105. Oberhessisches Ohren Intelligenz⸗ und Kreis-Olatt lzucker⸗ N tte und 44. Freitag den 30. October * diesen er Ge⸗ Die für das dabier in jeder Woche ein Mal, am Freitag, erscheinende Oberbessische Intelligenz und Kreisblatt be⸗ stimmten Avertissements muͤssen längstens in jeder Woche bis zum Donnerssag, Vormittags 9 Uhr, eingesendet werden; meinem später eintreffende Inserenden bleiben bis zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift 91 di beträgt pr. Zeile 2 kr. chte die „ nd——„555 5 FFF de.- RKreisräthliche Bekanntmachungen. Zucker⸗ 5 ae Zu Nr. K. G. 9,577. Gießen am 20. Oktober 1840. Betreff. den Beitritt zur Staats ⸗Assecuranzanstalt für die Stellvertretung. 10 Der Großherzoglich Hessische uf Kreisrath des Kreises Gießen of. an sämmtliche Großh. Buürgermeister dieses Kreises. Fund, Ver. Das Großherzogl. Kriegs-Ministerium wird von jetzt an, um die seither immer noch 1 0 vorkommenden Klagen wegen Mangels an Formularien zu Beitritts⸗Erklaͤrungen fuͤr die Stell⸗ * vertretungs⸗Assecuranz⸗ Anstalt zu beseitigen, jahrlich bei Eroͤffnung dieser Anstalt einen genuͤ⸗ 7 genden Theil solcher Formulare, zur Vertheilung an Sie, hierher senden. Indem ich Sie 1 2 hiervon in Kenntniß setze, bemerke ich, daß Ihnen der Bedarf fuͤr 1841 mittelst Couverts zu⸗ liche kommen wird, und daß Sie sich, wenn Sie damit nicht auslangen sollten, alsbald an mich „ zu wenden haben. K. Ch. Knorr. —— Zu Nr. K. G. 7644. Grünberg am 24. Oktober 1840. f Betreff: Untersuchungssache wegen Diebstahls mittelst Einsteigens f Geld bei Großh. Decan Marchand zu Bellersheim. t, alle 1 Der Großherzoglich Hessische b. Kreisrath des Kreises Gruͤn berg gir⸗ an die Großherzoglichen Buͤrgermeister dieses Kreises. b ein 1 1 5. der Nach Benachrichtigung des Fürstlich Solmsischen Landgerichts zu Hungen, sind in der 1 nöchtt Nacht vom 8. auf den 9. d. M. aus einer Stube im zweiten Stocke des Wohnhauses des Bellersheim mittelst Einsteigens nachstehende Gegenstaͤnde, Großherzogl. Decans Marchand zu 1 neuer schwarz tuche⸗ im Gesammtwerth von 255 fl. 17 kr. angegeben, entwendet worden: ner Frack mit 1 langen Hosen und schwarzer Atlas⸗Weste; 1 Paar kurze schwarz tuchene Hosen; 1 Paar schwarze seidene und ein Paar schwarze halbseidene Struͤmpfe; 1 Paar neue schwarze Glacehandschuhe; 1 neue schwarz wollene Cravatte; 1 schwarz kattunenes roth ge⸗ blumtes Frauenkleid; 1 schwarz seidene Schuͤrze mit 2 garnirten Saͤckchen; 1 weiße Moll⸗ schürze mit Tillstreifen durchsetzt; 1 gestrickter weißwollener Unterrock; 1 weißer Battistunter⸗ rock; 1 große schwarz wollene Shawl mit gewirkter Bordure; eine Anzahl weiße Halstücher zum Theil mit Garnirung in Falten gelegt; 2 weiße gestickte Tillkraͤgen; 1 schmaler Um— schlagkragen von Till gestickt und ausgebogen; 7 weiße Tillhauben, 2 mit weißem Atlasband und Spitzchen, 1 mit weißem Atlasband und Blonden nebst mattrothen Rosen, 1 mit blauem Atlasband und Spitzchen und 3 mit weißem Tillbaͤndchen und Spitzchen besetzt; 1 Parthie weiße Nachthauben; 20 Paar weiße baumwollene Frauensstrumpfe; mehrere Leibchen, hinten zugekraͤppt, und Sacktücher; 2 Frauentaschen in Stramin, die eine von roth und gruͤner Wolle mit Silber- und Goldperlen durchstickt, mit weißem Gas uͤberzogen, mit gruͤner Seide gefuͤt⸗ tert, mit rothem Seidenkordel eingezogen und mehrere von einem Posamentier gefertigte Gloͤck⸗ chen, die andere von gelbem Srund, mit roth und grunen Blumen ausgenaͤht, mit gelber Seide gefuͤttert und gruͤn wollener Tragkordel; 1 fein gebildtes Tischtuch mit kleinen Karo und Kreuz; 10 verschiedene andere Tischtucher; 12 dergleichen Servietten; 12 Handtücher; 12 bis 16 Betttücher; 