S— 4. 5 8 N a 8 8 2 8 Dieses Blatt erscheint wöchentlich einmal. Nr. 30. Sonntag, den 27. Juli 1913. 6. Jahrg. Seliges Sterben, freudiger Heimgang. Wer zieht als Sieger durchs Perlentor? 5 Bald, ja bald— bald, ja bald! Wer wird begrüßt von der Engel Chor? Wirst du?— werd ich? Wer wird auf goldenen Straßen gehn? Wer wird mit jauchzenden Scharen stehn? Wer wird den strahlenden König sehn? Wirst du?— werd ich? Diesmal, teurer Aufwärtsleser, führe ich dich im Geiste nicht an den Sarg einer Verlorenen hin, sondern du darfst mir folgen in das stille Privatzimmer des Krankenhauses in G. an das Krankenlager eines jungen Mannes, welches auch zu gleicher Zeit sein Sterbebett wurde. Ja, dort liegt er, der brave, hochbegabte Sohn gläubiger, lieber Eltern, welche, alles dahinten— lassend, geeilt sind, um in diesen letzten, ergreifenden Stunden in der Nähe ihres einzigen Sohnes zu verweilen. Ein schnell sich entwickelndes, bösartiges Hals- leiden hatte zu einer Operation geführt, die ohne Erfolg blieb. Es nahten die letzlen, für das Leben dieses Primaners so bedeutungsvollen Stunden. Der Wendepunkt, das wichtigste Lebensereignis tritt ein. Er darf's fassen und erfahren: Sein Blut, o reicher Quell, hat von allen meinen Sünden mich gewaschen rein und hell. Überwältigt von der heiligen, beglückenden Gegenwart des Herrn richtet er sich noch einmal auf aus den Kissen. Er muß das selige Geheimnis kundtun. Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Unbeschreiblich ist seine überströ— mende Freude. Gerettet sein, bringt Rettersinn! In der Nacht um 2 Uhr kam der Arzt.„Herr Doktor, wußten Sie, daß menschliche Kunst nicht mehr imstande war, mein Leben zu erhalten? Mich brauchen sie nicht mehr zu operieren; ich bin kuriert; niemand kann helfen als Jesus!“ sagte der Kranke. Der Arzt empfing tiefe Eindrücke; er war bewegt von dem tiefen Glück und Frieden dieses jungen Mannes, der von seinem nahen Sterben nur sprach, als von dem ersehnten Heim— gang in die Hütten des Friedens. „Und ihr lieben Eltern,“ so fährt der Sterbende fort,„sagt es meinen Freunden, Verwandten und Bekannten, daß alle Wissenschaft nichts nützt. Ach, was ist das Leben eine kurze Spanne Zeit. — Alles ist eitel!“ Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig, Ist der Menschen Leben! Wie der Nebel weicht und ziehet, Wenn die Sonn' am Himmel glühet, Also unser Leben ist. Auf die Frage der Mutter:„Sag, Wilhelm, freust du dich, nun bald den Heinrich zu sehen?“ (Gemeint war damit das 13jährige Brüderlein, welches den tiefbetrübten Eltern vor 2 Jahren ebenfalls so jäh entrissen wurde.)„Ja, gewiß freue ich mich“, war seine deutliche Antwort. „Ich freue mich auch, beim Heiland zu sein, ach, wenn ich euch mal schreiben könnte!“ Sein Glück über das in Christo gefundene Heil war überströ— mend. Da war kein Raum für irgend eine Sorge oder Klage, nur Dank, nur Friede und Freude. Nachdem die Eltern in klarer Weise noch etliches mit ihrem geliebten Einzigen reden und sich von ihm verabschieden konnten, merkten sie, daß die letzten Minuten dieses teuren, kurzen Lebens gekommen waren. Er entschlief sanft. Kein Schatten konnte sich auf das Antlitz legen, Himmelslicht umleuchtete seine Züge. Die Gnade hatte ihn getragen ans gläserne Meer. Er durfte hineinschreiten in das himmlische Jerusalem. Und den lieben Eltern und allen Leidtragenden rufen wir die Worte des Dichters zu: Und löst sich hier das Rätsel nicht Der Tränen all, die du geweint, Im Land voll ew'gen Sonnenlicht Da wirst du sehn, wie Er's gemeint. Drum trau auf Gott und harre