unschte ftigung dieser es ent⸗ B. und „Vo h habe So⸗ itt Pa⸗ oschiere n⸗M.) ien Sie „Nein; esen.“ icht?“ fran⸗ e denn schrei⸗ Antw den n alt zettel „ auf kt ist, hen ge⸗ en Zet⸗ thuns er, ihn n ihrer n Ewig⸗ Oberhessisches Intelligenz- und Kreis- Blatt VA. Freitag den 24. Januar 1840. Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Freitag, erscheinende Oberhessische Intelligenz— und Kreisblatt be stimmten Avertissements müssen längstens in jeder Woche bis zum Donnerstag, Vormittags 9 Uhr, eingesendet werden; später eintreffende Inserenden bleiben bis zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift beträgt pr. Zeile 2 kr. Rreisräthliche Bekanntmachungen. Zu Nr. K. G. 509. f Gießen am 17. Januar 1840. Betreffend: Die Completirung der Feldtruppen im Jahr 1840. 5 Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an die Großh. Buͤrgermeister dieses Kreises. Ju der diesjährigen Ergaͤnzung der Feldtruppen hat die Provinz Oberhessen 583 Mann zu stellen, die in einer besonderen Tabelle auf die Kreife und Landrathsbezinke vertheilt wor⸗ den sind. Von dieser Tabelle werde ich Ihnen ein Exemplar, in einem Umschlag, zusenden, welches Sie in Ihren Burgermeistereien anheften, und dadurch die Subrepartition zur oͤffent⸗ lichen Kenntniß bringen werden. In der nachstehenden Contingentsliste sind sodann die aus dem Kreise Gießen Marsch Designirten, sowie auch diejenigen, welche bei einem etwaigen Abgang an dem Con- tingent, noch weiter einbeordert werden konnen, verzeichnet worden. Sie werden jeden derselben von dieser Designation in Kenntniß setzen, und falls einer oder der andere der verzeichneten Rekruten, aus irgend einem Grund, an dem zum Eintritt in den Dienst bestimmten Tag nicht sollte erscheinen koͤnnen, unter Anfuͤhrung des Grundes und unter Beischluß des etwaigen ärztlichen Zeugnisses, mir sogleich berichtliche Anzeige machen. N zum Aus besonderem Auftrag, der Regierungs-Nath Eckstein. 1 1 U— ——— 1 1 1 1 6 0 den Contingents⸗Liste f Kreis u r Gie Ja r.•—T—.. K 2 Geschlechts⸗ und Vornamen der 4 2 5 15 * Dienstpflichtigen. i 18 5 eee ee Wohnort. BMemerfuf tee SS 3] Gecchlechtsnamen. Vornamen. 2. Gra Friedricg Gießen War bei der Musterung 1839 nicht erschie⸗ f 1 2 nen, sistirte sich später und wurde für 5 tauglich erkannt. Stohr Johann Peter daselbst War bei der Musterung 1839 nicht erschie⸗ nen, fistirte sich bei dem Rekr.⸗Rath pro 1839 und wurde für tauglich erkannt. ö Reuschling) e n Ludwig inli Wurde vom I. Inf.⸗Reg. als untauglich 18 Kratz(Reuschling) Johann Fudwig Kleinlinden Wentlassen, von Rekr Rath pro 1839 8 aber für tauglich erkannt. Es wurde 77 für ihn Ersatz geleistet 5 4 Lapy Johann Georg Rodheim 2 Gail Georg Christian Karl[Gießen 3 Petri Alexand. Balth. Karl sdaselbst 4 Göbel Johannes Pohlgöns 5 Gerhard Jacob. Steinbach 6 Neiber Wilh. Christ. Hermann[Gießen 7 Ninck Johannes Frankenbach 8 Joh. Heinrich Schön von Reiskirchen wurde bei der Nachvifitation der ersten 3 für untauglich erkannt. 9 Paulus Christoph Allendorf a. d. . Lumda 10 Pfeil Karl Balthasar Emil[Gießen 14 Döll Ludwig. Wieseck 12 Müller Anton Langgöns 13 Schmitt. Johann Georg Crumbach 14 Wagner Johann Philipp..