— mit den saͤtzen nicht iren. Hoppe. n 1840. 19 „so mache ir und 3. tach genau December December, trafen und Bedingung essen. zerfabren zu⸗ dgericht“ f 6. ( Fleichmanmn. I welcht nig mache ich 1 in neinen andene ausch, f Pesineise in be E60 I berlouft —— gen Oberhessisches Intelligenzzum Kreis ⸗Glatt * 39. 5 Freitag den 25. September 1840. Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Frei 0 0 a ee 0 2 1 Mal, eitag, erscheinende Oberhessische Intelligenz; und Krei. beer arefenhe Inserenden dingen dn in jeder Woche bis zum Donnerstag, Volnitehs 9 e e e is zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift ————ů—ů—ů—— Wreisräthliche Vetzanntmachungen. Zu Nr. K. G. 9099. Gießen am 19. September 1840. Betreff: Das Forststrafgesetz, insbesondere das Gehen in den Waldungen. Der Großherzoglich Hessische b Kreisrath des Kreises Gießen an saͤmmtliche Großh. Bürgermeister dieses Kreises. Das in M 38 des diesjaͤhrigen Kreisblatts von dem Großh. Kreisrathe des Kreises Grünberg in obigem Betreff an die Großh. Buͤrgermeister des dortigen Kreises erlassene Aus— schreiben, ist auch fur Sie guͤltig, und haben auch Sie sich hiernach zu bemessen. J K. Chr. Kuno rer. ——— ie. ⏑———————u— Bekanntmachungen. Die Schreinerarbeit ist veranschlagt zu 1638 fl. ö„ Tapeziererarbeit„ 15„ St fl. 187) Arbeitsversteigerung. Gießen den 22. Sept. 1840. Zur Möblirung des für die Universität Gießen. 5 neu erbauten Colleggebäudes, soll die Fertigung„Der Großh. Provinzialbaumeister der hierzu erforderlichen Katheder, Tische, Stuͤhle, Hofmann. Tafeln jc., so wie das Tapezieren, künftigen— f Mittwoch den 30. d. M., des Vormittags um 1. 10 uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten, 186) Arbeitsversteigerung. ö eni 5 vergeb 5 V Nächsten Mittwoch, den 30. September d, J., Die Risse, Voranschläge und Versteigerungs⸗ von Vormittags 8 Uhr anfangend, sollen nachfol⸗ Bedingungen liegen den Steiglustigen auf dem ge- gende, bei der Stadt Gießen für das Jahr 1841 dachten Bureau zur Einsicht offen. erforderliche Eivil- und Wegbanarbeiten, nämlich: ö 10 ö 1 10 0 900 40 1000 10 Zimmerarbeit, veranschl. zu.. 435 14 0 9 2) Maurerarbeit 5„ 239 0 g 6 ö 0 3) Schreinerarbeit 3 1 4) Schlosserarbeit„ 1 f 1 5) Steinhauerarbeit„ 5 e 6) Weißbinderarbeit„„ 225 29 06 7) Steindeckerarbeit„ 1 ee 0 1 8) Kieferarbeit 5„„ 1 9) Wagnerarbeit 75 7 1 48 1* 10) Dreherarbeit. F 4— 1. 11) Zinngießerarbeit„ e e 1600 6% 005 12) Sattlerarbeit 15 55 8— e 13) Steinbrecherarbeit,, r e 14) Planir- und Chausseearbeit, veran⸗ 144% ag t:: W 15) Handarbeit, veranschlagt zu.. 625 27 40 16) Fuhrarbeit 5„. 844— ö 0 17) Steinklopferlohn„ 1 18 9 1 0 auf dahiesigem Rathhause, an den Wenigstneh⸗ ee menden vergeben werden. Die desfallsigen Kostenüberschläge liegen auf dem Bürgermeisterei-Büreau zur Einsicht offen, 0 9 Gießen den 18. September 1840. 1 0 Der Bürgermeister 0 ö Schneider. 0 4 i Vermischte Nachrichten. 00% . 