ten die, zuheben keigen⸗ welche her füh⸗ g ihrer enstände ur aus⸗ ie übri⸗ befreit, m Ver⸗ mungen wohnen⸗ Kennt⸗ Werth tatuten, 98 Ab⸗ gen bei diensten. 1. zoͤhmens fen fällt urgelnde zelnden attfindet g/ und Hafer an wie⸗ srüher Negel o so viel r seinen espinnste chen so lassen; ischens; Talg⸗ ieh süt— einen feinen „deten s dem r kurzer amel. gompost 1aßig „ liefen V ist ein Oberhessisches Intelligenz- und Kreis-Blatt M25. Donnerstag, den 20. Juli 1837. Kreisräthliche Bekanntmachungen. Zu Nr. K. G. 2713. Gießen am 13. Juli 1837. Betreffend: Die Verantwortlichkeit der Gemeinde Cinnebmer und Kirchenrechner für die Beschaffenheit der Rech⸗ nungs⸗Urkunden. 5 Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen a n die Großh. Bürgermeister und Kirchenvorstände in den zum Kreise Gießen neu hinzugekommenen Ortschaften. Indem ich Sie auf das Ausschreiben verweise, das ich in obiger Beziehung unterm 12. April d. J. in 8 13 des Kreisblatts erlassen habe, beauftrage ich Sie, nach den darin gegebenen Vorschriften puͤnktlich zu verfahren. Diejenigen, welche meinen Vorschriften zuwi⸗ derhandeln, setzen sich der angedrohten Strafe aus. n Zu Nr. K. G. 2828. Gießen am 18. Juli 1837. Betreffend: Den Johannes Striem aus Wehrheim, Herzogl. Nassauischen Amts Usingen. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an sämmtliche Gr. Buͤrgermeister dieses Kreises. Indem ich Ihnen von nachstehendem Steckbrief Kenntniß gebe, beauftrage ich Sie zugleich auf das darin bezeichnete Individuum in Ihren unterhabenden Gemeinden genau zu achten, und betretenden Falles solches wohlbewacht anher abliefern zu lassen. K. Ehr. Kuhr. % „Im Monate Mai d. J. trieb sich der unten signalisirte Bursche im Amte Idstein herum, und veruͤbte daselbst, indem er sich fuͤr taubstumm und einen Lehrer des Taubstummen— Instituts zu Camberg ausgab, jedoch ganz leise sprach und sich ausserdem durch Schreiben An— deren verstaͤndlich machte, mehrere Unterschlagungen und Betrügereien. Derselbe soll sich auch schon in fruͤherer Zeit in hiesigen Gegenden herumgetrieben und gleicher Vergehen schuldig gemacht haben./ „Da nun dieser Mensch ein sehr gefaͤhrlicher Gauner, gegen welchen bereits in M 25 des Herzogl. Nassauischen Intelligenzblattes von diesem Jahre von Herzoglichem Amte Usingen ein Steckbrief enthalten, und derselbe zu sein scheint, welcher unterm 28. Juni d. J., von dem Großh. Hess. Graͤfl. Solmsischen Landgerichte zu Roͤdelheim wegen Verdachts der Entwendung von 115 fl. in offentlichen Blaͤttern mit Steckbriefen verfolgt worden ist, und nach diesen Philipp Knecht heißen, und aus Diezenbach, Großh. Hess. Landgerichts Langen, gebürtig sein, sich jedoch als vorgeblich Taubstummer auch unter den Namen Johannes Striem, Jacob Stein und Johannes Steins Sohn, herumtreiben soll; so ersuchen wir die verehrlichen Polizeibehoͤrden dienstergebenst, auf diesen Burschen ein wachsames Auge zu haben, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und uns gefaͤnglich vorfuͤhren zu lassen. Wiesbaden, den 8. Juli 1837. Herzoglich Nassauisches Criminal-Gericht. Reichmann. Signale men t. Name: angeblich Johannes Striem aus Augenbraunen: braun Wehrheim, Herzogl. Amts Usingen. Nase: stumpf Alter: 18 bis 23 Jahre Mund: gewoͤhnlich Groͤße: 5“ 1“ Zaͤhne: vollstaͤndig Haare: schwarz Kinn: rund Schnitt