bl, en ind ic. ah dt nd en seh, ika ate och ct. der U ul in age elt, en nen olf und ches ter icht hla⸗ ft, nem licht inen sert cken den om Ge⸗ die be⸗ Er der lrch⸗ ge⸗ ehte Oberhessisches 4 * ä 5. 0 Intelligenz und Kreis-Hlatt V3. Freitag den 15. Januar 1341. Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Freitag, erscheinende Oberhessische Intelligenz- und Kreisblatt bestimmten Avertissements müssen längstens in jeder Woche bis zum Donnerstag, Vormittags 9 Uhr,, eingesendet werden; später eintreffende Inserate bleiben bis zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift beträgt per Zeile 2 kr. * 2 2 W Kreisräthliche Bekanntmachungen. Zu Nr. K. G. 193. Grünberg am 7. Januar 1840. Betreffend: den Friedrich Henninger aus Roßbach, im König⸗ reich Würtemberg. r Großherzoglich Hessische D 7 2 7 2 8 N 5 5 0 des Kreises Grunberg an die Großherzogl. Bürgermeister dieses Kreises. In Folge eingegangenen Steckbriefs, beauftrage ich Sie, auf den unten signalisirten, der oͤffentlichen Sicherheit hoͤchst gefaͤhrlichen Rubricaten, welcher auf dem Transporte in seine Heimath, mittelst Durchbrechung des Bezirksgefaͤngnisses zu Beerfelden entsprungen ist, in Ihren resp. Buͤrgermeistereien invigiliren, ihn im Betretungsfalle arretiren und wohlverwahrt anher einliefern zu lassen. Saur ie r. Signale ment: Alter: 52 Jahre, Zaͤhne: mangelhaft, Groͤße: 607“ 1½%, Kinn: rund, Haare: hellschwarz, Bart: hellschwarz, Stirne: breit, gewoͤlbt, Gesichtsfarbe: bleich, Augen: braun, Gesicht, laͤnglich. Augenbraunen: hellschwarz, Besondere Zeichen: Nase: lang und grad, in der oberen Kinnlade fehlen die bei— Mund: mittel, den vorderen Zaͤhne. Kleidung: eine blaue Kappe, ein Paar Schuhe, ein buntes Halstuch, ein Paar Handschuhe, ein braunes Kamisol, ein Paar Hosentraͤger, zwei Paar graue Hosen, ein Hemd und ein Paar graue wollene Socken, ein blauer Kittel. — Vet. Zu Nr. K. G. 297. Betreffend: Vorstellung der Müller von Sellnrod, Schmitten, Gruͤnberg am 11. Januar 1841. 1 Wohn feld, Bobenhausen und Höckersdorf, wegen Ver⸗ bots des Mahlens an Sonn- und Festtagen. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gruͤn berg an die Großherzoglichen Buͤrgermeister dieses Kreises. Die von der vorhinigen Großh. Regierung erlassene General-Verfuͤgung in Betreff des Mahlens an Sonn- und Feiertagen wird dahin abgeaͤndert: a 1) an allen hohen Feiertagen, als dem ersten Weihnachts-, ersten Oster- und ersten Pfingstfeiertage, sowie an dem Palmsonntage ist allen Muͤllern, ohne Unterschied, ob die Muͤhlen innerhalb der Orte oder von solchen entfernt liegen, das Mahlen waͤhrend des ganzen Tages untersagt; 2) an allen übrigen Sonn- und Feiertagen ist das Mahlen fuͤr alle Muͤller von 8— 11 Uhr Vormittags untersagt; 3) jede Zuwiderhandlung wird mit einer Strafe von 5 fl. belegt. N Diese Verfuͤgung haben Sie alsbald zur oͤffentlichen Kenntniß zu bringen, auch die Muͤller besonders hiernach zu bedeuten, und uber deren Besos zu wachen. Ouvrier. ür Bekanntmachungen. Edictalladung. 11) Der Handelsmann Nehm Höxter in Schweinsberg hat angezeigt, daß er sich in Folge der Unbeitreiblichkeit eines Theils seiner Forde— rungen außer Stand befinde, seine Gläubiger zu befriedigen. Es ist deßhalb zum Versuch einer gütlichen Uebereinkunft der Gläubiger Termin auf Donnerstag den 11. Februar l. J., Morgens 41 Uhr, bezielt, worin dieselben ihre Forderungen vor— läufig anzumelden und die etwaigen Beweis— urkunden vorzulegen haben. Ausbleibende Gläu— biger werden als dem Beschlusse der Mehrheit bei— tretend angesehen werden und dient zugleich zur Nachricht, daß dem Nehm Höxter vorläufig jede Disposition über sein Vermögen untersagt ist. Kirchhain den 2. Januar 1841. Kurfürstliches Justizamt. Schüler. vdt. Justi. Versteigerungen. 