliebet hat/ vnd geſand ſemmen ſon zur verſoͤn ung fur vnſere ſunde.. 5 Mur lieben hat vns Gott alſo geliebet/ ſo ſollen wi vns 2— auch vntereinander lieben. Niemarꝛd hat Gott hemals ge⸗ ſehen. So wir vns vnteremnander lieben /o bleibet Gott yñ pno/ vtid ſeine liebe iſt vollig yñ vns. Daran erkennen wir/ das wir vrm yhm bleiben/ vnd er ynn vns/ das er vns von ſei⸗ nem geyſt gegeben hat. Vnd wir haben geſehen vnd zeugen/ das der vater den ſon geſand hat zum heiland der welt. Wil⸗ cher nu bekennet/ das Jeſus gottes ſon iſt/ ynn dem bleibet Gott vnd er vnn gott/ vnd wir haben erkand vnd gegleu⸗ bet die liebe die gott vnn vns hat. 2 Goc iſt die liebe/ vnd wer ynn der liebe bleihet/ der blei⸗ bet ynn gott/ vnd gott ynn vhm. Daran iſt die liebe voͤl⸗ lig bey vns/ auff das wir eme freydickeit haben am rage des gerichtes/ Denn gleich wie er iſt/ ſo ſind auch wir ynn der welt. Mürchte iſt nicht nn der liehe/ ſondern die völlige lie⸗ be creibet die furchte aus/ denn die fuͤrchte hat pen/ wer ſich aber furchtet/ der iſt nicht vollig ynn der liebe. Eaſſet vna yhn lieben/ denn er gat vns erſt geliebet. So pemand ſpricht/ ich liebe gott/ vnd haſſet ſemem bruder ⸗ Aq ij der iſt Die erſte Epiſtel der iſt ein luͤgener/ Denn wer ſeinen bruder nicht liebet den er ſihet/ wie kan er Gott lieben den er nicht ſihet? Vnd das gepot haben wir von ſhm/ das/ wer Gott liebet das der auch ſeinen bruder liebe. 5 Das funfft Capitel. 0 8 77 25 nis annemen/ Gottes zeugnis iſt groͤſſer/—— er da Sanct Joannis. Solchs hab ich euch geſchrieben/ die yhr gleubet an den namen des ſons gocces/auff das yhr wiſſer/ das yhꝛ das ewi⸗ ge leben habt/ vid das yhr gleubet an den namen des ſons gotces. Vñ das iſt die frepdickeit die wir haben zu yhm/ das/ ſo wir etwas bitten nach ſernem willen/ ſo hoͤret er vns/ Vñ ſo wir wiſſen/ das er vns hoͤret/ was wir bitten/ ſo wiſſen wir das wir die bitte haben/ die wir vont ihm gebeten haben. So yemand ſihet ſemnen bruder ſittdigen eine ſunde/ ni⸗ cht zum code/ der wird bitten/ vnd yhm geben das leben/ de⸗ nen die da ſundigen nicht zum tode. e iſt eitte unde zum ode/ da fur ſage ich nicht/ das vemand bitte/ Alle vncugent iſt ſunde/ vnd es iſt etliche ſunde zum code. 0 Wir wiſſen/ das/ wer von Gott geporn iſt/ der ſundiget nicht/ ſondern die gepurt von Gotc/helt yhn/ vnd der boͤ⸗ wicht wird yhn nicht antaſten. Wir wiſſen/ das wir volt Gott ſind/ vnd die gantze welt ligt ym argen/ Wir wiſſen aber/ das der ſon gottes komen iſt/ vnd hat vns einen f ſpylnin gegeben/ das wir erkennen den warhaffti⸗ gen/ vnd ſind vnn dem warhafftigen/ nn ſeinem ſon Jeſu Chriſto/ Dieſer iſt de: waz haffcige Gott vnd dss 10 7750 ewige leben. Kinde: huͤcet euch fur den ab. M 2 8 i „„ ĩ u 1 8 5.. n g 2 e 2 2 5* 0— r. 2 222*— 8 N 5 7 9 V 2 a. 8 D N N 1„ 2 s W a 2 . 5 2 S. N 2 J 9 2 uss 9 2— 8 5 2 3 4 1 8 ,. J ich lieb habe vnn de: wa: heit/ vñ nicht alleine ich/ W eſondern auch alle/ die die „ warheit erkand haben/ e omb der wargeit willen/ V˙ die yñ vns bleibet/ vñ bey N üyvns ſein wiꝛt yñ ewickeit. Gnade/ harmhercbic⸗ 2 4 keit/ friede võ Gott dem „„ vater/ vñ von dem herrn Jeſu Chꝛiſt dẽ ſon des vaters y d waheie vñ yñ der liebe. Ich bin ſeer erfret vet/ das ich funden habe vnter deinen kindern die ynn die we rheit wandeln/ wie denn wir ein ge⸗ pot võ vater empfangen habẽ. Vnd nu bitte ich dich/ frabo/ nicht als ein new gepot ſchreibe ich dir/ ſondern das wir ge⸗ habt haben von anfang/ das wir vns vnternander lieben/ vnd das iſt die liebe/ das wir wandeln nach ſemem gepot. Das iſt das gepot/ wie jhꝛ gehoͤꝛet habt von anfang auff das wir daſelbs ynnen wandeln. Denn viel verfurer e. die welt komen/ die nicht bekennẽ Jeſum Chꝛiſt das ⸗ das fleiſch komen iſt/ Dieſer iſt der verfurer vñ der W odder⸗ chriſt/ Sehet euch fur/ das jhꝛ nicht verlieret/ was he gewir⸗ cket habt/ ſondern vollen lohn empfahet. Wer 1 4 87 0 eibet 77 2 7 5 8 7 2 — Santt Jognnis. bleibet nicht yñ der lere Chiti/ der hat keinen Gott/ wer yñ der lere Chriſti bleihet/ der hat beyde den vater vnd den ſon. So pemand zu euch kompt/ vnd bringet dieſe lere nicht/ den nemet nicht zu hause/ vnd gruſſet yhn auch nicht/ denn wer phn gruͤſſet/ der hat gememſchafft mit ſeinen boͤſen wercken. Ich hatte euch viel zu ſchreiben/ aber ich wolte ti⸗ cht durch zedeln vnd tindten/ ſondern ich hoffe zu euch zu ko⸗ mett/ vnd muͤndlich mit euch reden/ auff das ewer frewde volfomen ſey. Es grůſſen dich die linder denner ſchweſter/ der außerwelcen/ Amen. Die Dritte Epſſt **— — C* 4* S NN 2. e D—— r S— 3 D 5 N N MN 2 D JD Y e n N 8 8 N N N N a N N 5% 0 N N r 2* 1 N Wes 8 80, N Z XI 9 WV IN 1 8 0 S Was N 8 00 10 1— 8 ele vn der Dein lieber/ ich wuͤnd⸗ ess dirs wolgehe vnd ge⸗ ind ſepeſt/ wie es denn e deitzer ſeele wolgehec/ ch bin aber ſeer erfre⸗ diet/ da die bruͤder kamen vnd zeugeten von deiner wWoazheit/ wie deñ du wan⸗ ic. Ich habe leine groſſer frewde denn die/ das — del — warheit/ e ö N e e 72. Oiod dritte Epiſtel die/ das ich höre meme kinder ynn der warheit wandeln. dein lieber/ du chuſt erewlich/ was du chuſt an den bruͤ⸗ dern vnd geſten/ die von deiner warheit gezeuget haben fur der gemeine/ vnd du haſt wol gethan/ das du ſie gefertigec haſt wirdiglich ſur Gott/ denn vmb ſeines namens willen ſind ſte aufgezogen/ vnd haben von den Heiden nichts geno⸗ men. So ſollen wir nu ſolche auffnemen/ auff das wir der „Warheit gehuͤlffen werden. 1 555 W ſchrieben 0 aber Diotrephe 6/ de* — Ich habe der gemeine ge vnter vhn wil den furgang haben/ nympt vns nicht an/ dar⸗ umb wenn ich kome/ wil ich yhn ervnnern ſeiner werck/ die er chut/ vnd plaudert mit boͤſen worten vber vns/ vnd leſſec vhm an dem nicht benuͤgen/ er ſelbs nympt die brüder tucht an/ vnd weret denen/ die ee chun wollen/ vnd ſtöͤſſet ſie aus der gemeine. 5 1 dein lieber/ folge nicht nach dem boͤſen/ ſondeꝛn dem gu⸗ ten. Wer wol chut/ der iſt von Gott/ Wer bel chut/ der ſi⸗ het Gott nicht. Demetrios hat zeugnis von yederman/ vnd von der warheit/ vñ wir zeugen auch/ vnd yhr wiſſet das vn⸗ ſer zeugnis war iſt. Ich hacte viel zu ſchꝛeiben/ aber ich wolte niche mit tindten vnd federn zu dir ſchꝛei⸗⸗ bẽ. Ich hoffe aber dich balde zu ſehen/ ſo wol len wir muͤndlich mit einander reden. Ariede ſey mit dir. Es gruͤſſen dich die freunde. Gruͤſ⸗ ſe die freunde mic namen. * Die gepſſcl 4 Die Epiſtel An die s „ OSaß Erſte Capitel. 10 N 8 e e ee ee e Ach dem vorzeiten Bott 0 manchmal vnd mancherley weiſe gered hat zu e den vetern durch die Propheten/ hat er am 5 letzten yũ dieſen tagen zu vns gered durch den N h r geſetz hat zum erben aller ding/ durch wel⸗ l chen er auch die welt gemacht hat/ Welcher /ſintemal er iſt A der glantz ſeiner herlickeit/ vnd das ehenbulde ſeines weſentz⸗ 1 vnd eregt alle ding mit dem wort feiner krafft/ vnd batge⸗ n macht die reinigung vnſer ſunde durch ſich ſelbs hat er ſich e geſetz zu ð rechten der maieſtet yñ der hoͤhe/ ſo viel beſſer bo Den denn die Engel/ ſo gar viel einen andern namen er ful s hn ecrerbec hat.. de An Denn zu welchem Eugel hacer vhemals geſage Du e net iſcman ſon eue hab ichdich gezauget? Bud ademal. 177 Ich werde yhm eyn vater ſein/ vnd er wird mur eyn ſon 4 ſein. Da er aber abermal einfuret den erſt gepornen dun 4 die welt/ ſpricht er/ Vnd es ſollen yhn alle Gottes Eligel „ aubeten. Von den gngeln ſpricht er zwar/ Er macht ſeine 1 Engel geiſter/ vnd ſeine diener fewer flammen. Aber von dem ſon/ Gott dein ſtuel weret bon ewickeit zu ewickei das un 1 zepter deines reichs iſt ein richtiges zepter/ Du haſt geliebeet die gerechtickeit vnd gehaſſet die vngerechtickeit/ danumb hac dich G Gott geſalbet dein Gott mit dem oͤle der frewden/ her deine genoſſen. 20 N Vnd du Herr haſt von anfang die erden gegruͤndet/ vnd N die hymel ſitid deiner hende werck/ die ſelbegen werden ver⸗ L 3 Br gchen/ die feln. 19. EN. eſchn.s 8 Die Epiſte!l gehett/ du aber wirſt bleiben/ vñ ſie werden alle veralten wie ein kleid/ vnd wie ein gewand wirſtu ſie wandeln/ vnd ſie werden ſich verwandeln/ Du aber biſt der ſelbige vnd dei ⸗ ne jar werden nicht abnemen. vu welchem Engel aber hat er phemals geſagt/ Setze dich zu meiner rechten/ bis das ich lege deine feinde zum ſchemel deiner fuſſe?: Sind ſie nicht al⸗ lezumal dienſtbare geiſter/ auſtgeſand zum dienſt vmb der willen/ die ererben ſollen die ſelickeic: A Das ander Capitel. Arumb ſolfen wir deſte mehr war nemen/ des/ das wir hoͤꝛen/ das wir nicht etwa verflieſſen/ Denn ſo das Wort feſt woꝛden iſt/ das durch die Engel gerede iſt/ nd eine igliche vbercretung vnd vngehorſam hat empfangen ſettie gerechte belonung. Wie woͤllen wir entliehen/ ſo wir eitie ſoͤlche ſelickeit aus der ache laſſen: welche nach dem ſie angefangen hat/ vnd geredt worden iſt durch den Herrn/ iſt ſie auff vnis befeſtiget/ durch die ſo es gehoͤret haben/ durch das mit zeugen Gottes/ mit zeichen/ wunder/ vnd mancher⸗ ley krefften/ vnd mit außteilung des heiligen geiſts/ nach ſei⸗ nem willen. ge welt /dauon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem ort vnd ſpricht/ Was iſt der menſch das du ſein gedenckeſte vnd des menſchen ſon/ das du hn heimſucheſt? Du haft ph eine kleine zeit der Engel mangeln laſſen/ mit prey vnd ehren haſtu vhn gekroͤnet/ vnd haſt yhn geſetzt der die werck dettter hende/ Alles haſtu vnterthan zu ſettien fuſſen. nn dem/ das er yhm alles hat vnterchan/ hat er nicht ge⸗ ſaſſen/ das phm tucht vnterchan ſey. Iczt aber ſehen wir 3 noch elitt er hat nicht den Engeln vnterchan die zukuͤnffti⸗ 0 N de w eite ber n f n en g de Neu ſich I n ole x D der ag en An die Ehreer. noch nicht/ das ſhm alles vnterthan ſen/ Den aber/ der eine kleine zeit der Engel gemangelt hac/ ſehen wur/ das es Je⸗ ſus iſt/ durchs leiden vñ den tod gekrönet inte preie vñ ehren/ auff das er von Gottes gnaden fur alle/ den tod ſchmecket. Denn es zymet dem/ vmb des willen alle ding ſind/ vnd durch den alle ding ſind/ der da viel kinder hac air herlickeit gefuret/ das er den hertzogen yhrer ſelickeit durch leiden vol⸗ komen machte/ ſintemal ſie alle von einem komen/ beide der da heiliget vñ die da geheiliget werden/ vmb der ſach willen ſchemet er ſich auch nicht/ ſie brüder zu heiſſen/ vnd ſpricht/ Ich wil verkůndigen deinen namen meinen brůͤdern/ vnd mitten vnn der gemeine dir lob ſingen. Vnd abermal/ Sach wu mein vererawen auff yhn ſetzen. Vñ abermal/ Sihe da ich vnd meine kinder/ welche mir Gott gegeben hat. Nach dem nu die kinder fleiſch vnd blut haben/ ſt ers aus gleicher maſſe ceilhafftig worden/ auff das er durch den tod die macht nehme/ dem/ der des todes gewalt hatte/ das iſt/ dem ceuffel/ vñ erlöſece die/ o durch furcht des todes/ yñ gan⸗ tzem leben pflicheig waren der knecheſchafft. Deñ er nympt. nirgend die Engel an ſich/ ſondern den ſamen Abrahe nym⸗ pt er an ſich. Daher muſt er aller dinge ſeinen bruͤdern glei⸗ ch werden/ auff das er barmhertzig wuͤrde/ vnd ein crewer hoher prieſter ſur Gott/ zu verſoͤnen die ſunde des volcka. Denn darynnen er gelieden hat vnd verſucht iſt/ lan er hel⸗ ffen denen/ die verſucht werden. 702 Das dritte Capitel. Aber/ vhr hepligen bruͤder die yhr teylhaffeig ſer es hymeliſchen beruffs/ nemet war des Apoſtels vñ hohen prieſters vnſerer bekenenis/ Christi Teſu/ der da V Wef geßiß Pi,. Palms. 27. 1ſlAig. s. „N Die Epiſtel trebb iſt/ dem/ der yhn gemacht hat( wie auch Moſes) pun ſeinem gantzen hauſe/ Dieſer aber iſt groͤſſers preys werd denn Moſes/ nach dem der ein groͤſſer ehre am hauſe hatt/ der es bereyccet/ Denn ein yglich haus wird von yemand bereyttet/ Der aber alles bereyttet/ das iſt Gott/ Vñ Mo⸗ ſes zwar/ war trew vnn ſeinem gantzen hauſe/ als ein knechc zum zeugnis des/ das geſagt ſol werden/ Chriſtus aber als ein ſon vnn ſeinem hauſe/ welches haus ſind wir/ ſo wir an⸗ ders die freydickeit vnd den rhum der hoffnung/ bis ans ende feſte behalten. 8. 1 75497 b DDarumb/ wie der heylige geyſt ſpricht/ Heute/ ſo yhr hoͤren werdet ſeine ſtimme/ ſo verſtocket ewre hertzen nicht/ als geſchach ynn der verbitterung am tage der verſuchung ynn der wuͤſten/ da mich ewre veter verſuchten/ ſie pꝛuͤfeten vnd ſahen meme werck/ viertzig iar lang/ darumb ich entruͤ⸗ ſtet ward vber dis geſchlecht/ vnd ſprach/ ymer dar yrren ſie mit dem hertzen/ aber ſie wuſten meine wege nicht/ das ich auch ſchwur yñ meinem zorn/ ſie ſolten zu meiner ruge nicht komen. Dehet du/ lieben bruͤdeꝛ/ das nicht etwa yñ yemands vnter euch ſey ein arges hertz des vnglaubens/ das da abtrete von dem lebendigen Gott/ ſondern ermanet euch ſelbs/ alle tage/ ſo lange es heute heiſſet/ das nicht yemands vnter euch verſtocket werde durch betrug der ſunde. 50 Denn wir ſind Chriſtus ceilhafftig worden/ ſo wir an⸗ ders den anfang ſeines weſens/ bis ans ende feſte behalten/ ſo lange geſagt wird/ Geude ſo yhr ſeine ſtimme hoͤren wer⸗ det/ ſo verſtocket ewre hertzen nicht/ wie vnn der verbitte⸗ rung geſchach. Denn etliche die ſie hoͤreten/ verbicterten vhn/ aber nicht alle/ die von Egipten auſdqiengẽ duꝛch Mo⸗ ſen. Vber welche aber ward er entrůſtet diertdig iar lang: n Iſts ni⸗ 0 6 a n Andie Ebreer. AIſts nicht alſo/ das vber die/ ſo da ſundigecen/ dere leibe ynn der wuͤſten verfielen? Welchen ſchwur er aber/ das ſie niche u ſeiner ruge komen ſolten · denn den vngleubigen: Vnd wir ſchen/ das ſie nicht haben kund ein komen vmb des vn⸗ glawbens willen. N Oas vierde Capitel. 52 0 G laſſet vns nu furchten/ das wir die verheiſſung/ e einzukomen zu ſetner ruge/ nicht verlaſſen/ vnd ni⸗ cht vnter vns yemand erfunden werde/ das er dahinden blei⸗ be/ denn es iſt vns auch verkuͤndiget/ gleich wie vhenen. Aber das wort der prediget halff yhene nichts/ da der glaube nicht dazu gechan ward/ von denen die es höͤreten/ Denn wir/ die wir gegleubet haben gehen vnn die ruge/ wie er ſprach/ das ich ſchwur vnn meinen zorn/ ſie ſollen zu meiner ruge nicht komen. Vnd d war/ da die weꝛck von anbegin der welt waren gemache/ prach er an einem ort von dem ſiehenden tag alſo/ can Vnd Gott rugete am ſiebenden tage von allen ſeinen werc⸗ ken. Vnd hie an dieſem ort abermal/ Sie ſollen nicht komen zu meiner ruge. Nach dem nu es noch hinderſtellig iſt das etliche ſolſen zu der ſelbigen komen/ vnd die/ den es zů erſt verkuͤndiget iſt/ ſind nicht dazu komen/ vm̃ des vnglaubens willen/ beſtimpt er abermal einen tag/ nach ſolcher langer zeic/ vnd ſaget/ Heute/ durch Dauid/ wie geſagt iſt/ Geute/ ſo vhr ſetne ſtimme hoͤren werdet/ ſo verſtocket ecre hertzen ncht. Deñ ſo Joſue ſie hette zu ruge bracht/ wurde er nicht hernach von einem andern tage geſagt haben/ Darumb iſt noch eine ruge hinderſtellig dem volck Gottes/ Denn wer zu ſeiner ruge komen iſt/ der ruget auch von ſeinen wercken/ gleich wie . Brj Gott Die Epiſtel Gott von ſeinen. ee So laſſet vns nu eplen einzufomen zu dieſer ruge/auff das nicht yemand falle ynn daſſelbige exempel des vnglaw⸗ bens/ deñ das woꝛt Gottez iſt lebendig vñ chetig/ vnd ſcher⸗ ffer denn kein zweiſchneidig ſchwerd/ vnd durch dringet/ bis das ſcheidet ſeele vnd geiſt/ auch gelenck vnd marck/ vnd iſt ein richter der gedancken vnd ſynnen des herczen/ vnd iſt keine ereatur fur vhm vnſichtbar/ Es iſt aber alles blos vnd fur ſeinen augen dar geneiget/ Von dem haben wir zu reden. ä 55 Das funfft Capitel. ben/ Jeſum Chriſt den ſon Gottes/ der vnn den hymel gefaren iſt/ ſo laſſet vns halten das bekenenus. Denn wir haben nicht einen hoben prieſter/ der nicht kuͤndte mit⸗ leiden haben mit vnſer ſchwacheit/ ſondern der verſucht iſt allenchalben/ nach der gleichniſſe on ſunde/ Darumb laſſet vns hinzu tretcen/ mit freydickeit zu dem gnaden ſeuel/ auff das wir barmhertziekeit empfahen/ vnd gnade finden auff die zeit/ wenn vns huͤlffe not ſein wird. Denn ein iglicher hohe prieſter/ der aus den menſchen genomẽ wird/ der wird geſetze fur die menſchen gegen Gott auff das er opffere gaben/ vnd opffer fur die ſunde/ der da kuͤnde micleiden vber die da vnwiſſend ſind vnd yrren/ nach dem er auch ſeibs vmbgeben iſt mit ſchwacheit/ darumb er auch ſol/ gleich wie fur das volck/ alſo auch fur ſich ſelbs chre/ ſondern der auch beruffen ſey von Gott/ gleich wie der Aaron. 