derselben: lang Bart: schwarz, rasirt Stirne: niedrig Gesichtsform: rund Augen: schwarz, groß. Besondere Kennzeichen: Sommerflecken, hat eine alte Narbe uͤber dem rechten Auge, und war bei seiner Entfernung mit folgenden Kleidungsstüuͤcken bekleidet, naͤmlich: einer schwarzen Tuchkappe mit schwarz ledernem Schild, hellrothem kattunenem Halstuche mit kleinen dunkel— rothen Blumchen, hellblauen, weiß gefütterten baumwollenem Wamms, rother Weste mit gelben Streifen, grauen Tuchhosen und Schuhen. 85—— Wer diese Gegenstände einzusehen wünscht, Bekanntmachungen. beliebe sich an Herrn Weber zu Schiffenberg, we— 73) Verkauf von Mobiliar⸗ Gegenständen aus der Hand. Eine sehr gut erhaltene Obstkelter mit Mahl— trog und Stein, eine eichene Butte mit eisernen Reifen, ein 8 bis 9 Ohm haltender eiserner Brau— kessel und eine Schrotsäge, auf welche wegen zu geringer Gebote in der gestrigen Versteigerung der Zuschlag nicht ertheilt wurde, können nun aus der Hand abgegeben werden. gen der Preiße aber an den Unterzeichneten zu wenden. Gießen den 13. Juli 1837. Sch u ei dee, Großh. Hess. Rentamtmann. 74) Protocolle über den Kassesturz für Ge— meinderechner, sowie Berathungsprotocolle für den Gemeinderath, sind zu haben bei G. D. Brühl. Mligtcellen. Der boͤhmische Flachsbau. (Fortsetzung) Im Herbste pflügt man das Flachsland zwei Mal; im Frühjahr ist das fernere Pflügen bei früher Saat entbehrlich, aber die Quecken muß man vertilgen, und die Einwalzung der Saat ist nöthig.— Das sorgfältigste Jäten, »enn die Pflanze 2, 3 Zoll hoch ist, bei trock— ner Zeit, durch Weiber, die das Unkraut im Grastuche sammeln, darf in einem unreinen Acker nicht unterbleiben. Später 5 Zoll hoch jätet man den zum Samen bestimmten Flachs. Der Erzeugung des benöthigten Samens widmet man ½ des Flachsfeldes. Der gute Same ist glatt, glänzend, schwer, ölreich, hell⸗ braun, mehr länglich als flach. Alle Körner müssen an Glanz, Farbe und Gestalt gleich seyn. Der Nigaer Same giebt lange Stengel, 0 25 singen dem dung ilipp „ sich acob lichen on im Auge, parzen unkel⸗ gelben vüncht, 97 we⸗ en zu m. fir Ge für belt b l. ut im reinen boch Flachs. zamens u gutt „ l. Körner 0 seyn. engel einen feinen Bast, aber wenig Samen. Dieser Same artet nicht aus auf einem kräftigen gegen Mittag liegenden Boden, bei dünner Saat, vollkommner Reife, durch Dörren und 6 bis 7 jährige Aufbe⸗ wahrung. Der Same muß, wie in Liefland, oft aus einer andern Gegend bezogen werden. Je wärmer Klima und Boden ist, desto früher säet man die Leinsaat, und bisweilen sogar nach Raps, der schnell vom Lande gebracht worden rauft den Flachs im Nothfall gleich nach der Blüthe, und röstet ihn im Frühjahre. Eine dichte Saat liefert einen langstengeligen feinen Flachs, und doch viel und beschattet den Boden besser, der weniger Unkraut hat. Die Saat wird schwach mit Erde bedeckt. Nußstreu entfernt die Erdflöhe. Der Belgier ländert den geilen Bastflachs und bedeckt das Gegitter mit entlaubten Reisig, oder stängelt solchen mit dürren Neisern. Wenn sich kleine Raupen an den Spitzen zeigen, so muß er in voller Blüthe aufgezogen werden; der Bast ist dann sehr fein, hat aber nur das halbe Gewicht, lichtgelbe Fasern, aber eine ausgezeichnete Festigkeit, welche sich auch beim Spinnen des Garns bewährt. Der feinste Flachs bedarf einen