on 30 meseer, n vor⸗ m Ge⸗ * sliedri⸗ lber in nselben nähere Oberhessisches Intelligenz- und Kreis-Blatt 50. Freitag den 16. December 1842. Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Freitag, erscheinende Oberhessische Intelligenz- und Kreisblatt bestimmten Avertissements müssen längstens in jeder Woche bis zum Donnerstag, Vormittags 9 Uhr, eingesendet werden; später eintreffende Inserate bleiben bis zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift beträgt per Zeile 2 kr. Kereisräthliche Zu Nr. K. G. 8199. Anntmachun 2 2 Grünberg am 9. December 1842. Betreffend: Die Entfernung des Heinrich Rüb von Steinberg, Kreises Nidda. s Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Grunberg an die Großherzoglichen Bürgermeister dieses Kreises. Nach Benachrichtigung Großh. Kreisraths zu Nidda hat sich Rubricat von Haus ent⸗ fernt und treibt sich auswaͤrts zwecklos herum. Derselbe ist ungefaͤhr 23 Jahre alt, gegen 7 Fuß groß, blond von Haaren, und hat eine langsam, einfaͤltig lautende Sprache. Ich weise Sie an, auf denselben invigiliren, ihn im Betretungsfalle arretiren und anher abliefern zu lassen. Ouvrier. i Bekanntmachungen. Edictalladungen. 267) Johannes Theiß er von Flensungen und dessen Ehefrau, Anna Elisabetha, geb. Rühl, entliehen nach dem gerichtlichen Hypothekenbuch, den 17. April 1833 bei Jacob Haas von Grün⸗ berg als Vormund über Gertrude Stiedenroth da⸗ selbst ein Capital von 100 fl. und beabsichtigen, nunmehr dasselbe an den Gemeiuderath Christoph Sudheimer dahier, als Curator über die minder— jährige Tochter der Darleiherin, wieder abzuführen. Nach der Angabe des Letzteren läßt sich indessen die darüber errrichtete Schuld- und Pfandverschrei⸗ bung nicht auffinden, und werden deshalb auf dessen Anstehen alle Diejenigen, welche Anspruche an die vermißte Urkunde bilden sollten, hiermit aufgefordert, sie binnen 60 Tagen sogewiß bei Gericht anzuzeigen, widrigenfalls die Rückzahlung des Capitals an den genannten Curator erfolgen und diese Urkunde für mortifizirt erachtet, auch gegen Vorlage der von jenem ausgestellten Quit⸗ tung der bezügliche Eintrag im Dypothekenbuch gelöscht werden wird. Grünberg den 5. December 1842. Großh. Hess. Landgericht das. Welcker. Bücking. 270) Der israelitische Handelsmann Löb Grü— newald aus Großenbuseck hat auf Andringen seiner Gläubiger seine Zahlungsunfähigkeit angezeigt und gebeten, daß zur Erhaltung seines Rufes und Cre⸗ dites ein förmliches Concursverfahren gegen ihn nicht eingeleitet, vielmehr ein Arrangement zwischen ihm und seinen Gläubigern versucht werden möge. Die— sem, sowohl dem Interesse des Schuldners als dem der Gläubiger entsprechenden Antrage willfahrend, fordert man alle, sowohl bekannten, als unbekannten Gläubiger des Löb Grünewald hiermit auf, etwaige Forderungen und sonstige Ansprüche an denselben oder sein Vermögen um so gewisser innerhalb 60 Ta gen, von dem Zeitpunkte des ersten Erscheinens dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige zu bringen und sich in dem Termine 5 Dienstag den 7. März 1843, Vormittags 8 Uhr, über den von dem Schuldner bereits vorgeschlagenen Nachlaßvertrag zu erklären, oder durch gehörig und namentlich zur Schließung von Vergleichen Bevoll— mächtigte erklären zu lassen, als sonst die nicht er— scheinenden bekannten Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrzahl beitretend erachtet werden, diejenigen aber, welche sich nicht anmelden, bei diesem Ar— rangement auch nicht berücksichtigt werden können.