10) Freitag den 22. Januar d. J., soll in dem Domanialwald des Reviers Schiffenberg— Distriet Zelters— nachstehende Holzsortimente meistbietend öffentlich versteigert werden. 24 Stecken Birken⸗Prügeln, 1— Eichen 7 1— Nadeln 1 1— Aspen 1 5 1— Buchen-Stöcke, 1— Birken* 1012— Nadeln 1 15 Gebund Buchen-Neiser, 500— Eichen 5 100— Birken 7 35400— Nadeln 5 3175— Dorn„ 16 Stück Birken⸗Stangen 272 Cbkf. haltend, 539— Nadeln„ 1924 Cubkf. hal- tend, darunter 500—„ Bohnenstangen. Die Zusammenkunft ist um 9 Uhr am Forstgarten. Gegen vorschriftsmäßige Buͤrgschaft wird Cre— dit bis Martini d. J. gegeben. Gießen den 14. Januar 1841. Der Revirförster v. Buseck. 8 8) Dienstag den 19. Januar d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, soll die Lieferung der Besoldungs— Frucht für die städtischen Diener auf das Jahr 1841 an den Wenigstfordernden vergeben werden. Dieselbe besteht in 73 Maltern Korn und 1 Malter Waizen. Gießen den 13. Januar 1841. Der Großherzogl. Buͤrgermeister Schneider. 1) Montag den 18. Januar k. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, soll in der Behausung des Gast— wirths Schad zu Großenbuseck die den Freiherrn von Schutzbar, genannt Milchling, zugehörige Grundrente vom Jahre 1840, nemlich 26 Malter Waizen, 26 Korn, 444„ Gerste, dae meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Marburg, den 28. Dezbr. 1840. Vermischte Nachrichten. 9) 800 fl. liegen gegen gerichtliche Si— cherheit in der Kirchenkasse zu Wieseck zum Aus— leihen bereit; diejenigen, welche hiervon Ge— brauch machen wollen, haben sich an den Kirchen— vorstand daselbst zu wenden. Gießen den 14. Januar 1841. Der Decanats-Kirchenrechner Dauernheim. 1) Wirthschaftsverpachtung. Meine, unmittelbar an dem Scheide— punkt der beiden Straßen von Gießen nach Hungen und Grünberg, neu errichtete Wirth— schaft wünsche ich zu verpachten. Auch können die Räume zur Betreibung einer ansehnlichen Oeko— nomie, auf Verlangen, mit in Pacht gegeben werden. Dazu Lusttragende wollen sich persönlich Bezzen berger, an mich wenden. Administrator. Gießen den 11. Januar 1841. 5 affe St am m. f Miscellen. Einiges uͤber Staͤdte groß und reich zu machen und den Wohlstand in deren Umgegend auf dem Lande zu foͤrdern. (Fortsetzung.) Genauere Einsicht wird der Leser in diese Verhältnisse erhalten, wenn wir ihm sagen, daß ein von 20 Menschen bemanntes Schiff in einer Zeit von 4 Wochen 12,000 Ctr. Güter von Newyork nach Liverpool oder Havre de Grace führen kann, und daß der ganze Aufwand die— ses Transportes an Löhnung und Unterhalt der Mannschaft, an Reparation, Abnutzung, Kapi— talinteressen und Assecuranzkosten des Schiffes während dieser Zeit nicht uͤber 2000 Dollars be— tragt. Wenn daher das Schiff jedesmal volle Ladung hätte und sogleich wieder aus- und ein— laden könnte, so würde der Ctur. von Neuyork nach Havre nicht mehr zu transportiren kosten, als 6 Gr. oder so viel als 6 deutsche Meilen weit zu Lande. Doch erhöht sich dieser Preis bedeu— tend dadurch, daß die Hin- und Herfrachten nicht gleich sind und nicht immer parat liegen, und daß manche Waaren im Verhältniß zu ihrem Ge— wichte einen großen Raum einnehmen. Dage— gegen vermindert er sich bei solchen Artikeln, die das Schiff blos als Ballast einnimmt oder um die Ladung voll zu machen. So kommen alle Mühl⸗ und Gypssteine, die an der östlichen Küste von Nordamerika consumirt werden, aus Fran⸗ reich. Die Schiffe haben davon nicht viel mehr als die Ein- und Ausladungskosten, finden aber doch diesen Transport vortheilhafter, als wenn sie Steine oder Sand als Ballast nehmen müß⸗ ten, wobei sich nicht einmal diese vergüten. Einen großen Theil seines Wohlstandes und der Große seiner Staͤdte verdankte England der Küstenfahrt. Die Vergleichung der Vortheile dieser Küstenfahrt mit dem Inlandtransporte zeigte