——— 5 Oberhessisches Intelligenz und Kreis- Glatt. W438. Freitag den 18. Decbr. 1835. 7 11 r e—ů————.———.— „„ Kreisräthliche Vetzanntmachungen. Zu Nr. K. 7914. Grünberg am 8. Decbr. 1835. Betreffend: Untersuchungssache gegen den Mesgergesellen Heinrich Tempel von Hanau. Der Großherzoglich Hessische ö Kreisrath des Kreises Grünberg ö an die Großh. Buͤrgermeister dieses Kreises. Der unten naͤher beschriebene Metzgergeselle Heinrich Tempel von Hanau hat sich, eingelangter Benach⸗ richtigung nach, der Theilnabme an einer revolutionären Verbindung in hohem Grade verdaͤcht ig gemacht und steht deßhalb bei kurfürstlichem Landgerichte zu Hanau in Untersuchung. 5 Da sein dermaliger Aufenthalt dem gedachten Gerichte unbekannt ist, so werden Sie angewiesen, auf denselben zu invigiliren, ihn im Betretungsfalle zu arretiren und wohlverwahrt anher einzusenden Ouvriier. — Signalement Alter: 29 bis 30 Jahr Gesichtsfarbe: gesund Groͤße: 5 Fuß 6 Zoll Gesichtsform: oval Statur: schlank Nase u. Mund gewoͤhnlich Haare: hellblond Kinn: rund Stirne: bedeckt Besondere Kennzeichen: ist Augen: graublau etwas Platter narbig. Augenbraunen blond mm. Zu Nr. K. 8297. Giessen am 11. Decbr. 1835. Betre fend: Die Erweiterung der in den Gemeindevoranschlägen vorangesehenen Credit, sowie die Verwendung der in denselben für unvorhergesehene Fälle aufgenommenen Reservefonds. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an fsaͤmmtliche Bürgermeister des hiesigen Kreises. Das Amtsblatt des boͤchstpreißlichen Ministeriums sub 8 48 welches in obiger Beziehung neue An⸗ ordnungen enthaͤlt, haben Sie bereits in duplo erbalten. Ich beauftrage Sie nach den erschienenen Vor⸗ schriften, sich puͤnktlich zu bemessen, sodann den Gemeinde-Einnehmern das Duplikat des Amtsblatts zu— zustellen, sie darnach zu instruiren und wie am Schluß desselben verordnet ist, zu bedeuten. l Sollten Sie in irgend einer Beziehung einen Anstand haben, so koͤnnen Sie schriftlich oder auch muͤnd⸗ lich, auf meinem Bureau bei mir anfragen. K. Ch. Knorr. Zu Nr. K. 8298. Giessen am 11. Deebr. 1835. Betreffend: Die Geschäftsführung der Bürgermeister, insbesondere in Beziehung auf die von ihnen auf die Gemeinde, kassen zu ertheilenden Zahlungsanweisungen. g i. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an saͤmmtliche Büͤrgermeister des Kreises Gießen. g„ Indem ich mich auf das Ihnen in duplo mitgetheilte Amtsblatt des höchstpreißlichen Ministeriums sub. 49. beziehe, beauftrage ich Sie, nach den darin enthaltenen Vorschriften puͤnktlich zu verfahren, sodann mmene Duplikat des gedachten Amtsblatts, zur Kenntnißnahme den Gemeinde⸗Einnehmern, das Ihnen zugeko mitzutheilen. 12 5 f 5 5 oder muͤndliche Anfrage, werde ich Ihnen, bei etwaigen Zweifeln oder Anstaͤnden, die Auf schriftliche a benöthigte Instruction ertheilen. K. Ch. Knorr. Grunberg den 11. Dec. 18335. Zu Nr. K. G. 7904. 