— Schließlich bemerkt man, daß nach dem aufgenom— menen Inventar das Activvermögen 1582 fl. 27kr., das Passivvermögen 1768 fl. 30 kr. beträgt, sonach erstes von letztem zwar nur um 188 fl. 3 kr. über⸗ stiegen wird, daß jedoch die nächsten Activausstände ö und unter diesen auch eine Forderung an einen min⸗ derjährigen Studenten im Betrag von 943 fl. 48 kr. schwierig, oder gar nicht flüͤssig zu machen sein werden. Gießen am 11. December 1842. Großh. Hess. Landgericht. Ploch. 247) Georg Jost's III. Eheleute von Bo⸗ benhausen II. haben folgende Grundstücke in da⸗ siger Gemarkung: 20% 1 518 UJKlftr. Acker im bösen Loos, 3 177 3J2„ Wiese im bösen Loos, 6980 1 55 138„ Wiese auf der Berqgöwiese, welche theilweise im Flurbuch auf Heinrich Kern's, Kaspar Bär's und Heinrich Bärs, Fritzen Eidams Namen stehen, verkauft, an denen sie inzwischen das Eigenthumsrecht ansprechen. Da sie dieses nicht urkundlich nachweisen können, die nach dem Flurbuche verzeichneten Besitzer aber auf Rechte an den in Rede stehenden Grundstücken verzichtet haben, so werden alle diejenigen Dritte, die auf diese Grundstücke dingliche Rechte erworben haben, aufgefordert, diese sogewiß binnen 60 Tagen a dato dahier anzuzeigen und zu begründen, gegen⸗ falls solche nicht weiter berücksichtigt und die Ver⸗ kaufsurkunden bestätigt werden. Ulrichstein, den 1. November 1842. Groß. Hess. Landgericht das. Nayß. 264) Nachdem gegen J ohannnes Pabst III von Felda der Concursprozeß erkannt worden ist, werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Anforderungen zu machen haben, geladen, solche sogewiß in dem auf Freitag den 10. März 1843, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte nachzuweisen, gegenfalls sie sich des, ohne Erlaß eines Präclusivdecrets, ein⸗ tretenden Ausschlusses zu gewärtigen haben. Ulrichstein, den 29. Novbr. 1842. Großh. Hess. Landgericht das. Rayß: 268) Konrad Graulichs Wittwe und Erben von Felda, beabsichtigen, zum Vortheil des einen Miterben, über ihre Immobilien zu verfügen, ver⸗ mögen aber das Eigenthumsrecht an folgenden, in den Flurbüchern vor ihren Namen geschriebenen, Grundstücken: 1. Feldaer Gemarkung: 11%%% Nth. Garten in der Lehmkaute, an K. Gerhardt; Garten oben vor dem Loch, an Lorenz Koch; 1 35 7 3 15 2050 225 Rth. Hofraithe, in Haus und Schmiede bestehend; 194% 2323„ Garten am Straßenrinn. 2. Kestricher Gemarkung: 4% 328„ Garten am Geiselberg, nicht urkundlich uachzuweisen. Sodann haften auf dem desfalls abzutretenden Vermögen noch zwei, durch Hypotheken versicherte, Schuldkapitalien, nämlich: 1) 10 fl. Darlebn bei dem Windhäuser Kirchen⸗ kasten, welches Johann Conrad Spohr am 3. Februar 1753 aufnahm, 2) 60 fl. Darlehn, welches Georg Buchenau am 2. October 1805 bei Rentmeister Ha⸗ berkorn zu Felda contrahirte. Nach beigebrachter Bescheinigung sind diese Gläubiger bezahlt, die desfalls gerichtlich ausge⸗ fertigten Schuldurkunden sollen aber abhanden ge— kommen sein. Es werden daher alle diejenigen, welche aus jenen Urkunden Rechte herleiten wollen oder Ansprüche auf die oben erwähnten Grundstücke bilden, aufgefordert, hiervon sogewiß binnen 60 Tagen a dato Anzeige zu machen und diese zu begründen, gegenfalls die desfallsige Schuldurkunde für er⸗ loschen betrachtet- die Einträge in den Hypotheken⸗ büchern gelöscht und der zwischen Konrad Graulichs Wittwe und Erben abgeschlossene Vertrag bestäͤtigt werden wird. Ulrichstein, den 6. December 1842. Großh. Gess. Landgericht daselbst. Rayß. S pr r—— Versteigerungen. 