antraten, verloten B. Gießen im Trogdem auch fe Denn auch knapp, h 6: 0( 3: 0) iten fampftraftig agen. In der albachs 1. Mann gute Leistungen 20. Minute ab anle tamen mehr und Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) e zum gegnerischen Moattionsschluß früh 8 Uhr. Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. das Führungstor en tonnten. Ein wandelt. In der auch teine Lore - Für Aufbewahrung oder Rüdbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. gute Durgörüb. Jahrg. Berteidigung war Bei den Raubon Können. Die fem Umitand wat a 1 1: 0 2. 3: 1. Politische Rundschau. Der Reichsbeauftragte für das Wahlprüfungsverfahren, Miaterialrat Dr. Kaisenberg, hat den Bericht über die Reichspräntenwahl zur Entscheidung über die Gültigkeit der Wahl einDen Gästen etwas eicht. Der Reichsbeauftragte stellt den Antrag: Die am 10. Imar 1. den vorzügli 1932 vollzogene Wiederwahl des Generalfeldmarschalls Bul von Hindenburg zum Reichspräsidenten ist gültig." tiprechend mußte annichaft noch unter mg perichiedener Sp Lohnbergs 2. jeres Spiel als de er 2. Halbzeit ab. die Weilburger zum Der Aeltestenrat des Reichstages hat beschlossen, den Reichstag i den 9. Mai zu einer kurzen Tagung einzuberufen, in der die te Lesung des Etats erledigt werden soll. Die Nationalsozia= Len wollen einen Antrag auf Auflösung des Reichstages und Mewahlen einbringen. Der Reichstag soll in der Pfingstwoche vier Tage dauern und sich dann bis Ende Mai oder Anfang Ji vertagen. Die Reichsregierung hat die durch den britischen Botschafter übermittelte Einladung zur Lausanner Konferenz am 16. Junt Agenommen. Die Reichsregierung hat sich gleichzeitig damit n sich am Sonntageverstanden erklärt, daß die Einladung der fleineren Staaten efenbach zum faludy die britische Regierung erfolgt. bzeit, mit beide fonnte Leun nab Tiefenbach aus e die gleiche von et und fonnte gegen ten Enappen 2:16 es 2: 2( 0: 1). Kaserne in Weil ge Mannschaften itemarmes Spiel fein Erfolg bejbi ar durch Nachsch Reichskanzler Dr. Brüning wird am Sonnabendvormittag Berlin eintreffen und sich voraussichtlich noch im Laufe des Bermittags zum Reichspräsidenten begeben, um ihm über den Belauf seiner Genser Besprechungen Bericht zu erstatten. Der Führer der französischen Abrüstungs- Delegation in Genf, Bau- Boncour, hat am Freitagabend vor der französischen Presse Di auffehenerregende Erklärung abgegeben, daß der Allgemeine Ausschuß der Abrüstungs- Konferenz nicht wieder zusammentreten de, bevor nicht zwischen den Großmächten eine Uebereinstimrung in den politischen Kernfragen herbeigeführt ist. Der Reichsrat stimmte in einer Bolligung am Donnerstag Dutch Mehrheitsbeschluß bei Stimmenthaltung Hamburgs einer Berordnung des Reichsernährungsministers über den Zusammenaus der Feuchtstärkeindustrie zu. Laut Mitteilung der Nationalsozialistischen Korrespondenz ef begann mit weird sich die nationalsozialistische Rechstagsfrattion am 9. Mai an allen Arbeiten des Reichstages, auch an den Ausschußarbeiten, Beteiligen. 86 Ran jah zeitweise ilburg wird zum& eitweise überlegen. gversprechend. auf. Ein schnelle burch ein Fo thängte Elfmeter er Kampf it nun Spiel harte Forment Spielführer blieb i den vor dem Meble fen für Weilburg um im Endspur zweitletzten Minute el ein gerechter jen 2. 1: 2. jen 1. 4: 1. Reichsernährungsminister Schiele wird im Juni der hessi Ten Staatsregierung einen Besuch abstatten, um sich von der Chm durch Finanzminister Kirnberger eben vorgetragenen RotLage der Rhein- Main- Landwirtschaft persönlich zu überzeugen. Die Großdeutsche Fraktion des Nationalrates hat den Abgurdneten Straffner beauftragt, in der letzten Sigung des erreichischen Nationalrates dessen Auflösung zu beantragen. Der Lippische Landtag lehnte nach längerer Aussprache über Die Politit der Landesregierung in den letzten Jahren die von Der Rechtsoppofition eingebrachten Mißtrauensanträge gegen die Regierung mit 11 gegen 7 Stimmen bei 3 Enthaltungen ab. Wie wir erfahren, hat der Oberreichsanwalt die Prüfung des Materials über die SA- Formationen im wesentlichen abge: offen. Auch die Ermittlungen bezüglich der Bogheimer DoKanente stehen jegt im wesentlichen vor dem Abschluß. Auf der Reichstagung des Verbandes der katholischen afmännischen Bereinigungen in Erfurt hielt am Freitag Bidsarbeitsminister Dr. H. c. Stegerwald eine längere Rede. Der Thüringische Landtag nahm am Donnerstag mit der Hirschhausen mitem Lesung des Haushaltsplans die Plenarsizung wieder llten sich die p Während des Durch Elfmeter o darauf kann der ch der Halbzeit fäll Der Wirbelaver be Wirbelau hat mn Angriff Das Leder haarighei C Die Nationalsozialisten beantragten die sofortige Beung ihres Antrags auf Auflösung des Landtags. Der ! trag wurde aber abgelehnt, worauf die nationalsozialistische Julion den Sigungsjaal verließ. Am Freitag wurde unter Leitung eines Ministerialdirigen1 de Die Fühlung mit den Berufsverbänden aufgenommen, von er sich die Angestellten- Organisationen, wie man Bereits gegen die Einführung des Krümpersystems, also die aben vom Rechtsang Emdenwoche ausgesprochen haben. I gleichziehen, abe meldet, und gegen die 40ausgezeichnet, jein e inmig der Vereinbarung zugestimmt, wonach die deutsche chon winkt Nr. 2 as Eidwestafrika anerkannt wird. Die Legislative Versammlung von Südwestafrika hat einErache als gleichberechtigt mit der englischen u. holländischen in hat der Linksanger aber von Wirbeln Tor. Das bewei An der südöstlichen Front der Mandschurei ist es zu heftigen Wimpfen zwischen japanischen Truppen und Chinesen gelom en der Halbrechte 1mm, die sich gegen die neue mandschurische Regierung in Aufinfenden fann. Nah befinden. fte erst einen zugd Ehrentor. Vorher De verwiesen. Es tsspielen vorkommt innehmen fönnea gegebene Leiter. ujen 1. 1: 4( 0: 4). älfte, mit dem Wind Itentirchen in der te. Weidenhausen rbient, trohdem der Bei einer Truppenparade am Donnerstag, die die Japaner Part von Hongtju anläßlich der Feier des Geburtstages des Risers von Japan veranstalteten, wurde ein folgenschweres mbenattentat verübt, durch das zahlreiche prominente japanich Persönlichkeiten, die sich auf einer besonderen Tribüne beaden, mehr oder weniger schwer verletzt wurden, darunter fast ale jührenden japanischen Teilnehmer an der Friedenskonferenz. Die türkische Regierung hat im ganze Lande jede KundBang der Arbeiterschaft aus Anlaß des 1. Mai verboten. Die argentinische Kammer hat die innere Anleihe in Höhe 1200 Millionen Besos genehmigt. In der Zeit von Montag bis Donnerstag wurden aus einem I the Homberg( Oberhessen) im Walde gelegenen Steinbruch der ma Scheidhauer und Giessing in Mainzlar bei Gießen 25 enverhältnis zugnante logramm Ammonit V und 200 Sprengkapseln gestohlen. gen Nr. der A53 Altenkirchen 1.( 33) erlin- Neukölln- swärts gegen magig o Schulze, Berlin- d Feinmech- Me eme Schreibmaschines en in Kauf und Miete Tel Telephon Nr. nur 85 . Stück nur 0.95 ützer Stück nur 0.95 schützer Stück nur 050 Das Ergebnis der Länderwahlen Die NSDAP. überall die stärkste Partei. Ezi- eldemokraten Dutichnationale Batum Rmmunisten Dutiche Volkspartei Bilfsrechtpartei Wrtschaftspartei Dutsches Landvolk Dutche Staatspartei Ritionalsozialisten Butch- Hannoveraner Preußen. DT, WETZLA istlich- Sozialer Volksdienst 24 Fernruf Shiclistische Arbeiterpartei Riditaler Mittelstand 85mstige Parteien Stimmen Mandate 4 674 943 93( 137) 1 524 931 31( 71) 67( 71) 57( 48) 7( 40) 3 374 413 2819 602 330 807 44119 191 032 153 562 332 441 0( 2) 0( 16) 0( 12) 2( 22) 8 008 219 162( 9) 63 803 1( 5) 255 068 2( 4) 0( 3) 0( 1) 80 437 9 949 198 622 0( 2) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 30. April 1932 Bayern. Bayerische Volkspartei Sozialdemokraten Bauernbund und Staatspartei Deutschnationale Nationalsozialisten Kommunisten Sozialistische Arbeiterpartei Christlich- Sozialer Volksdienst DVP und Wirtschaftspartei Sozialdemokraten Zentrum Bauern und Weingärtner Staatspartei Deutsche Volkspartei Kommunisten Deutschnationale 9( 15) 3( 11) Stimmen Mandate 1 272 074 45( 40) 604 098 20( 30) 253 260 127 963 1 270 602 43( 9) 259 400 8( 3) 13 452 0( 0) 42 109 66 012 0( 0) 0( 4) Württemberg. Stimmen Mandate 206 572 14( 21) 254 645 17( 16) 133 645 9( 15) 59 689 4( 8) 19 319 0( 4) 116644 7( 6) 53 410 3( 4) 52 352 3( 3) 328 188 Hamburg. 