Oberhessisches Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Freita bestimmten Avertissements müssen längstens in jeder Kreisräthliche Vekanntmachungen. Zu Nr. K. G. 9028. Gießen am 28. September 1841. Betreffend: In Untersuchungssachen gegen Schreiner Heinrich Wießner II. zu Londorf, wegen Entwendung eines Brettes aus dasiger Kirche. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an saͤmmtliche Großh. Buͤrgermeister dieses Kreises. Das von Gr. Kreisrath des Kreises Gruͤnberg im vorigen Kreisblatt in obiger Bezie⸗ hung erlassene Ausschreiben hat auch fuͤr Sie Guͤltigkeit, und haben Sie sich gleichfalls darnach zu bemessen. f K. Ehr. Knorr. ——— Zu Nr. K. G. 8763. Gruͤnberg am 24. September 1841. Betreffend: Den vagirenden Lebenswandel des Georg Constands ö aus Wetterfeld. a Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gruͤn berg an die Großherzoglichen Bürgermeister dieses Kreises. Der unten signalisirte Georg Constands aus Wetterfeld, Correction shausstrafe wegen Vagirens ausgestanden, eine Legitimation von Hause entfernt. Im Betretungsfalle haben Sie denselben zu arretiren und anher wohlbewacht abzuliefern. f u ie r. welcher erst vor Kurzem eine hat sich neuerdings wieder ohne irgend Signale ment: Alter: 43 Jahre, b Nase: spitz, Groͤße: 67 6“, Mund: mittelmaͤßig, Haare: schwarz, Bart: schwarz, Augenbraunen: schwarz, Kinn: schmal, Augen, grau, Gesicht: laͤnglich, a 5 Besondere Kennzeichen: An der linken Seite der Nase eine Rarbe, ausserdem Pockennarben. ö.— Intelligenz und R reis- Blatt N 40. Freitag den 1. October 1841. g, erscheinende Oberhessische Intelligenz- und Kreisblatt f b Woche bis zum Donnerstag, Vormittags 9 Uhr, eingesendet werden; später eintreffende Inserate bleiben bis zur nächsten N per Zeile 2 kr. 5 3 ummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift beträgt c Zu Nr. K. G. 8385. Grünberg am 28. September 1841. Betreffend: Die im Jahr 1841 einzusendenden Waisenhausgelder. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Grünberg an die Großherzoglichen Buͤrgermeister dieses Kreises. Wie die Berichte mehrerer Gr. Buͤrgermeister des Kreises und die uͤber ruͤbr. Gelder eingeschickten Sortenzettel nachweisen, fehlen bei vielen die Mitunterschrift des Controleurs. Ich mache Sie auf diese Unterlassung mit dem Anfuͤgen aufmerksam, daß nicht nur da, wo sich Geld in der Buͤchse vorfindet, der Controleur die vorgefundene Summe mit zu be— scheinigen, sondern auch dann, wenn sich kein Geld vorfindet, dieses zu beglaubigen hat. Schließlich fordere ich diejenigen Gr. Buͤrgermeister des Kreises auf, welche bis jetzt rubr. Gelder noch nicht eingesendet, oder noch keine Anzeige davon gemacht haben, daß sich keine solche bei Eroͤffnung der Büchsen vorgefunden, dieses binnen 8 Tagen noch nachzuholen. udien 7 P77 Bekanntmachungen. Edictalladungen. 