Gemeinschaftsblatt für Bessen. 4 Dieses Blatt erscheint wöchentlich einmal.. 5 1 Redakteur: Stadtmisstonar Herrmann⸗Gteßen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber⸗Cassel, Pfarrer Mockert-Frantfurt a. M. und die Prediaer der Pilgermisston. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. Druck von Otto Meyer in Gießen, Ludwtastr. 30. 6. Jahrg. Das steinere und das fleischerne Herz. Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben, und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen, und euch ein fleischernes Herz geben(Hes. 36, 26). Die meisten von uns waren wohl in Mu— seen und sahen dort Gegenstände, die einst Tiere waren, die vor Tausenden von Jahren auf der Erde lebten, nun aber versteinert sind. Die Form ist da, aber das Leben ist längst entschwunden. So gibt es auch Versteinerungen in der Geschichte eines Menschen. Mancher, der in seiner Jugend ein zartes Gemüt und ein weiches Herz hatte, das sich erwärmen konnte für alles Wahre und Gute, für den die Worte des guten Hirten den lieblichsten Klang hatten, der mit Freuden ins Haus Gottes ging— zog in die Welt hinaus, und der Mehltau, der Frost der Sünde legte sich auf ihn; er wurde gleichgültig, kritisch und entfernte sich immer mehr von Gott und allem Göttlichen. Das Gute, das Wahre, das Reine, Himmlische in Ihm ist versteinert nach biblischem Begriff. Das gilt leider von den meisten Menschenkindern. Wenn auch viele ungläubige Menschen feine Manieren haben und sich anständig benehmen können, Gott, der Herzenskündiger, sieht, daß sie dem Reinen und Göttlichen gegenüber unempfind— lich, versteinert sind. An der Küste Jütlands stand einst eine kleine Kirche; jetzt sieht man nur noch die Turmspitze. Bei einem furchtbaren Unwetter trieb der Wind den Dünensand landeinwärts, der lagerte sich um die Kirche herum und drang schließlich hinein und füllte das Gotteshaus. Man reinigte dieses; aber der Sand trieb wieder hinein, sodaß die Leute Sonntag, den 30. November 1913. müde wurden und die Arbeit aufgaben. Man hört nicht mehr den Klang der Glocken und nicht den Orgelton, das Wort Gottes wird nicht mehr verkündigt. Nur die Turmspitze weist noch da rauf hin, daß hier einst ein Gotteshaus war. Lieber Leser, die Engel, die durch unsere Kreise gehen, sehen sie nicht so manche Turmspitze unter uns? Ein religiöses Bekenntnis ist wohl da— aber weinen die Engel nicht— wenn Engel weinen können— über die Versandung und Versteinerung der Herzen? Der Sand der Gleichgültigkeit, der Weltliebe, der Ruhmsucht dringt immer weiter, immer tiefer in dein Herz und in dein Haus hinein. Nur noch die äußeren Zeichen dieses Christentums sind vorhanden; das Geistliche, Göttliche ist geschwunden. O daß der Geist Gottes uns erleuchten, uns Aufrichtigkeit und Mut geben möchte, damit wir uns einmal so sehen, wie Gott uns sieht. Dann kann Er an unseren Herzen eine wun- derbare Operation vornehmen. Gott will uns ein neues Herz geben, daß wir seine Gebote halten und darnach tun. Ein fleischernes Herz, d. h. ein fühlendes, empfängliches Ha das glauben, lieben, gehorchen kann und will. 5 Eine solche Operation hat noch kein Chirurg ausgeführt. Eine solche Umwandlung und Be— kehrung kann keine Kunst und keine Bildung zu— stande bringen. Das Wesen des Menschen wird vom Menschen niemals verändert. Das hat Gott sich vorbehalten.„Ich will“— nicht irgend ein Prophet oder ein Apostel. Jesus Christus, der Sohn Gottes ist der große Arzt. Der Operationsort ist Golgatha. Dorthin will der Heilige Geist die Menschen füh— ren. Wer Jesum am Kreuze im Glauben erblickt, wird heil zu derselbigen Stund! Dort zerschmilzt das harte Herz wie Wachs unter der Glut der blutenden Liebe. Jesu Blut allein macht harte Herzen weich. Dann ist die Liebe Christi ins Herz ausgegossen und dringet den Menschen, Je⸗ sum zu ehren und seinen Mitmenschen zu nützen ist seine Freude. Ein neues Herz hat auch Kraft über die Sünde, Kraft, Seinen Willen zu tun, Ihm zu dienen. Auf solchem Herzensboden können die Früchte heranreifen. Math. 13, 8. 