1839. Alattes n seines 1834. 1834 in Jrünberg t 1884. n blauer, es in Jh⸗ ses Man⸗ se Gießen e Pekannt⸗ liche Wei n. Hberhessisches 0 Intelligen; ud Kreis- Glatt. 32 33. 5 Freitag den 15. August 1834. Kreisräthl iche vekanntmachungen. Zu Nr. K. 6295. 8 g Grunberg am 7. August 1834. Betreffend: Den Viehhandel im Kurfürstenthum Hessen. Der Großherzoglich Hessische 2 Kreisrath des Kreises Grünberg 0 a n die Großherzogl Burgermeister dieses Kreises. Nach einer von Kurfürstlich Hessischer Regierung vom 16. Januar l. J. geschehenen Bekannt— machung und einen am 24. Juli l. J. aun den Großherzoglichen Provinzial-Commissär der Provinz Oberhessen ergangenen Schreiben derselben, wird in Kurhessen der Viel hhandel nicht als Hausirhandel betrachtet. Es können daher alle diesseitigen Viehhändler in Kurhessen, ohne eine Abgabe entrichten oder ein Patent lösen zu müssen, den Viehhandel betreiben, was Sie in Ihren Bürgermeistereien bekannt machen werden. In Abwesenheit des Großh. Kreisraths Der Großherz. Kreissecretär C. Fuhr. Zu Nr. K. 6238. 5 N Giessen am 12. August 1834. Betreffend: Die Beitreibung der Communal⸗Intraden, insbesondere das von den Bücgermeistern nach§. 85. ff. der Instruction einzuleitende Verfahren über Zahlungs Unfähigkeits⸗ Protokolle. 2 Der Großherzoglich Hessische Kreisrath dies Kreisens Giessen a n lenmüliche Geßbenzssliche Hurpehm fer und Veigeotonften der Neben; l gemeinden dieses Kreises. Ng§. 85. der Instruktion uber Beitreibung der Communal⸗Intraden soll über die an Sie abgegebenen Zahlungs- Unfähigkeits⸗ Protokolle sogleich das vorgeschriebene Verfahren eingeleitet wer⸗ den. Diese Bestimmung ist seither überall unbefelgt gelassen worden, weshalb ich dieselbe mit dem Be⸗ merken einschärfe, daß in so fern nach Ablauf von 14 Tagen nach Ausstellung der Bescheinigung nicht die erforderlichen berichtlichen, Aae eitel sind, Ihuer;. e eg ein Mar. zuge⸗ sendet werden wird.. 01 2 * „ueber die Ihnen bereits eingehändigten Protokolle ist das Verfahren bis zum 1. September tei Meidung obiger Maaßregel zu beendigen. K. Ch. Knorr. ——...—ß—ßr˖7rö.r 5 14 Bekanntmachungen. 56) Die Formularien zu Voranschlägen, Rech⸗ nungen, Erläuterung der Revisionsbemerkungen, Be⸗ rathungsprotocollen, Controle-, Tage- und Hand⸗ büchern, Schulversäumniß⸗ Tabellen, Anweisungen, Negistern über Anweisungen, Nechnungen der Bau⸗ handwerker ꝛc. ꝛc. sind stets vorräthig bei J. Nicker in Gießen. Migcellen. Ein paar Worte uͤber die bei dem Ackerbau und der Gaͤrtnerei gebraͤuchlichen. Geraͤthschaften. (Fortsetzung.) Bei den ersten Dampfmaschinen wurden nämlich Knaben dazu gebraucht, die Commu⸗ nication zwischen dem Kessel und Cylinder, so wie der Stempel in die Höhe ging oder herunterstieg, wechselsweise zu öffnen und wieder zu schließen. Ein solcher Knabe bemerkte, daß, wenn er an die Handhabe des Ventiles, welches diese Communica⸗ tion öffnete, einen Strick befestigte und ihn mit einem gewissen anderen Theile der Maschine in Verbindung brächte, das Ventil sich von selbst, ohne sein Zuthun öffnen und schließen, und er also Frei⸗ heit erhalten würde, sich mit seinen Spielgesellen zu erlustigen. So war die Steuerung fertig, der späterhin freilich die höhere Mechanik eine zweck⸗ mäßigere Einrichtung gab. Ein zweiter Knabe mußte, als er mit der Besorgung einer zur Beleuchtung dienenden Gaslampe beauftragt war, dieselbe so oft wieder anzünden, als sie der Windzug, der durch das häufige Oeffnen einer nahen Thür ent⸗ stand, verlöschte; dadurch ärgerlich gemacht, fiel er darauf, einen Spiraldrath über der Flamme anzu⸗ bringen, der durch dieselbe glühend wird und sie gleich wieder anzündet, wenn sie verlischt.