„% Oberhessisches Intelligenz und Kreis-VBlatt M16. Freitag, den 19. April 1839. Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Freitag, erscheinende Oberbessische Intelligenz- und Kreisblatt be⸗ stimmten Avertissements müssen längstens in jeder Woche bis zum Donnerstag, Vormittags 9 Uhr, eingesendet werden; später eintreffende Inserenden bleiben bis zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift beträgt pr. Zeile 2 kr. Kreisräthliche Vekanntmachungen. Zu Nr. K. G. 3244. Grünberg am 10. April 1839. Betreffend: In Untersuchuugssachen gegen Sophie Schmidt zu Lich wegen verbotswidriger Entfernung aus ihrer Heimath. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gruͤn berg an die Großherzoglichen Buͤrgermeister dieses Kreises. Die unten naͤher beschriebene, wegen verbotswidriger Entfernung aus ihrer Heimath in Untersuchung stehende Rubricatin, ist in der Nacht vom 1. auf den 2. d. M. aus dem Ge⸗ faͤngnisse zu Lich entwichen. Ich beauftrage Sie daher, auf diese Person in Ihren resp. Buürgermeistereien genau invigiliren, sie im Betretungsfalle arretiren und hierher einliefern zu lassen. rr. Signalement der Sophie Schmidt aus Lich: Alter: 18 Jahre, Nase: etwas gespitzt, Große: 6 Fuß 5 Zoll, Mund: gewoͤhnlich, Haare: blond, Zaͤhne: gut, Stirne: breit, Kinn: rund, Augenbraunen: blond, Gesichtsbildung: laͤnglich, Augen: grau, Gesichtsfarbe: bleich, Besondere Kennzeichen: etwas Sommersprossen. Zu Nr. K. G. 3368. Grünberg am 14. April 1839. Betreffend: Eine verlorne Damenuhr. 5 Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Grunberg an die Großherzoglichen Bur germeister die ses Kreises. Nach Benachrichtigung des Polizei-Amts zu Frankfurt a. M., ist am 11. d. M. eine schwarze emaillirte, mit Rosetten verzierte, goldene Cylinder-Damenuhr mit goldener Nadel und Haken, letzterer mit Granatsteinen besetzt, daselbst verloren worden. Indem ich Sie hiervon Lots in Kenntniß setze und anweise, auf diese Uhr invigiliren zu lassen, bemerke ich noch, daß dem holzge Wiederbringer eine ansehnliche Belohnung zugesichert ist. un; n Da ee nach 8 vom Zu Nr. K. G. 2983. Gruͤnberg am 13. April 1839. SEium Betreffend: Die Auswanderung nach Demerara, auf Brittisch, nicht Guyana, in Westindien. bühre Der Großherzoglich Hessische SEie N 8 l 0 5 5 dem Kreisrath des Kreises Grünberg* 0 an die Großh. Bürgermeister dieses Kreises. Bete Das in obigem Betreffe von dem Großh. Kreisrathe zu Gießen an die Großh. Buͤrger⸗ meister des dortigen Kreises in Nr. 13. des Kreisblattes unterm 27. v. M. erlassene Aus⸗ schreiben ist auch fuͤr Sie gültig und haben Sie die dort abgedruckte hoͤchste Ministerial⸗ Verfugung auch zur Kenntniß Ihrer Buͤrgermeisterei-Angehoͤrigen zu bringen. Sund r i e k. 7* Zu Nr. K. G. 3314. Grunberg am 13. April 1839. Betreffend: Die öffentlichen Bekanntmachungen durch die Schelle. solle Der Großherzoglich Hessische Holz Kreisrath des Kreises Grunberg an die Großherzoglichen Buürgermeister dieses Kreises. Es liegt zwar schon in der Natur der Sache, daß, wenn eine oͤffentliche Bekanntmachung g N durch