[Großenbuseck 15 8 3.. V Joh. Heinrich Benner von Allendorf a. d. Lumda wurde vom Rekr.⸗Rath für un⸗ 0 1 K tauglich erklärt. 16 Gerlach. Johann Georg Fellingshausen Schleenbecker onrad Bieber, Fel⸗ 0 0 r lingsb. Anthl. 18 Klinckler Heinrich Melchior Großenbuseck 19 Hildebrand Saliuns Gießen 20 5„.. FVohannes Hörr von Heuchelheim wurde 21 Krick... Johann Georg 1 Leihgestern vom Rekr.⸗Rath für untauglich erkannt. 22 Tritsch.. Konrad 5 Kirchgöns 23 8 r.. ohann Jacob Orth von Crumbach wurde 24[Hahn Johann Christoph Großenbuseck em Reir ⸗Manh für untauglich erkannß 25 Becker Johann Philipp Bersrod 26 Joseph Meier. Allendorf a. d. Lumda — Geschlechts⸗ und Vornamen der 3 2 KE Dienstpflichtigen. 8 8 95 Wohnort. Bemerkung. 553 g 1 S 5 Geschlechtsnamen. Vornamen. 2 27 N Joh. Kaspar Will von Leihgestern wurde bei der Nachvisitation der ersten 3 für untauglich erkannt. 28 Balser Konrad Albach 29 1 e BV äohs. Schmidt von Waldgirmes wurde ins * 7. 30[Hanckel eudwig. Großenlinden] Debet ersetzt. 31 Schäfer Johannes Naunheim i„ n Allendorf a. d. 32 Reinhard Konrad Heinrich Lumda 51 Engelhardt Johannes.. Hausen 34 Schwalb Georg Christian. Gießen 35 Schäfer. Johann Philipp. Reiskirchen 36. e R„ Isriedrich Wilpelm Cbristian Ludwig Wag⸗ ner von Gießen wurde ins Depot ver⸗ setzt und bei der Nachvifitation der ersten 2 für untauglich erkannt. 37 Bergen Johannes Allendorf a. d. Lumda. 38 Weimer Johann Philipp. Altenbuseck 39 Hirz. Johannes Watzenborn 40 Ane 4 Jacob Krämer von Steinbach wurde vom Rekr.⸗Rath für untauglich erkannt. 41 3„ AAbrabam Simon von Leihgestern wurde vom Rekr.⸗Rath für temporär untaug⸗ 42 Klos. Johann Jost Allen dorf a. d.] lich erkannt. Lumda 43] Kahn Seligmann b Hermannstein 44 Harbach Joh. Karl. Großenbuseck 43 Euler Johannes Kaspa Albach. 46 Rühl Ludwig Naunheim 47 89 e Friedrich Christian Braun von Gießen wurde 2 ins Devot vepfeetzt. 48 Horn Johannes. Steinbach 49 Kann Assor. uttershausen 50 Balser Alexand. Karl Balth.[Gießen 51 Becker Wilhelm N Ruttershausen 52 Volk Johann Heinrich Allendorf a. d. Lahn 33 Magel Johann Peter Burkhardsfeld. 54 Dern Johannes. Leihgestern 55 Joh. Heinrich Otto von Beuern wurde 1 vom Rekr.⸗Rath für untauglich erkannt. 36 Helmolt Franz Georg Ludwig Gießen Dient freiwillig im I. Inf. Negim, I. Bat 78 apitain Dietz. 57 Schäfer. Christoph Großenbuseck dauere et 58 Zöller Daniel. Kirchgöns 59 Wagner Johann Georg Großenlinden 60 Neb Kaspar. N Staufenberg 61 Rinck Georg Justus Großenbuseck ee ee 2— 85 Geschlechts⸗ und Vorname der 2 2 Dienstpflichtigen. 8 8 Wohnort. Bemerkung ee n. S 8 8 Geschlechtsnamen. Vornamen. 2 62 Hormann Joh. Philipp. Wieseck 63 Jacobi Friedrich Nicolaus Karl Gießtn 64 Weigel Joh. Jacob. Kleinlinden 65 Reiber Jac. Christian Konrad Gießen 66 Wagner Joh. Heinrich Allendorf a. d.. 5.* Lumda best 67 Grölz Georg Heinrich Staufenberg uicht 68 Opper Joh. Georg Daubringen Ihn 69 Ludwig Ruppert von Fellingshauser bei der Nachvifttation erben Ffr 70 3 beric Phr 99 9 05 5 7 riedri ristian Graff von N 5 5 3 ins Depot versetzt. 