den Engländern die Vortheile eines wohlfeilen Trans— portes überhaupt und führte sie auf die Idee, den Inlandtransport durch Kanäle zu erleichtern, deren großen Nutzen sie bei den Aegyptiern, bei den Chinesen und Holländern kennen gelernt hatten. Kanäle übertreffen die Flüsse weit in Erleich⸗ terung des Transportes, besonders da, wo die Strömung stark und der Wasserstand niedrig ist, weil man dabei nicht von dem Zuge des Windes, von dem höheren oder niederen Wasserstand ab⸗ hängig ist und hin und her mit gleicher Leichtig— keit fahren kann. Während man auf Strömen die Vergefahrt so wenig in seiner Gewalt hat, daß man öfters funf bis zehn Mal länger auf der Reise zubringt, als bei günstigem Wind und Wasser, macht man auf dem Kanal bei jeder Witterung(die Zeit des Frostes ausgenommen) die gewöhnlichen Stationen, wie zu Lande. Diese Unbestimmtheit und Langsamkeit der Flußschifffahrt zu Berge hat große Nachtheile. Einmal vertheu— ert sie die Thalfahrt, weil der Schiffer die Be schwerden und den geringen Ertrag der Rückfracht auf die Fracht der Thalgüter schlagen muß. An vielen Strömen, wie z. B. am Oberrhein bei Ba— sel, an der Donau bei Ulm, an der oberen Sus⸗ gehannah in Nordamerika, an der oberen Elbe u. s. w. finden es sogar die Schiffer vortheilhafter, an der Station, wohin sie fahren, ihre Fahrzeuge zu verkaufen, als zurück zu fahren, wobei sie natürlich einen Theil der Baufosten verlieren. So⸗ dann vertheuert die langsame Vergefahrt die Fracht, indem sie die auf den Transport kommenden In⸗ teressen des Kapitalwerthes der Waaren vermehrt, und endlich durch die Wassergefahr. Diese Nach⸗ theile sind öfters so groß, daß die Kaufleute im Inlande für einen großen Theil der Waaren, die sie aus den Seehäfen beziehen, den Landtrans⸗ port dem Flußtransport vorziehen. Wie sich aber der Landtransport zum Kanal⸗ transport verhalte, ist daraus zu entnehmen, daß ein Pferd mit Leichtigkeit auf einem guten Ka⸗ nale 30 bis 40 Mal mehr zieht, als auf der besten Landstraße. Dadurch erweitert sich der Be⸗ reich der Stadt für den Bezug ihrer Bedürfnisse und den Absatz ihrer Producte um das Fünf⸗ bis Zehnfache, und diese Wirkung muß nothwendig ihre Vergrößerung und Bereicherung in gleichem Verhältnisse zur Folge haben. Daß dieß keine bloße Spekulation, sondern eine durch Thatsachen erwiesene Wahrheit ist, zeigt das Beispiel von China, dessen Städte, wovon einige mehrere Millionen Menschen zählen, blos durch das unermeßliche Kanalsystem jenes Reiches so groß gezogen worden sind; zeigt die Erfahrung von Holland, das seinem Kanalsysteme hauptsäch⸗ lich die Größe seiner Städte verdankt, und end⸗ lich die Erfahrung von England und Norda⸗ merika. Erst 1772, also hundert und sieben und sech⸗ zig Jahre, nachdem Heinrich IV. den ersten Ka⸗ nal in Frankreich, den von Briar, begonnen hatte, (4605) legten die Engländer ihren ersten Kanal, den von Birmingham, an. Ihm folgten die gro— ßen Unternehmungen des Herzogs von Bridge⸗ water, und nachdem dieselben auf eine glänzende Weise gelungen waren, eine Menge anderer. Bis zum Jahre 1800, also in einem Zeitraume von ungefähr 30 Jahren, erbaute England 87 große Kanäle, die im Ganzen 24752 Meilen lang sind. Die Verzweigungen dieser großen Kanäle nebst den kleineren kann man auf etwas mehr als 500 Meilen anschlagen, so daß England im Ganzen etwa 3000 Meilen Kanäle besitzt. Seit dem Jahre 1800 sind nur ungefähr 150 Meilen(die beiden letzten in den Jahren 1822 und 1829) angelegt worden. Man kann also die Periode der Eisenbahnen von dem Jahre 1800 an datiren. Von da bis zum Jahre 1830 hatten sie sich aus⸗ zubilden und zu kämpfen, um ihre Superiorität über die Kanäle zu behaupten. (Schluß folgt.) Druck und Verlag der G. D. Brühl' schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.