U berg, ö ichholz, d sort⸗ gschaft ester lde soll it: und Uindfall ud ver⸗ 5 Mor⸗ und es terung, . sstzt, mittags as von and be⸗ dahier, uf den iglustige us hin⸗ doppel⸗ N einem N ndwirth hillings n. unter 7 7 „ dieses 90 vel⸗ den II. stet us dem echnil⸗ 5 O berhessisches Intelligenz und Kreis-Blatt Freitag den 24. April 1840. W117. Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Freitag, erscheinende Oberhessische Intelligenz- und Kreisblatt be⸗ stimmten Avertissements mussen längstens in jeder Woche bis zum Donnerstag, Vormittags 9 Uhr, eingesendet werden; später eintreffende Inserenden bleiben bis zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift beträgt pr. Zeile 2 kr. ——— Zu Nr. K. G. 4049. Rr e is üthlich e ekan n t ma chun 9 en. Gießen am 23. April 1840. Betreffend: Werbungen für den französischen Dienst in Afrika. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an die Großherzogl. Buͤrgermeister dieses Kreises(mit Ausnahme des Buͤrgermeisters zu Gießen). Es sollen sich, dem Vernehmen nach, in der Naͤhe des Großherzogthums Werber herum treiben, welche sich damit abgeben, junge Bursche zur franzoͤsischen Armee nach Afrika anzuwerben. Ich fordere Sie auf, Ihre volle Aufmerksamkeit auf diesen Gegenstand zu richten und, falls etwa in Ihrem Verwaltungsbezirke dergleichen Werber betreten werden sollten, dieselben sogleich zu arretiren und mit Bericht anher abzuliefern. Knorr. —— Bekanntmachungen. Versteigerungen. 102) Muͤhlenversteigerung oder Verkauf aus freier Hand. Die den Peter Fleischhauers Eheleuten zuge— hörige Mühle bei Niederohmen mit zwei Mahl— und einem Schlaggang, in gutem Stande be— findlich, sowie Scheuer und Stallung, und das sonstige, in ungefähr 25 Morgen Aeckern und 10 Morgen Wiesen bestehende Immobiliar-Ver⸗ mögen(herrschaftliche Zins jährlich 13 fl.), soll auf freiwilliges Ansuchen 1 Montag den 18. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, auf der genannten Mühle selbst, öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden. Auch kann vor dem Termin ein Verkauf aus freier Hand abgeschlossen werden, wozu man zahlungsfähige Kaufliebhaber hiermit einladet. Königsaasen den 4. April 1840. Peter Fleischhauer. 97) Montag den 27. April d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, sollen zu Treis a. d. Lumda, die den Freiherrn von Schutzbor, genannt Milch⸗ ling, zugehörigen Früchte, nämlich: 25 Malter Waizen, 30„ Korn, 2233 Gerste und 25„ Hafer, meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Marburg den 14. April 1840. Bez zenberger, Administrator. 101) Holzversteigerung. Montag den 27. April'd. J., sollen in den zum Forstrevier Königsberg gehörigen Domanial— Walddistricten, großen Rodenberg, Nothenstrauch, Meilhardt und Dienstberg, nachstehende Holzsor— timente, als: 111 Stämme Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz, oder 9616 Cubikfuß und 26 Stämme Buchen⸗Werkholz, oder 619 Cubikfuß, oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Die Versteigerung nimmt des Morgens um 8 Uhr in dem Distriet Rodenberg bei den soge— nannten Vierruthen ihren Anfang, und wird so— dann in dem Districte Nothenstrauch, worin der größte Theil des Holzes befindlich ist, fortgesetzt und beendigt, indem daselbst auch die wenigen Eichen⸗ und Buchen-Klötze, welche noch in den Districten Meilhardt und Dienstberg liegen, zu⸗ gleich mitversteigert werden. Wer daher die Klötze in den zwei letztge— nannten Districten vorher einzusehen wünscht und nicht lokalkundig ist, kann sich solche von dem dazu beauftragten Großh. Forstschützen Wag⸗ ner in Fellingshausen vorzeigen lassen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird das Holz auf Verlangen bis Michaelitag d. J. auf Credit abgegeben. Königsberg den 241. April 1840. Der Nevierförster Weidig. 