8 Betreffend: Die Erweiterung der in den Gemeindevoranschlägen vorgesehenen Credite, und die Verwendung der Reserrefonds, sodann die Geschäftsführung der Bür germeister, besonders hinsichtlich der Ertheilung zer Zahlungsanweisungen. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gr uͤn berg an die Großherzoglichen Bürgermeister dieses Kreises. Unter Bezugnahme auf die Ihnen unter besonderem Umschlag zugesandten Amtsblätter W. 48 und 49 hoͤchstpreitzlichen Ministeriums des Innern und der Justiz die rubricirten Gegenstände betreffend, weise ich Sie an, sich nach denen in jenen beiden Verfuͤgungen ertheilten Vorschriften genauest zu bemessen, von jedem dieser Amtsblätter dem Gemeinderechner ein Exemplar zuzustellen, die nach diesen Vorschriften zu instruiren, und zur genauen Befolgung anzuweisen. Bel der Rundreise werde ich mich unterrichten, wie Sie und die Rechner diesen Vorschriften nachge⸗ Ouvrier. kommen sind. — Zu Nr. K. 8027. a Grünberg am 12. Dec. 1835. Betreffend: Die Gehalte der Kirchenrechner. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Grünberg an die Großh. Kirchenvorstaͤnde dieses Kreises Oberconsistoriums hat Großh. Ministerium des Innern und der Justiz Kirchen und milden Stiftungsfonds, moͤgen solche mit fixem Gehalt keinerlei Hebgebuͤhren von abgetragenen Capitalien in Anspruch zu Nach einer Benachrichtigung Großh. verfuͤgt, daß saͤmmtliche Rechner von oder auf Hebgebuͤhren angestellt seyn, nehmen und zu erhalten haͤtten. Von dieser Verfuͤgung setze ich Sie zu eignem Bemessen und Bedeutung der Kirchenrechner andurch in Kenntniß. Ouvrier. Zu Rr. K. 8936. Grünberg am 12. Debbr. 1835 Betreffend: Die Beschwerde der Maurerzunft zu Grünberg, gegen Georg Dahmer zu Lohnheim und Heinrich Böcher zu Stangenrod, wegen Pfuscherei Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gruͤnberg an die Großherzogl. Buͤrgermeister dieses Kreises. Schon verschiedentlich haben sich Zunftmeister bei mir beschwert, daß di N i ö 5, e Großh. Buͤrger (wo noch Zuͤnfte bestehen) die in Art. 1. des Gewerbsteuergesetzes vom 16. Jun 1827 e 25. am Ende enthaltene Bestimmung nicht gehörig beachteten. Hierin ist naͤmlich bestimmt daß in 155 Orten, wo ein Gewerbe noch zunftig ist, der um ein Patent Nachsuchende sich vorerst darüber ausweisen muß, daß er in der Zunft aufgenommen ist. Indem ich Ihnen daher diese Bestimmung einschaͤrfe und Sie anweise⸗ derselbe kuͤnftig aufs Strengste nachzuleben, mache ich Sie zugleich dafuͤr verantwortlich, wenn Jemand, dem Sie, ohne in die Zunft aufgenommen zu seyn, ein Gewerbspatent ausgefertigt haben auf deßfallsige Anzeige vom Gericht als Pfuscher bestraft werden sollte. Ouvrier. reise unntm Kreis Wetz Zu! fils, versc füger die 1 0. der Cet 835. inrich rten, t M allen weisell 9 Sie wenn „auf . K. P. V. 2273. i 5 8 9 Die wechselseitige Be'anntmachung der Jahrmärkte ꝛc. 1 e a N Der Großherzoglich Hessische n Kreisrath des Kreises Gießen. f an saͤmmtliche Großh. Buͤrgermeister des Kreises Gießen. Mittelst nachstehender Uebersicht gebe ich Ihnen von denen im Jahre 1836 in dem koͤnigl. Preußischen Kreise Wetzlar abgehalten werdenden Maͤrkten Kenntniß, und beauftrage Sie zugleich, die geeignete Be⸗ kanntmachung durch einen Anschlag an dem Gemeindehaus zu bewerkstelligen. K. Ch. Knorr. r; der Jahrmaͤrkte im Kreise Wetzlar des Regierungsbezirks Coblenz, fuͤr das Jahr 1836. Kreisort. Marktort. Markttag. Bemerkungen. Wetzler.] Wetzlar. Mittwoch vor Palmarum. pro 1836 am 23. Merz. dito„ Rogate.