151 Je well wir denn einen groſſen hohen prieſter ha⸗ ner 1c E e ven e Pen Fun Nut- ort Het A ö Uf An die Ebreer. Alſo auch Chriſtus hat ſich nicht ſelbe herlich gemacht das er hohe prieſter wuͤrde/ ſondern der zu vhm geſagt hat/ Du biſt mein ſon/ heute hab ich dich gezeuget. Wie er auch„„ nach der ordnung ¶ Nelchiſedech. Vnd er hat am tage ſeittes fleuſches gebet vd flehen mit ſtarckem geſchrey bnd ehrenen am andern ore ſpricht/ Du biſt ein prieſter ynn ewickeit/ 5 bſaltg. 10. geopfferc/ zu dem/ der yhn von dem tode kunde ſe elig machen vnd iſt auch erhöͤret/ darumb das er Gott vnn ehren halte. Vnd wie wol er Gottes ſon war/ hat er doch an dem/ das e: lerd/ gehorſam gelernet/ vnd da er iſt volendet/ iſt er worden — allen die vhm gehorſam ſind/ eine vrſache der ewigen ſeltg⸗ keit/ genant von Gott ein hoher prieſter/ nach der ordnung MDelchiſedech. Dauon wir haben eine groſſe vnd ſchwere rede auszule⸗ gen/ Sintemal yhr ſeid leſſig worden zu hören/ vnd die yhr ſoltet lerer ſein/ der—— 0 man euch das erſte ſchulrecht der gocclt n wort lere/ vnd ſeid worden/ die der milch bedurffen/ vnd nicht der ſtarcken erfaren an dem wort der gerechtickeit denn er iſt ſpeiſe/ denn ein iglicher der noch much geneuſſet/ der iſt vn⸗ ein iunges kind. Den vollomen aber gehoͤret ſtarcke ſpeiſe/ die dureh ge⸗ wonhelt haben geͤbere ſpnnen zum vncerſeheidt des gutcen vnd des boͤſen. 5 i 8 — 1 r. 170 ODas. vj. Capitel. Arumblaſſet vns die lere vom aufang Ccriſtliehes lebens vnter wegen laſſen/ vnd laſſet vns zur volko⸗ menheit faren/ nicht aber mal grundt legen der buſſe vber den todten wercken/ des glaubens an Gott/ der cauffen/ der lere/ der hende aufflegung/ der codten aufferſtehung/ vñ des Pr mij ewigen Die Epiſtel ewigen vrteils. Vnd das wollen wir chun/ ſo es Gott an⸗ dero zuleſſet/ Denn es iſt vnmuͤglich/ das die/ ſo ein mal er⸗ leuchtet ſind/ vnd geſchmeckt haben die hymliſche gaben/ vñ teilhafftig worden ſind des heiligen geiſtes/ vnd geſchmeckc haben das guͤtige wort Gottes/ vnd die kreffte der zukuͤnfftt⸗ gen welt/ wo ſie encfallen/ das ſie ſolten widderumb ernew⸗ ert werden zur buſſe/ die da widderumb yhn ſelbs den ſon Gottes creutzigen/ vnd fur ſpot haben. Denn die erde/ die den regen trinclet der offt vber ſie kompt/ vnd bequeme kraut treget/ denen die ſie bawen/ em⸗ pfehet ſegen von Gott/ Welche aber dornen vnd diſteln cre⸗ get/ die iſt vntůchtig/ vnd dem fluch nahe/ welcher ende rei⸗ chet zur verbrennung. Wir verſehẽ vns aber jhꝛ liehſten/ bes ſers zu euch/ vnd das die ſelickeit neher ſey/ ob wir wol alſo re⸗ den/ Denn Gott iſt nicht vngerecht/ das er vergeſſe ewers wercks vñ erbeit der liebe/ die yhr beweiſet habt an ſeinẽ/na⸗ mẽ/ da jhr den heiligen dienetet vñ noch dienet/ Wir begern aber/ das ewer iglicher den ſelbigẽ vleis beweiſe auff das die hoffnung völlig werde bis ans ende/ das jhꝛ nicht leſſig wer⸗ det/ ſondern nachfolger dere/ die duꝛch den glauben vn lang⸗ muͤtickeit ererben die verheiſſung. Denn als Gott Abraham verhies/ do er bey keinem groͤſſern zu ſchweren hatte/ ſchwur er bey ſich ſelbs/ vñ ſpra⸗ ch Warlich ich wil dich ſegenen vnd vermehren/ Vnd alſo bleib er langmuͤtig vnd hat die verheiſſung erlanget/ Die menſchen aber ſchweren bey einem groͤſſern/ denn ſie ſind/ vnd der eid iſt das ende alles hadders zur befeſtung vnter vyhn/ Aber Gocc/ da er wolte den erben der verheiſſung vberſchwenglich beweiſen/ das ſein rad nicht wancket/ hac er einen eid da zwiſchen gelegt/ auff das wir durch zwey vn⸗ T i 60 wengliche 0. An die Ebreer. 99 10 wengliche ding(da durch es vnmoglich iſt das Gott liege a einen ſtarcken croſt haben/ die wir zůlgeftohen ſind/ zu halten 59 an der furgeſetzte hoffnung/ welche wir haben/ als einen ſi⸗ 0 105 chern vñ feſten ancker vnſer ſeele/der auch hinein gehet vnn Mn, das pnwendige des vorhang/ dahin der vorlauſſer ſur vns ö 14 dec, iſt eingegangen/ Jeſus/ ein hoher prieſter woꝛden yñ ewic⸗ 9 M t keic nach der ordnung Melchiſe dech. 5 n Os vi Capitel. 0 e c, TFeſer MDelchiſedech aber war eyn könig zu Sa⸗ , lem/ ein pueſter gottes des aller höheſten/ der Abꝛa⸗ Ata, ham entgegen gieng da er von der könige ſchlacht widder ch Nhe kam/ vnd ſegenet vhn/ welchem auch Abraham gab den ze⸗ N Aon. henden aller guͤtter. Auffs erſt/ wird er verdolmetſcht ein * e koͤnig der gerechtickeic. Dar nach aber iſt er auch ein kong e, Salem/ das iſt/ ein koͤnig des friedes/ on vater/ on mutter/ 1 on geſchlecht/ vnd hat widder anfang der tage noch ende des ee lebens/ Er iſt aber vergleichet dem ſon Gottes/ vnd bleibe LI prieſter vnn ewickeit. N 1 c Schawet aber/ welch einer iſt der/ dem auch Abraham der Patriarch den zehenden gibt von der eroberten beute. nn war die kinder Eeui/ da ſie das prieſterchum empfangen/ aben ſie ein gepot/ den zehenden vom volck/ das iſt/ von yh⸗ 3 * ren bruͤdern/ zunemen nach dem geſecz/ wie wol auch ſie 1 aus den lenden Abꝛahe komen ſind/ Abe der/ des geſchleche 10 nicht genennet wird vnter ihnen/ der nam den zehenden von * 1 Abraham/ vnd ſegenete denen der die verheiſſung hatte. 3 Nu iſts on alles widderſprechen alſo/ das/ das geringer 10 von dem beſſern geſegenet wird. Vnd hie nemen den ze⸗ 955 henden die ſterbenden menſchen/ Aber dort bezeuget er⸗ das( das er lebe. Vnd/ das ich alſo ſage/ es iſt auch[ein/ der den. 63 0 zehenden nimpt/ verzehendet durch Abraham/ denn er war 1 phe noch vnn den lenden ſeines vaters/ da vhm Melchiſe⸗ 1 0 dech encgegen teltg. N 51 3 98 5 1 Ic— volk omenheit durch das Eeutiſche prieſter⸗ Te chum geſchehen deñ vnter dem ſelbigen hat das volck das ge⸗ n ſetz empfangen was iſt denn noc/ das ein ander puieſter auff 6* keme nach der oꝛdnung Melchiſedech/ vñ nicht nach der oꝛd⸗ 11 nung Aaron! Denn wo das prieſterthum verendert wird/ 8 fe da iſt not/ das auch das geſetz verendert werde/ Denn von ür Ne dem ſolchs geſage iſt/ der iſt von einem andern geſchlecht/ 5 00 blaues, Alto welchem nie keiner des Altaꝛs gepflegt hat/ Denn es iſt 1 zuuor offenbar/ das von Juda auffgegangen iſt vnſer her:/ 1 0 zu welchẽ geſchlecht Moſes nicht geꝛedt hat võ pueſtenlum. r. Vnd es iſt noch klerlicher/ ſo nach der ordnung Melchi⸗ ſedech ein ander prieſter auffkompt/ welcher niche nach dem geſetz des fleiſchlichen gepots gemacht iſt/ ſondern nach der krafft des vnendlichen lebens/ Den er bezeuget/ Du biſt ein prieſter ewiglich nach der ordnung delchiſedech/ denn es geſchicht damit ein auffbebung des vorigen geſetzes vmb ſeitter ſchwachheit vnd vnnuͤcz willen( denn das geſetʒ hat nichts volen det) vñ ein einfurt einer beſſern hoffnung durch welche wir zu Gott nahen. 5 8 So iſt auch ein eid geſchworen worden/ Ihene ſind on eld prieſter worden/ dieſer aber mit dem eid/ durch den/ der zu yhm ſpricht/ Der Herr hac geſchworen/ vnd wird yhnt nicht gerewen/ du biſt ein prieſter yñ ewickett nach der oꝛd⸗ nung M elchiſedech/ Alſo viel eines beſſem teſtaments auſß⸗ richter iſt Jeſus worden. eee PVnd yhener ſind viel/ die prieſter wurden/ darumb das —— Dein das ge ſchwacheic h Andie Ebreer. vn der tod weret zu bleiben/ Dieſer aber/ darumb das er bleibet ewiglich/ hat er ein vergenglich prieſterchum/ da her er auch ſelig machen kan ewiglich/ die durch yhn zu Goc ko⸗ men/ vnd lebet ymerdar/ vns zuuertreten. d Dent einen ſolchen hoben prieſter zymet ſichs vns zu ha ⸗ ben/ der da were heilig/ vnſchuldig/ vnbefleckt/ von den ſun⸗ dert abgeſondert/ vñ hoher worden denn der hymel iſt/ dem nicht teglich not were/ wie yhenen hohen prieſteren/ zu erſt fur ſeitte eigen ſunde opffer zu thun/ darnach fur des bolcks ſiunide/ deñ das hat er gechan/ das er ein mal ſich ſelbs opfert. ſecz ſeczt menſchen zu hohen prieſtern/ die da aben/ das wort aber des eides das nach dem ge⸗ ſetz geſagt iſt/ ſetzet den ſon ewiglich volk omen. Das. vin. Capitel. 5 ger der prieſter/ die weil da ſind/ die nach dem geſetz die gaben opffe⸗ den einen ſolchen hohen prteſter/ der geſeſſen iſt zu echten des ſtuels der ¶Naieſtet vm hymel/ vnd ein pfle⸗ Je ſumma aber des/ das geſagt iſ/ ſt dte/ Wir ha⸗ heyligen guͤter/ vnd der warhafftigen huͤtten/ welche Gott aufgerichtet hat/ vnd nicht ein menſch/ Denn ein ig⸗ licher hoher prieſter wird eingeſetzt/ zu opffern gaben vnd opffer/ Daher iſt not/ das auch dieſer habe etwas/ das er op⸗ ffere/ Wenn er nu aber auff erden were/ ſo were er cht ren/ welche dienen dem bilde vñ dem ſchatten der hymliſchen guͤter/ wie das Goͤteliche anewort zu Moſe ſagt/ das er ſol⸗ ce die huͤtten vollenden/ Schawe aber zu/ ſprach er/ das du macheſt alles nach dem bilde/ das dir auff dem berge gezei⸗ get iſt. Nu aber hat er v iel ein ander ampt erlanget/ ſo vieler eines lech. 31. Exo. 40 l S hatte zwar auch das erſte ſeine rechtfertigung des Gottes dienſtes vnd euſſerliche heilickeit. Denn da bereitet ein huͤtte/ Vnd die erſte war die/ daryn⸗ nen der leuchter war/ vnd der tiſch/ vnd die ſckawbrod/ Vñn dieſe heiſſet die Heylige. Hinder dem andern furha Die Epiſtel eines beſſeren teſtaments mitler iſt/ welches auch auff heſſere verheiſſungen geſetzt iſt/ Denn ſo phenes/ das erſte/ vn⸗ taddelich geweſen were/ wuͤrde nicht rawm du einem ali⸗ dern geſucht. Denn er caddelt ſie vnd ſaget/ Sehet/ es lo⸗ men die cage/ ſpricht der Herr/ das ich vber das haus Iſta⸗ el vnd vber das haus Juda ein new teſtament vollendẽ wil/ nicht nach dem teſtament dat ich gemacht habe mit hren ve⸗ tern an dem cage/ da ich yhre hand ergreiff/ ſie aus zu furen aus Egypten lande/ Denn ſie ſind nicht blieben vnn mei⸗ nem ceſtament/ vnd ſpricht der Herr. Denn das iſt das teſtament/ das ich machen wil dem hauſe Iſrael nach dieſen tagen/ ſpricht der Herr Ich wil geben mein geſetzt vun yhren ſynn/ vnd ynn yhr hertz wil ich es ſchreiben/ Vnd wil yon ein Gott ſein/ vnd ſie ſollen mir ein volck ſein/ vnd ſol ticht leren yemand ſeinem nehe⸗ ſten/ vnd yemand ſeinen bruder/ vnd ſagen/ Grlenne den Herrn/ denn ſie ſollen mich alle kennen von dem kleineſten an bis zu dem groͤſſeſten/ denn ich wil gnedich ſein yhrer vn⸗ tugent vnd yhren ſunden/ vnd phrer vngerechtickeit wil ieh nicht mehr gedencken. Vnn dem er ſaget/ Ein newes/ ver⸗ altet er das erſte/ Was abeꝛ veraltet vnd vberiaret nahe hey ſeinem ende. es war Das. jr. Capitel. ch habe ſie auch aus der acht gelaſſen/ iſt/ das iſt ng aber war die An die Ebreer. N 7 war die huͤcte die da heiſſet/ die aller heyligſte/ die hacte das e guͤlden reuchfas/ vnd die lade des teſtaments/ allenthalben M ih mit gold vberzogen/ ynn welcher war die guͤldene gelce/ die das hymelbrod hatte/ vñ die rute Aaron/ die gegrunec hatte/ %, vnd die tafeln des teſtaments/ Oben druͤber waren die Che. 9 rubin der herlickett/ die vberſchateten den gnaden ſtuel/ von 117 welchen itz uche zu ſagen iſt nach einander. 5 in Da nu ſolchs bereicet war/ giengen die prieſter allczeie e vnn die erſte hůͤtcen/ vnd volendeten den Gottes dienſt/ Nn la 1 die andern aber gieng nuͤr eyn mal ym iar alleyn der Ho⸗ 114 he prieſter/ nicht on blut/ das er opfferte fur ſein ſelhs vnd des i Volcks vnwwiſſenheic. Da mic der hepltge geoſt deutcet/ das bel noch nicht offenbaret were der weg der hevlickeie/ o noch die 6 erſte hütte hren beſtand hette/ Welches iſt die gleichnis auff dieſe gegenwertige zeit/ nach welcher gaben vnd op⸗ , ffer geopffert werden/ vnd kunden nicht volt omen machen 40% nach dem gewiſſen/ denen/ der da Gottes dienſt chut /al⸗ cHllelltt mit ſpeiſe vnd eranck/ vnd mancherleytauffen vnd fleiſ⸗ Hhlocher ꝛechtfertigung/ die bis auff die zeye der beſſerung i ſind auffgelege. 8 ee Chriſtus aber iſt dar komen ein hoher prieſter derzu⸗ e, kluͤufftigen quͤtter/ durch eine gröſſere vnd volkomener huͤt⸗ ai cen, die nicht mit der hard gemacht iſt/ das iſt/ die nicht von f dieſer creatur iſt/ auch nicht durch der böcke oder kelber blut/ Dann er iſt durch ſein eigen blut/ ein mal ynn das Heyltge eclligegangen/ vnd hat eine ewige erloͤſung erfunden. Denn e bedas blue der ochſen vnd der hoͤcke/ vnd die aſchen von der n kue geſprengec herliget die vnreinen zu der leiplichen reumi⸗ e ckele/ wie wiel mehr wird das blut Chriſti der ſich ſelbs on N caddel durch den heyligen geyſt Gotte geopfferc hat/ vnſer Die Epiſtel geboiſſen reinigen von den todten wercken/ u dienen dem le⸗ bendigen Gott? 5 Vnd darumb iſt er auch ein mitler des newen teſtaments auff das nach geſchehenem tode/ zur erloͤſung von den vber⸗ tretungẽl die vnter dem erſten teſtament waren) die verheiſ⸗ ſung empfahen/ ſo da beruffen ſind zum ewigen erbe. Denn wo ein teſtament iſt/ da mus der todt geſchehen/ des/ der das teſtament machet/ Denn ein ceſtament wird feſte duꝛch die dtodten/ Anders hat es noch nicht macht/ wenn der noch le⸗ 9K. 24. bet der es gemacht hat. Daher auch das erſte/ nicht on bluc auff gerichtet ward/ Denn als Hoſes außgeredt/ vnd al⸗ le gedot nach dem geſetz erzelet hatte/ nam er das blut der kal ber vnd boöͤcke/ mie waſſer vnd purpur wolle vnd yſſopenvñ beſprenget das buch vnd alles volck/ vnd ſprach/ Das iſt das blut des ceſta ments/ das Gott euch gepoten hat/ Vnd die huͤtten vnd alle gefes des Gottes dienſt beſprenget er deſ⸗ ſelbigen gleichen mit blut/ Vnd wird faſt alles mie blut 15 reiniget nach dem geſetz/ vnd on blutuergieſſen geſchichc kei ne vergebung. 6 So iſts zwar not/ das der hymliſchen ding bilder/ mit ſolchem gereiniget werden/ Aber ſie ſelbs die hymliſchen/ werden mit beſſerm ooffer denn die ſind/ gereiniget/ Denn Chriſtus iſt nicht eingegangen vnn das heylige mit henden gemacht( welches iſt ein gegenbilde der warhafftigen) ſon⸗ dern ynn den hymel ſelbs/ nu zu erſcheinen fur dem angeſich⸗ te Gottes fur vne. Auch nicht das er ſich offemals opffere/ gleich wie der Hoheprieſter gehet alfe iar ynn das heylige mit frembdem bluc/ ſonſt hette er offt muͤſſen leyden von anfang der welt her Nun aber am ende der welt. iſt er eyn mal erſcheꝛnen durch ſein eigen opffer/ die ſund auff zuheben Nee 80 Vnd wie d An die Ebreer. Vnd wie den meniſchen iſt geſetzt einmal zu ſterben/ darna⸗ ch aber das gerichte/ alſo iſt Chriſtus einmal geopffert/ weg zunemen vieler ſunde/ zum andern mal aber wird er on ſun⸗ de erſcheimen/ denen/ die auff yhn warten ur ſelickeit. 8 Das. x. Capitel. gen guͤtern/ nicht das weſen der gůͤter ſelbs/ da alle iar eimerley opfſer ſind/ die ſieymer vnd ymer opffern/ vnd kan nicht/ die ſo zugehen/ volkomen machen/ ſonſt hetten ſie auffgehöͤret geopffert werden/ wo die/ ſo am Gottes dienſt ſind/ kein gewiſſen mehr hetten von den ſuͤnden/ wenn ſie ein mal gereyniget weren/ ſondern es geſchicht nur ein gedecht⸗ nis der ſuͤnde alle iar/ Denn es iſt vnmoͤglich/ durch ochſen vnd bocks blut ſunde ablegen. Darumb da er ynn die welt kompt/ ſpricht er/ Gpffer vñ gaben haſtu nicht gewole/ einen leib aber haſtu mir zuberey⸗ cet/ der brandopffer vnd ſundopffer hat dich nicht geluͤſtet/ Da ſprach ich/ Sihe ich kome/ vnn dem anfang des buchs iſt von mir geſchrieben/ das ich thun ſol/ Gott demen wil⸗ len. Droben als er geſagt hatte/ Gpffer vnd gaben/ brand⸗ opffer vnſundopſſer haſtunuchegewolt eo hac dich vhrauch nicht geluͤſtet/ welche nach dem geſetz geopffert weꝛden/ Da ſprach er. Sihe ich kome zu chun Gott deinen willen. Da hebet er das eꝛſte auff/ das er das ander einſetze/ ynn welchem willen wir ſitid geheiliget/ auff ein mal durch das opffer des leibs Jeſu Chriſti. 