2690) Versteigerung von Bauarbeiten. Freitag den 23. d. M., Morgens 10 Uhr, sollen in dem Rathhause zu Ettingshausen die zur Einrichtung eines neuen Schulsaals daselbst erfor⸗ derlichen Arbeiten, veranschlagt: 1) Maurer- u. Steinhauerarb. zu 286 fl. 43 kr. 2) Zimmer arbeit 102% 36%, 3) Dachdeckerarbeit 197„ 06„ 4) Schreinerarbeit% 406/ 25„, 5) Schlosserarb eit 153% 54% 6) Glaser arbeit„ 129„ 14„ 7) Weißbinderarbeit 266„ 09„ an die Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden, welches man mit dem Bemerken zur offentlichen Kennt⸗ niß bringt, daß Risse, Voranschlag und Verstei⸗ gerungsbedingungen auf dem Bureau des unterzeich⸗ neten Bürgermeisters zur Einsicht offen liegen. Ettingshausen den 12. Deecbr. 1842. Der Bürgermeister Keil. 20 2 zirk beiten und beiten Orten dende! verstei 1 in de straße linden preuß bruch 2 in de linden Gieß für preuß 5 0) in L Hauß über 4 in 9 für Fell 8 dieses zu las Git 17⁴ alen druͤhj nachbe 0 Loido 2 fl, t⸗ tei⸗ ich⸗ 266) Versteigerung von Straßenbau⸗ Arbeiten. Die zur Unterhaltung der Straßen in Baube⸗ zirk Gießen für das Jahr 1843 erforderlichen Ar⸗ beiten, bestehend in der Beifuhr, dann Aufsetzen und Zerschlagen der Steine, sowie den Handar—⸗ beiten, sollen an den nachbemerkten Tagen und Orten, unter den alsdann bekannt gemacht wer— denden Bedingungen, an die Wenigstfordernden versteigert werden: 10 Dienstags den 20. December d. J., Vormittags um 10 Uhr, in dem Nathhaus zu Langgöns für die Haupt— straße von Butzbach bis in die Gegend von Klein— linden, die Straße von Pohlgöns bis zur königl. preuß. Grenze, und von Langgöns nach dem Stein⸗ bruch am Neuhof; 2 cittwochs den 21. December d. J., Vormittags um 10 Uhr, in der Wohnung des Wirths Reuschling zu Klein⸗ linden für die Hauptstraße von Kleinlinden über Gießen bis zur Wiesecker Gemarkungsgrenze und für die Straße von Kleinlinden bis zur königl. preuß. Grenze; 3) Donnerstags den 22. December d. J., Vormittags um 10 Uhr, in Lollar in dem Gasthaus zur Krone für die Hauptstraße von der Wiesecker Gemarkungsgrenze über Lollar bis zur kurhessischen Grenze; 40 Freitags den 23. December d. J., Vormittags um 10 uhr, in Rodheim in dem Hause der Wittwe Schlierbach, für die Straße von Gießen über Nodheim und Fellingshausen bis I 45 jenseits Fellingshausen. Die Großherzogl. Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden gehörig bekannt machen zu lassen. Gießen den 12. December 1842. Der Großh. Provinzialbaumeister Müller. 1744) Dienstag den 20. December d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Rathhaus zu Grünberg die im nächsten Frühjahr beginnende Lieferung und das Setzen nachbemerkter Bäume: 1) auf die Provinzialstraße von Grünberg über Loidorf bis zur Kurhessischen Grenze 544 Stück Birnbäume, 1164„ Pappeln, 834„ Vogelbeeren, 163„ Linden; 2) au die Provinzialstraße von Nuppertenrod im Ohmthal bis zur Straße von Schotten nach Herbstein 320 Stück Pappeln, 132„ Vogelbeeren, 738„ wilde od. Vogelkirschbäume, 545„ Eschen, 2 een einschließlich der Lieferung der nöthigen Baumstan⸗ gen, unter den bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen, an die Wenigstnehmenden öffentlich ver— steigert werden. Gießen den 23. November 1842. Der Gr. Kreisbaumeister Müller. 