den Ausrufer bewirkt wird, waͤhrend des Ausrufens alles Fuhrwerk und alle Reiter stille halten muͤssen, und uͤberhaupt kein Geraͤusch gemacht werden darf, wodurch es verhindert 105 wird, die Bekanntmachung zu vernehmen; da sich indessen in einem vorgekommenen Falle darauf berufen worden, daß keine ausdrückliche, eine Strafe drohende Verfuͤgung dieserhalb bestehe; so wird es bei 45 kr. Strafe untersagt, bei oͤffentlichen Bekanntmachungen durch die hierzu angestellten Ausrufer durch Fahren, Reiten oder auf sonstige Weise einen, diese Be⸗ kanntmachung stoͤrenden oder hindernden Laͤrmen zu machen. Dieses haben Sie zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Om ei e x. Zu Nr. K. G. 3332. Gruͤnberg am 15. April 1839. Betreffend: Die Loosholzabgabe aus Domanialwaldungen, i l insbesondere die Erhebgebübren der Gemeinde⸗ Einnehmer von Erhebung der Loosholzgelder. offen Der Großherzoglich Hessische dun mM Kreisrath des Kreises Grunberg an die Großherzoglichen Buͤrgermeister dieses Kreises. In der Verfugung Hoͤchstpreißlichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 1. Novbr 1834, ist bestimmt, daß die Erhebgebuͤhren der Gemeinde-Einnehmer von dem E du erden Lobsholzgelde von den Loosholzempfaͤngern mit erhoben, also in dem Erhebregister dem Loos⸗ dem holzgelde mit beigesetzt werden sollen. Es hat nun seither in vielen Gemeinden die Einrich— tung bestanden, daß die Erhebgebühren des Gemeinde-Einnehmers vom Loosholzgelde nicht nach Procenten dieser Einnahme, sondern nach Items geregelt gewesen, gewoͤhnlich 3 Kreuzer vom Item. Es erscheint dieß ungehoͤrig, indem nicht jeder Loosholzempfaͤnger eine gleiche 839. Summe, sondern der eine mehr, der andere weniger zu bezahlen hat, die Erhebgebuͤhren also nicht gleichen Betrag haben koͤnnen, und auch nach der Gemeinde-Ordnung sich die Erhebge— buͤhren des Gemeinde ⸗Einnehmers nach Procenten der Einnahme bemessen sollen. Ich weise Sie demnach an, im Voranschlag fuͤr 1840 die Hebgebuͤhren des Gemeinde-Einnehmers von dem Loosholzgelde nicht mehr nach Items, sondern nach Procenten dieser Einnahme zu berechnen 0 und vorzuschlagen, und werden 17, Procent, oder vom Gulden ein Kreuzer, dem seitherigen Betrage der Hebgebuhren nach Items, zu 3 Kreuzer vom Item, am nachsten kommen. z un wa era gien Burger, D 5 Aus⸗ ä.—.—¼½gᷣ sterial⸗ 5 viers Schiffenberg, District Wüstenkopf und Buchen— 1 Bekanntmachungen. berg, nachstehende Holz-Sortimente öffentlich ver— 75) Holz versteigerungen. kauft werden: 1839. Mittwoch den 24. April, Vormittags 8 Uhr, 4 Stecken Buchen Scheitholz, sollen in dem Gießener Stadtwalde nachstehende 9„ Birken 5 Holz⸗Sortimente, als: 5„ 5 1 12 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, A e ee 5%„ 5 Prügelholz, 3 ben, rz delhol: 9 35. Klosholz 1„ Buchen-Prügelholz, 1 I 0 7 931 ke 5„ NEichen⸗Scheltholz, Ne eee 59%„„ Prugelholz, 9 1 Nadel 18 nachung 116 15„ Stockholz, 16 ond spen 1 eiter 19„„ Klotzholz, 112 5 Buchen⸗Stöcke, abindett 5—„ Wellen, 2„ Bien rhin le 1 Stecken Aspen⸗ Scheitholz, 37„Eichen f u Fa 4%„„ Prügelholz, n iestrhalb 4%„ Weiden⸗Pruͤgel, 8 1 Aspen 5 urch die 37 ½„ Dorn⸗Stockholz, 1975 Gebund Buchen⸗Neiser iese Be⸗ 250— Lerchen⸗ Wellen, 4350 f Eichen 1 1 2 Stecken Birken⸗Scheitholz, 150„ Birken„ 3„ Kiefern⸗ Scheitholz, 1350 80 Nadel„ 177 2 Stockholz, 50„ Wachholder-Neiser, . 