Ausgabe 
18.12.1869
 
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ausgenommen diejenigen erster Klasse zur Erhal-

1869.

Samstag den 18. Dezember.

* 148.

Oberhessisc

er Anzeiger.

enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Iutelligenzblalt

Erscheint jeden Dienstag, Donuerstag und Samstag.

Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal,

Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird.

Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und

vichtigsten Tagesbegebenbeiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nach⸗ lichten, Markt und Cours. Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel ꝛc.

Trotz der seit Beginn des Jahres 1869 eingetretenen nicht unbedeutenden Erhöhung des Abonnemenks für auswärtige Abonnenten ist die

zeübten Weise auch ferner fortzuführen.

Zahl derselben dennoch ständig im Wachsen begriffen, was uns eine erfreuliche Aufmunterung sein muß, die Geschäfte der Redaktlon in der bisher

Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗

jährlich 47 kr. mit Bringerlohn.

2 Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗

brechung eintritt.

Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich

Abbestellung erfolgt.

Die Redaktion.

Setreffend: Die Abnahme des Verfassungseides vom IV. Quartal d.

Amtlicher Theil.

N

2

Friedberg den 14. Dezember 1869.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 0 Dienstag den 4. Januar k. J., Vormittags 11 Uhr, findet die Ausschwöͤrung des Verfassungseides auf dem Ratbhause dahier durch zie neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie Diejenigen, welche sich verheirathet haben, ohne Ortsbürger zu werden, statt.

Laden Sie dieselben hierzu vor und senden Sie vor dem Termin Bescheinigung hierüber oder Bericht, daß keine neuen Orts- kärger aufgenemmen sind, oder keine Leute geheirathet haben, an uns ein.

Die noch im Rückstande befindlichen jungen Ortsbürger sind bei 1 Reichsthaler Strafe vorzuladen.

Betreffend: Die Aufnahme des Viehstandes im

Jahre 1869.

an p.

Friedberg den 16. Dezember 1869.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

in die

Tabelle bei Meidung eines Wartboten.

Großherzoglichen Bürgermeistereien. Griedel, Oppershofen, Steinfurth, Wisselsheim und den Großh. Polizeicommissar zu Wickstadt. Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 30. Oktober d. J., erinnern wir Sie

an die umgehende Einsendunz der Viestands⸗ Trapp.

Hessen. Darmstadt, 15. Dez. Die trste Kammer der Stände beschloß heute Vor- nittag bezüglich des Gesetzentwurss, den Steuer- suß bei außerordentlichen Steuerausschlägen und Gemeindeumlagen betreffend, den von dem Abg. Wernher in zweiter Kammer gestellten Antrag adoptirend: daß die Einkommensteuer-Kapitalien tom 1. Januar 1870 ab an Stelle der Per- sonalsteuerkapitalien treten, jedoch bei den Ge neindeumlagen nur zur Hälfte ihres jedesmaligen Betrags. Der Arf. 3 des Gesetzentwurfs, wie te aus den Berathungen des andern Hauses her- torgegangen(Aufhebung des Unterschieds zwischen ten verschiedenen Klassen der Gemeindeumlagen,

sung und Verbesserung des den Nutzungsrechten ter Gemeindebürger unterliegenden Gemeinde zermögens), wurde abgelehnt.

Preußen. Berlin. In der Abendsitzung tes Abgeordnetenhauses wurde das Consolidations- kesetz im Wesentlichen nach der durch die Vor⸗ schläge der Budgetcommisston modisizirten Regie- zungsvorlage bei namentlicher Abstimmung mit 242 gegen 128 Stimmen angenommen.

In dem Abgeordnetenhause brachte der sinanzminister den Nachtragsetat für 1870 ein. Derselbe wirft größtentheils zu Universitäts- und Seminarzwecken Summen aus, die durch die Consolidirung der Anleihen disponibel werden.