aus, Wie dunkel auch dein Weg dir scheint! Er endet doch im Vaterhaus, Dann wirst du sehn, wie Er's gemeint. Da knüpft sich manch zerrissen Band; Was hier getrennt, wird neu vereint, Und was kein Menschenherz verstand, Dort wirst du 6055 wie Er's gemeint. Drum trau auf Gott ze. Ob über deinem Leben nie Des Glückes lichte Sonne scheint Nur düstre Wolken spät und früh, Einst wirst du sehn, wie Er's gemeint. Drum trau auf Gott ze. Und ward dem Herzen Traum um Traum, Der Seele Wunsch auf Wunsch verneint, Entlaubt der Hoffnung grüner Baum, Einst wirst du sehn, wie Er's gemeint. Drum trau auf Gott ꝛc. Schwester Anna. Genug für einen, der sterben will. Es sind nun dreizehn Jahre, da fuhr ich die Straße von Genua nach Nizza, nicht mit Dampf— roß, wie jetzt fast alle Reisenden auf jener Strecke, sondern auf der unvergleichlich schönen, an der Westküste des Golfes von Genua sich hinziehenden alten Fahrstraße. Ich weiß nicht mehr genau, bei welchem Dorf oder welcher Stadt es war, da lag ein einfaches Landhaus am Fuß der Berge, das sich mir unauslöschlich ins Gedächtnis ge— prägt hat. Nicht als wäre es ein Prachtbau ge— wesen in einem glänzend und großartig angelegten Park; nein, es war ein ganz schlichtes, zweistöckiges Häuschen, ohne jeden Schmuck, gelb angestrichen, mit grünen Fensterläden und war umgeben von einem kleinen, einfachen Garten. Was mich an dem Hause so anzog, das waren zwei Worte, die in schwarzen Buchstaben an die Wand über den Fenstern geschrieben waren, die zwei Worte: „Morituro satis!“ auf deutsch: genug für einen, der sterben will. Ich weiß nicht, wer sie geschrieben hat; aber das weiß ich, es war ein weiser Mann, der sie erdacht hat. Er war zufrieden mit seinem kleinen Häuschen und seinem kleinen Gärtchen; denn er wußte, daß er doch bald ausziehen müsse auf Nimmerwiederkehr. Darum ließ er sich genügen an einer bescheidenen Wohnung und kleinem Besitz. Und weise war der Mann, der sein Haus gerade hierher gebaut; denn dicht vor seinem Fenster lag das weite Meer, ein Bild der Ewigkeit; hinter ihm die Berge, von denen die Hilfe kommt, und über ihm war das blaue Himmelsgewölbe ausge— spannt, der Vorhang und die Pforte der ewigen, bleibenden Wohnstatt, auf die jener Mann wartete. Wie oft ist mir das Wort wieder eingefallen! Ihr lieben Armen, wenn ich in euer Hüttlein kam und euer kleines Heim und euren geringen Haus— rat sah, so dachte ich oft:„Morituro sa Genug für solche, die da sterben wollen! ihr Reichen in euren Palästen und Prunkgemächern, ihr, denen trotz allen Besitzes so oft die Unzu⸗ friedenheit auf der Stirne geschrieben steht, ihr wecktet in mir die Frage, ob wohl an euer Haus die Worte paßten:„Morituro satis!“— an die Und Geld- und Kleiderschränke, die Schmuckkästen und die Weinkeller usw.? Daß wir alle lernten, auch den Besitz der Armsten anzusehen, ob da wirklich morituro satis sei, wirklich genug für die hinsterbenden Menschen, ob nicht vielleicht manche Lücke durch unseren Überfluß auszufüllen wäre! Wir alle aber, ob reich oder arm, wollen es uns auf gut deutsch ins Herz schreiben: 5 Wir bauen hier so feste Und sind doch e fremde Gäste; Und wo wir ewig wollen sein, Da bauen wir so wenig ein. 2 Jesus ist die Quelle der Kraft. Er besitzt Kraft. Da steht er mitten im Sturm auf dem schwan— kenden Boote. der Elemente gestellt. Er öffnet den Mund:„Schweig und verstumme!“ Das ist ein Kraftwort. Der Donner rollt nicht mehr. Aufs Kommando hält der Wind ein, die Wogen zu peitschen. Die Wellen legen sich. Es ist still. Welch ein Ausdruck Seiner unbegrenzten Kraft. Und von diesem Jesus sagt Paulus mit Recht: „Er kann euch stärken.