186) Lager 0 von Eisen⸗Gußwaaren. Der Unterzeichnete beehrt sich, hierdurch zur W allgemeinen Kenntniß zu bringen, daß er ein 1 Commissionslager von Guß⸗Waaren der Eisen— n hüttenwerke des Herrn J. Kilian zur Kili⸗ anshütte übernommen hat und alle verlangt werdenden Sorten von Oefen und, Herden, mit Miscellen. Aepfelwein in England und am Rhein. Zu 120 Pfund Aepfelmost, der in ein Faß kommen soll, löset man 3 Pfund rothen feinge— 60 stoßenen Weinstein auf, ebenfalls durch Most, und 100 setzt diese Auflösung hinzu. und ohne Beschlag, so wie Kroppen und alle sonstigen Artikel, von bester Qualität und dem feinsten Guß, zu äußerst⸗ billigen Preisen abzu⸗ geben im Stande ist. Er macht bei dieser Ge⸗ legenheit zugleich auf die Kilianshütter Füllöfen aufmerksam, welche nicht nur zum Brand selbst der geringsten und wohlfeilsten Braunkohlen⸗Sorte, sondern auch des Torfs vorzüglich geeignet sind, und wobei in drei bis vier Tagen nur einmal eingeheizt zu werden braucht. Sie sind umsomehr anzuempfehlen, da sie die Zimmer durch ihre ge— fällige Form verschönern und wenig Naum ein⸗ nehmen. Gießen den 16. Sept. 1840. Daniel Wirth. 189) Auf dem Neuhofe bei Leihgestern, Kreises Gießen, wird ein mit guten Zeugnissen versehener Bursche zur Nachtwache und Hülfe in der Brennerei gesucht. g Theater N in Giessen. Sonntag den 27. September 1840. Zehnte Vorstellung im Abonnement. Hinko, oder: König und Freiknecht. Schau⸗ spiel in 6 Akten, nebst einem Vorspiel, genannt: Der jüngere Sohn. Frei bearbeitet nach dem Storch'schen Roman:„der Frei⸗ knecht,“ von Charl. Birch-Pfeiffer. Dienstag den 29. September. Elfte Vorstellung im Abonnement. Zum Ersten male: Die Onkelei, oder: Das französische Lust⸗ spiel. Lustspiel in 1 Akt, von Müllner. Dann folgt: Das Fest der Handwerker. Komische Oper in 1 Akt, von Louis Angely. August Friese. —ůͤ ͤ———————ĩ—5« Hat die Gährung begonnen, so läßt man 15 Pfund reife Schlehen keltern, und bringt sie ins Faß. ein weingrünes Faß. Der Weinstein soll den ziderartigen Geschmack hindern, und die Schlehen die Aehnlichkeit mit Nach der Gährung zapft man den Wein auf 15 gut felt er Aepf es. getrt lich bei, 10 kenn scha in! bere ode Im! lan doch verf lich niß nid in eit At err be d alle d dem abzu⸗ r Ge⸗ illöfen selbst Sorte, i sind, einmal somehr hre ge⸗ m ein⸗ . zestern, gnissen ulfe in 0. Schau, spiel, nach Jen k k. e Lust⸗ llner. he Oper ese. sie ins gein auf chm ell mt Zuckerwein geben. feurig. Ist der Most nicht süß genug, so bekommt er Zucker. In manchen Gegenden am Main wird der Aepfelwein in vorzüglicher Güte verfertigt und es wollen ihn Einige für einen guten Rheinwein getrunken haben. Seine Haltbarkeit kommt frei— lich der vom dortigen Traubenwein keineswegs bei, allein er dauert doch, wie man sagt, an 10 Jahre und also länger, als manche franzö— sische und italienische Traubenweine. Freilich hat man dort auch vortreffliches Obst, Der Wein wird lieblich und kennt die tauglichen Sorten(Borsdorfer und Ma⸗ schanzker und Reinetten sind die besten) und ist in der Uebung, denselben auf die ächte Art zu bereiten. a Uebrigens kann man die Aepfel zerstampfen, oder auf eigenen Maschinen zermahlen, und dann in Säcken keltern. In den ersten Jahren soll jedoch dieser Wein immer am Besten sein. 5 Pery oder Birnenwein scheint man in Eng— land nicht so häufig zu