5 Vnd ein yglicher prieſter iſt eingeſeczt das er alletage b fal. 105. Gottes dienſt pflege/ vnd offemals einerley opffer thue/ wel⸗ che nicht kunden die unde abnemen. Dieſer aber/ da er hat Sei emop⸗ Enn das geſetz hat den ſchatten von den zukuͤnffti⸗ 0 1 lere md. 3, Dr epd eit opffer fur die ſunde geopffert/ das ewiglich gilt /iſt er ge⸗ ſeſſen zur rechten Gottes vnd wartet hinfurt/ bis das ſeinie uus feinde zum ſchemel ſeiner ſuſſe geleget werden/ Denn mic einem opffer hat er vnn ewickeit vollendet die geheyligeten. Es bezeuget vns aber des aueh der heylige geyſt. Denn nach dem er zultor geſagt hatte/ Das iſt das ceſtament das ich yhn machen wil nach den tagen/ ſpricht der Herr/ Ich wil meim geſetz ynn hr hercz geben/ vnd ynn hren ſynnen wil ich es ſchreiben/ vnd yhrer ſunden vnd yhrer vngerechtickeit wil ich nicht mehr gedencken. Wo aber ſolche vergebung iſt⸗ da iſt nicht mehr opffer fur die ſunde. So wir denn nu haben/ lieben brüder/ die freidickeit zum eingang/ ynn das Geylige/ durch das blut Jeſu/ welchen er vn zubereitet hac/ zum newen vnd lebendigen wege durch den vorhang/ das iſt/ durch ſein fleiſch/ vnd haben einen ho⸗ henprieſter bber das haus Gottes. So laſſet vnns hynzu ge⸗ hen/ mit warhafftigem hertzen/ vnn volligem glauben/ be⸗ ſprenget vnn vnſer m hertzen/ vnd erlöſet von dem boͤſen ge⸗ wiſſen/ vnd gewaſchen am leibe mit reinem waſſer/ vnd laſt vns halten an der bekenenis der hoffnũg vnwencklich. Den Dellt. 17. er iſt trew/ der ſie verheiſſen hat. Vnd laſt vns vnternandeꝛ vnſer ſelbs warnemen/ zur reitzung der liebe vnd guter wer⸗ cke/ vnd nicht verlaſſen vnſere verſamlung/ wie etliche eyn weiſe haben/ ondern vnteremander ermanen/ Vnd das ſo viel mehr/ ſo viel yhr ſehet/ das ſie der tag nahet. Denn ſo wir mutwilliglich ſundigen/ nach dem wir die erkentnis der warheit empfangen haben/ iſt vns kein opffer mehr hynderſtellig/ ſondern ein ſchyecklich warten des ge⸗ richtes vnd des fewer eiffers/ der die widerwertigen verderen wird. Wenn vemand das geſetz Moi bricht/ der ſtirbet on eee eee 3 erbarmung An die Ehreer. krbarmung dur ch zween oder drev zeugen/ wie biel meinet yhr erger quelung wird der werd ſein/ der den ſon Goctes mit fuſſen tri/ vñ das blut des teſtaments vnrein achtet/ dur⸗ ch welches er geheyliget iſt/ vnd den geiſt der gnaden ſchen det! Deñ wir wiſſen den/ der da ſaget/ Die rache iſt mein/ dae ich wil vergelten/ pricht der Herr. Vn abermal⸗ Der Herr wird ſein volck richten. Schrecklich iſts pnn die hende deg le bendigen Gottes fallen. 15 SGedenckt aber an die vorigen tage/ ynn welchen yhr er⸗ leuchtet/ erduldet habt eilten groſſen kampff des leidẽs/ u ei⸗ nem teyl/ durch ſchmach vnd truͤbſal ein ſchawſpiel worden/ zum andern ceyl/ gemeinſchafft gehabt mit denen die ſolchen wandel furen/ Denn yhr habt mit meinen banden mit ge⸗ liden/ vnd den raub ewer guͤter mit freuden auffgenomen/ als die yhr wiſſet ynn euch ſelbs/ dag yhr eine heſſere vnd blei⸗ bende habe ym hymel habt. Werffet nu nicht bon euch ew⸗ re frepdickeit die eine groſſe belotuing hat/ Gedult aber iſt euch not/ auff das phr den willen Gottes chut/ vnd empfa⸗ het die verheiſſung/ Denn noch em klein weng/ ſo wird ko⸗ men/ der da komen ſol/ vnd nicht verziehen. Der gerechte aber wird des glaubens leben/ vñ ſo er welchen wird/ ſo wird meine ſeele kein gefallen an vhm haben. Wir aber ſind tu⸗ r des weichens zur verdammio/ ſondern des glawbens/ die ſerle zu erretten. N10% U 50 e e Dig. VJ. n 8** E 7 1 8 8 5 7 9„*, Fe,. el fe Sſſtaber der glabobe/ ein gerwiſſe zuuerſicht/ des /.., S„„ 8—... 10 dae du hoffen iſe vnd richtet ſich nach dem/ das nicht Zee ſcheinet. Durch den haben die alten zeugnis vberkomen/ 5* 1 Durch den glawoben mercken wir/ das die welt bereytet iſt Gene. 4. Gens. Sie Epiſtck durch Gottes wott/ das ſichchare ding wordẽ ſind/ dadurch die vnſichebarn erkennet wurden. ee Durch den glawöben hat Abel Gott eit gene opffer gethan denn Cain/ duch welchen er zeugnis vberkomen hat das er gerecht ſey/ als Gott zeugete vber ſeine gabe/ vñ durch den ſelbigen redet er noch/ wie wol er geſtorben iſt. Surch den glawben ward Enoch weg genomen das er den cod nicht ſche/ vnd ward nicht erfunden/ darumb das Goten weg nam/ Deñ fun ſeinem weg nemẽ/ hac er zeug wil/ der mus glewben/ das er ſeg/ vnd denen/ die yhn ſuchen Gene, 2 tus gehabt/ das er Gott gefallen habe ⸗ Denn on glauben iſts vnmöͤglich Gott gefallen/ Denn wer zu Gott komen ein ver gelter ſein werde. 1 0 Durch den glawben hat Noe Gott geehret/ vnd die Arche zu bereitet zum heil ſeines hauſes/ da er eim goͤttlich befelh empfieng von den dingen/ die noch nicht geſehen wur⸗ den/ durch welche Gott verdampt die welt/ vnd iſt em erbe worden der gerechtickeit/ die duꝛch den glauben kompt. Geie 12 „Durch den glatoben ward gehoꝛſatn/ der da genant iſt Abraham/ aus zu gehen vnn das land/ das er ſolte zum erbe empfahen/ vnd gieng aus/ vnd wuſte nicht wo er hin kam. Siaurch den glawben iſt er ein frembling geweſen ynn 5 85 883 Gene. 27. Gens. J. dem berheiſſen lande/ als vnn einer frembden/ vnd woliec ynn huͤcten mit Jſaae vnd Jacob/ den mntcerben der ſelbt⸗ gen verheiſſunge/ deñ er wa dect auff eine ſtad/ die einẽ gund hac/ welcher bawmeiſter vnd ſchoͤpffer iſt Gott. FDiurch den glawben ausland Sara krafft/ das ſie ſchwanger ward/ vnd gepar vber die zeit phres alters ⸗ denn ſie achtet yhn trew/ der es verheiſſen hakte. Darum ſind auch vö einem/ due wol erſtorbens labeb⸗ geporn/ yhn eine ſtad zubereitet. Durch den glauben An die Ebreer. geporn/ wie die ſtern am hymel nach der menge/ vñ wie der ſand am rand des meeres der vnzelich iſr. Dieſe alle ſind geſtorben nach dem glawben/ vnd ha⸗ ben die verheiſſung nicht empfangen/ ſondern ſie von fernre geſehen vnd ſich drauf vertroͤſtet vnd dran gehangen/ Yñ haben bekand/ das ſie geſte vnd frembdlinge auff erden ſind/ Denn die ſolches ſagen/ die gebens an tag/ das ſie ein vater⸗ land ſuchen/ Vnd d war/ wo ſie an die gedacht hetten/ von welcher ſie waren auſzgegangen/ hatten ſie ia zeit/ widder⸗ aon. umb zu keren. Nu aber begeren ſie einer beſſern/ darumb ſchemet ſich Gott yhr nicht/ zu heiſſen yhr Gott/ denn er hat er verſucht ward/ vnd gab dahin den eingepornen/ darpnie er die verheiſſung hace eingenomen/ von welchem geſage war/ Vnn Iſaac wird dir dein ſame geheiſſen werden vnd dachte/ Gott kan auch wol von den todten erwecken/ daher er auch vhn zum gleichnis widder nam. Durch den glauben ſegenete Iſaac von d n zukuͤnffti⸗ ae gen dingen dem Jacob vnd Bau. Durch den glauben ese genere QD.urch N dem auſdgang der kinder von von feinen gebeinen. ch den glawben ward Dur * 0 3 1 E22 borgen von ſeinen ſie ſahen/ wie er ein ſchoͤn fur des k oͤniges gepot. Siurch den glauben ve f ¶ Hoſes drey monden ber⸗ acob/ da er ſtarb/ beide ſoͤne Joſephs/ vnd betet an dane tere itt ð? den gla wen chet Joſeph die ervnnerung von a Ifrael da er ſtarb/ vnd gepot Eltern/ da er geporn war/ darumb das. — tleucket lind ward/ vnd furchten ſich nicht Hoſeo/ da er gros ward⸗ 1 ein ſon zu heiſſen der tochter Pharao/ vnd er welet viel lie⸗ 00 ber mit dem volek Gottes vngemach zu leiden/ denn dle zett⸗ 117 liche ergetzung der ſunden zu haben/ vnd achtet die ſchmach 1 a Chriſti fur groſſer reichtumb/ denn die ſchetze Egypci/ deñ r f er ſahe hin auff die belonung. 92 0 1% u Durch den glawben verlies er Egypten/ vnd furchte all, nicht den ſchen des koͤniges/ denn er hielt auff den vnſicht⸗ N. harn/ als ſehe er yhn. 800 Bolu. Durch den gla wben hielt er die oſtern vnd das blutgieſ⸗ 8 ſen/ auff das/ der die erſten gepuzten wuͤrgete/ ſie nicht treffe. Cu den blu. Durch den glawben giengen ſie durchs rote meer/ als e durch erucken land/ welchs die Egypter auch verſuchten/ vnd erſoffen. ble. Durch den glawben fielen die mauren Jericho/ da ſie ſieben tage vmbringet wurden. „ Durch den glawben verdarb nicht die hure Nahab ſeampt den vnglewbigen/ da ſie die verkundſchaffer mic frie⸗ den auffnam. ul an Vnd was ſol ich mehꝛ agen; die zeit wuͤrd mir zu kurtz/ 5 0 ö wenn ich ſolte erzelen/ von Gedeon/ vnd Varac/ vnd 0. Samſon/ vnd Nepchahe/ vnd Dauid/ vnd Samuel/ vnd 1 den Propheten/ welche haben die k oͤnigreich erobert/ ge⸗ 05 0 rechtickeit gewircket/ die verheiſſung erlafiget/ der lewen ra⸗ n chen verſtoffer/ des fewero krafft auſzgeleſcht/ des ſchwer⸗ 145 des mund encrunnen/ ſind krefftig worden aus der kranck⸗ em heit ſind ſtarck worden vm ſtreit/ haben veriaget die heerla⸗ ih ch ger der frembden/ die weiber haben die yhren von der codten e aufferſtehung widder genomen. l ge „Die andern aber ſind außgeſpannel/ vnd haben keine N e exloͤſung angenomen/ auff das ſie die aufferſtehung/ die beſ⸗ y lac ſer iſt/ a An 11955 1 1 400 . 0 e. An die Ehreer. ſer iſt/ erlangeten/ Die andern aber hahen ſpot vnd geiſſellt erfaren/ dazu band vnd gefenclinis/ ſe ſind geſteltuget /zuha⸗ wen verſucht/ durch ſchlacht des ſchwerds geſtoꝛben/ ſie ind vmbher gegangen vnn peltzen vnd ziegen fellen/ mit man⸗ gel/ mie truͤbſal/ mit vngemach/ der die welt nicht werd war/ vnd ſinnd vrre gegangen vnn den wuͤſten/ auff den ber⸗ gen/ vnn den klůfften vnd löchern der erden. Dieſe alle haben durch den glawben zeugnis vberkom⸗ men/ vnd nicht eingenomen die verheiſſung/ darumb/ das Goc etwas beſſers fur vns zuuor verſehen hat/ das ſie nicht on vns volendet wuͤrden. Sas ,xij. Capitel. Alrumb auch wir/ die weil wir enne ſolche wolcken er zeugen vmb vns haben/ laſſet vins ablegen alles was vns drucket/ vñ die anklebiſche ſund/ vñ laſt vns lauffen durch die gedult/ den kampff/ der vns furgeleget iſt/ vnd auff ſehen/ auff den hertzogen des glabobens/ vnd den vollender Jeſum/ welcher/ da vhm furgeleget war die freude/ erduldet er das creucz mit vezachcung der ſchande/ vnd hat ſich geſetze zur rechten des ſtuels Gottes/ Bedencket den/ der ein ſol⸗ ches widderſprechen von den ſundern widder ſich erduldet hat/ das yhr nicht ablaſſet vnn ewrem mut noch mat wer⸗ det/ denn phr habt noch nicht bis auffo blut widder ſtanden mit gegen kempffen widdeꝛ die ſunde/ vnd habt vergeſſen des troſts/ der zu euch redet als zu den kindern/ Mein ſon/ achte nicht geringe die zuͤchtigung des Herrn/ vnd las nicht abe Oer. 3. wenn du von phm geſtraffet wrdeſt/ Denn welchen der Fer lieb hat den zücheiget er/ Er geiſſelt aber einen ialt⸗ chen ſon/ den er auffnun pe. ODie Epiſtel So yhr die zuͤchtigung erduldet/ ſo erbeut ſich euch Got als den kindern. Wo iſt aber ein ſon/ den der vater mi⸗ 5 chezüͤchenget⸗ Seid yhr aber on zuͤchtigung/ welcher ſie al⸗ le ind teilhafftig worden/ ſo ſeid yhꝛ baſterte vnd nicht kin⸗ der. Auch ſo wir haben die veter vnſers fleiſchs zu zuͤchtigern gehabt/ ſolten wir denn nicht viel mehr vnterchan werden dem vater der geiſter/ vnd leben? Vnd hene zwar haben vns gezuͤchtiget wentg tage nach vhrem duncken dieſer aber zu nutz/ auff das wir die heiligung ergreifen. Alle zuͤchti⸗ gung aber wenn ſie da iſt/ wird nicht angeſehen fur ein froͤ⸗ lich ſondern ſur ein traurig ding/ Aber danach wird ſie ge⸗ ben eine fridſame ſurcht der gerechtickeit/ denẽ/ die da durch geuͤbet ſind. Darumb richtet widder auff die hinleſſigen hende vnd die loͤſigen knie/ vnd chut riehtige leufft mit ewren fuſſen/ das nicht das lame auſtgeſtoſſen/ ſondern viel mehr geſund Dent. 2. werde. Taget nach dem friede gegen vderman/ vnd der hei⸗ ligulg/ on welche wird niemand den Her: n ſehen/ Vnd be⸗ ſchet/ das nieht emand Gottes gnade verſeume/ das nieht etwa eine bitter wurtzel auffwachſe/ vñ ein gewerre mache/ vnd viele durch die fell ige verunreinet werden/ das nicht ve⸗ mand ſey ein hurer/ oder ein vngeiſtlicher/ wie aw/ der vmb einer ſpeiſe willen ſeitte erſt gepurt verkauffte/ wiſſet aber/ das er hernach/ da er den ſegen erben wolte/ ver wor⸗ ffen iſt/ denn er fand keinen raum der buſſe/ wie wol er ſie mit chrenen erſuchte. ehe, Denn yhr ſeid nicht komen zu einem berge/ den man greifen mag/ vnd mit fewer brandte/ noch zu dem cunckel vnd finſternts vnd vngewuitter/ noch zu dem hall der poſau⸗ nen vnd zur ſtimme der wort/ welches ſich wegerten/ die es höͤreten/ An die Ebreer. hoͤreten/ das phn das wort nicht geſagt wurde/ denn ſie mo⸗ chtens nicht ereragen/ was da geſagt ward/ Vnd wenn ein thier den berg anruͤrete/ ſolte es geſteiniget odder mit einem geſchos erſchoſſen werden/ Vnd alſo erſchrecklich war das Beprenge, das! Doſes ſprach/ Ich bin furchtig vnd zittern. Sondern yhr ſeid komen zů dem berge Sion vnd zu der ſtad des lebendigen Gottes/ zu dem hymliſchen Jeruſalem vnd zu der merige vieler tauſent Engele/ vnd zu deꝛ gemeine 1 der erſtgepornen/ die vm hymel angeſchrieben ſind/ vnd zu Gott dem richter vber alle/ vnd zu den geiſtern der volko⸗ menen gerechten/ vnd zu dem mitler des newen teſtaments Deſu/ vnd zu dem blut der beſprengunge/ das da beſſer redet denn des Sabels. Sehet zu/ das vhr euch des nicht wegert/ der mit euch re⸗ det/ denn ſo hene nicht eneftohen ſind/ die ſich wegerten da er auff erden redet/ viel weniger wir/ die wiꝛ vns des wegern er von hymel redet/ welches ſtimme zu der zeit die erde be⸗ weget/ Nu aber verheiſſet er vnd ſpricht/ Noch ein mal wil ich bewegen/ nicht alleine die erdẽ/ ſondern auch den hymel. war Aber ſolchs/ noch ein mal/ deutet die verenderung der bewe⸗ glichen/ als dere/ die gemacht ſind/ auff das da bleibẽ die vn⸗ bewegliche. Darumb/ die weil wir empfahen das vnbeweg⸗ liche reich/ haben wir gnade/ durch welche wir gottes dienſt thun/ Gotte wolgeſellig mit zucht vnd furchte/ denn vnſer v. Gott iſt ein verzerig fewer. N HODas. xiij Capitel. VBVuͤerliche liehe laſſet bleib. Gaſtfrey zu ſein ver we geſſet nicht/ denn durch daſſelbige haben etliche/ on 2 18. phecöſen⸗Engelbcherberget Gedencke der gebundenen/ als die Gene · 18. Gene. 19. loſuc.:. p ſalin. ir. P ſalm. o. Die Epiſtel als die mie gebundene/ vñ dere die vngemach leiden/ als die phr auch ſelbs vm leibe ſeid. Ehrlich ſey die hochzeit vnter al⸗ len/ vnd vnbefleckt die kamer/ Die hurer aber vnd die ehe⸗ brecher wird Gott richten. Der wandel ſey on geitz/ vnd laſſet euch be ngen an dem das da iſt/ Denn er hat geſagt/ Ich wil dich nicht verlaſſen noch verſeumen/ alſo/ das wir chuͤren ſagen/ Der Ser: iſt mein helfer/ vnd wil mich nicht furchcen/ was mir ei menſch chun werde. Gedenckt an ew⸗ re furgenger/ die euch das woꝛt Gottes geſagt habẽ/ welche: auß gang ſcha wet an/ vnd folget yhrem glawben. Deſüs Chriſtus/ giſtern vnd heute/ vnd er auch yñ ewic⸗ keit/ Saſſet euch nicht mit mancherley vnd frembden leren vmbfuren/ denn es iſt gut/ durch gnade das hertz befeſtigen/ nicht mic ſpeiſen/ duꝛch welche keinen nutz haben empfangẽ⸗ die drynnen gewandelt haben. Wir haben einen Altar/ da⸗ uon nicht mache haben zu eſſen die der huͤcten pflegen. Den welcher chierer blut getragen wird durch den hohen pꝛieſter vnn das heilige fur die ſunde/ der ſelbigen leibe werden ver⸗ and auſſer dem heerlager/ Da umb Teſus auch/ auff das er heiligete das volck durch ſein eigen blut hat er geliden au⸗ ſſen fur dem chor. So laſſet vns nu zu yhm hinaus gehen/ auſſer dem lager/ vnd ſeine ſchmach cragen/ Denn wir ha⸗ ben hie keinebleibende ſtad/ ſondern die zukuͤnfftige ſucken Wir. 0 6 So laſſet vns nu opfern durch yhn/ das opffer des lobes Gotte allezeit/ das iſt/ die frucht der lippen/ die ſeinen na⸗ men bekennen. Der wolchat aber vñ des mitteylens vergeſ⸗ ſet nicht/ denn mit ſolchen opffern verdienet man ſich wol vmb Got. Gehorchet ewern furgengern/ vnd chut euch vn⸗ ter ſte/ denn ſie wachen vber ewefe ſeelen/ ald die da rechen⸗ ſchaft — An die Ebreer. ſchafft dafur geben ſo len/ auff das ſie das mit freuden thult vnd nicht mit ſufftzen/ deñ das iſt euch nicht zutreglich. Be⸗ tet fur vns. ir verlaſſen vns aber darauff/ das wir ein gut gewiſ⸗ ſen haben vnn allen dingen/ vnd woͤllen guten Wandel fu⸗ ren. Ich ermane aber zum vberflus/ ſolchs zuchun/ auff das ich euch auffs ſchierſt erwidder bracht werde. Gott aber des friedes/ der von den todten auſßßgefurt hat den groſſen hircen der ſchaff/ duꝛch das blut des ewigen teſta⸗ ments/ vnſers Herrn Jeſut Chriſti/ der mache euch ge⸗ ſchickt ynn allem gutem werck/ zuchun ſeinen willen/ vnd chu euch was gefellig iſt ſur jhm durch Jeſum Chriſt/ wel⸗ chem ſey preis von ewickeit zu ewickeic/ Amen. Ich ermane euch aber lieben bruͤder/ haltet das wort der ermanung zu gute/ deñ ich hab euch auffs kuͤrtzeſt zugeſchrie⸗ ben. Erkennet den bruder Cimocheon/ den wir von vns gelaſſen haben/ mit welche/ ſo ez bald kompt/ wil ich euch ſehett. Gruͤſſet alle ewer fur⸗ genger/ vñ alle heiligẽ. Es gruͤſſen euch die bruͤder ym welſchen lande. Die gnade ſey mit euch allen/ Amen. Geſchrieben aus welſchland durch Timotheon. S 1 Die 9 Die Epiſtel Santt e. G. kes vnd des 455 MV 7 4 2 J 2 V r n . 