23; Gal. 3 22 22. Was für ein Herz hast du, lieber Hater, laß die Augen Dein Heber meinem Bette sein!) Wenn Gott uns Menschen demütigt und in die Schule des Leidens und der Trübsal nimmt, dann ist nach unserer Ansicht und nach unserem Empfinden das Maß sehr bald zum Überlaufen voll und es dünkt uns schier unmöglich, noch mehr ertragen zu können. Das hat seinen Grund in der, uns Menschen angeborenen Leidensscheu, auch er— kennen wir in der Regel nicht scharf genug, in wie weit wir unser Ungemach verschuldet haben. Unser himmlischer Erzieher aber ist, wie immer, so auch in diesem Punkte, anderer Meinung, weil er uns besser kennt als wir selbst. Darum mischt er uns unser Teil gemeiniglich mit einem größeren Maß zu, als uns recht ist. Daß unsere Eltern sich damals in keiner beneidenswerten Lage be— fanden, ist aus dem Erzählten zur Genüge er— sichtlich. Dennoch gefiel es Gott dem Herrn, unsere gute Mutter, die Hauptstütze der Familie, auf ein schweres Krankenlager zu werfen; dabei ereignete sich etwas, was ich hier noch zur Ehre Gottes erzählen muß. Mutter hatte, ohne an sich und ihre Kinder zu denken, einen armen, typhuskranken Mann ge— pflegt, weil niemand sich desselben annehmen wollte. Die Folge war, daß sie selbst von der Krankheit ergriffen wurde. Der Abend eines schweren Augusttages brach an. In der Stube lag die kranke Mutter in wirren Fieberphantasien. Mein Vater, der damals zu Hause war, kam nun an jenem Abend, vielleicht in nicht ganz nüchter— nem Zustande, auf einen seltsamen Gedanken. Er ging in den hinter dem Hause angebauten Schuppen, legte etwas Streu zurecht und bettete dann uns Kinder für die kommende Nacht darauf, offenbar in der gutgemeinten Absicht, uns der dumpfen Leser? ) Diese kleine Erzählung entnehmen wir mit gütiger Erlaubnis des Verlags dem wunderschönen Buche: Ein Stück Kleinleben. Jugenderinnerungen von August Förster. Verlag von Friedrich Jansa in Leipzig. Hübsch kartonniert 2.— Mark, geb. 3— Mark. Versasser schildert darin mit schlichter Frömmigkeit und t euherztgem Hu or seinen Aufstteg aus grenzenlosen Armut vom Gänseb eb zum Sitz rlehrling und Lehrer. Gern folgt man dem frischen, treuherzigen Geplauder über solche wun— derbaren Führungen und Fügungen. Die lebenswahr en und feselnden Schilderungen müssen überall Anklang finden. und ansteckenden Krankenluft der Stube zu ent⸗ ziehen. Und in der Tat, an frischer Luft mangelte es uns hier nicht; denn nicht nur besaß unser neues Schlafgemach keine Tür, sondern auch die defekten Bretterwände wiesen manche Lücke auf, und durch die morschen Schauben des Strohdaches würden die Sternlein auf die kleinen Schläfer herabgeblickt haben, wenn der Himmel an jenem Abend nicht gar so trübe dreingeschaut hätte. Wir schliefen aber trotz allen Mängeln der Schlaf— kammer bald ein, und unser Vater ging ins Dorf, sicherlich mit dem guten Vorsatz, bald zur kranken Mutter zurückzukehren. Diese blieb also ganz allein. Unterdessen zogen am westlichen Himmel drohende Wolken herauf und in der Ferne ver— nahm man schon das Rollen des Donners. Ein Gewitter war im Anzug. Was sollte aus uns Kindern werden, wenn es sich plötzlich entlud? Lagen wir nicht viel besser unter freiem Himmel. Da sie hat es uns später selbst erzählt richtet sich die Mutter auf ihrem Lager plötzlich auf, und ihre Augen fallen auf die leeren Lagerstätten der Kinder— sie blickt ganz klar; das Fieber ist gewichen. Eine unbeschreibliche Angst um ihre Kleinen ergreift sie. Wo konnte der Vater in so später Stunde mit