DerStaatsanzeiger publizirt die Be- kanntmachung vom 13. d., betreffend die Aus- sihrung des Gesetzes über die Wechselstempelsteuer in norddeutschen Bunde. Das amtliche Blatt tringt wieder eine Edictaleitation des hiesigen

Stadtgerichts für 115 der Desertion angeklagte Militärpflichtige.

Die Aufhebung der Zeitungsstempelsteuer steht, wie die Offiziösen versichern, in sehr naher Aussicht. Es handle sich nur noch um die Zu stimmung des Finanzministers, die nach Annahme des Consolidationsgesetzes wohl nicht ausbleiben werde. Die Aufhebung des Stempels würde übrigens, wie dieZukunft meint, der conser vativen Presse weit förderlicher sein als der liberalen.

Zum Volksschulwesen in Preußen hat der

sentliche Bestimmungen: 1) eine Beseitigung des Classenwahlsystems(das der Gesetz-Entwurf bei behielt); 2) die Ausdehnung der Wählbarkeit als Bürgermeister und Gemeinderath auf sämmt⸗ liche Staatsbürger(der Gesetz-Entwurf wollte nur Gemeindebürger); 3) die Ernennung des Rathsschreibers durch den Gemeinderath(der Regierungs-Entwurf wollte dessen Ernennung durch die Gemeinde auf Vorschlag des Gemeinderaths) und 4) Abkürzung der Uebergangsperiode bis

Abg. Friedrich Harkort in der Nordd. Schul⸗ zum 1. Juli 1870. Von da ab müssen inner⸗ zeitung folgende beachtenswerthe Notizen mitgetheilt: halb Jahresfrist sämmtliche Gemeindebehörden er

Elementarschulen: Ständige Schulstellen in den alten Provinzen unbesetzt! 446, Hülfslehrerstellen

neuert werden.

Oesterreich. Wien. Die WienerAbend-

427, fehlen Lehrer 873. Blos mit Präparanden post dementirt enischieden dle Nachricht, daß

Cnothdürftig von einem Prediger oder Lehrer zum Schuldienst in wenigen Monaten eingeübten Leuten) besetzte feste Stellen 859, Hülfslehrerstellen 363, Summa 1222. Unter diesen sog. Präparanden befinden sich z. B auf Rügen noch Haudwerker! 1045 Stellen sind noch in Gründung be grisfsen. Im Budget sind für Bildung der Präparanden 1045 Thlr. ausgesetzt. Für Pferde rennen dagegen 51,000, Thlr.; Generalordens commission, 99,969 Thlr.; für Monumente 144,006 Thlr.; für Elementarschulen mehr gegen das Vorjahr 975 Thlr.; für das Cultusministerium für alle laufenden Ausgaben weniger 4213 Thlr. Bayern. München. Das Eisenbahn anlehen von 18 Millionen Gulden wurde dem Consortium der Münchener Banken, Hirsch und Erlanger, zugeschlagen, dagegen das Anerbieten des Consortiums Rothschild, Berliner Disconto Gesellschaft und Darmstädter Bank abgelehnt. Baden. Das nun von beiden Kammern angenommene Gemeindegesetz enthält folgende we

die Majorität des Ministeriums ihre Demission eingereicht habe.

DieN. fr. Pr. enthält ein Privat- telegramm, dem zufolge die Insurgenten von Braie ihre Unterwerfung angetragen haben und die Einwohner der Crivoscie in Unterhandlungen zu treten beabsichtigen.

Schweiz. Bern. Der Ständerath hat, dem Beispiele des Nationalraths folgend, die literarische Convention mit den süddeutschen Staaten ebenfalls ratifizirt. Einiges Aufsehen macht die hier soeben erschienene Schrift von Dr. Franz HuberDie Moral der Jesuiten. Es sind darin die bekannten(und auch noch in weiteren Kreisen unbekannten) Grundsätze dieses Ordens durch authentische Belege aus den Schriften von Mit- gliedern des Ordens nachgewiesen.

Fraukreich. Paris. Im gesetzgebenden Körper fragte Garnier-Pages den Minister des Innern, ob die Regierung den freien Eingang fremder Journale zulassen werde. Der Minister