10 019 119 477 23( 1) 0( 2) Stimmen Mandate 226 233 49( 46) 233 528 51( 43) 32 344 7( 9) 2( 2) 26( 35) 84 139 18( 14) 23805 4.880 7729 2200 Anhalt. Christlich- Sozialer Volksdienst Nationalsozialisten Volksrechtpartei Sozialdemokraten Nationalsozialisten Deutschnationale Zentrum Kommunisten Staatspartei Deutsche Volkspartei Wirtschaftspartei Christlich- Soziale Sozialistische Arbeiter- Partei Sozialdemokraten Deutschnationale Zentrum Kommunisten Deutsche Volkspartei Haus- und Grundbesitzer Deutsche Staatspartei Nationalsozialisten Sozialistische Arbeiterpartei Landbund Wirtschaftspartei 5( 7) 1( 2) 1( 2) 0(-) Stimmen Mandate 12( 15) 2( 2) 75120 12 807 2 630 1(-) 20 414 3( 3) 8 194 2( 6) 6 386 1( 2) 3 227 1( 2) 89 602 803 15( 1) --( 4) ( 1) Der Wahlsonntag verlief durchweg ruhig. Leider hat die politische Umgruppierung in den einzelnen Parlamenten bis auf Anhalt, wo eine Rechtsregierung ohne weiteres gegeben ist noch nicht die gewünschte Klärung gebracht, so daß die Neubildung der einzelnen Länderregierungen auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen wird. Vom Kapitel doppelverdiener. Groteske Feststellungen vor dem Frankfurter Arbeitsamt. Der Spruchausschuß verhandelte, so veröffentlichen die Frankfurter Nachrichten" in ihrer Nr. 119 vom 29. 4. 1932, über die Frage Doppelverdiener in der letzten Sitzung sozusagen in eigener Sache des Arbeitsamtes. Die Ehefrau eines Planangestellten des Arbeitsamtes war als Abteilungsleiterin einer Hausfrauenwäscherei tätig. Sie war in diese Stellung im Jahre 1929, ihr Mann war bereits damals bei dem Arbeitsamt tätig, durch das Arbeitsamt vermittelt worden. Allmählich war sie die Seele des ganzen Geschäfts geworden. Sie hatte ungefähr das gleiche Einkommen wie ihr Ehemann. Das Arbeitsamt führt einen erbitterten Kampf gegen alle Doppelver diener. Es war für die Dauer ein unhaltbarer Zustand, daß ein Angestellter des Amtes selbst Doppelverdiener war. Da das Arbeitsamt keinen Einfluß auf die Ehefrau des Angestellten hatte, so stellte es diesen vor die Wahl, entlassen zu werden, oder seine Ehefrau zur Aufgabe der Stellung zu veranlassen. Die Frau gab die Stellung auf und der neue Besitzer der Wäscherei, der auf ihre Arbeitstraft angewiesen war, soll sogar beabsichtigt haben, Schadenersatzansprüche gegen das Arbeitsamt geltend zu machen. Schließlich begnügte er sich damit, daß seine Angestellte ihn noch einige Wochen unentgeltlich einarbeitete. Eine andere Kraft ist für die ausgeschiedene Ehefrau nicht eingestellt worden. Das ist die Vorgeschichte des Falles, den der Spruchausschuß des Arbeitsamtes jetzt zu entscheiden hat. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis beantragt die Frau Gewährung von Arbeitslosenunterstützung. Eine Ehefrau hat, wenn alle sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind, nur bei Bedürftigkeit Anspruch auf Arbeitslosenunterstügung. Die Bedürftigkeit wird nach den gleichen Grundsätzen wie bei Gewährung der Krisenunterstützung ermittelt. Es ergibt sich nun bei Anwendung dieser Grundsätze das überraschende Resultat, daß der Ehefrau des Planangestellten eine Teilunterstützung von 7, Mark in der Woche zusteht. Die Bedürftigkeit tann nicht verneint werden. Eine etwas blamable Feststellung für die Besoldung der mittleren Beamten, die auch nicht durch die Feststellung des Vorsitzenden des Arbeitsamtes abgeschwächt wird, daß es noch niedriger entlohnte Gruppen unter den Beamten gibt. Die Unterstützung wurde durch das Arbeitsamt unter Berufung auf Artikel 7 der Verordnung über die Krisenunterstützung verweigert. Auf Grund des Einspruches gegen diese Entscheidung soll nun der Spruchausschuß über die Bejahung der Bedürftigkeit und des Unterstützungsanspruchs der Spruch ausschuß auch über die Verhängung einer sechswöchigen Sperre wegen ,, freiwilliger" Aufgabe der Arbeit entscheiden soll. Der Spruchausschuß verneint die Bedürftigkeit mit der Begründung, daß auch andere Beamte der gleichen Gehaltsklasse ihre Ehefrau unterhalten müssen. Der Fall ist typisch dafür, daß eine ganz rohe primitive Lösung des Problems der Doppelverdiener nicht immer am Plate ist. Auch daß die anerkannt scharfen Bestimmungen der Bedürftigkeitsprüfung bei der Beamtenbesoldung zu einem derartigen Ergebnis führen, dürfte zu denken geben. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Korruptionserscheinungen Nummer 17 in der Sozialdemokratie. Die deutsche Sozialdemokratie pflegt den Vorwurf der Jdeallosigkeit, der Unsauberkeit und Korruptheit mit Entrüstung zurückzuweisen. Dabei ist sie aber offensichtlich schon so weit ge= kommen, daß sie das flare Empfinden für das, was unsau= berist, verloren hat. Verschiedene Vorgänge aus der jüngsten Zeit beweisen das ganz deutlich und nehmen der Sozialdemo fratie das Recht, eine besondere Feinfühligkeit in moralijchen Dingen für sich in Anspruch zu nehmen. Ueber Herrn Leinert ( Soz) den Hannoverschen Oberbürgermeister wenig rühmlichen Angedentens, der sich schon nach nur 2- jähriger Amtszeit mit 22 000 M. pensionieren ließ, wobei ihm die als Parteisekretär in Hannover verbrachte Zeit vom 21 Jahren angerechnet wurde, schrieb der sozialdemokratische ,, Firn": Er habe die Ehre und das Ansehen der Partei aufs schwerste geschädigt durch eine Handlung, die zur Wahrung persönlichen Vorteils geschah".„ Es gibt," so sagte das Blatt ,,, ein Gefühl der Sauberkeit, das zusammenzudt bei dem Gedanken, daß diesem Manne der Weg zur Rückkehr ins politische Leben geöffnet werden soll." Dieses saubere Urteil hat die Sozialdemokratie bekanntlich nicht daran gehindert Herrn Leinert im politischen Leben seine Rolle weiter spielen zu lassen und ihm sogar türzlich das Präsidium des Preußischen Landtags anzubieten. Ein zweiter Fall: Derselbe Sozialdemokrat Tempel, der wegen unerhörter Amtsvergehen im Wege des Disziplinarverfahrens aus seinem Amt als Präsident der Landesversicherungsanstalt Sachsen beseitigt wurde, weil er mit den ihm anvertrauten Geldern unpfleglich umgegangen sei und sich selbst für 90 000 RM. eine Dienstwohnung auf Kosten der Anstalt in überaus pruntvoller Weise haben ausstatten lassen, wurde am 23. November 1931 zum ersten Vorsitzenden der sozialdemokratisch geleiteten Allgemeinen Ortstrantentasse Dresden gewählt. Und zum dritten: In 3eit wurde der Gewerkschaftssekretär Dietrich, der wegen Freiheitsberaubung und unbefugter Amtsanmaßung mit 5 Tagen Gefängnis und wegen Urkundenfälschung mit 10 000 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängnis vorbestraft war, zum unbesoldeten Stadtrat gewählt und vom Regierungspräsidenten bestätigt. Der sozialdemokratische Oberbürgermeister hat ihm die gesamten städtischen Werte als Dezernat anvertraut. Der Deutschen Volkspartei, die die Angelegenheit zum Gegenstand einer Kleinen Anfrage an den Minister Genossen Gepering gemacht hatte, wurde furz geantwortet, es habe tein Anlaß vorgelegen, D. wegen zweier gerichtlicher Bestrafungen, von denen die eine bereits im Gnadenwege erlassen war, die Bestätigung zu versagen. Das ist die Auffassung des Herrn Severing. Demgegenüber sei darauf hingewiesen, daß ein Tabakwarenhändler durch Beschluß des Oberlandesgerichts Kiel seines Amtes als Schiedsmann enthoben worden ist, weil er wegen TabatSteuerhinterziehung bestraft worden war( Jur. Wochenschrift, Jahrg. 1929, S. 3397). In der Urteilsbegründung ist zutreffend zum Ausdrud gebracht worden, daß ein Mann, der bewiesen hat, daß er vor dem Gesetz nicht die erforderliche Achtung be= sigt, für ein öffentliches Ehrenamt nicht geeignet ist, weil er in der Bevölkerung nicht das erforderliche Ansehen haben kann. Die Liste der gefallenen" sozialdemokratischen Stehaufmännchen erreicht nachgerade eine groteste Länge. Man braucht nur hineinzugreifen in den 3ettelfassen: So wurde der Vorsitzende des Verbandes der sächsischen Schutzpolizei, der Sozialdemokrat Stephan, unter dem Verdacht des Meineids und des Betrugs verhaftet und seines Dienstes enthoben. Am 11. Dezember v. J. verurteilte die Große Straffammer in Verden den sozialdemokratischen früheren Bürgermeister von Wesermünde, Karl Petersen, ehemals Finanzminister in Medlenburg, wegen Betrugs zu einem Jahr Gefängnis und bescheinigte ihm, daß ihm jedes Mittel recht gewesen sei. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung mußte die Sozialdemokratie Bremens sich entschließen, dem sozialdemokratischen Bürgerschaftspräsidenten Osterloh das Ruhenlassen seines Amtes bis zur Klärung schwerer gegen ihn erhobener Vorwürfe zu erlauben. Vor einigen Monaten wurde der sozialdemokratische Landrat des Kreises Jufeld, Hans Rittler, als er sich beim Berliner Polizeipräsidenten melden ließ, zum Betrugsdezernat geführt und dort gleich verhaftet. Jm Ottober erhielt der sozialdemokratische Gemeindevorsteher von Lomnik 3, David, vom Schöffengericht zu Hirschberg wegen Unterschlagung 9 Monate Gefängnis. ten. In Eisleben wurde gleich das ganze sozialdemokratische Personal des Arbeitsamtes zu schweren Zuchthaus- und Ge fängnisstrafen verurteilt, an der Spitze der Vorsitzende, Regierungsrat Winkler. Typisch ist die Karriere dieses AngeklagUeber seine Eignung für den Posten befragt, erklärte er vor Gericht offen: Da ich in der Sozialdemokratischen Partei und in der Gewerkschaftsbewegung seit langem tätig war, hat mich meine Partei dann als Stadtrat nach Eisleben gebracht, wo ich Dezernent des Wohnungsamtes, des Wohlfahrtsamtes, überhaupt der sozialen Dezernate wurde. Mein Bildungsgang ist der, den man in legter Zeit als den Werdegang des Bon zen bezeichnete. Auch der Oberbürgermeister Clauß hatte sich vor Gericht zu verantworten. In Breslau mußte der Regierungspräsident den ganzen sozialdemokratischen Vorstand der Allgemeinen Ortstrantentasje wegen standalöser Mißwirtschaft vom Amt suspendieren. In Berlin wurde vor einigen Wochen die 34- jährige sozialdemokratische ,, Schriftstellerin" Maria H., ein Kind des Volfes", die von der Partei mit einem Monatsgehalt von 550 M. in die Leitung der sozialdemokratischen Filmwerbung berufen wurde, zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie hatte mit ge= fälschten Quittungen 52 000 m. von der Parteitasse abgehoben, wovon sie angeblich 14 000 m. in Paris verloren hat. In Insterburg wurden im März Verfehlungen des früheren Sozialdemokratischen Landrats Grimpe, jetzt Regierungspräsident in Kiel, aufgedeckt, die zur Einleitung des Disziplinarverfahrens führten. Schließlich sei noch der Fall des Sozialdemokraten Hansmann erwähnt, der sein Amt als Landrat von Hörde bei Dortmund vor einigen Monaten niederlegen mußte, weil er die deutschen Frontsoldaten als besoffene Schweine" beschimpft hatte. Nach dem christlichen Gewerkschaftsorgan„ Der Deutsche" sind den Beamten des Landkreises jährlich 75 000 RM. mehr gezahlt Samstag, den 30. April 1932. worden, als sie nach der Reichsbesoldungsverordnung beanspruchen durften; dies sei dadurch möglich gewesen, daß bei der Besetzung der Posten eine ausgedehnte Familienpolitit florierte ( Hansmann) ist Schwiegersohn des sozialdemokratischen Regierungspräsidenten König in Arnsberg). Und so fort. Die Sozialdemokratie ist die Hauptträgerin der Kirchenaustrittsbewegung. Ihre Kreise fördern die Gottlosenbewegung. Die lekte metaphysische Verantwortung", wie sich ein christ licher Gewerkschaftler ausdrückte, ist durch die sozialistische Weltanschauung in zahlreichen Anhängern der Sozialdemokratie zu einer Lächerlichkeit geworden. Es ist bezeichnend, daß alle die Bonzen, die strauchelten, nicht aus Not gehandelt haben, sondern um einem Wohlleben zu fröhnen, das in schroffem Gegensatz sowohl zu ihrer eigenen Vergangenheit wie auch zu der Not der von ihnen angeblich politisch betreuten Volksschichten ſtand. Es scheint also, als wenn es nicht gleichgültig für die sittliche Widerstandskraft des Menschen sei, ob er von einer materialistischen oder einer idealistischen Weltanschauung erfüllt ist. Eine Schlappe der Reichsregierung. Berlin. Die Reichsregierung erlitt in der gestrigen Gizung des Haushaltsausschusses des Reichstages eine beachtliche Schlappe. Zu verdanten hatte sie diese den Sozialdemokraten, die erstmalig seit langer Zeit die Regierung nicht mehr hundertprozentig gestützt haben, sondern durch Stimmenthaltung ihre newe Reserve zum Ausdruck brachten. Es ging um eine außer planmäßige Ausgabe aus dem Haushaltsjahr 1930, in dem die Reichstagswahlen stattfanden. Drei- Mächte- Schritt in Litauen. Die Vertreter Frankreichs, Großbritanniens und Italiens setzten Donnerstag den Minister des Aeußeren von der Auffassung ihrer Regierungen hinsichtlich der Wahlen zum Memeler Landtag in Kenntnis, die folgende Punkte betrifft: 1. Die Ernennung und Tätigkeit der Wahlausschüsse muß unter gerechten Bedingungen gewährleistet werden. ,, Gießener Zeitung" * Dienststunden des Polizeiamts. Dienststunden des Polizeiamts für den Publikumsverkehr sind vom 1. Mai 1fd. Is. ab von 7,30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16,30 Uhr. Samstags Don 7,30 bis 12 Uhr. Für Samstagnachmittags ist in der Zeit Don 16,30 bis 17,30 Uhr ein Eildienst eingerichtet, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können. * Radfahrverkehr. In letzter Zeit wurde mehrmals die Beobachtung gemacht, daß Radfahrer beim Bergabfahren und auch dort wo lebhafter Verkehr herrscht oder der Ueberblick über die Fahrbahn behindert ist, oder die Sicherheit des Fahrens durch die Beschaffenheit des Weges beeinträchtigt wird, beide Hände gleichzeitig von der Lentstange wegnehmen. Das Polizeiamt macht darauf aufmerksam, daß nach§ 22 der Allgemeinen Straßenverkehrsordnung vom 21. Oftober 1927 das Freihändigfahren in den oben angeführten Fällen strafbar ist. Die Radfahrer müssen sich darüber klar sein, daß sie durch diesen Leichtsinn nicht nur sich. sondern auch andere Wegebenutzer in Gefahr bringen. Die Polizeibeamten find angewiesen, streng auf die Befolgung dieser Bestimmung der Allgemeinen Straßenverkehrsordnung zu achten und im Nichtbefolgungsfalle einzuschreiten. 2. Das Recht der Abstimmung darf nur Personen gewährt werden, die einen festen Wohnsitz im Gebiet von Memel haben. Während der Wahlen muß Gewähr für Presse- und Versammlungsfreiheit bestehen. 3. Lokales. Sonntagsgedanken. * Maienblasen. Am heutigen Samstag wird das in unserer Stadt schon eingebürgerte Maienblasen wieder seinen Anfang nehmen, und zwar zur gewohnten Stunde, um 19 Uhr. Das Maienblasen wird wiederum von dem Verein für christliche Musik ausgeführt. Nun rührt es sich wieder draußen auf dem Ader. Pferde Stampfen und ziehen den Pflug durch die Erde, um das Saatbeet für die Früchte des Feldes zu richten. Die Schollen werden aufgewühlt, scharf und ohne Erbarmen reißt der Pflug sie auf. Ohne Klagelaut läßt sich die Erde wieder bereit machen zum Empfangen. Dann kommt der Sämann und streut seinen Samen aus. Und unter dem goldenen Lichte der Sonne bricht aus Broden und Schollen geheimer Segen, ein Strom von Kraft und Leben, urmächtiges Bewegen. * Bon der Universität. Die Medizinische Fakultät der Universität veranstaltet vom 9. bis einschl. 15. Ottober 1932 für praktische Aerzte einen allgemeinen Fortbildungsfurfus mit flinischen Besprechungen und praktischen Demonstrationen. Vortragende sind die klinischen Fachvertreter, sowie die Fachvertre= ter für Physiologie. So ist es Jahr für Jahr. Die Erde ist die Urmutter von Vergehen und Auferstehen. Ewig göttliches Gesetz. Und ewiger Segen vom Himmel, denn das ist der Erde ewiges Ziel: bereit zu sein zum Empfangen, neues Leben zu geben, fruchttragend zu sein und brotgebend. Wenige Wochen werden vergehen und die Scholle strömt dann wieder Segen und Dant aus. Nr. 17. bing, der sich Kundgebungen in Marienburg, Königsberg und Danzig anschließen, steht im Zeichen des Bekenntnisses zur oftdeutschen Ausgabe. Der Haupt- Festakt ist am Sonntag, den 15. Mai, der auch durch den Deutschlandsender und den Ostmarkenrundfunt übertragen wird. Auch aus Hessen werden über 150 Teilnehmer, Erwachsene und Jugendliche, die Fahrt nach dem deutschen Osten antreten. Ein Sonderzug wird die Pfingstfahrer am 12. Mai über Berlin nach Stettin bringen, von wo nach bei nahe 24- stündiger Dampferfahrt das Ziel Elbing erreicht wird. * Aus dem Stadttheater. Als 28. Freitag- AbonnementsVorstellung findet heute, Samstag, den 30. April, bei gewöhnlichen Preisen die Aufführung des 1. Teils der Goetheschen Tragödie Faust" statt. Anfang 7,30 Uhr. Mutter Erde! Lehre mich, dein Kind, gleich dir zu dulden und zu tragen, wenn das Leben Opfer fordert. Gib uns wieder das tiefe Genügen und den gläubigen Sinn, daß wir säen und ernten, pflanzen und pflügen. Erdwärts gerichtet und dennoch himmelan. In dieser braunen Adererde ruhen die Mühen und Beschwerden unserer Väter. Hüte auch du den Kindern bas alte, heilige Land!- Der Ader ist heilig für alle Zeiten. Wehe denen, die an die Erde rühren. Der Sonntagsschreiber. Bedeutsame Wahlen in der deutschen Geschichte. Ein historischer Rückblick. * Desterreichischer Heimatabend. Am kommenden Donners: tag, um 21.20 Uhr, veranstaltet der Südwestfunt im Anschluß an den vor kurzem gegebenen Länderquerschnitt Desterreich einen ,, Desterreichischen Heimatabend", der in einer literarisch- musikalischen Hörfolge österreichisches Wesen und österreichische Kunst zu fassen sucht. Der Mittelwestdeutsche Stenographen b und StolzeSchren, der Hessen, Hessen- Nassau und Walded umfaßt, hält anläßlich der 50- jährigen Jubelfeier des Frankfurt a. M.Bodenheimer Stenographenvereins Stolze- Schren seinen 46. Bundestag vom 30. April bis 2. Mai in Frankfurt a. M.