10⁰² Dachschiefer. Auf der Dachschiefergrube Wilhelm bei Pfaffenwiesbach(21 Stunden von Friedberg und von Butzbach entfert) sind die Preise der nun⸗ mehr wieder vorräthigen Dachschiefer festgesetzt: 1) das Neis erster Sorte auf.. 6 fl. 2) das Reis zweiter Sorte auf. 3„ 3) das Neis dritter Sorte auf 1„30 kr. Das Behauen wird besonders vergütet und zwar für das Neis erster Sorte mit 20 kr., zweiter Sorte mit 16 kr. und dritter Sorte mit 12 kr. Miscellen. Warum faͤngt oft ein Baum nur auf ei⸗ ner Seite zu verderben an, auf der an— dern aber treibt er lebhaft aus? Die Ursache dieser Erscheinung ist, weil oft auf dieser Seite einige Wurzeln faul und abge— storben sind, mithin die Aeste, die sie zu ernäh⸗ ren gehabt, aus Maugel an Nahrung auch ab⸗ sterben muͤssen. Wenn man nachgräbt, so wird man sich hiervon überzeugen. Man muß alsdann die faulen Wurzeln bis auf das lebendige Holz wegschneiden und wieder recht mit Baumkitt ver— streichen. Aber auch auf der andern noch frisch treibenden Seite muß man eine große Wurzel abschneiden; so empfangen diese Aeste auch nicht mehr so viel Saft und treiben auch nicht mehr so stark. Hernach thut man die alte Erde hin— weg und ersetzt dieselbe durch eine andere gute Erde.— Beim Beschneiden muß man auf der gesunden, lebhaft treibenden Seite alle, sowohl die frucht⸗ als holztreibenden Aeste stehen lassen, um die Säfte zu vertheilen und desto mehr be— schäftigt zu machen, damit die Holzäste nicht so stark treiben können. Die Beschneidung auf der kränkelnden Seite muß ganz kurz geschehen, und die dürren, abgestandenen sammt allen unndthi— gen Aesten müssen weggenommen werden, sogar die fruchttragenden, damit der Baum auf dieser Seite mehr Kraft erhält, gute Holzäste zu trei ben. So wird er wieder eine gleiche Gestalt er⸗ halten und gesund fortwachsen. Es geschieht aber auch, daß an einem boch⸗ staͤmmigen Baume der Wipfel absteht und dürr wird, die untern Aeste aber bleiben frisch. Die⸗ ses ist ein Zeichen, daß die Haupt- oder Herz⸗ wurzel gefault und abgestanden ist, die man dann bis auf das lebendige Holz abschneiden und mit Baumkitt vermachen und andere gute Erde zu den Wurzeln thun, den abgestandenen e von Wag, wird . m bei g und nun⸗ esetzt: 30 kr. et und 0 kt., te mit uf der sowohl lassen, gr be⸗ licht so uf der n, und unbthi⸗ sogar dieser u trei⸗ salt er boch d dürt Dit Heri e mal hneides e glle denen Ast abschneiden und auch mit Kitt wohl über⸗ streichen muß. So wird der Baum wieder ge— deihen. N ————— Ist die Bertilgung der Maikaͤfer unbedingt anzurathen? Man glaubt durch die Vertilgung der Mai⸗ käfer den Bäumen eine Wohlthat zu erweisen. Die Meinung ist allgemein. Wie in vielen Din⸗ gen, so ist es auch mit diesen Thieren. Man sieht sie für ein Uebel an und vertilgt sie— ohne zu bedenken, daß es kein Uebel in der Welt giebt, das nicht zu Etwas gut ist. Man