2* D d I V J S N V 3 2 2 e ſut Chriſtt . 5* die da ſind hin vnd her. mancherley veꝛſuchũg fal⸗ . — 2 vnd der da reich iſt/ chuͤme ſich ſeiner nidrickelt/ Denn wie e eee eee, V Acobucs ein kknecht Got⸗ 0 8 Gerrn Je⸗ Den z welff geſchlechten n 46 5 5. a 1 „ rewde zuuor. Meine lieben bruder/ achtet es ei⸗ el frewde/ wenn yhr nn let/ vnd wiſſet das/ das 0 ge Nut 60 1M U der Santt Jatobi. eine blume des graſes wird er vergehen. Die ſonne gehet auff mit der hitze/ vnd das gras ver welcket/ vnd die blume felt abe/ vnd ſein huͤbſche geſtalt verdirbet/ alſo wird der rei⸗ che vnn ſeiner habe verwelcken. e Selig iſt der man/ der die verſuchung erduldet/ denn nach dem er beweret iſt/ wird er die krone des lebens empfa⸗ hen/ welche Cott verheiſſen hat denen/ die vhn lieb haben. Niemand ſage/ wenn er verſuchet wird/ das er von Gott verſucht werde/ deñ Cott iſt nicht ein verſucher zum boͤſen/ Er verſuchet niemand/ ſondern em iglicher wird verſuche wenn er von ſeiner eigen luſt abgezogen vnd gelucket wird/ Darnach wenn die luſt empfangen hat/ gepierd ſie die ſun⸗ de/ die ſunde aber wenn ſie vollendet iſt/ gepird ſie den cod. Nrret euch nicht/ lieben brüder/ Alle guce gabe vnd alle volkomene gabe kompt von oben hernidder von dem vater der liechter/ bey welchem iſt keine verenderung noch wech⸗ ſel der finſternis/ Er hat vns nach ſeinem wilten/ durch das wort der warheit gezeuget/ auff das wir weren erſtlinge ſei⸗ ner creaturn. 19 75 Darumb/ lieben bruͤder/ Ein iglicher menſch ſey ſchnell zu hoͤren/ langſam aber zu reden/ vnd langſam zum zorn/ Denn des menſchen zorn chut nicht/ was fur Got recht iſt. NdDiarums ſo leget ab alle vnſauberkeit vnd alle boßzheit/ vnd nempt das wort auff/ vnd 1 0 es mit ſanfftmuͤtickeit ein gepflantzet ſein/ das ere ſeele kan ſelig machen. Seid aber cheter des wores vnd nicht ho rer allein damit yhꝛ euch ſelbs betrieget/ Denn ſo vemand iſt ein hoͤrer des worcs vnd nicht ein cheter/ der iſt gleich einen man/ der ſein leib⸗ lich angeſichte ym ſpiegel beſcha wet/ denn nach dem er ſich beſcha wet hac/ gehet er hin dauon/ vnd vergiſſet wie er ge⸗ 1 Tt ü ſtale e Die Epiſtel ſtalt war. Wer aber durchſchawet ynn das volkomen geſetz der frepheit/ vnd darynnen beharret/ vnd iſt nicht ein ver⸗ geſzlicher böꝛer/ ſondern ein cheter/ der ſelbige wird ſelig ſein vnn ſeiner chat. 99515 So aber ſich yemand leſſet duncken/ er diene Gott vn⸗ ter euch/ vnd helt ſeine zungen nicht vm zaum/ ſondern ver⸗ furet ſein hertz/ des Gottes dienſt iſt eitel. Ein reiner vnd vnbefleckter Gottes dienſt fur Gott dem vater/ iſt der/ die weiſen vnd wid win vñ yhꝛem truͤbſal beſuchen/ vnd ſich von - der welt vnbefleckecbehallen. 8. Das ander Capucl. Feben broͤder/ halts nicht da fur/ das der glawjbe vnſaubern kleide/ vnd yhr ſehet auff den/ der das herrliche kleid treget/ vnd ſprechet zu vhm/ Setze du dich her auffs beſte/ Vnd ſprechet zu dem armen/ Scehe du dort/ odder ſetze dich her vnter den fuſzbanck meiner fuſſe. Iſts recht/ das yhr ſolch vnterſcheld bey euch ſelbs machet/ vnd richtet nach argen gedancken: 0 E Söͤret zu/ meine lieben bruder/ Hat nicht Gott erwelet die armen auff dieſer welt/ die am glawben reich ſind vnd erben des reichs/ welches er verheiſſen hat/ denen die hn lieh haben! vhr aber habt dem armen vnehre gethan. Sind m⸗ cht die reichen die/ die euch vberweldigen/ vnd zihen cuch fur die gerichte: verleſtern nicht ſie den guten namen dauon vhr 1 genennet ſeid⸗ bir cu. fn 10 % deb n 10 S. Igtobi. K So phr dasköniglahe geſezevolendet nach der ſhruff⸗ aof ü Habe deinen neheſten lieb als dich ſelbs/ ſo chut vor wol. So ra . yhr aber die perſon anſehet/ thut yhr ſunde/ vnd werdet ge⸗ eU ſtzafft vom geſetz/ ale die vbertreter. Denn ſo pemand das aa f gantze geſetz helt/ vñ ſundiget an einem/ der iſts gantz ſchüͤl⸗ in ag dig/ Denn der da geſagt hae/ du ſolt nicht chebrechen/ der n hac auch geſagt/ du ſolt nicht todten/ So du nu nicht ehe⸗ 10 f bricheſt/ dödteſt aber/ biſtu ein vbeꝛtreter des geſetzes. Alſo re⸗ e det vnd alſo chut/ als die da ſollen durchs geſetz der freyheic gerichtet werden/ Es wird aber ein vnbarmhertzig gerichte vber den gehen/ der nicht barmhertzickeit gethan hat/ vñ die barmhertzickeic rhuͤmet ſich widder das gerichte. 1 Vas hulffts/ lieben bruͤder/ ſo yemandt ſagt/ er habe den da dle glauben/ vnd hat doch die werck niche? kan auch der glaube u eke. yhn ſelig machen! So aber ein bruder odder ſchweſter bloß m a n were/ vnd mangel hecte der teglichen narunge/ vnd yemand m vnter euch ſpꝛeche zu vhn/ Gott berate euch/ wermet euch vñ 11 ſettget euch/ vñ gebet yhn aber nichts/ was des leibs notdurfft 5 f iſt/ was huͤlffe ſie es? Alſo auch der glaube/ weñ er nicht we⸗ br rxckhat/ iſt er tod an vhm ſelber. n / Alber es möchte yemand ſagen/ Du haſt den glauben/ vñ ein ich habe die werck/ Jeyge mir deinen glauben mit deinẽ we⸗ rcken/ ſo wil ich dir auch meinen glauben zeigen mit meinen 4 tt wercken. Du gleubeſt das ein Goctiſt: Du chuſt wol dran/ 0 die ceuffel gleubene auch vnd zittern. 60 Vlltu aber wiſſen du eiteler menſeh/ das der glaube on. N% werck tod ſey: Iſt nicht Abraham vnſer vater durch die 8 25 werck rechefercig worden/ da er ſeinen ſon Iſaac auff dem U 15 altar opfert Da ſiheſtu das der glaube mit gewircket hat 4 an ſeinen wercken/ vnd durch die wercke iſt der glawbe Den volfure * Gene. 13 loſue E gantzen leib/ vnd zuͤndet an allen vnſern wandel/ wenn ſie Die Epiſtel volfuret/ vnd iſt die ſchrifft erfullet/ die da ſpricht/ Abra⸗ ham hat Gott geglewbet/ vnd iſt yhm zur gerechtickeit ge⸗ rechnet/ vnd iſt ein freund Gottes geheiſſen. So ſehet uhr nu/ das der menſch durch die werck rechtfereig wird/ vñ nicht durch den glaubẽ alleine. Defſelbigen gleichen die hure Na⸗ hab/ iſt ſie nicht durch die werck gerechtſertiget/ da ſie die bo⸗ ten auffnam/ vnd lies ſie einen andern weg hinaus: Denn gleych wie der leib on geyſt/ tod iſt/ alſo auch der glawbe on werck iſt tod. Oas dritte Capitel. Toben bruͤder/ vnterwinde ſich nicht pederman le⸗ fer zu ſein/ vnd wiſſet/ das wir deſte mehr vrteil ein⸗ pfahen werden/ denn wir ſundigen alle zumal viel/ Wer aber auch vnn keinem wort ſundiget/ der iſt ein volkomener man/ vnd kan auch den gantzen leib ym zaum halten. Si⸗ he/ die pferde halten wir vnn zeumen/ das ſie vns gehoꝛchen/ vnd lencken den gantzen leib. Sihe/ die ſchiffe/ ob ſie wol 5 N 8 0 F e ſo gros ſind/ vnd von ſtarcken winden getrieben werden/ werden ſie doch gelenckt mit einem kleinen ruder/ wo der hilt wil/ der es regteret/ Alſo iſt auch die zunge ein klein gelied vnd richtet gros dung an. Sihe/ ein klein fewer/ welch einen wald zuͤndets an: Vñ die zunge iſt auch ein fewer/ eine welt vol vngerechtickeit/ Alſo iſt die zunge vnter vnſern geliedern/ vnd befleckt den von der helle en czuͤndet iſt. Denn alle natur der chier vnd der vogel vnd der ſchlan⸗ gen vnd der meer thier werden gedemet/ vnd ſind gezemet von der menſchlichen natur/ aber die zunge kan kein 0 5* 15 emen/ 9. Sanct Jacobi. demen/ das vnrugige vbel/ vol tödlicher gifft/ Durch ſie lo⸗ ben wir Gott den vater/ vnd durch ſie fluchen wir die men⸗ ſchen nach dem gleichnis Gottes gemacht/ Aus einem mun de gehet loben vnd fluchen. Es ſol nicht/ lieben bruͤder/ alſo ſein/ Quillet auch ein brun aus einem loch ſuſſe vnd bitter? kan auch/ lieben bꝛůder/ ein feigenba wm ole/ odder ein wein⸗ ſtock feigen tragen: Alſo kan auch ein brun nicht ſaltzig vn ſuſſe waſſer geben. 18 Wer iſt weiſe vnd kuͤndig vnter euch? der erzeige mit ſeinem guten wandel ſeine werck/ yñ der ſanffmuͤtickeit der weiſßheit. Gabt yhr aber bittern eyffer vnd zanck vnn ew⸗ ren hertzen/ ſo beruͤmet euch nicht/ vnd lieget nicht widder die warheit/ Denn das iſt nicht die weiſs heit die von oben hernidder kompt/ ſon dn vrdiſch/ menſchlich/ vnd ceuffeliſch/ Denn wo eyffer vnd zanck iſt/ da iſt vnſtetickeit vñ aller boͤ⸗ ſer handel. Die weißheit aber von obenher/ iſt auffs erſt keuſch/ darnach fridſam/ gelinde gelencke/ vol barmherczic⸗ keit vnd guten fruͤchten/ vnparteiſch/ on heucheley. Die fru⸗ cht aber der gerechtickeit wird geſeet ym friede/ denen die den friede halten. 5 Das vierde Capitel. 00 her iſt ſtrel vnd krieg vncer euche Iſto nicht da⸗ oer/ aus ewern wolluſten die da ſtreiten ynn ewren geliedern: Vhr ſeld begirig/ vnd habet nucßt Mhreyffere vnd haſſet/ vnd künd es nicht erlangen/ Vhr ſtreitet vñ krie⸗ get/ vnd habt nicht/ darumb das yhr nicht biteet/ Vhr bie⸗ cet vnd krieget nicht/ darumb das yhr vbel bittet/ nemlich da⸗ hin/ das vhrs mit ewern woͤlluſten verzeret. hr ehehrecher vñ ehebꝛecheryn/ wiſſet ſhꝛ nicht/ das der welt e Die Epiſtel Gottes feindſchafft iſt? Wer der welt freutꝛd ſein wil/ der wird Gottes feind ſein/ Gdder laſſet yhr euch duncken/ die ſchrifft ſage vmb ſonſt/ Den geiſt der ynn euch wonec/ ge⸗ luſtet widd er den has/ vnd gibt noch mehr gnade: So ſeyd nu Gocte vncherthenig/ Widderſtehet dem teuffel/ ſo fleuhet er von euch. Nahet euch zu Goec/ ſo na⸗ het er ſich zu euch. Beiniget die hende yhr ſunder/ vnd ma⸗ chet ewer hertzen keuſch yhr wanckelmuůttgen. Seid elend/ vnd traget leide/ vnd weinet. E wer lachen verkere ſich vns weinen/ vnd ewere freude vnn traurickeit. Nidriget euch ſur Gott/ ſo wird er euch erhoͤhen. Affterredet nicht vnterein⸗ ander lieben bruͤder. Wer ſeinen bruder affterredet/ vnd vr⸗ ceilet ſeinen bꝛuder/ der affterredet dem geſecz vnd vrteilet das geſetz. Wrteileſtu aber das geſetze/ ſo biſtu nicht ein theter des geſetzes/ſondern ein richter. Es iſt ein geſetz geber/ der kan ſelig machen vnd verdammen. Wer biſtu/ der du einen andern vrteileſt: Wolan/ die hr nu ſaget/ Heute odder morgen wollen wir gehen vnn die odder die ſtad/ vnd woͤllen ein iar da li⸗ gen vnd hanchieren vnd gewinnen/ die hr nicht wiſſet/ was morgen ſein wird. Denn was iſt ewer leben: Ein dampff iſts/ der eine kleine zeit weret/ darnach aber verſchwindet er/ Da fur vhr ſagen ſoltet/ eben wir vnd wils Gott/ woͤllen wir dis odder das thun. Nu aber rhuͤmet yhr euch vnn ew⸗ rem hohmut. Aller ſolcher rhum iſt boͤſe. Senn der da weis gut zu chun/ vnd chuts nicht/ dem iſts ſunde. Das funfft Capitel. Olan nu vhr reichen/ weinet vnd heulet vber ewer elend/ das vber euch komen wird. wer 142 a iſt ver⸗ 0 n i S. Jacobi. iſt verfaulet/ ewer kleider ſind mottenfreſſig woꝛden /Ewer gold vnd ſilber iſt verroſtet/ vnd yhrer roſt wird euch zum zeugnis ſein/ vñ wird ewer fleiſch freſſen/ wie ein ſewer/ YH: habt euch ſchatz geſamlet an den letzten tagen ⸗ Sihe/ das lohn der erbeiter/ die ewꝛe land eingeerndtec haben/ vnd von euch verkuͤrtzt iſt/ das ſchreyt/ vnd das ruffen der erndcer iſt komen fur die oren des Herrn Sabaoch. hr habt wol ge⸗ lebet auff erden/ vnd ewer wolluſt gehabt vnd ewer hertzen erweidet/ als auff einen ſchlacht ag, hr habt verurtellet den gerechten vnd geroͤdtet/ vnd er hat euch nicht widder⸗ ſtanden. So ſeid nu langmuͤtig/ lieben brüder/ bio auff die zu⸗ kunfft des Herrn/ Sihe/ ein ackerman wartet auff die koſt⸗ liche frucht der erden/ vñ iſt langmuͤtig da: vher/ bis er emp⸗ fahe den morgen regen vnd abend regen. Seid vhr auch langmuͤtig/ vnd ſterckt ewer hertzen/ denn die zukunfft des Herz iſt nahe komen. Suͤfftzet nicht widdernander/ lieben bruͤder/ auff das hr nicht verdampt werdet. Sihe/ der rich⸗ ter iſt fur der chuͤr. Nemet/ meine lieben bruder zum exem⸗ pel/ vngemach zu leiden vñ der langmuͤtickeit/ die Nrophe⸗ ten/ die zu euch gered haben ynn dem namen des Her zn. Si⸗ he/ wir preiſen ſelig/ die erduldt haben. Die gedult Job habt yhr gehoͤret/ vnd das ende des Herrn habt vhr geſehen/ Denn der Herr iſt barmhertzig vnd ein erbarmer. Rur allen dingen aber meine bruͤder/ ſchweret nicht/ aan widder bey dem hymel/ noch bey der erden/ noch bey keinem andern eld. Es ſey aber ewer wort/ ia/ das ia iſt/ vnd nein/ das nein iſt/ auff das hr nicht ynn heuchele fallet. Hat ve⸗ mand vngemach vnter euch der bete. Iſt vemand gutes mute/ der inge Pſalmen. Iſt pemand kranck/ der ruffe Do juſſch Math. r. 3 Reg. 4 Die Spiſtel ju ſich die Elaiſten von der gemeine/ bnd laſſeſie ber ſich beten/ vnd ſalben mit ole ynn dem namen des Herrn/ vnd das gebet des glaubens wird dem krancken helffen/ vnd der Gerr wird yhn auffricheen/ vnd ſo er hat ſunde gechan/ wer⸗ den ſie yym vergeben ſein. Bekenne einer dem andern ſeine ſinde/ vnd betet für ein⸗ ander/ das jh: geſund ſeid. Des gerechten gehet vermag viel wenn eo checig iſt. Elias wa: ein menſch gleich wie wir/ vnd er hecet ein gebet/ das eo nicht regen ſolce vñ es regent tuche auff erden drep iar vnd ſechs monden/ Vnd er becet aber⸗ 1 5 7 der hymel gab den regen/ vnd die erde brachte yh⸗ Eieben bruͤder/ So pemand vnter euch prre 1 der warheit/ vnd yemand beleret— 15 ſülwiſſen das/ wer den ſunder bekeret hat von dem vr⸗ chum ſeines weges/ der hat einer ſeele von dem code geholffen/ nd wird bedecken die menge der ſunden. 8 Sie Epiſtel — —— 5 . F NA e 8 — 0, 2 - — — 2 2 AW nen. udas. Die Eule Gantt ee 5 4 2 4 75 —* A 2 II-*———. E r, i A 6 eyn n II 7 8 2 8 0 1 5 85 N 5 h klͤneche De⸗ 51 J 8 5 n e N N N N 8 1 abe: ein bꝛu⸗ N N 1 ffenen/ die da geheiligec V N00 ſind yñ Gott dem vater/ N end behalcen bun Deſi Christo. Ruch ſen viel barmhertzickent vnd friede 2, Pe. 2. Pe 2 2 —— 23 Die Epiſtel andern fteiſch gegangen ſind/ zum exempel geſerze ſind/ vnd ktragen des erwogen fewers pein. Deſſelbigen gleichen auch dieſe trewmer/ die das fleiſch beftecken/ die herrſchafften aber verachten/ vnd die maieſteten verleſtern. I ichael aber der Ertzengel/ da er mit dem teuffel zan⸗ cket vnd ſich beredet vber dem leichnam Moſe/ churſte er das vrteil der verleſterung nicht fellen/ ſondern ſpꝛach/ Deꝛ Derr ſtraffe dich. Dieſe aber/ was ſie nicht wiſſen/ verle⸗ fem ſie/ was ſie aber natuͤrlich erkennen/ wie die vnuer⸗ nuͤnfftige chier/ darynnen verderben ſie ſich. Weh vhnen/ denn ſie ſind den weg Cain gegangen/ vnd ſind verſchuͤtcet durch das lohn ym vrchum des Balaams/ vnd ſind vmblo⸗ ne. men ynn der auffrhur Kore. — e Dieſe leben von ewer liebe guͤter/ vnd ſind der vnftat/ vñ zeeren wol on ſorge/ weiden ſich ſelbs/ woleken on waſſer von dem winde vmbgetriebẽ/ kale vnfruchtbare beume zwey mal erſtorben/ vnd aus gewortzelt/ wilde wellen des meeres die yhre eigene ſchande außſcheumen/ yrrige ſterne/ welchen behalten iſt das dunckel der finſternis nn ewickeit. Es hat aber auch zu ſolchen geweiſſaget Enoch der ſiebend von Adam/ vnd geſprochen⸗ Obe der Herr iſt komen mit viel tauſenc balgen gerichte zu halten widder vderman/ vnd zu ſtraffen alle yhres goccloſen wandels/ damit ſie goctloſig geweſen ſind/ vnd vmb alle das haꝛte/ das die gottloſen ſunder widder pon gerede haben. Dieſe ſind muͤrmeler/ klegling/ die nach phren luͤſten wandeln/ vnd yhꝛ mund redet ſchwuͤlſtige wort/ vnd halten ſich nach dem anſehen vmbs nutz willen. hr aber meine/ lieben/ erynnert euch der wort/ die zuuor geſagt ſitd võ den Apoſteln hre goteloſen vmb alle werck 0 Slantt Judas. Apeſten bust enn Seen Con da ſiceuch fegen das zu der letzten deit/ werden verſpoͤtter ſein/ die nach phren e. eigen luͤſten des goctloſen weſens wandeln/ dieſe ſind/ die da ſecten machen/ ſonliche/ die da keinen geiſt haben. Mur aber/ meine lieber/ erhawet euch ſelbs auff vnſern aller heiligiſten glauben/ durch den heiligen geiſt/ vnd be⸗ tet/ vnd behaltet euch ynn der lieb Gottes vnd wartet auff die barmhertzickeit vnſers Herrn Jeſu Chuſt zum ewigen leben. Vnd dieſer erbarmet euch vnd vnterſcheidet ſie/ Mhe⸗ ne aber machet ſelig mit furcht/ vñ ruͤtlet ſie aus dem fewer/ Vnd haſſet den befleckten rock des fleiſches. DSDemaber/ de euch kan behüten on anſtos/ vnd ſtellen fur das angeſichte ſeiner herlickeit/ vnſtrefflicz mie freuden/ dem Gott/ der alleine wei⸗ ſe iſt/ vnſerm heiland/ ſey pꝛeis/ vnd maieſtet vnd reich vf macht nu vnd zu alleꝛ ewi⸗ ckkit/. A E N. Vr ü Sies offenba⸗ 1 1 — — N 1 1 9 1 0 . g 1 0 1 4 1 104 11 1 1 1 1 1 0 es Die offenbarung Sanct Joannio des Theologen. rſt Capitel. 