Dienstag den 16. Februar. f 2 19.
erhessischer An;
ee 5.. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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1 N 124* 2 N Amtlicher Theil. * MM zetreffend: Die Ertheilung der polizeilichen Erlaubniß für herumziehende s. g. Künstler zu ähren Produc— Friedberg den 13. Februar 1869. Rün 1 tionen auf Jahrmärkten, Kirchweihen ꝛc. dc.
——— Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg—
an Großherzogliche Polizeiverwaltung Nauheim, den Polizeicommissär in Wickstadt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. f In neuerer Zeit sollen mehrfach Klagen darüber laut geworden. Kleinhändlern und ähnlichen herumziehenden Individuen ausdrücklich 0 ein, daß auf Jahrmärkten, Kirchweihen u. s. w. von s. g. herum— verboten ist, zur näheren Ermittelung und berichtlichen Anzeige auf— gehenden Künstlern auch Kinder, oft in dem zartesten Alter, bein fordern, welche Wahrnehmungen in den gedachten Beziehungen in egel hren Schaustellungen verwendet und— abgesehen von den schweren Ihren Gemeinden gemacht worden sind, sehen wir zugleich Ihrer a. Nißhand dlungen, die diese unglücklichen Geschöpfe zu erdulden haben,— gutachtlichen Aeußerung darüber entgegen, ob und welche weiteren , drem sittlichen Verderben entgegen geführt werden. Maßnahmen etwa zu treffen sein möchten, um die Verwendung von und Indem wir Sie unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom Kindern unter 14 Jahren bei Schaustellungen ꝛc. ꝛc. zu verhüten. Al 4. Ap-il 1854— Nr. 34 des Intelligenzblattes— wonach das Ter a p p eine Nitnehmen schulpflichtiger Kinder auf Reisen von Schauträgern, 5 „ — An die Herren Landwirthe des Kreises. Pichlah In der am 13. d. M. dahier abgehaltenen Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirke vereins, Sektion Friedberg, wurden gegen at) zs Mißrathen der Erbsen Sgamenwechsel und eine Düngung mit Superphosph at empfohlen und ale vorzügliche Erbsensorten
* Grödel. den kleine frühe, grüne Felderbse(Preis pro Centner 7 fl. 54 kr.) und die große weiße Riesenerbse(Preis pro Centner
5 fl. 39 kr.) gerühmt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein hat es übernommen, für diejenigen Landwirthe, welche geneigt sind, bei der
Eitücher berannahenden Frühjahrsbestellung von vorgenannten Erbseusorten Gebrauch zu machen, den Bezug derselben zu vermitteln und die Trans—
en, Herten R 4 Ebenso erbietet sich der Verein zur Beschaffung echten Oberndörfer Runkelsaamens und aufgeschlossenen Peru-Guano 1 8 fl. 3
** Indem ich dieß hiermit zur öffentlichen Keuntuiß bringe, bemerke ich noch, daß man sich in Betreff des Bezuges von Runkelsaamen an
herrn Bürgermeister Stoll zu Nieder-Wöllstadt und wegen Bezugs von genannten Erbsensorten und Pern-Guano an Herrn Dr. Henkel⸗
* nann dahier in den nächsten 8 Tagen zu wenden hat.
ill Friedberg den 14. Februar 1869. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg Trapp.
e Salien de“ — 8 Hessen. Darmstadt. An Stelle des] Wie der Referent, so empfahl auch der Correferene] für die Verwendung des kurhessischen Staats- 0 snon-Jängege Zeit in Folge außerordentlicher An⸗[die Annahme der Vorlage. Finanz-Ministerschatzes sei so, wie es von dem hessischen Com-
2.„ sengungen keldenden Hrn. Dr. Fischer, Direktor[von der Heydt verlas ein Schreiben des munallandtag entworfen warde, dom König ge⸗ * J Wen dr lechnischen Schule, ist der Ingenieur Herr Frankfurter Oberbürgermeisters, wonach die Bür- nehmigt worden
„ Scat, J. Waibler provisorisch mit dem Direktorium gerschaft auf weitere Contessionen hoffe, ohne— Die Session des Bundesraths des nord⸗ detraut worden. welche ihre Zustimmung zu dem Gesetzentwurffdeutschen Bundes wird am nächsten Montage, Bad Em* Friedberg. Die Neuwahl eines Reichs- nicht erreichbar sei. Der Finanzminister und der 15. Februar, beginnen.— Der Reichs ag dürfte,
—ů(kgsabgeordneten für den zweiten oberhessischen Minister des Innern schlagen vor, nachdem sie nach der„Prov.-Corr.“, vor Ablauf der ersten 5 Pahlkreis wurde durch Entschließung Geoßherzogl.[ die Genehmigung des Königs eingeholt, Frank-[Woche des März eröffnet werden.