203) Christian Hain von Climbach hat nach Contract d. d. 12. Juli a c. folgende Immobilien: 22 * 12 25 29 Klftr. Wohnhaus mit Scheuer und Stall, an Christoph Konrad; 598 23 Klftr. Grabgarten im Dorf, an Jacob Schomber; 3 2 25 Klftr. daselbst; 6 11 5 91 Klftr. Wiese rechter Hand am 5 Vornweg, an Konrad Weller; 75 211 55 Klftr. Wiese das. an Kaspar 5 Hillgärtner, dem Jacob Römer von da übertragen, kann aber seine Eigenthumsrechte an jenen Immobilien nicht urkundlich nachweisen und ebenso wenig darthun, daß er sich mit den Erben seiner schon vor meh⸗ reren Jahren kinderlos verstorbenen Frau, Anna Gertraude, geb. Schmidt von dort, abgefunden habe. Auf Antrag des Jacob Nömer werden daher sowohl die hier unbekannten Erben der kinderlos verstorbenen Christian Hains Frau, als auch alle diejenigen, welche sonstige Ansprüche auf obige Immobilien zu machen haben, aufgefordert, sogewiß binnen 2 Monaten a dato ihre Rechte anzuzeigen und zu begründen, gegenfalls der 1 126 zwischen Jacob Nömer und Christian Hain abge⸗ schlossene Vertrag bestätigt werden wird. Grünberg den 9. September 1841. Großh. Hess. zum Landgericht das. geh. Gericht der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau. Ker a 197) Nachdem Johannes Klößen Wittwe von Harrbach das ihr und ihrem verstorbenen Ehemann nach dem Flurbuch zustehende, in Harrbacher Gemarkung gelegene Grundeigenthum an ihre Kinder abgetreten hat, sie aber außer Stande sich befindet, die Eigenthumsrechte ur⸗ kundlich nachzuweisen, so werden alle diejenigen, die auf dieses Grundeigenthum Ansprüche machen können, aufgefordert, dieselben sogewiß binnen 2 Monaten a dato dahier anzuzeigen und zu begründen, zu welchem Ende die Gerichtsacten dahier zur Einsicht offen liegen, gegenfalls auf jene Ansprüche keine weitere Rücksicht genommen wird und die Abtretungsurkunden die erbetene gerichtliche Bestätigung erhalten.. Binnen derselben peremtorischen Frist sind alle diejenigen zur Anmeldung und Begründung ihrer Rechte verbunden, die sie auf eine, auf jenem abgetretenen Grundeigenthum durch consti⸗ tuirtes Pfandrecht lastende Darlehnsschuld von 100 fl., welche von Johannes Münch Ar. und dessen Frau, Anna Maria, von Harrbach am 15. März 1811 bei der Johannes Weigels Fideicommißmasse zu Grünberg contrahirt wurde, herleiten können, weßhalb in Bezug auf dieses —. Darlel dem u mann, Heßdo Bürge der di stuͤcken urkun Ablau Eintr. den .— Darlehen noch bemerkt wird, daß dasselbe von dem ursprünglichen Gläubiger an Konrad Hart⸗ mann, von diesem an den Handelsmann J. B. Heßdörfer zu Fulda und von diesem an Großh. Bürgermeister Wilhelm zu Göbelnrod cedirt wurde, der die Kaufgelder von den verpfändeten Grund⸗ stücken erhoben hat, die Vernichtung der Schuld⸗ urkunde aber unterließ und welche daher nach Ablauf obiger Frist für mortificirt erklärt— der Eintrag in den Pfandbüchern aber gelöscht wer⸗ den wird. Grünberg den 28. August 1841. Großh. Hess. Landgericht das. K ra ft. 198) Auf der dem Georg Philipp Laub zu Niederohmen zustehende Hofraithe 2 3 8 80 Klftr. Wohnhaus haftet nach dem Pfandbuch für die Gemeinde Niederohmen eine von Wilhelm Kleeberger das. bei Frau Verwalter am 15. Januar 1785 contrahirte Darlehnsschuld von 25 fl., welche angeblich schon längst getilgt sein soll. Der Be⸗ sitzer des Pfandgegenstandes widerspricht deßhalb dem Fortbestand der Forderung und der, zu deren Sicherheit constituirten Hypothek, und es werden daher auf seinen Antrag alle diejenigen, welche aus jener,, am 15. Januar 1785 errichteten Schuldurkunde Ansprüche machen wollen, aufge— fordert, diese sogewiß binnen 60 Tagen a dato dahier anzuzeigen und zu begründen, gegenfalls jene Urkunde für mortificirt erklärt und der Ein⸗ trag im Pfandbuch gelöscht werden wird, Grünberg den 25. August 1841. Großh. Hess— Landgericht das. af t. Besondere Bekanntmachung. 