“ Röm. 16, 25. Wir brauchen Kraft. Wie oft steht im Alltags- leben unserer kleine Kraft im grellen Gegensatz zu unserer großen Arbeit. Gar manchem fällt die Auf— gabe zu, gleich Paulus trotz einer untergrabenen Ge— sundheit eine Riesenarbeit zu bewältigen. Ein andres liegt auf dem Leidenslager und seufzt: Ich kann die Last nicht weiter tragen. Was tun?„Die auf den Herrn harren, die kriegen neue Kraft.“— Auch die Nachfolge Jesu stellt Kraftanforderungen. Wenn dem Weltmenschen eine Stelle nicht zusagt, so läuft er davon. Der ungläubige Gehilfe kündigt dem Meister, der ihm nicht zu Willen ist. Die weltliche Herrschaft entläßt einfach die unsympathischen Dienstboten. Darf ein Kind Gottes auch so handeln? Nein, es weiß, dahin hat mich mein Herr gestellt, da muß ich aus— harren, bis Er mich wegführt; mit diesen Menschen hat er mich zusammengestellt, ich muß sie tragen. „Meine Dienstmagd, die Katharina, ist intelligent, arbeitsam und treu; aber wie grob und übellaunisch, wie despolisch sie mir gegenüber sein kann, davon hast du keinen Begriff!“— So sagte eine junge Frau nach der Begrüßung zu einer älteren Freundin.„Armes Frauchen, bist du denn gezwungen, solch eine Tyrannin zu behalten?“ fragte lächelnd Frau B.„Ach dei du, weil sie sonst eine wirklich gute Magd ist, habe ich immer wieder Geduld gehabt; sie ist nun bald fünf Jahre bei mir; aber jetzt bin ich fest entschlossen, ihr zu kündigen, wenn ich wieder heimkomme; sie hat's 2 Sein Angesicht ist gegen den Aufruhr in der letzten Zeit auch gar zu arg gemacht, und so will ich mir nicht das Leben verbittern lassen, es gibt ja noch andere Mägde in der Welt. Diesen Verdruß will ich los sein.— Noch an demselben Tage hörte die junge Frau in der Abendandacht in einer Anstalt folgende Gedanken aussprechen:„Wir alle haben ein Kreuz zu tragen, so oder so, und wir müssen es auf uns nehmen, wenn wir des Heilands Jünger sein wollen. Du hast vielleicht eine Magd, mit der du unzufrieden bist; sie ärgert dich, ja, du hast eine rechte Plage mit ihr und du denkst: diese Magd will ich nicht behalten, ich wäre töricht, wenn ich mich länger mit dieser unangenehmen Person quälen wollte, da ich doch anders kann. Aber ich sage dir: diese Magd mußt du behalten, das ist ein Kreuz, das dir der Herr schickt und das du nicht so mir nichts dir nichts abschütteln darfst!“— Tief betroffen und nachdenklich ging die junge Frau nach Hause, und sie hat ihre Magd behalten. Und beide haben es miteinander gelernt, daß man das Kreuz nicht abschütteln sondern tragen soll.— So hast auch du dein Kreuz! Ach, es drückt so schwer! Vergiß es nicht, der es auferlegt, Er will dich auch mit ausreichender Tragkraft ausrüsten. Auch für den Kampf, der uns verordnet ist, be— dürfen wir Kraft. Mit unserem eigenen Vermögen können wir niemals Sünde, Versuchung, Welt und Satan überwinden. Doch müssen wir mit furchtbaren Finsternismächten rechnen. Dennoch soll der Sieg unser sein. Jesus ist bei uns und kämpft uns zur Seite.„Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.“ Bist du in diesem Kampf vielleicht schwach und müde geworden, denke daran:„Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermö— genden.“ Jes. 40. 