verfertigen, als Zider, doch soll die Mischung beider Obst⸗Arten oft vor⸗ züglich gerathen. Der Pery ist schwächer. Der Zusatz von Zucker sollte in keinem Falle versäumt werden. Er macht den Obstwein lieb⸗ licher, geistiger und haltbarer. Uebrigens muß das Obst frisch, ohne Fäul⸗ niß und keineswegs etwa überreif sein, doch auch nicht unreif vom Baume genommen werden. Hat es einige Tage und Nächte im Freien, in Haufen gelegen, ist es desto besser. Wollte man einige Quitten mitkeltern, und einen Theil ausgekernter Zwetschen mit zu den Aepfeln nehmen, ließe sich vielleicht viel Gutes erwarten. Der Aepfelmost, wenn er ausgegohren hat, wird mit Auffüllen, Abziehen u. s. w. wie Trau⸗ benmost behandelt. Es ist aber die Kunst, Obstwein zu machen, in den meisten Gegenden Deutschlands leider nur noch allzusehr in ihrer Kindheit, und wächst doch in manchen Gegenden mehr Obst als Weintrauben. Einige Bemerkungen uͤber Obstweinberei⸗ a tung. Seit ein Paar Jahren habe ich jeden Herbst eine Quantität Obstwein bereitet und dabei einige Erfahrungen zu machen Gelegenheit gehabt, die ich, nebst einigen Gedanken über Obstweinberei— tung, überhaupt, zur gütigen Beurtheilung hier mittheile. i Auch ich mußte, wie gewiß schon Hunderte vor mir, die Erfahrung machen, daß ein ganz reiner, aus unvermischtem Aepfelsaft gewonnener Aepfelwein, wenn auch die dazu verwendeten Aepfel noch so gute Sorten, noch so reif und alt und bis Weihnachten gelagert waren, wenn die Berührung mit eisernen Geräthschaften während der Bereitung auch noch so sorgfältig vermieden war, sauer und herb wurde und dieß auch blieb, wenn er auch Jahre lagerte. Auch ich machte die Erfahrung, daß ein solcher unversetzter Aepfel— wein zwar einige Mal recht gut zu trinken geht, wenn die ersten Schlucke überwunden, daß aber die Lust dazu mit jedem Male abnimmt und end—⸗ lich nach mehrwöchentlichem Genuß so abnimmt, daß wirklich Ueberwindung dazu gehört, die saure, herbe Flüssigkeit zu schluͤrfen. Die Meisten, die ich darum fragte, bestätig— ten mir diese meine Erfahrung, ja bei Vielen war der Widerwille weit früher eingetreten, sie ließen das Trinken schon nach einigen Tagen. Unter so bewandten Umständen blieb mir nun nichts übrig, als meine Aepfelweinbereitungs— versuche einzustellen, oder mich nach einem Ver⸗ besserungsmittel dieses Umstandes umzusehen. Hier drängte sich mir zuerst die Frage auf: kann man von irgend einem Zusatze erwarten, daß eine innige Aufnahme, bei der Gährung stattfinden 3 und diese Untugend des reinen Aepfelweins ver— bessern werde? Durchdachte ich mir den Vorgang des Wein- gährungsprocesses, daß nämlich der ganze Vor— gang nur das erste Zerfallen, das erste Zersetzen einer bestimmt gemischten vegetabilischen Flüssig⸗ keit und kein Vervollkommnungsprozeß, kein indi— vidueller Lebensprozeß ist, wo die äußere Natur in ihre Nechte tritt, um die materiellen Ueber⸗ bleibsel eines so eben aufgehört habenden indivi— duellen pflanzlichen Lebens wieder in sich aufzu⸗ nehmen und zu verbrauchen; so konnte es nicht fehlen, den Schluß zu machen, daß ein hinein— gegebener Stoff wohl gleiches Schicksal, nämlich