vertreibt und verfolgt die Maulwürfe, weil sie die Erde untergraben, und davon ein Paar junge Pflanzen absterben. Könnten wir sie aber alle vernichten, so könnten wir uns des kleinen Un⸗ geziefers in der Erde nicht mehr erwehren, und letzter Schaden wäre größer, als der erste. Die gänzliche Vertilgung der Maikäfer mochte dem⸗ nach ihr Bedenken haben, wie nachstehender Brief zu erkennen giebt. Ich war auf meinem Gute, als die Mai⸗ käfer in ungeheurer Menge über die Bäume her— stelen. Ich konnte die unwillkommenen Gäste nicht walten sehen, und ordnete daher 20 Men⸗ schen zu ihrer Herabschuͤttelung in meinem sehr großen Obstgarten an. Die Maikäfer wurden in meiner Gegenwart mit aller möglichen Be— hutsamkeit auf untergebreitete Tücher herabge— schüttelt und verbrannt. Einige Bäume jedoch am Ende des Gartens, die ich theils nicht sehr achtete, theils aber wegen ihrer Größe und Stärke nicht füglich schütteln lassen konnte, ließ ich sammt den Maikäfern in Nuhe. Mehrere Bauernwirthe, die Fleiß und Sorgfalt zeigen wollten, folgten meinem Beispiele und schüttelten in ihren Gärten die Maikäfer ab. Die meisten Bauern aber ließen Maikäfer Maikäfer seyn, und sagten in ihrer gewöhnlichen Argumen⸗ ationsweise: Ohne Ursache ist kein Thier auf t dieser Welt. Wer weiß, warum dieser Käfer, der seit mehreren Jahren schon nur in geringer Anzahl hier erschienen, dieß Mal in großer Menge sich einfanden!— Ich achtete nicht viel auf diese Reden. Aber auch mein alter Gärt⸗ ner, der bereits über 50 Jahre lang meiner Fa⸗ milie dient, warnte mich beide Male, vor dieser Operation. Ei, ei! gnädiger Herr, sagte er, lassen Eure Gnaden diese Maikäfer ja unge⸗ tastet; denn sie zeigen an, daß es heuer viel Obst geben werde. Schütteln Sie dieselben ab, dann ists um das Obst geschehen. Voriges Jahr erging es Ihnen eben so. Was nützt es Ihnen, wenn Ihre Bäume Laub in Menge, aber auch sonst nichts haben? Wie kahl werden oft nicht die Wälder durch die Maikäfer angefressen und die Eicheln gerathen doch. Sehen Sie, gnädiger Herr, das habe ich aus Erfahrung. So oft es geschah, daß ein starken Wind diese Käfer von den Bäumen blies, entstand eine Menge sehr kleiner Würmer und Insekten, die hintendrein alles Obst verdarben, ja selbes schon in der Blü— the zerstörten. Die Maikäfer hingegen fressen das Laub, reinigen die Blüthe von anderm Un— geziefer und sichern somit dem Baume seine Früchte zu.— So raisonnirte mein alter Gärt⸗ ner. Ich brummte etwas gegen ihn in den Bart und folgte ihm nicht. Der alte Gärtner hatte Recht. Ich bekam zwei Jahre hindurch viel Laub und gar kein Obst, diejenigen Bäume ausgenommen, welche ich unangetastet ließ und die sehr fruchtreich waren, obgleich sie einige Wochen fast entblät— tert dastanden. Kleine Mücken, Käfer und weiße Würmer, dem Seidenwurm der ersten Tage ähn— lich, fraßen alle Blüthen von den geschüttelten Bäumen ab. Es half gar kein Mittel dagegen, so zahlreich fanden sie sich ein, und so hartnäckig saßen sie im Herzen der Blüthen. Eben so er— ging es auch den Bauern, welche meinem Bei— spiele gefolgt waren; den übrigen hingegen(denn jeder Bauer hat bei mir zu Hause einen Obst— R garten) trugen ihre Obstbäume aller Art reich⸗ lich Fruͤchte. Ich aber, der sonst ausser unserm sehr beträchtlichen Hausbedarfe an frischem und gedörrtem Obste, und der Ueberfluß jährlich an die 1000 fl. durch den Verkauf einnahm, hatte nunmehr den Verdruß, nicht nur auf diese Ne⸗ venue Verzicht zu thun, sondern uͤberdieß noch zum Hausbedürfniß um ein schönes Geld von unsern eigenen Unterthanen Obst kaufen zu müs⸗ sen. Seitdem habe ich mirs zur Regel gemacht, die Maikaͤfer nicht von den Bäumen abzuschüt⸗ teln; denn 1) sie fressen nur das Laub des Bau⸗ mes, vernichten aber die in den Blüthen befind⸗ lichen Insecten, und werden somit heilsam. 