29. Es bleibt herrlich wahr: Christus ist die Quelle unserer Kraft. Wir dürfen trinken und stark werden. A. Staub. Ein gesegnetes Gebet. Oberstleutnant von Knobelsdorff erzählte ein⸗ mal:„Einen 68jährigen Kapitän, den ich voriges Jahr in Schweden kennen lernte, fragte ich, wie er dazu gekommen sei, sichdem Herrn Jesu zu übergeben. Er antwortete: Ich muß mich schämen, zu sagen, daß ich erst vor acht Jahren den Herrn Jesum gefunden habe. Ich war auf der Insel Malmö und war in der unangenehmen Lage, zwei Stunden in einem Wartesaal zubringen zu müssen. In den Wartesälen bekommt man nun Langeweile und gar bald hat man die ausliegenden Zeitungen gründlich ausstudiert. Als ich damit fertig war, fiel mein Blick auf eine Bibel; ich griff zaudernd nach ihr. Indem ich sie aufschlug, hörte ich neben mir einen geringen, alten Mann für mich laut beten:„Sieh', Herr Jesu, da greift jemand nach deinem Wort; o gib doch Licht, daß er Dich darin finde.“ Als ich dieses gehört, warf ich die Bibel von mir fort und stürmte zur Tür hinaus, denn es hatte mich eine Unruhe ergriffen, die mich nicht verlassen wollte. Ich reiste nach Hause, bekam voll Freuden zu ihrer Freundin, aber keine Ruhe. Was mochte er wohl gemeint haben? In meiner Heimatstadt lebte ein„när⸗ rischer frommer Freund“ von mir; zu ihm ging ich mit meiner Unruhe hin, und er verkündigte mir Jesum als Heiland; und ihm habe ich mich durch Gottes Gnade ergeben.“— Möchten doch alle Leser, die dies noch nicht getan, sich vom Heiligen Geist in gleicher Weise zu Jesu, dem Sünderheilande, ziehen lassen! „Gehe wieder hin siebenmal!“ Zwei christliche Frauen, deren Gatten unbe— kehrt waren, fühlten diese Not so tief, daß sie sich verabredeten, jeden Tag gemeinschaftlich für deren Bekehrung zu beten. Nachdem sie das getreulich sieben Jahre lang getan hatten, stellten sie sich die Frage ob sie noch weiter beten sollten, denn bis dahin schien ihr Beten ganz fruchtlos gewesen zu sein. Doch entschlossen sie sich, bis an ihr Ende anzuhalten; denn wenn ihre Männer trotzdem verloren gehen würden, so hätten sie dann wenig- stens ihr möglichstes getan. Mit erneuter Kraft beteten sie drei Jahre weiter, bis in einer Nacht die eine von beiden von ihrem Manne geweckt wurde, der in großer Bekümmernis seiner Sünden wegen war. Sobald der Tag anbrach, eilte sie um ihr zu sagen, daß Gott jetzt im Begriff stehe, ihre Gebete zu erhören. Wie staunte sie, als sie unterwegs ihrer Freundin begegnete, die zu demselben Zweck zu ihr eilen wollte! So wurde das gemeinschaftliche zehn Jahre lang anhaltende Gebet durch die Be— kehrung der beiden Männer an ein und demselben Tage mit Erhörung gekrönt. Zum hachdenken. Blicke nicht ängstlich in die Zukunft; begegne vielmehr den wechselnden Ereignissen des Tages im festen Glauben, daß Gott, dem du gehörst, dich aus allem erretten wird. Er hat dich bisher be— wahrt. Halte nur Seine teure Hand fest. Er wird dich sicher hindurchführen. Wenn du nicht mehr stehen kannst, wird Er dich tragen. Frage nicht: was wird morgen geschehen? Derselbe Vater, der heute für dich sorgt, wird auch morgen da sein. Entweder Er wird das Leid vorüber gehen lassen oder Er wird Kraft geben, es zu tragen. Bleibe im Frieden und vertreibe alle ängstlichen Bilder, die vor deiner Seele aufsteigen wollen. Franz von Sales. Zebetschristen. Ueber koreanische Christen und ihr reges kirch— liches und geistliches Leben teilt die Januarnummer der„Allgem. Miss. Zeitschrift“ aus einem Visi⸗ tationsbericht von Dr. Arthur Brown u. a. folgen⸗ des mit:„In jedem Hause ist ein Gebetsaltar, und keine Mahlzeit wird eingenommen, ohne Gott um seinen Segen anzuflehen. Die Betstunde bringt wie die Sonntagsschule alle zusammen, die über- haupt fähig sind, zu kommen.... Ich wohnte der wöchentlichen Betstunde in der Vun-Mot-Kol⸗ Kirche in Söul bei. Es war eine finstre, regnerische Nacht. Ein Koreaner