- Bockenheim ab. * Schafflers Wettervorhersage f. Mai 1932. Bis etwas über die erste Dekade, mit Unterbrechung um den 7. Mai, schönes, warmes, nicht ganz trodenes Frühlingswetter. Am 4., 5. Mai Gewitter zu erwarten. Zur Eismännerzeit merkliche Abkühlung. Ab 19. Mai Südströmung, wieder wärmer, 26. Mai Gewitterneigung, Monatsende günstig. Die ADAC.- Reichsfahrt führt durch Gießen. Deutsches Geld - Deutsche Ware! - Dr. P. Lteb, Landwirtschaftslehrer und Wirtschaftsberater. Der Mahnruf Deutsches Geld Deutsche Ware" hatte noch in feinem der vergangenen Jahre eine solche Berechtigung gehabt, erhoben zu werden wie in diesem. Die Welle der Ar. beitslosigkeit ist bereits über die 6. Million empargeschlagen und droht weiterhin neue Bevölkerungsfreise zu erfassen. Hand in Hand mit der Arbeitslosigkeit steigt in weiten Schichten des Volles bie Verarmung, und entsprechend der zunehmenden Verelendung steigt auch die Verarmung der Staatsfinanzen. Eine notwendige Auswirtung dieses Vorganges ist und muß eine erneute und verschärfte Ueberprüfung der Produkte sein, die aus dem Aus. lande eingeführt werden, und die durch gleich gute deutsche Ware mühelos ersetzt werden können. Das gilt vor allen Dingen für Fertigfabritate, bei denen also nicht nur das unveredelte Roh. produkt eingeführt wird, sondern bei denen der ausländische Ar. beiter durch den Ankauf erneute Verdienstmöglichkeiten erhält. Was hier für die industrielle Einfuhr. turz angedeutet ist, gilt in ver stärktem Maße für die agrarische Einfuhr, Unsere hochentwil telte Landwirtschaft ist in der Lage, fast den gesamten Nah. rungsbedarf des Volles zu decken und die Produkte in quali tativer Weise zu vervollkommnen, daß fie jedem auch dem ver. wöhntesten Geschmad Rechnung tragen können. Die Reichsfahrt des Allgemeinen Deutschen AutomobilClubs ist zur größten innerdeutschen Automobil- Zuverlässigkeitsfahrt geworden. Trok allen Wirtschaftshemmungen wird der ADAC auch in diesem Jahre vom 9. bis 14. Mai seine große im Jahre 1921 begründete Reichsfahrt für Kraftwagen, Motorräder und Beiwagenmaschinen durchführen. Gießen wird am 13. Mai von den Reichsfahrern erreicht. Die Stunde des Durchfahrens der Reichsfahrt- Kolonne werden wir noch mitteilen. Der blaue Wimpel im ostdeutschen Grenzland. Pfingsttagung des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Während im vergangenen Jahre die große volfsdeutsche Pfingstfundgebung von Aachen gleichzeitig ein Befenntnis der Dankbarkeit für die Treue des Rheinlandes war, pflanzt der V. D. A. in diesem Jahr seinen blauen Wimpel des Volksgedankens über den ostdeutschen Grenzlanden auf. Die Tagung in E1= nig ausgerufen( 14. April 919). Einhundert Jahre nach dieser Wahl erfolgte eine weitere, die in der Erinnerung unseres Voltes lebendig blieb. Der fromme Kaiser Heinrich war gestorben, Des sächsischen Geschlechtes letzter Zweig, - Gamstag, Berli Die Bör allgemein fd trugen gegen Bon Einfluß befondere die Berhält märtte. B waren Scharf Gdhwantunge hinaus. Den Bemühungen des Landwirtes und des deutschen Garten. baues gegenüber hat der Staat die sittliche Verpflichtung, durch ausreichenden 3ollschuß abwehrend auf die Ueberflutung deutschen Marktes mit ausländischen Produkten hinzuwirken und damit die Bemühungen des Landwirtes die Versorgung des ei genen Marktes zu sichern ausreichend zu unterstützen. Noch nie ist die Frage von so einschneidender Bedeutung gewesen wie jetzt. Ungünstige Finanzlage des Staates und der Volkswirt schaft verbieten jede unnüße Einfuhr, und ein Versagen der deutschen Ernte muß zur schwersten Ratastrophe führen. Die Landwirtschaft selbst sollte ich aber darüber flar sein, daß auch fie bei der Auswahl der ihr zur Verfügung stehenden Produk tionsmittel nicht wahllos Dinge greifen sollte, die ihr in aus. ländischer Ware angeboten we.ven, während die Produkte deutscher Arbeit in gleich guter Qualität zur Verfügung stehen. Es set hier an ausländische Düngesorten gedacht, die vor dem Kriege vielfach verwendet wurden, die auch heute noch im Handel an geboten werden, die man aber ablehnen sollte, weil sie in gleicher Qualität durch deutsche Erzeugnisse zu ersetzen sind. Mehr denn je muß Stadt und Land bei der Auswahl der Ware das deutsche Erzeugnis bevorzugen. Deutsches Geld Deutsche Ware! - Schöne weiße Zähne Schon nach einmalig. Putzen mit der herrl. erfrisch. schmedenden„ Chlorodont Bahnpaste", schreibt uns ein Raucher. Tube 50 Pf. und 80 Pf. Devi in Reich New Yort Buenos Aires London Amfterdam Ropenhagen. Stocholm. Delo Stalien Schweiz.. Baris Brüffel Brag... Wien... " *** " Spanien Bank Brüffel 3% Oslo 6, Pa New York 3. August 1125) versammelten sich die Völker und Fürsten Deutsch lands wiederum an den Ufern des Rheins zwischen Mainz und Worms, um auf fränkischer Erde, wie es die Ueberlieferung gebot, zur Königswahl zu schreiten. Der geschickten Diplomatie der Kirche, besonders der beiden päpstlichen Kardinal- Legaten Gerhard u. Romanus sowie des Erzbischofs Adalbert von Mainz gelang es, dem Hohenstaufen den schon fast sicheren Sieg zu entreißen. Lothar von Sachsen wurde zum König gewählt. Ein furchtbarer Bürgerkrieg, der zehn Jahre lang Süddeutschland zerfleischte, war die Folge dieses Wahlganges. Erst im Jahre 1135 zehn Jahre später kam die Aussöhnung zwischen dem Hohenstaufen und dem Kaiser Lothar zustande Lothar starb am 3. Dezember 1137 zu Breitenwang bei Reutte in Tirol, auf der Rüdkehr von einem Römerzuge, auf dem der Hohen staufe, Herzog Konrad, sein Reichs- Bannerträger gewesen war. Herzog Konrad war der Nachfolger Lothars in der Königstrone, die von nun an schier hundert Jahre im Hause der Hohen staufen blieb. Konrads Neffe, Friedrich, der spätere Kaiser Barbarossa, wurde am 5. März 1152 mit seltener Einhelligkeit auf einem Reichstag zu Frankfurt a. M gewählt und vier Tage später zu Aachen gefrönt. Mit Kaiser Friedrich 2, der am 13. Dezember 1250 zu Fiorentino in Unteritalien starb, schließt die Reihe der Hohenstaufenkaiser. Die, kaiserlose, die schreckliche Zeit" folgte. Jm Oftober 1273 wurde Rudolf von Habsburg in Frankfurt a. M. gewählt und am 24. Oftober in Aachen durch den Erzbischof von Köln getrönt Von da ab ist von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Kaisertrone bis zur Auf lösung des alten heiligen römischen Reiches teutscher Nation im Hause Habsburg geblieben. Auch heute noch ruhen die Reichs fleinodien, trotz der Umgestaltung der Staatsform, in der Schaktammer der Hofburg zu Wien. Ein Bild von Kaiser Rudolfs Wahl hat uns Schiller in seinem bekannten Gedicht gezeichnet: Das glorreich ein Jahrhundert lang geherrscht". Es handelt sich hier um Kaiser Heinrich 2., den Heiligen, der von 1002 bis 1024 geherrscht und als der letzte Kaiser aus dem sächsischen Hause im Juli 1024 auf Burg Grona bei Göttingen starb Am 8. September 1024 fand zu Kampa in der Rheinebene zwischen Mainz und Worms die Wahl statt. Dort lagerten sich unter freiem Himmel, da weder Haus noch Stadt sie fassen konnte, Sachsen, Schwaben, Franken und Bayern auf der rechten, die Rheinischen Franken und die Lothringer auf der linken Seite des Stromes. Lange schwankte die Wahl; endlich wurden zwei erforen: Herzog Konrad von Franken und Konrad, ein Graf aus Franken, der„ Salier" genannt. Beide waren Vettern, demselben Geschlechte angehörig, beide Urenkel des tapferen Herzogs Konrad, der in der Schlacht auf dem Lechfeld den Tod gefunden hatte. Der Berichterstatte: über diese Königswahl im Jahre 1024 ist Wipo, Kaplan Kaiser Konrads 2., ein gelehrter und zuverlässiger Beobachter, von dem uns außer lateinischen Gedichten eine Lebensbeschreibung Kaiser Konrads 2. erhalten ist. Der Inhalt seines Berichtes lautet zusammengezogen etwa: ,, Lange fonnte man sich nicht entscheiden, wem von beiden die Krone gebühre. Da trat der ältere Konrad zu dem jüngeren und stellte ihm vor, wie es ihm zieme, die ihrem Stamme wiederfahrne Ehre nicht zu verscherzen; zugleich versprach er, wenn man den jüngeren, den Grafen, wähle, zuerst den Treuschwur zu leisten. Dasselbe versprach nun auch Graf Konrad. Als die beiden edlen Männer, allen sichtbar, ihre Uebereinkunst durch Umarmung und Bruderkuß besiegelt hatten, schritt man zur Wahl. Der Erzbischof Aribo von Mainz gab laut und fröhlich seine Stimme dem älteren Konrad. Die anderen geistlichen Großen stimmten Wie oft hat in den vergangenen Jahrhunderten heißer Wahlkampf um das Reichsoberhaupt in unserm Vaterlande ge= tobt. War doch das alte heilige römische Reich deutscher Nation" eine Wahlmonarchie! Schon in grauer Vorzeit haben unsere germanischen Vorfahren ihre Könige und Fürsten ge= wählt. Es würde zu weit führen, hier in die Geschichte der germanischen Monarchie einzudringen Eine