- Moͤgen nun aber auch die Noth, der Zufall, oder wie man es nennen will, vielleicht eine augen⸗ blickliche unmittelbare Eingebung, viele Erfindun⸗ gen zu Tage gefördert haben, so ist es dennoch sehr zu beklagen, daß die Namen derer, die jene dazu bestens benutzten, so wie die näheren Umstände, die ihnen zu ihren Erfindungen Veranlassung gaben, aus der Geschichte verschwunden sind; noch mehr ist Solches da zu bedauern, wo wirklich ein längeres scharfes Nachdenken dabei zum Grunde gelegen zu haben scheint, wie z. B. bei der ersten Anfertigung einer Sense, die Nef. in ihrer jetzigen Gestalt für eins der vollkommensten aller je erfundenen Werk⸗ zeuge, und für eins, das nur die Frucht einer be⸗ harrlichen Geistesanstrengung seyn konnte, hält. So oft, als er damit das Gras auf einer schönen Wiesenfläche mit glattem sichern Hiebe niederstrecken sah, entstand in ihm der Wunsch, die Geschichte der Erfindung und allmäligen Ausbildung dieses Werk⸗ zeuges zu kennen. Es wird zwar bei ihm so we⸗ nig, wie bei anderen gewöhnlich und schon seit lan⸗ ger Zeit gebrauchten, jemals gelingen, etwas Si⸗ cheres und Genaues darüber zu erfahren; aber selbst unbedeutende Fingerzeige, die nur elnige, wenn auch unvollkommene Auskunft darüber zu geben ver⸗ mögen, sollten nach Nef. Meinung dem sinnigen Landwirthe willkommen seyn in einem Zeitalter, wo man sich nicht mehr wie in den dunkeln Jah⸗ ren der Vorzeit bei der Frage nach dem ersten Ur⸗ heber eines uns wichtig und werth gewordenen Din⸗ ges mit der Antwort begnügt, daß solches das Ge⸗ schenk einer Gottheit oder das Werk eines gottbe⸗ gabten Geistes sei.— Recht lebhaft wurde die Auf, merksamkeit des Ref. auf diesen Gegenstand jüngst wieder geweckt, als ihm ein Buch in die Hände kam, worin einige, wie ihm es scheint, sehr inter⸗ essante historische Notizen über die Entstehung des Spatens, der Hacke, des Pfluges enthalten sind, deren Mittheilung nach seiner Meinung auch den Lesern dieses Blattes willkommen seyn dürfte. In Paris ist nämlich im vorigen Jahre der erste Theil eines Wertes erschienen“), das es unter, 1 11 1 an n a u gos can;. ) Der velltändige Tikel desetten eit:„tees Loet-anfen aratoires, collection somplete de tous les instrumen nut, el den lamm ud N beh. a nicht d aufg Eggen ingise altenb Ggge? Slarif shafte einige seyn; Ersch vollst meist schrel ligen komm eins darn dies pier diese wirt Bild jetzt Abb Den Spo gen gur Sch ten! nig hei 0 so Septenber ehnoch seht ene daqn Unstände, ung gaben, ch mehr ist u längere gelegen zu Asertigung Gestalt für enen Verf, gt einer be⸗ unte, hält. ner schönen lederstrecken eschichte der ieses Werk ihm so we, on seit lan etwas Si, ; aber selbt üge, wenn 1 geben ver em sinnigen m Zeitalter, dunkeln Jal⸗ m ersten Un ordenen Dir⸗ bes das Gi, eines gütbe nde die Auf und jüngk die Hände „sehr inter siiehung d nthalten siub, i auch den f dürfte, i Nahe der ds es untes⸗ an Les Istra g 4, 0 nimmt, die vorzuͤglichsten der in der bei dem Ackerbaue und der Gärtnerei in Gebrauch gekommenen oder dazu vorgeschlagenen Werkzeuge und Maschinen bildlich darzustellen und zu beschrei⸗ ben. Ganz vollständig ist zwar diese Sammlung nicht zu nennen; denn es fehlen viele ganzen Welt sehr gute und häufig gebrauchte deutsche und andere Pflüge und Eggen(z. B. der gewöhnliche sächs. Pflug, der thü⸗ ringische, der verbesserte thüringische altenburgsche Pflug, die vortreffliche Egge ꝛc.), so wie mehrere der bessern „ sogenannte altenburgsche Exstirpatoren, Skarifikatoren, Pferdehacken und andere Geräth⸗ schaften darin; auch dürften wider die Abbildung einiger sehr erhebliche Einwendungen zu machen seyn; aber dennoch ist dieses Werk ei ne angenehme Erscheinung zu nennen, da es, wenn auch nicht vollstaͤndig, doch sehr reichhaltig ist und von den meisten