298 e . 9 die offenba⸗ 2 7 A 1 N e * S ſeinen knechten zu zeigen/ „„ ie was ynn der kuͤrcz geſcke⸗ get bac das wort Gottes/ vnd das zeugnis von Je⸗ ſu Chriſto/ was er geſe⸗ der da kompt/ vnd von den ſieben geiſtern/ die da ſind fur ſei⸗ nem ſtuel/ vnd von Jeſu Chꝛiſto welcher iſt der crewe zen, ge vnd erſtgeporner von den todten/ vnd ein furſt aller koͤ⸗ nige auff erden/ der vns geliebet hat vñ gewaſſchen von den ſunden itt ſeinem blut/ vñ hat vns zuk oͤnigen vnd pꝛieſtern gemacht fur Goct vnd ſeinem vater/ dem ſelbigen ſey preys vnd reich von ewickeit zu ewickeit/ Amen. Sihe/ er 1 5 mit den Me rr lun r. aug pt etz ine S. Joanllis. mit den wolcken/ vnd es werden 18 ſehen alle augen/ vnd die yhn geſtochen haben/ vnd werden heulen alle geſchlecht der erden/ ia/ Amen. Ich bin das a vnd das o/ der anfang vnd das ende/ ſpricht der Gerre/ der da iſt/ vnd der da war/ vnd der da kompt/ der almechtige. Ich Joannes ewer bruder vñ mitgenos am truͤbſal vñ am reich vnd an der gedult Jeſu Chriſti/ war ynn der In⸗ ſulen Pathmos/ vmb des wort Gottes willen/ vñ des zeug⸗ nis Jeſu Chriſti/ ich war ym geiſt am ſontage/ vnd hoͤrete hinder mir eine groſſe ſtym/ als einer poſaunen die ſprach/ Ich bin das a vnd das o/ der erſt vnd der letzt/ vñ was du ſi⸗ heſt/ das ſchreibe ynn ein buch/ vnd ſende es zu den gemeinen ynn Aſia/ gen Epheſon/ vnd gen Smirnen/ vñ gen Per⸗ gamon/ vnd gen Thyatiras/ vñ gen Saꝛdis/ vñ gen Phi⸗ ladeiphꝛan/ vnd gen Saodicean. 5 Vnd ich wand mich vmb/ zu ſehen nach der ſtym die mit mir redet/ vnd alo ich mich wand/ ſahe ich ſieben gulden leuchter/ vnd mitten vnter den guldenen leuchte m/ einen/ der war eins menſchen ſon gleich/ der war angechan mit ei⸗ nem leinen kittel/ vnd begurtet vmb die bruſte mit einem gul⸗ den gurtel/ ſein hewbt aber vnd ſein har war weis wie ein werſſe wolle/ als der ſchnee/ v ſeiue augen wie ein fewer fla⸗ me/ vnd ſeine fuſſe gleich wie ein gluend ercz/ vnd ſeine ſtym wie gros waſſer rauſchen/ vnd hatte ſeben ſterne vnn ſeimer hand/ vnd aus ſeinem mund gieng ein ſcharff zwey ſchneicig ſchwerd. Vnd ſein angeſicht leuchtet wie die ſonne. Vnd als ich yhn ſahe/ fiel ich zu ſeinen fuͤſſen/ als ein tod⸗ ter/ Vnd er leget ſeine rechte hand auff mich/ vnd ſprach zu mir/ furcht dich nicht/ Ich bin der erſt vnd der letzt/ vnd der lebendige/ Ich war tod/ vnd ſihe ich bin lebendig von ewig⸗ 1 VPVy ui keit dt 5 Die Epiſtel keit zu ewickeit/ vnd habe die ſchluͤſſel der helle vnd des todes/ Schreib/ was du geſehen haſt/ vnd was da iſt/ vnd was ge⸗ ſchehen ſol darnach/ das geheimms der ſiehen ſternen die du geſehen haſt/ ynn meiner hand/ vnd die ſieben guͤlden leuch⸗ ter. Die ſieben ſterne ſind Engel der ſieben gemeinen/ vñ die ſieben leuchter die du geſehen haſt/ ſind ſteben 4 Das ander Capitel. Nd dem Engel der gemeinen zu Epheſon ſchreibe/ Das ſaget der da helt die ſieben ſterne ynn ſeiner re⸗ chten/ der da wandelt mitten vnter den guͤldenen leuchtern/ Ich weis deine weꝛck vnd deine erbeit vnd deme gedult/ vnd das du die boͤſen nicht tragen kanſt/ vnd haſt verſucht die/ ſo da ſagen ſie ſein Apoſtel/ vnd ſinds nicht/ vnd haſt ſie luge⸗ ner erfunden/ vnd haſt geteuffet/ vnd haſt gedult/ vnd vmb meines namens willen ha ſtu geerbeitet/ vnd biſt nicht muͤde worden. Aber ich habe widder dich/ das du die erſte liebe verlaſſen haſt/ Gedencke wo von du gefaſlen biſt/ vnd chu buſſe/ vnd chu die erſten werck/ Wo aber nicht/ werde ich diy komen balde/ vñ deinen leutehter bewegen von ſeiner ſtet/ wo du nicht buſſe chuſt/ Aber das haſtu/ das du die werck der Nicolaiten haſſeſt/ welche ich auch haſſe. Wer oren hat der hoͤre/ was der geiſt den gemeinen ſaget/ Wer vberwindet/ dem wil ich zu eſſen geben von dem holtz des lebens/ das da iſt mitten vm Paradis Gottes. Vnd dem Engel der gememen zu Smyrnen ſchreibe/ Das ſaget der erſt vnd der letze/ der tod war/ vnd iſt leben⸗ dig worden/ Ich weis deine werck vnd dein truͤbſal vnd deine armut( du biſt aber reich) vnd die verleſterung von de⸗ nen die da ſagen/ ſie ſind Juden/ vnd ſinds nicht/ ſondn ſind des ceuffels N 0 J He % g NI i niht N Krack it Woch „e n 4 1 D des teuffels ſchule/ furcht dich fur der keinem/ das du leiden wirſt/ Sihe/ der teuffel wird etlich von euch vnn die gefeng nis werffen/ auff das vhr verſucht werdet/ vnd werdet truͤb⸗ ſal haben ehen tage/ Sey gecrew bis an den tod/ ſo wil ich dir die kron des lebens geben. Wer oren hat/ der hoͤre/ was der geiſt den gemeinen ſagt. Wer vberwindet/ dem ſol kein leid geſchehen von dem andern tod. 0 Dnd dem Engel der gemeinen zu Pergamon ſchreibe/ Das ſaget der da hat das ſcharffe zweiſchneidige ſchwerd/ Ich weis deine werck/ vñ wo du woneſt/ das da des ceufſels tuel iſt/ vnd helteſt meinen namen/ vnd haſt meinen glaw⸗ ben nicht verleucket/ vnd ynn meinen tagen. Anctpas mein trewer zeuge/ der bey euch getöͤdtet iſt/ da der teuffel wonet. Aber ich habe ein kleins widder dich/ das du da ſelbs haft/ die an der lere Baalam halten welcher lerete duch den Balac ein ergernis auffrichten ſur den kindern von Iſrael/ u eſſen der goͤtzen opffer vnd hurerey treiben/ Alſo haſtu auch die an der lere der Nicolaiten halten/ das haſſe ich. Thu buſſe Mo aber nicht/ ſo werde ich dir baldekomen/ vñ kriegen mic pn durch das ſchwerd meines mundes. Wer oren hat der hoͤre/ was der geyſt den gememnen ſaget. Wer vberwindet/ dem wil ich zu eſſen geben von dem verborgen hymel brod/ vnd wil yhm geben einen weiſſen ſteyn/ vnd auff dem ſtevn einen newen namen geſchrieben/ welchen niemand kennet/ denn der yhn empfehet. 55 Vnd dem Hngel der gemeinen zu Thyatira ſchreibe/ Das ſaget der ſon Gottes/ der augen hat wie die fewer flã⸗ men/ vnd ſeine fuſſe gleich wie ertz/ Ich weis deine werck/ vnd deine liebe/ vnd deinen dienſt/ vnd deinen glawoben/ vnd deine gedult/ vnd deine letzten werck mehr denn der erſten. Abeꝛ Die Epiſtel Aber ich habe ein kleins widder dich/ das du leſſeſt das weib Feſabel/ die da ſpricht/ ſie ſep eine Propheein/ lezen vnd ver⸗ füren meine knechte/ huren vnd goͤczen opffer eſſen/ vnd ich hab yhr zeit gegeben/ das ſie ſolt yhre hurerey buͤſſen/ vñ hat ſie nicht gebuͤſſet/ Sihe/ ich werffe ſie yn ein bette/ vnd die/ die mit vhr ehe gebrochen haben/ ynn groſſe truͤbſal/ wo ſie nicht buͤſſen yhre werck/ vnd yhre kinder wil ich des tods coͤd⸗ ten/ vnd ſolten erkennen allegemeynen/ das ich bin der die nieren vnd hertzen erforſchet/ vnd werde geben einem igli⸗ chen vnter euch nach ewren wercken. Euch aber ſage ich vñ den andern/ die zu Thyatira ſind/ die nicht haben ſolche lere/ vnd die nicht erkand haben die tie ffe des teuffels(als ſie ſagen) ich wil nicht auff euch werffen ein andere laſt/ doch was vhr habt/ das haltec bis ich kome/ Vnd wer da vber windet vnd helt meine werck/ bis ans en⸗ de/ dem wil ich macht geben vber die Heyden/ vnd er ſol ſie weiden mit einer epſern ruten/ vnd wie eins coͤpffers gefeſz/ ſol er ſieuſchmerſſen/ wie ich von meinem vater empfangen habe/ vnd wil vhm geben den morgenſtern. Wer oren hat der höre/ was der geiſt den gemeynen ſaget. Das dritte Capitel. Vd dem Engel der gemeynen zu Sardis ſchreibe/ Das ſaget/ der die geiſter Gottes hat vnd die ſiehent ſterne/ Ich weis deine werck/ deñ du haſt den namẽ/ daodut lebeſt vnd biſt tod/ Sey wacker vnd ſtercke das andere/ das ſterben wil/ Denn ich habe deine wercke nicht vollig erſun⸗ den fuͤr Gott/ So gedencke nu/ wie du empfangen vnd ge⸗ höͤret haſt/ vnd halts vnd chue buſſe/ So du nicht wirſt wa⸗ chen/ werde ich vber dich kommen/ wie eyn dieb vnd weyſſeſt tucht/ welche ſtunde ich vber dich kommen werde/ Du haſt 1625 wenig S. Joannis. wenig namen auch ynn Sardis/ die nicht yhrekleider beſu⸗ delt haben/ vñ ſie werden mit mur wandeln yñ weiſſen wad/ denn ſie ſinds werd. Wer vberwindet/ der ſol mit weiſſen klerdern angelegt werden/ vnd ich werde yhren namen nicht außztlgen aus dem buch des lebens/ vnd ich wil phren namẽ bekennen fur meinem vater vñ fur ſeinen Engeln. Wer oren hac der hoͤre/ was der geiſt den gemeinen ſaget. Vnd dem Engel der gemeinen zu Philadelphia ſchrei⸗ be Das ſaget der heilige/ der warhafftige/ der da hat den ſchluͤſſel Baud/ der auffchuc vnd niemand zuſchleuſſet/ der zuſchleuſſet vnd niemand auffthut/ Ich weis deine werck/ Sihe/ ich habe dir fur gegeben eine offene chuͤr/ vñ niemand kan ſie zuſchlieſſen/ denn du haſt eine kleine kraſſe/ vnd haſt mein woꝛt behalten/ vnd haſt meinẽ namen nicht verleucket. Sihe ick werde geben aus Datanas ſchule/ die da ſagen ſie ſind Juden vnd ſinds nicht/ ſondern liegen/ Sihe/ ich wil ſie machen/ das ſie komen ſollen vñ anbeten zu demen fuſſen vnd erkennen/ das ich dich geliebt habe. Die weil du haſt behalten das wort meiner gedult/ wil ich auch dich behalten fur der ſtunde der verſuchung/ die ko⸗ men wird vber der ganczẽ welt kreys/ zuuerſuchen die da wo⸗ nen auff erden. Sihe/ ich kome bald/ halt was du haſt/ das memand deine krone neme. Wer vberwindet/ den wil ieh machen zum pfepler ynn dem tempel meines Gottes/ vñ ſol nicht mehr hinaus gehen/ vnd wil auff yhn ſchreiben den na⸗ men meines Gottes/ vnd den namen des newen Jerusalem der ſtad meines Gottes/ die von hymel ernidder kompt von Gott/ vnd meinen namen den newen. Wer oren hat der höͤ⸗ re/ was der geiſt den gemeinen ſaget. 8 Vnddẽ Engel der gemeinen zu Caodicea nn . aget Die offenbarung ſaget Amen/ der crew vnd warhaffeiger zeuge der anfang der creacur Gottes/ Ich weis deine werck/ das du widder kald noch warm biſt/ Ach daſtu kald odder warm wereſt weil du aber law biſt/ vnd widder kald noch warm/ werd ich dich auſzwerffen aus memem munde. Du ſprichſt/ ich bon reich vnd reich worden/ vnd darff niche/ vnd weiſſeſt licht das du biſt elend vꝛnd iemerlich/ arm/ blind vnd blos⸗ Ich radte dir/ das du gold von mir keuffeſt/ das mit fewer durch leutert iſt/ das du reich werdeſt/ vnd weiſſekleider⸗ das du dich an thueſt/ vnd nicht offenbaret werde die ſchande dei⸗ 90 4 0 ſalbe deine augen mit augen ſalbe/ das du ſe⸗ hen muͤgeſt. Mellche ich lieb habe/ die ſtraffe vnd zuͤchtige ich/ So ſey nu epfferig vnd chu buſſe/ Sihe/ ich byn fur die chür getreten/ vnd klopffe an/ So hemand meme ſtym hoͤren wird/ vnd die thuͤr auff thun/ zu dem werd ich eingehen vnd das abendmal mit vhm halten/ vnd er mit mir. Wer vber⸗ windet/ dem wil ich geben mit mir auff meinem ſtuel zu ſitz⸗ en/ wie ich vberwunden habe/ vnd byn geſeſſen mit meinem vater auff ſeinen ſtuel. Wer oren hat der höre/ was der geiſt den gemeinen ſaget. Das vierde Capitel. Arnachſahe ich/ Vnd ſihe/ Eine thuͤr ward auff⸗ gechan vm hymel/ vnd die erſte ſtym/ die ich gehör hatte mit mir reden als eine poſaunen die ſprach⸗ ſteig her/ ich wil dir zeigen/ was nach dieſem geſchehen ſol. Vnd al⸗ ſo bald war ich vm geyſt/ vnd ſihe/ Gun ſtuel ward gesetzt vm hymel/ vnd auff dem ſtuel ſas einer/ vnd der da ſas/ war gleich anzuſehen wie der ſtein Jaſpis vnd Saꝛdis/ vnd* 5 g regenbo⸗ regenbogen war vmb den ſtuel/ gleych an zuſehen wie ein Smaragd/ vñ vmb den ſtuel waren vier vnd zwentzig ſtue⸗ le/ vnd auff den ſtuelen ſaſſen vier vñ zwentzig Eleiſten mic weiſſen kleidern angethan/ vnd auff yhren hewbten waren guͤldene kronen. 55 25 Pn von dem ſtuel giengen aus/ blitz/ donner/ vñ ſtym⸗ men/ vnd ſieben fackeln mit fewer brandten fur dem ſtuel/ welches ſind die ſieben gerſter Gottes/ vnd fur dem ſtuel wa: ein gleſern meer gleich dem Chriſtall/ vnd micten vm ſtttel vnd vmb den ſtuel vier thiere/ vol augen fomen vnd binden ⸗ vnd das erſte chier war gleich einem lawen/ vnd das ander chier gleich einem kalbe/ vnd das dritte chier hatte em ardlitz wie ein menſch/ vnd das vierde chier gleich einem fliegenden Adler/ vnd der vier thieren hatte ein iglichs ſechs fl ogel/ vnd auſſen vmb vnd ynwendig vol augen/ vnd hatten keine ruge tag vnd nacht vnd ſprachen/ Gedlig/ Heylig/ Heylig iſt Gott der Oerr/ der almechtige der da war/ vnd der da iſt⸗ vnd der da kompt. e Pnd da die chier gaben preys vnd ehre vnd danck/ dem/ der auff dem ſtuel ſas/ der da lebt von ewickeit zu ewickeit/ fie⸗ — len die vier vñ zwentzig Eltiſten fur den/ der auff dem ſtuel ſas/ vnd beteten an den/ der da lebet von ewickeit zu ewickeit/ vnd worffen vhre kronen fur den ſtuel vnd ſpꝛachen/ Herr du biſt wirdig zu nemen preys vnd ehre vndkrafft/ den du haſt alle ding geſchaffen vñ vmb deinen willen haben ſie das we ſen vnd ſind geſchaffeen. Oas. v. Capitel. V½mͤ yd ich ſahe vnn der rechten hand des der auff dem ius ſas ein buch geſchrtehen vndbendig vnd gußß, — Er wendig/ Die offenbarung wendig/ bezſtegelt nue ſteben ſiegeln/ vnd ich ſahe einett ſtar⸗ cken Engel predigen mic heller ſtym/ Wer iſt wirdig das buch auff zuchun/ vnd ſeine ſiegel zu brechen: Vnd niemand vm hyminel noch auff erden noch vnter der erden/ kund das buch auff thun noch anſehen/ vnd ich wernet ſeer/ das nie⸗ mand wirdig erfunden ward/ da leſen/ noch anzuſehen. 8 Vnd einer von den Eltiſten ſpricht zu mir/ weine ni⸗ cht Sihe/ Es hat vberwunden der lewe der da iſt vom ge⸗ ſchlecht Juda/ die wurtzel Dauid/ auff zuthun das buch vnd zu brechen ſeine ſiehen ſiegel. Vnd ich ſahe/ Vnd ſihe/ mitten ym ſtuel vnd der vier thieren/ vnd mitten vnter den Elaiſten ſtund ein lamb/ wie es erwüͤr get were/ vñ hatte ſie⸗ ben hoͤrner vnd ſieben augen/ welchs ſind die geiſter Gottes geſand ynn alle land/ vnd es lam vnd nam das buch aus der rechten hand des/ der auff dem ſtuel ſas. Vnd da es das buch nam/ da fielen die bier chier vnd die vier bed zwentzig Eleꝛſten fur das lamb/ vnd hacten ein ig⸗ licher harffen vnd gůlden ſchalen vol gereuchs/ welches ſind die gepet der heiligen/ vnd ſungen ein new lied vnd ſprachen Du biſt wirdig zu nemen das buch vnd auff zuchun ſeine ſie⸗ gel/ denn du biſt erwůrget vnd haſt vns erkaufft mit demmem bluc ats allerle geſchlecht vnd zungen vnd volck vnd naci⸗ on/ vnd haſt vns Gocte zu koͤnigen vnd prieſtern gemacht/ vnd wir werden hirſchen auff erden. 