gemeinsame Monarchie über alle deutschen Völker hat bekanntlich nur zur Zeit der Ottonen, Salier und Staufen bestanden. Diese Monarchie stammte ab von der stärksten, die es unter den Germanen gab, von der fränkischen Die Königswahl war feine freie Wahl, sondern eine sogenannte Erbwahl, eine eigenartige Verbindung von Erblichkeit und Wahl. Die Königswürde war erblich in einem königlichen Geschlecht, nur bestand keine feste Thronfolgeordnung wie in der neuzeitlichen Monarchie, wo ein bestimmter Angehöriger des Fürstenhauses nach dem Hausgesetz oder der Verfassung zur Thronfolge berufen ist, sondern das Volt wählte jeweils unter den Mitgliedern des Königsgeschlechts den Tüch tigsten aus. Eine Königswahl fand unter den kraftvollen Merowingern bereits nicht mehr statt Aber das Geschlecht der Merowinger verdarb und an ihre Stelle traten die Hausmeier der Frankenkönige In drei aufeinander folgenden Generatio= nen vollzog sich ihre Erhebung. Die Hausmeier Pippin und Karl der Hammer, sowie König Pippin der Kurze waren Vorgänger Karls des Großen. Dem letzten Merowinger wurden seine Königsloden geschoren und statt des Königsmantels hängte man ihm eine Mönchskutte um, Pippin der Kurze wurde zum König gesalbt, zugleich mit ihm seine jüngeren Söhne Karl und Karlmann Karl der Große hat selbst seinem Sohne Ludwig und später dieser seinem Sohne Lothar zu Aachen die Krone aufgesetzt. Mit Ludwig dem Kind, der, faum 18 Jahre alt, im Jahre 911 zu Regensburg starb, erlosch das Geschlecht der deutschen Karolinger. Bei dem loderen Zusammenhang in welchem die fünf Völkerstämme der Franken, Sachsen, Lothringer, Schwaben und Bayern zu einander standen, lag die Gefahr nahe, daß das Reich in seine einzelnen Herzogtümer zerfallen würde Zum Glüd lebte der Gedanke der Reichseinheit noch in den fräftigsten deutschen Stämmen, in den Franken und Sachsen, fort, und man beschloß, wieder einen König zu wählen. Zu Forchheim an der Regni traten die Fürsten des Reiches zusammen und trugen auf den Rat des Erzbischofs Hatto von Mainz dem mächtigen Herzog von Sachsen und Thüringen, Otto dem Erlauchten, die Königswürde an. Otto lehnte jedoch seines hohen Alters wegen ab und schlug den fränkischen Grafen Konrad vor. Dieser aus dem Geschlecht der Konradiner, in weiblicher Linie den Karolingern nahe verwandt, wurde erforen und folgte als Konrad 1.( 911 bis 918). Bekannt ist, daß der Sterbende König Konrad 1 die Reichsinsignien an seinen Gegner, den Sachsenherzog Heinrich, den Sohn Ottos des Erlauchten, übersandte, den er dadurch zu seinem Nachfolger bestimmte. Der sterbende König erteilte im Testament von Weilburg" seinem Bruder Eberhard den Befehl Sage dem Herzog Heinrich, daß ich ihn zu meinem Nachfolger empfohlen habe, ihn, der am tüchtigsten und würdigsten ist, über alle deutsche Völter zu herrschen" Bei Frizlar an der Eder in Hessen hat Herzog Eberhard, in edler Selbstverleugnung den eigenen Ansprüchen entsagend, den Sachsenherzog Heinrich vor allem Volte zum Köihm bei. Als nun die Reihe an die weltlichen Fürsten tam, erhob sich Graf Konrad der Jüngere, gab vor allem Volke seinem älteren Vetter die Stimme und führte so die Entschei dung herbei. Die übrigen Fürsten folgten, das ganze Volk stimmte freudig ein, in feierlichem Zuge ward der neue König nach Mainz geführt und dort getrönt". Damals, im Jahre 1024, fehrte die Herrschaft, welche über hundert Jahre bei den Sachsen gewesen war, zu einem fränkischen Herrschergeschlecht zurück, und hundert Jahre behauptete das Haus der Galier unter harten Kämpfen mit der Kirche und den Gegenkönigen die Königskrone. Als nun im Jahre 1125 nach dem Tod Kaiser Heinrichs 5. im Hause der Salier fein Königssohn mehr vor= handen war, galt der Neffe des Kaisers, Friedrich von Hohenstaufen, Herzog von Schwaben, im Volte als der nächste Anwärter auf die Krone. Herzog Friedrich stand damals im 35. Lebensjahr, er war mit Jutta, der Tochter des mächtigen Herzogs Heinrich von Bayern, vermählt. Aus dieser Ehe entsproß jener Hohenstaufe, der einst als Kaiser Friedrich Barbarossa zu den größten Erscheinungen der deutschen Geschichte gehören sollte. Des Hohenstaufen Wahlgegner war der Herzog Lothar von Sachsen. Der Süden: Schwaben, Bayern, Franken, Defterreich, Lothringen schien dem Hohenstaufen sicher, außerdem waren im Norden für ihn alle Feinde seines Wahlgegners. Herzog Friedrich war ein Feind der kirchlichen Herrschsucht und ein Gegner des höchsten firchlichen Würdenträgers, des Erz bischofs Adalbert von Mainz. Lothar dagegen war als Feind der Salier und der Hohenstaufen der Kirche ein willkommener Anwärter auf die Kaiserkrone. Am Bartholomäus Tag( 24. Zu Aachen in seiner Kaiserpracht, Im altertümlichen Saale, Saß König Rudolfs heilige Macht, Beim festlichen Krönungsmahle. Die Speisen trug der Pfalzgraf des Rheins, Es schenkte der Böhme des perlenden Weins, Und alle die Wähler, die sieben, Wie der Sterne Chor um die Sonne sich stellt, Umstanden geschäftig den Herrscher der Welt, Die Würde des Amtes zu üben." Getreide- Preis Darlt Ger ott Be W Berlin 72Le Borie 72284 ind Ba ง Se Stea Lepre Borle 284 74 70 Breslau LeeBorie 71284 7 68 пе aud Konigsa P. Borie 68 264 71 anfa Qo Ge ango Das Kurfürsten- Kollegium" wird zuerst im Sachsenspiegel ( um 1230) erwähnt:„ An des Kaisers Wahl soll der erste sein der Bischof von Mainz, der nächste der Bischof von Köln und der dritte der Bischof von Trier. Unter den Laien- Fürsten ist der erste an der Wahl der Pfalzgraf beim Rhein, des Reiches Truchseß, der andere ist der Herzog von Sachsen als des Reiches Marschall. Der dritte ist der Markgraf von Brandenburg als des Reiches Kämmerer. Der vierte, der Schent des Reiches, ist der König von Böhmen. Der hat keine Stimme bei der Wahl, darum, daß er nicht teutsch ist" Durch das Reichsgeseh der Goldenen Bulle" vom 23. Dezember 1356 wurde die Zahl der Wähler endgültig auf sieben festgesetzt. Als Wahlort wurde Frankfurt am Main; als Krönungsstadt Aachen bestimmt. Seit Ferdinand 1.( 1556 bis 1564) fand die Kaiserkrönung regel mäßig in Frankfurt am Main statt. Am 14. Juli 1792 ward der letzte Kaiser, Franz 2., in Frankfurt am Main gefrönt; am 6. August 1806 sant das alte heilige römische Reich teutscher Nation, das Wahlkämpfe oft so heftig erschüttert hatten, nach mehr als tausendjährigem Bestehen ins Grab Dr. Ludwig Roth. Lente brie nom Magoeburg 7 10aus 264 Glerwitz Rep Bore D 204 7 7 Yo D. E 71. Achen BRLD 28. 4. L יון BeBrebor 72-1 21.4 Mannueim L LD 28. 4. CenteBor e 21.4 TUBA Nürnberg Lo 28.4. 71Benies T 21.4 ausid Ertur по Rio 28.4. Br Men Ded Hamburg 71-7 214 LD 28 4. 27.. Dortmund Be D.28.4. midi 8e. 21.4.6 Breslau T. Lo 28.4 Jul Wu Be Boue Sep 27. War Bereinzelt Buffentogg Mohrrüben.gem Galat, Treibhau Spinat. 100 R Epinat, thein., 5 Blatt: Rohlrabi, Sreib baus.. Gd Champign. Erbh Dihabarber, Trei " Freil Str. I burg, Königsberg Belenninifles zur am Sonntag, den t und den Otmar fen werden über die Fahrt nach wird die Pfingitja igen, von wo nad Elbing erreicht fiche Ware! Wirtschaftsberater Deutsche Ware" f ne folche Berechtig Die Welle der On empargefchlagen zu erfallen. Sandi en Schichten des Voll ehmenden Berelende zen. Eine notwendig muß eine erneute n, die aus dem ich gute deutiche Wa vor allen Dingen das unveredelte R -n der ausländische Sglichtelten erhält. We edeutet ist, gilt in ce hr, Unsere hochent t ben gelamten S die Produkte in qui jedem auch dem re nnen. d des deutichen Garte he Verpflichtung, du Ueberflutung deutige Sinzuwirken und dan ie Versorgung des 6 zu unterstützen. N Bedeutung gewefen i es und der Vollswi und ein Verlagen de tastrophe führen. Di ber flar fein, daß a ung stehenden Prod sollte, die ihr in aus die Produkte deutide fügung stehen. Es die vor dem Krieg e noch im Handel Ite, weil fie in gleid zen find. Mehr den I der Ware das deute Deutsche Ware e Zähne Ihmedenden„ Chlorodo und 80 Bf. und Fürsten Deuts zwischen Mainz s die Ueberliefern gefchidten Diplomat Den Kardinal- Legat Adalbert von Main fast sicheren Sieg König gewählt lang Süddeutsal nges. 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Berliner Börse vom Freitag: Abgeschwächt. Die Börse zeigte am Freitag Ermüdungserscheinungen. Ganz allgemein schwächte sich das Kursniveau ab. Die Verluste betrugen gegenüber den gestrigen Schlußkursen 1 bis 3 Prozent. Bon Einfluß auf die Tendenzentwidlung war offenbar insbesondere die schwache Haltung der amerikanischen Getreidebörsen. Effektenmarkt. märtte. Berhältnismäßig recht fest waren weiterhin die AnlageReichsbant Berkehrswerte brödelten ab. waren scharf gedrüdt. Raliwerte bis zu 3 Prozent schwächer. Schwankungen der Farbenattien gingen über 2 Prozent hinaus. Amtliche Devisen- Notierung. Devisen in Reichsmart) ( Wochenbericht vom 25.