„— 4. Mai. 8 dito„ Johannes d. Taͤuf.„„I dito„ Bartholomaͤus.„— 24. Aug. p. 1838 a. Bartholom. dito„ Simon und Juda.„— 26. October, dito„ Nicolaus.„— 30. Novewber. Fallen aber Jobannes, Bartholomaͤus Simon u. Juda u. Nicolaus auf einen Mittwoch so ist an demselben Tag der Markt. Krofdorf. Den 4. Dienstag nach Ostern. pro 1836 am 26. April. 5 3 Dito„ Pfingsten. dito„ 7. Juni jedesmal auch Viehmkt. „ 3. dito„ Bartholomaͤ. 1836 weg. des Juͤd. Fest. am 4. Dienst. d. 20 Sept. Braunfels. Montag nach Palmsonntag. Kramermarkt faͤllt pr. 1836 auf den 28. Maͤrz. dito vor Pfiungsten. dito 0 16. Mai. dito nach Gallus. dito 1 0 17. Oet. dito vor Weihnachten. dito und Viehmarkt, 19. Dec. Leun. Donnerstag nach Quasimodo geniti] Kraͤmer- und Viehwarkt, 14. April. 2. dito„ Pfingsten. dito 77 2. Juni. 2. dito„ Jacobi.. dito 5 4. Aug. 2. dito„ Maria Geburt. dito 5 22. Sept. Oberwetz. Montag nach Rogate. dito 05 9. Mai. g dito„ Maria Heimsuchung. dito 15 4. Juli. Montag nach dem Sonntag der nach dtto 1 29. Augst. Bartholomaͤi faͤllt. 56 6 81 ensolms.[Montag vor Johanni. ito 7 20. Juni. 9 dito f nach Bartholomaͤi. dito 7 29. Augst. . V. 2278. 1 Gießen am 17. Dec. 1835. Zu 1 5 b Preußischen Gemeinde Nauborn, unter den Schweinen ausgebrochene Seuche. Der Großherzoglich Hessische 5 Provinzial⸗Eommissair und Kreisrath des Kreises Giessen an saͤmmtliche Buͤrgermeister des ee e e f 2 iner ser ei ichti der Fuͤrstl. Solmsischen Regierung zu Braun⸗ iner heute dahier eingelangten Benachrichtignng F ö 2 rau fel 10 15 55 Gemeinde Nauborn unter den Schweinen ausgebrochene miltbrandartige eee e schw inden ist, so setze ich Sie unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 29. Okt. l. J. mit dem An⸗ deen 8 Kenntuiß daß der Schweine⸗Ankauf in diesem Dorfe keinem Bedenken mehr unterliegt, und beauf⸗ 7 trage; Sie hiernach alsbalden die geeignete Bekanntmachung zu erlassen. K. Ch. Knorr. 2 Zu Nr. K. 8339. Gießen am 14. Deecbr. 1835. g Betreffend: Die Ausmittelung der Seimath eines zu Dietz im Jabre 1826 aufgegriffenen Taubstummen. 1 Der Großherzoglich Hessische 3 Kreisrath des Kreises Gießen 7 55 an sämmtl. Großh. Buͤrgermeister dieses Kreises i In Erhaltener Benachrichtigung zufolge ist am 17. Deebr. 