2 7 2 3 71 Goldmann Georg Heinrich.[Großenlinden Dient 1 im III. Inf. Reg a t 72[schmalz Joh. Georg een 73 Brück Johannes. Burkhards feld. 74 Martin Ludwig. Naunheim 203 Valentin Johannes. Bieber, Fel⸗ Dient freiwillig im IV. Inf. Reg. II. Bal. 226[[Mul earl, Apolh Philp Sieben 5 2 Uller ar olph Philipp Gießen Dient freiwillig im II. Inf. Reg. (Außer vorstehendem Contingent können als Ersatz etwaiger Abgänge, Nachstehende zum Militärdienst abgegeben werden.) 75 Wagner Anton Langgöns bade 76[Harbach Johannes Großenbuseck sic, 77 Sack 3 Wilhelm Heuchelheim 78 Becker Joh. Konrad Burkhardsfeld. Bet 79][Appel Joh. Konr. Jul. Martin Gießen et 80 Geißler Joh. Magnus Nuttershausen 81 Schäfer. Heinrich Reiskirchen Gießen, den 23. December 1839. 9 g 6 Der Großh. Hess. r Povinzial⸗ Commissar der Provinz Oberhessen. 8 ei: Kin 0 0 coll. 2 0 6 G 8 * einen und Zu Nr. K. G. 430 Gießen am 15. Januar 1840. Betreffend: Die Landgestütsanstalt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1840. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an die saͤmmtlichen Großherzogl. Buͤrgermeister dieses Kreises. Ob, und wie viel Stuten aus Ihren Gemeinden zum Bedecken durch die Landgestüuͤts⸗ beschaͤler hierher gebracht werden sollen, dies haben Sie binnen 8 Tagen unfehlbar zu be⸗ richten, um hiernach den benoͤthigten Bedarf an Formularien zu Verzeichnissen und Scheinen Ihnen zusenden zu koͤnnen. h Ku ort. Zu Nr. K. G. 91. Gruͤnberg am 14. Januar 1840. Betreffend: Den Wendelin Dresen von Rüdesheim, wegen Diebstahls. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Grunberg an die Großherzogl. Buüͤrgermeister dieses Kreises. Nach eingegangenem Steckbriefe des Herzoglich Nassauischen Criminalgerichts zu Wies⸗ baden, ist der unten signalisirte Rubricat mehrerer wiederholten Diebstaͤhle verdaͤchtig und hat sich, als er arretirt werden sollte, auf fluchtigen Fuß gesetzt. Sie werden daher beauftragt, auf denselben ein genaues Augenmerk richten und ihn im Betretungsfalle arretiren und wohlverwahrt anher einliefern zu lassen. f On rler. Signalement des Wendelin Dresen von Ruͤdesheim. Alter: 34 Jahre, Augenbraunen: in großen Bogen schwarzbraun, Groͤße: 5 Fuß 9 Zoll, Augen: dunkelbraun, glaͤnzend, Statur: schlank, Nase: lang, schmal, spitz, Haltung: gerade, Mund: klein, etwas dick, Stimme: maͤnnlich, Zaͤhne: vollstaͤndig, weiß, Sprache: gewohnliche Landessprache, Kinn: rund, Gesicht: laͤnglich voll Bart: schwarzbraun, Gesichtsfarbe: bleich, Besondere Zeichen: traͤgt kleine Ohrringe und Haare: dunkelbraun, hat fruher im Nacken ein Haarseil gehabt. Stirne: gerade, Zur Zeit seiner Flucht war derselbe mit einer grauen Tuchkappe mit braunem Pelze, einem müllergrauen Stutzroͤckchen, einer schwarzen Tuchweste, muͤllergrauen Tuchhosen, roth und weiß gestreiftem Unterwamms und einem Paar Schuhen bekleidet. Zu Nr. K. G. 470. Grünberg am 14. Januar 1840. Betreffend: Die Ausführung der Vorschriften im§. 