7 Vd ich ſahe vnd höͤrete eine ſtimme vieler Engel vmb den ſtuel vnd vmb die chier vnd vmb die Eltiſten her/ vnd yhr zal war viel cauſent mal tauſent/ vnd ſprachen ine groſ⸗ fer ſtun/ das lamb das erwuͤrget iſt/ iſt wirdig zu nemen kra⸗ fft vnd reichchum vnd weiß heit vnd ſterck v ehre vnd preys s buch auff zuchun/ vnd du vnd ſegen * S. Joannis. vnd ſegen vnd alle Creature dte ym himel iſt vnd auff erden vnd unter der erden vñ ym meer die da ſind Vnd alles was drinnen iſt/ höret ich ſie ſagen zu dem der auff dem ſtuel ſas/ vnd zu dem lamb. Segen vnd ehre vnd preys vnd reich von ewickeit zu ewickeit. Vnd die vier chier ſprachen Amen Vnd die vier vnd zwentzig Eleiſten fielen nudder vnd bece⸗ ten an den/ der da lebt von ewickeit zu ewickeit. Das. vj. Capitel. ner don ſihe/ Ein weys pferd vnd der drauff ſas/ hatte einen bo⸗ gen/ vnd yhm ward gegeben einekrone/ vnd er gieng aus zu + vberwinden. Vnd da es das ander ſiegel auffthet/ hoͤret ich das ander chier ſagen/ kum vnd ſihe zu. Vnd es gieng aus ein ander pferd/ das war rod/ vñ dem der drauff ſas/ waꝛd gegeben den fride zu nemen von der erden/ vñ das ſie ſich vnternander er wuͤrgten/ vnd vhm ward ein gros ſchwerd gegeben. Ndich ſahe/ da das lamb der ſiegel eines auffthat. Vuſd ich hoͤret der vier chirer eines ſagen als mit ei⸗ ner ſtymme/ kum vnd ſihe zu. Vnd ich ſahe/ vnd Vnd da es das dritte ſiegel auffchet/ höret ich das dritte 5 chier ſagen/ kum vnd ſihe zu. Vnd ich ſahe/ vnd ſihe ein ſch⸗ wartz pferd/ vnd der drauff ſas/ hacte eine wage vnn ſemer hand. Vnd ich hoͤret eme ſtun mitten vnter den vier thieren ſagen/ Ein maß weiten vmb einen pfennig/ vnd drey maß gerſten vmb einen pfennig/ vnd dem oͤle vnd wein chue kein leid Vud daes das vierde ſiegel auffthet/ höret ich die ſtom des vier den chieres ſagen/ kum vnd ſihe zu. Vnd ſihe ein fab ö pferd/ vnd der drauff ſas/ des name hies Tod/ 28— n olgete 5755 1 Die offenbarung folgete yhm nach/ Vnd hm ward macht gegeben zu coden auff den bier orten der erden/ mit dem ſchwerd/ vnd hunger vnd mit dem cod von den chieren auff erden. Vnd da es das funfft ſiegel auffthet/ ſahe ich vnter dem altar die ſeelen dere/ die erwuͤrget waren vm̃ des worts Goc ces willen/ vnd vmb des zeugnis willen das ſie hatten/ vnd ſie ſchryen mit lauter ſtym/ vnd ſprachen/ Herr du heyliger vñ wathafftiger/ wie lange richteſtu vñ recheſt nicht vnſer blut/ an denen/ die auff der erden wonen: Vnd yhn wurden geben einem iglichen ein weys wad/ vñ waꝛd zu vhn geſagt/ das ſie rugeten noch eine kleine zeit bis das erfullet würdẽ vhre mie⸗ * knecht vnd bruͤder/ die auch ſollen noch erco dtet werden glei ch wie ſie. a Pnd ich ſahe/ das es das ſechſte ſiegel auffchet/ vnd ſi⸗ he/ da ward ein groſſes erdbeben/ vnd die Sonne ward ſch⸗ Waꝛtz wie ein harm ſack/ vnd der ¶ ond ward wie blut/ vnd die ſtern des hymmelo fielen auff die erden/ gleich wie ein fei⸗ gen batvm ſeine feigen ab wirfft/ wenn er von groſſem wind beweget wird/ vind der hymmel ent weich wie ein eingewic⸗ kelt bůch/ vnd alle berge vnd Inſulen wurden bewegec aus yhren orten/ vnd die ko nge auff erden vnd die vberſten vnd die reichen vnd die hewbtleute vnd die geweldigen vnd alle knechte vnd alle freyen/ verborgen ſich ynm den kluͤfften vnd felſen/ an den bergen/ vnd ſprachen zu den bergen vnd fel⸗ ſen/ fallet auff vns vnd verberget vns fur dem angeſicht des/ der auff dem ſtuel ſitzt/ vnd ſur dem zorn des lambs/ denn es iſt kommen der groſſt tag ſeines zorns/ vnd wer kan beſtehen: Das. pij. Capitel. 5 Vnd D Nan a it S. Joannis. No darnach ſahe ich vier Engel ſtehen auff den vieꝛ 8 ecken der erden/ die hielten die vier winde der erden/ auff das kein wind vber die erde blieſe/ noch vber das meer/ noch vber einige bawm. Vnd ſahe einen andern Engel auff ſteigen von der ſonnen auffgang/ der hacte das warzeichen des lebendigen Gottes/ vnd ſchrey mit groſſer ſtx mu den vier Engeln/ welchen gegeben iſt zu beſchedigen die erden/ vnd das meer/ vnd er ſprach/ beſchediget die erden nicht/ no⸗ ch das meer/ noch die bewme/ bis das wir verſiegeln die kne⸗ chte vnſers Gottes an hren ſtyrnen. PVnd ich höͤrete die zal dere/ die verſiegelt wurden/ hun⸗ dert vnd vier vnd viertʒig cauſenc/ die verſiegelt waren von allen geſchlechcen der kinder von Iſrael/ Von dem geſchle⸗ cht Juda zwelff tauſent verſtegelt. Von dẽ geſchlecht Nu⸗ ben/ zwelff tauſent verſiegelt. Von dem geſchlecht Gad/ zw⸗ elff tauſent verſtegelt. Von dem geſchlecht Alſer/ zwelff tau⸗ ſent verſiegelt. Von dem geſchlecht Nephchali/ zwelff tau⸗ ſent verſiegelt. Võ dem geſchlecht Manaſſe/ zwelff cauſent verſtegelt. Von dem geſchlecht Simeon zwelff tauſent ver⸗ ſiegelc. Von dem geſchlecht Seu, zweff tauſent verſiegelt. Von dẽ geſchlecht Iſachar/ zwelff tauſent verſiegelt. Von dem geſchlecht Jabulon/ zwelff tauſent verſiegelt. Von dem geſchlech: Joſeph/ zwelff tauſent verſiegelt. Von dem ge⸗ ſchlecht Ben Jamin /zwelff cauſent verſiegelt. Dar nach ſahe ich/ vnd ſihe/ Eine groſſe ſchar/ welche memand delen kund/ aus allen Heiden vnd voͤlckern vnd zun⸗ gen/ ſtehend fur dem ſtuel vnd fur dem lamb/ angechan mit weiſſem wad/ vnd palmen vnn vhren henden/ ſchrein mie lauter ſtym vnd ſprachen/ Heyl ſey dem/ der auff dem ſtuel ſitzt/ vnſerm Goc vnd dem amb. Vnd alle Engel ſtunden Ex u vmbd Bieeoffenbarung vmb den ſtuel vnd vmb die Eleiſten vnd vmb die bier chier/ vnd fielen fur den ſtuel auff phr angeſicht vnd beteten Gote an/ vnd ſprachen/ Amen. Segen vnd preys vnd weiſdheic vnd danck vnd ehre vnd krafft vnd ſtercke ſey vnſerm Gott von ewickeit zu ewickeic. Amen. Ynd es antwortet der Eltiſten einer vnd ſprach zu mir/ Oer ſind dieſe mit dem weiſſen wad angechan: vnd wo her ſind ſiekomen: Vnd ich ſprach zu vhm/ Herr/ du weiſſe⸗ ſts. Vnd er ſprach zu mir/ dieſe ſinds die komen ſind aus gro⸗ ſſem truͤbſal/ vnd haben yhren wad gema ſſchen/ vnd haben yhren wad durch weiſſet ym blut des lambs/ darumb ſind ſie ſur dem ſtuel Gottes/ vnd dienen yl m lage vnd nacht yñ ſei⸗ nem tempel/ vnd der auff dem ſtuel ſitzt/ wird vber yt wo⸗ nen/ ſie wird nicht mehr hungern noch duͤrſten/ es wurd au⸗ ch nicht auff ſie fallen die ſonne odder yrgend eine hitze deñ das lamb nutten ym ſiuel/ wird ſie wetden vnd leiten zu den lebendigen waſſer brunnen/ vnd Gott wird abwaſſchen al⸗ le chrene von hren augen. Das. vilj. Capitel. Nd da es dasſiehend ſiegelaufſcher ward eine felle ynn dem hymel bey einer halben ſtunde/ vnd ich 1 —————— 7 8 S. Joannis. auff die erden/ vñ da geſchahen ſtimme vnd donner vnd bli⸗ tzen vnd erdbebung. 5 Vnd die ſieben Engel mit den ſieben poſaunen hatten ſich bereitet zu poſaunen. Vnd der erſt Engel poſaunete/ vnd es ward ein hagel vnd fewr mit blut gemenget/ vnd fiel auff erden/ vnd das dritte teil der bewme verbrante/ vnd al⸗ les gruͤne gras verbrante. Vnd der ander Engel poſaune⸗ te/ vñ es fur wie ein groſſer berg mit fewr brennend yns me⸗ er/ vnd das dritte teil des meers ward blut vnd das dritte teil der lebendigen creaturn ſtoꝛben/ vnd das dritte teil der ſchiff wurden verderbet. Pn der dritte Engel poſaunete/ vnd es fiel ein groſſer ſtern vom hymel/ der brante wie ein fackel/ vnd fiel auff das dricte teil der waſſer ſtrome vñ vber die waſſer bruͤnne/ vnd der name des ſternẽ heiſt/ wermut/ Vñ das dritte teil ward wermut/ vnd viel menſchen ſtoꝛben von den waſſern/ das ſie waren ſo bitter worden. Vnd der vierde Engel poſaune⸗ te/ vnd es ward geſchlagen das dritte teil der ſonnen vnd das dritte teil des monden vnd das dritte teil der ſternen/ das jr dritte teil verfinſtert ward/ vnd der tag das dritte teil nicht ſchein/ vnd die nacht des ſelben gleichen. Vnd ich ſahe vnd hoͤret einen Engel fligen mitten durch den himel vnd ſagen mit lauter ſtim/ weh/ weh/ weh/ denen die auff erden wotꝛen fur den andern ſtimmen der poſaunen der dreier Engel/ die noch po aunen ſollen. Das. ir. Capitel. No der funfft Eugel poſaunete/ vnd ich ſahe ei⸗ nen ſternen gefallen vom hymmel auff die erden/ “ yhm ward der ſchlůſſel um brunnen des abgrunds ge⸗ Er uu geben/ Die offenbarung geben/ vnd er chet den brun des abgrunds auff/ vnd es gieng — auff ein rauch eines groſſen ofen/ Vnd es ward verfinſterc die ſonne vñ die lufft von dem rauch des brunnen/ Vnd aus dem rauch kamen hewſchrecken auff die erden/ vnd jhn waꝛd macht gegeben wie die hewſchrecken auff erden macht ha⸗ ben/ Did es ward zu phn geſagt/ das ſie nicht beleidigeten das gras auff erden/ noch kein gruͤnes/ noch keinen bawm/ ſondern die menſchen/ die nicht haben das ſiegel Gottes ant vhren ſtirnen/ Vnd es ward yhn gegeben/ das ſie ſie nicht toͤdten/ ſondern quelteten funff monden/ vnd yhr qual war wie ein qual des ſcorpton/ wenn er einen menſchen hewec/ Vnd vnn den ſelben tagen werden die menſchen den cod ſu⸗ chen vnd nicht finden/ werden begeren zu ſterben/ vnd der tod wird von yhn fliehen. 9 85 Vnd die hewſchrecken ſind gleich den roſſen die zum krie⸗ ge bereit ſind/ vnd auff yhrem hewbt wie kronen dem golde gleich/ vnd yhr andlitz gleich der menſchen andlitz/ vnd hac⸗ ten har wie weiber har/ vnd jhre zeene waren wie der lewen/ vnd hatten pantzer wie eiſern pantzer/ vnd das raſſeln yh⸗ rer ffuͤgel wie das raſſeln an den wagen der roſßz die yñ krieg lauffen/ vnd hatten ſchwentze/ gleich den ſcorpion/ vñ es wa⸗ ren ſtachel an yhren ſchwentzen/ vnd vhre macht war zu be⸗ leidigen die menſchen funff monden/ vnd hatten vber ſich el⸗ nen koͤnig einen Engel aus dem abgrund/ des namen heiſt auff E breiſch Abaddon/ vnd auff beriechiſch hat er den na⸗ men Apollyon/ Ein weh iſt dahin/ ſihe/ es komẽ noch zwey ee e. Dn d der ſechſte Engelpoſaunet/ vnd ich höre eine ſtim qus den vier ecken des guͤlden altars fur Gott/ die ſprach duden fechten Enger de depefunne hace alf vier En⸗ 6..— 222 2 ——— — S X11 vier Agel gepunden an dem groſſen waſſer ſtrom Ru⸗ phrateg. Vnd es wurden die vier Engel los/ die bereit wa⸗ ren auff eitie ſtunde vnd auff einen tag vnd auff einen mon⸗ den vnd auff ein tar/ das ſie coͤdten das dricte teil der men⸗ ſchen/ Vnd die zal der reuteriſchen krieger wa: viel tauſent mal tauſent/ Vnd ich hoͤret yhre zal. Vnd alſo ſahe ich die roſs ymgeſicht/ vnd die drauff ſaſſen/ das ſie hatten fewrige vnd gele ſchwefelige pantzer/ vnd die hewbt der roſs/ wie die hewbt der lewen/ vnd aus yhrem munde gieng fewr vnd rauch vnd ſchwefel/ von dieſen dꝛeyen waꝛd ertödtet das drie⸗ te teil der menſchen/ von dem fewr vnd rauch vnd ſchwe⸗ fel/ der aus phrem munde gieng/ denn yhre macht war ynn yhrem munde/ vnd yhre ſchwentze waren den ſchlangen Aleich/ vnd hatten hewbter/ vnd mit den ſelbigen chetten ſic cha den. f Vnd die andern meliſchen/ die nicht getoͤdtet wurden von dieſen plagen/ noch buſſe chaten fur die werck yhꝛer hen⸗ den/ das ſie nicht anbeten die teuffel vnd guldene/ ſilberne/ ehrene/ ſteinern vnd huͤltzern göͤtzen/ welche widder ſehen noch hoͤꝛen noch wandeln kunden/ Die auch nicht gebuͤſſec haben vhre moͤrde/ noch yhre zeuberey/ noch yhre hurerep/ noch phre dieherey. Das. x. Capitel. * 7 Nd ich ſahe einen andern ſtarcken Engel vom hy⸗ Se mel abkomen/ der war mit einer wolcken bekleidet/ vnd ein regenbogen auff ſeinem hewbt/ vnd ſeim andlitz wie die ſonne/ vnd ſeine fuͤſſe wie fer pfeiler/ vnd er hatte vnn ſeiner hand ein buͤchlin auff gechan/ vnd er ſetzet ſeinen rechten fues auff das meer vnd den lincken auff* 5 Die offenbarung vnd er ſchrey mit lauter ſtim/ wie ein lewe bruͤlket. Vnd da er ſchrey/ redeten ſteben donner jhre ſtumme/ vnd ich wolc ſie ſchreiben/ Da hö ret ich eine ſtim vom hymel ſagen zu mir/ bench was die ſieben donner gered habe/ die ſelben ſchrei⸗ Vnd der Engel/ den ich ſahe ſtehen auff dem meer vnd auff der erden/ hub ſeine hand auff gen hymel/ vnd ſchwur. bey dem lebendigen von ewickeit zu ewickeit/ der den homel geſchaffen hat vnd was drinnen iſt/ vnd das meer vnd was drmnen iſt/ das hinfurt keine zeit mehr ſein ſol/ ſondern yntt den tagen der ſtimme des ſiebenden Engels/ wenn er poſau⸗ nen wird/ ſo ſol vollendet werden das geheimnis Gottes/ wie er hac verkundiget ſeinen knechten vnd Propheten. Vnd ich hoͤret eine ſtin vom hymel abermal mit mir re⸗ den vñ ſagen/ gehe hin/ tum das offene buͤchlin von der hand des Engels/ der auff dem meeꝛ vnd auff der erden ſtehet. Vñ ich gieng hin zu dem Engel vnd ſprach/ gib mir das huͤch⸗ lin. Vnd er ſprach zu mir/ nym hin vnd verſchlings/ vnd es wird deinen bauch verbictern/ aber vñ demem mund wirds ſuſs ſein/ wie honig. Vnd ich nam das huͤchlin von der hand des Engels vnd verſchlangs/ vnd es war meinem mund wie ſuſs honig. Vnd da ichs geſſen hatte/ waꝛd mein bauch verbittert/ Vnd er ſprach zu mir/ du muſt abermal wei⸗ ſſagen den voͤlckern vnd Herden vnd zungen vnd vielen k oͤ⸗ 5 nigen. e d co ward mir ein rhor gegeben/ einen ſteeken gleich/ vnd ſprach/ ſtehe auff vnd miſs den tempel Gottes ynd den altar vnd die drinnen anbeten/ vnd den vn⸗ nern Chor S. Joannis. nern Chor des kempels wirff hinaus vnd miſs yhn nicht/ vnd er iſt den heiden gegeben/ vnd die heilige ſtad werden ſie betreten zween vñ viertzig monden/ vnd ich wil meine ziwe⸗ beugen geben/ vnd ſie ſollen weiſſagen taufen zweihun⸗ dert vnd ſechtzig cage /angethan mit ſecken/ Dieſe ſind zwe⸗ en oͤlebewm vnd zwo fackeln ſtehend fu dem Gott de: erdẽ. Vnd ſo pemand ſie wil beleidigen/ ſo gehet das fewer aus phrem munde vnd verzeret phre feinde/ vnd ſo vemand ſie wil beleidigen/ der mus alſo gecoͤdcet werden/ Dieſe haben macht den himel zuuerſchlieſſen/ das es nicht regene ynn den tagen yhꝛer weiſſagung/ vnd haben macht vber das waſſer/ zu wandein vnn blut/ vnd zuſchlahen die erde mit allerley plage/ ſo offt ſie wollen. Vnd wenn ſie phr zeugnis geendet haben/ ſo wird das chier/ das aus dem abgrund auff fteiget/ mit yhn einen ſtreit halten/ vnd wird ſie bberwinden/ vnd wird ſie codten/ vnd hre leichnam werden liegen auff der gaſſen der gzoſſen ſtad die da heiſt geiſtlich die Sodoma vnd M gypeen/ da vnſer Herr gecreuczigt iſt/ Vnd es werden yhre leichnam etlich i von den voͤlckern vnd geſchlechten vnd zungen dꝛel tage vnd eiten halben ſehen/ vnd werden yhre leichnam nicht laſſen vnn greber legen/ vnd die auff erden wonen werden ſich fre⸗ wen vber yhn/ vnd wol leben vnd geſchenck vnter einander ſenden/ denn dieſe zween Propheten queleten die auff erden woneten. Vnd nach dryen tagen vnd einem halben ſur ynn ſie der geiſt des lebens von Gott/ vnd ſie traten auff vh e fuſſe/ vnd eine groſſe furcht fiel vber die ſte ſahen/ vnd ſie hoͤreten eine laltee ſtim vom hymel zu yhn ſagen/ ſteiget herauff/ vnd ſie ſtiegen auff yun den hymel ynn einer wolcken/ vnd es ſa⸗ hen ſie Die oͤffenbarung hen ſie vhre feinde/ vnd zu der ſelben ſtunde ward ein gres erdbeben/ vnd das zehende teil der ſtad fiel/ vñ wurden ertod⸗ tet ynn der erdbebung/ ſieben tauſent namen der menſchen/ vnd die andern wurden furcheig/ vñ gaben preys dem Gote des hymels. Das ander weh iſt dahin/ ſihe/ das dritte weh kompt ſchnel. Ons. rij. Capitel. Nd der ſiebend Engel poſaunete/ vnd es wurden caroſſe ſtim ym hymel die ſprachen⸗ Es ſind die rei⸗ che der welt vnſers herrn vnd ſeines Chriſtus worden Pit er wird regieren von ewickeit zu ewickeit. Vnd die vier vnd zwentzig Eltiſten/ die ſur Gott auff phren ſtuilen ſaſſen/ fielen auff hr arngeſicht vnd beten Gott an vnd ſprachen/ wir dancken dir Herꝛ almechtige:ꝛ Gott der du biſt vnd wa. reſt vnd kuͤnfftig biſt/ das du haſt angenomen deine groſſe krafft vnd hirſcheſt/ vnd die heiden ſind zortug worden/ vnd es iſt komen deim zorn vnd die zeit der codten/ zu richten vnd zu geben den lohn deinen knechten den Propheten vnd den heiligen/ vñ den die deinen namen furchten/ den kleinen vnd den groſſen/ vnd zuuerderben die die erden verderbet haben/ Vn der tempel Gottes ward auffgethan vm hymel vnd die archa ſeines teſtamencs ward vnn ſeinem tempel geſe⸗ hen/ vnd es geſchahen blitzen vnd ſummen vnd donner vnd erdbeben vnd ein groſſer hagel. PVnd es erſchern ein gros zeichen vm hymel/ Ein weib mit der ſonnen bekleidet/ vnd der mond vnter hren fuſſen/ vnd auff yhrem hewbt eine krone von zwelff ſternen/ vnd ſie war ſch wanger vnd ſchrey/ vnd war vnn kinds noten vnd gequelet/ das ſie gepuͤre. Vnd es erſchein ein ander zeichen A 5 vm hymel 2—. 2 1 31 13 ym himmel/ vnd ſihe ein groſſer roter drach/ der hatte ſieben hewbter vnd zehen hoͤrner/ vñ auff ſeinen hewbten ſieben kꝛo⸗ nen/ vnd ſein ſchwantz zoch den dritten tell der ſternen/ vnd warff ſie auff die erden. 