ihnen hingegangen sein? Auch ihre Bettlein, die ihnen als Decke dienten, waren verschwunden. Eine Ahnung durchzuckt sie. Sollte er sie etwa in dem offenen Schuppen, der keiner— lei Schutz bietet, untergebracht haben und noch dazu in dieser unheimlichen Nacht? Sie verläßt das Bett, wankt notdürftig gekleidet zur Tür hi— naus, gelangt durch den Hof, der nach der Straße zu ohne Einfriedigung war, in den Schuppen und findet hier die Vermißten, die sie nun sogleich zurück in die Stube brachte. Daß die schwerkranke Frau das alles vermochte, ist ihr später immer als ein Wunder erschienen; Ding unmöglich. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Als wir Kinder uns wieder unter Dach be— fanden, entlud sich eines jener furchtbaren Ge— witter, die auch den rohesten Menschen erbeben machen und ihm seine Ohnmacht und Kleinheit gegenüber den Naturgewalten und dem, der ihnen Macht gegeben, lebendig zum Bewußtsein bringen. Orkanartig raste der Sturm und peitschte den Regen gegen die Fenster der kleinen Lehm— hütle, in der wir Kinder schon wieder schliefen. Wenn aber die grellen Blitze das kleine Gemach mit ihrem fahlen Licht erleuchteten, erblickte die Mutter jedesmal ihre Kinder und dankte Gott. Am Morgen nach dieser furchtbaren Nacht zogen Viehhändler durch das Dorf, denn im Nachbar- städtchen Parchwitz war Viehmarkt gewesen. Sie suchten einen Bullen, der ihnen in der Nacht bei Gott ist kein während des Gewitters entsprungen war. Wo fanden sie ihn? In dem alten Schuppen hinter unserm Lehmhäuschen und zwar auf der Streu, die wir wahrscheinlich nicht lange vorher verlassen hatten. Was wäre doch aus uns geworden, wenn es kein wachsames Gottesauge im Himmel und keine Mutterliebe auf Erden gäbe? Unsere Mutter aber erholte sich nach jenem Vorfall merk— würdig schnell, und die wunderbare Errettung ihrer Kinder in jener Schreckensnacht lebte allzeit frisch in ihrer Errinnerung bis in ihr hohes Alter. Gottlob, auch die Kinder armer Taglöhnersleute stehen unter dem Schutze Gottes.„Ihre Engel sehen allzeit das Angesicht ihres Vaters im Himmel“, spricht der Sohn Gottes, und darum dürfen alle mit Zuversicht beten:„Vater, laß die Augen Dein über meinem Bette sein!“ Bist du von Jesus Christus erkannt? er verstorbene König von Siam reiste vor eini— gen Jahren durch Lausanne. Vorher bekam ein Bekannter von mir ein Telegramm, daß er sich dazu auf dem Bahnhofe einfinden sollte. Mit Mühe fand er an dem betreffenden Tage noch ein Plätzchen auf dem Bahnsteig, der ganz voller Würdenträger und bekannter Persönlichkeiten war, die mit ziemlicher Geringschätzung auf den Eindringling blickten, der keine Uniform oder irgend ein Abzeichen einer hohen Würde trug, und den niemand kannte. — Der Sug ist angekommen. Der König beugt sich aus dem Fenster, die Musik spielt, die offiziellen Vor⸗ stellungen fangen an. Da erblickt der Vönig, dessen Blicke in der Menge umhergesucht hatten, meinen Bekannten, und ohne sich weiter viel um die Gfftziere und Bekannten zu kümmern, ruft er ihn heran, lädt ihn ein, in den Wagen zu steigen, drückt ihm herzlich die Hand und läßt ihn neben sich Platz nehmen. Der Jug setzt sich wieder in Bewegung. Wieder und wieder konnte man den Ausruf hören:„Was, der kannte den König d Der Vönig kannte ihn persönlich?