8 bis 10 weiße Kissenüberzuͤge; 1 groß und 1 klein gewuͤrfelter rother baumwollener Bettdeckenuberzug; 1 weiße zweischlaͤfrige Piquedecke; 1 Parthie Chemisetten; 1 Perspectiv in gruͤnem Saffianfutteral; 1 Paar weiß elfenbeinerne Strickhosen mit gruͤnem sei⸗ den Bändchen und ein neuer Frisirkamm. Das Weißzeug war meistens P. M., zum Theil auch blos M. oder J. roth, und 1 weißes Halstuch A. B. R. schwarz gezeichnet. Ich beauftrage Sie, auf die Entdeckung dieses Diebstahls allen Fleiß zu verwenden und verwenden zu lassen, insbesondere daruͤber zu wachen, wenn etwa diese Gegenstaͤnde zum Verkauf angeboten werden, und bei sich ergebenden Spuren sogleich Anzeige anher zu machen. Wegen Abwesenheit des Großh. Kreisraths Fu her, Kreissekretäͤr. Zu Nr. K. G. 7803. Grunberg am 23. Oktober 1840. Betreff: Untersuchungssache gegen Johannes Krieg und dessen Brüder von Grünberg, wegen verschiedener Entwendungen. Der Großherzoglich Hessische Kreis rath des Kreises Grunberg an die Großherzoglichen Bürgermeister dieses Kreises. Nach Benachrichtigung Groh. Fürstlich Solmsischen Landgerichts zu Hungen, ist Sol⸗ dat Georg Heinrich Krieg von Grunberg, mit einem andern gleichzeitig mit ihm inhaftirt ge— wesenen Burschen, Georg Franz Schneider von Villingen, gestern Abend durch Einbruch ei— nes Loches in der Mauer seines Gefaͤngnisses zum 2ten Male von Hungen entwichen. Ich be⸗ auftrage Sie daher, auf denselben in ihren resp. Burgermeistereien ein genaues Augenmerk richten und ihn im Betretungsfalle arretiren und wohlverwahrt anher einliefern zu lassen. stunter⸗ lstücher er Um⸗ lalband blauem Parthe hinten Wolle e gefüt: Glock gelber n Karo dlücher; r rother ten; 1 em sei⸗ u Theil wenden de zum machen. h 840. —— Sollte Georg Franz Schneider von Villingen ebenfalls in Ihren Gemeinden betreten werden; so ist auch dieser anzuhalten und gefaͤnglich anher einzuliefern. Oor e x, Sie gem a la en in e k 1) des Soldaten Georg Hein— rich Krieg von Grünberg. Alter: 21 Jahr Große: 6“ 77 Haare: dunkel Stirn: bedeckt Augenbraunen: braun Augen: braun Nase: stark Mund; gewohnlich Bart: im Entstehen Kinn: oval Gesicht; desgl. Gesichts farbe: gesund Besondere Zeichen: 0 2) des Georg Franz 5 Schneider von Villingen. — 32 Jahre 42 5% — blond — hoch 19 blond — blaugrau — pvitz — mittelmaͤßig — blond — rund — desgl. — gesund 0 —..ůĩ(—.— ͤ—- Bekanntmachungen. Edictalladung. 1243) Anton Hartmann, Conrads Sohn, von Langgöns, beabsichtigt die nachstehenden, nach dem Flurbuch ihm zustehenden, in der Langgoͤn⸗ ser Gemarkung gelegenen Grundstücke, als: alt neu g 1) 231 8 107 Klftr. Acker am Langenlinder Graben; 2) b e 494 Klftr. Acker am Mandlerweg; 3); i 884 Klftr. Acker über dem Best⸗ chesacker; 4)%% A 1394 Klftr. Acker am vordersten Frühstück; 5)* 1 473 Klftr. Acker, die zweite Lage am Belz; 6) 47 44 117 Klftr. Acker an der Pfütz; 7) 4 2 61 Klftr. Acker an der kleinen Stirn; 8) e e 85 Klftr. Acker vorm Hermanns⸗ anwender; 9)„3% e 178 Klftr. Acker unten am Krit⸗ chesende; 10)— 11 88 Klftr. Acker in den Selzers⸗ b placken; all nen 5 11)» 1% 874 Klftr. Acker hinter der Kirche; 12) 12 27 484 Klftr. Acker bei der Fauer⸗ bach; 5 13) 1%% 6 45 Klftr. Acker in den Wein⸗ gärten; 140— 2 214 Klftr. Wiese auf der Badlach, theilweise zu verkaufen, kann aber, weil er an⸗ geblich seinen gerichtlichen Theilungsbrief verlo⸗ ren hat, das Eigenthum besagter Grundstücke rechtlich nicht begründen. Es werden darum alle, welche Eigenthums- oder sonstige Ansprüche an diese Grundstücke bilden zu können glauben, aufgefordert, solche sogewiß binnen 60 Tagen 4 dato dahier anzuzeigen, als sonst sie damit ausgeschlossen, das Eigenthum des Anton Hart⸗ mann, C. S., der genannten Grundstücke unbe⸗ dingt angenommen und das weiter Geeignete verfügt werden wird. Gießen den 8. September 1840. Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. Limpert. .—.........—————— . Versteigerungen. 204) Versteigerung von Bauarbeiten. Mittwoch den 18. November d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, sollen in Windhausen, in der Woh⸗ nung des Großh. Bürgermeisters, die zur Erbau⸗ ung einer neuen Kirche daselbst erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, eee 1) Maurerärbst 3372 34 2) Steinhauerarbeit zuuüu... 2541 16 3) Zimmerarbeit 6 294 7 4) Dachdeckerarbeit zz„ 1489 33 5) Schreinerarbeit zu. 2037 44 6) Schlosserarbeit zu.. 1128 25 7) Glasergarbeft z uůuůmu 72 21 8) Weißbinderarbeit zu.. 1413 6 9) Lieferung des Kalks zun. 985 30 10) Lieferung des Mauersandes zu 1215 10 nach den einzelnen Gewerken und Lieferungen, an die Wenigstnehmenden versteigert werden, wel⸗ ches man hierdurch mit dem Bemerken zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringt, daß die Risse, Voran⸗ schläge und Versteigerungsbedingungen, 14 Tage vor der Versteigerung, bei dem Großh. Bürger⸗ meister in Windhausen zur Einsicht offen liegen. Gießen den 25. Oktober 1840. Der Großh. Kreisbaumeister Müller. 203) Versteigerung von Straßen- Bauarbeiten. Freitag den 6. November d. J., soll die Pla⸗ nirung des Straßenbezirks von Eberstadt über Oberhörgern bis zur Gambacher Gemarkungs⸗ Grenze, auf Ort und Stelle, in mehreren Ab⸗ theilungen an die Wenigstfordernden, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen, öffentlich versteigert werden und nimmt diese Versteigerung Vormittags 10 Uhr in Eberstadt ihren Anfang. Sodann werden weiter an demselben Tage, Nachmittags um 2 Uhr, im Gasthaus zum Schwa⸗ nen in Eberstadt, folgende Arbeiten und Liefe— rungen wenigstnehmend veraccordirt werden, nemlich: 10 das Brechen der erforderlichen Mauersteine und Graben des Sandes zur Erbauung der Durchlässe auf dem obigen Straßenbe⸗ zirk; 2) die Beifuhr der Mauersteine und des San⸗ des; 3) das Aufsetzen und Messen der Steine und des Sandes; 4) die Maurerarbeit an den genannten Durch⸗ lässen und 5) die Lieferung des dazu nöthigen Kalks. Die Großherzogl. Bürgermeister werden er— sucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen den 25. Oktober 1840. Der Großh. Kreisbaumeister Müller. Vermischte Nachrichten. 206) 5¼0 fl. können aus der Kirchenkasse zu Großenlinden, gegen gerichtliche Obligation ausgeliehen werden. Diejenigen, welche hierauf reflectiren, haben sich an den dasigen Kirchen⸗ vorstand zu wenden. Gießen den 28. Oktober 1840. Der Decanatsrechner Dauer nheim. 203) Am verflossenen Mittwoch, den 14. Okto⸗ ber, ist dem Freiherrlich v. Riedeselschen Forst⸗ laufer Johannes Bär von Großeneichen, ein halbjährig, weißfarbiges Mutterschwein mit einer aufgeworfenen Nase und schwarzen Kreisen um die Augen bezeichnet, ohngefähr 6 fl. an Werth, auf dem Rückwege vom Grünberger Gallusmarkt, von der Heerde entlaufen. Die Großh. Bürgermeister dieses Kreises werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden eröff⸗ nen zu lassen, und im Fall sich solches vorfindet, bei dem Unterzeichneten die alsbaldige Anzeige machen zu wollen. Großeneichen den 18. October 1840. 0 Der Bürgermeister k. Die durch Ministerial-Ausschreiben 10 36. vom 21. Sept. d. J all emein vorgeschriebenen Viehgesundheitsscheine sind von heute an vorraͤthig de 8 ha⸗ ben. Gießen den 29. Oktober 1840. G. D. Brühl 1. am Kanzleyberg. Druck und Verlag der G. D. Br üh l'schen Buch⸗ und Steindruckerei in Gießen. — dim spät⸗ betr. 103 ten in di⸗ na ar