8 Vnd der drach trat fur das weib/ die geperen ſolt/ au das wenn ſie geporn hette/ er yhr kind freſſe. Vnd ſie gepar einen ſon/ ein menlin/ der alle Heiden ſolt weiden mit der eyſern ruten/ vñ yhr kind ward entruckt zn Gott vnd ſeinem ſtuel/ Vnd das weib eneflohe yñ die wuͤſten/ da ſie hat einen ort bereit von Gott das ſie da ſelbs erneret wuͤrde tauſent d welhundert vnd ſechzig tage. Vnd es erhub ſich ein krieg vm hymmel/ Nichael vnd ſeine Engel ſtritten mit dem drachen/ vñ der drach ſtreit vñ ſeltne Engel vnd vermochten nicht/ ward auch yhre ſtet ni⸗ cht mehr funden vm hymmel. Vnd der gros drach/ die alce ſchlang/ die da heiſt der teuffel vnd Satanas ward auß ge⸗ worffen/ der die gantze welt verfuret vnd ward geworffen auff die erden/ vnd ſeine Engel wurden auch geworfen. Vnd ich hoͤret eine groſſe ſtym/ die ſprach vm hymmel/ Nu iſt das heil vnd die krafft vnd das reich vnſers Gottes worden/ vñ die macht ſeines Chriſtus/ weil der verworſſen fit/ der ſie verklaget tage vnd nacht ſur Goet/ vnd ſie haben phn vberwunden durch des lambs blut vnd durch das wort phrer zeugnis/ vnd haben vhr leben nicht geliebet bis an den tod/ Darumb frewet euch yhr hymmel vnd die drintten wo⸗ nen. Wehe denen die auff erden wonen vnd auff dem meer/ denn der teufel kompt zu euch hinab/ vnd hat einen groſſe zorn/ vnd wets/ das er kleine zeit hat. 85 Vnd da der drache ſahe/ das er verworfen war auff die erden/ verfolget er das weib/ die das menlin geporn hace/ 85 b Ny Vnd es HBieoffenbarung Vnd es wurden dem weibe zween fluͤgel gegeben von eittem goſſen adeler/ dag ſie ynn die wuͤſten flöͤge/ an phren ort/ da ſie erneeret wird eine zeit vnd zwo zeit vnd eine halbe det/ fur dem angeſicht der ſchlangen. Vnd die ſchlange ſchos nach dem weibe aus yhrem münde ein waſſer/ wie einen ſtrom/ das er ſie erſeuffet/ Aber die erde halff dem weibe/ vñ chet vh⸗ ren mund auff vnd verſchlang den ſtrom/ den der drach aus ſeinem munde ſchos/ Vnd der drach ward zornig vber das weib vnd gleng hin zu ſtreiten mit den andern von phrem ſamen/ die da Gottes gepot halten/ vnd haben das zeugnis Deſu Chriſti. Vnd ich trat an den ſand des meere. Das. xiij. C apitel. No ich ſahe ein chier aus dem meer ſteigen/ das hat⸗ ee ſieben hewbter vnd zehen hoͤrner/ vnd auff ſeinent hoͤrnern ſteben kronen/ vnd auff feinen hewbten namen der leſterung/ Vnd das chier das ich ſahe/ war gleich einẽ Par⸗ del/ vnd ſeine fuſſe als beren fuͤſſe/ vnd ſein mund eines lawen mund. Vnd der drach gab yhm ſeine krafft vnd ſeinen ſtuel vnd groſſe macht. Vnd ich ſahe ſeiner heubc eins/ als were es toͤdlich wund/ vnd ſeine toͤdliche wunde ward heil/ vnd der gantze erdboden verwunderte ſich des thiers vnd betten den drachen an/ der dem thier die macht gab/ vñ betten das chier an vnd ſprachen/ wer iſt dem chier gleich? vnd wer kan mit yhm kriegen: Vn es ward yhm gegeben ein mund zu reden groſſe ding vnd leſterung/ vnd ward yhm gegeben/ das es mic yl m weret zween vnd viertzig monden latig/ Vnd es that ſeinen 2 mund auff zur leſterung gegen Gott/ zuleſtern ſeinen namẽ vnd ſeine huͤtten vnd die ym himmel wonen/ vnd ward vhm gegeben gegeben zu ſtreiten mit den heyligen vnd ſie zu vberwinden/ vnd hm ward gegeben macht vber alle geſchlecht vnd zun⸗ gen vnd Heiden/ Vnd alle die auff erden wonen betten es an/ der namen nicht geſchrieben ſind ynn dem lebendigen buch des lambo/ das er wurget iſt von anfang der welt. Hat pemand oren der hoͤre. So yemand ynn das gefengnis ſu⸗ rec/ der wird yns gefengnis gehen. So yemand mi dem ſch⸗ werd cöͤdtet/ der mus mit dem ſchwerd getoͤdtet wer den. Hie iſt die gedult vnd der glaube der heiligen. Vnd ich ſahe ein ander chier auff ſteigen von der erden vnd hatte zwey hoͤrner gleich wie das lamb/ vnd redet wie der drache/ vnd es chut alle macht des erſten chieres ſur yhm/ vnd es macht/ das die erden vnd die drauff wonen/ anbetten das erſte chier/ welchs tödliche wunde heil worden war/ vnd thut groſſe zeichen/ das auch macht fewer von hymel fallen/ fur den menſchen/ vnd verfuret die auff erden wonen/ vm der zeichen willen die jhm gegeben ſind ju thun fur dem ehier vnd ſaget denen die auff erden wonen/ das ſie dem chier ein bilde machen ſollen/ das die wunde des ſchwerds hacte vnd lebendig worden war. Vnd es ward yhm gegeben/ das es dem bilde des thiers den geiſt gab/ das des chiers bilde redet/ vnd das es machte/ das/ welche nicht des chiers bilde anbeten/ ercödtet werden/ vnd macht alle ſampt/ die kleinen vnd groſſen/ die reichen vñ armen/ die freyen vnd knechten/ das es yhn eyn malzeichen gab an yhre rechte hand/ odder an vhre ſtyrn/ das niemand keuffen odder verkeuffen kan/ er habe denn das malzepchen odder denn namen des chiers/ odder die zal ſeines namens/ 2 iſt weiſßheit. Mer verſtand hat/ der vberlege die zal des chiers/ denn es iſt eines menſchen zal/ vnd ſeine zal iſt ſechs Vp hundert Dieoffenbarung hultdert vnd ſechs vnd ſechtz ig. 1 ee 5 8 Das. rut. Capitel. Nd ich ſahe da ein lamb ſtehen auff dem berge gion 2 Wie 1 nd mit vhm hundeꝛt vnd vier vnd vierzig tauſent/ die hatten den namen ſemes vaters geſchriehẽ an hrer ſtirn vnd höͤret eine ſtym vom himmel/ als eines groſſen waſſers/ Pnd wie eine ſtymme eines groſſen donners/ vnd die ſtym die ich höret/ war als der harffen ſpieler die auff yhren harf⸗ fen ſpielen/ vnd ſingen wie ein new lied/ fur dem ſtuel vñ fur den vier chieren vnd den Eltiſten. Vnd niemand kund das lied lernen on die hundert vnd vier vnd wiertzig tauſent die erkaufft ſind von der erden/ Dieſe ſinds/ die mit weibern nicht beſudelt ſind/ denn ſie ſind tungfꝛawen/ vnd folgen dem lamb nach/ wo es hin gehec. Dieſe ſind erkaufft aus den menſchen zu erſtlingen Gott vnd dem lamb/ vnd vnn ſhrem munde iſt kein falſchs funden/ denn ſie ſind vnſtrefflich ſur dem ſtuel Gottes. ö Pnd ich ſahe einen Engel fliegen mitten durch den hy⸗ mel/ der hatte ein ewig Euangelton/ zuuerkuͤndigen denen/ die auff erden ſitzen vnd wonen vnd allen Heiden vnd geſch⸗ lechten vnd zungen vnd voͤlckern/ vñ ſprach mit lauter ſtim/ furchtet Gott/ vnd gebt yhm die ehre/ denn ſeines gerichte ſtunde iſt komen/ vnd betet an/ den/ der gemacht hat hymmel vnd erden vnd meer vnd die waſſer brunnen. Vnd ein an⸗ der Engel folget nach/ der ſpꝛach/ Sie iſt gefallen/ Sie iſt gefallen Babylon/ die groſſe ſtad/ deñ ſie hat mit dem wein yhrer hurerey getrenickt alle Oeiden. Vnd der dritte Engel folgete dieſem nach/ vnd ſpra mit lauter ſtym/ ſo pemand das chier anbetet vnd ſein bilde an 4 25 vnd nimpe ————- 9 2 K ————— K—— 1 X„ — S. Joannis. vñ nympt das malzeichen an ſeine ſtirn odder an ſeine hand/ der wird von dem wein des dorns gottes trincken/ der einge⸗ ſchenckt vnd lauter iſt vnn ſeines zorns kilch/ vnd wird ge⸗ quelet werden mie fewer vnd ſchwefel fur den heyligen En⸗ geln vnd ſur dem lamb/ Vnd der rauch vhrer qual wird auff ſteigen von ewickeit zu ewickeit/ vnd ſie haben keine ru⸗ ge tage vnd nacht die das ehier haben angebetet vnd ſein bik⸗ de/ vnd ſo yemand hat ſein malzeichen angenomen. te iſt gedult der heiligen/ Oe ſind die da halten die gepot Gottes vnd den glawben an Jein. Vud ich höͤretein ſtim vom hymel zu mir ſagen/ ſchrei⸗ be/ Selig ſind die codten/ die ynn dem Herrn ſterben von nu an. Ja/ der geiſt ſpricht/ das ſie rugen von vhrer arbeit/ denn yhre werck folgen yhn nach. Vnd ich ſahe/ vnd ſihe/ eine weiſſe wolcke p auff der wolcken ſitzen erte. der glei⸗ ch war eines menſchen ſon/ der batte ein güldenekron auff ſer nem hewbte/ vnd ynn ſeiner hand eine ſcharffe ſichel. Vnd ein ander Engel gieng aus dem tempel/ der ſchrey mit laut⸗ ter ſtym zu dem/ der aüff der wolcken ſas/ ſchlag an mie dei⸗ ner ſicheln vnd erndte/ denn die ſtunde zu erndten iſt komen/ denn die erndte der erden iſt durre worden. Vnd der auf der volcken ſas/ ſchlug an mit ſeiner ſicheln an die erde/ vnd die erde ward geerndcet. Vnd ein ander Engel gieng aus dem tempel pm hym⸗ mel der hatte auch eine ſcharffe ſichel/ Vnd ein ander En⸗ gel gieng aus dem Allcar/ der hatte macht vber das fewer/ vñ rief mit groſſem geſchrey zu dem der die ſcharffe ſichel hacte vnd ſprach/ ſchlag an unt demer ſcharffen ſichel vnd ſchneite die reben auff erden/ denn phre drawben ſind reiff. Dud der Eugel ſchlug an nue ſeimer ſicheln an die erden/ vnd ſchneit Yo u den wein⸗ ODieeoffenbarung den weinberg der erden/ vnd warff ſie pũ die groſſe kelter des zorn Gottes/ Vnd die kelter ward auſſer der ſtad gekeltert/ vnd das blut gieng von der kelter bis an die zetome der pfer ⸗ de/ durch tauſent ſechohundert felewegge. Herr/ vnd deinen namen pepſen denn du biſt alkeine hellg dem alle Heiden werden komen/ vnd anbetten fur dir/ denn Darnach ſahe ich/ vñ ſihe/ da ward auff gethan der tem pel der hůͤtten des zeugnis/ vnd giengen aus dem tempel die ſieben Engel/ die die plagen hatten angechan mit reinem hellen linwad vnd vmbgurt yhre bruſt mit gůldenen guͤrte⸗ len/ Vnd eines der vier chier gab den ſichen Engeln ſiehen guͤldene ſchalen vol zorn Gottes/ der da lebet von ewickeit t cwickeit. Vnd der tempel ward vol rauchs fur der herrlickt Gottes vnd fur ſeiner krafft/ vnd niemand kund vñ den tem pel gehen/ bis das die ſieben plagen der ſichen Engel vollen-= dec wurden. 7 0 2 —— 5 1375 1 A 76 41. 8 J e— 1 E. e „„„ ee e S. Joannis. HDOas.xvj. Capitel. . No ich hoͤret eine groſſe ſtim aus dem tempel die ſprach zu den ſieben gengeln/ gehet hin vnd gieſſet aus die ſchalen des zorns auff die erden. Vnd der erſte gieng hin vñ gos ſenne ſchale aus auff die erde/ vñ es warden bö ſer vñ arger ſchwer an den menſchen/ die das malzeichen des chers hacten/ vñ die ſein bild anbetten. Vnd der ander En⸗ gel gos aus ſeine ſchale yns meer/ vnd es ward blut als eines codcen/ vnd alle lebendige ſeele ſtarb ynn dem meer. Vnd deꝛ 5 dritee Engel gos aus ſeine ſchale ynn die waſſer ſtrome vnd 3 vnn die waſſer brunnen/ vnd es ward blut/ Vnd ich hoͤret den Engel ſagen/ Herr/ du biſt gerecht/ der da iſt vnd der da war/ bnd heilig/ das du ſolchs geurteilet haſt/ den ſie ha- ben das blue der heiligen vnd der Propheten vergoſſen/ vnd blut haſtu vßn zu crincken gegeben/ denn ſie ſinds werd. Vnd ich höͤret einen andern Engel aus dem Altar ſagen? Da/ Herr almechtiger Gott/ deine gerichte ſind warhaff⸗· tig vnd gerecht. ent een EU Vnd der vterde Engel gos aus ſeine ſchale tit die ſor ne/ vnd ward vhm gegeben den menſchen heis zu machen ic fewer. Vnd den menſchen ward heis fur groſſer hitze/ plagen/ vnd chatten nicht buſſe/ hm die ehꝛe zu geben. Vvnd der funfft Engel gos aus ſeine ſchale auff den ſtuel des ches vnd ſein reich ward verfinſtert/ vnd ſie aſſen phre zungen fur ſchmertzen/ vnd leſtercen Cöoct vm hymel fur phren ſchmertzen vnd fur yhren ſchweren/ vnd cheten nicht buſſe fur yhre werck.(( ⁵ n Vnd der ſechſt Engel gos aus ſeine ſchalen auff den 5 485 Ny nun groſſen Die offenbarung groſſen waſſerſtrom Euphrates/ vñ das waſſer vertroknet auff das bereitet würde der weg den koͤnigen vom auffgang der ſonnen. Vnd ich ſahe aus dem munde des dracheis vnd aus dem munde des chiers/ vnd aus dem munde des falſchen Propheten/ drey vnreine geiſter gehen gleich den froͤſchen denn es ſind geiſter der teuffel/ die machen/ das zeichen auſz⸗ gehen zu den königen auff erden vnd auff dem gantzen kreis der welt/ ſie zu verſamlen ynn den ſtreit ihenes groſſen tages Gottes des almechtigen. Sihe ich kome/ als ein dieh Se⸗ lig iſt der da wachet vnd helt ſeine kleider/ das er nicht blos wandele/ vnd man nicht ſeine ſchande ſehe/ Vnd er hat ſie verſamlec an einẽ ort/ der da heiſt auff ebreiſch Armaged. Vnd der ſiebend Engel gos aus ſeine ſchale yñ die luft ⸗ vnd es gieng aus eine ſtim võ hymel aus dem ſtuel/ die ſpꝛa⸗ ch/ Es iſt geſchehen/ Vnd es wurden ſtimme vnd donner vnd blitzen/ vnd ward eine groſſe erdbebung/ das ſolcher ni⸗ cht geweſen iſt/ ſind der zeit menſchen auff erden geweſen ſind/ ſolche erdbebung alſo gros/ Vnd aus der groſſen ſtad wurden drey teil/ vnd die ſtedte der Heiden fielen/ vñ Babt⸗ lon der groſſen ward gedacht fur Gott/ jhꝛ zu gebẽ den kelch des weins von ſeinem grimmigen zorn/ vnd alle Inſulen entflohen/ vnd keine berge wurden funden/ vnd ein groſſer hagel als ein centner fiel vom hymel auff die menſchen/ vnd die menſchen leſterten Gott vber der plage des hagels/ denn ſeimie plage iſt ſeer gros. 5 Das. rvij. Capitel. 1 5 2 8 Nd es kam einer von den ſieben Engeln die dieſie⸗ mn/ kum/ ich wil dir zeigen das vrteil der groſſen hurẽ die —— da auff vielen waſſern ſitzt/ mit welcher gehuret haben die k nige auff erden/ vnd eruncken worden ſind vom wein ph⸗ rer hurerey/ die da wonen auff erden. Vnd er bracht mich ym geiſt ynn die wuͤſten. Vnd ich ſahe das weib ſitzen auff einem roſinfarben chier/ das war vol namen der leſterung/ vnd hacte zehen hoͤrner/ Vnd das weib war bekleidet mit ſcharlacken vñ roſinfarb/ vnd vberguͤldet nut gold vñ edlen ſteinen vnd perlen/ vnd hatte einen guͤlden kelch yñ der band vol grewels vnd vnſauberkeit nhrer hurerey/ vnd an yhrer ſtirn geſchrieben den namen/ Das geheymnis/ Die groſſe Babilon die mutter der hurerey vnd aller grewel auff er⸗ den. Vnd ich ſahe das weib truncken von dem blut der heili⸗ gen vnd von dem blut der zeugen Jeſu/ vnd ich verwundert mich ſeer/ da ich ſie ſahe. ie Vnd der Engel ſprach zu mu/ warumb verwunderſtu dich: Ich wil dir ſagen das geheymnis von dem weibe/ vnd von dem chier das ſie tregt/ vnd hat ſteben hewobter vnd zehen hoͤrner/ Das chter das du geſehen haſt/ iſt geweſen/ vnd iſt nicht/ vnd wird auff ſteigen vom abgrund/ vnd wird gehen yns verdamtus/ vnd werden ſich verwundern die auff erden wonen/ der namen nicht geſchrieben ſtehen vñ dem buch des lebens von anfang der welt/ wen ſie ſehẽ das chier/ das es ge⸗ weſen iſt/ vñ nicht iſt. Vñ hie iſt der ſpñ der die weioheic hac. Die ſieben hewbter ſind ſieben berge/ auff welchen das weib ſitzt/ vnd ſind ſieben könige/ Ruͤnffe ſind gefallen vnd einer iſt/ vnd der ander iſt noch nicht komen/ vnd wenn er kompt/ mus er eine kleine zeit bleiben/ nd das chier/ das zeweſen iſt/ vnd nicht iſt/ das iſt der achte/ vnd iſt von den ſeben, vnd gehet ynn das verdamnis. Vnd die dehen homer die du geſehen haſt/ das ſind die ehen koͤnige/ die das reich l n noch nicht * Die offenbarung noch nicht empfangen haben/ aber wie die koͤnige werden ſie eine ſtunde macht empfangen nach dem ehter. Dieſe ha⸗ ben eine memung/ vnd werden yhre kraſſt vnd macht geben dem chier/ Dieſe werden ſtreicen mit dem lamb/ vnd das die erde ward erleucht von ſeiner klarheit/ vnd ſchrey aus Vnd ich MN. 2 — S. Joannis. VPnd ich hoͤret ein ander ſtim vom hymel/ die ſprach/ ge⸗ het aus von yhr mein volck/ das yhr nicht teilhaffeig werdet yhrer ſunden/ auff das yhr nicht einpfahet etwas von yhrer plagen/ denn yhre ſunde haben gefolget bis ynn den hymel/ vnd der Herr hat an yhren freuel gedacht/ Bezalet ſie/ wie ſie euch bezalet hat/ vnd machte phr zwifeltig nach phren wercken/ vnd mit welchem kelch ſie euch eingeſchenckt hat/ ſchencke yhr zwifeltig ein/ wie viel ſie ſich herlich gemacht vñ geil geweſen iſt/ ſo viel ſchenckt yhꝛ qual vnd leid ein/ Denn ſie ſpricht ynn yhrem hertzen/ ich ſitze eine koͤmigin/ vñ wer⸗ de keine witwe ſein/ vnd leid werde ich nicht ſehen/ darumb werden yhre plagen auff einen tag komen/ der tod/ leid vnd hunger/ mit fewer wird ſie verbrant werden/ denn ſtarck iſt Gote der Herr/ der ſie richten wird. 1 8 5 Vnd es werden ſie beweinen vnd ſich vber ſie beklagen die koͤnige auff erden/ die mit yhr gehuret vnd luſt getrieben haben/ wenn ſie ſehen werden den rauch yhres brands/ von ferne ſtehend vmb der furcht wiflen yhrer qual/ vñ ſpꝛechen/ weh/ weh/ die groſſe ſtad Babilon/ die ſtarcke ſtad/ auff ei⸗ ne ſtunde iſt dein gericht komen/ vnd die kauffleute auff er⸗ den werden weinen vnd leide tragen bey ſich ſelbs/ das yhre wahr niemand mehr keuffen