2. Rt. g. der Verordnung über die Jagdwaffenpässe vom 28. Juni 1839. Kreisrath des Kreises Grunberg an die Großherzogl. Buͤrgermeister dieses Kreises. Die hoͤchste Staatsbehoͤrde hat durch Ausschreiben vom 23. December v. J. noch beson⸗ ders verfuͤgt: daß die in der, im obigen Betreffe erschienenen Bekanntmachung Großherzogl. Ministeriums der Finanzen vom 18. November 1839(vide Regierungsblatt W. 34. de 1839) unter pos. 2. genannten Certificate nur solchen Personen ausgestellt werden, von wel⸗ chen sich erwarten lasse, daß sie die ihnen gestattete Befugniß, sich ohne Jagdwaffenpaß zu den Scheibenschießen zu begeben, nicht mißbrauchen werden; wornach Sie, die Großherzogl. Buͤrger⸗ meister, sich strengstens zu bemessen haben. un br. 0 Zu Nr. K. G. 594. Grünberg am 20. Januar 1840. Betreffend: Gesuch des Johannes Pracht, Bäckers von Gründerg, um Enttassung aus dem diesseitigen Unterthanenverbande. Der Großherzoglich Hessische a Kreisrath des Kreises Grünberg an die Großherzogl. Buͤrgermeister dieses Kreises. Rubricat, welcher schon fruher die Absicht hatte, mit seiner Familie nach Nordamerika auszuwandern, und dessen Glaͤubiger zu dem Ende schon unterm 17. April 1838 durch die Großherzogl. Landeszeitung vorgeladen wurden, will nunmehr dieses, sein Vorhaben aus⸗ führen. Ich weise Sie daher an, solches mit dem Anfügen in Ihren resp. Burgermeistereien bekannt zu machen, daß diejenigen, welche noch irgend Forderungen oder sonstige Anspruche an den Rubricaten zu bilden haͤtten, solche binnen 4 Wochen a dato sogewiß dahier anzu⸗ zeigen und bei Großherzogl. Landgerichte Grünberg geltend zu machen, als sonsten die Ent⸗ lassungsurkunde werde ertheilt werden. enn Zu Nr. K. G. 580. Grünberg am 18. Januar 1840. Betreffend: Die Musterung und Conscription im Jahr 1840. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Grunberg an die Großherzoglichen Burg ermeister dieses Kreises— Ich weise Sie an, unverzuͤglich die Vorarbeiten zur dießjaͤhri 9 i a 5 l iten z eßjaͤhrigen Musterung vorzuneh⸗ men, somit alsbald die Ortslisten aufzustellen, so daß solche uͤberall bis zum 13. n 5 sentlich angeheftet sein koͤnnen. Sie werden bei diesem Geschaͤft genau nach den Wosschrinen der Werbibinen vom 30. April 1831 uͤber Ausfuhrung des Rekrutirungs gesetzes vom 30 April 1831 in den SS. 6— 14 verfahren. Zu den Auszuͤgen der Geistlichen uber die 1819 gebornen Dienstpflichtigen sind nur die vorgeschriebenen gedruckten Formularien, welche 5 51 Gei dies Ber die ba 1 Geistlichen zuzustellen haben, zu gebrauchen, auch haben Sie darauf zu sehen, daß hinsichtlich dieser Auszuge die unter dem Formular II. zur Verordnung vom 30. April 1831 in den Bemerkungen unter solchen gegebenen Vorschriften genau beachtet, auch das Pfarramtssiegel diesen Auszugen beigedruckt werde. Bei sich ergebenden Maͤngeln haben Sie die Auszuͤge als⸗ bald zur Verbesserung zuruͤckzugeben. a Bis zum letzten Februar muͤssen alle Gemeindelisten in doppelter Ausfertigung mit den Auszuͤgen der Geistlichen, und den uͤber die Behandlung des ganzen Geschaͤfts aufzuneh⸗ menden Protokollen, woraus zu ersehen, daß die Ortslisten von dem Gemeinderath gepruft und die im§. 