64 Eichen⸗Stämme mit 584 Cubf. 300 Aspen 2 Fichten 77 77 82 77 300 1 Dorn 15 1889. 102 Eichen⸗Stangen„ 354„ 2 Eich⸗Stämme, 46 Cubf. haltend, 3 Kiefern„„ 16„ f 1 Birken⸗Stamm, 9„ 15 öffentlich meistbietend versteigert werden, mit der 1„ Stange, 1½„ 1 Bemerkung, daß der Sammelplatz auf der Schneise 1 Nadel„ 10 5 5 am Hainches boden ist. d Die Zusammenkunft ist am Güntersgrab. Gegen Gießen den 18. April 1839. vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis Mar⸗ 0 Der Großh. Bürgermeister tini dieses Jahres gegeben. 0 M. Schneider. Gießen den 18. April 1839. 77) Mittwoch den 24. d. M., Vormittags Der Nevierförster stiz vom„9 uhr, sollen in dem Domanialwald des Re⸗ v. Buseck. 76) Arbeitsversteigerung. Künftigen Mittwoch den Ta. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, sollen in dem Hause des Wirths Körber zu Rödgen nachfolgende Arbeiten an die Wenigstnehmenden versteigert werden: J) Weißbinderarbeit, bestehend in der Fertigung des äußern Bewurfs vom Pfarrhaus zu Rödgen, veranschlagt zu 2) Die Fertigung eines Gassen⸗ pflasters um dieses Gebäude, veranschlagt zun 3) Glaserarbeit, bestehend in der Fertigung der Fenster in dem Schulsaal dasel bst, ver⸗ anschlagt zu. 68-7 Die Voranschläge und Steigbedingungen liegen auf der Bürgermeisterei zu Rödgen zur Einsicht offen. Die Herrn Bürgermeister, in deren Ge⸗ meinden Weißbinder, Glaser oder Pflasterer sind, werden ersucht, die Versteigerung im Interesse derselben bekannt machen zu lassen. Gießen den 17. April 1839. Der Großh. Provinzialbaumeister Hofmann. 115 fl. 42 kr. 13„ 18„ 74) Die am 6. d. M. abgehaltene Ver⸗ steigerung des in 80 Stecken Buchen⸗ Scheitholz be⸗ stehenden Brennholzbedarfs für hiesige Hofgerichts⸗ Kanzlei ist nicht genehmigt worden, und wird da⸗ her ein nochmaliger Termin auf un 21207 f Dienstag den 30, d. M. angesetzt. Diejenigen, welche diese Lieferung zu übernehmen geneigt sind, werden hierdurch ein⸗ geladen, sich an dem bestimmten, Tage des Vor⸗ mittags“ 11 uhr in dem Kanzleigebäude dahier einzufinden. Gießen den 15. April 1839. K ii 52) Mit höchster Genehmigung sollen die der Gemeinde Münster zugehorigen Walddistrilte, welche nach Statt gehabter Vermessung zusam— men einen Flächengehalt von 144 Normal-Mor⸗ gen haben und mit Eichen, Buchen und Nadel⸗ Holz bestanden sind, Montag den 27. Mai d. J., Vormittags 40 uhr, auf dem Nathhause zu Grün⸗ berg, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Die Abschätzung dieses Waldes kann auf dem Bureau des unterzeichneten Großh. Kreis- Naths vorher schon eingesehen werden. Grünberg am 8. März 1839. Der Gr. Kreisrath des Kreises Grünberg. Ou vr i e r. Int 117 Die für das sümten Aver ti iter eintreffen halkägt pr. Zeil 2 Ju Nr. K. Bette Kr an die In Fol een, weis uhlicten funzt Sollte sännnt senn; 1 Tanszor 0 betreffend