wird/ die wahr des golds vnd ſilbers vnd eddel geſtemns vnd die perlen/ vnd ſeiden vnd pur⸗ pur vnd ſcharlacken vnd allerley Chinen holtz/ vnd allerley gefes von Elffen bein/ vnd allerlei gefes von dem koͤſtlichen holcz/ vnd von ertz vnd von eiſſen vnd Cynnament vnd Thimian vnd ſalben vnd weirauch vnd wein oͤle vnd ſem⸗ len vnd weꝛtzen/ vnd vieh vnd ſchaff vnd pferd vnd wagen vnd leichnam vnd ſeelen der mnchen. Vn das obis der luſt deiner ſeele iſt von dir gewichen/ N f vnd alles Die offenburung ond alles was völlig vnd klar war/ iſt von dir getvichen/ vnd du wirſt ſolchs nicht mehr finden/ Die kauffleuceſol⸗ cher wahr/ die von yhr ſind reich worden/ werden von ferne ſtehen vmb der furcht willen hr qual/ weinen vnd leide tra gen vñ ſagen/ weh/ weh/ die gꝛoſſe ſtat/ die bekleidet war mie ſeiden vnd purpur vnd ſcha Lacken/ vnd vber guͤldet wa: mie gold vnd edel geſtein vnd perlen/ denn ynn einer ſtunde iſt verwuͤſtet ſolcher reichtumb. Vnd alleſchiffherrn vnd alle die auff den ſchiffen hantie⸗ ren/ vnd ſchiffleute die ym meer erbeiten/ ſtunden von ferne vnd ſchrien/ da ſie yhrs brands rauch ſahen vnd ſprachen/ wer iſt gleich der groſſen ſtad? Vnd ſie wurffen ſtaub auff vhre hewöter vnd ſchreien/ weineten vnd crugen leide vnd ſprachen/ weh/ weh/ die groſſe ſtad/ ynn welcher reich wor⸗ den ſind alle die da ſchiff vm meer hatten von phrer wahr/ denn vnn einer ſtund iſt ſie verwuͤſtet. rewe dich ber ſie hymel vnd ihr heiligen/ Apoſtel vnd Propheten/ denn Gott hot ewer vrteil an vhr gerichtet. Vnd ein ſtarcker Engel hub einẽ groſſen ſtein auff als einẽ muͤlſtein/ warff yhn yns mehr/ vnd ſprach/ Alſo wird mic eim ſturm verworfen die groſſe Babilon/ vnd nicht mehr erfunden werden. Vnd die ſtim der harffen ſpieler vnd ſei⸗ ten ſpieler/ pfeiffer vnd poſauner ſol nicht mehr ynn dir ge⸗ hoͤret werden/ vñ kein handwercks man einiges handwercls ſol mehr ynn dir erfunden werden/ vnd die ſtim der muͤllin ſol nicht mehr ynn dir gehoͤꝛet werden/ vnd die ſtim des hreu⸗ tigams vnd der braut ſol nicht mehr ynn dir gehoͤret wer⸗ den/ denn deine kauffleute waren furſten auff erden/ denn durch deine zeuherey ſind veryrret worden alle Heiden/ vnd das blue der Propheten vnd der heiligen iſt yhn yhr er⸗ —— S. Joannis. funden worden/ vnd aller der/ die auff erden er wuͤrget ſind. Das. xix. Capitel. WArnach hoͤret ich eine ſtpm groſſer ſcharen ym hy⸗ mel/ die ſprachen/ Halleluia/ Geil vnd 0 vnd krafft ſey Gott vnſerm Herrn/ denn warhafftig vñnge⸗ recht ſind ſeine gerichte/ das ex die groſſe hure verurteilt hac/ welche die erden mie jhrer hurerey ver derbet vñ hat das blue ſeiner knechte von yhrer hand gerochen/ Vnd ſie ſprachen zum andern mal/ Halleluia/ Vnd der rauch gehet auff bon ewickeit zu ewickeit/ vnd die vier vnd zwentzig Eleiſten vnd die vier chier fielen nidder/ vnd betten an Gott der auff dem ſtuel ſas vnd ſprachen/ Amen/ Halleluia. Vnd eine ſtim gi⸗ eng von dem ſtuel/ lohet vnſern ott alle ſeine knechte/ vnd die vhn furchten/ beide klein vnd gros. Vnd ich hoͤrete eine ſtim einer groſſen ſchar/ vnd als eine ſtim groſſer waſſer vñ als eine ſtim ſtarcker donner die ſpꝛa⸗ chen/ Halleluia/ Denn der almecheige Goct hat das reich eingenomen/ laſt vns frewen vnd frolich ſein vnd yhm die ehre geben/ denn die hochtzeit des lambs iſt komen/ vnd ſeitt Weib hat ſich bereitet. Vnd es ward vhr gegeben/ ſich aniu chun init reiner vnd heller ſeiden/ die ſeide aber iſt die recht⸗ fereigung der heiligen/ Vnd es ſpricht zu nur/ Selig ſind die zum abentmal des lambs beruffen ſind/ Vnd es ſpricht zu mir/ dieſe warhafftig wort ſind Gottes/ Vnd ich fiel fur phn zu ſeinen ſuſſen/ yhn an zu beten/ vnd er ſpricht zu mir/ ſihe zu/ chu es nicht/ ich bin dein micknecht vnd deiner bru⸗ der/ vnd dere/ die das zeugnis Jeſu haben/ Bete Gott an/ Das zeugtus aber Jeſu iſt der geiſt der weiſſagung. Vnd ich ſabe den hymel auffgechan/ vnd ſihe da ein weis 5 35 pferd/ Die offenbarung pferd/ vnd der drauff ſas/ hies crew vnd warhafftig/ vnd ri⸗ chtet vnd ſtreitet mit gerechtickeit/ aber ſeine augen ſind wie ein fewer flamme/ vnd auff ſeinem hewbt viel kronen/ vnd hatte emen namen geſchrieben/ den niemand wuſte denn er ſelbs/ vnd war angethan mit einem kleide/ das mit blut be⸗ ſprenget war/ vnd ſein name heiſt Gottes wort/ Vnd yhm folgete nach das heer ym hymmel/ auff weiſſen pferden /an⸗ gechan mit weiſſer vnd reiner ſeiden. Vnd aus ſeinem num⸗ de gieng ein ſcharff ſchwerd/ das er damit die Heiden ſchlu⸗ ge/ vnd er wird ſie weiden mit der eyſeren ruten/ vnd er eric die kelter des weins des grymmigen zorns des almechtigen Gottes/ vnd hat einen namen geſchrieben auff ſeinem kleꝛd vnd auff ſeiner huͤfften alſo/ Ein koͤnig aller koͤnige/ vnd ein err aller herrn. 5 Vnd ich ſahe einen Engel vnn der ſonnen ſtehen/ vnd er ſchꝛey mit gꝛoſſer ſtim vnd ſpꝛach zu allen vogeln die mitten vncer dem hymel fliegen/ kompt vnd verſamlet euch zu dem gꝛoſſen abenemal Gottes/ das jhꝛ eſſet das fleiſch der konige vnd der hewbtleute/ vnd das fleiſch der ſtarcken vnd der pfer⸗ den/ vnd dere/ die drauff ſitzen/ vnd das fleiſch aller freyen vnd knechten/ beide der kleinen vnd der groſſen. Vnd ich ſa⸗ he das chier vnd die koͤnige auff erden vnd vhꝛe heer verſam⸗ let/ ein ſtreit zu halten/ mit dem der auff dem pferde ſas vnd mit ſeinem heer. N Vnd das chier ward begriffett/ vnd mit vhm der falſche prophet/ der die zeichen chet fur yhn/ durch welche er verfu⸗ ret die das malzeichen des chiers namen/ vnd die das bilde des chiers anbeten/ lebendig wurden dieſe beide ynn den few⸗ rigen teich geworffen/ der mut ſchwefel bꝛandte/ vnd die an⸗ dern ſind erwuͤrget mit dem ſchwerd deo/ der auff dem 105 „ 5 de ſas/ ſehg:) dt Jo de du dent w S. Joannis. deſas/ das aus einem munde gang vndalle bo al wurden 0 ſat von phrem fleiſch. 8 5. 5 Das. xx. Capitel. Noich ſahe einen Engel vom hymel ſteigen der ßFhacee den ſchluͤſſel zum abgrund vnd eine groſſe ke⸗ ten ynn ſeiner band/ vnd er greiff den dꝛachen die alte ſchlari⸗ ge welche iſt der ceuffel vnd der Satanas/ vnd band yhrt tauſent tar/ vnd warff yhn vnn den abgrund/ vñ band yhn/ vnd verſiegelt oben drauff/ das er nicht mehr verfuren ſolt die Heiden/ bis das vollendet wurden tauſent iar/ vnd dar⸗ nach mus er los werden eine kleine zeit. 5 Vead ich ſahe ſtuele/ vnd ſie ſatzten ſich drauff/ vnd yhn ward gegeben das vrteil vnd die ſeelen der entbewbter vmb des zeugnis Jeſu vnd vmb das wort Gottes willen/ vnd die nicht angebetet hatten das chier/ noch ſein bilde/ vñ nicht genomen hacten ſein maldeichen an vhꝛer ſtirn vnd auff vßh⸗ re hand/ dieſe lebten vnd regierten mit Chriſto tauſent iar. Die andern codten aber wurden nicht widder lebendig/ bis das tauſent iar vollendet wurden/ Dis iſt die erſte auffer⸗ ſtehung. Selig iſt der vnd heilig/ der teil hat an der erſten aufferſtehung/ vber ſolche hat der ander tod keine macht/ Sondern ſie werden prieſter Gottes vnd Chriſti ſein/ vnd mit yhm regieren cauſent tar. 70 Vnd wenn tauſent iar vollendet ſind/ wird der Saca⸗ nas los werden aus ſeinem gefencktus/ vnd wird außgehen zu verfuren die Heiden ynn den vier orten der erden/ den Gog vnd Magog ſie zuueꝛſamlen vnn einen ſtreit/ weleher dal iſt/ wie der ſand am meer/ Vnd ſie traten auff die breite der erden vnd vmbringecen das heerlage der heiligen vnd 0 J ij diegelieb⸗ Die offenbarung die geliebte ſtad/ vnd es fiel das fewer von Gott aus dem hy⸗ mel vnd verzeret ſie. Vnd der teufel der ſie verfuret/ ward geworfen ynn den fewrigen ceich vnd ſchwefel/ da das chier vnd der falſche Pꝛophet waꝛ/ vnd wurden gequelet tag vnd nacht von ewickeit zu ewickeite. 7 20 8450 VPVundich ſahe emen groſſen weiſſent ſtuel/ vnd den der drauff ſas/ fur welchs alngeſicht floch die erden vnd der hy⸗ mel/ vnd yhn ward keine ſtedce erſunden. Vnd ich ſahe die todten beide gros vnd klein ſtehen fur Gott/ vnd die bucher wurden auffgethan/ vnd ein ander buch ward auff gethan/ welchs iſt des lebens/ vnd die codten wurden gericht nach der ſchrifft vnn den buͤchern/ nach yhren wercken/ Vnd das meer gab die todten die drinnen waren/ vnd der tod vnd die helle gaben die codten die drinnen waren/ vnd ſie wurden gericht ein iglicher nach ſeinen wercken/ vnd der cod vnd die helle worden geworffen ynn den fewrigen teich. Dis iſt der ander tod. Vnd ſo yemand nicht ward erfunden geſchrie⸗ ben pnn dem buch des lebens/ der ward geworffen ynn den fewrigen teich. e e QBliaus xx. Capitel. Nd ich ſahe einen newen hymel/ vnd eine newe er⸗ Ndpden/ denn der erſte hymel vnd die erſte erde ver⸗ gieng/ vnd das meer iſt nicht mehr/ Vnd ich Joannes ſahe die heilige ſtad/ das new Jeruſalem von Gott von Oymel erab faren/ zubereitet/ als ein braud yhrem man/ Vnd hoͤret ein groſſe ſtim von dem ſtuel die ſprach/ ſihe da/ ein huͤtte Gottes bey den menſchen/ vnd er wird bey yhn wo⸗ nen/ vnd ſie werden ſein volek ſein vñ er ſelb Gott nt yhn/ wurd jh: Goct ſein/Vnd Gott wird abbviſſchen alle erenen e ee 7 1 von phren 2= eee ** — SG. Joannis. bott yhren augen/ vnd der tod wird nymer mehr ſein/ noch leid⸗ noch geſchrey/ noch ſchmercz wird mehr ſem/ denn das erſt iſt vergangen. Vnd der auff dem ſtuel ſas ſprach/ ſthe/ ich machs alles new. Vnd er ſpricht zu mir/ ſchreibe/ denn dieſe wort ſind warhafftig vnd gewis. 5 Vnd er ſprach zu mix/Eoiſt geſchehen/ ich bin das A vnd das G/ der anfang vnd das ende/ Ich wil dem duͤrſti⸗ gen geben von dem brut des lebendigen waſſers vmb ſonſt. Mer vberwendet/ der wirdg alles ererben/ vñ ich werde ſein Gote ſein/ vnd er wurd mein ſon ſeitt. Den furchtſatnett aber vnd vnglewbigen/ vnd grewlichen/ vnd codſchlegere/ vnd hulern/ vnd zeubern/ vñ abgöteiſchen/ vñ allen luͤgne:m/ der teil wird ſein ynn dem eich/ der mit fewer vnd ſchwefel brennet/ welcher iſt der ander tod. Vnd es kam zu mir einer von den ſtehen Engeln/ wel⸗ che die ſieben ſchalen vol hatten der letzten ſieben plagen/ vñ redet mit mir vnd ſprach/ Rum ich wei dir das weib zeigen/ die brawd des lambs/ Ynd fuͤret mich hyn ym geiſt/ auff et⸗ nen groſſen vnd hohen berg/ vnd zeyget mir die groſſe ſtad das heilige Jeruſalem/ ernydder ſaren vom hymmel von Gott/ vnd hatte die herrlickeit Gottes/ ynd yhr liecheſtar/ war gleich dem aller edleſten ſtein/ dem Criſtalligen Ja⸗ ſpis/ vnd hatte groſſe vnd hohe mauren/ vnd hatte zw⸗ elf chor/ vnd auff den choren zwelff Engele/ vnd namen ge⸗ ſchrieben/ welche ſind die zwelff geſchlecht der kinder võ Iſ⸗ rael/ Vom morgen drey thor Bon micternacht drey chor/ Von mittag drey chor/ Vom abend drey chor/ vnd die ma⸗ ur der ſtad hatte zwelff gründe/ vnd ynn den ſelbigen die na⸗ men der zwelff Apoſtel des lambs. Vnd der mit mir redet hacte ein guͤlden rhor/ das er die E 35 ü ſtad meſſen SBSieoffen barung ſtad meſſettſolt/ vnd vhre thor vnd maurel⸗ vnd die ſtad ligt vierecket/ Vnd vhre lenge iſt ſo gros als die breite/ Vnd er mas die ſtad mit dem rhor/ auff zwelff tauſene felcwegs/ die lenge vnd die breite vnd die hoͤhe der ſtad ſind gleich vnd er mas yhre mauren/ hundert vnd vier vnd vierczig elken/ nach der mas eines menſchen die der Engel hat/ Vnd der bat phrer maurcn war von Jaſpis/ vnd die ſtad war bol lauterm golde/ gleich dem remen glaſe/ vnd die gruͤnde der mauren ñ der ſtad waren geſchmuͤckt mit allerlep eddel ge⸗ ſteine. Der erſte grund war ein Jaſpis/ der ander ein Sa · erde ein Smaragd/ der funifft ein Sardonich der ſechſte ein Sardts/ der ſie⸗ phrr/ der dritte ein Calcedonier/ der vi bend ein Chryſolit/ der acht ein Berit/ der neunde ein Co paſier der zehend ein Chriſopras/ der eilfft ein Stactzieh/ der zwelfft en Amechiſt. Vn die zwelff chor/ waren zwelff perlen/ vnd ein tglich chor war von emer perlen/ vñ die gaſſen der ſtad waren lau⸗ ter gold/ als ein durch ſcheinend glas. Vnd ich ſahe keinen tempel drynnen/ denn der Herr der almechtige Gott iſt hr tempel vnd das lamh/ vnd die ſtad darff keiner ſonnen noch des monden das ſte vhr ſcheme/ denn die herlickeie gottes er⸗ leucht ſie/ vnd yhre leuchte iſt das lamb. Vnd die Heiden die da ſelig werden/ wandeln ynn dem ſelbigen liecht/ vñ die ko⸗ nige auff erden werden yhre herlickeit vñ die ſelbige bringen. Vnd vhre thor werden nicht verſchloſſen des tages/ den da wird keine nacht ſeim/ vnd wird nicht hinein gehen prgend ein gemeines/ vnd das da chut grewel vnd luͤgen/ ſon dn die geſchrieben ſind vnn dem lebendigen buch des lambs. Dias. xxij.Capitel. Vnd er S. Joanne. Do er deiget mir einen lauttern waſſer ſtrom klar N vie eit: Christall/ der gieng von dem ſeuel Gottes/ vnd des lambs/ mitten auff phrer gaſſen/ vnd auff beiden ſei⸗ ten des ſtroms ſtund holtz des lebens/ das trug zwelfferley frucht/ vnd gab ſeine fruͤcht alle monden/ vnd die bletter des holtz dieneten zu der geſundheit der Heiden/ vnd wird kem verbances mehr ſein/ vnd der ſtuel Gottes vid des lambs wird drinnen ſein/ vnd ſerne knecht werden yhm dienen vnd ſehen ſein angeſicht/ vnd ſein name wirdt on rhren ſurnen ſeln/ vnd wird keine nacht da ſeim/ vd nicht beduͤrffen ener leuchten/ odder des liechts der ſonnen/ denn Gott der Herr wid ſie erleuchten/ vnd ſie werden regtren von ewielent zu ewickeyt. e e eee e e Vnd er ſprach zu mir/ dieſe wort ſind gewwie vnd war⸗ hafftig/ vnd Gott der Seer der hevligen Propheten at ſeinen Engel geſand zu zeigen ſeinen knechten was bald ge⸗ ſchehen muſz. Sihe ich kome balde/ Selig iſt der da helt die wort der weiſſagung vnn dieſem buch/ Vnd ich bin Jo⸗ annes der ſoͤlchs geſchen vnd gehöret hat/ vnd da ichs gehö⸗ ret vñ geſahe/ fie ich nydder anzubeten du den fůͤſſen des En gels/ der mir ſolchs zeiget/ Vñ er ſpricht zu nur/ ſihe zi/ chus nicht/ denn ich bin dein micknecht/ vñ deiner bruͤder da pro⸗ 15 7 0 dere/ die da halten die wort dieſes huchs. Bette 300k fn. ö Vnd er ſpricht zu mir verſiegele nicht die wor det weiſ⸗ ſagilg vnn dieſem buch/ denn die eit iſt nahe Wer belepdi⸗ * gel/ der beleydige weiter vnd wer beſuddelt iſt der bauddel ſich weiter/ vnd wer rechefertigiſt/ der rechtfertige ſich wei⸗ cer/ vnd wer heblig iſt/ der heilige ſich wetter Vnd ſthe ich kome balde/ vnd mein lohn mie mir/ zu geben einem lalichẽ 3 0e i 3 5 ij Wie ſei⸗ Die offenbarung wie ſeine werck ſein werden/ ich bin das A vnd das G⸗/ der anfang vnd das ende/ der erſt vnd der letzte/ Selig ſel die da chin ſeine gepot/ auff das ihꝛe macht ſey an dem holtz des lebens/ vnd zu den choren eingehen ynn die ſtad/ Denn hauſſen ſind die hunde/ vnd die zeuberer vnd die hurer/ vnd die todſchleger/ vnd die abgöeaiſchen/ vnd alle die lieb haben vnd chun die luͤgen. 1 Och Jeſus habe geſand memen Engel/ ſolchs euch zu zeugen an die gemeinen/ ich bin die wurtzel vnd die art Da⸗ uid/ ein klarer morgen ſterne/ Vnd der geiſt vnd die braud ſprechen/ lum/ Vnd wer es hoͤret/ der 1 kum/ Vnd wen duͤrſtet/ der kome/ Vnd wer da wil/ der neme des waſ⸗ ſers des lebens vmb ſonſt. Ich bezeuge aber alle/ die da hören die wort der weiſſaͤ⸗ gung vnn dieſem buch/ ſo yemand dazu ſetzec/ſo wird Gotc zu ſetzen auff yhn die plagen/ die ynn dieſem buch geſchriiebẽ ſtehen. Vnd ſo iemand dauon chut von den woꝛtẽ des buchs dieſer weiſſagung/ ſo wird Got abehun ſein ceil võ buch des lebens vnd von der heiligen ſtad vnd von dem das ynn dieſem buch geſchrieben ſtehet. Es ſpricht der ſolchs zeuget/ ia/ ich lom bald/ Amẽ/ ia kom Herr Jeſu. Die Gna⸗ de vnſers Gern Jeſu Chu ſep mie euch allẽ/ ö kein eee ——»—„—-—— r— 7 2 eber Alhhbe— 38 88 85 0 0 N Aa Bb Ce Do ge f Gg 806 2 30 Kr* El adm Nn Oo Pp Aq Br Ss Oe V Ex Vp 38. Dis ſind alle dricternen außgeno⸗ men Hiſt eil Quuceme,*. ein e Duerne.. e Sedtultt zu Bahug: 850 FPranciſum Phodum: m Jar tauſent funff hundert nem vnd zwentzig. am ri. ee 5 9 Olis wort Hottes bleibet ynn ewickeit. * . ————— e——— .— 3——— 2 7 * — 1 FPPPP U r 2————————̃——ů — Magenta