Werkzeugen eine treue Darstellung und Be⸗ schreibung giebt, so daß man wenigste ns einen rich⸗ tigen Begriff von ihrer Form und Einrichtung be⸗ kommt, wenn es auch sehr schwierig seyn möchte, eins der zusammengesetzteren, z. B. einen Pflug, darnach zu verfertigen. Die Kupfertafeln sind uüber⸗ dies so zierlich, der Druck auf schönes weißes Pa⸗ pier so sauber, und dabei der Preis so mäßig, daß dieses Buch es wohl verdient, in rech t vielen land⸗ wirthschaftlichen Bibliotheken als eins der bessern Bilderwerke aufgenommen zu werden. Der erste bis jetzt erschienene Band enthält auf 105 Tafeln die Abbildungen von 604 verschiedenen Werkzeugen. Den Anfang machen die verschieden Spaten, Hacken, Gabeln und Karst en Arten von en; dann fol⸗ gen die Pflüge, Eggen, Walzen, Rechen, Reini⸗ gungs werkzeuge, Pferdehacken, Exstirpatoren ze, Schiebkarren, Tragen, Hand⸗ u. Tr agkörbe, Gar⸗ tenmesser und Scheren aller Art, Leitern und man⸗ nigfaltige Garteninstrumente. Der zweite bald ver⸗ heißene Theil soll die zusammengesetzte schaftlichen Maschinen darstellen und ren landwirth⸗ ziemlich eben so viel Abbildungen enthalten, wie der erste. (Fortsetzung folgt.) Ueber eine Methode, Kirschen zu treiben. Ich stelle die Kirschbäume zu Ende des Jahres, 5 Pagrieulture et de jardinage, francais ciennes et nouvellement inventés ou perlfectionnés; par Boitard. Paris. Abel Ledoux, Rue de Pr. 4 Thlr. 12 Gr. 0 et ctrangers, an- Nüebelieu 1855. in meine Häuser und begieße sie nur wenig; dadurch, finde ich, sind sie besser vorbereitet, um im Früh⸗ jahre stark zu blühen. Die Töpfe halten 2 bis 8 Quart, je nach der Größe der Pflanzen; aber das Erdreich, worein sie gepflanzt sind, ist keineswegs fett; denn ich habe beobachtet, daß sehr stark ge⸗ düngtes Erdreich geneigt ist, die Schüßlinge zu üppig zu machen, und sie zu veranlassen, harzig zu werden. Wenn ich anfange, zu treiben, fahre ich fort, nur sparsam zu begießen, und trage Sorge, sowohl bei Nacht als Tag so wiel Luft, als das Wetter erlaubt, zuzulassen, dieß ist besonders nö⸗ thig; denn nichts macht die Kirsche zum Treiben so unfähig, als abwechselnd Luftzug bei Tage und Einsperrung bei Nacht. Ich öffne die hinteren Fen⸗ ster dicht bei den Bäumen beinahe in jedem Wetter. Beim Frostwetter mache ich das Feuer so stark, daß ich noch frische Luft zulassen kann, ohne daß die Temperatur bis auf 32e F.(10% N.) heruntersinkt. Auf diese Weise fahre ich sehr langsam fort, bis die Bluthen alle angesetzt sind, zu welcher Zeit die Blätter, wenn das Treiben gut geleitet worden ist, dunkelgrün, fest und vollkommen gut gebildet seyn sollten. Ich erhöhe nachher die Temperatur, erst -auf 65 F.(14% R.), und später allmählig auf 700 F.(16% R.), indem zu gleicher Zeit die Feuch⸗ tigkeit der Luft vermehrt, und stets Sorge getragen wird, den Luftwechsel so reichlich als möglich zu unterhalten. Dadurch finde ich, wird die Kirschen⸗ erndte gewiß und reichlich, ohne Lohe, Laub oder irgend eine Grundwärme. Zur Nachahmung. Der würdige Pfarrer zu Eresing bei Windach ist ein sehr thätiger Beförderer der edlen Obstbaum⸗ zucht. Er hat schon einige hundert Stück der besten und verschiedenartigsten Obstbäume theils auf seinen Gründen, theils auf Gemeindeplätzen mit frucht⸗ tragendem Erfolge gepflanzt, und die Gemeinde damit beschenkt. Er beschrieb sich vor einigen Wo⸗ chen erst wieder über 100 Stücke verschiedene der besten Obstbjume auf eigene, nicht unbedeutende Keosten, setzte solche im Angesicht der Schuljugend, und lehrte sie die Vortheile kennen, die bei Setzung der Obstbäume durch zweckmäßiges Beschneiden der Wurzeln und Krone nothwendig sind, die oft Gärt⸗ ner und Oekonomen nicht wissen, und also das Ge. .——...