1826 zu Dietz, im Herzogthum Nassau, ein taubstummer Menfch angetroffen worden, dessen Heimathsverhaͤltnisse bis jetzt noch nicht haben ausgemittelt 77 1 5 9. werden koͤnnen. 00 Derselbe ist ungefähr 22— 23 Jahre alt, 3 Fuß 3 Zoll groß, hat hellbraune Haare, braungraue 1 kleine Augen, kurze aufstoßende Nase, großen Mund und eine gesunde Gesichts farbe. Er trug bei seiner Er⸗ greifung einen blauen Kittel statt Hemdes, ein blau tuchenes Kammisol, ohne Aermel, mit Kameelgarnknöpfen, und unter diesem, eine blaue tuchene Weste mit gelben Metalknoͤpfen, ein rothes baumwollenes Halstuch, 9 Nr. lange weiße leinene Hosen, an dem unteren Ende zugebunden, graue wollene Strümpfe, noch gute Schnuͤr?⸗ 9 N.! ö schuhe und einen schwarzen ledernen Hut. In einem Sack hatte er ausser mehreren Lumpen, noch ein paat getref 1 gute Halbstiefel, und ein paar weiße wollene Struͤmpfe. i Sie werden daher beauftragt, nachzuforschen, ob eine solche Person in Ihren resp. Gemeinden vorhan, ö den gewesen ist, und seit der angegebenen Zeit vermißt wird, auch von dem Resultate Auzeige hierher zu 5 N machen. K. Ch. Knorr. 5 9 0 gu Ne. K. 8323. Gießen am 14. Deebr. 1836. i 1 0 Betreffend: Die Gehalte der Kirchen⸗ Rechner. g 3 Nach Der Großherzoglich Hessische 1 0 7 5 7 LX. Kreisrath des Kreises Gießen 25 50 an saͤmmtliche evangel. Kirchenvorstaͤnde des Kreises Gießen. gasorsch Nach erhaltener Benachrichtigung von Seiten Großh. Oder-Consistoriums, hat höchstpreißliches Min! sterium verfuͤgt, daß fämmtliche Rechner von Kirchen⸗ und milden Stiftungsfonds, moͤgen sie mit firem Gehalte, oder auf Hebgebuͤhren anugestellt seyn, keinerlei Hebgebuͤhren von abgetragenen Capitalien in Anspruch zu nehmen und zu erhalten hatten.. 50 K Sie wollen daher die betreffenden Rechner hiernach bedeuten, und daruͤber wachen, daß den Fonds der⸗ 10 gleichen Gebühren in dem bezeichneten Falle nicht zur Last gesetzt werden. a 1 ö Die Großh. Buͤrgermeister werden beauftragt, das Kreisblatt, in welchem dieses Ausschreiben abgedruckt werden wird, den Herrn Geistlichen zur Einsicht zuzustellen. K. Ch. Knorr. U ö Zu Nr. K. 8338. N 1 Giessen am 14. Deebr. 1835. * Betreffend: Die Untersuchungssache gegen Catharine Kaiser aus Kirchbracht. f Da ne Der Großherzoglich Hessische schweinen ö. b 1 orfe fei Kreisrath des Kreises Gießen een an faͤmmtliche Gr. Buͤrgermeister dieses Kreises. g 1 Die Dienstmagd Cathariua Kaiser aus Kirchbracht, welche in Hanau gedient, sich aber im Monat Mat Ni. K 1 d. J. beimlicher Weise von da entfernt hat, ist von Kurfuͤrstlich Hess. Landgericht zu Hanau wegen mehrerer 185 0 Vergehen in Untersuchung gezogen worden. 0 Betreff .. Auf Requisition dieser Behoͤrden fordere ich Sie auf, die genannte Person, deren Signalement mir 0 uͤbrigens nicht mitgetheilt worden ist, im Betretungsfalle zu arretiren, und hierher abzuliefern. ö K. Ch. Knorr. 1 .— ö* Bekanntmachung. 45, f Rustern Saamen, Die Lieferung des fuͤr die e A e N N des hiesigen Kreises erforderlichen Holssaamens, namlich: ee Agenden e ee elke i 85 55 n Aporn, Gießen den 11. Decbr. 1835. 0 i ersorders 1145 155 Fichten, Der Gr. Hess. Kreisrath des Kreises Gleßen big abgeg 940 F Kiefern und K. Ch. Knorr. Indem Igten 57 0 2 bbr Druck und Verlag der G. D. Brüdlischen Buch⸗ und Steindrucke rei.