hatte die Leitung. Niemand wußte, daß ein Ausländer aus dem Westen zugegen sein würde. Ich fand ungefähr 1000 Christen beieinander. Kein noch so ausgezeichneter Besucher würde in den Vereinigten Staaten in irgend einer Kirche 1000 Gemeindeglieder zu einer Abendbetstunde zusammen— bringen. Wir fanden sie aber beisammen in der Syen⸗tschön-Kirche an dem Abend, den wir dort zubrachten. Und es lohnt sich, die koreanischen Christen beten zu hören. Sie neigen sich mit ihren Gesichtern auf den Erdboden und sprechen ihre Gebete wie Leute, die wissen, was es heißt, an jedem Tag Gehör bei Gott zu finden. Dieser Geist des Gebets und des täglichen Bibelstudiums durchdringt ihr Leben.“ 3 Erklärung. Ich, Frau K. R. von N. erkläre hiermit, daß ich seit einigen Jahren verschiedene in N. B. wohnhafte unbescholtene, ehrbare Familien, sowie Einzelpersonen durch anonyme Schreiben wider besseres Wissen in gemeinster Weise verleumderisch beleidigt habe. Ich nehme diese Beleidigungen mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns als völlig aus der Lust gegr'dene Unwahrheiten zurück. . Wir haben nur So lasen wir in einem Blatt. die Anfangsbuchstaben der Namen stehen gelassen. Welche Demütigung für diese freche Klatschbase, daß sie vor vielen tausend Menschen mit ihrer vollen Unterschrift erklären muß, daß sie wider besseres Wissen verleumdet und beleidigt hat. Ach könnte man sie nur alle so hervorziehen und an den Pranger stellen, die Schwätzer, die die 1 55 des Nächsten durch ihre böse Zunge in den Kot ziehen. Wir glauben, daß die Zeitungen Extra— beilagen geben müßten, um alle die Ehrabschneider und Kotwerfer aus ihrem Versteck hervorzuziehen. Wie aber wird es sein, wenn vor Gottes heiligem Richterthron die Menschen Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. Bekenne deine Sünde, ehe der Richter dich vor—⸗ holt und alle deine Schande sehen. i Versammlungs- Anzeigen (Versammlungen innerhalb der Landeskirche) Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Cöberstraße 14. Jeden Sonntag 1½ Uhr: Sonntagsschule; 4 Jungfrauenverein; 8¼ Uhr: Versammlung. 4½ Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8½ Uhr: Bibelstunde. Uhr: Sonntag, 27. Juli: abends Wißmar, 29. Juli Alten- buseck, 31. Kleinlinden. Grünberg(Frankfurterstr. 23.): Jeden Sonntag abends 8 Uhr: Versammlung. Lonntag, den 27. Juli, nachmittags 3 Uhr: Jdhresfest der Mitteldeutsch. Sängervereinigung in Marburg. Bezirk Friedberg. Vorstadt zum Garten Nr. 8: Jeden Sonntag Abend und Donnerstag Abend 8½ Uhr Versammlung. Redakteur: Stadtmtsstonar Heremann-Gießen. Mitarbeiter: und Ste Prediger der Bilgermission. Bezirk Alsfeld. Stadtmissson Alsfeld(am Kreuz). Jeden Sonntag um 11 Uhr: Sonntagsschule; abends 8 ½ Uhr: Versammlung. Freitags: Bibelstunde. 5 Sonntag, den 29. Juli: Maar und Lauterbach, 30. Kirtorf. Bezirk Lich. Lich, Butzbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12 Uhr, Sonntagsschule. 4 Uhr: Jungfrauenstunde, 8½ Uhr: allgemeine Versammlung. Sonntag, den 27. Juli: Br. Schmand in Villingen, Eb. Gorr in Ettingshausen, Engel in Langsdorf nachm. Sonntag, den 3. August Lich, Burkhardsfelden, Wohnbach, Ober⸗Bessingen. Bezirk Sellnrod. Sellnrod: Jeden Sonntag, 12 Uhr: Sonntagsschule 5 abends 8 ¼ Uhr: Versammlung. 27. Juli, nachmittags 2½ Uhr: Wohnfeld, Helpershain, Unter-Seibertenrod, Klein-Eichen. Bezirk Schotten. Jeden Sonntag Abend ½9 Uhr Versammlung in Schotten. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. e Pfarrer Mockert-Frankfurt a. M., Druck von Otto Meyer, Gießen. Pfarrer Sperber⸗Cassel,