milden lehmigen Sandboden, der fruͤher durch Pott⸗ ascheslederauswurf gedüngt worden war, in westlicher Lage, ferner echten rigaer dicht gesäten in der Blüthe ausgerauften Samen. Beim verzögerten Naufen trocknet der Sast des Flachses ein. Mit Mühe entfernt die Bleiche die dadurch entstandene harzige Substanz. Feine Basterzeugung und starke Samengewinnung lassen sich nicht vereinigen. Man raufet bei trockner Witterung den Flachs und läßt ihn nicht lange in Haufen liegen, denn die Faser wird spröde, wenn der Flachs sich brühet. Er darf nicht vom Felde in die Thauröste gebracht werden, auch verliert man dadurch viel Samen. Nicht die Sonne, sondern die Luft muß ihn trocknen. Das Einbringen des Flachses ohne Abtrocknen darf sich nur der kleine Flachserzeuger erlauben. (Schluß folgt.) Einiges uͤber zweckmaͤßige und Holz er⸗ sparende Oefen-Anlegung, nebst einer naͤchstfolgenden lith. Tafel verschiedener Oefen. (Fortsetzung.) Halten wir nun, wie billig, die letztge— nannte Anforderung überall fest, so lehrt die Erfahrung, daß namentlich den beiden erstge— nannten nicht zugleich vollständig entsprochen werden kann. Es handelt sich daher überall zuerst darum, ob der fragliche Ofen mehr zur dauernden und gleichmäßigen, oder mehr zur schnellen u. vorübergehenden Erwärmung des Locales, für welches er bestimmt ist, dienen soll. Diese beiden Zwecke verlangen die Anwendung entgegengesetzter Mittel zu ihrer vollständigen Erreichung; doch lassen sich Maßre⸗ geln ergreifen, um beiden insoweit zu genügen, als das gewöhnliche häusliche Bedürfniß es er⸗ fordert. Um einen gegebenen Naum schnell zu heizen, ist ein Ofen erforderlich, welcher durch das in demselben angezündete Feuer schnell er— wärmt wird, u. die empfangene Wärme eben so schnell an die Zimmerluft abgiebt. Ein solcher Ofen muß daher aus guten Wärmeleitern gefer— tigt werden. Dergleichen sind für den vorliegen— den Zweck die Metalle, namentlich das Eisen, als das wohlfeilste u. brauchbarste. Je dünner dieses gewählt wird, desto schneller erfolgt die Erwärmung, also bei Eisenblech schneller als bei Gußeisen; aber in demselben Verhältniß tritt auch die Abkühlung schneller ein. Eiserne Oefen sind daher vorzüglich geeignet sür Gasthäuser, Hör— sale u. alle solche Gemächer, welche nur biswei— len auf Stunden erwärmt werden sollen; ferner für die mildern Klimate, wo meistens nur früh u. Abends eine kleine Heizung verlangt wird. Ein Ofen zu gleichmäßig dauernder Er— wärmung muß hingegen aus einem Material be⸗ stehen, welches die empfangene Wärme lange an sich hält. Ein solches(schlechter Wärmeleiter) erhitzt sich aber auch selbst verhältnißmäßig lang— sam. Für den Ofenbau dienen in dieser Hinsicht der gebrannte Thon u. Lehm. Je ausdau— —— — —— ernder u. gleichmäßiger die Heizung verlangt wird, desto dicker, massiger müssen die Wände des Ofens angefertigt werden. Thönerne Oefen sind hiernach Cin Deutschland u. noch kältern Ländern) für eigentliche Wohnzimmer im Allge— meinen die geeignetsten.— Ehe wir zu näherer Beschreibung der vorzüglichsten Arten beider Haupt— gattungen von Oefen übergehen, bemerken wir in Beziehung auf die oben unter 3. 