271) Da die unterm 12. Sept. d. J. voll⸗ zogene Versteigerung der den Martin Glaums Ehe⸗ leuten in Hochelheim zugehörigen und bei dem Dorfe Hochelheim gelegenen Mahlmühle mit Zubehörungen, nämlich: Loe.⸗M. Magdeb. Flur. Nr. der altes Ms. Fl, rt. R. Sch. R. Sch. 20 4 36— 1 1140 Grundfläche der Hofraithe mit einem zweistöckigen Wohnhaus und Mahl⸗ mühle von 2 Gängen, einer Scheuer und einem Viehstall; 114 Gemüßgarten vor dem Dorfe; 18 12 29 70 1 115 Grasgarten am Pflanz⸗ garten und dem Mühl⸗ graben; 2 12 18 60 1 109 Grasplatz am Stall; 2 Gras platz hint. d. Scheuer; 32 8 e e Wiese, die Insel genannt, zwischen der alten Bach und dem Mühlgraben; 4 8 7 10 1 112 Garten vor der Mühle, 6 N rechts der Fahrt am Wege, die Genehmigung nicht erhalten hat, so ist ander— meiter Termin hierzu auf Dienstag den 20. December, i Vormittags 10 Uhr, vorberaumt worden, an welchem Steigliebhaber sich in der Behausung des königl. Schultheißen Braun in Hochelheim einfinden können. Die Steigerer müssen im Termine ihre Zahlungs⸗ fähigkeit durch gerichtliche Zeugnisse um so gewisser nachweisen, als ansonsten ihre Gebote nicht berück⸗ sichtiget werden. Atzbach, am 5. December 1842. Königl. Preußische Landschreiberei. Otto. 9— 18 60 1 Feilgeboten. 1817) Teppich-, Lamas- und damascirte Tuͤcher in der Groͤße von ½ bis, Mous- selines de laine-, Chienille- und Sammttuͤ⸗ cher, Frangen- und Umstecktuͤcher ꝛc. in allen Groͤßen empfehlen billigst Gebr. Heß, Lit. C A 190 am Kreuz. 272) Meine neu erhaltene Auswahl in Gold— waaren, Taschen-, Peudüluhren und Neusilber, empfehle ich zu Weihnachts- und Neujahrsgeschenken zu den billigst gestellten Preisen. C. Trapp. 1823) Eine Auswahl gut gearbeiteter& Canapeés mit Damast uͤber⸗ zogen zu 28 fl. das Stuͤck, und Mainzer ⸗Stühle von Nußbaumholz zu IS fl. das halbe Dutzend empfiehlt H. Hochstaͤtter. 1825) Von vielen Gegenständen, welche sich zu Weihnachtsgeschenken eignen, habe ich eine neue Sendung erhalten, sowie angefangene und fertige Stickereien in reicher Auswahl, welche ich bestens empfehle. M. Heß. 1734) Zu herabgesetzten Preißen e ue ich Mousseline de laine, Bombasets, Mousseline de laine Shäwlchen à 24 kr., Fou— lards, Plüsch und Sammet, Cols von 1 fl. bis 1 fl. 45 kr., Echarpes ä 48 kr. bis 3 fl., Atlas⸗ und gewirkte Taschen, Strickwolle, Bronzewaaren ꝛc. bestens M. Heß, Lit. A. M 55. 1828) Cine neue Sendung Strickwolle in vollstaͤndiger Auswahl und guter Qualitaͤt empfehlen Gebr. Heß, Lit. C. d 190 am Kreuz. 1824) Mousseline de laine, der Staab zu 40 bis 52 kr., Breite Bombasets 52 kr. Mousseline de laine Shäwlchen 20 bis 30 kr. Sammt⸗ u. Plüsch⸗Tüchelchen, 48 kr. bis 1 fl. 45 kr. Echarpes 45 kr. bis 1 fl. 56 kr. Seidene Fichu, 40 kr. bis 1 fl. 30 kr. Gewirkte und Atlas-Taschen 2 kr. bis 1 fl. 40 kr. Schürzen a 48 kr. bis 3 fl. Regenschirme 1 fl. 45 kr. bis 6 fl. 36 kr. Lasting- u. Atlas-Cravatten 36 kr. bis 2 fl. 12 kr. Gestickte Kragen 12 kr. bis 2 fl., sowie Bronzewaaren und Strickwolle ꝛc., empfehle ich, um schnell damit aufzuräumen, zu bedeutend herabgesetzten Preißen. 5 M. Heß, Lit. A. A 55. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.