- 29. April 1932) Milcherzeugnisse Milch in Pfennigen je Liter. Butter in RM je 1 kg ( legte Notierungen. Erzeugerpreise) Amer. Weizenmehl ab Kai Hamburg Fische und Schaltiere( lebend). Hechte, unsort.. groß. per 50 kg 55 00-60.00 Aale, groß Nr. 17. per 50 kg . 120,00-125.00 unsortiert. 100.00-110.00 Bleie, unjort.- " Geschlachtetes Geflügel. ( Großhandelspreise der Martthallen- Direttion Berlin vom 29. April) Stüa Tauben, hies.. junge, la 0,85-0,90 Tauben Tauben, alte, La IIa 0,50-0,65 0,45-0,50 1½ kg Gänse, Hamburg., da. 1,2-1,25 .0,85-1,00 Enten hiesige, la Enten hiesige, IIa 0,65-0,75 Enten. Hamburg., Ia. 1,55-1,60 Buten, hies., Hennen. 0.80-0.90 Amtlicher Berliner Schlachtviehmarkt vom 29. April 1932 gültig ab: Karlsruhe Dresden 25. 4. 23. 4. Bollmilch 16-17 15 Molkerei Land Butter " " Großh 1.30-1.47 1.80-1.36 Mannheim 23 4 Freibura Rönigsberg 23 4 23. 4. 17-18 12.50-12.75 1.13 1.00-1.05 ab Laden 20 Kleinh. 1.42 1.20-1.25 " . 35.00-40.00 50.00 groß, mittel tlein. 55.00-60.00 70.00-80.00 Bander, groß 70.00 Schleien, Portions unsortiert 70.00-75.00 Aale. start 1200-125.0 mittel... 125.0-130 0 Bleie, groß Barse, unsortiert groß Plötzen, groß 18.00-25.00 Mehl. " klein mittel ..80.00-90.00 unsortiert Karpfen Spiegel Krebse, unsortiert 60.00 " Schod 6.75 M. Weizenmehle: Auszugsmehl hiesiger Mühlen 45,50 29. April Geld Brief 28. April Geld Bädermehl hiesiger Mühlen 40,00 Brief Inländ. Auszugsmehl 39,50-41,50 Hühner, hiesige Inländ. 70% Weizenmehl 33,50-35,50 Suppen, la ½ kg 0,75 RM RM RM RW New Yort 1$ 4,209 4,217 4,209 4,217 Buenos Aires 1Pap. Beso 1,003 1,107 1,008 1,012 Roggenmehle: 60% hiesiger Mühlen London 1E 15,36 15,40 15,41 15,45 Roggenmehl, grob, hies. Mühlen Amsterdam 100 Gld. 170,63 170,97 170,63 170,97 Ropenhagen. 100 Rron. 84,32 84 48 84,67 84, 3 3,75-4,25 28,50-30,25 22,25-23,75 27,50-28,7 21,50-22,50 do Stodholm 100 Rron. 76,92 77,08 77,02 77,18 Oslo 100 Rron. 77,82 77,98 7,02 78,18 Hühner hief.Supp., IIa 0,65-0,70 Sühner, junge, hief., Ia 0,80-0,90 Hühner. IIa 0,65-0,70 Boulets, holländ. gefroren Ia 0,85-0,9) Ila 070 Boulete, ungarische la 0,85-0,95 Hähne, alte 0,50-0,55 100Lire 21,63 21,67 21,63 21,67 Schweiz... 100 Fres 81,67 81,83 81,73 81,89 100 Fres 16,575 16,615 16,575 16,615 100 Belga 58,59 59,01 58,95 59,07 Weizentleie fr. Berlin 100 Rron. 12,465 12,485 12,465 12,485 Roggentleie 19. April 16. April 10.25-10.50 11.60-11.85 11.60-11.85 10.40-10.70 100 Sch. 51,95 52,05 51,95 52,05 Leintuchen Basis 37% 11.00 11.00 33,17 33,23 33.07 33,13 Trodenschnitzel 9.40 9.60 Auftrieb Gojaegtraktionsschrot 46% ab Hamburg 12.30 12.20 Rinder 2682 Auslandstälber 69 do. ab Stettin 12.70 12.70 darunter Ochsen. 470 Schafe 5215 Erdnußtuchen 50% ab Hamburg 12.40 Bullen 966 Rühe und Färsen 1246 zum Schlachthof Dirett Auslandsschafe 866 zum Schlachthof direkt Auslandsrinder 64 Schweine 10685 Kälber 209 1986. zum Schlachthof direkt Auslandsschweine. 1274 43 Preise: Kälber Italien Paris Brüffel Brag Wien Spanien 100 Peseta Bantdiskont: Berlin 5( Lombard 6), Amsterdam 2½, Brüffel 3%, Rom 6. Ropenhagen 5, London 3, Madrid 6%, Oslo 5, Paris 2%, Prag 5, Schweiz 2, Stocholm 5, Wien 7, New York 3. Getreide. Getreide- Preise am 29. April an den deutschen Börsen Berlin 72-73 198-200: 15-76 267-269 Brau 189-194 Be Boric 72-73 28. 4. ป็ น RM jur 1000 KR obne Bewähr Hafer 65/70% Roggenmehl inländ. Mühlen. Roggenmehl, arob. inländ., Mühlen Futtermittel Berlin, RM je 100 kg Tendenz do. Mehl ruhig 100 kg Mehl Roggentleie 12.40-12.60 12.20-12.40 12.20-12.40 Produktenbörse. 1000 kg. 29. 4. 32 28.4.32 Weiz. märt. 267.0-269.0 267.0-269.0 Futt.= 277.0-277.5 276.0-277.0 280.5-2-1.0 279.5-280.5 226.00 225.0-226.0 Weizenmehl Roggenmehl Weizenkleie 29. 4. 32| 28. 4. 52 32.2-36.0 32.2-36.0 25.9-27.6 26.9-27.6 11.7-12.0 11.7-12.0 10.0-10.3 10.0-10.3 Vittoria- Erbsen 17.0-23.0 18.0-24.0 Kl. Speiſeerbsen 21.0-24.0 21.0-24.0 15.0-17.0 15.0-17.0 Futtererbsen 16.0-18.0 16.5-18.5 Beluichten märt. 198.0-200.0 198.0-200.0 Aderbohnen Widen Lupinen, blaue gelbe Sept. 185,00 184.5-185.0 Leintuchen Gerfte zum Schlachthof direkt Ochsen A 1. Roggen Weizen Gerste Wiartt Berich ort Bemia Ber beute Her heute Quali jeute Gew. ' im mm Her neute 130 Somm. Mai year Wur. Juli FIL. Jnd 179-188 Wini. Mari 161-166 475 Medt. cif Bin. Sept. Rogg. BL. bez. Ma 170-170% Neue Ernte Jull 176% Mai 195.5-195.2 195.0-195 5 Sept. Juli Gerradella Stettin Mat Jul Sept.- bis 185 Sept. Domin genteBorle mart. 28 4 2011 Magdeburg 73 208-210 76-77 LеztеBörie 10.5 III od Irod THI ||| || omm.- 158-170 u. dick 1. Ger. mu T ה märt. 161.0-166.0 162.0-167.0 Bas. 46% Hbg. 170.0-170.2 171.50 176.50 Hülsenfrüchte. ( Hamburg, 28. April.) Bullen AABBCDABCDABCDABC ARCDAARBUDARCDER A 2. 45-54 B1. B2 82-35 30-31 26-27 27-29 27-43 Ꭰ 18-25 Schafe 36-37 33-35 25-27 28-30 24-25 21-23 24-27 20-23 80-33 20-28 Schweine A 37-38 16-18 86-37 12-14 34-35 31-32 32-33 27-30 F 22-26 Sauen 16-23 33-35 • Die Viehpreise der Woche. ( Mitgeteilt vom Deutschen Landwirtschaftsrat Berlin.) milld märt Warthe 70-71 - So" m. 80 195%-95% Dai Juli 15.0-17.0 15.0-17.0 277-277% 16.0-18.0 16.0-18.5 80%-281 226 10.0-11.5 10.0-11.7 14.0-15.5 14.0-15.5 28.0-34.0 29.0-34 5 Kühe Jomm. Somm. 72-73 201 75% 71-72 268 Brau nouftr. πάτι neu 74-75 - 75 Futer 176-186 refund Breslau 70-71 Icie). 78-79 n. Wini. Η αυ musländ Παπο Brau 189.0-194.0 189.0-194.0 Futt. 179.0-188.0 179.0-188.0 Basis 37% Erdnußtuchen 10.80 10.80 11.80 12.00 Färsen mehl 11.60 11.80 Le eörte 71-72 28.4. - 74,5 267 einfic 200 mittl. 162 Hafer Trodenschnitzel Sojaschrot 9.30 9.40 Fresser 71,2 205 78,0 271 gute 194 alt 11.50 11.70 69 201 72.0 257 Soni m 190 neu Mai neu ausländ Somm. Sojaschrot Winter 800 273 Induftr 190 stand WORD 174 miond. 154 Juli Sept. Basis Stettin Kartoffelfloden 12.20 12.30 Königso. P. c. Gilo 770 hell u. Rinder Kälber LeeBörte 685 Schate Schwe ne 760 28.4. 715 201 750 Gemge did - anfahr. 745 262 hell u. heft Augsburg 10-37 34-48 30-38 av Bod. 735 Berlin 12-35 18-58 Lä. 23-38 30-38 Gero. 715 angabe blausp weich Fut.Ind fleine n. Ger. Bremen 10-37 28-48 35-42 Derbr Körn. nomin. 200 262-266 172-176 150-153 Schmalzbohnen Langbohnen 28. 28.5-31.0 24.50 27. 28.5-31.0 Breslau 8-31 20-38 20-38 28-34 Dortmund. 18-38 24-50 31-41 24.50 Mittelbohnen 20.00 20.00 Danzig in Gulben 10-24 8-53 13-2 27-38 Futter 190-192 miano 174-176 75-76 267-29 Winter 188-192 all 77-78 269-271 Brau m. 195-200 neu ausländ aute Japan- Bohnen 19.00 19.00 Dresden 10-37 26-45 20-42 32-38 Chile- Bohnen. 19.00 19.00 Chemniz 10-34 35-47 26-42 30-40 205-210 ausländ Grüne Erbsen mit Schale 19-21 19-21 Düsseldorf 16-87 20-47 30-43 DOLL D.Schi. Brau Disc D.- Schl. Gelbe Viktoriaerbsen 15-16.5 15-16.5 Elberfeld 14-37 24-45 3-41 71.5 Grüne Erbsen, geschält 22.00 22.00 Essen 16-38 22-65 a1) 38-40 30-41 Achen 71.2 Poin. D.-St. 71.2 7115 200 76 74.5 Poin. mittl 264 gute D. Scl. 195 74.5 78 236 185 Dqual. 190 einste 195 Winter Poln. Industr. 185 D.- Schl 155 Somm. 160 Grüne Splitterbſen 20.00 20.00 Frankfurt. 16-34 30-45 28-39 neu Gelbe Erbsen, geschält 16.50 18.5-19.5 Hamburg 8-36 30-53 8-35 26-37 Gelbe Splitterbſen 13.00 14.5-15.5 Hannover 12-35 17-48 22-38 28-37 Kleine Linsen 11-14 11-14 Karlsruhe. 18-37 39-46 2-44 L. D. 28. 4. Int. neu inlano. 74 unter 190-195 Winter 190-195 rhein. Mittel- Linsen 15-17 15-17 Raffel.. 19-34 26-40 32-40 32-40 175-185 Große Linsen 19-27 19-27 Kiel 10-35 13-45 25-37 Chile- Linsen f. a. q., alte 14.00 Röln.. 16-39 26-65 30-46 14.00 Chile- Linsen, extra große neue. 33.00 33.00 Leipzig 18-36 30-44 30-42 34-39 Magdeburg 10-34 15-42 20-36 28-36 Mannheim 11-34 34-48 c) 22-30 28-41 München 9-38 36-51 * 130-70 29-41 Nürnberg 10-34 *) 3--55) 45-68 34-41 Plauen. 20-34 35-50 36-44 3-43 Regensburg 6-34 35-53 *) 3-53 Stroh Berlin 26. April Hannover Hamburg Königsb. 26. April 28 April 28. April Stettin 10-28 15-52 15-37 28-36 Stuttgart 9-36 36-49 28-12 Wiesbaden 22-35 22-45 20-32 34-38 8widau 12-32 32-43 28-41 34-42 - *) Schlachtgewicht. 2.15-2.25 200 26.4. Gleiwitz 26.4. 70-71 Jausländ Bla Leg Boric DS 1. Webte Boric 72-72% 222-25 74-74% 267-70 Somm. 200-205 pomm 21. 4. melan 210-220 nts on 315-335 außiand Mannueim L. D 28. 4. LenteBor c 21.4 Nürnberg BL. D 28. 4. ای 75-76 1290-92 1117 111 ausländ IL 10 222% 73-74 280 inländ. aurant ausländ Brau Futter 177-185 Somm. 200-210 nl neu ausländ ausländ iniane. 177%-190 alt tutane. inland. 