geige. Pinisteriums des Innern auf Montag den furt noch 750,000 fl. zu erstatten, sofern die Wiesbaden. Der neueste hiesige„Anzeiger“ „ 1 März el J. anberaumt. Von Seiten der Eisenbahneinnahmen die Ausgaben um so viel bringt die Ankündigung von 13 Concoursen und
n baceffenden Großherzoglichen Kreisämter ist eine übersteigen, dagegen könne die Hälfte des Desicits 70 Zwangsversteigerungen, was im Vergleiche
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. 7 dtßfalisige Verfügung an die Bürgermeistereien des nicht übernommen werden. Abgeordneter Ebnersmit früheren Jahren nicht sehr für unsere jetzigen 0%, a bal Pahlkreises gelangt. vertrat die Ansprüche Frankfurts, ebenso Virchow. Zustände spricht.— Nachdem erst kürzlich ein Sieben wu Mainz. Am 12. d. kam vor dem Ober-JDie Abstimmung über den Punkt 7 des Artikels Postexpeditor Unbehend aus Ransbach mit tagt grichte dahier der bekannte Prozeß gegen L. Bam- 1 und über den Art. 12 ist ausgesetzt, um vorher 10,000 Thlrn. flüchtig geworden, wird neuerdings Virtban berger und Genossen zur Verhandlung. Der die Delegirten Frankfurts anzuhören; die übeigen fein gewisser Philipp Dickel aus Girkhausen,
Lortrag des Staatsprokurators Bellue befür⸗ Paragraphen bis zu 14 sind angenommen. welcher in der Gegend von Dillenburg und Chalk zortete im Wesentlichen Aufrechterhaltung der— Die Franlfurter Deputation ist hier an- Herborn Betrügereien bis zum Betrage von
heren Erkenntnisse, eventuell Straferhöhungs gekommen und hatte eine Conferenz mit dem 80,000 Thlrn. verübt hat, wegen Wechselfälschung,
Feen igen Bamberger. Die Zulassung resp. das An- Finanzminister. Die Verhandlungen der Budget- betrügerischen Bankerotts und Betrugs verfolgt. ten des Wahrheitsbeweises wurde nicht bestritten. Tommission sind bis Montag Abend auf Antrag Bayern. Munchen. Der Abg. Kolb ee ie Verkündigung des Urtheils wurde auf den des Abg. Dr. Ebner ausgesetzt worden. Wenafshat am 10. d. folgende Motion in den Einlauf
—, März vertagt. bis dahin ein Rezeß auf dem Wege der direkten der Kammer gebracht:„Es sei die Bitte zu stellen —— Preußen. Berlin. Die Budgetcom- Verhandlung zwischen der Regierung und derum Vorlage eines Gesetzentwurfs noch an den
e ussion, trat in Berathung über das Gesetz in] Stadt Frankfurt nicht zu Stande gekommen ist, gegenwärtigen Landtag, durch welchen bezüglich 1. van betreff der Auseinandersetzung mit Frankfurt.] werden die Verhandlungen der Budgeteommissionf der Landtagswahlen folgende Grundsätze zur
1 der Referent Abg. Schröder bekämpfte in der fortgesetzt. Annahme gelangen: Allgemeines direktes Wahl— Jenerale Debatte das Zöpfl'sche Gutachten und— Das Herrenhaus genehmigte die beiden recht, Wählbarkeit jedes volljährigen unbescholtenen raus ihhrte aus, daß durch die Wiener Congreß-Akte Vorlagen der Regierung wegen Vermögensbeschlag- Staatsangehörigen ohne Rücksicht auf Steuer— eum, bel. ib Siadt Frankfurt zu einem Staate geworden, nahme der depossedirten Fürsten. Graf Bismarck zahlung, geheime Abstimmung, gesetzliche Fest— eee in Preußen erobert habe. Damit sei die Landes- ergriff mehrmals das Wort und führte aus, daß stellung und Verkleinerung der Wahlbezirke, so .. Birf Ananz⸗ und Militärhoheit und mithin auch dersdie Verträge mit den Letzteren nicht Privalver-[daß in jedem derselben nur Ein Abgeordneter zu
günmis] A sitz ber Gebäude, die für Staats. und Militär- träge, sondern Staatsverträge seien. Diese hätten wählen sei, Aufhebung des Instituts der Ersatz— ecke veywendet worden, auf Preußen über- sie aber nicht gehalten. Sicherlich würden auchs männer und Abkürzung der Wahlperioden, endlich gangen. Dadurch 1 der Gemeinde kein andere Staaten vertriebenen Fürsten kein Geld Ausdehnung des Bezugs der Taggelder auch auf ar warnt Milust, mithin gebühre ihr auch keine Entschäpi zahlen, wenn dieselben das Geld benutzten, ums die in der Stadt München wohnhaften Kar ner
. ng, dagegen sei der Stadt als Entschädigungsim Auslande Legionen zu bilden. Preußen habe mitglieder.“ 0 ö 0 1 e vertragsmäßig übernommene Amortisation durch die Annexionen nicht Eroberungen gesucht,— Die in der Abgeordnetenkammer einge⸗ 1 usung der Eisenbahn⸗Anlagen die Summe sondern Wahceung seiner Sicherheit für die Zukunft.“ brachten Anträge auf Abänderung des Landkags 1 7 0,000 fl, ale Ent schädigung zu gewähren.— Die„Börsenztg.“ meldet, das Reglement! wahlgesetzes auf Grundlage des allgemeinen direkten
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