“ Mit einem Schlag war dieser Unbekannte der Gegen— stand allgemeiner Beachtung, vielleicht auch des Nei⸗ des, weil ihm ein König besonders Wohlwollen gezeigt hatte. In diesem Singe müssen wir auch„von Jesus 1 sein“, wenn Er uns an jenem Tage erkennen oll. Ihr fragt, wer die sind, welche so von Ihm er⸗ kannt werden d Das sind solche, die sich in einem ent⸗ scheidenden Augenblick ihres Erdenlebens in Seine Arme geworfen haben, solche, die von ihren Sünden überzeugt, in dem Gefühl ihres Elends nicht nur Seine Gnade, sondern vor allem die Rand des lebendigen Heilands ergriffen haben, die Ihn ehrten durch diesen Vertrauensschritt und nun mit Ihm vereinigt sind in Ewigkeit. Das sind solche, die sich durch alle Nämpfe und Versuchungen hindurch festklammern an Seiner Nand, in dauernder Lebensgemeinschaft mit dem leben, der ihr Heiland und Befreier ist. Das sind solche, die in den Prüfungen und Aengsten, in Krankheit und Trauer ihre Augen flehend auf Ihn richten wie ein Kind, das sich in seiner Not zur Mutter wendet, und die dann dem Blick des guten Hirten begegnen so voller Liebe und Erbarmen. Das sind Menschen, die Jesus„erkennt“ im engsten Sinne des Wortes, und die Er wiederkennen wird an jenem Tage. meidet die Grossstadt. Die alten Deutschen nannten die großen Städte lebendige Gräber, und die Ergebnisse der neuesten statistischen Studien auf allen Gebieten des groß— städtischen Lebens lassen sich nicht kürzer und tref— fender formulieren, als die Alten es getan haben. Der Absterbungs- und Verwesungsprozeß eines Volkes tritt nirgends deutlicher hervor, als in der Großstadt. Und doch drängen sich jährlich Tau— sende nach diesen lebenden Gräbern in der irrtüm— lichen Vorstellung, in denselben ein bequemeres und glücklicheres Leben führen zu können als in der Kleinstadt oder auf dem Lande. Wie ist es in Wirklichkeit? In der Großstadt wohnen die Menschen dicht beisammen. Ja, es sind der Menschen so viele, daß die Wohnungen die Minderbemittelten nicht aufzunehmen vermögen. Man spricht von der Wohnungsnot. In der Ackerstraße in Berlin kenne ich ein Haus, in dem 3000 Menschen wohnen. Das sind mehr Einwohner, wie manches Städtchen im Osten Deutschlands hat. Die einzelnen Familien in solchen Häusern wohnen in wenigen kleinen Räumen. Viele Familien nehmen noch Schlaf— gänger bei sich auf, um die Miete erschwingen zu können. Der vorletzte Jahresbericht der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge enthält folgende Feststellungen: Berlin Waldemarstraße: 1 Stube und Küche von der Mutter und 7 Kindern bewohnt. Ebertystraße: 1 Stube und Küche von den Eltern und 5 Kindern bewohnt. Die einfenstrige Stube starrt vor Schmutz. Die Möbel sind alle fort, von früheren Vermietern wegen rückständiger Miete weggenommen. Es ist nur ein Bett für die Eltern vorhanden. Die Kinder schlafen auf der Erde. Reinsberger Straße: Küche und eine enge Stube. Eltern und 4 Kinder schlafen mit einem Schlafburschen, manchmal auch mehreren. Rügener Straße: 1 Stube ohne Bett. 3 Personen. Liesenstraße: Stube und Küche. Eltern mit 6 Kindern. Marienburger Straße: 1 Stube und Küche. Eltern mit 9 Kindern. Diese traurigen Wohnungsverhältnisse hängen aufs engste mit der Arbeitslosigkeit zusammen. Manchmal stürzen nach einer freien Hausdiener— stelle 10—20 Personen, die zum Teil höhere Schulen besucht haben oder gute kaufmännische Bildung nachweisen können. Die Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot finden ihre Steigerung in der OGbdachlosiglleit. Wer als Fremder in Berlin nicht über erhebliche Mittel e verfügt und keine Arbeit findet, wird ohne Umstände flugs der Kategorie der Obdachlosen eingereiht. Od⸗ dachlose sind Mittellose, die sich für die Nacht keine Schlafgelegenheit gegen Entgelt erlauben können. Sie müssen in den Anlagen, auf den Treppen der Mietskasernen, in den Wartesälen der Bahnhöfe oder im Winter gehend auf den Straßen ihr Dasein fristen. Mancher ihnen legte Hand an sich. Wer diese Not der Großstädte kennt, vermag auch ben Verlust physischer und sittlicher Volks ⸗ kraft zu verstehen. Von 100 wehxpflichtigen jungen Männern waren vor einigen Jahren in Berlin nur 8 wehrfähig, in Ostpreußen waren es unter 100 nicht weniger als 64. Über 3000 Ehen werden jährlich geschieden. Die Kriminali— tät der Jugend wächst bedenklich. Die Einbrecher mit ihren Spezies arbeiten nach genauen Plänen mit allen Mitteln moderner Technik. Die Prosti⸗ tution schleicht ungehindert in allen Straßen und verbreitet täglich auf Generationen unsägliche Not. Die Trunksucht und ihre Pfleger sorgen dafür, daß der Armenetat der Stadt— er beträgt schon 28000 000 Mark— immer höher anschwillt. Sollen wir noch die Tuberkulose, die Syphilis, die Ner— vosität und andere Seuchen nennen? Wer will den Großstadtjammer ausmessen?