18 der Verordnung vom 20. April 1831 vorgeschriebenen Bekanntmachungen erlassen worden, bei Meidung einer Disciplinarstrafe und Abholung durch Strafboten bei mir eingelangt sein. Ueber die bei Ihnen angebracht werdenden Anspruͤche auf Depotversetzung haben Sie die Protokolle genau nach Formular V. aufzunehmen und sich nur gedruckter Formularien zu bedienen, die Vorschriften der§H. 18— 31 der Verordnung sorgfaͤltig zu beobachten, auch dahin zu sorgen, daß den auf Seite 4 des Protokolls von den Geistlichen auszustellenden Be⸗ scheinigungen uͤber die Familienverhaͤltnisse, von solchen das Dienstsiegel beigedruckt werde. Diese Protokolle uͤber Depotanspruͤche sind nach§. 28 vor deren Offenlegung und noch vor der Einsendung der Ortslisten zur Pruͤfung an mich einzusenden. Ich mache Sie auf die Bestimmung des g. 10, pos. 6 besonders aufmerksam, daß Sie diejenigen Dienstpflichtigen, welche durch die Sinne nicht wahrnehmbare Fehler ange⸗ ben, wie Schwerhoͤrigkeit, Kurzsichtigkeit, fallende Sucht ꝛc. besonders anzuweisen haben, sich deßfallsige genuͤgende Zeugnisse von Schullehrern, Geistlichen, Gemeindevorstaͤnden c. zu ver⸗ schaffen und diese bei der Musterung mitzubringen. Nach§. 40 der Verordnung mussen, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche sich vertreten lassen, alle Conseriptionspflichtigen bei der Musterung persoͤnlich erscheinen, ge⸗ genfalls sie als vom Gesetz ausgewiesen angesehen und zum Zuerstmarschiren bestimmt werden. Bei Beurtheilung der Frage, ob ein Depotansprechender vermoͤgend genug seie, ohne Zerruͤt⸗ tung seines Nahrungsstandes fuͤr seinen Sohn einen Einsteher zu stellen, haben die Gemeinde⸗ raͤthe davon auszugehen, daß zur Stellung eines Einstehers die Summe von Neunzig Gulden erforderlich seie. Ausser den im Jahr 1820 Gebornen, muͤssen auch diejenigen, welche bei der vo— rigen Musterung als temporaͤr untauglich, als unterm Maaß, oder aus andern Gruͤnden zur dießjaͤhrigen Musterung zurückgestellt worden, in die dießjaͤhrigen Gemeindelisten wieder einge— tragen werden. Diese zur dießjaͤhrigen Musterung Zuruͤckgestellten sind: 1) Buͤrgermeisterei Atzen hain: Johann Ludwig Ruͤhl. 2) Burgermeisterei Bernsfeld: Johannes Hornmann. 3) Buͤrgermeisterei Eberstadt: Heinrich Fey. 4) Buͤrgermeisterei Felda: Heinrich Christoph Steuernagel. 5) Buͤrgermeisterei Großeneichen: Johann Martin Rausch. 6) Bürgermeisterei Grünberg: Wilhelm Jockel, Georg Sehrt, Johannes Zinser. 7) Buͤrgermeisterei Köddingen: Michael Nees. 8) Burgermeisterei Lich: Johann Hermann Zimmer. 9) Buͤrgermeisterei Londorf: Johann Heinrich Rohrbach, Wiegand Wießner. 10) Buürgermeisterei Merlau: Zohannes Caspar Becker, Johann Caspar Kauf mann. 11) Buͤrgermeisterei Riederohmen: Johannes Reinhard, Liebmann Steinfels. „ 13) Bürgermeisterei Oberohmen 12 Bürgermeisterei Oberbessingen: 14) Bürgermeisterei Saasen: 15) Buͤrgermeisterei Ullrichstein: 16) Bürger meisterei Un 17) Burgermeisterei Weickardshain: 16) Burgermeisterei Windhausen: Kilian. 