4. u. 5. ge⸗ stellten Anforderungen noch Folgendes: In An— sehung der Gesundheit ist hauptsaͤchlich darauf zu sehen, daß der Ofen den Luftwechsel im Zimmer befoͤrdere(was, beiläufig zu erwäh— nen, am vollständigsten durch die Luftheizung erreicht wird). In dieser Hinsicht verdienen die Oefen, welche im Zimmer geheizt werden, bei Weitem den Vorzug vor denjenigen, deren Hei— zung von außen, durch einen Hals, geschieht. (Fortsetzung folgt.) Das Englisiren der Pferde. Das Englisiren, dem man in der Regel noch das Coupiren(Schweifabschlagen, Stutzen) nachfolgen läßt, wird am liebsten im Frühjahr und Herbst unternommen.— Vorbereitung. Des Morgens vor der Operation erhält das Thier gar kein oder nur wenig Futter. Die Schweifhaare werden mittelst Bindfadens in zwei Zöpfe, doch nur mäßig fest, geflochten und jedes Zopfende an einem sogenannten hölzernen Knebel befestigt. ueber dem Stand des Thieres, an der Decke oder an zwei horizontal liegenden, nach hinten divergirenden u. an der Raufe u. dem Stande befestigten Latten, bringt man 4 Rollen, je zwei hinter einander, so an, daß die beiden vorderen, einander ziemlich nahen, über die Mitte des Nückens, die beiden hintern aber, welche von einander um vieles mehr entfernt sind, hinter die Gruppe des Thieres zu stehen kommen. Durch je zwei hinter einander stehende Rollen zieht man einen starken und gehörig langen Bindfaden, der mit dem vorderen Ende(später) an dem einen Schweifzopf befestiget u. an dem hintern Ende mit einem verhältnißmäßig schweren Gewicht versehen wird. Als nöthige Instrumente u. Verbandstücke bedarf man: 1) ein gerades u. gewölbtes Bistouri; 2) einen Muskel- oder Arte⸗ rienhaken; 3) eine Schere; Y lokkeres Werg; 5) eine Hand voll gleich geschnittenes u. 12 Zoll langes Stroh u. 6) 2½ Zoll beite u. 1 Fuß lange Streifen fester Leinewand oder Tuchecken.— Operationsverfa hren. Nachdem das Pferd vorsichtig anf die linke Seite geworfen, kniet der Operateur mit dem linken Knie hinter das Thier, biegt mit der linken Hand den Schweif nach der Gruppe zu u. zeichnet sich mit dem Hefte des geraden Bistouris quer über die untere kahle Schweiffläche die Stellen an, wo die Einschnitte(Kerben) gemacht werden sollen. Die Zahl dieser ist, wenn das Pferd koupirt werden soll, 3—4, sonst nur 2.— Der erste Ein⸗ schnitt muß etwa 2 Zoll vom After, die übrigen 2—22 Zoll von einander entfernt seyn. Auf den gemachten Anzeichungen schneidet der Opprateur mit dem geraden Bistouri, indem er mit der kinken Hand den Schweif festhält, die Haut der untern Schweiffläche quer von einer Grenze des Haarwuchses zur andern, durch u. fängt da mit dem After zunächst an. Hierauf werden in den gemachten Einschnitten(der Neihe nach, vom After angefangen) die abziehenden Muskeln, u— zwar die der linken Seite stets zuerst, mit dem geballten Bistouri völlig durchschnitten, so daß sie bis zum letzten Cinschnitte 1 Zoll lang her⸗ vorspringen. (Fortsetzung folgt.) Wie erlangt mau, daß die Kuͤhe mit selte— nen Ausnahmen bei Tage kalben? Sehr einfach dadurch, daß man die Kuh, wenn sie trocken bleiben soll, zum letztenmal Abends melkt und nicht Morgens oder Mittags. Man braucht dann nicht des Nachts bei der Laterne das Kalben der trächtigen Kühe zu be— aufsichtigen. Die Kühe, welche in der Brunstzeit des Morgens zum Stier gebracht worden sind, kal— ben genau nach Verlauf von 40 Wochen, aber diejenigen, welche Nachmittags oder Abends zum Stier kommen, pflegen wohl 5 bis 5 Tage später zu kalben. — — —