71-72 214-218 75-76 256-264 186-194 Lentes re 21.4. ausland Erturi ausländ Ποτ 74 Brau üb.Nnt. Ind 256-258 Brau int.neu 140-152 alt ausländ BL D. 28.4. tür 75 260-262 inter 72 244 21 4 Futter 180-185 ( Ab1) D. Dual neu ausländ Winter 180-182 Hamburg 176-180 T MüllerOlt. D 28 4. weeBoric 27.4. Dortmund wede 722 71-72 209-210 76-77 270-272 Somm. 184-186 B Ma 87.5 87.0 Mai Zu 91,0 90 0 Jul Sept. 89.0 87.0 Sept. Mrt befijai. 215-217 D. 28.4. miand. Ble. 21.4. uständ Breslau T. RL v 28.4 Wut Juli Ler eBone Sept. 27.4. Mär 211 III 273 - I Die Preise für Bohnen verstehen sich per 100 kg, für Erbsen und Linsen per 50 kg in RM waggonfre Hamburg verzollt. Rauhfuttermittel RM je 50 kg 172-180 192-197 inlano.[ 156-160 Weizen Draht gepr. Bindi gepr. Roggen Draht gepr. Bindf. gept. Langstroh Gerste Draht gepr. Bindf. gepr. Hafer Draht gepr. Bindf. gepr. handelsüblich 1.15-1.30 1,05 2.10-2.20 1.15-1.30 0.90 1.40-1.65 1.05 1.30-1.45 0.90 1.35-1.65 2.15-2.25= Donau 107-108 BK 93 7 93 0 Ma 93 7 93 0 Jul 93,7 92.7 Sept. Mais B.K. 99.5 97,5 Mära 66.5 65 7 95,5 94,5 a W. K. 66 5 66,0 89,0 88,1 Jul 71,0 69,0 Mära Bestial. OTA 27715/12 nland. ausländ Somm. oftpr ausland 1874-190 ausländ Sept. Domm 195-200 oftor. 190-195 268 Sept Sept Jub Dti DIL Sept 216 G März März Sept März Sept Heu 50 Kilo Mohrrüben.gewasch. 3,25- 4,00 Galat, Treibhaus, Gurken, Treibhaus, 100 Stüd 50 Kilo 15,00-42,00 Schoo- Bund gutes Klee Luzerne Häckel 3,50-4,50 4,00-6,00 Bereinzeltes Auswuchs- und Schmachtformuläffta. § Ruffenroggen 8. D.G.G- Bedingungen 195 cif Bln. bez. u. B. Inländisches Gemüse. 100 Ropf 10,00-15,00 5,00-8,00 Spinat. Spinat, rhein., 50 kg 2,00- 5,00 Blatt: 8,00-12,00 Rohlrabi, Treibhaus Schod 3,00-9,00 Champign. Trbh., 50 kg 90,0-140 Shabarber, Treibh 10,00-22.50 Freihand 8,00-14,00 " Radieschen. Radieschen, Dred. Morcheln, 50 kg 50,00-60,00 Meerrettich, 50 kg 40,00-50,00 Sellerie 20,00-28,00 Sellerie, gewaschen 22,00-30,00 Porree, je n. Gr. Schd. 1,50- 4,00 Petersilie, 100 Bb. 3,00- 5,00 Petersilwurz. 50 kg 6,00-10,00 1.10-1.25 - 1.10-1.25 || ID 2.00-2.15 178 - 2.10-2.20 152 2.40-2.70 || in Pfennig je Pfund( Auktionspreife) m. R. mit Ropf. o. R. ohne Kopf Berlin, 7. April Kalbfelle bis 9 Pfd. o.K. 35-3c do. m. R. 27-34% do. bis 15 Pfd. o. K. 30-34 Freffer bis 20 Pfd. 18 Düngemittel. Ammoniat schwefels. II 0,76, Ammoniat falzfaures 0.72, Leuna- Montan- Salpeter 0,82%, Rallammonsalpeter 0,86, Raliammonsalpeter 0,86, Harnstoff BASF. 0,91, Ralffalpeter mit Jutesad 0,99, Natronsalpeter 1,09, Raltstidstoff m. PapSd. 0,77, alles für 1 Rilogramm Stidstoff. Nitrophosta JG. I 23,34 für 100 Rilogramm Ware; Nitrophosta JG II 21,98 für 100 Kilogramm Ware. Nitrophosta JG. III 23,80 für 100 Rilogramm Ware. Thomasmehl: zitronensäurelösliche Phosphorsäure fe Kilogramm- Prozent ab Aachen- Rote Erde 22,50 Rpf. einschl. 100- Rilogramm- Jutelad, gültig ab 12. November. Rhenaniaphosphat, rüdwirkend ab 4. Dezember 1931: 23-25 Prozent 0.31 je Rilogramm ammonzitratlösliche Phos phorsäure, 25-28 Prozent 0,32 je Rilogramm ammonzitratlös. liche Phosphorsäure, 28-31 Prozent 0,33 je Rilogramm ammon zitratlösliche Phosphorsäure. Kali in RM je 100 Kilogramm lose: Rainit( 12 Prozent Reinfoli) 1,17. Ralidüngefalz( 18 Prozent) 2,46, Ralidüngesalz ( 40 Prozent) 6.80. Chortalium( 50-50,9 Prozent) 10,94-11,13, schwefelf. R.( 48-48,9 Prozent) 13,50-13,76. Kartoffeln, Erzeugerpreise ab märt. Station, je 50 Rilogramm, weiße 1,40-1,50 RM, Rote 1,50-1,70 RM, Odenwälder Blaue Gelbfleischige 2,20-2,40 RM. 1.45-1.65 2.15-2.55 2.30-2.60 2.40-2.70 1.90-2.10 Häute. Ochsen Färfen. Ruhhäute Bullen do. do. do. bis 9 Pfd. m. A. 19% 23-23% 18 22-22% 3.50-3.60 2.25-2.451 11111 Samstag, den 30. April 1932. Fern. ,, Gießener Zeitung" Turnen und Sport. Alus Stab und an heißen Schalke 04, Boruſſia Fulda und VfL Benrath( BotalGroßen- Bused. Vom lommenden Sonntag ab werden an der hiesigen Bahnhofsstation Sonntagsrüdfahrkarten nach GieBen ausgegeben. Allendorf a. d. Lumda. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten die Eheleute Landwirt Christoph Keil und Frau Elisabeth, geb. Kehr. Der Jubilar ist 80 Jahre alt, seine Frau zählt 76 Jahre. Bad Nauheim. In Bad Nauheim werden über die Pfingstfeiertage vom 14. bis 18. Mai 1932 Pfingst- Kurtarten zum Preise von 5 RM ausgegeben. Diese Karten berechtigen zum freien Besuch des Kurhauses und der Konzerte des staatlichen Kurorchesters, ferner auch zur Benutzung der Kurmittel für die angegebene Zeit gegen Entrichtung der hierfür besonders festgesetzten Gebühren. Bad Nauheim. Trotz den wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland und in vielen anderen Ländern ist Bad Nau heim, dant seines Rufes als Herz- und Rheumabad, in dieser frühen Jahreszeit schon von zahlreichen Gästen besucht. Bis Mitte April waren 2363 Personen angekommen, worunter fast annähernd 200 Ausländer sind. Auch in diesem Winter wurde an dem weiteren Ausbau des Bades gearbeitet. Diesmal waren es besonders die Technischen Werke, die wichtige Neuanlagen erhielten. Bad Nauheim. Bis zum 28. April 1932 betrug der Gesamtbesuch 3052 Gäste, darunter waren 310 Ausländer. An diesem Tage waren 1061 Gäste anwesend. Bönstadt( Kr. Friedberg). In einem Anfall von geistiger Umnachtung schlug ein hiesiger Arbeiter seine Ehefrau mit einem Maurerhammer nieder und versetzte ihr dann mit einem Messer einen Stich in den Hals. Es ist fraglich, ob die schwer verletzte Frau mit dem Leben davontommen wird. Gedern( Oberh.) Der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhenklubs" als Pfleger und Träger des Heimat- und Wandergedankens fonnte auf sein 50- jähriges Bestehen zurückbliden. Büdingen. Der Kreistag des Kreises Büdingen hat in seiner ordentlichen Sigung den mit 519 156,51 Mart gegen 604 554 Mart im Vorjahr abschließenden Haushaltsplan des Kreises Büdingen für 1932 genehmigt. Bingen. Am Freitagnachmittag erschoß sich der Weingutsbesitzer F. P. aus Münster- Sarmsheim während eines Aufenthaltes bei einer ihm befreundeten Familie in Bingen- Büdesheim. diated Niederscheld( Dillkreis). Die Gemeinde wird in aller Kürze den Neubau einer Brüde über die Schelde an dem Rathaus vornehmen lassen. Den Bau werden Erwerbslose unter Leitung eines Fachmannes ausführen. Biedenkopf. Durch die wohlfahrtserwerbslosen Handwerker der Stadt wird gegenwärtig das alte Rathaus, eine Zierde unserer Stadt, gründlich renoviert. Kassel. Am Ausgang des Dorfes Werl bei Brilon stieß in der Dunkelheit ein Waffenhändler mit seinem Motorrad mit einem entgegenkommenden Motorrad zusammen. Beide Fahrer wurden auf der Stelle getötet. Die auf dem Soziussit mitfahrende Frau des Waffenhändlers wurde schwer verletzt. Wegen Landfriedensbruchs verurteilt. Hersfeld. Das Kasseler Schöffengericht tagte in Hersfeld, um gegen Angehörige der Eisernen Front bzw. des Reichsbanners wegen schweren Landfriedensbruchs zu verhandeln. Das Schöffengericht verurteilte drei Angeblagte wegen schweren Landfriedensbruchs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu je sechs Monaten Gefängnis, einen zu einem Monat Gefängnis. Sanau. Das Etatsjahr 1931/32 der Stadt Hanau schließt mit einem Defizit von rund 2 Mill. M. ab. An Staatszuschüssen bekam die Stadt im abgelaufenen Jahr rund 400 000 Mark. Trier. Bei verschschied. Orten der Mosel sind Bergrutsche eingetreten, die allerdings nicht von so gewaltigem Umfang sind wie der Absturz bei Cochem. 1. Immatrikulation im Sommer- Semester 1932 an der Universität Köln. Am 15. April fand an der Universität Köln die erste Jmmatrikulationsfeier des Sommer- Semesters 1932 statt. Es waren auf Grund der Anmeldungen rund 500 Studierende dazu geladen, darunter etwa 400 erste Semester. Der Reftor führte u. a. aus, daß sich das Studium jetzt in einer stürmischen ge= fahrvollen Zeit abwickelt. Der akademische Zuwachs fann nicht mehr von den bisher üblichen akademischen Stellen und Aem= tern aufgenommen werden. Er flutet über den bisherigen akademischen Stand hinweg. Es wird in Zukunft teinen fest abgegrenzten Akademikerstand mehr geben. Wenn an die Stelle der standesmäßigen Formung nun eine geistige Leistungsrichtung tritt, so wird sich die Persönlichkeit des Akademikers zugleich frei machen von den bisherigen nachteiligen Seiten des Standesver haltens. Er wird sich nicht mehr auf Vorurteile, auf unangemessene äußere Ansprüche, nicht mehr auf den Dünfel stellen. Sichere Kapital- Anlagen in unsicheren Zeiten! Von J. LAHR Hauptschriftleiter der 2- Uhr- Börsenberichte Ein Buch, das Ihnen zeigt, wie Sie zu disponieren haben, um eigenes oder fremdes Vermögen zu verwalten und zu sichern.