216) Bekanntmachung. In der am 20. September l. J dahier ab⸗ gehaltenen Hauptversammlung der Vereinsmit⸗ glieder der im Jahre 1834 für die Kreise Gießen und Grünberg begründeten Spar- und Leihkasse, wurde die Nechnung über die Verwaltung des Jahres 1840 statutenmäßig abgeschlossen, deren Ergebnisse in nachstehender Uebersicht dem Pub⸗ likum vorgelegt werden: A. Das Aetiv⸗Bermögen beträgt: 2 1) an Cassevorraaoa h 4227 30 H an Capitalien, welche von 2155 Debitoren — also durchschnittlich mit 52 fl. 48 kr., von einem Einzelnen, verschuldet und mit 5 Procent verzinset werden 3) an ausstehenden, aber noch nicht fälligen Seeed 3,032030 J) an Jahreszinsen, welche zwar fällig, aber noch nicht bezahlt worden sind.. 120033 Summa: 22,3830 B. Das Passiv Vermögen beträgt: fl. 11⁴,802033 kr. 1) an Einlagen, welche von 1007 Creditoren zur Casse gegeben worden, und von dieser mit 33 Procent verzinset werden, und zwar: a) an Capitalien nach§. 43 der Vereins⸗ statuten„%%% 3,000— b) an Ersparnißkapitalien 116,889 24 2) an fälligen, aber von den Gläubigern noch nicht empfangenen Zinss 2404 3) an Reservefond 5 2469 38 Summa: 122,383106 An Ersparniß⸗Capitalien sind zur Ver⸗ eins⸗Casse eingelegt: Im 1 370 Summe Durch⸗ Cre⸗ schnitt. ditor. fl. kr. fl. kr. 1) von öffentlichen Dienern. 65 11,947— 183,5 2) von Künstlern, Professioni⸗ ö sten und Landwirthen 189 e 19542 3) von Curatoren Minderjähri⸗ ger, Abwesender ꝛc. und von Eltern für ihre Kinder 2621 19,753— 75 24 4) von Rechnern für Privat⸗ 5 Unterstützungs⸗Vereine 91 1,140— 12318 ö 5) von Dienstboten, und zwar: a) von männlichen Dienst⸗ ö 5 len 1341 13,487— 10036 b) von weiblichen Dienstboten 3431 33,514 24 9742 Summa: 110021 116,889 241116039 Eine Vergleichung mit der Nachweisung fur das Jahr 1839 ergiebt, daß die Summe der ausgeliehenen Capitalien um 17,097 fl. 25 kr. und die Summe der eingelegten Capitalien um 14,062 fl. 58 kr., sowie die Zahl der Debitoren mit 341, die Zahl der Einleger aber mit 158, im Jahr 1840 sich vermehrt hat. Auch der Reservefond ist von 1960 fl. 05 kr. auf 2469 fl. 38 kr. gestiegen, und da hiernach mögliche Verluste der Jlnstalt voraussichtlich hin⸗ länglich gesichert sind, so ist beschlossen worden, daß von den Einlagen, welche Dienstboten, Tag⸗ loͤhner und andere zur weniger bemittelten Classe gehörige Leute gemacht und fünf Jahre ohne theilweise Zurücknahme bei der Sparkasse stehen gelassen haben, Ein Procent Zinsen, als Prämie Err d und zur Anerkennung und Aufmunterung der bethätigten Sparsamkeit, für die verflossenen fünf Jahre nachbezahlt und auch künftig bewil— ligt werden soll, insofern die Verhältnisse der Anstalt dieses erlauben werden. Gießen den 26. September 1841. Der Director des Ausschusses Oo feman n. Versteigerungen. 215) Dienstag den 5. October d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, sollen die bei der Stadt für das Jahr 1842 nöthigen Holzhauerarbeiten, auf der Bürgermeisterei dahier, öffentlich an die Wenigst— nehmenden vergeben werden. Gießen den 1. October 1841. Der Burgermeister Schneider. 