der Zersetzung, haben werde, wenn derselbe nur den in der Fluͤssigkeit ursprünglich enthaltenen Stoffen analog sei. N Der Vorgang bei der Weingährung, daher auch bei der Obstmostgährung, ist aber nach Phe— nard, Döberreiner, Kölle, Schweigger und Andern der, daß der in den Früchten enthaltene vegeta⸗ bilische eiweißartige Stoff, wenn er mit der at— mosphärischen Luft in freie Berührung kommt, etwas Sauerstoff aufnimmt, und durch diese Auf⸗ nahme geschickt wird, einen Galvanisch-elektrischen Prozeß mit dem Zucker und Wasser in der gege— benen Obstflüssigkeit einzuleiten und zu unterhal⸗ ten. Das Resultat dieses Prozesses ist, daß der in der Flüssigkeit enthaltene Zuckerstoff in seine nähern Bestandtheile, nämlich Kohlensäure und Alkohol zerfällt, das heißt, der eiweißartige He⸗ fenstoff veranlaßt nur die Trennung der entfern⸗ teren Bestandtheile zum Zusammentritt von Al— kohol und Kohlensäure ohne dem Zuckerstoff was Ponderables zu geben oder zu nehmen. Habe ich nun einen zuckerarmen Saft und setze diesem einen Zuckerstoff zu, so wählt der eiweißartige Hefen— stoff sich nicht den ursprünglich in der Flüssig⸗ keit enthaltenen Zuckerstoff vorzugsweise aus, wirkt auf ihn ein und läßt den hineingegebenen zuge⸗ setzten unangetastet liegen; nein, die Erfahrung lehrt das Gegentheil, der Hefenstoff zersetzt den ihm am nächst, liegenden Zuckerstoff unbedingt, sei er ursprünglich in der Flüssigkeit gewesen oder hineingegeben, oder fährt so lange fort, dieß zu thun, so lange er noch Zuckerstoff in der Flüssig⸗ keit findet. Cortsetzung folgt.) Anekdoten. Ein schlechter Poet iu England hatte einen Lord auf einen Band seiner! Verse pränumeriren lassen, und ihm solchen selbst überbracht.— Einige Wochen hernach traf der Lord den Poeten auf einem Spaziergange an, und sagte zu ihm:„Mein Herr, ich habe Ihre Verse gelesen, aber ich wollte Sie wohl bitten, lassen Sie kuͤnftig zu Ihren Werken ein weicheres Papier nehmen. Ein Blinder hatte eine Frau, die er sehr liebte, ob man ihm gleich sagte, daß sie sehr haͤßlich sei. Ein berühmter Augenarzt erbot sich, ihm durch eine geschickte Operakion wieder zu sei⸗ nem Gesichte zu verhelfen, aber er war nicht dazu zu bereden. Ich würde, sagte er, vielleicht die Liebe verlieren, die ich gegen meine Frau hege, und diese Liebe macht mein ganzes Glück aus.— War das nicht als Philosoph gedacht, und 75 nicht Glückseligkeit mehr werth, als Wahr⸗ heit? 5 Ein Banquier saß noch um 11 uhr Nachts auf seinem Comptoir und schrieb, als auf einmal etliche Kacheln aus dem Ofen in das Zimmer fielen, und ein junger rüstiger Kerl mit dem Kopf hineinguckte.— Tausend Sakerlot! rief der Haus⸗ herr! was will die Kanallie? Je nu nur sachte, gnädiger Herr! Hören Sie mich erst anz ich wollte fragen, ob Sie keinen Bedienten brauchten! Du verfluchter Kerl, schrie der Banquier, und da mußt du durch den Ofen und um 11 Uhr Nachts hereinkommen! Ich schieß dich übern Hau⸗ sen.— Halten Sie gnaͤdiger Herr, um Gottes— willen, ich bin unschuldig, ich konnte in der Fin⸗ sterniß die Thür nicht finden. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen. gem 181 ede säch ihr