- Ein Mann der Praxis hat hier seine in Jahrzenten gesammelten Erfahrungen zu Papier gebracht. Für nur 2.40 RM können Sie davon profitieren, denn nur soviel kostet das geschmackvoll in Leinen gebundene Buch! Ich Wir bestellen hiermit beim Rudolf LORENTZ Verlag, Charlottenburg 9 das soeben erschienene Buch Sichere Kapital- Anlagen in unsicheren Zeiten von J. Lahr in Leinen gebunden für 2,40 RM gegen Nachnahme Die drei westdeutschen Vertreter für die DFB- Meisterschaft meister). Schalte und Fulda spielen am 1. Mai um die Westdeutsche Meisterschaft. Bayern München und Eintracht Frankfurt bestreiten am 1. Mai in Stuttgart das Endspiel um die Süddeutsche Fußballmeisterschaft. Beide sind aber bereits süddeutsche Vertreter für die DFB- Meisterschaft. Um den dritten Play spielen zunächst 1. FC Nürnberg und FSV Frankfurt. Der Sieger trifft dann auf den Pokalmeister Stuttgarter Riders. Neue Verbandsmeister wurden in Brandenburg( Tennisborussia Berlin) und im Baltenverband( Hindenburg Allenstein) ermittelt. Beden- Audy gewannen das Sechstagerennen in Montreal. Der Deutsche Stübbede schied am letzten Tage aus. Die Deutsche Waldlaufmeisterschaft fiel im Einzellauf an Rohn- Pol. SV Berlin vor Holthuis- Weener und im Mannschaftslauf an Polizei Berlin vor Vittoria Hamburg. Schmelings Schaukampfreise durch die USA. wurden wegen des schlechten Publikumserfolges abgebrochen. SüdEin Fußballkampf Lothringen Süddeutschland wird am 29. Mai voraussichtlich in Meß zum Austrag tommen. deutschlands Mannschaft soll der Bezirk Rhein- Saar stellen. Trotz der Not der Zeit hat nach Abzug der Besatzungstruppen in den Turnvereinen in der Pfalz eine besonders rege Tätigkeit eingesetzt. Es wurden allein im letzten Jahre 15 neue Turnhallen in der Pfalz eingeweiht. Die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik hat Olympiamarken herstellen lassen, deren Erlös als Zuschuß für die Beschidung der Olympischen Spiele 1932 durch deutsche Leichtichidung der Olympischen Spiele 1932 durch deutsche Leicht athleten bestimmt ist. Frische Luft verboten! ,, Das Lüften der Schulräume durch Deffnen der Fenster darf nur je einmal am Vormittag und Nachmittag während Betracht einer Pause erfolgen. Welche Pause dafür in tommt, hat der Schulleiter zu bestimmen. Den Lehrern und Schülern ist das eigenmächtige Oeffnen der Fenster zu anderen Zeiten zu untersagen." Stellt man die Frage, wann das verordnet wurde, so würden wohl die meisten Antworten auf die Zeit nach dem Dreißigjährigen Kriege lauten. Aber nein, es steht gemäß der Allg. Deutschen Lehrerzeitung in einem Sparerlaß des Oberbürgermeisters der Stadt Oldenburg für die städtischen Schulen aus dem vorletzten Monat. Also, den Sauerstoff der Luft, das unentbehrlichste Lebensmittel, zehnmal wichtiger als Brot, Fleisch, Kartoffeln usw., will man beschneiden. Schlimm genug schon, daß entgegen der Daseinsweise aller anderen Lebewesen der so weise Mensch sich in seiner Verblendung durch Mauern, Türen und Glas abschließt gegen die bewegte Luft. Vielfach schlimmer noch, wenn man die ohnehin so färgliche Erneuerung des Sauerstoffs durch Verbot verhindert und die Menschen zwingen will, immer wieder die verbrauchte Luft einzuatmen. Das stundenlange Stillsizen iſt schon ein starkes Opfer für den natürlichen Bewegungsdrang der jungen Menschen. Wie aber muß sich erst die fohlensäuregeschwängerte Luft in den überfüllten Klassenzimmern wirken! Das Blut wird did, der Schädel dumm und schläfrig. aus= Wir werden noch manchen Sparerlaß in den kommenden Jahren erleben, den man heute faum für möglich hält. Der vorliegende aber ist ein trauriges Zeichen dafür, wie man die Volksgesundheit einschätzt und wie man, bei all unserem wissenschaftlichen Düntel, gegen die allernächstliegenden Lebensbedürfnisse sündigt. Soweit haben wir es in der Entfremdung von Mfr. der Natur gebracht! Wieder Sparsamkeit am falschen Ort. Preußens Sportfonds nur noch 250 000 Mart? Dem Vernehmen nach hat die preußische Staatsregierung in den Voranschlag für den Staatshaushalt des Rechnungsjahres 1932 für die Förderung der Leibesübungen nur noch 250 000 RM. im sogenannten ,, Sportfonds" vorgesehen. Damit würde der für 1931 bereits einmal halbierte, an sich schon damals ganz unzureichende Staatsbeitrag für die körperliche Ertüchtigung durch Leibesübungen seit 1930 von einer Million RM. auf ein Viertel dieser Summe herabgesunken sein. Eine Kürzung, die selbst in dieser Zeit schärfster Abstriche eine außergewöhnliche Härte bedeutet. Charles Hoff plaudert aus der Schule im Stabhoch Charles Hoff, der frühere Weltrekordmann sprung, veröffentlicht seine Stellungnahme zum Fall Nurmi, die geradezu eine Blamage für Eklund, den Generalsekretär des internationalen Leichtathletik- Verbandes, darstellt. Hoff, der über die schwedischen Verhältnisse sicher sehr genau informiert ist, stellt fest, daß Eklund selber an die in Schweden startenden Leichathleten gute Spesensätze gezahlt habe. Recht freimütig erzählt Hoff von der Zeit, in der er selbst noch Amateur war und An allen Orten Nr. 17. in dieser Eigenschaft mit Eklund in sogen. Engagementsverhandlungen gestanden hat. Ihm seien nicht nur seine Reisekosten an sich, sondern auch andere Spesen vergütet worden, von deren Zahlung Eklund sehr genau wisse. Er erinnere z. B. nur an einen Start in Siodholm, wo ihm die Spesen in gut aufgerundeter Form im voraus bezahlt worden seien. * Verzichtet Schweden auf Los Angeles? Dem schwedischen Olympischen Komitee ist von maßgebender Seite der Vorschlag unterbreitet worden, mit Rücksicht auf die schwere wirtschaftliche Lage von einer Beteiligung an den Olym pischen Spielen in Los Angeles abzusehen. Maßgebend für diese Forderung war die durch den Zusammenbruch des Kreuger- Konzerns besonders in Schweden eingetretene erhebliche Verschlechterung der allgemeinen Verhältnisse. In dem Vorschlag wird gleichzeitig gefordert, sämtliche schwedischen Sportverbände an zuweisen, die Olympia- Vorbereitungsarbeiten sofort abzubrechen. Standal um Schmeling Zu einer feindseligen Demonstration des Publikums gegen den Weltmeister Mar Schmeling fam es in Forstres- Monroe, als Schmeling sich weigerte, wegen der ihm zu gering erschienenen Zahl von Borenihusiasten gegen zwei Partner auszutragen. Schmeling soll gesagt haben, er habe seine Unpopu larität satt und dent gar nicht daran, anzutreten. Darauf fin gen die Zuschauer, ungefähr 650 Personen, an, zu johlen und zu pfeifen. Sie stürmten die Kasse und erhielten ihr Eintrittsgeld wieder zurüd. Inzwischen hatten die Trainer Schmeling schnell im Auto fortgebracht. 13 Endspiel Teilnehmer ermittelt 13 Vor dem Start zur Deutschen Fußball- Meisterschaft. Von den 16 Mannschaften, die am 8. Mai zur Vorrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft antreten sollen, waren am Abend des 24. April 13 ermittelt. Diese 13 verteilen sich auf die einzelnen Landesverbände wie folgt: Westdeutschland: Borussia Fulda, Schalke 04 und VfL. Benrath; Süddeutschland: Bayern München und Eintracht Frankfurt; Norddeutschland: Hamburger Sportverein und Holstein Kiel; Mitteldeutschland: Polizei S.-V. Chemnitz; Brandenburg: Tennis- Borussia Berlin und Minerva Berlin; Baltenverband: Hindenburg Allenstein; Südostdeutschland: Beuthen 09 und Breslauer SC. 08. Es fehlen noch je ein Vertreter aus Süddeutschland( 1. FC. Nürnberg, FERV. Frankfurt oder Stuttgarter Riders), Mitteldeutschland( SBC. Plauen oder VfB. Schönebed) und dem Baltenverband( VB. Königsberg oder Vittoria Stolp). Bon den feststehenden 13 Mannschaften nehmen vier, nämlich Borussia Fulda, Pol.-S.-V. Chemnih, Minerva Berlin und Hindenburg Allenstein zum erstenmale an Endspielen um die Bundesmeisterschaft teil. Neue Bücher. Haben Sie sich schon überlegt, warum der Hosenrod in der heutigen Mode eine so bedeutsame Rolle spielt? Der Artifel ,, der mondäne Hosenrod" in der soeben erschienenen neuesten Ausgabe der„ Eleganten Welt" legt die Gründe dafür dar, die zu er fahren, Sie sicher interessieren wird. Das Auto in Amerita. Ist die Tatsache, daß jeder fünfte Amerifaner ein Auto besitzt, ein besonders treffender Beweis für Amerika prosperity?. Die neue ,, Woche" beleuchtet einmal eingehend diese erstaunlichen Verhältnisse. Eine schönes Heim. Wer wünschte es sich nicht? Oder wer strebt nicht danach, sein Heim zu einem wirklich schönen Heim zu machen? An Anregungen und reizvollen Vorschlägen fehlt es Ihnen nicht, wenn Sie die Münchner Monatsschrift ,, Das schöne Heim" zu Rate ziehen. Jm Maiheft ist sowohl einfachen wie fostspieligen Ansprüchen Rechnung getragen. Verlag F. Brudmann A.-G. München. Die Leineweber von Steinhude. Am Steinhuder Meer, Nordwestdeutschlands größtem See, liegt fernab der Welt das Leineweberdorf Steinhude. Noch um die Jahrhundertwende gal ten hier die uralten Regeln der Zunft. 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