212)[Butzbach.] Verkauf ausrangirter Militaͤr⸗Effecten. Dienstag den 12. künftigen Monats, des Vor— mittags von 9— 12 und des Nachmittags von 2— 5 Uhr, und in den folgenden Tagen zur gleichen Zeit, sollen in der hiesigen Cavallerie— Caserne eine große Quantität ausrangixter Mon⸗ tirung, wobei viele gut erhaltene Mäntel, sodann Reitzeug und Casernen-Requisite mit einer be— deutenden Anzahl Teppichen, meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Butzbach am 17. September 1841. In Auftrag Cellarius, Unterquartiermeister. 206) Zuchtschaͤferei-Versteigerung. Da wegen Beschränkung der Weide die hiesige Gräfl. Guts verwaltung sich genöthigt findet, die seither bestandene Zuchtschäferei eingehen zu lassen, so ist beschlossen worden, die hiesige veredelte Schaafheerde, bestehend in: 115 Stuck sechszähnigen Mutterschaafen, 28„ vierzähnigen Mutterschgafen, 34„ Hämmeln und Mutterjährlingen, 46„ Hämmeln und Mutterlämmern, 7„ BZuchtstöhren, am 20. October d. J., öffentlich meistbietend, gegen gleich baare Zahlung, in verschiedenen Abtheilungen, oder auch im Ganzen, versteigern zu lassen. Der Anfang ist Nachmittags um 1 Uhr in dem hiesigen Oeconomiehof. Bemerkt wird, daß die Mutterschaafe in einem so guten Zustand sind, daß auch Metzger die⸗ selben zum Schlachten gebrauchen können. Laubach den 16. September 1841. Der Gutsverwalter Eigenbrodt. 207) Mittwoch den 20. October d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, sollen im hiesigen Gräflichen Schloß: ein Stadtwagen, zwei Kaleschen, und außerdem: zwei Glas⸗Lustres, 537 hoch und 27 3, im Durchmesser, Frankf. Werkmaas, alles noch gut conservirt, öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Laubach den 16. September 1841. In Auftrag 7 5 C. Se 5. Vermischte Nachrichten. 201) Marktverlegung. Der auf den 7. October d. J. in Fulda's Kalender bezeichnete Viehmarkt wird wegen des auf diesen Tag fallenden israelitischen ganzen Festtags, auf Donnerstag den 14. October d. J. verlegt, wovon das handelnde Publikum in Kennt⸗ niß gesetzt wird. N Fulda am 13. September 1841. Der Oberbürgermeister C. Mackenrodt. 207) Wohnungsanzeige. Ich wohne auf dem Kirchenplatze Lit. A M 190, dem Gasthause zum Einhorn gegenüber. Gießen im September 1841. Dr. Worms; ausübender Arzt und Geburtshelfer. 213) Aus der Kirchenkasse zu Watzenborn sind am 1. Dezember d. J. 40 fl. auszuleihen. Kirchenrechner Sch mehl. 215) Man wünscht, einem guthmüthigen Geistes⸗ schwachen, welcher jedoch noch ziemlich viel Ve— leuchtung besitzt, bei einem Gutsverwalter oder Oeconomen Logis und eine seinen Kräften und seinem Zustande angemessene Beschäftigung zu verschaffen, in der Hoffnung, ihn nicht blos da— durch herzustellen, sondern auch später zum Oeco— nomen heranbilden zu können.— Auf Solidität und Leitungsfähigkeit wird hauptsächlich gesehen. Anfragen und Bedingungen bittet man bei Aus— geber dieses einzusenden. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen. bestimmte später ei per gti eien bel Je nere Kenm gestat führer Zu 81 rather sen w thun Anme Can