19 Buͤr germeisterei Wohnbach: Schließlich bemerke ich noch, uber die Behandlung des Geschaͤfts zu fuͤhrenden Protokollen, d otoko ei Dekanatsrechner Zoͤckler dahier erhalten koͤnnen. Geburtsauszügen der Geistlichen b — terseibertenrod Johann Georg Sehrt, Heinrich Serth. : Johann Caspar Schmidt. Peter Scheld. Abraham Reiß. 1 Johann Conrad Ruͤhl. Johannes Schuch. Johannes Bindewald, Johannes Geiß, Heinrich Johannes Kuͤnstler von Arnsburg. daß Sie die Formularien zu den Ortslisten, zu den den Depotprotokollen und den Ouvrier, ———— Bekanntmachungen. 18) Montag den 27. d. M., Morgens 9 Uhr, soll im Gießener großen Stadtwalde, Distriet Wanne, nachfolgendes Brennholz meistbietend versteigert werden, als; 10 15 Stecken Buchen⸗Scheidholz, 20 i Buchen⸗Prügelholz, 30 7„ Buchen⸗Stockholz, 40 75 Buchen⸗Wellen, 5) 151 Stecken Eichen⸗Scheidholz, 6) 24„ Eichen⸗Prügelholz, 70 2600„ Eichen⸗Klotzholz, 8) 100„ Eichen⸗Stockholz, 9) 850 Wellen⸗Eichenreisholz, 100 1 Stecken Aspen⸗Scheidholz, 11) 1250 Kiefern⸗Wellen, 12) Ein Eichenklotz, zum Haustock für einen Metzger geeignet. Der Anfang wird in der 6. Schneiße am Annerödder Weg gemacht. Gießen den 22. Januar 1840. „ Bie d. der Beigeordnete Christian Schneider. 10) Versteigerung von Bauarbeiten. Die Arbeiten zur Erbauung eines neuen Schulhauses nebst Oeconomie-Gebäuden für die Gemeinde Waldgirmes, sollen Dienstag den 28. Januar d. J., des Vormittags um 10 Uhr, auf dem Rathhause daselbst an die Wenigstnehmen⸗ den öffentlich versteigert werden. 5 * Nach dem Voranschlag betragen dieselben: fl 8 kr. Maurer⸗ und Steinhauerarbeit— 2434 17 Zimmer arbeit.. 1842 4ʃ Dachdeckerarbeie 404 26 Schreinerarbeit ee 72 Schlosser arbeit 400 04 Glaserar beit 221 34 Weißbinder arbeite 350 05 Spengler arbeit 5 15 Planirarbeit.. 61 10 Die Voranschläge, Zeichnungen und Ver⸗ steigerungsbedingungen liegen auf dem Büreau e Unterzeichneten den Steiglustigen zur Einsicht offen. a Die Großh. Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen den 14. Januar 1840. Der Großherzogl. Provinzialbaumeister Hofmann. 13) Montag den 3. Februar und die folgenden Tage, Nachmittags 2 Uhr, wird in dem ehemals Seippischen Hause in der Neustadt, eine große Parthie Kristall, Glas, Porzellain, Eisen, kurze Waaren ꝛc., gegen baare Zahlung versteigert. 17) Perschiedene Sorten Brau ft i 5 5 s nschweiger Flachs, namentlich zu 46 kr., 48 kr. und 529. per Pack. Bremer Cigarren zu verschiedenen Prei— sen, bei IJ: G., A pape l, in Gießen. Hierzu eine Beilage. 90 ten lere im er ric den den ) die wird n der istall, garen eiter 52 K. n Prei 1 l, Beige zu e. 15) Veraccordirung von Straßenbau— Arbeiten. Da sich bei öffentlicher Versteigerung der Pla— nirarbeiten auf der neu zu erbauenden Provin⸗ zialstraße in den Gemarkungen von Unterseiber— tenrod und Oberseibertenrod zu mehreren Abthei— lungen keine Uebernehmer gefunden haben, so ist der Unterzeichnete von höherer Behörde ermäch⸗ tigt worden, die Arbeit in diesen Loosen, wenn sich Liebhaber dazu finden, für den Voranschlags— preis zu veraccordiren. Die Großherzoglichen Bürgermeister werden daher ersucht, dies zur Kenntniß derjenigen Leute in ihren Gemeinden zu bringen, welche vielleicht zur Uebernahme von Arbeiten dieser Art geneigt sein sollten, mit dem Bemerken, daß der Bau— aufseher Kunz in Oberohmen beauftragt ist, je⸗ dem sich Anmeldenden mit den einzelnen Abthei— lungen der Arbeit auf Ort und Stelle, sowie mit dem Voranschlagspreis und den Accordsbe⸗ dingungen bekannt zu machen. Gießen den 17. Jan. 1840. Der Großh. Kreisbaumeister Müller. 