— von N i Wo kann led Jesum fingen? nter dem Tor einer chinesischen Stadt saß ein 1 Aussätziger und bettelte. Aber nur wenige Vorübergehende beachteten ihn. Da trat ein Missionar zu dem Unglücklichen und hörte seine Klagen an. Als der Bettler seine traurige Lage ge— schildert und behauptet hatte, keiner bekümmere sich um ihn, sagte der Christ:„Einer bekümmert sich doch um dich.“ Dann erzählte er von Jesus, der uns von aller Unreinigkeit des Leibes und der Seele erretten kann und will.„Wo kann ich Jesum finden d“ fragte der Kranke, der zum erstenmal im Leben von dem wege des Heiles hörte.„Komm mit mir! Ich will's dir zeigen.“ Mit diesen Worten führte der Missionar den Aussätzigen in sein eigenes Haus. Der Kranke nahm das Evangelium mit gläubigem Herzen auf und fing bald an, die Liebe Jesu, die er erfahren hatte, auch andern anzupreisen. Er starb auf einer Reise, die er mit einigen Missionaren zusammen unternommen hatte, um die frohe Botschaft von dem göttlichen Menschenfreunde in Gegenden zu bringen, in denen sie noch ganz unbekannt war. An seinem Grabe weinten chinesische Männer und Frauen, welche der Aussätzige für den Erlöser gewonnen hatte. * Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobsängen und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem HBErrn in eurem Herzen. Roß ä 5 ersammlungsanzeigen (Versammlungen innerhalb der Landeskirche) Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Cöberstraße 14. Jeden Sonntag 1½ Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8¼ Uhr: Versammlung. 4½ Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8½ Uhr: Büibelstunde. Sonntag, den 30. November Nordeck und Wißmar; 2. Dezember Altenbuseck, 4. Kleinlinden. Grünberg(Frankfurterstr. 23.): Jeden Sonntag abends 8 Uhr: Versammlung. Bezirk Nieder-Weisel. Sonntag, den 30. November Maibach; abends 8 Uhr Fauerbach, Niederweisel, Kirchgöns, 2. Münzenberg, Kirchgöns. 3. Dez. nachm. 2½ Uhr: Gemeinschafts konferenz in Gambach, Thema: Röm. 8. 4. Niederweisel, 5. Butzbach. Bezirk Sellnrod. Sellnrod: Jeden Sonntag, 12 Uhr: Sonntagsschule abends 8 Uhr: Versammlung. 2. Dez. Helpershain, 3. Unter-Seibertenrod. Vom 4.— 11. Dezember Evangelisation in Ober- Seibertenrod durch Prediger Hagmann. Bezirk Lich. 2 Lich, Butzbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12 Uhr: Sonntagsschule. 4 Uhr: Jungfrauenstunde, 8 Uhr: allgemeine Versammlung. Dienstag, den 2. Dez. Oberbessingen, 3. Ettingshausen, 4. Burkhardsfelden, 5. Lich Bibelstunde. Bezirk Schotten. Vom 30. Nov. bis 6. Dez. abends 8 Uhr: in Nidda Bibelstunden über Matth. 5. Sonntag, den 30. Nov. Versammlung in Schotten abends 19 Uhr; Selters nachm. 3 Uhr, 3. Dez. Schotten, Bibel⸗ stunde; 5. Betzenrod. Bezirk Großen-Linden. 8 Sonntag, den 30. November Versammlung in Großenlinden, Allendorf, Hörnsheim, Leihgestern, Münchholzhausen, Kinzenbach. Von Dienstag, den 2. Dez, bis Sonntag, den 7. Dez. Evangelisation in Münchholzhausen von Prediger Herrmann Gießen. Prediger Seiler aus Herford wird folgende Licht- bilder vorträge halten. Montag, den 8. Dez. Lich. Dienstag,„ 9.„ Großenlinden. Mittwoch,„ 10.„ X Allendorf. Donnerstag,, II.„ Niederweisel. Freitag.„ 2.% Sonntag.„ I4.„ nachm. Watzenborn. 5„ I4.„ abends Gießen. Montag,„ 15.„ Bellnhausen.