—*— deihen der jungen Bäume verzögern, oder gänzlich verhindern. Bei diesem Geschäfte machet dieser wür⸗ dige Pfarrer die Schuljugend, und auch die Er⸗ wachsenen seines Pfarrsprengels auf den Nutzrn auf⸗ merksam, welchen die Baumpflanzung auf die Be⸗ fruchtung des Bodens, und die Frucht selbst auf die Gesundheit des Menschen hat, macht ihnen durch Beispiele begreiflich, wie sich durch Pflanzung der Obstbäume der Gutswerth erhöhe, ein besserer Wohl— stand in der Haushaltung begründe, und dabei die Absicht der landesväterlichen Fürsorge zur Verbes— serung der Landwirthschaft durch fleißige Pflanzung und Pflege der Obstbäume erzweckt werden könne, weßwegen er auch gute und bald tragbare Obstbäume ganz uneigennützig um den mäßigen Ankaufspreis an die entfernten Gemeinden zur Aufmunterung zu vertheilen pflegt. Die Liebe u. Verehrung der Gemeinde für die geistige Sorge, für die oͤftere Hülfe, Rath und Belehrung in manchen Fällen des Lebens, ist für diesen Pfarrer anerkennend so groß, daß Eresing jetzt schon in einem bessern Wohlstand stehet, und von der Schuljugend am Mindesten mehr eine Frucht— entwendung oder Baumfrevel beobachtet wird. Solche schöͤne Beispiele verdienen Nachahmung. Dieses von einem unpartheiischen Freunde der Obstbaumzucht. Das Umbrechen der Oberflaͤche der Erde bei herrschender Trockenheit. Ein Amerikaner, der zugleich Landmann ist, theilt hierüber folgende 20 jährige Wahrnehmung mit:„Das Umbrechen der Oberfläche des Bodens in großer Trockenheit ist, wo es angebracht werden kann, vortheilhafter, als das Begießen, selbst wenn die Pflanzen noch sehr jung sind und noch nicht tief in die Erde eindrangen, und sogar wenn solche wegen starker Dürre zu kränkeln anfangen und wenn der Boden zu ½ aus Sand besteht. Man kann in solchem Falle ohne Besorgniß die Pflanzen, z. B. die Kartoffeln, mit einem tief eindringenden Pfluge⸗ in dem durch die Sonne verhärteten Boden behäu⸗ feln, und wenn nicht bald darauf Regen folgt, so erholen sich schon dadurch die schmachtenden Kartof⸗ feln schnell, und man wird gewahr, daß sich häufig Thau auf die angeworfene Erde ansetzt. Man muß also bei der Garten- und Landwirthschaft der Kräuter und Pflanzen den Boden auch in der Dürre mög⸗ lichst locker erhalten, welcher dann durch viele Luft aus der Oberfläche ein schlechter Wärmeleiter wird. Erlangen nicht die den Sonnenstrahlen ausgesetzten Steine einen sehr hohen Grad der Wärme? und trifft dies nicht auch jede dicht verschlossene Erde im Gegeunsatz gegen einen lockern Boden, welcher ein paar Zoll unter der Oberfläche stets kühl ist? Die Auflockerung der Erde hat die Folge, daß die Sonnenstrahlen die Erde nicht zu sehr erhitzen. Das Umbrechen der Oberfläche erleichtert der Luft den Zugang zum Boden, welcher dadurch ein neues Mittel erhält, die mächtige Vegetation in gesunden Pflanzen zu befördern. Kartoffeln. Diese kann man auch in unserm Klima in der Erde wo sie wachsen, ohne zu erfrieren, und bis neue Kartoffeln da sind, also ohne sie auszunehmen, frisch erhalten, indem man die Pflanzen, nach der Erfahrung des Prof. Pohl, mit Laub bedeckt, was nicht einmal sehr viel zu seyn braucht. ——.— Fruchtpreige. Hafer. Waizen.] Korn. Gerste. Erbsen.][ Linsen 0 e.[ Datum. 5 5 105 det Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. g Pfund] fl.] kr. Pfund fl. kr. Pfund] fl. tr. Iwfund fl. kr. fl. kr. of.] fl. I r. f. —————— Gießen 22. März. 1 2005 50 180 4 Grünberg... 19. April.— 4 401— 3 Darmstadt.. 26. Juli.. Mainz„ 24. Mai,— 5 2— 4 Frankfurt a. M. 11. Aug.— 6 481— 4 5460 8. J bs 30— 3—— 235 5 30— 6—— F 232„258 2- 525— 400— 245— 256] 4 200—l——— Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch⸗ und Steindruckerei. und fist! bela Leine len 10 fl meist Bull keine sch Pei g Zu