l 0 g e 1 5 3 Oberhessisches Intelligenz und Kreis-Vlatt M44. Freitag, den 16. December 1836. —— „—————— Kreisräthliche Vekanntmachungen. Zu Nr. K. G. 8013. Gruͤnberg am 28. November 1836. Betreffend: Den Heinrich Schreiner von Ruppertsburg. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Grünberg an die Gr. Burgermeister dieses Kreises. d Nach Benachrichtigung des Gr. Landraths zu Hungen hat sich der unten naher beschriebene, im höchsten Grade moralisch verdorbene Knabe, vor ungefähr 6 Wochen ohne Legitimation aus sei⸗ ner Heimath entfernt und treibt sich auswärts bettelnd herum. Ich beauftrage Sie daher, auf denselben in Ihren resp. Bürgermeistereien zu wachen und ihn im Betretungsfalle arretiren und hierher einliefern zu lassen. Ouvrier. b Signalement des Heinrich Schreiner. Alter: 14 Jahre, Mund: klein, Größe: ungefähr 5% Fuß, Gr. Maas, Bart:— Haare: blond, Kinn: rund, etwas gespalten, Stirn: breit, Gesicht: rund, Augenbraunen: blond, Gesichtsfarbe: frisch, Augen: grau, Besondere Zeichen: Nase: spitz, an der Stirne eine Narbe. Zu Nr. K. G. Gießen am 18. November 1836. Betreffend: Die Gemeindevoranschläge im Kreise Gießen für 1837. Der Großherzoglich Hessische Kreis rath des Kreises Gießen an fsaͤmmtliche Gr. Buͤrgermeister des Kreises Gießen. Nachdem die Voranschläge Ihrer Gemeinden für 1837 von der höchsten Staatsbehörde gnä⸗ digst genehmigt und hierauf von mir definitiv abgeschlossen worden sind, übersende ich Ihnen mit nächstem Boten die Originale mit allen dazu gehörigen Beilagen und den Nevisionsbemerkungen, welch letztere zu befolgen sind. Ich weise Sie nunmehr an: 1 11 1 10 sogleich nach Vorschrift des ersten Satzes im§. 16. der Instruction pünktlich zu verfahren; 2) nach Vorschrift des§. 17. sich zu äußern: ob die daselbst bezeichneten Erhebungsziele etwa bei Ihren Localverhältnissen eine Aenderung erheischten und welche andere Ziele etwa zu setzen sind. Endlich erwarte ich, daß im Laufe der Berwaltung sich pünktlich an die genehmigten An⸗ sätze dieses Budgets halten und keine Creditüberschreitungen eintreten lassen, vielmehr alle Ansätze auf's genaueste zur Ausführung bringen werden, und somit Credit und Ordnung aufrecht erhalten. 8 K. Ch. Knorr. Zu Nr. K. G. 3571. Gießen am 19. November 1836. Betreffend: Die Handhabung der bestehenden Verordnungen hinsichtlich der Stempelung fremder Kalender. 4 1 2 1 5 N Der Großherzoglich Hessische i 4 Kreisrath des Kreises Gießen an smmtliche Gr. Buͤrgermeister des Kreises Gießen. 1 Es sollen, den bestehenden Verordnungen zuwider, eine Menge ungestempelter ausländischer 2 Kalender im Inlande verbreitet werden. Indem ich Sie hierauf aufmerksam mache, fordere ich Sie auf, den Eingang sowohl, als den Verkauf solcher ungestempelter Kalender möglichst zu verhüten zu suchen, und daruber zu wachen, 5 daß Contravenienten zur Anzeige gebracht werden. K. Ch. Knorr. 5 —— Zu Nr. K. G. 3737. Gießen am 7. December 1836. Betreffend: Die Entrichtung des Weggeides an den Stadtthoren zu Gießen, insbesondere die Umgehung desselben unter Angabe von Krankenfuhren. Der Großherzoglich Hessische b Kreisrath des Kreises Gießen 2 an sämmtliche Gr. Burgermeister des Kreises Gießen.— Da, nach erhaltener Anzeige, häufig Fuhrleute, welche Handwerksburschen und dergleichen f 5 Leute um Lohn fahren, an den hiesigen Stadtthoren vorgeben, daß sie zu Krankenfuhren bestimmt 5 worden seien, um von Entrichtung des Weggeldes befreit zu sein, so gebe ich Ihnen auf, den zu 5 Krankenfuhren bestimmten Fuhrleuten jedesmal Bescheinigung mitzugeben, indem sie sonst zur Ent⸗ 0 richtung des Weggeldes werden angehalten werden. K. Ch. Knorr. FFF 2 2 „ Gießen am 16. November 1836. Die Form der von den Bürgermeistern zu erstattenden Berichte. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Glreßen an sämmtliche Gr. Buͤrgermeister des Kreises Gießen. Da bisher von mehreren Bürgermeistern des hiesigen Kreises zu den erstatteten Berichten keine gedruckten Etiquette gebraucht worden sind, so mache ich Sie auf die Bestimmungen des Ihnen mitgetheilten Ausschreibens höchstpreislichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 2. Novbr. v. J. aufmerksam, und bemerke Ihnen, daß Berichte in anderer, als der vorgeschriebenen Form erstattet nach Maaßgabe der Umstände, werden zurückgegeben werden. Auch sind dieselben auf ganze und nicht auf halbe Bogen zu schreiben. Vorschriftsmäßig eingerichtete Berichtsettiquetten können Sie Zu Nr. K. G. Betreffend: 2 8 2 9 bei Lithograph Brühl I. dahier, neben der Kirche wohnend, erhalten. K. Ch. Knorr. Bekanntmachungen. 107) Mainzer und Wetzlarer Punsch⸗ und Bischof⸗Essenz, Liqueure, Madéra, Malaga und 106) Am verflossenen Catharinentag ist ein a 2 2 i gelbes biegsames Stöckchen auf dem Marktplatz Ingelheimer Wein, Chokolade, Schweizer und zu Butzbach entkommen, und kann solches daselbst Nahmkäse, Haringe, Sardellen, Kapern dc. bei 405 zur Zuruckgabe im Gasthaus zum grünen Baum Höstereich, 1 abgeliefert werden. auf der Mäusburg in Gießen.