16) Versteigerung von Maurer⸗ und Stein⸗ hauer⸗Arbeiten, sowie der Lieferung von Kalk. Dienstag den 28. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Rathhause zu Lich, die Maurer- und Steinhauerarbeit an drei zu erbau⸗ enden Brücken und den Durchlässen auf der Straße zwischen Lich und Eberstadt, in mehreren Abthei⸗ lungen, sowie die Lieferung von 400 Büuͤtten Kalk zu diesen Brücken und Durchlässen, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen, an die Wenigstfordernden versteigert werden. Man ersucht die Großh. Burgermeister, dies zur Kenntniß der in ihren Gemeinden wohnenden Maurer- und Kalkbrenner zu bringen. Gießen den 22. Januar 1840. Der Großh. Kreisbaumeister Mü le r. 14) Das von der Gemeinde Staufenberg im vori⸗ gen Jahr der Spar- und Leihkasse fur die Kreise Gießen und Grünberg ausgeliehene Kapital a 1500 Gulden soll wieder an die Gemeinde Staufenberg bis zum 1. März d. J.(abgetragen) zurückbezahlt werden. Durch Gemeinderathsbeschluß soll nun das fragliche Capital anderweit wieder ausgeliehen werden. Diejenigen, welche dieses Capital ent⸗ weder beisammen oder theilweise, gegen gericht— liche Obligation zu 4 prost. zu entlehnen wün—⸗ schen, haben sich in der Kürze bei Unterzeich⸗ netem zu melden. Die Großh. Bürgermeister der Kreise Gießen und Grünberg werden ersucht, dieses in ihren unterhabenden Gemeinden bekannt machen zu lassen. Staufenberg den 28. Januar 1840. Der Großh. Bürgermeister Fi s cher. Mligcellen. — Wo gedeiht der veredelte Kastanienbaum und wo nuͤtzt er? Der Kastanienbaum mit sußen eßbaren Fruͤch— ten[Fagus ecastanea) wird bekanntlich in meh— reren wärmeren Gegenden unseres Vaterlandes im Großen gezogen und kultivirt; aber auch wei⸗ ter nördlich hinauf ließe sich dieser schöne Baum, in einem Boden von gemischter Erdart, sehr wohl mit vielem Vortheile anpflanzen, gesetzt auch, man wollte seine Früchte nur zur Viehmast ver⸗ wenden. Ein preußisches Journal, das ihn für die dortigen Gegenden empsiehlt, sagte von ihm: „Er wächst weit schneller als die Eiche, und ist dauerhaft wider die Kälte. Seine Ninde ist ganz vorzüglich zum Gerben; sie enthalt zweimal mehr Gerbestoff als die Eichenrinde, zweimal mehr Farbestoff als das Campeche-Holz, und n wird auch zum Gerben und zu Tinte(die auf dem Papier schön schwarz ist) wirklich gebraucht, Versuche in Frankreich bestätigen. In Frarkreich(wo es Kastanten-Wälder giebt) als Schlagholz gezogen und in ge⸗ wissen Jahren nach ihren Gehauen abgeholzt, die sich sehr willig wieder verjüngen. Das Holz wird dort zu Bau- und Nutzholz, ingleichen zur Feue— Verkohlung angewendet. Auch dient wie neuere werden sie rung und es daselbst zu Weinpfählen und Faßreifen, und man verfertigt Tonnen