2) Durch das Schütteln der Bäume fällt, trotz al⸗ ler Behutsamkeit, auch die Blüthe von den Bäu⸗ men. 3) So wie die Maikäfer, die, wie ge⸗ sagt, nur das Laub abnagen, aus dem Weg ge— räumt werden, nimmt eine Menge anderer In⸗ secten zu, die zwar die Blätter verschonen, aber desto mehr die Blüthen verderben. Mit einem Worte: die Erfahrung widerräth jenes Abschüt⸗ teln.— Nichts für ungut, Freund. Sie lieben ja die Wahrheit. Können Sie mir gründlich widerlegen, so wird's mich freuen. Allein ich zweifle; denn experienlia optima magistra. Anekdote. Bei dem Einzuge der Braut des Prinzen W... in B.. wies eine junge Schildwache zum öftern mehrere Damen zuruck, welche sich vordrängten, und diese Weisung zu verachten schienen. Plötz⸗ lich nahm der Soldat, als er sie abermals auf der verbotenen Stelle fand, die Reizendste beim Kopfe und küßte sie nach Herzenslust. Der Offi⸗ zier war in der Nähe, ihr Hülfsgeschrei und das schadenfrohe Gelächter zog ihn herbei.„Mensch, bist du toll?“ rief er dem Soldaten zu.— „Nichts weniger!“ erwiederte dieser;„aber wer nicht hören will, muß fühlen!“ K. heftete Folgendes an seine Thüre:„Ich komme heute erst gegen Mitternacht nach Hause. Sollte es zu dunkel sein, um dieß zu lesen, so bitte man den Nachbar um Licht.“ Eine Dame ließ sich mit ihrem Söhnchen bei sehr schlechter Witterung in einer Portechaise nach Hause tragen. Voll Mitleid gegen die Trä⸗ ger, bat der Knabe:„O Mama, nimm doch die armen Leute auch herein in unsern Kasten. Ein erschöpfter Armer sah einen Betrunkenen in einem Graben liegen, und Viele demselben als einem Kranken zu Hilfe eilen.—„Ach! begann er zu seufzen, wenn ich die Hälfte sei⸗ ner Krankheit hätte, so befänden wir uns Beide wohl.“ In einem öffentlichen Spielhause in Paris ließ Jemand ein Goldstück auf die Erde fallen. Er bückte sich sogleich, um es wieder aufzuheben. Lassen Sie es doch gut seyn— sagte ein ne⸗ ben ihm Stehender— das finden Sie noch früh genug wieder, hier sind lauter honette Leute. „Wer zweifelt daran?— erhielt er zur Ant⸗ wort.— Aber wenn die Justiz ihre Schuldig⸗ keit thäte, müßte sie wenigstens alle acht Tage Einen von diesen honetten Leuten aufhängen lassen.“— Die Sängerin Mara soll ihren Mann aus dem Kerker losgesungen haben. Nachdem man dieß erzählt hatte, summte eine kunstliebende Frau ein Liedchen: O sey stille, Kind! rief ihr Mann flehend, ich werde arretirt! N Ein Franzose wollte einmal bei Tische zu verstehen geben, daß die Suppe sehr heiß sey; er sagte daher:„Ach, daß ist viel Sommer in das Supp!“ Zwei Matrosen wanden ein Seil in die Höhe, und konnten nicht so schnell damit fertig werden, als sie wünschten.„Zum Teufel— rief der Eine ungeduldig aus— wo bleibt denn das Ende?“—„Gib acht, versetzte der Andere, sie haben's gewiß abgeschnitten.“ Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen. il sp.