daraus. Wegen der fei⸗ neren Oeffnung des Holzes sollen zwar die Weine darin langsamer gähren, aber desto weniger aus⸗ dünsten und dadurch stärker und angenehmer blei⸗ ben. Von allen zu Fässern gebrauchten Holz⸗ Arten widersteht diese am Längsten der Faͤulniß. Neuere chemische Untersuchungen haben gezeigt, daß dieser Baum viele alkalische Eigenschaften hat. Der berühmte Chemiker Lavoisier be, nützte den Kastanienbaum zur Erzeugung des Salpeters fur die Republik der Franzosen, die, unrein in ihren Elementen, und verdorben in ihrer Zusammensetzung, Alles schlachtete, was nicht schlecht war, wie sie. Blatt häu se. Einem Grundbesitzer im Eure- Departement, dem die Blattläuse seit mehreren Jahren viele Aepfelstämmchen in seiner Baumschule zerstörten, ist es gelungen, diese Insekten durch Auflösung von schwarzer Seife zu vertreiben. Dieses Mit⸗ tel kostet wenig und besteht darin, daß man die aufgelböste Seife mittelst eines Pinsels auf alle jene Stellen der Bäume, wo man die Insekten sieht, und besonders auf den obern Theil der Wurzeln aufträgt. Es läßt sich leicht bei den jungen Stämmchen in Baumschulen, bei den eben erst gepfropften und bei den Spalierbäumen an⸗ wenden. Nur bei ganz großen freistehenden und mit einer dicken Rinde versehenen Aepfelbäumen durfte es sich als unaus führbar erweisen. Anekltoden. Der Perser Schach⸗Abbas der Große ritt eines Morgens auf die Jagd, und einem Bauer be— gegnend bäumte sich sein Pferd, indem es scheu geworden war.„Haut ihn nieder!“ rief Abbas der Große zornig seinen Begleitern zu.„Was hab ich denn gethan?“ schrie der arme Bauer. „Gethan? gethan?“ versetzte der Schach; ab⸗ scheulich siehst du aus; so daß mein Pferd vor dir erschrak und ich beinahe gestürzt wäre.“ „Das hast du gethan.“— O wie abscheu⸗ lich muß demnach dein Antlitz sein, rief der Ar⸗ me, das mir entgegen kam, um meinen Tod her⸗ beizuführen.“ Dieser Witz aus Todesangst ergöotzte so sehr den Beherrscher der Glaubigen, daß er den Bauer, anstatt ihn hinrichten zu lassen, be⸗ schenkte. Ein junger Mensch gieng nachdenkend auf der Straße und bemerkte etwas zu spät, daß er auf einen Offizier stieß, der ihm entgegen kam und nicht ausweichen wollte.„Ich pflege nicht jedem Maulaffen auszuweichen“, sagte der Krieger. „Aber ich“, antwortete der Civilist und trat auf die Seite. Eine Frau, die sehr verschwenderisch war, kaufte sich einmal ohne Wissen ihres Mannes ein kostbares Kleid. Als sie es das Erstemal anzog, fragte der Mann: Was hast du denn da schon wieder?„Ei“, erwiederte die Frau,„alle meine Freundinnen haben ein Kleid a la Paginini, also habe ich auch eines haben müssen.“ Der Mann wurde darüber zornig; er gab ihr eine Ohrfeige und sprach:„Da hast du noch etwas a la Paga⸗ nini!“— Weinend lauft die Frau vor Gericht und beklagt sich, daß sie von ihrem Manne eine Ohrfeige a la Paganini erhalten habe.—„Was ist denn dies?“ fragte der Nichter.„Ach, mein Gott!“ seufzte die Frau,„es war halt eine Ohr⸗ feige auf einer Seite.“ Druck und Verlag der G. D. Vrühl'schen B Ste f jeg ck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.